Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 23086
Vorher
RM 1020 Vermögensverwaltungs GmbHGST AutoLeather Germany GmbHSeton AutoLeather GmbH
Eingetragen
6.9.2010
Branche
Herstellung von Lederbekleidung und PelzwarenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenGroßhandel mit Lederwaren, Reisegepäck, Geschenk- und Werbeartikeln
Gegenstand
der Import und Export, die Herstellung, Bearbeitung und der Vertrieb von Leder und Lederprodukten sowie Leder-Ersatzprodukten und von allen daraus erstellten Produkten sowie von allen verwandten und ähnlichen Produkten sowie das Halten und Verwalten von Beteiligungen (Holding-Funktion)

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Roland Bücker
seit 30.5.2023
Prokura
Timothy Brennan
seit 29.7.2021
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Pangea Made, Inc.USA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Pangea Made, Inc.
United States
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pangea Made GmbH

Mülheim an der Ruhr

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die Pangea Made GmbH, Mülheim an der Ruhr ("Gesellschaft" oder "Pangea"), war zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 eine Tochtergesellschaft der Pangea Made Inc., die ihren weltweiten Hauptsitz in Rochester Hills, Michigan/USA, hat.

Die Mehrheit der Anteile an der Pangea Made Group wird von Black Diamond Capital Management L.L.C. (BDCM), Greenwich, CT/USA, gehalten.

Die Pangea Made Group ist ein globaler Lieferant von Lederkomponenten für die Innenausstattung von Automobilen. Zu ihren Kunden gehören Automobilproduzenten sowie deren Systemlieferanten in aller Welt.

Die von der Gesellschaft produzierten Leder werden zur Hälfte von der ungarischen Schwestergesellschaft Pangea Made Kft. zu Stanzteilen weiterverarbeitet und überwiegend über die Pangea Made GmbH an die Kunden fakturiert. Die Gesellschaft und die Pangea Made Kft. bilden somit innerhalb der Pangea Made Group eine logistische Einheit für den europäischen Markt. Die andere Hälfte der Lederproduktion wird direkt als sogenanntes Ganzhautgeschäft an die Fahrzeughersteller und ihre Systemlieferanten verkauft.

2. Geschäftsverlauf

Allgemeine Wirtschaftsdaten

Die wirtschaftliche Situation der Automobilindustrie ist durch verschiedene Einflussfaktoren geprägt. Die volkswirtschaftliche Lage, insbesondere die Entwicklung des privaten Konsums, und die Entwicklung der Rohstoffpreise sind neben dem Erfordernis stabiler politischer Verhältnisse und funktionierender Kapitalmärkte die entscheidenden Faktoren.

Die Weltwirtschaft verzeichnete im Jahre 2022 ein Wachstum von 3,4% stark beeinflusst von wirtschaftlichen Konsequenzen, insbesondere des Krieges seit Februar 2022 zwischen der Ukraine und Russland.

Die deutsche Wirtschaft verzeichnete nach den Angaben des Statistischen Bundesamts im Jahr 2022 einen Anstieg des realen Bruttoinlandsproduktes von 1,8 % gegenüber dem Vorjahr.

Daten der Automobilbranche

Die Entwicklung des weltweiten Pkw-Marktes war im Geschäftsjahr weiterhin von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und der Halbleiter-Lieferproblematik geprägt. Gegenüber dem sehr niedrigen Niveau des Vorjahres erhöhte sich die weltweite Produktion um 6 %.

Die Produktion von Personenkraftwagen in Deutschland ist nach den Angaben des Verbands der Automobilindustrie im Jahr 2022 mit 3,4 Mio. Fahrzeugen 11 % höher als im Vorjahr.

Geschäftsverlauf

Das Absatzvolumen war im Gesamtjahr 2022 12 % höher als in Vorjahr. Die Produktion war in 2022 schon weniger von Lieferkettenstörungen beeinflusst als in 2021.

Die Auslastung im Jahr 2022 war durchschnittlich höher als im Vorjahr, dies ist hauptsächlich auf das höhere Produktionsvolumen zurückzuführen. Produktionsreduzierungen und -stopps in 2022 bei einzelnen Kunden aufgrund der Halbleiterproblematik haben unsere Produktion nicht mehr stark beeinflusst. Die Auslastung war insgesamt befriedigend. Die Fertigungsprozesse wurden durch Standardisierungs-, Produktivitäts- und Qualitätsinitiativen sowie organisatorische Maßnahmen weiter optimiert und der Auslastung angepasst.

Der Lagerbestand lag zum Jahresende ca. 18% über dem des Vorjahres.

Die Beschaffungspreise für Rohhäute befanden sich im Vergleich zum Vorjahr auf niedrigerem Niveau.

In Anbetracht der gesamtwirtschaftlichen schwierigen Situation und der Marktunsicherheit aufgrund der Halbleiterproblematik und des Krieges in der Ukraine ist die Gesellschaft mit dem gesamten Geschäftsverlauf im Hinblick auf die Erreichung der wirtschaftlichen Ziele zufrieden.

3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren

Innerhalb des Pangea-Konzerns wird die Geschäftstätigkeit mit Hilfe verschiedener Leistungsindikatoren gesteuert. Für die Gesellschaft ergeben sich unter anderem die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren.

2022 Vorjahr
Umsatzerlöse (TEUR) 104.541 83.428
Rohergebnis in % Umsatz 21,9 21,0
EBITDA (TEUR) 3.959 -2.674
EBITDA in % Umsatz 3,8 -3,2

Das Rohergebnis ermittelt sich als Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderung und sonstigen betrieblichen Erträgen abzüglich Materialaufwand. Die EBITDA-Kennzahl ermittelt sich wie folgt:

2022 Vorjahr
TEUR TEUR
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 3.306 -3.184
Abschreibungen auf Anlagevermögen 684 637
Zinserträge -73 -71
Zinsaufwendungen 113 50
Sonstige Steuern -71 -106
EBITDA 3.959 -2.674

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ermittelt sich als Ergebnis nach Steuern zuzüglich Ertragssteueraufwand.

Dabei sind Soll-Ist- und Vorjahresvergleiche, Abweichungsanalysen und, wenn erforderlich, Maßnahmenpläne zur Sicherstellung der budgetierten Ziele wichtige Instrumente der Steuerung. Das Budget wird monatlich auf den Zielerreichungsgrad überprüft.

Für das Geschäftsjahr wurde mit Mio. EUR 95,6 ein unwesentlich niedrigeres Umsatzniveau prognostiziert, als tatsächlich erreicht wurde. Die erzielte positive EBITDA-Marge, das positive Jahresergebnis sowie die gestiegene Rohmarge entsprechen der letztjährigen Prognose.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft verfügt über ein entwickeltes Qualitäts- und Umweltmanagementsystem und ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001, IATF 16949 sowie DIN EN ISO 14001. Neu hinzugekommen sind in 2022 mit abgeschlossener Auditierung die ISO / IEC 17025 - Laborakkreditierung - und ein Zertifikat für soziale Verantwortung.

Darüber hinaus hat die Gesellschaft Energie-, Arbeits- und Informationssicherheitsmanagementsysteme in Anlehnung an die jeweiligen Zertifizierungsstandards oder Kundenanforderungen implementiert und entwickelt diese ständig weiter.

Das Qualitätsniveau wird unter anderem anhand der folgenden Kennzahlen gemessen:

2022 Prognose Vorjahr
Interner Ausschuss 6.369 ppm <4.000 ppm 5.578 ppm
Endkundenretouren 20.878 ppm <17.583 ppm 22.650 ppm
Interne Kundenretouren 4.071 ppm <1.472 ppm 1.840 ppm

Bei den "traditionellen" Unternehmenszielen zur Qualität konnten wir uns im Bereich der Kunden (externe Kunden) PpM zwar leicht verbessern, der Zielwert wurde nicht erreicht. Bei den PpM des internen Kunden Jánosháza als auch den internen PpM (interne Rauswürfe) ist es zu einer Verschlechterung gekommen. Hauptgründe für die Nichterreichung der Ziele waren bei den IPPM zwei Sonderereignisse in den Monaten Februar und Mai. Insgesamt über die restlichen Monate waren die Werte i.O. und stabil. Bei den EPPM (Endkunden) war der größte Anteil in Naturmerkmalen begründet, was ebenfalls in dem schon erwähnten Einsatz eines breiteren Sortiments zur Absicherung der massiv erhöhten Abrufe begründet war.

4. Ertragslage

Umsatzentwicklung

Das Umsatzvolumen im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöhte sich von Mio. EUR 83,4 im Jahr 2021 auf Mio. EUR 104,5. Der Anstieg in Höhe von Mio. EUR 21,1 ist auf ein erhöhtes Umsatzvolumen im Stanzteilgeschäft um Mio. EUR 8,2 und eine Erhöhung des Ganzhautgeschäfts um Mio. EUR 10,5 zurückzuführen. Die sonstigen Umsätze erhöhten sich um Mio. EUR 2,4. Das Ganzhautgeschäft hat unverändert mit 64,9 % wie im Vorjahr (68,6 %) den höchsten Umsatzanteil.

Der Verkauf erfolgt sowohl an externe Kunden als auch an Unternehmen des weltweiten Pangea-Konzerns.

Der Umsatz aus Lederlieferungen an die Schwestergesellschaft Pangea Made Kft. betrug im Jahr 2022 Mio. EUR 25,2 nach Mio. EUR 16,8 im Vorjahr. Die an Pangea Made Kft. gelieferten Leder werden in Ungarn zu Stanzteilen weiterverarbeitet. Diese Stanzteile werden von Pangea Made Kft. an die Pangea Made GmbH zurückberechnet und dann von dieser an externe Kunden fakturiert.

Von der Umsatzerhöhung von Mio. EUR 21,1 zum Vorjahr entfallen Mio. EUR 8,4 auf Unternehmen im Pangea-Konzern als Erhöhung und Mio. EUR 12,7 auf externe Kunden als Erhöhung.

Der Anteil des Auslandsumsatzes erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr und betrug 79,7 % (Vorjahr: 78,9 %) und lag damit erneut deutlich über dem Inlandsumsatz von 20,3 % (Vorjahr: 21,1 %).

Jahresergebnis

Pangea Made GmbH schloss das Geschäftsjahr 2022 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von Mio. EUR 3,0 ab. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies eine Erhöhung um Mio. EUR 6,3.

Die Verbesserung des Jahresergebnisses ist insbesondere auf die geringeren Rohstoffkosten zurückzuführen.

Das Rohergebnis erhöhte sich um Mio. EUR 5,3 auf Mio. EUR 22,9. Bezogen auf den Umsatz erhöhte sich das Rohergebnis auf 21,9 % (Vorjahr: 21,0 %). Hier wirkten sich die geringeren durchschnittlichen Rohmaterialpreise für Rohhäute positiv aus.

Der Personalaufwand betrug Mio. EUR 13,1 und lag damit um Mio. EUR 1,8 unter dem Vorjahreswert. Die Reduzierung ist auf niedrigere Aufwendungen für Abfindungen von Mio. EUR 0,5 zurückzuführen. Demgegenüber stehen kostenreduzierende Effekte in Höhe von Mio. EUR 1,3 die im Zusammenhang mit der geringeren Mitarbeiterzahl stehen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betrugen Mio. EUR 0,7 (Vorjahr: Mio. EUR 0,6).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von Mio. EUR 5,2 im Vorjahr auf Mio. EUR 5,7. Der Erhöhung in Höhe von Mio. EUR 0,5 ist hauptsächlich auf einen erhöhten Aufwand aus Währungskursdifferenzen zurückzuführen.

5. Finanzlage

Finanzierung der Gesellschaft

Die Finanzierung der Mittelbindung im Umlaufvermögen und der Investitionen der Gesellschaft erfolgt überwiegend durch Eigenkapital sowie aus dem laufenden Geschäft und über Gesellschafterdarlehen des Pangea-Konzerns.

Zusätzlich besteht ein Vertrag über einen revolvierenden und regresslosen Verkauf von Forderungen (Factoring) mit einem Obligo von Mio. EUR 6,0 (Vj.: Mio. EUR 7,0), welches zum Bilanzstichtag nur anteilig in Anspruch genommen wurde. Der Vertrag wurde in 2022 bis zum 30. Mai 2023 prolongiert. Bereits im Januar 2023 erfolgte eine weitere Prolongation des Vertrages, so dass das Factoring bis Ende Mai 2025 weiterhin als Finanzierungsmittel zur Verfügung steht.

Die Gesellschaft finanzierte sich zum 31. Dezember 2022 im Wesentlichen aus Eigenkapital und Darlehen der Pangea Made Group. Die Gesellschafterdarlehen von Mio. EUR 2,7 wurden im Zeitraum Mai bis November 2022 gewährt und sind unbefristet. Die Gesellschafterdarlehen wurden im Geschäftsjahr 2023 vollständig getilgt. Das Eigenkapital beträgt Mio. EUR 16,0. Die Eigenkapitalquote beträgt nun 52,9 % der Bilanzsumme (Vorjahr: Mio. EUR 13,0 bzw. 43,8 %).

Liquiditätslage

Zum 31. Dezember 2022 verfügte die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von Mio. EUR 4,1 (Vorjahr: Mio. EUR 2,9). Die Erhöhung der liquiden Mittel ist insbesondere auf die Umsatzerhöhung und das positive Jahresergebnis zurückzuführen. Die Pangea Made GmbH war im Geschäftsjahr 2022 zu jedem Zeitpunkt in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Mit den vorhandenen Finanzierungsmöglichkeiten ist jederzeit die ausreichende Versorgung mit finanziellen Mitteln gewährleistet.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente bestanden im Geschäftsjahr 2022 und zum 31. Dezember 2022 nicht.

6. Vermögenslage

Zusammensetzung des Vermögens

Die Höhe des Vermögens der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2022 Mio. EUR 30,2 (Vorjahr: Mio. EUR 29,6).

Das Sachanlagevermögen verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 0,7 auf Mio. EUR 3,6 und beinhaltet im Wesentlichen Mietereinbauten in Höhe von Mio. EUR 2,1 (Vorjahr: Mio. EUR 2,2), technische Anlagen und Maschinen in Höhe von Mio. EUR 0,8 (Vorjahr: Mio. EUR 1,0), Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von Mio. EUR 0,7 (Vorjahr: Mio. EUR 0,9) sowie geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau in Höhe von Mio. EUR 0 (Vorjahr: Mio. EUR 0,2), die technische Anlagen und Maschinen betreffen.

Die Vorräte in Höhe von Mio. EUR 12,6 sind gegenüber dem Vorjahr aufgrund verringerter Kundenabrufe zum Jahresende gestiegen (Vorjahr: Mio. EUR 10,7).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Jahresende Mio. EUR 5,4 (Vorjahr: Mio. EUR 6,5). Die Reduzierung ist hauptsächlich auf bessere Zahlungsmoral der Kunden zurückzuführen, welche in 2022 - entgegen dem Vorjahr - fristgerecht vorm Jahresende Ihre Rechnungen beglichen haben.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen verringerten sich geringfügig von Mio. EUR 2,6 im Vorjahr auf Mio. EUR 2,5.

Der Anteil an langfristigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen beträgt zum Jahresende Mio. EUR 2,5 (Vorjahr: Mio. EUR 2,4).

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von Mio. EUR 1,7 verringerten sich gegenüber dem Vorjahr (Mio. EUR 2,3).

Eigenkapital

Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2022 hat sich gegenüber dem Vorjahr in Höhe des Jahresüberschusses erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt 52,9 % (Vorjahr: 43,8 %).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Jahresende Mio. EUR 3,2 und erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr (Vorjahr: Mio. EUR 2,2) Dies ist hauptsächlich auf höheren Umsatz und Produktionsvolumen zurückzuführen.

Die Rückstellungen verringerten sich unwesentlich auf Mio. EUR 5,3 (Vorjahr: Mio. EUR 5,5).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verringerten sich auf Mio. EUR 4,5 (Vorjahr: Mio. EUR 7,3). Die Reduzierung in Höhe von Mio. EUR 2,9 erklärt sich hauptsächlich durch reduzierten Verbindlichkeiten gegenüber Pangea Made Kft. in Ungarn.

Investitionen

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2022 keine neue Investition (Vorjahr: Mio. EUR 0,1) in das Anlagevermögen getätigt. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen betrugen Mio. EUR 0,7 (Vorjahr: Mio. EUR 0,6).

7. Personalbereich

Ende 2022 betrug die Anzahl der Mitarbeiter der Pangea Made GmbH 200, wovon 151 gewerbliche Arbeitnehmer waren und 49 Angestellte (Vorjahr: gesamt 229, gewerblich 164, angestellt 65).

Die Anzahl der Mitarbeiter, Arbeitsunfälle und die daraus resultierende Abwesenheit werden von der Gesellschaft fortlaufend beobachtet und analysiert. Im Hinblick auf die Corona-Pandemie wurden zahlreiche Maßnahmen zum zusätzlichen Gesundheitsschutz der Mitarbeiter umgesetzt.

2022 Vorjahr
Anzahl Arbeitsunfälle einschl. Wegeunfälle 1 7

Die Anzahl der Arbeitsunfälle konnte aufgrund zahlreicher Arbeitssicherheitsinitiativen drastisch reduziert werden. Die Höhe der krankheitsbedingten Abwesenheit ist etwas erhöht im Vergleich zum Vorjahr. Mitarbeiterbefragungen nach Beendigung der Krankheit wurden weiter intensiviert.

8. Forschung und Entwicklung

Der Entwicklungsbereich innerhalb des Pangea-Konzerns ist von zentraler Bedeutung. Die Neuentwicklung von Lederprodukten und die permanente Verbesserung der Produktionsprozesse stellt die Marktposition sicher. Die Entwicklungstätigkeit der Pangea Made GmbH orientiert sich an den Anforderungen der Kunden. Diese Anforderungen bestehen in der weiteren Verbesserung und Innovation von Farben, Haptik, Haltbarkeit, Design und Nachhaltigkeit des Leders.

Die Anzahl der Mitarbeiter im Entwicklungsbereich betrug im Geschäftsjahr im Durchschnitt 13 (Vorjahr: 15 Mitarbeiter).

9. Chancen- und Risikobericht

Die Gesellschaft verfügt über ein Risikomanagement- und Kennzahlensystem, das die regelmäßige Identifikation, Analyse und Bewertung der wesentlichen unternehmensspezifischen Risiken wie die Preise für Rohhäute, die Verkaufspreise für Lederprodukte sowie die Rohstoffausnutzung und Produktivität sicherstellt. Im Rahmen der Risikosteuerung und -bewältigung ergreift die Unternehmensleitung die notwendigen Maßnahmen, um die Wettbewerbsfähigkeit ständig zu verbessern.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung ergeben sich aus der Veränderung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit Auswirkung auf den Absatz in der Automobilbranche oder durch sich verändernde Preise für Rohhäute und Wechselkursschwankungen sowie der grundsätzlichen Nachfrage nach Leder. Die Preise für Rohhäute unterliegen täglichen und saisonalen Schwankungen und sind unter anderem abhängig von Faktoren wie Wetter, Klima, der Anzahl an Schlachtungen und der Fleischnachfrage. Mögliche Risiken werden anhand verschiedener Marktindikatoren laufend analysiert und bewertet.

Der Krieg in der Ukraine und die einhergehenden Sanktionen und Maßnahmen gegen Russland haben diese Risiken deutlich erhöht. Dazu zählte insbesondere das Risiko der fehlenden Energieversorgung im Falle eines Gaslieferstopps aus Russland. Diese Gefahr bestand letztlich nicht, die Energie- und Gasversorgung war im Jahr 2022 unterbrechungsfrei. Die Gesellschaft verfolgt die Entwicklung fortlaufend und bereitet in Zusammenarbeit mit den örtlichen Versorgern Notfallpläne vor.

Der Anstieg der Energiepreise, bzw. die allgemeine Inflationssituation erschwerte die Lage des Unternehmens deutlich. Dazu haben sich die Risiken auf der Beschaffungsseite durch hohe Preissteigerungen für Waren und Dienstleistungen erhöht. Die Gesellschaft verhandelt intensiv mit ihren Kunden, um entsprechende Verkaufspreissteigerungen zu erzielen.

Gesundheitliche Risiken für die Mitarbeiter und damit einhergehende Risiken im Hinblick auf die Lieferfähigkeit werden durch zahlreiche vorbeugende Maßnahmen reduziert, dazu gehören unter anderem Hygienekonzepte, Dienstreisen- und Besuchseinschränkungen.

Das Risiko der bestehenden Umsatzkonzentration auf wenige Fahrzeughersteller soll durch weitere Auftragsakquisitionen mit anderen Herstellern noch weiter reduziert werden.

Mögliche Chancen und Risiken für das Unternehmen, die sich aus zukünftigen Automobilentwicklungen - wie etwa Autonomes Fahren und Elektroantriebstechnik - ergeben, unterliegen einer fortlaufenden Bewertung. Dazu gehören auch Chancen und Risiken aus der zunehmenden Forderung von Kunden nach einer größeren Bedeutung des Tierwohls und der Verfolgbarkeit der Herkunft der Rohhäute. Die Diskussion im Hinblick auf ökologische Nachhaltigkeit der gesamten Logistik- und Produktionskette und des CO 2 -Fußabdrucks der Lederherstellung im Vergleich zu Kunststoffen und pflanzlichen Rohstoffen wird aktiv verfolgt.

Die Liquidität der Gesellschaft ist aus Sicht der Geschäftsführung über die vorhandenen liquiden Mittel und gegebenenfalls über eine Gesellschafterfinanzierung durch die Muttergesellschaft sichergestellt. Hierzu hat die Pangea Made Inc. unter dem 27. Juli 2022 eine harte Patronatserklärung abgegeben, wonach sie sich verpflichtet, der Pangea Made GmbH im erforderlichen Umfang finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, um deren Unternehmensfortführung sicherzustellen. Die Überwachung und Steuerung der Liquidität erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Muttergesellschaft, deren CFO gleichzeitig Geschäftsführer der Pangea Made GmbH ist. Auf Basis der wöchentlich aktualisierten Liquiditätsplanung werden gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen abgestimmt.

Mögliche Risiken aus der Nichtnutzbarkeit der im Anhang angegebenen steuerlichen Verlustvorträge werden im Rahmen der Mittelfristplanung der Gesellschaft nicht gesehen.

Die Gesellschaft ist als Teil des internationalen Pangea-Konzerns rechtlichen und steuerlichen Regelungen unterworfen, die auch zu entsprechenden Risiken führen können, z.B. im Bereich der Verrechnungspreise.

Weitere spezifische wesentliche Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sehen wir derzeit nicht.

10. Prognosebericht

Die Grundlage unserer Einschätzungen für das Jahr 2023 ist die derzeitige gesamtwirtschaftliche und weltpolitische Lage, die durch eine sehr hohe Unsicherheit geprägt sind.

Dank der fortschreitenden Erholung von der COVID-19 und einer Verbesserung der Verfügbarkeit von Vorprodukten und Rohstoffen insbesondere der Halbleitermangel bei den Lieferketten der Verband der Automobilindustrie (VDA) prognostiziert wieder Wachstum auf den Pkw-Märkten in Deutschland und Europa. Für den deutschen Markt wird ein Wachstum von 4% gegenüber 2022 erwartet. Sorgen machen weiterhin die Resilienz der Lieferketten und die erhöhten Energiepreise.

Angesichts der Restriktionen in der Verfügbarkeit von Vorprodukten, insbesondere von Elektronikbauteilen, beobachten wir bei unseren Kunden eine Tendenz dahin, höherpreisige Fahrzeugmodelle und -ausstattungen zu priorisieren. Aus diesem Grund und basierend auf den Erfahrungen der ersten Monate des Jahres 2023 erwarten wir für das laufende Jahr ein Umsatzwachstum oberhalb des allgemeinen Marktwachstums. Ab der zweiten Jahreshälfte 2023 werden unsere Umsatzerlöse vor allem aufgrund des Auslaufens des Porsche E3-Modells voraussichtlich auf einem niedrigeren Niveau liegen.

Ungeachtet der Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges stellen die Elektromobilität und die Digitalisierung erhebliche Herausforderungen für die Automobilindustrie dar, die sich als Kostendruck sowohl auf Hersteller- als auch auf Zuliefererseite niederschlagen. Es ist daher zu erwarten, dass der Preisdruck seitens der Abnehmer anhalten wird.

Das prognostizierte Umsatzvolumen für 2023 liegt auf Basis unseres 3+9 Forecast unter dem Vorjahresniveau. Für das zweite Halbjahr 2023 wird ein geringerer Umsatz als im ersten Halbjahr prognostiziert.

Für 2023 erwarten wir unter der Voraussetzung, dass keine weiteren Produktionseinschränkungen durch die COVID-19-Pandemie erforderlich werden und sich bei den OEMs die Versorgungslage im Hinblick auf Halbleiterbauteile normalisiert, ein Umsatzvolumen von ca. Mio. EUR 80. Die Reduzierung ist auf den Auslauf einiger Fahrzeugmodelle zurückzuführen.

Die im vergangenen Jahr eingeleiteten Maßnahmen zur Kapazitätsanpassungen werden intensiviert. Es werden ein positives EBITDA-Ergebnis und ein positives Jahresergebnis 2023 erwartet. Im Vergleich zum Vorjahr ist es aber eine Reduzierung des EBITDA-Ergebnisses zum Umsatz von 3,8% auf 3,3%.

Die Pangea Made GmbH finanziert sich aus der laufenden Geschäftstätigkeit bzw. dem Bestand an liquiden Mitteln und aus Darlehen des Gesellschafters sowie über das Factoring.

Auf Basis der Unternehmensplanung für 2023 erkennen wir in Anbetracht der vorhandenen liquiden Mittel und der zur Verfügung stehenden Finanzierungsmöglichkeiten über die Factoring-Vereinbarung keine Gefährdung der Liquidität. Im Bedarfsfall stehen unter der vorliegenden Patronatserklärung Darlehen des Gesellschafters zur Verfügung.

11. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft umfasst auch die Risikosteuerung in Bezug auf Finanzinstrumente. Ziel des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente ist es, diesbezügliche Risiken, soweit wirtschaftlich sinnvoll, zu beseitigen, wobei der Geschäftsführung bewusst ist, dass bestimmte Risiken nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand zu vermeiden sind.

Dabei wird durch die fortlaufende Risikoidentifikation, -bewertung und -bewältigung insbesondere hinsichtlich der Forderungen und Verbindlichkeiten das Ziel verfolgt, Risiken bei den Finanzinstrumenten zu minimieren.

Die Forderungen bestehen im Wesentlichen gegen große Automobil- und Automobilzulieferungsunternehmen; Wertberichtigungen werden im Rahmen einer spezifischen Risikobewertung gebildet. Die Gesellschaft fakturiert ihre Umsätze in Euro, so dass bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen keine Währungsrisiken bestehen. Der Anteil der Rohmaterialien, die in US-Dollar beschafft wurden, war geringfügig. Es wurden keine Währungssicherungsgeschäfte in US-Dollar abgeschlossen. Gegenüber der Finanzbehörde in Ungarn bestehen Umsatzsteuererstattungsansprüche in ungarischen Forint, für die ebenfalls keine Währungsabsicherungen abgeschlossen wurden.

 

Mülheim an der Ruhr, den 31. August 2023

Pangea Made GmbH

Die Geschäftsführung

Randall L. Johnson, Geschäftsführer

John M. Arends, Geschäftsführer

Timothy Brennan, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.688,00 19.973,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.089.507,00 2.247.693,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 797.781,00 993.985,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 712.424,00 917.316,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 179.246,69
3.599.712,00 4.338.240,69
3.609.400,00 4.358.213,69
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.743.975,87 2.021.292,39
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 6.647.707,18 6.174.173,39
3. Fertigerzeugnisse und Waren 2.252.756,90 2.487.705,12
12.644.439,95 10.683.170,90
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.438.739,30 6.507.162,63
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.476.273,63 2.612.747,53
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.723.845,93 2.275.283,04
9.638.858,86 11.395.193,20
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.061.960,65 2.933.804,28
26.345.259,46 25.012.168,38
C. Rechnungsabgrenzungsposten 231.209,51 239.242,87
30.185.868,97 29.609.624,94

PASSIVA

31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 20.684.229,65 20.684.229,65
III. Verlustvortrag -7.728.636,45 -4.438.220,69
IV. Jahresüberschuss (i. Vj.-fehlbetrag) 2.986.085,30 -3.290.415,76
15.966.678,50 12.980.593,20
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 305.666,76 66.799,20
2. Sonstige Rückstellungen 5.008.378,91 5.412.135,05
5.314.045,67 5.478.934,25
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.205.396,28 2.190.122,92
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.433.484,36 7.312.332,55
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.266.264,16 1.647.642,02
8.905.144,80 11.150.097,49
30.185.868,97 29.609.624,94

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 104.541.241,00 83.427.727,27
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 238.585,57 1.433.896,42
3. Gesamtleistung 104.779.826,57 84.861.623,69
4. Sonstige betriebliche Erträge 278.516,53 609.483,27
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 66.027.752,03 54.317.184,47
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 16.152.195,93 82.179.947,96 13.623.666,71
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 11.049.150,18 12.623.161,22
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.051.799,35 13.100.949,53 2.265.149,66
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 683.504,69 636.739,71
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.747.402,68 5.209.496,79
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 73.093,95 70.936,47
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 113.467,96 50.325,51
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 249.478,83 -78,30
12. Ergebnis nach Steuern 3.056.685,40 -3.183.602,34
13. Sonstige Steuern 70.600,10 106.813,42
14. Jahresüberschuss(i. VJ. -fehlbetrag) 2.986.085,30 -3.290.415,76

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Allgemeine Hinweise

Die Pangea Made GmbH hat ihren Sitz in Mülheim an der Ruhr und ist beim Amtsgericht Duisburg unter der HRB Nr. 23086 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Abschlusses werden die für einzelne Posten geforderten Zusatzangaben in den Anhang übernommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Abschluss der Pangea Made GmbH wird nach den folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt:

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie der Sachanlagen erfolgt unter Berücksichtigung von Abschreibungen zu Anschaffungskosten. Planmäßige Abschreibungen werden linear vorgenommen. Software wird über ein bis fünf Jahre abgeschrieben. Die Nutzungsdauern des Sachanlagevermögens stellen sich wie folgt dar:

An- und Umbau Gebäude 40 Jahre
Mietereinbauten 25 Jahre
Maschinen 8 bis 12 Jahre
Fahrzeuge 6 bis 8 Jahre
Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 17 Jahre

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Anschaffungsjahr sofort aufwandswirksam erfasst.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Anlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind mit durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag bewertet. Für Häute wird der gewogene Durchschnittspreis angewendet, wobei sich keine wesentlichen Unterschiedsbeträge zu den Marktpreisen ergeben.

Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet, in die neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens einbezogen sind.

Alle erkennbaren Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit sowie anderen Gründen ergeben, werden durch angemessene Abschreibungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken und das allgemeine Ausfallrisiko bilanziert.

Bankkonten und Kassenbestand sowie Rechnungsabgrenzungsposten werden zum Nennwert angesetzt.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Steuerliche Verlustvorträge sind bei der Berechnung aktiver latenter Steuern in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt zu einem Steuersatz in Höhe von 36,13 % (Vorjahr: 36,13 %). Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Die latenten Steuern werden nicht ausgewiesen, da der bestehende Aktivüberhang unter Ausnutzung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wird. Der sich insgesamt ergebende Überhang an aktiven latenten Steuern resultiert im Wesentlichen aus temporären Differenzen im Bereich der Rückstellungen (aktive latente Steuern: TEUR 53; Vorjahr: TEUR 49) sowie aus den bestehenden, wahrscheinlich zukünftig nutzbaren steuerlichen Verlustvorträgen (aktive latente Steuern: TEUR 384; Vorjahr: TEUR 1.204).

Das Eigenkapital ist mit dem Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Jubiläumsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Methoden auf Basis eines Zinsfußes von 1,44 % (Vorjahr: 1,35 %) unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck berechnet. Die Rückstellung für Gewährleistungsverpflichtungen wird mit 1,5 % der gewährleistungsbehafteten Umsatzerlöse des Geschäftsjahres und 0,5 % der gewährleistungsbehafteten Umsatzerlöse des Vorjahres berechnet.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Erfassung von Umsatzerlösen findet bei Lieferung an den Kunden und erfolgtem Gefahrenübergang auf den Kunden entsprechend den vereinbarten Lieferbedingungen statt.

Sonstige betriebliche Erträge und betriebliche Aufwendungen werden mit Erbringung bzw. Inanspruchnahme der Leistung oder zum Zeitpunkt ihrer Realisierung bzw. Verursachung als Ertrag bzw. Aufwand erfasst. Erforderlichenfalls werden Zahlungen abgegrenzt, um sie periodengerecht als Ertrag bzw. Aufwand zu erfassen.

Es wird vorsichtig bewertet. Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, werden berücksichtigt. Gewinne werden nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert sind.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt. Am Abschlussstichtag kommt der Devisenkassamittelkurs zur Anwendung.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt (siehe Anlage zum Anhang).

Vorratsvermögen 31.12.2022 Vorjahr
TEUR TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.744 2.021
davon Wertberichtigung -29 -32
Unfertige Erzeugnisse 6.647 6.174
davon Wertberichtigung -312 -498
Fertige Erzeugnisse 2.253 2.488
davon Wertberichtigung -630 -834
12.644 10.683
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 31.12.2022 Vorjahr
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.439 6.507
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.476 2.613
davon Darlehen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0 0
davon Darlehen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.476 2.403
davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 210
Sonstige Vermögensgegenstände 1.724 2.275
9.639 11.395

Zur Besicherung der Darlehensforderungen gegen das verbundene Unternehmen Pangea Made Kft., Jánosháza/Ungarn, existieren Zahlungsbürgschaften der Pangea Made Inc., Rochester Hills, Michigan/USA.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital von EUR 25.000 blieb zum Vorjahr unverändert.

Sonstige Rückstellungen 31.12.2022 Vorjahr
TEUR TEUR
Restrukturierung 677 781
Gewährleistungsverpflichtungen 1.346 1.190
Personal 323 243
Ausstehende Rechnungen 980 801
Jubiläen 644 653
Sonstiges 1.038 1.744
5.008 5.412

Verbindlichkeitenspiegel

31.12.2022 Vorjahr
Art der Verbindlichkeit Gesamt davon Restlaufzeit <1 Jahr davon Restlaufzeit 1-5 Jahre davon Restlaufzeit >5 Jahre Gesamt davon Restlaufzeit <1 Jahr davon Restlaufzeit 1-5 Jahre davon Restlaufzeit >5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.205 3.205 0 0 2.190 2.190 0 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.434 4.434 0 0 7.312 7.312 0 0
- davon gegenüber Gesellschafter 3.069 3.069 0 0 2.849 2.849 0 0
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.266 1.266 0 0 1.648 1.648 0 0
- davon aus Steuern 240 240 0 0 237 237 0 0
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 170 170 0 0 187 187 0 0
8.905 8.905 0 0 11.150 11.150 0 0

Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen Sicherheiten in Form des üblichen Eigentumsvorbehalts. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Geschäftsjahr mit TEUR 1.538 (Vorjahr: TEUR 4.463) Lieferungen und Leistungen sowie ein Gesellschafterdarlehen über TEUR 2.896 (Vorjahr: TEUR 2.845).

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

In Bezug auf die zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat die Gesellschaft einen Factoring-Vertrag abgeschlossen und dadurch Forderungen zum Zweck der Verbesserung der Liquidität verkauft. Gegenüber der Factoring-Gesellschaft bestand zum Bilanzstichtag eine Verpflichtung in Höhe von TEUR 368 (Vorjahr: Forderung von TEUR 819). Weitere Chancen und Risiken aus außerbilanziellen Geschäften, die sich in erheblicher Höhe auf die Finanzlage des Unternehmens auswirken können, existieren nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

TEUR
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen:
2023 975
2024 bis 2027 640
2028 und später 0
1.615

Zum 31. Dezember 2022 besteht kein Investitionsobligo für die Anschaffung von technischen Anlagen und Maschinen (Vorjahr TEUR 0).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

Umsatzerlöse nach Regionen 2022 Vorjahr
TEUR % TEUR %
Inland 21.376 20,4 18.171 21,8
Ausland 83.303 79,7 65.796 78,9
davon Ungarn 25.309 24,2 16.910 20,3
davon EU (ohne Ungarn) 51.875 49,6 41.985 50,3
davon Drittland 6.119 5,9 6.901 8,3
104.679 100,1 83.967 100,7
Erlösschmälerungen -138 -0,1 -539 -0,7
104.541 100,0 83.428 100,0
Umsatzerlöse nach Produkten 2022 Vorjahr
TEUR % TEUR %
Lederhäute 67.806 64,9 57.268 68,6
Stanzteile 28.830 27,6 20.658 24,8
Spalterlöse 3.481 3,3 1.602 1,9
Sonstige 4.424 4,2 3.900 4,7
104.541 100,0 83.428 100,0

Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen TEUR 279 (Vorjahr: TEUR 609). Darin enthalten sind periodenfremde Erträge aus Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 247). Des Weiteren ergeben sich Erträge aus realisierten und unrealisierten Währungskursumrechnungen in Höhe von TEUR 211 (Vorjahr: TEUR 156).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 5.747 haben sich im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht und umfassen im Wesentlichen Instandhaltungs- und Reinigungskosten (TEUR 1.550; Vorjahr: TEUR 1.372), Aufwendungen für Miete und Leasing (TEUR 1.219; Vorjahr: TEUR 1.116), Beratungskosten (TEUR 462; Vorjahr: TEUR 772), Aufwendungen aus realisierten und unrealisierten Währungskursumrechnungen (TEUR 574; Vorjahr TEUR 270), Reisekosten (TEUR 213; Vorjahr: TEUR 95) und Einzelwertberichtungen auf Forderungen (TEUR 44; Vorjahr: TEUR 4).

Zinsen und ähnliche Erträge und Aufwendungen

Die Zinserträge in Höhe von TEUR 73 (Vorjahr: TEUR 71) betreffen verbundene Unternehmen.

Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 113 (Vorjahr: TEUR 50) enthalten gezahlte Factoringzinsen (TEUR 8; Vorjahr: TEUR 0) sowie nicht gezahlte Zinsen an verbundene Unternehmen (TEUR 78; Vorjahr: TEUR 24). Des Weiteren enthalten sind Zinsen aus Aufzinsung von Rückstellungen (TEUR 10; Vorjahr: TEUR 9).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Steueraufwand betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 249 (Vorjahr: TEUR 0).

Sonstige Angaben

Nachtragsbericht

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind und über die gemäß § 285 Nr. 33 HGB zu berichten wäre, liegen nicht vor.

Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar inkl. Auslagen beträgt TEUR 94; es betrifft ausschließlich die Abschlussprüfungsleistungen.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der Pangea Made GmbH setzte sich wie folgt zusammen:

 

Herr James Dostine, Senior Vice President and CFO Pangea Made Inc. (bis 18. März 2022)

 

Herr Randall Lynn Johnson, President and CEO Pangea Made Inc.

 

Herr Timothy Brennan, Global Vice President Sales, Design and Marketing Pangea Made Inc.

 

Herr John Michael Arends, Senior Vice President and CFO Pangea Made Inc. (seit 18. März 2022)

Keiner der Geschäftsführer hat im Geschäftsjahr 2022 Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2022 Vorjahr
Gewerbliche Arbeitnehmer 155 168
Angestellte 53 71
208 239

Konzernzugehörigkeit

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis einbezogener Unternehmen aufstellt, ist die Pangea Made Inc., Rochester Hills, Michigan/USA. Eine Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt nicht.

Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr 2022 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.986 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Mülheim an der Ruhr, den 31.August 2023

Pangea Made GmbH

Die Geschäftsführung

Randall L. Johnson, Geschäftsführer

John M. Arends, Geschäftsführer

Timothy Brennan, Geschäftsführer

Bilanzposten Entwicklung der Anschaffungswerte
Anfangsbestand 01.01.2022 Zugänge Umbuchungen Abgänge Endstand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 138.731,81 0,00 86.586,25 0,00 225.318,06
138.731,81 0,00 86.586,25 0,00 225.318,06
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 3.171.060,90 0,00 4.598,32 0,00 3.175.659,22
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.320.850,23 0,00 88.062,12 609.909,12 1.799.003,23
3. Fahrzeuge, Fuhrpark 19.548,54 0,00 0,00 0,00 19.548,54
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.186.231,93 0,00 0,00 10.759,93 2.175.472,00
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 266.992,86 0,00 -179.246,69 0,00 87.746,17
7.964.684,46 0,00 -86.586,25 620.669,05 7.257.429,16
8.103.416,27 0,00 0,00 620.669,05 7.482.747,22
Bilanzposten Entwicklung der Abschreibungen
Anfangsbestand 01.01.2022 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Endstand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 118.758,81 96.871,25 0,00 215.630,06
118.758,81 96.871,25 0,00 215.630,06
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 923.367,90 162.784,32 0,00 1.086.152,22
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.326.865,23 218.957,12 544.600,12 1.001.222,23
3. Fahrzeuge, Fuhrpark 19.548,54 0,00 0,00 19.548,54
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.268.915,93 204.892,00 10.759,93 1.463.048,00
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 87.746,17 0,00 0,00 87.746,17
3.626.443,77 586.633,44 555.360,05 3.657.717,16
3.745.202,58 683.504,69 555.360,05 3.873.347,22
Bilanzposten Restbuchwerte
Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 9.688,00 19.973,00
9.688,00 19.973,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 2.089.507,00 2.247.693,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 797.781,00 993.985,00
3. Fahrzeuge, Fuhrpark 0,00 0,00
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 712.424,00 917.316,00
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 179.246,69
3.599.712,00 4.338.240,69
3.609.400,00 4.358.213,69

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Pangea Made GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Pangea Made GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pangea Made GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 27. September 2023

RSM GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Grote, Wirtschaftsprüfer

Weyers, Wirtschaftsprüfer

Feststellungs- und Ergebnisverwendungsbeschluss

Die Gesellschafterversammlung vom 15.11.2023 hat beschlossen, den Jahresabschluss zum 31.12.2022 festzustellen und den Jahresüberschuss in Höhe von 2.986.085,30 € vorzutragen.

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