Mattson Technology Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Roman Hinka seit 27.6.2025 | Prokura |
Dieter Hezler seit 20.6.2025 | Geschäftsführer |
Schubert Chu seit 5.7.2021 | Geschäftsführer |
Hao Allen Lu seit 21.11.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Mattson Thermal Products GmbHDornstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Die Mattson Thermal Products GmbH hat ihren Sitz in Dornstadt und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht in Ulm unter der Nummer HRB 3736. Die Mattson Thermal Products GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft i.S. von § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gem. § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Der Anhang wird in T€ aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden Die Darstellungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden im Wesentlichen unverändert beibehalten. Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Das Wahlrecht nach § 248 Abs. 2 HGB für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wird nicht ausgeübt. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.
Selbsterstellte Anlagen für Zwecke der Demonstration und Schulung werden über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen beinhalten direkte Materialkosten und Fertigungslöhne zuzüglich anteiliger Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Geringwertige Wirtschaftsgüter von untergeordneter Bedeutung mit Anschaffungskosten bis zu € 1.000,00 werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben und in der Entwicklung des Anlagevermögens als Zugang und Abgang gezeigt. Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen werden zum Nennwert angesetzt. Umlaufvermögen Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Gängigkeitsrisiken wird mit entsprechenden Abschlägen Rechnung getragen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten Materialkosten und Fertigungslöhne sowie anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Für nicht gängige Erzeugnisse werden ausreichende Bewertungs-abschläge vorgenommen. Die Erzeugnisse sind verlustfrei bewertet. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag, abzüglich erforderlicher Bewertungsabschläge, bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen erkennbaren Risiken wird durch angemessene Abwertungen Rechnung getragen. Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zum Nennwert. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie decken alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten ab. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung vertraglicher Rückbauverpflichtungen aus Mietverhältnissen wurde eine entsprechende Rückstellung in Höhe des Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellung wurden die Restmietdauer und voraussichtliche Preis- bzw. Kostensteigerungen von 7% (Vorjahr: 7%) p.a. zugrunde gelegt. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Aus Vereinfachungsgründen erfolgt die unterjährige Buchung mit dem Devisenkassamittelkurs vom letzten Tag des Vormonats. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden, wie auch kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten, zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Latente Steuern Ein Ansatz latenter Steuern ist nicht erfolgt, da zwischen der Gesellschaft und der Mattson Technology Holding GmbH, Dornstadt, eine ertragsteuerliche Organschaft besteht. In der Folge ist das Einkommen der Organgesellschaft dem Träger des Unternehmens (Organträger) zuzurechnen. In diesem Falle sind künftige Steuerbe- oder -entlastungen aus temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Buchwerten von Vermögensgegenständen, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten der Organgesellschaft und den korrespondierenden steuerlichen Wertansätzen im Jahresabschluss des Organträgers als Steuersubjekt zu berücksichtigen. III. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 ist im beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Im Berichtsjahr wurde eine außerplanmäßige Abschreibung auf eine selbsterstellte Anlage in Höhe von T€ 237 vorgenommen. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden sonstige Forderungen in Höhe von T€ 12.799 (Vorjahr: T€ 10.314) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von T€ 5.419 (Vorjahr: T€ 0) ausgewiesen. 3. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen T€ 1.773 (Vorjahr: T€ 2.571), für Rückbauverpflichtungen T€ 1.013 (Vorjahr: T€ 858), für Sonderzahlungen an unsere Mitarbeiter T€ 927 (Vorjahr: T€ 984), für nicht genommene Urlaubstage und Überstunden T€ 258 (Vorjahr: T€ 241) sowie für Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten T€ 100 (T€ 89). 4. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen T€ 18.577 (Vorjahr: T€ 14.289) gegenüber der Gesellschafterin, die wie im Vorjahr im Wesentlichen sonstige Verbindlichkeiten beinhalten. Weiterhin sind in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sonstige Verbindlichkeiten aus kurzfristigen liquiden Mitteln in Höhe von T€ 30.314 (Vorjahr: T€ 41.959), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 3 (Vorjahr: T€ 7.330) und Forderungen aus zum Bilanzstichtag noch nicht abgerechneten Leistungen in Höhe von T€ 3.235 (Vorjahr: T€ 3.130) enthalten. Im Vorjahr waren in dieser Position zusätzlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 1.029 enthalten. Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und halbfertigen Erzeugnissen. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse resultieren in Höhe von T€ 69.082 (Vorjahr: T€ 45.006) aus Anlagenverkäufen, in Höhe von T€ 46.688 (Vorjahr: T€ 43.539) aus Ersatzteillieferungen und Materialverkäufen sowie in Höhe von T€ 14.636 (Vorjahr: T€ 13.567) aus erbrachten sonstigen Dienstleistungen. Unsere Gesellschaft war im Berichtsjahr im Wesentlichen als Auftragnehmer für verbundene Unternehmen tätig. Die Realisation der Umsatzerlöse erfolgt für Anlagen, Materialien und Ersatzteile zum Zeitpunkt der Lieferung, die Dienstleistungen werden jeweils zum Quartalsende berechnet. 2. Materialaufwand und Personalaufwand
3. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 593 (Vorjahr: T€ 88) sowie periodenfremde Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 19 (Vorjahr: T€ 0) und aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 7 (Vorjahr: T€ 11). 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 664 (Vorjahr: T€ 230) sowie periodenfremde Aufwendungen aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von T€ 4 (Vorjahr: T€ 3). 5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen werden Zinsen auf Bankguthaben und in Höhe von T€ 4 (Vorjahr: T€ 0) Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen ausgewiesen. 6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen des Vorjahres enthielten in Höhe von T€ 2 Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen. V. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Grundstücksmietverträgen betragen T€ 1.350 (Vorjahr: T€ 1.800), wovon T€ 450 innerhalb eines Jahres und der Restbetrag innerhalb von fünf Jahren fällig werden. Zudem bestehen aus anderen Miet- und Leasingverträgen finanzielle Verpflichtungen von T€ 1.119 (Vorjahr: T€ 1.124), die in einem Jahr fällig werden. Verpflichtungen aus Bestellobligo bestehen in Höhe von T€ 57.420 (Vorjahr: T€ 115.826). Die Anmietung der Geschäftsräume, der Firmenfahrzeuge, sowie die anderen Miet- und Leasingverträge haben den Vorteil, dass eine langfristige Kapitalbindung nicht benötigt wird. Ein möglicher Nachteil ist die Verpflichtung zur Mietzahlung bei fehlender betrieblicher Nutzung. Risiken bestehen in der langfristigen Bindung an die jeweiligen Vertragspartner. Ferner besteht gegebenenfalls zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeiten das Risiko, dass keine Einigung über die Verlängerung der Verträge erzielt werden kann. Anzeichen für das Bestehen konkreter Risiken sind jedoch zurzeit nicht gegeben. 2. Arbeitnehmerzahl Unsere Gesellschaft beschäftigte im Durchschnitt 131 angestellte Mitarbeiter (Vorjahr: 112) und davon 7 (Vorjahr: 7) leitende Angestellte. 3. Geschäftsführer Geschäftsführer der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 und bis zum Berichtszeitpunkt waren: • Hao Allen Lu, Palo Alto, Kalifornien, USA, President und Chief Executive Officer der Mattson Technology Inc., Fremont, USA, und Managing Director Mattson Thermal Products GmbH und • Schubert Chu, San Francisco, USA, Chief Product Officer der Mattson Technology Inc., Fremont, USA, und Managing Director der Mattson Thermal Products GmbH. 4. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Geschäftsführer haben in 2023 keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten. 5. Honorar des Abschlussprüfers Im Geschäftsjahr 2023 wird das Gesamthonorar der Abschlussprüfer in Höhe von T€ 35 ausgewiesen. Dieses betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. 6. Geschäfte mit nahestehenden Personen Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält unsere Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu unserer Muttergesellschaft und anderen verbundenen Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen umfassen den Finanz- sowie den Lieferungs- und Leistungsverkehr. Sämtliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt. 7. Konzernabschluss Über die Mattson Technology Holding GmbH, Dornstadt, die 100% des Stammkapitals unserer Gesellschaft hält, wird unsere Gesellschaft in den Konzernabschluss der Mattson Technology Inc., Fremont, USA, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen erstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 ist bei der Mattson Technology Inc., 47131 Bayside Parkway, Fremont CA 94538, USA, erhältlich. Über die Mattson Technology Inc., die eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Beijing E-Town Semiconductor Technology Co. Ltd., Peking, Volksrepublik China ist, wird unsere Gesellschaft in den Konzernabschluss der Beijing E-Town Semiconductor Technology Co. Ltd. einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, erstellt. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 ist bei der Beijing E-Town Semiconductor Technology Co. Ltd., No. 8 Building, No. 28 Jinhai Er Rd, Economic and Technical Development Zone, Peking, Volksrepublik China, erhältlich. Der Kreis der verbundenen Unternehmen umfasst das oberste Mutterunternehmen und sämtliche Tochtergesellschaften dieses Mutterunternehmens. 8. Nachtragsbericht Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung vor, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt wurden. 9. Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von € 3.441.187,97 wird entsprechend dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag an unsere Muttergesellschaft abgeführt.
Dornstadt, den 19. August 2024 Die Geschäftsführung gez. Hao Allen Lu gez. Schubert Chu Angaben zur Feststellung Angaben zur Feststellung Angaben zur Ergebnisverwendung Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2023 wird entsprechend dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag an die Gesellschafterin abgeführt. ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersBestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Mattson Thermal Products GmbH, Dornstadt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mattson Thermal Products GmbH, Dornstadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bielefeld, 19. August 2024 BRL
Mader & Peters GmbH
gez.
Andreas Mader
gez.
Hannes Braun
BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023A K T I V A
P A S S I V A
GEWINN UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Unternehmens Unsere Gesellschaft entwickelt und fertigt Rapid Thermal Processing-Anlagen und erbringt Forschungs- und Entwicklungs-, Marketing-, Wartungs- und Servicedienstleistungen für verbundene Unternehmen. Dabei ist unsere Gesellschaft über die Mattson Technology Inc., Fremont, USA, in den Konzern der Beijing E-Town Semiconductor Technology Co. Ltd., Peking, Volksrepublik China, eingebunden. Die Mattson Technology Inc. entwickelt, fertigt und vermarktet weltweit Halbleiterwafer-Verarbeitungsanlagen, die bei der Herstellung integrierter Schaltkreise verwendet werden und ist ein wichtiger Lieferant von Plasma- und Rapid Thermal Processing-Anlagen für die globale Halbleiterindustrie. Die Anlagen und Technologien werden von führenden Herstellern von Speicher-, Gießerei- und Logikgeräten weltweit eingesetzt. Neben dem Hauptsitz der Mattson Technology Inc. in Fremont, Kalifornien, bestehen Designzentren in den Vereinigten Staaten und in Deutschland sowie Produktionsstätten in den Vereinigten Staaten, Deutschland und China. Es wird eine globale Vertriebs- und Support-organisation mit Hauptsitz in Kalifornien unterhalten, die sich auf die Entwicklung starker und langfristiger Kundenbeziehungen konzentriert. Weitere Vertriebs- und Supportteams sind in China, Frankreich, Deutschland, Japan, Korea, Singapur, Taiwan und den Vereinigten Staaten ansässig. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat sich 2023 im Vergleich zum Vorjahr um rund 4,1 Billionen US-Dollar auf insgesamt ca. 104,8 Billionen US-Dollar erhöht. Allein die vier größten Volkswirtschaften der Welt, die USA, China, Deutschland und Japan vereinen mit ihrem BIP mehr als die Hälfte der globalen Wirtschaftsleistung auf sich. (Quelle:https://de.statista.com/statistik/daten/studie/159798/umfrage/entwicklung-des-bip-bruttoinlandsprodukt-weltweit/) Gemäß den Veröffentlichungen des Worldwide Semiconductor Equipment Market Statistics (SEMS) Report vom 10. April 2024 (Quelle:https://www.semi.org/en/news-media-press-releases/semi-press-releases/global-semiconductor-equipment-billings-slip-to-%24106.3-billion-in-2023-semi-reports#:~:text=MILPITAS%2C%20Calif.,manufacturing%20supply%20chain% 2C%20reported%20today), verminderte sich das weltweite Marktvolumen für den Anlagenbau der Halbleiterbranche in 2023 um 1,2% von $ 107,6 Mrd. auf $ 106,3 Mrd. Gemäß SEMS erhöhten sich in 2023 der Umsatz mit Wafer Processing Equipment (Anlagen für die Waferfabrikation) um 1% und der sonstige Front-End Umsatz um 10%, während sich der Umsatz mit Assembly & Packaging Equipment (Anlagen zur Ummantelung) in 2023 um 30% und der Umsatz mit Test Equipment (Anlagen zur statistischen Prozesskontrolle) um 17% verminderten. Die Entwicklung der größten Absatzmärkte der Halbleiterbranche wird wie folgt dargestellt: • China Erhöhung um 29% auf $ 36,60 Mrd., • Südkorea Verminderung um 7% auf $ 19,94 Mrd., • Taiwan Verminderung um 27% auf $ 19,62 Mrd., • Nordamerika Erhöhung um 15% auf $ 12,05 Mrd., • Japan Verminderung um 5% auf $ 7,93 Mrd., • Europa Erhöhung um 3% auf $ 6,46 Mrd. Der Wachstumstrend der Branche wurde in 2023 und wird auch in 2024 weiterhin durch die Handelskonflikte zwischen den USA, China und Europa, die Auswirkungen aus dem Ukraine-Russland-Konflikt sowie die hohen Preise für Rohstoffe, Waren und Energie beeinflusst. 2.2. Geschäftsverlauf Analyse der Ertragslage Unsere bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung. Unsere Gesellschaft erwirtschaftete ihre Umsatzerlöse in 2023 im Wesentlichen als Auftragnehmer für verbundene Unternehmen. Die Umsätze resultierten einerseits aus der Berechnung der Anlagen und Ersatzteile auf Basis der Herstellungskosten zuzüglich anteiliger allgemeiner Verwaltungskosten und Gewinnaufschlag und andererseits aus den erbrachten Dienstleistungen. Die Umsatzerlöse unserer Gesellschaft haben sich in 2023 um € 28,3 Mio. auf € 130,4 Mio. erhöht. In 2023 wurden 47 Helios-Anlagen (2022: 38 Helios-Anlagen) und 7 Millios-Anlagen (2022: 2 Millios-Anlagen) ausgeliefert. Die Umsätze aus Anlagenverkäufen haben sich in 2023 um € 24,1 Mio. auf € 69,1 Mio. deutlich erhöht, während die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Materialien, Ersatzteilen und Baugruppen auf € 46,7 Mio. und die Umsatzerlöse aus Weiterbelastungen von erbrachten Dienstleistungen und sonstigen Kosten auf € 14,6 Mio. moderat gestiegen sind. Die Herstellungskostenquote beträgt 97,3% und hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Das Bruttoergebnis vom Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr von € 2,8 Mio. auf € 3,5 Mio. gestiegen. Der Gewinn des Geschäftsjahres in Höhe von € 3,4 Mio. (Vorjahr: € 2,7 Mio.) wird an unsere alleinige Gesellschafterin, die Mattson Technology Holding GmbH, Dornstadt, abgeführt. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme hat sich im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um € 17,1 Mio. auf € 58,0 Mio. vermindert. Die Verminderung resultiert auf der Aktivseite der Bilanz im Wesentlichen aus den Vorräten, die mit € 32,4 Mio. um € 25,9 Mio. geringer ausgewiesen werden als im Vorjahr und gegenläufig, dem Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, insbesondere der Forderungen gegen verbundene Unternehmen, um insgesamt € 8,5 Mio. Das Anlagevermögen ist um € 1,0 Mio. gestiegen, während die Guthaben bei Kreditinstituten um € 0,8 Mio. niedriger ausgewiesen werden. Die starke Verminderung des Vorratsbestandes betrifft alle darin enthaltenen Positionen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit € 19,0 Mio. um € 6,4 Mio. geringer ausgewiesen als im Vorjahr, die geleisteten Anzahlungen haben sich um € 11,7 Mio., die unfertigen Erzeugnisse um € 3,9 Mio. und die fertigen Erzeugnisse um € 3,9 Mio. vermindert. Diese Entwicklung ist auf eine rückläufige Auftragslage zum Ende des Geschäftsjahres zurückzuführen, deren Wirkung durch die weiterhin bestehenden Lieferkettenprobleme sowie die Restriktionen beim Technologietransfer nach China, verstärkt wird. Auf der Passivseite der Bilanz hat diese Entwicklung zu einer starken Verminderung der Verbindlichkeiten um € 16,4 Mio. auf € 49,1 Mio. geführt. Die Verminderung bei den Verbindlichkeiten betrifft im Wesentlichen die um € 13,8 Mio. gesunkenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und die um € 2,7 Mio. geringer ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Das Eigenkapital beläuft sich auf 8,0% der Bilanzsumme (Vorjahr: 6,2%), das Anlagevermögen auf 10,6% (Vorjahr: 6,9%) und das Umlaufvermögen auf 89,1% (Vorjahr: 93,0%) der Bilanzsumme. Es werden keine Kreditlinien bei Kreditinstituten in Anspruch genommen. Die flüssigen Mittel zum 31. Dezember 2023 betrugen € 0,3 Mio. (Vorjahr: € 1,1 Mio.). Unsere Gesellschaft deckt ihren Finanzierungsbedarf im Wesentlichen über die Mattson Technology Inc., Fremont, USA. Die Finanzierungsverbindlichkeiten sind, korrespondierend zur rückläufigen Auftragslage und Verminderung des Vorratsvermögens, von € 42,0 Mio. im Vorjahr auf € 30,3 Mio. gesunken. Die Investitionen des abgelaufenen Geschäftsjahres von € 2,9 Mio. betreffen in Höhe von € 2,8 Mio. Investitionen in das Sachanlagevermögen, davon vor allem in selbsterstellte Anlagen sowie geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau und in Höhe von € 0,1 Mio. Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände. Unsere Gesellschaft beschäftigte zum 31. Dezember 2023 129 Mitarbeiter (Vorjahr: 127). Unsere Mitarbeiter werden durch einen Betriebsrat vertreten und durch gezielte Trainingsmaßnahmen gefördert. Abschließende Beurteilung der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023 Unsere Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 54 Anlagen ausgeliefert, Umsatzerlöse von insgesamt € 130,4 Mio. erlöst und ein Jahresergebnis vor Ergebnisabführung von € 3,4 Mio. erzielt. Die Erhöhung des Jahresergebnisses vor Ergebnisabführung um 29,8% und der Umsatzerlöse um 27,7% entspricht somit der Planung für 2023, nach welcher ein deutliches Umsatz- und Ertragswachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich erwartet wurde. 3. Forschung und Entwicklung Aufgrund des Research & Development Service Agreements erbringt unsere Gesellschaft alle Forschungs- und Entwicklungsleistungen für die Mattson Technology Inc. Der F&E-Aufwand, der uns von der Mattson Technology Inc. zuzüglich einer Gewinnmarge erstattet wurde, betrug im Jahr 2023 € 9,0 Mio. (Vorjahr: € 7,3 Mio.) bzw. 6,9% vom Umsatz (Vorjahr: 7,2%). Die Entwicklungsaktivitäten im Geschäftsjahr 2023 können vier Projektschwerpunkten zugeordnet werden, welche nachfolgend näher erläutert werden. • Der erste Entwicklungsschwerpunkt lag auf der Neuentwicklung einer Kammer für Vakuumanwendungen. Dieses Projekt baute auf den Vakuum-Projekten der Vorjahre auf, wie zum Beispiel dem Aufbau einer Kammer für den Test der magnetgelagerten Rotation sowie der Entwicklung einer Vakuum-Version der Helios-Anlage. In der ersten Jahreshälfte 2023 wurde die mechanische Konstruktion des Prototyps der neuen Kammer abgeschlossen, danach Material beschafft und die Prototyp-Kammer aufgebaut. Parallel dazu wurde eine erste Version der Steuer-Software programmiert. Die Prototyp-Kammer konnte Ende 2023 in Betrieb genommen und ersten Tests unterzogen werden. • Der zweite Entwicklungsschwerpunkt lag auf der Erweiterung des Anwendungsspektrums bei den Siliziumkarbid-Prozessen. Ziel war es in einem Schlüsselexperiment zu zeigen, dass der Implant-Anneal-Prozess, der Temperaturen bis zu 2000ºC erfordert, auf einer RTP-Anlage gefahren werden kann. Zu diesem Zweck wurde in der zweiten Jahreshälfte damit begonnen eine Helios-Anlage für Schlüsselexperimente umzurüsten. Die Umrüstarbeiten werden erst Anfang 2024 abgeschlossen sein, so dass der eigentliche Prozesstest erst 2024 erfolgen wird. • Der dritte Entwicklungsschwerpunkt umfasste Neu- und Weiterentwicklungen für die bestehenden Produkte. Eine Erweiterung des Anwendungsspektrums konnte zum Beispiel durch eine Weiterentwicklung der Helios-V-Spike-Anlage erreicht werden. Diese Verbesserung wird voraussichtlich 2024 als neue Option in den Markt eingeführt. Weitere Ziele dieses Schwerpunkts waren die Senkung der Anlagenbau- und Anlagenbetriebskosten sowie die Qualifikation von Zweitlieferanten. • Der vierte Entwicklungsschwerpunkt betraf alle Anlagentypen. Dazu gehörten Entwicklungsaktivitäten, um abgekündigte Baugruppen zu ersetzen sowie Entwicklungen im Bereich der Anlagensoftware, um Kundenwünsche und neue Funktionalitäten umzusetzen sowie die Zuverlässigkeit zu erhöhen. Zudem wurde mit einem Softwareprojekt zur Vereinheitlichung der Anlagensoftware begonnen. Diese einheitliche Software soll in Zukunft die Grundlage für Neuentwicklungen sein und es ermöglichen, dass alle neuen Mattson-Produkte das gleiche Betriebssystem und die gleiche Softwarearchitektur aufweisen. Alle umfangreichen Entwicklungen wurden durch Simulationsstudien begleitet, die mit Hilfe von kommerziellen Multi-Physik-Softwarepaketen durchgeführt wurden. Ausblick auf das Jahr 2024: Das Projekt zur Entwicklung einer vakuumfähigen RTP-Anlage mit magnetischer Rotation wird auch 2024 weiter fortgeführt und wird wieder ein Entwicklungsschwerpunkt sein. Geplant ist der Abschluss der Konzeptvalidierung und bis Ende 2024 die Entwicklung einer marktreifen Kammer. Auch die Entwicklung von Anlagen für die Siliziumkarbid-Prozessierung wird weiter fortgeführt und stellt für 2024 einen Schwerpunkt dar. Die bereits begonnenen Entwicklungsprojekte der anderen Bereiche werden voraussichtlich ebenfalls fortgeführt. Neben der Verbesserung der Prozessfähigkeit und der Ausweitung des Anwendungsspektrums der bestehenden Produktfamilien werden auch Aspekte, wie Anlagenbaukosten, Anlagenbetriebskosten sowie der Aufbau von Zweitlieferanten weiterhin Berücksichtigung finden. 4. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Aufgrund der engen Einbindung in den Mattson-Teilkonzern ist unsere Gesellschaft auch eng in das Konzern-Risikomanagement eingebunden. Deshalb gelten die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung des Mattson-Teilkonzerns auch für unsere Gesellschaft. Die Chancen sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Risiken: • Risiken aus drohenden Handelskonflikten zwischen den USA, China und Europa • Risiken aufgrund des am 24. Februar 2022 begonnenen und weiterhin andauernden Krieges in der Ukraine und des Überfalls der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und der darauffolgenden Kriegshandlungen in dieser Region, wie weitere geopolitische Verwerfungen, Auswirkungen der internationalen Sanktionen gegen Russland, weitere Verzögerungen in den internationalen Lieferketten und Transportwegen, einem deutlichen Preisanstieg für Rohstoffe, Waren und Energie, Cyber-Attacken • Risiken aus möglichen Pandemien (wie der Covid-19-Pandemie) und damit zusammenhängenden möglichen strikten Maßnahmen der betroffenen Länder, wie Ausgangsperren und Produktionsstops, bei den Gesellschaften der Mattson-Gruppe und auch bei Zulieferern und Kunden • Abhängigkeit von einer relativ geringen Anzahl von Kunden und damit verbundene Risiken hinsichtlich der Stornierung von Aufträgen oder der Verzögerung bei Lieferterminen • Abhängigkeit von weltweiten Umsätzen und den damit zusammenhängenden ökonomischen, regulatorischen und sonstigen Risiken • Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von qualifiziertem Personal • stark zyklischer Markt und damit verbundene Schwankungen des Betriebsergebnisses und der Liquidität • Risiken und Kosten im Zusammenhang mit der Verbesserung von bestehenden Produkten und der Entwicklung von neuen Produkten • Risiken aus starker Konkurrenz und daraus resultierendem Preisdruck • Risiken aus sich schnell verändernden Technologien • Risiko der Verminderung der Kontrolle über die Funktionsfähigkeit von Prozessen aufgrund der Zunahme des Outsourcings • Risiko der Abhängigkeit von einer geringen Anzahl von Zulieferern bzgl. bestimmter Montageteile/Anlagenkomponenten • Risiken aus dem erhöhten Vorfinanzierungsbedarf bei unserer Gesellschaft und bei den Zulieferern unserer Gesellschaft Zum jetzigen Zeitpunkt sind Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, nicht erkennbar. Chancen: • durch die gezielte Verbesserung und Weiterentwicklung der bestehenden und die Entwicklung und Markteinführung von neuen Produkten können Marktanteile bzw. neue Marktsegmente hinzugewonnen werden • aus vermehrten Outsourcing-Aktivitäten werden die Auswirkungen von Zyklusschwankungen des Marktes vermindert • durch den Einsatz von hochqualifiziertem Personal können Unternehmenserfolge langfristig gesichert werden 5. Prognosebericht Die aktuellen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere die Entwicklung von Inflationsraten und Zinssätzen sowie die weitere Entwicklung des Krieges in der Ukraine und der daraufhin festgelegten internationalen Sanktionen und Maßnahmen sowie die Auswirkungen der aus dem Überfall der Hamas auf Israel folgenden Kriegshandlungen, werden von unserer Gesellschaft genau beobachtet, um etwaige Auswirkungen auf unser Geschäft und unsere Kunden bzw. die Kunden unserer Mutter- und Schwestergesellschaften sowie auf unsere Lieferanten und Lieferketten frühzeitig zu identifizieren. Unsere Gesellschaft hat weder direkte Geschäftsverbindungen mit Russland und der Ukraine noch mit Israel oder Palästina, aber die durch die Kriegshandlungen gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise und Engpässe und Unsicherheiten in den globalen Lieferketten haben sich auch in 2024 negativ auf die Umsatzentwicklung unserer Gesellschaft ausgewirkt. Zudem haben sich die Aussichten für das Halbleitersegment insbesondere im Jahr 2024 deutlich eingetrübt. Trotz der oben angeführten Punkte konnte unsere Gesellschaft bis zum 31. Juli 2024 bereits 20 Anlagen ausliefern (im Vergleichszeitraum des Jahres 2023: 34 Anlagen). Für das gesamte Geschäftsjahr 2024 prognostizieren wir prozentual eine zweistellige Umsatzreduktion. Die Vorjahresprognose, im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 ein deutliches Umsatz- und Ertragswachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich zu erzielen, konnte erreicht werden. So konnten die Umsätze gegenüber 2022 um € 28,3 Mio. bzw. 27,7% und das Jahresergebnis um € 0,8 Mio. bzw. 29,8% gesteigert werden. Bezüglich der im Lagebericht enthaltenen Prognosen hinsichtlich zukünftiger Entwicklungen weisen wir darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den dargestellten Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können. Dies kann insbesondere dann eintreten, wenn die im Chancen-/Risikobericht genannten Chancen bzw. Risiken eintreten oder sich die den Aussagen zugrundeliegenden Annahmen als unzutreffend erweisen.
Dornstadt, den 19. August 2024 Mattson Thermal Products GmbH Die Geschäftsführung gez. Hao Allen Lu gez. Schubert Chu |
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