Tcoag Deutschland GmbH
Lehbrinksweg 59, 32657 Lemgo, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Emmanuel Philippe Bernard Vieux seit 24.6.2025 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Tcoag Ireland Limited | 0.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Tcoag Deutschland GmbHLemgoJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Tcoag Deutschland GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Tcoag Deutschland GmbH, Lemgo, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Tcoag Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Ausführungen der Gesellschaft im Abschnitt "Allgemeine Hinweise" im Anhang sowie im Abschnitt "B. Wirtschaftsbericht" in Unterabschnitt "3.2.3. Liquidität" sowie Abschnitt "C. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht" in Unterabschnitt "2. Risiko- und Chancenbericht" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 einen mit Zahlungsmittelabflüssen verbundenen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 1.618 erwirtschaftet hat und im Prognosezeitraum mit verbesserten Jahresergebnissen und weiterhin mit Umsatzerlösen plant, welche nahezu ausschließlich mit Gruppenunternehmen realisiert werden. Da die Planung insbesondere aufgrund der konzernweit volatilen Umsatz- und Ertragssituation und der möglichen zeitlichen Verzögerungen bei Konzernaufträgen mit Unsicherheiten behaftet ist, kann sich die Liquiditätssituation im Prognosezeitraum verschlechtern und es kann nicht ausgeschlossen werden, dass eine dauerhafte wesentliche Unterschreitung der Planung zu einer Liquiditätsunterdeckung führt. Für den Fall, dass die Geschäftsentwicklung nicht den erwarteten Verlauf nimmt und die Planung unterschritten wird bzw. die Planungsprämissen nicht erreicht werden können, ist die Gesellschaft zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und daher zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit auf die weitere finanzielle Unterstützung der Patronin angewiesen. Vor diesem Hintergrund hat die Stago Healthcare S.A.S., Asniéres-sur-Seine, Frankreich, mit Datum vom 25. Juni 2024 eine Patronatserklärung in unbegrenzter Höhe abgegeben, wonach diese gegenüber der Tcoag Deutschland GmbH, Lemgo, zugesichert hat, die Tcoag Deutschland GmbH, Lemgo, finanziell so auszustatten, dass die Gesellschaft stets in vollem Umfang über liquide Mittel zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen aus fälligen Verbindlichkeiten verfügt und dass die Gesellschaft bis zur vollständigen Rückzahlung der Verbindlichkeiten in einer Weise finanziell ausgestattet bleibt, dass sie in der Lage ist, ihre fälligen Verpflichtungen zu erfüllen. Die Patronatserklärung hat eine Laufzeit bis zum 30. September 2025 und kann mit einer Frist von zwei Wochen zum Monatsende gekündigt werden. Die Kündigung ist jedoch ausgeschlossen, wenn dadurch die Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft im insolvenzrechtlichen Sinne entsteht. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 11. September 2024 EY
GmbH & Co. KG
Rees, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Firma: Tcoag Deutschland GmbH Sitz: Lemgo Registergericht: Amtsgericht Lemgo Handelsregisternummer: HRB 5903 Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wird gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Im Geschäftsjahr 2023 hat die Gesellschaft einen mit Zahlungsmittelabflüssen verbundenen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 1.618 erwirtschaftet und plant im Prognosezeitraum mit verbesserten Jahresergebnissen und weiterhin mit Umsatzerlösen, welche nahezu ausschließlich mit Gruppenunternehmen realisiert werden. Insbesondere für den Fall, dass die Geschäftsentwicklung nicht den erwarteten Verlauf nimmt und die Planung unterschritten wird bzw. die Planungsprämissen nicht erreicht werden können, ist die Gesellschaft zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und daher zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit auf die weitere finanzielle Unterstützung der Patronin angewiesen, was ein bestandsgefährdendes Risiko darstellt. Wir verweisen diesbezüglich auf die Ausführungen in Abschnitt "B. Wirtschaftsbericht" in Unterabschnitt "3.2.3. Liquidität" sowie Abschnitt "C. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht" in Unterabschnitt "2. Risiko- und Chancenbericht" des Lageberichts. Da die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 HGB ist, wird gemäß § 288 Abs. 2 HGB auf die Angabe gemäß § 285 Nr. 17 HGB verzichtet. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke teilweise in diesem Anhang gemacht. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss ist grundsätzlich nach den folgenden, im Wesentlichen unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt worden. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen 3 und 4 Jahren. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Fremdkapitalzinsen sind nicht in die Aktivierung eingeflossen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt bei den Bauten zwischen 10 und 50 Jahren, bei den technischen Anlagen und Maschinen zwischen 8 und 13 Jahren und bei den übrigen Anlagen und der Geschäftsausstattung zwischen 3 und 13 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG bis zu einem Anschaffungswert von EUR 800 werden im Jahr des Zuganges voll abgeschrieben bzw. direkt als Aufwand erfasst. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten und Fertigungslöhnen auch Fertigungsgemeinkosten enthalten sind. Fremdkapitalzinsen sind nicht in die Bewertung eingeflossen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB aktiviert. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gebildet für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die erst nach dem Bilanzstichtag aufwandswirksam werden. Die Auflösung erfolgt periodengerecht über die entsprechenden Aufwandskonten. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" der Heubeck-Richttafeln- GmbH, Köln, bewertet. Für die Abzinsung wird pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,83 % (10-jähriger Durchschnittszins) verwendet. Der 7-jährige Durchschnittszinssatz beträgt 1,76 %. Der Abzinsungssatz wird von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe einer Rechtsverordnung ermittelt und monatlich bekannt gegeben. Erwartete Rentensteigerungen werden mit 2,75 % berücksichtigt. Im Vorjahr erfolgte die Bewertung der Pensionen ebenfalls nach der Projected-Unit-Credit-Methode. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB ist ausschüttungsgesperrt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Vorräte Der Bestand an Vorräten verringert sich zum Vorjahr um 4,1 % auf EUR 7.160.202,08 (Vorjahr: EUR 7.465.437,37). Bestandsmindernd wirken sich hauptsächlich geringere geleistete Anzahlungen aus. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen zum Bilanzstichtag EUR 1.429.220,43 (Vorjahr: EUR 3.064.183,45). Sie betreffen Lieferungen und Leistungen. Mit Ausnahme des Aktivwerts aus der Rückdeckungsversicherung für Pensionen in Höhe von EUR 141.127,86 (Vorjahr: EUR 147.134,39) sind die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände innerhalb eines Jahres fällig. Eigenkapital Gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 ergeben sich keine Veränderungen des gezeichneten Kapitals (EUR 25.000,00) und der Kapitalrücklage (EUR 12.900.000,00). Rückstellungen Die Pensionsverpflichtungen in Höhe von EUR 137.937,00 (Vorjahr: EUR 146.825,00) werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit einem 10-jährigen Durchschnittszinssatz berechnet. Zu dem Referenzbetrag basierend auf einem 7-jährigen Durchschnittszinssatz besteht ein Bewertungsgewinn in Höhe von EUR 715 (Vorjahr: EUR 3.956). Dieser Betrag ist ausschüttungsgesperrt (Unterschiedsbetrag). Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalrückstellungen und ausstehende Rechnungen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 7.343.214,04 (Vorjahr: EUR 6.996.829,15) resultieren in Höhe von EUR 1.510.801,35 (Vorjahr: EUR 1.191.472,73) aus Liefer- und Leistungsbeziehungen, welche unverändert zum Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr haben sowie aus mittelfristigen Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von EUR 5.832.412,69 (Vorjahr: EUR 5.805.356,42). Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen EUR 1.825.893,50 (Vorjahr: EUR 1.816.775,45) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin aus einem in 2020 gewährten Darlehen in Höhe von EUR 1.800.000,00 nebst Zinsen. Das Darlehen ist endfällig zum 30. Juni 2026 und hat damit eine Restlaufzeit von über einem Jahr und unter fünf Jahren. Des Weiteren wird der Gesellschaft ein Konzerndarlehen in Höhe von EUR 3.950.000,00 nebst Zinsen in Höhe von EUR 56.518,79 gewährt. Das Darlehen ist endfällig zum 30. Juni 2026 und hat damit ebenfalls eine Restlaufzeit von über einem Jahr und unter fünf Jahren. Darüber hinaus gehende Verbindlichkeiten resultieren aus Liefer- und Leistungsbeziehungen und sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind ebenfalls innerhalb eines Jahres fällig. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB bestehen nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen von EUR 109.648,81 (Vorjahr: EUR 119.051,73). Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2027. Verpflichtungen aus Abnahmeverträgen bestehen insgesamt in Höhe von EUR 4.361.070,45, von denen EUR 3.821.638,41 in 2024, EUR 519.319,35 in 2025 und EUR 20.112,69 in 2026 fällig sind. Hierin enthalten sind Bestellobligos in Höhe von EUR 2.877.381,53 für 2024 und EUR 15.231,10 für 2025. Ausschüttungssperre Aus der Differenz bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen mit einem 10-jährigen Durchschnittszinssatz in Höhe von EUR 715 ergibt sich gemäß § 253 Abs. 6 HGB eine Gewinnausschüttungssperre. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Am 19. März 2024 wurde für den Zeitraum Mai 2024 bis April 2025 ein Antrag auf Kurzarbeit bei der Arbeitsagentur gestellt, der mit Bescheid vom 9. April 2024 genehmigt wurde. Darüber hinaus hat die Stago Healthcare S.A.S., Asnières-sur-Seine, Frankreich, mit Datum vom 25. Juni 2024 gegenüber der Tcoag Deutschland GmbH eine Patronatserklärung in unbegrenzter Höhe abgegeben. Wir verweisen auf die diesbezüglichen Erläuterungen im Lagebericht. Mit Gesellschafterbeschluss vom 30. August 2024 wurde der vormalige Geschäftsführer Olivier Valverde abberufen und Antoine Dominique Coulot zum neuen alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer bestellt. Geschäftsführung
Den Geschäftsführern wird keine Vergütung für ihre Tätigkeit gezahlt. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss wird für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis in den Konzernabschluss der Stago International S.A.S., 3 Allée Thérésa, 92665 Asnières-sur-Seine, Frankreich, einbezogen. Dieser ist am Sitz der Konzern-Muttergesellschaft erhältlich. Ergebnisverwendung/ErgebnisverwendungsvorschlagDer Jahresfehlbetrag von EUR 1.617.679,72 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lemgo, 5. September 2024 Antoine Dominique Coulot, Geschäftsführer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlage des Unternehmens Die Tcoag Deutschland GmbH (im Folgenden auch kurz: "Tcoag Deutschland") fertigt Geräte zur medizinischen Diagnostik mit den entsprechenden Verbrauchsmaterialien und zusätzliche Produkte der Medizintechnik am Standort Lemgo. Diese umfassen für den Geschäftsbereich Hämostase Baugruppen für Analyseautomaten der Stago-Gruppe als auch den Tcoag Gerinnungshalbautomat KC4 Delta und weiterhin Verbrauchsmaterialien für Tcoag Vollautomaten. Darüber hinaus werden Produkte für die Laborstraßenautomation gefertigt. Im Geschäftsbereich Hämatologie werden Analysegeräte gefertigt. Die Tcoag Deutschland gehört über ihre direkte Muttergesellschaft Tcoag Ireland Ltd., Bray, Irland, zur Stago-Gruppe. Sitz der obersten Konzernmuttergesellschaft ist Asnières-sur-Seine, Frankreich. Der Vertrieb der Produkte erfolgt an zur Stago-Gruppe gehörende Gesellschaften. Der Standort Lemgo wird weiterhin als Logistik- und Produktionsplattform für die Stago-Gruppe genutzt. Die Tcoag Deutschland GmbH übernimmt hierbei vertraglich definierte Dienstleistungen für Unternehmen innerhalb des Konzerns. Die Logistikdienstleistungen umfassen neben erweiterten administrativen Tätigkeiten auch die Materialwirtschaft für Stago Produkte. Im Produktionsbereich werden weiterhin Tcoag Produkte und in zunehmendem Maße Stago Produkte gefertigt. Der Bereich Forschung und Entwicklung umfasst zum Bilanzstichtag 9 Mitarbeiter (9,0 FTE) und steht hierbei in enger Abstimmung mit den R&D Abteilungen sowohl der Tcoag Ireland Ltd., Bray, Irland, als auch der Stago-Gruppe. Der Gesamtaufwand in diesem Bereich umfasst TEUR 903 und damit 5,4 % der Summe aus Materialaufwand, Personalaufwand, Abschreibungen und des sonstigen betrieblichen Aufwands. Im Vergleich zum Vorjahr sinkt der Aufwand um TEUR 38. Der Anteil betrug in 2022 5,5 %. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Der Rückgang der Wirtschaftsleistung (Veränderung des BIP in %) beträgt (preis- und kalenderbereinigt) -0,1 % (VJ-Wachstum von +2,0 %). Zur Entwicklung der Branche, die mit dem Geschäftsmodell des Unternehmens vergleichbar wären, liegen der Gesellschaft keine Daten vor. Grund dafür ist die Struktur der Tcoag Geschäftseinheit innerhalb der Stago-Gruppe. Das Marktumfeld ist weiterhin gekennzeichnet durch eine hohe Konkurrenzsituation. Weltweite Wettbewerber sind die Unternehmen SYSMEX, Roche Diagnostics, Werfen (ehemals Instrumentation Laboratories) und Siemens Healthineers. 2. Geschäftsverlauf 2023 ist davon geprägt, die Gesellschaft weiter in die Aktivitäten der Stago-Gruppe zu integrieren. Die Fertigung von Hämatologie Produkten wird ebenso wie die Fertigung von Produkten für die Laborstraßenautomation fortgesetzt. Der Umsatz des Analyseautomaten zur Thrombinzeitbestimmung erhöht sich im Vergleich zu 2022. Die Serienfertigung von Baugruppen für Stago-Gerinnungsautomaten erhöht sich zum Vorjahr. Im Bereich der Spritzgussfertigung wird die Fertigung von technischen Artikeln und Verbrauchsmaterialien für Gruppenunternehmen in geringem Umfang fortgesetzt. Insgesamt erfüllt der Geschäftsverlauf nicht die Erwartungen der Gesellschaft. Im Vergleich zu der Planung werden die Umsatzziele um TEUR 4.575 verfehlt, da die Konzernaufträge deutlich hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückbleiben. Dies betrifft insbesondere die Geschäftsfelder der Laborstraßenautomation und Baugruppenfertigung für Gruppenprodukte. 3. Lage 3.1. Ertragslage Der Umsatz in Höhe von TEUR 15.188 (Vorjahr: TEUR 17.649) wird mit ca. 99,6 % (Vorjahr: 99,1 %) nahezu ausschließlich mit Gruppenunternehmen realisiert. Dementsprechend hängt die Auftragslage von Entwicklungen in der Gruppe ab. Das Rohergebnis sinkt um TEUR 1.808 von TEUR 6.884 auf TEUR 5.076. Gründe hierfür liegen insbesondere in den um TEUR 2.461 gesunkenen Umsatzerlösen. Das sich verändernde Produktportfolio trägt ebenfalls zu diesem Effekt bei. Ebenso Abwertungen auf Vorräte in Höhe von TEUR 478. Die Personalaufwendungen sinken im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 % auf TEUR 4.556 (Vorjahr: TEUR 4.685). Dieses ist im Wesentlichen auf die Reduzierung der Anzahl der Mitarbeitenden von 70 auf 64 Vollzeit-Äquivalente (FTE zum Jahresende) zurückzuführen. Es fallen im Geschäftsjahr Tariferhöhungen in Höhe von ca. TEUR 140 (5,2 % ab Juni) an. Darüber hinaus fällt im Berichtszeitraum keine Ersparnis durch Kurzarbeit an (Vorjahr ca. TEUR 65). Die Abschreibungen gehen um TEUR 93 im Vergleich zum Vorjahr zurück. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.485 (Vorjahr: TEUR 1.638) beinhalten Konzernweiterbelastungen in Höhe von TEUR 542 (Vorjahr: TEUR 650). Die Aufwendungen für die Überlassung von Nutzungsrechten von der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 68 verringern sich zum Vorjahr um TEUR 134. Die Aufwendungen für Zeitarbeitnehmer nehmen um TEUR 102 auf TEUR 21 ab. Darüber hinaus haben sich aufgrund der ganzjährigen Inanspruchnahme der Darlehen (im Vorjahr ab Jahresmitte letzte Tranche in Höhe von TEUR 1.485 in Anspruch genommen) und gestiegener Zinssätze (Referenzwert 3 M EURIBOR: Anstieg um nahezu 2 Prozentpunkte) die Zinsaufwendungen um TEUR 185 erhöht. Der Jahresfehlbetrag beträgt unter Berücksichtigung der vorgenannten Effekte TEUR -1.618 (2022: TEUR -1). 3.2. Finanzlage 3.2.1. Kapitalstruktur Das Eigenkapital verringerte sich ergebnisbedingt um TEUR 1.618 von TEUR 5.949 auf TEUR 4.332, was einem Rückgang der Eigenkapitalquote von 41,6 % im Vorjahr auf 33,3 % entspricht. Die Verbindlichkeiten erhöhen sich um TEUR 183 (2,4 %) auf TEUR 7.699. Dieses lässt sich insbesondere auf die gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückführen. Das Unternehmen finanziert sich insbesondere aus Mitteln des Konzerns. Für die Finanzierung des Geschäftsumbaus wurde in 2022 ein Darlehen durch die Konzerngesellschaft Stago Healthcare S.A.S., Asnière-sur-Seine, Frankreich, in Höhe von TEUR 3.950 gewährt. Das ursprüngliche Darlehen wurde verlängert und hat nun eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2026. Ebenso wurde dem Unternehmen von der Gesellschafterin in 2020 ein Darlehen in Höhe von TEUR 2.000 gewährt. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 wurden davon TEUR 1.800 in Anspruch genommen. Das Darlehen wurde im Laufe des Geschäftsjahres ebenfalls verlängert und hat nun eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2026. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen auf 56,4 % der Bilanzsumme (Vorjahr 49,0 %) an. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzieren sich um TEUR 173 auf TEUR 296. Bezüglich vorliegender bestandsgefährdender Risiken verweisen wir ergänzend auf unsere Ausführungen in Abschnitt "B. Wirtschaftsbericht" in Unterabschnitt "3.2.3. Liquidität" sowie Abschnitt "C. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht" in Unterabschnitt "2. Risiko- und Chancenbericht" dieses Lageberichts. 3.2.2. Investitionen Bei den Investitionen handelt es sich hauptsächlich um Investitionen in technische Anlagen und Maschinen und in die Betriebs- und Geschäftsausstattung. 3.2.3. Liquidität Die notwendige Liquidität wird fortlaufend überprüft, mit dem Finanzwesen der Gruppe abgestimmt und durch konzerninterne Darlehen unterstützt. Im Geschäftsjahr 2023 hat die Gesellschaft einen mit Zahlungsmittelabflüssen verbundenen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 1.618 erwirtschaftet und plant im Prognosezeitraum mit verbesserten Jahresergebnissen und weiterhin mit Umsatzerlösen, welche nahezu ausschließlich mit Gruppenunternehmen realisiert werden. Da die Planung insbesondere aufgrund der konzernweit volatilen Umsatz- und Ertragssituation und der möglichen zeitlichen Verzögerungen bei Konzernaufträgen mit Unsicherheiten behaftet ist, kann sich die Liquiditätssituation im Prognosezeitraum verschlechtern. In diesem Zusammenhang kann nicht ausgeschlossen werden, dass eine dauerhafte wesentliche Unterschreitung der Planung zu einer Liquiditätsunterdeckung führt. Für den Fall, dass die Geschäftsentwicklung nicht den erwarteten Verlauf nimmt und die Planung unterschritten wird bzw. die Planungsprämissen nicht erreicht werden können, ist die Gesellschaft zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und daher zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit auf weitere finanzielle Unterstützung angewiesen (bestandsgefährdendes Risiko). Vor diesem Hintergrund hat die Stago Healthcare S.A.S., Asnières-sur-Seine, Frankreich, mit Datum vom 25. Juni 2024 eine Patronatserklärung in unbegrenzter Höhe abgegeben, wonach diese gegenüber der Gesellschaft zugesichert hat, die Gesellschaft finanziell so auszustatten, dass die Gesellschaft stets in vollem Umfang über liquide Mittel zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen aus fälligen Verbindlichkeiten verfügt und dass die Gesellschaft bis zur vollständigen Rückzahlung der Verbindlichkeiten in einer Weise finanziell ausgestattet bleibt, dass sie in der Lage ist, ihre fälligen Verpflichtungen zu erfüllen. Die Patronatserklärung hat eine Laufzeit bis zum 30. September 2025 und kann mit einer Frist von zwei Wochen zum Monatsende gekündigt werden. Die Kündigung ist jedoch ausgeschlossen, wenn dadurch die Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft im insolvenzrechtlichen Sinne entsteht. 3.3. Vermögenslage Das Umlaufvermögen reduziert sich zum Vorjahr um TEUR 1.082 von TEUR 12.342 auf TEUR 11.260. Das entspricht einem Rückgang von 8,8 %. Diese Entwicklung erklärt sich aus der Abnahme der Vorräte um TEUR 306 von TEUR 7.466 auf TEUR 7.160, was einem Rückgang von 4,1 % entspricht. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen reduzieren sich um TEUR 1.635 auf TEUR 1.429. Der Rückgang beträgt 53,4 %. Hierin enthalten sind Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 596 (Vorjahr TEUR 1.148). Im Gegenzug dazu erhöhen sich die liquiden Mittel um TEUR 875 (55,6 %) auf TEUR 2.449. 4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Der Jahresfehlbetrag verändert sich um TEUR -1.617 von TEUR -1 auf TEUR -1.618. Die Eigenkapitalquote fällt von im Vorjahr 41,6 % auf 33,3 % im Berichtszeitraum. Die Eigenkapitalrentabilität (Jahresüberschuss/-fehlbetrag) / Eigenkapital exkl. JÜ/JF) verschlechtert sich im Vergleich zum Vorjahr von 0,0 % auf -27,2 %. Die Gesamtkapitalrentabilität (Jahresüberschuss/-fehlbetrag) / Bilanzsumme exkl. JÜ/JF) verändert sich im Vergleich zum Vorjahr von 0,0 % auf -11,1 %. C. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht 1. Prognosebericht Das Unternehmen ist eng in die Stago-Gruppe integriert und deshalb abhängig von Konzernentwicklungen. Die Auswirkung des Ukraine-Krieges auf die Geschäftsentwicklung für das Jahr 2024 lassen sich nur schwer quantifizieren. Die Geschäftsführung geht weiterhin davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen ergeben werden. Es wird mit einem Umsatzrückgang von TEUR 398 auf TEUR 14.790 gerechnet. Der Rückgang ist größtenteils auf geringere Mengen in der Laborstraßenautomation zurückzuführen. Das Geschäft mit Analyse-Automaten bleibt voraussichtlich auf niedrigem Niveau stabil. Grundsätzlich plant die Gesellschaft eine Anpassung der Kostenweiterbelastungssystematik sowohl hinsichtlich der einzubeziehenden angefallenen Kosten als auch deren bereits unterjähriger zeitlicher Berechnung. Der geplante Personalaufwand sinkt voraussichtlich um TEUR 290 (6,4 %) auf TEUR 4.266 Das ist insbesondere auf die Einführung von Kurzarbeit ab dem 1. Mai 2024 zurückzuführen. Neueinstellungen sind nicht geplant. Tarifvertragsbedingte Erhöhungen wirken sich ab Mai 2024 mit 3,3 % aus. Die geplanten Abschreibungen nehmen voraussichtlich nur geringfügig um -6,9 % von TEUR 327 auf TEUR 304 ab. Dieses ist hauptsächlich durch auslaufende Abschreibungen in den Fertigungsbereichen bedingt. Der sonstige betriebliche Aufwand ist zu größeren Teilen von der geplanten Umsatzentwicklung abgekoppelt. Bei den geplanten Konzernverrechnungen bleiben die Management Fees auf gleichem Niveau, die Lizenzaufwendungen nehmen ab, was auf einen Rückgang der Umsatzerlöse im entsprechenden Geschäftsbereich zurückzuführen ist. Der geplante Zinsaufwand bleibt im Vergleich zu 2023 nahezu stabil. Aufgrund der geänderten Kostenweiterberechnungssystematik wird mit einem ausgeglichenen Jahresergebnis gerechnet. 2. Risiko- und Chancenbericht Aufgrund der sehr starken Einbindung der Tcoag Deutschland in die Stago-Gruppe ist das Unternehmen weitestgehend abhängig von Entwicklungen im Konzern. Die Umsatzerlöse werden fast ausschließlich mit Gruppenunternehmen realisiert. Die Liefer- und Leistungsbeziehungen sind über Verträge geregelt, die Preise dafür werden jährlich festgelegt. Die Gesellschaft befindet sich weiterhin in einer Übergangsphase von Analyse-Geräten der älteren Generation zu Automaten der neuen Generation. Diese Phase stellt aufgrund der volatilen Umsatzerlöse derzeit noch ein wirtschaftliches Risiko für das Geschäft dar. Es wird erwartet, dass sich mit Zunahme der Volumina der neuen Gerätegeneration und der Markteinführung der neuen Technologie das Risiko der gegenwärtig nicht kostendeckenden Umsätze verringern wird und die Gesellschaft zukünftig mindestens kostendeckend wirtschaften kann. Daher hat die Stago-Gruppe Maßnahmen zur finanziellen Unterstützung durchgeführt. Zur Finanzierung der Gesellschaft wurde in 2022 ein Darlehen durch die Konzerngesellschaft Stago Healthcare S.A.S., Asnière-sur-Seine, Frankreich, in Höhe von TEUR 3.950 gewährt. Das Darlehen wurde im Geschäftsjahr verlängert und hat nun eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2026. Ebenso wurde dem Unternehmen von der Gesellschafterin Tcoag Ireland Ltd., Bray, Irland, in 2020 ein Darlehen in Höhe von TEUR 2.000 gewährt. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 wurden davon TEUR 1.800 in Anspruch genommen. Das Darlehen wurde im Laufe des Geschäftsjahres ebenfalls verlängert und hat nun eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2026. Darüber hinaus hat die Stago Healthcare S.A.S., Asnières-sur-Seine, Frankreich, mit Datum vom 25. Juni 2024 gegenüber der Tcoag Deutschland GmbH eine Patronatserklärung in unbegrenzter Höhe abgegeben, wonach diese gegenüber der Gesellschaft zugesichert hat, die Gesellschaft finanziell so auszustatten, dass die Gesellschaft stets in vollem Umfang über liquide Mittel zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen aus fälligen Verbindlichkeiten verfügt und dass die Gesellschaft bis zur vollständigen Rückzahlung der Verbindlichkeiten in einer Weise finanziell ausgestattet bleibt, dass sie in der Lage ist, ihre fälligen Verpflichtungen zu erfüllen. Die Patronatserklärung hat eine Laufzeit bis zum 30. September 2025 und kann mit einer Frist von zwei Wochen zum Monatsende gekündigt werden. Die Kündigung ist jedoch ausgeschlossen, wenn dadurch die Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft im insolvenzrechtlichen Sinne entsteht. Für den Fall, dass die Geschäftsentwicklung nicht den erwarteten Verlauf nimmt und die Planung unterschritten wird, ist die Gesellschaft zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und daher zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit auf die weitere finanzielle Unterstützung der Patronin angewiesen, was ein bestandsgefährdendes Risiko darstellt. Die Gesellschaft verfügt über ein angemessenes Risikomanagement. Es findet ein monatliches Berichtswesen durch das Finanzwesen in Lemgo (Leiter Finanzen) an das weitere Management des Unternehmens und das Konzernfinanzwesen statt. Hierbei werden sowohl die Ertragslage als auch die Liquiditätslage ausführlich analysiert und ggf. notwendige Gegensteuerungsmaßnahmen abgeleitet. Auf ihren Beschaffungsmärkten ist die Gesellschaft in geringem Maße Wechselkursrisiken gegenüber dem USD ausgesetzt. Ein grundsätzliches Risiko besteht für das Unternehmen darin, weiterhin hochwertige Produkte im Diagnostikbereich zu produzieren, die den technischen Anforderungen der Kunden genügen. Darüber hinaus muss sichergestellt werden, dass die Produktpalette verbunden mit einem entsprechenden Kundenservice weiterhin auf Qualitätsniveau angeboten wird, um die Kundenbasis zu behalten. Für das bestehende Geschäft mit Baugruppen wird eine Ausweitung angestrebt. Der Auf- und Ausbau der neuen Geschäftsbereiche wird weiter vorangetrieben. Hier werden derzeit keine Beeinträchtigungen durch den Ukraine-Krieg erwartet. Es besteht das grundsätzliche unternehmerische Risiko, dass es konfliktbedingt zu Lieferengpässen und damit zu Verzögerungen im Produktionsprozess kommen kann. Um diesen Risiken zu begegnen, wurden Rahmenverträge abgeschlossen. Das Unternehmen sieht weiterhin Chancen in der laufenden Entwicklungstätigkeit rund um die Hämatologie-Produktpalette, wobei die Markteinführung erst für 2025 geplant ist. Die Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit für das Jahr 2024 werden als gering bewertet, da die Volumina erst für 2025 und die Folge-Geschäftsjahre geplant sind. Zusätzliche Wachstumschancen bestehen in der Ausweitung der Geschäftsaktivitäten der Produktreihe sthemO. Tcoag liefert in zunehmenden Maße Komponenten für diese Analyseautomaten. Der Bereich Forschung und Entwicklung ist weiterhin in Projekte der Tcoag-Gruppe eingebunden. Darüber hinaus bedingt insbesondere die Ausweitung der neuen Geschäftsfelder eine enge Projektabstimmung mit der Stago-Gruppe. Die aufgezeigten Maßnahmen dienen weiterhin dazu, den Standort Lemgo innerhalb des Konzerns als Entwicklungs-, Produktions- und Logistik-Plattform zu stärken und auszubauen. Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass selbst wenn sich die Erwartungen an die Umsatz- und Ergebnisplanung nicht erfüllen sollten, die Gesellschaft voraussichtlich auf ausreichende, zusätzliche Mittel aus der Konzernfinanzierung im Rahmen von Darlehen und aus der erhaltenen Patronatserklärung zurückgreifen kann und somit auch die mittel- bis langfristige Finanzierung unterstützt werden soll. In diesem Zusammenhang wird auf die bereits beschriebenen Darlehensgewährungen und die Patronatserklärung der Stago Healthcare S.A.S. hingewiesen.
Lemgo, 5. September 2024 Antoine Dominique Coulot, Geschäftsführer |
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