Stammdaten

Register
Amtsgericht Ludwigshafen a.Rhein (Ludwigshafen) HRB 60814
Eingetragen
24.8.2007
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens sind die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen im Bereich der Papier- und Wellpappindustrie sowie der Energieversorgung, die Übernahme, das Halten und die Verwaltung von Beteiligungen an Unternehmen, Zulieferern und Dienstleistern der Papier- und Wellpappindustrie und der Energieversorgung, insbesondere der Progroup AG mit Sitz in Offenbach/Queich und an etwaigen Rechtsnachfolgern der Progroup AG, und die Verwaltung des eigenen Vermögens.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Lenka Müller
seit 8.11.2023
Prokura
Prokura
Niclas Frank
seit 29.12.2022
Prokura
Vinzenz Lothar Heindl
seit 11.5.2021
Geschäftsführer
Karl Jürgen Heindl
seit 24.8.2007
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Neustadt/Weinstraße
499.000 €
49.90%
Frankfurt am Main
499.000 €
49.90%

Bilanzkonten

Konzern- und Jahresabschlüsse

JH-Holding GmbH

Neustadt/Wstr.

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzern - Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Konzerns

2. Wirtschaftsbericht

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1) Grundlagen des Konzerns

Der Unternehmensgegenstand der JH-Holding GmbH ist die Übernahme, das Halten und die Verwaltung von Beteiligungen an sowie die Beratung und Unterstützung von Unternehmen aller Art, insbesondere Unternehmen der papiererzeugenden und verarbeitenden Industrie.

Zum Konzern der JH-Holding GmbH (JH-Holding-Konzern) gehören inklusive der JH-Holding GmbH einundzwanzig Gesellschaften. Die JH-Holding GmbH hält unmittelbar und mittelbar Beteiligungen an vierzehn inländischen und sieben ausländischen Gesellschaften, von denen fünf in den Konzernabschluss der JH-Holding GmbH für das Geschäftsjahr 2023 einbezogen werden.

Direkte Beteiligungen hält die JH-Holding GmbH an der Progroup AG (91,05%), der Professionals Academy SPO GmbH (100%), (seit Mai 2022) der JHH Aviation GmbH (100%) und seit Juni 2023 der JHH Property GmbH.

Die Progroup AG hält direkt oder indirekt sämtliche Anteile der weiteren Tochtergesellschaften mit den operativen Sparten Board und Paper, Logistics und Power. Das Ergebnis des JH-Holding-Konzerns wird somit maßgeblich durch den wirtschaftlichen Erfolg der Tochtergesellschaften der Progroup AG bestimmt.

Der Bereich Board umfasst insgesamt zwölf Wellpappformatwerke. Obergesellschaft ist die Progroup Board GmbH, in der die sechs deutschen Wellpappformatwerke angesiedelt sind. Die sechs ausländischen Werke werden von 100%igen Tochtergesellschaften der Progroup Board GmbH in Frankreich, Großbritannien, Polen, der Tschechischen Republik und Italien betrieben. Zwei weitere Werke befinden sich zum Jahresende 2023 in der konkreten Umsetzungsphase, PW15 in Petersberg (Deutschland) sowie PW16 in Cessalto (Italien). Die in 2019 gegründete Gesellschaft Progroup Board Kft. (Budapest, Ungarn) hatte im Geschäftsjahr 2023 noch keinen operativen Geschäftsbetrieb.

Der Bereich Paper betrifft die vorgelagerte Wertschöpfungsstufe der Herstellung von Wellpappenrohpapier. Dieser Bereich umfasst die Progroup Paper PM1 GmbH mit ihrer Papierfabrik in Burg sowie deren 100%ige Tochtergesellschaften, die Progroup Paper PM2 GmbH mit ihrer Papierfabrik in Eisenhüttenstadt sowie die Progroup Paper PM3 GmbH in Sandersdorf-Brehna. Die Progroup Power 1 GmbH mit ihrem EBS Heizkraftwerk in Eisenhüttenstadt versorgt die Progroup Paper PM2 GmbH mit Dampf und veräußert Strom am Spotmarkt über das öffentliche Netz. Ein weiteres EBS Heizkraftwerk, die Progroup Power 2 GmbH ist gerade in der Umsetzungsphase und wird zukünftig die Progroup Paper PM3 GmbH versorgen. Im Rahmen der weiteren Strategieumsetzung wird der Bedarf an Wellpappenrohpapieren langfristig ansteigen, so dass der Bau einer weiteren Papiermaschine PM4 eine mögliche Option darstellt. In 2023 ergab sich in diesem Zusammenhang die Opportunität ein sehr gut geeignetes Grundstück zu erwerben. Für diesen Zweck wurde die Progroup PM4 GmbH gegründet, bevor das Grundstück gekauft wurde.

Die Progroup Logistics GmbH als Logistikunternehmen erbringt innerhalb und außerhalb des Konzerns Transportdienstleistungen.

Die Progroup AG hat Ergebnisabführungsverträge mit der Progroup Paper PM1 GmbH (seit 2009), der Progroup Board GmbH (seit 2014), der Progroup Power 1 GmbH (seit 2016), der Progroup Power 2 GmbH (seit 2018) und Progroup Logistics GmbH (seit 2023) geschlossen. Daneben besteht ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Progroup Paper PM1 GmbH, der Progroup Paper PM2 GmbH (seit 2007), der Progroup Paper PM3 GmbH (seit 2018) und der Progroup PM4 GmbH (2023).

In der Progroup AG sind im Wesentlichen die zentralen Funktionen Unternehmensentwicklung, Vertrieb, Pricing, Produktionsplanung, Kundenservice, Transportplanung, Logistik, Rohstoffmanagement, Unternehmenskommunikation, Marketing, IT, Rechnungswesen, Treasury, Controlling, Personalwesen, Recht, Energiemanagement, Nachhaltigkeitsmanagement und Zentraleinkauf für die Mehrzahl der Einzelgesellschaften sowie den Konzern angesiedelt.

Die Wertschöpfungskette innerhalb der Unternehmensgruppe beginnt bei den drei Papierfabriken Progroup Paper PM1 GmbH (PM1), Progroup Paper PM2 GmbH (PM2) und Progroup Paper PM3 GmbH (PM3). Die PM2 wird durch die Progroup Power 1 GmbH (PPO1) in einer vorgelagerten Stufe durch die Erzeugung von Dampf / Strom versorgt. Der wichtigste Rohstoff für die Papierproduktion ist Altpapier. Aus den Papierfabriken werden hauptsächlich die Wellpappformatwerke innerhalb der Unternehmensgruppe sowie in begrenztem Umfang externe Kunden beliefert. Aufgrund der komplementären technischen Ausgestaltung können Wellpappenrohpapiere mit einem Flächengewicht zwischen 60 g/m2 und 230 g/m2 hergestellt werden.

Die zweite zentrale Wertschöpfungsstufe ist die Produktion und der Vertrieb von Wellpappformaten und damit die Belieferung der Verpackungshersteller, die wiederum die Endkunden / Verbraucher beliefern. Die Wellpappenerzeugung konzentriert sich auf die Standorte Offenbach a.d. Queich, Burg, Schüttorf, Plößberg und Eisfeld im Inland sowie die Standorte in Frankreich (Douvrin), der Tschechischen Republik (Rokycany), Polen (Stryków und Trzcinica), Großbritannien (Ellesmere Port) und Italien (Drizzona). Zwischen den einzelnen Wertschöpfungsstufen finden transportlogistische Prozesse statt, welche durch die Progroup Logistics GmbH unterstützt werden.

Das Produktspektrum der Board-Werke umfasst ein- bis dreiwellige Wellpappen mit unterschiedlichen Wellengrößen. Die Bandbreite der Flächengewichte reicht von rd. 300 g/m2 bis zu knapp 2 kg/m2. Generell gibt es Trends zu leichtgewichtigerer Wellpappe bei gleicher Festigkeit sowie zu Kleinserien, um den immer differenzierteren Anforderungen der Verpackungsindustrie nach kostengünstiger und nachhaltiger Verpackung gerecht zu werden. Für beide Trends ist Progroup gut im Markt positioniert.

Das Kundenspektrum im Bereich Wellpappenformate umfasst überwiegend familiengeführte mittelständische Verpackungshersteller. Der Bereich Paper beliefert zum größten Teil die Board-Werke und daneben auch externe Kunden.

Die Professionals Academy SPO GmbH hat im Geschäftsjahr Dienstleistungen zur Aus- und Weiterbildung von Unternehmern und Führungskräften bzw. Fachpersonal erbracht und sich dabei gezielt auf Kunden des Unternehmensbereichs Board der Progroup AG konzentriert. Im Aufbau befinden sich derzeit die weiteren Geschäftsfelder (i) Individuelle Strategie- und Businessberatung, (ii) Market Business Intelligence Services und (iii) Enterprise Business Intelligence Services. Auch die Leistungen in den neuen Geschäftsfeldern werden sich in erster Linie an Kunden des Unternehmensbereichs Board richten.

Die JHH Aviation GmbH hält eine Beteiligung an einem Turboprop-Mehrzweckflugzeug und stellt für Reisetätigkeiten des Managements des JH-Holding-Konzerns bei Bedarf Flugstunden zur Verfügung.

Die JHH Property GmbH wird künftig Immobilien im Rahmen sogenannter Verpackungsparks, bei denen in unmittelbarer Nachbarschaft zu Wellpappwerken des Geschäftsbereichs Board Verpackungswerke von Kunden angesiedelt werden, halten und verwalten. Im September 2023 wurde eine italienische Tochtergesellschaft der JHH Property GmbH, die JHH Property s.r.l. gegründet.

Im JH-Holding-Konzern waren zum Ende des Geschäftsjahres 1.757 Mitarbeiter beschäftigt (31.12.2022: 1.708 Mitarbeiter). Davon waren 1.128 gewerbliche Mitarbeiter, 563 Gehaltsempfänger und 66 Auszubildende bzw. Aushilfen. Die Unternehmensphilosophie von Leistung und Gegenleistung spiegelt sich auch in den Entlohnungssystemen der Mitarbeiter wider. Über alle Mitarbeitergruppen werden durch gezielten Einsatz variabler Vergütungsbestandteile Leistungsanreize gesetzt.

Im Rahmen des Umweltmanagements wird die Einhaltung der bestehenden Umweltgesetze und Auflagen laufend überwacht.

Die JH-Holding GmbH wurde im Geschäftsjahr 2023 von zwei Geschäftsführern, den Herren Jürgen Heindl und Vinzenz Heindl, geleitet.

Alleiniger Geschäftsführer der Professionals Academy SPO GmbH war im Geschäftsjahr 2023 Herr Vinzenz Heindl. Alleiniger Geschäftsführer der JHH Aviation GmbH war ebenfalls Herr Vinzenz Heindl. Alleiniger Geschäftsführer der JHH Property GmbH und der JHH Property s.r.l. war Herr Jürgen Heindl.

Die Progroup AG wurde ab dem 01.01.2023 durch den Vorstandsvorsitzenden Maximilian Heindl, sowie den Vorstandmitgliedern Dr. Volker Metz und zeitanteilig Dr. Marc Sesterhenn geleitet. Maximilian Heindl übernahm ab 2023 den Vorstandsvorsitz. Dr. Marc Sesterhenn hat sein Amt als Vorstandsmitglied zum 01.10.2023 aufgenommen. Die Position des COO ist somit wieder neu besetzt. Die Position des CCO wurde mit Beate Flamm zum 1.4.2024 besetzt.

2) Wirtschaftsbericht

a) Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte der Absatz des Vorjahres beim Vertrieb von Wellpappe übertroffen werden. Die Absatzentwicklung lag deutlich über der Entwicklung des Referenzmarktes. Insgesamt war das Marktumfeld für Wellpappenrohpapier als auch Wellpappe in 2023 durch erneut rückläufige Mengen und eine geringe Kapazitätsauslastung geprägt. Der Markt war über das ganze Geschäftsjahr durch hohe Wettbewerbsintensität bei Papier und Wellpappe geprägt. Die europaweit sinkende Nachfrage sowie sinkende Rohstoffpreise insbesondere bei Energie und Stärke gegenüber dem Vorjahr führten zu erheblichen Preissenkungen bei Papier und bei Wellpappe. Durch den Angebotsüberhang sind die Lagerbestände in der Papierindustrie weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Als Konsequenz kam es im gesamten Jahr in der Branche zu zahlreichen Produktionskürzungen und Abstellmaßnahmen. In diesem anspruchsvollem Marktumfeld konnte Progroup auf marktbedingte Produktionskürzungen verzichten.

Das Marktvolumen auf dem europäischen Markt für Wellpappenrohpapier ist gegenüber dem Jahr 2022 erneut um rund 3,6% gesunken.

Das Preisniveau für Wellpappe folgte wie üblich der preislichen Entwicklung auf dem Wellpappenrohpapiermarkt. Neben dem starken Rohstoffpreisrückgang führten auch niedrigere Energiekosten zu einem Rückgang der Wellpappenpreise. Insgesamt führte dies zu einem starken Rückgang des Umsatzes und einem Rückgang der Rohmarge. Im vierten Quartal wurde somit ein Preisniveau wie vor der Corona Krise sowie des Russland-Ukraine Krieges erreicht.

Das Marktvolumen im deutschen Referenzmarkt für Wellpappe sank im Vergleich zum Vorjahr um rund 8,5%.

Der Absatz der Wellpappenformate ist im Gesamtjahr um 4,3% gegenüber dem Vorjahr gewachsen und konnte damit die Marktentwicklung deutlich übertreffen. Die Absatzmenge von Paper ist im Geschäftsjahr um 0,3% gesunken. Der externe Absatz von Wellpappenrohpapier konnte jedoch gesteigert werden.

Im Rahmen der beschriebenen Preisentwicklung kam es zu einem sehr starken Umsatzrückgang in der JHH-Gruppe von 25,0% gegenüber dem Vorjahr. Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 1.320,3 Mio. € nach einem Umsatz in 2022 von 1.759,5 Mio. €. Das EBITDA des Geschäftsjahres belief sich auf 200,5 Mio. € (2022: 411,3 Mio. €) und ist aufgrund der beschriebenen Preis-Margensituation gegenüber dem Vorjahr um 51,2% gesunken.

Anfang 2023 startete das neue Wellpappenformatwerk PW14 im polnischen Stryków seine Produktion. Geplant ist jährlich bis zu 200.000 Tonnen Wellpappformate zu produzieren. in 2023 begann die Bauphase des neuen Waste-to-Energy-Kraftwerks in Sandersdorf-Brehna (Sachsen-Anhalt, Deutschland). Dieses Kraftwerk soll auf dem Gelände der Hightech-Papierfabrik PM3 errichtet werden, um die Prozesswärme- und anteilige Stromversorgung der Papierfabrik zu übernehmen. Die Inbetriebnahme soll Mitte 2025 erfolgen. Auch der Bau für das Wellpappenformatwerk PW 15 in Petersberg (Rheinland-Pfalz, Deutschland) schreitet weiter voran. Der Testbetrieb ist für das erste Halbjahr 2024 geplant und soll dann bis zu 450 Mio. Quadratmeter Wellpappenformate pro Jahr produzieren. Das neueste Wellpappenprojekt PW16 wird in Italien in Cessalto gebaut und hat somit Schritte zur weiteren Expansion in Italien eingeleitet. Der Bau des Werks startete im Oktober 2023. Die ersten Wellpappenformate werden voraussichtlich Mitte 2025 vom Band laufen.

Bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren sind Umsatz, EBITDA, EBITDA Marge, Jahresergebnis (Jahresüberschuss oder -fehlbetrag), Eigenkapital-Quote zzgl. 70% Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen und Nettoverschuldungsgrad. Nicht finanzielle KPI's sind Absatzzahlen sowie Personalkennzahlen wie beispielsweise die Anzahl der Mitarbeiter.

b) Ertragslage

Im Rahmen der beschriebenen verschlechterten Preis-/Margengüte bei Board und Paper innerhalb des Berichtsjahres wurde mit 200,5 Mio. € ein operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) unter dem des Vorjahres erwirtschaftet. Das EBITDA in 2023 liegt deutlich unter dem im Vorjahr prognostizierten Bereich (Rückgang um 30-40%). In Folge der stark gesunkenen Umsatzerlöse liegt die EBITDA-Marge mit 15,2%, wie im Vorjahr prognostiziert deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Das dargestellte EBITDA basiert auf der retrograden Berechnung aus dem Jahresüberschuss/- Fehlbetrag, bereinigt um Abschreibungen, Zinsergebnis, Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie außergewöhnliche Erträge/Aufwendungen innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge/Aufwendungen. Sonstige Steuern sind somit im EBITDA enthalten. Die im EBITDA für das Geschäftsjahr 2023 bereinigten außergewöhnlichen Erträge (0,9 Mio. €) und Aufwendungen (-2,2 Mio. €) betragen zusammen -1,3 Mio. €.

2023 2022
Jahresüberschuss/- fehlbetrag 33,9 197,6
-Abschreibungen (inkl. Abschreibungen auf Finanzanlagen) -118,1 -121,3
-Zinsaufwendungen -25,0 -26,2
-Zinsertrag 5,5 2,7
-Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -27,7 -68,9
-außergewöhnliche Erträge 0,9 0,0
-außergewöhnliche Aufwendungen -2,2 0,0
=EBITDA 200,5 411,3

Die Umsatzerlöse sanken im Geschäftsjahr um 25,0% auf 1.320,3 Mio. € (2022: 1.759,5 Mio. €). Die Umsatzentwicklung liegt damit deutlich unter dem prognostizierten Ansatz, welcher ein Wachstum im oberen einstelligen Prozentbereich auf einen Wert von 1.660 Mio. € vorhersagte. Die Umsatzentwicklung ist trotz steigender Absatzmengen im Bereich der Wellpappenformate und gleichbleibender Absatzmenge bei Wellpappenrohpapiere auf die stark sinkende Preisentwicklung zurückzuführen. Die durchschnittlichen Preisniveaus lagen im Geschäftsjahr 2023 bei den extern verkauften Wellpappenrohpapieren um rund 39% und bei den Wellpappformaten um rund 25% unter dem jeweiligen Durchschnittsniveau des Vorjahres.

Die Materialaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr mit 21,6% bzw. 219,0 Mio. € deutlich gesunken. Der Rückgang resultiert aus den deutlich niedrigeren Altpapier- und Papierpreisen. Darüber hinaus trugen insbesondere niedrigere Energiekosten zu dieser Entwicklung bei.

Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen (2023: 124,1 Mio. €, 2022: 122,3 Mio. €). Der Anstieg von rund 1,5% resultiert hauptsächlich aus geringeren variablen Vergütungen, welche im Vorjahr aufgrund des Rekordergebnisses sehr hoch ausgefallen waren. Gegenläufig wirkten die allgemeinen Lohn- und Gehaltsanpassungen sowie der Anstieg der durchschnittlichen Beschäftigtenzahl.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 236,8 Mio. € um 19 Mio. € (7,4%) unter dem Niveau des Vorjahres (255,8 Mio. €), was im Wesentlichen mit geringeren sonstigen Dienstleistungen zu erklären ist.

Der Rückgang der Zinsaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf ein geringeres Kreditvolumen zurückzuführen.

Die Ertragsteuern des Geschäftsjahres 2023 resultieren zu mehr als 2/3 aus Körperschaft- und Gewerbesteuer aus der steuerlichen Organschaft der Progroup AG mit der Progroup Board GmbH, der Progroup Paper PM1 GmbH, der Progroup Paper PM2 GmbH, der Progroup Paper PM3 GmbH, der Progroup Paper PM4 GmbH, der Progroup Power 1 GmbH, der Progroup Power 2 GmbH und der Progroup Logistics GmbH. Darüber hinaus tragen insbesondere die Gesellschaften in Frankreich und der Tschechischen Republik zum Aufwand der Ertragsteuern bei.

Im Geschäftsjahr 2023 konnte ein positives Konzernjahresergebnis in Höhe von 33,9 Mio. € (Jahresergebnis 2022: 197,6 Mio. €) erwirtschaftet werden. Der im Vorjahr prognostizierte Bereich wurde aufgrund der oben dargestellten Entwicklungen sowohl prozentual wie auch absolut deutlich unterschritten.

Insgesamt blieb die Geschäftsentwicklung des JH-Holding-Konzerns in 2023 im Hinblick auf das EBITDA unter den Erwartungen.

c) Finanzlage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 219,2 Mio. € (Vorjahr: 363,0 Mio. €) erwirtschaftet. Diese deutliche Senkung im Vergleich zum Vorjahr ist hauptsächlich auf ein deutlich niedrigeres EBITDA zurückzuführen.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt -184,1 Mio. € (Vorjahr: -225,7 Mio. €) und resultiert hauptsächlich aus Investitionen für die Errichtung der neuen Wellpappwerke PW15 in Petersberg, PW16 im italienischen Cessalto, PPO2 in Sandersdorf-Brehna sowie Investitionen in weitere Wachstumsprojekte im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich auf -77,7 Mio. € (Vorjahr: -62,2 Mio. €). Die Finanzverbindlichkeiten sind im Vergleich zum Jahresende 2022 gesunken. Der Rückgang des Cashflows gegenüber dem Vorjahr steht hauptsächlich im Zusammenhang mit einer deutlich geringeren Dividendenzahlung an die Aktionäre (5 Mio. € im Mai 2023).

Zum Jahresende beliefen sich die Finanzverbindlichkeiten inklusive abgegrenzter Zinsen sowie unter Berücksichtigung der zurück gekauften eigenen Anleihen iHv. 28,4 Mio. € (Nennwert 32,0 Mio. €) auf 766,8 Mio. € (Vorjahr: 818,1 Mio. €) (siehe PG Konzernanhang F. I. 3.). Aufgrund von Regeltilgungen sowie der vorzeitigen Rückzahlung eines GBP-Darlehens reduzierten sich die Finanzverbindlichkeiten um rund 49,8 Mio. €. In Verbindung mit dem gesunkenen EBITDA im Geschäftsjahr ergibt sich eine Erhöhung des Nettoverschuldungsgrades von 1,6 per 31.12.2022 auf 3,2 zum Jahresende 2023 (berechnet als Finanzverbindlichkeiten inklusive abgegrenzter Zinsen abzüglich liquider Mittel und zurückgekaufte Anleihen dividiert durch EBITDA). Der prognostizierte Anstieg des Nettoverschuldungsgrades ist daher eingetreten.

2023 2022
Anleihe -600,0 -600,0
+Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -191,0 -241,3
+abgegrenzte Zinsaufwendungen -4,5 -4,5
+sonstige Wertpapiere 28,4 27,4
+abgegrenzte Zinserträge 0,3 0,3
=Finanzverbindlichkeiten -766,8 -818,1
+Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 132,0 175,2
=Nettofinanzverbindlichkeiten -634,8 -642,9
/EBITDA 200,5 411,3
=Nettoverschuldungsgrad 3,2 1,6

Die seit 2015 bestehende und in 2017 angepasste Betriebsmittelkreditlinie unter Beteiligung von fünf Kreditinstituten mit einem Volumen von 50 Mio. € wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr durch eine neue Betriebsmittelkreditlinie mit einem Volumen von 200 Mio. € ersetzt. Diese neue Kreditlinie bietet einen komfortablen Liquiditätsspielraum und war zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen.

Die Eigenkapitalquote betrug zum 31.12.2023 38,7% (Vorjahr: 39,1%) unter Berücksichtigung von 70% der Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen (Sonderposten für Investitionszuschüsse). Die Entwicklung der Eigenkapitalquote liegt damit leicht unter dem im Vorjahr prognostizierten Korridor, der eine Erhöhung im mittleren einstelligen Prozentpunktebereich erwarten ließ.

d) Vermögenslage

Die Bilanzsumme des JH-Holding-Konzerns ist im Jahr 2023 um 9,0 Mio. € auf 1.896,9 Mio. € gestiegen (Vorjahr: 1.887,9 Mio. €). Der Anstieg resultiert hauptsächlich aus der Erhöhung des Anlagevermögen, was auf die Investitionen in die Wachstumsprojekte zurückzuführen ist. Gegenläufig wirkt sich der Rückgang bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus, welche aufgrund der Wellpappenpreisentwicklung zurückgegangen sind. Auf der Passivseite wirkte sich der Rückgang der Finanzverbindlichkeiten aufgrund von Darlehenstilgungen aus. Gegenläufig nahm insbesondere das Eigenkapital zu.

Das Working Capital (definiert als Vorräte zuzüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) betrug zum Ende des Geschäftsjahres 203,1 Mio. € und lag damit deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (270,3 Mio. €). Geringere Lagerbestände der unfertigen Erzeugnisse führen zu einem deutlichen Rückgang der Vorräte zum Jahresende. Die gesunkenen Preise haben zu einem Rückgang der Umsatzerlöse und korrespondierend der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen geführt. Gegenläufig kam es zu einer Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung aufgrund höherer Kreditorenverbindlichkeiten für Investitionen und operativem Geschäft auf Seiten der Progroup AG, der Papiermaschinen sowie der PPO zum Jahresende.

2023 2022
Vorräte 170,6 181,4
+Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 133,1 178,8
+Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -100,6 -89,9
=Working Capital 203,1 270,3

Der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände um 11,7 Mio. € auf 57,6 Mio. € ist im Wesentlichen auf höhere Forderungen aus Umsatzsteuer zurückzuführen.

Der Kassen- und Bankbestand verringert sich innerhalb des Berichtsjahres im Rahmen des Liquiditätsmanagements.

Der Anstieg des Eigenkapitals um 45,3 Mio. € ist im Wesentlichen auf das positive Jahresergebnis zurückzuführen.

Der Anstieg der Steuerrückstellungen um 10,4 Mio. € auf 70,7 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus dem positiven Jahresergebnis und betrifft höhere Gewerbesteuer- und Körperschaftssteuerrückstellungen sowie die weiterhin offenen Veranlagungen des Jahres 2022.

Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen um 9,0 Mio. € auf 94,0 Mio. € ist im Wesentlichen auf einen Rückgang der Personalrückstellungen zurückzuführen.

Der Bilanzposten Anleihen ist innerhalb des Geschäftsjahres unverändert. Die zurück gekauften Anleihen wurden zum Bilanzstichtag im Umlaufvermögen gehalten.

Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Banken ist auf die Rückzahlung mehrerer Darlehen für Investitionen zurückzuführen.

Die passiven latenten Steuern stiegen von 24,8 Mio. € in 2022 auf 31,7 Mio. € in 2023 an.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Das kaufmännische Risiko- und Chancenmanagementsystem ist ein dezentral aufgehängtes Managementsystem, in dem der Risikocontroller das Gesamtsystem überwacht und die Controlling Business Partner (PW; PP; PL; PPO) die Funktion von Ansprechpartnern in den jeweiligen Einheiten übernehmen. Viermal pro Jahr werden die Risiken und Chancen und alle dazugehörigen Erläuterungen auf ihre Richtigkeit geprüft und ggf. ergänzt. Ebenso werden neue Risiken aufgenommen und nicht mehr aktuelle Risiken aus der Pflege herausgenommen, d.h. die Risikodatei wird vom übergeordneten Risikocontroller gelöscht, nachdem dieser durch den Risk-Owner darüber informiert wurde. Der übergeordnete Risikocontroller hält die Datei zu Dokumentationszwecken in seinem Bestand.

Das Risikoprofil der JH Holding ist in der Gesamtbetrachtung gegenüber dem Vorjahr auf ähnlichem Niveau. Die Kosten für Rohstoffe haben sich seit 2023 rückläufig entwickelt (siehe Energie und Stärke), was das Risiko minimiert. Auf der anderen Seite haben wir ein erhöhtes Risiko durch Änderungen gesetzlicher Rahmenbedingungen der Energiegesetze sowie steigender Margen- und Mengendruck am Markt in 2023. Die Chancen sind im Wesentlichen unverändert im Vergleich zum Vorjahr.

a) Risikobericht

Im Risikobericht sind die Risiken zu Kategorien gleichartiger Risiken zusammengefasst. Neben Risiken der gesamtwirtschaftlichen sowie der Branchenentwicklung (Preisentwicklungen), ist der JH-Holding Konzern vor allem Wettbewerbsrisiken auf dem Papiermarkt sowie Währungs- und Finanzierungsrisiken ausgesetzt. Weitere Risiken zur Beschaffung und Produktion, Ausfallrisiken, Umweltrisiken oder Entsorgungsrisiken werden ebenso berücksichtigt wie auch Zinsrisiken, Rechtsrisiken und Risiken im Zusammenhang mit der Informationstechnologie. Die Wahrscheinlichkeit, dass mehrere Risiken gleichzeitig auf das Unternehmen wirken, ist unwahrscheinlich und zeigt sich auch in der Stabilität des Unternehmens der vergangenen Jahre in Krisenzeiten.

Die Risikoerfassung erfolgt in Kategorien bezüglich der Risikohöhe (Brutto-Risiko größer 3 Mio. € und kleiner 3 Mio. €) sowie in 5 Stufen für die Eintrittswahrscheinlichkeit (1 = sehr gering, 2 = gering, 3 = mittel, 4 = hoch und 5 = sehr hoch). Im folgenden Risikobericht werden insbesondere Risiken mit einer Brutto-Risiko-Höhe größer als 3 Mio. € dargestellt.

Gesamtwirtschaftliche Risiken und spezifische Risiken des Progroup-Konzerns

Die Unternehmen des JH-Holding-Konzerns beliefern eine Vielzahl unterschiedlicher Kunden und Märkte, wodurch sich eine natürliche Risikodiversifikation ergibt. Grundsätzlich ist die Nachfrage nach Wellpappformaten von dem Bedarf der Endverbraucher an Verpackungen abhängig. Das Unternehmen befindet sich in einer hoch integrierten Kreislaufwirtschaft, in der aus Altpapier neues Papier und Wellpappe erzeugt werden und die Verpackung als Altpapier und Karton wieder in die Produktion von Papier und Wellpappe einfließen. Die Propower versorgt die Papiermaschinen mit Energie. Der Brennstoff ist das Abfallprodukt aus dem Produktionsprozess der Papierherstellung. Aus diesem Grund ist die Verpackungsart nachhaltig und klimaneutral.

Die gesamtwirtschaftlich schwierige Lage in Deutschland, Europa und vielen Ländern der Welt aufgrund politischer Krisen, insb. der Situation in Russland / Ukraine, Israel und am Roten Meer führen nach Einschätzung vieler Ökonomen zu einem geringen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im Vergleich zum Vorjahr. Auf der anderen Seite haben sich Zins- und Inflationsniveau deutlich beruhigt und bieten Chancen.

Der JH-Holding Konzern hat keine Werke oder Kunden in der Ukraine oder in Russland. Der Konflikt verursacht dennoch schwerwiegende Auswirkungen auf zentrale Kosten und Märkte, die sehr bedeutsam für die Geschäftstätigkeit sind. In den Bereichen Energie (Strom & Gas) und anderen Materialien (z. B. Stärke) zeichnet sich eine deutliche Entspannung ab. Hohes Kostenniveau, schlechte volkswirtschaftliche Situation und eine Verunsicherung bei Unternehmen und Konsumenten können zu einem weiteren Deckungsbeitragsverlust bei Papier und Wellpappe sowie Auswirkungen auf interne und externe Kunden führen.

Die Nachfrage nach Papier und Wellpappe kann durch die schwache wirtschaftliche Entwicklung und die gestiegenen Risiken negativ beeinflusst werden. Die gedämpfte Nachfrage könnte zu einer Unterauslastung der Produktionskapazitäten und in der Folge zu marktbedingten Produktionsstillständen führen. Diese Situation unterscheidet sich nicht wesentlich von den Jahren 2022 und 2023, in denen der JH-Holding Konzern erfolgreich die gesamte Papierproduktion intern und extern verkaufen konnte. Sollten marktbedingte Stillstände notwendig werden, würden dessen Zeiten für Wartungsarbeiten und vorbeugende Instandhaltung genutzt werden.

Das politische Umfeld in der Welt, Europa und Deutschland ist schwer vorhersehbar. Der Markt, in dem die JH Holding tätig ist, wird durch politische Leitplanken erheblich beeinflusst, sowohl bei Umsatz und Absatz als auch auf der Kostenseite. Mögliche Effekte aus dem inzwischen überarbeiteten Entwurf der EU-Verpackungsverordnung sowie den Auswirkungen der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum zweiten Nachtragshaushaltsgesetz 2021 der Bundesrepublik Deutschland am 15.11.2023 auf Budgetkürzungen im Bundeshaushalt 2024ff sind unklar

Währungsrisiken

Das Fremdwährungsrisiko als Transaktionsrisiko stellt auf Grund der zunehmenden Internationalisierung ein zunehmendes Risiko dar, welches durch die deutlich erhöhte Volatilität der weltweiten Zins- und Währungsmärkte an Relevanz gewonnen hat. Währungsrisiken resultieren aus Bilanzposten in Fremdwährungen und künftigen Transaktionen, bei denen Einzahlungen und Auszahlungen in unterschiedlicher Währung geleistet werden. So erfolgen insbesondere Papierlieferungen aus Deutschland in Nicht-Euro-Länder und werden nach der Weiterverarbeitung zu Wellpappe in lokaler Währung verkauft. Aufgrund der gestiegenen Volatilität ist die Eintrittswahrscheinlichkeit hier als hoch anzusehen. Darüber hinaus bestehen in Einzelgesellschaften Währungsrisiken durch die Vergabe von Darlehen in Euro an ausländische Board-Gesellschaften in anderen Währungsräumen.

Zinsrisiken

Die Verzinsung eines Teils der Kreditfazilitäten ist variabel mit einem Bezug auf den EURIBOR. Damit unterliegt dieser Teil der Darlehen einem Zinsänderungsrisiko, welches bei steigendem EURIBOR zu einer Erhöhung des entsprechenden Zinsaufwands führen würde. Das Zinsänderungsrisiko ergibt sich aus der Betriebsmittelkreditlinie (EURIBOR), wenn und soweit diese in Anspruch genommen wird und der Capex Facility für die PM3 (EURIBOR) (Eintrittswahrscheinlichkeit hoch). Aufgrund der Zinserhöhungen bei mehrjährigen auslaufenden Finanzierungsverträgen vieler Notenbanken in 2023, ist von einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit im Rahmen der Refinanzierung bezüglich weiterer Zinserhöhungen auszugehen (Risikohöhe kleiner 3 Mio.).

Beschaffungs-, Produktions- und Preisänderungsrisiken

Bei den Tochtergesellschaften der JH-Holding GmbH bestehen Beschaffungs-, Produktions- sowie Mengen- und Auslastungsrisiken, die zu wirtschaftlichen Belastungen des Konzerns führen können. Preiserhöhungen können in Abhängigkeit von der jeweiligen Marktsituation nur in Teilen beziehungsweise mit Zeitverzug an Kunden weitergegeben werden, weshalb ein Anstieg der Rohstoffpreise zu einer zumindest temporären Ergebnisbelastung der Unternehmensgruppe führen kann. Die aktuelle Situation auf den Rohstoffmärkten für Papier, Stärke und Holz hat sich in Summe entspannt. Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Situation, sowie die nach der Coronapandemie deutlich erhöhte Nachfrage nach Wellpappprodukten, die zu überproportionalen Erweiterungsinvestitionen in Produktionskapazitäten und damit zu steigenden Angebotsmengen führte, erhöhen die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos. Aufgrund der hohen Kapitalintensität bestehen Vermögens-, Finanz- und Ertragsrisiken, sofern die Auslastung sinkt (Eintrittswahrscheinlichkeit von hoch auf sehr hoch).

Die Auswirkungen des russisch-ukrainischen Krieges auf Europa und den Rest der Welt sind weiterhin schwerwiegend. Energie- und Treibstoffpreise haben sich in 2023 deutlich reduziert, liegen aber weiterhin signifikant höher als vor diesem Krieg und wirken sich auf internationale Produktionsketten aus. Die Unternehmensgruppe bezieht nur einen marginalen Anteil der Materialbedarfe aus den vom Krieg betroffenen Gebieten. Auch bei Frachtkosten sowie anderen Materialien (z.B. Stärke) haben sich die Supply Chains auf die neue Situation eingestellt und die Kostensituation wieder entspannt. (Eintrittswahrscheinlichkeit von sehr hoch auf mittel)

Die Unternehmensgruppe deckt mit den drei Papiermaschinen den größten Anteil des Papierbedarfs der Board-Werke selbst ab. Sollte eine der drei Papiermaschinen aufgrund eines technischen Defekts oder sonstiger Einflüsse für einen nennenswerten Zeitraum ausfallen, kann dies zu erheblichen Beschaffungsproblemen bei der Versorgung der Board-Werke mit deren Hauptrohstoff Wellpappenrohpapier führen und in der Folge zu negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kommen. Aufgrund konstruktiver Mängel an einem zentralen Bauteil der PM3, welches Ende Jahr 2023 durch den Austausch des Bauteils behoben wurde, ist die Eintrittswahrscheinlichkeit des oben genannten Risikos wieder gesunken. (Eintrittswahrscheinlichkeit von sehr hoch auf gering).

Der Produktionsprozess von Wellpappenrohpapier auf der PM2 ist abwasserintensiv und damit von einer reibungslosen Aufnahme und Verarbeitung der anfallenden Abwassermengen durch die ansässigen Entsorger abhängig. Eine limitierte Möglichkeit zur Abwassereinleitung führt bei der PM2 zu Problemen im Produktionsprozess, was die Produktionskapazität vermindert, erhöhte Reinigungskosten verursacht und damit negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zur Folge hätte. Die PM1 und die PM3 haben im Gegensatz hierzu einen geschlossenen Wasserkreislauf, so dass dieses Risiko nur auf die PM2 zutrifft (Eintrittswahrscheinlichkeit mittel).

Die Tochtergesellschaften der JH-Holding GmbH erhalten eine Reihe von Energiesteuervergünstigungen, wie z.B. die Strompreiskompensation für die drei Papiermaschinen als stromintensive Unternehmen. Eine Veränderung oder Nichterfüllung der Voraussetzungen der diversen Energiesteuervergünstigungen kann zu einer Belastung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen (Anstieg der Eintrittswahrscheinlichkeit von hoch auf sehr hoch).

Die Kapazitäten der bestehenden Wellpappanlagen sind derzeit nicht ausgelastet, so dass der Ausfall einer oder mehrerer Produktionsanlagen in Märkten, die aus mehreren Standorten bedient werden können, teilweise kompensiert werden kann. In Italien und UK ist dies jedoch aufgrund der hohen Transportkosten von bestehenden anderen Werken in diese Länder kaum wirtschaftlich möglich. Ein verzögerter Anlauf einer neuen Produktionsanlage kann zu Umsatzeinbußen und in der Folge negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen (Eintrittswahrscheinlichkeit von gering auf mittel).

Wettbewerbsrisiken

Der Unternehmensgruppe hat ein breites Kundenportfolio. Die Wettbewerbssituation ist unterschiedlich. Im Konzern werden mit keinem Großkunden mehr als 5% des Jahresumsatzes generiert, woraus sich eine natürliche Risikodiversifikation ergibt. Der Verlust eines Großkunden könnte allerdings zu temporären Auslastungsrisiken führen, so hat ein Kunde in einem Verpackungspark in Deutschland den Vertrag wirksam für 2024 gekündigt (Eintrittswahrscheinlichkeit gering). Ein neuer Verpackungsparkkunde wird gesucht.

Trotz der unterschiedlichen Kundenstruktur ist Progroup mit ihren Tochtergesellschaften in einem Commodity-Markt tätig und damit dem marktüblichen Preis-, Margen- und Ergebnisdruck ausgesetzt. Die Märkte sind dementsprechend durch eine hohe Wettbewerbsintensität und Preissensitivität gekennzeichnet. Der Margendruck aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Lage in Europa kann zu Umsatzeinbußen bei unseren Board Werken führen (Eintrittswahrscheinlichkeit von hoch auf sehr hoch).

Der Wellpappenrohpapiermarkt reagiert erfahrungsgemäß äußerst sensibel auf Kapazitätsveränderungen. Daher stellen mögliche Markteintritte und damit verbundene Kapazitätszuwächse immer ein erhebliches Risiko für die Marktstabilität dar und würden durch eine weitere Erhöhung der für diesen Markt gewöhnlichen Überkapazitäten mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Preis- und Margenerosion führen. Durch die Ukrainekrise ausgelöste Kostensteigerungen/Konjunkturschwäche hat zu einem Rückgang der Nachfrage nach Papier und somit zu großen Überkapazitäten im europäischen Papiermarkt geführt. Es ist damit zu rechnen, dass durch hohe Energiekosten auf der einen Seite und einem Überangebot auf der anderen Seite (in Verbindung mit einer Preisreduktion) es zu einem Margenrückgang kommt. Durch die aktuelle Marktlage bleibt die Eintrittswahrscheinlichkeit weiterhin sehr hoch.

Ausfallrisiken

Auch in Zeiten von grundsätzlich positiven konjunkturellen Lagen besteht für Unternehmen die Gefahr rückläufiger Geschäftsentwicklungen. Im derzeitig schwierigeren Umfeld ist von einem höheren Risiko auszugehen. Sollte die Geschäftsentwicklung mehrerer wichtiger Progroup-Kunden zeitgleich negativ verlaufen, könnte dies abhängig vom Ausmaß zu Belastungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Progroup-Konzerns führen (Eintrittswahrscheinlichkeit hoch).

Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken

Im Rahmen der bestehenden Anleihe- und Kreditvereinbarungen haben die JH-Holding und deren Tochtergesellschaften umfangreiche Sicherheiten an die Anleihegläubiger und Kreditgeber übertragen. Die Anleihebedingungen und Kreditvereinbarungen enthalten Klauseln, die den Anleihegläubigern sowie den Banken die Kündigung sowie die Verwertung der Sicherheiten im Fall der Nichteinhaltung von bestimmten Bedingungen gestatten, was wiederum negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnte (Eintrittswahrscheinlichkeit von sehr gering auf gering).

Trotz eines strengen Forderungsmanagement könnte es im Rahmen einer Wirtschaftskrise zu erhöhten Forderungsausfällen eines oder mehrerer Kunden kommen, was negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmensgruppe zur Folge hätte (Eintrittswahrscheinlichkeit hoch).

Als Teile der Wachstumsstrategie sind bei Board mehrere Projekte zur Errichtung von Werken an neuen Standorten und der Erneuerung von Werken an alten Standorten vorgesehen. Zur Initiierung eines Projektes wird innerhalb der Planungsphase eine Kostenberechnung durchgeführt und ein Budget festgelegt. Darin werden die gestiegenen Baukosten berücksichtigt. Durch unvorhergesehene Ereignisse oder zu spät festgestellte Budgetabweichungen kann es zu Mehrkosten kommen, welche wiederum negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmensgruppe zur Folge hätten (Eintrittswahrscheinlichkeit mittel).

Rechtsrisiken

Die Unternehmensgruppe ist im Rahmen der geschäftlichen Tätigkeit Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Ausgang von Rechtsstreitigkeiten und Verfahren negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmensgruppe haben könnte (Eintrittswahrscheinlichkeit mittel).

Risiken im Zusammenhang mit der Informationstechnologie

Die Prozesse innerhalb der Unternehmensgruppe, insbesondere auf den operativen Wertschöpfungsstufen sind hochautomatisiert und basieren auf einem umfangreichen Einsatz von Informationstechnologie. Neben Standardsoftware ist auch ein selbst entwickeltes ERP System (Wepaform) mit zahlreichen Schnittstellen im Einsatz. Sollte es zum Ausfall von einem oder mehreren Systemen oder von einer oder mehreren Komponenten kommen, könnte der Betriebsablauf erheblich gestört werden, was negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage haben könnte (Eintrittswahrscheinlichkeit hoch).

Darüber hinaus sind zielgerichtete Angriffe auf die IT-Systeme jederzeit möglich. Diese können verschiedene, schwerwiegende Folgen haben wie zum Beispiel Produktionsausfälle, Erpressung, Reparaturkosten, Datenverlust, Datenschutzverstöße, Kundenverlust oder Reputationsverlust. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird aufgrund der Cyber-Attacken Entwicklung als mittel angesehen.

Umweltrisiken

Im Rahmen der Produktion und des Transports von Wellpappe und Wellpappenrohpapier werden fossile Brennstoffe benötigt. Die neuen Werke in der Unternehmensgruppe werden unter der Berücksichtigung einer hohen Energieeffizienz und geringem Ressourcenverbrauch geplant. Durch ein implementiertes Umweltmanagement werden in den Bestandswerken fortlaufend Produktionsprozesse überprüft und Investitionen für eine Steigerung der Energieeffizienz getätigt. Im Rahmen des bestehenden Klimazielplans 2030 der europäischen Kommission, sowie des daraus resultierenden Klimaschutzplans 2050 der Bundesregierung, ist es nicht ausgeschlossen, dass die Unternehmensgruppe mit weiteren oder höheren Abgaben belastet wird, was negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Progroup haben könnte. Die verschärften Bestrebungen der Europäischen Kommission bei ihrem Nachhaltigkeitsziel („European Green Deal“) führten im vergangenen Jahr, zusammen mit den Zielen der Bundesregierung auf diesem Gebiet, zu einer deutlichen Erhöhung der Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos und bleiben weiterhin auf diesem Niveau (Eintrittswahrscheinlichkeit hoch).

Entsorgungsrisiken

In der Vergangenheit wurde die Produktionskapazität der PM2 zeitweise durch limitierte Möglichkeiten zur Abwassereinleitung in das öffentliche Netz aufgrund von technischen Problemen des ansässigen Entsorgers (Trinkwasser- und Abwasserzweckverband Oderaue -TAZV-) vermindert. Am Produktionsstandort Eisenhüttenstadt steht keine alternative Abwasserentsorgungsmöglichkeit zur Verfügung. Sollte die einleitbare Abwassermenge Beschränkungen unterliegen oder zeitweise keine Einleitung möglich sein, könnte sich dies negativ auf die Produktionsmenge an Wellpappenrohpapier innerhalb des Konzerns und damit auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken (Eintrittswahrscheinlichkeit mittel).

b) Chancenbericht

Im Chancenbericht sind die Chancen zu Kategorien gleichartiger Chancen zusammengefasst. Die Chancen sind im Wesentlichen unverändert im Vergleich zum Vorjahr.

Unternehmensstrategische Chancen

Durch die Positionierung in den wesentlichen Märkten erwartet die Unternehmensgruppe auch für die Zukunft überdurchschnittliche Wachstumsraten.

Durch den Anlauf des neuen Wellpappwerks PW14 in Polen (Strykow), den Bau des neuen Wellpappwerk PW15 in Deutschland (Petersberg), sowie dem Bau des neuen EBS Kraftwerks (Sandersdorf-Brehna) und des neuen Wellpappformatwerks PW16 in Italien (Cessalto) legt die Unternehmensgruppe einen bedeutenden Grundstein für weiteres Wachstum und eröffnet die Chance seine jeweiligen Marktanteile deutlich auszubauen und unabhängiger vom Energiemarkt zu werden.

Margenvolatilität

Die hohe Nachfrage und die Verknappung der Rohstoffe haben zu einem starken Preisanstieg in 2021/2022 geführt. Nach gestiegenen Margen in 2021 und 2022 wird mittelfristig die Rückkehr auf ein normales, kurzfristig auf ein unterdurchschnittliches Margenniveau auf dem Wellpappenrohpapiermarkt erwartet. Dieser Angleichungsprozess wurde bereits 2023 begonnen. Dies wurde getrieben durch eine reduzierte Nachfrage aufgrund der unklaren wirtschaftlichen Entwicklung in Europa verbunden mit Inflation und weiterhin teuren Energie-/ Rohstoffpreisen.

c) Prognosebericht

Konjunkturelle Rahmenbedingung

Gemäß der letzten veröffentlichten „IW-Konjunkturprognose Winter 2023“ des Instituts der deutschen Wirtschaft, sind die Aussichten für die Weltkonjunktur aufgrund der weiterhin instabilen geopolitischen Lage, der restriktiven Geldpolitik und den volatilen Energiepreisen eingetrübt. Vor allem die globale Industriekonjunktur hat sich deutlich abgeschwächt. In vielen Ländern deuten Vorlaufindikatoren auf eine schwache wirtschaftliche Dynamik hin. Aufwärtsrevisionen in den USA und Japan im Jahr 2023 sprechen zugleich für eine zunehmend heterogene Entwicklung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften. Insgesamt wird die Weltwirtschaft im Jahr 2024 mit einem ähnlichen Expansionstempo wie im Jahr 2023 von 2,5 Prozent zulegen. Beim globalen Warenhandel ist von einer Erholung 2024 mit einem Wachstum von 1 Prozent auszugehen, nach einer Schrumpfung um 1,5 Prozent in 2023.

Laut der „Konjunkturprognose Winter 2023“ der ifo ist die Finanzpolitik im laufenden Jahr nochmals leicht expansiv ausgerichtet. Haupttreiber dafür sind Maßnahmen im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Energiekrise. In den kommenden beiden Jahren ist der finanzpolitische Kurs mit hoher Unsicherheit behaftet. Die vorliegende Prognose geht von der Annahme aus, dass ungeachtet der Haushaltslücke alle bisher geplanten finanzpolitischen Maßnahmen umgesetzt werden. Das Finanzierungsdefizit des Staates wird dann von 77 Mrd. Euro bzw. 1,9% des nominalen Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2023 auf 48 Mrd. Euro bzw. 1,1% des nominalen Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2025 sinken. Im Euroraum hat sich die Konsumnachfrage der privaten Haushalte angesichts der ungünstigeren Reallohnentwicklung abgeschwächt. Zudem belastet der Energiepreisschock des Vorjahres noch die Industriekonjunktur, vor allem in den industriestarken Regionen Mitteleuropas. Das Bruttoinlandsprodukt in der Welt zeigt nach dem vergangenen Jahr einen weiteren Anstieg. Alles in allem dürfte sich der Zuwachs der Weltproduktion von 2,7% im laufenden auf 2,0% im kommenden und 2,3% im Jahr 2025 verringern.

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Der Markt für Wellpappe verläuft erfahrungsgemäß weitestgehend parallel zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts. Im Jahr 2021 kam es zu einer erhöhten Nachfrage nach Wellpappe, die deutlich über dem BIP-Wachstum lag. In den Jahren 2022 und 2023 zeigte sich eine gegenläufige Entwicklung, indem die Wellpappnachfrage deutlich hinter der BIP Entwicklung zurückblieb und zu einer Mengen- und Margenreduzierung führte. Zukünftig wird wieder mit einer Stabilisierung der Nachfrage auf dem Niveau des BIP Wachstums oder leicht darüber gerechnet.

Strategische Ziele und Schwerpunkte

Der Geschäftsführung sieht mittel- und langfristig für die Unternehmensgruppe gute Wachstumspotentiale, da die Nachfrage nach Wellpappe seiner Einschätzung nach wieder steigen wird. Besonderer Wachstumstreiber im Bereich Wellpappe ist weiterhin der osteuropäische Markt. Durch den Hochlauf des dritten Werkes in Polen sowie den geplanten Aufbau eines zweiten Standorts in Italien und in Deutschland werden nachhaltig Wachstumsmöglichkeiten von Board in Europa geschaffen.

Am Standort Strykow in Polen startete Anfang 2023 das dritte polnische Werk die Produktion. Dies baut die Marktpositionierung und die Wachstumsmöglichkeiten im polnischen Markt weiter aus.

Der strategische Fokus liegt neben der optimalen Ausnutzung der vorhandenen Produktionskapazitäten sowie der Aufrechterhaltung des hohen Integrationsgrades auch weiterhin in der Schaffung neuer Kapazitäten bei Board sowie der weiteren Optimierung der Kostenstrukturen mit Fortsetzung der Digitalisierung von Prozessen.

Voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung

Die Unternehmensgruppe verfügt über ein breites Kundenspektrum, das in einem volatilen Branchenumfeld weiter zu entwickeln ist.

Die maximale Produktionskapazität konnte für PM3 bislang noch nicht komplett ausgeschöpft werden und somit bestehen noch weitere verfügbare Papiervolumen, womit auch die externe aber auch die interne Absatzmenge von Wellpappenrohpapier weiter zunehmen kann.

Unsicherheiten bestehen bei den für die Unternehmensgruppe wichtigen Währungsrelationen, beim Wertverhältnis vom Euro zu PLN, CZK und GBP. Daneben bestehen Unsicherheiten bei der künftigen Entwicklung der Rohstoffpreise wie bspw. der Preise für Altpapier und Energiepreise, da diese aufgrund der üblicherweise hohen Volatilität nur schwer zu prognostizieren sind und teilweise durch Hedging mitigiert werden können. Diese Risiken betreffen die ganze Branche und spiegeln sich in den Verkaufspreisen der Branche wider.

Insgesamt ist das Geschäftsjahr 2023 mit den Auswirkungen aufgrund des Russland-Ukraine Kriegs gekennzeichnet. Das reduzierte Wirtschaftswachstum der europäischen Volkswirtschaften führte zu Überkapazitäten und zu reduzierten Verkaufspreisen. Hieraus resultiert, dass Umsatz und EBITDA unter den Erwartungen verliefen. Trotz des Rückgangs bei der Marktnachfrage konnte die Unternehmensgruppe den Absatz Wellpappe gegenüber Vorjahr um 4,3% steigern, die Absatzentwicklung bei Papier blieb mit -0,3% auf Vorjahresniveau. Die Absatzprognosen konnten aufgrund rückläufiger Nachfrage infolge der gesamtwirtschaftlichen Verunsicherung mit Rückgang des Versandhandels nicht erreicht werden. Unter Annahme einer zumindest anhaltenden weiteren Entwicklung des allgemeinen wirtschaftlichen Umfelds und des erwarteten mittelfristigen Anstiegs des Bruttoinlandsprodukts gehen wir für die Unternehmensgruppe auch für 2024 und 2025 von einem Absatzwachstum im Bereich Wellpappe über dem Durchschnitt des Referenzmarktes aus. Für die beiden kommenden Jahre wird ein Absatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich erwartet. Hinsichtlich des Umsatzes 2024 wird durch das angenommene steigende Mengenwachstum bei Board mit einem Anstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich gerechnet. Nach einem niedrigen Preisniveau für Altpapier in 2023, wird für das kommende Jahr mit einem Rohstoffpreisniveau in Höhe des durchschnittlichen Niveaus des Jahres 2023 gerechnet. Daneben wird mit einer Steigerung der Personalkosten im oberen einstelligen Prozentbereich gerechnet, welche im Wesentlichen mit dem weiteren Kapazitätsaufbau einhergeht. Bei den Absatzpreisen rechnen wir im Laufe des Jahres 2024 mit einer moderaten Steigerung.

Der Umsatz der Unternehmensgruppe wird in 2024 voraussichtlich einen Anstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich aufweisen, was zu einem prognostizierten Umsatz von rund 1.386 Mio. € führen wird. Das EBITDA des Jahres 2024 wird einen weiteren Rückgang im unteren zweistelligen Prozentbereich (10-20%) aufweisen. Nach einer EBITDA -Marge von rund 15% in 2023 wird für das Folgejahr marktbedingt (Post Corona Effekte) vorübergehend mit einem EBITDA unter Vorjahr, jedoch in einem 3 -stelligen Millionen Bereich, gerechnet. Das Jahresergebnis der Unternehmensgruppe wird unter den getroffenen Annahmen in 2024 voraussichtlich einen Rückgang im höheren zweistelligen Prozentbereich (60-70%) aufweisen. Der für das nächste Jahr erwartete Nettoverschuldungsgrad wird nach einem wieder gestiegenen Wert in 2023, weiter deutlich über dem abgelaufenen Geschäftsjahr liegen. Bei der Eigenkapitalquote wird mit einer leichten Verbesserung im unteren einstelligen Prozentpunktebereich gerechnet. Aufgrund des üblicherweise engen Zusammenhangs der Entwicklung von Wellpappenrohpapier- und Wellpappenmärkten mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der immer auch mit Unsicherheiten behafteten Erwartungen hierzu sowie der Risiken bezüglich der Kapazitätsentwicklung in der Branche, ist die Prognose jedoch nur bedingt belastbar und es ist zu beachten, dass sich hieraus erhebliche Preis-, Mengen- und Margenrisiken ergeben, was unter anderem zu den im Risikobericht genannten Herausforderungen führen kann.

 

Neustadt an der Weinstraße, den 7. Oktober 2024

- Geschäftsführung-

Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.838.755,96 26.193.428,82
2. Geleistete Anzahlungen 23.000,00 0,00
19.861.755,96 26.193.428,82
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 434.413.227,15 391.356.427,57
2. Technische Anlagen und Maschinen 579.979.830,92 612.377.642,88
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.727.136,98 17.451.091,94
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 241.429.759,02 165.128.482,29
1.273.549.954,07 1.186.313.644,68
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 2.000,00 2.000,00
2. Wertpapiere 60.000.150,00 0,00
60.002.150,00 2.000,00
1.353.413.860,03 1.212.509.073,50
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 114.639.858,65 103.291.717,33
2. Unfertige Erzeugnisse 47.378.021,47 67.996.482,39
3. Fertige Erzeugnisse 8.548.092,36 7.839.612,69
4. Geleistete Anzahlungen 26.158,36 2.272.419,15
170.592.130,84 181.400.231,56
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 133.125.491,19 178.840.424,45
2. Sonstige Vermögensgegenstände 57.569.365,70 45.877.486,35
190.694.856,89 224.717.910,80
III. Wertpapiere 37.335.577,08 85.866.308,10
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 131.979.289,13 175.215.589,56
530.601.853,94 667.200.040,02
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.081.595,78 1.664.081,87
D. Aktive latente Steuern 11.755.136,14 6.484.000,00
E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 55.106,00 55.869,00
1.896.907.551,89 1.887.913.064,39
31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 3.460.539,90 3.460.539,90
III. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung 4.009.831,52 -6.764.210,10
IV. Konzernbilanzgewinn 689.591.187,27 658.317.778,82
V. Anteile anderer Gesellschafter 61.120.645,29 57.880.003,15
759.182.203,97 713.894.111,77
B. Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 29.773.052,83 32.304.777,59
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 180.545,00 159.237,00
2. Steuerrückstellungen 70.666.742,15 60.277.655,23
3. Sonstige Rückstellungen 94.044.201,52 103.068.641,21
164.891.488,67 163.505.533,44
D. Verbindlichkeiten
1. Anleihen 600.000.000,00 600.000.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 190.983.647,51 241.320.010,20
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 100.552.117,22 89.868.929,73
4. Sonstige Verbindlichkeiten 18.674.686,72 20.656.403,49
910.210.451,45 951.845.343,42
E. Rechnungsabgrenzungsposten 1.150.413,95 1.600.551,42
F. Passive latente Steuern 31.699.941,02 24.762.746,75
1.896.907.551,89 1.887.913.064,39

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1.1.-31.12.2023 1.1.-31.12.2022
1. Umsatzerlöse 1.320.304.580,72 1.759.467.473,18
2. Erhöhung (+)/Verminderung (-) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -19.909.981,25 10.156.697,23
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 4.565.163,36 3.964.402,18
4. Sonstige betriebliche Erträge 54.691.842,43 34.151.288,96
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 568.059.096,09 758.851.427,43
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 229.615.479,26 257.793.485,27
797.674.575,35 1.016.644.912,70
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 104.548.609,77 104.691.846,67
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 19.599.980,03 17.592.486,13
124.148.589,80 122.284.332,80
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 118.116.453,94 114.592.698,54
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 4.212.127,61
118.116.453,94 118.804.826,15
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 236.779.166,90 255.765.848,02
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.519.336,38 2.748.003,53
10. Abschr. auf Finanzanl. & auf Wertp. d. UV 0,00 2.493.841,90
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 25.024.206,62 26.238.041,15
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 27.731.368,18 68.932.324,30
13. Ergebnis nach Steuern 35.696.580,85 199.323.738,06
14. Sonstige Steuern 1.793.355,91 1.738.354,43
15. Konzernjahresüberschuss 33.903.224,94 197.585.383,63
16. Konzerngewinnvortrag 01.01. nach Gewinnverwendungsbeschluss 658.317.778,82 478.447.109,72
17. Anteile anderer Gesellschafter am Konzerngewinn -2.629.816,49 -17.714.714,53
18. Konzernbilanzgewinn 689.591.187,27 658.317.778,82

Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
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1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss einschließlich Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschafter) 33.903 197.585
Abschreibungen (+) auf Gegenstände des Anlagevermögens 118.117 114.593
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen -9.003 17.674
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/ Erträge (-) -519 2.309
Zunahme (-)/ Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 45.413 -37.950
Zunahme (+)/ Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 886 -9.607
Zinsaufwendungen (+)/Zinserträge (-) 19.505 23.490
Aufwendungen/Erträge aus außergewöhnlichen Posten -305 14
Ertragsteueraufwand (+)/-ertrag (-) 27.731 68.932
Ertragsteuerzahlungen (-) -16.523 -14.058
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 219.205 362.982
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens und des immateriellen Anlagevermögens 0 357
Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -427 -5.732
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen -178.955 -133.914
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -9.903 0
Auszahlungen (-) aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 0 -88.360
Erhaltene Zinsen 5.220 1.909
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -184.065 -225.740
3. Cashflow aus Finanzierungstätgikeit
Einzahlungen (+) aus der Begebung von Anleihen u. der Aufnahme von Krediten 60.000 0
Auszahlungen (-) aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -110.206 -29.344
Auszahlungen (-) im Zusammenhang mit Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung -2.194 0
gezahlte Zinsen (-) -24.884 -25.700
gezahlte Dividenden (-) an Minderheitsgesellschafter -448 -7.165
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -77.732 -62.209
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -42.592 75.033
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -645 -1.337
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 175.216 101.520
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 131.979 175.216
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 131.979 175.216
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 131.979 175.216

Entwicklung des Konzerneigenkapitals per 31. Dezember 2023

Eigenkapital des Mutterunternehmes
Rücklagen
Kapitalrücklagen
Gezeichnetes Kapital nach § 272 II Nr. 1 -3 HGB nach § 272 II Nr. 4 HGB Summe
T€ T€ T€ T€
1. Januar 2022 1.000 995 2.466 3.461
Dividendenausschüttung
Konzernjahresüberschuss 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0
31. Dezember 2022 1.000 995 2.466 3.461
1. Januar 2023 1.000 995 2.466 3.461
Dividendenausschüttung
Konzernjahresüberschuss 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0
31. Dezember 2023 1.000 995 2.466 3.461
Eigenkapital des Mutterunternehmes
Summe
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Konzernbilanzgewinn
T€ T€ T€
1. Januar 2022 -5.392 478.447 477.515
Dividendenausschüttung 0 0
Konzernjahresüberschuss 179.871 179.871
Währungsumrechnung -1.372 0 -1.372
0
31. Dezember 2022 -6.764 658.318 656.014
1. Januar 2023 -6.764 658.318 656.014
Dividendenausschüttung 0 0
Konzernjahresüberschuss 31.274 31.274
Währungsumrechnung 10.774 0 10.774
0
31. Dezember 2023 4.010 689.592 698.062
Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldiffe renz aus Währungsumrec hnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldiffe renz aus Währungsumrec hung Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag Summe
T€ T€ T€ T€
47.996 -530 0 47.465
-7.165 0 0 -7.165
1. Januar 2022 0 0 17.715 17.715
Dividendenausschüttung 0 -135 0 -135
Konzernjahresüberschuss 40.830 -665 17.715 57.880
Währungsumrechnung 40.830 -665 17.715 57.880
-448 0 0 -448
31. Dezember 2022 0 0 2.630 2.630
1. Januar 2023 0 1.059 0 1.059
Dividendenausschüttung 40.381 394 20.345 61.121
Konzernjahresüberschuss
Währungsumrechnung
31. Dezember 2023
Konzern-eigenkapital Summe
T€
524.981
-7.165
1. Januar 2022 197.585
Dividendenausschüttung -1.507
Konzernjahresüberschuss 713.894
Währungsumrechnung 713.894
-448
31. Dezember 2022 33.903
1. Januar 2023 11.833
Dividendenausschüttung 759.182
Konzernjahresüberschuss
Währungsumrechnung
31. Dezember 2023

HANDELSREGISTER LUDWIGSHAFEN AM RHEIN, HRB NR. 60814

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

A. ALLGEMEINE ANGABEN

Der Konzernabschluss der JH-Holding GmbH, bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzernanhang, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzern-Eigenkapitalspiegel ist nach den anzuwendenden Vorschriften des Ersten und Zweiten Abschnitts des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Vorjahreszahlen sind als Vergleich beigefügt.

Im Interesse einer größeren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Konzernbilanz bzw. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Angaben und Vermerke, die wahlweise in der Konzernbilanz bzw. der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder im Konzernanhang gemacht werden können, insgesamt im Konzernanhang aufgeführt.

Soweit einzelne Posten der Konzernbilanz und/oder der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zur Gewährung einer besseren Übersichtlichkeit außerdem im Rahmen der gesetzlichen Regelungen zusammengefasst sind, wird die Zusammensetzung dieser Posten im Konzernanhang dargestellt.

Der Ausweis sowie die Vorjahreswerte der latenten Steuern wurden im Berichtsjahr angepasst. Für näheres hierzu siehe Abschnitt F.

B. WESENTLICHE GESCHÄFTSVORFÄLLE

I. Investitionen in ein neues Progroup Board-Werk in Deutschland

Die Bauarbeiten für das künftige Wellpappformatwerk PW15 in Petersberg/ Höheischweiler (Rheinland-Pfalz) konnten im GJ 2023 erfolgreich fortgesetzt werden. Der Produktionsstart am neuen Standort ist für August 2024 vorgesehen. Die moderne Produktionsstätte wird direkt neben dem Werk des Verpackungsherstellers G&G Preißer errichtet. Durch die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen wird auf dem Gelände ein neuer Verpackungspark entstehen. Der benachbarte Verpackungshersteller erhält durch eine direkte Anbindung die benötigten Wellpappformate Just in time. Die Bilanzposition Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau enthalten am Bilanzstichtag Beträge in Höhe von ca. € 94,3 Mio, die aus den Baumaßnahmen der PW15 resultieren.

II. Investitionen in ein neues Progroup Power 2 Kraftwerk

Die Bauarbeiten für das künftige Waste-to-Energy Kraftwerk in Sandersdorf - Brehna (Sachen) konnten in GJ 2023 erfolgreich fortgesetzt werden. Der Produktionsstart am neuen Standort ist für Sommer 2025 vorgesehen. Das neue Kraftwerk entsteht neben dem eigenen Papierwerk Progroup Paper PM3 GmbH. Der Anteile an der Bilanzposition Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau zum Bilanzstichtag beträgt ca. € 73,0 Mio.

III. Produktionsstart des neuen Progroup Board-Werk in Polen

Die zum 31.12.2022 bei der Progroup Board Sp.z.o.o. aktivierten Anlagen im Bau in Höhe von € 76,6 Mio., welche im Wesentlichen aus dem Werk PW14 in Strykow Polen resultierten, wurden im Januar 2023 in die korrespondierenden Anlagenklassen umgebucht und damit begann gleichzeitig der Abschreibungslauf für diese. Der Produktionsstart wurde Anfang 2023 erfolgreich durchgeführt.

IV. Investitionen in ein neues Progroup Board-Werk in Italien

Die Bauarbeiten für das künftige Wellpappformatwerk PW16 in Cessalto/ Treiso (Venetien) konnten im GJ 2023 begonnen werden. Die Inbetriebnahme des neuen Standorts ist für die zweite Hälfte des GJ 2025 vorgesehen. Die Bilanzposition Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau enthalten am Bilanzstichtag Beträge in Höhe von ca. € 26,4 Mio, die aus den Baumaßnahmen der PW16 resultieren.

V. Verwendung des Bilanzgewinns des Vorjahres der Progroup AG

Mit Datum vom 14. Juni 2023 hat die Hauptversammlung beschlossen, aus dem im Jahresabschluss der Progroup AG für das Geschäftsjahr 2022 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 519.147.110,55 eine Dividende in Höhe von (brutto) EUR 0,66 je dividendenberechtigter Aktie, insgesamt also einen Betrag von (brutto) EUR 5.008.235,76 an die Aktionäre auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von EUR 514.138.874,79 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

VI. Gewinnausschüttung an die Gesellschafter

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte keine Ausschüttung an die Gesellschafter der JH-Holding GmbH (Vorjahr: T€ 0).

C. KONSOLIDIERUNGSKREIS

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen sind in Abschnitt F. III. 3. des Konzernanhangs dargestellt.

Der Konsolidierungskreis wurde gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2022 um die im Jahr 2023 neu gegründete JHH Property GmbH in Neustadt an der Weinstraße und ihre Tochtergesellschaft JHH Property s.r.l., Mailand, Italien sowie um Progroup Paper PM4 GmbH, Frankfurt am Main erweitert.

D. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Die Kapitalkonsolidierung wird für Beteiligungen, die bis zum 31. Dezember 2009 erworben wurden, entsprechend Art. 66 Abs. 3 EGHGB weiterhin nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a.F. durch Verrechnung der Anschaffungskosten der Beteiligungen mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen durchgeführt.

Für Beteiligungen, die nach dem 31. Dezember 2009 erworben wurden, erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB n.F. Hiernach erfolgt die Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Wert des Eigenkapitals, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten zum Erwerbszeitpunkt entspricht.

Die unmittelbare Tochtergesellschaft Progroup AG, Offenbach a. d. Queich, erstellt selbst einen handelsrechtlichen Konzernabschluss. Soweit die Erstkonsolidierungszeitpunkte von Tochterunternehmen der Progroup AG mit denen aus Sicht der JH-Holding GmbH identisch sind, wurde bei der Kapitalkonsolidierung einzelner Tochtergesellschaften auf diesen Konzernabschluss zurückgegriffen.

Hinzuerwerbe von Anteilen an bereits voll konsolidierten Tochterunternehmen werden aus Konzernsicht als Kapitalvorgang abgebildet. Entsprechend werden die Anschaffungskosten der weiteren Anteile mit dem hierauf entfallenden Anteil anderer Gesellschafter am Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs dieser Anteile verrechnet und ein resultierender Unterschiedsbetrag erfolgsneutral mit dem Konzerneigenkapital verrechnet.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Unternehmen wurden verrechnet. Dabei wurden Forderungen und Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 888.668 erfolgsneutral eliminiert.

Aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten zwischen konsolidierten Unternehmen wurden in Höhe von T€ 3.347 erfolgsneutral eliminiert.

Die Eliminierung von Zwischenergebnissen aus Papierlieferungen der Progroup Paper PM1 GmbH, Progroup Paper PM2 GmbH und der Progroup Paper PM3 GmbH an die verbundenen Unternehmen ist im Geschäftsjahr 2023 um T€ 5.931 zurückgegangen.

Konzerninterne Umsätze sowie die konzerninternen sonstigen betrieblichen Erträge und Zinserträge wurden mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Dabei wurden Aufwendungen und Erträge in Höhe von T€ 850.286 miteinander verrechnet.

Auf erfolgsneutrale Erstkonsolidierungsmaßnahmen und auf erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen werden grundsätzlich latente Steuern gebildet. Erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen sind in 2023 ausschließlich Zwischengewinneliminierungen. Auf die Zwischengewinneliminierungen in Höhe von T€ 744 (Vorjahr: T€ 6.675) wurde eine aktive latente Steuer von T€ 222 (Vorjahr: T€ 1.991) gebildet.

E. WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

I. Angabe der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Die Immateriellen Vermögensgegenstände werden über eine Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- und Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die Anschaffungskosten umfassen Aufwendungen, die geleistet werden, um einen Vermögensgegenstand zu erwerben und ihn in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen, soweit sie dem Vermögensgegenstand einzeln zugeordnet werden können. Die Herstellungskosten umfassen, soweit vorhanden, Materialkosten, Fertigungskosten und Sondereinzelkosten der Fertigung, angemessene und notwendige Materialgemeinkosten und Fertigungsgemeinkosten, Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung. Zinsen für Fremdkapital wurden ebenfalls in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfielen.

Die Abschreibungen erfolgen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Gebäude werden über eine Nutzungsdauer von 33 Jahren, Maschinen und Anlagen über eine Nutzungsdauer von 3 - 25 Jahren sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung über eine Nutzungsdauer von 3 - 8 Jahren abgeschrieben.

Geleistete Anzahlungen werden mit dem Nennwert bilanziert.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder im Falle einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Investitionszuschüsse werden auf der Passivseite mit dem Nominalwert unter dem Sonderposten „Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen“ gesondert ausgewiesen und entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aufgelöst

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis € 250,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Selbständig nutzungsfähige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen € 250,00 und € 1.000,00 werden im Anschaffungsjahr in einen Sammelposten eingestellt, der über 5 Jahre gewinnmindernd aufgelöst wird.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu tatsächlichen Anschaffungskosten oder unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu niedrigeren Tageswerten am Abschlusstag bewertet. Unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden auch Maschinenersatzteile ausgewiesen. Für veraltete, gebrauchte, beschädigte und schwergängige Bestände werden angemessene Bewertungsabschläge vorgenommen. Für veraltete, gebrauchte oder schwergängige Ersatzteilbestände wurden pauschale Bewertungsabschläge in Höhe von T€ 10.951 (Vorjahr: T€ 11.016) vorgenommen.

Unfertige und Fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen, soweit vorhanden, Materialkosten, Fertigungskosten und Sondereinzelkosten der Fertigung, angemessene und notwendige Materialgemeinkosten, Fertigungsgemeinkosten, den durch die Fertigung veranlassten Werteverzehr des Anlagevermögens sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung und für betriebliche Altersversorgung. Fremdkapitalzinsen sind in den Herstellungskosten nicht enthalten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie die übrigen Aktiva werden mit dem Nennwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden in voller Höhe abgeschrieben.

Zur Abdeckung des allgemeinen Risikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten und um die Umsatzsteuer verminderten Inlands- und Auslandsforderungen in Höhe von 1 % gebildet.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögen werden mit Anschaffungskosten oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Bewertung des Kassenbestands und der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zu Nominalwerten.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Bewertung des aktiven Unterschiedsbetrags aus der Vermögensverrechnung erfolgt als Residualgröße aus der Verrechnung der mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewertenden Vermögensgegenstände des Deckungsvermögens mit dem Betrag der Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtung.

Das gezeichnete Kapital wird zu seinem Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Für ungewisse Verbindlichkeiten dem Grunde und/ oder der Höhe nach sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften werden Rückstellungen passiviert. Alle bis zum Abschlussstichtag entstandenen und bis zum Tag der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken sind berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre, Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Weitere Angabe siehe Abschnitt F.

In Deutschland wurde im Jahr 2023 das Mindeststeuergesetz (MindStG) verabschiedet, welches der Umsetzung der Richtlinie der (EU) 2022 / 25234 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung dient, die auf dem OECD Pillar Two Model basiert. Nach dem derzeitigen Stand der Analysen hinsichtlich der möglichen Auswirkungen der Pillar-Two-Regelungen auf die Gesellschaften der JH-Holding-Gruppe wird zukünftig grundsätzlich keine Steuermehrbelastung aus der nationalen Ergänzungssteuer entfallen, da sie weder oberste Muttergesellschaft noch Gruppenträgerin der Mindeststeuergruppe im Sinne der § 3 MinStG ist. Daher geht die JH-Holding Gruppe, davon aus, dass sich aus der Erstanwendung der Vorschriften zur globalen Mindestbesteuerung (Pillar Two Regelungen) für das Geschäftsjahr 2024 keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben werden.

II. Angaben zur Währungsumrechnung

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, liquide Mittel sowie Rückstellungen und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währungen lauten, werden unterjährig in Euro umgerechnet. Zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung zum Devisenkassamittelkurs des 31. Dezember 2023 wobei entsprechend § 256a HGB bei Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von über einem Jahr das Niederst- bzw. Höchstwertprinzip beachtet wird.

Aus der Umrechnung entstehende Kursgewinne bzw. Kursverluste werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.

Die Umrechnung von Jahresabschlüssen ausländischer Tochterunternehmen erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode entsprechend § 308a HGB.

Die aus der Währungsumrechnung resultierenden Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung wurden erfolgsneutral in der Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung erfasst.

F. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN VON KONZERNBILANZ UND KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben ein kalenderjahrgleiches Geschäftsjahr.

I. Konzernbilanz

1. Anlagevermögen

Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Progroup Power 1 GmbH in 2015 wurde im Rahmen der Kapitalkonsolidierung und der damit verbundenen Neubewertung neben dem erworbenen Anlagevermögen eine Betriebslizenz mit einem Anschaffungswert von T€ 23.894 erworben, die seit 2015 mit einer Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben wird. Zum Bilanzstichtag beträgt der Restbuchwert T€ 4.814 bei einer Restlaufzeit von 2 Jahren.

Die Aufgliederung der in der Konzernbilanz erfassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr werden im Anlagespiegel als Anlage zum Anhang gesondert dargestellt.

Der Wert der geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau zum 31. Dezember 2023 beträgt € 241,4 Mio. (Vorjahr: € 165,1 Mio.) und resultiert im Wesentlichen aus dem Progroup Board Werk in Petersberg (Rheinland-Pfalz) in Deutschland € 94,3 Mio. (Vorjahr € 29,7 Mio.), dem im Bau befindlichen Waste-to-Energy Kraftwerks in Sandersdorf-Brehna € 73,0 Mio. (Vorjahr € 9,6 Mio.) und dem im Bau befindlichen Progroup Board Werk in Cessalto (Italien) € 26,4 Mio. (Vorjahr € 9,5 Mio.).

Im Vorjahr war das neue Progroup Board Werk PW14 aus Strykow / Polen in Höhe € 76,6 Mio. in der Bilanzposition Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau enthalten, welches im Januar 2023 den Produktionsbetrieb aufgenommen hat.

In der Position Finanzanlagen werden Wertpapiere ausgewiesen. Hierbei handelt es sich um im Vorjahr gekaufte Fondanteile im Wert von € 60,0 Mio., die zum Nennwert angesetzt wurden. Eine Bewertung zum Stichtagsbörsenkurs zum 31.12.2023 ergab einen über dem Nennwert liegenden Wert. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis noch im Umlaufvermögen. Nach neuer Einschätzung sind diese als langfristige Anlage geplant und wurden entsprechend umgegliedert. Die im Vorjahr aufgrund des strengen Niederstwertprinzips vorgenommene Abwertung in Höhe von T€ 1.566 wurde im GJ vollumfänglich zugeschrieben.

2. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

In den ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind analog Vorjahr keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten.

Des Weiteren sind in den sonstigen Vermögensgegenständen Vorsteuererstattungsansprüche in Höhe von T€ 265 (Vorjahr: T€ 112) enthalten, die entsprechend der steuerrechtlichen Vorschriften erst nach dem Bilanzstichtag entstehen.

3. Wertpapiere des Umlaufvermögens

In der Position Wertpapiere (T€ 37.336 (Vorjahr: T€ 85.866)) werden einerseits die zum Nennwert von € 32 Millionen zurückgekauften eigene Anleihen zum 31.12.2023 mit dem Wert in Höhe von T€ 28.360 bilanziert. Andererseits werden gekaufte Fondanteile zum 31.12.2023 in Höhe von T€ 8.976 (Vorjahr: T€ 58.434) ausgewiesen. Darüber hinaus erfolgte im GJ eine Umgliederung von Fondsanteilen in die Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von € 60,0 Mio. (vgl. hierzu F. I. 1.).

4. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beträgt im Geschäftsjahr T€ 1.082 (Vorjahr: T€ 1.664).

5. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt zum 31. Dezember 2023 € 1.000.000.

Der Konzernbilanzgewinn in Höhe von T€ 689.591 (Vorjahr T€ 658.318) enthält einen Konzerngewinnvortrag von T€ 658.318 (Vorjahr T€ 478.447).

Das Ausschüttungspotenzial richtet sich nach dem Jahresabschluss der Gesellschaft. Satzungsmäßige Ausschüttungssperren sind nicht gegeben. Gesetzliche Ausschüttungssperren bestehen auf Ebene der Muttergesellschaft nicht.

Die Entwicklung des Eigenkapitals unter Berücksichtigung der im Geschäftsjahr erfolgten Transaktionen mit Minderheitsgesellschaftern ist in der gesonderten Übersicht „Entwicklung des Konzerneigenkapitals 2023“ dargestellt.

6. Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen

Investitionszuschüsse sowie Tilgungszuschüsse zum Anlagevermögen werden als Sonderposten ausgewiesen und entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände zeitanteilig aufgelöst.

7. Pensionsrückstellungen

Der Betrag beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf T€ 181 (Vorjahr: T€ 159)

Die Pensionsrückstellungen wurden mit der PUC Methode (projected unit credit) unter Zugrundelegung der „Richttafeln 2018 G“ von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Rückstellung wurde pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Marktzinssatz der letzten zehn Jahre (10-Jahres-Durchschnittszinssatz) abgezinst, der sich bei einer pauschalen Restlaufzeit aller Verpflichtungen von 15 Jahren ergibt (§ 253 Absatz 2 Satz 2 HGB).

Zur Finanzierung abgeschlossene Rückdeckungsversicherungen wurden kongruent bewertet. So werden im Grundprinzip sogenannte „kongruente Teile“ der Verpflichtung bzw. der Rückdeckung in gleicher Höhe auf der Aktiv- und Passivseite der Bilanz angesetzt. Für den kongruenten Teil erfolgt beim Passivprimat der Ansatz mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag gemäß § 253 HGB.

Folgende Annahmen liegen der Bewertung der Pensionsrückstellung zu Grunde:

Rentendynamik: + 2,00 % (unverändert zu 2022)

Gehaltsdynamik: 0 % (unverändert zu 2022)

Zinssatz (10-Jahresdurchschnitt): 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %)

Zinssatz (7-Jahresdurchschnitt): 1,72 % (Vorjahr: 1,43 %)

Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 1.542 (10- Jahres Durchschnittszinssatz). Diese Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Als Deckungsvermögen wurde eine verpfändete Rückdeckungsversicherung klassifiziert. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens zum 31. Dezember 2023 erfolgt auf Basis der Mitteilung des Versicherers mit dem Aktivwert (T€ 1.597; entspricht dem Zeitwert). Der nach Verrechnung mit dem Buchwert der Pensionsrückstellung fehlende Betrag (T€ 55) wird auf der Aktivseite unter dem Posten „aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ ausgewiesen. Gewinnauswirkungen 2023:

Zinsaufwand aus der Pensionsrückstellung: T€ 29 (Vorjahr: T€ 31)

Zinsertrag aus dem Deckungsvermögen: T€ 31 (Vorjahr: T€ 33)

Der Saldo aus Zinsaufwendungen aus der Bewertung der Pensionsrückstellung (inklusive des Zinsänderungseffekts) über den Zinsertrag aus der Bewertung des Deckungsvermögens wurde im Finanzergebnis erfasst. Der Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung der Pensionsrückstellung mit dem 7-Jahres- Durchschnittszinssatz und dem 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes beträgt im Geschäftsjahr T€ 19 und unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Darüber hinaus bestehen zum Bilanzstichtag Pensionsverpflichtungen innerhalb der Progroup Board S.A.S, Douvrin, in Höhe von rund T€ 180.

8. Steuerrückstellungen

Steuerrückstellungen 2023 2022
T€ T€
Körperschaftsteuer 35.929 31.715
Gewerbesteuer 34.372 27.566
Sonstige Steuern 366 996
70.667 60.277

9. Sonstige Rückstellungen

In dem Posten sind folgende Rückstellungen enthalten:

Rückstellung für 2023 2022
T€ T€
Ausstehende Rechnungen 62.391 62.867
Personalaufwand (Tantieme, Sonderzahlungen, Abfindungen, Urlaubsverpflichtungen, Überstunden) 12.796 18.763
Noch zu gewährende Kundenboni 11.879 14.544
Jahresabschlusskosten, Rechts- und Beratungskosten, Archivierung 3.137 2.882
Unterlassene Instandhaltung, die voraussichtlich im 1. Quartal des Folgejahres nachgeholt wird. 2.431 2.651
Berufsgenossenschaft, Schwerbehindertenabgabe 1.410 1.362
94.044 103.069

10. Verbindlichkeiten

Restlaufzeit
unter 1 Jahr größer 1 Jahr davon mehr als 5 Jahre Insgesamt davon besichert
T€ T€ T€ T€ T€
Anleihen 0 600.000 0 600.000 600.000
Vorjahr 0 600.000 0 600.000 600.000
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 34.063 156.921 4.813 190.984 190.984
Vorjahr 31.413 209.907 17.438 241.320 241.320
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 100.552 0 0 100.552 0
Vorjahr 89.869 0 0 89.869 0
Sonstige Verbindlichkeiten 18.674 0 0 18.674 4.500
Vorjahr 20.656 0 0 20.656 4.500
Summe Verbindlichkeiten 153.289 756.921 4.813 910.210 795.484
Vorjahr 141.938 809.907 17.438 951.845 845.820

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf solche aus Steuern T€ 7.391 (Vorjahr: T€ 9.977) und auf solche im Rahmen der sozialen Sicherheit T€ 859 (Vorjahr: T€ 810).

Von den ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind insgesamt T€ 795.484 im Wesentlichen wie folgt besichert:

Verpfändungen der Aktien der Progroup AG sowie von Geschäftsanteilen der in den Konzernabschluss der Progroup AG einbezogenen wesentlichen Tochtergesellschaften (Progroup Board GmbH, Progroup Paper PM1 GmbH, Progroup Paper PM2 GmbH, Progroup Paper PM3 GmbH, Progroup Power 1 GmbH, Progroup Logistics GmbH, Progroup Board sp. z o.o., Progroup Board s.r.o., Progroup Board S.A.S, Progroup Board Ltd.)

Verpfändung von Bankguthaben der Progroup AG in Deutschland

Grundpfandrechte (d.h. Grundschulden bzw. Hypotheken) an wesentlichen Grundstücken und Immobilien von Progroup Board GmbH, Progroup Paper PM1 GmbH, Progroup Paper PM2 GmbH, Progroup Paper PM3 GmbH, Progroup Power 1 GmbH, Progroup Power 2 GmbH, Progroup Board sp. z o.o., und der Progroup Board s.r.o.

Sicherungsübereignung / Verpfändung von technischen Anlagen und Maschinen sowie von sonstiger Geschäftsausstattung von Progroup Board GmbH, Progroup Paper PM1 GmbH, Progroup Paper PM2 GmbH, Progroup Paper PM3 GmbH, Progroup Power 1 GmbH, Progroup Board sp. z o.o., Progroup Board s.r.o. und Progroup Board Ltd.

Neben der Unternehmensfinanzierung durch eine begebene Anleihe (€ 600 Mio. per 31.12.2023) besteht ein durch ein Bankenkonsortium eingeräumter Betriebsmittelkreditrahmen in Höhe von € 200 Mio. (Revolving Credit Facility). Zum 31. Dezember 2023 bestand keine Inanspruchnahme dieses Betriebsmittelkredites durch die Gesellschaft oder ihre Tochtergesellschaften. Es erfolgte in 2023 eine unterjährige Kündigung des in den Vorjahren bestehenden Betriebsmittelkreditrahmens (Super Senior Revolving Credit Facility) in Höhe von € 50 Mio.

Die Anleihe, die Revolving Credit Facility und die EUR-Darlehen sind durch oben genannte Sicherheiten grundsätzlich gleichrangig besichert.

Sicherheiten bestehen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen von üblichen Eigentumsvorbehalten.

Die Progroup AG hatte zum 31.12.2023 bei der IKB Deutsche Industriebank AG Darlehen in Höhe von insgesamt € 17,7 Mio., bei der Landesbank Baden-Württemberg Darlehen in Höhe von insgesamt € 21,3 Mio., bei der Erste Group Bank AG ein Darlehen in Höhe von € 20,6 Mio., bei der Landesbank Saar ein Darlehen in Höhe von € 11,0 Mio. sowie bei einem Bankenkonsortium bestehend aus IKB Deutsche Industriebank AG und DZ Bank AG ein Darlehen in Höhe von € 60 Mio. in Anspruch genommen.

Die Progroup Paper PM3 GmbH hat ein Darlehen bei der Landesbank Saar (Stand 31. Dezember 2023: € 10,9 Mio.), ein Darlehen bei der IKB Deutsche Industriebank AG (Stand 31. Dezember 2023: € 10,9 Mio.) und drei Darlehen bei der Commerzbank AG (Stand 31. Dezember 2023: € 38,6 Mio.).

11. Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Dieser Posten beträgt zum 31. Dezember 2023 T€ 1.150 (Vorjahr: T€ 1.601). Im Wesentlichen enthält dieser Saldo den Differenzbetrag zwischen dem Erfüllungsbetrag und dem Auszahlungsbetrag aus der in 2019 begebenen Anleihe, welcher als Zinsausgleichsposten über die Laufzeit der Anleihe bis 2026 erfolgswirksam aufgelöst wird. Zum Bilanzstichtag beträgt dieser Wert T€ 807 (Vorjahr T€ 1.199).

12. Aktive und Passive latente Steuern

Bilanzposition Aktive latente Steuer 31.12.2023 Aktive latente Steuer 31.12.2022 Pass. latente Steuer 31.12.2023 Pass. latente Steuer 31.12.2022
T€ T€ T€ T€
Steuerliche Verlustvorträge/ nutzbare Zinsvorträge 13.139 6.516 0 0
Zwischengewinneliminierung 222 1.991 0 0
Aktiva
Immaterielle Vermögensgegenstände 0 0 5.675 7.387
Sachanlagen / Finanzanlagen 7.803 6.460 37.896 28.001
Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.578 1.923 276 184
Passiva
Rückstellungen 314 403 154 0
Verbindlichkeiten 0 0 0 0
Summe latente Steuer (unsaldiert) 24.056 17.293 44.001 35.572
Ausweis latente Steuer (saldiert und gerundet) 11.755 6.484* 31.700 24.763*

*) die Vorjahreszahlen wurden angepasst

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlust- und Zinsvorträge wurden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen (19 % - 29,83 %) im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge wurden berücksichtigt, sofern innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung wahrscheinlich ist. Die heutige Einschätzung kann sich in Abhängigkeit von der Ertragslage der Unternehmen sowie der Steuergesetzgebung in zukünftigen Jahren ändern und eine Anpassung erfordern.

Weiterhin wurden im Geschäftsjahr 2023 aktive latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß § 306 HGB aus der Zwischengewinneliminierung sowie passive latente Steuern aus der erfolgsneutralen Erstkonsolidierung der 2015 erworbenen Progroup Power 1 GmbH gebildet.

Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von T€ 13.139 (Vorjahr: T€ 6.516) wurden in voller Höhe angesetzt, da die zu Grunde liegende Steuerplanung belegt, dass die aktivierten Beträge in den nächsten 5 Jahren tatsächlich steuerlich nutzbar sind, bzw. ein passiver latenter Steuerüberhang zum Bilanzstichtag vorliegt. Nutzbare Zinsvorträge aus der Zinsschranke bzw. aus vergleichbaren Regeln im Ausland, bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Im Geschäftsjahr wurden aktive und passive latenten Steuern, soweit unter Beachtung der Aufrechnungsvorschriften der unterschiedlichen Jurisdiktionen zulässig, in Höhe von T€ 12.301 saldiert ausgewiesen. Aktive und passive latente Steuern werden nur dann saldiert, wenn ein einklagbares Recht vorliegt, die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen die Steuerschulden aufzurechnen und die latenten Steuersalden die gleiche Steuerbehörde betreffen. Im Konzernabschluss 31.12.2022 erfolgte eine vollständige Saldierung unabhängig der Aufrechnungsvorschriften. Im Konzernabschluss 31.12.2023 wurde der Ausweis zum 31.12.2022 erfolgsneutral angepasst.

II. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt nach Regionen:

2023 2022
T€ T€
Wellpappe 386.437 530.966
Inland Papier 49.027 51.710
Sonstiges 18.980 63.301
Wellpappe 750.224 941.665
Europäisches Papier 110.904 167.854
Ausland Sonstiges 4.733 3.971
Gesamt 1.320.305 1.759.467

2. aktivierte Eigenleistung

Die aktivierten Eigenleistungen in Höhe von T€ 4.565 (Vorjahr: T€ 3.964) des Geschäftsjahres betreffen im Wesentlichen den Aufbau des Werks PW15 in Petersburg.

3. Sonstige betriebliche Erträge

Der Posten enthält Erträge aus der anteiligen Auflösung der Investitionszuschüsse und Zulagen zum Anlagevermögen in Höhe von T€ 2.532 (Vorjahr: T€ 2.524).

Außerdem sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 39.458 (Vorjahr: T€ 25.292) enthalten. Im Wesentlichen sind dies Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 7.176 (Vorjahr: T€ 9.190) sowie Erträge und Vergütungen im Zusammenhang mit der Strompreiskompensation für das Vorjahr in Höhe von rund T€ 27.788 (Vorjahr: T€ 12.214). Des Weiteren sind Erlöse aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von T€ 222 (Vorjahr: T€ 210) entstanden. Weiterhin sind Erträge aus Versicherungsentschädigungen in Höhe von T€ 692 (Vorjahr: T€ 192) angefallen.

Zusätzlich sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 8.934 (Vorjahr: T€ 5.151) unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

Außerdem sind außergewöhnliche Erträge in Höhe von T€ 2.499 (Vorjahr: T€ 0) angefallen, welche im Wesentlichen auf Zuschreibungen auf die sonstigen Wertpapiere T€ 2.494 (Vorjahr: T€ 0) zurückzuführen sind.

4. Materialaufwand

Der Materialaufwand des Geschäftsjahres ist auf T€ 797.675 gesunken (Vorjahr: T€ 1.016.645).

5. Personalaufwand

Der Personalaufwand des Geschäftsjahres beträgt insgesamt T€ 124.149 (Vorjahr: T€ 122.284). Hierin enthalten sind Aufwendungen für die Altersversorgung, die im Geschäftsjahr T€ 15 (Vorjahr: T€ 519) betragen.

Im Berichtsjahr fiel aufgrund der Bildung für Rückstellungen in Bezug auf Prämien, die das Geschäftsjahr 2022 betreffen, ein periodenfremder Aufwand in Höhe von T€ 2.032 (Vorjahr: T€ 0) an.

6. Abschreibungen

Der Posten enthält Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und des Sachanlagevermögens in Höhe von T€ 118.116 (Vorjahr: T€ 114.593).

Im Geschäftsjahr 2023 ergaben sich keine unüblichen Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens. Die Abschreibungen des Vorjahres betrugen T€ 4.212 und entstanden aufgrund von Forderungsabwertung.

7. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Posten enthält periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 3.517 (Vorjahr: T€ 1.663). Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Zuführungen für Rückstellungen, die vergangene Geschäftsjahre betreffen.

Weiterhin enthält der Posten Aufwendungen für Miete und Leasing von T€ 12.463 (Vorjahr: T€ 11.935) sowie aus der Währungsumrechnung von T€ 2.162 (Vorjahr: T€ 5.697). Darüber hinaus gab es im Berichtsjahr einen außergewöhnlichen Aufwand in Höhe von T€ 2.194 (Vorjahr T€ 14). Dieser resultiert im Wesentlichen aus der Neuverhandlung von Finanzierungsverträgen.

8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In dem Posten in Höhe von T€ 5.519 (Vorjahr T€ 2.748) sind im Wesentlichen Guthabenzinsen von Banken, sowie aus Anleihen enthalten. Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen sind nicht enthalten.

9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Es sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 29 in 2023 angefallen (Vorjahr: T€ 31).

Aus der Anleihefinanzierung resultieren im Geschäftsjahr Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 17.639 (Vorjahr: T€ 17.639). Des Weiteren sind im Berichtsjahr zinsähnliche Aufwendungen aus Bereitstellungsprovisionen in Höhe von T€ 837 (Vorjahr: T€ 963) angefallen.

10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Posten enthält im Wesentlichen Gewerbesteuer- und Körperschaftsteueraufwand für das laufende Geschäftsjahr in Höhe von T€ 22.186 (Vorjahr: T€ 67.462) sowie Erträge aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für Vorjahre in Höhe von T€ 316 (Vorjahr: T€ -32). Zudem sind Erträge aus der Anpassung der aktiv latenten Steuern in Höhe von T€ 5.271 (Vorjahr: T€ 0) sowie Aufwendungen aus der Anpassung der passiv latenten Steuern in Höhe von T€ 6.937 (Vorjahr: T€ 1.070) enthalten. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Steuern von insgesamt T€ 16.523 (Vorjahr: T€ 14.058) gezahlt.

III. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse, Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Besicherung der am Bilanzstichtag ausstehenden Anleihe sowie der Revolving Credit Facility, die auch durch Tochtergesellschaften der Progroup AG in Anspruch genommen werden kann, sowie aller vorhandenen Bankdarlehen im Progroup Konzern erfolgt im Wesentlichen durch Verpfändungen sämtlicher Aktien der Progroup AG und Geschäftsanteile an wesentlichen Tochtergesellschaften, die Verpfändung von Bankguthaben der Muttergesellschaft, die Sicherungsübereignung von Sachanlagevermögen von Tochtergesellschaften und die Bestellung von Grundpfandrechten. Weiterhin gelten bestimmte Kredit- bzw. Anleihebedingungen (Covenants).

Die Anleihe, die Revolving Credit Facility sowie sämtliche Bankdarlehen des Progroup Konzerns sind durch oben genannte Sicherheiten grundsätzlich gleichrangig besichert. In einer Interkreditorenvereinbarung wird den Gläubigern unter der Revolving Credit Facility jedoch eine vorrangige Befriedigung aus eventuellen Verwertungserlösen eingeräumt.

Darüber hinaus hat die Progroup AG gegenüber verschiedenen Lieferanten von Tochtergesellschaften Patronatserklärungen und Bürgschaften über insgesamt T€ 52.653 (Vorjahr: T€ 55.748) abgegeben. Die Progroup AG hat weiterhin gegenüber der CommerzFactoring GmbH die gesamtschuldnerische Mithaftung für Verpflichtungen der Progroup Board GmbH aus einem Forfaitierungsrahmenvertrag übernommen.

Das Risiko einer Inanspruchnahme der Gesellschaft ist jeweils als gering einzuschätzen, da keines der verbundenen Unternehmen eine angespannte Liquiditätslage vorweist.

Gabelstapler und LKW werden durch Operate Leasing-Verträge von den Gesellschaften gemietet, die nicht zu einer Bilanzierung der Gegenstände bei den Gesellschaften führen. Die Restverpflichtung aus den Leasingverträgen Gabelstapler, LKWs sowie PKWs der Progroup AG für Folgejahre beläuft sich zum 31.Dezember 2023 auf T€ 14.626 (Vorjahr: T€ 21.822). Darüber hinaus bestehen zum Bilanzstichtag Miet- und Leasingverträge für bewegliche Vermögensgegenstände sowie für Mieten von Betriebsgebäuden und Flächen. Die Restverpflichtung aus diesen Miet-Leasingverträgen für Folgejahre beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf T€ 9.038 (Vorjahr: T€ 11.373) (Nominalwert). Der Vorteil dieser Verträge liegt in der anfänglich geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus den Vertragslaufzeiten ergeben, sofern die Gegenstände nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wofür es derzeit allerdings keine Anzeichen gibt.

Zur zuverlässigen Versorgung mit Energie zu fest definierten Preisen bestehen zum Bilanzstichtag Energielieferverträge für Gas und Strom, die jedoch nicht zu einer Bilanzierung führen. Diese Verträge haben Restlaufzeiten bis zum 31. Dezember 2025.

Aufgrund zum Bilanzstichtag konkret eingegangener vertraglicher Vereinbarungen belaufen sich die Verpflichtungen aus Energielieferverträgen für das Folgejahr 2024 auf insgesamt T€ 66.825 (Vorjahr: T€ 159.153).

2. Mitarbeiter

Die Zahl der während des Geschäftsjahres durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer entwickelte sich wie folgt:

2023 2022
Angestellte 548 508
Gewerbliche Arbeitnehmer 1.116 1.117
Gesamt 1.664 1.625

Der Ausweis betrifft ausschließlich Beschäftigte von vollkonsolidierten Unternehmen.

3. Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen

Vollkonsolidierte Unternehmen

Anteil am Kapital zum 31.12.20223
%
Progroup AG, Offenbach a.d. Queich 91,05
Progroup Paper PM1 GmbH, Burg* 100,00
Progroup Paper PM2 GmbH, Eisenhüttenstadt* 100,00
Progroup Paper PM3 GmbH, Burg* 100,00
Progroup Paper PM4 GmbH, Frankfurt am Main* 100,00
Progroup Logistics GmbH, Burg* 100,00
Progroup Power 1 GmbH, Eisenhüttenstadt* 100,00
Progroup Power 2 GmbH, Burg* 100,00
Progroup Board GmbH, Offenbach a. d. Queich* 100,00
Progroup Board s.r.o, Rokycany, Tschechien)* 100,00
Progroup Board Sp.z.o.o., Strykow, Polen* 100,00
Progroup Board Limited, Ellesmere Port, England* 100,00
Progroup Board S.A.S., Douvrin, Frankreich* 100,00
Progroup Board s.r.l. Milano, Italien* 100,00
Progroup Board Kft., Budapest, Ungarn* 100,00
Prowell Verwaltungs GmbH, Offenbach a. d. Queich* 100,00
Professionals Academy SPO GmbH, Neustadt an der Weinstraße 100,00
JHH Aviation GmbH, Neustadt an der Weinstraße 100,00
JHH Property GmbH, Neustadt an der Weinstraße 100,00
JHH Property s.r.l., Milano, Italien* 100,00

* Es handelt sich um ein mittelbares Beteiligungsverhältnis; die angegebene Beteiligungsquote bezieht sich auf die von Tochterunternehmen der Progroup AG oder von der Progroup AG selbst gehaltenen Anteile.

4. Tochterunternehmen der Progroup AG

Die Progroup Paper PM1 GmbH, Burg, die Progroup Paper PM2 GmbH, Eisenhüttenstadt, die Progroup Power 1 GmbH, Eisenhüttenstadt, die Progroup Board GmbH, Offenbach a. d. Queich, die Progroup Power 2 GmbH, Burg, die Progroup Paper PM3 GmbH, Burg, die Progroup Paper PM4 GmbH, Frankfurt am Main sowie die Progroup Logistics GmbH, Burg werden von den Befreiungen nach § 264 Abs. 3 HGB für das Geschäftsjahr 2023 im Rahmen der Erstellung des Anhangs, des Lageberichts und der Offenlegung Gebrauch machen.

5. Emissionsrechte

Zum Bilanzstichtag hält der Konzern 1.198.761 Emissionsrechte für den Ausstoß von CO2 (Zuteilung für 2023: 504.512 Emissionsrechte). Diese wurden im Rahmen einer öffentlichen Zuweisung unentgeltlich erworben. Die Rechte sind mit ihrem Erinnerungswert angesetzt. Der Börsenwert beträgt zum Bilanzstichtag etwa € 77,25 je Zertifikat (Vorjahr: etwa € 80,76 je Zertifikat). Der Zeitwert der mit einem Buchwert von T€ 0 angesetzten Rechte beträgt somit rund € 92,6 Mio. (Vorjahr: € 72,1 Mio.).

6. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wurde entsprechend den Vorschriften des DRS 21 nach der indirekten Methode ermittelt. Der Finanzmittelfonds wurde ausschließlich mit den flüssigen Mitteln definiert.

7. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis der JH-Holding GmbH in Höhe von € 5.249.761,29 auf neue Rechnung vorzutragen.

8. Geschäftsführung

Zum Geschäftsführer sind im Geschäftsjahr bestellt:

Herr Jürgen Heindl, Dipl.-Wirt.-Ing., Neustadt a. d. Weinstraße

Herr Vinzenz Heindl, B.A. Sozialwissenschaften mit Kernfach Philosophie u. B.Sc, M.Sc. Psychologie, Neustadt a. d. Weinstraße

9. Gesamtbezüge

Auf die Angaben gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 HGB wird entsprechend § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

10. Abschlussprüferhonorar

Die im Geschäftsjahr als Aufwand für den Konzernabschlussprüfer erfassten Honorare betrugen T€ 466 (Vorjahr: T€ 344) für Abschlussprüfungsleistungen sowie T€ 159 (Vorjahr: T€ 192) für andere Bestätigungsleistungen.

Des Weiteren fielen sonstige Leistungen in Höhe von T€ 44 an (Vorjahr: T€ 0).

IV. Nachtragsbericht

Operative oder strukturelle Veränderungen und Geschäftsvorfälle nach dem Bilanzstichtag, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der JH-Holding GmbH haben, liegen nicht vor.

 

Neustadt a. d. Weinstraße, 7. Oktober 2024

JH-Holding GmbH

Jürgen Heindl

Vinzenz Heindl

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023 Währungsdifferenzen Zugänge
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 53.988.659,52 15.705,56 404.301,90
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 23.000,00
53.988.659,52 15.705,56 427.301,90
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 567.474.056,59 5.640.377,04 8.128.789,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.375.237.549,00 5.429.438,46 12.973.186,34
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 44.554.134,95 177.320,04 2.692.776,67
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 165.128.482,29 1.686.041,53 165.717.929,79
2.152.394.222,83 12.933.177,07 189.512.682,30
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 2.000,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere 0,00 0,00 60.000.150,00
2.000,00 0,00 60.000.150,00
2.206.384.882,35 12.948.882,63 249.940.134,20
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Abschreibungen
Abgänge Umbuchungen 31.12.2023 01.01.2023
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 38.605,00 54.447.271,98 27.795.230,70
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 23.000,00 0,00
0,00 38.605,00 54.470.271,98 27.795.230,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 140.660,35 48.354.740,42 629.457.303,20 176.117.629,02
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 40.815.161,23 1.434.455.335,03 762.859.906,12
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 477.129,41 1.427.872,72 48.374.974,97 27.103.043,01
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 466.315,22 -90.636.379,37 241.429.759,02 0,00
1.084.104,98 -38.605,00 2.353.717.372,22 966.080.578,15
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 2.000,00 0,00
2. Wertpapiere 0,00 0,00 60.000.150,00 0,00
0,00 0,00 60.002.150,00 0,00
1.084.104,98 0,00 2.468.189.794,20 993.875.808,85
Abschreibungen
Währungsdifferenzen Zugänge Abgänge 31.12.2023
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.756,69 6.801.528,63 0,00 34.608.516,02
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
11.756,69 6.801.528,63 0,00 34.608.516,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.011.513,93 17.984.444,79 69.511,69 195.044.076,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.320.710,70 89.294.887,29 0,00 854.475.504,11
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -53.660,21 4.035.593,23 437.138,04 30.647.837,99
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
3.278.564,42 111.314.925,31 506.649,73 1.080.167.418,15
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
3.290.321,11 118.116.453,94 506.649,73 1.114.775.934,17
Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.838.755,96 26.193.428,82
2. Geleistete Anzahlungen 23.000,00 0,00
19.861.755,96 26.193.428,82
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 434.413.227,15 391.356.427,57
2. Technische Anlagen und Maschinen 579.979.830,92 612.377.642,88
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.727.136,98 17.451.091,94
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 241.429.759,02 165.128.482,29
1.273.549.954,07 1.186.313.644,68
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 2.000,00 2.000,00
2. Wertpapiere 60.000.150,00 2.000,00
60.002.150,00 2.000,00
1.353.413.860,03 1.212.509.073,50

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die JH-Holding GmbH, Neustadt an der Weinstraße

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der JH-Holding GmbH, Neustadt an der Weinstraße, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der JH-Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

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