Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 1575
Eingetragen
7.12.1990
Branche
Herstellung von Elektrizitätsverteilungs- und -schalteinrichtungenHerstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von elektrischem Installationsmaterial
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung sowie Vertrieb von technischen Produkten, insbesondere solchen der Mikromechanik, der Elektrotechnik sowie der Elektronik.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ernst Carsten Schwarz
seit 18.8.2025
Prokura
Matthias Hartl
seit 2.3.2017
Prokura
Andreas Hanisch
seit 29.9.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert0.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Turck Beteiligungs GmbH
Germany
5.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Turck Beierfeld GmbH

Grünhain-Beierfeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

Turck Beierfeld GmbH, Grünhain-Beierfeld

1. Grundlagen des Unternehmens

Die TURCK Beierfeld GmbH wurde als Tochterunternehmen der TURCK-Gruppe 1990 gegründet.

Die beiden Hauptgeschäftsfelder sind unverändert die Entwicklung und Fertigung von Produkten innerhalb des TURCK Programmes für die industrielle Automation sowie Design, Entwicklung und Produktion von kundenspezifischen Elektroniklösungen für diverse Branchen und Abnehmer.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 nahm das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um 0,3 Prozent ab. Die wirtschaftliche Entwicklung war dabei wie schon im Vorjahr wesentlich bestimmt durch die Auswirkungen der Energiepreiskrise in Verbindung mit einer ausgeprägten weltwirtschaftlichen Schwäche und den zunehmend spürbaren Effekten der restriktiveren Geldpolitik. Hinzu kam ein außergewöhnlich hoher Krankenstand, der das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen dämpfte. Alles dies belastete die deutsche Wirtschaft anhaltender als zu Beginn des vergangenen Jahres angenommen und verzögerte die wirtschaftliche Erholung.

Für das Jahr 2024 geht die Bundesregierung in der Jahresprojektion von einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,2 Prozent aus. Die Ausgangslage zum Jahreswechsel stellt sich ungünstiger dar als in der Herbstprojektion angenommen. Das BIP ging im 4. Quartal 2023 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,3 Prozent zurück, was den Einstieg in das laufende Jahr belastet (statistischer Unterhang). Aktuelle Stimmungsindikatoren deuten noch nicht auf eine spürbare Belebung zu Jahresbeginn hin. Wachstumsimpulse dürften vor allem vom privaten Verbrauch ausgehen: Die inflationsbedingten Kaufkraftverluste der privaten Haushalte werden schrittweise überwunden und führen in Verbindung mit einer insgesamt robusten Beschäftigungssituation zu einer Belebung des privaten Konsums. Die Ausrüstungsinvestitionen in Maschinen und Anlagen dürften auch vor dem Hintergrund des hohen Investitionsbedarfs im Zuge der Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft trotz relativ hoher Nominalzinsen weiter zulegen, wohingegen die Bauinvestitionen im Jahresdurchschnitt weiter zurückgehen dürften.

Im gesamten letzten Jahr kamen die Elektroausfuhren auf den neuen Rekordwert von 253,8 Mrd. EUR, womit sie nochmals um 2,7% über dem Vorjahreswert liegen. Bei den Importen war im Berichtsjahr ebenfalls eine Zunahme von 2,1% auf Mrd. EUR 268,7 zu verzeichnen - ebenfalls ein Allzeithoch. Damit lagen Sie auf Gesamtjahressicht wertmäßig erneut höher als die Elektroexporte.

b) Geschäftsverlauf

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Der Umsatz der TURCK Beierfeld GmbH stieg im Jahr 2023 um 19% auf 115.485T€ (Vj. 96.672T€). Dabei war das Geschäftsjahr bis Jahresmitte geprägt durch Backlogabbau im Bereich der industriellen Automation. In der zweiten Jahreshälfte änderte sich die Situation in diesem Geschäftsfeld durch deutlich rückläufige Auftragseingänge bereits, sodass die Unternehmung den ebenfalls noch in sehr hohem Umfang vorhanden Backlogabbau im Bereich der kundenspezifischen Elektronik forcierte. Die Kapazitätsauslastung in der Produktion war auch durch die gute Auftragslage das gesamte Jahr sehr hoch. Vor diesem Hintergrund wurde stetig an Kapazitätserweiterungen erfolgreich gearbeitet. Dadurch konnte die Gesellschaft in der 2. Jahreshälfte die Umsätze nochmals steigern. Im Laufe des Geschäftsjahres sanken die Auftragseingänge deutlich unter die Umsatzerlöse. Somit ergibt sich zum Bilanzstichtag eine entsprechende deutliche Verringerung des Auftragsbestandes.

Beschaffung und Einkauf

Der Markt für elektronische Bauelemente befand sich, anders als im Vorjahr, lediglich bis Jahresmitte aufgrund von Materialengpässen in einer Allokationssituation. Kapazitätserweiterungen in allen Bereichen in Kombination mit Marktberuhigung ergaben eine Entspannung. Nahezu alle Großproduzenten konnten Lieferschwierigkeiten auflösen. Im Rahmen dessen konnten langfristige, teilweise überfällige Bestellungen geliefert werden, welche jedoch aufgrund der Kapazitätsbegrenzung in der Produktion nicht vollumfänglich verbraucht, werden konnten. Daraus resultierend sank der Bestand nicht signifikant. Dennoch verbuchte die Gesellschaft am Ende des Berichtsjahres eine Abnahme der Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen.

Das Ziel der Optimierung der Cashsituation durch Verringerung der im Materialbestand gebundenen liquiden Mittel war im Berichtsjahr somit wie schon im Vorjahr nicht zufriedenstellend realisierbar.

Zur Absicherung des Währungsrisikos EUR/USD wurden, wie auch in den Vorjahren, Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen, um bestehende Wechselkursrisiken abzusichern.

Produktentwicklung und Kunden

Die Aktivitäten in der Entwicklung konzentrieren sich nahezu ausschließlich auf die Produkte der industriellen Automation. Neben dem fertigungsnahen Produktdesign sind wir unverändert zunehmend in der Schaltungs- und Softwareentwicklung aktiv. Um den breiten und schnell veränderten Anforderungen am Markt gerecht werden zu können, sind Entwicklungskooperationen ein fester Bestandteil unserer Strategie. Das Heben von Potentialen durch Synergien innerhalb der Turck Gruppe wurde im Berichtsjahr weiter forciert. Ziel ist, den Kunden von der Produktidee bis zur Serienfertigung umfassend zu betreuen und damit seinen Nutzen deutlich zu erhöhen.

Beleg für die Wirksamkeit der permanenten internen Auditdurchführung im Unternehmen ist das im Berichtsjahr erfolgreich abgeschlossene Audit ISO 9001 des TÜV Süd.

Damit wurde der Nachweis erbracht, dass die TURCK Beierfeld GmbH die Forderungen der ISO 9001:2015 im Geltungsbereich "Entwicklung und Fertigung von kundenspezifischen elektronischen Geräten und Baugruppen" sowie "Vertrieb von kundenspezifischen elektronischen Geräten und Baugruppen" erfüllt.

Investitionen und Finanzierung

Die Investitionen im Sachanlagevermögen belaufen sich im Berichtsjahr insgesamt auf 5.375€ (Vj. 3.820T€). Schwerpunkt waren Erweiterungen im Bereich Reflowlöten, SMD-Bestückung sowie Rationalisierungen in den Bereichen Technologie und Ausrüstungen und Maßnahmen zur Gebäudesanierung. Hintergrund für die starke Erhöhung der Investitionen war die hohe Investitionssumme im Rahmen der SMD-Bestückung mit Bestellungen aus dem Vorberichtsjahr.

Die Finanzierung der Investitionen erfolgte unter Zuführung von Darlehen im Intercompany-Bereich.

Im Rahmen der Konsortialfinanzierung der TURCK Gruppe wurde die Finanzierungsstruktur entsprechend dieses Konzeptes weitergeführt und gefestigt. Auch unter Berücksichtigung der starken Investitionsaktivitäten hatte die Berichtsgesellschaft dennoch zu jedem Zeitpunkt ausreichend liquide Mittel.

Personal

Im Jahr 2023 waren im Durchschnitt 576 (Vj. 531) Mitarbeiter beschäftigt. Die Erhöhung der Mitarbeiterzahl ist bedingt durch die deutliche Umsatzsteigerung infolge der hohen Auftragsbestände. Um den Anforderungen gerecht zu werden, wurden darüber hinaus Leiharbeitskräfte in teilweise erheblichem Umfang beschäftigt.

Die TURCK Beierfeld GmbH zeigt sich unverändert sehr engagiert in der Berufsausbildung sowie in Berufsorientierungsprojekten an Schulen und auf Bildungsmessen. Dennoch ist die Gewinnung von leistungsstarken Auszubildenden fortlaufend anspruchsvoll. Infolgedessen sank die Anzahl mit 22 leicht zum Bilanzstichtag erneut unter Vorjahresniveau (Vj. 24).

c) Lage: Ertragslage, Finanzlage, Vermögenslage

Ertragslage

Das Betriebsergebnis (EBIT) der Gesellschaft ist mit -516T€ (Vj. 3.777T€) negativ.

Im Berichtsjahr wurde erstmalig ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 3.995 (Vorjahr Jahresüberschuss TEUR 2.678) ausgewiesen.

Hauptgrund für diese Entwicklung ist einerseits die zu hohe Materialintensität. Diese befand sich im Berichtsjahr mit 60,8% (Vj. 57,8%) abermals deutlich über Vorjahresniveau. Hintergrund sind hohe Materialeinstandspreise aus der Allokationsphase bei in Relation dazu zu niedrigen Verkaufspreisen im Berichtsjahr.

Darüber hinaus musste die Gesellschaft in erheblichem Umfang Abwertungen auf Materialbestände vornehmen, welche auf den Abgang von Kunden sowie Auftrags-Stornierungen zurückzuführen sind. Diese sind der ganz überwiegende Grund für das mit TEUR -3.180,00 negative neutrale Ergebnis.

Mit 25,3% (Vj. 26,1%) verringerte sich bei der TURCK Beierfeld GmbH die Personalintensität aufgrund der sehr positiven Umsatzentwicklung erneut.

Finanzlage

Das Eigenkapital der TURCK Beierfeld GmbH hat sich mit 44.466T€ (Vj. 48.689T€) deutlich verringert. 2023 wurde keine Gewinnausschüttung vorgenommen. Die Bilanzsumme ist insbesondere infolge der Bestandsreduzierung insbesondere aufgrund der erforderlichen Abwertung des Materialbestandes gesunken. Der daraus resultierende Jahresfehlbetrag hat zu einer erneuten Verringerung der Eigenkapitalquote auf 60,2% (Vj. 63,9%) geführt. Diese bewegt sich aber weiterhin auf einem soliden Niveau.

Die Anlagendeckung, bezogen auf das bilanzanalytische Eigenkapital und Anlagevermögen, verringerte sich zum Bilanzstichtag von 221% auf 206%. Hintergrund ist die hohe Investitionsintensität, welche das Anlagevermögen deutlich mehrt.

Die Gesellschaft war im zurückliegenden Geschäftsjahr wie auch in den Vorjahren stets mit ausreichend Liquidität ausgestattet. Durch die Anwendung entsprechender Controllinginstrumente wird das Risiko von eventuellen unvorhergesehenen Finanzierungslücken vermindert. Durch eine proaktive Zuführung von liquiden Mitteln aus dem Konzernverbund konnten im Berichtsjahr alle finanziellen Verpflichtungen zu jeder Zeit, termingerecht und in vollem Umfang erfüllt werden.

Vermögenslage

Die Aktiva der Gesellschaft belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf 73.816T€ (Vj. 75.787T€). Die Erhöhung der Sachanlagen wird durch die deutlich höhere Reduzierung der Vorräte überkompensiert, was zur Verkürzung der Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr führt. Die Passiva sind infolge des Jahresfehlbetrages von einer Verringerung des Eigenkapitales und der Zuführung an liquiden Mitteln durch einen Anstieg der kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten im Berichtsjahr geprägt. Die Sachanlagenintensität stieg im Berichtsjahr mit 34,6% (Vj. 30,8%) anders als im Vorjahr, deutlich. Verantwortlich dafür ist die hohe Investitionsintensität und in Folge die Erhöhung der Sachanlagen.

Die flüssigen Mittel stiegen leicht auf 210T€ (Vj.124T€), jedoch nur aufgrund der erneuten Aufnahme von Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 4.500T€.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Der ohnehin hohe für das Jahr 2023 geplante Umsatz konnten mit 8% nochmals deutlich übertroffen werden. Die sehr hohe Nachfrage am Markt war auch im Berichtsjahr bestimmend. Innerhalb der einzelnen Monate verzeichnete die Gesellschaft aber unterschiedliche Umsatzentwicklungen in den Geschäftsbereichen. Durch die auftragsbedingte Produktionsverschiebung von industrieller Automation hin zu kundenspezifischer Elektronik zur Jahresmitte gab es in den darauffolgenden Monaten nochmals deutliche Umsatzanstiege.

Für 2024 wird erstmals mit einer signifikanten Umsatzreduzierung geplant. Die schwache gesamtmarktwirtschaftliche Situation verbunden mit der Einführung von Kurzarbeit Anfang 2024 stellt sich bei der Gesellschaft ein. Darüber hinaus wird im Rahmen der Umstrukturierung mit dem Auslaufen von Kundenbeziehungen aus dem Bereich der kundenspezifischen Elektronik weitergearbeitet, was ebenfalls zu einer geplanten Verringerung der Umsätze führt. Die sehr hohen Kundenbedarfe des vergangenen Jahres sind nur noch vereinzelt spürbar und können aufgrund von vorhandener Fertigungskapazität vollumfänglich gedeckt werden. Für die Monate Januar und Februar 2024 verbuchte die TURCK Beierfeld GmbH erwartungsgemäß niedrigere Umsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dabei ist im Bereich Automatisierungstechnik ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen, während im Geschäftsfeld der kundenspezifischen Elektronikdienstleistungen eine leichter Anstieg im Vergleich zum Berichtsjahr eingetreten ist. Hintergrund sind Marktvariationen in beiden Geschäftsfeldern.

In der absoluten Ergebnisplanung geht die TURCK Beierfeld GmbH für 2024 von einem leicht positiven EBIT aus. Dies bedeutet eine deutliche Verbesserung zum Berichtsjahr und liegt in der geplanten signifikanten Kostenreduzierung begründet.

Chancen- und Risikobericht

Das langfristige, stetige Wachstum im Markt für EMS-Dienstleistungen sowie industrielle Automatisierungslösungen lässt neben krisenbedingten Schwankungen unverändert auch für die kommenden Planungsperioden optimistisch in die Zukunft blicken. Die Durchdringung aller Lebensbereiche mit Elektronik schreitet weiterhin mit hoher Geschwindigkeit voran und ist längst noch nicht abgeschlossen. Sie wird auch in Zukunft auf dem Weltmarkt weiter für erhöhte Wachstumsraten sorgen. Als etablierter Marktteilnehmer sieht hier die TURCK Beierfeld GmbH unverändert ausgezeichnete Möglichkeiten, die positive Entwicklung auch in Zukunft fortsetzen zu können. Weiterhin sehen wir für das Unternehmen die Chance, unsere Marktposition durch den gezielten Ausbau von Entwicklungskompetenzen und Bündelung der Synergien in der Turck Gruppe zu verbessern.

Das Risiko in der Abhängigkeit von weltweiten Lieferketten besteht weiterhin. Hier sieht sich das Unternehmen mit Allokationsherausforderungen konfrontiert auf die es nachhaltiger Antworten bedarf. Stetig steigende Materialintensitäten müssen durch sinkende Einstandspreise sowie nachhaltig höhere Verkaufspreise reduziert werden. Die Umsetzung des Gedankens "local-for-local" ist gestartet und wird weiterhin forciert. Unsere Stärken sehen wir unverändert weiter bei innovativen und technologisch anspruchsvollen Prozessen, der Fertigung von zahlreichen Produktvarianten in mittleren Stückzahlen und dynamischen Produktänderungen. Hier sind wir ein flexibler und wettbewerbsfähiger Partner unserer anspruchsvollen Kunden. Service steht im Mittelpunkt aller unserer internen und externen Tätigkeiten.

In diesem Zusammenhang spielen die steigenden Qualifikationsanforderungen an das Personal eine wichtige Rolle. So sind wir in allen Unternehmensbereichen auf hochqualifizierten Fachkräften angewiesen. Zur Minimierung dieses Risikos sind wir bestrebt, neben unseren Auszubildenden auch verstärkt Studenten mit ingenieurtechnischer und kaufmännischer Ausrichtung an unser Unternehmen zu binden. Dabei bereiten uns die demografischen und strukturellen Entwicklungen in unserer Region zunehmend Schwierigkeiten. Die Beschleunigung der Digitalisierung bringt neben neuen Herausforderungen auch Chancen auf diesem Gebiet.

Die Schwankungen an den Beschaffungsmärkten für elektronische Bauelemente stellen ein immanentes Risiko hinsichtlich Lieferfähigkeit und Rentabilität dar. Diesbezüglich wird mit Kurssicherungsgeschäften sowie langfristigen Lieferverträgen gegengesteuert.

Die anhaltend extrem hohe Unsicherheit am Weltmarkt wird aufmerksam beobachtet. Maßnahmen zur nachfrageorientierten kurzfristigen Kapazitätsanpassung sind implementiert und werden aufmerksamen verfolgt. Strategisch blickt die Turck Beierfeld GmbH positiv in die Zukunft, geht jedoch aufgrund von Umstrukturierungen von deutlich geringeren Umsätzen in den Folgeperioden aus.

 

Grünhain - Beierfeld, 05. März 2024

Hanisch

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

TURCK BEIERFELD GMBH, GRÜNHAIN-BEIERFELD

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 25.787.541,48 23.722.169,19
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 234.176,24 328.077,86
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 85.785,00 199.241,00
2. geleistete Anzahlungen 148.391,24 128.836,86
II. Sachanlagen 25.552.865,24 23.362.341,33
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.504.417,45 11.954.515,43
2. technische Anlagen und Maschinen 7.716.712,00 6.624.110,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.419.388,00 4.325.252,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.912.347,79 458.463,90
III. Finanzanlagen 500,00 31.750,00
1. sonstige Ausleihungen 500,00 31.750,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 47.629.005,88 51.542.426,19
I. Vorräte 33.423.030,84 37.210.519,42
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 25.632.414,96 29.850.529,04
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 6.964.214,58 6.411.380,25
3. fertige Erzeugnisse und Waren 823.401,30 948.610,13
4. geleistete Anzahlungen 3.000,00 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 13.996.248,73 14.207.524,76
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.305.254,09 10.920.429,22
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.447.829,22 3.076.271,17
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.243.165,42 210.824,37
III. Kassenbestand, Bankguthaben, Schecks 209.726,31 124.382,01
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 399.193,57 522.264,39
73.815.740,93 75.786.859,77

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 44.465.913,40 48.461.099,09
I. Gezeichnetes Kapital 5.000.000,00 5.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 5.000.000,00 5.000.000,00
III. Gewinnvortrag 38.461.099,09 35.782.925,76
IV. Jahresfehlbetrag/-überschuss -3.995.185,69 2.678.173,33
B. RÜCKSTELLUNGEN 4.921.803,83 5.251.270,47
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.032.441,00 1.072.236,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 136.157,40
3. sonstige Rückstellungen 3.889.362,83 4.042.877,07
C. VERBINDLICHKEITEN 24.339.995,10 21.963.152,19
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.202.201,03 12.342.548,19
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 12.202.201,03 (Vorjahr: EUR 4.048.430,54)
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 43.816,84 730.606,19
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 43.816,84 (Vorjahr: EUR 730.606,19)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.071.823,50 3.192.992,36
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 2.071.823,50 (Vorjahr: EUR 3.192.992,36)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 604.767,60 1.174.264,44
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 604.767,60 (Vorjahr: EUR 1.174.264,44)
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 8.613.092,50 4.014.742,22
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 8.613.092,50 (Vorjahr: EUR 4.014.742,22)
6. sonstige Verbindlichkeiten 804.293,63 507.998,79
- davon aus Steuern: EUR 800.497,75 (Vorjahr: EUR 480.692,72)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 2.342,88 (Vorjahr: EUR 1.327,09)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 804.293,63 (Vorjahr: EUR 507.998,79)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 88.028,60 111.338,02
73.815.740,93 75.786.859,77

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 115.485.176,14 96.672.418,56
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 427.625,50 996.503,86
3. sonstige betriebliche Erträge 758.186,55 2.192.586,79
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 498.514,53 (Vorjahr: EUR 1.945.613,08)
4. Materialaufwand -70.450.988,01 -56.476.950,46
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -70.043.501,23 -56.099.704,52
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -407.486,78 -377.245,94
5. Rohergebnis 46.220.000,18 43.384.558,75
6. Personalaufwand -29.368.914,45 -25.512.686,53
a) Löhne und Gehälter -24.442.968,49 -21.277.296,46
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -4.925.945,96 -4.235.390,07
- davon für Altersvorsorge: EUR 350.192,80 (Vorjahr: EUR 330.428,72)
7. Abschreibungen -6.278.433,88 -3.084.010,86
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.287.474,77 -3.084.010,86
b) Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten -2.990.959,11 0,00
8. sonstige betriebliche Aufwendungen -14.268.521,42 -10.835.678,28
- davon aus der Währungsumrechnung: EUR 375.822,93 (Vorjahr: EUR 354.360,25)
9. Betriebsergebnis -3.695.869,57 3.952.183,08
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 191.809,66 2.148,42
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.246.038,64 -150.291,17
- Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 19.515,00 (Vorjahr: EUR 19.377,00)
12. Finanzergebnis -1.054.228,98 -148.142,75
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 754.912,86 -1.125.867,00
14. Jahresfehlbetrag / Jahresüberschuss -3.995.185,69 2.678.173,33

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

Turck Beierfeld GmbH, Grünhain-Beierfeld

I. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Firma der Gesellschaft lautet Turck Beierfeld GmbH. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Chemnitz unter HRB 1575 eingetragen.

Sitz der Gesellschaft ist Grünhain-Beierfeld. Die Geschäftsleitung befindet sich ebenfalls an diesem Ort.

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt worden.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 3 HGB) auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu fünf Jahren), bewertet.

Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungs-/Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Bei Betriebsgebäuden wird eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 25 bis 33 Jahren zugrunde gelegt.

Die Nutzungsdauer für technische Anlagen und Maschinen liegt zwischen drei und 13 Jahren.

Die Nutzungsdauer für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung liegt zwischen drei und 13 Jahren.

Die Gesellschaft wendet seit 2011 ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode auf Anlagenzugänge an.

Für Zugänge von Wirtschaftsgütern, mit Anschaffungskosten von EUR 150,00 bis EUR 800,00, wird die GWG-Abschreibung genutzt. Diese Wirtschaftsgüter werden im Jahr der Anschaffung gewinnmindernd aufgelöst (§ 6 Abs. 2 EStG).

Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten, unter Berücksichtigung des gemilderten Niederswertprinzips angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mit ihren Herstellungskosten berücksichtigt.

Die Herstellungskosten enthalten in Anlehnung an die steuerlichen Bewertungsvorschriften neben den direkten Material- und Fertigungskosten in angemessenem Umfang notwendige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Kosten der allgemeinen Verwaltung, freiwillige soziale Aufwendungen, sowie Aufwendungen für betriebliche Altersversorgung wurden nicht in die Herstellungskosten eingerechnet.

Handelswaren werden mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Wertabschläge wegen verlustfreier Bewertung und für erkennbare Risiken aufgrund langer Lagerdauer oder verminderter technischer Verwertbarkeit werden beim Vorratsvermögen in angemessenem Umfang vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert nach Abzug der erforderlichen Wertberichtigungen bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt.

Flüssige Mittel werden zu Nennwerten bilanziert.

Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen wird aufgrund einer Einzelzusage auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Pensionsrückstellung wird nach dem Teilwertverfahren ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet.

Bei allen Leistungssystemen sind versicherungsmathematische Berechnungen erforderlich. Sterbewahrscheinlichkeiten werden nach den aktuellen Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Es wird eine Anpassung der laufenden Leistung von 2,00% unterstellt. Die Fluktuationswahrscheinlichkeit wurde mit 0,00% angesetzt

Für die Abzinsung wurde der dazu von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,82% angesetzt. Aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,74%) im Berichtsjahr ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 9.

Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Für die sonstigen Rückstellungen wurde der Erfüllungsbetrag als Bewertungsmaßstab berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagenspiegel der Turck Beierfeld GmbH (Anlage) dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.447 (Vorjahr: 3.076) enthalten. Wie im Vorjahr wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen nicht mit Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen saldiert.

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben TEUR 4.441 (Vorjahr TEUR 0) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

3. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten insbesondere Rückstellungen für Prämien/ Tantiemen an Mitarbeiter in Höhe von TEUR 1.378 (Vorjahr TEUR 1.219), Rückstellungen für Reklamationen/ Gewährleistungen in Höhe von TEUR 639 (Vorjahr TEUR 590) , sowie Rückstellungen für Urlaubsansprüche und Zeitguthaben in Höhe von TEUR 352 (TEUR 742).

4. Verbindlichkeiten

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel (Anlage) zusammengefasst dargestellt.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 605 (Vorjahr: EUR 1.174) enthalten. Wie im Vorjahr wurden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen nicht mit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen saldiert.

5. Haftungsverhältnisse

Mit Wirkung vom 17. Februar 2015 haben die Turck Holding GmbH sowie vier Tochtergesellschaften, zu denen auch die Turck Beierfeld GmbH zählt, mit einer ausgewählten Gruppe von Banken einen Konsortialkredit mit einer Laufzeit von fünf Jahren abgeschlossen. Am 18. Dezember 2017 wurde der erste Nachtrag und die Neufassung zu dem vorgenannten Vertrag geschlossen. Die Laufzeit des Kredits wurde um weitere fünf Jahre verlängert. Am 17. Dezember 2020 wurde der zweite Nachtrag, der eine zeitlich befristete Erhöhung beinhaltet, zu dem vorgenannten Vertrag geschlossen. Der Konsortialkredit dient zur Unternehmensfinanzierung. Die Turck Holding GmbH sowie die vier Tochtergesellschaften haften gesamtschuldnerisch. Zum 31. Dezember 2023 beträgt die Haftungssumme TEUR 70.921 (VJ: TEUR 74.250). Auf Antrag vom 14. November 2018 und vom 21. November 2019 wurde der Vertrag um jeweils ein weiteres Jahr verlängert. Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung der Begünstigten wird nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet.

Mit Wirkung vom 18. Juni 2018 hat die Turck Holding GmbH sowie vier Tochtergesellschaften, wozu auch die Beierfeld GmbH zählt, mit der IKB Deutsche Industriebank AG einen Darlehensvertrag geschlossen. Das Darlehen ist von der KfW aus dem Programm ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit refinanziert. Die Laufzeit des Vertrages beträgt sechs Jahre. Die Turck Holding GmbH sowie die vier Tochtergesellschaften haften gesamtschuldnerisch. Zum 31. Dezember 2023 beträgt die Haftungssumme TEUR 1.250 (VJ TEUR 3.750).

Mit Wirkung vom 21. Dezember 2020 haben die Turck Holding GmbH sowie vier Tochtergesellschaften, zu denen auch die Turck Beierfeld GmbH zählt, mit der IKB Deutsche Industriebank AG einen weiteren Darlehensvertrag geschlossen. Das Darlehen ist von der KfW aus dem Programm ERP-Gründerkredit-Universell (073) refinanziert. Die Laufzeit des Vertrags beträgt fünf Jahre. Die Turck Holding GmbH sowie die vier Tochtergesellschaften haften gesamtschuldnerisch. Zum 31. Dezember 2023 beträgt die Haftungssumme TEUR 4.364 (Vorjahr: TEUR 6.545).

Mit Wirkung vom 17. Februar 2023 hat die Hans Turck GmbH & Co. KG sowie vier weitere Turck-Gesellschaften, wozu auch die Turck Beierfeld GmbH zählt, mit der IKB Deutsche Industriebank AG einen Darlehensvertrag geschlossen. Das Darlehen ist von der KfW aus dem Programm ERP- Digitalisierungs- und Innovationskredit (380) refinanziert. Die Laufzeit endet zum 30. Dezember 2027. Die Hans Turck GmbH & Co. KG sowie die vier Tochtergesellschaften haften gesamtschuldnerisch. Zum 31. Dezember 2023 beträgt die Haftungssumme TEUR 3.680 (VJ TEUR 0).

Mit Wirkung vom 3. April 2023 hat die Turck Holding GmbH sowie vier Tochtergesellschaften, wozu auch die Turck Beierfeld GmbH zählt, mit der Deutsche Bank AG einen Vertrag über eine Betriebsmittellinie geschlossen. Die Laufzeit endete ursprünglich zum 31. Dezember 2023. Mit einem 1. Nachtrag vom 13. Dezember 2023 wurde die Laufzeit auf den 18. Dezember 2024 verlängert. Die Turck Holding GmbH sowie die vier Tochtergesellschaften, haben hierfür eine Höchstbetragsbürgschaft gezeichnet. Die Haftungssumme beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 10.000.

Mit Wirkung vom 11. Dezember 2023 hat die Turck Holding GmbH mit der Oldenburgische Landesbank AG eine Betriebsmittellinie geschlossen. Die Laufzeit endet zum 18. Dezember 2024. Die Turck Holding GmbH und vier weitere Tochtergesellschaften, zu den auch die Turck Beteiligungs GmbH gehört, treten den Verpflichtungen des Darlehensnehmers im Wege des Schuldbeitritts bei, und haften als Gesamtschuldner neben dem Kreditnehmer. Eine Haftungssumme besteht zum 31. Dezember 2023 nicht.

Zum Stichtag betragen die sonstigen finanziellen Verpflichtungen TEUR 3.015 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen und Gesellschaftern: TEUR 1.946). Dabei handelt es sich um Leasingaufwendungen und Wartungskosten für das folgende Wirtschaftsjahr. Die Laufzeit der Verträge beträgt bis zu sechs Jahre.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Deutschland 111.417 95.298
EMEA 1.676 698
APAC 623 173
Nordamerika 1.769 504
115.485 96.673

2. Außergewöhnliches Ergebnis

Im Berichtsjahr ist eine Bestandsabwertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von TEUR 2.990 erfolgt. Diese Abwertung war erforderlich um Risiken aus dem Verlust einiger Kunden und Auftragsstornierungen angemessen Rechnung zu tragen. Die Abwertung wird unter dem Posten "Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten".

V. Sonstige Angaben

1. Beschäftigte im Jahresdurchschnitt

Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl gemäß § 267 Abs. 5 HGB beträgt:

2023 2022
gewerbliche Arbeitnehmer
Vollzeit 297 267
Auszubildende 22 24
Angestellte 257 240
576 531

2. Geschäftsführer

Der Geschäftsführung gehörte im Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 an:

Andreas Hanisch Breitenbrunn
Dipl.-Kfm. (FH)

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung verzichtet.

3. Konzernzugehörigkeit

Den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen ist, stellt die THS Pool GmbH & Co. KG, Mühlheim an der Ruhr, auf. Dieser Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger, Berlin, offengelegt.

4. Honorar des Abschlussprüfers

Die Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB stellen sich wie folgt dar:

Jahresabschlussprüfung: TEUR 35
Steuerberatung: TEUR 10
Sonstige Leistungen: TEUR 15

5. Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Kursrisiken aus Fremdwährungspositionen werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt.

Das Nominalvolumen der abgeschlossenen Derivate, aufgegliedert nach einzelnen Instrumenten, beträgt:

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Devisentermingeschäfte USD Hans Turck GmbH & Co. KG 13.301 14.674
13.301 14.674

Der beizulegende Zeitwert, aufgegliedert nach einzelnen Instrumenten, beläuft sich auf:

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Devisentermingeschäfte USD Hans Turck GmbH & Co. KG 2 233
2 233

Der beizulegende Zeitwert entspricht grundsätzlich dem Marktwert der derivativen Finanzinstrumente.

Die Devisentermingeschäfte bilden mit den zugrunde liegenden Grundgeschäften eine Bewertungseinheit gemäß § 254 HGB.

Die Abbildung der gebildeten antizipativen Bewertungseinheit erfolgt nach der so genannten Einfrierungsmethode.

Bei den abgeschlossenen Devisentermingeschäften handelt es sich um eine Mehrzahl von Einzelgeschäften, wonach monatlich US-Dollar Beträge zu einem jeweils fest vereinbarten Euro-Dollar-Wechselkurs gekauft werden. Sie dienen zur Absicherung von diversen Einkäufen von Rohmaterial/elektronischen Bauteilen auf US-Dollar-Basis/JPY-Basis (Portfoliohedging).

Das letzte der zum 31. Dezember 2023 abgeschlossenen Devisentermingeschäfte endet am 15. November 2024. Da lediglich ein Teil des mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Gesamteinkaufsvolumens auf US-Dollar-Basis abgesichert ist, ist eine Übersicherung des Grundgeschäfts ausgeschlossen. Die prospektive Beurteilung der Wirksamkeit der Bewertungseinheit erfolgte nach der so genannten critical terms match-Methode.

6. Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Das Unternehmen unterhält eine Vielzahl von Geschäftsbeziehungen auch zu nahestehenden Unternehmen. Alle wesentlichen Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen werden zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt.

7. Vorgänge von besonderer Bedeutung

Zwischen Bilanzstichtag und Erstellung des Jahresabschlusses sind keine wertbegründenden Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesenliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

 

Grünhain-Beierfeld, den 27. Februar 2024

Turck Beierfeld GmbH

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.874.067,92 54.201,36 0,00 3.600,00 2.931.869,28
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 23.722.995,59 140.000,00 0,00 0,00 23.862.995,59
2. technische Anlagen und Maschinen 21.247.441,39 2.284.846,11 -483.695,05 199.506,77 23.248.099,22
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
a) Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.991.910,00 1.285.172,01 -304.610,18 8.587,92 17.981.059,75
b) Fuhrpark 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
16.991.910,00 1.285.172,01 -304.610,18 8.587,92 17.981.059,75
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
a) für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 458.463,90 1.665.578,58 0,00 -211.694,69 1.912.347,79
b) für technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
458.463,90 1.665.578,58 0,00 -211.694,69 1.912.347,79
62.420.810,88 5.375.596,70 -788.305,23 -3.600,00 67.004.502,35
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 31.750,00 0,00 -31.250,00 0,00 500,00
65.326.628,80 5.429.798,06 -819.555,23 0,00 69.936.871,63
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.545.990,06 151.702,98 0,00 2.697.693,04
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.768.480,16 590.097,98 0,00 12.358.578,14
2. technische Anlagen und Maschinen 14.623.331,39 1.346.087,88 -438.032,05 15.531.387,22
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
a) Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.666.658,00 1.199.585,93 -304.572,18 13.561.671,75
b) Fuhrpark 0,00 0,00 0,00 0,00
12.666.658,00 1.199.585,93 -304.572,18 13.561.671,75
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
a) für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00
b) für technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
39.058.469,55 3.135.771,79 -742.604,23 41.451.637,11
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
41.604.459,61 3.287.474,77 -742.604,23 44.149.330,15
NETTOBUCHWERTE
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 234.176,24 328.077,86
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.504.417,45 11.954.515,43
2. technische Anlagen und Maschinen 7.716.712,00 6.624.110,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
a) Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.419.388,00 4.325.252,00
b) Fuhrpark 0,00 0,00
4.419.388,00 4.325.252,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
a) für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.912.347,79 458.463,90
b) für technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00
1.912.347,79 458.463,90
25.552.865,24 23.362.341,33
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 500,00 31.750,00
25.787.541,48 23.722.169,19
Restlaufzeit bis zu einem Jahr
EUR
Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren
EUR
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
EUR
Gesamtbetrag
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.202.201,03 0,00 0,00 12.202.201,03
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 43.816,84 0,00 0,00 43.816,84
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.071.823,50 0,00 0,00 2.071.823,50
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 604.767,60 0,00 0,00 604.767,60
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 8.613.092,50 0,00 0,00 8.613.092,50
6. sonstige Verbindlichkeiten 804.293,63 0,00 0,00 804.293,63
24.339.995,10 0,00 0,00 24.339.995,10

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe gesichert durch die gesamtschuldnerische Haftung der Firmen Turck Holding GmbH, Hans Turck GmbH & Co. KG, Werner Turck GmbH & Co. KG, Turck Beteiligungs GmbH und Turck Beierfeld GmbH im Rahmen des Konsortialkredits.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Turck Beierfeld GmbH, Grünhain-Beierfeld

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Turck Beierfeld GmbH, Grünhain-Beierfeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Turck Beierfeld GmbH, Grünhain-Beierfeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unsere Prüfungsurteile zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Wuppertal, den 6. März 2024

Der Jahresabschluss wurde am 18.03.2024 festgestellt.

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