AHO7 GmbH
Selbe AdresseVermietung von Luftfahrzeugen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Manfred Beier seit 30.9.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 26.25% | |
| 25.00% | |
| 25.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 55.88% | |
| 50.00% | |
| 50.00% | |
| 45.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AERO INVEST GmbH (vormals: AIR HAMBURG Beteiligungs GmbH)Darmstadt (vormals: Hamburg)Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021AIR HAMBURG Beteiligungs GmbHAKTIVA
PASSIVA
Konzerngewinn - und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021AIR HAMBURG Beteiligungs GmbH
1.5 KONZERNANHANG zum 31. Dezember 20211.5.1 Allgemeine Angaben Aufgrund der Überschreitung der in § 293 HGB genannten Kriterien, wird für das Geschäftsjahr 2021 ein Konzernabschluss auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs (§§ 290 ff. HGB) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses haben wir Vermerke, die wahlweise auch in der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung vorgenommen werden können, im Anhang dargestellt. Die AIR HAMBURG Beteiligungs GmbH hat ihren Sitz in Hamburg und ist im Handelsregister Hamburg unter der Registernummer HRB 108554 eingetragen. Mit Gesellschafterbeschluss vom 24.03.2022 beschlossen die Gesellschafter, den Namen der Gesellschaft in AERO INVEST GmbH zu ändern und ihren Sitz nach Darmstadt zu verlegen. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 12.08.2022; Handelsregisternummer HRB 103832 Darmstadt. 1.5.2 Information zum Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss wurden die folgenden Unternehmen nach den Vorschriften über die Vollkonsolidierung einbezogen:
Vollhafter der Flugschule Hamburg GmbH & Co. KG ist die Sky Photo Verwaltungs GmbH. Sie hält keine Anteile. Die AHO7 GmbH wurde gem. Notarvertrag vom 01.02.2021 von der AIR HAMBURG Beteiligungs GmbH gegründet. Am 17.03.2021 wurden von den insgesamt 25.000 Anteilen 7.353 Anteile an die RSM Management GmbH & Co. KG und 3.676 Anteile an Herrn Mark Lins verkauft. Der Gesellschaftsvertrag der AH Immobilien GmbH & Co. KG wurde am 14.01.2021 unterzeichnet. Vollhafterin ist die EFO Aviation Verwaltungs-GmbH. Sie hält keine Anteile. Der Konzernabschluss hat zugleich befreiende Wirkung gem. § 264 Abs. 3 HGB für die Gesellschaft zu 4. Gem. § 311 HGB wird unter den Finanzanlagen die folgende Gesellschaft als assoziiertes Unternehmen ausgewiesen:
Die AH08 GmbH wurde gem. Notarvertrag vom 01.02.2021 von der AIR HAMBURG Beteiligungs GmbH gegründet. Am 14.06.2021 wurden von den insgesamt 25.000 Anteilen 12.500 Anteile an die Einzelfirma Roger Wittmann Sportmanagement e.K. verkauft. Zwischen Gründung und Verkauf fanden keine wesentlichen Geschäftstätigkeiten statt. Daher wurde die AHO8 GmbH ab Beginn der Gründung als assoziiertes Unternehmen behandelt. Die AHO 3 GmbH & Co. KG wurde zum 22. Februar 2018 und die Air4 Lufttransport GmbH & Co. KG wurde zum 20. März 2018 gegründet. Beide Firmen sind ab diesem Zeitpunkt assoziierte Unternehmen. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze werden einheitlich mit den restlichen Konzernunternehmen ausgeübt. Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB und sonstige finanzielle Verpflichtungen zwischen der AHO 2 GmbH & Co. KG, AHO 3 GmbH & Co. KG, Air4 Lufttransport GmbH & Co. KG, AHO 1 GmbH, AIR5 Lufttransport GmbH, AHO8 GmbH und dem Konzern bestehen nicht. Der Unterschiedsbetrag gem. § 312 Abs. 2 HGB betrug zum Zeitpunkt, zu dem die AHO8 GmbH assoziiertes Unternehmen wurde, 0,00 Euro. Das Gleiche gilt für die Gesellschaften AHO2 GmbH & Co. KG, AHO 3 GmbH & Co. KG, Air4 Lufttransport GmbH & Co. KG, AIR5 Lufttransport GmbH sowie für die AHO 1 GmbH. Die zusammengefassten Bilanzen als auch die GuV der assoziierten Unternehmen zeigen, korrigiert um Konzernanpassungen, folgendes Bild: AHO 2 GmbH & Co. KG:
AHO 3 GmbH & Co, KG:
Air4 Lufttransport GmbH & Co. KG:
AHO 1 GmbH:
AIR5 Lufttransport GmbH:
AHO8 GmbH:
1.5.3 Konsolidierungsgrundsätze Alle einbezogenen Unternehmen besitzen einen einheitlichen Abschlussstichtag zum 31. Dezember und bilanzieren nach den Regelungen des deutschen Handelsrechts. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge, zwischen den einbezogenen Unternehmen werden im Rahmen der Konsolidierungsbuchungen eliminiert. Die assoziierte Unternehmen AHO 2 GmbH & Co. KG, AHO 3 GmbH & Co. KG, Air4 Lufttransport GmbH & Co. KG, AHO 1 GmbH, AIR5 Lufttransport GmbH und AHO8 GmbH wurden zum Bilanzstichtag mittels Equity-Methode bewertet. Das auf die assoziierten Unternehmen entfallende Ergebnis führte zu folgender Bewertung:
1.5.4 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und im Rahmen der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Von der Bewertungsfreiheit für geringwertige Wirtschaftsgüter wird Gebrauch gemacht. Bei der Kapitalkonsolidierung entstandene Geschäfts- oder Firmenwerte werden über einen Zeitraum von 5 Jahren linear abgeschrieben. Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Für das latente Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde zudem eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Kassenbestände und Bankguthaben werden mit dem Nennwert ausgewiesen. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfassen Auszahlungen, die Aufwand in zukünftigen Perioden darstellen. Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennwert passiviert worden. Bei der Bemessung der Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken und andere ungewisse Verbindlichkeiten in erforderlicher Höhe berücksichtigt. Sie wurden in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert worden. Forderungen, Verbindlichkeiten und Bankguthaben in fremder Währung werden soweit kurzfristig gem. § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. 1.5.5 Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Die Forderungen haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sonstige Vermögensgegenstände haben mit Ausnahme von TEUR 436,3 (VJ TEUR 309,5) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Hinsichtlich der Entwicklung des Eigenkapitals wird auf die beigefügte Eigenkapitalveränderungsrechnung gem. DRS 22 hingewiesen. Im Zusammenhang mit der Kapitalkonsolidierung im Jahr 2015 wurden TEUR 3.299,4 in die Konzerngewinnrücklagen umgegliedert. Die Bilanzposition Bilanzgewinn/-vertust enthält einen Gewinnvortrag i.H.v. 43.525.285,93 Euro. Die sonstigen Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten auf der Grundlage der erwartenden Inanspruchnahme gebildet. Sie enthalten insbesondere Rückstellungen für Urlaubstage, Emissionsrechte, ausländische Gebühren und Steuern, Abschlusserstellung sowie Jahresabschlussprüfung. Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im folgenden Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
Darüber hinaus bestehen für Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 7.989,3 branchenübliche Abtretungsvereinbarungen. Im Rahmen der Erstkonsolidierung wurden die stillen Reserven und Lasten, die in den Beteiligungen enthalten waren, aufgedeckt. Die darauf entfallenden latenten Steuern wurden erfolgsneutral mit dem individuellen Steuersatz des jeweiligen Konzernunternehmens (Personengesellschaft 12,5 %, Kapitalgesellschaft 30,7 %) gebildet. Die neu bewerteten Vermögensgegenstände werden im Konzernabschluss über ihre Restnutzungsdauer abgeschrieben. Die latenten Steuern werden entsprechend der vorgenommenen Abschreibungen aufgelöst. 1.5.6 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt:
Im Rahmen der Währungsumrechnung sind Erträge in Höhe von TEUR 1.364,0 (VJ TEUR 717,1) sowie Aufwendungen in Höhe von TEUR 601,1 (VJ TEUR 545,2) angefallen. Der Ertrag aus dem fortgeführten Wertansatz der Beteiligung an assoziierten Unternehmen nach Equity Methode beträgt 2.294.518,59 Euro. Der Aufwand aus dem fortgeführten Wertansatz beträgt 156.288,73 Euro. Der Ertragsteueraufwand beträgt im Berichtsjahr TEUR 14.654,3. Darin enthalten sind die im Kalenderjahr aufgelösten latenten Steuern mit TEUR 15,7. 1.5.7 Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds entspricht der Bilanzposition Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks. Enthalten sind Zahlungsmittel, d.h. Barmittel, täglich fällige Sichteinlagen und Zahlungsmitteläquivalente mit einer Restlaufzeit von max. 3 Monaten. Wesentliche zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge betreffen Wertberichtigungen und Abschreibungen auf Forderungen, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, die Erträge/ Aufwendungen der Wertansätze assoziierter Unternehmen sowie die Anpassung der latenten Steuern. 1.5.8 Erläuterungen zum Konzern-Eigenkapitalspiegel Der am Bilanzstichtag ausgewiesene Bilanzgewinn steht den Gesellschaftern grundsätzlich vollständig zur Ausschüttung zur Verfügung. Die Muttergesellschaft hat einen Betrag von TEUR 10.000 an die Gesellschafter ausgeschüttet. 1.5.9 Nachtragsbericht Aufgrund der Corona-Pandemie und dem Krieg in der Ukraine mit den daraus resultierenden Sanktionen verzeichnet die Gesellschaft ausstehende Forderungen. Aufträge konnten nicht abgewickelt werden, wodurch entsprechende Umsätze fehlen. Die Gesellschaft geht davon aus, dass aus anderen EU-Ländern noch Steuernachforderungen kommen können. Im Jahr 2022 wurden wesentliche Teile des Konzerns verkauft. 1.5.10 Sonstige Angaben Wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB, die nicht in der Bilanz erscheinen und auch nicht nach § 251 HGB anzugeben sind und für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestanden in Höhe von Mio EUR 298,2 davon gegenüber assoziierten Unternehmen in Höhe von Mio. EUR 227,7. Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses machte TEUR 38,4 aus und betrifft Abschlussprüfungsleistungen. Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 585 (Vorjahr 479) fest angestellte Arbeitnehmer. Davon waren Frauen 222 (Vorjahr 177). Geschäftsführer der Muttergesellschaft waren im Berichtsjahr:
Die Angabe der Geschäftsführergehälter unterbleibt gem. § 314 Abs. 3 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB.
Hamburg, den 16.06.2023 gez. Simon Ebert, Geschäftsführer 1.3 Anlagenspiegel zum 31.12.2021
1.4 Konzern-Kapitalflussrechnung 2021
Zusammengefasster Lagebericht für den Einzelabschluss und den Konzernabschluss für das Jahr 2021I. Ausführungen zur Geschäftslage a. Konzernstruktur & Geschäftstätigkeit b. Strategie & Ziele c. Auftrags- und Umsatzentwicklung d. Wachstum der Gruppe e. Entwicklung Personalbestand II. Wirtschaftsbericht a. Ertragslage b. Vermögens und Finanzierungslage III. Chancen und Risikobericht a. Chancen b. Risiken IV. Risikomanagementsystem V. Nachtragsbericht VI. Prognosebericht I. Ausführungen zur Geschäftslage a. Konzernstruktur & Geschäftstätigkeit Die Air Hamburg Beteiligungs GmbH (Air HH), gegründet im Jahr 2011, ist ein mittelständisches Unternehmen mit eingetragenem Hauptsitz in Hamburg. Die Unternehmensgruppe ist im Wirtschaftszweig Luftfahrt tätig und ist in vier verschiedenen Geschäftsbereichen aktiv. Hierbei handelt es sich um den gewerblichen, weltweiten Betrieb von Business Jets (Air HH Luftverkehrsgesellschaft mbH), den Betrieb eines Werftbetriebes für Business Jets (Air HAMBURG Technik GmbH), die Verwaltung und Vermietung von Luftfahrzeugen über verschiedene Eigentümergesellschaften (Air HAMBURG Flugzeugvermietungs GmbH, AHO 1 GmbH , AHO 2 GmbH & Co. KG, AHO 3 GmbH & Co.KG, Air 4 Lufttransport GmbH & Co. KG, Air 5 Lufttransport GmbH, AHO 7 GmbH , AHO 8 GmbH) sowie die Ausbildung von Piloten (Flugschule Hamburg GmbH & Co. KG). Der umsatzstärkste, größte und wichtigste Geschäftsbereich ist der gewerbliche Betrieb von Business Jets. Dieses Geschäft wird über die Air HH Luftverkehrsgesellschaft mbH ausgeführt. Im Mittelpunkt der Tätigkeit steht das Vorbereiten und Durchführen von individuellen Charterflügen für die Wirtschaft sowie für Privatpersonen. Für die Geschäftstätigkeit sind Europa (inkl. Russland) und der mittlere Osten die wichtigsten Märkte, in denen 90% der Umsätze erzielt werden. Die für die Vercharterung benötigen Flugzeuge werden über mittel- und langfristige Mietverträge von unabhängigen Eigentümergesellschaften angemietet. Für Eigentümer bieten sich durch die Geschäftsbeziehung folgende Vorteile: Neben den Mieteinnahmen, die der Eigentümer für die geflogenen Flugstunden erhält, wird ihm jegliche administrative Arbeit, die seinen Jet betrifft, abgenommen. Von der Disposition über die technische Dokumentation bis hin zur Koordination der Wartung kümmern sich jederzeit erfahrene Spezialisten. Die AIR HAMBURG Technik GmbH, der konzerneigene Wartungsbetrieb, hat im Geschäftsjahr 2021 das operative Geschäft intensiv ausgebaut. Die Zulassung des Betriebes ist um zwei weitere Flugzeugmuster (die Praetor600 & die Pehnom300) ergänzt worden. Interne Strukturen (Personal- und Prozessorganisation) sind energisch weiterentwickelt und optimiert worden. Im Jahr 2021 lag der Fokus des Betriebs auf der Wartung der eigenen Flugzeugflotte. Schwerpunktmäßig wird das Flugzeugmuster Legacy600/650, Praetor 600 sowie XLS+ gewartet. Um den Bau eines eigenen, neuen Hangars am Standort Baden Airpark zu realisieren, ist die AH Immobilien GmbH & Co. KG im abgelaufenen Geschäftsjahr gegründet worden. Die Flugzeugeigentümergesellschaften, wie beispielsweise die Air HAMBURG Flugzeugvermietungs GmbH, erwerben Flugzeuge als Anlageninvestition und vermieten diese über langfristige Miet- & Halterschaftsverträge an die Air HH Luftverkehrsgesellschaft mbH. Im Geschäftsjahr 2021 wurden zwei zusätzliche Flugzeugeigentümergesellschaft (AHO 7 GmbH & AHO 8 GmbH) gegründet. Neben den bereits beschriebenen Tätigkeitsfeldern ist der Konzern zudem im Bereich der Handling-Dienstleistungen am Flughafen Hamburg aktiv, um die Kunden der Air Hamburg Luftverkehrsgesellschaft vor und nach den Flügen mit einem qualitativ hochwertigen Service zu bedienen. Darüber hinaus nimmt die Bereitstellung von Catering-Leistungen in den letzten Jahren stetig zu. Die genannten Dienstleitungen werden vermehrt auch Drittkunden angeboten. Die Air HH zählt zu den führenden, größten und erfolgreichsten Komplettanbietern in der Business Aviation in Europa und betreibt die größte Embraer Legacy 600/650 sowie Cessna Citation XLS+ Flotte in Europa. Die Flugschule Hamburg GmbH & Co. KG bietet Ausbildungsmöglichkeiten für verschiedene Flugzeuglizenzen an und unterhält eine eigene Flotte von überwiegend einmotorigen Flugzeugen. Diese Maschinen werden hauptsächlich für Schulungsflüge genutzt. b. Strategie & Ziele Der strategische Fokus des Konzerns liegt im Geschäftsbereich des gewerblichen Betriebes von Business Jets. Flexibilität, Individualität und Verfügbarkeit sind drei wichtige Faktoren, die von Business Jet Nutzern erwartet werden. Aufgrund dessen hat sich die Air HH strategisch darauf ausgerichtet, die betriebene Flotte zu diversifizieren und im Jahr 2021 die Flotte um zwei weitere Segmente, Super-Midsize-Jets und die Ultra-Large-Jets, zu erweitern. Damit ist die Gesellschaft in sechs Flugzeugtypsegmenten tätig. Diese Segmente sind: Long Range Jet, Ultra-Large-Jets, Heavy Jets, Super-Midsize-Jets, Super-Light-Jets und Light-Jets. Innerhalb dieser Segmente fokussiert sich die AIR HH auf den Betrieb von maximal 2 Flugzeugtypen pro Segment, um Synergien zu schaffen und eine hohe Verfügbarkeit für die Kunden zu gewährleisten. Über die Abdeckungen dieser 6 Segmente können verschiedenste Kundenwünsche von innerdeutschen Kurzstrecken bis hin zu internationalen Langstreckenflügen erfüllt werden. Die strategische Entscheidung die Flugzeugtypen innerhalb der Segmente zu homogenisieren, wurde im Jahr 2021 weiter vorangetrieben. Das Flottensegment der Light-Jets soll perspektivisch auf die Phenom300 ausgerichtet werden. Die durch die Harmonisierung freiwerdenden Ressourcen sollen für den intensiven Ausbau der Segmente Super-Midsize-Jets, Heavy Jets sowie Long-Range-Jets genutzt werden. Nach der erfolgreichen Etablierung im Long-Range-Jets Markt durch die Aufnahme von der Falcon 7X in die Flotte, wird durch die Aufnahme eines weiteren Flugzeugtyps, der Embraer Lineage1000, ein weiterer exklusiver Kundenmarkt ins Visier genommen. Die Geschäftsführung ist vom starken Marktpotenzial im Long-Range-Jet sowie im Ultra-Large-Jet Bereich überzeugt und möchte diese Segmente auch im kommenden Geschäftsjahr 2022 weiter ausbauen. Deswegen ist die Geschäftsleitung darum bemüht, mittelfristig weitere Investoren zu gewinnen, die in diesen Flugzeugtypen investieren und der AIR HH für das Chartergeschäft zur Verfügung stellen. Mit der Erweiterung des Angebotsportfolio konnten neue Kundengruppen gewonnen und die Basis für ein starkes organisches Wachstum geschaffen werden. Wie bereits im Vorhergehenden erwähnt, wird das Geschäft aktuell mit Flugzeugtypen betrieben, die in sechs Flugzeugkategorien eingeteilt sind. Hierbei handelt es sich um die Kategorien Light-Jets (Phenom300/CJ3), Super-Light-Jets (XLS+), Super-Midsize-Jets (Legacy450/500/Praetor600), Heavy Jets (Legacy 600/650/650E), Ultra- Large-Jets (Lineage1000) sowie Long-Range Jets (Falcon 7X). Innerhalb jeder Kategorie sollen idealerweise mehrere Flugzeuge eines gleichen Musters betrieben werden, wie beispielsweise 21 Embraer Legacy 600/650/650E, 8 Cessna Citation XLS+ und 5 Phenom300/300E. Durch diese Strategie können diverse Synergien realisiert und eine hohe Verfügbarkeit garantiert werden. Der Flottenmix reicht von Light- bis zu Long-Range-Jets, wodurch es der Air HH möglich ist, ein breites Marktsegment abzudecken. Die Air HH betreibt ein "Floating-Base" Geschäftsmodell. Bei diesem Modell werden die Flugzeuge, wenn möglich, nie ohne Buchung zurück zum Heimatflughafen geflogen. Die Vertriebsabteilung (Sales) versucht idealerweise direkt vom jeweiligen Ankunftsort des Flugzeugs einen Anschlussflug zu verkaufen. Durch dieses Modell kann die Air HH eine sehr hohe Verfügbarkeit von Flugzeugen an verschiedenen Standorten innerhalb Europas (inkl. Russland) sowie im Nahen und Mittleren Osten gewährleisten. Die Flotte ist durchgehend mit einer Crew besetzt. Wenn ein Wechsel aufgrund von Arbeitszeitvorschriften notwendig wird, findet dieser am jeweiligen Standort statt. Somit ist gewährleistet, dass auf kurzfristige Buchungen sehr flexibel reagiert werden kann und kostenintensive Leerflüge vermieden werden. Um eine möglichst hohe Auslastung der Flugzeuge zu erreichen sowie dem Kunden den bestmöglichen Service zu gewährleisten, hat sich die Air HH dazu entschieden, mit einem "24/7" Service 365 Tage pro Jahr erreichbar zu sein. Der Vertrieb, das OPS sowie weitere Backoffice Funktionen arbeiten in einem Drei-Schicht-System, um eine 24-stündige Erreichbarkeit zu garantieren, alle Kundenanliegen entgegenzunehmen und innerhalb kürzester Reaktionszeit zu bearbeiten. Ein Kernpunkt der strategischen Ausrichtung des Konzerns zielt auf das kontinuierliche Flottenwachstum ab. Nach über 10 Jahren Erfahrung in der Business Aviation besteht nach Einschätzung der Geschäftsführung ein entscheidender Wettbewerbsvorteil im Betrieb einer großen, relativ homogenen (max. 6-7 verschiedene Muster) Flugzeugflotte, wodurch am Markt ganzjährig wirtschaftlich erfolgreich und effektiv operiert werden kann. Deswegen hat die Geschäftsführung die strategische Entscheidung getroffen primär den Long-Range-Jet, Heavy-Jet und Super-Midsize-Jet Bereich weiter auszubauen. Mit Hilfe von zwei neu gewonnenen externen Investoren sowie loyalen Altinvestoren, ist es dem Konzern im Jahr 2021 gelungen zwei zusätzliche Legacy 650/650E, zwei Legacy450/500, zwei Praetor600, zwei Linage1000 Phenom300E sowie eine Citation CJ3 in die Flotte zu integrieren. Hierdurch hat die Air HH ihre Position als größter Betreiber von Embraer Legacy 600/650/650E Maschinen in Europa stark ausgebaut und gefestigt. Die Gesamtzahl beläuft sich auf 21 Maschinen dieses Flugzeugtyps. Damit der Konzern bezüglich der Flottengröße, wie im abgelaufenen Geschäftsjahr, weiter im zweistelligen Prozentbereich organisch wachsen kann, wird kontinuierlich an der Optimierung von innerbetrieblichen und verwaltungstechnischen Abläufen gearbeitet. Ein starker Fokus lag in diesem Zusammenhang auf dem Ausbau der IT-Struktur sowie der Digitalisierung, um Prozesse kostenoptimiert darzustellen und jederzeit weitere Flugzeuge in die gewerbliche Operation aufnehmen und wirtschaftlich erfolgreich betreiben zu können. Die Förderung der Digitalisierung ist ein zentraler Punkt in der strategischen Planung der Geschäftsführung. Ein weiterer strategischer Kernbereich der Konzernaktivitäten liegt im Betrieb des Werftbetriebes Air Hamburg Technik. Durch den konzerneigenen Werftbetrieb soll das Ziel der maximalen Verfügbarkeit der Flugzeuge angestrebt werden. Eine hohe Verfügbarkeit der Flugzeuge ist ein großer wirtschaftlicher Wettbewerbsvorteil. Der Werftbetrieb wird kontinuierlich ausgebaut, um notwendige Werftaufehalte besser planen und effizienter ausführen zu können. Die Werft ist 7 Tage die Woche mit technischem Personal besetzt, wodurch eine hohe Flexibilität bei der Behebung von technischen Problemen gewährleistet ist. Zudem ist aufgrund der eigenen Werft eine sehr hohe Qualität bei der Ausführung der Wartungen garantiert. Die Abhängigkeit von externen Werften wird durch den eigenen Betrieb reduziert. Die konzernzugehörige Flugschule ermöglicht unter anderem die Ausbildung von eigenen Piloten für die von der AIR HAMBURG Luftverkehrsgesellschaft betriebenen Flugzeugtypen. Durch diese konzerninterne Ausbildungsmöglichkeit ist die Gesellschaft ein Stück weit unabhängig vom Angebot am allgemeinen Arbeitsmarkt. Darüber hinaus kann hierdurch direkt Einfluss auf die Ausbildungsqualität der zukünftigen Mitarbeiter genommen werden. c. Auftrags- und Umsatzentwicklung Die im Geschäftsjahr 2020 weltweit aufgetretene Corona-Pandemie hatte im Geschäftsjahr 2021 keine größeren negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Air HH, Getrieben durch die Auswirkungen der Pandemie konnten viele neue Kunden für die Business Aviation gewonnen werden. Zudem gab es weltweit einen intensiven Nachholbedarf bezüglich Reiseaktivitäten, nachdem die Pandemiebeschränkungen gelockert worden sind. Dieses positive Marktumfeld bietet die Basis für ein starkes zweistelliges organisches Umsatzwachstum. Die Umsatzerlöse liegen bei TEUR 294.528. Der größte Umsatzanteil stammt aus dem Chartergeschäft, dieser konnte um 50,9% zum Vorjahr gesteigert werden. Das Rohergebnis beläuft sich auf TEUR 91.014. Grundlage für die gesteigerten Umsatzerlöse ist die Einflottung von den 9 zusätzlichen Maschinen im Lauf des Geschäftsjahres sowie der vollen Kapazitätsauslastung der im Vorjahr 2020 eingeflotteten Maschinen im Heavy-Jet, Long-Range-Jet und Light-Jet Segment, s zu der positiven Geschäftsentwicklung beitrug. Durch den intensiven Ausbau der Flotte, konnten die Marktsegmente noch effizienter bearbeitet und Marktanteile hinzugewonnen werden. Innerhalb der vergangenen Jahre konnte sich die Air HH als einer der größten gewerblichen Vollcharteranbieter in Europa erfolgreich etablieren und die Marktpräsenz stark ausbauen. Dei neu gewonnenen Kundenkreise können durch die zusätzlichen Maschinen noch besser bedient und sogar ausgebaut werden. Auch im Jahr 2021 konnten über alle Flugzeugsegmente überdurchschnittliche Flugleistungen generiert werden. Der Markt bietet für die Gesellschaft ein großes Wachstumspotential, weshalb die Geschäftsführung bestrebt ist, durch die Aufnahme weiterer Flugzeuge, die Präsenz zu erhöhen und weitere Marktanteile zu gewinnen. Durch die Aufnahme weiterer Maschinen sollen zudem Synergien gehoben werden, um noch wettbewerbsfähiger agieren zu können. Neben dem Flottenwachstum besteht ein weiterer wichtiger Meilenstein für die zukünftige positive Geschäftsentwicklung im Ausbau der IT-Struktur sowie der Digitalisierung. Durch den stetigen Ausbau der Digitalisierung können Prozesse effektiver gestaltet werden, wodurch die Arbeitslast in diversen Bereichen reduziert und die Qualität gesteigert werden kann. Für die Umsetzung von IT-Projekten sind größere Investitionen in Hardware und Software getätigt worden. Zudem wurde intensiv in den IT-Personalstamm investiert. Um das organische Wachstum bewältigen zu können, haben sich die Bereiche Flugbetrieb, Vertrieb, OPS sowie diverse Backoffice-Funktionen personell verstärkt und Kapazitäten ausgebaut. Aufgrund der stetig wachsenden Flotte und der damit verbundenen steigenden Attraktivität für die führenden internationalen Charteragenturen, konnte die Zusammenarbeit intensiviert werden, was zu dem Gewinn von zusätzlichen Aufträgen führte. Die AIR HH zählt zu den verlässlichsten Anbietern im Markt. Durch die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit sind gut funktionierende und starke Netzwerke entstanden. Die Umsätze im Stammkundenbereich konnten im Geschäftsjahr 2021 ebenfalls gesteigert werden. Dem Management ist es gelungen, neue Kunden zu akquirieren und diese von der Qualität der Air HH Operation zu überzeugen. d. Wachstum der Gruppe Die Flotte der AIR HH konnte Jahr 2021 intensiv ausgebaut worden. Dem Management der Air HH ist es gelungen neun weitere Flugzeuge für die Flotte zu gewinnen und in das Air Operator Certificate (AOC) aufzunehmen. Neben den neun Zugängen gab es in dem abgelaufenen Geschäftsjahr auch Abgänge aus dem AOC, da 3 Maschinen (zwei Cessna Citation XLS+ und ein Cessna Citation CJ3) von den Eigentümern veräußert worden sind. Unter Berücksichtigung der Flugzeugzugänge ist die Gesamtzahl der Flotte zum 31.12.2021 auf 43 Flugzeuge angestiegen, wodurch die Vorjahresprognose übererfüllt wurde. Durch die Einflottung von 4 Super-Midsize-Jets sowie 2 Ultra-Heavy-Jets konnte die Gesellschaft in zwei weiteren Märkten Fuß fassen. Die drei restlichen zusätzlichen Maschinen haben die Segmente Heavy-Jet und Light-Jet gestärkt und bietet die Möglichkeit weitere positive Synergien zu nutzen. Der wirtschaftliche Betrieb der Flotte wird durch diese Effekte positiv beeinflusst. Die Neueinflottungen sind die Basis für weiteres Wachstum der Gruppe und schaffen die Voraussetzung weitere Marktanteile zu gewinnen. Auch für diese neuen Jets sind mittel- bis langfristige Mietverträge mit unabhängigen Eigentümergesellschaften abgeschlossen worden. Wie bereits im Vorangegangenen erläutert, schätzt die Unternehmensgruppe die Zusammenarbeit mit unabhängigen Eigentümergesellschaften, die einen langfristigen Investitionshorizont verfolgen. Für das Jahr 2022 sind weitere Aufnahmen von Flugzeugen in das AOC der Air HH geplant, Hierbei soll der Fokus schwerpunktmäßig auf dem Wachstum in dem Segment Long-Range-Jets, Heavy-Jets und Super-Light-Jets liegen. Das Management der Air HH sieht großes Potenzial im weiteren Ausbau der Long-Range-Jet Flotte, da der Wettbewerb in diesem Segment weniger aggressiv und preissensibel als in anderen Segmenten ist, wie beispielsweise dem der Light-Jets. Nichtsdestotrotz ist die AIR HH bemüht auch die Segmente Light- und Super-Jets durch die Aufnahme weitere Maschinen zu stärken, da diese für den Stammkundenbereich extrem wichtig sind. Viele deutsche Kunden nutzen überwiegend Light- und Super-Light-Jets. Um auch im Stammkundenbereich nachhaltig wachsen zu können, müssen ausreichend Maschinen in der Flotte vorhanden sein. Der konzerneigene Technikbetrieb, die Air HAMBURG Technik mit Sitz am Airport Baden-Baden, wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr intensiv ausgebaut. Die Organisation zählt zum 31.12.2021 58 Vollzeitkräfte. Das Personal ist durch Schulungen und Weiterbildungen kontinuierlich weiterqualifiziert worden, um einen hohen Qualitätsstandard zu gewährleisten. Die Zulassung des Betriebes ist um zwei Flugzeugmuster die Embraer Phenom 300 (EMB-505) und die Praetor 600 (EMB 550) erweitert worden, wodurch mittelfristig die Anmietung weiterer Hallenflächen notwendig werden wird. Zudem sind ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt worden, um die technische Ausstattung des Werftbetriebes an die organisch wachsende Organisation anzupassen. Das Auftragsvolumen sowie der Umsatz der Gesellschaft sind im Jahr 2021 stark gestiegen. Der Umsatz beläuft sich auf rund Mio. 9,3 € und liegt damit 29% über dem Vorjahresergebnis. Perspektivisch soll im kommenden Jahr 2022 die betriebliche Zulassung (MOA) um ein weiters Muster, die Lineage1000 itert werden. Aufgrund der begrenzt verfügbaren Hallenkapazität am Baden Airpark werden zum aktuellen Zeitpunkt ausschließlich Flugzeuge der eigenen Flotte im Betrieb gewartet. Durch das starke Flottenwachstum sowie dem Plan weitere Flugzeugmuster der Flotte in Baden-Baden zu warten, wird die Hallenkapazität (2 Hallen) mittelfristig nicht mehr ausreichen, weshalb der Bau einer eigenen Wartungshalle im Jahr 2021 initiiert worden ist. Das Bauprojekt soll im Sommer 2022 abgeschlossen sein. Für den Bau der Wartungshalle wurde eine neue Gesellschaft, die AH Immobilien GmbH & Co. KG gegründet. Die neu gegründete Gesellschaft ist die Eigentümerin der Wartungshalle und wird diese an die Air HH Technik vermieten. Bis zum Ende des Jahres 2023 sollen bis zu 70 Kollegen am Standort beschäftigt sein. Die vergangenen Geschäftsjahre haben gezeigt, dass durch den Betrieb des konzerneigenen Wartungsbetriebs große operative Vorteile bezüglich der Flottenverfügbarkeit bestehen und die Abhängigkeit von unflexiblen Drittanbietern extrem gesunken ist. Durch die eigene technische Wartung der Maschinen sowie einem eigenen AOG Team werden die Wartungskosten gesenkt und vor allem die "Downtime" der Maschinen reduziert, Aus diesen Gründen wird auch im Geschäftsjahr 2022 weiter in den Ausbau der Organisation investiert. Im Flugschulbereich gab es im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 leider keine Wachstumsimpulse. Durch die Nachwirkungen der Corona-Pandemie konnte Schulungsbetrieb nur eingeschränkt durchgeführt werden. Zudem konnten nur wenig neue Kunden akquiriert werden, wodurch der Umsatz zurückgegangen ist. Die organisatorische Umstrukturierung hat bisher leider zu keiner Verbesserung der bezüglich der wirtschaftlichen Leistungsverbesserung geführt. Trotzdem wurde weiter in die bestehende Flotte investiert, mit dem Ziel, die Flugschulumsätze im Jahr 2022 wieder auszubauen. Zudem soll die Ausbildung eigener Piloten weiter intensiviert werden. e. Entwicklung Personalbestand Zum Ende des Geschäftsjahres 2021 beschäftigt die Air HH 585 Beschäftige (Vorjahr: 479). Damit waren in 2021 rund 20 % mehr Mitarbeiter beschäftigt als im Vorjahr 2020. 60% der Belegschaft setzt sich aus Piloten und Cabin Service Representatives zusammen. Die restlichen 40% der Mitarbeiter besetzen administrative Funktionen (Vertrieb, OPS, Catering, Accounting, IT usw.) sowie die technische Abteilung (CAMO). Zudem hat sich die Mitarbeiterzahl im Werftbetrieb von 33 auf 58 Beschäftigte erhöht, was einem prozentualen Anstieg von 76% entspricht. Bedingt ist dieser Anstieg durch die Aufnahme von 9 weiteren Maschinen in das AOC sowie dem intensiven Ausbau des Werftbetriebes. Das Management setze den Fokus im Jahr 2021 verstärkt auf die Organisations- und Personalentwicklung sowie auf die Optimierung von Prozessen durch den Ausbau der IT-Struktur. Die bestehenden Strukturen werden kontinuierlich an die aktuellen Bedürfnisse angepasst, um eine effiziente und erfolgreiche Organisation zu gewährleisten, welche das zukünftige Wachstum bewältigen kann. Um den Zuwachs von neun zusätzlichen Maschinen im Jahr 2021 sowie das angestrebte Flottenwachstum im Jahr 2022 realisieren zu können, haben sich alle zentralen Funktionsbereiche personell verstärkt. Die Personalkosten sind im abgelaufenen Geschäftsjahr entsprechend um ca. 28,5% auf TEUR 34.780 gestiegen. Der Personalzuwachs war im Jahr 2021 wesentlich stärker als im vorherigen Corona-Pandemie-Geschäftsjahr. Parallel verfolgt das Management das Ziel die zukünftig benötigte Personalintensität in einem wirtschaftlich wettbewerbsfähigen Rahmen zu halten, indem intensiv in IT- Systeme bzw. in die Digitalisierung investiert, um Arbeitsprozesse effizienter ausführen zu können, wodurch manueller Arbeitsaufwand reduziert wird. Der anhaltende Wettbewerbsdruck am Markt zwingt die Organisation zur absoluten Kostendisziplin bei dem Personalkostenblock. II. Wirtschaftsbericht a. Ertragslage Die Air HH konnte im Jahr 2021 einen operativen Konzernjahresüberschuss vor Steuern in Höhe von TEUR 49.003 realisieren. Nach Steuern konnte ein Konzernergebnis von TEUR 33.435 erzielt werden. Die in 2021 erzielte Umsatzrendite beträgt 11,4 %. Die positive Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr 2020 beruht auf der erhöhten Nachfrage nach Flugleistungen nach dem tendenziell reiseärmeren Corona-Pandemie-Jahr 2020. Zudem lag das Marktpreisniveau für die Flugstunden im Jahr 2021 über dem des Vorjahres. Im Vorjahr waren die Preise aufgrund der Corona-Pandemie zeitweise sehr stark unter Druck. Die steigenden variablen Kosten (Fuel, Personalkosten, usw.) konnten durch das verbesserte Marktpreisniveau sowie durch die Reduzierung von Leerflügen kompensiert werden. Im Jahresergebnis sind Erträge aus der Bewertung von assoziierten Unternehmen i.S.d. § 311 HGB nach der Equity-Methode i.H.v. TEUR 2.138 enthalten. Die neun neu eingeflotteten Flugzeuge konnten bezüglich der Flugstundenauslastung im Jahr 2021 noch nicht die volle Leitungsfähigkeit entfalten. Um die Maschinen in das AOC aufzunehmen sind hohe Vorabinvestitionen notwendig wie beispielsweise Anstellung von neuen Flight Crews, Training von Flight Crews, Ausbau der administrativen Organisation, usw. Die Verstärkung der Flotte mit typgleichen Maschinen sowie der Einflottung neuer Flugzeugmuster (Praetor600/Lineagel000) wird erst im Laufe des Geschäftsjahres 2022 die vollen positiven Auswirkungen auf den Umsatz sowie die Rentabilität zeigen. Für das kommende Geschäftsjahr 2022 strebt das Management eine Steigerung der Umsatzrentabilität an. Den ausschlaggebenden Faktor sieht das Management nach wie vor im Flottenwachstum. Durch die große Anzahl an typgleichen Maschinen, kann eine hohe Verfügbarkeit am europäischen Markt gewährleistet und Leerflüge reduziert bzw. vermieden werden. Des Weiteren konnten durch zusätzliche Flieger im Heavy-Jet Bereich Marktanteile im mittleren Osten sowie im russischen Markt hinzugewonnen werden. Zudem sieht das Management ein großes Umsatzpotenzial im Ausbau der Long-Range-Jet Flotte sowie der Einführung der Super-Midsize-Jets sowie der Ultra-Heavy-Jets. Dies wird im Jahr 2022 die Möglichkeiten eröffnen Flüge wirtschaftlicher darzustellen und die Leerflüge zu reduzieren. Durch eine größere Flottenstärke pro Segment können zusätzliche Synergien in diversen Bereichen, wie beispielsweise beim Training von Piloten, realisiert werden. Um weiter erfolgreich am Markt operieren zu können setzt die Air Hamburg ihren Fokus weiterhin auf die effiziente Vernetzung der Flotte innerhalb des Kernmarktes sowie die intensive Umsetzung ihrer Floating Base Strategie. Die Air HH Flugzeugvermietungsgesellschaft sowie die anderen Flugzeugeigentümergesellschaften haben zur positiven Ertragslage des Konzerns beigetragen. Alle Maschinen der Eigentümergesellschaften haben überdurchschnittliche Flugstunden realisiert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr beträgt das Rohergebnis im Konzern TEUR 140.940. Hauptkostentreiber sind im Jahr 2021 die Chartergebühren, Treibstoffkosten, Personalkosten, Emissionszertifikate sowie Lande- und Abfluggebühren. Der Personalaufwand liegt im Jahr 2021 bei TEUR 34 .780. Die Erhöhung um ca. 28% zum Vorjahr ist vor allem auf den Aufbau von zusätzlichen Crews sowie positive Gehaltsentwicklungen zurückzuführen. Darüber hinaus sind neue hochqualifizierte Mitarbeiter bei der Air Hamburg Technik eingestellt worden, um den Betrieb weiter auszubauen. Daneben stiegen vor allem die Aufwendungen für Chartergebühren und Landegebühren. Ein starker Kostenanstieg ebenfalls bei den Emissionszertifikaten zu verzeichnen. Die Ausgaben belaufen sich auf ca. TEUR 2.900 und liegen damit TEUR 1.000 über dem Vorjahreswert. Dieser Anstieg erklärt sich durch die stark gestiegenen Zertifikatkurse sowie dem Zuwachs bei den generierten Flugstunden. Die Chartergebühren sind um ca. 42% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, da größere Flugzeugmuster eingeflottet worden sind. Ein weiterer großer Posten bei den Betriebsaufwendungen sind insbesondere die planmäßigen Abschreibungen für die im Anlagevermögen befindlichen Flugzeuge. Die Abschreibungen betragen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 5.187. Nach den widrigen Umständen (Corona-Pandemie) im Jahr 2020 konnte das operative Geschäft im Jahr 2021 weiter erfolgreich ausgebaut und ein positives Ergebnis erwirtschaftet werden, sodass die Ertragslage sehr positiv ausfällt. Die Gruppe hat ihre für 2021 prognostizierten Ziele vollumfänglich erfüllt. Die Flotte wurde um 9 Maschinen auf 44 Maschinen erweitert, wodurch die starke Positionierung im europäischen Markt gefestigt und der Marktanteil ausgebaut wird. Besonders die Erweiterung der Flotte um zusätzliche Flugzeugtypen hat dazu beigetragen das positive Wachstum der Gesellschaft voranzutreiben. Das Wachstum bedingt aber auch große Ausgaben und Investitionen in die Organisations- sowie Prozessstruktur, die von der Gesellschaft getätigt werden müssen, bevor das volle Potenzial der Neuzugänge an Maschinen realisiert wird. . Trotz der hohen Investitionen konnte die Umsatzrentabilität zum Vorjahr gesteigert werden, da die im Jahr 2020 integrierten Maschinen einen zusätzlichen Umsatzschub ermöglicht haben Die Flugzeuge konnten ihre volle operative Leistungsfähigkeit entfalten, wodurch Synergien verstärkt ausgeschöpft und kostenintensive Leerflüge reduziert werden konnten. Die lückenlose Verfügbarkeit an Flugzeugen und Crews ist einer der großen Erfolgsfaktoren des Charter-Geschäfts. Der Ausbau der Flotte konnte mit Hilfe neu gewonnener Investoren vorangetrieben werden. b. Vermögens- und Finanzlage Der Konzern hat das Geschäftsjahr 2021 mit einer Bilanzsumme in Höhe von TEUR 148.180 abgeschlossen. Das Eigenkapital beläuft sich am Ende des Geschäftsjahres auf TEUR 72.235. Die Eigenkapitalquote lag am Ende des Geschäftsjahres 2021 bei ca. 49 %. Die Gruppe ist damit solide aufgestellt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf TEUR 18.634 und ist zum Vorjahr gestiegen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten liegen bei TEUR 36.256 (VJ: TEUR 23.140). Zudem sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um ca. 50% gestiegen. Des Weiteren existieren langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 23.756,9. Die langfristigen Verbindlichkeiten stehen in Verbindung mit Darlehen für den Erwerb von Flugzeugen sowie für den Bau des neuen Flugzeughangar am Baden-Airpark. Durch den Verkauf einer Maschine (D-AHOI) konnte die Fremdfinanzierung abgelöst werden. Insgesamt belaufen sich die Verbindlichkeiten auf TEUR 60.013 was einer Steigerung von mehr als 100% entspricht, da intensiv in Maschinen investiert worden ist. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 hat die AIR HH über beteiligte- sowie assoziierte Unternehmen weiter in Flugzeuge investiert, damit Marktanteile gewonnen werden können und die Flotte weiterhin attraktiv bleibt. Die Anlagenintensität ohne Finanzanlagen lag im Jahr 2021 bei 40%. Der statischer Verschuldungsgrad liegt am Bilanzstichtag zum 31.12.2021 bei 82%. Damit steht das Unternehmen auf einem soliden Fundament. Zum Bilanzstichtag stehen der Gruppe TEUR 36.717 liquide Mittel zur Verfügung. Die Zahlungsfähigkeit des Konzerns war jederzeit gewährleistet. Auf die im Jahresabschluss beigefügte Kapitalflussrechnung wird verwiesen. III. Chancen und Risikobericht a. Chancen Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich der europäische Markt trotz Corona-Pandemie Nachwirkungen für die Air HH positiv entwickelt. Aufgrund der Pandemie konnte die Air HH neue Kunden (B2C Markt) gewinnen. Zudem ist die Nachfrage nach Flugleistungen im B2B Markt mit den Brokern stark angestiegen. Der Business Aviation Markt hat sich von der Corona-Pandemie-Krise erholt und konnte ein Wachstum erfahren. Im Jahr 2021 sind 42.399 Flugstunden realisiert worden. Somit liegt das Flugstundenniveau ca. 28% über dem Vorjahresergebnis. Durch den stetigen Ausbau der Flotte können Flüge immer besser kombiniert und defizitäre Leerflüge reduziert werden. Der Anteil an Leerflügen beläuft sich im Jahr 2021 auf 22,8%. Das Management geht davon aus, dass durch die Aufnahme weiterer typgleicher Maschinen dieser Wert noch optimiert werden kann und damit die Wirtschaftlichkeit im Unternehmen steigt. Zwei weitere wichtige Kernmärkte für die AIR HH ist Russland sowie der Mittlere Osten. Obwohl die EU Wirtschaftssanktionen gegen Russland immer noch anhalten, hat sich der wichtige russische Chartermarkt in 2021 positiv entwickelt. Die Air HH konnte ihren Absatz in dem betroffenen Markt ausbauen, da die Air HH ein beliebter Operator bei russischen Brokern ist und das Unternehmen über eine attraktive junge Flotte verfügt, welche kontinuierlich ausgebaut wird. Gerade im Heavy-Jet Bereich ist Russland weiterhin ein enorm wichtiger Abnehmer. Auch in Zukunft wird das Unternehmen mit Krisengebieten umgehen und flexibel auf zeitweise wegbrechende Märkte reagieren müssen. Das Management der Air HH geht davon aus, dass der gesamte Business Aviation Markt im Jahr 2022 leicht wachsen wird. Wie bereits im Jahr 2020 konnte die AIR HH auch im Laufe des Geschäftsjahres 2021 den Absatz an Flugstunden im Mittleren Osten weiter steigern. Der Mittlere Osten entwickelt sich verstärkt zu einem wichtigen Wachstumsmarkt für die Air HH, in dem die Nachfrage nach Business-Charter-Flügen weiter steigt. Um das Geschäft im Mittleren Osten weiter auszubauen und die Beziehungen zu den ortsansässigen Brokern zu stärken, ist in Dubai ein Vertriebsbüro eröffnet worden. Grundstein für die wachsende Partizipation an diesem Absatzmarkt ist die Einflottung weiterer Embraer Legacy 650/G50E Maschinen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2021 stehen der Gesellschaft 21 Embraer Legacy zur Verfügung. Das Flugzeugmuster ist bei den Kunden aus dieser Region sehr beliebt und wird stark nachgefragt. Zudem konnte das neu eingeführte Flugzeugmuster der Embraer Lineage1000 weitere Wachstumsimpulse für den Markt setzen. Neben den beiden genannten Märkten registriert die Air HH eine verstärkte Nachfrage aus Asien, Südamerika und Afrika für Business-Charter-Flüge. Besonders im asiatischen und afrikanischen Raum sieht die Geschäftsführung Chancen auf weiteres Wachstumspotential. Auch bei Kunden aus diesem Markt sind Heavy- und Long-Range Jets sehr beliebt. Aufgrund dieser Einschätzung soll das Long-Range-Segment mit der Falcon 7X in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden. Durch den Ausbau der Falcon 7X Flotte können neue Märkte erschlossen und intensiver bearbeitet werden, wodurch neues Umsatzpotenzial geschaffen wird. Nach wie vor ist am gesamten Business-Aviation-Markt ein Verdrängungswettbewerb zu beobachten der aufzeigt, dass Unternehmen, die überwiegend junge Flotten betreiben, einen Wettbewerbsvorteil haben, da der Markt neuere Flugzeuge besser annimmt und hierdurch Marktanteile gewonnen werden können. Die Air HH ist mit einer jungen Flugzeugflotte insoweit gut aufgestellt und konnte mit der Einflottung der Preator 600 einen der modernsten Business Jet in die Flotte integrieren. Im Markt ist ferner eine Konsolidierungsphase zu erkennen, in der nach Ansicht des Air HH Managements nur Anbieter mit einer größeren Flotte wettbewerbsfähig bleiben werden. Dementsprechend bestehen die Herausforderungen darin, das Wachstum der Gesellschaft weiter voranzutreiben sowie die erfolgreichen und gefragten Muster im Markt zu definieren und diese in die eigene Flotte aufzunehmen sowie weitere Flugzeugeigentümer für die Air HH zu gewinnen. Für das kommende Geschäftsjahr 2022 sieht das Management weiteres zusätzliches Umsatzpotenzial durch sportliche Großveranstaltungen wie den Olympischen Spielen in China, der Fußball WM in Qatar. Derartige sportliche Großveranstaltungen führen stets zu einer erhöhten Nachfrage an Business-Charter-Flügen. b. Risiken Die im Jahr 2020 aufgetretene und immer noch anhaltende Corona-Pandemie hat gezeigt, wie groß die negativen Auswirkungen solcher globalen Ereignisse auf die wirtschaftliche Lage haben können. Es muss damit gerechnet werden, dass solche globalen Ereignisse jederzeit wieder auftreten können. Deswegen bleibt das Risiko nach wie vor bestehen, dass es aufgrund von wieder auftretenden intensiven Einreisebeschränkungen zu Umsatzeinbrüchen und damit temporär zu einer angespannten Liquiditätssituation kommen kann. Steigende Flugnebenkosten sowie steigende Personalkosten können in der derzeitigen Marktsituation nicht komplett auf die Verkaufspreise umgelegt werden, da im Markt ein sehr hoher Wettbewerbsdruck herrscht. Hierdurch nimmt eine gut vernetzte, motivierte Sales-Abteilung sowie eine effizient arbeitende Flugvorbereitung und Flugplanung eine immer wichtigere Rolle ein, um die eingehenden Buchungen intelligent und kosteneffizient zu planen. Um diese Synergien realisieren zu können, ist der Operator gezwungen, eine bestimmte Anzahl an Flugzeugen zu betreiben, damit eine ausreichende Verfügbarkeit seiner Maschinen innerhalb seines Kernmarktes gewährleistet ist. Zudem müssen die IT-Strukturen intensiv ausgebaut werden, um Prozesse langfristig noch effizienter abbilden zu können. Mit diesem Vorhaben sind hohe Investitionen verbunden. Durch die anhaltenden Handelskriege sowie politischen Spannungen der USA mit diversen Ländern wie z.B. China, Russland, Deutschland und Iran besteht in der Wirtschaft eine große Verunsicherung bezüglich des positiven Wachstums. Durch die Veränderung der politischen Rahmenbedingungen sowie die Gefahr einer abschwächenden Wirtschaft sind viele Unternehmen gefordert Einsparprogramme aufzusetzen. Diese Umstände könnten zu einem leichten Rückgang bei der Nachfrage an Business-Charterflügen führen. Sollte sich die Weltwirtschaft in dem kommenden Geschäftsjahr 2022 zügig von den Nachwirkungen der Pandemie erholen, könnte der Kerosinpreise aufgrund einer verstärkten Nachfrage intensiv ansteigen, was sich negativ auf die Rentabilität auswirken könnte. Weitere Risiken für das Unternehmen resultieren aus den permanent steigenden rechtlichen Restriktionen und behördlichen Auflagen. Durch die vermehrt anfallenden administrativen Verwaltungsvorgänge werden personelle Ressourcen gebunden und notwendige Abläufe immer zeitintensiver. Die hierdurch entstehenden Kosten müssen an anderen Stellen kompensiert werden. Es muss darauf geachtet werden, dass die innerbetrieblichen Strukturen kontinuierlich an die Veränderungen der Rahmenbedingungen angepasst werden. Ein großes Risiko besteht in der nicht kalkulierbaren Entwicklung der Kurse für die CO 2 Emissionszertifikate. Spezialisten gehen davon aus, dass der Kurs im Jahr 2022 auf bis zu 100€ pro Zertifikat steigen könnte. Bereits im Jahr 2021 lagen die Kurse im Durschnitt bei über 60€ pro Zertifikat. Leider sind auch im Handel mit Emissionszertifikaten immer mehr Spekulanten tätig, die eine realistische Entwicklung der Kurse negativ beeinflussen. Darüber hinaus sorgt die Politik für eine Verknappung des Zertifikatangebotes, wodurch die Kurse zusätzlich nach oben getrieben werden. Aufgrund der stetig wachsenden Flugzeugflotte, steigt der Bedarf an qualifiziertem Personal in den Bereichen Sales, Flugplanung, Flugbetrieb und Technik. Die hieraus resultierenden Kosten für die Gewinnung, Ausbildung, Weiterbildung und Vergütung des Personals steigen stetig an. Eine weitere Herausforderung besteht darin gutes Personal am Arbeitsmarkt zu finden, um den dynamischen Expansionskurs der Gesellschaft weiter vorantreiben zu können. Bestehenden finanziellen Risiken versucht das Management mit einer schlanken und effizienten Organisation Rechnung zu tragen sowie mit der Investition in IT-Systeme, um Arbeitsprozesse weniger personalintensiv ausführen zu können. Daneben bilden gut ausgebildete, motivierte Mitarbeiter sowie verlässliche und loyale Flugzeugeigentümer die Basis, um die anstehenden Herausforderungen zu bewältigen. IV. Risikomanagement Durch das interne Kontrollsystem wird gewährleistet, dass finanzielle Risiken erkannt und an die Geschäftsleitung berichtet werden. Für die Zukunft ist dennoch ein Ausbau des internen Controllings geplant. Zudem beobachtet die Geschäftsleitung permanent die Entwicklungen am Gesamtmarkt und versucht nach Notwendigkeit mit entsprechenden Maßnahmen entgegenzuwirken. Des Weiteren pflegt das Management einen intensiven Kontakt zu den Eigentümergesellschaften, welche die Maschinen im Bestand halten. Nur durch eine enge Kooperation und Zusammenarbeit können eventuell auftretende Herausforderungen effizient gelöst werden. Die Zufriedenheit der Flugzeugeigentümer hat einen hohen Stellenwert für die Gesellschaft. Zudem hat das Management aus den Erfahrungen der COVID-19-Pandemie den Schluss gezogen, eine hohe Liquiditätsdecke im Unternehmen vorzuhalten, um auch zukünftige weltweite Krisen überstehen zu können. V. Nachtragsbericht Nach dem Abschlussstichtag, Ende Februar 2022, ist Russland in der Ukraine eingefallen und hat einen Krieg ausgelöst. Dieser Krieg hat negative Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und damit auch auf den Business Aviation Markt. Zudem haben sich die weltweiten politischen Spannungen durch den Ausbruch des Krieges weiter verstärkt. Diese Entwicklungen werden höchstwahrscheinlich negative Auswirkungen auf das operative Ergebnis der Gesellschaft haben. Durch den Krieg werden voraussichtlich außerordentliche Aufwendungen (Drohverlustrückstellungen) entstehen, die das geplante operative Ergebnis 2022 deutlich belasten werden. Darüber hinaus ist eine Klageerweiterung gegen die Air HH Luftverkehrsgesellschaft mbH beim Hamburger Landgericht eingegangen. Über die monetären Auswirkungen des Rechtsstreits können noch keine Aussagen getätigt werden, da das Verfahren läuft und der Ausgang offen ist. Der Ausgang des Verfahrens birgt kein Risiko für den Fortbestand des Unternehmens. VI. Prognosebericht Das Geschäftsjahres 2021 konnte mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen werden. Die Ziele sind vollumfänglich erreicht worden. Durch den Ausbruch des Krieges zwischen Russland und der Ukraine, erwartet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2022 nur ein moderates positives Wachstum. Durch die im Lauf des Jahres 2022 eingeführten Sanktionen gegen Russland sowie viele russische Staatsbürger wird ein erheblicher Umsatzanteil vorerst entfallen. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass ein Teil des entfallenden Geschäftes durch das Wachstum in anderen Märkten kompensiert werden kann. Langfristig wird der Wegfall der russischen Kunden allerdings negative Auswirkungen auf den Umsatz und die Auslastung der Maschinen haben. Ein herausforderndes Marktumfeld bietet den großen Anbietern, wie der Air HH Luftverkehrsgesellschaft, allerdings auch Chancen um Marktanteile sowie neue Kunden zu gewinnen. Deswegen ist die Geschäftsführung bemüht die Flotte weiterhin mit Flugzeugen gleicher Muster auszubauen. Gemessen an den jährlichen Flugstunden im Heavy-Jet Markt (Europa inkl. Russland & Mittlerer Osten) hält Air HH bisher lediglich einen Marktanteil von 16%. Für 2022 sehen wir ein Marktanteilgewinn von 2% als realistisch an. Gespräche mit neuen Investoren für Flugzeuge werden bereits geführt. Das dynamische Wachstum der Gruppe soll im Jahr 2022 durch die Aufnahme weiterer Falcon 7X im Long-Range-Jet Bereich vorangetrieben werden. Es werden bereits Gespräche mit neuen Investoren sowie mit Flugzeugeigentümern der Air HH geführt, mit dem Ziel weitere Maschinen für das AOC zu gewinnen. Besonders im Heavy-Jet, Long-Range-Jet Bereich ist das Management bemüht weitere Maschinen aufzunehmen. Es bestehen ebenfalls Überlegungen die Flotte im Super-Midsize-Segmentauszubauen. Hierbei handelt sich um das Flugzeugmuster Praetor600 & Legacy 450/500. Bei der Praetor600 handelt sich um das modernste Flugzeugmuster im Markt. Neue, moderne Maschinen werden von den Kunden immer gut angenommen und stärkt die Marke Air HH in der Außenwirkung. Dieser Schritt unterstreicht, dass die Air HH zu den führenden europäischen Anbietern im Business Aviation zählt. Durch die Erweiterung dieses Flugzeugsegmentes können weitere Marktanteile gewonnen werden. Das Management hat sich als Ziel gesetzt, bis Ende 2022 mindestens 45 Maschinen zu operieren. In Bezug auf die Materialkosten erwarten wir für die Zukunft einen stärkeren Anstieg in Relation zu den Umsatzerlösen. Zu erwarten sind eventuell ansteigende Treibstoffkosten, Emissionskosten, sowie Personalkosten. Damit die Maschinen auch wirtschaftlich erfolgreich betrieben werden können, wird sich die Air HH in den Bereichen Sales, Flugbetrieb und Flugplanung personell verstärken. Einen großen Wettbewerbsvorteil sieht das Management im Ausbau der Air HH Technik (Wartungsbetrieb). Durch den Betrieb der eigenen Wartung soll die Verfügbarkeit der zur Verfügung stehenden Flotte erhöht werden, wodurch mit der gleichen Anzahl an Flugzeugen mehr Umsatz generiert werden kann. Zudem sollen teure Leerflüge zu den Wartungsbetrieben reduziert werden, indem die eigenen Techniker zu den Maschinen vor Ort gebracht werden, um kleinere technische Beanstandungen beheben zu können. Nur mit einem eigenen leistungsfähigen Betrieb können die hohen Erwartungen der Charter Operation erfüllt und die geforderte Flexibilität gewährleistet werden. Im Jahr 2021 ist das Wartungsportfolio der Air HH Technik um die Flugzeugsegmente Praetor600 und Phenom 300 erfolgreich erweitert worden, was erneut mit größeren Investitionen in die Organisations- sowie Personalstruktur verbunden war. Um die Praetor600 sowie die Phenom 300 vollumfänglich warten zu können, wird zusätzliche Hallenkapazität benötigt. Deswegen ist im Jahr 2021 eine weitere investitionsintensive Entscheidung getroffen worden. Bis Mitte 2022 soll ein eigener Hangar mit einer Hallenkapazitäten für bis zu fünf Leagcy 600/650 am Flughafen Baden/Karlsruhe entstehen. Mit dieser strategischen Entscheidung ist der Grundstein für den intensiven Ausbau des Werftbetriebs gelegt und unterstreicht die Wichtigkeit der konzerninternen eigenen Wartung der Maschinen. Zusätzlich bedingen die Erweiterungen die Notwendigkeit der Einstellung neuer qualifizierter Techniker. Nur mit ausreichend Personal können die täglichen Herausforderungen effektiv abgearbeitet werden. Seit dem Jahr 2020 ist der Wartungsbetrieb 7 Tage die Woche besetzt, um eine hohe Verfügbarkeit für die technische Betreuung der Maschinen zu gewährleisten sowie die Standzeiten zu reduzieren. Neben dem Werftbetrieb muss auch eine Verstärkung in dem Bereich Technik-CAMO (Continuing Airworthiness Management Organization) erfolgen, um die hohe Qualität, welche die Air HH hinsichtlich der Flugzeugbetreuung erwartet, zu gewährleisten Durch eine gute und effektive Planung können hohe Einsparungen erzielt und kostenintensive Leerflüge reduziert werden. Die offenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen müssen im Laufe des Geschäftsjahres viel intensiver bearbeitet und reduziert werden. Der Fokus liegt hierbei auf der strukturierten und kontinuierlichen Kommunikation mit den Debitoren sowie der stetigen Einforderung der Außenstände. Aufgrund der geplanten Personalzuwächse ist ein weiterer Anstieg der Personalkosten zu erwarten. Ebenso wie im vorangegangenen Geschäftsjahr stehen auch im Jahr 2022 das Kostenbewusstsein der gesamten Organisation sowie ein hoher Qualitätsanspruch im Mittelpunkt des Wirtschaftens, damit den Herausforderungen erfolgreich begegnet werden kann. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen geht die Air HH deshalb von einem moderaten Zuwachs aus. Der Konzern hat sich als Ziel gesetzt, auch im Geschäftsjahr 2022 der führende und attraktivste "Full-Service-Operator" in Europa zu bleiben und die Marktposition im Bereich Heavy-Jets, Long-Range-Jets und Super-Midsize-Jets weiter auszubauen. Zudem ist die Gruppe bestrebt, das gute Netzwerk zu den Brokern weiter zu intensivieren und diese kontinuierlich von dem qualitativ hochwertigen Service der Air HH zu überzeugen. Für das Jahr 2022 liegt die Umsatzerwartung der Gruppe bei etwa 280.000.000€. Durch die stark wachsende Flotte können weitere Marktanteile gewonnen werden, wodurch sich die Chance ergibt, die Charterflüge wirtschaftlicher durchführen zu können. Zudem geht die Geschäftsführung davon aus, dass durch den intensiven Ausbau des eigenen Technikbetriebes die Verfügbarkeit der Flotte erhöht werden kann. Im Jahr 2022 werden diverse große Wartungen in Eigenregie durchgeführt. Hierdurch kann der Umsatz im Technikbereich stark gesteigert werden. Insgesamt erwarten wir für 2022 ein Jahresergebnis, das 8% über dem Niveau des Jahres 2021 liegt. Die Annahme basiert auf verschiedenen Parametern. Durch die größere Anzahl an Flugzeugen können Synergien gehoben werden, wodurch Flüge wirtschaftlicher ausgeführt werden können. Zudem ermöglicht eine hohe Anzahl an typgleichen Maschinen die Reduzierung der kostenintensiven Leerflüge. Im Lauf des Jahres 2021 haben sich die Charterpreise am Markt erholt und haben sich auf einem leicht höheren Niveau als im Jahr 2020 eingependelt. Darüber hinaus ist die Nachfrage nach Flugleistungen im Business Aviation Markt in den letzten Monaten stark angestiegen. Leider müssen wir ebenfalls davon ausgehen, dass der anhaltende Krieg in der Ukraine eine hemmende Wirkung auf das Umsatzwachstum haben wird und die operativen Kosten zunehmen werden. Zudem wird dem Markt durch die Sanktionen ein konsumstarker Kundenstamm entzogen. Trotz der unsicheren Rahmenbedingungen geht das Management davon aus das Jahresergebnis aus dem Jahr 2021 zu übertreffen.
Hamburg, 16.06.2023 Gez. Simon Ebert Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersBESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die AIR HAMBURG Beteiligungs GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der AIR HAMBURG Beteiligungs GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung sowie der Konzernsegmentberichterstattung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der AIR HAMBURG Beteiligungs GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Vorstehenden Prüfungsbericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n.F.). Die Verwendung des vorstehend wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts setzt unsere vorherige Zustimmung voraus. Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses und/oder Konzernlageberichtes in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) erfordert unsere erneute Stellungnahme, soweit dabei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird. Wir weisen diesbezüglich auf § 328 HGB hin.
Hamburg, 26. Juni 2023 Osterloh
& Nottbohm GmbH
gez. Rosemarie Gergen, Wirtschaftsprüferin |
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