Heidenberg Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Klaus Dieter Kellner seit 3.11.2009 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Andreas Klaus Dieter KellnerHeidenberg Holding GmbH | 50.00% |
Simone RühlHeidenberg Holding GmbH | 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Gentner GmbHKammerstein, Ortsteil BarthelmesaurachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022A. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell Die Gentner GmbH ist ein kunststoffverarbeitendes Unternehmen, dessen Hauptprodukte hauptsächlich in der Automobilindustrie Verwendung finden. Dies sind Teile mit technischen Funktionen im Sicherheitsbereich sowie Oberflächenteile im sichtbaren Bereich. Die hierbei hohen Anforderungen der Kunden machen es erforderlich, Werkzeugformen bis zur Serienreife unter engster Einbindung der Zulieferer und Kunden zu entwickeln. Die Kunden - regelmäßig Systemlieferanten - beliefern wiederum deutsche Premiumhersteller. Die Gesellschaft beliefert Komponentenlieferanten, Systemlieferanten und Erstausrüster (OEM). Um die hohen Ansprüche zu erfüllen, wird die Wertschöpfungskette weitgehend durch die Gentner GmbH selbst und Unternehmen, an denen die Gesellschafter selbst wesentlich oder maßgeblich beteiligt sind, ausgeführt. Dies erfolgt an Standorten im In- und Ausland. Das Unternehmensmanagement erfolgt durch die Mitglieder der Eigentümerfamilie. Das Leistungsspektrum der Kunststoffprodukte umfasst die Kette vom Werkzeug- und Formenbau, der Entwicklung und Konstruktion der Komponenten einschließlich deren Produktionsverfahren, die Fertigung im Spritzgussverfahren, die Oberflächenveredelung mittels Lackierung sowie die Vormontage zur Bereitstellung von Systemkomponenten. Die wesentlichen Einsatzfaktoren sind die weltweiten Absatzzahlen der Automobilhersteller, die Preisentwicklungen für Rohöl, Metalle und Energie sowie die Verfügbarkeit von Fachkräften am Arbeitsmarkt. Ziele und Strategien Mittelfristig verfolgt die Gentner GmbH die Diversifikation der Produkte und Kunden, um insbesondere die Abhängigkeit von der Automobilindustrie zu entkräften. Damit verbunden ist die parallele Weiterentwicklung von Produkten sowie Material- und Produktionstechnologien. Darüber hinaus sollen Dienstleistungen zur Produktentwicklung und Fertigung angeboten werden. Schließlich soll ein Werkzeug- und Formenbau, der auch gegenüber Dritten tätig werden soll, das Angebot abrunden. Die Zusammenarbeit mit Systemlieferanten wird zu strategischen Partnerschaften ausgebaut werden, um insbesondere Entwicklungs- und Produktionsprozesse zu optimieren. Produktoptimierung und -bereinigung sind auch unter Keyaccount-Betrachtung ein weiteres permanentes Ziel, das auch in der Zukunft die Vertriebspolitik beherrschen wird. Der Lieferung von Kunststoffteilen in die Automobilindustrie geht ein sehr komplexer und risikobehafteter Entwicklungsprozess voraus. Die Anfordernisse an die Produkte haben in technischer und wirtschaftlicher Hinsicht deutlich zugenommen. Daher muss eine Vielzahl der Produkte künftig in Entwicklungsgemeinschaft mit dem Automobilhersteller direkt - neben dem Systemlieferanten - zur Serienreife gebracht und produziert werden. Innerhalb der Unternehmens-Gruppe gibt es Fertigungskapazitäten im Ausland, die den Kosten-, Qualitäts- und Standorterfordernissen einzelner Kunden entspricht. Damit ist es möglich, ausgewählte Anfragen hinsichtlich Standort, Preis und Qualität zu bedienen. Intern ist die permanente Verbesserung von Betriebsabläufen und Fertigungsprozessen Gegenstand der Unternehmensentwicklung. Damit wird eine Verbesserung der Produktivität- und der Ertragskennzahlen erreicht. Die bislang gesetzten strategischen Ziele werden erreicht, soweit sie bereits aktiv verfolgt werden. Die Umsetzung der Weiterentwicklung ist durch die vielen Einflussgrößen hinter dem Zeitplan zurück. Steuerungssystem Das Unternehmen betreibt ein interaktives Rechnungswesen, das sich aus internen und externen Quantitäten speist. Die Grundannahmen basieren auf einer Jahresplanung, die auf einem Mengen- und Wertgerüst basieren. Die beiden Hauptsysteme sind über Schnittstellen verbunden und werden fallweise, mindestens jedoch monatlich von der Geschäftsleitung analysiert. Die Kennzahlen ermitteln sich aus Produkt- und Kostenarten sowie aus ausgewählten Kostenträgern durch Vor- und Nachkalkulation. Wesentliche Kennzahlen sind der Rohertrag der Teileproduktion, die periodischen Fixkosten sowie die Liquidität in Beständen und erwarteten Zahlungsströmen. B. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft hat sich in 2022 nach der Corona-Pandemie weniger erholt, als es allgemein erwartet wurde. Der Internationalen Währungsfonds (IWF) berechnete die Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für 2022 mit 3,4%. Im Euroraum betrug das Wirtschaftswachstum im Jahr 2022 aufgrund der Folgen des Krieges in der Ukraine und hohen Inflationsraten um die 3,5%. Deutschland erreichte ein Wachstum von nur 1,8%, vor allem aufgrund der Lieferengpässe und der gestiegenen Energiepreise. Die Volkswirtschaften in Frankreich (+2,6%), Italien (+3,9%) und Spanien (+5,5%) erzielten jeweils ein deutlich besseres Wachstum. Ursache sind die Zinserhöhungen der US Notenbank Fed zur Bekämpfung der sehr hohen Inflation im Land. In China lag das Wachstum bei nur noch 3,0%. Dies lag insbesondere an den wiederkehrenden Corona-Lockdowns als Maßnahme im Rahmen der Null-COVID-Strategie der chinesischen Regierung. Energie- und Rohstoffpreise Aufgrund der weltweiten Lieferengpässe und des Krieges in der Ukraine war das Jahr 2022 auch von deutlich gestiegenen Energie- und Rohstoffpreisen beeindruckt. Die Preise für Erdgas in Europa hatten sich bis zum Herbst verdreifacht. Die Notierungen für Aluminium und Stahl stiegen zu Jahresanfang 2022 um 30 beziehungsweise 50%. Zwischenzeitlich lagen die Preise wieder auf dem Niveau des Vorjahres. Die Preise für Rohöl waren deutlich gestiegen. Die US-Sorte WTI lag bei über 120 US-Dollar, die Sorte Brent bei mehr als 125 US-Dollar je Barrel. Zum Jahresende gaben die Notierungen allerdings wieder deutlich nach, lagen aber immer noch über dem Vorjahresdurchschnitt. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Durch die Lieferengpässe, dem Ukrainekrieg und der Corona-Maßnahmen in China haben sich die internationalen Automobilmärkte 2022 trotz stabiler Nachfrage etwas rückläufig entwickelt. Weltweit sind die Zulassungszahlen um 4,3% auf 71,2 Mio. Fahrzeuge gesunken. Kunststoffe Die kunststoffverarbeitende Industrie in Deutschland erholte im Jahr 2022 mit einem Umsatzwachstum von mehr als 12 Prozent. Das entspricht der Umsatzentwicklung des Vorjahres. Damit erreichte sie einen Jahresumsatz von mehr als 78 Mrd. Euro. Ein erheblicher Teil dieser Umsatzsteigerung war im Jahr 2022 auf Kostensteigerungen zurückzuführen, vor allem bei der Energie. Die Menge an verarbeiteten Kunststoffen ging leicht zurück auf 13,6 Mio. Tonnen. Die Verarbeitung von Kunststoffrezyklaten nimmt hingegen weiter zu. Maßgeblich für den Rückgang der Verarbeitungsmenge waren unter anderem die ungünstigen Konjunkturbedingungen in der Chemie- und Fahrzeugindustrie. Das Jahr 2022 war für 75 Prozent der Unternehmen der Branche mit Umsatzwachstum verbunden. Dabei gelingt es den Unternehmen nur teilweise die gestiegenen Umsätze in bessere Betriebsergebnisse umzusetzen: 42 Prozent verzeichneten gegenüber dem Vorjahr ein gleichbleibendes Betriebsergebnis, 23 Prozent sogar ein schlechteres Ergebnis. Im Bereich von technischen Anwendungen stieg der Umsatz um 11,87 Prozent. Der Personalbestand der Unternehmen der Kunststoff verarbeitenden Industrie verzeichnete 2022 gegenüber dem Vorjahr einen leichten Zuwachs. Es fehlt nach wie vor bei ausgebildeten Kunststofftechnikern und Verfahrensmechanikern für Kunststoff- und Kautschuk, sowie bei Auszubildenden im technischen Bereich. Die überwiegende Mehrheit der Kunststoffverarbeiter kämpft mit den 2022 drastisch gestiegenen Stromkosten. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf Nun im zweiten Jahr in Folge erhöhte sich die Geschäftstätigkeit um 12,4% (Vorjahr 6,8%). Der Lieferfluss hat sich nahezu normalisiert, auch wenn es noch die eine oder andere Spätfolge der coronabedingten Unterbrechung bzw. der Suezkanal-Blockade zu erkennen war. Die Geschäftsentwicklung gemäß den Erwartungen der Unternehmensleitung weitgehend erfüllt. Vergleich Prognose-Aussagen für 2022 mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung 2022 Die erwartete Zunahme der Teileproduktion ist grundsätzlich eingetreten, auch wenn das Volumen durch das Abrufverhalten der Kunden nur schwer planbar ist. Auch die Entwicklung von Werkzeugformen ist signifikant gewachsen, die Fertigstellung und Abnahme verzögerte sich jedoch in das Folgejahr 2023, so dass die Projekte nicht im erwarteten Umfang abgerechnet werden konnten. Das erzielte Rohergebnis von 7,0 Mio € entspricht daher den Erwartungen, das Ergebnis vor Steuern (-74 T€) liegt in Folge der Wertberichtigungen auf Wertpapiere unter den Erwartungen. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Nachfolgend wird über die bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren für das Unternehmen berichtet. Sie werden zur internen Steuerung des Unternehmens herangezogen. Zur Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage werden, die im Vorjahr berichteten, Prognosen für das Geschäftsjahr 2022 mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung 2022 verglichen. Gemessen an der Auslastung (Maschinenstunden, Schichten) und der Qualität (interner Ausschuss, externe Reklamationen) liegen die Optimierungsmöglichkeiten vor allem und nach wie in den internen Strukturen und Abläufen. Auch wenn die Qualität bereits auf hohem Niveau befindet, sehen wir einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Finanziell messen wir das absolute Ergebnis (EBIT -71 T€, Vorjahr 375 T€), den Rohertrag für ausgewählte Einzelprodukte und Projekte, die Gesamtumsatzrendite sowie die erwirtschafteten Mittel (operativer Cashflow, analog DRS 21). Das Geschäftsjahr war grundsätzlich erwartungsgemäß, dennoch belasten ausgewählte Posten das Ergebnis. Die Ergebnisse und Mittel werden auch mittelfristig die erforderlichen Ressourcen finanzieren können. Im Ergebnis sind, neutralisiert um die Stichtagsbetrachtung, die finanziellen Indikatoren zufriedenstellend. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2022 bewegten wir uns wieder auf hohem operativem Niveau. Grundsätzlich waren Erträge und Aufwendungen stabil, der operative Cashflow war negativ, da die Zunahme des Geschäftsbetriebs Mittel gebunden hat und das Wachstum vorzufinanzieren war. Das Investitionsverhalten ist vorsichtig, die Finanzierung plangemäß. Das Ergebnis nach Steuern entspricht mit einer Umsatzrendite von -0,4% (Vorjahr 1,5%) nach Steuern bei weitem nicht unseren Erwartungen. C. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Ertragslage Im Geschäftsjahr 2022 betrug die Zunahme von Kunststoffteilen und Werkzeugformen insgesamt 12,0% (Gesamtleistung) gegenüber dem im Vorjahr. Der Rohgewinn ist geringfügig erhöht mit 7.039 T€ (-1,23%) nach 7.128 T€. Die Personalkosten betragen 4.129 T€ nach 4.195 T€, da im Vorjahr erheblich Mehrarbeitszeit vergütet wurde, die nun durch günstigere Neuanstellungen kompensiert werden konnte. Die Abschreibungen beinhalten 194 T€ Wertberichtigungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um gestiegene Gebäudeinstandhaltung und volumenbedingte vermehrte Reparaturaufwendungen. Damit verschlechterte sich auch das EBIT auf -105 T€ (Vorjahr 375 T€). Finanzlage Die Gentner GmbH hat weiterhin eine stabile Eigenkapitalquote (Eigenkapital zu Bilanzsumme) von 61,1% (Vorjahr 65,1%). Die hohe Eigenfinanzierungsquote (operativer Cashflow zu Cashflow Investitionstätigkeit), die Barreserven und nicht ausgeschöpften Liquiditätsreserven ermöglichen es Expansion, Modernisierung und künftige Entwicklungen weitgehend frei von Fremdmitteln durchzusetzen. Das Wachstum bindet erneut deutlich liquide Mittel, so dass sich der operative Cashflow beziffert auf -1.179 T€ (Vorjahr -217 T€). Hierbei wurden im Geschäftsjahr 480 T€ in kurzfristigen Wertpapierportfolios investiert. Die Netto-Investitionen des Berichtsjahres betreffen im Wesentlichen Investitionen in den Bereichen Betriebs- und Geschäftsausstattung (182 T€). Der Mittelabfluss des Geschäftsjahres beträgt damit 1.428 T€ (Vorjahr Mittelabfluss 710 T€). Vermögenslage Die Bilanzsumme zum Jahresende um 5,1% auf 14.602 T€ (Vorjahr 13.899 T€) an. Im Anlagevermögen wurden 245 T€ (Vorjahr 425 T€) in Ersatzbeschaffung investiert. Die planmäßigen Abschreibungen vermindern den Bestand um 372 T€ auf 1.308 T€ (Vorjahr 1.498 T€). Die Vorräte erhöhten sich um 14,2%, Dabei mussten zum Jahresende mehr Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (+242 T€) vorgehalten werden. Auftragsbedingt erhöhte sich auch der Bestand an Werkzeugprojekten und Anzahlungen darauf (245 T€). Vom Bestand an liquiden Mitteln wurden im Berichtsjahr weitere 480 T€ für Wertpapierportfolios verwendet. Darüber hinaus minderte sich der Mittelbestand wachstumsbedingt. Das Eigenkapital verminderte sich geringfügig durch den Verlust auf 8.989 T€, die Eigenkapitalquote vermindert sich auf 61,4% (Vorjahr 65,1%). Die Rückstellungen stiegen um 76 T€; Pensions- und Steuerrückstellungen reduzierten sich um 71 T€, dagegen erhöhten sich insbesondere die Rückstellungen für Instandhaltungen. Die Bankverbindlichkeiten betreffen die Finanzierung von Sachanlagen und wurden plangemäß getilgt. Die Lieferverbindlichkeiten bzw. erhaltenen Anzahlungen erhöhten sich durch das gestiegene Geschäftsvolumen zum Jahresende (+829 T€). D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Prognosebericht Der nachfolgende Ausblick bezieht sich auf den Prognosezeitraum von einem Jahr und darüber hinaus. Er berücksichtigt alle zum Zeitpunkt der Aufstellung vorliegenden Erkenntnisse, die einen Einfluss auf den Geschäftsverlauf der Gentner GmbH haben könnten. Die Grundlagen und wesentlichen Annahmen der Planung basieren auf Kundenabfragen sowie Prognosen führender Organisationen wie Wirtschaftsforschungsinstitute und Branchenverbände. Der kontinuierliche Planungsprozess stellt sicher, dass auch Chancen, die sich kurzfristig ergeben, schnell und konsequent genutzt werden können und auch auf unerwartete Risiken entsprechend reagiert werden kann. Aufgrund der politischen Ereignisse der letzten Jahre herrschte eine hohe Unsicherheit über die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und dem Rest der Welt, insbesondere über mögliche Einschränkungen des globalen Handels. Die Verschiebung der wirtschaftspolitischen Bedeutungen der Großmächte wird zu Verwerfungen bei Beschaffung und Absatz führen. Der Krieg in der Ukraine und mögliche Implikationen für die Gentner GmbH werden aufmerksam verfolgt. Im Bereich Automotive sind grundsätzlich Verwerfungen zu erwarten: der Wechsel vom Verbrenner zu Elektroantrieb bzw. alternativen Energien wird politisch in vielen Absatzmärkten forciert. Dies führt bei unseren Kunden teilweise zu Auftragseinbrüchen in den Baureihen und erheblichen Kostendruck, da die Automobilhersteller die Mehrkostenteile der e-Mobilität weitergeben wollen. Eine Substitution unserer Produkte, des Materials und damit unserer Produkte ist aber nicht zu erwarten. Für die Geschäftsjahr 2023 und 2024 wird erwartet, dass die Produktion von Teilen weiter zunehmen wird, auch die Erlöse aus Werkzeugformen werden Beiträge leisten, da die Hersteller mit neuen mit Fahrzeumodellgenerationen starten. Dennoch die Kosten für Ressourcen (Rohmaterial, Energie) weiter steigen, die Verfügbarkeit des Faktors Arbeit durch den demographischen Wandel (Verrentung geburtenstarker Jahrgänge) sowie veränderten sozioökonomischen Individualerwartungen die Produktionsfähigkeit des Standorts Deutschland erheblich in Frage stellen und beeinträchtigen. Die Gesamtleistung und das Ergebnis werden das Niveau von 2022 übertreffen. Mittelfristig sind allerdings durch die Verunsicherung der deutschen Hersteller weniger Werkzeugprojekte und auch Standortverlagerungen mit Implikationen auf die Auftragsvergabe in Deutschland erkennbar. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Die Gesellschaft ist als Sublieferant direkt von TIER 1-Lieferanten (Systemlieferanten) abhängig, indirekt wird jedoch die Mehrzahl deutscher sowie auch ausländischer Automobilhersteller an in- und ausländischen Produktionsstandorten beliefert. Wesentliche Bestandteile des Umsatzes werden mit Zulieferunternehmen der Automobilindustrie getätigt. Die vorgehaltenen Kapazitäten (Fixkosten) können bei Konjunkturschwankungen bzw. Auftragsverschiebungen zu Umsatz- und Ertragsschwankungen führen. Überkapazitäten der Automobilhersteller am Weltmarkt können zu Nachfragerückgängen führen. Durch Kosten- und Leistungsvorteile gegenüber Mitbewerbern können Aufträge übernommen bzw. Neuaufträge auf die Gesellschaft gezogen werden. Mittelfristige Konjunkturrückgänge in Europa können zur Verschärfung des Wettbewerbs und sinkende Margen führen. Durch ausgewählte Produktpolitik im Premiumsegment können Nachfragerückgänge in Europa durch entsprechende Exportnachfragen nach China und USA ausgeglichen werden. Die Veränderungen im Automobilmarkt hinsichtlich Antriebstechnik (e-Mobilität) und Steuerung (autonomes Fahren) wird in den nächsten 10 Jahren deutliche Veränderungen ergeben. Die daraus sich ergebenden Veränderungen können sowohl zu Auftragsrückgängen der bisherigen Auftraggeber, aber auch die Chance auf Neuaufträge seitens neuer Zulieferer ergeben. Aus der derzeitigen Planungsunsicherheit der Hersteller ergibt sich das Risiko von zeitlichen Verschiebungen bei Aufträgen. Der stetigen Auftrags- und Preiskonkurrenz der Mitbewerber wird sowohl durch Waren- und Lieferqualität als auch durch Erweiterung des Liefer- und Leistungsangebots in Richtung "Systemlieferant" bzw. "strategische Partnerschaften" Rechnung getragen. Zunehmend werden auch Teile der Wertschöpfungskette in Osteuropa an den Standorten der Systemlieferanten erfolgen, um dem Margendruck sowie den Leistungserfordernissen gerecht zu werden. Einsparungsankündigungen und Kostenbeteiligungen der Hersteller führen regelmäßig zur Margenreduktion bei Lieferanten. Auch werden immer wieder außervertragliche Ergebnisbeiträge seitens der Kunden eingefordert, die seitens der Gesellschaft oftmals nur über kulanzpolitische Maßnahmen gelöst werden können. Durch den modernen Maschinenpark, der permanenten Prozessverbesserung und der hohen Fertigungsqualität können Kostenvorteile gegenüber Mitbewerbern im In- und Ausland zu Wettbewerbsvorteilen führen. Der gesellschaftlich geforderte Wechsel von konventionellen Antriebstechnologien (insbesondere Verbrennungsmotoren für fossile Brennstoffe) zu Antrieben mit erneuerbaren Energien wird mit hoher Aufmerksamkeit beobachtet. Da die Produkte der Gentner GmbH in keinem unmittelbaren Zusammenhang mit der Antriebstechnologie stehen, sind hieraus keine Risiken durch Substitution zu erwarten. Allerdings können Nachfragerückgänge, wenn Hersteller ihre Produkte nicht zeitgerecht entwickeln, zu Nachfragerückgängen dieser Hersteller führen. Demgegenüber besteht die Chance sich um Aufträge anderer Hersteller, die trendgerechte Modelle anbieten, zu bemühen. Die Gesellschaft tätigt weltweite Exportumsätze. Somit ist die Gesellschaft dem Risiko längerer Zahlungsziele ausgesetzt. Das Bonitätsrisiko wird durch entsprechende Pflege der Geschäftsbeziehung mit der jeweiligen Muttergesellschaft ausgeglichen. Zur Vermeidung des Wechselkursrisikos wird ausschließlich in EURO fakturiert. Steigende Rohstoffpreise (Rohöl, Stahl, Buntmetalle) und Energiepreise können zu Preissteigerungen bei Produktion und Transport führen. Der Margenverknappung wird mit stetiger Verbesserung und Optimierung der innerbetrieblichen Prozesse entgegengesteuert. Die in Folge der Energiewende steigenden Stromkosten belasten die Wettbewerbs- und Investitionsfähigkeit des Unternehmens im Vergleich zu internationalen Mitbewerbern. Im Rahmen der Personalentwicklung kann fehlender Nachwuchs sowie der Mangel an Fachkräften und Facharbeitern die Unternehmenspolitik wesentlich einschränken. Die ausreichende Verfügbarkeit des Faktors Arbeit Deutschland wird zu einem massivem, nicht lösbarem Attraktivitätswettbewerb der Arbeitgeber unterschiedlichster Branchen führen. In der Folge verlagern teilweise Kunden das Kerngeschäft von Deutschland nach außerhalb von Europa, womit insbesondere im Bereich Automotive mit Rückgängen zu rechnen ist. Als Hersteller unterliegt die Gesellschaft grundsätzlich dem Haftungsrisiko des Produkthaftungsgesetzes. Die Gesellschaft entgegnet diesem Risiko mit einer stetigen Qualitätskontrolle und Verbesserung, zudem ist sie nach IATF 16949 und DIN EN ISO 9001, ISO 14001 zertifiziert. Letztlich ist das Risiko mit einer entsprechenden Produkthaftpflichtversicherung abgedeckt. Auf eine Quantifizierung der Risiken wurde verzichtet, da das Unternehmen sonst erhebliche Preisverhandlungs- und Wettbewerbsnachteile gegenüber Kunden und Mitbewerbern hätte. Die Risikolage ist aufgrund der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Lage als überschau- und beherrschbar anzusehen. E. Sonstige Angaben Sozialbericht Im Geschäftsjahr 2022 waren im Unternehmen durchschnittlich Mitarbeiter 115 (Vorjahr: 108 Mitarbeiter) beschäftigt. Als Fertigungsunternehmen von Sicherheitsteilen werden alle Mitarbeiter regelmäßig und intensiv geschult. Durch moderne Personalkonzepte rekrutieren wir Fachkräfte und bilden intern aus. Umweltberichterstattung Die Verantwortung gegenüber der Umwelt zeigt sich durch die Umweltmanagement Zertifizierung gemäß DIN ISO 14001. Seit 2003 ist das Unternehmen im Rahmen des Umwelt-Paktes Bayern zu qualifizierten, freiwilligen Umweltleistungen verpflichtet. Durch einen modernen Gebäude- und Anlagenpark wird auf Energieeffizienz und Emissionsoptimierung geachtet.
Kammerstein, den 12. Dezember 2023 Die Geschäftsführung BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2022I. ALLGEMEINE ANGABEN Die Gentner GmbH mit dem Sitz in Kammerstein ist eingetragen beim Handelsregister des Amtsgericht Nürnberg unter HRB 19581. Rechnungslegung Der Jahresabschluss der Gentner GmbH ist entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB aufgestellt worden. II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN SOWIE WÄHRUNGSUMRECHNUNG 1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Das Anlagevermögen ist zu Anschaffungskosten abzüglich bisher aufgelaufener planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgen nach pro rata temporis und linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bzw. bei Einbauten über die Mietvertragsdauer. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Rahmen der steuerlichen Vorschriften abgeschrieben. Die Vorräte und die darauf geleisteten Anzahlungen werden grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Im Bedarfsfalle werden niedrigere Marktpreise angesetzt. Restbestände werden vollständig abgewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennbetrag angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird erkennbaren Ausfallrisiken gegebenenfalls durch Einzelwertberichtigungen und dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennbetrag bewertet. Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden mit Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegeneden Wert bewertet. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert. Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag sind. Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen sind zum Barwert angesetzt. Die Verpflichtungen wurden mit dem Rückdeckungsbetrag aufgerechnet.Erfolgswirksame Änderungen des Diskontierungszinssatzes sind im Zinsaufwand ausgewiesen. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen mit dem Betrag ihrer voraussichtlichen Inanspruchnahme. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Rückzahlungsbeträgen passiviert. Aktive latente Steuern auf steuerrechtlich höher zu bewertende Schuldposten bzw. aktive Salden wurden nicht angesetzt. 2. Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzrealisierung erfolgt grundsätzlich mit dem Gefahrenübergang. 3. Währungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden unter Beachtung des Imparitätsprinzips mit dem am Tag des Geschäftsvorfalls geltenden Kursen bewertet. III. ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Sonstigen Vermögensgegenstände sind ausnahmslos binnen Jahresfrist fällig. Die Forderungen gegen die Gesellschafterin betragen T€ 131 und sind grundsätzlich verzinslich. Forderungen gegenüber Mitgliedern der Geschäftsführung bestehen in Höhe von 128 T€ und sind ebenfalls verzinslich (0,5% über Basiszins). 2. Wertpapiere des Umlaufvermögens Die gebündelten Kapitalanlagen wurden mit dem Rückkaufswert bewertet. 3. Kapital Die Kapitalrücklage betrifft im Wesentlichen freiwillige Rücklagen. 4. Rückstellungen Die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen erfolgt nach der Projected Unit Credit Methode (PUC) und unter Berücksichtigung des 10-Jahres-Durchschnitts mit einem Rechnungszinssatz von 1,78% (Vorjahr: 1,87%). Es wurde von der Vereinfachungsregel des § 253 Abs. 2 S. 2 HGB Gebrauch gemacht. Im Falle des 7-Jahres Durchschnitts würde der Zinssatz 1,44%, die betragen; die Rückstellung wäre um T€ 16 höher bewertet (Bewertungsunterschied). Eine Gehaltsdynamik war nicht anzunehmen. Die sonstigen Rückstellungen betreffen Rückbauverpflichtungen T€ 1.340 (Vorjahr T€ 1.331), Gewährleistungsrückstellungen T€ 157 (Vorjahr T€ 142) und übrige T€ 672 (Vorjahr T€ 619). Die Gewährleistungsrückstellung wurde auf der Basis der tatsächlichen Garantie- und Gewährleistungsaufwendungen für den gewährleistungsbehafteten Umsatz gebildet. 5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind wie folgt zur Zahlung fällig:
Die Verbindlichkeiten, insbesondere aus Lieferungen, sind teilweise im branchenüblichen Rahmen mit Eigentumsvorbehalten besichert. 6. Sonstige betriebliche Erträge Die Sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten mit T€ 102 das Wiederaufleben von Forderungen. 7. Personalaufwand Die Gesamtbezüge (Pensionen) für Mitglieder der Geschäftsleitung betragen T€ 42, die Aufwendungen betrugen T€ 54. IV. SONSTIGE ANGABEN Geschäftsführung Brigitte Kellner, Kauffrau, Kammerstein Andreas Kellner, Diplom-Ingenieur FH, Schwabach Simone Kellner-Fricke, Dipl.-Betriebswirtin (FH), Dipl.-Wirtschaftspsychologin (FH), Kammerstein Im Geschäftsjahr 2022 ergaben sich keine angabepflichtigen Bezüge. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl, der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter, hat sich wie folgt entwickelt:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Angaben zu verbundenen Unternehmen/Beteiligungen Die Gesellschaft hält als Beteiligung 100% der Anteile an der Kellner Verwaltungs GmbH. Diese Gesellschaft hatte zum 31.12. ein Eigenkapital von T€ 99 und einen Jahresergebnis von T€ 9. Besondere Vorgänge nach Schluss des Geschäftsjahres Der andauernde Krieg in der Ukraine hat es erforderlich gemacht, die bis dahin günstige Versorgung an Gas und Öl auf Lieferanten ausserhalb der russischen Förderation umzustellen. Nach dem Ende des Berichtszeitraums sind im übrigen keine weiteren Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gentner GmbH haben. Ergebnisverwendung Das Jahresergebnis wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Kammerstein, den 12. Dezember 2023 Die Geschäftsleitung
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 12.12.2023 festgestellt. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die Gentner GmbH Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Gentner GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022, der Gewinn- und Verlustrechnung, dem Eigenkapitalspiegel und der Kapitalflussrechnung sowie der Segmentberichterstattung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Gentner GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO‟) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Die Prüfung des Jahresabschlusses habe ich unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erkläre ich gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass ich keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht habe. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle. Ich gebe gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass ich die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten habe, und erörtere mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf meine Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen. VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Christian Kachelmann.
Fürth, 12. Dezember 2023 Christian Kachelmann, Wirtschaftsprüfer |
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