youknow GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christine Becker seit 16.9.2025 | Prokura |
Matthias Suttner seit 16.9.2025 | Prokura |
Heiko Bayer seit 16.9.2025 | Geschäftsführer |
Stefan Morscher seit 10.12.2024 | Prokura |
Daniel Philipp Heydenreich seit 1.8.2018 | Geschäftsführer |
Marcus Fendt seit 19.12.2011 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
The Mobility House AG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
The Mobility House GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen der Gesellschaft 1.1. Geschäftsmodel Die The Mobility House GmbH (im Folgenden "die Gesellschaft", "das Unternehmen") vertreibt End-to-End- Energie- und Ladelösungen für Fahrer und Flottenbetreiber von Elektrofahrzeugen, die Lademanagementsoftware, Flexibilitätskommerzialisierung in Energie- und Netzmärkten sowie Ladehardware und -installation umfassen. Im Geschäftsbereich Charging Solutions verkauft die Gesellschaft Ladeinfrastruktur. Der Großteil des Umsatzes in diesem Bereich wird in Deutschland generiert. Im Geschäftsbereich Smart Charging wurde durch das Produkt "Charge Pilot", ein zukunftsfähiges Lade- und Energiemanagementsystem entwickelt. Im Geschäftsjahr 2023 wurden in diesem Bereich rund 450 Kundenstandorte mit dem Lade- und Energiemanagementsystem von The Mobility House ausgestattet. Mittlerweile steuert die Gesellschaft rund 1.000 Kundenstandorte und ca. 10.000 Ladeports in einem 24/7 Betrieb. Im Geschäftsbereich Stationärspeicher ist die Gesellschaft für den reibungslosen Betrieb von Stationärspeichern, die anderen Unternehmen gehören, verantwortlich. Die Kapazität der bewirtschafteten Speicher lag zum Ende des Geschäftsjahrs bei rund 45 Megawatt Leistung. Im Bereich Vehicle-Grid-Integration (VGI) bietet das Unternehmen seinen eigenen Smart-Energy-Tarif eyond® für Fahrer von Elektrofahrzeugen an und unterzeichnete den weltweit ersten kommerziellen Vertrag mit einem OEM-Partner zur Einführung eines bidirektionalen V2G-Energietarifs in Deutschland, Frankreich und Großbritannien. 1.2. Forschung- und Entwicklung Im Bereich Smart Charging erhielt das Unternehmen mit seiner eigenentwickelten intelligenten Ladetechnologie ChargePilot® mehrere Auszeichnungen, darunter den Power-to-Drive-Award 2023 für die beste Technologie ihrer Klasse. Im Bereich Vehicle-Grid-Integration (VGI) hat das Unternehmen mit eigenen IP- und Energiehandels-Know-how bewiesen, dass man mit bidirektionalen mobilen Autobatterien über 1.500 EUR/Jahr generieren kann und bis zu 1,7 t CO 2 /Auto/Jahr eingespart werden können. Im Bereich Forschung und Entwicklung arbeiten über 100 Mitarbeiter als Produktmanager:innen, Softwareentwickler:innen und Datenexperten:innen. Des Weiteren arbeiten rund 50 externe Entwickler exklusiv für das Unternehmen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet in seiner Veröffentlichung im Januar 2024 für das Jahr 2023 mit einem weltweiten abgeschwächten Anstieg der Wirtschaft um 3,1 %. Auch die europäische Wirtschaft wies im Jahr 2023 eine Abschwächung des Wachstums auf. Nach Angaben der EU-Kommission stieg die EU- Wirtschaft um 0,5 % (Stand: Februar 2024). Diese Entwicklung resultierte, laut EU-Kommission, zum einen aus der hohen Inflation und hohen Lebenshaltungskosten, der Verschärfung der Geldpolitik und der schwachen Auslandsnachfrage (Stand: November 2023). Die deutsche Wirtschaft schrumpfte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2023 um 0,3 % (Stand: Januar 2024). Grund für diese Entwicklung waren auch hier die hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen, welche die Konjunktur dämpften, die ungünstigen Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen sowie die geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Der Bestand an reinen Elektroautos (ohne Plug-in Hybride) in Deutschland ist auf 1,4 Mio. Autos gestiegen. Dies entspricht einem Wachstum von ca. 50% gegenüber dem Vorjahr. Das Wachstum an Elektroautos hat sich im 4. Quartal 2023 gegenüber dem Vorjahr abgeschwächt. In der Vermarktung von Stationärspeichern gibt es verschiedene Energiemärkte. Der Preis für Primärleistung (als ein verfügbarer Markt zur Vermarktung von Flexibilitäten) ist im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Das Preisniveau ist aber in Deutschland noch deutlich höher als vor der Ukraine-Krise. 2.2. Geschäftsverlauf Aufgrund der sich im Berichtsjahr 2023 verschlechternden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingung konnte die Gesellschaft nur teilweise die Erwartungen der Planung erfüllen. So wurden beispielsweise im Geschäftsbereich Smart Charging zwar mit 450 Kundenstandorte mehr Kundenstandorte als im Vorjahr (rd. 300 Kundenstandorte) ausgestattet, aber deutlich weniger als geplant (Plan 2023: 1.000 Standorte). Planabweichungen in der Erfolgsrechnung werden unter 2.3. erläutert. 2.3. Lage der Gesellschaft 2.3.1 Umsatz- und Ertragslage Der Umsatz der Gesellschaft beläuft sich in 2023 auf 45 Mio. € (Vj. 38 Mio. €, Plan 53 Mio. €). Zwar konnte die Gesellschaft trotz schwieriger Marktlage mehr Produkte absetzen bzw. Dienstleistungen gegenüber dem Vorjahr erbringen. Die gesetzten Absatzziele wurde insbesondere im Bereich Charging Solutions und Smart Charging nicht erreicht. Dem stehen Materialaufwendungen von 38 Mio. € (Vj. 31 Mio. €) für Ladeinfrastruktur, Installationsleistungen und Energiebezug gegenüber. Der Bruttoertrag ist stabil bei 6 Mio. € geblieben. Der Preisdruck nach auslaufender Infrastrukturförderung Ende 2021 in Deutschland hat sich in 2023 weiter fortgesetzt. Daher sind die Margen für Ladeinfrastruktur auf geringem Niveau wie im Vorjahr. Sonstige betriebliche Erträge betrugen 2,2 Mio. €. Der Anstieg gegenüber Vorjahr von 0,8 Mio. € resultiert unter anderem aus den Erträgen aus dem Förderprojekt unit-e2 oder aus periodenfremden Erträgen. Die Personalaufwendungen erhöhen sich aufgrund von Neueinstellungen und Lohnerhöhungen auf 23 Mio. € (Vj. 16 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen auf 14 Mio. € (Vj. 10 Mio. €). Die Gesellschaft investiert in den Geschäftsaufbau (Vertrieb) und die Softwareentwicklung. Hierzu gehören neben Mitarbeitern auch die entsprechenden IT-Systeme, externe IT-Entwicklungskosten sowie Werbeaufwendungen. Diese Investitionen führen auch in diesem Geschäftsjahr zu einem planmäßigen Jahresfehlbetrag von 29 Mio. € (Vj. 19 Mio. €). Der Bilanzverlust beträgt, per 31.12.2023, kumuliert 87 Mio. €. 2.3.2 Finanzlage Das Unternehmen hat gemeinsam mit der Gesellschafterin beschlossen, die Chancen des Strukturwandels in der Elektromobilität und der Energiewirtschaft zu nutzen und in den kommenden 3 Jahren weitere erhebliche Investitionen in den Geschäftsaufbau, die Softwareentwicklung sowie zusätzlich in Marketing für das neue Energieprodukt "Eyond" zu tätigen. Daher rechnet die Gesellschaft nun mit einem positiven Freien Cash Flow bzw. Jahresergebnis ab dem Geschäftsjahr 2027 (Vorjahresplanung war 2026). Bis zum break even in 2027 plant die Gesellschaft weiterhin mit negativen operativen Cash Flows aufgrund von Software-Entwicklung und Investitionen in den Geschäftsausbau. Es sind keine wesentlichen Investitionen in Anlagen geplant. Zur Finanzierung des operativen Geschäfts verfügt das Unternehmen zum 31.12.2023 über einen Kassenbestand von 8 Mio. €. Eine Kreditlinie von 0,5 Mio. € bei der Commerzbank ist durch Geldmittel hinterlegt, nicht ausgeschöpft und steht vor allem für Bankbürgschaften zur Verfügung. Für den Kapitalbedarf 2024 sowie der kommenden Jahre sind Eigenkapitaleinlagen durch die Gesellschafterin The Mobility House AG Schweiz geplant. Daher ist die Gesellschaft von der finanziellen Unterstützung durch ihre Gesellschafterin abhängig, um ihren fälligen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die Gesellschafterin hat das Unternehmen auch im abgelaufenen Geschäftsjahr durch weitere Eigenkapitaleinzahlungen in Höhe von 6 Mio. €. unterstützt. Die Gesellschafterin unterstützt die Gesellschaft für anstehende Investitionen durch eine Patronatserklärung. Die Gesellschafterin hat im Januar 2024 eine entsprechende Finanzierungsvereinbarung mit ihren Gesellschaftern in Höhe von bis zu 38 Mio. € unterzeichnet. Davon wurden 15 Mio. € im 1. Quartal 2024 einbezahlt. Die Gesellschaft ist die wesentliche Beteiligungsgesellschaft der Gesellschafterin. 2.3.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme beläuft sich Ende 2023 auf 24 Mio. € (Vj. 49 Mio. €). Auf der Aktivseite haben sich vor allem die Liquiden Mittel planmäßig von 30 Mio. € auf 8 Mio. € reduziert. Die Gesellschaft wurde Ende 2022 mit den Liquiden Mitteln für die Investitionen die Eigenentwicklung von Software und in das laufende Geschäft ausgestattet. Diese wurden planmäßig reduziert. Der Lagerbestand wurde von 9 Mio. € im Vorjahr auf 4 Mio. € abgebaut. Forderungen sind auf 7 Mio. € (Vj. 5 Mio. €) entsprechend dem gesteigerten Umsatz gestiegen. Auf der Passivseite reduzierte sich das Eigenkapital auf 16 Mio. € (Vj. 39 Mio. €). Die Eigenkapitalquote beträgt zum Jahresende 67% (Vj. 81%). 2.3.4 Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Zu den wesentlichen Leistungsindikatoren gehören das Umsatzwachstum, der Bruttoertrag sowie die Anzahl der gesteuerten Kundenstandorte und Ladeports. Als Innovations- und Marktführer in ihrem Segment gehört Nachhaltigkeit zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren. Das Unternehmen investiert signifikant in Forschung und Entwicklung und vor allem in das größte asset des Unternehmens, die Mitarbeiter:innen (nicht-finanziellen Leistungsindikatoren). Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter:innen hat sich im Jahr 2023 auf 296 erhöht (Durchschnitt Vj. 225). Der Zuwachs resultiert vor allen aus Einstellungen im Vertrieb, der Produkt- und Softwareentwicklung sowie des Energiehandels. Das Unternehmen folgt damit seiner mit der Gesellschafterin vereinbarten strategischen Planung. 3. Risikobericht und Internes Kontroll-System 3.1. Risikomanagementsystem Auf Ebene der Gesellschafterin The Mobility House AG (Zürich) wird die Gesellschaft in das umfassende Internes Kontroll-System und Risikomanagement einbezogen. Zu jeder Verwaltungsratssitzung der Gesellschafterin werden ausführlich bestehende Geschäftsrisiken sowie anhand einer rollierenden Planung die Finanzrisiken erläutert und Maßnahmen zur Risikominimierung getroffen. Des Weiteren wurde im Jahr 2023 zusätzlich ein Ausschuss für Risikomanagement gebildet. Das Unternehmen führt in regelmäßigen Abständen eine Risikobeurteilung der wesentlichen Risiken durch, stuft diese anhand von Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe ein. Aus der Kombination der bewerteten Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe ergibt sich die Risikoklassifizierung als niedrig, mittel oder hoch. Abhängig von der jeweiligen Risikostrategie werden vom Verantwortlichen angemessene Maßnahmen implementiert. In diesem Zusammenhang hat die Gesellschaft die folgenden Risiken identifiziert. 3.2. Risikobericht Risiken aus Energiehandel Im Geschäftsjahr 2023 hat die Gesellschaft das Energiehandelsgeschäft ausgeweitet sowie einen Energietarif für Endkunden eingeführt. Im Energiehandel wird lediglich die vorhandene Kapazität der Stationärspeicher gehandelt, so dass zu jeder Zeit die verkaufte Menge geliefert werden kann. In Bezug auf das Energiegeschäft, das im Geschäftsjahr 2023 noch sehr gering ist, werden die verkauften Mengen durch zeitgleichen Bezug über die preisfixierte Leistungsdauer beschafft. Das Unternehmen hat für dieses Geschäft ein Beschaffungshandbuch sowie ein dediziertes Risikomanagement eingeführt. Die Risiken werden als niedrig eingestuft. Risiken aus Abhängigkeiten von Lieferanten Die Gesellschaft bezieht die Produkte, die in ihrem Onlineshop verkauft werden, von Lieferanten und Drittherstellern. Versorgungsausfälle in der Lieferkette können daher bei den betroffenen Produkten zu einer Beeinträchtigung der Verfügbarkeit am Markt führen. Durch die Sortimentsbreite und die Vielzahl der potenziellen Lieferanten ist jedoch ein negativer Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft nicht zu erwarten. Die Risiken werden als niedrig eingestuft. Risiken durch Markteintritte von neuen Wettbewerbern Das Auftreten neuer Wettbewerber kann die Marktbedingungen ungünstig verändern. Neue finanzkräftige Wettbewerber können die Marktbedingungen aufgrund ihrer finanziellen und/oder organisatorischen Ressourcen, Vertriebsstärke und Marktmacht für die Gesellschaft negativ beeinflussen. Um die beschriebenen Risiken so weit wie möglich zu minimieren, betreibt die Gesellschaft eine kontinuierliche Marktbeobachtung und treibt gleichzeitig ihre eigene Expansion und Entwicklung voran, um in dem Markt die führende Position einzunehmen. Bei Bedarf erfolgt eine angemessene Strategieanpassung. Die Risiken werden als hoch eingestuft. Risiken aus Änderungen der politisch forcierten Energiewende Die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen der Gesellschaft hängt zum Teil von sozialen, politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen rund um Energieerzeugung und -verbrauch ab. Der Übergang von fossilen zu erneuerbaren Energieträgern, politischer Wille, dem Klimawandel entgegenzuwirken, und ein gestiegenes Umweltbewusstsein sind Treiber der Investitionen in ein nachhaltiges und dezentrales Energiesystem. Diese Trends könnten sich durch verschiedene Faktoren, die außerhalb der Kontrolle der Gesellschaft liegen, verändern. Dazu gehören unter anderem eine Anpassung von ökonomischen Anreizen bezüglich des Verbrauchs von Energie aus konventionellen Energieträgern und eine Veränderung des Bewusstseins über den negativen Einfluss von fossilen Energieträgern auf die Umwelt. Die Risiken werden als mittel eingestuft. Risiken aus der Gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Die wirtschaftliche Entwicklung in der Automobilindustrie in Deutschland ist für die Gesellschaft einer der Wachstumstreiber. Die Zulassungszahlen von batteriebetriebenen Elektroautos in Deutschland sind in den letzten Quartalen eher kritisch zu sehen. Die Gesellschaft erwartet für 2024 noch ein moderates Wachstum. Für die Jahre 2025-2026 werden dagegen Wachstumsraten von rd. 50% jährlich angenommen. Die Risiken werden als mittel eingestuft. Risiken im Hinblick auf Mitarbeiter:innen Fluktuation Unter dem Stichwort "war of talent" sieht sich das Unternehmen einem hohen Wettbewerb um die besten Mitarbeiter ausgesetzt. Es besteht das Risiko, dass Mitarbeiter:innen in unternehmensentscheidenden Positionen das Unternehmen verlassen und diese Positionen nicht besetzt werden können. Das Unternehmen wirkt hier mit einer Vielzahl von Maßnahmen dagegen. So hat die Gesellschaft eine sehr positive Arbeitsumgebung und Kultur geschaffen. Das sieht man an besten Bewertungen im Portal kununu sowie Auszeichnungen als einer der besten Arbeitgeber in Forschung & Bildung. Durch ein umfassendes virtuelles Aktienprogramm werden Mitarbeiter:innen zusätzlich intensiviert und an das Unternehmen gebunden. Die Risiken werden als mittel eingestuft. Risiken im Hinblick auf Cyber-Security und IT-Sicherheit Durch den vermehrten Einsatz von IT-Systemen und -Programmen besteht die Gefahr, digitale Informationen zu verlieren. Dieses Risiko kann auf mangelnde oder unzureichende Datensicherung und auf Schaden stiftende externe Angriffe zurückgeführt werden. Wesentliche Risiken bestehen aus Hacking oder Phishingangriffen auf entscheidende IT-Systeme. Als Technologieunternehmen investiert die Gesellschaft jedes Jahr signifikant in die aktuellen Systeme und Sicherheitsvorkehrungen. So wurden beispielsweise die Microsoftlizenzen auf den höchsten Sicherheitsstandard angehoben oder über BlackDuck ein System zur Sicherstellung der Lizenz- und IT- Sicherheit eigens entwickelter Software eingeführt. Die Risiken werden als mittel eingestuft. Risiken im Rahmen von Compliance und Datenschutz Die Anforderungen an Compliance und Datenschutz werden immer strenger. Die Nicht-Befolgung der Vorgaben der EU-DSGVO und anderen relevanten Vorschriften kann zu Untersuchungen durch Behörden führen. Auch Reputationsschäden, Gerichtsverfahren und hohe Strafen sind mögliche Konsequenzen von Verstößen gegen die Vorschriften. Neben den gesetzlichen Vorgaben legt das Unternehmen hohen Wert auf passende Compliance- und Datenschutzsysteme und Prozesse. Dies ist unter anderem dem geschuldet, dass die Gesellschaft hohe Anforderungen durch namhafte B2B- Kunden im Bereich Smart Charging bekommt. So wurden beispielsweise in 2023 das Whistleblower System oder Datenschutzprozesse durch weitere IT-Systeme- und Automatisierungsprozesse unterstützt. Die Risiken werden als niedrig eingestuft. Liquiditätsrisken (Bestandsgefährdendes Risiko) Die Gesellschaft ist in einem schnell wachsenden Marktsegment tätig und verfolgt eine Wachstumsstrategie mit hohen Investitionen in Marketing-, Vertriebs- sowie Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten. Diese Strategie führt zu Anlaufverlusten, die durch die vorhandenen liquiden Mittel, die zum 31. Dezember 2023 auf Grundlage des aktuellen Geschäftsplans für den Prognosezeitraum zur Verfügung stehen, nicht finanziert werden können. Die Gesellschaft ist somit bisher nicht in der Lage sich selbstständig durch das operative Geschäft zu finanzieren. Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft hängt von der finanziellen Unterstützung und der Kapitalausstattung durch die Gesellschafterin The Mobility House AG (Zürich) ab und stellt ein bestandsgefährdendes Risiko dar. Die Gesellschaft hat ein Liquiditätsmanagement eingerichtet, das einen zusätzlichen Bedarf an Zahlungsmitteln in einem festgelegten Zeitraum frühzeitig erkennt und ausreichend Zeit für eine Kapitalerhöhung gewährt. Für den Zeitraum von Januar 2024 bis Ende Juni 2025 ergibt sich aus der Planung ein Bedarf an Zahlungsmitteln in Höhe von 30 Mio. € für die Gesellschaft, der den Bestand an Zahlungsmitteln am Bilanzstichtag in Höhe von 8,1 Mio. € übersteigt. Die Gesellschafterin The Mobility House AG (Zürich) hat sich durch eine der Höhe nach unbegrenzten Patronatserklärung verpflichtet, den Finanzmittel- und Kapitalbedarf der Gesellschaft befristet bis zum 01. Juli 2025 sicherzustellen und die Gesellschaft in die Lage zu versetzen ihren Zahlungsverpflichtungen gegenüber Gläubigern bei Fälligkeit jederzeit nachkommen zu können, um so eine drohende oder bestehende Zahlungsunfähigkeit zu beseitigen. Die Gesellschafterin The Mobility House AG (Zürich) ist wiederum von der finanziellen Unterstützung durch ihre Gesellschafter abhängig. Die Gesellschafter der Muttergesellschaft The Mobility House AG (Zürich) unterzeichneten im Januar 2024 eine Finanzierungsrunde von bis zu 38 Mio. €, wovon bis zum Ende des 1. Quartals 2024 15. Mio. € einbezahlt wurden. Die hieraus resultierenden liquiden Mittel dienen vor allem der Finanzierung des Beteiligungsunternehmens The Mobility House GmbH. Für den Fortbestand der Gesellschaft ist es unerlässlich, dass sich der Zahlungsmittelbedarf, der sich im Wesentlichen aus dem operativen Geschäft ergibt, bis Juni 2025 wie in der Planung angenommen entwickelt und darüber hinaus die Finanzierungsrunde bei der Muttergesellschaft, The Mobility House AG (Zürich), voll ausgeschöpft wird, damit die Muttergesellschaft ihrer Verpflichtung aus der Patronatserklärung nachkommen kann. Sollte sich die Liquidität der Gesellschaft aufgrund des Verfehlens der Planungsannahmen nicht wie geplant entwickeln und sollte die geplanten Finanzierungsrunde bei der Muttergesellschaft nicht vollständig, nicht rechtzeitig oder nur teilweise ausgeschöpft werden und die Muttergesellschaft daher nicht in der Lage sein ihren Verpflichtungen aus der Patronatserklärung nachkommen zu können, ist die Gesellschaft auf weitere externe finanzielle Unterstützung von Dritten angewiesen und wären ohne diese Unterstützung in ihrem Fortbestand gefährdet. Insofern besteht eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können, so dass die Gesellschaft möglicherweise nicht in der Lage ist, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf ihre Vermögensgegenstände zu realisieren sowie ihre Schulden zu begleichen. Die Risiken werden als hoch eingestuft. 3.3 Chancenbericht Veränderung der Automobil- und Energiebranche Die Gesellschaft ist vor über 10 Jahren mit der Vision der Energiewende, der Disruption der beiden Industrien sowie der Sektorenkoppelung (Zusammenwirkung zwischen den beiden Industrien über die Nutzung von Batterie-Flexibilitäten für den Ausgleich von Netzschwankungen) gegründet worden. Daher ist diese Veränderung die übergeordnete Chance der Gesellschaft. EU-Regulierung, staatliche Regulierung, Gesetzesänderungen wie die Verschärfung von Abgasnormen unterstützen den Industriewandel und helfen daher dem Geschäftsmodel der Gesellschaft Die wirtschaftliche Entwicklung in der EU (Stichwort Zulassungszahlen von batteriebetriebenen Elektroautos) sowie Zielsetzung der EU (Stichwort NetZero Ziele, Outphasing des Verbrennungsmotors) sind langfristige Wachstumstreiber der Geschäftsmodelle der Gesellschaft. Die beschriebene Chance spiegelt sich größtenteils als Planungsparameter in der Planung der Gesellschaft wider. 3.4 Gesamtaussage - Beurteilung und Zusammenfassung Chancen der künftigen Entwicklung sieht die Gesellschaft insbesondere in der Energiewende und den damit einhergehenden Veränderungen in der Automobil- und Energiebranche, welche ein großes Wachstumspotential für die Gesellschaft in der Zukunft mit sich bringen. Risiken der künftigen Entwicklung sieht die Gesellschaft vor allem in der Beschaffung der für das Wachstum notwendigen Liquidität. Die Gesellschaft ist jedoch überzeugt, dass die Chancen die Risiken überwiegen und dass die Investoren den eingeschlagenen Weg im Rahmen der Energiewende mitgehen werden. Daher blickt man trotz einem aktuell bestehenden Bestandsgefährdenden Risiko optimistisch in die Zukunft . 3.5 Prognosebericht Die Gesellschaft plant im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von 65 Mio. € und in den Folgejahren Umsatzsteigerungen von fast 100% pro Jahr. Dabei werden alle Segmente der Gesellschaft zum Umsatzwachstum beitragen. Begründet liegt dies in der großen Nachfrage nach Ladelösungen mit intelligenter Steuerung und Energiemanagement (Smart Charging). Im Segment Smart Charging hat sich die Gesellschaft eine globale Marktstellung erarbeitet. Des Weiteren eröffnet sich durch die Vermarktung von Batterieflexibilität durch intelligente Energietarife (Vehicle-Grid- Integration) ein großes Wachstumspotential. Die Gesellschaft ist hier in führender Positionierung. Neben dem Geschäftsfeld Smart Charging sieht die Gesellschaft im Bereich Vehicle-Grid-Integration das größte Wachstumspotential. Die Gesellschaft plant mit rd. 2.000 Kunden für den eigenen smarten Energietarif zum Jahresende. Des Weiteren wird das Stationärgeschäft mit über 10 Mio. € Umsatz eine relevante Größenordnung erreichen. Die Ukraine-Krise hat gezeigt, wie wichtig eine unabhängige Energieversorgung für ein Land ist. Die Bereitstellung und Vermarktung von Energiespeichern (sog. Flexibilitäten) im Rahmen von Vehicle-Grid-Integration und Stationärspeichern können hier einen großen Beitrag leisten. Die Gesellschaft hat in diesem Bereich eine starke Marktstellung; vor allem in der EU. Um die Marktstellung und Innovationsführerschaft zu festigen, wird die Gesellschaft weiter in Vertrieb, Marketing und Softwareentwicklung investieren. Dies geht einher mit steigenden Personalkosten und sonstigen Aufwendungen, die durch das steigende Bruttoergebnis nicht gedeckt sind. Daher erwartet das Unternehmen im kommenden Jahr einen Jahresfehlbetrag von rd. 31 Mio. €. Unterschrift der Geschäftsführung
München,04.06.2024 Marcus Fendt Daniel Philipp Heydenreich Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
ANHANG zum 31.12.2023The Mobility House GmbH, MünchenAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der The Mobility House GmbH, München, wurde auf der Grundlage der für Kapitalgesellschaften geltenden Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend hierzu waren die Vorschriften des GmbH-Gesetzes zu beachten. Es handelt sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Für die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden die für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften der §§ 264 HGB ff. angewendet. Für den Anhang werden zum Teil die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften nach § 288 HGB in Anspruch genommen. Der Jahresabschluss wurde unter Zugrundelegung des Grundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Bezüglich bestandsgefährdender Risiken, denen die Gesellschaft ausgesetzt ist, verweisen wir auf Abschnitt "3.2 Risikobericht (Liquiditätsrisken (Bestandsgefährdendes Risiko)) des Lageberichts. Insofern besteht nach Einschätzung der Geschäftsführung der Gesellschaft eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten, die bedeutsame Zweifel an der eigenständigen Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können, so dass die Gesellschaft möglicherweise nicht in der Lage ist, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf ihre Vermögensgegenstände zu realisieren sowie ihre Schulden zu begleichen. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände, die zwischen 3 und 13 Jahren liegt, linear vorgenommen. Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten mehr als 250 € und weniger als 1.000,01 € beträgt, wurden in einen Sammelposten eingestellt und über 5 Jahre, jeweils zu 1/5 abgeschrieben. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Als aktive/passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben/Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand/Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Bei der Bildung von Rückstellungen wurde den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie wurden in der Höhe des Erfüllungsbetrages bemessen, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Der Ausweis der Umsatzerlöse erfolgt nach Abzug von Erlösschmälerungen. Entsprechend dem Realisationsprinzip erfolgt eine periodengerechte Erfassung. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Der Anlagenspiegel ist als Bestandteil des Anhangs beigefügt. Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 892.373,04 EUR (Vorjahr: 172.930,00 EUR). Forderungsspiegel
Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen
Gliederung sonstige Rückstellungen TEUR 1.730,00
Angabe zu Restlaufzeitvermerken Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 4.760.566,76 EUR (Vorjahr: 6.451.727,92 EUR). Verbindlichkeitenspiegel
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Periodenfremde Erträge Aufgliederung der sonstigen betrieblichen periodenfremden Erträge
Materialaufwand Der Materialaufwand des Geschäftsjahrs beträgt 38.353.263,22 EUR und gliedert sich wie folgt:
Personalaufwand Der Personalaufwand des Geschäftsjahrs beträgt 22.852.823,56 EUR und gliedert sich wie folgt:
Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen Auf Gegenstände des Anlagevermögens wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 0,00 EUR vorgenommen. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Finanzielle Verpflichtungen Im Gesamtbetrag der nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind folgende Angaben aufzuführen: Die Miet- und Leasingverpflichtungen der Gesellschaft zum 31.12.2023 in Höhe von 2.794 T€ (Vj.: 2.631 T€) verteilen sich wie folgt:
Angaben zu Haftungsverhältnisse Es besteht eine Bürgschaft für den französischen Übertragungsnetzbetreiber RTE - Reseau de Transport d'Electricite in Höhe von 50.000,00 €. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen (100 %) der The Mobility House AG, Zürich. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der The Mobility House AG, Zürich, einbezogen, der beim Handelsregisteramt des Kantons Zürich, Firmennummer: CHE-115.764.32322 veröffentlicht wird. Die The Mobiltiy House AG, Zürich, stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis an Unternehmen auf. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Hinsichtlich der im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge für die Geschäftsführer wurde von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung: Der Jahresfehlbetrag beträgt 28.865.228,88 EUR. Auf neue Rechnung werden 28.865.228,88 EUR vorgetragen. Unterschrift der Geschäftsführung
München, 04.06.2024 Marcus Fendt Daniel Philipp Heydenreich Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die The Mobility House GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der The Mobility House GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der The Mobility House GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angabe "Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt "3.2 Risikobericht (Liquiditätsrisiken (Bestandsgefährdendes Risiko))" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass es für den Fortbestand der Gesellschaft unerlässlich ist, dass sich der Zahlungsmittelbedarf, der sich im Wesentlichen aus dem operativen Geschäft ergibt, bis Juni 2025 wie in der Planung angenommen entwickelt und darüber hinaus die Finanzierungsrunde bei der Muttergesellschaft, The Mobility House AG, voll ausgeschöpft wird, damit die Muttergesellschaft ihrer Verpflichtung aus der Patronatserklärung nachkommen kann. Sollte sich die Liquidität der Gesellschaft aufgrund des Verfehlens der Planungsannahmen nicht wie geplant entwickeln und sollte die geplanten Finanzierungsrunde bei der Muttergesellschaft nicht vollständig, nicht rechtzeitig oder nur teilweise ausgeschöpft werden und die Muttergesellschaft daher nicht in der Lage sein ihren Verpflichtungen aus der Patronatserklärung nachkommen zu können, ist die Gesellschaft auf weitere externe finanzielle Unterstützung von Dritten angewiesen und wäre ohne diese Unterstützung in ihrem Fortbestand gefährdet. Wie in der Angabe "Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss" im Anhang und Abschnitt 3.2 Risikobericht (Liquiditätsrisken (Bestandsgefährdendes Risiko))" des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 4. Juni 2024 Grant
Thornton AG
Stephan Mauermeier, Wirtschaftsprüfer Nicolas Szeitler, Wirtschaftsprüfer |
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