Autohaus Glinicke GmbH

Ringstraße 9, 32427 Minden, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Oeynhausen HRB 4636
Eingetragen
6.12.1995
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger
Gegenstand
Handel mit Kraftfahrzeugen, Kraftfahrzeugteilen und -zubehör, Reparatur und Pflege von Kraftfahrzeugen, Vermietung und Vermittlung von Kraftfahrzeugen, Versicherungen und Finanzierungen, die Unterhaltung eines Sachverständigenbüros sowie die Bearbeitung von Leasingverträgen in Porta Westfalica, Minden und Bad Oeynhausen. Die Vermittlung von Finanzierungen beschränkt sich lediglich auf Warenverkäufe und Dienstleistungen (§ 34 c Abs. 5. Ziff. 4 GewO). Die Gesellschaft kann Zweigniederlassungen und Tochtergesellschaften errichten, gleichartige oder ähnliche Unternehmen erwerben oder pachten, sich an solchen Unternehmen beteiligen oder solche Unternehmen ganz oder teilweise unter einheitlicher Leitung zusammenfassen.

Historie

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Management

NameRolle
Ingo Flaßpöhler
seit 13.11.2025
Prokura
Matthias Welter
seit 13.11.2025
Geschäftsführer
Volker Strunk
seit 24.2.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Glinicke Automobil Holding GmbH & Co. KG
Germany
100.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Autohaus Glinicke GmbH

Minden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Lagebericht

I. Darstellung des Geschäftsverlaufes

1. Entwicklung Gesamtwirtschaft und der Branche

Gesamtwirtschaft

Die deutsche Wirtschaft blieb in 2016 auf Wachstumskurs. Nach ersten amtlichen Angaben legte das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr um kräftige 1,9% zu nachdem es in 2015 um 1,7% expandiert war.

Der ifo Geschäftsklimaindex stieg erneut. Jedoch blicken die Unternehmen weniger optimistisch auf die kommenden Monate. Die deutsche Wirtschaft startet weniger zuversichtlich ins neue Jahr.

Wie bereits in den Vorjahren wurde die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in 2016 bedeutend durch die insgesamt günstige Arbeitsmarktlage unterstützt. Der BA-X, ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland, ist im vergangenen Jahr weiter nahezu kontinuierlich gestiegen. Zum anhaltend hohen Arbeitskräftebedarf trug im vergangenen Jahr die allgemein gute wirtschaftliche Lage bei. Dies führt auch zu mehr Fluktuation am Arbeitsmarkt.

Ein wesentliches Risiko für die weltwirtschaftliche Entwicklung stellt das Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union dar. Hohe Verunsicherungen der Märkte könnten eintreten, wenn sich daraus Szenarien ergeben, die negative Auswirkungen auf den Außenhandel haben oder sich die Verhandlungen durch große Unwägbarkeiten kennzeichnen würden. Auch die künftige Ausrichtung der USA ist seit den Präsidentschaftswahlen mit großer Ungewissheit behaftet. Diese könnte die konjunkturelle Entwicklung spürbar dämpfen.

Die Bruttoanlageinvestitionen im vergangenen Jahr sind um 2,5% ggü. dem Vorjahr gestiegen. Der deutsche Außenhandel ist insgesamt robust. Die Exporte legten gegenüber dem Vorjahr um 2,5% zu. Die Importe verzeichnen einen Anstieg von 3,4%.

Branchensituation

Die deutsche Automobilbranche blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. In 2016 wurden 3,35 Mio. Pkw Neuzulassungen registriert. Dies entspricht einem Zuwachs von 4,5 Prozent ggü. dem Vorjahreswert.

Nach Berechnungen des Center für Automobil Managements wird sich der Automobilmarkt in Deutschland im weiteren Verlauf des Jahres 2017 im wahrscheinlichsten Szenario etwas schwächer entwickeln als im Vorjahr: von etwa 3,35 Mio. PKW im Jahr 2016 wird er auf etwa 3,32 Mio. PKW im Jahr 2017 leicht zurück gehen. Aufgrund der nur schwer prognostizierbaren konjunkturellen Entwicklung im Jahr 2017 sind allerdings Absatzschwankungen von etwa 3,0 Prozent möglich. Alles in allem bleibt lt. Experten für 2017 aufgrund des allgemeinen Wirtschaftswachstums, der niedrigen Arbeitslosenquoten und der Einkommensverbesserung der Neuwagenmarkt im kommenden Jahr stabil.

Positiv hervorzuheben ist, dass die von der Glinicke Gruppe vertriebenen Marken wie Audi (+7,6%), Skoda (+3,5%), Seat (+3,1%), Porsche (+5,8%) und vor allem Land Rover (+25,2%) und Jaguar (+74,7%) weiterhin Zugewinne am Markt zum Vorjahr erzielen konnten. Lediglich die Marken VW (-4,3%) und Hyundai (-1,1%) verzeichnen einen überschaubaren Rückgang. Die Marke Volkswagen ist mit einem Marktanteil von 19,6% trotz dessen nach wie vor Marktführer.

Der Einfluss des Abgasskandals auf den Fahrzeugkauf hält sich laut DAT-Report 2017 in Grenzen. Demnach gaben 15% der Neuwagenkäufer und 10% der Gebrauchtwagenkäufer an, dass der Abgasskandal ihre Kaufentscheidung beeinflusst hätte. Von diesen Teilgruppen wechselten 35% der NW- und 40% der Gebrauchtwagenkäufer deswegen die Marke.

Der Gebrauchtfahrzeugmarkt im Jahr 2016 zeigte sich ebenfalls positiv. Die Jahresbilanz schloss insgesamt mit 8,37 Millionen (+1%) umgeschriebenen Kfz und 374.084 Kfz-Anhängern (+2,6%). Mehr als 7,4 Millionen Pkw wechselten im Laufe des Jahres die Halterin bzw. den Halter. Für das Jahr 2017 prognostiziert der ZDK 7,3 bis 7,4 Millionen Besitzumschreibungen.

Zu Jahresbeginn 2017 wuchs der deutsche Automarkt kräftig. Laut Kraftfahrt-Bundesamt seien im Januar mit rund 241.400 Fahrzeugen 10,5% mehr Neuwagen auf die Straßen gekommen als vor Jahresfrist.

2. Entwicklung Marktanteile

Im Jahr 2016 hat die Autohaus Glinicke GmbH in Minden insgesamt 1.381 Neufahrzeuge und 1.678 Gebrauchtfahrzeuge vermarktet. Der Neuwagen-Marktanteil in Minden lag im Jahr 2016 für Volkswagen bei 19,44 % (Vorjahr: 22,96%), Audi 7,74% (Vorjahr: 7,18%) und bei VW Nutzfahrzeuge bei 16,99% (Vorjahr: 20,13%).

3. Darstellung der Absatz- und Umsatzentwicklung

Gesamtbetrieb

Das Autohaus Glinicke in Minden erwirtschaftete im Jahr 2016 ein positives Gesamtergebnis in Höhe von TEUR 220,7. Der Gesamtumsatz des Geschäftsjahres beläuft sich auf 47,2 Mio. EUR (Vorjahr: 48,3 Mio. EUR). Der Umsatz liegt damit um 2,4 % unter dem Vorjahresniveau.

Produkte

Die größten Umsatzträger des Unternehmens sind: Neufahrzeuge, Gebrauchtfahrzeuge, die Ersatzteilversorgung sowie der Kundendienst. Die nachfolgend dargestellten mengen- und wertmäßigen Umsatzdaten beinhalten nicht die mit anderen Unternehmen der Glinicke Gruppe getätigten Umsätze.

Neuwagenabsatz

1.381 Fahrzeuge Vorjahr: 1.324

Mit dem Verkauf von Neuwagen erzielten wir im Jahr 2016 einen Umsatz von 17,9 Mio. EUR (Vorjahr: 19,43 Mio. EUR). Der Umsatzrückgang bei einer gestiegenen Anzahl an Neuwagenverkäufen resultiert aus dem veränderten Nachfrageverhalten der Kunden.

Gebrauchtwagenabsatz

1.678 Fahrzeuge Vorjahr: 1.748

Mit dem Verkauf von Gebrauchtwagen erzielten wir im Jahr 2016 einen Umsatz von 20,8 Mio. EUR (Vorjahr: 21,2 Mio. EUR).

Service / Kundendienst

Der Kundendienst erzielte im Jahr 2016 einen Umsatz von 3,0 Mio. EUR (Vorjahr: 2,8 Mio. EUR) und liegt damit etwas über Vorjahresniveau.

Teiledienst (Lagerwirtschaft)

Der Teiledienst erzielte im Jahr 2016 einen Umsatz in Höhe von 3,4 Mio. EUR. (Vorjahr: 3,4 Mio. EUR).

Investitionen

Wir haben in 2016 den Vertrieb und den Service der Marke Seat sowie den Service der Marke Skoda übernommen. Für beide Marken wurde in fehlendes Spezialwerkzeug investiert.

Das Betriebsgelände wurde mit einer neuen Toranlage gesichert, so dass außerhalb der Öffnungszeiten die Fahrzeuge im Kundendienst nicht mehr frei zugänglich sind.

Personal- und Sozialbereich

Das Unternehmen beschäftige am Standort Minden im Durchschnitt 82 Mitarbeiter und 15 Auszubildende. Die gewerblichen Mitarbeiter haben die Qualifikation als Mechatroniker, Servicetechniker, Diagnosetechniker und Karosseriebauer. Mit Zielvereinbarungen, Mitarbeitergesprächen und Schulungen schaffen wir das Fundament für persönliche und fachliche Weiterentwicklung. Die hohe Qualifikation von Serviceberatern und Mechatronikern ist von großer Bedeutung und muss durch ständige Schulungen auf höchstem Niveau gehalten werden.

Umweltschutz

Abfälle werden entsorgt. Altöle, Reifen, Altteile werden dem Recycling zugeführt.

II. Lage der Gesellschaft

Vermögens- und Finanzlage

Zusammengefasst ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr:

31.12.2016 31.12.2015 Veränderungen
TEUR % TEUR % TEUR %
Anlagevermögen 2.727 25,9 1.971 21,2 756 38,4
Umlaufvermögen und RAP 7.791 74,1 7.344 78,8 447 6,1
Gesamtvermögen 10.518 100,0 9.315 100,0 1.203 12,9
abzüglich            
Rückstellungen 990 9,4 1.186 12,7 ‑196 ‑16,5
Verbindlichkeiten und RAP 7.214 68,6 6.037 64,8 1.177 19,5
Eigenkapital 2.314 22,0 2.092 22,5 222 10,6

Die wesentlichen Posten des Anlagevermögens sind mit TEUR 2.367 (im Vorjahr TEUR 1.606) Vorführ‑ und Mietwagen. Zum Bilanzstichtag waren 68 (im Vorjahr 39) Vorführ‑ und 27 (im Vorjahr 21) Mietwagen bilanziert.

Die wesentlichen Posten des Umlaufvermögens sind Vorräte. Sie bestehen im Wesentlichen aus Neu‑ und Gebrauchtwagenbeständen. Der Rückgang resultiert aus geringeren Gebrauchtwagen‑ (‑ TEUR 430) und höheren Neuwagenbeständen (+ TEUR 89). Zum Bilanzstichtag waren 54 (im Vorjahr 91) Gebrauchtwagen und 112 (im Vorjahr 120) Neuwagen bilanziert. Bei der Bewertung der Vorräte wurden Abschläge in Höhe von TEUR 253 (Vorjahr TEUR 335) vorgenommen. Von den Vorräten abgesetzt wurden die Kundenanzahlungen in Höhe von TEUR 67 (Vorjahr TEUR 126).

Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vor Bewertung um TEUR 606 auf TEUR 2.113 ist stichtagsbedingt. Abgesetzt wurden Pauschal‑ und Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 153 (Vorjahr TEUR 139). Die 10 höchsten Forderungen zum Bilanzstichtag haben sich von TEUR 760 auf TEUR 1.018 erhöht.

Der Anstieg der Forderungen gegenüber Unternehmen der Glinicke‑Gruppe um TEUR 186 resultiert im Wesentlichen aus dem bestehenden Finanzkonten‑Clearing.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen die Marketingrückvergütung der Euromobile Autovermietung GmbH in Höhe von TEUR 16, Steuerüberzahlungen in Höhe von TEUR 19 und mit TEUR 41 Bonusforderungen an Hersteller und Teilelieferanten.

Die Steuerrückstellungen betreffen erwartete Nachzahlungen für Körperschaft‑ und Gewerbesteuern im Zusammenhang mit der Betriebsprüfung.

Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 6 resultiert aus dem Rückgang der Rückstellungen im Personalbereich um TEUR 139, denen eine Dotierung der Rückstellungen für die Folgen des Abgasskandal in Höhe von TEUR 132 gegenüber standen.

Die Bankverbindlichkeiten betreffen nahezu ausschließlich die Volkswagen Bank GmbH, Braunschweig und sind um TEUR 737 auf TEUR 5.455 gestiegen.

Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen um TEUR 95 resultiert aus höheren Verbindlichkeiten gegenüber den Herstellern.

Die Verbindlichkeiten gegenüber den Unternehmen der Glinicke‑Gruppe und dem Gesellschafter haben sich um TEUR 275 auf TEUR 581 erhöht und resultieren in Höhe von TEUR 65 aus Lieferungen und Leistungen. Der Anstieg resultiert insbesondere aus um TEUR 319 höheren Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer aufgrund der umsatzsteuerlichen Organschaft mit dem Gesellschafter.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 726 (Vorjahr TEUR 655) resultieren insbesondere aus Lohnsteuerverpflichtungen (TEUR 52), aus Provisionszahlungen (TEUR 35) sowie aus Kundenüberzahlungen (TEUR 68). Daneben sind Verbindlichkeiten aus der Teilnahme des Autohauses am Audi Restwertmodell in Höhe von TEUR 476 (Vj.: TEUR 419) sowie am VW Restwertmodell in Höhe von TEUR 62 (Vj.: TEUR 49) enthalten. Letztere sind am Ende der Laufzeit des jeweiligen Leasingvertrages fällig.

Finanz‑ und Liquiditätslage

Die Finanzierung des Anlagevermögens leitet sich wie folgt ab:

31.12.2016 31.12.2015 Veränderungen
TEUR % TEUR % TEUR %
Anlagevermögen 2.727 100,0 1.971 100,0 756 38,4
wirtschaftliches Eigenkapital 2.313 84,8 2.092 106,1 221 10,6
lang‑ und mittelfristiges Kapital 2.710 99,4 2.415 122,5 295 12,2
Über‑/Unterdeckung ‑17 ‑0,6 444 22,5 ‑461 ‑103,8

Die Finanzierung des Anlagevermögens erfolgt zu 84,8 % durch Eigenkapital. Im Anlagevermögen sind mit TEUR 2.367 Vorführ‑ und Mietwagen bilanziert. Das Umlaufvermögen und wesentliche Teile des Anlagevermögens sind kurzfristig, hauptsächlich über die Volkswagen Bank GmbH und die Volkswagen AG, finanziert.

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft zum Bilanzstichtag ist insbesondere durch die eingeräumten Limite der Volkswagen Bank GmbH, dem Lieferantenkredit der Volkswagen AG sowie durch das gruppeninterne Cash‑Pooling gegeben.

Die Verringerung des Jahres‑Cashflows von TEUR 1.435 auf TEUR 590 ist im Wesentlichen auf den rückläufigen Jahresüberschuss bei höheren Abschreibungen und einem Rückgang der Rückstellungen zurückzuführen.

Ertragslage

Zusammengefasst ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr folgende Entwicklung:

2016 2015 Veränderungen
TEUR TEUR TEUR %
Rohertrag 8.530 8.216 314 3,8
Sonstige ordentliche betriebliche Erträge 182 210 ‑28 ‑13,3
Ordentliche betriebliche Erträge 8.713 8.426 287 3,4
Ordentliche betriebliche Aufwendungen ‑8.121 ‑7.507 ‑614 8,2
Betriebsergebnis 591 919 ‑328 ‑35,7
Finanzergebnis ‑47 ‑38 ‑9 23,7
Neutrales Ergebnis ‑176 31 ‑207 ‑‑
Ertragsteuern ‑148 ‑288 140 ‑48,6
Jahresergebnis 221 624 ‑403 ‑64,6

Die sonstigen ordentlichen Erträge betreffen insbesondere Erträge aus geldwerten Vorteilen aus Kfz‑Nutzung sowie Werbekostenzuschüssen.

Insgesamt ist das Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahr um TEUR 328 gesunken und mit TEUR 591 positiv.

Das negative Finanzergebnis verschlechterte sich auf TEUR ‑47 (Vorjahr TEUR ‑38).

Das Jahresergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 403 verringert und ist mit TEUR 221 positiv.

III. Beurteilung durch die Geschäftsführung

Die Entwicklung unserer Gesellschaft lag vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, der Entwicklung im KFZ-Handel und im Handwerk sowie der personellen Veränderungen unter dem geplanten Niveau.

VI. Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr

Es liegen keine nennenswerten Vorgänge im Geschäftsjahr vor.

V. Prognose, Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Auch für das Jahr 2017 erwarten wir eine positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen in 2017 mit einem Zuwachs des realen Bruttoinlandsprodukts in Deutschland von 1,8% und auch mit einer weltwirtschaftlichen Verbesserung ist, laut des Bundesfinanzministeriums zu rechnen.

Der Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) rechnet für das Geschäftsjahr 2017 mit rund 3,2 Millionen Pkw-Neuzulassungen. Die zunehmende Verunsicherung der Verbraucher - ausgelöst etwa durch die Diskussion um drohende Fahrverbote und die blaue Plakette - wird sich im kommenden Jahr negativ auf die Zulassungszahlen auswirken.

Dagegen ist zu erwarten, dass die gewerblichen Zulassungen aufgrund der guten wirtschaftlichen Entwicklung steigen werden. Bis zum Ende dieses Jahres dürfte die Gesamtzahl der Pkw-Neuzulassungen die Hürde von 3,3 Millionen Einheiten überspringen.

Der ZDK geht außerdem davon aus, dass es auf dem Gebrauchtwagenmarkt im Jahr 2017 ähnliche Zahlen wie im Jahr 2016 erreicht werden.

Wachstumsfördernde Impulse für unser Unternehmen erwarten wir von den in 2016 geschlossenen Verträgen mit SEAT (Händler- und Servicepartnervertrag) und Skoda (Servicepartnervertrag). Hierzu entstehen auf dem Nachbargelände SEAT corporate-design-gerechte Räumlichkeiten, so dass die neuen Marken kundenfreundlich präsentiert und vermarktet werden können. Zudem wird ein neuer Showroom für VW Nutzfahrzeuge entstehen und das Großkundenleistungszentrum bekommt ebenfalls neue Räumlichkeiten.

Für das Geschäftsjahr 2017 rechnen wir mit einem Gesamtumsatz von 52,8 Mio. EUR und einem Ergebnis von TEUR 792.

Risiken in Bezug auf unsere Erwartungen für 2017 können sich aus dem starken Verdrängungswettbewerb ergeben, wobei sich das Internet als ein wichtiger Informations- und Kommunikationskanal für die Geschäftsvorbereitung und die Geschäftsabwicklung der Autokäufer etabliert hat. Die markenunabhängigen Händler, insbesondere die national agierenden Re-Importeure, machen sich dies zu nutze. Zudem können sie Fahrzeuge aufgrund ihrer Kostenstruktur und ihrem großen Einkaufsvolumen preisaggressiv anbieten.

In Bezug auf unsere Angebotsplattform im Internet sehen wir uns als ein Unternehmen der Glinicke Gruppe gut aufgestellt.

Marketinguntersuchungen zeigen, dass der Autokauf nach wie vor ein Erlebniskauf ist. Einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den markenunabhängigen Händlern aber auch gegenüber den kleineren markengebundenen Autohäusern sehen wir auch in unseren auf das Corporate Design abgestellten Schauräumen mit den realen und virtuellen Präsentationen der neuesten Modelle, der entsprechenden Wohlfühlatmosphäre, dem Markenerlebnis mit Probefahrten und persönlicher Demonstration. Als Premiumpartner des Bilster Berg Drive Resort bieten wir unseren Kunden auf der 4,2 Kilometer langen Test- und Präsentationsstrecke ein Ausnahmeerlebnis an, um sich von unseren Automobilprodukten und unserer Kundenfreundlichkeit zu überzeugen.

In der kompetenten Beratung unserer Kunden, in kurzen Wegen zum Fahrzeugservice und in dienstleistungsorientierter Kundenbetreuung (z.B. Abholservice) während der gesamten Haltedauer eines Modells sehen wir ebenfalls ein starke Komponente, um sich gegenüber unseren Wettbewerbern zu behaupten.

Das Unternehmensleitbild "3V" für höchste Kundenzufriedenheit bringt dies zum Ausdruck. Verantwortlich ist jeder Mitarbeiter für jeden Kunden. Verbindlich heißt, dass jeder Kunde umgehend eine Lösung für sein Problem und eine Antwort auf Fragen erhält. Vertrauenswürdig bedeutet, dass sich der Kunde auf jeden einzelnen Mitarbeiter der Glinicke-Gruppe verlassen kann. Daher legen wir auch in 2017 sehr großen Wert auf die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter in Bezug auf den freundlichen Umgang mit unseren Kunden aber auch was die technische Aus- und Fortbildung betrifft. Die rasanten technologischen Innovationen im Bereich der Digitalisierung, der Elektrifizierung der Antriebe und der schrittweisen Automatisierung der Fahrfunktion stellen uns dabei nicht nur vor große Herausforderungen, sie geben uns als ortsansässigen Unternehmen der leistungsstarken Glinicke Gruppe, einen Wettbewerbsvorteil gegenüber unseren markengebundenen Wettbewerbern, insbesondere aber auch gegenüber den freien Werkstätten, zumal mit diesen Veränderungen auch erhebliche technische Investitionen und kapazitätsmäßige Anpassungen verbunden sind. Aufgrund des gruppeninternen Cash-Poolings sehen wir uns zu schnellen Investitions- und Finanzierungsentscheidungen in der Lage.

Mit der Glinicke Leasing GmbH steht uns auch ein den Vertrieb unterstützendes Dienstleistungsunternehmen der Glinicke Automobilhandelsgruppe zur Verfügung. Hierdurch sehen wir uns in der Lage, unsere Kunden beim Autokauf hinsichtlich der Finanzierung schneller und mit individuelleren Lösungen zu unterstützen. Wir bleiben anders als bei einer Vermittlung an dritte Finanzierungsinstitute direkter Ansprechpartner bei unseren Kunden in den Bereichen Leasing und Ratenkauf.

Derzeit sind keine Preisänderungen auf der Beschaffungs- und Absatzseite erkennbar, die sich nachteilig auf den Geschäftsverlauf auswirken können. Wir haben ein intaktes Forderungsmanagement installiert. Das Forderungsausfallrisiko ist begrenzt.

Die Volkswagen-Abgasaffäre, die im September 2015 ihren Anfang genommen hat, zeigte im 1. Halbjahr 2016 keine großen Auswirkungen auf das Tagesgeschäft. Im 2. Halbjahr 2016 hat es unser Geschäft jedoch bei der Kernmarke VW PKW durch Kaufzurückhaltung tangiert. Insgesamt ist zu beobachten, dass die Mehrzahl unserer Kunden unserem Unternehmen gegenüber loyal sind. Wir sehen derzeit auch keine Anzeichen, dass sich dies in 2017 ändern wird. Die "Diesel-Care" wird auch noch das gesamte Jahr 2017 alle Anstrengungen erforderlich machen, um bei den Kunden verlorengegangenes Vertrauen zurück zu gewinnen. Wir rechnen mit einer erhöhten Werkstattinanspruchnahme durch die Umrüstung der betroffenen Fahrzeuge, die jedoch nach unseren Kalkulationen nicht kostendeckend sein wird. Für diese Risiken haben wir Rückstellungen im Jahresabschluss gebildet.

Der Rohertrag im Neuwagengeschäft, ein wichtiges Standbein unserer Profitabilität, wird maßgebend davon beeinflusst, dass wir die zugesagten Prämien der Hersteller auf der Grundlage bestehenden Verträge erhalten und diese bei herstellerseitigen Prüfungen nicht zurückgefordert werden. Der Compliance auch mit Blick auf die Vorschriften des Geldwäschegesetzes und der Einhaltung sonstiger Vorgaben der Geschäftsführung haben wir Rechnung durch die personelle Verstärkung unserer Innenrevision und unserer Rechtsabteilung getragen.

Im Vertrieb bleibt die systematische Marktbearbeitung ein wichtiger Aufgabenbereich, um die gesetzten Ziele erreichen zu können.

Unser Ziel ist es, am Jahresende zu den Top 20 Volkswagen-Partnern im Service zu gehören.

 

Minden, 10. März 2017

Autohaus Glinicke GmbH

Geschäftsführer

Peter Glinicke

Frank Florian Glinicke

Volker Strunk

Bilanz

Aktiva

31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
A. Anlagevermögen 2.727.139,57 1.971.342,02
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2,00 2,00
II. Sachanlagen 2.725.137,57 1.969.340,02
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.674,00 24.192,00
2. technische Anlagen und Maschinen 165.996,00 180.562,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 178.956,00 157.981,02
III. Finanzanlagen 2.000,00 2.000,00
1. Beteiligungen 2.000,00 2.000,00
B. Umlaufvermögen 7.790.596,18 7.343.977,53
I. Vorräte 4.324.027,32 4.595.277,76
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, offen abgesetzt 67.371,72 125.816,03
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.155.274,96 2.370.661,37
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 311.293,90 378.038,40
Bilanzsumme, Summe Aktiva 10.517.735,75 9.315.319,55

Passiva

   
  31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
A. Eigenkapital 2.313.025,25 2.092.342,42
I. gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 2.242.772,77 2.242.772,77
III. Verlustvortrag 250.430,35 874.238,25
IV. Jahresüberschuss 220.682,83 623.807,90
B. Rückstellungen 990.232,79 1.186.230,89
C. Verbindlichkeiten 7.214.477,71 6.036.746,24
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.454.556,58 4.717.814,75
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 515.951,81 197.280,07
Bilanzsumme, Summe Passiva 10.517.735,75 9.315.319,55

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2016 - 31.12.2016
EUR
1.1.2015 - 31.12.2015
EUR
1. Rohergebnis 8.756.112,61 8.583.611,40
2. Personalaufwand 4.442.137,18 4.249.274,28
a) Löhne und Gehälter 3.687.069,15 3.535.709,88
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 755.068,03 713.564,40
davon für Altersversorgung 24.533,87 22.052,50
3. Abschreibungen 565.326,60 509.922,74
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 565.326,60 509.922,74
4. andere sonstige betriebliche Aufwendungen 3.277.275,63 2.787.253,19
5. Erträge aus Beteiligungen 310,11 382,50
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.741,80 2.472,23
davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 761,42
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 48.685,78 42.968,58
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 167.574,99 341.107,70
9. sonstige Steuern 36.481,51 32.131,74
10. Jahresüberschuss 220.682,83 623.807,90

Anhang für das Geschäftsjahr 2016

I. Anwendung des Handelsgesetzbuches

Der Jahresabschluss der Autohaus Glinicke GmbH, Minden (Amtsgericht Bad Oeynhausen, HRB 4636) für das Geschäftsjahr 2016 ist nach den Vorschriften des dritten Buches des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff.) - insbesondere den ergänzenden Vorschriften des zweiten Abschnittes für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff.) - erstellt.

II. Allgemeine Angaben

Die in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung angegebenen Vorjahresbeträge sind vergleichbar.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldpositionen trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen kaufmännischer Beurteilung Rechnung.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden linear über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen aller Neuzugänge werden ausschließlich nach der linearen Methode monatsgenau vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von weniger als 410,00 Euro werden sofort voll abgeschrieben.

Die Vorräte werden gemäß § 253 Abs. 4 HGB in Höhe ihrer Anschaffungskosten bzw. mit ihrem niedrigeren beizulegenden Wert zum Abschlussstichtag bewertet.

Die Bewertung der Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Die Forderungen gegenüber Unternehmen der Glinicke-Gruppe werden in der Bilanz gesondert ausgewiesen. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Forderungen aus dem Zahlungsverkehr, um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und um sonstige Forderungen. Bei den Forderungen handelt es sich um Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die flüssigen Mittel wurden in allen Fällen mit dem Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen.

Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert.

Für die Bewertung der Rückstellung für Rücknahmeverpflichtungen aus Neuwagengeschäften mit der Volkswagen Leasing GmbH Deutschland wurde eine Portfoliobewertung der Volkswagen Financial Services AG (FS AG) herangezogen. Für die der Verpflichtung unterliegenden Fahrzeuge wurde anhand von Prognosewerten der künftige Marktpreis je Fahrzeug ermittelt und mit dem vereinbarten Rücknahmepreis verglichen. Ergab sich daraus ein Verlust, wurde dieser bei der Bemessung des Rückstellungsbetrages berücksichtigt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden mit den von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen Zinssätzen abgezinst.

Die aktive Abgrenzung der Umsatzsteuer ist ab dem Anwendungszeitpunkt des Bilanzrechtsmodernisierungs-gesetzes nicht mehr zulässig. Wir haben die erhaltenen Anzahlungen (netto) von den Vorräten offen abgesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen der Glinicke-Gruppe werden in der Bilanz gesondert ausgewiesen. Es handelt sich dabei um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie um Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich nicht geändert.

Aufgrund der erstmaligen Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) wurden gruppeninterne Personalgestellungen in Höhe von 110.915,33 Euro nicht mehr als "sonstige betriebliche Erträge" sondern als "Umsatzerlöse" ausgewiesen. Die Vorjahresbeträge in Höhe von 21.751,00 Euro wurden von den "sonstigen betrieblichen Erträgen" hin zu den "Umsatzerlösen" umgegliedert.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen umfassen gruppeninterne Personalgestellungen in Höhe von 62.045,57 Euro. Die Vorjahresbeträge in Höhe von 86.861,32 Euro wurden von den "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" hin zu den Aufwendungen für bezogene Leistungen umgegliedert.

IV. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2016 sind auf der Seite 7 dieses Anhangs dargestellt.

Umlaufvermögen

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind keine antizipativen Beträge größeren Umfangs enthalten.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 100,0 und die Kapitalrücklagen TEUR 2.242,8. Daneben werden noch das Verlustvortragskonto (TEUR 250,4) sowie der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres (TEUR 220,7) ausgewiesen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzten sich wie folgt zusammen:

2016
EUR
2015
EUR
Sonderleistungen 80.965,60 112.645,60
Schwerbehindertenausgleichsabgabe 13.000,00 10.000,00
Sonderzahlung Personal 0,00 160.707,68
Urlaubsansprüche 67.489,99 39.192,77
Archivierung 22.900,00 22.900,00
Berufsgenossenschaft 3.699,00 4.287,00
Notdienst 0,00 0,00
Kundenbindungsbonus 44.800,00 48.500,00
Provision MA 34569 0,00 50,00
Provision MA 60367 420,00 0,00
Garantieaudit 11.590,88 0,00
Prüfung elektrische Anlagen 4.000,00 4.000,00
NORA Prüfung 1.000,00 1.000,00
Verbindlichkeitenrückstellung Leasing 295.319,99 303.277,54
Arbeitszeitkonten 52.276,00 30.482,00
Glinicke Card 89.081,61 82.021,73
Dekra Kosten 49.230,00 43.590,00
Ausstehende Rechnungen RA 10.811,75 2.613,90
Instandhaltung 0,00 16.900,00
Leasingrückstellung Glinicke Leasing 398,12 0,00
Car-Garantie 41.815,91 36.896,96
Gewährleistungen 30.600,00 27.500,00
Drohende Verluste 132.334,94 0,00
Prüfungskosten 9.000,00 8.250,00
Steuerberater 1.000,00 1.000,00
Steuerberatung zukünftige Betriebsprüfung 5.000,00 5.000,00
interne Betriebsprüfungskosten 3.300,00 3.300,00
Buchführungskosten 5.000,00 5.000,00
  975.033,79 969.115,18

Die Rückstellung für Prüfungskosten beinhaltet das Gesamthonorar des Abschlussprüfers. Weitere Vergütungen wurden im Geschäftsjahr nicht gewährt.

Verbindlichkeiten

Die Fälligkeiten der in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Darstellung:

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamt
EUR
bis zu einem Jahr
EUR
Zwischen einem und fünf Jahren
EUR
von mehr als fünf Jahren
EUR
Kreditinstituten 5.454.556,58 5.454.556,58 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 453.456,30 453.456,30 0,00 0,00
Unternehmen der Glinicke-Gruppe 64.795,50 64.795,50 0,00 0,00
Gesellschaftern 515.951,81 515.951,81 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 725.717,52 328.720,34 396.997,18 0,00
  7.214.477,71 6.817.480,53 396.997,18 0,00

In den Verbindlichkeiten sind keine antizipativen Posten größeren Umfangs enthalten.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen der Glinicke-Gruppe sind keine Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter sind.

Von den Verbindlichkeiten sind durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte besichert: Sicherungsübereignung der bei der Volkswagen Bank GmbH finanzierten Lager-, Vorführwagen sowie Euromobile (Mietwagen).

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Das Autohaus Glinicke GmbH hat eine Bürgschaft zu Gunsten ihres Gesellschafters und Geschäftsführers Herrn Frank Florian Glinicke über nominal 4,5 Mio. EUR abgegeben. Sie valutiert zum 31. Dezember 2016 mit EUR 2.256.187,50.

Am Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB:

Es besteht eine gesamtschuldnerische Haftung der Unternehmen der Glinicke - Gruppe gegenüber der Volkswagen Bank GmbH. Die der Haftung unterliegende Inanspruchnahme der Glinicke Gruppe beträgt zum 31. Dezember 2016 69,2 Mio. EUR (Vj. 68,0 Mio. EUR). Die der Haftung unterliegende Inanspruchnahme der Gesellschaft beträgt 5,5 Mio. EUR (Vj. 4,7 Mio. EUR). Daneben besteht eine gesamtschuldnerische Haftung der Unternehmen der Glinicke - Gruppe gegenüber der Kasseler Bank eG Volksbank Raiffeisenbank. Die Inanspruchnahme der Glinicke Gruppe beträgt zum 31. Dezember 2016 15,3 Mio. EUR (Vj. 12,1 Mio. EUR). Die Gesellschaft selbst hatte zum 31. Dezember 2016 keine nennenswerte Inanspruchnahme.

Weiter wurde eine gesamtschuldnerische Haftung durch Unternehmen der Glinicke - Gruppe gegenüber der Commerzbank AG übernommen. Die der Haftung unterliegende Inanspruchnahme der Glinicke-Gruppe beträgt zum 31. Dezember 2016 14,3 Mio. EUR (Vj. 10,0 Mio. EUR). Die Gesellschaft selbst hatte zum 31. Dezember 2016 keine Inanspruchnahme.

Die Gesellschaft sowie weitere Gesellschaften der Glinicke - Gruppe haben eine gesamtschuldnerische Haftung zugunsten eines Unternehmens der Glinicke - Gruppe in Höhe von 18,5 Mio. EUR gegenüber der Kasseler Sparkasse übernommen.

Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist auf Grund der wirtschaftlichen Verhältnisse der Gruppe und dem Vermögenshintergrund des Gesellschafters zurzeit nicht zu rechnen.

Umsatzerlöse

Auf die Aufgliederung der Umsatzerlöse gem. § 285 Satz 1 Nr. 4 HGB nach Tätigkeitsbereichen und geographisch bestimmten Märkten wurde aufgrund der Befreiungsvorschrift gem. § 288 Satz 2 HGB verzichtet.

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind - soweit nicht vorstehend erläutert - folgende periodenfremde Erträge und Aufwendungen enthalten:

Aufwendungen
EUR
Erträge
EUR
Einzelwertberichtigung / Pauschalwertberichtigung 14.166,48 0,00
Forderungsausfälle 6.127,37 0,00
Auflösung von sonstigen Rückstellungen 0,00 19.653,94
Sonstige periodenfremde Aufwendungen /Erträge 12.367,82 12.450,52
Gewerbesteuernachzahlung für Vorjahre 18.069,05 0,00
  50.730,72 32.104,46

Innerhalb der Erträge und Aufwendungen sind bis auf TEUR 132,3 aus der Zuführung zu Rückstellungen für drohende Verluste keine außergewöhnlichen Erträge bzw. außergewöhnliche Aufwendungen enthalten. Die außergewöhnlichen Aufwendungen stehen im Zusammenhang mit dem Abgasskandal.

IV. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3 HGB) setzt sich wie folgt zusammen:

EUR
Mietverträge (Unternehmen der Glinicke Gruppe) 520.800,00 p.a.

Im Jahresdurchschnitt waren im Unternehmen 82 Mitarbeiter beschäftigt. Davon 24 gewerbliche Arbeiter und 58 Angestellte. Außerdem wurden durchschnittlich 15 Auszubildende beschäftigt.

Der Einzelkaufmann Frank Florian Glinicke, Kassel fungiert als Obergesellschaft. Geschäfte mit nahestehenden Personen wurden nur zu Markt üblichen Konditionen vorgenommen.

Auf eine Pflichtangabe nach § 285 Nr. 9a HGB wurde auf Grund von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

VI. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

VII. Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss in Höhe von 220.682,83 Euro gemeinsam mit dem Verlustvortrag in Höhe von 250.430,35 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.

Als Geschäftsführer vertritt die Gesellschaft:

Peter Glinicke, Kassel, Kaufmann

Frank Florian Glinicke, Kassel, Dipl.-Betriebswirt

Volker Strunk, Rheine, Kaufmann

 

Minden, den 10. März 2017

Peter Glinicke

Frank Florian Glinicke

Volker Strunk

Anlagespiegel

Anschaffungs‑ Herstellungskosten
01.01.2016
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2016
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.560,08       11.560,08
Immaterielle Vermögensgegenstände 11.560,08       11.560,08
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 106.589,88       106.589,88
2. technische Anlagen und Maschinen 373.266,93 26.281,66     399.548,59
3. Geschäftsfahrzeuge 4.492,00   1.000,00   3.492,00
4. andere Anlagen, Betriebs‑ und Geschäftsausstattung 560.893,25 80.403,36 14.864,81   626.431,80
5. Vorführwagen 1.228.206,65 4.005.999,72 3.255.912,71   1.978.293,66
6. Mietwagen 594.579,86 504.221,49 460.480,24   638.321,11
Sachanlagen 2.868.028,57 4.616.906,23 3.732.257,76   3.752.677,04
III. Finanzanlagen          
1. Beteiligungen 2.000,00       2.000,00
Finanzanlagen 2.000,00       2.000,00
  2.881.588,65 4.616.906,23 3.732.257,76   3.766.237,12
Abschreibungen
kumulierte 01.01.2016
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte 31.12.2016
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.558,08       11.558,08
Immaterielle Vermögensgegenstände 11.558,08       11.558,08
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 82.397,88 10.518,00     92.915,88
2. technische Anlagen und Maschinen 192.704,93 40.847,66     233.552,59
3. Geschäftsfahrzeuge 3.438,00 899,00 847,00   3.490,00
4. andere Anlagen, Betriebs‑ und Geschäftsausstattung 402.912,23 59.425,38 14.861,81   447.475,80
5. Vorführwagen 124.638,65 315.118,07 301.365,63   138.391,09
6. Mietwagen 92.596,86 138.518,49 119.401,24   111.714,11
Sachanlagen 898.688,55 565.326,60 436.475,68   1.027.539,47
III. Finanzanlagen          
1. Beteiligungen          
Finanzanlagen          
  910.246,63 565.326,60 436.475,68   1.039.097,55
Zuschreibungen Buchwert
Geschäftsjahr
EUR
31.12.2016
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   2,00
Immaterielle Vermögensgegenstände   2,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken   13.674,00
2. technische Anlagen und Maschinen   165.996,00
3. Geschäftsfahrzeuge   2,00
4. andere Anlagen, Betriebs‑ und Geschäftsausstattung   178.956,00
5. Vorführwagen   1.839.902,57
6. Mietwagen   526.607,00
Sachanlagen   2.725.137,57
III. Finanzanlagen    
1. Beteiligungen   2.000,00
Finanzanlagen   2.000,00
    2.727.139,57

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 21.05.2017 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Ich habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Autohaus Glinicke GmbH, Minden für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden.

Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.

Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Langgöns, 30. März 2017

Heerdt, Wirtschaftsprüfer

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