Big White GP GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ullrich Lammers seit 14.2.2024 | Geschäftsführer |
Paul Marcus Coggins seit 18.12.2023 | Geschäftsführer |
Christian Thomas Erkens seit 2.8.2023 | Prokura |
Mark Henrik Körner seit 13.3.2023 | Geschäftsführer |
Maik Melendo Mikolajski seit 13.2.2023 | Geschäftsführer |
Nicole Bürschgens seit 28.11.2007 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Big White Low S.à r.l. | 85.00% |
SLV GmbHEigenbeteiligung | 15.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SLV GmbHÜbach-PalenbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Bilanz zum 31. Dezember 2017Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017
Anhang für das Geschäftsjahr 2017I. Allgemeine Angaben Die Firma SLV GmbH mit Sitz in Übach-Palenberg, Deutschland, wurde am 30. März 1979 (damals S.L.V. Elektronik GmbH) in das Handelsregister B des Handelsregisters Aachen unter der HRB 9712 eingetragen. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren beibehalten. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände (EDV-Software) werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßige lineare Abschreibung, angesetzt. Die Abschreibung bemisst sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, aktiviert. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 150,00 werden im Jahr des Zugangs direkt im Aufwand erfasst. Betragen die Anschaffungskosten zwischen EUR 150,00 und EUR 410,00 werden diese in voller Höhe abgeschrieben. Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen werden zu den Anschaffungskosten bilanziert. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden bei dauerhafter Wertminderung, falls erforderlich, vorgenommen. In den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren mit den Anschaffungs-kosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt nach dem gleitenden Durchschnitt. Vertriebsrisiken und Risiken eingeschränkter Verwertbarkeit sind angemessen berücksichtigt. Die in US-Dollar ausgestellten Wareneinkaufsrechnungen der schwimmenden Ware wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2017 die Bilanzierung und Bewertung von Werbemitteln im Vergleich zum Vorjahr geändert. Werbekataloge wurden im Geschäftsjahr nicht mehr aktiviert und zum Stichtag unter den Vorräten ausgewiesen sondern direkt im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst. Der Aufwand der im Geschäftsjahr 2017 hieraus resultiert beträgt TEUR 416. Bei den Handelswaren wurden im Gegensatz zum Vorjahr eine Reichweitenabwertung ermittelt (i. Vj. Ermittlung der Umschlagshäufigkeit). Aus der Änderung des Ermittlungsverfahrens ergeben sich im Geschäftsjahr keine wesentlichen Auswirkungen. Im Geschäftsjahr wurden aufgrund der ermittelten Reichweiten sowie aufgrund des beschaffungsseitigen Niederstwerttest TEUR 1.933 (i. Vj. aufgrund Umschlagshäufigkeit TEUR 1.504) wertberichtigt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nennwert abzüglich einer das allgemeine Kreditausfallrisiko abdeckenden Pauschalwertberichtigung in Höhe von 3,30 % bilanziert. Zweifelhafte Forderungen werden auf Grund der zu erwartenden Durchsetzungsdauer und der damit verbundenen Risiken der Realisierung entsprechend zu 100 % wertberichtigt. Die folgenden Positionen werden zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert bilanziert: - Forderungen gegen verbundene Unternehmen - Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - Sonstige Vermögensgegenstände - Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Bei den übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurden alle erkennbaren Risiken durch individuelle Bewertungsabschläge berücksichtigt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Auszahlungen, die Aufwand in künftigen Perioden darstellen, gebildet. Passive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Einzahlungen, die Ertrag in künftigen Perioden darstellen, gebildet. Das Eigenkapital wurde zum Nennwert bewertet. Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre abgezinst. Ertragssteuerrückstellungen sowie latente Steuern wurden auf Grund der steuerlichen Organschaft auf Ebene der Big White AcquiCo GmbH gebildet. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und die sonstigen Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. III. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel, der als Anlage zum Anhang beigefügt ist, ersichtlich. Die Liste zum Anteilsbesitz ist ebenfalls dem Anhang beigefügt. Ausleihungen gegenüber der Gesellschafterin SLV Holding II GmbH bestehen aus einem Darlehensvertrag mit einer Laufzeit von über fünf Jahren in Höhe von TEUR 25.954 (i. Vj. TEUR 25.954). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Verrechnungen (TEUR 30.501) (i. Vj. TEUR 14.880), Liefer- und Leistungsverkehr (TEUR 3.156) (i. Vj. TEUR 2.609) und aus Darlehen (TEUR 32.360) (i. Vj. TEUR 0,00). Des Weiteren bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Dividenden in Höhe von (TEUR 116) (i. Vj. TEUR 115). In 2017 fand eine Erhöhung der Kapitalrücklagen in Höhe von TEUR 25.000 durch die Gesellschafterin SLV Holding II GmbH, Übach-Palenberg statt. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen kundenbezogene Verpflichtungen, Verpflichtungen aus dem Personalbereich und übrige sonstige Verpflichtungen. Um das US Dollar Wechselkursrisiko abzusichern, hat die SLV GmbH US Dollar Sicherungsgeschäfte abgeschlossen. Die Termingeschäfte haben unterschiedliche Laufzeiten und eine maximale Laufzeit bis zum 31. Juli 2018.
In Höhe des negativen Marktwertes wurde eine Drohverlustrückstellung von TEUR 348 gebildet. Im Vorjahr wurde ein positiver Marktwert in Höhe von TEUR 1.529 ermittelt, der nicht aktiviert worden ist. Um das CNH Wechselkursrisiko abzusichern, hat die SLV GmbH CNH Sicherungsgeschäfte abgeschlossen. Die Termingeschäfte haben eine maximale Laufzeit bis zum 31. Juli 2018.
Der positive Marktwert wurde nicht aktiviert. Im Vorjahr wurde in Höhe des negativen Marktwertes von TEUR 72 eine Drohverlustrückstellung gebildet. Von den Verbindlichkeiten haben TEUR 98.135 eine Restlaufzeit von unter einem Jahr mit Ausnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 16.346, die eine Laufzeit von mehr als 5 Jahren haben (im Vorjahr sämtliche Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen gegenüber der Gesellschafterin SLV Holding II GmbH (TEUR 79.092) (i. Vj. TEUR 73.212), hauptsächlich aus Ergebnisabführung und laufenden Verrechnungen. Des Weiteren bestehen TEUR 13.781 (i. Vj. TEUR 2.985) gegenüber weiteren Tochtergesellschaften. Nach geographisch bestimmten Märkten gliederten sich die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von lichttechnischen Produkten wie folgt:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von TEUR 293 enthalten, die in Höhe von TEUR 242 aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren. Im Geschäftsjahr 2017 erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung von TEUR 4.448 auf ein Darlehen an eine Tochtergesellschaft. Aus der Währungsumrechnung hat die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr Fremdwährungsgewinne von TEUR 1.125 (i. Vj. TEUR 1.310) sowie Fremdwährungsverluste in Höhe von TEUR 566 (i. Vj. TEUR 1.150) erzielt. IV. Sonstige Angaben a. Sonstige finanzielle Verpflichtungen An Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen werden in den folgenden Geschäftsjahren TEUR 92 fällig sein. Darüber hinaus bestehen weitere finanzielle Verpflichtungen aus den laufenden Projekten in Höhe von TEUR 185. b. Durchschnittlicher Personalbestand Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2017 im Jahresdurchschnitt 179 Angestellte und 101 gewerbliche Arbeiter. In den Mitarbeiterzahlen sind die Geschäftsführer und die Auszubildenden der Gesellschaft nicht enthalten. c. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Auf die Angaben nach § 285 Nr. 9 HGB wurde auf Grund des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur ein Geschäftsführer von der Gesellschaft Bezüge erhält. d. Geschäftsführer sind Herr Robert Fellner-Feldegg, CEO, Landsberg am Lech (bis 19. Februar 2018), Herr Markus Dreihues, CFO, Ratingen (bis 5. Mai 2017), Herr Sven Schirmer, CFO, Straßlach (ab 20. September 2017), Herr Jens Aertgeerts, CSO, Wommelgem, Belgien, Herr Henning Hintzen, CTO, Waldfeucht (ab 11. Mai 2017). e. Haftungsverhältnisse Zur Finanzierung des Kaufs der Geschäftsanteile der SLV Holding GmbH durch die Big White AcquiCo GmbH, Übach-Palenberg wurde am 16. Dezember 2016 zwischen der Big White AcquiCo GmbH, der Big White TopCo GmbH, Übach Palenberg sowie den Kreditinstituten ein Senior Facility Agreement geschlossen. Zur Sicherung der Bankverbindlichkeiten wurden sämtliche Bankkonten der SLV GmbH verpfändet. Daneben erfolgte eine Verpfändung der Geschäftsanteile an der SLV GmbH. Das Risiko der Inanspruchnahme der Sicherungsgeberin aus den genannten Haftungsverhältnissen wird als gering angesehen, da der Muttergesellschaft auch künftig ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen werden, um diese in die Lage zu versetzen, die sich aus der bestehenden Fremdfinanzierung ergebenden Zins- und Kapitalforderungen zu bedienen. f. Konzernzugehörigkeit Die SLV GmbH ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der SLV Holding II GmbH mit Sitz in Übach-Palenberg. Über die SLV Holding II GmbH ist sie ein verbundenes Unternehmen der SLV Holding GmbH. Des Weiteren ist sie über die SLV Holding GmbH und die Big White AcquiCo GmbH ein verbundenes Unternehmen der Big White TopCo GmbH. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Big White TopCo GmbH mit Sitz in Übach-Palenberg einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gegeben. Die Aufstellung eines Konzernabschlusses der SLV GmbH unterbleibt auf Grund der Einbeziehung in den Konzernabschluss der Big White TopCo GmbH, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis aufstellt. g. Gewinnabführung Auf Grund des bestehenden Gewinnabführungsvertrags wird der Gewinn des Geschäftsjahres 2017 in Höhe von TEUR 40.150 (i. Vj. TEUR 48.927) an die SLV Holding II GmbH abgeführt. h. Abschlussprüferhonorar Die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers für das abgelaufene Geschäftsjahr ist dem Konzernanhang der Big White TopCo GmbH zu entnehmen. i. Nachtragsbericht Herr Fellner-Feldegg ist am 19. Februar 2018 als Geschäftsführer aus der Gesellschaft ausgeschieden.
Übach-Palenberg, den 7. März 2018 Sven Schirmer, Geschäftsführer Jens Aertgeerts, Geschäftsführer Henning Hintzen, Geschäftsführer Angaben zum Anteilsbesitz
1) Die restlichen 15% der Geschäftsanteile werden von der Gesellschaft selber gehalten 2) Geschäftsjahr vom 01.01.2017-31.12.2017 3) Geschäftsjahr vom 01.01.2016-31.12.2016 4) Vor Ergebnisabführung 5) Weitere 40% werden von der SLV Belgium N.V., Wommelgem/Belgien, gehalten 6) Die restlichen 24% der Geschäftsanteile werden von der SLV France S.A.S., Limas/Frankreich, gehalten 7) Weitere 65% werden von der SLV France S.A.S., Limas/Frankreich, gehalten 8) Eigenkapital und Ergebnis des letzten Geschäftsjahres nach jeweiligem lokalen Recht 9) Zahlen sind ungeprüft Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel)
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20171. Grundlagen der Gesellschaft Geschäftsmodell der Gesellschaft Die SLV GmbH (im Folgenden: SLV oder Gesellschaft), Übach-Palenberg, betätigte sich in 2017, wie auch in den Vorjahren, auf den Geschäftsfeldern der Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Leuchten und Leuchtmitteln. Das Produktspektrum ist wie folgt gegliedert: > Indoor > Outdoor > Leuchtmittel, Zubehör, Ersatzteile, Sonstiges. Dieses Produktspektrum wird weltweit vertrieben. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den europäischen Absatzmärkten. Die SLV GmbH positioniert sich im B2B Geschäft im mittleren Preissegment. Am Standort Übach-Palenberg werden alle wesentlichen operativen Funktionen wie Produktentwicklung und -design, Beschaffung, Qualität, Logistik, Marketing und Vertrieb erfüllt. Von dem am gleichen Ort gelegenen Logistikzentrum werden sämtliche Warenbewegungen der Gesellschaft gemanagt. Die neue Tochtergesellschaft in China unterstützt die Gesellschaft bei der Entwicklung von Innovationen, Labortests, Qualitätskontrollen und im Einkaufsprozess. 2. Wirtschaftsbericht a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Als Vermarkter von Lichtprodukten hat SLV eine Vielzahl von nationalen gesetzlichen Vorgaben und internationalen Vorschriften, insbesondere hinsichtlich der Energieeffizienz zu beachten. Daher vertreibt SLV nur Lichtprodukte, die im Einklang mit den geforderten Standards und Normen stehen. Nach vorläufigen Angaben des deutschen Elektroindustrie-Verbandes ZVEI sind die Erlöse der deutschen Elektroindustrie im In- und Ausland im Jahr 2017 um 2% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Fachbereich Licht hat mit plus 4% besser abgeschnitten. b) Geschäftsverlauf Mit Datum vom 3. Januar 2017 wurden 100% der Geschäftsanteile der SLV Holding GmbH, Übach-Palenberg durch die Big White AcquiCo GmbH mit Sitz in Übach-Palenberg erworben. Die Big White AcquiCo GmbH ist ein verbundenes Unternehmen der Big White TopCo GmbH mit Sitz in Übach-Palenberg. Die SLV GmbH ist über die SLV Holding II GmbH, ein verbundenes Unternehmen der SLV Holding GmbH und wird seit dem Verkauf der Anteile in den Konzernabschluss der Big White TopCo GmbH einbezogen. Die SLV GmbH hat im Geschäftsjahr 2017 über die SLV Group UK Ltd. 100% der Anteile an der ML Accessories Ltd. mit Sitz in Dunstable, Großbritannien erworben. Zusätzlich gründete die SLV GmbH eine Tochtergesellschaft in China. 2017 war für SLV ein Jahr, in welchem wichtige strategische Weichen für das zukünftige Wachstum gestellt wurden. So wurden Umsatzkanäle mit klarem Fokus auf das strategische Wachstum in Deutschland bereinigt, marktorientierte Innovationen im neuen überarbeiteten Katalog auf den Markt gebracht, sowie die Digitalisierung vorangetrieben. Außerdem wurde erfolgreich ein neues ERP System implementiert, um das zukünftige Wachstum unterstützen zu können. Insgesamt erzielte SLV im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz von TEUR 130.704 (Vj. TEUR 142.527). Dabei ist die Umsatzentwicklung in Deutschland negativer ausgefallen als im Ausland. Das Wachstum in Deutschland wurde im Wesentlichen gehemmt durch eine Bereinigung der Umsatzkanäle, was sich kurzfristig infolge etwas mangelnder Marktdynamik negativ auf den Umsatz auswirkte. Mittel- bis langfristig erwartet SLV durch diese umgesetzte strategische Maßnahme Umsatzwachstum. Die Umsatzentwicklung mit den ausländischen Tochtergesellschaften war im Geschäftsjahr 2017 auf dem Niveau des Vorjahres. Dagegen war der Umsatz mit Dritten im sonstigen Ausland rückläufig. Insgesamt ist der Umsatz deutlich hinter den ursprünglichen Managementerwartungen für das Jahr 2017 zurückgeblieben, was insbesondere auf die schwache Umsatzentwicklung in Deutschland und im sonstigen Ausland zurückzuführen ist. Nach geographisch bestimmten Märkten gliederten sich die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von lichttechnischen Produkten wie folgt:
c) Geschäftslage i) Analyse der Ertragslage
SLV erzielte im abgeschlossenen Geschäftsjahr ein bereinigtes betriebliches Ergebnis (vor Abschreibungen auf die Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens) von TEUR 39.977 nach TEUR 48.246 im Vorjahr. Der Rückgang des bereinigten betrieblichen Ergebnisses ist im Wesentlichen auf den geringeren Umsatz, sowie den Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Personalaufwendungen zurückzuführen. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurde insbesondere durch höhere Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit dem Erwerb der ML Accessories Ltd. als auch durch höhere Beratungskosten im IT Bereich, sowie höhere Marketingaufwendungen verursacht. Variable Kosten, wie z.B. Transport- und Verpackungskosten sind entsprechend der Umsatzentwicklung gesunken. Im Geschäftsjahr 2017 ging das EBITDA um TEUR 11.193 im Vergleich zum Vorjahr zurück. Im Wesentlichen ist dies auf die oben genannten Gründe sowie auf geringere Dividendenerträge zurückzuführen. Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA (TEUR 51.935) lag um TEUR 10.053 deutlich unter dem Vorjahr und dem Budget für 2017. Das bereinigte Finanzergebnis (definiert als Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge plus Erträge aus Beteiligungen abzüglich Zinsen und ähnliche Aufwendungen und vor Abschreibungen auf Finanzanlagen) (TEUR 4.761) lag im Geschäftsjahr 2017 deutlich unter dem Vorjahr (TEUR 8.342). Im Geschäftsjahr 2017 fand eine außerplanmäßige Abschreibung i.H.v. TEUR 4.448 auf ein Darlehen an eine Tochtergesellschaft statt. Ursächlich für die Abschreibung war insbesondere die hinter den Erwartungen zurückgebliebene Ergebnisentwicklung dieser Tochtergesellschaft. Das Ergebnis nach Steuern liegt um TEUR 8.775 unter dem Vorjahr. ii) Analyse der Finanzlage Kapitalflussrechnung:
Im Geschäftsjahr 2017 ging der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 18.711 zurück. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf den geringeren Jahresüberschuss, sowie höhere Auszahlungen für das Vorratsvermögen zurückzuführen. Das Working Capital (definiert als Vorratsvermögen plus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) betrug zum 31. Dezember 2017 TEUR 31.469 und lag damit deutlich über dem Vorjahr (TEUR 28.152). Dieser Aufbau resultiert im Wesentlichen aus den geringeren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen am Stichtag. Im Vergleich zum Budget 2017 lag das Working Capital deutlich unter dem budgetierten Wert, was im Wesentlichen auf den niedrigeren Bestand der Forderung aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen ist. Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit lag unter dem für das Jahr 2017 budgetierten Wert. Beim Cash Flow aus der Investitionstätigkeit (TEUR -17.567) handelt es sich mehrheitlich um die Auszahlungen aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften, Auszahlungen für sonstige Investitionen in das Anlagevermögen sowie erhaltene Dividenden. Im Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit (TEUR -29.235) ist neben der Ergebnisabführung an die Muttergesellschaft (TEUR -40.150) eine Erhöhung der Gewinnrücklagen (TEUR 25.000) sowie eine Kreditaufnahme aus der Credit Revolving Facility (TEUR 16.346) zur Finanzierung der Akquisition von ML Accessories Ltd. (über die SLV Group Holding UK Ltd.) enthalten. Auf Grund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der Muttergesellschaft wird das Ergebnis 2017 an die Muttergesellschaft abgeführt. Per Saldo haben sich die liquiden Mittel von TEUR 7.164 im Vorjahr auf TEUR 297 zum Jahresende 2017 verringert. iii) Analyse der Vermögenslage Die Vermögenslage stellt sich wie folgt dar:
Das Anlagevermögen der Gesellschaft hat gegenüber dem Vorjahr um TEUR 15.722 zugenommen. Die Zunahme ist im Wesentlichen auf den Erwerb der o.g. Tochtergesellschaft zurückzuführen. Weiterhin wurden am Standort Übach-Palenberg Investitionen in das Sachanlagevermögen getätigt. Ursächlich für die Steigerung des Umlaufvermögens ist insbesondere die Zunahme der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Das Fremdkapital ist um TEUR 31.504 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dieser Anstieg ist größtenteils auf die Kreditaufnahme aus der Credit Revolving Facility und höhere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote liegt somit mit 40% leicht über dem Vorjahr (38%). d) Finanzielle und Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Zur Steuerung der Ziele und Strategie der Gesellschaft werden finanzielle als auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren herangezogen. Zu den finanziellen Leistungsindikatoren zählen der Umsatz, bereinigtes EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, welches um Sondereffekte wie z.B. Gewinne oder Verluste aus der Bewertung der Finanzderivate bereinigt wird), der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie das Working Capital. Die Lieferquote, welche sich als Anteil der auf Lager verfügbaren Produkte im Verhältnis zum Gesamtsortiment berechnet, stellt eine wesentliche nichtfinanzielle Zielgröße dar. Die Lieferquote 2017 lag bei ca. 98%, was der Höhe des Zielwerts entspricht. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht a) Prognose Nach Prognosen des deutschen Elektroindustrie-Verbandes ZVEI wächst der Umsatz des Weltelektromarktes in 2018 im Vergleich zu 2017 um 4%. Dabei soll das Wachstum in Deutschland 2% und in Europa 3% ausfallen. Im Fachbereich Licht wird weltweit ein Wachstum von 4% erwartet. Die erwartete Umsatzentwicklung hängt insbesondere vom gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Umfeld ab und kann durch zunehmende Unsicherheiten oder eine Verschlechterung der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen negativ beeinflusst werden. Mit Blick auf unser strategisches Wachstumsziel liegt der Fokus im Geschäftsjahr 2018 auf profitablem Wachstum. Für das Geschäftsjahr 2018 haben wir eine Umsatzsteigerung prognostiziert, welche deutlich höher liegt als das zu erwartende Umsatzwachstum der Elektrobranche in Deutschland. Differenziert nach den Absatzkanälen erwarten wir, dass der Umsatzanstieg und der Ausbau der Marktanteile im Ausland etwas höher ausfallen werden als in Deutschland. Wir erwarten, dass unser bereinigtes EBITDA im Geschäftsjahr 2018 gegenüber dem Umsatzwachstum leicht überproportional ansteigen wird. Zum Jahresende 2018 planen wir einen leichten Anstieg des Working Capital gegenüber 2017, was insbesondere auf konservative Prämissen bei der Planung der Forderungen aus den Lieferungen und Leistungen zurückzuführen ist. Für das Geschäftsjahr 2018 erwarten wir einen der Umsatzsteigerung entsprechenden Anstieg des Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit. Weiterhin gehen wir davon aus, dass wir bei der Lieferquote unser Zielniveau in Höhe von > 98 % regelmäßig erreichen werden. Um unsere Ziele zu erreichen, werden wir die Entwicklungstätigkeit weiterhin auf hohem Niveau halten und stetig an der Gewinnung zusätzlicher Absatzmärkte und der Vermarktung von Produktinnovationen arbeiten. b) Chancen und Risiken Gemäß unserer internen Risikoklassifizierung sehen wir die nachfolgend aufgeführten Wechselkurs-, Beschaffungs-, Finanzierungs- und Steuerrisiken in der Reihenfolge ihrer Nennung als die bedeutsamsten Risiken für unser Unternehmen an. Das interne Risikomanagement überwacht Risiken, die sich aus der Bevorratung, der Absatzseite, der internen Organisation sowie aus der Finanzierung ergeben können, und versucht, diese auf ein Minimum zu reduzieren. Der Großteil unseres Wareneinkaufs wird in Fremdwährungen US$ und CNY getätigt; Aus diesem Grunde sieht sich die Gesellschaft grundsätzlich Risiken aus Währungskursschwankungen auf der Beschaffungsseite ausgesetzt. Dieses Risiko wird wie folgt gemanagt: Zum Zeitpunkt der Erstellung der jährlichen Preisliste werden ca. 75% des Währungsexposures für eine Laufzeit von 12 Monaten währungsgesichert. Ferner wirken folgende Maßnahmen: > Grundsätzlich bevorraten wir in unserem Lager die Ware für eine Reichweite von 4 bis 5 Monaten. Insofern treffen uns kurzfristige Währungskursschwankungen nicht unmittelbar. > Einkäufe in US$ und CNY erfolgen stetig über das Jahr verteilt, so dass sich kurzfristige Wechselkursschwankungen auf das Exposure nicht wesentlich auswirken. Die Beschaffung der Waren erfolgt überwiegend in China. Die neue Tochtergesellschaft in China unterstützt die Gesellschaft bei der Entwicklung von Innovationen, Labortests, Qualitätskontrollen und im Einkaufsprozess. Über das Bestellverhalten wird die jederzeitige Verfügbarkeit der Ware (Zielniveau > 98%) sichergestellt. Ferner verfolgt die chinesische Tochtergesellschaft die Entwicklung der Rohstoffpreise und verhandelt mit den Lieferanten die bestmöglichen Einkaufspreise und Lieferbedingungen. Das Management finanzwirtschaftlicher Risiken, insbesondere von Zinsänderungsrisiken, erfolgt durch die Verwendung derivativer Finanzinstrumente. Hinsichtlich weiterer Erläuterungen verweisen wir auf den Anhang. Wir sind überzeugt, dass in unserer Gesellschaft in den nächsten 24 Monaten ausreichend finanzielle Mittel generiert werden, um unsere Muttergesellschaft in die Lage zu versetzen, die sich aus der bestehenden Fremdfinanzierung ergebenden Zins- und Kapitalforderungen zu bedienen. Es bestehen Steuerrisiken auf Basis einer abgeschlossenen Betriebsprüfung. Hierfür wurden im Geschäftsjahr 2016, basierend auf Schätzungen, Rückstellungen bei der SLV Holding II GmbH in Höhe von TEUR 6.267 als Organträgerin gebildet. Diese konnten im Geschäftsjahr 2017 in Höhe von TEUR 2.801 aufgelöst werden, da diese nicht mehr benötigt worden sind. In 2018 setzt SLV primär auf das organische Wachstum in Deutschland und im europäischen Ausland. Die wesentlichen Wachstumstreiber sind: - Fokussierung auf wertschaffende Handelspartner in Deutschland, - Punktuell gestaltete Preispolitik - Digitalisierung und Ausbau des Onlinegeschäfts mit Onlinepartnern - Ausbau des Geschäftes in den europäischen Kernmärkten - Erhöhung der Innovationskraft - Ausbau von Projektgeschäft In den letzten Jahren wurde die Innovationskraft der Gesellschaft erheblich ausgebaut. Die ständige Erneuerung des Produktportfolios sowie die frühzeitige Anpassung der Produkte an den technologischen Wandel sowie an die geltenden Normen werden überaus positiv auf den Absatzmärkten bewertet. Hierbei fließen verstärkt regionale Präferenzen in den Innovationsprozess ein. Die Geschäftsleitung ist bestrebt, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den oben beschriebenen Chancen und Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung herzustellen. Die mit der Wahrnehmung der Geschäftschancen verbundenen Risiken werden nur dann eingegangen, wenn die Risiken überschaubar, beeinflussbar und für den Bestand der Gesellschaft nicht gefährdend sind.
Übach-Palenberg, den 7. März 2018 Die Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SLV GmbH, Übach-Palenberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SLV GmbH, Übach-Palenberg. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 26. März 2018 KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr. Uhde, Wirtschaftsprüfer Krecher, Wirtschaftsprüfer |
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