Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 505275
Vorher
Asco Joucomatic GmbH
Eingetragen
12.7.1976
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Mess-Steuer- und Regelgeräten, Armaturen Magnetventilen und Metallwaren, Maschinen Werkzeugen und sonstigen Geräten aller Art. Die Gesellschaft kann alle damit zusammenhängenden Aufgaben übernehmen und sich an anderen Unternehmen beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Martin Vogt
seit 22.4.2024
Prokura
Geschäftsführer
Edgar Diener
seit 21.8.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
ASCO SASFRA
73.68%
Emerson Electric (U.S.) Holding CorporationUSA
26.32%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
ASCO SAS
France
358.400 €
73.68%
Emerson Electric (U.S.) Holding Corporation
United States
128.000 €
26.32%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Asco Numatics GmbH

Ölbronn-Dürrn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

Inhalt

Asco Numatics GmbH, Ölbronn-Dürrn

1. Grundlagen und Rahmenbedingungen der Gesellschaft

2. Forschung und Entwicklung (F&E)

3. Wirtschaftsbericht

4. Ertragslage

5. Finanzlage

6. Vermögenslage

7. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

8. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren *

9. Risiko- und Chancenbericht

10. Prognosebericht

1. Grundlagen und Rahmenbedingungen der Gesellschaft

Die Asco Numatics GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Ventile und Systeme zur Steuerung und Regelung von flüssigen und gasförmigen Medien, dies im Druckbereich von Vakuum bis 250 bar und im Temperaturbereich -196°C bis +180°C. Weiterhin importiert und vertreibt die Gesellschaft Zylinder, Wegeventile, Wartungsgeräte und Zubehörteile für Gase, Dämpfe und Flüssigkeiten sowie Stellantriebe und -motoren. Standort der Gesellschaft ist Ölbronn-Dürrn. Die Leitung obliegt der Geschäftsführung, die bei der Asco Numatics GmbH aus einer Person besteht. Die Asco Numatics GmbH ist ein Unternehmen der EMERSON Group, St. Louis, USA.

Der wesentlichste Einzelmarkt für die Asco Numatics GmbH ist die DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz). In den jeweiligen Produktkategorien nimmt die Asco Numatics GmbH eine führende Wettbewerbsposition ein. Als Ausrüster der Industrie besteht eine gewisse Interdependenz mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Darüber hinaus beliefert die Asco Numatics GmbH im Wesentlichen ausländische Gruppengesellschaften.

2. Forschung und Entwicklung (F&E)

Langfristiges und profitables Wachstum ist eines der grundlegenden Ziele der Asco Numatics GmbH. Die erfolgreiche F&E-Arbeit ist hierbei die Voraussetzung für ein innovatives und wettbewerbsfähiges Produktportfolio und die Gewährleistung, dass bestehende Geschäftsfelder weiter gestärkt sowie neue Märkte erschlossen werden können. Die Kosten für Forschung und Entwicklung sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 49 bzw. 1,6% auf TEUR 2.966 (Vorjahr TEUR 3.015) gesunken und entsprechen 4,3% vom Umsatz (VJ 4,5%). Im abgelaufenen Geschäftsjahr (GJ) waren 22 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung eingesetzt (Vorjahr 25 Mitarbeiter).

Schwerpunkte der F&E-Arbeit waren folgende Projekte:

Weiterentwicklung von Piezoventilen für neue Proportionalventilbaureihen

Erweiterung bestehender Proportionalventile um eine 32-Bit Mikrocontroller Plattform

Medium-getrennte Ventile

kundenspezifische Sonderlösungen

Darüber hinaus ist die Asco Numatics GmbH in den Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten ihrer Schwesterunternehmen eingebunden.

3. Wirtschaftsbericht

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung des Geschäftsjahres hat sich mit dem fortwährenden Krieg in der Ukraine, der Eskalation im israelisch-palästinensischen Konflikt sowie weiteren drohenden Konflikte in u.a. Ostasien und der drohenden Rezession in Deutschland deutlich eingetrübt.

So prognostizierte der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem World Economic Outlook Update vom Oktober nur ein Wachstum für das Jahr 2023 von +3,0% (Vorjahr +3,5%). Das Wachstum in der Eurozone wird mit 0,7% deutlich niedriger ausfallen als im Vorjahr (+3,3%). Für Deutschland bedeutet die Schwächephase der Produktion des verarbeitenden Gewerbes und der Rückgang der Wirtschaft eine Rezession von -0,5%.

In den für uns wichtigen Segmenten Industrial Automation und Analytical & Medical ging der Auftragseingang aufgrund der getrübten Wirtschaftssituation und einem Lagerbestandsaufbau im Vorjahr um -10,3% auf TEUR 65.613 (Vorjahr: TEUR 73.141) zurück. Die im Vorjahr durchgesetzten und im Auftragsbestand sitzenden Preiserhöhungen sowie die weiter stabilisierten Lieferketten haben dafür gesorgt, dass der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um ca. 4,3% gestiegen ist. Der Umsatz mit Endkunden stieg um +4,3% gegenüber Vorjahr und das Geschäft mit verbundenen Unternehmen hatte ein Wachstum von +4,2% zum Vorjahr zu verzeichnen. Das Umsatzwachstum von +5,5% auf dem deutschen Markt kommt hauptsächlich aus dem Segmenten Process und Maschinenbau. Die wachstumsstärksten Einzelmärkte für die Asco Numatics GmbH im Geschäftsjahr 2023 waren Irland und die Türkei.

Das Ergebnis vor Steuern ist auf Vorjahresniveau. Die positiven Effekte aus durchgesetzten Preiserhöhungen, den niedrigeren Provisionsrückstellungen für Mitarbeiter sowie allgemein einem niedrigeren Mitarbeiterbestand sind durch höhere Energiekosten, einer weiterhin hohen Inflation und höhere Konzernverrechnungen für europäische und globale Servicefunktionen aufgehoben worden.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl hat sich gegenüber Vorjahr um 8 Mitarbeiter reduziert.

2022/2023 2021/2022
Mitarbeiter 228 236
Umsatz / Mitarbeiter 305.815 283.245

Die zentralen Leistungsindikatoren der Asco Numatics GmbH sind Umsatz, EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) und Trade Working Capital, welche in den nachfolgenden Kapiteln zur Ertrags- und Vermögenslage sowie auch im Prognosebericht näher erläutert werden.

4. Ertragslage

2022/2023
in TEUR
2021/2022
in TEUR
+/-
in TEUR
+/-
in %
Gesamtleistung 69.470 67.022 2.448 +3,7
Materialaufwand 31.233 30.705 528 +1,7
Sonst. betriebliche Erträge 814 1.142 -328 -28,7
Personalaufwand 15.360 16.015 -655 -4,1
Sonst. betriebliche Aufwendungen 13.137 10.900 2.237 +20,5
Abschreibungen 1.067 1.074 -7 -0,6
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 9.487 9.470 17 +0,2
Jahresüberschuss 8.385 6.692 1.693 +25,3

Der Umsatz hat sich im Geschäftsjahr 2022/2023 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.880 bzw. +4,3% erhöht. Der Anstieg resultiert hauptsächlich aus den im Vorjahr durchgesetzten Preiserhöhungen.

Im Inland (inkl. Verbundunternehmen) hat sich der Umsatz um TEUR 2.583 bzw. +5,8% zum Vorjahr erhöht. Die Umsätze im Ausland sind um TEUR 265 bzw. +1,1% gestiegen.

Die am Markt durchgesetzten Preiserhöhungen relativierten die gleichzeitig steigenden Einkaufspreise und reduzierten die Materialaufwandsquote um 0,9 Prozentpunkte auf 45,0%.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 328 auf TEUR 814 gesunken. Der Rückgang basiert im Wesentlichen auf niedrigeren Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten.

Die Personalaufwendungen reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 655 bzw. 4,1% und entsprechen 22,1% von der Gesamtleistung (VJ 23,9%). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf niedrigere Provisionsrückstellungen und weniger Mitarbeiter zurückzuführen.

Im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert der Anstieg aus höheren Konzernverrechnungen für diverse globale Dienstleistungen, und dem allgemeinen Anstieg der Strom- und Gaskosten. Insgesamt sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr um 20,5% gestiegen.

Die Abschreibungen auf Sachanalgen sind aufgrund des reduzierten Investmentvolumens der letzten Jahre gesunken. Die durch den Abgang älterer Anlagen wegfallenden Abschreibungen wurden nicht vollständig durch Abschreibungen aus Neuinvestitionen ausgeglichen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände sind gegenüber Vorjahr aufgrund einer außerplanmäßigen Abschreibung auf erworbene Kundenstämme gestiegen. In Summe sind die Abschreibungen auf Vorjahresniveau.

Das EBIT ist aufgrund der zuvor beschriebenen Entwicklungen mit TEUR 9.487 nahezu unverändert.

Unter den Zinserträgen sind im Wesentlichen Zinsen aus dem Cash Pooling mit verbundenen Unternehmen in Höhe von insgesamt TEUR 1.927 (VJ TEUR 41) enthalten. Der Anstieg resultiert aus einer Anpassung an die Marktzinsen.

Aufgrund der oben beschriebenen Entwicklungen hat sich der Jahresüberschuss von TEUR 6.692 auf TEUR 8.385 erhöht.

5. Finanzlage

Für interne Steuerungszwecke wird eine Kapitalflussrechnung nach der indirekten Methode gemäß DRS 21 erstellt. Die nachfolgenden Kennzahlen beziehen sich auf diese Berechnung.

In TEUR 2022/2023 2021/2022
Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 5.923 7.375
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit 1.233 -205
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 0 0
Finanzmittel am Ende der Periode 93.428 86.272
- davon Cash-Pool-Bestand 93.428 86.272
- davon Kasse / Banken 0 0

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug TEUR 5.923 (Vorjahr: TEUR 7.375). Der im Vergleich zum Vorjahr höhere Jahresüberschuss wird durch niedrigere Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen und aus der Veränderung der Rückstellungen belastet.

Hauptzweck der Zahlungsmittelabflüsse aus Investitionstätigkeit (TEUR 1.233) waren Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (VJ TEUR 205). Gegenläufig wurden Zinsen aus dem Cash Pool Guthaben i.H.v. TEUR 1.927 eingenommen. Während des gesamten abgelaufenen Geschäftsjahres bestanden keinerlei Liquiditätsengpässe. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde keine Ausschüttung an den Gesellschafter geleistet, so dass der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit mit TEUR 0 auszuweisen ist.

Die Asco Numatics GmbH ist über deren Muttergesellschaft der Emerson Gruppe in den konzernweiten Cash-Pool eingebunden. Benötigter Kapitalbedarf wird konzernintern abgedeckt. Factoring wird als Finanzierungsinstrument nicht eingesetzt.

6. Vermögenslage

Der im Geschäftsjahr 2020/2021 für TEUR 4.295 erworbene Kundenstamm einer Schwestergesellschaft in den immateriellen Vermögengegenstände wurde neben der planmäßigen AfA mit einem Betrag von TEUR 137 (Vorjahr TEUR 71) außerplanmäßig abgeschrieben, da einige Kunden nicht die geplante Ertragskraft haben. Gleichzeitig erfolge eine Zuschreibung von TEUR 29 bei Kunden mit einer höheren Wachstumserwartung

Die Sachanlagen haben sich insgesamt im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4 erhöht und betragen TEUR 6.406. Die Investitionen blieben im vergangenen Geschäftsjahr auf dem Niveau der getätigten Abschreibungen.

Das Vorratsvermögen hat sich um TEUR 619 auf TEUR 6.403 zum Bilanzstichtag reduziert. Der Abbau resultiert hauptsächlich aus den verbesserten Lieferzeiten für Komponenten und damit einer einhergehenden Reduktion der Sicherheitsbestände.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind gegenüber Vorjahr um TEUR 7.194 gestiegen. Darin enthalten ist ein Anstieg der Forderungen aus der Cash-Pool-Vereinbarung um TEUR 7.156 auf TEUR 93.428 (im Vorjahr TEUR 86.272) sowie ein Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 39 auf TEUR 1.733 (Vorjahr TEUR 1.694).

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte haben sich um TEUR 124 auf TEUR 4.182 reduziert. Die Wertberichtigung ist mit TEUR 25 (Vorjahr TEUR 21) geringfügig.

Die Eigenkapitalquote zum 30.09.2023 hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2,5 %-Pkt. erhöht auf 90,6%. Es wurde im Berichtszeitraum keine Dividende ausgeschüttet. Das Eigenkapital erhöhte sich dabei um den Jahresüberschuss 2022/2023.

Eine Reduzierung der sonstigen Rückstellungen ergibt sich im Wesentlichen aus niedrigeren Provisionsrückstellungen. Die Steuerrückstellungen haben sich um TEUR 339 auf TEUR 360 reduziert. Die Pensionsrückstelllungen blieben gegenüber Vorjahr nahezu unverändert bei TEUR 1.351.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten haben sich um TEUR 118 auf TEUR 3.458 erhöht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.313 auf TEUR 1.915 reduziert.

Das Trade Working Capital als Resultat der Vorräte zuzüglich der Forderungen aus Lieferung und Leistung abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 861 auf TEUR 7.128 gesunken (Vorjahr TEUR 7.989).

7. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Insgesamt ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Asco Numatics GmbH als sehr gut einzuschätzen.

8. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren *

Neben einer effizienten und gut geführten Organisation haben die nachfolgend dargestellten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren einen entscheidenden Anteil am Erfolg der Asco Numatics GmbH.

Qualifikation der Mitarbeiter: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Asco Numatics GmbH sind ein wesentlicher Teil des Kapitals. Ihre Identifikation mit dem Unternehmen und ihr Engagement für dessen Ziele leisten den entscheidenden Beitrag zum Unternehmenserfolg. Eine finanzielle Anerkennung von individueller Leistung durch moderne Vergütungsmodelle ist Asco Numatics ebenso wichtig wie die Honorierung der Gesamtleistung der Belegschaft. Daneben werden Potenziale der Mitarbeiter unter anderem durch ein hohes Maß an Eigenverantwortung gefordert und gefördert. Im Rahmen der Konzernzugehörigkeit betreibt Asco Numatics ein Talentförderungsprogramm. Die Einzelqualifikationen der Mitarbeiter setzen sich wie folgt zusammen:

Mitarbeiter mit kaufmännischer Ausbildung 18% (im Vorjahr 21%)

Mitarbeiter mit technischer Ausbildung 30% (im Vorjahr 28%)

davon wiederum ca. 33% Ingenieure

Mitarbeiter im gewerblichen Bereich incl. Anlernkräfte 52% (im Vorjahr 51%)

Qualität der Produkte: Das technisch ausgereifte Produktportfolio der Asco Numatics GmbH zeichnet sich durch ein hohes Maß an Innovation aus. Dies betrifft insbesondere die auf die spezifischen Kundenbedürfnisse zugeschnittenen technischen Lösungen. Die Verfolgung und Bearbeitung der qualitätsrelevanten Vorgänge werden mittels eines sog. 8D-Reports gewährleistet.

Effizienz der Geschäftsprozesse: Der hohe Qualitätsanspruch der Asco Numatics GmbH zeigt sich in der kontinuierlichen Weiterverbesserung der innerbetrieblichen Abläufe und der Anwendung modernster Methoden, sowie der laufenden Überwachung und Zertifizierung gemäß DIN EN ISO 9001.

* Bei diesem Abschnitt handelt es sich um eine nicht geprüfte Angabe.

9. Risiko- und Chancenbericht

Die Geschäftsführung konzentriert sich auf die wesentlichen Chancen und Risiken. Solche wesentlichen Chancen und Risiken werden laufend mit dem Konzernvorstand besprochen. Sie sind Gegenstand von regelmäßigen Telefonaten, Berichten, sowie Diskussionen bei Vor-Ort-Besuchen.

Durch die Zugehörigkeit zum EMERSON-Konzern gilt das weltweit gültige Risikomanagementsystem mit einem umfangreichen Netz von internen und externen Kontrollsystemen. Dabei sind alle Konzernrichtlinien einzuhalten und verbindlich umzusetzen. Soweit lokale Ergänzungen notwendig sind, wurden diese auch bereits in den vergangenen Jahren vorgenommen und weiterentwickelt.

Dabei spielen die Bereiche Versicherungen, Cash- und Fremdwährungsmanagement, Kreditmanagement, das einheitliche Emerson Reporting zum monatlichen Monitoring der finanziellen Geschäftsentwicklung sowie deren Steuerung eine wesentliche Rolle. Aber auch Themen wie Investitionen oder Personalbeschaffung werden innerhalb global einheitlicher Richtlinien und Genehmigungsprozesse geregelt. Darüber hinaus sind in der "Delegation of Authority" Policy konzernweite Befugnisgrenzen verbindlich geregelt. Die Emerson Credit-Policy ist dabei ebenfalls ein fester Bestandteil als Grundlage des Forderungsmanagements der Gesellschaft.

Weitere vorhandene Kontrollsysteme wie

Organisationsaudits

Lageraudits

regelmäßige Validierung des IT-Bereichs

permanente Inventur im Bereich Vorräte

EMERSON Internal Control Audit

diverse SOX-Kontrollen

International Trade Compliance Audits

tragen dazu bei.

Nach Einschätzung der Geschäftsführung liegen die Risiken für das Unternehmen in:

Der Erfolg der Asco Numatics GmbH hängt nicht unwesentlich von den makroökonomischen und geopolitischen Entwicklungen ihrer Absatzmärkte und der Absatzmärkte ihrer Kunden ab. Für die Einschätzung der makroökonomischen Entwicklung werden unter anderem Prognosen allgemein anerkannter Institutionen wie etwa des IWF, der Deutschen Bundesbank und renommierter Wirtschaftsforschungsinstitute genutzt, sowie Branchenspezifische Verbände der Segmente Industrial Automation (VDMA) und Analyse & Medizintechnik (Spectaris). Der Unvorhersehbarkeit aus der geopolitischen Situation, insbesondere der andauernde Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine sowie weitere Konflikte in Taiwan, Korean, Israel und damit ggf. einhergehende Sanktionen und regulatorischen Anforderungen, können zur negativen Entwicklung der Weltkonjunktur führen. Für das aktuelle Geschäftsjahr wird die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung weiterhin als wesentlicher Risikofaktor angesehen.

Eine über die Planungsannahmen hinausgehende positive Entwicklung der Weltkonjunktur stellt für die Asco Numatics GmbH eine Chance dar. Dass sich die weltweite konjunkturelle Lage und somit das Ergebnis über die Planungsannahmen hinaus verbessern, schätzt die Gesellschaft als möglich ein. Als wesentliche Chance wird weiterhin die gute Entwicklung im Bereich der Analyse- und Medizintechnik sowie der Proportionaltechnik gesehen.

Relevante Ausfallrisiken können sich hingegen im Hinblick auf die operativen Geschäftsbeziehungen zu Kunden ergeben und betreffen ausstehende Forderungen sowie zugesagte Geschäfte. Zur Minimierung der Ausfallrisiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Neukunden auf ihre Bonität überprüft. Zudem werden Kunden, deren Bonität den Konzernanforderungen nicht genügt bzw. die in Zahlungsverzug geraten sind, in der Regel nur gegen Vorkasse beliefert. Das diversifizierte Kundenportfolio reduziert die finanziellen Auswirkungen der Ausfallrisiken zusätzlich. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Ausfallrisiken wird trotz der genannten Maßnahmen als wahrscheinlich eingeschätzt, insbesondere da sich weiterhin künftige Auswirkungen der volkswirtschaftlichen und konjunkturellen Entwicklungen auf potenzielle Insolvenzen einzelner Kunden nicht vollumfänglich abschätzen lassen. Die potenziellen finanziellen Auswirkungen der Ausfallrisiken werden in Anbetracht der relevanten Faktoren, beispielsweise der tatsächlichen Forderungsausfälle der Vergangenheit, sowie aufgrund der eingeleiteten Gegenmaßnahmen hingegen wie im Vorjahr als gering eingestuft.

Das Engagement und die Kompetenz unserer Mitarbeitenden stellen eine wichtige Grundlage unseres wirtschaftlichen Erfolgs dar. Aus diesem Grund begegnen wir dem Risiko der (qualifizierten) Personalverfügbarkeit mit einer gezielten Talentauswahl, individuell abgestimmten Weiterentwicklungsmaßnahmen und einem betrieblichen Gesundheitsmanagement. Zudem werden verstärkt Maßnahmen zur Steigerung der Bekanntheit als Arbeitgeber sowie die Möglichkeit, den internationalen Arbeitsmarkt zu erschließen, ergriffen. Aufgrund der ergriffenen Maßnahmen wird das Risiko der Personalengpässe als niedrig eingestuft.

Den Risiken auf dem Beschaffungsmarkt, wie dem generellen Preisdruck sowie der Lieferverknappung und Lieferverzögerung bei einzelnen kritischen Materialien, wird durch intensiven Dialog mit den Lieferanten und konsequenter Beobachtung des Lieferantenumfeldes sowie der Bündelung von Einkaufsvolumen entgegengewirkt. Materialeinkäufe erfolgen zu einem hohen Anteil von Spezial-Lieferanten. Die hohen technischen und wirtschaftlichen Anforderungen an diese Lieferanten werden durch ein stringentes Lieferantenentwicklungs- und -überwachungssystem gesteuert. Durch die Verfolgung einer Dual Sourcing Strategie sowie einer Entspannung der Beschaffungslage, bewertet die Asco Numatics GmbH die lieferantenbezogenen Risiken als mittelmäßig.

Der Emerson Konzern war im abgelaufenen Jahr mittelbar regelmäßig Cybercrime-Angriffen, sog. "Ransomware"-Schemata, ausgesetzt. Es handelt sich hierbei um ein international stark zunehmendes Phänomen der Wirtschaftskriminalität, was wir als hohes Risiko einschätzen. Die Angriffe haben fraudulente Auszahlungen aus Täuschung bzw. durch Erpressung, etwa nach Störung der IT-Infrastruktur, zum Ziel. Alle Angriffe konnten, ohne Schaden zu verursachen, abgewehrt werden. Zur Prävention werden die Mitarbeiter in Risikobereichen laufend hinsichtlich neuer Schemata geschult und technische und prozessuale Verbesserungen am IT-Netzwerk durchgeführt. Die weltweit zunehmende Bedrohungslage durch staatlich induzierte Cyberangriffe stellt weiterhin ein zunehmendes Risiko dar und wird infolge des Russland-Ukraine-Kriegs deutlich verschärft. Mittels sogenannter "Penetration"-Tests wird zudem die Resistenz der IT-Netzwerke gegen Cyber-Angriffe laufend überprüft. Nach den getroffenen Maßnahmen wird das Risiko als mittleres Risiko gesehen.

Wir weisen darauf hin, dass aus Sicht der Geschäftsleitung keine Risiken bekannt sind, die den Fortbestand der Asco Numatics GmbH in den kommenden beiden Geschäftsjahren gefährden, die bestehenden Chancen und Risiken ausreichend berücksichtigt sind und die Risiken im Übrigen beherrscht sind.

10. Prognosebericht

Die nachlassende Inflationsdynamik und rückläufige Preise auf den globalen beschaffungsmärkten könnten zu einer moderaten konjunkturellen Erholung führen. Der Konjunkturausblick unterliegt aber weiterhin bedeutenden Abwärtsrisiken.

Der IWF hat in seinem Bericht "World Economic Outlook" vom Oktober ein globales Wachstum von 2,9% für das Kalenderjahr 2024 prognostiziert. Im Jahr 2024 wird die gesamtwirtschaftliche Produktion voraussichtlich wieder anziehen. Die kräftigen Reallohnzuwächse werden die Aktivität in den konsumnahen Branchen anregen. Angesichts der hohen Auftragsbestände wird auch die Industrie ihre Produktion wieder etwas hochfahren können.

Für das Geschäftsjahr 2022/2023 beurteilen wir die Geschäftsaussichten positiv. Nach aktueller Planung sehen wir ein Umsatzwachstum um 3,8% gegenüber dem Vorjahr vor. Dieses wird durch eine anhaltend gute weltweite Entwicklung in der Analyse- und Medizintechnik sowie der Entwicklung neuer Produkte und der Gewinnung neuer Kunden bestimmt. Die Erwartungshaltung für den Maschinenbaumarkt ist, dass sich in der zweiten Jahreshälfte die wirtschaftliche Situation insbesondere auf dem deutschen Markt verbessern wird. Weiterhin erwarten wir hohe Aufträge im Produktbereich der Prozesstechnik.

Unter Berücksichtigung des geplanten Umsatzwachstums erwarten wir ein um 1,3-Prozentpunkt höheres EBIT im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022/2023.

Beim TWC gehen wir davon aus, dass das Niveau um etwa 0,9-Prozentpunkte verbessert werden kann.

Die im folgenden Jahr eintretenden Ergebnisse können aufgrund ihrer Zukünftigkeit und damit einhergehenden Unsicherheit von den oben geschilderten Erwartungen wesentlich abweichen.

 

Ölbronn-Dürrn, 15.12.2023

Cedric Mineau, Geschäftsführer

Bilanz zum 30. September 2023

Aktiva

30.9.2023 30.9.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.799,98 13.179,29
2. Kundenstamm 2.886.614,51 2.892.414,49 3.266.894,13 3.280.073,42
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 4.114.075,18 4.266.615,34
2. Technische Anlagen und Maschinen 179.586,11 219.790,54
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.560.993,53 1.687.437,11
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 551.198,57 6.405.853,39 227.971,75 6.401.814,74
9.298.267,88 9.681.888,16
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.410.462,03 4.412.955,88
2. Unfertige Erzeugnisse 1.057.449,76 1.335.828,06
3. Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 935.895,56 1.122.870,14
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 6.403.807,35 151.274,52 7.022.928,60
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.182.311,84 4.306.796,49
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 95.160.315,25 87.965.898,01
3. Sonstige Vermögensgegenstände 967.012,44 100.309.639,53 838.937,31 93.111.631,81
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 444,73 290,76
106.713.891,61 100.134.851,17
C. Rechnungsabgrenzungsposten 219.738,47 185.838,48
116.231.897,96 110.002.577,81

Passiva

30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 486.400,00 486.400,00
II. Bilanzgewinn 104.787.195,48 96.402.284,80
105.273.595,48 96.888.684,80
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.350.933,00 1.358.924,00
2. Steuerrückstellungen 360.188,00 699.500,00
3. Sonstige Rückstellungen 2.932.634,40 3.588.046,20
4.643.755,40 5.646.470,20
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.457.867,81 3.340.389,46
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.914.603,40 3.227.680,94
3. Sonstige Verbindlichkeiten 942.075,87 899.352,41
6.314.547,08 7.467.422,81
116.231.897,96 110.002.577,81

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

2022/2023 2021/2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 69.725.856,00 66.845.889,79
2. Verminderung (i. Vj. Erhöhung) des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -256.208,53 175.948,15
3. Sonstige betriebliche Erträge 814.338,45 1.141.514,51
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -30.300.605,41 -29.798.430,19
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -932.422,68 -31.233.028,09 -906.450,14 -30.704.880,33
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -12.782.954,20 -13.341.915,81
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.576.700,43 -15.359.654,63 -2.672.740,29 -16.014.656,10
- davon für Altersversorgung EUR 49.957,21 (i. Vj. EUR 52.643,84) -
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.067.166,50 -1.074.139,27
- davon für außerplanmäßige Abschreibung EUR 137.355,45 (i. Vj. EUR 71.434,23) -
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -13.137.392,32 -10.900.035,77
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.929.712,73 52.032,76
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -32.584,24 -32.437,29
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.977.378,76 -2.759.601,64
11. Ergebnis nach Steuern 8.406.494,11 6.729.634,81
12. Sonstige Steuern -21.583,43 -37.545,62
13. Jahresüberschuss 8.384.910,68 6.692.089,19
14. Gewinnvortrag 96.402.284,80 89.710.195,61
15. Bilanzgewinn 104.787.195,48 96.402.284,80

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023

Erläuterungen des Jahresabschlusses und sonstige Angaben

HRB 505275

Amtsgericht Mannheim

A Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Der Jahresabschluss der ASCO Numatics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 wurde nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Der Einzelausweis und die erforderlichen Erläuterungen dieser Posten erfolgen im Anhang. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

B Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bilanziert und ihren voraussichtlichen Nutzungsdauern entsprechend linear (pro rata temporis) abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von vier Jahren abgeschrieben, entgeltlich erworbene Kundenstämme werden über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- einschließlich Anschaffungsnebenkosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Bei den planmäßigen Abschreibungen wird überwiegend von Nutzungsdauern zwischen 3 und 14 Jahren ausgegangen Die Abschreibungen werden linear pro rata temporis vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter unter EUR 800 werden sofort abgeschrieben; im Zugangsjahr wird auch deren Abgang unterstellt.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren werden unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten bewertet. Die unfertigen Erzeugnisse und Fertigerzeugnisse werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Der am Bilanzstichtag beizulegenden Wert gemäß § 253 IV HGB wird angesetzt, falls dieser niedriger ist als die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Gemeinkosten werden in die Herstellungskosten entsprechend § 255 II HGB einbezogen. Entsprechend wird von dem Wahlrecht des § 255 II S. 3 Gebrauch gemacht. Fremdkapitalzinsen werden nicht berücksichtigt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit dem Nennwert unter Berücksichtigung ausreichender Wertberichtigungen bilanziert. In Fremdwährung valutierende Forderungen werden mit dem maßgeblichen Umrechnungskurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls erfasst. Am Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung zum Devisenkassamittelkurs des betreffenden Stichtags.

Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine mit 0,3 % pauschal ermittelte Wertberichtigung Rechnung getragen, die sich aus dem durchschnittlichen Forderungsausfall der letzten drei Geschäftsjahre ergibt.

Alle übrigen Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Der Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. K. Heubeck) nach der projizierten Einmalbeitragsmethode (Projected-Unit-Credit-Method) ermittelt.

Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei wird derzeit von einem Trend der laufenden Betriebsrente in Höhe einer jährlichen Steigerung der laufenden Rente von 2,4% bzw. 2% der Vorjahresrente ausgegangen. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich zum 30. September 2023 auf 1,81%; es handelt sich dabei um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren beträgt TEUR 15.

Die aus Pensionszusagen resultierenden Versorgungsverpflichtungen wurden mit dem zugehörigen Deckungsvermögen verrechnet. Dieses ist mit dem Aktivwert als dem beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden auf Basis der veröffentlichten Zinssätze der Deutschen Bundesbank mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen umfasst die Freistellungsguthaben der Mitarbeiter aus Lohn- und Gehaltszahlungen sowie die Aufstockungsleistungen für die Restlaufzeit des Altersteilzeitverhältnisses. Sie wird versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. K. Heubeck) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgeltsteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei wird derzeit von einem Trend einer jährlichen Steigerung der laufenden Löhne und Gehälter von 3,25% des Vorjahresniveaus und einer Dynamik der Beitragsbemessungsgrenze für Sozialversicherungsbeiträge von 3,00% ausgegangen. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Rückstellung für Altersteilzeit beläuft sich zum 30. September 2023 auf 1,66%.

Die aus der Altersteilzeit resultierende Versorgungsverpflichtung wurde mit dem zugehörigen Deckungsvermögen verrechnet. Dieses ist mit dem Aktivwert als dem beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert. Die Währungsumrechnung für Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt zu den jeweiligen Kursen am Entstehungstag. Am Bilanzstichtag erfolgt die Währungsumrechnung zum Devisenkassamittelkurs des betreffenden Stichtags.

Hinsichtlich der latenten Steuern, die sich aus zeitlichen Differenzen zwischen den steuerlichen und den handelsrechtlichen Wertansätzen ergeben, wird vom im § 274 Abs.1 S. 2 HGB eingeräumten Wahlrecht Gebrauch gemacht und auf den Ansatz latenter Steuern aufgrund des aktivischen Überhangs verzichtet.

C Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Der Anlagespiegel zeigt die gesondert dargestellte Entwicklung und Zusammensetzung der in der Bilanz ausgewiesenen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus der Konzernfinanzierung (Cash-Pool) in Höhe von TEUR 93.428 (im Vorjahr TEUR 86.272) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.732 (im Vorjahr TEUR 1.693).

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen zum 30. September 2023 unter anderem Rückforderungen aus Körperschafts- und Gewerbesteuer für das Jahr 2021 in Höhe von TEUR 515 sowie für das Jahr 2022 in Höhe von TEUR 136.

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

3. Eigenkapital

In der Position Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag aus Vorjahren in Höhe von TEUR 96.402 enthalten.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Verpflichtungen für:

30.09.2023
EUR
30.09.2022
EUR
Personal 1.216.392 939.624
Mitarbeiterprovisionen 773.707 1.450.405
Garantie 307.117 304.390
Vertrieb 215.077 302.788
Rechtsstreitigkeiten 0 50.250
Ausstehende Rechnungen 135.276 237.632
Sonstiges 285.065 302.957
2.932.634 3.588.046

5. Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Sie sind unbesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 811 (im Vorjahr TEUR 880) sowie weitere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.104 (im Vorjahr TEUR 2.347).

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten unter anderem Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 776 (im Vorjahr TEUR 780) sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 13 (im Vorjahr TEUR 13).

6. Verrechnungen von Vermögensgegenständen und Schulden

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen und Altersteilzeit werden mit dem zugehörigen Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet.

30.09.2023
EUR
Anschaffungskosten des Deckungsvermögens für die Pensionsverpflichtungen 99.435
Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens für die Pensionsverpflichtungen 107.449
Erfüllungsbetrag der verrechneten Pensionsverpflichtungen 1.458.382
Anschaffungskosten des Deckungsvermögens für die Altersteilzeitrückstellungen 428.158
Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens für die Altersteilzeitrückstellungen 414.298
Erfüllungsbetrag der verrechneten Altersteilzeitrückstellungen 676.670

D Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Nach geographisch bestimmten Märkten gliedern sich die Umsätze wie folgt:

2022/2023
EUR
2021/2022
EUR
Inland 46.848.688 44.265.353
Ausland - Europa 18.322.611 18.148.882
Ausland - Asien-Pazifik 2.858.822 2.679.246
Ausland - Nordamerika 2.412.036 2.494.689
Ausland - Südamerika 40.118 15.355
Ausland - Afrika 12.741 43.120
70.495.016 67.646.646
abzüglich Erlösschmälerungen -769.160 -800.756
69.725.856 66.845.890

Die Umsatzerlöse verteilen sich im Verhältnis 63% zu 37% auf die Produktbereiche Fluid Control und Fluid Power.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 167.177 (im Vorjahr EUR 813.820). Diese beinhalten im Wesentlichen Auflösungen von Rückstellungen für Provisionen, ausstehende Rechnungen und Interco-Recharges. Darüber hinaus sind in der Position Währungsgewinne in Höhe von EUR 250.096 (im Vorjahr EUR 5.741) enthalten.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 58 (im Vorjahr EUR 17.548).

In der Position sind Währungsverluste in Höhe von EUR 128.740 (im Vorjahr EUR 237.547) enthalten.

4. Zinsen und ähnliche Erträge

Dieser Posten enthält Zinserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 1.927.235 (im Vorjahr EUR 41.585). In den sonstigen Zinserträgen wurden Zinsaufwendungen aus Deckungsvermögen in Höhe von EUR 1.097 saldiert.

5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Position enthält Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von EUR 29.808 (im Vorjahr EUR 32.436), die die Pensionsrückstellung und die Rückstellung für Altersteilzeit betreffen.

6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen mit TEUR 3.114 das laufende Geschäftsjahr.

E Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter

Der durchschnittliche Mitarbeiterbestand hat sich ohne Berücksichtigung der in der Berufsausbildung Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr um acht Personen vermindert:

2022/2023 2021/2022
Gehaltsempfänger 113 115
Lohnempfänger 116 121
Gesamt 228 236

2. Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der Asco Numatics GmbH wird in den Konzernabschluss der Emerson Electric Corp., St. Louis / USA (größter und kleinster Konsolidierungskreis) einbezogen. Der Konzernabschluss wird bei der Securities and Exchange Commission (SEC), Washington D.C./USA, offengelegt und ist entweder über das EDGAR Portal der SEC oder auf der Website der Konzernobergesellschaft erhältlich.

3. Geschäftsführung

Am 11.07.2023 kam es zu einem Geschäftsführerwechsel. Der alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer Herr Shaun Taylor hat seine Geschäftsführerposition aufgegeben. Herr Cedric Mineau, Karlsruhe, wurde zum neuen alleinvertretungsberechtigen Geschäftsführer bestellt.

Die Angabe der im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge für den tätigen und den ausgeschiedenen Geschäftsführer gem. § 285 Nr. 9 a und b HGB unterbleibt aufgrund § 286 Abs. 4 HGB.

4. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den sich zum 30. September 2023 aus dem Gewinnvortrag von EUR 96.402.284,80 und dem Jahresüberschuss 2023 in Höhe von EUR 8.384.910,68 ergebenden Bilanzgewinn in Höhe von EUR 104.787.195,48 auf neue Rechnung vorzutragen.

5. Ausschüttungssperre

Aus dem Deckungsvermögen für die Pensionsrückstellungen ergibt sich ein ausschüttungsgesperrter Betrag in Höhe von EUR 8.014.

6. Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt für die Abschlussprüfung des Jahresabschlusses TEUR 70 (im Vorjahr TEUR 65).

7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt EUR 678.361 und beinhaltet im Wesentlichen KFZ-Leasingverträge.

Gesamt
EUR
bis 1 Jahr
EUR
2 - 5 Jahre
EUR
über 5 Jahre
EUR
678.361 356.329 322.032 0

8. Latente Steuern

(in TEUR) Abziehbare temporäre Differenzen 30.09.2023 Zu versteuernde temporäre Differenzen 30.09.2023 Abziehbare temporäre Differenzen 30.09.2022 Zu versteuernde temporäre Differenzen 30.09.2022
Differenzen
Anlagevermögen 1.078 0 1.094 0
Umlaufvermögen 577 0 699 0
Übrige Aktiva 0 0 132 0
Pensionsrückstellungen 277 0 285 0
Übrige Passiva 37 0 161
Summe 1.969 0 2.210 161

Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr 2022/2023 geltendem kombinierten Steuersatz für KSt, Solidaritätszuschlag und GewSt von 27,725 % (Vorjahr 27,725 %) und ergibt einen Überhang von TEUR 546. Die sich rechnerisch ergebende Steuerentlastung wurde nach dem Wahlrecht des § 274 HGB nicht zum Ansatz gebracht.

 

Ölbronn-Dürrn, den 15.12.2023

Cedric Mineau, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023

Anschaffungskosten
1.10.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
30.9.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.127.286,50 4.400,00 495.934,02 0,00 635.752,48
2. Kundenstamm 4.294.757,52 0,00 0,00 0,00 4.294.757,52
5.422.044,02 4.400,00 495.934,02 0,00 4.930.510,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 5.847.670,12 0,00 0,00 0,00 5.847.670,12
2. Technische Anlagen und Maschinen 578.730,38 844,91 121.074,97 0,00 458.500,32
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.819.774,36 183.884,62 1.853.614,47 141.872,89 8.291.917,40
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 227.971,75 504.874,71 39.775,00 -141.872,89 551.198,57
16.474.146,61 689.604,24 2.014.464,44 0,00 15.149.286,41
21.896.190,63 694.004,24 2.510.398,46 0,00 20.079.796,41
Kumulierte Abschreibungen
1.10.2022
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
Zuschreibungen
EUR
30.9.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.114.107,21 11.779,31 495.934,02 0,00 629.952,50
2. Kundenstamm 1.027.863,39 409.596,60 0,00 29.316,98 1.408.143,01
2.141.970,60 421.375,91 495.934,02 29.316,98 2.038.095,51
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.581.054,78 152.540,16 0,00 0,00 1.733.594,94
2. Technische Anlagen und Maschinen 358.939,84 41.049,34 121.074,97 0,00 278.914,21
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.132.337,25 452.201,09 1.853.614,47 0,00 6.730.923,87
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
10.072.331,87 645.790,59 1.974.689,44 0,00 8.743.433,02
12.214.302,47 1.067.166,50 2.470.623,46 29.316,98 10.781.528,53
Buchwerte
30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.799,98 13.179,29
2. Kundenstamm 2.886.614,51 3.266.894,13
2.892.414,49 3.280.073,42
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 4.114.075,18 4.266.615,34
2. Technische Anlagen und Maschinen 179.586,11 219.790,54
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.560.993,53 1.687.437,11
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 551.198,57 227.971,75
6.405.853,39 6.401.814,74
9.298.267,88 9.681.888,16

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Asco Numatics GmbH, Ölbronn-Dürrn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Asco Numatics GmbH, Ölbronn-Dürrn‌, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Asco Numatics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023‌ geprüft.

Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB‌‌ erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌‌‌ durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter‌‌‌ sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

die im Lagebericht enthaltenen lageberichtsfremden und als ungeprüft gekennzeichnete Angaben.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter‌‌ für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌ durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Karlsruhe, den 15. Dezember 2023

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schwebler, Wirtschaftsprüfer

Bormann, Wirtschaftsprüfer

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