ST GEBÄUDETECHNIK GMBH
Horstweg 53A, 14478 Potsdam, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sven Höfler seit 19.1.2015 | Prokura |
Heiko Kühn seit 19.1.2015 | Prokura |
Andreas Neyen seit 11.2.2011 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
1 von 4 angezeigt
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ST GEBÄUDETECHNIK GMBHPotsdamJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der ST Gebäudetechnik GmbHI. Grundlagen des Unternehmens A. Geschäftsmodel Die ST Gebäudetechnik GmbH versteht sich als Kompetenzträger für die technische Gebäudeausrüstung und bietet diesbezügliche alle erforderlichen Leistungen am Markt an. Durch hochqualifizierte Monteure, Meister, Techniker, Ingenieure, Kaufleute, techn. Systemplaner und Projektmanager verfügen wir über die notwendigen Fachkompetenzen, energetisch und betriebswirtschaftlich sinnvolle Anlagen zu planen, zu bauen und zu betreuen. B. Ziele und Strategien Unser Ziel ist es, das Geschäftsmodell dazu zu nutzen, allen Mitarbeitern eine sorgenfrei berufliche Zukunft und ein erfülltes Arbeitsleben zu gewährleisten. Arbeitszeit des Vertrauens, work live balance und Vereinbarung von Familie und Beruf sind gelebte Praxis und im positiven Sinne ein alter Hut. Gesunde, motivierte Mitarbeiter erwirtschaften genügend finanzielle Reserven, um für die künftigen Generationen Praktikums- und Ausbildungsplätze anbieten zu können, also um die Jungend auszubilden. Je nach sprachlichen Vorkenntnissen bietet unsere Wirtschaftskraft auch die Möglichkeit, ausländische Menschen zu integrieren. Gewinne zu erwirtschaften bedeutet als Spender und Sponsor Projekte und Sportvereine fördern zu können, deren Aktivitäten von gesellschaftlicher Relevanz sind und wo Gelder aus anderen Quellen ausbleiben. Gewinne zu erwirtschaften bedeutet auch, gegen Marktturbulenzen auf Grund welcher Beeinflussung auch immer gewappnet zu sein und Zeiten der Krisen und Veränderung zu überstehen. Insofern ist das Ziel Gewinne zu erwirtschaften ein existenzielles. Nicht zuletzt muß ein nicht unerheblicher Teil der Erträge für Pauschalsteuern aufgewendet werden, um anständige niveauvolle Firmen-, Abteilungs- und Jubiläumsfeiern durchführen zu könnenund werthaltige Geschenke zu Dienstjubiläen zur Verfügung zu stellen. Insofern ist es auch unser Ziel, Gewinne zu erwirtschaften. Die Strategie zur Umsetzung der Ziele ist eine seit Jahren bewährte, Diversifikation der Auftragsgröße, des Kundenportfolios und des Dienstleistungsspektrums, sowie die permanenten Qualifikationen der Mitarbeiter um der technischen Entwicklung folgen zu können. II. Wirtschaftsbericht A. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Aussagen zur den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind in allen Quellen nahezu identisch: "es sieht schlecht aus". Das Deutsche Handwerksblatt zitiert in seiner Ausgabe 06-07.2024 auf Seite 22 die Wirtschaftsweisen hinsichtlich ihrer Korrektur der Prognose des Wirtschaftswachstums in Deutschland von 0,7% im Herbst 2023 auf 0,2%. Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks mahnt : "Es ist dringend ein Wachstumsanschub für die deutsche Wirtschaft notwendig, den die Politik geben muss. Die Regierung muss rasch ein Wachstumspaket auf den Weg bringen, mit dem sie Investitionen anreizt und Impulse für einen wieder größeren wirtschaftlichen Schwung gibt " Der Bundesverband technische Gebäudeausrüstung BTGA geht in seinen Kerninformationen für den Lagebericht von Kapitalgesellschaften * auf die Bauwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein. Auf Seite 13 wird der Rückgang des Wohnbaukreditbestandes graphisch dargestellt. Der jeweils saisonal bedingte Pik im 2.Quartal 2021 von 31,5 Mrd. € und 30,4 Mrd. € im 2.Quartal 2022 sank im Jahr 2023 auf nur 8,6 Mrd. €. Dies korreliert mit dem zurück gegangenen Bauvolumen. Die Neubaupreise werden auf Seite 14 dargestellt. Bis Ende 2020 stiegen die Preise moderat um niedrige einstellige Prozentzahlen, wobei das Jahre 2015 hier in der Grafik mit 100% angesetzt wird. Das Coronazeitalter mit allen folgenden globalen Einflüssen macht sich ab 2021 mit deutlichen Preisstiegerungen bemerkbar. Die durch den Ukrainekrieg ausgelösten Energiepreissteigerungen trieben Deutschland in die höchste Inflation seit der Jahrtausendwende. Die Erhöhung der Leitzinsen mit den Auswirkungen auch für Baukredite um die Inflation zu bekämpfen ließ den oben zitierten Baukreditbestand drastisch sinken. Durch diese Sachverhalte stiegen die Neubaupreise auf über 160% an. Bauen wurde damit praktisch betriebswirtschaftlich unmöglich. Auf Seite 16 wird dann noch der dramatische Abfall des Konjunkturklimaindexes dargestellt und auf Seite 24 wird auf den Fachkräftemangel eingegangen und dargestellt, das aufgrund einer verbandsinternen Befragung in 78,4% aller Betriebe Fachkräfte fehlen. Da im BTGA alle großen deutschen TGA-Fachfirmen vertreten sind, kann hier die Stimme der Branche vernommen werden. *) Die Studie "Kerninformationen für den Lagebericht von Kapitalgesellschaften" wurde von der B+L Marktdaten GmbH in 53111 Bonn erstellt. III. Geschäftsverlauf A. Ertragslage Mit 23,7 Mio. € an Erlösen und einer Bestandsveränderung von plus 6,7 Mio. € an unfertigen Leistungen wurden im Geschäftsjahr (GJ) 2023 ca. 6,5 Mio. € mehr an Gesamtleistung erwirtschaftet, als im Vorjahr. Das heißt, erstmals in der Geschichte der ST Gebäudetechnik wurde die Schwelle von 30 Mio. € Gesamtleistung überschritten. Dieser Sachverhalt korreliert mit dem Anstieg für Materialausgaben um ca. 3 Mio. € und dem für Fremdleistungen in Höhe von ca. 2,8 Mio. €. Verantwortlich dafür sind Großprojekte, die über mehrere Jahre laufen und einen entsprechend hohen Materialeinsatz erfordern. Das Servicegeschäft hingegen konnte mit ca. 7,1 Mio. € Gesamtleistung seinen Leistungszuwachs aus dem Vorjahr konsolidieren. Das Ergebnis nach Steuern ist jedoch mit 676.617€ zu 657.330€ gegenüber dem Vorjahr fast gleichgeblieben. Die unfertigen Leistungen wirken sich hoffentlich im Geschäftsjahr 2024 ergebniswirksam aus, sofern die Kalkulationsziele verwirklicht werden können. Mit einer Gesamtleistungsrendite von 2,22% liegen wir branchenbedingt wieder im ST-üblichen Spektrum. B. Finanzlage Mit einem Kassenbestand von 3,4 Mio. € , Forderungen aus L.u.L. von ca. 3,1 Mio. € sind auch für das Jahr 2023 wieder die Voraussetzungen geschaffen, ohne Fremdfinanzierungen das Tagesgeschäft zu bestreiten. Mittelfristig haben die Rückführung von Darlehen an unsere Tochterunternehmen einen positiven cash flow von knapp 1 Mio. € zur Folge und der Rückfluss von Mitarbeiterdarlehen hat noch ein Potential von ca. 334.000€. Der Kredit an unserer Tochter STPG wird erst bei nachhaltiger Konsolidierung zurückgeführt. Mit dem Geschäftsjahr 2023 ist mit dem neuen Personalbestand erstmals auch ein positives Jahresergebnis erzielt worden. Die Verbindlichkeiten der zwei Akquisitionen aus Geschäftsjahr 2022 führen natürlich nach wie vor zu höherer Belastung des cash flows. Geplant ist ein jährlicher ROI mit 50% des Gewinns nach Steuern der Töchter, was in einem Fall auch ab 2024 realisiert werden kann. Vorrangig steht aber der Aufbau und die Weiterentwicklung der Firmen im Vordergrund. Die Tilgung der Firmenkäufe belastet die Mutter mit jährlich 222.300 €. Die Verbindlichkeiten gegenüber den Erben unseres ehemaligen Gesellschafter-kollegen belasten uns jährlich mit 120.000€ und werden im April 2025 beendet sein. Die jährliche Belastung für die KfZ-Finanzierungen ist in 2023 trotz Zukauf von 6 Fahrzeugen nur um 25.000€ auf 175.471,50 € gestiegen, da in 2023 gleichzeitig die Restschuld von 5 Fahrzeugen getilgt werden konnte. Die Restschuld für Sanierung des ST-Gebäudes beträgt noch ca. 34.000€ und wird in 2024 vollständig getilgt. Fazit : Alle Belastungen des cash flows für Kfz-, Gebäude-, Neuakquisitions- und Erbenauszahlungsverbindlichkeiten werden aus dem laufenden working capital pool ohne Risiken für das Tagesgeschäft getätigt. C. Vermögenslage Das Anlagevermögen hat sich im Bereich Sach-, technische- und sonstige Anlagen gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich verändert. Diesem Sachverhalt liegen die üblichen Ersatzinvestitionen und Instandhaltungsmaßnahmen zu Grunde. Die Finanzanlagen, die sich im GJ 2022 um ca. 2 Mio. € erhöht haben, sind mit dem Stammkapital der Tochter STPG unverändert bei 2,025 Mio. € geblieben. Die Erhöhung der Vorräte beim Umlaufvermögen um ca. 6,6 Mio. € ist wie immer kein Indikator für betriebliche Veränderungen, sondern bildet wie oben beschrieben den höheren Anteil an unfertigen Leistungen gegenüber dem Vorjahr ab. Bei den Forderungen gegenüber unseren Tochterunternehmen kam noch der Grundstückserwerb der BWK hinzu, welchen wir mit ca. 450.000 € zwischenfinanziert haben. In einem der nächsten Geschäftsjahre ist eine Umschuldung geplant. Steuerrückerstattungen und weiter Personalkredite erhöhen die sonstigen Vermögensgegenstände um ca. 190.000€. Schließlich hat sich das Umlaufvermögen noch durch ca. 1,3 Mio. € mehr Guthaben bei Kreditinstituten erhöht. Alle anderen Bilanzpositionen auf der Aktivseite fallen nicht weiter ins Gewicht, sodass sich damit die Erhöhung der Bilanzsumme um ca. 9,1 Mio. € erklärt. Passiv sind es dann die Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen, die gegenüber dem Vorjahr mit ca. 8.5 Mio. € gestiegen sind, was den äußerst positiven Sachverhalt wiederspiegelt, alle unfertigen Leistungen bereits bezahlt bekommen zu haben. Die unfertigen Leistungen sind incl. der Jahreswechselzahlungsverzögerung im Januar bereits zu 109,36% gedeckt worden! IV. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren A. Kennzahlen Natürlich gibt es auch für das GJ 2023 wieder signifikante Änderungen bei den Kennzahlen auf Grund der hohen Zahl unfertiger Leistungen. Der Verschuldungsgrad stieg ja im GJ 2022 durch die fremdfinanzierten Zukäufe der Tochterunternehmen auf 205,30%. Die hohe Deckung der unfertigen Leistungen im GJ 2023 durch 105% erhaltener Anzahlungen wird uns bilanziell leider als Verbindlichkeiten angerechnet. Die ca. 8,5 Mio. € mehr an Anzahlungen erhöhen den Verschuldungsgrad auf 335 %. Das Risiko die erhaltenen Anzahlungen zurückzahlen zu müssen, geht auf Grund 30-jähriger Erfahrung gegen Null. Sofern die unfertigen Leistungen in 2024 zu Erlösen gemacht werden, wird die Kennzahl wieder kleiner, sie ist also im Wesentlichen vom Anteil großer langlaufender Projekte abhängig, die nicht zum Bilanzstichtag zu Erlösen gemacht werden können. Auf Grund der gegenüber dem GJ 2022 nun nochmal gestiegenen Bilanzsumme sank die Eigenkapitalquote nunmehr auf 22,93%. Die Kennzahlen zur Vermögensstruktur ändern sich a.G. der hohen Bilanzsumme sowohl positiv als auch negativ, wobei die gesunkene Anlagenintensität auf 16,6% in unserer Branche keine Rolle spielt. Die Musik spielt im Umlaufvermögen was sich durch die Umlaufintensität von 75,01% im GJ 2022 und von 83,41% im GJ 2023 wiederspiegelt. Die Liquiditätskennzahlen sanken natürlich auch weiter ab, da im kurzfristigen Fremdkapital die hohen Anzahlungen enthalten sind. Da diese aber zum Bilanzstichtag nicht auf den Bankkonten gehalten werden konnten, sondern weiterer Materialeinkauf stattfand, ist der Zähler in den Liquiditätsgraden I bis III zu klein gegenüber dem Nenner. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind dafür mit nur ca. 1,3 Mio. sehr gering. Da wir kein fremdgesteuertes Unternehmen sind, spielen Renditekennzahlen nur eine existenzsichernde Rolle. Die Umsatzrendite blieb mit 2,85% gegenüber dem GJ 2022 mit 2,84% identisch. Die Gesamtleistungsrendite gibt den tatsächlichen Aufwand zur Gewinnerzielung realistischer wieder, da die unfertigen Leistungen einen nichtunerheblichen Teil der Gesamtleistung ausmachen. Sie liegt im GJ 2023 wieder nur bei 2,22%. Wir Gesellschafter können gut damit leben. B. Sonstige Indikatoren Mit unseren Töchterfirmen haben wir unser Dienstleistungsportfolio erweitert und sind am Markt breiter aufgestellt. Weitere Akquisitionen sind nicht ausgeschlossen. Wir erhöhen die Digitalisierungsquote in den Prozessen, sofern sich daraus tatsächlich Zeitersparnisse d.h. betriebswirtschaftliche Vorteile ergeben. Investitionen in Tabletts, Laptops und WLAN-Router für Baustellen unterstützen diesen Trend. Im Rechnungswesen, im Dokumentenmanagementbereich auf den Baustellen, in der Zeiterfassung, im Servicebereich haben sich digitale Prozesse etabliert. Wir qualifizieren unser Personal regelmäßig überdurchschnittlich. Innovative Werkzeuge und Messgeräte, redundante IT-Strukturen und IT-Sicherheit sowie ein gepflegter neuwertiger Fuhrpark bilden die Basis für Effektivität. Wir haben wieder Meisterschüler und Studenten aus den eigenen Reihen rekrutiert. Wir starten mit insgesamt 34 Azubis ins Ausbildungsjahr 2024/25 wovon 3 duale Studenten und 11 Azubis ihre Ausbildung beginnen. Die Maßnahmen zur Erreichung solch eines Ergebnisses beginnen weit vorher, also schon im Geschäftsjahr 2023 Unsere ingenieurmäßige Bearbeitung von Projekten unterscheidet uns am Markt und reduziert die Fehlerquote. Sie erhöhte gleichzeitige die Bearbeitung technisch hoch anspruchsvoller Projekte. Die Vergütung der Mitarbeiter ist proportional zur Leistung, seit je her übertariflich und folgt dem Grundsatz : Werden Gewinne erzielt, sollen alle davon partizipieren. V. Prognose, Chancen und Risikoanalyse A. Prognosen Vorjahre Die in 2021 prognostizierten Auswirkungen der weltwirtschaftlichen Entwicklung sind hinsichtlich der Lieferengpässe und Preisentwicklung eingetroffen. Die Coronapandemie, die Blockierung des Suezkanals und des Containerhafens in Shanghai waren die Anlässe. Dazu kamen die durch den Ukrainekrieg ausgelöste Energiekrise und die daraus in logischer Folge alle Branchen betreffenden Energiepreissteigerungen, die letztlich zum rasanten Anstieg der Inflation führte. Getoppt haben diese Entwicklung nur noch die Gewerkschaften, die mit der Begründung "hohe Inflation" die Lohn-Preis-Spirale ankurbelten und die Lohnkosten explodieren ließen, was wiederrum zu Preissteigerungen führte. Das i-Tüpfelchen setzte die Bundesregierung mit der Erhöhung des Mindestlohnes, die einen angemessen Abstand zu einem Facharbeiterlohn ad absurdum führte und die Lohn-Preis-Spirale abermals anheizte. Damit aber noch nicht genug, gemäß einer Erhebung des ZEW und der Creditreform haben im Jahr 2023 176.000 Unternehmen aufgegeben. 11% davon waren von Insolvenzen betroffen. Fachkräftemangel für potentielle Firmennachfolger haben ihre Ursache im demographischen Wandel. https://www.creditreform.de/fileadmin/user_upload/central_files/News/News_Wirtschaftsforschung/ 2024/Unternehmensschlie%C3%9Fungen/2024-05-28_AY_OE_Schlie%C3%9Fungsreport_2023.pdf Egal ab Fleischermeister oder Dax Konzern und deren Zulieferer, alle sind unsere potentiellen Kunden, denn alle benötigen technische Anlagen. Die Zurückhaltung bei Investitionen hat sich zum Ende des GJ 2023 massiv ausgewirkt. Der Aufwand werthaltige Aufträge für Industriekunden zu akquirieren ist um ein Vielfaches gestiegen. Geschäftsführer, Prokuristen und Projektleiter haben sich diesbezüglich erneut sensibilisieren müssen. Auftragslage Wie 2022 prognostiziert, hat sich das Potential an Auftraggebern deutlich geschmälert. Laut Auftragsvorlaufübersicht haben wir mit ca.20 Mio. € für 2024/25 gegenüber 30 Mio für 2023/24 zwar immer noch ein gutes Polster, aber der Trend zeichnet sich bereits ab : Es gibt weniger zu tun, in unserer Branche. Auch die insgesamt 34 Azubis könnten uns entspannt den Markt beobachten lassen. Doch die oben gemachten Ausführungen sind ein Alarmzeichen. Die anhalten Auswirkungen des Ukrainekrieges und der derzeitigen Wirtschaftspolitik sind deutlich zu spüren und bieten keinen Anlass mehr zu entspanntem Optimismus. Nur unseren guten Geschäftsbeziehungen zu langjährigen Stammkunden, die ihrerseits wiederum den wirtschaftlichen Turbulenzen trotzen konnten, haben wir es zu verdanken, noch über genug Aufträge zu verfügen. Ebenfalls ist die Prognose aus 2022 wahr geworden : Der Markt wird so eng, das viele insbesondere kleinere Unternehmen mit unauskömmlichen Preisen ihren Auftragseingang sicherstellen wollen. Die Ergebnisse in den Submissionslisten zeigen wieder drastische Unterschiede auf. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses sind weitere Auftragseingänge mit einem Gesamtwert von über 8 Mio. € gelungen, sodass auch 2024 gesichert ist. Personal Hier gilt das bereits im Vorjahr geschriebene und prognostizierte weiter fort. Gute Fachleute sind niemals frei am Markt verfügbar. So sind bei uns auch keine solchen Zugänge zu verzeichnen gewesen. Einen negativen demografischen Wandel zu vermeiden ist generations-übergreifend Aufgabe des Staates. Hier haben die Regierungen seit Jahrzehnten auf ganzer Strecke versagt. Die derzeitige Strategie der Fachkräftezuwanderung ist bereits gescheitert. In den Staaten, aus denen die derzeitigen Migranten kommen, gibt es das benötigte fachliche Niveau nicht. Deren Kinder können wir sicherlich ausbilden, sodass in 20 Jahren ein Teil davon zur Verfügung steht, sofern er sich integrieren lassen will, das hilft uns aber derzeit nicht. Unsere bewährte Methode ist die Ausbildung und Qualifizierung eigener neuer Mitarbeiter. Wenn das Abwerben durch Großkonzerne unter Strafe stehen würde, hätte diese Methode noch mehr Erfolg. Für das 2024 beginnende Lehrjahr haben wir wieder 14 neue Azubis gewinnen können. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Wir gehen bezüglich der Leistungsindikatoren Verschuldungsgrad, EK-Quote und Anlagen- und Umlaufintensität aufgrund des Geschäftsvolumens, der Markt- und gesamtwirtschaftlichen Lage von etwa gleichbleibenden Kennzahlen und Verhältnissen aus, die sich lediglich auf Grund der Höhe der Bestandsveränderungen an unfertigen Leistungen ändern. Bezüglich der Gesamtleistungsrendite streben wir trotz der schwierigen Situation eine Konsolidierung an. B. Chancen und Risiken Unsere größte Chance, die zu erwartenden Veränderungen zu überstehen, sind unsere zufriedenen Mitarbeiter. Im GJ 2023 haben die ersten ihr 30-jähriges Betriebsjubiläum gefeiert, viele sind schon 25 Jahre dabei. Die Kinder dieser Mitarbeiter sind bereits bei uns beschäftigt bzw. in Ausbildung, sodass bereits die zweite Generation auch bei ST ein Zuhause gefunden hat. Eine weitere Chance ist unsere Methodenkompetenz. Durch jahrelanges Training mit Juristen und Kaufleuten sind die Prozessabläufe des Projektmanagements optimiert worden. Neue junge Ingenieure finden so schnell den Einstieg in ein bewährtes System. Natürlich müssen wir die dennoch auftretenden Fehler eines jeden Neueinsteigers ertragen. Die Anzahl der möglichen Fehler mit finanziellen Folgen kann aber so deutlich minimiert werden. Unsere Kundendiversifikation und unser breit gefächertes Dienstleistungsspektrum werden uns vor den Veränderungen am Markt durch die Auswirkungen der o.g. Prognosen vor Auftragseinbruch schützen. Zusätzlich kommen bewährte Stammkunden, die unsere Leistungen zu schätzen wissen, immer wieder auf uns zurück. Um diese Philosophie weiter auszubauen, haben wir drei Töchter mit synergetischen Geschäftsfeldern erworben bzw. aufgebaut. Zusätzlich bietet dieses Konstrukt uns die territoriale Erweiterung unseres Kundenkreises. Bleiben die großen Investoren aus, können regionale Kleinkunden dazugewonnen werden. Weitere Chancen Umsätze zu generieren bieten die für Unternehmen teilweise desaströsen Veränderungen, die sich aus den Maßnahmen der derzeitigen Europäischen Regierung zum Schutz vor dem menschengemachten Klimawandel ergeben. So werden die Auswirkungen der F-Gase-Verordnung und das PFAS-Verbot mittelfristig den Austausch sämtlicher Kältetechnik notwendig machen, welche nicht mit natürlichen Kältemitteln wie CO 2 , Ammoniak oder Propan betrieben werden. Die sogenannten Sicherheitskältemittel, eine revolutionäre technische Errungenschaft des letzten Jahrhunderts mit all ihren Vorteilen, werden abgeschafft, weil die Möglichkeit besteht, dass sie auf Grund von Undichtigkeiten in die Atmosphäre gelangen könnte. Der Investitionsstau in den Kommunen ist eine immer latent vorhandene Chance für die Branche. Er beträgt derzeit ca. 186 Mrd. €. https://www.destinet.de/meldungen/menschen-management/strategie-orga-finanzen/10765-186-milliarden-euro-investitionsstau-deutschlands-kommunen-leben-von-der-substanz Jedoch ist zu wenig Geld vorhanden bzw. wird es für andere Dinge ausgegeben. Der Bund könnte unterstützen, gibt das Geld jedoch lieber für Entwicklungshilfe und Klimaprojekte ins Ausland wie zum Beispiel nach Peru. Letztlich ist eine nicht zu unterschätzende Chance weiterhin am Markt aktiv zu sein, die Tatsache, dass wir als eigentümergeführtes Unternehmen nicht dem Wachstumswahn unterliegen. Es reicht für alle Mitarbeiter ein auskömmliches Einkommen sicherzustellen und alle Kosten zu decken. Natürliche Fluktuation müsste nicht zwingend kompensiert werden. Risiken Zum Thema "Wärmewende" ist dem im letzten Jahr geschriebenen noch mehr Risikovolles hinzuzufügen. Wir haben die Ressourcen im Geschäftsbereich Wärmepumpen ausgebaut und mit ca. 1,8 Mio. € Umsatz in diesem Bereich zufriedene Ergebnisse erzielt. Jedoch hat das Hin und Her um das sogenannte "Heizungsgesetz" die Kunden verunsichert. Das unübersichtliche und unattraktive Förderprogramm der Bundesregierung hat viele Kunden von einer Investition abgehalten, im ersten Halbjahr 2024 also während der Erstellung des Jahresabschlusses brach der Auftragseingang zum Thema Wärmepumpen drastisch ein, im Privatkundenbereich ging er gegen Null. Die Lohnpreisspirale ist eines der größten Risiken. Die Preissteigerung in allen Lebensbereichen facht die Erwartungen der Mitarbeiter nach Lohn- und Gehalterhöhungen an. Diese zu erfüllen, bedeutet unsere Preise zu erhöhen. In den Medien gibt es schon Berichte die Verständniss für die hohen Handwerkerkosten erzeugen sollen. https://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/weitergabe-der-belastungen-handwerker-werden-wohl-noch-teurer/29877836.html Politisch motivierte weitere Lohnsteigerungseskapaden können für viele Menschen Handwerkerleistungen unbezahlbar machen. Es ist ein ideologischer Irrglaube, der Unternehmer gäbe nicht genug von seinen Erträgen an die Angestellten weiter und man müsse deshalb immer mehr für Lohngerechtigkeit sorgen. Zumindest im KMU - Bereich ist das so, der sich aber in der gesamtgesellschaftlichen Wahrnehmung nicht differenzieren kann. Die Medien tun dies auch nicht. Auch der Seite des Statischen Bundesamtes zum Thema Investitionen https://service.destatis.de/DE/vgr-monitor-deutschland/investitionen.html ist ein Risiko zu entnehmen, den es wird nicht mehr Investiert. Die Zahlen stagnieren bzw. sinken. Das spiegelt die gesamtgesellschaftliche Entwicklung wieder. Auf Grund der hohen Kosten lohnt sich in vielen Bereichen Projektentwicklung nicht mehr. Der Wohnungsbau ist das aktuellste unrühmlichste Beispiel. Fazit Das Handeln der derzeitigen Politik ist nicht verlässlich um Investitionen oder Strategien für die Zukunft umzusetzen. Am Leben bleiben und durch diese unsicheren Zeiten hindurchzukommen lautet die Devise. Es gilt weiterhin die Aussage aus 2022: Wir sind gut aufgestellt und optimistisch. Unsere Auftrags- und Azubiakquisitionen sind nach wie vor von Erfolg gekrönt, 2024 wird gut laufen. Im Zeitalter der Globalisierung sind unsere Kunden jedoch den Geschehnissen der weltweiten Ereignisse ausgesetzt. Kostendruck durch Energiepreise und globale Marktverschiebungen verändern die Wirtschaft nachhaltig. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDer Jahresabschluss der ST Gebäudetechnik GmbH, Sitz Potsdam, eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Potsdam unter der Nr. HRB 6814 P, wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Bilanz wurde nach den Vorschriften der §§ 266 ff. HGB in Kontoform erstellt. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie in den Vorjahren die Gliederung nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Absatz 2 HGB gewählt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Einzelne Sachverhalte, die im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden können, sind nicht erkennbar. Der Jahresabschluss enthält keine Posten, deren Werte mit den Vorjahreszahlen nicht vergleichbar sind. Die Bilanzierung erfolgt unter Berücksichtigung des voraussichtlich anfallenden Ertragssteueraufwandes und vor Verwendung des Jahresergebnisses. Auf der Grundlage der in § 267 Absatz 2 HGB angegebenen Größenklassenmerkmale ist die Gesellschaft als mittelgroße Kapitalgesellschaft einzustufen. II. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie geltenden handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften wurden unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmertätigkeit beachtet. Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, gegenüber dem Vorjahr unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gemäß § 248 Absatz 2 HGB liegen nicht vor bzw. wurden nicht in die Bilanz aufgenommen. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und -minderungen angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen, im Jahr des Zuganges zeitanteilig. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: • Beteiligungen zu Anschaffungskosten, • Rückdeckungsversicherungen zum Deckungskapital gemäß koordiniertem Ländererlass vom Februar / März 1963 unter Berücksichtigung der BFH-Urteile I R 54/02 und I R 11/06. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, letztere unter Berücksichtigung von Einzel- und Gemeinkosten, angesetzt. Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden ausschließlich auf EUR-Währungsbasis geführt und jeweils zum Nominalwert angesetzt. Das im Handelsregister eingetragene Grund- oder Stammkapital beträgt EUR 105.000 und wurde vollständig eingezahlt. Rückstellungen wurden für alle weiteren zum Bilanzstichtag noch ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträge gebildet. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind am Bilanzstichtag nicht vorhanden. III. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die gesonderte Aufstellung zur Entwicklung der einzelnen Posten des Sachanlagevermögens gemäß § 284 Absatz 3 HGB ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Die Gesellschaft ist 100%-ige Anteilseignerin der ST Planungsbüro für Gebäudetechnik GmbH, Sitz Potsdam, Amtsgericht Potsdam HRB 33910 P, voll eingezahltes Stammkapital EUR 25.000,00 BWK Berliner Wartungs- und Kundendienst GmbH für Lüftungs-, Klima- und Kälteanlagen, Sitz Erkner, Amtsgericht Frankfurt/Oder HRB 6322 FF, voll eingezahltes Stammkapital EUR 140.620,00 Heime Handwerker- und Industriebedarf GmbH, Sitz seit 2023 Erkner, Amtsgericht Frankfurt/Oder HRB 19873 FF, voll eingezahltes Stammkapital EUR 25.000,00 Unter den Finanzanlagen wird weiterhin der Wert einer Rückdeckungsversicherung für eine gleichwertige unter den Rückstellungen passivierte Witwenpension ausgewiesen, die nicht nach § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB saldierungsfähig ist. Weitere Rückdeckungsversicherungen für bestehende Pensionsanwartschaften wurden mit ihrem Deckungskapital gemäß § 246 Abs. 2 HGB verrechnet, da diese dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und nur der Erfüllung dieser Verpflichtungen dienen. Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungspreis von EUR 800,00 wurden, angelehnt an die steuerliche Vereinfachungsregel, im Jahr des Zuganges auf EUR 0,00 sofort abgeschrieben. In den Abschreibungen des Sachanlagevermögens sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen nach § 253 Abs.3 S. 5 HGB wegen dauernder Wertminderung enthalten. Umlaufvermögen Unter den Vorräten werden im Bau befindliche Anlagen in Höhe von ca. TEUR 13.321 ausgewiesen, denen korrespondierend hierzu unter den Verbindlichkeiten ausgewiesene erhaltene Anzahlungen in Höhe von ca. TEUR 14.014 gegenüberstehen. Die unfertigen Leistungen belaufen sich damit zum Stichtag auf ca. 95,05% der erhaltenen Anzahlungen. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Zins-, Skonto- und Ausfallrisikos wurden Pauschalwertberichtigungen bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vorgenommen. Unter den Vermögensgegenständen wird ein an eine Tochtergesellschaft gewährtes verzinsliches Finanzplandarlehen ausgewiesen, das zum Bilanzstichtag mit TEUR 511,5 valutiert. Darüber hinaus bestehen weitere verzinsliche Darlehensforderungen gegenüber Tochtergesellschaften von ca. TEUR 462,6. Die Sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten des Weiteren im Wesentlichen ausgereichte verzinsliche Darlehen an Arbeitnehmer, Kautionen, Edelmetalle, dem abgelaufenen Wirtschaftsjahr wirtschaftlich zugehörige Lieferantenboni, die rechtlich erst im Folgejahr entstehen, außerdem Umsatzsteuerguthaben. Unter Berücksichtigung der Steuervorauszahlungen und des voraussichtlich anfallenden endgültigen Ertragssteueraufwandes wurden Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuerüberzahlungen ermittelt, die ebenfalls unter den Sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen werden. Rechnungsabgrenzungsposten Der ausgewiesene ARAP umfasst auf der Grundlage eines langfristigen Sponsoringvertrags geleistete Vorauszahlungen für Werbemaßnahmen der Folgejahre sowie verschiedene für das Folgejahr entrichtete Versicherungsprämien. Eigenkapital Auf Beschluss der Gesellschafterversammlung erfolgte im Wirtschaftsjahr eine Gewinnausschüttung, die unmittelbar mit dem Gewinnvortrag verrechnet wurde. Rückstellungen Die Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
Der Wertansatz der Pensionsrückstellungen für mehrere im Unternehmen bestehende Direktzusagen wurde gemäß § 253 Absatz 2 HGB ermittelt. In dem von einem externen Gutachter erstellten versicherungsmathematischen Gutachten für 3 Leistungsanwärter und 1 Leistungsempfänger wurde der Aktivwert des Rückdeckungsvermögens zugrunde gelegt (beitragsorientierte Zusagen). Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB wurden folgende Werte ermittelt:
Die in der obigen Gliederung enthaltenen sonstigen Rückstellungen beinhalten Berufsgenossenschaftsbeiträge und Ausgleichsabgabe im Sinne des Schwerbehindertengesetzes sowie Rechts- und Beratungskosten. 7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt: Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023ST Gebäudetechnik GmbH, 14482 Potsdam
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren überwiegend aus der Anschaffung von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens und sind durch verschiedene brieflose Grundschuldbestellungen gesichert. Weitere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignungen von Wirtschaftsgütern des beweglichen Sachanlagevermögens gesichert. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden neben Verbindlichkeiten gegenüber den Erben verstorbener Gesellschafter aus der Einziehung von Geschäftsanteilen im Wesentlichen kreditorische Debitoren, Umsatzsteuerverbindlichkeiten, ausstehende Kreditkartenabrechnungen und Verbindlichkeiten aus dem Lohnzahlungszeitraum Dezember ausgewiesen. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUnter den Sonstigen betrieblichen Erträgen werden umsatzsteuerpflichtige verrechnete Sachbezüge aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung, außerdem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, aus Anlagenverkäufen, aus der kaufmännischen Verwaltung der Tochtergesellschaften, aus erhaltenen Fördermitteln bzw. Zuschüssen sowie Versicherungsentschädigungen ausgewiesen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen EUR 329.289,60 und belasten das Ergebnis vor Ertragssteuern mit 32,64%. Auf den Ansatz aktiver latenter Steuern gemäß § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB wurde verzichtet. V. Sonstige AngabenBeschäftigte Die durchschnittliche Zahl der kaufmännischen und gewerblichen Arbeitnehmer einschließlich der Auszubildenden betrug im Berichtsjahr 145 Arbeitnehmer. Im Vorjahr waren es 147 Arbeitnehmer. Die Entwicklung stellt sich wie folgt dar:
Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Gegenüber Gesellschaftern bestehen am Bilanzstichtag verzinsliche Forderungen i.H.v. EUR 184.473,74 (VJ EUR 104.194,18). Die Verbindlichkeiten gegenüber aktuellen Gesellschaftern belaufen sich am Bilanzstichtag auf EUR 0,00 (VJ EUR 0,00). Zugunsten der Mitglieder des Organs wurden keine Haftungsverhältnisse eingegangen. Haftungsverhältnisse Hinsichtlich eines an eine Tochtergesellschaft gewährten und zum Bilanzstichtag mit TEUR 511,50 valutierenden Darlehens wurde seitens der Geschäftsführung eine Rangrücktrittserklärung an deren Geschäftsführung abgegeben, um die Überschuldung dieser Tochtergesellschaft zu vermeiden. Mit einer kurzfristigen Tilgung einerseits und mit einem Ausfall der Darlehensforderung andererseits ist nicht zu rechnen. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind Diesbezüglich sind keine Geschäftsvorfälle zu vermelden. Ergebnisverwendung und Rücklagenbildung Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung folgende Verwendung des Jahresergebnisses vor: Der Jahresüberschuss i. H. v. EUR 676.617,19 wird zuzüglich eines vorhandenen Gewinnvortrags in Höhe von EUR 5.157.231,19 auf neue Rechnung vorgetragen. Geschäftsführung Die Angaben gemäß § 285 Nr. 9a HGB unterbleiben gemäß § 286 Absatz 4 HGB. Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte der Gesellschaft durch folgende Personen geführt: - Dipl.-Ing. Andreas Neyen
Potsdam, den 23.05.2024 gez. Dipl.-Ing. Andreas Neyen, Geschäftsführer Anlage zum Anhang: ST Gebäudetechnik GmbH 14482 Potsdam Werte nach: Handelsrecht Werte in: EUR
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ST Gebäudetechnik GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ST Gebäudetechnik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ST Gebäudetechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Wir haben bestimmt, dass es keine besonders wichtigen Prüfungssachverhalte gibt, die in unserem Bestätigungsvermerk mitzuteilen sind. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Potsdam, 17. Juli 2024 Dr.
Knabe GmbH
Prof. Dr. Stephan Knabe, Wirtschaftsprüfer Sabine Paul, Wirtschaftsprüferin Anlagenspiegel (brutto)
Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 12.8.2024. |
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