Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
3Defacto GmbH
An der Schillertanne 11, 64367 Mühltal, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sebastian Schmies seit 14.8.2024 | Prokura |
Olaf Gieg seit 14.8.2024 | Prokura |
Michael Loch seit 14.8.2024 | Prokura |
Peter Ahlmer seit 18.10.2006 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
3Defacto GmbHMühltal (vormals: Darmstadt)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. Grundlagen der Unternehmenstätigkeit 1. Geschäftsmodell 3Defacto GmbH entwickelt seit der Gründung im Jahr 2000 Sondermaschinen für verschiedenste Einsatzbereiche. Der Unternehmensbereich Anlagetechnik am Standort Neuenkirchen-Vörden produziert seit 2011 verfahrenstechnische Anlagen zur Herstellung von Flüssig- und Feststoffkomponenten. Die eigene Elektronikabteilung mit den Bereichen Schaltplanerstellung, Schaltschrankbau sowie der SPS-Programmierung besteht seit 2015 ebenfalls am Standort in Neuenkirchen-Vörden. Mit dem betriebseigenen TECHNIKUM in Mühltal verfügt das Unternehmen seit 2018 über umfangreiche Möglichkeiten zur Fertigung, Montage, Tests und Versuche im Bereich Sondermaschinenbau. 3defacto nutzt die neusten technischen Möglichkeiten der Sensorik, der SPS-Programmierung und der Antriebstechnik, um rüstfreie Maschinen herzustellen. Durch den Entfall von Rüstarbeiten sparen unsere Kunden Fachpersonal und vermeiden Fehler. CAD-Seminare und eine eigene Softwareentwicklung runden das Dienstleistungsangebot ab. Bei der Entwicklung neuer Maschinen und Anlagen, forscht 3Defacto beständig nach innovativen und effizienten Lösungen. Die Herstellung erfolgt ausschließlich in Deutschland, so wird 3Defacto seinen selbst gesetzten Qualitätsstandards gerecht. 3Defacto beschäftigt im Jahr 2023 durchschnittlich 74 Mitarbeiter an 3 Standorten. Unsere Kunden sind überwiegend weltweit tätig und stammen aus folgenden Branchen, wie zum Beispiel der Pharmaindustrie, Chemische Industrien, Automotive, Landmaschinen, Räderindustrie, Bekleidungsindustrie und viele andere. Organisatorische Struktur 3Defacto gliedert sich in folgende Unternehmensbereiche: Konstruktionen und Maschinenbau: Maschinen und Sondermaschinen Produktentwicklungen Berechnungen Visualisierungen Montagesimulationen Anlagentechnik Anlagenplanung Anlagenbau Verfahrenstechnik Schüttguthandling Software SPS-Programmierung mit TIA Portal Datenbanksysteme mit SPS-Schnittstellen Robotik Konstruktionsautomation SolidWorks-Seminare Laser und Kamerasoftware für Messtechnik 2. Zweigniederlassungen Das Unternehmen unterhält neben seinem Hauptsitz in Mühltal jeweils eine Niederlassung in Neuenkirchen-Vörden und Darmstadt. 3. Forschung und Entwicklung Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeit ist die innovative Technologieentwicklung. Die bekannten industriellen Weiterentwicklungen, bekannt unter dem Oberbegriff Industrie 4.0, werden bei 3Defacto mit zahlreichen Technologieentwicklungen und Prozessen in die Anwendung überführt. Innovation ist ein Eckpfeiler unserer Unternehmensstrategie und entscheidend für unsere erfolgreiche und nachhaltige Positionierung im wachsenden Wettbewerb. Die Kombination aus intelligenter Mechanik mit aktueller Sensorik und Antriebstechnik bilden die Grundlage für die Maschine der Zukunft. Das Ziel liegt immer in der Erhöhung der Wirtschaftlichkeit, der Schonung von Ressourcen, der Klimafreundlichkeit und Nachhaltigkeit. 3Defacto hat im Berichtsjahr eine neuartige Maschine zur vollautomatisierten Rohrendenbearbeitung entwickelt und bereits die ersten vier Maschinen ausgeliefert. Die Maschinen bearbeiten rüstfrei und ohne Bedienereingriff Rohrdurchmesser von 30 mm bis 500 mm und Rohrlängen von 400 mm bis zu 6000 mm. Dieses Maschinenkonzept ist vollkommen neu. 3defacto setzt neue Maßstäbe, weil die Rohrendenbearbeitung die wichtigste Grundlage für eine qualitativ hochwertige Schweißverbindung darstellt. 3Defacto hat im Berichtsjahr und im Nachgang zur Rohrendenbearbeitung den Pilotlauf "automatisiertes Schweißen" gestartet und dafür in einen Roboter investiert, die Programmierung und Umsetzung in die Praxis wird kontinuierlich weiterentwickelt. Das Ziel ist, für jedes gefertigtes Produkt eine gleichbleibend hohe Qualität zu erreichen, Ressourcen zu sparen und damit nachhaltiger zu produzieren. Mit Robotern können Direkt- und Gemeinkosten gesenkt und damit die Wettbewerbsfähigkeit, sowie die Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter verbessert werden. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Beendigung der Corona-Pandemie und die daraus erfolgten Erleichterungen im Vertrieb und Reiseverkehr, führte zunächst zu einer recht guten Konjunkturbelebung in Deutschland. Bedingt durch den darauffolgenden Angriffskrieg seitens Russlands auf die Ukraine, kam es leider erneut zu einem Konjunktureinbruch und erschwerten Bedingungen durch explodierende Rohstoff- und Energiepreise. Obwohl auch 3Defacto mit diesen schwierigen Bedingungen umgehen und handeln musste, hatten wir eine zufriedenstellende Auslastungssituation in allen Abteilungen und Segmenten, wenngleich wir das Vorjahresergebnis leider nicht erreichen konnten. Wir verstärken weiterhin die Entwicklung von Produkten, die es auf dem Markt bisher noch nicht gibt. Dazu gehören Mut und straffe Prozesse sowie das entsprechende Projektcontrolling. Wir haben uns neben dem Sondermaschinenbau auf folgende Kerngeschäfte konzentriert, die wir kontinuierlich weiterentwickeln und vorantreiben:
2. Geschäftsverlauf und Lage Geschäftsverlauf Die Branchen der Kunden, für die 3Defcto aktiv ist, hatten gegenüber dem Vorjahr eine stagnierende bis rückläufige Auftragslage. Die Umsatzerlöse von 3Defacto liegen über dem des Vorjahres von T€ 9.026 auf nunmehr T€ 3Defacto GmbH, das entspricht einer Steigerung von T€ 9.029. Diese Steigerung ist hauptsächlich der Tatsache geschuldet, dass Großprojekte zum Teil seit mehreren Jahren bearbeitet wurden und im Geschäftsjahr 2023 abgeschlossen werden konnten. Das spiegelt sich in der deutlichen Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen in Höhe von T€ 6.959, bzw. um 0% auf T€ 1.631 nieder. Das im Bericht abgelaufene Geschäftsjahr hat unsere Erwartungen und Planungen zwar nicht erfüllt, aber in Hinblick auf die wirtschaftliche und weltpolitische Gesamtsituation, sind wir mit dem Ergebnis dennoch zufrieden. Die Gesamtleistung reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr von T€ 14.354 auf T€ 11.125, das entspricht T€ 294.131,34 oder 22,5%. Unser Jahresergebnis 2023 weist nach Steuern, ein Plus von T€ 294 bzw. von 26,4% (Vorjahr 5,2%) der Gesamtleistung aus. Wir sind weiterhin sehr motiviert, auch in den kommenden Jahren an diesen Erfolg anknüpfen, bzw. das Jahresergebnis wieder steigern zu können. Im Berichtsjahr hat sich das Unternehmen neben dem Fokus auf neue und innovative Produktentwicklung und den Sondermaschinenbau auch weiterhin auf die Verbesserung der internen Prozesse, sowie auf Fort- und Weiterbildungen unserer Mitarbeiter konzentriert. Trotz erschwerter nationaler und internationaler Rahmenbedingen, verteuerten Einkaufspreisen im Material und Dienstleistungsbereich, aber auch zum Teil durch gestiegene Personal- und Energiekosten, sehen wir unsere Lage weiterhin als stabil an. Herr Marco Richter ist im Berichtsjahr auf eigenen Wunsch als Geschäftsführer von 3defacto ausgeschieden, um sich nach dreizehn Jahren in der Geschäftsführung neuen Herausforderungen zu stellen. Auftragslage Unsere Auftragslage liegt im ersten Quartal 2024 zwar noch hinter unseren Erwartungen zurück, aber dennoch sind wir zuversichtlich, dass zahlreiche Angebote zum Auftrag führen und das Jahresziel erreicht wird. Durch die unsichere, kriegsbedingte Lage in Europa, aber auch durch weitreichende Krisenherde weltweit, gehen Folgeaufträge zum Teil sehr zögerlich ein. Fest zugesagte Aufträge unserer Kunden wurden nicht wie geplant beauftragt, sondern auf die nächsten Wochen und Monate verschoben. Die Kunden wollen investieren, jedoch besteht bei Investitionen am Standort Deutschland grundsätzlich aufgrund der aktuellen Rahmenbedingungen wie z.B. Energiekosten, Lohnkosten, Fachkräftemangel, 4-Tage Woche usw. Zurückhaltung. Einige unserer Geschäftspartner denken intensiv über Verlagerungen oder Schließungen ihrer Unternehmen nach. Bedingt durch andauernde und langfristige Großaufträge im Sondermaschinenbau, ist die Produktion und Fertigung, sowie unsere Konstruktion für die kommenden Monate noch gut ausgelastet. Auch in der Sparte Anlagentechnik profitieren wir noch von großen Aufträgen, die im Geschäftsjahr 2024 zum Abschluss kommen. Im Bereich Arbeitnehmerüberlassung konnten wir den Umsatz zum Vorjahr um 5,3% steigern, eine Tendenz, die sich im neuen Geschäftsjahr durch die geschilderten negativen Rahmenbedingungen nur bedingt fortsetzen wird. a) Ertrags- und Erfolgslage
3Defacto weist mit T€ 743.764,32 zwar ein Minus von T€ 3.229, bzw. 22,5% der Gesamtleistung zum Vorjahr aus, konnte aber trotzdem einen positiven Jahresüberschuss erwirtschaften. Die Umsatzrendite beträgt 2,3% (Vorjahr 8,2%) Die Eigenkapitalrendite beträgt 7,3% (Vorjahr 20,1%) Die Gesamtkapitalrendite beträgt 3,7% (Vorjahr 9,4%) Die Eigenkapitalquote beträgt 38,1% (Vorjahr 43,8%) Das Ergebnis nach Steuer in Höhe von T€ 294 hat sich gegenüber dem Vorjahr 2022 um T€ 450 bzw. um 60,5% deutlich verschlechtert. Die Reduzierung der Gesamtleistung steht im Einklang mit dem Branchentrend und der zunehmend stagnierenden Wirtschaft, unsicheren oder auch fehlender politische Entscheidungen sowie diverser Kriegsherde. b) Finanzlage Der Cashflow hat sich im Vergleich zum Vorjahr zwar von T€ 1.100 auf T€ 598 reduziert, dennoch schätzen wir die gesamte Finanzlage immer noch als stabil ein. Mit den Zahlungsmittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie aus den Kreditzusagen und den Kreditlinien können notwendige Investitionen finanziert und Zahlungen an Kapitalgeber fristgerecht und zuverlässig bedient werden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr um T€ 336 auf T€ 1.177 gestiegen, da für einige Großprojekte die Rechnungsstellung erst zum Ende des Berichtsjahres und die Zahlung dazu im neuen Geschäftsjahr 2024 erfolgte. Dennoch konnte die unternehmensinterne durchschnittliche Debitorenlaufzeit vom Vorjahr mit 34 Tage gehalten werden. Auf Einzelwertberichtigungen konnte aufgrund eines aktiven Debitorenmanagements im laufenden Geschäftsjahr verzichtet werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten machen mit T€ 4.242, bzw. 40,4% (Vorjahr: 46,9%) der Bilanzsumme aus. Die Verbindlichkeiten Darlehen stehen für die Finanzierung unserer neu gebauten Gewerbeimmobilien in Mühltal und aktuell in Rieste. Wir verfügen über deutlich höhere Kredit und Kontokorrentlinien, als wir durchschnittlich in Anspruch nehmen. Im laufenden Geschäftsjahr wurden plangemäße Tilgungen in Höhe von T€ 1.130 geleistet und ein Darlehen mit T€ 1.368 für den Neubau unserer Gewerbeimmobilie in Rieste neu in Anspruch genommen. Laufende Darlehen gegenüber unseren Hausbanken wurden stets planmäßig getilgt und zurückgeführt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft ausschließlich über langfristig verhandelte Zahlungsbedingungen bei unseren Lieferanten sowie über kundenseitige Abschlagszahlungen. Langfristige Anlagen sind durch unser Eigenkapital sowie langfristigen Darlehen gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen und Bankbestände stehen im guten Verhältnis zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten. c) Vermögenslage
Die Vermögenslage und Kapitalstruktur unserer Gesellschaft ist weiterhin als stabil zu bezeichnen. Das Anlagevermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr von T€ 4.598 um T€ 1.480 auf T€ 6.078 erhöht. Dabei stehen den Investitionen für Sachanlagen in Höhe von T€ 1.786 andererseits Abgänge von T€ 0,00 sowie Abschreibungen in Höhe von T€ 0,00 gegenüber. Der Bestand an liquiden Mitteln beträgt T€ 0,00 und ist damit deutlich besser als im Vorjahr zu T€ 0,00, das ist eine Erhöhung um 348,5 %. Die Liquiditätslage ist im abgelaufenen Geschäftsjahr stets stabil gewesen. Die aktive Rechnungsabgrenzung in Höhe von T€ 104 betrifft Zahlungen für langfristige Wartungsverträge der nächsten Jahre. Geleistete Anzahlungen in Höhe von T€ 298 wurden für Materiallieferungen im Folgejahr gebucht. Das Eigenkapital ist um T€ 294 bzw. um 7,9% auf T€ 4.007 (Vorjahr T€ 3.713) gestiegen. Die Eigenkapitalquote ist mit 38,1% im Vergleich zum Vorjahr (43,8%) um 5,7% leicht gesunken, liegt damit aber immer noch über den Größenordnungen vergleichbarer Unternehmen der Branche. Die eingeräumten Kontokorrentlinien wurden, wie bereits im Vorjahr selten beansprucht und nie in voller Höhe in Anspruch genommen. Für diverse nationale und internationale Großprojekte wurden Abschlagszahlungen in Höhe von T€ 8.665 vereinnahmt. Rückstellungen in Höhe von T€ 394 setzen sich hauptsächlich aus dem Personalbereich, Körperschaft- und Gewerbesteuern, sowie Gewährleistungen zusammen. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf: Umsatzentwicklung, Betriebsergebnis und Branchenentwicklung. Der Umsatz beträgt T€ 12.638 (Vorjahr 9.026) und ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 3.612 bzw. um 40,0% gestiegen. Diese Steigerung ist bedingt durch die Abwicklung mehrerer langjähriger Großprojekte und die nach Abrechnung erfolgte Bestandsveränderung. Die Gesamtleistung beträgt T€ 11.125 (Vorjahr 14.354) und hat sich im laufenden Geschäftsjahr, gegenüber dem Vorjahr um T€ 3.229 oder um 22,5% reduziert. 4. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Die Kundenzufriedenheit in Bezug auf eine pünktliche und anforderungskonforme Belieferung ist weiterhin sehr gut. Die persönlichen Kontakte zu Geschäftspartnern, Messen und Audits ermöglichen einen besseren Informationsaustausch über den Status quo. Die Fluktuation an Mitarbeitern ist weiterhin gering, ausgeschiedene Mitarbeiter konnten durch qualifizierte Neueinstellungen ersetzt werden. 5. Gesamtaussage Unsere Vermögens, Finanz und Ertragslage schätzen wir als zufriedenstellend ein. Unsere Gesamtleistung erfüllt zwar nicht unsere Planung und unseren Erwartungen, aber dennoch können wir auf ein positives Ergebnis blicken. Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden. Unsere strategische Zielverfolgung verläuft wohl überlegt, so dass wir im abgelaufenen Jahr bestmöglich auf eventuelle negative Entwicklungen reagieren konnten. III. Prognosebericht Der Arbeitsvorrat Stand April 2024 bewegt sich aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Konjunktur mit ca. 5,5 Mio. zwar weit unter dem Niveau des Vorjahres, aber wir sind zuversichtlich, dass viele unserer laufenden Angebote bei unseren Kunden Anerkennung finden und in Bestellungen münden. Die Unsicherheit, bedingt durch den andauernden Krieg in der Ukraine, oder auch im Nahen Osten und die Stimmung der allgemeinen Weltlage, sind für uns deutlich spürbar. Das Verhalten unserer Kunden in Bezug auf größere Investitionen ist sehr zurückhaltend und vorsichtig. Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens trotz der momentanen Widrigkeiten als positiv. Unsere Branche bietet ein großes Wachstumspotential. Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren finanziellen Verpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Das Marktumfeld in Deutschland betrachten wir momentan als sehr zurückhaltend bis stagnierend. 3Defacto ist aber gut aufgestellt, um schlechte Zeiten zu überbrücken und gar weitere Zuwächse zu generieren, auch wenn die prozentualen Steigerungen etwas geringer erwartet werden als in den vergangenen Geschäftsjahren. Eine große Herausforderung ist die weitere Optimierung der Produktionsprozesse, um die Fertigungsstandorte in Mühltal und Neuenkirchen-Vörden bzw. Rieste nachhaltig zu sichern. Die Unwägbarkeiten der aktuellen Weltlage und der anhaltende Krieg in der Ukraine, machen eine genauere Prognose schwer. Durch den hohen Freiheitsgrad innerhalb des Handlungsumfeldes der Belegschaft, ist die Mitarbeiterzufriedenheit sehr hoch und die Fluktuation innerhalb der Stammbelegschaft gering. Wir planen daher vorsichtig mit einem leichten Anstieg der Gesamtleistung im Jahr 2024 auf 12,5 Millionen Euro. Die Investitionspläne der Bundesregierung zum Ausbau der Digitalisierung, Klimaziele, Elektromobilität usw. dürften auch dafür sorgen, dass der Standort Deutschland wieder anläuft, weiter ausgebaut und gefestigt wird. Eventuell weitere Maßnahmen der Bundesregierung zur Bekämpfung der Folgen aus der Ukrainekrise, Preisbremsen für Energie, Zuschüsse für Investitionen oder zinsgünstige Unternehmerkredite werden geprüft und bei Bedarf auch in Erwägung gezogen. 3Defacto ist insgesamt gut aufgestellt. Wir sind sehr zuversichtlich, auch künftig die Chancen im Wachstumsmarkt Maschinen und Anlagenbau für uns nutzen zu können. Im Vertrieb werden neben den Inlandsaktivitäten die Schwerpunkte auf den Export gelegt. In den zurückliegenden Jahren wurde der Vertrieb durch Neueinstellungen und Weiterbildungsmaßnahmen weiter ausgebaut. Unseren Mitarbeitereinsatz können wir durch unser Angebot flexibler Arbeitszeitmodelle in der Fertigung, dem Service sowie in der Verwaltung aufrechterhalten. Bedingt durch die im Vorfeld genannten Krisen und der daraus evtl. noch entstehenden Schrumpfung der Wirtschaft, erhoffen wir uns für das Geschäftsjahr 2024 dennoch ein positives Ergebnis in ähnlicher Höhe des Vorjahres. Für den Bereich Anlagentechnik am Standort Neuenkirchen-Vörden, hat der Bau einer eigenen Gewerbehalle mit Bürokomplex mit einem Investitionsvolumen von 3,5 Millionen begonnen. Die Verlegung und der Umzug an den neuen Standort in Rieste, ist bis Mitte 2024 geplant. Mit Abschluss des Geschäftsjahres 2023 konnten wir einen Auftragsbestand verzeichnen, dessen Abarbeitung uns vorsichtig, aber positiv in die Zukunft blicken lässt. IV. Chancen und Risikobericht Das Kontrollumfeld, Risikobeurteilungen, Kontrollaktivitäten, Information und Kommunikation sowie die Überwachung bilden die wesentlichen Bestandteile des IKS (Internes Kontroll-System). Das Risikomanagement ist als kontinuierliche Aufgabe in die Aufbau- und Ablauforganisation integriert. Aufgaben und Verantwortlichkeiten des Risikomanagements und der Risikoberichterstattung sind in einem Risikomanagementhandbuch verankert. Die Risikoberichterstattung an die Geschäftsleitung erfolgt im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Sitzungen durch die Finanzabteilung. Wesentliche Veränderungen des Risikomanagementsystems und des IKS haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht ergeben. Unser Risikomanagementsystem zielt darauf ab, die Erfüllung der satzungsmäßigen Aufgaben und den Unternehmenserfolg in allen Geschäftsfeldern nachhaltig zu wirtschaftlichen Konditionen unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben sicherzustellen. Als Risiken gelten alle Entwicklungen, die sich negativ auf das Erreichen dieses übergeordneten Unternehmensziels auswirken können. Im Rahmen des Risikomanagements werden Risiken regelmäßig erhoben und analysiert. Dabei erfolgt eine Einteilung in die drei Risikokategorien: (1) entwicklungsbeeinträchtigende und bestandsgefährdende Risiken mit akutem Handlungsbedarf, (2) Risiken mit wesentlichem Einfluss auf Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bei denen ein Maßnahmenplanung erforderlich ist und (3) unwesentliche Risiken und allgemeine Geschäftsrisiken deren Risikosituation lediglich zu beobachten ist. Bei der Bewertung der identifizierten Risiken werden Einschätzungen hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Schadenshöhe im Falle des Schadenseintritts vorgenommen. Dabei werden auch Möglichkeiten rechtlich abgesicherter Risikoabwälzung (z.B. durch Versicherung, Gewährleistung) berücksichtigt. Beschaffungsmarkt Schwankungen in den Rohstoffpreisen gleichen wir z.T. durch langfristige Rahmenverträge mit unseren Lieferanten aus. Insbesondere durch Teuerungen bei den Rohstoffpreisen (z.T. über 100%) sowie die zum Teil immer noch angespannten Liefersituationen, müssen wir uns auf weitere Konfrontationen mit unseren Lieferanten einstellen. Wir werden versuchen, die Teuerungen und Lieferengpässe durch den Aufbau von Alternativlieferanten zu umgehen. Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Zur Sicherstellung unserer hohen Qualitätsansprüche bauen wir ein systematisches Lieferantenmanagement auf. Absatzmarkt Vertriebsseitig stehen wir einer anhaltend steigenden Konkurrenzsituation gegenüber. Wir haben den Anspruch, auf Kundenbedürfnisse gezielt und proaktiv einzugehen. Wichtiger Bestandteil hierfür ist die intensive Entwicklungstätigkeit auf Grundlage einer zielgerichteten Marktbeobachtung bzw. Forschung. Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter aus dem Ausland, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Personalrisiken Dem Risiko, zukünftig nicht über eine ausreichende Anzahl von Fachkräften verfügen zu können, begegnet die Gesellschaft durch intensive Weiterbildung und Motivation eigener Mitarbeiter. Wir setzen auf Flexibilität der Arbeitszeit, Homeoffice und angemessene Vergütungen. Weiterhin beschäftigen wir mehrere Werkstudenten mit dem Ziel, diese nach erfolgreichem Abschluss des Studiums an unser Unternehmen zu binden und deren Fachwissen langfristig für uns zu gewinnen. 3defacto hat im Berichtsjahr die Voraussetzungen getroffen, um selbst auszubilden. Im Jahr 2024 beginnen die ersten Auszubildenden im technischen Bereich. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der geordneten Liquiditäts und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken zum Zeitpunkt der Berichtserstellung nicht erkennbar. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb vereinbarter Ziele und unter Inanspruchnahme von Skonti zu begleichen sowie Forderungen innerhalb vereinbarter Ziele zu vereinnahmen. Unsere langfristigen Vermögenswerte sind zu einem Anteil von 61,9% fremdfinanziert. Bei einem eventuellen Ausfall von Kundenzahlungen kann das Liquiditätsrisiko durch kurzfristige Zwischenfinanzierung kompensiert werden. Bei den langfristigen Bankdarlehen betragen die Zinssätze zwischen 1,0% und 4,4%. Bis zum Ablauf der Zinsbindung der jeweiligen Finanzierung besteht kein Zinsänderungsrisiko. Bei der Vereinbarung der Zinsbindungsdauer orientieren wir uns regelmäßig an der voraussichtlichen Nutzungsdauer der zu finanzierenden Investitionen. Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, bestehen nicht. Die Liquiditätssituation ist auch im ersten Quartal 2024 noch sehr gut, Risiken sind derzeit nicht erkennbar. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Soweit Ausfall und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement und durch die Mitgliedschaft bei der Creditreform ist es uns möglich, Geschäftspartner richtig einzuschätzen und Risiken rechtzeitig zu erkennen. Darüber hinaus informieren wir uns vor Beginn einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität des potenziellen Neukunden. Im Zweifel erfolgen die ersten Lieferungen und Leistungen, insbesondere im Export, nur gegen Vorauskasse und hohe Abschlagszahlungen. Prozessrisiken Kostenrisiken im Bereich der Instandhaltung/Sanierung oder im Bereich der Technik bestehen keine. Auf der Grundlage intensiver Lieferantengespräche und die daraus resultierenden Lieferantenbeurteilungen konnten wir die Verlässlichkeit der Einhaltung unserer Liefertermine und des Qualitätsanspruchs unseren Kunden gegenüber nachhaltig steigern und sichern. Ausfallrisiko Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögensgegenständen besteht ggf. in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners mit seinen offenen Verbindlichkeiten uns gegenüber. Die vereinbarten Zahlungsziele werden in diesem Bereich intensiv überwacht. Gesamtaussage Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung sind keine den Bestand gefährdenden Risiken bekannt. Wir haben die nach unseren Erkenntnissen notwendigen Maßnahmen ergriffen, um potenziell zu erwartende Risiken zu beherrschen. Eine auf einen festen Planungshorizont ausgerichtete Liquiditätsvorausschau, in der die Gesellschaft vorhandene und nicht ausgenutzte Kreditlinien berücksichtigt, sowie eine angemessene Eigenkapitalausstattung stellen die Liquiditätsversorgung sicher. Die Auswirkungen aktueller Krisen, auf die Beschaffungsstrategien unserer Kunden sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt spürbar, aber wir sehen die Chance die Versorgungs und Beschaffungsstrategien offen mit den Kunden anzusprechen und so Risiken in einer partnerschaftlichen Kommunikation auf beiden Seiten zu reduzieren. Durch diesen Austausch hoffen wir, dem zunehmenden Wettbewerb in schrumpfenden Märkten und den unabsehbaren steigenden Rohstoff- und Energiepreisen erfolgreich zu begegnen. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber dennoch gut gerüstet. Unser Unternehmen verfügt weiterhin über eine flache Organisation und Kostenstruktur. Somit ist nach Einschätzung der Geschäftsführung in den kommenden Geschäftsjahren weiterhin mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen. Bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht erkennbar. Versicherung des gesetzlichen Vertreters Ich versichere nach bestem Wissen, dass der Jahresabschluss gemäß den anzuwendenden Grundsätzen des Rechnungswesens ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
Mühltal, den 13. Mai 2024 Dipl.Ing. Peter Ahlmer, Geschäftsführer BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 20233DEFACTO GMBH, MÜHLTALAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20233DEFACTO GMBH, MÜHLTAL1 Allgemeine Angaben Die 3Defacto GmbH hat ihren Firmensitz in Mühltal und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Darmstadt unter der Registernummer HRB 83829 eingetragen. Die Tätigkeit der Gesellschaft umfasst insbesondere Ingenieurleistungen, Maschinen- und Anlagenbau. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Ergänzend zu diesen Vorschriften sind die Regelungen des GmbH-Gesetzes (GmbHG) sowie die ergänzenden Vorschriften des Gesellschaftsvertrags zu beachten. Die 3Defacto GmbH ist nach den in § 267 Abs. 3 HGB bezeichneten Größenmerkmalen als mittelgroße Kapitalgesellschaft einzustufen. Der Jahresabschluss ist daher prüfungspflichtig gemäß §§ 316 ff. HGB. Der Jahresabschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang. Der Jahresabschluss wird in Euro (EUR) aufgestellt. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ("Going Concern") erstellt. 2 Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 2.1 Grundlagen des Jahresabschlusses Im Jahresabschluss müssen in einem begrenzten Umfang Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten haben. Dabei werden sämtliche aktuell verfügbaren Erkenntnisse berücksichtigt. Schätzungen und Annahmen wurden insbesondere bei der Bestimmung von Nutzungsdauern von Gegenständen des Anlagevermögens und der Bewertung der Vorräte vorgenommen. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen. Änderungen von Schätzungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr fortgeführt. 2.2 Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden bei Zugang zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von 5 bis 15 Jahren abgeschrieben, sofern sie der Abnutzung unterlagen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots erfolgen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen. 2.3 Sachanlagen Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgte zu den historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um die kumulierten, planmäßigen Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bei der Bemessung der Nutzungsdauer wird auf die betrieblichen Erfahrungen zurückgegriffen, die sich weitgehend mit den Angaben in den steuerlichen AfA-Tabellen decken. Die Abschreibung der Grundstücke, grundstücksgleichen Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken erfolgt über eine Nutzungsdauer von 10 bis 33 Jahren. Die Nutzungsdauer beträgt bei den anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 15 Jahre. 2.4 Vorräte Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. 2.5 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. 2.6 Liquide Mittel Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert. 2.7 Aktive Rechnungsabgrenzung Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennwert bilanziert. Ausgewiesen werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. 2.8 Latente Steuern Die Ermittlung der latenten Steuern wird anhand des bilanzorientierten Konzepts vorgenommen. Danach werden für sämtliche Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden und deren steuerlichen Wertansätzen latente Steuern berechnet, sofern sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder umkehren. Die Gesellschaft macht von ihrem Ansatzwahlrecht für aktive latente Steuern keinen Gebrauch. Latente Steuern gemäß § 274 HGB werden nicht gebildet. 2.9 Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. 2.10 Rückstellungen Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Sie berücksichten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden, soweit handelsrechtlich zulässig, im Einklang mit den steuerlichen Vorschriften stehende Berechnungsverfahren verwendet. Bei Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Kosten und Preissteigerungen berücksichtigt. Ferner werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre, welcher von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst. 2.11 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt. 2.12 Passive Rechnungsabgrenzung Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. 3 Angaben zur Bilanz 3.1 Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens stellt sich wie folgt dar:
3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich folgendermaßen zusammen:
Forderungen gegenüber Gesellschaftern bestanden nicht. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Steuerforderungen sowie Kautionen enthalten. In der Position "Sonstige Vermögensgegenstände" sind keine Beträge größeren Umfangs enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstanden sind. 3.3 Eigenkapital Das Stammkapital beträgt 1.000.000,00 € (i.Vj. 1.000.000,00 €) und entspricht dem Gesellschaftsvertrag. Die Entwicklung des Eigenkapitals stellt sich wie folgt dar:
3.4 Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren zukünftigen Zahlungsverpflichtungen, Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten der Gesellschaft.
3.5 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind nach ihrer Fälligkeit in einem Verbindlichkeitsspiegel dargestellt:
In der Bilanz ebenfalls enthalten sind Bestellungen, bei denen weder Materiallieferungen noch Arbeistleistung erbracht wurde in Höhe von 1.368.865,00 €. Zum Bilanzstichtag bestehen Sicherheiten in Form von Grundschulden in Höhe von EUR 4.242.244,82 € (Vorjahr: EUR 5.930.00,00 €) für die passivierten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. 4 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 4.1 Sachverhalte von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung Im Jahresabschluss sind keine Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung enthalten. 4.2 Periodenfremde Erträge und Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 89.562,94 (Vorjahr: EUR 39.254,65) enthalten. 4.3 Angaben zum Finanzergebnis Das Finanzergebnis enthält keine Zinserträge oder Zinsaufwendungen aus verbundenen Unternehmen. Aus der Abzinsung von Rückstellungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung Erträge von EUR 1.378,41 (Vorjahr: EUR 907,79) enthalten. 4.5 Angaben zu Steuern vom Einkommen und Ertrag Das Ergebnis nach Steuern ist mit Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von TEUR 125 (i.Vj.: TEUR 78) belastet. In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind latente Steuern in Höhe von TEUR 0 (i.Vj.: TEUR 0) enthalten. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen die gewöhnliche Geschäftstätigkeit. 5 Sonstige Angaben 5.1 Angaben zur Geschäftsführung Während des Geschäftsjahres bis zum Bilanzaufstellungstag gehörten folgende Personen dem Geschäftsführungsorgan an: Herr Peter Ahlmer, Geschäftsführer Herr Marco Richter, Geschäftsführer (bis 30. April 2023) Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da durch eine Durchschnittsbildung die Vergütung der einzelnen Mitglieder der Geschäftsführung annähernd bestimmbar wäre. Den Mitgliedern der Geschäftsführung wurden im Berichtszeitraum keine Vorschüsse und Kredite gewährt und es bestehen auch keine Haftungsverhältnisse. 5.2 Angabe zu Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Die Gesamtzahl der durchschnittlich Mitarbeitenden beträgt im Geschäftsjahr 74 und im Vorjahr 74. Davon waren insgesamt 27 Arbeitnehmer in Mühltal (Vorjahr: 35), 23 Arbeitnehmer in Darmstadt (Vorjahr: 22) und 24 Arbeitnehmer in Neuenkirchen-Vörden (Vorjahr: 17) tätig. 5.3 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden finanziellen Verpflichtungen zu vermerken: finanzielle Verpflichtungen
5.4 Honorar des Abschlussprüfers Das auf das Geschäftsjahr 2023 entfallende Honorar des Abschlussprüfers beträgt:
5.5 ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von 294.131,34 € (Vorjahr: 743.764,32 €) und den Gewinnvortrag von 2.491.850,82 € (Vorjahr: 1.748.086,50 €) zum 31.12.2023 auf neue Rechnung vorzutragen. 6 Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahrs nicht eingetreten. 7 Versicherung der gesetzlichen Vertreter und Unterzeichnung Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
Mühltal, den 13. Mai 2024 Dipl.Ing. Peter Ahlmer, Geschäftsführer Den vollständigen Jahresabschluss auf den 31.12.2023 und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der 3Defacto GmbH haben wir geprüft. Für die Offenlegung nimmt die Gesellschaft die gemäß § 327 HGB eingeräumten größenabhängigen Erleichterungen in Anspruch. Dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir nachfolgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die 3Defacto GmbH, Mühltal Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der 3Defacto GmbH, Mühltal, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der 3Defacto GmbH, Mühltal, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreterfür den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamm, 18.06.2024 AGP
GmbH
Dirk Stork, Wirtschaftsprüfer Holger Schnarre, Wirtschaftsprüfer |
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