InnoLas Solutions GmbHLiquidiert

Pionierstraße 6, 82152 Krailling, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 208171
Vorher
Ido Sieben Vermögensverwaltung GmbH
Eingetragen
31.10.2013
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Maschinen für die additive Fertigung
Gegenstand
Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Laserbearbeitungssystemen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Heinz Verfürth
seit 26.7.2023
Geschäftsführer
Eckhard Schäfer
seit 16.2.2022
Geschäftsführer
Niels Krauch
seit 19.12.2019
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

InnoLas Solutions GmbH

Krailling

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

Geschäfts- und Rahmenbedingungen im Jahr 2021

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2021 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 2,7 % höher als 2020 (auch kalenderbereinigt). Das reichte jedoch nicht, um den starken Rückgang im ersten Corona-Jahr aufzuholen: Im Vergleich zum Jahr 2019, also dem Jahr vor der Krise, war das BIP noch um 2,0 % niedriger.

Die trotz allem zu verzeichnende Erholung im Jahresverlauf führte aber erst im 2. Halbjahr zu besserer Auslastung.

Die InnoLas Solutions GmbH (InnoLas) zählt zu den führenden Spezialanbietern für laserbasiertes Produktionsequipment im Bereich der Photovoltaik (PV)- Branche sowie der Leiterplattenbranche (PCB). Das Unternehmen beliefert Kunden aus dem Segment der Dünnfilmphotovoltaik sowie Zellhersteller und Modulhersteller im kristallinen Siliziumbereich (cSi). Weiterhin beliefert das Unternehmen Hersteller von Leiterplatten auf keramischer Basis, sowie FR4 Basis und EMS Fertiger. Die InnoLas Solutions ist in beiden Marktfeldern weltweit als einer der innovativsten Lieferanten für Laserbearbeitungssysteme bekannt.

Wirtschaftliche Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr:

Umsatz 14,7 Mio. €, (VJ. 17,4 Mio. €), Ergebnis vor Steuern: -2,4 Mio. € (VJ. 0,9 Mio. €)

Das Jahr 2021 war für die Photovoltaik-Branche, sowohl auf der Kunden- als auch der Zulieferseite, sehr herausfordernd. Mit Fortbestehen der COVID-19 Pandemie sind Neuaufträge, zumindest in der ersten Jahreshälfte, nahezu vollkommen zum Erliegen gekommen. Lediglich zwei große Bestandskunden haben weitestgehend an Ihren Plänen festgehalten. In diesem Marktumfeld ist es der InnoLas leider nicht gelungen Umsatz und Ertrag auf dem Niveau des Vorjahres zu halten.

Der in 2021 erzielte Umsatz in Höhe von 14,7 Mio. € bedeutet einen Rückgang gegenüber 2020 um 16%.

Markt und Wettbewerb

Markt:

Der PV Markt ist, gemessen an installierter Kapazität auch in 2021 weiter gewachsen. Dabei befindet sich der größte Markt für PV-Installationen in China, aber auch im ROW werden in vielen Ländern PV Installation vorangetrieben. Das gilt insbesondere auch für die USA, für Indien und zahlreiche asiatische, aber auch lateinamerikanische Länder. Kritisch ist zu erwähnen, dass die lokale Wettbewerbssituation in China dazu führt, dass es zu einer deutlichen Abkühlung der Konjunktur im Bereich PV in Chinafür westliche Anlagenhersteller gekommen ist.

Der Markt fragt zunehmend nach hoch performanter und kostenoptimierter Technologie: Mittlerweile ist ein deutlicher Trend hin zu hoch performanten PV-Zellen zu erkennen. Aufgrund des Wettbewerbes zwischen den einzelnen Zellherstellern sind nieder performante Zellen nur schwer zu verkaufen. Daher wird vermehrt in leistungssteigernde Technologie-Upgrades (PERC, LDSE, Halb-Zelle), IBC Technologie sowie absolut kostenoptimierter CdTe Technologie investiert. In all diesen Technologien ist InnoLas gut positioniert und technologisch führend.

Der Elektronikmarkt, speziell im Bereich der Leiterplattenbearbeitung ist im Jahr 2021 um ca. 6% gewachsen. Auch in diesem Markt befindet sich der größte geografische Absatzbereich in Asien (speziell China). Dennoch hat sich auch in 2021 bestätigt, dass High-Tech Unternehmen der Elektronikbranche, speziell in den Bereichen der Medizintechnik, Sensorik, IT, 5G und Automotive nach wie vor erfolgreich und profitabel in Europa und den USA produzieren können.

Wettbewerb:

Der wachsende PV Markt ruft auch lokale Konkurrenten und Technologielieferanten in den Hauptherstellerländern, speziell in China, auf den Plan. Dort sehen wir die Unternehmen DR Laser und die Firma Maxwell mit eigenen Laser-Produkten als extrem agressiven Wettbewerb, deren lokale Preis-Leistungspositionierung von Innolas schwer zu erreichen ist. Aus diesem Grund erfolgte inzwischen eine weitgehende Abkehr vom chinesischen Markt.

InnoLas konnte im Jahr 2021 im Segment der Laser basierten PV-Produktionsmaschinen seine Marktstellung bei den Schlüsselkunden halten, da man sich konsequent auf Schlüsselkunden im Hochtechnologiebereich konzentriert hat. Nach wie vor bietet InnoLas hervorragende Lösungen, wenn es um Einsparungsmöglichkeiten in der Zell-Produktion für die Photovoltaik geht.

Im Bereich der Elektronik sehen wir eher europäische und amerikanische Mittbewerber. Dies ist hauptsächlich darauf begründet, dass die InnoLas sowohl Europa als auch die USA als geografische Marktschwerpunkte gesetzt hat. Gegenüber unseren Mitbewerbern, wie z.B. die Firma Osai aus Italien oder die LPKF aus Deutschland setzen wir uns, durch einen innovativen Maschinenpark, der unseren Kunden einen Mehrwert bietet, ab.

Produkte

InnoLas fertigt in Krailling Produkte für die Photovoltaikindustrie und auch für das Schneiden und Bohren von keramischen sowie glasfaserbasierten Leiterplatten.

Produktion / Entwicklung

Die Entwicklung und Produktion der Systeme erfolgen in Deutschland mit ca. 80 Mitarbeitenden. Die Fertigungstiefe ist neben wenigen mechanischen Fertigungsschritten bewusst geringgehalten und beinhaltet im Wesentlichen die Kernarbeiten der mechanischen und elektrischen Montage, sowie der elektrischen und funktionalen Inbetriebnahme der Maschinen.

Wesentliche Produkt- und Prozess-Neuentwicklungen in 2021 wurden im Bereich PCB mit dem Depanneling und Drilling von Leiterplatten erzielt. Die Vorteile dieses Schneidprozesses liegen in der schnelleren Bearbeitbarkeit des Materials bei gleichzeitig geringerer Verschmutzung des Schneidrandes.

Vertrieb/Service

Über Vertriebspartnerschaften werden die asiatischen Kernmärkte bedient. Der europäische und nordamerikanische Markt wird aus dem Haupthaus in Deutschland bearbeitet.

Damit ist InnoLas in allen wesentlichen Märkten präsent.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

A) Ertragslage

Die Umsatzerlöse verringerten sich gegenüber Vorjahr von 17,4 Mio. € auf 14,7 Mio. € (-16%). Dem stand ein Materialaufwand in Höhe von 7,0 Mio. € gegenüber (VJ: 9.6 Mio. €). Die Bestände sanken leicht von 5,8 Mio. € auf 5,5 Mio. €.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 0,7 Mio. € enthalten als größten Einzelposten die Zuschüsse zu Förderprojekten F&E. Der Personalaufwand erhöhte sich von 5,8 Mio. € auf 6,9 Mio. €, hauptsächlich infolge des Personalwachstums.

Der sonstige betriebliche Aufwand erhöhte sich auf 3,9 Mio. € (VJ: 2,8 Mio. €.). Die Erhöhung ergab sich unter anderem aus den parallellaufenden Mietaufwänden in Folge des Umzugs in ein neues Gebäude sowie einem Anstieg der Verwaltungskosten.

B) Finanzlage

Die liquiden Mittel sanken von 2,8 Mio. € auf 2,0 Mio. €. Die Gesellschaft nahm einen Kredit über 3,0 Mio. € zur Sicherung des laufenden Geschäfts in Anspruch. Die Gesellschaft war zu jeder Zeit in der Lage, ihre finanzielle Verpflichtung zu erfüllen.

Die Cashflows entwickelten sich wie folgt:

2021
T€
2020
T€
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit: -2.800 2.984
Cashflow aus Investitionstätigkeit -937 -392
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 2.895 -515
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -841 2.077
Finanzmittelfond am Anfang der Periode 2.840 768
Finanzmittelfond am Ende der Periode 1.998 2.840

C) Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 7,2 Mio. € auf 25,7 Mio. €, hauptsächlich infolge gestiegener Forderungen gegenüber dem Mutterunternehmen sowie den Schwesterunternehmen. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich auf 55,1% (VJ: 64,6%).

D) Zusammenfassung

Wir haben die Phase des allgemeinen Rückgangs im Maschinenbau genutzt, um uns sowohl personell wie auch in Bezug auf die örtlichen Gegebenheiten neu aufzustellen. Die Photonics Systems Gruppe hat in 2021 durch die Konsolidierung der verschiedenen Standorte in das neue zentrale Gebäude in Krailling den Grundstein für ein weiteres dynamisches Wachstum, auch bei der InnoLas, gelegt. Entsprechende Synergien durch schlankere Prozesse und einfachere Kommunikation sind deutlich zu beobachten. Obwohl der Verlauf des Geschäftsjahres insgesamt unbefriedigend war, konnte gerade im 2. Halbjahr durch eine stark anziehende Nachfrage und damit verbundenen Auftragseingängen sowie einem Ausbau der Produktion die Basis für ein deutlich stärkeres 2022 gelegt werden.

Prognose

Eine der größten Unwägbarkeiten für den Verlauf des Geschäftsjahres 2022 liegt in der Versorgungssicherheit mit Produktionsmaterialien und der Beruhigung in der weltweiten Supply Chain.

Mit dem Auftragseingang aus dem 2. HJ 2021 startet die InnoLas mit einem Backlog von 19,7 Mio € in das Jahr und wird bei Entspannung auf der Supply Chain Seite eine deutliche Umsatzsteigerung erreichen.

Chancen und Risikobericht

Absatzmärkte:

Photovoltaik: Generell profitiert der weltweite Markt für Photovoltaikprodukte vom anhaltenden Trend hin zu "Erneuerbaren Energien". Dabei investiert nicht nur der chinesische Markt in großem Umfang in neue Technologien (PERC, LDSE), auch aus den USA, Indien und zunehmend auch wieder Europa werden signifikante Investitionen getätigt, von denen InnoLas profitieren kann. Es bleibt abzuwarten welchen Einfluss COVID-19 auf den Markt hat.

Leiterplatte: Der Markt für InnoLas, Lösungen für das Depanneling und Drilling von Leiterplatten, ist geprägt von hoher Innovationsneigung. Die Einsatzmöglichkeiten und die Flexibilität unserer Maschinen sind vielversprechend und versprechen gute Absatzchancen.

Keramik: Auch der Markt für die Bearbeitung von Keramik-Leiterplatten ist für InnoLas etabliert. Unsere Erfolgsfaktoren bestehen im know how beim Einsatz für Pikosekundenlasern sowie verschiedenen Lösungen zur Steigerung von Effizienz und Durchsatz für den Kunden.

Branchenrisiken:

Die chinesische Regierung hat in Ihrem 5-Jahresplan die Etablierung von lokalen Maschinenherstellern u.a. für den Bereich PV als wichtiges Ziel definiert. Ein Risiko besteht darin, dass wirtschaftspolitische Instrumente den nicht-chinesischen Maschinenbau im Wettbewerb benachteiligt.

Strategie: Fehleinschätzungen zur Entwicklung der Märkte wie auch dem notwendigen Produktportfolio sind nicht auszuschließen. Ferner kann der rasche technologische Fortschritt dazu führen, dass InnoLas den Markterfordernissen nicht entspricht. Das Risiko versuchen wir zu minimieren, in dem wir ein breites Portfolio an Laserprozessen anbieten und sowohl auf dem Dünnfilmsektor wie auch dem kristallinen Sektor der PV als auch in der PCB und der EMS Fertigung tätig sind. Außerdem evaluiert das Führungsteam der InnoLas Optionen, mit dem in den letzten Jahren erarbeiteten know how auch neuen Segmenten Fuß zu fassen. Diesbezügliche Erfolge wurden, wie oben erläutert, erzielt.

Beschaffungsseite: Es können Risiken auf der Beschaffungsseite durch den Ausfall wichtiger Lieferanten bzw. langer Lieferzeiten entstehen. Wir entgegnen diesem Risiko durch Qualifizierung von Alternativ-Lieferanten sowie durch eine Optimierung der Bestände von Baugruppen mit langen Lieferzeiten. Insgesamt rechnen wir nicht vor Ende des Geschäftsjahres 2022 mit einer signifkanten Verbesserung der Beschaffungsituation.

Personal: Der Arbeitsmarkt für Arbeitnehmer in Deutschland ist nach wie vor sehr gut. Es besteht das Risiko der Abwanderung von Mitarbeitern. Wir begegnen diesem Risiko durch eine angemessene Bezahlung, ergebnisorientierten Bonussystemen und dem Auftrag an die Führungskräfte, die Rahmenbedingungen für ein angenehmes, offenes, Arbeitsklima aufrecht zu erhalten.

Finanzen: Liquiditätsbedarf entsteht bei dem Geschäftsmodell der InnoLas im Wesentlichen durch die Vorfinanzierung von Lieferanten, Vorleistungen in Entwicklung und Produktion sowie dem Aufbau neuer Absatzmärkte. Im Jahr 2021 wurden die Verbindungen zu den bestehenden Partnern für Finanzierungslösungen intensiviert und Möglichkeiten geschaffen, auch projektbezogene Finanzierungslösungen bereitzustellen. Die Finanzierung steht damit auf mehreren Säulen und ist bei Bedarf abrufbar. Währungsrisiken spielen eine Rolle und werden mittels Währungssicherungsgeschäften mitigiert.

Rechtliche Risiken: Patentrechtliche Risiken können aus der unwissentlichen Verletzung geistiger Eigentumsrechte Dritter resultieren. InnoLas führt regelmäßige Überwachungen in Bezug auf Patentanmeldungen unserer wichtigsten Wettbewerber und Kunden durch und versucht so das Risiko einer Patentverletzung zu minimieren.

Globale Risiken:

Coronapandemie: Mit dem Übergang der COVID-19 Pandemie in die endemische Phase sollten sich die damit zusammenhängenden Risiken merklich verringern. Speziell für internationale Service-Einsätze stellen die teilweise sehr langwierigen Quarantäne- und Isolierungsvorschriften heute ein Problem dar, das sich im Lauf des Jahres verringern sollte.

Ukrainekrieg: Der direkte wirtschaftliche Einfluss des Ukrainekriegs auf die InnoLas kann als unwesentlich bezeichnet werden, da weder auf der Seite Bestandskunden noch bei der Anbahnung neuer Geschäfte ein relevantes exposure mit Kunden aus den kriegführenden Parteien besteht. Auch aufgrund der Sanktionen gegen Russland ergeben sich keine direkten Risiken.

Mit indirekten Risiken aus Zurückhaltung bei Neuinvestitionen ist mit dem Fortschreiten des Krieges zu rechnen. Aus heutiger Sicht sind diese Effekte aber noch nicht verlässlich abschätzbar.

Gesamtaussage zur Risikolage:

Insgesamt stufen wir die Risiken für die InnoLas Solutions GmbH für die vorhersehbare Zukunft als beherrschbar ein. Es liegen derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken vor.

Chancenbericht:

Für die neue Technologie zur trennenden Bearbeitung von PCB's gibt es weiterhin große Marktchancen, die aktiv und unter Hochdruck verfolgt werden. Potentiale für signifikante Umsatzrealisierungen hieraus sind gegeben.

 

Krailling, den 4. März 2022

Thomas Ketelhut

Eckhard Schäfer

Datenquellen für die Markteinschätzung: Mercom Capital

Solarbuzz EPIA

IHS / iSuppli

BCC Research

Yole

eigene Recherchen

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021

AKTIVA

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 1.398.502,12 829.477,90
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 613.372,53 319.863,84
II. Sachanlagen 785.129,59 509.614,06
B. UMLAUFVERMÖGEN 24.145.658,02 17.614.481,08
I. Vorräte 5.507.341,19 5.840.236,93
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 16.640.161,24 8.934.713,26
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.998.155,59 2.839.530,89
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 127.112,71 69.177,54
25.671.272,85 18.513.136,52

PASSIVA

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. EIGENKAPITAL 14.137.389,26 14.137.389,26
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 13.267.957,14 13.267.957,14
III. Gewinnvortrag 844.432,12 844.432,12
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.878.256,66 906.511,59
C. VERBINDLICHKEITEN 9.655.626,93 3.469.235,67
- davon aus Steuern: EUR 68.347,27 (Vorjahr: EUR 66.088,15)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 16.483,37 (Vorjahr: EUR 9.586,07)
25.671.272,85 18.513.136,52

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

2021
EUR
2020
EUR
1. Rohergebnis 8.919.995,41 9.628.573,50
2. Personalaufwand -6.892.992,51 -5.767.231,85
a) Löhne und Gehälter -6.061.124,97 -5.035.118,70
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -831.867,54 -732.113,15
- davon für Altersversorung: EUR 75,40 (Vorjahr: EUR 0,00)
3. Abschreibungen -436.701,13 -352.152,04
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -436.701,13 -352.152,04
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.037.995,26 -2.750.220,20
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 62.965,82 (Vorjahr: EUR 15.112,10)
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 69.088,54 134.010,86
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 69.074,54 (Vorjahr: EUR 133.999,92)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -30.038,63 -10.124,37
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 368,90 -158.445,56
8. Sonstige Steuern -5.145,00 -4.015,00
9. Erträge aus Verlustübernahme 2.413.419,68 0,00
10. Aufgrund von Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen abgeführte Gewinne 0,00 -720.395,34
11. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt worden. Ergänzend dazu waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht:

Firmenname laut Registergericht: InnoLas Solutions GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Krailling
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: München
Register-Nummer: HRB 208171

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Gesellschaft gilt im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB als mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden planmäßig nach der linearen Methode vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Abschreibungen werden linear auf Basis der wirtschaftlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis bzw. dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert soweit ein Börsen- oder Marktpreis nicht feststellbar ist.

Halbfertig- und Fertigerzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten sowie Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Risikobehaftete und uneinbringliche Forderungen werden einzeln wertberichtigt bzw. abgeschrieben.

Auf fremde Währungen lautende Forderungen werden bei ihrer erstmaligen Erfassung mit dem aktuellen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Forderungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei längerfristigen Forderungen schlägt sich ein geringerer Kurs am Bilanzstichtag in einer niedrigeren Bewertung der Forderung aufwandswirksam nieder, während ein höherer Kurs (Bewertungsgewinn) unberücksichtigt bleibt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten bilanziert. Kassenbestände und Bankguthaben in Fremdwährung werden mit Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Bewertung erfolgt zum Nennwert.

Die Rückstellungen wurden für erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten gebildet und in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, wie er nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen werden unter Zugrundelegung des bisherigen beziehungsweise des geschätzten Schadensverlaufs bei den ausgelieferten Erzeugnissen gebildet.

Die erhaltenen Anzahlungen wurden zum Nominalbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten in fremder Währung werden bei ihrer Erfassung mit dem aktuellen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden aufwandswirksam höher angesetzt, wenn der Kurs am Bilanzstichtag höher ist. Ein niedrigerer Kurs (Bewertungsgewinn) wird demgegenüber nicht berücksichtigt.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist auf Seite 6 des Anhangs dargestellt.

Die Restlaufzeiten der Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände ergeben sich aus der nachstehenden Tabelle:

Bezeichnung Stand 31.12.2021
EUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit > 1 Jahr
EUR
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.366.428,10 3.366.428,10 0,00
(Vorjahr) (2.657.675,49) (2.657.675,49) (0,00)
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 13.244.728,91 13.244.728,91 0,00
(Vorjahr) (6.009.650,01) (6.009.650,01) (0,00)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 29.004,20 29.004,20 0,00
(Vorjahr) (267.387,73) (267.387,73) (0,00)
Gesamtbetrag 16.640.161,21 16.640.161,21 0,00
(Vorjahr) (8.934.713,23) (8.934.713,23) (0,00)

Von den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen EUR 10.685.582,93 Forderungen gegenüber dem Gesellschafter (Mutterunternehmen).

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Jahresabschlusserstellung und Prüfung, ausstehende Rechnungen, Personal, Gewährleistungen sowie Rechtsstreitigkeiten.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgendem Verbindlichkeitenspiegel:

Bezeichnung Stand 31.12.2021
EUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre
EUR
Restlaufzeit > 5 Jahr
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.925.000,00 600.000,00 2.325.000,00 0,00
(Vorjahr) (0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 5.046.991,77 5.046.991,77 0,00 0,00
(Vorjahr) (1.479.538,81) (1.479.538,81) (0,00) (0,00)
3. Verbind. aus Lieferungen und Leistungen 1.354.131,99 1.354.131,99 0,00 0,00
(Vorjahr) (1.133.151,57) (1.133.151,57) (0,00) (0,00)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 242.305,53 242.305,53 0,00 0,00
(Vorjahr) (60.475,38) (60.475,38) (0,00) (0,00)
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (720.395,34) (720.395,34) (0,00) (0,00)
6. Sonstige Verbindlichkeiten 87.197,64 87.197,64 0,00 0,00
(Vorjahr) (75.674,57) (75.674,57) (0,00) (0,00)
Gesamtbetrag 9.655.626,90 7.330.626,93 2.325.000,00 0,00
(Vorjahr) (3.469.235,67) (3.469.235,67) (0,00) (0,00)

Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten waren folgende Sicherheiten bestellt:

Gesamtschuldnerische Mithaftung des Gesellschafters bzw. Mutterunternehmens

Pfandrecht an Werten jeder Art, die im bankmäßigen Geschäftsverkehr durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft in ihren Besitz oder ihre sonstige Verfügungsmacht gelangen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 126.347,55.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet für Verbindlichkeiten des Mutterunternehmens in Höhe von EUR 2.656.879,61. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird als gering eingeschätzt, da auf Grund vertraglicher Vereinbarung eine stabile Finanzierung gewährleistet ist.

Zudem haftet die Gesellschaft für Verbindlichkeiten des Schwesterunternehmens in Höhe von EUR 2.043.677,13. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird als gering eingeschätzt, da auf Grund vertraglicher Vereinbarung eine stabile Finanzierung gewährleistet ist.

Sonstige Angaben

Aus den bestehenden Miet- und Leasingverträgen ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen für die gesamte Restlaufzeit der Verträge in Höhe von T€ 820.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Jahr 2021 beträgt 65.

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im abgelaufenen Wirtschaftsjahr:

Herr Thomas Ketelhut, Gilching

Herr Markus Nicht, Brunnthal (bis 31.12.2021)

Herr Eckhard Schäfer, Stuttgart (ab 01.01.2022)

 

Krailling, den 4. März 2022

Thomas Ketelhut, Geschäftsführer

Eckhard Schäfer, Geschäftsführer

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2021
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 869.904,33 464.537,47 0,00 1.334.441,80
Geschäfts- oder Firmenwert 283.848,67 0,00 0,00 283.848,67
1.153.753,00 464.537,47 0,00 1.618.290,47
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 85.343,92 242.700,72 0,00 328.044,64
Technische Anlagen und Maschinen 592.204,42 115.756,52 0,00 707.960,94
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.031.395,75 182.730,64 0,00 1.214.126,39
1.708.944,09 541.187,88 0,00 2.250.131,97
2.862.697,09 1.005.725,35 0,00 3.868.422,44
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2021
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 550.040,99 171.028,78 0,00 721.069,77
Geschäfts- oder Firmenwert 283.848,17 0,00 0,00 283.848,17
833.889,16 171.028,78 0,00 1.004.917,94
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 61.117,68 19.384,43 0,00 80.502,11
Technische Anlagen und Maschinen 302.126,75 89.070,55 0,00 391.197,30
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 836.085,60 157.217,37 0,00 993.302,97
1.199.330,03 265.672,35 0,00 1.465.002,38
2.033.219,19 436.701,13 0,00 2.469.920,32
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2021
EUR
31. Dez. 2020
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 613.372,03 319.863,34
Geschäfts- oder Firmenwert 0,50 0,50
613.372,53 319.863,84
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 247.542,53 24.226,24
Technische Anlagen und Maschinen 316.763,64 290.077,67
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 220.823,42 195.310,15
785.129,59 509.614,06
1.398.502,12 829.477,90

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die InnoLas Solutions GmbH, Krailling

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der InnoLas Solutions GmbH, Krailling, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der InnoLas Solutions GmbH, Krailling, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 30. März 2022

Schneider + Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Christian Seebeg, Wirtschaftsprüfer

Metka Jasper, Wirtschaftsprüferin

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 13.04.2022 festgestellt.

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