GHP Direct Mail GmbHLiquidiert

Kronacher Straße 70, 96052 Bamberg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bamberg HRB 4452
Eingetragen
14.9.2001
Branche
Druck- und MedienvorstufeVerlegen von ZeitschriftenBinden von Druckerzeugnissen und damit verbundene Dienstleistungen
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Produkten in gedruckter und elektronischer Form sowie von Dienstleistungen zur direkten Kundenkommunikation.

Historie

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Management

NameRolle
Peter Höllmüller
seit 5.3.2008
Prokura
Jürgen Hufnagel
seit 7.1.2008
Geschäftsführer
Jens Methe
seit 26.11.2007
Prokura
Franz-Josef Spiess
seit 13.4.2006
Prokura
Jürgen Kremser
seit 23.9.2005
Geschäftsführer
Bernd Carius
seit 10.3.2005
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
GHP Holding GmbH
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
GHP Holding GmbH
Germany
1.000.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

GHP Direct Mail GmbH

Bamberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2007 bis zum 31.12.2007

LAGEBERICHT

I. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Weltwirtschaft hat im Jahr 2007 mit 5,2 % erneut sehr kräftig expandiert. Die wirtschaftliche Expansion stand dabei auf einem breiten Fundament. Allerdings sind die Risiken für die Konjunktur im Gefolge der Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten inzwischen merklich gestiegen.

Nach Aussage des Ifo-Instituts sind sowohl die Einschätzungen der derzeitigen wirtschaftlichen Lage als auch die Erwartungen für die nächsten sechs Monate nach unten zu revidieren. Die Verschlechterung des Ifo-Wirtschaftsklimas betrifft alle drei großen Weltregionen. Das Tempo der Weltkonjunktur wird sich merklich verlangsamen.

Die deutsche Konjunktur ist zum Jahresende 2007 weiter aufwärts gerichtet, wenn auch mit nachlassender Kraft.

Wie das Ifo-Institut im Dezember 2006 erwartet hatte, hat sich der seit 2005 laufende Aufschwung trotz der massiven Erhöhung der Mehrwertsteuer fortgesetzt. Die Auftriebskräfte aus dem In- und Ausland waren kräftig genug, um die restriktiven Wirkungen der Finanzpolitik zu verkraften. Konjunkturmotor war weiterhin die Auslandsnachfrage, die trotz der massiven Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar aufgrund der dynamischen Weltkonjunktur kräftig blieb.

In Deutschland stieg das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 2,5 % nach 2,9 % im Vorjahr. Im Unterschied zu den Jahren zuvor rührte der konjunkturelle Schwung dabei nicht mehr allein von einer kräftigen Zunahme der Exporte von Waren und Dienstleistungen her, sondern die inländische Verwendung trug ebenfalls spürbar zum Anstieg bei. Der private Konsum, mit einem Anteil von 57 % am nominalen BIP die gewichtigste Verwendungskomponente, dürfte im Jahr 2007 allerdings um - 0,2 % gesunken sein.

Die massive Anhebung der Mehrwertsteuer, die Verteuerung von wichtigen Grundnahrungsmitteln und zuletzt der neuerliche Höhenflug der Rohölpreise schmälerten in erheblichem Umfang die Kaufkraft und damit die Konsummöglichkeiten.

Die Sparquote ist im Jahresdurchschnitt 2007 höher als ein Jahr zuvor. Der Aufschwung fand somit ohne zusätzlichen privaten Konsum statt.

Allerdings erreichte der Aufschwung in 2007 schließlich auch den Arbeitsmarkt. Nach den ausgep-rägten Rückgängen der Vorjahre kam es bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in diesem Jahr zur Trendwende. Die Arbeitslosenquote fiel erstmals seit Jahren unter die 10 %-Marke auf 8,7 % gegenüber 10,3 % im Vorjahr.

Nach einem kräftigen Anstieg der Bruttoanlageinvestitionen im Jahr 2006 lagen diese in 2007 in allen Bereichen leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Neben den Ausrüstungsinvestitionen, die in diesem Jahr ihre Aufwärtsbewegung verlangsamt fortsetzten, trugen insbesondere die Bauinvestitionen zum merklichen Rückgang bei. Die Investitionen in sonstige Anlagen nahmen ebenfalls weniger zu als im Vorjahr.

Im Einklang zum robusten Investitionsaufschwung entwickelte sich die Kapazitätsauslastung im verarbeitenden Gewerbe. Nach Angaben des DIHK gewann die Kapazitätserweiterung als Investitionsmotiv im Jahr 2007 ebenso stark an Bedeutung wie im Vorjahr.

Im Durchschnitt des Jahres 2007 lag die Inflationsrate bei 2,1 % gegenüber 1,7 % des Vorjahres. Die Preisniveauentwicklung blieb auch in diesem Jahr vom ölpreisbedingten Anstieg der Energiepreise geprägt, der durch die Aufwertung des Euro nur leicht abgemildert wurde.

2. Branchenentwicklung

Im Jahr 2006 hat sich die Werbewirtschaft kräftig erholt. Die Werbespendings übersprangen die 70 Mrd. Euro-Hürde und erreichten einen Anteil am BIP von 3,1 % (vgl. Direktmarketing-Monitor 2007 der Deutschen Post AG). Dieser Trend setzte sich auch im Jahr 2007 fort.

Wer in Deutschland wirbt, setzt auf den Kundendialog; von den 70,5 Mrd. Euro Gesamtwerbeausgaben in Deutschland werden rund 71 % im weiteren Sinn in Direktmarketingmaßnahmen investiert. Bei den werbenden Unternehmen setzen vor allem Dienstleister auf Direktmarketing; insgesamt investieren sie 45 % ihres Gesamtbudgets von 34,8 Mrd. Euro in die Medien des direkten Kundendialogs. Hinzu kommen weitere 24 %, die für "Sonstige Direktmarketing Aktivitäten" (z.B. POS-Aktionen, Kundenzeitschriften) investiert werden. Das Segment der Dienstleister ist mit einem Volumen von 34,8 Mrd. Euro zugleich Branchen-Spitzenreiter bei den Gesamtwerbeausgaben. Der Handel steht mit finanziellen Aufwendungen von 22,2 Mrd. Euro an zweiter Stelle. Innerhalb der Direktmarketingmedien weist die Internetpräsenz die höchsten Nutzerzahlen auf. Das Dialog-Medium Nr. 1 bleibt jedoch die volladressierte Werbesendung. Unternehmen in Deutschland investieren ca. 11,5 Mrd. Euro in den zielgenauen Kundendialog (vgl. Direktmarketing-Monitor 2007 der Deutschen Post AG).

3. Mail Division

Die Mail Division der GHP Gruppe mit der Spartenobergesellschaft GHP Direct Mail GmbH besitzt mit ihren Tochter- und Beteiligungsunternehmen GHP Direct Mail s.r.o. in Tschechien, LS Dialogmarketing GmbH & Co. KG in Dettingen und DMS Dialogmarketing Kft. in Ungarn, mailstep s.r.o. in Tschechien sowie PKS Direktwerbe GmbH in Frankfurt größte Kapazitäten für technische Mailingproduktion, Lettershop und Briefsortierung. Diese Standorte sind wichtige Partner für Großkunden mit hochauflagigen Dialogmarketing-Kampagnen und hohem Posteinlieferungsvolumen. GHP RUS in Moskau wird in 2008 beginnen mit einer Produktion für den lokalen Markt. Erste Aufträge für die Herstellung von Rechnungen für Telekommunikationsdienstleister sind zugesagt.

Die Mail Division deckt die kompletten Fertigungsbausteine vom Druck und Adressmanagement über Personalisierung und Veredelung bis hin zu Lettershop und Postauflieferung ab. Modernste Technologie für die Mailing- und Dokumentenproduktion werden ebenso zum Kundennutzen eingesetzt wie die Steuerung der Herstellung in den inländischen oder ausländischen Standorten.

Die GHP Direct Mail GmbH konzentriert sich dabei auf die großvolumige Mailingproduktion und den Lettershop. Das Angebot deckt alle Komplexitätsgrade von Mailings und für value-added-Mailings mit Innovationscharakter ab. Sie setzt hierbei führende Technologien sowohl für Mailings, als auch für die Dokumentenproduktion ein. Ihrer Tochtergesellschaften in Osteuropa bedient sie sich hierbei zur Erzielung optimaler Kostenstrukturen in den Fertigungsprozessen.

II. Geschäftsverlauf der GHP Direct Mail GmbH

1. Umsatzentwicklung

Für den Berichtszeitraum wurden von der GHP Direct Mail GmbH insgesamt Umsatzerlöse in Höhe von rd. 73,3 Mio. Euro erzielt und somit rd. 8,9 Mio. Euro mehr als im Vorjahreszeitraum. Das ist ein Anstieg von 13,9 %. Allerdings ist hierbei zu berücksichtigen, dass rd. 4,8 Mio. Euro aus der Betriebsstätte Sachsen stammen, die im Rahmen eines Asset Deals zum 30. Juni 2007 erworben wurde. Die effektive Steigerung bei den Umsatzerlösen betrug somit lediglich rd. 4,1 Mio. Euro, also rd. 6,4 %.

Aufgrund der Absicherung der Umsätze durch überwiegend langfristige Verträge und der vorliegenden Auftragsbestände wird auch für das Geschäftsjahr 2008 eine positive Umsatzentwicklung erwartet, sofern nicht konjunkturelle Gegenentwicklungen wirken.

Das Geschäft der GHP Direct Mail GmbH konzentrierte sich in 2007 auf Deutschland.

2. Produktion

Die Gesamtleistung betrug rd. 77,6 Mio. Euro im Vergleich zur Vorjahresgesamtleistung von rd. 69,6 Mio. Euro. Das ist ein Anstieg von ca. 11,5 %.

Zur weiteren Effizienzsteigerung und Ausweitung der Produktion werden Möglichkeiten der Verlagerung und Expansion an bestehenden Standorten in Osteuropa geprüft, soweit dies von Kundenseite unterstützt wird.

Qualitätsaudits für alle Standorte sichern den hohen und zuverlässigen Qualitätsstandard. Die Standorte in Deutschland sind nach DIN ISO 9001:2000 zertifiziert.

Durch effizienzsteigernde Maßnahmen im Bereich der personalintensiven Produktionsabteilungen konnten vor allem im zweiten Halbjahr am Standort Bamberg umfangreiche Kosteneinsparungen realisiert werden. Unproduktive Mitarbeiterstunden in den Produktionsabteilungen konnten in erster Linie durch eine genauere Mitarbeitereinsatzplanung weitgehend eliminiert werden. Dadurch konnten die vorhandenen Mitarbeiter flexibler eingesetzt und die Kosten für Leiharbeitskräfte gesenkt werden.

Die Kosten für Reklamationen in den Betriebsstätten Bamberg und Jessen konnten gegenüber dem Vorjahr wieder um ca. 28 % oder 128 TEuro auf absolute 330 TEuro gesenkt werden. Die Reklamationsquote zur Gesamtleistung beträgt somit 0,42 %. Eine Vielzahl von Prozessverbesserungen waren nötig, um dies zu erreichen. Der zentrale Punkt lag aber in der klaren Delegation von Verantwortung. Ein weiteres Motiv für gesunkene Fehlerkosten dürfte die hohe Motivation der Mitarbeiter sein. Branchenvergleiche fehlen aufgrund unterschiedlicher Produktionsstrukturen.

Mit Vertrag vom 26. Juli 2007 hat die GHP Direct Mail im Rahmen eines Asset Deals den Teilgeschäftsbetrieb Sachsen der GRAFICON GmbH & Co. KG, Lichtenau, mit allen dazugehörigen Aktiven und Passiven erworben. Der Kaufpreis für diesen Teilgeschäftsbetrieb betrug 2,4 Mio EUR und betraf im Wesentlichen das Grundstück sowie das Betriebsgebäude des Teilgeschäftsbetriebes. Im Zusammenhang mit dem Erwerb wurden auch die 105 Mitarbeiter der Betriebsstätte übernommen.

3. Investitionen

Das Investitionsvolumen betrug im Berichtszeitraum rd. 3,8 Mio. Euro und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert von rd. 0,6 Mio. Euro. Dies ist zum größten Teil begründet durch den Zukauf von Anlagevermögen der Betriebsstätte Sachsen.

Im 1. Quartal wurde in eine Verarbeitungsstraße im Bereich der herkömmlichen Falzerei in Höhe von ca. 720 T€ investiert. Allein die Tatsache, dass das rotative arbeitende Element in dieser Anlage kein Zollformat hat, sondern im metrischen Format arbeitet, zeigt, wie sich die beiden Technologien - Zoll-/ Endlosverarbeitung bzw. metrisches Format/Web-Finishing-Verarbeitung im Hause GHP gegenseitig ergänzen, indem die Vorteile der jeweiligen Technologie verschmolzen werden.

Desweiteren wurde im dritten Quartal ein neues Twin-Laser-System von OCE installiert als Ersatz für ein altes verschlissenes System, das vom Hersteller aus der Wartung genommen worden war.

Eine aus der Leasing-Finanzierung laufende Bogendruckmaschine wurde in Höhe von ca. 63 T€ im dritten Quartal übernommen.

4. Finanzierung

Die Finanzierung der GHP Direct Mail GmbH wurde wie in den Vorjahren weitgehend im Rahmen des Konzerns abgewickelt. Bereits seit 2004 wird in der GHP Gruppe ein gruppenweites Cash-Pooling-Verfahren praktiziert, in das auch die GHP Direct Mail GmbH eingebunden ist und das sich bewährt hat. Die Verzinsung erfolgt gemäß vertraglicher Vereinbarung. Das Verfahren wird auch in 2008 fortgesetzt.

Strategien zur Absicherung von Währungs-, Zins- und Kursrisiken mussten aufgrund der Unwesentlichkeit der entsprechenden Geschäftsvorfälle nicht angewendet werden. Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten wurden nicht getätigt.

5. Personal

Der Personalbestand zum 31. Dezember 2007 betrug inklusive Auszubildende 558 Mitarbeiter nach 467 im Vorjahr. Das Wachstum im Personalbestand ergibt sich zum einen aus Neueinstellungen, zum anderen aus der Übernahme der Betriebsstätte Sachsen und dem damit verbundenen Personalzuwachs.

Der Personalaufwand im Jahr 2007 von rd. 20,2 Mio. Euro hat sich im Vergleich zum Vorjahr von rd. 18,6 Mio. Euro um rd. 1,6 Mio. Euro erhöht. Dies entspricht einer Steigerung um ca. 8,7 % und korrespondiert mit dem Umsatzwachstum.

Mit einer Eintrittsquote von 99 % wurde die für die Jahre 2005 und 2006 geschlossene Vereinbarung hinsichtlich der Variabilität gewisser Gehaltsbestandteile und eines Teils des Urlaubsgeldes bei Ausweitung der wöchentlichen Arbeitszeit ohne Vergütungsausgleich auf 40 Stunden für weitere zwei Jahre verlängert.

Folgende Ergänzungen sind einzelvertraglich zu den bestehenden Arbeitsverträgen mit den gewerblich Beschäftigten der GHP Direct Mail GmbH vereinbart worden:

40 Stunden Woche ohne Lohnausgleich

Die Regelungsabrede von 2007 beinhaltet konkrete Ergänzungen zu den Zuschlägen bei Mehrarbeit und den Freizeitkonten.

Die Jahressonderzahlung wird während der Laufzeit vollumfänglich garantiert, das Urlaubsgeld wird zu 80 % variabilisiert und abhängig gemacht von der EBIT-Rendite

Folgende Ergänzungen sind in der Regelungsabrede zum bestehenden Arbeitsvertrag mit den Angestellten der GHP Direct Mail GmbH vereinbart worden:

3,2 % des monatlichen Bruttogehalts wird vom Arbeitgeber einbehalten. Sofern die Gewinn- und Verlustrechnung des abgeschlossenen Geschäftsjahres 2007 der Division Mail eine bestimmte EBIT-Rendite ausweist, erfolgt eine Auszahlung der einbehaltenen Beträge zu 100 %.

Betriebsbedingte Kündigungen während der Laufzeit sind mit einer Betriebsvereinbarung weitgehend ausgeschlossen.

Durch die gute Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2007 werden die erfolgsabhängig einbehaltenen Gehaltsbestandteile und das Urlaubsgeld aus den Regelungsabreden in Höhe von insgesamt 595 TEUR an die Mitarbeiter ausgezahlt. Entsprechende Rückstellungen hierfür wurden gebildet.

Großer Wert wird auf die Motivation und Qualifikation der Mitarbeiter gelegt. In 2007 wurde erstmals eine Personalzufriedenheitsumfrage durchgeführt, die künftig regelmäßig erfolgt und systematisch ausgewertet wird.

6. Umwelt

Umweltrisiken, für die die Gesellschaft Vorsorge treffen oder Rückstellungen bilden müsste, sind nicht bekannt.

III. Darstellung der Lage

1. Vermögenslage

Das Sachanlagevermögen und das immaterielle Anlagevermögen zum Jahresende betrugen rd. 7,6 Mio. Euro, Finanzanlagen und Beteiligungen rd. 9,9 Mio. Euro. Das Umlaufvermögen betrug rd. 4,0 Mio. Euro für Vorräte, 12,9 Mio. Euro für Forderungen und rd. 0,2 Mio. Euro für Kassenbestand und Bankguthaben. Die Rechnungsabgrenzungsposten betrugen rd. 0,3 Mio. Euro.

Das Eigenkapital lag wie in den Vorjahren bei rd. 1,7 Mio. Euro. Es hat sich aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrags mit der GHP Holding GmbH nicht verändert. Infolge der gestiegenen Bilanzsumme verringerte sich die Eigenkapitalquote von 5,4 % auf 4,8 %.

2. Finanzlage

Die finanzielle Steuerung des Unternehmens erfolgt durch die GHP Holding GmbH als Management-Holding. Finanzmittel werden zentral beschafft und konzernintern über das Cashpooling verteilt. Oberstes Ziel des Finanzmanagements ist die Sicherung der Liquidität sowie die Reduzierung der Kapitalbeschaffungskosten.

Die finanzielle Entwicklung der Gesellschaft lässt sich durch die nachfolgenden Kapitalflussrechnung erläutern:

  2007 2006
  TEUR TEUR
Jahresüberschuß 2.481 2.953
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.410 969
Zunahme der Rückstellungen 244 1.142
Jahres-Cashflow 4.135 5.064
Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -231 -552
Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 2 0
Zunahme der Vorräte -107 -1.088
Zu/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -2.212 463
Zu/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Verbund -605 993
Zu/Abnahme anderer Aktiva -347 157
Zu/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.167 -1.713
Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbund 399 527
Zu/Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten 596 -753
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 3.797 3.098
Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens 459 567
Auszahlungen für Investitionen auf das Finanzanlagevermögens 0 -3.082
Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -3.749 -549
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -69 -33
Mittelzu/abfluss aus der Investitionstätigkeit -3.359 -3.817
Gewinnabführung -2.481 -2.330
Ein/Auszahlungen aus sonstigen Finanzierungsvorgängen 2.829 3.986
Auszahlung Tilgung von Kredite -870 -855
Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit -522 801
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes -84 137
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 269 132
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 185 269

3. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2007 wurde ein EBIT (gewöhnliches Jahresergebnis vor Steuern, Finanz- und Beteiligungsergebnis) in Höhe von rd. 3,2 Mio. Euro erzielt. Vergleichbar mit dem Vorjahr ergab sich eine Verbesserung des EBIT um rd. 0,8 Mio. Euro. Allerdings ist hierin ein periodenfremder Einmaleffekt eingeflossen in Höhe von 0,5 Mio. Euro.

Die Umsatzrentabilität in 2007 beträgt rd. 4,3 % im Vergleich zu 3,7 % im Vorjahr.

4. Kurzberichte zur Lage der Tochtergesellschaften

PKS Direktwerbe GmbH, Frankfurt

Bedingt durch das Wegbrechen von zwei umsatzstarken und margenträchtigen Kunden am Anfang des Berichtsjahres brach der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um fast 24% ein. Das war auch so budgetiert worden. Dass das Betriebsergebnis überproportional eingebrochen ist, lag am teilweisen Ersatz dieser Umsätze durch schlechter bepreiste Aufträge. Aufgrund der vorhandenen Produktionsstruktur war es im Jahr 2007 nicht möglich, neue Aufträge in signifikantem Umfang zu generieren. Um die vorhandenen Strukturen weiter zu sichern, wird in 2008 auf eine neue Software umgestellt, wodurch vorhandene Kunden effizienter bearbeitet werden können.

Nach dem Bilanzsstichtag haben die beiden Geschäftsführer Jörg Helfricht und Reinhold Flierl gekündigt. Herr Zöll, der ehemalige Inhaber, steht als Geschäftsführer wieder zur Verfügung. Im Zuge der Entwicklung am Markt hin zu weiterem Outsourcing von Inhouse-Aktivitäten bei Banken, Versicherungen und potenziellen Kunden aus anderen Branchen, ist der Einheit eine gute Entwicklung für die nächsten Jahre vorher zu sagen. Der Maschinenpark entspricht dem aktuellen Stand der Technik. Durch die vertriebliche Einbindung auch in die Konzernstrukturen mit zu erwartenden Synergieeffekten auch aus dem Bereich Document Services der Schweizerischen Post, wird es voraussichtlich zu einer Expansion kommen.

LS Dialogmarketing GmbH & Co. KG, Dettingen/Teck

Die Einheit lebt von ihren Stammkunden und von Aufträgen, die über den Zentralen Vertrieb dort eingesteuert werden. Da Aufträge im Vergleich kostengünstiger in Osteuropa zu produzieren sind, gelangen diese Aufträge nur dann an den Produktionsstandort Dettingen, wenn aus datenschutzrechtlichen Überlegungen heraus eine Produktion in Osteuropa vom Kunden nicht gewünscht wird oder spezielle Produktionstechnologien in Osteuropa noch nicht vorhanden sind.

Die LS Dialogmarketing GmbH & Co. KG befindet sich in einer schwierigen Situation durch die Konkurrenz innerhalb der Division. Immer mehr Auftragsvolumen wird an die kostengünstigeren Standorte in Pilsen, Budapest und Krakau verlagert. Ergebnistechnisch profitiert die Einheit von ihrem Produktionsstandort in Krakau. Wegbrechende Stammkunden können nur bedingt ausgeglichen werden. Allerdings wächst der größte Stammkunde Readers Digest weiter. Ob das nach Outsourcing der Einkaufsaktivitäten an Williams Lea auch in 2008 noch sein wird, bleibt abzuwarten. Dennoch werden einige strukturverändernde Maßnahmen in 2008 durchgeführt. Langfristig sollen die Produktionskapazitäten am deutschen Standort Dettingen/Teck weiter reduziert werden. Der Standort hat aber als Knowhow-Standort strategische Bedeutung innerhalb der GHP-Gruppe.

DMS Dialogmarketing Kft., Budapest

Die Einheit lebt zu 70 % von Aufträgen, die für den südosteuropäischen Markt bestimmt sind und aus Dettingen dorthin zur Produktion vergeben werden. Die Umsatzzuwächse sind somit auch erklärt. Der Beschäftigungsgrad in Budapest erhöhte sich durch steigendes Auftragsvolumen von Seiten Readers Digest International, welches nach Dettingen vergeben worden war, aber auch durch eine Reduktion bei den Produktionskapazitäten in Deutschland.

GHP Direct Mail s.r.o., Pilsen

Die positive Entwicklung bei den Umsatzerlösen setzte sich in 2007 nicht fort. Eine Stabilisierung auf Vorjahresniveau wurde trotz sinkender Preise erreicht, indem weiteres Auftragsvolumen nach Pilsen verlagert worden ist. Allerdings führt dies zu gestiegenen Aufwendungen bei den bezogenen Leistungen der GHP Direct Mail GmbH und bei der LS Dialogmarketing GmbH & Co. KG. Weitere Produktionsanteile sind im Berichtsjahr von dort nach Pilsen verlagert worden. Dieser Trend wird sich weiter fortsetzen, da der Lohnkostenvorteil immer noch bedeutend ist im Vergleich zu Deutschland. Da aber aus datenschutzrechtlichen Überlegungen heraus immer noch nicht alle Kunden bereit sind, eine Produktion im Ausland zu dulden, ist eine 100%ige Verlagerung der pesonalintensiven Produktion von Deutschland nach Osteuropa nicht möglich.

Durch Investitionen in effizienzsteigernde Maßnahmen konnte ein Durchschlagen der negativen Effekte durch die vom Markt erzwungene Substitution der früheren Kunden aus den Bereichen Versandhandel und Lotterie auf die Ebene des Betriebsergebnisses verhindert werden. Dieses Problem durfte nicht unterschätzt werden, da die gesamten Prozessstrukturen des Standortes auf die Belange der alten Kundenstruktur abgestimmt waren. Durch den Bezug des Neubaues Anfang 2006 waren aber auch die räumlichen Voraussetzungen geschaffen, dieses nachzuvollziehen.

Bei weiter steigenden Prozesskosten und möglicherweise weiter fallenden Preisen in Deutschland, genießt der Standort Pilsen große strategische Bedeutung in Bezug auf alle Arten personalkostenintensiver Produktion. Durch eine Verknappung des Angebotes an Arbeitskräften auf dem Stellenmarkt in Pilsen, kam es zu Preissteigerungen in erster Linie bei Leiharbeitern. Dem konnte am Jahresende dadurch begegnet werden, dass manuelle Produktionen mehr und mehr an den ursprünglichen Standort Kozojedy verlagert worden sind. An diesem Standort in ländlicher Umgebung stehen noch genügend preiswerte Arbeitskräfte zu Verfügung, die auch wesentlich flexibler eingesetzt werden können als Leiharbeiter in Pilsen, die immer in größeren Kontingenten geordert werden müssen und dann auch für bestimmte Perioden abgenommen werden müssen. Für 2008 besteht hier weitere Optimierungsmöglichkeit auch auf der Kostenseite.

Mailstep s.r.o., Prag

Die Firma beschäftigt sich nach wie vor in erster Linie mit dem Folieren von am Standort hergestellten Verlagsprodukten, um ihren Kunden zu helfen, die postalischen Bestimmungen in der Tschechischen Republik zu erfüllen. Eine Diversifikation in das Geschäftsfeld Fulfillment für Handy-Kunden hat sich als zweites Standbein im Berichtsjahr gut entwickelt. Nach dem Wegfall des Fulfillmentkunden Readers Digest International zum Jahresende 2005 wurde hiermit die Produktionsbreite wieder hergestellt. Eine weitere Expansion könnte nur in diesem Segment erfolgen.

Im Stammgeschäft, dem Folieren von Verlagsprodukten, gibt der Markt kaum zusätzliches Volumen her. Das Kerngeschäft auf weitere Märkte auszudehnen, hieße im Ausland einen weiteren Produktionsstandort aufzubauen. Allerdings sind diese Märkte bereits besetzt. Unter strategischen Gesichtspunkten ist diese Einheit nur schwierig in die Division Mail der GHP-Gruppe zu integrieren. Es gibt so gut wie keine Überschneidungen zum Mail-Geschäft und somit keine zu erwartenden Synergien. Die Firma ist gut im lokalen Markt aufgestellt und erwirtschaftete im Berichtsjahr eine Umsatzrendite von ca. 11%.

GHP Direct France S.a.r.l., Paris

Die Vertriebs- und Brokerfirma konnte trotz leichter Umsatzsteigerung gegenüber Vorjahr ihr Betriebsergebnis nicht halten. Nachdem ähnlich wie auf dem Direktmarketing-Markt in Deutschland das erste Quartal 2007 sehr Erfolg versprechend war, brachen die Geschäfte ab dem 2. Quartal ein. Die Marktnachfrage war relativ gering, was erheblichen Einfluss auf die Preise hatte und damit auf die Gewinnmargen im Brokergeschäft. Leider scheint sich dieser Trend über das Berichtsjahr hinaus fort zu setzen.

GHP Direct RUS LLC, Moskau

Die Firma dürfte weiter an strategischer Bedeutung gewinnen. Nachdem sie sich in erster Linie als Broker auf dem lokalen betätigt und auch Aufträge für GHP-Produktionsstätten generiert, verlangt der wachsende Markt in Moskau und St. Petersburg immer stärker nach einer breiteren Angebotspalette. Seit Beginn an wird auch Data-Entry angeboten und hat sich zu einem einträglichen Geschäft entwickelt. Die Erstellung von Datenfiles aus diversen Quellen stellt die erste Stufe zur Anwendung von Direktmarketing dar. Die vorhandenen Kundenpotenziale sollen nun genutzt werden, die Wertschöpfungskette entlang der existierenden Kundenkontakte zu verlängern, indem Stück für Stück eine Produktion am Standort Moskau aufgebaut werden soll. Interessante Kontakte in andere russische Teilmärkte, wie z.B. zu Telekommunikationsanbietern aus dem unterentwickelten südrussischen Raum sollen ebenfalls genutzt werden, um zu expandieren. Gespräche mit der Mail Source, einer Unternehmung der Schweizerischen Post, haben stattgefunden, um über Synergien, d.h. gemeinsame Kunden, zusätzliches Marktpotenzial zu erschließen.

GHP Direct U.K. Ltd., Southampton

Nach dem Ende jeglicher Produktionstätigkeit im Jahr 2006, war geplant, die Firma als Vertriebs-standort für den Britischen Markt zu verwenden. Nach dem Verlust der dafür nötigen Vertriebsmitarbeiter ist die Firma in 2007 schlafend gestellt worden. Der Mietvertrag ist bereits in 2006 abgelöst worden. Die Formalitäten für eine Liquidation sind erledigt. In 2007 sind lediglich nachlaufende Kosten angefallen.

IV. Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Allgemeines Unternehmensrisiko

Der Fortbestand des Unternehmens ist aufgrund der Einbindung in die GHP Gruppe und der Schweizerischen Post gegeben. Der Geschäftsleitung sind keine Änderungen innerhalb der Konzernstruktur bekannt, die dem Fortbestand des Unternehmens entgegenstehen. Aufgrund der Absicherung wesentlicher Teile des Umsatzes durch langfristige Verträge, sind aus heutiger Sicht auch keine wesentlichen Umsatzrisiken erkennbar.

Branchenrisiko

Im Gegensatz zur Riskmap aus dem Jahr 2006 sind durch begleitende Maßnahmen die Risiken für das Geschäftsjahr 2007 grundsätzlich in ihren Einzelauswirkungen minimiert worden bzw. die Eintrittswahrscheinlichkeit ist auch durch die gesellschaftsrechtliche Verbundenheit mit dem neuen Hauptgesellschafter verringert worden.

Im Rückblick werden die größten Risiken nun darin gesehen, dass gesamtwirtschaftliche Einflüsse dazu führen könnten, dass das Medium Direktwerbung für die Kunden an Attraktivität verliert. Die Kundengruppe der Versandhändler hat hier speziell in den Jahren 2004 bis 2006 einschlägig schlechte Erfahrungen gemacht, was zu einem dramatischen Einbruch der Umsätze mit diesen geführt hat.

Beschaffungsrisiko

Da die GHP Direct Mail GmbH auf dem Beschaffungsmarkt auf eine große Auswahl an Lieferanten zurückgreifen kann, kann von einem Beschaffungsrisiko kaum ausgegangen werden. Auch die Implementierung eines strategischen Einkaufs im Jahre 2005, der organisatorisch der Holding angegliedert ist sowie die Aufstockung des operativen Einkaufs um eine Fachkraft in 2007, hat zu einer weiteren Minderung eines diesbezüglichen Risikos beigetragen. Durch ein zentrales Controlling der gruppenweiten Einkaufstätigkeiten im strategischen Einkauf konnten hier Synergien gehoben werden, indem Einkaufsströme gebündelt werden konnten und der Einkauf in der Gruppe signifikant erhöht wurde.

Wechselkursrisiko

Wechselkursrisiken bestehen angesichts der geringen Exportaktivitäten mit Kunden nicht. Auf der Importseite wird in der Regel in Euro abgerechnet.

Produktionsrisiko

Dem Produktionsrisiko wird durch eigene Qualitätsaudits und Standards nach DIN/ISO entgegen gewirkt. Die Projektmanager für die Installation neuer Aufträge werden systematisch in den Techniken des Projektmanagement geschult, um Kundenerwartungen zur vollen Zufriedenheit zu erfüllen und dadurch das Risiko des Scheiterns von Projekten weitgehend einzuschränken.

Durch hohe Fixkosten resultierend aus dem Gebäude in der Kronacher Straße in Bamberg, der hohen AfA sowie dem großen Personalstamm incl. dem dazugehörigen Overhead in der Auftragsvorbereitung, angefangen beim Vertrieb über Kalkulation, Produktentwicklung und Vertriebsinnendienst, sind permanent große Produktionskapazitäten zu füllen. Dieses erhebliche Kostenrisiko besteht Monat für Monat, was aber im Worst Case bedeuten könnte, dass vier Monate mit sehr schlechter Auslastung auf den Produktionsanlagen, ein gesamtes Jahresergebnis aus 2008 neutralisieren könnten.

Eventuelle Betriebsunterbrechungen sind durch Backup Konzepte möglichst abgesichert. Es besteht zudem eine Betriebsunterbrechungsversicherung.

Absatzrisiko

Eine weiterhin große Gefahr geht aus von der Abhängigkeit von großen Kunden bzw. Kundengruppen. Zwar wurde die ehemals größte Kundengruppe der Versandhändler mittlerweile abgelöst durch eine weniger große Homogenität in der Kundenzusammensetzung. Speziell die Kundengruppe der Finanzdienstleister, hat sich in den vergangenen beiden Jahren überproportional entwickelt, ein weiteres Zurückgehen der Umsätze aus dem Bereich der Versandhändler wäre aber kurzfristig nur schwer durch Umsätze aus anderen Kundengruppen zu kompensieren.

V. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Durch die Integration der Vertriebsaktivitäten der Betriebsstätte Sachsen, mit den Kontakten im Be-reich der Finanzdienstleister wird das Mailingeschäft stärker von dieser Kundengruppe profitieren. Dies ist nötig, um einerseits weiter fallende Preise bei den Stammkunden im Bereich Versandhandel ausgleichen, andererseits um den möglichen Wegbruch von Stammkunden aus diesem Sektor kompensieren zu können.

Im Juni 2008 wird die nächste DRUPA stattfinden. Neue Technologien sind zu erwarten, die entweder über Investitionen zu Effizienzsteigerungen in der Produktion führen werden, was helfen sollte, weitere Preisrunden auf einem Markt mit Überkapazitäten zu überstehen, andererseits scheint die Entwicklung des Vierfarb-Digitaldrucks mittlerweile zu einem Qualitätsgrad geführt zu haben, dass aus dieser neuen Technologie heraus deutliche Marktimpulse zu erwarten sind, die über eine Substitution des Offsetdrucks in Teilbereichen hinausgehen werden.

Während im Bereich Kuvertierung das Ziel, die Vorkalkulationserreichung, erreicht wurde, ist in der Falzerei noch Optimierungspotenzial zu vermuten, welches in 2008 gehoben werden wird und weitere Kosteneinsparungen entweder direkt beim Personal oder bei Leiharbeitern in der Kostenzeile "Bezogene Leistungen" nach sich ziehen werden.

Große Investitionen sind für 2008 nicht geplant, wenn man von einer möglichen Investition in eine Endlosdigitaldruckmaschine absieht, die der Markt nach der DRUPA im Juni 2008 u.U. fordern wird.

Weitere strategische Investitionen wie zum Beispiel in neue Druckmaschinen sind für 2008 noch nicht vorgesehen. In diesem Zusammenhang bleibt abzuwarten, wie sich das Marktsegment "Formulardruck" entwickelt, welche erhebliche Auswirkungen auf die Standorte Jessen und Sachsen haben könnten. Sollte das Marktsegment weiter schrumpfen, werden Ersatzinvestitionen für die alten Druckmaschinen an diesen beiden Standorten nicht mehr getätigt. Es wird dann mit den bisher bestehenden Anlagen weiter produziert.

Ähnlich verhält es sich mit dem Bogendruck. Dieser Bereich stammt noch aus der Historie des Unternehmens, als eine Briefumschlagfertigung mit erheblichen Kapazitäten ein Teil der GHP-Gruppe war. Spätestens im Geschäftsjahr 2009 ist eine Entscheidung über eine Ersatzinvestition zu treffen. Die GHP-Gruppe bezieht jährlich ca. 330 Mio. Briefhüllen für ihre Mailingproduktion. Dieses Volumen reicht aus, die vorhandenen Bogendruckmaschinen mit einem befriedigenden Beschäftigungsgrad arbeiten zu lassen. Sollte über die Zusammenlegung von Geschäftsbereichen auch aus anderen Di-visionen kein Ersatz für die Deckungsbeiträge aus dem Bogendruck erfolgen können, wird es wohl zu einer Reinvestition kommen müssen. Durch den technologischen Fortschritt werden dann 2 Maschinen durch eine schnellere Maschine ersetzt werden können, was über die damit verbundenen Kosteneinsparungen eine Amortisation in vertretbarem Zeitraum erwarten lässt.

Auf Grund der günstigen Branchenentwicklung und Produktionsvoraussetzungen der GHP Direct Mail GmbH ist grundsätzlich mit weiter wachsendem Umsatz zu rechnen. Jedoch ist eine gewisse Dämpfung aus der sich abschwächenden konjunkturellen Entwicklung zu erwarten.

Die Wettbewerbsfähigkeit wird durch weitere Projekte zur Erhöhung der Produktivität gesichert und weiter ausgebaut.

Die periodisch erstellten Analysen für die kurz- und langfristige Entwicklung des Unternehmens ergeben keine Risiken für den Bestand des Unternehmens sowie für die Finanz- und Ertragslage.

VI. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ablauf des Geschäftsjahres

Aufgrund der aktuellen Einschätzung der Umsätze der ersten beiden Monate 2008 ist davon auszugehen, dass die geplanten Ziele für die Monate Januar und Februar 2008 nicht erreicht werden können. Die Anfragetätigkeit für diesen Zeitraum war relativ schwach. Nachdem die Werbeetats unserer Kunden für das komplette Jahr feststehen und als Grundlage für unsere Planung dienten, ist davon auszugehen, dass die für die beiden genannten Monate nicht realisierten Werbemaßnahmen zu einem späteren Zeitpunkt in die Produktion gelangen. Daher wird für das Jahr 2008 mit weiter steigenden Umsätzen in Höhe von insgesamt EUR 78 Mio. und unterproportionalen Kostensteigerungen gerechnet, so dass sich die Ergebnissituation der Gesellschaft weiter verbessern wird.

Bamberg den 14. März 2008

GHP Direct Mail GmbH

Geschäftsführung

gez. Jürgen Kremser

gez. Jürgen Hufnagel

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2007

GHP DIRECT MAIL GMBH, BAMBERG

A K T I V A

  31.12.2007
EUR
31.12.2006
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 17.570.360,30 15.392.505,64
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 70.268,47 37.811,00
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 70.268,47 37.811,00
II. Sachanlagen 7.547.189,19 5.301.792,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.367.019,80 14.762,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.696.733,63 4.777.880,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 465.435,76 509.150,00
4. Geleistete Anzahlungen 18.000,00 0,00
III. Finanzanlagen 9.952.902,64 10.052.902,64
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.952.902,64 9.952.902,64
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 100.000,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 17.164.482,14 15.067.310,68
I. Vorräte 4.037.294,15 3.930.798,00
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.931.605,14 1.427.455,00
2. Unfertige Erzeugnisse 2.020.408,28 2.330.118,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 85.280,73 173.225,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 12.942.403,28 10.867.032,40
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.920.554,65 5.708.516,81
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.742.360,02 4.275.823,44
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.279.488,61 882.692,15
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 184.784,71 269.480,28
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 250.417,84 300.005,42
  34.985.260,28 30.759.821,74

P A S S I V A

  31.12.2007
EUR
31.12.2006
EUR
A. EIGENKAPITAL 1.675.602,72 1.675.602,72
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 675.602,72 675.602,72
B. RÜCKSTELLUNGEN 7.987.824,88 7.744.149,00
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.887.900,00 3.714.586,00
2. Sonstige Rückstellungen 4.099.924,88 4.029.563,00
C. VERBINDLICHKEITEN 25.321.832,68 21.340.070,02
1. Genussrechtskapital 10.000.000,00 10.000.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.396.267,49 3.266.540,24
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.494.940,64 3.327.555,39
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.537.798,86 2.448.705,11
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.892.825,69 2.297.269,28
- davon aus Steuern: EUR 1.341.816,38 (Vorjahr: EUR 613.106,12)    
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 75.793,84 (Vorjahr: EUR 9.547,58)    
  34.985.260,28 30.759.821,74

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2007

  2007
EUR
2006
EUR
1. Umsatzerlöse 73.307.971,24 64.389.852,49
2. Verminderung oder Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -323.271,44 756.060,81
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 66.508,88 2.937,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 4.504.396,74 4.418.182,19
  77.555.605,42 69.567.032,49
5. Materialaufwand -38.298.360,99 -33.452.052,09
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -16.381.395,78 -14.137.938,77
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -21.916.965,21 -19.314.113,32
6. Personalaufwand -20.198.871,97 -18.586.983,72
a) Löhne und Gehälter -16.479.766,01 -15.000.792,21
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.719.105,96 -3.586.191,51
- davon für Altersversorgung: EUR 560.455,11 (Vorjahr: EUR 690.534,34)    
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.410.484,45 -1.322.920,63
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -14.493.276,16 -13.806.474,57
  -74.400.993,57 -67.168.431,01
  3.154.611,85 2.398.601,48
9. Erträge aus Beteiligungen 0,00 637.132,46
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 637.132,46)    
10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 276.603,53 1.031.544,89
11. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 6.000,00
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 6.000,00)    
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 166.625,49 208.183,96
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 135.220,67 (Vorjahr: EUR 182.303,60)    
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.089.408,58 -1.147.383,19
- davon Vergütung für Genussrechtskapital: EUR 789.998,52 (Vorjahr: EUR 789.998,52)    
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 36.227,29 (Vorjahr: EUR 3.643,83)    
  -646.179,56 735.478,12
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.508.432,29 3.134.079,60
15. Außerordentliche Erträge 0,00 2.201,72
16. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 -625.099,01
17. Außerordentliches Ergebnis 0,00 -622.897,29
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -10.258,72 -7.753,98
19. Sonstige Steuern -16.701,69 -173.418,08
  -26.960,41 -181.172,06
20. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn -2.481.471,88 -2.330.010,25
21. Jahresüberschuss 0,00 0,00

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2007

A. GRUNDSÄTZE DER BERICHTERSTATTUNG

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt nach den Vorschriften des HGB und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG.

Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

Zur besseren Übersichtlichkeit sind bestimmte Vermerke der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang dargestellt.

Für die Abwicklung von Kundenaufträgen werden die hierfür erforderlichen Portokosten von den Kunden teilweise auf ein separat geführtes Bankkonto überwiesen, von dem die Deutsche Post AG den Portoeinzug vornimmt (sog. Portotreuhandkonto). Die GHP Direct Mail GmbH verwaltet dieses Konto nur treuhänderisch; sie ist nicht wirtschaftliche Eigentümerin der überwiesenen Gelder. Die Verwaltung des Kontos erfolgt getrennt von den übrigen Konten in einer gesonderten Buchführung. Es wird aufgrund des treuhänderischen Charakters nicht in der Bilanz ausgewiesen. Das Portotreuhandkonto weist zum 31. Dezember 2007 einen Stand von TEUR 735 aus.

Zum 30.06.2007 wurde von der Firma Graficon GmbH & Co. KG mit dem Kauf- Übertragungsvertrag vom 26. Juli 2007 (UR-Nr. A 0908/2007 des Notars Heinz Wilhelm Hillmann) ein Teilgeschäftsbetrieb hinsichtlich der mit der Produktion in Sachsen bei Ansbach zusammenhängenden Rechtsverhältnissen erworben. Folgende Vermögensgegenstände und Rückstellungen wurden erworben:

30.06.07

AKTIVSEITE EUR
A. Anlagevermögen  
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 16.083,60
II. Sachanlagen 2.446.800,00
  2.462.883,60
B. Umlaufvermögen  
I. Vorräte 426.463,70
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 55.334,42
  481.798,12
  2.944.681,72
PASSIVSEITE EUR
A. Rückstellungen 169.880,26
  169.880,26

B. AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES

Der Anteilsbesitz der GHP Direct Mail GmbH stellt sich zum 31.12.2007 wie folgt dar:

Firma und Sitz des Unternehmens Währung Nominal- bzw. Festkapital Kapitalanteil
in %
Eigenkapital per 31.12.2007 Jahresergebnis 2007
Verbundene Unternehmen          
LS Dialogmarketing GmbH & Co. KG, Dettingen EUR 1.500.000 100,00 % 432.565 -285.454
LS Dialogmarketing Verwaltungs GmbH, Dettingen EUR 1.500.000 100,00 % 1.154.374 -116.469
GHP Direct Mail s.r.o, Kozojedy, Tschechien CZK 3.000.000 100,00 % 307.360.180 35.315.117
GHP Direct UK Ltd., Southampton, England GBP 200 100,00 % -3.584.585 -121.732
Mailstep Holding a.s., Prag, Tschechien* CZK 1.000.000 100,00 % 3.343.161 636.639
Mailstep s.r.o., Prag, Tschechien* CZK 120.000 100,00 % 90.569.534 11.333.854
GHP Direct France S.a.r.l., Levallois Perret, Frankreich EUR 30.000 76,67 % -7.530 67.436
GHP Direct Russ GmbH, Moskau, Russland RBL 5.466.814 99,00 % 17.024.839 9.552.559
PKS Direktwerbe GmbH, Frankfurt/Main EUR 150.000 100,00 % 1.538.563 0
DMS Dialogmarketing Kft, Budapest, Ungarn* HUF 35.000.000 100,00 % 104.701.259 6.792.496

* Mittelbare Beteiligungen der GHP Direct Mail GmbH

Stichtagskurse:

CZK: 26,5200

GBP: 0,7355

HUF: 252,3200

RBL:35,99

C. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN, WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 4 Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Die abnutzbaren Gegenstände des Sachanlagevermögens werden planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 30 Jahren abgeschrieben.

Die Nutzungsdauern der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden in Anlehnung an die steuerlichen AfA-Tabellen geschätzt. Auf Zugänge beweglicher Anlagegegenstände des Geschäftsjahrs werden zeitanteilige Abschreibungsbeträge verrechnet

Geringwertige Vermögensgegenstände i.S.d. § 6 Abs. 2 EStG werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Sie sind in der Entwicklung des Anlagevermögens jeweils als Zu- und Abgänge ausgewiesen.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Im Falle voraussichtlich dauerhafter Wertminderungen werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die im Jahre 2005 vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung auf die Beteiligung an der GHP Direct UK Ltd. in Höhe von EUR 1.220.525 wurde im abgelaufenen Berichtsjahr beibehalten.

Die Vorräte werden grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Sie wurden teilweise aufgrund der verlustfreien Bewertung zum Abschlussstichtag auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Als Herstellungskosten werden die produktionsbezogenen Vollkosten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Einzelne Forderungen wurden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Ausfallrisiken durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch angemessene Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 1 % Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten) werden zu Nominalwerten ausgewiesen.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben zu den Beträgen ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Sie werden grundsätzlich kurzfristig aufgelöst. Bei der Bildung des aktivischen Rechnungsabgrenzungspostens wurde vom handelsrechtlichen Aktivierungswahlrecht nach § 250 Abs. 3 Satz 1 HGB zur Aktivierung von Disagien Gebrauch gemacht.

Den Pensionsrückstellungen liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten unter Berücksichtigung des § 6a EStG zugrunde. Die Berechnung basiert auf den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und der Anwendung eines Rechnungszinsfußes von 6 %.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des Betrages gebildet worden, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung voraussichtlich notwendig ist, um alle bis zum Abschlussstichtag entstandenen Risiken und ungewissen Verpflichtungen abzudecken. Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde ausschließlich nach dem Blockmodell gebildet. Der Aufstockungsbetrag wurde mit dem Barwert der Verpflichtungen unter Verwendung der Richttafeln 2005 G angesetzt und mit einem Rechnungszins von 5,5 % p.a. ermittelt. Die Rückstellung für die Verbindlichkeit aus dem Erfüllungsrückstand wurde ebenfalls mit einer Abzinsung von 5,5 % p.a. errechnet.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Devisenmittelkurs ihres Buchungstages bewertet. Buchverluste aus Wechselkursänderungen zum Abschlussstichtag werden auf der Grundlage des Geld- bzw. Briefkurses ermittelt und ergebniswirksam berücksichtigt.

D. ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

I. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2007 ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Der Posten Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten betreffen entgeltlich erworbene EDV-Software.

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
  Stand am 1.1.2007 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2007
  EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.009.311,73 69.233,48 3.125,00 1.075.420,21
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 63.302,03 2.380.500,00 0,00 2.443.802,03
2. Technische Anlagen und Maschinen 44.803.752,61 1.210.130,78 1.710.842,35 44.303.041,04
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.468.928,35 140.832,94 244.854,48 2.364.906,81
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 18.000,00 0,00 18.000,00
  47.335.982,99 3.749.463,72 1.955.696,83 49.129.749,88
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 11.173.427,18 0,00 0,00 11.173.427,18
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 100.000,00 0,00 100.000,00 0,00
  11.273.427,18 0,00 100.000,00 11.173.427,18
  59.618.721,90 3.818.697,20 2.058.821,83 61.378.597,27
  Abschreibungen Buchwerte
  Stand am 1.1.2007 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2007 Stand am 31.12.2007 Stand am 31.12.2006
  EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 971.500,73 36.775,01 3.124,00 1.005.151,74 70.268,47 37.811,00
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 48.540,03 28.242,20 0,00 76.782,23 2.367.019,80 14.762,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 40.025.872,61 1.169.859,19 1.589.424,39 39.606.307,41 4.696.733,63 4.777.880,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.959.778,35 175.608,05 235.915,35 1.899.471,05 465.435,76 509.150,00
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 18.000,00 0,00
  42.034.190,99 1.373.709,44 1.825.339,74 41.582.560,69 7.547.189,19 5.301.792,00
III. Finanzanlagen            
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.220.524,54 0,00 0,00 1.220.524,54 9.952.902,64 9.952.902,64
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 100.000,00
  1.220.524,54 0,00 0,00 1.220.524,54 9.952.902,64 10.052.902,64
  44.226.216,26 1.410.484,45 1.828.463,74 43.808.236,97 17.570.360,30 15.392.505,64

II. Umlaufvermögen

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 2.374.623,37 (Vorjahr: EUR 1.769.447) enthalten. In diesen Forderungen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 3.555 (Vorjahr: EUR 1.239.928) enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen in Höhe von EUR 670.542 (Vorjahr: EUR 576.051) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

III. Aktive Rechnungsabgrenzung

Die aktive Rechnungsabgrenzung umfasst Disagio-Beträge für Darlehen mit einer Restlaufzeit von 39 Monaten in Höhe von EUR 56.815 (Vorjahr: EUR 75.123) sowie eine Vorauszahlung von langfristigem Zinsaufwand mit einer Restlaufzeit von 41 Monaten in Höhe von EUR 107.360 (Vorjahr: 138.800).

IV. Eigenkapital

Das Eigenkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Durch den Ergebnisabführungsvertrag mit der GHP Holding GmbH, Bamberg, wurde der erwirtschaftete Gewinn in Höhe von EUR 2.526.798 an die Muttergesellschaft abgeführt.

V. Rückstellungen

Von den sonstigen Rückstellungen entfallen EUR 2.649.718 (Vorjahr: EUR 2.595.353) auf den Personalbereich (im Wesentlichen für Urlaubslöhne und -gehälter, Überstunden, Urlaubsgeld und Altersteilzeitgelder). Des Weiteren wurden für Kundenboni EUR 516.500 (Vorjahr: EUR 455.505) sowie für ausstehende Rechnungen EUR 395.900 (Vorjahr: EUR 254.270) zurückgestellt.

VI. Verbindlichkeiten

Der Verbindlichkeitenspiegel der GHP Direct Mail GmbH stellt sich zum 31.12.2007 wie folgt dar:

Werte in EUR bis 1 Jahr Restlaufzeit mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre gesamt davon gesichert
Genussrechtskapital 0 10.000.000 0 10.000.000 0
  (0) (10.000.000)      
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 851.333 1.544.934 0 2.396.267 1.809.876
  (870.273) (2.396.267) (0) (3.266.540) (1.832.562)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.494.941 0 0 5.494.941 0
  (3.327.555) (0) (0) (3.327.555) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.537.799 0 0 4.537.799 0
  (2.448.705) (0) (0) (2.448.705) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 2.087.871 804.955 0 2.892.826 0
  (1.343352) (664.854) (289.064) (2.297270) (0)
Summe 12.971.944 12.349.889 0 25.321.833 1.809.876
  (7.989.885) (13061.121) (289.064) (21.340.070) (1.832.562)

( ) = Vorjahr

Am 05.03.2004 wurde eine Genussrechtsvereinbarung zwischen der Gesellschaft und der European Private Funding I Limited Partnership, Whiteley Chambers, Don Street, St. Helier, Jersey, Channel Island abgeschlossen. Die Ansprüche aus dem Genussrecht treten gegenüber den Ansprüchen aller nicht nachrangigen Gläubiger des Unternehmens im Rang zurück und sind daher im Falle der Liquidation oder der Insolvenz des Unternehmens erst nach vollständiger Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zu bedienen.

Die Gegenleistung für die Bereitstellung des Genussrechtskapitals besteht neben einem Garantiegewinn in einer vom Jahresergebnis abhängigen Gewinnbeteiligung.

Die Kapitalrückzahlung erfolgt im Dezember 2011 (Restlaufzeit vier Jahre).

Die genannten Sicherheiten bestehen in Form von Sicherungsübereignungen. Über die genannten Sicherheiten hinaus bestehen in Bezug auf die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im branchenüblichen Maße Eigentumsvorbehalte.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 2.847.880 (Vorjahr: EUR 2.404.929) enthalten. In diesen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 2.229.478 (Vorjahr: EUR 387.783) enthalten.

VII. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse teilen sich nach geografisch bestimmten Märkten wie folgt auf:

  2007
EUR
2006
EUR
Inland 71.007.353,70 59.520.598,43
EU-Ausland 2.159.529,30 4.622.495,06
Drittland 141.088,24 246.759,00
Gesamt 73.307.971,24 64.389.852,49

In den sonstigen betrieblichen Erträge sind Gewinne aus Anlageabgängen in Höhe von EUR 230.957 (Vorjahr: EUR 556.202), aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 386.935 (Vorjahr: EUR 190.144), Erträge aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtigung in Höhe von EUR 32.376 (Vorjahr: EUR 161.005) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 634.197 (Vorjahr: EUR 27.890) enthalten. Die periodenfremden Erträge setzen sich im Wesentlichen aus einer Schadensersatzzahlung für das Geschäftsjahr 2001 in Höhe von EUR 499.904 zusammen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Konzernumlage in Höhe von EUR 1.445.400 (Vorjahr: EUR 1.564.400), EDV-Kosten in Höhe von EUR 826.133 (Vorjahr EUR 744.412) sowie Periodenfremder Aufwand in Höhe von EUR 20.436 (Vorjahr: EUR 24.535), Aufwendungen aus der Einstellung in die Einzelwertberichtigung in Höhe von EUR 134.263 (Vorjahr: 0) enthalten.

Unter den Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen wird die mit Gesellschafterbeschluss vom 18.12.2006 beschlossene und am 21.12.2006 im Handelsregister eingetragene Gewinnabführung der PKS Direktwerbe GmbH, Frankfurt/Main, ausgewiesen.

E. SONSTIGE ANGABEN

Die Gesellschaft hat im Jahresdurchschnitt 518 Mitarbeiter (Vorjahr: 467) beschäftigt, davon 364 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr 347) und 153 Angestellte (Vorjahr: 137).

Zum 31.12.2007 bestand für die bestehenden Kreditlinien bei der Bayerischen Hypo- und Vereinsbank AG, bei der Commerzbank AG sowie bei der Dresdner Bank AG jeweils in Höhe von bis zu EUR 5.000.000 eine gesamtschuldnerische Haftung der GHP Holding GmbH, der GHP Direct Mail GmbH, der GHP Dialog Services GmbH und der GHP Card Systems GmbH.

Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt EUR 10.446.013 (Vorjahr: EUR 12.435.632). Davon bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 5.497.844 (Vorjahr: EUR 7.240.458).

Zum 31.12.2007 haben Haftungsverhältnisse i.S.v. § 251 HGB in Höhe von EUR 277.410 (Vorjahr: EUR 511.304) bestanden, diese setzen sich zusammen aus einer Patronatserklärung in Höhe von EUR 7.530 (Vorjahr EUR 74.965) und Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 269.880 (Vorjahr EUR 436.339).

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2007 und bis zum heutigen Tag die Herren:

Jürgen Kremser, Geschäftsführer, Bamberg

Bernd Reichert, Geschäftsführer, Annweiler am Trifels (bis 07.01.2008)

Jürgen Hufnagel, Geschäftsführer, Stegaurach (ab 07.01.2008)

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer der GHP Direct Mail GmbH werden im Hinblick auf § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben.

Die Swiss Post GHP Holding GmbH, Bamberg, ist das Mutterunternehmen, das zum 31.12.2007 den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

Die Schweizerische Post, Anstalt des öffentlichen Rechts, Bern, ist das Mutterunternehmen, das zum 31.12.2007 den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird.

Bamberg, 14.03.2008

Jürgen Kremser, Geschäftsführer

Jürgen Hufnagel, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der GHP Direct Mail GmbH, Bamberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Nürnberg, den 28. März 2008

Rödl & Partner GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Keller, Wirtschaftsprüfer

Dehner, Wirtschaftsprüfer

Sonstige Angaben

1. Datum der Feststellung

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte in der Gesellschaftervesammlung am 8.Mai 2008.

Bamberg, im Mai 2008

Jürgen Kremser, Geschäftsführer

Jürgen Hufnagel, Geschäftsführer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

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Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

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