Stammdaten

Register
Amtsgericht Paderborn HRB 4272
Eingetragen
24.4.2003
Branche
Herstellung von elektrischen Mess-, Kontroll-, Navigations- u. ä. Instrumenten und VorrichtungenHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Wartung von mechanischen, elektromechanischen und elektronischen Überwachungs- und Kontrollgeräten sowie der dazugehörigen Software; auch alle damit zusammenhängenden und den Gesellschaftszweck fördernden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Carl Gabriel Altby
seit 17.5.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Curtis Instruments Inc.USA
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Curtis Instruments Inc.
United States
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Curtis Instruments GmbH

Paderborn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögenswerte
- Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1,00 1,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung 86.331,00 105.748,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
86.331,00 105.748,00
86.332,00 105.749,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.532.126,00 3.368.058,00
2. Geleiste Anzahlungen 23.031,82 0,00
3.555.157,82 3.368.058,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.351.988,29 1.086.050,40
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.853.219,49 851.353,87
3. Sonstige Vermögensgegenstände 168.249,82 366.919,07
4.373.457,60 2.304.323,34
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.069.653,28 4.320.243,54
11.998.268,70 9.992.624,88
C. Rechnungsabgrenzungsposten 45.092,31 41.477,83
12.129.693,01 10.139.851,71

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 60.001,00 60.001,00
II. Kapitalrücklage 1.060.267,87 1.060.267,87
III. Gewinnvortrag 6.791.843,29 6.770.447,73
IV. Jahresüberschuss 2.364.231,19 21.395,56
10.276.343,35 7.912.112,16
B. Rückstellungen
1. Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 364.706,00 383.593,00
2. Steuerrückstellungen 434.386,00 881.628,12
3. Sonstige Rückstellungen 363.776,40 334.014,77
1.162.868,40 1.599.235,89
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen 79.295,03 57.658,51
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 307.131,19 417.658,42
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 261.541,96 124.516,16
4. Sonstige Verbindlichkeiten 42.513,08 28.670,57
690.481,26 628.503,66
D. Passive latente Steuern 0,00 0,00
12.129.693,01 10.139.851,71

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

01.01.2023- 31.12.2023 Rumpfgeschäftsjahr 01.12.2022- 31.12.2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 26.625.197,84 1.595.609,21
2. Bestandsveränderungen
3. Sonstige betriebliche Erträge 179.242,26 27.458,23
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -19.044.076,29 -1.228.188,26
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.097.797,95 -55.974,43
-20.141.874,24 -1.284.162,69
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.672.156,71 -114.795,40
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -322.240,75 -26.837,06
-1.994.397,46 -141.632,46
6. Abschreibungen auf Sachanlagen -27.081,89 -1.656,70
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -1.281.636,59 -175.877,03
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 99.732,83 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.743,00 0,00
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.087.488,00 1.657,00
11. Ergebnis nach Steuern 2.364.951,75 21.395,56
12. sonstige Steuern -720,56 0,00
13. Jahresüberschuss 2.364.231,19 21.395,56

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

A. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss

Die Curtis Instruments GmbH hat ihren Sitz in Paderborn und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Paderborn (HRB 4272).

Die Curtis Instruments GmbH erfüllte zum 30. November 2021 erstmalig die Größenkriterien einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft. Aufgrund von § 267 Abs. 4 HGB treten die Rechtsfolgen jedoch erst zum 30. November 2022 ein.

Die Gesellschafterversammlung hat am 11. Februar 2022 beschlossen, das Geschäftsjahr auf das Kalenderjahr umzustellen. Das Vorjahr war daher ein Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Dezember 2022 bis zum 31. Dezember 2022. Das Berichtsjahr entspricht dem Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Dabei werden die größenabhängigen Erleichterungen des 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind im Anhang aufgeführt.

Aufgrund der beschlossenen Änderung des Geschäftsjahres umfasst der Vorjahresabschluss ein verkürztes Geschäftsjahr (Rumpfgeschäftsjahr) von nur einem Monat, vom 1. bis 31. Dezember 2022. Die Zahlen des Berichtsjahres sind daher nur eingeschränkt mit den Vorjahreszahlen vergleichbar.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

I. Allgemeine Angaben

Im Berichtsjahr wurden keine Abweichungen von in Vorperioden angewandten Darstellungs-, Bilanzierungs- und/oder Bewertungsmethoden vorgenommen.

II. Bilanzierung und Bewertung

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Im Berichtsjahr erfolgte keine außerplanmäßige Abschreibung.

Die entgeltlich erworbene Software wird über 10 Jahre abgeschrieben.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Im Berichtsjahr erfolgte keine außerplanmäßige Abschreibung.

Den Abschreibungen liegt eine Nutzungsdauer zwischen 3 bis 15 Jahren zugrunde.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 nicht übersteigen.

Die Vorräte (Waren) sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des § 240 Abs. 4 HGB und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, werden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Berücksichtigung allgemeiner Kreditrisiken wird eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die nicht einzelwertberichtigte Nettoforderungen gebildet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Gesellschafterversammlung hat am 26. September 2022 beschlossen, das Stammkapital von € 60.000,10 um € 0,90 auf € 60.001,00 aufzustocken. Die Einzahlung des Erhöhungsbetrags erfolgte am 1. Mai 2023.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen umfassen die Versorgungsverpflichtungen gem. § 249 Abs.1 Satz 1 HGB i.V.m. Art. 28 Abs. 1 EGHGB. Die Bewertung erfolgt gem. § 253 Abs. 1 Satz 2-4 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Der Berechnung liegt das Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) zugrunde. Rechnungsgrundlage sind die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck - Lizenz Heubeck-Richttafeln GmbH, der Rechnungszins beläuft sich aus 1,83 % (Vorjahr: 1,78 %). Der Zinssatz entspricht dem durchschnittlichen Marktzinssatz der Deutschen Bundesbank zum 31. Dezember 2023 aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren. Rentenanpassungen sind bei den Pensionsrückstellungen mit 1,5 % p. a. eingerechnet. Gehaltstrend und Fluktuation wurden mit 0 % angerechnet, weil keine Verpflichtungen gegenüber aktiven Anwärtern bestehen. Von der Übergangsregelung gemäß Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB wurde nicht Gebrauch gemacht.

Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB aus der Berechnung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre in Höhe von 1,75 % (Vorjahr: 1,44 %) beträgt € 2.838,00.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden gem. § 274 Abs.1 HGB auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handels- und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Im Berichtsjahr ergeben sich aktive latente Steuern in Höhe von T€ 36. Der Ausweis beruht auf unterschiedlichen Bilanzansätzen bei der Pensionsrückstellung sowie den Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten. Der Steuersatz beläuft sich auf 30,46 %. Gem. § 275 Abs. 1 S.2 HGB erfolgt kein Ausweis in der Bilanz.

C. Erläuterungen zu Bilanzposten

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im nachfolgenden (Brutto-)Anlagenspiegel (Bestandteil des Anhangs) dargestellt.

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind solche mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 30 enthalten.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 589 (Vorjahr T€ 851) und der Darlehensvergabe in Höhe von T€ 2.264 (Vorjahr T€ 0).

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 364 (Vorjahr T€ 334) enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Bonuszahlungen an die Mitarbeiter in Höhe von T€ 124 (Vorjahr T€ 103), Rückstellungen für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses in Höhe von T€ 102 (Vorjahr T€ 89), Urlaubsrückstellungen in Höhe von T€ 51 (Vorjahr T€ 42) und Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von T€ 46 (Vorjahr T€ 35).

In den Verbindlichkeiten sind keine mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren enthalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich solche aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 24 (Vorjahr T€ 24). Die Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit belaufen sich wie im Vorjahr auf T€ 1.

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 104 (Vorjahr T€ 14) sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 271 (Vorjahr T€ 96).

E. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr vom 2023 waren durchschnittlich 26 Angestellte (Vorjahr: 24) und ein gewerblicher Mitarbeiter (Vorjahr: 1) beschäftigt.

Geschäftsführung

Alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer war bis zum 30. April 2023 Herr Thomas Hetmeier, Barntrup-Alverdissen. Seit dem 1. Mai 2023 ist Herr Gabriel Altby, Öckerö/Schweden, Geschäftsführer. Da nur ein Mitglied der Geschäftsführung Bezüge von der Gesellschaft erhält, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen langfristigen finanziellen Verpflichtungen bestehen aus PKW-Leasing- und Mietverträgen für Büro- und Lagerräume in folgender Höhe:

Bis zu ein Jahr T€ 173
Mehr als 1 Jahr T€ 218
Davon mehr als 5 Jahre T€ 0
Summe T€ 391

In allen Fällen handelt sich um sogenannte Operate-Lease-Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringen Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken können sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden können, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

Gesellschafter und Konzernzugehörigkeit

Die Curtis Instruments GmbH, Paderborn, ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Curtis Instruments Inc., Mount Kisco, New York, USA, welche nicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet ist. Über die Gesellschafterin gehört unsere Gesellschaft zum Konzern der Platinum Equity, LLC, welche den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Jahresabschluss unserer Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Curtis Instruments, Inc. einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft in Mount Kisco, New York 10549, USA, erhältlich.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von T€ 9.156, der sich aus dem Jahresüberschuss von T€ 2.364 und dem Gewinnvortrag von T€ 6.792 ergibt, auf neue Rechnung vorzutragen.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht):

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

 

Paderborn, den 10. Februar 2025

Curtis Instruments GmbH

Gabriel Altby

Die Feststellung des Jahresabschlusses der Curtis Instruments GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 erfolgte am 11. Februar 2025.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 32.123,89 0,00 0,00 32.123,89
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 224.321,37 9.994,89 35.035,89 199.280,37
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
224.321,37 9.994,89 35.035,89 199.280,37
Insgesamt 256.445,26 9.994,89 35.035,89 231.404,26
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 32.122,89 0,00 0,00 32.122,89
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 118.573,37 27.081,89 32.705,89 112.949,37
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
118.573,37 27.081,89 32.705,89 112.949,37
Insgesamt 150.696,26 27.081,89 32.705,89 145.072,26
Restbuchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1,00 1,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 86.331,00 105.748,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
86.331,00 105.748,00
Insgesamt 86.332,00 105.749,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Curtis Instruments GmbH wurde am 1. Dezember 1989 in Paderborn als hundertprozentige Tochtergesellschaft von Curtis Instruments, Inc. mit Sitz in Mt. Kisco, New York, USA, gegründet. Am 23. Dezember 2021 wurde das Mutterunternehmen von Kohler Co. Inc. mit Sitz in Kohler, Wisconsin, USA, übernommen.

Curtis Instruments ist der hochspezialisierte Marktführer für Elektrifizierung in der Energieabteilung von Kohler - ein führendes Unternehmen in der Stromerzeugung und Notstromversorgung, Batteriespeicherung, kommerziellen und industriellen Microgrids und mehr.

Der Fokus von Curtis Instruments liegt auf elektrischen Antriebssystemkomponenten für Off-Highway- Fahrzeuge und industrielle Ausrüstungen.

Die Hauptaktivität der Curtis Instruments GmbH besteht im Vertrieb an OEM-Unternehmen in diesem Marktsegment. Der Vertrieb umfasst auch die Systemgestaltung und -konfiguration der kompletten elektrischen Antriebstrangsysteme des Kunden.

Die Curtis Instruments GmbH ist für den Vertrieb in den geografischen Gebieten Deutschland, Benelux, Österreich, den deutschsprachigen Teil der Schweiz, Polen, Ungarn, Tschechien und die Slowakei verantwortlich.

Darüber hinaus fungiert die Curtis Instruments GmbH als europäisches Logistikzentrum von Curtis und importiert Produkte aus den verschiedenen Produktionsstätten von Curtis, die dann im Auftrag von Schwesterunternehmen in anderen europäischen Ländern wie Italien, Frankreich und Schweden in ganz Europa verteilt werden.

Die Geschäftstätigkeit des Unternehmens erfolgt von der Friedrich-List-Straße 26, Paderborn, wo es eine 1.525 m 2 große Facility mietet, davon 890 m 2 Lagerfläche und 635 m 2 Bürofläche.

Das Unternehmen übt keine Tätigkeiten im Bereich der Produktion oder Forschung und Entwicklung aus.

2. Wirtschaftliche und allgemeine Bedingungen

Die Inflationsrate in Deutschland war 2023 weiterhin von stark steigenden Preisen geprägt, insbesondere im Bereich der Energie und Lebensmittel. Im Jahresdurchschnitt lag die Inflation bei rund 6,03%, was im Vergleich zu den Vorjahren eine leichte Entspannung darstellt, jedoch nach wie vor signifikante Belastungen für Unternehmen bedeutet.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Deutschland wuchs 2023 nur moderat, was auf eine Vielzahl von Faktoren wie die globale wirtschaftliche Unsicherheit, hohe Energiepreise und eine schwächere Nachfrage aus dem Ausland zurückzuführen ist. Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage und einer gedämpften Binnenkonjunktur konnte Deutschland sein BIP stabil halten, wenn auch auf niedrigem Niveau.

Der Anstieg des Wachstums im elektronischen Arbeitsmarkt wird voraussichtlich in den kommenden Jahren auf den deutschen Arbeitsmärkten zunehmen (https://www.mordorintelligence.com.)

Unser Hauptgeschäft bezieht sich auf den elektronischen Arbeitsmarkt der natürlich über Deutschland hinaus geht.

Das geografische Vertriebsgebiet des Unternehmens deckt einen bedeutenden Teil von Mitteleuropa ab, mit Kunden in 9 verschiedenen Ländern, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Europäischen Union. Hauptsächlich sind wir auf Deutschland eingestellt und bemühen uns der wirtschaftlichen Besserung in Deutschland beizutragen.

Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung in jedem dieser Länder ist unterschiedlich, aber ein gemeinsamer Faktor ist die Entwicklung des Marktes für elektrische Antriebssysteme, in dem ein deutliches Wachstum in allen Märkten zu beobachten ist.

Die Elektrifizierung, die historisch auf einige wenige Industrien wie Materialhandling (Gabelstapler), Reinigungsmaschinen, medizinische Mobilitätshilfen (Rollstühle usw.) und Freizeitfahrzeuge wie beispielsweise Golfwagen fokussiert war, dehnt sich nun auf andere Marktsegmente aus. Beispiele für neue Märkte, die elektrifiziert werden, sind Baumaschinen (Bagger, Radlader usw.), Landwirtschaft (Traktoren, Saatroboter), Flughafenbodenabfertigungsgeräte, Rasen- und Gartenpflegeprodukte und mehr.

3. Geschäftsentwicklung

Die finanziellen Leistungsindikatoren der Curtis Instruments GmbH sind der Umsatz und das Jahresergebnis.

Der Auftragseingang lag mit einem Jahreswert von 13.412 T€ unter dem budgetierten Wert. Ende 2023 lag ein noch offener Auftragsbestand im Wert von 306 T€ vor.

Der gesamte Umsatz im Geschäftsjahr 2023 lag etwa 8 % unter dem Budget. Der Umsatz aus den Verkäufen an externe Kunden war um 7 % höher als die budgetierten Verkäufe, während der Umsatz aus internen Verkäufen um 23 % unter dem Budget lag.

Insgesamt war das Jahr 2023 dennoch sehr gut, mit einer starken Nachfrage auf dem Markt nach den Produkten des Unternehmens. Der Grund für die niedrigeren internen Verkäufe war, dass zunehmend Lieferungen von den Fabriken des Mutterunternehmens direkt an Endkunden in Europa erfolgten, ohne über das Verteilzentrum der Curtis Instruments GmbH zu laufen.

Das Ergebnis vor Steuern liegt etwa 21 % über dem Budget. Der Grund für das gute Ergebnis ist, neben den höheren Verkäufen an Dritte, eine höheres Rohergebnis.

4. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

4.1 Ergebnis der Geschäftstätigkeit

01.01.2023- 31.12.2023 01.12. bis 31.12.2022 Veränderung
in %
Rohergebnis 6.483.323,60 311.446,52 6.171.877,08 1982%
sonstige betriebliche Erträge 179.242,26 27.458,23 151.784,03 553%
Personalaufwendungen -1.994.397,46 -141.632,46 -1.852.765,00 1308%
Abschreibungen -27.081,89 -1.656,70 -25.425,19 1535%
sonstige betriebliche Aufwendungen -1.281.636,59 -175.877,03 -1.105.759,56 629%
operatives Ergebnis (EBIT) 3.359.449,92 19.738,56 3.339.711,36 16920%
Zinsen 92.989,83 - 92.989,83 100%
sonstige Steuern -720,56 - -720,56 100%
Finanzergebnis 92.269,27 - 92.269,27 100%
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.087.488,00 1.657,00 -1.089.145,00 -65730%
Jahresüberschuss 2.364.231,19 21.395,56 2.342.835,63 10950%

Da das Vorjahr als "Rumpfjahr" (nur ein Monat, Dezember 2022) betrachtet wird, gibt der Vergleich der aktuellen Zahlen mit dem Vorjahr kein klares Bild ab. Es ist zu beachten, dass der Dezember in der Regel weniger Umsatz generiert, da weniger Arbeitstage aufgrund der Weihnachts- und Neujahrsferien vorliegen.

Wenn jedoch die Umsatzerlöse im Jahr 2023 (26.625 T€) mit den Umsatzerlösen im Kalenderjahr 2022 (22.935T€) verglichen werden, ergibt sich eine Steigerung um 3.690 T€, oder 16 %, was auf die günstigen Marktbedingungen zurückzuführen ist.

Des Weiteren ist der Materialaufwand von 17.836 T€ im Kalenderjahr 2022 auf 20.142 T€ im Kalenderjahr 2023 angestiegen. Dies ist ein Anstieg von 2.306 T€ oder 13%, der sich unterproportional zum Umsatzanstieg entwickelt hat. Dadurch ergibt sich ein gegenüber dem Kalenderjahr 2022 um 1.384 T€ verbesserte Rohergebnis für das Geschäftsjahr 2023. Der Grund hierfür ist insbesondere der Anstieg der Verkaufspreise im Jahr 2023, welcher zu einer Margenverbesserung führte.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich im Kalenderjahr 2023 auf 179 T€ und lagen damit um 98 T€ unter dem Vorjahreswert von Kalenderjahr 2022. Die Erträge setzten sich hauptsächlich aus Währungsumrechnungserträgen in Höhe von 104 T€ zusammen, welche den Vorjahreswert von 2022 in Höhe von 47 T€ unterschreiten.

Darüber hinaus hat sich der Personalaufwand im von 1.992 T€ im Kalenderjahr 2022 auf 1.994 T€ im Geschäftsjahr nur unwesentlich erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Kalenderjahr 2023 insgesamt 1.282 T€, was einer Erhöhung um 76 T€ im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Wesentliche Gründe hierfür sind höhere Messekosten und Reisekosten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Währungsumrechnungsverluste in Höhe von 271 T€ enthalten, welche im Vergleich zum Kalenderjahr 2022 um 74T€ niedriger sind.

Der Jahresüberschuss für das Kalenderjahr 2023 beträgt 2.364 T€, verglichen mit 1.564 T€ im Jahr 2022.

4.2 Nettovermögen und Finanzlage

Aktiva 2023-12-31 2022-12-31 Veränderung
T € T € T € in %
Anlagevermögen 86,3 105,7 -19,4 -18%
Vorräte 3.555,1 3.368,1 164,0 5%
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.373,5 2.304,3 2.092,2 91%
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.069,7 4.320,2 -250,5 -6%
aktive Rechnungsabgrenzung 45,1 41,5 3,6 9%
total 12.129,7 10.139,8 1.989,9 20%

Die Vermögenswerte des Unternehmens bestehen überwiegend aus kurzfristigen Vermögenswerten, und das Unternehmen verfügt über einen erheblichen Betrag an liquiden Mitteln. Die Erhöhung der Forderungen ergibt sich aus höheren Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen zum Stichtag, die auf Lieferzeitpunkte und Zahlungen von anderen Konzernunternehmen zurückzuführen sind, sowie der Vergabe des Darlehens an die Kohler International Holdings, Ltd in Höhe von 2.509,6 T$ (2.264 T€ umgerechnet zum Bilanzstichtag).

Des Weiteren haben sich die liquiden Mittel (Bankguthaben) zum Stichtag von 4.320 T€ auf 4.070 T€ verringert, was eine Veränderung von 250 T€ bedeutet. Zum einen ist dies auf das positive Jahresergebnis von 2.364 T€ ohne nennenswerte Veränderungen bei Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten zurückzuführen. Hier konnten wir den größten Teil des Gewinns in unserer Liquidität widerspiegeln. Zum anderen ist Mittelabgang in Höhe von 2.264 T€ aus der Vergabe des oben genannten Darlehens an die Kohler International Holdings, Ltd zu nennen.

Passiva 2023-12-31 2022-12-31 Veränderung
T € T € T€ in %
Eigenkapital 10.276,30 7.912,1 2.364,2 30%
Rückstellungen 1.162,90 1.599,2 -436,3 -27%
Verbindlichkeiten 690,50 628,5 62,0 10%
Passive latente Steuern - - - 0%
total 12.129,70 10.139,8 1.989,9 20%

Das Eigenkapital wurde aufgrund des Jahresüberschusses erhöht. Es wurden keine Dividenden ausgeschüttet.

Die Rückstellungen verringerten sich hauptsächlich aufgrund geringerer Steuerverbindlichkeiten.

Das Unternehmen ist finanziell gut aufgestellt, es gibt keine externen Kreditlinien, und das Netto-Umlaufvermögen reicht aus, um die Geschäftstätigkeit im Jahr 2024 fortzuführen. Für das Geschäftsjahr 2023 lagen keine wesentlichen Investitionen vor. Für das kommende Jahr sind keine größeren Investitionen geplant.

5. Chancen- und Risikobericht

Der kaufmännische Bereich des Unternehmens führt die Aufgaben der allgemeinen Risikoanalyse durch. Die nachfolgend aufgeführten Chancen und Risiken werden in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung erläutert.

5.1 Chancen

Die größte Chance der Curtis Instruments GmbH liegt im Marktwandel zu elektrischen Antriebssystemen in neuen Märkten. Besonders Maschinenhersteller für die Landwirtschaft und Baumaschinenbranche befinden sich aktuell im Wandel hin zur Elektrifizierung ihrer Produktpaletten. Dies lässt den Gesamtmarkt für die Produkte, die Curtis Instruments GmbH anbietet, jährlich signifikant wachsen. Durch die aktive Vermarktung unserer Produkte in diesen Märkten ergeben sich erhebliche Wachstumschancen.

5.2 Risiken

Ein erhebliches Risiko ist die Abhängigkeit von der internationalen Lieferkette, in der die Fabriken des Unternehmens kritische Komponenten von globalen Akteuren, hauptsächlich aus der Elektronikindustrie, beziehen. Obwohl sich die Situation in der Lieferkette nach der weltweiten Verknappung von Bauteilen im Jahr 2022 stabilisiert hat, ist klar, dass dieser Bereich immer noch anfällig für Störungen ist, die sowohl auf wirtschaftliche als auch auf politische Faktoren zurückzuführen sind.

Im Hinblick auf den anhaltenden Ukraine-Russland-Konflikt hat der Krieg nur sehr begrenzte Auswirkungen auf die Curtis Instruments GmbH, da es keine Geschäftsbeziehungen mit der Ukraine oder Russland gibt. Auch die Muttergesellschaft hat keine Lieferungen an ihre Produktionsstätten aus dem Konfliktgebiet erhalten. Das einzige Hindernis waren Änderungen der Transportroute für Importe aus China, aber das ist unter Kontrolle und sollte keine Auswirkungen auf den Betrieb oder die Leistung haben.

Die deutsche Wirtschaft befindet sich seit Anfang 2023 in einer Rezession, nachdem die Ausgaben der privaten Haushalte im europäischen Wirtschaftsmotor dem Druck der hohen Inflation endgültig erlegen sind.

Diese Rezession hatte keinen Einfluss auf die Unternehmensleistung im Jahr 2023, die Nachfrage nach unseren Produkten in der Branche war weiterhin stark. Allerdings war Ende 2023 ein Rückgang des Auftragseingangs zu verzeichnen, der sich bis 2024 fortsetzte, und es besteht das Risiko, dass sich die Rezession negativ auf die Leistung im Jahr 2024 auswirkt. Das Unternehmen ist jedoch finanziell stark und die Geschäftstätigkeit ist gut dimensioniert, so dass kein unmittelbares Risiko für den Fortbestand des Unternehmens besteht.

Das Unternehmen kauft etwa 90 % des Gesamtwertes in US-Dollar ein, der restliche Teil in Euro. Gleichzeitig werden die Verkäufe zu 90 % in Euro und zu etwa 10 % in US-Dollar fakturiert. Es gibt keine Programme zur Währungsabsicherung. Es besteht daher das Risiko, dass sich eine ungünstige Entwicklung des Euro-Wechselkurses zum US-Dollar negativ auf die Rentabilität des Unternehmens auswirkt.

In einem expandierenden Markt besteht auch das Risiko eines neuen Wettbewerbs. Wir stellen fest, dass Unternehmen, die in der Vergangenheit mit Getrieben oder hydraulischen Systemen und ähnlichem zu tun hatten, nun auch Komponenten für elektrische Antriebsstränge anbieten und sich sowohl an die Reifen-Märkte wenden, die wir bereits etabliert haben, als auch an die neuen Märkte, in denen die Elektrifizierung im Gange ist und das Wachstumspotenzial groß ist. Die wichtigste Methode zur Minderung dieses Risikos besteht darin, sicherzustellen, dass wir unser Wissen aufrechterhalten und eng mit der Marktbeobachtung zusammenarbeiten, um der Forschungs- und Entwicklungsabteilung des Unternehmens Rückmeldungen über Markttrends und die Wettbewerbslandschaft zu geben.

Um Liquiditätsrisiken zu vermeiden, aktualisiert das Unternehmen wöchentlich seine Cashflow-Berechnungen und überwacht kontinuierlich die Zahlungs- und Inkassoplanung. Kundenzahlungen werden täglich von der Finanzabteilung verbucht, so dass die Liquidität sichergestellt und zuverlässig gesteuert werden kann.

Die Bewertung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis einer konsolidierten Analyse aller wesentlichen Einzelrisiken. Aus heutiger Sicht sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, auch nicht in Verbindung mit anderen Risiken

Aus heutiger Sicht sind keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken, auch nicht in Verbindung mit anderen Risiken, erkennbar.

6. Prognosebericht

Das Unternehmen arbeitet aktiv mit der Berichterstattung über den Vertriebstrichter und sieht weiterhin viele neue Verkaufschancen für die kommenden Jahre. Mehrere Projekte laufen mit einem voraussichtlichen Produktionsbeginn im Jahr 2024 und darüber hinaus.

Zu den Erwartungen für 2025 ist noch hinzuzufügen, dass die Muttergesellschaft eine Reorganisation der Logistikaktivitäten in Europa vorschlägt, die zu einer Vergrößerung des Lagerbetriebs bei der Curtis Instruments GmbH und der Übernahme von Kunden von unserer Schwestergesellschaft in Großbritannien führen wird. Das Ausmaß und der Effekt dieser Veränderungen können jedoch noch nicht vollständig quantifiziert werden.

Aufgrund der allgemeinen Marktbedingungen und des geringeren Auftragseingangs wird jedoch ein Umsatzrückgang von bis zu 20 % im Vergleich zum Kalenderjahr 2023 erwartet.

Die Rohergebnismarge wird voraussichtlich stabil bleiben, aber das Jahresergebnis im Jahr 2024 wird im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 in Übereinstimmung mit den reduzierten Umsätzen sinken.

 

Paderborn, den 10. Februar 2025

Curtis Instruments GmbH

Gabriel Altby

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Curtis Instruments GmbH, Paderborn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Curtis Instruments GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Curtis Instruments GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolosen Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 10. Februar 2025

Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stephan Martens, Wirtschaftsprüfer

Nicole Steinsträßer, Wirtschaftsprüferin

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