Dekura GmbH
Eugen-Diesel-Straße 3, 37671 Höxter, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Volker Böth seit 20.8.2020 | Prokura |
Thomas Hans-Frieder Roblick seit 26.2.2020 | Geschäftsführer |
Jörg Frömming seit 26.2.2020 | Geschäftsführer |
Kathrin Schier seit 23.7.2018 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
REHAU Verwaltungs-zentrale AG | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Dekura GmbHHöxterJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Handelsregsiter B des Amtsgerichts Paderborn, HRB 12369BILANZ zum 31. Dezember 2023 (Vorjahr zum Vergleich)AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für 2023(Vorjahr zum Vergleich)
ANHANG für das Geschäftsjahr 2023der Dekura GmbHA. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Dekura GmbH mit Sitz in Höxter ist unter der HR B-Nr. 12369 beim Amtsgericht in Paderborn eingetragen. Der Jahresabschluss der Dekura GmbH, Höxter, ist nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt worden. Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB finden Anwendung. Nach den in § 267 Abs. 1 und 4 HGB angegeben Größenklassen handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethode Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgeblich. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. Das Anlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die technischen Anlagen und Maschinen werden mit den für den REHAU-Konzern gültigen Nutzungsdauern bewertet. Für die in 2016 erworbenen Grundstücke und Gebäude wurden die durch Gutachten ermittelten Zeitwerte angesetzt. Geringwertige Vermögensgegenstände bis EUR 800 werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Die Abschreibungen werden entsprechend der festgelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer wie folgt vorgenommen:
Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, die mit ihren Anschaffungskosten angesetzt sind, wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Erkennbare Einzelrisiken bei zweifelhaften Forderungen werden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalbetrag angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt und decken alle erkennbaren Risiken ab. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Die Bewertung der Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, angesetzt. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle des Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. C. Erläuterungen zur Bilanz Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus dem Erwerb des PVC-Geschäftsbereichs, der zu Anschaffungskosten bilanziert wurde. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauer ergibt sich aufgrund der Einschätzungen über die langfristige Nutzung und den Ausbau der erworbenen Organisations- und Vertriebsstrukturen. Die Anteile an den verbundenen Unternehmen wurden im Zuge der Liquidation aufgelöst. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im folgenden Anlagespiegel dargestellt. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 2.927.059 (Vj. EUR 5.291.644) resultieren aus der Nutzung des CashPoolings i.H.v. EUR 2.200.580 sowie dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen sowie Personalkosten. Die Verbindlichkeiten sind sämtlich innerhalb eines Jahres fällig. Im Vorjahr war das ebenso der Fall. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von EUR 2.500.000 (Vj. EUR 284.953) bestehen zu EUR 2.500.000 aus Dividendenverpflichtungen. Die restlichen Verbindlichkeiten resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Gem. § 276 Satz 1 HGB werden die Posten nach §275 Abs. 2 Nr. 1 bis 5 HGB zu einem Posten unter der Bezeichnung "Rohergebnis" zusammengefasst. Auf die Aufgliederung der Umsatzerlöse gem. §285 Satz 1 Nr. 4 HGB wird unter Inanspruchnahme der Erleichterungsvorschrift des § 188 Abs. 2 Satz 1 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften verzichtet. Die im Rohergebnis erfassten Erträge aus Währungsumrechnung belaufen sich auf EUR 39 (Vj EUR 47). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Anlagenabgängen in Höhe von 0 EUR (Vj. 20.916 EUR) sowie aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von EUR 149 (Vj. EUR 1.016) enthalten. E. Sonstige Angaben Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars wird unter Anwendung des § 288 Abs. 2 HGB verzichtet. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen i. S. des § 285 Nr. 3 HGB betragen insgesamt EUR 3.015.935 (Vj. EUR 1.407.316) und betreffen Leasing- und Mietverträge einschließlich der garantierten Restwerte. Davon haben EUR 613.740 (Vj. EUR 438.444) eine Laufzeit bis zu einem Jahr, EUR 1.647.735 (Vj. EUR 754.522) eine Laufzeit zwischen 1 und 5 Jahren und EUR 754.460 (Vj. 214.350 EUR) eine Laufzeit von mehr als 5 Jahren. Aus offenen Bestellungen 2023 besteht eine Verpflichtung in Höhe von EUR 675.043 (Vj. EUR 660.408) mit der Laufzeit bis zu einem Jahr für Instandhaltungen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Zahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 129 (Vorjahr: 128) zzgl. 2 Geschäftsführer und 2 Auszubildende. Von den beschäftigten Arbeitnehmern entfallen auf Angestellte 29 (Vorjahr: 30) sowie auf gewerbliche Arbeitnehmer 99 (Vorjahr: 98). Mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB wird auf eine Angabe der Geschäftsführerbezüge verzichtet. Die Dekura GmbH wird in den Konzernabschluss der Wagner Holding AG, CH-3074 Muri b. Bern, eingetragen im Handelsregister des Kantons Bern unter der Nummer CHE-100.586.196, einbezogen. Die Wagner Holding AG stellt den Konzernabschluss sowohl für den kleinsten als auch größten Konsolidierungskreis auf. Entsprechend ist die Dekura GmbH von der Erstellung eines Konzernabschlusses sowie Konzernlageberichts befreit, da mindestens ein Mutter-Tochter-Verhältnis gem. §290 HGB vorliegt. Es wird vorgeschlagen das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen. F. Nachtragsbericht Nach dem 31.12.2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.
Höxter, den 28. März 2024 Dekura GmbH gez. Jörg Frömming, Geschäftsführer gez. Thomas Roblick, Geschäftsführer Lagebericht zum 31. Dezember 2023A. Grundlagen des Unternehmens Die Dekura GmbH mit Sitz in Höxter hat die Sammlung von Altfenstern und Fensterprofilabschnitten aus Hart PVC sowie die Weiterverarbeitung zu Mahlgütern und Regranulaten als Unternehmensgegenstand. Gesellschafter der Dekura GmbH ist die REHAU Verwaltungszentrale AG mit Sitz in Muri bei Bern. Die Dekura GmbH ist ein eigenständiges, unabhängiges Unternehmen mit zwei deutschen Standorten in Höxter und Bad Schmiedeberg. 2022 existierten weiterhin noch zwei Tochtergesellschaften im österreichischen Tillmitsch, die aber seit 12.2020 kein operatives Geschäft mehr betrieben haben. Die Dekura GmbH & Co. KG wurde 2022 liquidiert, die Dekura GmbH im ersten Halbjahr 2023. B. Wirtschaftsbericht 1. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 war, wie schon das zweite Halbjahr 2022, gekennzeichnet durch einen kontinuierlichen Preisverfall des Neu-PVC-Preises und der damit verbundenen Recyclatpreise sowie einer sehr geringen Nachfrage nach Fenster PVC Recyclaten. So fiel der Index für den Neu-PVC-Preis von Januar bis Dezember 2023 von 1.870 EUR/to. auf 1.590 EUR/to. [Quelle: KI WEB]. Gemeinsam mit dem schon vorweggenommenen Preisverfall von 2.330 EUR/to (Juni 2022) bis Dezember 2022 fiel somit der S PVC Preis innerhalb von 18 Monaten um 740 EUR/to. Die Anzahl der Baugenehmigungen in Deutschland fiel im ersten HJ 2023 um ca. 25-30%, in anderen europäischen Ländern zeigten sich ähnliche Tendenzen. Die Nachfrage nach PVC im Bau- und Fensterbereich war im gesamten Jahr auf einem sehr niedrigen Niveau. Die niedrige Nachfrage verbunden mit den niedrigen Neu-PVC-Preisen führten zu stark fallenden Vermarktungspreisen für Recyclate. Als Folge des Nachfragerückgangs, sowohl bei der REHAU als Muttergesellschaft als auch im Drittkundengeschäft, wurde versucht, durch das Neukundengeschäft und Reaktivierung von ehemaligen Kunden dem Marktrückgang entgegenzuwirken. Die Vertriebsmaßnahmen konnten aber den Mengenverlust, der sich aus dem Bestandsgeschäft ergab, nicht kompensieren, sodass im Kerngeschäft der Recyclate im Jahr 2023 gegenüber 2022 18% weniger Menge abgesetzt wurde. Insgesamt verschlechterte sich die Marge zwischen Rohstoffeinkauf und Verkauf der Recyclate über das Gesamtjahr 2023 deutlich im Vergleich zum Plan. Die gesamte Rohstoff Einkaufsmenge der Dekura Deutschland lag ca. 10 % unterhalb der Einkaufsmenge 2022. Grund waren neben der angepassten Einkaufsstrategie auch die geringere Verfügbarkeit von Rohstoffen. Die Preise der eingekauften Rohstoffe ließen sich aufgrund der Wettbewerbsverhältnisse nur geringfügig senken und blieben damit deutlich unter dem Preisverfall bei den Produkten. Der Wettbewerb um die PVC Rohstoffe war weiterhin hoch, da der Einsatz von Recyclingmaterialien in Produkten langfristig einen signifikanten Einfluss auf die CO 2 Bilanz der Extrusionsfirmen und die Ziele zur Klimaneutralität hat. Das Sourcen von Rohstoffen zur Herstellung von Recyclingmaterialien hat damit für Marktteilnehmer weiter steigende strategische Relevanz. Insgesamt ist die Geschäftsleitung mit der Entwicklung des Jahres 2023 nicht zufrieden. Die Umsatzerlöse waren deutlich niedriger als prognostiziert. Ebenso war die Absatzmenge geringer als in den Vorjahren. Das Ergebnis entspricht nicht den Erwartungen. 2. Lage 2.1 Ertragslage Das Rohergebnis betrug im Geschäftsjahr 2023 12,6 Mio. EUR (Vj. 21,4 Mio. EUR). Die geplanten Absatzmengen und Produktionsmengen konnten nicht realisiert werden. Das Jahresergebnis hat sich in 2023 mit TEUR 249 (Vj 5.431) gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Die Verkaufspreise für die verschiedenen Produkte lagen unter den geplanten Werten. Die Einkaufspreise für Rohstoffe lagen im Jahresdurchschnitt unter Budget. Der Personalaufwand betrug ohne Berücksichtigung der Fremdlöhne 5,9 Mio. EUR (Vj. 6,2 Mio. EUR), die Mitarbeiterzahl der Gesellschaft betrug im Jahresdurchschnitt 129 (Vj. 128) Mitarbeiter. Die Abschreibungen erhöhten sich auf 1,6 Mio. EUR (VJ 1,4 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 5,1 Mio. EUR nach 5,8 Mio. EUR im Vorjahr. Die Liquidation der österreichischen Tochter-Gesellschaft wurde im ersten Halbjahr 2023 abgeschlossen. Hiermit verbunden war eine Verbesserung der Ertragslage in Höhe von TEUR 711. 2.2 Finanzlage Die Eigenkapitalquote beträgt 61%. Die Zahlungsfähigkeit der Dekura GmbH war und ist jederzeit gewährleistet. 2.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme der Dekura GmbH betrug zum 31.12.2023 16,9 Mio. EUR (Vj. 20,5 Mio. EUR). Das Anlagevermögen betrug 10,7 Mio. EUR und hat sich um 1,2 Mio. EUR reduziert. Die Investitionen setzen sich im Wesentlichen aus Investitionen in Anlagentechnik und Investitionen in IT-Systeme zusammen. Das Anlagevermögen entspricht damit 62% der Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten betrugen 4,4 Mio. EUR nach 2,5 Mio. EUR im Vorjahr. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Dekura GmbH arbeitet mit verschiedenen Finanzkennzahlen. Die zentralen Größen, die zur Beurteilung des nachhaltigen Erfolges dienen, sind das Rohergebnis und das EBIT. Das Rohergebnis ist als Summe der Umsatzerlöse, der Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und den sonstigen betrieblichen Erträgen abzüglich des Materialaufwandes definiert. Das EBIT (engl. "Earnings before interest and taxes") bezeichnet den Gewinn vor Zinsen und Ertragssteuern. C. Prognosebericht Marktsituation Ende Geschäftsjahr 2023: 2023 konnte das aufgestellte Budget nicht gehalten werden. Die negativen Entwicklungen im Markt, sowohl bei den Absatzmengen als auch bei den Preisen, waren höher als erwartet. Die getroffenen Gegenmaßnahmen konnten die Effekte nicht ausgleichen. Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein negatives EBIT in Höhe von TEUR -537 erwartet. Der Roherlös wurde mit TEUR 14.590 budgetiert. Im Wesentlichen tragen 2024 folgende Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung bei: Durch die im Vorjahr getätigten Optimierungen der Aufreinigungs- und Trennprozesse erwarten wir neben geringeren Wartungskosten weiter eine hohe Qualität der Produkte sowie eine höhere Wertschöpfung im Gesamtprozess. Dekura wird ab Mitte 2024 selbst die Disposition der Logistik übernehmen und durch Einsatz neuer Logistikpartner die Logistikkosten reduzieren. Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein im Vergleich zu 2023 leicht erhöhter Absatz angenommen, da sowohl inzwischen der Drittmarktverkauf greift, als auch größere Lagerabbaubewegungen bei Kunden nicht erwartet werden. Wir erwarten, dass sich die Kunststoffneuwarenpreise sowie die Nachfrage 2024 weiter auf niedrigem Niveau bewegen. Änderungen sind erst mit einer Verbesserung der Baukonjunktur zu erwarten. D. Risiko- und Chancenbericht 1. Risikobericht Die Dekura GmbH verfügt über ein leistungsfähiges, der Unternehmensgröße und dem Risikoprofil des Gesamtunternehmens entsprechendes Risikomanagementsystem. Großer Wert wird dabei dem risikobewussten unternehmerischen Handeln beigemessen. Alle Führungskräfte fungieren gleichzeitig als Risikomanager. Durch monatliches Reporting sowie durch regelmäßig stattfindende Führungsmeetings können die betriebsinternen Prozesse fortlaufend optimiert und Fehlentwicklungen rechtzeitig erkannt und behoben werden. Die für die Dekura GmbH relevanten Risiken sind in einem Risikokatalog dokumentiert. Die im Risikokatalog enthaltenen Risiken werden regelmäßig hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeiten und Gefährdungspotenziale für das Unternehmen klassifiziert. Durch die Zuweisung von Einzelrisiken zu Überwachungsträgern ist eine fortlaufende Überwachung sichergestellt. Die Gesellschafter werden regelmäßig über die Risikosituation des Unternehmens informiert. Ertragsorientierte Risiken: Die Risiken liegen, wie auch in den Vorjahren, in der Beschaffung der notwendigen Rohstoffe in einem wettbewerbsorientierten Inputmarkt und dem daraus resultierenden Einkaufspreis. Kooperationsmodelle von Rehau Wettbewerbern mit anderen Recyclern haben in den letzten Jahren das Spektrum unserer Wettbewerber erweitert. Neben den Einkaufspreisen ergeben sich Risiken bei den Verkaufspreisen durch die Abhängigkeit der PVC-Recyclatpreise vom PVC-Neuwarenpreis. Hinzu kommen steigende Energie- aber auch Transportkosten. Der sich generell abzeichnende Fachkräftemangel und damit verbundene notwendige Steigerungen bei den Personalkosten sowie eine höhere Wechselbereitschaft der Mitarbeiter auf einem stärker werdenden Arbeitsmarkt können zu zusätzlichen Aufwänden führen. 2. Chancenbericht Die Chancen der Dekura GmbH ergeben sich im Wesentlichen aus der Stabilisierung der Produktionssituation insbesondere bei der Altfensteranlage, dem gesicherten Absatz an die Rehau Werke sowie zusätzlichen Kosteneinsparungen. Ebenfalls werden weiterhin Ergebnisverbesserungen durch vorgenommene Optimierungen in die Anlagentechnik erwartet. 3. Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld im Beschaffungsmarkt sowie der Preisabhängigkeit zur Neuware im Absatzmarkt. Wir sehen uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses sah die Geschäftsleitung keine bestandsgefährdenden Risiken für die Dekura GmbH.
Höxter, den 28. März 2024 Dekura GmbH gez. Jörg Frömming, Geschäftsführer gez. Thomas Roblick, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Dekura GmbH, Höxter Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Dekura GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Dekura GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 28. März 2024 Mazars
GmbH & Co. KG
Heiko Wittig, Wirtschaftsprüfer Christian Schrempf, Wirtschaftsprüfer Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 28.06.2024 festgestellt. |
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