steidle bau GmbHLiquidiert

72488 Sigmaringen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 732884
Eingetragen
15.12.2015
Branche
Bauträger für WohngebäudeKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenBauträger für andere Gebäude und Bauwerke
Gegenstand
Die Übernahme von Aufträgen an Bauten aller Art, auch als Generalunternehmer, die Entwicklung und Koordination von Bauprojekten bis zur Baureife, die Tätigkeit als Makler, Bauträger und Baubetreuer für eigene und fremde Rechnung; Kauf, Verkauf, Nachweis und Vermittlung von Grundstücken und Immobilien; Vermietung und Verpachtung von Immobilien; Vermittlung von Vermietungen, Verpachtungen; Hausverwaltungen, die Erstellung und Durchführung von Bauten aller Art (Hoch-, Tief- und Straßenbau) sowie die Instandsetzung und Sanierung von Bauten.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Hans Emil Steidle
seit 15.12.2015
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

steidle bau GmbH

Sigmaringen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

STEIDLE BAU GMBH, SIGMARINGEN
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

1. Wirtschaftsbericht

Gegenstand des Unternehmens

Die steidle bau GmbH ist ein mittelständisches Bauunternehmen mit regionalen Bauaktivitäten zwischen Bodensee und Region Stuttgart. In der Sparte Rohbau und Bauwerksinstandsetzung werden mit qualifiziertem, eigenem Personal technisch anspruchsvolle Bauwerke im Ingenieurbau, im Industrie- und Wohnungshochbau erstellt und saniert. In der Sparte Schlüsselfertigbau werden unter Einsatz von geeigneten Nachunternehmern Bauprojekte als Generalunternehmer im Industrie und Wohnungsbau, sowie im Bauen im Bestand durchgeführt. Ein Teil der Generalunternehmeraufträge im Wohnungsbau erhält die steidle bau GmbH von der Schwestergesellschaft Emil Steidle GmbH & Co. KG, die unter anderem als Projektentwickler und Bauträger tätig ist.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Marktumfeld der Baubranche in 2022

Das Jahr 2022 war in der Bauwirtschaft - wie im ganzen produzierenden Gewerbe - gekennzeichnet durch den Überfallkrieg in der Ukraine, die rapid steigende Inflation und die daraus resultierenden Zinserhöhungen.

Schon im Jahr 2021 bewirkten der Nachfrageüberhang und die Materialengpässe in der Bauwirtschaft stark steigende Baupreise. Diese wurden durch den Ukrainekrieg und die daraus folgenden Energiepreisexplosion weiter angeheizt. Als Folge der auch im allgemeinen Verbraucherumfeld massiv gestiegenen Inflationsrate wurden von der Europäischen Zentralbank ab der zweiten Jahreshälfte in schneller Taktung die Leitzinsen erhöht, was im Immobilienbereich - gepaart mit den starken Baupreiserhöhungen - zu einem bisher noch nie dagewesenen Absturz der Immobilientransaktionen führte.

Auf Grund der hohen Auftragsüberhänge aus den Vorjahren spürte die Bauwirtschaft diesen Einbruch im Jahr 2022 nur eingeschränkt, konnte aber dem kommenden Absturz der Auslastung ins Auge sehen.

Das Bauhauptgewerbe in Deutschland hat 2022 einen Umsatz von 160,3 Mrd. Euro erzielt, das war nominal 10,8 % mehr als 2021. Nominal war dies der höchste gesamtdeutsche Wert. Die Lieferengpässe aufgrund des Krieges in der Ukraine führten allerdings zu stark gestiegenen Baumaterialpreisen, was sich in deutlich höheren Baupreisen niedergeschlagen hat: Sie legten 2022 um 16,7 % zu. Dies führte zu einem preisbereinigten (realen) Rückgang des Umsatzes 2022 von 5,1 %.

Den deutlichsten realen Rückgang verzeichnete der Öffentliche Bau mit einem Minus von 6,2 % (nominal: + 9,3 %). Bund, Länder und Gemeinden haben ihre Investitionsbudgets nicht an die gestiegenen Baumaterial- und somit Baupreise angepasst. Aber auch für den Wohnungs- und den Wirtschaftsbau wurde ein reales Minus von 4,7 % bzw. 4,4 % ausgewiesen (nominal: + 10,7 bzw. 11,7 %). Aufgrund der Preis- und Zinssteigerungen und der damit einhergehenden Verunsicherung haben die privaten und gewerblichen Investoren stark auf die Bremse getreten.

Zwischen den Bundesländern und auch regional innerhalb der Länder sind ausgeprägte Unterschiede zu verzeichnen. So war die Entwicklung des baugewerblichen Umsatzes in Baden-Württemberg insgesamt von real minus 8,4 % bei 15,51 Mrd. Euro geprägt.

Der Anstieg der Baupreise war in erster Linie den stark gestiegenen Material- und Energiepreisen geschuldet. Aufgrund weltweiter Probleme mit Produktion und Logistik verharren die Materialkosten auch jetzt noch auf historisch hohem Niveau: Dämmvlies +45 %, Bitumen +38 %, Betonstahl +32 %, Asphaltmischgut +26 %, Zement +21 %, erdölbasierte Kunststoffe 15-30 % (2022 verglichen mit 2021). Weitere mineralische Baustoffe wie Kies und Sand "hängten sich" an diesen Trend an. Insgesamt blieb die Baustoffbeschaffung für die Unternehmen zeitlich und finanziell sehr aufwändig.

Die Kapazitätsauslastung der Bauunternehmen war 2022 hoch, über 80 %. Parallel dazu stieg auch die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe noch einmal auf knapp 927.000 (+1,6 %). Wenn sich aber die Rahmenbedingungen für Bauinvestitionen 2023 nicht wieder bessern, werden die Beschäftigtenzahlen 2023 erstmals seit 2009 wieder sinken, geschätzt auf 920.000.

In den einzelnen Sparten zeichnete sich folgende Entwicklung ab:

Der Umsatz im Wohnungsbau erreichte 2022 gut 61 Mrd. Euro, was einem nominalen Zuwachs um 10,9 % entspricht, der preisgetrieben ist. Real entspricht dies einem Rückgang um 4,5 %. Insgesamt wurden nur noch etwa 280.000 WE fertiggestellt. Gerade der Wohnungsbau wird wohl deutliche Einbußen verkraften müssen. Noch sind die Auftragsbücher gut gefüllt. Aber die Genehmigungszahlen sind in den letzten Monaten kontinuierlich zurückgegangen; 2022 fielen sie um 32.500 WE gegenüber dem Vorjahr auf voraussichtlich etwa 350.000 WE (-8 %).

Eine große Rolle spielt auch die Inflation und die dadurch gestiegenen Lebenshaltungskosten, die die Nachfrage der Verbraucher zusätzlich dämpfen. Der fast vollständige Wegfall der Neubauförderung tut ein Übriges.

Die Auftragseingänge sind im Laufe des Jahres 2022 dramatisch eingebrochen und lagen schließlich bei real -16,5 %. Im Wirtschaftsbau lag der Umsatz bei knapp 57 Mrd. Euro (nominal +11,7 %, real -4,4 %), davon im Hochbau gut 32 Mrd. Euro (+11,2 %) und im Tiefbau 24,7 Mrd. Euro (+12,5 %).

Dabei bleibt die Nachfrage nach Lagergebäuden zur Pufferung der Materialengpässe aufwärtsgerichtet (+26 % real, nach umbautem Raum); bei Büro-, aber auch Fabrikgebäuden sinken dagegen die Genehmigungszahlen (-20 % bzw. -4 % umbauter Raum). Die Genehmigungen für Handelsgebäude halten ein Plus von 8 %.

Zentral für Investitionsentscheidungen im Wirtschaftsbau sind die allgemeinen Konjunkturaussichten, die derzeit durch extrem hohe Unsicherheit geprägt sind und daher bremsend wirken; ebenso wie die steigenden Baukosten. Die rückläufigen Auftragseingänge lassen in den nächsten Monaten sinkende Umsätze erwarten. Dabei ist der Wirtschaftshochbau von den sinkenden Auftragseingängen deutlich stärker betroffen als der Tiefbau.

Während die Auftragseingänge im Hochbau Ende 2022 auch nominal nur noch ein knappes Plus aufwiesen, lagen sie im Tiefbau sogar real über der Nulllinie; offensichtlich treiben hier die Investitionen der Deutschen Bahn, aber auch der Breitbandausbau und der Umbau der energetischen Infrastruktur den gewerblichen Tiefbau an.

Lage und Entwicklung der Gesellschaft in 2022

Wie schon im Vorjahresbericht prognostiziert war die Betriebsleistung auch im Berichtsjahr 2022 - und damit im zweiten Jahr in Folge - rückläufig. Verursacht wurde dies im Rohbau durch zum Jahresende hin verminderte Auslastungslage und im Schlüsselfertigbau durch verzögerte Bauausführungen. Starke personelle Engpässe bei den Nachunternehmern fast aller Gewerke - wegen vermehrten Erkrankungen und zu hoher Auftragshereinnahme - bewirkten Bauzeitverlängerungen auf fast allen Baustellen.

Deshalb konnte die Berichtsgesellschaft im Geschäftsjahr 2022 trotz eines nach wie vor guten Auftragsbestands nur eine gegenüber dem Vorjahr um 17,9 % auf TEUR 11.959 (Vorjahr TEUR 14.570) verminderte Betriebsleistung erzielen, die sich vor allem aus reduzierten Leistungen der Baustellen in der Sparte Schlüsselfertigbau ergab. Berücksichtigt man zusätzlich die hohen Baupreissteigerungen im Jahr 2022, die sich jedoch auf Bestandsaufträge nicht in voller Höhe auswirken, so ist der Rückgang der Betriebsleistung noch höher und liegt deutlich unter dem des Vor-Coronajahres 2019 in Höhe von TEUR 11.471 sowie der Jahre davor in ähnlicher Höhe.

Die guten Jahre einer Bauhochkonjunktur finden damit auf ihr Ende.

Die geplanten und zugesagten Zeitpläne konnten bei einigen Baustellen nicht eingehalten werden, da viele Nachunternehmer im Schlüsselfertigbau durch eine sehr hohe Auslastung und Personalengpässe sowie Materiallieferverzögerungen nicht immer termingerecht arbeiteten. Die dadurch gestörten Bauablaufketten verursachten Bauzeitverzögerungen und daraus resultierend auch Mehraufwendungen für die Berichtsgesellschaft.

Der Betriebsaufwand, d.h. der Anteil des Material und Nachunternehmeraufwands sowie des Personalaufwands ging mit 20,0 % stärker zurück als die die Betriebsleistung. Der Materialaufwand reduzierte sich um 24,3 % auf TEUR 8.680 (Vorjahr TEUR 11.468). Der Anteil an der Betriebsleistung war mit 72,6 % (Vorjahr 78,7 %) deutlich geringer als im Vorjahr. Im Gegenzug stieg der Personalaufwand um 5,0 % auf TEUR 1.995 (Vorjahr TEUR 1.899). Der Anteil an der Betriebsleistung erhöhte sich deutlich auf 16,7 % (Vorjahr 13,0 %). Der Anteil der sonstigen Aufwendungen verminderte sich ebenfalls von 6,3 % im Vorjahr auf 5,9 % im Berichtsjahr.

Dadurch, dass im Betriebsaufwand stärker eingespart werden konnte als der Rückgang der Betriebsleistung ausmachte, konnte das Betriebsergebnis von TEUR 75 im Vorjahr auf TEUR 369 im Geschäftsjahr 2022 gesteigert werden.

Der Jahresüberschuss belief sich im Berichtsjahr mit TEUR 317 leicht über dem Niveau der Vorjahre.

2. Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenaussichten 2023

Zum Jahresbeginn 2023 wurden den Bauunternehmen neuerliche Preiserhöhungen für Baumaterial angekündigt, insbesondere für Asphaltmischgut und mineralische Baustoffe. Die Dynamik scheint aber etwas nachzulassen. Die Gas- und Strompreisbremse wird sich dämpfend auf die Inflation und die Baukostenentwicklung auswirken. Und auch der wieder anziehende Wettbewerb um Aufträge wird die Preisentwicklung bremsen. Dies spiegeln auch die Ergebnisse einer Bauverbandsumfrage zu Beginn des Jahres 2023 wider.

Dennoch zeigen die Frühindikatoren in den letzten Monaten eine deutliche Abkühlung der Baukonjunktur an. Zudem ist in den nächsten Monaten mit einer hohen Inflation und hohen Baufinanzierungskosten zu rechnen. Der Mix aus steigenden Bau-, Finanzierungs- und Lebenshaltungskosten schlägt zunehmend auf die Nachfrage nach Bauleistungen durch.

Während die deutsche Wirtschaft 2022 noch um 1,9 % gewachsen ist, erwartet die Bundesregierung für 2023 nur ein geringes Wachstum des BIP von 0,2 %.

Für das Bauhauptgewerbe rechnen die Spitzenverbände der Bauwirtschaft 2023 mit einem Umsatz von 157 Mrd. Euro, was einem nominalen Rückgang um 2 % und - bei der veranschlagten Preisentwicklung von 5,5% - einem realen Rückgang um 7 % entspricht.

Insbesondere im Wohnungsbau kommt es unter den derzeitigen Bedingungen zu einer deutlichen Unterauslastung der aufgebauten Kapazitäten und damit auch wieder zu einem verstärkten Wettbewerb. Der Kapazitätsaufbau in Personal und Geräte gerät ins Stocken.

Dennoch erwarten die Spitzenverbände der Bauwirtschaft für 2023 eher eine Konjunkturdelle als einen deutlichen Einbruch der Baukonjunktur.

In den einzelnen Bausparten sehen die Erwartungen folgendermaßen aus:

Für 2023 rechnen die Spitzenverbände der Bauwirtschaft im Wohnungsbau mit einem realen Rückgang um 10 %. Bei einer geschätzten Preisentwicklung um 5,5 % entspricht dies einem nominalen Rückgang um 5 %. Stützend wirkt hier die Nachfrage nach Sanierungsarbeiten. Auch die Wiedereinführung der Sonder-Afa im Mietwohnungsbau zum 1. Januar 2023 könnte die Nachfrage anregen.

Die Zahl der Baufertigstellungen wird bei 245.000 WE erwartet (-12,5%); dies unter Berücksichtigung der aktuell noch hohen Auftragsbestände.

Die Bauverbände erwarten im Wirtschaftsbau einen realen Umsatzrückgang um 6 % auf 56,5 Mrd. Euro, was bei der veranschlagten Preisentwicklung von 5,5 % einem nominalen Rückgang um 1 % entspricht. Der Rückgang betrifft den Wirtschaftshochbau und -tiefbau in etwa gleichem Umfang.

Für 2023 rechnen wir mit einem realen Umsatzrückgang im öffentlichen Bau um 4,5 % auf 42,4 Mrd. Euro, was bei der veranschlagten Preisentwicklung von 5,5 % einem nominalen Zuwachs um 1 % entspricht. Dabei halten die Umsätze im Tiefbau etwa das Vorjahresniveau. Im Hochbau steigen die Umsätze (nominal) um ca. 3,4 %.

So werden die Kommunen vor dem Hintergrund inflationsbedingt steigender Kosten, hoher Flüchtlingszahlen und wachsender Sozialausgaben ihre Investitionen 2023 voraussichtlich nicht wie prognostiziert ausweiten können, sondern eher auf dem Niveau von 2022 halten.

Die Investitionslinie in die Infrastruktur des Bundes soll im kommenden Jahr (nominal) gerade mal gehalten werden. Wegen der gestiegenen Baukosten könnten real sogar weniger Projekte umgesetzt werden, als es der Bundesverkehrswegeplan vorsieht.

Unternehmensaussichten der Gesellschaft für 2023

In den Jahren 2021 und 2022 waren, wie schon oben ausgeführt, die Bauleistung durch Materialengpässe und daraus resultierenden, zum Teil gravierenden Preissteigerungen, sowie durch starke personelle Engpässe bei den Nachunternehmern fast aller Gewerke beeinträchtigt. Beginnend im zweiten Halbjahr 2022 sind die Neuaufträge der Bauwirtschaft massiv eingebrochen, verursacht vor allem durch die ungebremste Inflationsentwicklung und den daraus resultierenden abrupten Anstieg der Zinsen. Auch in 2023 setzte sich dieser "Full Stopp" in allen Baubereichen fort. Für alle Bauinvestitionen sind durch den Dreiklang von massiven Baukostensteigerungen, schnell und stark gestiegenen Zinsen, sowie Unsicherheiten über die sich in schneller Folge ändernden Rahmen- und Förderbedingungen, die Kalkulationsgrundlagen entzogen worden. Als Folge sind sehr viele noch nicht begonnene Projekte auf Eis gelegt oder sogar in der Bauausführung gestoppt. Nun haben wir im Jahr 2023 die ungewöhnliche Situation, dass am Anfang der Projektkette im Rohbau schon gravierender Auftragsmangel herrscht - einhergehend schon mit teilweisen Angeboten unter Selbstkosten - während am Ende der Kette in den Ausbaugewerken nach wie vor Engpässe und Bauzeitverzögerungen vorherrschen.

Von beiden Problemstellungen ist im Jahr 2023 auch die Berichtsfirma mit der Folge betroffen, dass im Rohbau schon Unterauslastung besteht, während sich die Fertigstellung fast aller Bestandsprojekte mehr oder weniger verzögern und damit zusätzlich ein erhöhter Aufwand einhergeht.

Dadurch bedingt wird im Jahr 2023 die Leistung im Rohbau stark rückläufig sein, die gesamte Betriebsleistung jedoch durch den Auftragsbestand im Schlüsselfertig-Bereich nur moderat zurückgehen. Insgesamt erwartet die Geschäftsleitung eine Betriebsleistung die unter dem Wert des Berichtsjahres liegt.

Trotzdem wird im Jahr 2023 ein Betriebsergebnis in der Höhe des Berichtsjahresniveaus erwartet.

3. Chancen- und Risikobericht

Die Problematik des in dieser Massivität noch nie dagewesenen Einbruchs der Baukonjunktur für die Berichtsgesellschaft in 2023 wurde oben schon dargestellt.

Da die Branche lange Vorlaufzeiten hat von der Projektentwicklung bis zur Fertigstellung, und dazu viele Branchenakteure der Marktbereinigung zum Opfer fallen werden, ist für die Zukunft erst in einigen Jahren wieder mit einer Stabilisierung der Baukonjunktur zu rechnen. Einerseits wäre eine Abkühlung der in den vergangenen Jahren stark überhitzen Baukonjunktur durchaus zu begrüßen gewesen, andererseits schießt der abrupte und viel zu schnelle Konjunktureinbruch der Baubranche weit übers Ziel hinaus. Auch die Baupreise werden durch die dauerhaft erhöhten Energiekosten der Baumaterialien und nicht nachlassende Regulierungsvorgaben nicht auf das Niveau vor der Corona-Pandemie zurückkehren und damit der Immobilienmarkt dauerhaft beeinträchtigt.

Im Auslastungsmangel der nächsten Jahre werden viele Facharbeiter die Branche verlassen, was für die spätere Normalisierung einen verstärkten Facharbeitermangel zur Folge hat.

Die Berichtsfirma erwartet jedoch durch die Einbindung in die Steidle-Gruppe die schwierigen kommenden Jahre durchstehen zu können.

 

Sigmaringen, 8. Dezember 2023

gez. Die Geschäftsleitung

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022

STEIDLE BAU GMBH, SIGMARINGEN

A K T I V A

31.12.2022 
EUR
31.12.2021 
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 838.437,61 928
I. Sachanlagen 836.637,61 926
II. Finanzanlagen 1.800,00 2
B. UMLAUFVERMÖGEN 6.063.743,62 6.728
I. Vorräte 1.609.671,27 1.293
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.827.554,39 4.516
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 626.517,96 919
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.516,76 2
6.904.697,99 7.658

P A S S I V A

31.12.2022 
EUR
31.12.2021 
TEUR
A. EIGENKAPITAL 816.559,86 775
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500
II. Jahresüberschuss 316.559,86 275
B. RÜCKSTELLUNGEN 4.194.380,21 3.697
C. VERBINDLICHKEITEN 1.893.757,92 3.186
6.904.697,99 7.658

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

2022 
EUR
2021 
TEUR
1. Rohergebnis 3.425.231,09 3.426
2. Personalaufwand 1.994.790,69 1.899
a) Löhne und Gehälter 1.493.076,14 1.382
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 501.714,55 517
3. Abschreibungen 198.830,17 201
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 788.832,85 931
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.963,80 3
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.589,31 7
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 117.485,01 110
8. Ergebnis nach Steuern 321.666,86 281
9. Sonstige Steuern 5.107,00 6
10. Jahresüberschuss 316.559,86 275

STEIDLE BAU GMBH, SIGMARINGEN
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

Allgemeine Hinweise

Die steidle bau GmbH hat ihren Sitz in Sigmaringen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Ulm (HRB 732884).

Der Jahresabschluss der steidle bau GmbH wurde auf Grundlage des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz erfolgte nach § 266 HGB, die der Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren).

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer kleinen GmbH gemäß § 267 Abs. 1 HGB auf.

Sämtliche Ausweise oder Vermerke der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung wurden aus Gründen der Übersichtlichkeit des Abschlusses im Anhang angegeben.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Bewertungsmethoden

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Einzelne Posten wurden wie folgt bewertet:

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände sowohl linear als auch degressiv vorgenommen. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgte in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führte. Die Anschaffungskosten geringwertiger Wirtschaftsgüter wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Für Baustelleneinrichtungsmaterial sowie für Gerüst- und Schalmaterial wurden Festwerte gebildet.

Bei den Finanzanlagen wurden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wurden zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten aktiviert.

Unfertige Baumaßnahmen wurden ausgehend von den Herstellungskosten bewertet. Die noch nicht fertiggestellten Baumaßnahmen wurden bei positivem Baustellenergebnis zu ihren Herstellungskosten bewertet. Bei negativem Baustellenergebnis wird der niedrigere Leistungswert in Ansatz gebracht.

Die erhaltenen Anzahlungen wurden zum Nennwert abzüglich Umsatzsteuer angesetzt.

Das Vorratsvermögen ist zum Bilanzstichtag, abgesehen von den handelsüblichen Eigentumsvorbehalten, frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennwert bilanziert.

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Das gezeichnete Kapital wurde mit dem Nennwert ausgewiesen.

Die ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Für die Berechnung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) mit den Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Der der Berechnung zugrunde gelegte Rechnungszinsfuß, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, beträgt 1,78 %. Darüber hinaus wurde ein Rententrend von 1,0 % zugrunde gelegt.

Der für Zwecke der Ermittlung des Unterschiedbetrags nach § 253 Abs. 6 HGB verwendete durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre beträgt 1,44 %.

Die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist nachfolgend dargestellt.

Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.1.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 50.597,49 0,00 0,00 50.597,49
Technische Anlagen und Maschinen 1.573.796,41 92.412,37 98.524,21 1.567.684,57
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 916.557,97 29.866,80 66.740,25 879.684,52
2.540.951,87 122.279,17 165.264,46 2.497.966,58
II. Finanzanlagen
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1.800,00 0,00 0,00 1.800,00
2.542.751,87 122.279,17 165.264,46 2.499.766,58
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25.917,49 0,00 0,00 25.917,49
Technische Anlagen und Maschinen 1.209.385,41 122.222,37 98.524,21 1.233.083,57
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 379.205,36 76.607,80 53.485,25 402.327,91
1.614.508,26 198.830,17 152.009,46 1.661.328,97
II. Finanzanlagen
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 0,00 0,00 0,00
1.614.508,26 198.830,17 152.009,46 1.661.328,97
Buchwerte
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
I. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.680,00 24.680,00
Technische Anlagen und Maschinen 334.601,00 364.411,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 477.356,61 537.352,61
836.637,61 926.443,61
II. Finanzanlagen
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1.800,00 1.800,00
838.437,61 928.243,61

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Rückstellungen für Pensionen und andere Verpflichtungen

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen gemäß versicherungsmathematischem Gutachten der Kern Mauch & Kollegen GmbH zum 31. Dezember 2022 weist eine Auflösung zu den Pensionsrückstellungen für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von EUR 34.008,00 aus und basiert auf folgenden Parametern:

Zinssatz der Deutschen Bundesbank 31. Dezember 2022: 1,78 %
Gehaltstrend: 0,00 %
Rententrend: 1,00 %
Fluktuationswahrscheinlichkeit: 0,00 %
Bewertungsmethode: Projected Unit Credit Methode
Biometrische Parameter: Richttafeln 2018 G nach Heubeck.

Der durchschnittliche Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen sieben Jahren ergibt, beträgt 1,44 %. Der sich gemäß § 253 Abs. 6 S. 1 HGB aus den Abzinsungssätzen ergebene Unterschiedsbetrag zum 31. Dezember 2022 beträgt TEUR 15.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Umsatzerlöse

Eine Aufgliederung der Umsatzerlöse unterbleibt nach § 288 Abs. 2 HGB.

Personalaufwand

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersvorsorgeverpflichtungen in Höhe von EUR 30.188,14 (Vj.: EUR 19.194,32) enthalten.

Aperiodische Aufwendungen und Erträge

Die periodenfremden Erträge in Höhe von TEUR 148 (Vj.: TEUR 324) betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Erträge aus Versicherungsentschädigungen sowie Erträge aus Anlagenverkäufen.

Die periodenfremden Aufwendungen lagen weder im laufenden noch im vorherigen Geschäftsjahr vor.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 6.221,00 (Vj.: EUR 7.149,00) enthalten.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Haftungsverhältnissen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 157 für das folgende Geschäftsjahr.

Geschäftsführung

Im Berichtsjahr erfolgte die Geschäftsführung durch:

 Herr Hans Steidle, Dipl.- Ing., Sigmaringen.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Offenlegung der Bezüge der Geschäftsführung unterbleibt mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiter beträgt:

laufendes
Jahr
Vorjahr
gewerbliche Arbeitnehmer 20 21
Angestellte 9 11
29 32
Auszubildende 7 5
36 37

Unterzeichnung des Jahresabschlusses

Bestätigung/Unterzeichnung des Jahresabschlusses gem. § 245 HGB.

 

Sigmaringen, den 8. Dezember 2023

gez. Dipl.- Ing. Hans Steidle, Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Unterschrift durch den Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die steidle bau GmbH, Sigmaringen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der steidle bau GmbH, Sigmaringen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der steidle bau GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Balingen, den 8. Dezember 2023

BANSBACH GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft

Radke (Wirtschaftsprüfer)

Beyer (Wirtschaftsprüfer)

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 20. Dezember 2023 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

4 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.