A vita amatus Akademie GmbH
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Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mark Maesen seit 7.5.2018 | Geschäftsführer |
Heiko Torsten Harms seit 5.2.2018 | Geschäftsführer |
Martin Sebastian Tobias Kästner seit 30.1.2018 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AB Zeitpersonal GmbHOberhausenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015der AB Zeitpersonal GmbHA. Wirtschaftliches Umfeld und Branchenentwicklung 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Trotz der weltwirtschaftlichen Verwerfungen vor allem in den Schwellenländern und der noch unbewältigten Krise des Euroraums hat sich die konjunkturelle Erholung in Deutschland in 2015 fortgesetzt. Das reale Bruttoinlandsprodukt ist in 2015 um 1,7 % gestiegen. Tragende Säulen der positiven wirtschaftlichen Entwicklung waren der Export und der inländische private Konsum. Da sich der Euroraum langsam erholt hat und die USA und Großbritannien sich in einem Aufschwung befinden, konnten die Ausfuhren in 2015 trotz der konjunkturellen Schwächen in China und anderen Schwellenländern gesteigert werden. Die - gemessen an früheren Aufschwüngen - in den letzten Jahren vergleichsweise hohen privaten Konsumausgaben haben ihre Ursache in den kräftigen realen Einkommenssteigerungen der privaten Haushalte. Diese Tendenz hat sich 2015 mit einem Anstieg des privaten Konsums um 2 % nach nur 0,9 % in 2014 fortgesetzt. Darauf gestützt hat sich auch der deutsche Arbeitsmarkt weiter positiv entwickelt. Die Erwerbstätigkeit ist im Jahresdurchschnitt um 329.000 Personen auf 43,03 Mio. Beschäftigte gestiegen. Gleichzeitig ist die Arbeitslosenquote auf 6,4 % gesunken und hat damit den niedrigsten Stand seit vielen Jahren erreicht. 2. Entwicklung der Zeitarbeitsbranche in Deutschland Die Zeitarbeitsbranche konnte von der weiteren konjunkturellen Erholung profitieren. Im September 2015 waren 852.000 Personen in Zeitarbeitsunternehmen beschäftigt. Das entspricht einer Steigerung von ca. 5 % gegenüber dem Vorjahr und knapp 3 % aller Erwerbstätigen. Diese Zahlen belegen: Zeitarbeit ist für die deutsche Wirtschaft ein unverzichtbares Flexibilitätsinstrument. Für 80 % aller Unternehmen ist Flexibilität das Hauptmotiv für den Einsatz von Zeitarbeit. Weitere Vorteile für Unternehmen sind die kurzfristige Deckung von Personalbedarf insbesondere bei Krankheit und in Stoßzeiten sowie die Auswahl von potentiellen Kandidaten für weitere Festanstellungen. Zeitarbeiternehmer werden von Unternehmen aller Branchen eingesetzt. Im Juni 2015 waren drei von zehn Zeitarbeitnehmern in Berufen tätig, die dem Bereich Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit zuzurechnen sind. Aus Sicht der Unternehmen sind 84,7 % mit dem Einsatz von Zeitarbeit in Deutschland (80,4 % global) und mit der Leistung der Zeitarbeitsunternehmen sehr zufrieden. Die Zeitarbeit bietet ein hohes Maß an Integration von Benachteiligten, z.B. von Langzeitarbeitslosen (9% aller Zeitarbeitnehmer) oder Arbeitnehmern mit Migrationshintergrund in den Arbeitsmarkt und bietet vielfältige Beschäftigungsperspektiven. Zudem besteht für die Arbeitnehmer der Zeitarbeit die Chance auf eine dauerhafte Beschäftigung am Arbeitsmarkt, entweder in der Zeitarbeit, oder durch einen Wechsel in ein Einsatzunternehmen ("Klebeeffekt"). Lediglich 20% aller Beschäftigten kehren zurück in die Erwerbslosigkeit. Zum 01. April 2015 ist der Tariflohn des iGZ im Tarifgebiet West um 3,5 % und im Tarifgebiet Ost um 4,3 % erhöht worden. Der tarifliche Mindestlohn ist ab dem 01. April 2015 auf 8,80 EUR im Tarifgebiet West und auf 8,20 EUR im Tarifgebiet Ost angehoben worden. Darüber hinaus sind seit dem 01. November 2012 sukzessive mehrere Tarifverträge über Branchenzuschläge in der Arbeitnehmerüberlassung in Kraft getreten. Mit diesen Tarifverträgen wird für bestimmte Branchen (u.a. Metall- und Elektroindustrie, Chemische Industrie, Schienenverkehr, Textil- und Bekleidungsindustrie sowie Papier, Pappe, Kunststoff) die Vergütung der Zeitarbeitnehmer abhängig von der Dauer des ununterbrochenen Einsatzes in einem Kundenbetrieb in mehreren Stufen dem regelmäßig gezahlten Stundenentgelt eines vergleichbaren Arbeitnehmers im Kundenbetrieb angepasst. B. Geschäftsentwicklung der AB Zeitpersonal GmbH im Geschäftsjahr 2015 Im Geschäftsjahr 2015 stand bei AB Zeitpersonal die Fortführung der in 2013 begonnen zielgerichteten Konsolidierung des Unternehmens im Vordergrund ihrer Geschäftspolitik. Hierzu hat die Geschäftsführung das Niederlassungsnetz weiter optimiert und nach einer strengen wirtschaftlichen Prüfung 2 Niederlassungen geschlossen. Damit verfügt die Gesellschaft zum 31. Dezember 2015 über 41 Niederlassungen im gesamten Bundesgebiet. Die Anzahl der beschäftigten Leiharbeitnehmer ist im Jahresdurchschnitt von 2.089 im Vorjahr auf 2.126 im Geschäftsjahr 2015 gestiegen. Die durchschnittliche Anzahl der Stammpersonalmitarbeiter ist mit 186 Mitarbeitern konstant geblieben. Die nochmals verbesserte Akzeptanz bei den Kunden für die gestiegenen Löhne der Leiharbeitnehmer hat zusammen mit einer generell gestiegenen Nachfrage nach flexibel einsetzbarem Personal zu einer weiteren Verbesserung der Produktivität geführt. Der Umsatz konnte von 53,0 Mio. EUR im Vorjahr um 3,6 Mio. EUR = 6,8 % auf 56,6 Mio. EUR gesteigert werden. Aufgrund einer gleichzeitig moderaten Steigerung der Personal- und einer Senkung der Sachkosten konnte das Betriebsergebnis erhöht werden. C. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 1. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2015 erzielten wir ein Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr von 6,8 % = 3,6 Mio. EUR auf 56,6 Mio. EUR. Neben der generell gestiegenen Nachfrage nach flexibel einsetzbarem Personal ist es uns gelungen, unsere Kunden - trotz der gestiegenen Löhne - von den Leistungen und der Einsatzbereitschaft unserer Leiharbeitnehmer zu überzeugen. Damit konnten wir eine weitere Verbesserung unserer Produktivität erreichen. In 2015 haben wir einen Nettoumsatz je Leiharbeitnehmer in Höhe von ca. 26.630 € (Vorjahr: ca. 25.390 €) generiert. Die Personalkosten belaufen sich auf 50,8 Mio. EUR und sind damit gegenüber dem Vorjahr mit + 7,2 % = 3,4 Mio. EUR in Relation zur Umsatzausweitung etwas stärker gestiegen. Die zum 1. April 2015 wirksame Tariflohnerhöhung um 3,5 % im Tarifgebiet West und um 4,3 % im Tarifgebiet Ost hat zusammen mit einer höheren durchschnittlichen Anzahl der beschäftigten Leiharbeitnehmer zu dem höheren Lohnaufwand geführt. Trotz höherem Geschäftsvolumen konnte vor allem durch die weitere Optimierung der Betriebsabläufe die durchschnittliche Anzahl der Stammpersonalmitarbeiter mit 186 Mitarbeitern konstant gehalten werden. Insbesondere durch weitere Verbesserungen der internen Strukturen und der Betriebsabläufe konnten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr nochmals gesenkt werden. Insgesamt konnte das Betriebsergebnis mit 1,7 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr um mehr als 26 % gesteigert werden. Unter Berücksichtigung des - gegenüber dem Vorjahr nur leicht veränderten - negativen Zinsergebnisses in Höhe von 0,23 Mio. EUR und der Ertragsteuern in Höhe von 0,48 Mio. EUR verbleibt ein gegenüber dem Vorjahr deutlich höherer Jahresüberschuss in Höhe von 0,98 Mio. EUR (Vorjahr: 0,69 Mio. EUR). 2. Finanzlage Der im Jahr 2015 erzielte operative Cash Flow in Höhe von 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,94 Mio. EUR) sowie die Mittelzuflüsse, insbesondere aus der Verminderung der Kundenforderungen (1,0 Mio. EUR) und der Verminderung der sonstigen Vermögensgegenstände (1,7 Mio. EUR) sowie der Erhöhung der Bankverbindlichkeiten (0,6 Mio. EUR) und der Rückstellungen (0,25 Mio. EUR) sind fast ausschließlich zur im Geschäftsjahr 2015 vorgenommenen Gewinnausschüttung in Höhe von 4,2 Mio. EUR und mit einem Teilbetrag in Höhe von 0,27 Mio. EUR zur Rückführung der Lieferantenverbindlichkeiten und der sonstigen Verbindlichkeiten verwandt worden. Die danach verbleibenden Finanzmittel in Höhe von 0,27 Mio. EUR haben zu einer Erhöhung des Bestands der liquiden Mittel zum 31. Dezember 2015 auf 4,8 Mio. EUR geführt. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. 3. Vermögenslage Unsere Vermögenslage hat sich zum 31. Dezember 2015 nicht grundlegend verändert. Der mit 95,8 % weitaus überwiegende Teil unseres Vermögens besteht aus kurz- bis mittelfristig gebundenem Vermögen, das sich gegenüber dem Vorjahr in Höhe und Zusammensetzung nicht wesentlich verändert hat. Die zum 31. Dezember 2015 ausgewiesenen Kundenforderungen sind gegenüber dem Vorjahr um 1,0 Mio. EUR gesunken, obwohl das Geschäftsvolumen im Geschäftsjahr 2015 gegenüber dem Vorjahr um 6,8 % gestiegen ist. Ursache hierfür ist das mit einer bedeutenden deutschen Factoring-Bank mit Wirkung ab dem 01. Oktober 2015 vereinbarte Factoring. Die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen kurzfristigen Forderungen sind aufgrund entsprechender Zahlungseingänge deutlich von 1,7 Mio. EUR auf 1,3 Mio. EUR zurückgegangen. Auf der Passivseite sind die kurz- und mittelfristigen Fremdmittel gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 0,6 Mio. EUR = 5,5 % gestiegen. Verantwortlich dafür sind vor allem höhere Bankverbindlichkeiten und höhere Rückstellungen, insbesondere Steuerrückstellungen. Das Eigenkapital hat sich aufgrund der in 2015 vorgenommenen Gewinnausschüttung in Höhe von 4,2 Mio. EUR deutlich vermindert. Unter Berücksichtigung des in 2015 erzielten Jahresüberschusses in Höhe von 0,98 Mio. EUR ergibt sich zum 31. Dezember 2015 ein Eigenkapital in Höhe von 1,2 Mio. EUR und damit eine Eigenkapitalquote in Höhe von 9,2 % (Vorjahr: 28,6 %). D. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. E. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Die Arbeitnehmerüberlassung ist bereits langfristig ein anerkanntes Instrument der Unternehmen auf dem deutschen Arbeitsmarkt, um die notwendige Flexibilität der unternehmensspezifischen Personalpolitik aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig begrenzen stetig neue Regularien und Vorschriften seitens Politik und Tarifparteien das Wachstumspotenzial der Zeitarbeit. Dabei hat sich die Branche als flexibles und bewährtes Beschäftigungsinstrument weiterentwickelt und ist für viele Unternehmen inzwischen unentbehrlich geworden. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen schätzen die Zeitarbeit für ihre Flexibilität. 1. Risiken der künftigen Entwicklung Die Unternehmen der Zeitarbeit unterliegen den branchenimmanenten Risiken wie der frühzeitigen Reaktion auf saisonale und konjunkturelle Änderungen der Rahmenbedingungen und der damit verbundenen hohen Dynamik der Beschäftigungsverhältnisse. Darüber hinaus beabsichtigt die Politik neue weiteren Regulierungen der Zeitarbeit und Werkverträge. Nach dem überarbeiteten Gesetzesentwurf vom 17. Februar 2016 könnten folgende neue Herausforderungen auf die Zeitarbeitsbranche zukommen. Zum einen soll der Einsatz von Leiharbeitnehmern in einem Betrieb auf maximal 18 Monate begrenzt werden. Diese Überlassungsdauer, die an die Person des Leiharbeiters, nicht aber an den Arbeitsplatz beim Kundenunternehmen gekoppelt ist, kann in Einzelfällen und nach Absprache verlängert werden, wenn in dem Kundenunternehmen ein Tarifvertrag angewendet wird. Ziel dieser Sonderregelung ist es den Anschluss der Kundenunternehmen an Flächentarifverträge zu fördern. Des Weiteren enthält der Entwurf eine Gleichstellung des Entgelts (Equal Pay) der Leiharbeitnehmer und der Stammbelegschaft nach 9 Monaten. Auch hier kann möglicherweise eine Fristverlängerung erfolgen, wenn für das Arbeitsverhältnis bereits ein Branchenzuschlagstarifvertrag gültig ist. Weiterer Inhalt der Konzipierung sind 8 gesetzlich festgelegte Kriterien für Werkverträge, die dem Zoll eine Hilfestellung bei der Aufklärung von Missbrauchsfällen bieten sollen, eine Unterrichtungspflicht des Entleihers gegenüber dem Betriebsrat bezüglich des zeitlichen Umfangs des Einsatzes von Leiharbeit, dem Einsatzort und den entsprechenden Arbeitsaufgaben, ein Verbot des Einsatzes von Leiharbeitnehmern als Streikbrecher sowie eine explizite Regelung des Verbots des sogenannten Kettenverleihs. Noch nicht endgültig geklärt ist, ob die geplanten gesetzlichen Änderungen tatsächlich bereits ab dem 01. Januar 2017 oder erst zum 01. Juli 2017 in Kraft treten werden. Abzuwarten bleibt jedoch, ob der Entwurf, der von Kritikern und Branchenexperten als praxisfremd, hochbürokratisch und als Eingriff in die Tarifautonomie gesehen wird, in derartiger Form überhaupt verabschiedet wird. Vor allem die Entwicklung der Flüchtlingspolitik in Deutschland kann darauf Einfluss nehmen. Hier könnte aufgrund des öffentlichen und zeitarbeitspolitischen Drucks eine gesetzliche Öffnung der Branche für Asylbewerber und Geduldete entwickelt und verabschiedet werden. Mit einer Abschaffung des Beschäftigungsverbots für Migranten könnte die Regierung ihrem Ziel der Integration durch Bildung und Arbeit Rechnung tragen. Gleichzeitig könnte so der bestehende Mangel an geeigneten Arbeitskräften und eventuell sogar an Facharbeitskräften in Deutschland zumindest teilweise behoben werden. Weiterhin unklar ist der Ausgang der gerichtlichen Verfahren zur Nichtanerkennung der Tariffähigkeit der Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personaldienstleistungsagenturen (CGZP). Die AB Zeitpersonal hat hierfür, ausgehend vom Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 14. Dezember 2010, seit 2011 bilanzielle Vorsorgemaßnahmen für mögliche Zahlungsansprüche der Sozialversicherungsträger in entsprechender Höhe getroffen. Ebenso gut vorbereitet haben wir uns auch auf die nächste Tariflohnerhöhung zum 01.Juni 2016, sowie auf die Anhebung einiger Mindestlohntarifverträge (z. B. in der Abfallwirtschaft, in der Pflegebranche sowie in der Textil- und Bekleidungsindustrie). Die vergangenen Erhöhungen konnten vor allem aufgrund der hohen Transparenz und des steten Kundenkontakts ohne gravierende Einschnitte der Margen erfolgreich mit den Kundenunternehmen umgesetzt werden. AB Zeitpersonal ist sich allen Unternehmens- und Branchenrisiken bewusst. Bestandsgefährdende Risiken liegen nicht vor. 2. Risikomanagement Unser Risikomanagement untersteht stets der Prämisse des verantwortungsbewussten Umgangs mit den Unternehmensrisiken. Das Risikomanagement ist darauf ausgerichtet, politische Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und durch geeignete Gegensteuerungsmaßnahmen drohenden Schaden vom Unternehmen abzuwenden und somit eine Bestandsgefährdung auszuschließen. Um alle drei Aufgabenbereiche des Risikomanagements Identifikation, Analyse und Bewertung von Risiken umfassend gewährleisten zu können, arbeiten wir an einer ständigen Verbesserung. Das Risikomanagement ist in den Ablauf der täglichen Geschäftsprozesse integriert. Damit ist die Geschäftsführung jederzeit in der Lage, sich ein Gesamtbild der aktuellen Risikolage machen zu können. 3. Chancen der künftigen Entwicklung Die derzeitigen Prognosen gehen für 2016 von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,8 bis 1,9 % aus. Wesentliche Stützen des Wachstums werden der private Konsum (+ 2,2 %) und die leicht steigende Investitionstätigkeit (Ausrüstungsinvestitionen + 5,0 %; Bauinvestitionen + 2,9 %) sein. Die Ankündigung der EZB, ihren Kurs der quantitativen Lockerung über das Jahr 2016 hinaus fortzusetzen und die zu erwartende Zinserhöhung in den USA wird den europäischen und insbesondere den deutschen Exporten zu Gute kommen. Für 2016 wird mit einem Anstieg der Exporte von 4,5 % gerechnet. Die Staatsausgaben werden vor allem durch die zusätzlichen Aufwendungen für Flüchtlinge nach oben getrieben. Die Ausgaben dafür werden 2016 voraussichtlich um ca. 12 Mrd. EUR steigen. Das dürfte der Konjunktur in Kombination mit der extrem expansiven Geldpolitik einen zusätzlichen Schub verleihen. Auch für das Jahr 2017 wird mit einem BIP-Zuwachs von 1,8 % gerechnet. Abzuwarten bleibt, wie sich die Flüchtlingszahlen tatsächlich entwickeln und wie sich der Zustrom von Flüchtlingen auf die Prognosewerte für 2016 und 2017 auswirken wird. Betrachtet man die Flüchtlingsthematik im Zusammenhang mit der Zeitarbeitsbranche ergeben sich viele positive Aspekte, die jedoch bisher von gesetzlichen Bestimmungen blockiert werden. Bisher galt, dass Asylbewerber und Geduldete nicht vor Ablauf einer Frist von 48 Monaten als Leiharbeiternehmer in Deutschland tätig werden durften. Diese Frist wurde durch zunehmenden Druck der Zeitarbeitsunternehmen und dem andauerndem Flüchtlingsstrom aus den Krisengebieten im letzten Quartal des Jahres 2015 auf 15 Monate verkürzt. Außerdem gilt als zusätzliche Ausnahme für die Einstellung als Leiharbeitnehmer in Mangelberufen eine Frist von lediglich 3 Monaten. Dafür müssen jedoch entweder die Voraussetzungen für eine ´Blaue Karte EU` in Mangelberufen erfüllt sein oder eine Vorlage der im Ausland erworbenen Berufsqualifikation in einem Mangelberuf erfolgen. Insbesondere die Vorlage der Berufsqualifikation gestaltet sich schwierig, da viele Flüchtlinge nur ihr nötigstes Hab und Gut retten konnten und daher die erforderlichen Unterlagen in vielen Fällen nicht existieren. Daher bleibt die Forderung der Zeitarbeitsunternehmen, ein Beschäftigungsverbot für Flüchtlinge vollständig abzuschaffen, bestehen. Aber auch ohne die Flüchtlingsthematik bleibt die Nachfrage nach Zeitarbeitsnehmern in der deutschen Wirtschaft auf einem stabilen Niveau. Auch in der Zukunft werden sich die Unternehmen Flexibilitäts- und Kostenvorteile durch den Einsatz von Leiharbeitnehmern sichern. Langfristig erhöht Zeitarbeit den Arbeitnehmern die Chance, im Arbeitsmarkt zu bleiben und verringert das Risiko arbeitslos zu werden. Zusammenfassend leistet die Personaldienstleistung ihren Beitrag zur verbesserten Ausschöpfung des Erwerbspersonenpotenzials. Des Weiteren ist die Zeitarbeit nach wie vor ein Frühindikator für konjunkturelle Entwicklungen der Gesamtwirtschaft. Unternehmen nutzen die Flexibilität der Beschäftigungsform um unmittelbar auf Nachfrageschwankungen reagieren zu können und somit die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Die Geschäftsführung von AB Zeitpersonal beabsichtigt - nach Jahren der erfolgreichen Konsolidierung verstärkt nach Möglichkeiten der Expansion zu suchen. Zum einen könnte mit Hilfe von Zukäufen anderer Zeitarbeitsunternehmen externes Wachstum realisiert werden. Zum anderen wollen wir unser internes Wachstum vorantreiben, indem wir unser Niederlassungsnetz weiter zielgerichtet ausbauen. Wir sind uns den zahlreichen Herausforderungen der Zukunft bewusst und haben entsprechende Maßnahmen getroffen. F. Prognosebericht Die Wirtschaftsprognosen für 2016 und 2017 sehen ein andauerndes und stabiles Wachstum der deutschen Wirtschaft voraus. Dabei sorgt vorrangig die leichte Beschleunigung der Weltwirtschaft für ein verbessertes Wachstum in 2016 von 1,8 bis 1,9 % und in 2017 von 1,8 %. Die größte Herausforderung dürfte momentan der Flüchtlingszustrom aus den Krisengebieten sein. Es bleibt abzuwarten, welche Herausforderungen bzw. Chancen sich hieraus im Weiteren entwickeln werden. Die Geschäftsführung von AB Zeitpersonal erwartet für das Jahr 2016 eine Umsatzsteigerung bei mindestens gleichbleibender Kostenstruktur.
Oberhausen, im März 2016 AB Zeitpersonal GmbH Die Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersIch habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der AB Zeitpersonal GmbH, Oberhausen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet. Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weise ich darauf hin, dass die Geschäftsführung bei der Aufstellung des Jahresabschlusses von der vollen Werthaltigkeit der kurzfristigen Darlehensforderungen ausgegangen ist. Die Geschäftsführung ist darum bemüht, einen kurz- bis mittelfristigen Rückfluss der Darlehensforderungen zu erreichen. Im Übrigen ist der Geschäftsführung bewusst, dass die Gesellschaft mit einem wesentlichen Teilbetrag der liquiden Mittel für fremde Verbindlichkeiten haftet und der Gesellschaft somit ein wesentlicher Teilbetrag der liquiden Mittel nicht zur freien Verfügung steht.
Bocholt, den 22. Juni 2016 Dipl.-Kfm. Franz-Josef Möllenbeck Wirtschaftsprüfer Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015A. Allgemeine Angaben Die AB Zeitpersonal GmbH ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht mit Sitz in Oberhausen, Im Lipperfeld 42, Deutschland. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Duisburg im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nr. 18861, eingetragen. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss der AB Zeitpersonal GmbH für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2015 wurde gemäß den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den handelsrechtlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Die Bewertungsmethoden der Vorjahre sind unverändert beibehalten worden. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt wesentlichen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Die entgeltlich erworbenen Immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind mit den Anschaffungskosten aktiviert. Es handelt sich um Nutzungsrechte und um EDV-Software, die entsprechend ihrer Vertragslaufzeit bzw. ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben werden. Die erworbenen Geschäfts- und Firmenwerte werden über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben. Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden planmäßig entsprechend der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, die nach den steuerrechtlichen Vorschriften ermittelt wird, nach der linearen Abschreibungsmethode vorgenommen. Bei der Behandlung der geringwertigen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens lehnt sich die Gesellschaft an steuerliche Regelungen an und hat bis einschließlich 2010 einen Sammelposten gebildet, der im Zugangsjahr und in den folgenden vier Jahren gleichmäßig abgeschrieben wird. Seit 2011 werden Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis 410 EUR im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Für das in den Forderungen enthaltene allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % gebildet worden. Die liquiden Mittel sind zum Nominalwert bilanziert. Bei den Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich im Wesentlichen um zum Bilanzstichtag bereits vorausbezahlte Aufwendungen und Softwarelizenzen. Das Stammkapital entspricht dem Eintrag im Handelsregister. Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Sie berücksichtigen alle bis zur Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen sind bei der Bemessung der Rückstellungshöhe berücksichtigt worden. Soweit die Rückstellungen eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, sind diese mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangen sieben Geschäftsjahre abgezinst worden. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. C. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2015 ist aus der Anlage zu diesem Anhang ersichtlich. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um Forderungen gegen Gesellschafter. Die Steuerrückstellungen beinhalten die für 2014 und für 2015 zu leistenden Körperschaftsteuernachzahlungen. Die für 2014 und 2015 zu leistenden Gewerbesteuernachzahlungen sind unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen wie Berufsgenossenschaftsbeiträge, Schwerbehindertenausgleichsabgabe, Urlaubs-, Tantieme- und Gleitzeitausgleichsverpflichtungen. Außerdem bestehen Rückstellungen für zu erwartende Beitragsnachforderungen seitens der Deutschen Rentenversicherung Bund, für Bonusverpflichtungen und für ausstehende Eingangsrechnungen sowie für Jahresabschlusskosten. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als fünf Jahren. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 2.664.012,64 EUR durch Abtretung von Außenständen (Globalabtretung) und darüber hinaus mit einem Teilbetrag in Höhe von 182.228,54 EUR durch Abtretung von Bankguthaben gesichert. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse werden fast ausschließlich durch die Überlassung von Arbeitnehmern erwirtschaftet. Sie werden zu annähernd 100 % im Inland erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten vor allem verrechnete sonstige Sachbezüge, Entschädigungen des Kreditversicherers und Erlöse aus Weiterberechnungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten vor allem Raumkosten, Werbe-, Reise-und Fahrzeugkosten, Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen, Aufwendungen für Porto und Telefon, Kosten der Personalbeschaffung sowie Mieten für Einrichtungen. Abzinsungserträge - bzw. -aufwendungen gemäß § 277 Abs. 5 Satz 1 HGB haben sich nicht ergeben. E. Sonstige Angaben Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2.312 Arbeitnehmer (Vorjahr: 2.275, davon entfallen 2.126 Mitarbeiter (Vorjahr: 2.089) auf das Zeitpersonal und 186 Mitarbeiter (Vorjahr: 186) auf das Stammpersonal. Die der Geschäftsführung gewährten Kredite beliefen sich zum 01. Januar 2015 auf 2.985.798,98 EUR. Im Geschäftsjahr 2015 ist ein Kreditteilbetrag in Höhe von 2.010.875,00 EUR zurückgeführt worden. Die im Geschäftsjahr 2015 neu ausgeliehenen Kreditmittel belaufen sich auf 279.399,60 EUR. Damit belaufen sich die der Geschäftsführung gewährten Kredite zum 31. Dezember 2015 auf insgesamt 1.254.323,58 EUR. Die Darlehen werden mit 3%-Punkten über dem Hauptrefinanzierungssatz verzinst. Für 2015 ergab sich daraus eine Verzinsung von 3,05 % p.a. Die Darlehen sind bis auf weiteres zur Verfügung gestellt worden. Die Gesellschaft hat Bankguthaben in Höhe von 4.150.000 EUR für Verbindlichkeiten des geschäftsführenden Gesellschafters verpfändet. Ein Entgelt hierfür ist im Geschäftsjahr 2015 nicht vereinbart worden. Die Bezüge der Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2015 betrugen 656.611,48 EUR. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf 1.572.000 EUR (Vorjahr: 1.704.000 EUR) und betreffen Miet- und Leasingzahlungen des Folgejahres. Darüber hinaus bestehen Haftungen für Bürgschaften Dritter in Höhe von 586.052 EUR (Vorjahr: 610.439 EUR) und Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten in Höhe von 4.150.000 EUR (Vorjahr: 4.150.000 EUR). Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015 berechnete Gesamthonorar in Höhe von 23.500 EUR beinhaltet Abschlussprüfungsleistungen mit 15.500 EUR und Steuerberatungsleistungen mit 8.000 EUR. Geschäftsführer der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2015 waren: Gilbert Sydow, Oberhausen Michaela Reckling, Oberhausen
Oberhausen, den 29. März 2016 AB Zeitpersonal GmbH Geschäftsführung Gilbert Sydow Michaela Reckling Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015
Bilanz zum 31. Dezember 2015AKTIVA
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2015
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