Isotope Technologies Dresden GmbH

Rossendorfer Ring 42, 01328 Dresden, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 26445
Vorher
RM 2777 Vermögensverwaltungs GmbH
Eingetragen
28.11.2007
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von Dampfkesseln und Kesseln zum Erzeugen von überhitztem WasserHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Herstellung von Beschleuniger- und Radionuklidbestrahlungsanlagen, Herstellung von radiochemischen und radiopharmazeutischen Anlagen, nuklearmedizinischen Laboren, Geräten und Anlagen für die Radionuklidherstellung, Anlagen für die Isotopenproduktion sowie die cGMP-gerechte Planung, Entwicklung, Konstruktion, Fertigung und Dokumentation kundenspezifischer Lösungen sowie Produktion und Vertrieb von in diesem Zusammenhang stehenden Einzelprodukten, wie Heiße und warme Zellen, Manipulatoren, Handschuboxen, Arbeitsplatzlösungen wie Bleiburgen, Labortische und Personalbeschirmungen, Zellenausrüstungen, Radionuklidabzüge, Tresore, Abschirm- und Abfallbehälter für radioaktive Stoffe, div. Abschirmungen wie Abschirmwände, Zyklotrontüren, Rohrabschirmungen, Spritzenhalter, Strahlenschutzfenster, Strahlenschutzgläser und ferner Planung, Konstruktion und Herstellung sonstiger Ausrüstungen im Bereich der Anwendung ionisierender Strahlung sowie Service an diesen einschließlich Beratungsleistungen. Erlaubnispflichtige Tätigkeiten gehören nicht zum Gegenstand des Unternehmens.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Julian Lucas Schröder
seit 29.10.2025
Prokura
Lars Flemmig
seit 4.2.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Michael Schmolinske
seit 11.7.2023
Prokura
Gunnar Dr. Mann
seit 6.6.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Mössbauer Lucky Start GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Isotope Technologies Dresden GmbH

Dresden

Jahresabschluss 2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 44.914,22 54.066,44
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.808,01 10.152,33
3. Geleistete Anzahlungen immaterielle Vermögensgegenstände 238.718,41 238.718,41
299.440,64 302.937,18
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 903.529,39 1.256.597,13
2. Technische Anlagen und Maschinen 149.372,17 923.590,74
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 201.486,36 163.462,68
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.326.074,47 567.648,80
3.580.462,39 2.911.299,35
3.879.903,03 3.214.236,53
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 54.363,67 305.869,53
2. Unfertige Erzeugnisse 15.047.472,42 9.319.269,17
3. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 2.392.223,65 1.721.105,53
17.494.059,74 11.346.244,23
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.044.909,60 974.266,90
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 302.083,23 4.097,13
3. Forderungen gegenüber Gesellschafterin 101.150,00 26.554,85
4 Sonstige Vermögensgegenstände 302.077,41 314.658,22
- davon aus Steuern EUR 164.121,15 (Vorjahr EUR 295.011,13)
5.750.220,24 1.319.577,10
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 260.100,99 3.050.163,78
23.504.380,97 15.715.985,11
C. Rechnungsabgrenzungsposten 33.844,24 32.185,25
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.568.784,29 327.292,78
28.986.912,53 19.289.699,67

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 7.000.000,00 7.000.000,00
III. Verlustvortrag(-) -7.352.292,78 -5.008.162,10
IV. Jahresfehlbetrag -1.241.491,51 -2.344.130,68
nicht gedeckter Fehlbetrag 1.568.784,29 327.292,78
0,00 0,00
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 125.969,83 248.594,54
C. Rückstellungen 1.852.883,74 2.702.946,54
D. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 25.427.233,11 12.943.964,10
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen von verbundenen Unternehmen 0,00 765.601,43
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen von der Gesellschafterin 468.000,00 1.926.310,00
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.029.442,03 664.059,73
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.101,52 4.516,79
6. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafterin 27.346,13 0,00
7. sonstige Verbindlichkeiten 52.936,17 33.706,54
- davon aus Steuern EUR 45.702,66 (Vorjahr EUR 32.073,73)
27.008.058,96 16.338.158,59
28.986.912,53 19.289.699,67

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

01.01. - 31.12.2023
EUR
01.01. - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 10.764.047,15 2.403.320,38
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen 5.728.203,25 4.542.415,18
3. sonstige betriebliche Erträge 444.684,06 170.455,09
- davon Erträge aus Währungsumrechnung EUR 8.912,21 (Vorjahr EUR 7.906,70)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -9.007.735,71 -2.724.624,26
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.410.002,40 -1.548.172,90
-11.417.738,11 -4.272.797,16
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.601.893,51 -2.558.430,14
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -676.625,99 -481.846,77
- davon für Altersversorgung EUR 14.394,36 (Vorjahr EUR 11.580,00)
-4.278.519,50 -3.040.276,91
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagenvermögens und Sachanlagen -280.263,14 -361.511,69
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufsvermögens, soweit
diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen
überschreiten -23.764,94 -27.123,80
-304.028,08 -388.635,49
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.135.985,27 -1.695.784,83
- davon Verluste aus Währungsumrechnung EUR 44.741,36 (Vorjahr EUR 23.050,67)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13.142,76 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -52.723,74 -61.815,96
- davon an verbundene Unternehmen EUR 1.587,93 (Vorjahr EUR 52.096,67)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.815,80 0,00
11. Ergebnis nach Steuern -1.240.733,28 -2.343.119,70
12. Sonstige Steuern -758,23 -1.010,98
13. Jahresfehlbetrag -1.241.491,51 -2.344.130,68

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Grundlagen der ITD und allgemeine Entwicklung im Geschäftsjahr

Isotope Technologies Dresden GmbH ist als Anbieter von Sonderanlagen im Bereich der Nuklearmedizin und Isotopenproduktion nur teilweise von konjunkturellen Schwankungen betroffen. Die Nachfrage im Gesundheitswesen wird eher von demographisch-strukturellen als von allgemeinen wirtschaftlichen Faktoren geprägt.

Die Isotope Technologies Dresden GmbH (im Folgenden auch kurz "ITD" oder "Gesellschaft" genannt) ist ein Tochterunternehmen der Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH, Berlin (im Folgenden auch kurz "EZR" genannt).

Als weltweit tätiges Unternehmen liegen die Kernkompetenzen der ITD in der Herstellung und Wartung von Sonderanlagen im Bereich Nuklearmedizin und Isotopenproduktion.

Das Jahr 2023 war ein sehr erfolgreiches, insbesondere in Bezug auf den Auftragseingang. Die steigende Nachfrage nach Anlagen zur Herstellung von zukunftsträchtigen Isotopen im Radiopharmaziebereich wie Actinium-225 und Germanium-68 war deutlich spürbar.

Im Rahmen einer konzerninternen Umstrukturierung hat die Gesellschaft mit Wirkung ab dem 1. August 2023 sämtliche zum Geschäftsbereich "ITD2", der den Umgang mit hochaktiven Quellen und das Recycling insbesondere von Rauchmeldern betrifft, verkauft. Entsprechend gingen die dem Geschäftsbereich zugehörenden Vermögensgegenstände sowie Flüssige Mittel und Schulden von jeweils TEUR 1.691 an die Gamma Service Recycling GmbH, Leipzig, über und wurde die Umgangsgenehmigung übertragen. In diesem Zusammenhang wurden auch die dem Geschäftsbereich zuzuordnenden Arbeitsverhältnisse nach § 613 a BGB übertragen.

Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl hat sich im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 10 Mitarbeiter auf 66 Mitarbeiter erhöht.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IFW) erwartet in seinem Konjunkturbericht Nr. 109 vom 13. Dezember 2023 für 2024 einen Anstieg um 2,9 %. In den für Isotope Technologies Dresden GmbH besonders relevanten Regionen USA und Europa wird ein Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 1,5 % bzw. ein Anstieg von 0,9 % erwartet.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Die Umsatzerlöse betrugen in diesem Jahr TEUR 10.764 und liegen damit 348 % (TEUR 8.361) über den Umsätzen des Vorjahres (TEUR 2.403). Der Anstieg gründet sich hauptsächlich darauf, dass einige laufende Projekte bis zum Bilanzstichtag vollständig abgeschlossen werden konnten.

Die Bestände an unfertigen Erzeugnissen haben sich um TEUR 5.728 erhöht. Es handelt sich um in Erstellung befindliche Maschinenaufträge.

Der Materialaufwand ist mit TEUR 11.418 um 267 % höher als im Vorjahreszeitraum (TEUR 4.273). Im Materialaufwand sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 957 enthalten, denen kein Umsatz entgegensteht. Grund hierfür ist ein Rechtsstreit mit einem Kunden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Geschäftsjahr um TEUR 274 auf TEUR 445 erhöht. Die Mehrheit der Erträge stammt aus Auflösungen von Rückstellungen und Sonderposten aufgrund eines Asset Deals.

Der Personalaufwand ist um TEUR 1.238 auf TEUR 4.279 angestiegen. Dieser Anstieg ist primär auf die gestiegene Mitarbeiterzahl zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 440 auf TEUR 2.136 an. Der Anstieg begründet sich maßgeblich in einem erhöhten Bedarf an Rechts- und Beratungskosten.

Das Zinsergebnis ist gegenüber dem Vorjahr von TEUR -62 auf TEUR -40 gestiegen.

Der Abgang des Geschäftsbereichs ITD 2 erfolgte zum Buchwert, so dass sich kein Ergebniseffekt ergeben hat. Der Ergebniseffekt aus der operativen Tätigkeit der ITD 2 ist insgesamt - auch in der Vergangenheit - unwesentlich in Bezug auf das Gesamtergebnis der Gesellschaft.

Der Jahresfehlbetrag ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der ITD ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 9.697 (50 %) auf TEUR 28.987 gestiegen.

Das Anlagevermögen stieg im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 666 von TEUR 3.214 auf TEUR 3.880. Einerseits wurde in ein neues in Bau befindliches Betriebsgebäude investiert (TEUR 1.805), gegenläufig wirkt der Abgang durch Veräußerung der zum Geschäftsbereich ITD2 gehörenden Vermögensgegenstände (TEUR 1.131) an eine Schwestergesellschaft.

Der Bestand an Vorräten und geleisteten Anzahlungen auf Vorräte stieg um TEUR 6.148 auf TEUR 17.494, diese Entwicklung ist bedingt durch zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossene Projekte.

Da zum Jahresende Projekte abgenommen wurden, konnten diese noch als Umsatz ausgewiesen werden, in der Folge stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf TEUR 5.045.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist ein Anstieg von TEUR 4 im Vorjahr auf TEUR 302 zu verzeichnen.

Der Bestand an liquiden Mitteln der Gesellschaft ist mit TEUR 260 um TEUR 2.790 niedriger als im Vorjahr. Zurückzuführen ist dieser Rückgang u.a. auf die Erhöhung der unfertigen Leistungen und den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Durch das negative Eigenkapital kommt es zu einem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 1.569, der auf der Aktivseite ausgewiesen ist. Diese Veränderung ist hauptsächlich durch den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 1.241 bedingt.

Die Rückstellungen liegen mit TEUR 1.853 unter dem Vorjahr (TEUR 2.703). Der Rückgang resultiert größtenteils aus dem Abgang der Rückstellung für Verpflichtungsüberhang.

Die Gesamtheit der Verbindlichkeiten ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 10.670 auf TEUR 27.008 angestiegen. Dieser Anstieg ist hauptsächlich in den erhaltenen Anzahlungen begründet TEUR 25.895 (i. Vj. TEUR 15.636).

Unternehmenssteuerung

Die Isotope Technologies Dresden GmbH führt ein monatliches Controlling ihrer Finanzkennzahlen durch. Dazu werden neben der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz, die Auftragslage, der Forderungsbestand und der Umsatz nach Regionen analysiert.

Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind insbesondere der Umsatz, Projektfortschritt und das Ergebnis.

Chancen- und Risikobericht

Dieser Bericht schildert im Folgenden, welche Risiken und Chancen existieren und welche Auswirkungen sich dadurch auf die Gesellschaft ergeben.

Risikomanagement

Die ITD ist in das Risikomanagementsystem der EZAG eingebunden. Neben dem einmal jährlich durchgeführten Verfahren zur strukturierten Risikoaufnahme ist das operative Management verpflichtet, seinen Bereich ständig hinsichtlich einer sich ändernden Risikosituation hin zu überwachen. Wesentliche Änderungen der bereichspezifischen Risikosituation sind umgehend an die Segmentleitung und den Vorstand der EZAG zu melden. Meldungen von Risikoänderungen mit wesentlichen finanziellen Auswirkungen erfolgen darüber hinaus an das Konzerncontrolling.

Bei dem jährlich durchgeführten Verfahren zur strukturierten Risikoaufnahme werden die Fach- und Führungskräfte befragt. Dabei wird neben der Benennung neuer und bestehender Chancen und Risiken deren Einordnung bezüglich Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Auswirkung auf das Unternehmen abgefragt. Zu diesen Risiken werden, soweit möglich, vorbeugende Maßnahmen getroffen, ggf. Notfallpläne erstellt und eine regelmäßige Evaluierung organisiert.

Zum Risikomanagement zählen unter anderem detaillierte, jährliche Umsatz- und Kostenplanungen. Sie erlauben es den Verantwortlichen bereits im Vorfeld, die für die Ertragslage kritischen Variablen zu identifizieren und die finanziellen Auswirkungen verschiedener Ereignisse zu simulieren.

Insgesamt wird ein risikominimierender Ansatz gewählt. Bestehende Risiken werden konsequent überwacht, bewertet und durch kontinuierliche Prozessverbesserungen minimiert beziehungsweise abgesichert. Neue Produktentwicklungen werden von Anbeginn auf mögliche Risiken geprüft und in das Risikomanagement einbezogen. Die Marktentwicklungen werden ebenso wie die Aktivitäten der Wettbewerber überwacht, um frühzeitig eigene Strategien anzupassen und zeitnah umsetzen zu können.

Ein ausführlich ausgearbeitetes Qualitätsmanagementsystem umfasst die Prozesse des Unternehmens, das regelmäßig an die neuen Anforderungen angepasst wird.

Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagement und internes Kontrollsystem

Spezifische rechnungslegungsbezogene Risiken können z. B. aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte resultieren. Weiterhin sind Geschäftsvorfälle, die nicht routinemäßig verarbeitet werden, mit einem latenten Risiko behaftet.

Zielsetzung des internen Kontrollsystems des Rechnungslegungsprozesses ist es, Fehlerquellen zu minimieren und Fehler schnell zu erkennen. Um die Risiken so weit wie möglich einzugrenzen und zu steuern, wurden von der Gesellschaft verschiedene Maßnahmen ergriffen. Das Vier-Augen-Prinzip bei Arbeitsabläufen in der Rechnungslegung soll einen adäquaten Qualitätssicherungs- und Genehmigungsprozess sicherstellen. Des Weiteren wird die ITD von der in der Konzernzentrale EZAG ansässigen Controlling-Abteilung unterstützt, die eine Qualitätskontrolle für die übernommenen Daten bilden und bei komplexen Fragestellungen den Tochterunternehmen zur Seite stehen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Überwachung und Steuerung zur Vermeidung finanzieller Risiken erfolgt durch den Einsatz von Instrumenten, wie der jährlichen Finanzplanung mit unterjährigen Anpassungen und der engmaschigen Analyse von Planabweichungen. Hierdurch lassen sich schon früh mögliche Risiken erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten.

Liquiditätsrisiko (Eintrittswahrscheinlichkeit: mittel / Intensität: hoch)

Die Gesellschaft verfügt über einen niedrigen Bestand an flüssigen Mitteln (EUR 0,3 Mio.). Die Gesellschaft erwirtschaftete einen positiven Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit. Des Weiteren liegt noch eine Kreditlinie i. H. v. EUR 1,5 Mio. vor, welche durch die Gesellschafterin zur Verfügung gestellt und bislang nicht in Anspruch genommen wurde.

Wechselkursrisiko (Eintrittswahrscheinlichkeit: gering / Intensität: gering)

Der Fremdwährungsumsatz bei der ITD ist marginal. Die Verträge werden überwiegend in EUR abgeschlossen.

Risiken aus Haftungsverhältnissen (Eintrittswahrscheinlichkeit: gering / Intensität: mittel)

Zum Bilanzstichtag ergeben sich Haftungsverpflichtungen aus Avalen in Höhe von TEUR 2.886 zur Absicherung der Anzahlungen von Kunden für bestehende Projekte. Die Gesellschaft rechnet nicht mit einer Inanspruchnahme.

Beschaffungsmarktbezogene Risiken

(Eintrittswahrscheinlichkeit: mittel / Intensität: hoch)

Sofern Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe nicht zeitgerecht und in den benötigten Mengen bezogen werden können, besteht das Risiko von Lieferengpässen und Produktionsausfällen. Schlüssellieferanten können ausfallen, Kapazitätsengpässe bei Lieferanten eintreten oder politische und organisatorische Veränderungen in den Bezugsländern die Belieferung verzögern oder sogar unmöglich machen. Die Nachfrage könnte nicht zeitgerecht bedient werden, was zum Rückgang der Umsätze und der damit verbundenen Erträge führen würde.

Beschaffungsmarktrisiken können niemals restlos ausgeschlossen werden. Grundsätzlich wird diesem Risiko durch den Aufbau alternativer Bezugsquellen begegnet.

Es besteht ein allgemeines Risiko, dass Lieferanten ihre Listenpreise jährlich erhöhen. Durch Preisverhandlungen und strategische Einkaufsentscheidung (wie z. B. langfristige Rahmenverträge) kann dieser Entwicklung entgegengewirkt werden bzw. die Planbarkeit verbessert werden. Der Vertrieb ist bemüht, Preiserhöhungen bei der Materialbeschaffung an die Endkunden weiterzugeben.

Personelle Risiken

(Eintrittswahrscheinlichkeit: hoch / Intensität: mittel)

Die ITD ist in vielen Geschäftsbereichen von den spezialisierten Kenntnissen ihrer Mitarbeiter abhängig. Das Unternehmen ist auf das Wissen und die Kompetenzen besonders qualifizierter Schlüsselpersonen angewiesen und steht hierbei in Konkurrenz zu anderen Anbietern. Um das Risiko der personellen Fluktuation von talentierten Mitarbeitern zu minimieren, bemüht sich das Unternehmen um eine angenehme und kollegiale Arbeitsatmosphäre, ein modernes und sicheres Arbeitsumfeld, eine adäquate Entlohnung, Angebote zur berufsbegleitenden Aus- und Fortbildung sowie flexible Arbeitszeiten. Trotz dieser Maßnahmen kann die Gesellschaft nicht garantieren, dass diese Mitarbeiter beim Unternehmen bleiben.

Rechtliche Risiken

(Eintrittswahrscheinlichkeit: mittel / Intensität: mittel)

Aktuell gibt es einen laufenden Rechtstreit mit einem Kunden. Die hieraus resultierenden Risiken, bestehen in der Rückforderung erhaltener Anzahlungen, sowie die Verpflichtung eine bestehende Anlage auf eigene Kosten zurückzubauen und die Kosten für das Verfahren zu tragen. Hierzu ist eine angemessene bilanzielle Risikovorsorge getätigt.

Politische Risiken

(Eintrittswahrscheinlichkeit: gering / Intensität: gering)

Die Gesellschaft ist vor allem auf der Beschaffungsseite exponiert. Wirtschaftliche Sanktionen konzentrieren sich aktuell auf den Export nach Russland und die Kapitalmarktfähigkeit des Landes. Auf Basis der Sanktionen wurden alternative Lieferanten ausgewählt, um Rohstoffe insbesondere Blei aus anderen Ländern zu beziehen.

Chancen

Die wesentlichen Chancen ergeben sich für die ITD GmbH aus der massiven Nachfrage im Markt. Seit zwei Jahren ist ein deutlicher Nachfrageüberschuss für Heißzellenanlagen zu spüren, der dazu führt, dass Kunden höhere Preise zahlen. Außerdem hat ITD eine Marktposition als der führende Hersteller für absolute Sonderanlagen durch neue Referenzprojekte weiter ausbauen können und ist damit auch für die Zukunft gut aufgestellt. Die Vertriebspipeline hat sich im Jahr 2023 weiter deutlich vergrößert auf jetzt gut 100 Chancen für mögliche Neuverträge mit einem Gesamtvolumen von über EUR 200 Mio.

Um den Markt auch im Bereich der Standardanlagen zu durchdringen, arbeitet ITD an Joint Ventures mit Herstellern im Ausland, um in diesem Marktsegment mit attraktiven Preisen ebenfalls gut repräsentiert zu sein.

Weitere Chancen ergeben sich aus der Einführung neuer Prozesse und Tools und der verbundenen Effektivitätssteigerung, insb. mit Fokus auf die vertiefte Einführung unseres ERP-Systems.

Schließlich ergeben sich Chancen aus dem engeren Zusammenarbeiten mit der Wissenschaft, insbesondere dem Helmholzzentrum Dresden Rossendorf. Daraus werden sich voraussichtlich Neuverträge und eine langfristige technologische Führungsposition für die ITD ergeben.

Prognosebericht

Vorjahresvergleich

Der in der Planung des Vorjahres für das Geschäftsjahr 2023 prognostizierte deutliche Umsatzanstieg konnte im Berichtsjahr eingehalten werden. Neuprojekte liegen im Plan des Projektfortschrittes.

Der Jahresfehlbetrag hat sich im Vergleich zum Vorjahr von EUR 2,3 Mio. auf EUR 1,2 Mio. deutlich reduziert. Die Ergebnisverbesserung zum Vorjahr geht im Wesentlichen auf die deutlich gestiegenen Umsatzerlöse bei unterproportional gestiegenen Aufwendungen zurück. Das negative Ergebnis basiert maßgeblich auf Einmaleffekten des Geschäftsjahres.

Prognose für das Jahr 2024

Die ITD erwartet für 2024 weiter stark steigende Umsätze. Bedingt durch die langfristige Auftragsfertigung können leichte Verzögerungen zu Schwankungen im Eintritt der Umsatzerlöse führen. Projekte, die im Jahr 2023 aufgrund von Verzögerungen nicht fertig gestellt wurden, werden im Jahr 2024 abgeschlossen, was neben Umsatzwachstum auch eine Ergebnisverbesserung zur Folge haben wird.

Kurzfristig ist ein ausgeglichenes Ergebnis für die ITD geplant. Aufgrund der projektbezogenen Umsatzrealisierung nach HGB in der langfristigen Auftragsfertigung kann es allerdings immer wieder, insbesondere bei vielen Neuprojekten im Vergleich zu abgeschlossenen Projekten, zu einem negativen Ergebnis nach HGB kommen.

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

a) Allgemeine Angaben

Gesetzliche Grundlagen

Die Isotope Technologies Dresden GmbH (im Folgenden auch kurz "ITD" oder "Gesellschaft" genannt) hat ihren Sitz in Dresden. Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Dresden unter der Nr. HRB 26445 eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Isotope Technologies Dresden GmbH, Dresden, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft macht bei der Aufstellung des Anhangs von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB teilweise Gebrauch.

Die Isotope Technologies Dresden GmbH gilt gemäß § 267 Abs. 2 HGB als mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB verwendet.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Zum 1. August 2023 hat die ITD ihren Geschäftsbereich zur Lagerung/Handling von hochaktiven Quellen und Recycling insbesondere von Rauchmeldern an eine Schwestergesellschaft verkauft.

Die Verlustsituation im operativen Geschäft der Gesellschaft, konnte im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2023 nicht beseitigt werden. Für das kommende Geschäftsjahr sind keine weiteren Verluste absehbar. Nach der von der Geschäftsführung erstellten Unternehmensplanung wird für das kommende Geschäftsjahr 2024 ein positives Ergebnis erwartet. Die Liquiditätsplanung zeigt ebenfalls keinen weiteren Kapital- und/oder Finanzierungsbedarf.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden zu ihren Herstellkosten angesetzt und planmäßig über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden zu ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer für Software und Lizenzen beträgt drei Jahre und für Patente acht Jahre. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren Wert vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen, angesetzt. Planmäßige Abschreibungen werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer vorgenommen. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Herstellungskosten von selbst erstellten Anlagen umfassen die nach den handelsrechtlichen Vorschriften aktivierungspflichtigen Aufwendungen. Die Nutzungsdauer beträgt bei Gebäude und Gebäudeeinbauten 33 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen fünf bis 15 Jahre, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen drei bis 10 Jahre. Die Nutzungsdauern der Gebäudeeinbauten, der technischen Anlagen und Maschinen sowie der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen liegen teilweise unter den oben genannten Zeiträumen, da jeweils die kürzere Laufzeit des Mietvertrages angenommen wurde. Geringwertige Anlagegüter, die einen Betrag von EUR 250 nicht übersteigen, werden im Zugangsjahr vollständig als Aufwand erfasst. Vermögensgegenstände des beweglichen Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250 und nicht mehr als EUR 800 netto werden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben.

Erhaltene Zuschüsse zum Anlagevermögen werden passivisch über der Sonderposten für Zuwendungen zum Anlagevermögen gebucht. Ab dem Nutzungsbeginn der Anlagen wird der Sonderposten dann analog zu den Abschreibungen entsprechend den Nutzungsdauern aufgelöst.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit ihren Anschaffungskosten entsprechend dem FIFO-Verfahren bewertet, niedrigere Tageswerte am Bilanzstichtag werden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften berücksichtigt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungskosten sowie unter Berücksichtigung angemessener Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten, den fertigungsbedingten Abschreibungen sowie produktionsbezogenen Verwaltungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zinsen für Fremdkapital werden nicht einbezogen.

Für überalterte und ungängige Vorräte werden notwendige Wertabschläge vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bilanziert, für erkennbare Risiken werden Wertberichtigungen vorgenommen. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem Barwert angesetzt.

Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt.

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag auf der Aktivseite ergibt sich nach § 268 Abs. 3 HGB, da das Eigenkapital durch Verluste aufgebraucht ist.

Die Rückstellungen berücksichtigen im angemessenen Umfang alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.

Die sonstigen Rückstellungen werden auf der Grundlage des § 253 HGB ermittelt. Anzusetzen ist hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB. Bei Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz auf den Bilanzstichtag vorgenommen (§ 253 Abs. 2 HGB). Es wird bei der Berechnung dieser Rückstellungen ein laufzeitadäquater Zinssatz angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung angeschaffte Vermögensgegenstände bzw. eingegangene Verbindlichkeiten werden bei der Anschaffung bzw. Entstehung mit dem am Tage der Rechnungslegung gültigen Devisenkassamittelkurs bewertet. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Mittel- und langfristige Fremdwährungsforderungen werden gemäß dem Anschaffungskosten- und dem Niederstwertprinzip entweder mit dem Kurs am Tag des Erwerbs oder, wenn niedriger, mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag angesetzt. Mittel- und langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden gemäß dem Höchstwertprinzip zu Anschaffungskosten oder dem Stichtagskurs (Devisenkassamittelkurs) bewertet.

b) Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist als Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 302 (i. Vj. TEUR 4) handelt es sich um Forderungen gegen die Eckert & Ziegler Radiopharma Inc., Hopkinton, USA.

Es bestehen Forderungen gegenüber der Gesellschafterin Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH, Berlin in Höhe von TEUR 101 (i. Vj. TEUR 27) bei denen eine Mitzugehörigkeit zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vorliegt.

Eigenkapital

Im Geschäftsjahr wurde keine Kapitalmaßnahme durchgeführt.

Sonderposten für Zuwendungen zum Anlagevermögen

Die ITD hat Zuwendungen erhalten, die gemäß § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB im Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen ausgewiesen und anteilig entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Anlagegegenstände bzw. bei deren Ausscheiden erfolgswirksam aufgelöst werden.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen TEUR 1.853 (i. Vj. TEUR 2.703) entfallen auf Personalrückstellungen i. H. v. TEUR 348 (i. Vj. TEUR 286), Archivierungsrückstellungen i. H. v. TEUR 6 (i. Vj TEUR 6), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen i. H. v. TEUR 873 (i. Vj. TEUR 268) und übrige Rückstellungen i. H. v. TEUR 626 (i. Vj. TEUR 2.144).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 27.008 (i. Vj. TEUR 16.338) sind wie folgt fällig:

2023/(2022) bis 1 Jahr
TEUR
über 1 Jahr
TEUR
Davon über 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 14.773 10.654 0 25.427
(Vorjahr) (6.278) (6.666) (0) (12.944)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen von verb. Unternehmen 0 0 0 0
(Vorjahr) (766) (0) (0) (766)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen von der Gesellschafterin 468 0 0 468
(Vorjahr) (1.926) (0) (0) (1.926)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.029 0 0 1.029
(Vorjahr) (644) (0) (0) (644)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3 0 0 3
(Vorjahr) (5) (0) (0) (5)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafterin 27 0 0 27
(Vorjahr) (0) (0) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 53 0 0 53
(Vorjahr) (34) (0) (0) (34)
Summe 16.354 10.654 0 27.008
(Vorjahr) (9.672) (6.666) (0) (16.338)

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafterin in Höhe von TEUR 27 (i. Vj. TEUR 0) handelt es sich um eine erbrachte Leistung von der Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH, Berlin.

Eventualverbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verpflichtungen und nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Der Gesamtbetrag der sonstigen zukünftigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasing- und Serviceverträgen bis 2028 beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 457, davon sind TEUR 447 innerhalb eines Jahres fällig. Davon entfallen TEUR 435 auf Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

2024
in TEUR
2025
in TEUR
2026-2028
in TEUR
Gesamt
in TEUR
Service 435 0 0 435
Leasing 12 10 0 22
Summe 447 10 0 457

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:

Die Gesellschafterin hat eine selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft in Höhe von TEUR 5.500 zur Sicherung aller Ansprüche aus einer Avallinie der ITD gegenüber abgegeben. Zum Zeitpunkt der Übernahme dieser Verpflichtung wurde die Avallinie in Höhe von TEUR 2.886 genutzt. Die Gesellschaft rechnet im Jahr 2024 nicht mit einer Inanspruchnahme.

c) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse von TEUR 10.764 (i. Vj. TEUR 2.403) enthalten Umsätze mit verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 6.363 (i. Vj. TEUR 1.179). Die Umsätze mit fremden Dritten belaufen sich auf TEUR 4.401 (i. Vj. TEUR 1.224), wovon TEUR 750 (i. Vj. TEUR 217) in Deutschland und TEUR 3.651(i. Vj. TEUR 1.006) im Ausland erzielt wurden.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 445 (i. Vj. TEUR 170) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung des Sonderposten aufgrund eines Asset Deals TEUR 187 (i. Vj. TEUR 0) und aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 179 (i. Vj. TEUR 144).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

Sonst. Betriebliche Aufwendungen 2023
TEUR
2022
TEUR
Rechts- und Beratungskosten 843 100
Fremddienstleistungen 220 422
Miet- und Leasingaufwendungen 193 193
Reisekosten 142 148
Reparatur und Instandhaltung 109 80
Währungsumrechnung 45 3
Reinigungskosten 41 51
Werbekosten 41 12
Versicherungsbeträge und Gebühren 10 7
Frachtkosten 5 7
Übrige 487 673
Summe 2.136 1.696

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Insgesamt belaufen sich die Zinsaufwendungen auf TEUR 53 (i. Vj. TEUR 62). Diese entfallen im Wesentlichen auf Aval- u. Bürgschaftsprovisionen in Höhe von TEUR 53 (i. Vj. TEUR 62).

d) Sonstige Angaben

Anzahl der Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren 66 (i. Vj. 56) Angestellte (ohne Geschäftsführer) beschäftigt.

Geschäftsführung

Als Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Berichtsjahr folgende Personen bestellt:

- Dr. Lutz Helmke, bis 30. Mai 2023 Mitglied des Vorstandes der der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG Segment Medical (Operations)

- Felix Husmann, Dipl. Wirtschaftsingenieur

- Dr. Harald Hasselmann, seit 1. Juni 2023 Vorstandsvorsitzender der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG

- Dr. Gunnar Mann, Mitglied der Konzernleitung der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG

- Jörn Ney, Dipl. Betriebswirt

Dr. Lutz Helmke, Dr. Harald Hasselmann, Dr. Gunnar Mann und Herr Jörn Ney erhielten von der Gesellschaft keine Bezüge.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 9a) HGB wird auf der Grundlage der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin (EZAG), einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis aufstellt. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der EZAG werden nach § 325 HGB beim Bundesanzeiger eingereicht und dort bekannt gemacht. Diese Unterlagen sind im Internet und www.unternehmensregister.de oder unter www.ezag.de zugänglich. Dieser Konzernabschluss wird nach internationalen Rechnungslegungsstandards ("IFRS") aufgestellt.

Abschlussprüferhonorar

Die erforderlichen Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers werden im Konzernabschluss der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, gemacht.

Der im Jahr 2023 entstandene Verlust wird auf die kommenden Jahre vorgetragen.

Signatur

 

Dresden, 22. März 2024

Felix Husmann, Geschäftsführer

Dr. Harald Hasselmann, Geschäftsführer

Dr. Gunnar Mann, Geschäftsführer

Jörn Ney, Geschäftsführer

Der Jahresabschluss 2023 wurde durch die Gesellschafterversammlung am 24.04.2024 festgestellt.

Anlagenspiegel zum 31.12.2023 Teil I

Anschaffungs- und Herstellkosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 92.643,47 0,00 0,00 0,00 92.643,47
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 404.210,76 13.260,60 -189.592,30 0,00 227.879,06
3. Geleistete Anzahlungen immaterielle Vermögensgegenstände 238.718,41 0,00 0,00 0,00 238.718,41
735.572,64 13.260,60 -189.592,30 0,00 559.240,94
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 1.880.173,52 252,75 -589.669,78 169.688,27 1.460.444,76
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.650.529,54 8.019,21 -2.104.591,45 1.117,05 555.074,35
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 599.391,81 127.524,50 -151.628,33 -1.117,05 574.170,93
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 567.648,80 1.928.113,94 0,00 -169.688,27 2.326.074,47
5.697.743,67 2.063.910,40 -2.845.889,56 0,00 4.915.764,51
6.433.316,31 2.077.171,00 -3.035.481,86 0,00 5.475.005,45

Anlagenspiegel zum 31.12.2023 Teil II

Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 38.577,03 9.152,22 0,00 47.729,25
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 394.058,43 7.604,92 -189.592,30 212.071,05
3. Geleistete Anzahlungen immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00
432.635,46 16.757,14 -189.592,30 259.800,30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 623.576,39 86.468,36 -153.129,38 556.915,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.726.938,80 95.600,51 -1.416.837,13 405.702,18
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 435.929,13 81.437,13 -144.681,69 372.684,57
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
2.786.444,32 263.506,00 -1.714.648,20 1.335.302,12
3.219.079,78 280.263,14 -1.904.240,50 1.595.102,42

Anlagenspiegel zum 31.12.2023 Teil III

Restbuchwerte
Stand 01.01.2023
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 54.066,44 44.914,22
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.152,33 15.808,01
3. Geleistete Anzahlungen immaterielle Vermögensgegenstände 238.718,41 238.718,41
302.937,18 299.440,64
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 1.256.597,13 903.529,39
2. Technische Anlagen und Maschinen 923.590,74 149.372,17
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 163.462,68 201.486,36
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 567.648,80 2.326.074,47
2.911.299,35 3.580.462,39
3.214.236,53 3.879.903,03

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Isotope Technologies Dresden GmbH, Dresden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Isotope Technologies Dresden GmbH, Dresden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 22. März 2024

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Stefanie Weisner, Wirtschaftsprüfer

gez. Tobias Genz, Wirtschaftsprüfer

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