Stammdaten

Register
Amtsgericht Hanau HRB 6147
Vorher
KENDRO Laboratory Products GmbH
Eingetragen
30.4.1998
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenForschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieHerstellung von elektrischem Installationsmaterial
Gegenstand
Die Entwicklung, Herstellung und Vertrieb sowie der Handel mit Materialien, Komponenten, Anlagen und Geräten für Labor, Medizin und Industrie.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Heiko Reinhardt
seit 10.2.2021
Prokura
Martin Dr. Rotzoll
seit 7.1.2021
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Werner Heinzelmann
seit 6.3.2018
Prokura
Martin Kettermann
seit 6.3.2018
Prokura
Matthias Koppitz
seit 27.2.2017
Prokura
Geschäftsführer
Lutz Ehrhorn
seit 4.3.2014
Prokura
Prokura
Boris Robeck
seit 4.3.2014
Prokura
Andreas Dr. Karl
seit 4.3.2014
Prokura
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Thermo Electron LED GmbH

Langenselbold

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

A) Grundlagen der Gesellschaft

1. Konzernzugehörigkeit

Die Thermo Electron LED GmbH, Langenselbold, nachfolgend "Thermo LED" oder "Gesellschaft" genannt, gehört zum US-amerikanischen Konzern der Thermo Fisher Scientific Inc., einem weltweit tätigen und führenden Anbieter und Lieferant für wissenschaftliche Anwendungen mit Börsennotierung in den USA (New York Stock Exchange: "TMO").

Ziel und Mission von Thermo Fisher ist es, den Kunden zu ermöglichen, die Welt gesünder, sauberer und sicherer zu machen. Dabei unterstützt der Gesamtkonzern seine Kunden dabei, die Forschung im Bereich der Biowissenschaften zu beschleunigen, komplexe analytische Herausforderungen zu lösen, die Produktivität in ihren Laboren zu steigern und die Patientengesundheit durch Diagnostik oder die Entwicklung und Herstellung neuer Therapien, zu verbessern.

Der Thermo Fisher Konzern hat im Geschäftsjahr 2023 Umsätze von 42,9 Mrd. USD (im Vorjahr: 44,9 Mrd. USD) erzielt und beschäftigt weltweit mehr als 120.000 Mitarbeiter. Der Konzern unterteilt seine weltweiten Aktivitäten in die Segmente "Analytical Instruments", "Specialty Diagnostics", "Life Science Solutions" und "Laboratory Products and Biopharma Services".

(Quelle: Homepage Thermo Fisher Scientific Inc., USA)

2. Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die Thermo LED ist Bestandteil des Konzernhauptsegments der Life Science Group (LSG) mit der Laboratory Product Division (LPD).

Der Geschäftszweck der Gesellschaft ist die Forschung und Entwicklung sowie die Produktion der nachfolgend aufgeführten Produkte sowie der Vertrieb von Handelswaren, die von anderen Konzerngesellschaften hergestellt und geliefert werden.

Die Gesellschaft unterhält in Deutschland zwei Standorte mit verschiedenen Funktionen:

Langenselbold: Forschung und Entwicklung sowie Produktion von CO 2 -Inkubatoren, Sicherheitswerkbänken, Wärme-, Trocken- und Vakuumschränken, Cytomaten; Vertrieb, Auftragsabwicklung, Qualitätssicherung, Kundenservice, technische Unterstützung.

Osterode am Harz: Forschung und Entwicklung sowie Produktion von Zentrifugen und Rotoren; Logistikabwicklung, Qualitätssicherung und zentrales Personalwesen.

Der Vertrieb richtet sich an direkte Kunden, Channel Partner und Distributoren innerhalb der EMEA-Region (Europe, Middle East, Africa = Europa, Mittlerer Osten, Afrika).

Zu den Hauptkunden zählen Hochschulen, öffentliche und private Forschungs- und Entwicklungsabteilungen und die Industrie (im Wesentlichen Pharmazie-, Bio-Technologie und Life Science Unternehmen).

Daneben wird in Eindhout/Belgien das europäische Lager für weitere Produkte der Thermo Fisher-Gruppe durch die Gesellschaft betrieben. Von anderen Unternehmen der weltweiten Thermo Fisher Gruppe produzierte Waren werden ein- und weiterverkauft. Hierzu zählen zum Beispiel Laborgefrierschränke, Liquid Handling Instrumente, Laborartikel aus Glas und Kunststoff aber auch Laborverbrauchsmaterialien für Zellkultur, Chromatographie, Lagerung und Verpackung.

3. Steuerungssysteme

Die Geschäftsführung verwendet zur Steuerung und Überwachung der Geschäftstätigkeit die finanziellen Leistungsindikatoren "Umsatzerlöse" und "operatives Ergebnis" (EBIT - Earnings Before Interest and Taxes - Ergebnis vor Steuern und Zinsen) welches nach US Rechnungslegungsvorschriften ermittelt wird.

Wesentlicher nicht-finanzieller Leistungsindikator, der regelmäßig erhoben wird, ist der "CAS-Wert" (Customer Allegiance Score), der die Kundenzufriedenheit misst.

4. Forschung und Entwicklung

Ein wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells basiert auf der ständigen Verbesserung des Produktionsportfolios, um den hohen Standard der Produkte auch für die Zukunft zu sichern und regelmäßig neue, innovative und kundenorientierte Lösungen zu schaffen.

In regelmäßigen Abständen werden neue Produkte an den Standorten entwickelt und in den Markt eingeführt. Einzelne Produkte, wie zum Beispiel die CO 2 -Inkubatoren und Zentrifugen, werden ausschließlich durch die Thermo LED produziert und weltweit über das konzerninterne Vertriebsnetzwerk an die Kunden verkauft.

Die Gesellschaft ist vollständig in das globale Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk des Thermo Fisher-Gesamtkonzerns eingebunden. Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung der Gesellschaft nach internen Berechnungen 15,8 Mio. EUR (Vorjahr: 16,9 Mio. EUR). In diesem Bereich waren im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 101 Mitarbeiter und im Vorjahr durchschnittlich 105 Mitarbeiter tätig.

B) Wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Anstieg der Weltproduktion im Geschäftsjahr 2023 - gemessen auf Basis von Kaufpreisparitäten - beläuft sich nach Einschätzung von Wirtschaftsforschungsinstituten auf + 3,1%. Nachdem die Weltwirtschaft im ersten Quartal 2023 deutlich angezogen hatte, expandierte sie im Sommerhalbjahr nur moderat. Im vierten Quartal ließ das Expansionstempo nochmals nach. Die Weltkonjunktur verlangsamte sich somit erneut gegen Ende des Jahres 2023. Die Industrieproduktion zeigt weltweit - trotz verbesserter Rahmenbedingungen durch die Beendigung der restriktiven Corona-Politik in China - im Jahresdurchschnitt nur einen Zuwachs von 0,9%. Der Welthandel erlebte im ersten Halbjahr 2023 - nicht zuletzt durch die Krisen im Nahen Osten - einen Tiefpunkt. In der zweiten Jahreshälfte zeigte sich eine allmähliche Stabilisierung. Nach wie vor ist der Welthandel durch Einschränkungen bei der Nutzung des Suez Kanals und der damit verbundenen erheblichen Verlängerung der Transportwege zwischen Europa und Asien, zumindest kurzfristig beeinträchtigt.

Die Entwicklung im Jahr 2023 verlief international betrachtet unterschiedlich. In den USA, einem bedeutenden Markt für den Thermo Fisher Konzern, war ein robuster Anstieg des Wirtschaftswachstums von rund +2,5% zu verzeichnen. Im Vergleich zum Anstieg in den USA, entwickelte sich die Situation im Euroraum deutlich schwächer. Hier wird der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts für das Jahr 2023 nur mit +0,5% beziffert.

In China - einem strategisch ebenfalls wichtigen Markt für Thermo Fisher - konnte ein Wirtschaftswachstum von moderaten 5,2% erreicht werden. Nach Beendigung der Null-Covid-Politik dürften im Wesentlichen strukturelle Probleme die wirtschaftliche Expansion beeinträchtigen.

Quelle für Prozentzahlen und Aussagen: ifw Kiel: Kieler Konjunkturbericht Welt Q1/2024, Stand März 2024

In Deutschland stagniert die Wirtschaftsleistung. Die Veränderung des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes im Jahr 2023 verglichen mit dem ohnehin schwachen Vorjahr liegt bei - 0,3%. Besonders betroffen ist die Wertschöpfung in der Industrie und in der Bauwirtschaft. Lediglich der private Konsum und die rückläufige Inflation wirkten sich positiv auf die deutsche Wirtschaftsleistung aus. Die aktuell vorliegenden Frühindikatoren deuten für den Jahresbeginn 2024 auf keine konjunkturelle Trendwende hin. Das ifo Institut geht davon aus, dass sich der Rückgang der Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2024 mit - 0,1% gegenüber dem Vorquartal fortsetzen wird.

Quelle: ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2024

Die gesamtwirtschaftliche Situation stellt sich somit im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 bzw. Unter Berücksichtigung der Frühindikatoren für das erste Quartal 2024 weniger positiv dar als im Vorjahr. Auf einzelne Branchen bezogen, können sich jedoch unterschiedliche Sichtweisen ergeben.

Die Thermo Electron LED GmbH wird in erster Linie von der Entwicklung der LifeScience Branche beeinflusst, zu deren Geschäftsaktivitäten der Verkauf von Kühl- und Tiefkühlschränken gehört, die eine Schlüsselrolle bei der Lagerung von Impfstoffen spielten. Nach der Pandemie hat die Nachfrage nach diesen Produkten nachgelassen, was zu dem deutlichen Rückgang des Wachstums in der gesamten Branche beigetragen hat.

Gesamtaussage zum abgelaufenen Geschäftsjahr:

Durch die internationale Ausrichtung des Thermo Fisher Konzerns ist die Entwicklung in USA, Europa als auch China von hoher Bedeutung. Als Unternehmen der Life-Science-Branche konnten die Rahmenbedingungen für die Thermo Electron LED GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 als rückläufig bezeichnet werden. Sowohl Umsatz als auch EBIT gingen im Vergleich zu 2022 im zweistelligen Prozentbereich zurück.

2. Geschäftsverlauf

Insgesamt blickt das Unternehmen auf ein weiteres ergebnisgenerierendes Geschäftsjahr zurück, wenngleich die hohen Wachstumsraten bei Umsatz und EBIT aus den Vorjahren nicht gehalten werden konnten und für 2023 Rückgänge in beiden Bereichen zu verzeichnen waren.

Die wesentlichen finanziellen Steuerungskennzahlen nach HGB Rechnungslegung sind nachfolgend dargestellt.

2023 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Umsatzerlöse 632.549 796.000 -163.451 -20,5%
EBIT * 48.551 70.947 -22.396 -31,6%

* ohne Erträge aus Beteiligungen

Der Umsatz ist um 163,5 Mio. EUR auf 632,5 Mio. EUR zurückgegangen. Der Rückgang um 20,5 % liegt im Rahmen der Erwartungen (Prognose Vorjahr: Umsatzrückgang im niedrigen zweistelligen Prozentbereich). Dies ist im Wesentlichen auf die im Vergleich zu den Vorjahren geringeren Auswirkungen der COVID-19-Pandemie als Umsatztreiber im Jahr 2023.

Das EBIT lag mit 48,6 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 70,9 Mio EUR. Für 2023 wurde ein EBIT-Wert "leicht unter" dem Vorjahresniveau prognostiziert. Das tatsächliche Ergebnis fiel niedriger aus als erwartet, wobei das EBIT im Vergleich zu 2022 um 31,6 % zurückging, was weitgehend auf die Inflation der Materialpreise zurückzuführen ist, die durch globale Engpässe in der Lieferkette verursacht wurde.

Trotz des zu Beginn des Geschäftsjahres noch recht hohen Auftragsbestands konnte dieser im laufenden Jahr weiter auf ein für das Geschäft gewöhnliches Niveau reduziert werden. Der Auftragsbestand zum Jahresende beläuft sich nach internen Unterlagen auf 90,8 Mio. EUR (Vorjahr: 147,2 Mio. EUR).

3. Lage der Gesellschaft

Zur Darstellung der Lage der Gesellschaft werden im Folgenden Ausführungen zur Ertragslage sowie zur Finanz- und Vermögenslage für das Geschäftsjahres 2023 getätigt. Die Vorjahreszahlen werden zu Vergleichszwecken herangezogen.

3.1 Ertragslage

Umsatzentwicklung

Der Umsatzrückgang von 163,5 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr resultiert überwiegend aus dem weiter zurückgehenden Produktportfolio zur Unterstützung der Bekämpfung der COVID-19 Pandemie.

Nach internen Unterlagen haben sich die Erlöse aus dem Weiterverkauf von Thermo Fisher-Produkten aus dem durch die Gesellschaft in Eindhout/ Belgien betriebenen Lager um - 131,4 Mio. EUR (-27%) vermindert. Auch die Erlöse aus der Eigenproduktion an den Standorten Langenselbold und Osterrode waren mit -20,9 Mio. EUR (-13%) bzw. -11,1 Mio. EUR, (-7%), rückläufig.

Bei der Umsatzentwicklung nach geografischen Märkten war sowohl in Deutschland (-33,0 %) als auch im außereuropäischen Ausland (-2,0 %) ein Rückgang zu verzeichnen. Der Umsatz im europäischen Ausland sank im Vergleich zum Vorjahr um -35,6 %.

Die Gesamtleistung für das Geschäftsjahr 2023 (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung) beläuft sich auf 629,4 Mio. EUR (Vorjahr 802,7 Mio. EUR). Die Auslastung im Werk Langenselbold war gegenüber dem Vorjahr insgesamt reduziert. Die Auslastung des Werkes Osterrode war ebenfalls insgesamt reduziert. Wesentliche Veränderungen im Produktionsprozess gab es hier nicht, jedoch werden über unseren kontinuierlichen Verbesserungsprozess ständig Anpassungen durchgeführt bzw. Investitionen getätigt.

Entwicklung der sonstigen betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich von 13,6 Mio. EUR im Vorjahr auf 10,3 Mio. EUR im laufenden Geschäftsjahr, hauptsächlich bedingt durch geringere Währungserträge von 7,8 Mio. EUR (Vorjahr: 11,8 Mio. EUR).

Entwicklung Materialaufwand

Der Materialaufwand für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 412,6 Mio. EUR (Vorjahr: 550,9 Mio. EUR).

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten Lizenzgebühren in Höhe von 14,2 Mio. EUR (Vorjahr: 14,7 Mio. EUR) aus einem Vertrag mit der Thermo Fisher Scientific Inc., USA, der mit Wirkung vom 1. Januar 2018 abgeschlossen wurde und eine Laufzeit von fünf Jahren hat. Es handelt sich um eine Lizenzvereinbarung für Marken und Geschäftsprozesse, die sich am Umsatz der Gesellschaft orientiert. Der Vertrag verlängert sich automatisch um ein Jahr sofern dieser nicht gekündigt wird.

Die Materialaufwandsquote im Verhältnis zur Gesamtleistung ist mit 65,6 % (Vorjahr: 68,6 %) im Vergleich zum Vorjahr verringert. Die leichte Verbesserung ist in der Verschiebung hin zu mehr eigenproduzierter Ware begründet.

Absolut gesehen ergibt sich somit ein Rückgang des Rohertrags (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand) von 34,9 Mio. EUR.

Entwicklung Personalbereich

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 1.072 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.116 Mitarbeiter). Im Produktionsbereich waren durchschnittlich 627 (Vorjahr 638) und im Vertriebs- und Servicebereich durchschnittlich 283 (Vorjahr 279) Mitarbeiter beschäftigt.

Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich der Personalaufwand leicht um 6,6 Mio. EUR von 99,0 Mio. EUR auf 92,4 Mio. EUR und spiegelt den Rückgang der Pensionsaufwendungen dar. Der leichte Rückgang der Mitarbeiterzahlen wurde durch die inflationsbedingte Erhöhung der Löhne im Wesentlichen kompensiert.

Entwicklung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich im Geschäftsjahr von 90,5 Mio. EUR auf 82,0 Mio. EUR. Innerhalb der Position verringerten sich die Versandkosten und die Ausgangsfrachten im Zusammenhang mit dem rückläufigen Verkaufsvolumen im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Mio. EUR. Darüber hinaus sind die Aufwendungen aus Währungsumrechnung von 12,7 Mio. EUR im Vorjahr auf 7,9 Mio. EUR im laufenden Geschäftsjahr gesunken. Dies ist auf die Kursschwankungen von USD und EUR zurückzuführen.

Entwicklung des Finanzergebnisses

Es wurde eine Dividende von der italienischen Tochtergesellschaft AHSI von 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,7 Mio. EUR) vereinnahmt.

Zinserträge aus Cash Pool Guthaben sind in Folge der verbesserten Zinssituation von 0,2 Mio. EUR auf 3,4 Mio. EUR angestiegen.

Der Zinsaufwand in Höhe von 1,3 Mio. EUR ist vergleichbar zum Vorjahr und resultiert ausschließlich aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Jahresergebnis vor Ergebnisabführung

Der Rückgang des Jahresergebnisses vor Gewinnabführung von 70,5 Mio. EUR im Vorjahr auf 51,0 Mio. EUR spiegelt die oben beschriebenen Effekte wider.

3.2 Finanzlage

Kapitalstruktur

Die Eigenkapitalquote von 34,8 % erhöhte sich im laufenden Jahr gegenüber dem Vorjahr (25,9 %) um 8,9 Prozentpunkte infolge einer verringerten Bilanzsumme von 348,3 Mio. EUR (Vorjahr: 469,0 Mio. EUR). Das Eigenkapital in Höhe von 121,3 Mio. EUR ist aufgrund des Gewinnabführungsvertrags gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres unverändert. Dabei verringert sich die Verschuldungsquote von 74,0 % im Vorjahr auf 65,2 %. Der dominierende Anteil an den Verbindlichkeiten betrifft die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 112,2 Mio. EUR (Vorjahr: 221,1 Mio. EUR). Dies entspricht einem Anteil von rund 32,2 % an der Bilanzsumme (Vorjahr: 47,1 %).

Finanzierung

Die Versorgung mit Liquidität wird durch den Thermo Fisher-Konzern sichergestellt. Die Gesellschaft ist in das konzernweite Cash Pool System einbezogen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten das Cash-Pool Guthaben mit 89,1 Mio. EUR (Vorjahr: 192,9 Mio. EUR).

Im Gegensatz zum Vorjahr wurde im laufenden Geschäftsjahr eine Vorabauszahlung auf die Gewinnabführung in Höhe von 61,0 Mio. EUR geleistet. Hieraus resultiert im Wesentlichen der niedrigere Bestand an Cash-Pool Guthaben und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Durch die Einbindung der Gesellschaft in das konzernweite Cash-Pool-System und den positiven Cash-Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit war der notwendige Liquiditätsbedarf im Geschäftsjahr zu jeder Zeit gesichert. Insoweit sind externe Finanzierungen für die Finanzierung der Gesellschaft nicht relevant.

Außerbilanzielle Verpflichtungen bestehen in Form von Miet- und Leasingverträgen in einem Gesamtvolumen von 2,3 Mio. EUR, wovon 1,7 Mio. EUR innerhalb eines Jahres fällig werden. Das zum Bilanzstichtag bestehende Bestellobligo aus der operativen Geschäftstätigkeit beträgt 71,4 Mio. EUR.

Investitionen und daraus resultierende finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens 4,9 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023 investiert. Wesentliche finanzielle Verpflichtungen aus begonnenen oder geplanten Investitionen und damit verbundene Finanzierungsvorhaben bestehen nicht.

Gesamtaussage zur Finanzlage

Die Finanzlage der Thermo LED ist geprägt durch einen soliden Liquiditätsstatus in Folge nachhaltig positiver Ergebnisse sowie durch eine gesunde Vermögens- und Kapitalstruktur. Nach Ansicht der Geschäftsleitung ist die Gesellschaft in der Lage, jederzeit fristgerecht ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme belief sich zum 31. Dezember 2023 auf 348,3 Mio. EUR, was einem Rückgang von 120,7 Mio. EUR bzw. 25,7% gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres entspricht. Die Bilanzstruktur ist homogen. Das langfristige Vermögen ist mit 33,3 Mio. EUR in etwa auf Vorjahresniveau (32,7 Mio. EUR) und vollständig durch Eigenkapital gedeckt. Das Umlaufvermögen mit 314,3 Mio. EUR (Vorjahr: 434,5 Mio. EUR.) dominiert mit einem Anteil von mehr als 90% der Bilanzsumme

Der Rückgang des Umlaufvermögens ist im Wesentlichen auf niedrigere Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen, deren Saldo sich um 125,1 Mio. EUR auf 166,0 Mio. EUR verringerte (Vorjahr: 291,1 Mio. EUR). Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich infolge eines niedrigeren Geschäftsvolumens um 31,3 Mio. EUR. Der Großteil der Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfällt auf das Cashpool-Guthaben in Höhe von 89,1 Mio. EUR, das sich seit Ende 2022 um 103,8 Mio. EUR verringert hat. Wie eingangs erwähnt, hat die Gesellschaft vor dem Bilanzstichtag eine Vorabauszahlung auf die Ergebnisabführung in Höhe von 61,0 Mio. EUR vorgenommen. Da das tatsächlich abzuführende Ergebnis 51,0 Mio. EUR beträgt, besteht in Höhe von 10,0 Mio. EUR eine Forderung, während im Vorjahr eine Verbindlichkeit aus der Ergebnisabführung von 70,5 Mio. EUR ausgewiesen wurde.

Entsprechend sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen hauptsächlich bedingt durch die Vorabgewinnabführung um 108,9 Mio. EUR auf 112,2 Mio. EUR zurückgegangen.

Aufgrund des niedrigeren Geschäftsvolumens sind auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die einen Saldo von 18,4 Mio. EUR aufweisen, gegenüber dem Vorjahr um 4,6 Mio. EUR, reduziert.

Gesamtaussage zur Lage:

Insgesamt sieht die Geschäftsleitung die Geschäftsentwicklung und Lage der Thermo LED auch vor dem Hintergrund der eingangs beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Risikolage immer noch als durchweg positiv. Die Gesellschaft sieht sich immer noch gut gerüstet, um den wirtschaftlichen Herausforderungen auch künftig erfolgreich begegnen zu können. Die Einbeziehung in den weltweiten Thermo Fisher-Konzern, der insbesondere die Liquidität der Gesellschaft durch das konzernweite Cash Pool System sichert, spielt dabei eine erhebliche Rolle.

4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Kundenzufriedenheit (CAS)

Der CAS wird regelmäßig anhand von Umfragen bei Kunden gemessen. Die Zahlen werden zwischen Kundenbetreuung und Auftragserfüllung aufgeteilt. Das Ergebnis für Customer Care beträgt nach internen Unterlagen 65,2 und liegt daher über Plan (60,0).

Das Ergebnis für Order Fulfillment beträgt nach internen Unterlagen 62,0 und liegt daher über Plan (50,0).

Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiter verringert im Geschäftsjahr 2023 um durchschnittlich 44 auf 1.072. Die Vergütung der Mitarbeiter am Standort Langenselbold richtet sich nach dem Hessenmetall- Tarifvertrag, am Standort Osterode nach dem Tarifvertrag für die Metallindustrie in Niedersachsen. Durch Qualifizierungsprogramme sowie Förderungsmaßnahmen ist ein hoher Qualitätsstandard der Mitarbeiter gewährleistet, die wir durch unsere Zertifikate garantieren und durch Audits regelmäßig überprüfen lassen.

Umwelt- und Arbeitsschutz

Es ist erforderlich, dass die weltweit verkauften Thermo Fisher Scientific Produkte sowohl länderspezifische Sicherheitsbestimmungen als auch die internationalen Sicherheitsstandards erfüllen.

Thermo Fisher Scientific ist ein weltweit führendes Unternehmen im Dienste der Wissenschaft und mit dieser Position geht ein hohes Verantwortungsbewusstsein gegenüber der globalen Gemeinschaft in Bezug auf Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter und den Schutz der Umwelt einher (weitere Details siehe homepage Thermo Fisher).

Das Qualitätsmanagementsystem der Gesellschaft ist nach (DIN EN ISO 9001:2015) zertifiziert.

Bei der Entwicklung von Produkten und der Gestaltung von Produktionsprozessen wird auf geringen Rohstoff- und Energieverbrauch besonders geachtet. Die Produktionsanlagen werden regelmäßig auf Umweltverträglichkeit überprüft und weiterentwickelt.

C) Chancen- und Risikobericht

1. Wesentliche Chancen

Wesentliche Chancen der Gesellschaft liegen im weiteren Ausbau der eigenen Forschungs- und Entwicklungsabteilung für die verschiedenen Produktgruppen. Hierdurch ist gewährleistet, dass in enger Zusammenarbeit mit den weiteren an den Standorten befindlichen Abteilungen zügig neue marktgerechte Produkte entwickelt, produziert und vertrieben werden können. Ein enger Austausch zu Teilen des Konzerns ist durch die divisionäre Struktur gewährleistet. Höhere Absatzmengen können auch zur verbesserten Fixkostenverteilung genutzt werden, wodurch sich die Ertragslage weiter verbessern kann. Durch die geringe Fluktuation von Mitarbeitern schauen wir auf gewachsene, langjährige Erfahrungen mit hochqualifiziertem Personal.

2. Risikomanagementsystem

Die Gesamtpalette von operativen Risiken in den Geschäftsbereichen Ein- und Verkauf, Personal, Produktion, Qualitätsmanagement sowie im Finanzwesen sind Bestandteil des Konzerncontrollings. Eine standardisierte, monatliche Finanzberichterstattung aller Konzerngesellschaften, unter Berücksichtigung von Analysen zu Budgetabweichungen, liefert einen zeitnahen Informationsfluss und eröffnet die Möglichkeit, korrigierende Maßnahmen einzuleiten.

2.1 Risikobericht

Im Folgenden werden Risiken im Hinblick auf ihre Bedeutung für die Gesellschaft gewichtet. Der Betrachtungszeitraum entspricht dem Prognosezeitraum.

Globale Risikolage und Einfluss aktueller Krisenherde (Russland/Ukraine und Nahost) (Risikoeinschätzung: Mittel)

Die Gesellschaft hat absatzseitig wenig Berührungspunkte mit der Krisenregion in Osteuropa und im Nahen Osten. Die Umsatzerlöse in diesen Regionen sind für die Gesellschaft wie im Vorjahr nachrangiger Natur (ca. 2%).

Beschaffungsseitig zeichnete sich zu Beginn des Geschäftsjahres 2024 im Hinblick auf die Verfügbarkeit von Rohstoffen bzw. in Bezug auf die Entwicklung der Energiepreise in einigen Bereichen eine gewisse Entspannung ab. Insofern ist gegenwärtig von einer leichten Verbesserung der Gesamtsituation auszugehen.

Es könnten sich jedoch - sollte die geopolitische Lage in Osteuropa oder in Nahost und hier insbesondere die Beeinträchtigung der Transportwege - weiterhin angespannt bleiben oder sich weiter verschlechtern - erneut nachhaltige Beeinträchtigungen im Bereich der Lieferketten verbunden mit Preisanstiegen bei Energie und industriellen Vorprodukten - ergeben.

Mitarbeiterrisiko (Risikoeinschätzung: mittel)

Es ist zu erwarten, dass sich der Mangel an hochqualifizierten Fachkräften aufgrund der strengen Rekrutierungspolitik fortsetzen wird und daher in bestimmten Bereichen wie der Produktion ein mittleres Risiko darstellt.

Cyber und IT Risiken (Risikoeinschätzung: mittel)

Wie die meisten großen internationalen Unternehmen sind auch die Gesellschaften des Thermo Fisher Konzerns regelmäßig der Gefahr von Cyberangriffen und anderen Cybersicherheitsvorfällen ausgesetzt, weshalb Cybersicherheit konzernweit in den gesamten Risikomanagementprozess integriert wird.

Eine erhebliche Störung oder Verletzung der Sicherheit unserer Informationstechnologiesysteme oder ein Verstoß gegen Datenschutzgesetze könnte sich nachteilig auf unser Geschäft auswirken. Als Teil unserer ständigen Bemühungen, unsere derzeitigen Informationssysteme zu aktualisieren, implementieren wir regelmäßig neue Enterprise-Resource-Planning-Software und andere Softwareanwendungen, um bestimmte unserer Geschäftsvorgänge zu verwalten. Während wir Funktionen implementieren und hinzufügen, können Probleme auftreten, die wir nicht vorhergesehen haben. Solche Probleme könnten unsere Fähigkeit beeinträchtigen, Angebote zu erstellen, Kundenbestellungen entgegenzunehmen und unser Geschäft anderweitig zeitnah zu führen. Wenn wir Systeme aktualisieren oder ändern, kann es zu Dienstunterbrechungen, Datenverlust oder eingeschränkter Funktionalität kommen. Wenn unsere neuen Systeme außerdem keine genauen Preis- und Kostendaten liefern, könnten unsere Betriebsergebnisse und Cashflows nachteilig beeinflusst werden.

Wir verlassen uns auf unsere Informationstechnologiesysteme, um elektronische Informationen (einschließlich sensibler Daten wie vertraulicher Geschäftsinformationen und personenbezogener Daten von Mitarbeitern, Kunden und anderen Geschäftspartnern) zu verarbeiten, zu übertragen und zu speichern und eine Vielzahl kritischer Geschäftsprozesse zu verwalten und Aktivitäten (z. B. Interaktion mit Lieferanten, Verkauf unserer Produkte und Dienstleistungen, Erfüllung von Bestellungen und Rechnungsstellung, Einziehung und Durchführung von Zahlungen, Versand von Produkten, Bereitstellung von Dienstleistungen und Support für Kunden, Verfolgung von Kundenaktivitäten, Erfüllung vertraglicher Verpflichtungen und sonstige Geschäftstätigkeit) zu unterstützen.

Unsere Systeme können anfällig für Schäden oder Unterbrechungen durch Naturkatastrophen, Stromausfälle, Telekommunikationsausfälle, Terroranschläge, Computerhackerangriffe, Computerviren, Ransomware, Phishing, Computer- Denial-of Service-Angriffe, unbefugten Zugriff auf Kunden-, Mitarbeiter- oder Unternehmsdaten und andere Versuche sein, unseren Systemen zu schaden.

Wir sind der Meinung, dass Cybersicherheit in der Verantwortung jedes Mitarbeiters liegt, und informieren und teilen regelmäßig Best Practices mit unseren Mitarbeitern, um das Bewusstsein für Cybersicherheitsbedrohungen durch ein Schulungsprogramm zum Sicherheitsbewusstsein zu schärfen, einschließlich regelmäßiger Übungen, regelmäßiger Simulationen von Cyber-Ereignissen und einer jährlichen Bescheinigung unserer Richtlinie zur akzeptablen Nutzung von Technologien. Wir gehen nicht davon aus, dass es derzeit Cybersicherheitsvorfälle gibt, die das Unternehmen oder seine Geschäftsstrategie, seine Betriebsergebnisse oder seine Finanzlage wesentlich beeinträchtigt haben oder nach vernünftigem Ermessen wesentlich beeinträchtigen werden.

Beschaffungsmarktrisiko (Risikoeinschätzung: mittel)

Engpässe in der Rohstoffversorgung, steigende Preise und Transportkosten oder unterbrochene Lieferketten stellen ein Risiko für die Produktion und den Handel mit Produkten der Gesellschaft dar. Allerdings kann die Gesellschaft durch Heranziehen von weiteren Lieferanten dieser Entwicklung entgegenwirken, weshalb gegenwärtig von einem mittleren Risiko auszugehen ist. In diesem Zusammenhang hat die Gesellschaft ihre Bevorratung an Material und Waren im Vergleich zu früheren Geschäftsjahren weiterhin erhöht.

Eine angespannte Marksituation ergibt sich auf mehreren Beschaffungsmärkten: Elektronikkomponenten, Kunststoffrohmaterialien, Stahl und andere Metalle wie z.B. auch Kupfer. Dies kann zu erheblichen Kostensteigerungen führen. Aufgrund des Anteils dieser Materialien an den Gesamtmaterialkosten und der breiten Aufstellung vor allem der Elektroniklieferanten wird das Risiko eher als gering bis mittel eingeschätzt.

Währungsrisiko (Risikoeinschätzung: mittel)

Ein Risiko ergibt sich, wenn Preisänderungen an den Finanzmärkten den Wert von Forderungen und Verbindlichkeiten negativ beeinflussen. Für die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie für die Verbindlichkeiten besteht ein Preisrisiko im Wesentlichen aus Wechselkursschwankungen, da diese Bilanzpositionen teilweise auch in Fremdwährungen bestehen.

Währungsrisiken sind durch Ein- und Verkäufe im Ausland gegeben, insbesondere die erheblichen US-Dollar Schwankungen können Einfluss auf das Ergebnis nehmen. Es erfolgen derzeit keine Absicherungen dieser Geschäfte, was zu einer mittleren Risikoeinschätzung führt.

Absatz- und Ausfallrisiko (Risikoeinschätzung: niedrig)

Zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit wird das Produktsortiment kontinuierlich überprüft und weiterentwickelt. Das Ausfallrisiko aus Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners. Die Gesellschaft geht davon aus, dass durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle das tatsächliche Risiko abgedeckt ist und sieht hier insgesamt aufgrund der Kundenstruktur (großes Kundenportfolio, kein Klumpenrisiko) trotz veränderter gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen immer noch ein überschaubares Risiko.

Liquiditätsrisiko (Risikoeinschätzung: niedrig)

In Folge der soliden Finanzlage und der Einbeziehung in das Cash Pool des Konzerns wird das Liquiditätsrisiko trotz gesamtwirtschaftlich gestiegener Risikolage als immer noch gering eingestuft. Das Liquiditätsrisiko für den konzernweiten Cash Pool ist auf Ebene des Gesamtkonzerns der Thermo Fisher Scientific Inc. in USA zu beurteilen. Nach gegenwärtiger Einschätzung lassen sich keine wesentlichen Liquiditätsrisiken hieraus ableiten.

Rechtliche Risiken (Risikoeinschätzung: niedrig)

Es bestanden zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 keine nennenswerten Rechtsstreitigkeiten, die einer Risikovorsorge bedürfen.

Risiken (und Chancen) aus der Einbeziehung in den Konzernverbund (Einschätzung: niedrig):

Grundsätzlich besteht für eine Gesellschaft, die finanziell und operativ eng in einen internationalen Konzern eingebunden ist, ein gewisses Risiko in Bezug auf ihre Eigenständigkeit und ihre wirtschaftlichen Entfaltungsmöglichkeiten, da die Konzernstrategie mit dem Interesse einer einzelnen Gesellschaft nicht immer einher gehen wird. Es besteht das Risiko, dass Maßnahmen, die aus Konzernsicht sinnvoll erscheinen, sich nachteilig auf die Einzelgesellschaft auswirken könnten. Die Konzerngesellschaften sind somit in gewisser Weise von Entscheidungen, die auf übergeordneten Ebenen getroffen werden, abhängig.

Andererseits bietet insbesondere die finanzielle Eingliederung in eine finanzstarke, übergeordnete Organisation wesentliche Chancen.

Als Produktionsgesellschaft ist die Thermo LED zu einem gewissen Grad abhängig von der Beschaffungs- und Vertriebsstrategie des Konzerns. Dies kann sowohl ein Risiko als auch eine Chance darstellen. Die Einbindung in den Konzern eröffnet internationale Beschaffungsund Absatzwege, Zugang zu Forschungs- und Entwicklungsergebnissen bzw. Konzernweite Unterstützung bei eigenen Entwicklungen neuer Produkte und Verfahren. Darüber hinaus erfolgt eine finanzielle Absicherung unter dem internationalen Cash-Pool System.

Die Gesellschaft sieht ein gewisses theoretisches Risiko, leitet von ihrer Einbindung in den Thermo Fisher Konzern jedoch überwiegend Chancen ab.

2.2 Gesamtrisikoeinschätzung

Die Geschäftsleitung sieht ein global erhöhtes Risiko im Einklang mit der aktuellen weltpolitischen Entwicklung hauptsächlich in Folge bestehender Unsicherheiten über den weiteren Verlauf geopolitischer Konflikte und deren Auswirkungen. Ein Risiko für das künftige Fortbestehen des Unternehmens wird auf Basis der Auftragslage, der Branchensituation, der Geschäftsstruktur und der finanziellen Eingliederung in den Thermo Fisher Cash-Pool nicht gesehen.

D) Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB

Zur Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben im Hinblick auf die Frauenquoten in Führungspositionen sind folgende Angaben zu machen:

Am Ende des Geschäftsjahres 2023 lag die Frauenquote im Aufsichtsrat bei 66,0%, in der Geschäftsführung bei 0%, auf der ersten Ebene unterhalb der Geschäftsführung bei 12,5% und auf der zweiten Ebene unterhalb der Geschäftsführung bei 18,6%.

Die Gesellschaft hat sich dabei zum Ziel gesetzt, die folgenden Quoten (Anteil Frauen an der Gesamtzahl der Personen) bis zum 31.12.2024 zu erreichen:

Aufsichtsrat: 50 %
Geschäftsführung: 25 %
Erste Führingsebene: 25 %
Zweite Führingsebene: 20 %

E) Prognosebericht

1.1 Allgemeine Wirtschaftsprognosen

Derzeitigen Wirtschaftsprognosen zur Folge wird mit einem Anstieg des Weltwirtschaftswachstums von + 3,2% für das Geschäftsjahr 2024 gerechnet.

Im Euroraum wird momentan für 2024 ein Wirtschaftswachstum von +0,9% angenommen. Für die USA hingegen wird mit einem Wachstum von +2,2%, für China wird ein Wachstum von +5,2%, für Deutschland von lediglich + 0,2% gerechnet.

Quelle: ifw Kiel: Kieler Konjunkturbericht Q2/2024 (Welt und Deutschland), Stand Juni 2024

Die Prognosen hängen unter anderem von der weiteren Entwicklung geopolitischer Auseinandersetzungen und den damit verbundenen, internationalen Auswirkungen, sowie der Inflations- und Zinsentwicklung ab und sind dementsprechend mit Unsicherheiten behaftet.

1.2 Prognose in Bezug auf die Entwicklung der Gesellschaft

Die weltwirtschaftliche Lage ist auch im Betrachtungszeitraum 2024 eingetrübt und es wird nur mit einem moderaten Wachstum im Jahr 2024 gerechnet.

Für den finanziellen Leistungsindikator "Umsatz" wird eine leichte Verbesserung im niedrigen einstelligen Prozentbereich und für das "EBIT" eine Entwicklung auf Vorjahresniveau erwartet.

Für den nicht-finanziellen Leistungsindikator "Kundenzufriedenheit" wird im Geschäftsjahr 2024 eine leicht positive Entwicklung erwartet.

Die Liquidität wird wie vorstehend beschrieben als gesichert angesehen.

Für das Geschäftsjahr 2025 ist wieder von einer konstanten Fortschreibung des Geschäftsvolumens und der Ergebnisse auszugehen.

Allerdings sind - vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Situation - Prognosen mit gewissen Unsicherheiten behaftet.

 

Langenselbold, den 15. Juli 2024

Thermo Electron LED GmbH

Die Geschäftsführung

Dr. Martin Rotzoll

Andreas Schöchtel

Dr. Ralf Oliver Schlegel

Petrus Thomas Adrianus van der Zande

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 351.250,00 688.977,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.580.437,35 7.310.301,35
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.748.866,00 14.056.316,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.602.957,65 2.122.001,82
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.253.750,04 5.789.588,87
30.186.011,04 29.278.208,04
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 20.000,00 20.000,00
2. Beteiligungen 2.748.558,69 2.748.558,69
2.768.558,69 2.768.558,69
33.305.819,73 32.735.743,73
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 22.742.218,85 20.547.796,95
2. Unfertige Erzeugnsse 7.502.716,13 8.058.470,44
3. Fertige Erzeugnissse und Waren 61.884.347,10 64.783.437,30
4. Geleistete Anzahlungen 291.080,25 266.442,20
5. Abzüglich erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -481.449,27 -637.200,35
91.938.913,06 93.018.946,54
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 44.094.790,96 42.420.774,36
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 166.027.975,70 291.130.279,48
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 720.709,59 296.747,32
4. Sonstige Vermögensgegenstände 10.936.177,70 7.045.151,00
221.779.653,95 340.892.952,16
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 578.563,86 567.142,92
314.297.130,87 434.479.041,62
C. Rechnungsabgrenzungsposten 729.020,27 1.819.156,12
348.331.970,87 469.033.941,47
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.600.000,00 2.600.000,00
II. Kapitalrücklage 105.102.411,95 105.102.411,95
III. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 13.647.374,19 13.647.374,19
121.349.786,14 121.349.786,14
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 70.733.151,00 70.954.817,17
2. Sonstige Rückstellungen 24.092.058,87 30.816.118,03
94.825.209,87 101.770.935,20
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18.373.014,06 22.980.806,73
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 112.197.471,89 221.102.507,34
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.586.488,91 1.829.906,06
132.156.974,86 245.913.220,13
348.331.970,87 469.033.941,47

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 632.549.336,54 795.999.981,27
2. Verminderung / Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -3.119.443,99 6.655.603,56
3. Sonstige betriebliche Erträge 10.280.611,17 13.570.161,33
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -392.853.524,75 -530.057.427,22
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -19.785.011,22 -20.864.940,19
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -77.049.861,23 -76.763.505,34
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -15.340.754,96 -22.238.324,79
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -4.093.264,18 -4.875.634,15
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -82.037.294,70 -90.479.295,40
8. Erträge aus Beteiligungen 432.000,00 675.000,00
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.338.915,29 159.422,15
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.311.878,00 -1.239.433,17
11. Ergebnis nach Steuern 51.009.829,97 70.541.608,05
12. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführte Gewinne -51.009.829,97 -70.541.608,05
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben

Angaben zum Unternehmen:

 

Thermo Electron LED GmbH

Robert-Bosch-Str. 1 mit Sitz in 63505 Langenselbold HRB 6147 beim Amtsgericht Hanau

Der Jahresabschluss der Thermo Electron LED GmbH wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Thermo Electron LED GmbH ist unverändert zum Bilanzstichtag des Vorjahres eine große Kapitalgesellschaft i.S.v. § 267 Abs. 3 und 4 HGB.

Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist der Anhang in TEUR aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unverändert zum Vorjahr nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Berichtsjahr wurden keine Abweichungen von den in der Vorperiode angewandten Darstellungs-,

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen.

Anlagevermögen

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten (§ 255 Abs. 1 HGB) angesetzt und werden über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis acht Jahren linear abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihre Buchwerte unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2023 sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen angefallen.

Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten (§255 Abs. 1 und 2 HGB), vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen enthalten alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die fertigungsbedingten Abschreibungen. Fremdkapitalkosten werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst. Gebäude werden über 30 - 40 Jahre, technische Anlagen und Maschinen über 6 - 15 Jahre und andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung überwiegend über 3 bis 8 Jahre linear abgeschrieben.

Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihre Buchwerte unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2023 waren keine außerplanmäßigen Abschreibungen erforderlich.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird seit dem 1. Januar 2008 handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2a EStG angewendet. Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände, die zu einer selbstständigen Nutzung fähig sind, mit Anschaffungskosten bis EUR 250, werden sofort abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250 und bis zu EUR 1.000 werden als Sammelposten erfasst und entsprechend der gesetzlichen Vorschriften des § 6 Abs. 2a EStG über fünf Jahre linear abgeschrieben. Scheidet ein Vermögensgegenstand vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert.

Geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt.

Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen zu Anschaffungskosten (§255 Abs. 1 HGB) bewertet. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihre Buchwerte unterschreiten, erfolgen bei dauernder Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen. Im Geschäftsjahr 2023 sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen angefallen.

Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren sind mit den Anschaffungskosten (§ 255 Abs. 1 HGB) unter Zuhilfenahme von gleitenden Durchschnittswerten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten (§ 255 Abs. 2 HGB) bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 4 Satz 2 HGB. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen.

Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer, niedrigeren Wiederbeschaffungskosten und / oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzgl. der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Geleistete Anzahlungen auf Vorräte werden zum Nennbetrag angesetzt.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind zu Nennwerten bilanziert und werden von den Vorräten aktivisch abgesetzt.

Forderungen und übrige Aktiva

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko ist in Form einer Pauschalwertberichtigung von 1 % des Nettoforderungsbestands für inländische Kunden und 2 % für ausländische Kunden berücksichtigt.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit den Nennwerten bilanziert.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Eigenkapital

Der Ansatz sämtlicher Posten des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Kapitalrücklage, Gewinnrücklagen) erfolgt zu Nominalwerten.

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen

Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method = projizierte Einmalbeitragsmethode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet.

Es wurden die Anwendungsregelungen des Rechnungslegungshinweises FAB 1.021 für Pensionszusagen, die vollständig oder teilweise von einer Rückdeckungsversicherung abhängen bzw. für die eine Rückdeckungsversicherung abgeschlossen wurde, berücksichtigt.

Zum 31. Dezember 2023 wurden die Pensionsverpflichtungen im Einklang mit den geltenden Rechnungslegungsvorschriften mit dem 10-jährigen Durchschnittszinssatz bewertet. Dieser Zinssatz beträgt 1,83% (Vorjahr: 1,78%) und wurde den von der Deutschen Bundesbank zum Stichtag 31. Dezember 2023 ermittelten und veröffentlichen Zinsinformationen entnommen. Am 31. Dezember 2023 betrug der eigentlich anzuwendende Zinssatz 1,82 %; eine Anpassung war aufgrund der geringfügigen Zinsdifferenz nicht nötig. Auf Basis des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergibt sich zum 31. Dezember 2023 ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 836 TEUR der grundsätzlich ausschüttungs-, aber nicht ergebnisabführungsgesperrt ist.

Es wurde nach Maßgabe der Vereinfachungsregel des § 253 Abs. 2 HGB eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0% (Vorjahr: 3,0%) und Rentensteigerungen von jährlich 2,1% (Vorjahr: 2,50%) sowie ein Inflationsausgleich auf laufende Renten von 12%, zugrunde gelegt. Der Karriere- und Fluktuationstrend wurde unverändert mit je 0,2% berücksichtigt. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im operativen Ergebnis erfasst.

Bewertungsgrundlagen für rückgedeckte Bestandteile: (FAB 1.021)

Die Gesellschaft hat bei der Bilanzierung das Deckungskapitalverfahren (Primat der Aktivseite) angewendet. Für die Verzinsung wurde der Tarifzinssatz angewendet, falls dieser über dem Garantiezinssatz liegt. Es wurde eine Gesamtverzinsungserwartung von 2,6 % zugrunde gelegt.

Die Pensionsverpflichtungen werden mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung dieser Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens in Höhe von 342 TEUR (Vorjahr: 341 TEUR) erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Es handelt sich dabei um den vom Versicherungsunternehmen mitgeteilten Aktivwert und entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung). Für die Vermögensverzinsung wurde ein Zinssatz von 4,0% (Vorjahr: 3,5%) verwendet.

Weiterhin bestehen auch unmittelbare Pensionszusagen, deren Höhe sich ausschließlich nach dem zugrundeliegenden Deckungsvermögen, gemäß Mitteilungen der Versicherungen, bestimmen. Diese Zusagen werden als wertpapiergebundene Versorgungszusagen angesehen. Das Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 796 (Vorjahr: TEUR 778) wird gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten. Da die Zusagen die Voraussetzungen von § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB erfüllen, wird die Pensionsrückstellung in Höhe des beizulegenden Zeitwertes angesetzt. Das Deckungsvermögen erfüllt die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB und wird mit der Pensionsrückstellung saldiert. In diesem Zusammenhang anfallende Zinsaufwendungen sowie Erträge aus Deckungsvermögen betragen je TEUR 31 (Vorjahr: je TEUR 29) und sind saldiert im Finanzergebnis ausgewiesen.

Im Einklang mit Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB hat die Gesellschaft außerdem mittelbare Verpflichtungen für laufende Pensionen sowie Anwartschaften auf Pensionen in Höhe von 571 TEUR (Vorjahr: 528 TEUR) nicht als Rückstellungen ausgewiesen, sondern über eine Unterstützungskasse, die Thermo Electron Pension Trust GmbH, finanziert, die ihre Verpflichtung rückgedeckt hat. Es besteht - unter Berücksichtigung des Regelwerkes gemäß FAB 1.021 bei der Unterstützungskasse -eine Unterdeckung (Differenz zwischen Rückstellung und Deckungsvermögen) in Höhe von 296 TEUR (Vorjahr: 274 TEUR) zum Bilanzstichtag.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ab. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, soweit ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritte vorliegen.

Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen wird nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung erfolgte mit dem Barwert unter Ansatz eines laufzeitadäquaten Rechnungszinsfußes von 0,99% (Vorjahr: 0,40%) sowie den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0% (Vorjahr: 3,0%) zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.

Die Verpflichtungen aus Altersteilzeit in Höhe von 1.034 TEUR (Vorjahr: 1.127 TEUR) werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung dieser Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Es handelt sich dabei um den vom Versicherungsunternehmen mitgeteilten Aktivwert und entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung). Der Wert des verrechneten Deckungsvermögens beträgt 771 TEUR (Vorjahr: 775 TEUR), sodass der Bilanzausweis 263 TEUR (Vorjahr: 352 TEUR) beträgt.

Die Rückstellung für Jubiläumszuwendungen wurde mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag zum Bilanzstichtag angesetzt. Es wurde nach Maßgabe der Vereinfachungsregel des § 253 Abs. 2 HGB eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Der Bewertung lagen die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck zum Zinssatz von 1,76% (Vorjahr: 1,44%) und die Annahme von Gehaltssteigerungen von 3,0% (Vorjahr: 3,0%) zugrunde. Die Fluktuation wurde mit 3,0% (Vorjahr: 3,0%) in die Berechnung einbezogen.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Beträge für den voraussichtlichen Verpflichtungsumfang der Gesellschaft aus Aktienoptionen und anderen aktienbasierten Vergütungen (Restricted Stock Units, "RSU"), die bestimmten Mitarbeitern der Thermo Electron LED GmbH von der Thermo Fisher Scientific Inc., Waltham, USA, gewährt wurden. Die Gesellschaft hat sich vertraglich verpflichtet, der Thermo Fisher Scientific Inc., sämtliche Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Ausübung dieser Aktienoptionen oder "RSUs" entstehen, zu ersetzen.

Der Verpflichtungsumfang bei Aktienoptionen besteht aus der Differenz zwischen dem künftigen Ausübungspreis und einer vom Mitarbeiter zu leistenden Zuzahlung. Im Fall gewährter RSUs entfällt die zu leistende Zuzahlung und es besteht somit ein Verpflichtungsumfang in Höhe des voraussichtlichen Börsenkurses zum Ausübungszeitpunkt pro gewährter Einheit zzgl. der über den Erdienungszeitraum aufgelaufenen Dividenden (Dividendenäquivalent).

Die Rückstellung für ausgeübte Aktienoptionen oder RSUs wird mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt und beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 392 (Vorjahr: TEUR 437).

Die Rückstellung für den noch nicht ausgeübten Verpflichtungsumfang in Höhe von TEUR 640 (Vorjahr: TEUR 937) wird folgendermaßen ermittelt.

Der Erfüllungsbetrag für RSUs wird ratierlich über den Erdienungszeitraum (von in der Regel bis zu 3,5 Jahren) angesammelt.

Der Verpflichtungsumfang für gewährte Aktienoptionen richtet sich nach den folgenden Kriterien:

Aktienoptionen, die bereits ausübbar sind, werden mit ihrem inneren Wert (Börsenkurs am Bilanzstichtag abzüglich der vom Mitarbeiter zu leistenden Zuzahlung) bewertet.

Für noch nicht ausübbare Aktienoptionen wird das Verfahren nach Black-Scholes mit folgenden Annahmen zugrunde gelegt:

Aktienkurs zum Bilanzstichtag $ 530,79
erwartete jährliche Dividende $ 1,40
risikoloser Zins (USA) 4,179 %
Volatilität des Aktienkurses 25,48 %
Fluktuation 5 %

Verbindlichkeiten und übrige Passiva

Der Ausweis der Verbindlichkeiten erfolgt grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Aus Vereinfachungsgründen erfolgt die unterjährige Verbuchung mit dem Devisenkassamittelkurs vom letzten Tag des Vormonats. Bilanzposten werden zum Bilanzstichtag wie folgt bewertet:

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderungen oder zum niedrigeren Devisenkassamittelkurses, unter Zugrundelegung des am Abschlussstichtag (Imparitätsprinzip) Stichtagskurs, bewertet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag (Imparitätsprinzip), bewertet.

Latente Steuern sowie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Für die Thermo Electron LED GmbH als Organgesellschaft besteht eine körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaft mit der Thermo Fisher Scientific Germany BV & Co. KG, Braunschweig, als Organträgerin. Alleinige Steuerschuldnerin ist die Organträgerin, d.h. die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie latente Steuern der Thermo Electron LED GmbH als Organgesellschaft sind vollständig im Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie alleine die Besteuerungsfolgen treffen. Dementsprechend werden die temporären Differenzen der Thermo Electron LED GmbH als Organgesellschaft als auch das zu versteuernde Einkommen der Thermo Electron LED GmbH im Abschluss der Organträgerin einzubeziehen. Daher waren keine latenten Steuern und auch keine Steuerrückstellungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im Jahresabschluss der Thermo Electron LED GmbH zu bilden.

Konzernverbund

Als verbundene Unternehmen werden alle Unternehmen angesehen, die in den Konzernabschluss der Thermo Fisher Scientific Inc., Waltham, Massachusetts/USA, einbezogen werden.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Aktiva

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist.

Gesellschaft Anteile am Kapital 31.12.2023 Eigenkapital Jahresergebnis 2023
AHSI S.p.a., Bernareggio / Italien 45% 10.412 TEUR 1.308 TEUR

Vorräte

Bedeutsame Unterschiedsbeträge aus der Anwendung des Bewertungsvereinfachungsverfahrens (Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und der Handelswaren mit den gleitenden Durchschnittswerten) und den aktuellen Marktpreisen haben sich nicht ergeben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 166.028 TEUR (Vorjahr: 291.130 TEUR) betreffen mit 89.079 TEUR Cash Pool Forderungen (Vorjahr: 192.869 TEUR), mit 66.915 TEUR Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: 98.261 TEUR) und mit 9.990 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Ergebnisabführungsverträgen zuzüglich einer Zinsforderung von 43 TEUR. Die Gesellschaft hat vor dem Bilanzstichtag eine Vorabauszahlung auf die Ergebnisabführung in Höhe von 61.000 TEUR getätigt, die aufgrund eines abzuführenden Ergebnisses von 51.010 TEUR zu einer Rückforderung geführt hat, die mit 5% verzinst wurde.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 721 (Vorjahr: 297 TEUR) und resultieren wie zum Bilanzstichtag des Vorjahres aus Lieferungen und Leistungen.

Sonstige Vermögensgegenstände betragen 10.936 TEUR (Vorjahr: 7.045 TEUR) und resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Umsatzsteuerforderungen.

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen, Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sowie sonstige Vermögensgegenstände haben/hatten zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 sowie zum Bilanzstichtag des Vorjahres eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

2. Passiva

Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte Stammkapital beträgt wie im Vorjahr 2.600 TEUR.

Die Kapitalrücklage in Höhe von 105.102 TEUR hat sich zum Vorjahr nicht verändert. Es handelt sich um eine sonstige Zuzahlung im Sinne von § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

In den Gewinnrücklagen werden die Bilanzgewinne der Jahre 2000 und 2001 in der Höhe von insgesamt 13.647 TEUR gemäß Gesellschafterbeschluss vom 4. April 2005 ausgewiesen.

Rückstellungen

Der Berechnung der Pensions-, Altersteilzeit- und Jubiläumsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde.

Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen beträgt 71.075 TEUR (Vorjahr: 71.296 TEUR). Rückstellungspflichtige Altersversorgungsverpflichtungen aus Pensionszusagen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 70.733 TEUR (Vorjahr: 70.955 TEUR). Diese wurden mit Deckungsvermögen in Höhe von 342 TEUR (Vorjahr: 341 TEUR) gemäß § 246 Abs. 2 HGB verrechnet.

Bei den Pensionsrückstellungen ergibt sich aus der Anwendung des 10-jährigen Durchschnittszinssatzes im Vergleich zur Anwendung des 7-jährigen Durchschnittszinssatzes zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag von 836 TEUR (Vorjahr: 4.531 TEUR). Dieser Differenzbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n.F. grundsätzlich ausschüttungsgesperrt.

Eine analoge Anwendung der Ausschüttungssperre auf die Gewinnabführung kommt nicht in Betracht, weil § 301 AktG, der den Höchstbetrag der Gewinnabführung bestimmt, keinen ausdrücklichen Verweis auf die Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB enthält.

Diese kommt in Folge der übersteigenden frei verfügbaren Eigenkapitalbestandteile jedoch ohnehin nicht zum Tragen.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Garantie- / Gewährleistungsverpflichtungen 5.243 4.806
Frachtenrückstellung 4.424 6.578
Gratifikationen, Prämien, Tantiemen an Mitarbeiter 2.233 1.814
Urlaubs- und Zeitguthaben Mitarbeiter 1.826 2.136
Jahresbonifikationen Kunden 1.543 1.727
Ausstehende Rechnungen 1.132 2.490
Verpflichtungen aus Aktienoptionsvereinbarungen 1.032 1.374
Jubiläumsverpflichtungen 900 913
Restrukturierung 357 44
Altersteilzeitverpflichtungen 263 352
Sonstige 5.139 8.582
Gesamt 24.092 30.816

Verbindlichkeiten

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Verbindlichkeiten:
aus Lieferungen und Leistungen 18.373 22.981
gegenüber verbundenen Unternehmen 112.197 221.103
davon aus Lieferungen und Leistungen 112.197 150.561
davon aus Ergebnisabführungsvertrag - 70.542
sonstige Verbindlichkeiten 1.587 1.830
Gesamt 132.157 245.913

Sämtliche Verbindlichkeiten sind ungesichert und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten resultieren mit 893 TEUR (Vorjahr: 860 TEUR) aus Steuern. Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit bestehen wie im Vorjahr nicht.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse beinhalten Verkäufe von Produkten und Dienstleistungen, vermindert um die Erlösschmälerungen.

Gliederung nach Tätigkeitsbereichen:

2023
TEUR
2022
TEUR
Life Science Group 572.780 740.693
Analytical Instrument Group 33.722 27.748
Dienstleistungen 26.047 27.559
Gesamt Umsatz 632.549 796.000

Gliederung nach geografischen Märkten:

2023
TEUR
2022
TEUR
Erlöse Inland 119.725 178.634
Erlöse Ausland 512.824 617.366
Gesamt Umsatz 632.549 796.000

Es sind Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen in Höhe von 387.963 TEUR (Vorjahr: 511.397 TEUR) enthalten.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 10.281 TEUR (Vorjahr: 13.570 TEUR) sind Erträge aus der Währungsumrechnung von 7.835 TEUR (Vorjahr: 11.819 TEUR) ausgewiesen, Skontoerträge in Höhe von 972 TEUR (Vorjahr: 1.117 TEUR), Erträge aus dem Personalbereich in Höhe von 178 TEUR (Vorjahr: 123 TEUR) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von 1.288 TEUR (Vorjahr: 351 TEUR) enthalten.

3. Personalaufwand

Die Gesellschaft zeigt Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung von 1.766 TEUR (Vorjahr: 6.906 TEUR).

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 82.038 TEUR (Vorjahr: 90.479 TEUR) sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von 7.869 TEUR (Vorjahr: 12.703 TEUR) ausgewiesen. Darüber hinaus enthält dieser Posten wie im Vorjahr im Wesentlichen Aufwendungen aus Zölle und Frachten, Belastungen von verbundenen Unternehmen, Miet- und Pachtaufwendungen, Handlingkosten, Provisionen sowie Aufwendungen für Dienstleistungen Dritter.

5. Zinsaufwendungen und -erträge

Unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen (saldiert mit Erträgen aus Deckungsvermögen) von 1.311 TEUR (Vorjahr: 1.239 TEUR) ausgewiesen. Es sind Zinserträge in Höhe von 3.339 TEUR (Vorjahr: 159 TEUR) mit verbundenen Unternehmen enthalten.

6. Ertragsteuern

Aufgrund der bestehenden Organschaft werden Ertragsteuern nicht im Abschluss der Organgesellschaft, sondern auf Ebene des Organträgers ausgewiesen.

V. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen in Höhe von 1.361 TEUR (Vorjahr: 3.755 TEUR) aufgrund von Bankgarantien. Für die angeführten, zu Nominalwerten angesetzten Eventualschulden wurden keine Rückstellungen gebildet, weil mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft infolge der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Kreditnehmer nicht gerechnet wird.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Zwecke der Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes werden KFZ-Leasingverträge mit i.d.R. bis zu dreijährigen Laufzeiten eingegangen. Darüber hinaus werden Mietverträge (Gebäude, Lagerhallen, EDV-Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung), mit i.d.R. bis zu dreijährigen Laufzeiten abgeschlossen. Mögliche Risiken ergeben sich aus den Kündigungsrechten, da die Verträge nur aus wichtigem Grund gekündigt werden können. Vorteile ergeben sich aus der Einsparung von Verwaltungsaufgaben, verbesserter Liquidität sowie dem Entfall des Verwertungsrisikos.

Aus den bestehenden Miet- und Leasingverträgen ergeben sich finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 2.262 TEUR (Vorjahr: 4.524 TEUR). Hiervon werden 1.744 TEUR (Vorjahr: 2.923 TEUR) innerhalb eines Jahres fällig. Sonstige finanzielle Verpflichtungen größer als fünf Jahre bestehen wie im Vorjahr nicht.

Finanzielle Verpflichtungen aus diesen Miet- und Leasingverträgen gegenüber verbundenen Unternehmen sind nicht zu verzeichnen. Darüber hinaus besteht ein Bestellobligo im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit von 71.393 TEUR und betrifft mit 52.272 TEUR verbundene Unternehmen.

Ausschüttungsgesperrte Beträge (§§ 253 Abs. 6 S.2; 268 Abs. 8 HGB)

Zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2023 existiert ein Betrag von 836 TEUR als Unterschiedsbetrag aus der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen zum 10-Jahres-Durchschnittszinssatz im Vergleich zur Bewertung mit dem 7-Jahres-Durchschnittszinssatz, der ausschüttungsgesperrt, aber nicht abführungsgesperrt ist.

Weitere ausschüttungsgesperrte Beträge liegen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 nicht vor.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 übersteigt jedoch die frei verfügbare Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. HGB zuzüglich der Gewinnrücklage den Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge. Daher käme die Ausschüttungssperre auch hierdurch nicht zum Tragen.

Abschlussprüferhonorare

Das vom Abschlussprüfer für den Berichtszeitraum gegenüber der Gesellschaft abzurechnende Gesamthonorar beträgt 44 TEUR ohne Reisekosten und Auslagen und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Anzahl der Mitarbeiter

Die Anzahl der Mitarbeiter ohne Auszubildende und Geschäftsführer betrug im Jahresdurchschnitt 2023 und 2022:

Mitarbeiter nach Bereichen 2023 2022
Entwicklung 101 105
Produktion 627 638
Vertrieb/Service 283 279
Verwaltung 61 96
Gesamt 1.072 1.116

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung wurde im Berichtszeitraum durch folgende Personen ausgeübt:

Herr Dr. Ralf Oliver Schlegel, Rechtsanwalt, Regional Senior Corporate Counsel & Senior Director

Herr Petrus Thomas Adrianus van der Zande, Senior Director Finance and Tax Operations EMEA

Herr Andreas Schöchtel, Dipl.-Ing. Internationales Wirtschaftsingenieurwesen, Director of Operations Langenselbold

Herr Dr. Martin Rotzoll, Maschinenbauingenieur, Director of Operations Osterode

Zwei der Geschäftsführer beziehen Bezüge von der Thermo Electron LED GmbH (Herr Andreas Schöchtel und Herr Dr. Martin Rotzoll), sodass von der Schutzklausel gemäß § 286 Absatz 4 HGB Gebrauch gemacht wird.

Aufsichtsrat

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrates stellt sich im Berichtszeitraum wie folgt dar:

Claudia Dierig, Vice President, Director, Germany Country Leader (Vorsitzende)

Susanne Gerhart-Deissenberger, Managing Director Field & Safety Instruments

(bis 2. Mai 2024) (stellvertretende Vorsitzende)

Kirsten Tief-Küry, Vice President EMEA Commercial - Life Sciences Solutions Group

Urmi Prasad Richardson, President EMEA

Walter Heidenfelder, Betriebsratsvorsitzender Standort Langenselbold

Dirk Grünewald, Betriebsratsvorsitzender

Kevin Sean Quinn, Director, Strategic programs - Analytical Instruments Group (seit 2. Mai 2024)

Die Mitglieder des Aufsichtsrates der Gesellschaft erhielten für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat der Gesellschaft weder im Berichtszeitraum noch im Vorjahr eine Vergütung.

VI. Offenlegung

Der Jahresabschluss der Thermo Electron LED GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

VII. Nachtragsbericht

In der Gesellschafterversammlung vom 4. März 2024 wurde der Gesellschaftsvertrag der Thermo Electron LED GmbH in weiten Teilen neu gefasst. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um die Ausweitung des Gegenstandes des Unternehmens (§ 3), Präzisierungen zur Geschäftsführung und Vertretung (§5) und die teilweise Neufassung zu Verfahren für Sitzungen und Abstimmungen des Aufsichtsrates (§ 9). Die bisherigen Vorgaben zur Schweigepflicht (§ 12.2) wurden teilweise neu gefasst und Regelungen zur Befreiung vom Wettbewerbsverbot (§ 15) wurden eliminiert.

Am 2. Mai 2024 hat Frau Gerhart-Deissenberger ihr Aufsichtratsmandat aufgegeben / wurde abberufen und Herr Kevin Sean Quinn wurde als Aufsichtsratsmitglied bestellt.

Weitere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken, lagen nicht vor.

VIII. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresüberschuss 2023 vor Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 51.010 wird aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags an die Thermo Fisher Scientific Germany BV & Co. KG, Braunschweig, abgeführt.

IX. Konzernbeziehungen und Konzernabschluss

Die Gesellschaftsanteile der Thermo Electron LED GmbH werden in Höhe von 90 % von der Thermo Fisher Scientific (Real Estate 1) S.à.r.l. mit Sitz in Luxemburg, und in Höhe von 10 % von der Thermo Fisher Scientific (Real Estate 1) GmbH & Co. KG, Schwerte, gehalten. Diese sind wiederum mittelbare Tochterunternehmen der Thermo Fisher Scientific Inc, Waltham/MA, USA, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis aufstellt. Der Jahresabschluss der Thermo Electron LED GmbH, wird in den Konzernabschluss der Thermo Fisher Scientific Inc., Waltham/MA, USA, einbezogen. Die Thermo Fisher Scientific Inc. und die in ihren Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden als verbundene Unternehmen im Abschluss der Gesellschaft dargestellt.

Da unsere Gesellschaft und ihre Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Thermo Fisher Scientific Inc., Waltham/MA, USA, einbezogen werden, hat unsere Gesellschaft darauf verzichtet, einen Teilkonzernabschluss aufzustellen. Der befreiende Konzernabschluss der Thermo Fisher Scientific Inc. wird nach den US- amerikanischen Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) aufgestellt. Der befreiende Konzernabschluss und der befreiende Konzernlagebericht der Thermo Fisher Scientific Inc. sind einem nach § 291 Abs. 2 HGB aufgestellten Konzernabschluss und Konzernlagebericht gleichwertig und der befreiende Konzernabschluss wird geprüft.

Unterschiede zwischen US-GAAP und den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften ergeben sich im Wesentlichen aus der Bilanzierung und Bewertung des Anlagevermögens, der Bewertung von Fremdwährungsforderungen und Verbindlichkeiten, der Bewertung des Vorratsvermögens, der Umsatzrealisation, den unterschiedlichen Kriterien bei der Zuordnung des wirtschaftlichen Eigentums bei Leasinggeschäften, dem Ansatz und der Bewertung latenter Steuern sowie dem Ansatz und der Bewertung von Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen.

Der Konzernabschluss der Thermo Fisher Scientific Inc. wird nach den US-amerikanischen Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) aufgestellt und ist auf Anforderung am Sitz der Thermo Fisher Scientific Inc. in Waltham, Massachusetts / USA, sowie im EDGAR (Electronic Data Gathering, Analysis and Retrieval-) System der US-amerikanischen Börsenaufsicht unter der Registernummer 0000097745, erhältlich. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister unter der Thermo Fisher Scientific Germany BV & Co. KG, Braunschweig, HRA 14421, Braunschweig, in englischer Sprache veröffentlicht.

 

Langenselbold, den 15. Juli 2024

Thermo Electron LED GmbH

Die Geschäftsführung

Dr. Martin Rotzoll

Andreas Schöchtel

Dr. Ralf Oliver Schlegel

Petrus Thomas Adrianus van der Zande

Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 46.123.427,61 40.320,00 0,00 98.375,60 46.262.123,21
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.106.130,12 40.490,49 0,00 24.146.620,61
2. Technische Anlagen und Maschinen 40.305.530,34 429.590,84 488.211,91 2.640.507,69 42.887.416,96
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.368.749,86 397.039,20 0,00 -424.117,81 8.341.671,25
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.789.588,87 3.963.508,34 184.581,69 -2.314.765,48 7.253.750,04
78.569.999,19 4.830.628,87 672.793,60 -98.375,60 82.629.458,86
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 20.000,00 0,00 0,00 0,00 20.000,00
2. Beteiligungen 2.748.558,69 0,00 0,00 0,00 2.748.558,69
2.768.558,69 0,00 0,00 0,00 2.768.558,69
Anlagevermögen 127.461.985,49 4.870.948,87 672.793,60 0,00 131.660.140,76
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 45.434.450,61 476.422,60 0,00 45.910.873,21
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.795.828,77 770.354,49 0,00 17.566.183,26
2. Technische Anlagen und Maschinen 26.249.214,34 2.354.521,53 465.184,91 28.138.550,96
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.246.748,04 491.965,56 0,00 6.738.713,60
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
49.291.791,15 3.616.841,58 465.184,91 52.443.447,82
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Anlagevermögen 94.726.241,76 4.093.264,18 465.184,91 98.354.321,03
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 351.250,00 688.977,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.580.437,35 7.310.301,35
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.748.866,00 14.056.316,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.602.957,65 2.122.001,82
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.253.750,04 5.789.588,87
30.186.011,04 29.278.208,04
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 20.000,00 20.000,00
2. Beteiligungen 2.748.558,69 2.748.558,69
2.768.558,69 2.768.558,69
Anlagevermögen 33.305.819,73 32.735.743,73

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Thermo Electron LED GmbH, Langenselbold

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Thermo Electron LED GmbH, Langenselbold, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Thermo Electron LED GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 12. September 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hedwig Schürmeyer, Wirtschaftsprüferin

ppa. Marcel Klause, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

der Thermo Electron LED GmbH ("Gesellschaft")

Im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung der Gesellschaft sorgfältig überwacht und die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen.

Der Aufsichtsrat hat sich in der Sitzung vom 27. November 2024 sowie ergänzend durch mündliche Berichte der Geschäftsführung über den Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft und ihrer verbundenen Unternehmen eingehend unterrichten lassen. Ausschüsse wurden nicht gebildet.

Den Abschluss für das Geschäftsjahr 2023 der Gesellschaft hat PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft, diese Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Der Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 lag allen Mitgliedern des Aufsichtsrats zur Prüfung vor. Alle Fragen des Aufsichtsrats wurden in der Aufsichtsratssitzung vom 27. November 2024 von der Geschäftsführung und den Wirtschaftsprüfern zufriedenstellend beantwortet. Der Aufsichtsrat hat als Ergebnis seiner Prüfung festgestellt, dass Einwendungen nicht zu erheben sind. Der Aufsichtsrat hat deshalb den durch die Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss gebilligt.

 

Langenselbold, den 27. November 2024

Claudia Dierig, Vorsitzende des Aufsichtsrates

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 29.11.2024 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.