Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Adecco Call Center Solutions GmbHLiquidiert
19322 Wittenberge, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Clemens Wirth seit 5.8.2009 | Prokura |
Petra Christine Reinholz seit 14.5.2009 | Geschäftsführer |
Karl-Heinz Nigbur seit 11.3.2008 | Prokura |
Andreas Ritter seit 27.4.2006 | Prokura |
Harald Diepelt seit 31.3.2005 | Prokura |
Andreas Willy Buchelt seit 31.3.2005 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Adecco Call Center Solutions GmbHWittenbergeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Adecco Call Center Solutions GmbH, Wittenberge, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, 26. März 2010 Ernst
& Young GmbH
Möbus, Wirtschaftsprüfer Holzborn, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2009Adecco Call Center Solutions GmbH, WittenbergeAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2009Adecco Call Center Solutions GmbH, Wittenberge
Anhang für 2009Adecco Call Center Solutions GmbH, WittenbergeAllgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde in Ausübung des Wahlrechts in § 275 Abs. 1 HGB das Umsatzkostenverfahren gewählt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Bei der Bemessung der Abschreibungen wird auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgestellt. Die Abschreibungen werden ausnahmslos linear vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 150,00 (bis zum 31. Dezember 2007 EUR 410,00), sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150,00 bis EUR 1.000,00, die nach dem 31. Dezember 2007 angeschafft worden sind, wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften pauschalierend jeweils 20 Prozent p.a. im Jahr, für dessen Zugänge er gebildet wurde, und den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite der Bilanz Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Auf der Passivseite werden als Rechnungsabgrenzungsposten Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie zu Erträgen nach dem Bilanzstichtag führen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Geschäftsvorfälle in Fremdwährungen werden mit dem Monatsdurchschnittskurs am Tag des Geschäftsvorfalles oder zum ungünstigeren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Erläuterungen zur Bilanz Entwicklung des Anlagevermögens Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen haben sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten langfristige Forderungen in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 11). Es handelt sich hierbei um den infolge geänderter Gesetzeslage aktivierten, abgezinsten Anspruch auf künftige Auszahlung des vorhandenen Körperschaftsteuerguthabens. Die Aktivierung erfolgt vor dem Hintergrund des am 13. Dezember 2006 in Kraft getretenen Gesetzes über steuerliche Begleitmaßnahmen zur Einführung der Europäischen Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften (SEStEG). Durch das SEStEG wird die Realisierung von Körperschaftsteuerguthaben zukünftig unabhängig von den Ausschüttungen der Gesellschaft erfolgen. Das Körperschaftsteuerguthaben wird ratierlich zwischen 2008 und 2017 in gleichen Jahresbeträgen an die Gesellschaft ausgezahlt. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Cash-Pooling mit der Adecco Personaldienstleistungen GmbH, Fulda, in Höhe von TEUR 7.069. Diese wurden mit Verbindlichkeiten aus Leistungen gegenüber der Adecco Personaldienstleistungen GmbH, Fulda, in Höhe von TEUR 4.385 verrechnet. Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Leistungen. Stammkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt DM 100.000,00 (EUR 51.129,19). Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Überstunden, Aufwendungen aus Erstattungsansprüchen, Urlaubsentgelte, Mitarbeiter-Boni, sowie für Berufsgenossenschaft. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Die Verbindlichkeiten umfassen solche gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 3.591 (Vorjahr: TEUR 2.379). Haftungsverhältnisse Zum 31. Dezember 2009 bestanden keine Haftungsverhältnisse. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 285 (Vorjahr: TEUR 460). Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Materialaufwand Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betragen im Berichtsjahr TEUR 1.651 (Vorjahr: TEUR 1.721). Personalaufwand
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Eingliederungsbeihilfen (TEUR 133; Vorjahr: TEUR 164), Erträge aus Kurssicherungsgeschäften (TEUR 33) und periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 9; Vorjahr: TEUR 6). Sonstige Angaben Geschäftsführung und Geschäftsführerbezüge Mitglieder der Geschäftsführung sind/waren:
Andreas Buchelt führt die Tätigkeit als Geschäftsführer der Gesellschaft hauptberuflich aus, Uwe Beyer war hauptberuflich Geschäftsführer der Adecco Personaldienstleistungen GmbH, Fulda und Frau Petra Reinholz ist Geschäftsführerin der Adecco Personaldienstleistungen GmbH, Fulda. Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält, wird auf die Angabe dieser Bezüge gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2009 wurden durchschnittlich 382 Mitarbeiter (Vorjahr: 280 Mitarbeiter) beschäftigt. Name und Sitz des Mutterunternehmens Das Stammkapital der Gesellschaft wird zum 31. Dezember 2009 unverändert von der Adecco Outsourcing GmbH, Fulda, gehalten. Beide Gesellschaften sind mittelbare Tochterunternehmen der Adecco S.A., Chéserex, Schweiz, und werden in deren Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Adecco S.A. erhältlich. ErgebnisverwendungAufgrund des am 24. August 2007 im Rahmen der Abspaltung der Adecco Call Center Solutions GmbH von der Ecco Beteiligungsgesellschaft mbH, Fulda, abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages mit der Adecco Outsourcing GmbH, Fulda, wurde der Gewinn von EUR 1.253.268,23 (Vorjahr: EUR 1.183.800,87) an diese abgeführt. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2009Adecco Call Center Solutions GmbH, WittenbergeA. Geschäfts- und Rahmenbedingungen1. Gegenstand des Unternehmens Adecco Call Center Solutions ist ein Anbieter von Telemarketingdienstleistungen, spezialisiert auf den Bereich In- und Outbound-Telefonie, sowie Inhouse Outsourcing. Die Kunden der Adecco Call Center Solutions stammen vorwiegend aus folgenden Bereichen:
2. Rechtliche Unternehmensstruktur Das Stammkapital der Gesellschaft wird zum 31. Dezember 2009 von der Adecco Outsourcing GmbH gehalten. Beide Gesellschaften sind mittelbare Tochterunternehmen der Adecco S.A., Chéserex, Schweiz. Zwischen der Adecco Call Center Solutions GmbH und der Adecco Outsourcing GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. 3. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche 3.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die Weltwirtschaft hat die schwerste Rezession seit dem zweiten Weltkrieg überwunden. Seit dem Frühjahr 2009 steigen Produktion und Handel wieder, weltweit angeregt durch milliardenschwere Konjunkturprogramme, eine massiv expansiv wirkende Geldpolitik und den vergleichsweise niedrigen Ölpreis. Auch in Deutschland ist das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) seit dem Frühjahr wieder gestiegen. Nach Angaben des ifo-Instituts expandierte die gesamtwirtschaftliche Produktion im dritten Quartal saison- und kalenderbereinigt um 0,7%, nach 0,4% im zweiten Quartal. Aufgrund des außerordentlich kräftigen Einbruchs im vorangegangenen Winterhalbjahr blieb die gesamtwirtschaftliche Produktion und hier insbesondere die Erzeugung in den exportabhängigen Branchen aber auf niedrigem Niveau; gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum beläuft sich das Minus beim Bruttoinlandsprodukt auf 4,7%. Auf dem konjunkturell nachlaufenden Arbeitsmarkt hat sich der massive Wirtschaftseinbruch bisher zwar bemerkbar gemacht, die Auswirkungen sind aber im Vergleich zum überaus starken Produktionsausfall bemerkenswert moderat geblieben: Die Zahl der Erwerbstätigen hat sich in den ersten drei Quartalen 2009 saisonbereinigt lediglich um 114.000 verringert. Dabei war die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, der Selbständigen und der Personen in Arbeitsgelegenheiten rückläufig, die Zahl der ausschließlich geringfügig Beschäftigten hat dagegen sogar zugenommen. Beschäftigungsverluste gab es vor allem im verarbeitenden Gewerbe und in der Arbeitnehmerüberlassung. Maßgeblich dafür, dass die Krise bisher auf dem Arbeitsmarkt kaum angekommen ist, waren die starke Ausweitung der Kurzarbeit und der Abbau von Guthaben auf Arbeitszeitkonten. Die Arbeitslosigkeit hat in der ersten Jahreshälfte merklich zugenommen, sie stieg saisonbereinigt um durchschnittlich 41.000 Personen pro Monat. Seit Juli sind die Arbeitslosenzahlen jedoch wieder leicht gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr waren zuletzt 227.000 oder 8% mehr Arbeitslose registriert 3.2. Branchenentwicklung Die Call Center-Branche ist eng mit der konjunkturellen Entwicklung der Wirtschaft verbunden. Durch den konjunkturellen Abschwung in 2009 wurden die Tendenzen im Call Center Markt aus dem Jahr 2008 verstärkt:
Trotz der negativen wirtschaftlichen Gesamtsituation konnte der Call Center Dienstleistungsmarkt auch in 2009 mit 8% wachsen. (Basis: Wachstum der Beschäftigten, die im Call Center Bereich proportional zum Umsatz wächst, Quelle: Call Center Forum Deutschland e.V. "Benchmarkstudie und Call Center Atlas" vom Herbst 2009) Der Hauptgrund des Wachstums liegt neben dem generellen Trend Kundenservice über Call Center effizient zu realisieren sicherlich im Kostendruck, der Unternehmen stärker motiviert den Kundenservice durch externe Dienstleister durchführen zu lassen. 3.3. Entwicklung des Unternehmens Die Ausrichtung des Unternehmens auf spezialisierte Call Center Dienstleistungen und verstärkte Vertriebsaktivitäten führten auch in 2009 zu einem Umsatzwachstum von 29,1%, was weit über dem Marktdurchschnitt von 8% liegt. Die Position als Qualitätsdienstleister und Spezialist für Inhouse Outsourcing konnte weiter ausgebaut werden. Damit wurde die Marktposition der Adecco Call Center Solutions GmbH weiter verbessert. Folgende Punkte waren kennzeichnend für den Geschäftsverlauf:
Insgesamt kann man damit eine positive Geschäftsentwicklung in einem schwierigen Umfeld konstatieren. 4. Personal- und Sozialbereich Im Jahresdurchschnitt waren im Berichtsjahr 382 Mitarbeiter (Vorjahr: 280 Mitarbeiter) beschäftigt. B. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage1. Vermögenslage Die Vermögenslage der Adecco Call Center Solutions GmbH war im Geschäftsjahr 2009 maßgeblich durch eine Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 74,5% auf TEUR 2.913 geprägt (Vorjahr: TEUR 1.669). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Forderungen aus dem Cash-Pooling mit der Adecco Personaldienstleistungen GmbH, Fulda, in Höhe von TEUR 7.069. Diese wurden mit Verbindlichkeiten aus Leistungen gegenüber der Adecco Personaldienstleistungen GmbH, Fulda, in Höhe von TEUR 4.385 verrechnet. Die Forderungen aus Leistungen erhöhten sich aufgrund der auch in 2009 positiven Umsatzentwicklung von TEUR 2.020 auf TEUR 2.346. Außerdem wurde das Zahlungsziel bei einem Hauptkunden von 30 Tage auf 3 Monate verlängert. Die Umlaufintensität, also das Verhältnis von Umlaufvermögen zum Gesamtvermögen, erhöhte sich leicht von 91,3% auf 93,9%. Dieser hohe Wert zeigt die finanzwirtschaftliche Stabilität bzw. Flexibilität aufgrund der branchenbedingten niedrigen Anlagenintensität. 2. Finanzlage Wesentlicher Bestandteil der Passiva sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, welche sich im Berichtsjahr um 50,9 Prozent auf TEUR 3.591 erhöht haben (Vorjahr: TEUR 2.380). Die hohe Position der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen besteht ausschließlich gegenüber dem Gesellschafter Adecco Outsourcing GmbH und resultiert hauptsächlich aus dem Ergebnisabführungsvertrag. Insgesamt hat sich der Verschuldungsgrad, also das Verhältnis von Fremdkapital zu Eigenkapital, von 3,2:1 im Vorjahr auf 4,8:1 im Berichtsjahr erhöht. Hauptfinanzierungsquelle der Adecco Call Center Solutions GmbH ist der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Der Zahlungsmittelbestand beträgt aufgrund des mit der Adecco Personaldienstleistungen GmbH, Fulda, durchgeführten Cash-Pooling Verfahrens im Berichtsjahr nur EUR 881,49 (Vorjahr: EUR 652,26). Die erwirtschafteten Finanzmittel stehen aber je nach Bedarf im Rahmen des Cash-Pooling Verfahrens der Adecco Call Center Solutions GmbH zeitnah zur Verfügung. Im Geschäftsjahr 2009 wurden TEUR 57 (Vorjahr: TEUR 25) Investitionen getätigt. Davon wurden für immaterielle Vermögensgegenstände TEUR 8 und TEUR 49 für Sachanlagen getätigt. 3. Ertragslage Die Adecco Call Center Solutions GmbH steigerte ihren Umsatz um 29,1 Prozent auf TEUR 12.127 (Vorjahr: TEUR 9.390). Die Herstellungskosten steigerten sich überproportional zur Umsatzsteigerung um 37,8% auf TEUR 8.947 (Vorjahr: TEUR 6.491). Das Bruttoergebnis betrug im Berichtsjahr TEUR 3.180 nach TEUR 2.898 im Vorjahr, die Rohmarge reduzierte sich dadurch von 30,9% auf 26,2%. Wesentliche Gründe dafür sind der Preisverfall im Neukundengeschäft und höhere Personalaufwendungen bei gleichbleibenden Preisen im Bestandskundengeschäft. Die allgemeinen Verwaltungskosten erhöhten sich im Geschäftsjahr um TEUR 271 (14,7%) auf TEUR 2.121 (Vorjahr: TEUR 1.850). In Relation zum Umsatz sind diese von 19,7% auf 17,5% gesunken. Aufgrund der dargestellten Entwicklungen konnte das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit - insbesondere aufgrund der Umsatzsteigerung von 29,1% sowie des unterproportionalen Anstiegs der allgemeinen Verwaltungskosten - um 5,9% auf TEUR 1.254 verbessert werden. Insgesamt ist die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Adecco Call Center Solutions GmbH unter Berücksichtigung der aktuellen wirtschaftlichen und geschäftlichen Lage wie im Vorjahr als durchaus positiv einzustufen. C. NachtragsberichtWesentliche Geschäftsvorfälle für das Geschäftsjahr 2009 sind nach dem Stichtag nicht eingetreten. D. Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht)Ein wesentliches Risiko besteht im schleichenden Preisverfall in der Call Center Branche und in den Auswirkungen auf die Adecco Call Center Solutions GmbH sowohl im Bestandsgeschäft als auch für die Neukundenakquise. Durch weitere Spezialisierung und verstärkte Konzentration des Vertriebes auf proaktiven Verkauf spezialisierter Dienstleistungen wird diesem Risiko begegnet. Des Weiteren hat die Adecco-Gruppe in den vergangenen Jahren die IT-Umgebung zentralisiert, wodurch das Risiko der Abhängigkeit von einem Data Center entstanden ist. Durch Verlagerung der zentralisierten IT-Plattform in ein externes professionelles Datencenter konnte die Systemausfallsicherheit wesentlich erhöht werden. Die weitere wirtschaftliche Entwicklung kann sich negativ auf den Geschäftsverlauf auswirken wenn dadurch die Bereitschaft zum Outsourcing von Call Center Dienstleistungen bei potentiellen Kunden zurückgeht. Erfahrungsgemäß führen aber gerade längere Phasen mit geringem wirtschaftlichem Wachstum zu höherem Kostendruck und damit auch höherer Outsourcingbereitschaft. Insofern kann sich auch eine negative gesamtwirtschaftliche Entwicklung sogar positiv auf den Geschäftsverlauf der Adecco Call Center Solutions GmbH auswirken. Allerdings besteht bei diesem Szenario weiterhin ein erhöhtes Risiko von Zahlungsausfällen. Die bisherigen und ggf. zukünftigen gesetzlichen Änderungen zum erweiterten Verbraucher- und Datenschutz stellen für die Gesellschaft kein wesentliches Risiko dar. Die veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen beziehen sich vor allem auf werbliche Anrufe in Privatkundenbereich. Im Bereich des Outbounds für Privatkunden ist Adecco Call Center Solutions aber fast ausschließlich im Forderungsmanagement tätig und damit kaum betroffen. Außerdem gewährleistet das nach ISO 9001 geprüfte Qualitätsmanagementsystem eine systematische Kontrolle bei der operativen Durchführung der Projekte auf Einhaltung von Richtlinien und Gesetzen. E. Prognosebericht1. Künftige gesamtwirtschaftliche Situation Die Erholung der Weltwirtschaft dürfte sich im anstehenden Jahr vorerst fortsetzen. Die Absatzaussichten der Unternehmen haben sich, nicht zuletzt aufgrund der massiven Stützungsmaßnahmen seitens der Wirtschaftspolitik, verbessert. Die Produktion hat sich nach ihrem scharfen Einbruch belebt, und auch die Normalisierung des internationalen Handels schreitet voran, was durch die mittlerweile günstigeren Möglichkeiten der Handelsfinanzierung, die während der Krise massiv eingeschränkt wurde, gefördert wird. Die aktuelle Prognose der jahresdurchschnittlichen Veränderungsrate des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) wird vom ifo-Institut für 2010 mit 1,7% angegeben und fiel damit um 0,5 Prozentpunkte höher aus als noch im Herbstgutachten des Jahres 2009. In ihrem Jahreswirtschaftsbericht ist die Bundesregierung mit einer Prognose von 1,4% nicht ganz so optimistisch wie das ifo-Institut. Die Arbeitslosenrate wird von ifo für 2010 auf 8,3% beziffert und erhöht sich damit gegenüber 2009 um 0,4 Prozentpunkte. Auch hier ist die Bundesregierung mit 8,9% konservativer. Vor allem das Auslaufen der Nutzung von Kurzarbeit und die spätzyklische Reaktion einiger Branchen werden für diese Entwicklung als Begründung genannt. 2. Künftige Branchensituation Die seit 2008 verstärkt zu beobachtende Konsolidierung des Marktes wird auch in 2010 weiter anhalten. Alle großen internationalen Call Center Betreiber sind inzwischen im deutschen Markt aktiv und wollen ihre Position ausbauen. Da der deutsche Call-Center Dienstleistungsmarkt insgesamt sehr zersplittert ist, wird die Tendenz der Marktkonsolidierung auch in den nächsten Jahren weiter anhalten. Der daraus resultierende Marktdruck wird sich weiterhin in einem stetigen Margenverfall bei Massendienstleistungen bemerkbar machen. Resultierend aus diesem Margenverfall werden viele kleine bis mittlere Call Center Dienstleister fusionieren oder durch Spezialisierung Nischenmärkte mit besseren Margen besetzen. Die Konzentration und Spezialisierung am Call Center Markt wird damit zunehmen. Inhouse Call Center, d.h. Call Center die überwiegend oder komplett für die eigene Firma arbeiten, werden zunehmendem Kosten- und Qualitätsdruck ausgesetzt. Die früheren Costcenter werden teilweise zu Profitcentern umgebaut und über die Marktpreise in ihrer Effizienz gemessen. Dadurch wird Outsourcing von Kundenbetreuung und -gewinnung forciert. Darüber hinaus werden auch effizienzsteigernde Maßnahmen wie der Einsatz von Zeitarbeit oder Inhouse Outsourcing zunehmen. Hier liegen Chancen für Call Center- und Personal-Dienstleister. 3. Künftige Unternehmenssituation In den nächsten beiden Jahren wird durch eine weitergehende Konzentration auf die bisherigen Kernbereiche - Inhouse Outsourcing, Finanzdienstleistungen, Kommunikationstechnik und Versandhandel - relativ unabhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung mit einem leichten Umsatzanstieg zu rechnen sein. Die Chancen der Adecco Call Center Solutions GmbH liegen vor allem im steigenden Bedarf an Inhouse Outsourcing Lösungen und in qualitativ hochwertigen Call Center Dienstleistungen in den bisherigen Kompetenzfeldern. Durch die angespannte Wirtschaftslage werden kurzfristig umsetzbare Konzepte zur Effizienzsteigerung gefragt, die die Fixkosten reduzieren. Diese Lösungen wird die Adecco Call Center Solutions GmbH stärker anbieten. Trotzdem stellt eine weitere negative Wirtschaftsentwicklung gleichzeitig ein Risiko für die Geschäftsentwicklung dar: Insgesamt wird es durch den erhöhten Kostendruck zu einem schwierigen Geschäftsumfeld kommen, der die Margen unter Druck setzen wird und einen möglichen Verlust im Bestandskundengeschäft zur Folge haben kann. Der Vertrieb wird 2010 um eine weitere Position eines Verkaufsleiters erweitert. Dadurch und durch eine Erhöhung der Kapazität im Vertriebsinnendienst wird eine Zunahme der Vertriebstätigkeiten erreicht. Die klare Fokussierung dieses erweiterten Vertriebs auf die Kernbereiche soll zu einer Erhöhung des Neukundenumsatzes in 2010 führen. Für 2010 und 2011 rechnet das Management auf Grundlage dieser Einschätzung mit weiterem Umsatzwachstum bei einer konstanten EBIT-Marge.
Wittenberge, 25. März 2010 Die Geschäftsführung |
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