EnerVivo GmbH
Selbe AdresseBauträger für Wohngebäude
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andrea Celetta seit 29.5.2026 | Prokura |
Anke Bieding seit 13.10.2021 | Prokura |
Christian Theves seit 3.9.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
energieGUT GmbHDuisburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Registergericht: Duisburg HRB 24115 InhaltAbkürzungsverzeichnis Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anhang für das Geschäftsjahr 2023 Allgemeine Angaben Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3. Rückstellungen 4. Verbindlichkeiten Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 5. Umsatzerlöse 6. Sonstige betriebliche Erträge 7. Materialaufwand 8. Personalaufwand 9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen 2. Bildung von Vertragsportfolien i. S. d. IDW RS ÖFA 3 3. Angaben zum Energiewirtschaftsgesetz (§ 6b EnWG) 4. Gesamtbezüge (§ 285 Nr. 9 HGB) 5. Mitglieder der Geschäftsführung (§ 285 Nr. 10 HGB) 6. Name und Sitz des Mutterunternehmen (§ 285 Nr. 14 H0GB) 7. Gesamthonorare der Abschlussprüfer (§ 285 Nr. 17 HGB) 8. Geschäfte mit nahestehenden Personen (§ 285 Nr. 21 HGB) 9. Ergebnisverwendung (§ 285 Nr. 34 HGB) Entwicklung des Anlagevermögens Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Grundlagen der Gesellschaft Wirtschaftsbericht 1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 1.2. Branchenentwicklung 2. Geschäftsverlauf 2.1. Umsatz 2.2. Investition 2.3. Finanzierung 2.4. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3. Lage 3.1. Ertragslage 3.2. Vermögenslage 3.3. Finanzlage Chancen- und Risikobericht Ausblick und Prognosebericht Abkürzungsverzeichnis
BilanzAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der energieGUT GmbH (HRB 24115), Duisburg - nachfolgend kurz "energieGUT" genannt - wird nach den maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der aktuell gültigen Fassung und den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Gemäß dem Gesellschaftsvertrag ist der Jahresabschluss nach Maßgabe der für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen und prüfen zu lassen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und, soweit zulässig, planmäßig linear abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden die Vorschriften gemäß § 255 Abs. 2 HGB angewendet. Den Abschreibungen liegen grundsätzlich die amtlichen AfA-Tabellen vom Bundesministerium der Finanzen zugrunde. Die Gesellschaft behält sich vor eine kürzere oder längere Nutzungsdauer für einzelne Vermögensgegenstände zu wählen, sofern dies den GoB und dem tatsächlichen Werteverzehr entspricht. Aufgrund der Neuregelung der steuerlichen GWG-Regelung werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250,00 € und 800,00 €, die nach dem 31.12.2017 angeschafft worden sind, im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen, das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Abgrenzungen aus der Hochrechnung noch nicht abgerechneter Kundenverbräuche enthalten, die mit den darauf entfallenden Abschlagszahlungen der Kunden verrechnet werden. Soweit die erhaltenen Abschlagszahlungen die abgegrenzten Forderungen übersteigen, wird der Saldo als erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen auf der Passivseite ausgewiesen. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert ausgewiesen. Die energieGUT ist Teil des ertragsteuerlichen Organkreises der DVV, daher werden die Latenten Steuern gemäß § 285 Nr. 29 HGB und entsprechende Erläuterungen zu den latenten Steuern im Anhang der DVV dargestellt. Dem Grunde nach bestehende, der Höhe und/oder dem Zeitpunkt der Fälligkeit nach ungewisse Verbindlichkeiten werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung als sonstige Rückstellungen ausgewiesen und mit ihrem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Der erstmalige Ansatz von Rückstellungen erfolgt nach der Nettomethode. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Erläuterungen zur Bilanz1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist die Abrechnung der Mehr-/Mindermengen i. H. v. 697 T€ (i. Vj. 606 T€) enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten im Wesentlichen eine Forderung aus einer Cash-Pooling Vereinbarung mit der DVV. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind neben den Forderungen gegen das Hauptzollamt aus Stromsteuer i. H. v. 598 T€ (i. Vj. 1.065 T€) sowie Erdgassteuer i. H. v. 73 T€ (i. Vj. 169 T€) auch debitorischen Kreditoren i. H. v. 26 T€ (i. Vj. 236 T€) enthalten. 3. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen noch nicht abgerechnete Netzentgelte für Strom und Gas, die nach Saldierung mit den Forderungen aus geleisteten Abschlagszahlungen für Netzentgelte 1.607 T€ (i. Vj. 1.510 T€) betragen. 4. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. 2.203 T€ (i. Vj. 4.273 T€) sowie Verbindlichkeiten aus der Umsatzsteuer aufgrund der umsatzsteuerlichen Organschaft i. H. v. 308 T€ (i. Vj. 605 T€) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung5. Umsatzerlöse
6. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen i. H. v. 195 T€ (i. Vj. 220 T€). 7. Materialaufwand Der Materialaufwand i. H. v. 21.293 T€ (i. Vj. 28.269 T€) setzt sich hauptsächlich aus den Kosten für Strombezug und Netzentgelte zusammen. 8. Personalaufwand
Die Angaben nach § 285 Nr. 7 HGB wurden nach Maßgabe des § 267 Abs. 5 HGB ermittelt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Hauptpflichten aus dem Arbeitsverhältnis ruhen, sind ab diesem Zeitpunkt nicht in den Angaben enthalten. 9. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen aus Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen enthalten, welche aufgrund der Erhöhung der Wertberichtigungssätze um 142 T€ auf 158 T € gestiegen sind. 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen entfallen 206 T€ (i. Vj. 28 T€) auf verbundene Unternehmen. 11.Zinsen und ähnliche Aufwendungen Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen 26 T€ (i. Vj. 10 T€) auf verbundene Unternehmen. Sonstige Angaben1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die finanziellen Verpflichtungen bestehen in Summe gegenüber verbundenen Unternehmen. 2. Bildung von Vertragsportfolien i. S. d. IDW RS ÖFA 3 Schwebende Energieverträge werden abweichend vom Einzelbewertungsgrundsatz zusammengefasst im Rahmen von Vertragsportfolien bewertet. In die Vertragsportfolien werden bestehende Energiehandelsgeschäfte (Forwards) und kontrahierte Absatzgeschäfte einbezogen. Die allgemeine Bewirtschaftungslogik verfolgt dabei das Ziel, den durch das vertriebliche Portfoliomanagement prognostizierten Endkundenbedarf umgehend beim Energiehandel zu bestellen, sobald der Bezugsvertrag mit dem Endkunden geschlossen wurde. Aufgrund der Homogenität der jeweiligen Kundengruppen wird je ein Vertragsportfolio getrennt nach Strom gesamt und Gas gesamt je Lieferjahr gebildet. Zum Stichtag hat sich für die einzelnen Portfolien keine Notwendigkeit zur Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste ergeben. 3. Angaben zum Energiewirtschaftsgesetz (§ 6b EnWG) Gemäß Gesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (Energiewirtschaftsgesetz - EnWG) sind vertikal integrierte Energieversorgungsunternehmen im Sinne des § 3 Nr. 38, einschließlich rechtlich selbstständiger Unternehmen, die zu einer Gruppe verbundener Elektrizitäts- oder Gasunternehmen gehören und mittelbar oder unmittelbar Dienstleistungen erbringen, und rechtlich selbstständige Netzbetreiber sowie Betreiber von Speicheranlagen in der internen Rechnungslegung zur Kontentrennung verpflichtet (buchhalterisches Unbundling). Die energieGUT führt lediglich "andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors und innerhalb des Gassektors" gemäß § 6b Abs. 3 Satz 3 EnWG in Form von Vertriebsaktivitäten aus. Ein gesonderter Tätigkeitsabschluss für einzelne Tätigkeitsbereiche wird daher nicht aufgestellt. Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen im Sinne von § 271 Abs. 2 HGB oder § 311 HGB, sind nach § 6b Abs. 2 EnWG im Anhang anzugeben. Derartige Geschäfte haben sich im Berichtsjahr aus empfangenen und abgerechneten Leistungen gegenüber der SWDU i. H. v. 13.141 T€ und der DVV von 201 T€ ergeben. Zudem sind Zinserträge von der DVV i. H. v. 206 T€ vereinnahmt worden. Gegenüber der SWDU wurden Leistungen i. H. v. 878 T€ erbracht. 4. Gesamtbezüge (§ 285 Nr. 9 HGB) Der Geschäftsführer erhält von der Gesellschaft keine Bezüge. 5. Mitglieder der Geschäftsführung (§ 285 Nr. 10 HGB) Herr Dipl.-Kfm. Christian Theves 6. Name und Sitz des Mutterunternehmen (§ 285 Nr. 14 HGB) Mutterunternehmen der energieGUT ist die SWDU. Der Jahresabschluss der energieGUT wird in den Konzernabschluss der DVV einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht. 7. Gesamthonorare der Abschlussprüfer (§ 285 Nr. 17 HGB) Auf die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers wird verzichtet. Die Angabe erfolgt im Konzernabschluss der DVV. 8. Geschäfte mit nahestehenden Personen (§ 285 Nr. 21 HGB) Mit nahestehenden Personen haben im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 folgende wesentliche Geschäftsbeziehungen bestanden:
9. Ergebnisverwendung (§ 285 Nr. 34 HGB) Der Jahresüberschuss vor Gewinnabführung beträgt 2.563 T€ und wird vollständig an die SWDU abgeführt.
Duisburg, den 27.03.2024 energieGUT GmbH Christian Theves Entwicklung des Anlagevermögens
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Grundlagen der GesellschaftDie energieGUT ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der SWDU. Gegenstand des Unternehmens sind der Vertrieb und die Vermarktung sowie die Beschaffung von Energie und die Erbringung der damit in unmittelbarer Verbindung stehenden Dienstleistungen. So werden deutschlandweit im Rahmen des Online-Vertriebs Strom- und Gasprodukte für Privat- und Gewerbekunden angeboten. Wirtschaftsbericht1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) führt in seinem Jahreswirtschaftsbericht 2024 auf, dass die Wirtschaftsleistung in Deutschland im Jahr 2023 abgenommen hat. Diese Entwicklung ist nach Ausführung des BMWK u. a. auf die fortwährende russische Aggression gegenüber der Ukraine, die gestiegenen (Leit-)Zinsen, die relativ schwache weltwirtschaftliche Entwicklung, einen hohen Krankenstand sowie zunehmende strukturelle Herausforderungen zurückzuführen. Die deutsche Wirtschaft wurde stärker als andere große westliche Volkswirtschaften in ihrer Entwicklung beeinträchtigt. Dies liegt gemäß Jahreswirtschaftsbericht vor allem an ihrer ehemals starken Abhängigkeit von russischen Energielieferungen, dem vergleichsweise hohen Industrieanteil an der Wertschöpfung sowie der ausgeprägten Außenhandelsorientierung. 1 In der Jahresprojektion für das vergangene Jahr wurde nach dem Nichteintreten der befürchteten Gasmangellage, den spürbar zurückgegangen Energiepreisen sowie der ausbleibenden Verschärfung der Lieferengpässe in Folge der in China praktizierten Null-Covid-Politik von einer Belebung des privaten Konsums ausgegangen. Die Bundesregierung hat dementsprechend einen leichten Zuwachs des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts des Jahres 2023 i. H. v. von 0,2 % angenommen. Laut dem vorläufigem Jahresergebnis des Statistischen Bundesamts ist der Wert jedoch aufgrund diverser Effekte um 0,3 % gesunken. Zu den Effekten zählen u. a. nachwirkende Kaufkraftverluste der privaten Haushalte, historisch hohe Krankenstände sowie die sich immer stärker auswirkende geldpolitische Straffung. 2 Der Anstieg der Verbraucherpreise liegt mit 5,9 % auf dem in der Jahresprojektion 2023 angenommen Niveau (6,0 %). 3 Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Inflation um einen Prozentpunkt reduziert. Hier lag diese noch bei 6,9 %. 4 Die Bundesregierung geht von einer Fortsetzung dieses Trends aus und rechnet für 2024 mit einer deutlich geringeren jahresdurchschnittlichen Inflation von 2,8 %. 5
1 Vgl. BMWK Jahreswirtschaftsbericht 2024 (Stand
Februar 2024), S. 10.
Die durch den Krieg in der Ukraine stark gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise sind im Jahr 2023 wieder merklich gefallen, sodass auch die Importpreise spürbar gesunken sind. 6 Infolgedessen ist auch der im Jahr 2022 auf 4,4 % gefallene Leistungsbilanzüberschuss im Jahr 2023 wieder deutlich auf 6,8 % in Relation zum nominalen Bruttoinlandsprodukt gestiegen. 7 Als Ausblick für das Jahr 2024 geht die Bundesregierung im Rahmen der Jahresprojektion von einem Zuwachs des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts i. H. v. 0,2 % aus. Zwar ist die Ausgangslage zum Jahreswechsel eine Bessere, da belastende Faktoren wie die hohen Verbraucherpreissteigerungen mit einhergehenden Kaufkraftverlusten nachlassen. Dennoch sind die unsichere Perspektive im Außenhandel, bedingt durch diverse geopolitische Krisen, sowie die wachstumsdämpfenden Effekte einer restriktiveren Geldpolitik eine Belastung für die wirtschaftliche Lage in Deutschland. 8 In der Jahresprojektion 2023 wurde die Dynamik des Arbeitsmarktes unterschätzt, da mit 45,9 Millionen erwerbstätigen Personen ein historischer Höchststand erreicht wurde. Gleichzeitig ist allerdings auch die Arbeitslosigkeit im vergangenen Jahr stärker angestiegen als vorab erwartet wurde. 9 So liegt die Arbeitslosenquote mit 5,7 % sowohl über dem in der Jahresprojektion 2023 erwarteten 5,4 % als auch über der Arbeitslosenquote des Jahres 2022 (5,3 %). 10 Die Bundesregierung geht für 2024 jedoch von einer Fortsetzung des Beschäftigungsaufbaus aus. Allerdings wird auch aufgrund des anhaltenden Fachkräftemangels mit einem geringeren Zuwachs von 110 Tausend Personen gerechnet. 11 Für den Jahresverlauf wird eine rückläufige Arbeitslosigkeit angenommen. Durch den statistischen Überhang aus dem Vorjahr 2023 wird der Jahresdurchschnitt der Arbeitslosen allerdings geringfügig um 85 Tausend Personen auf 2,7 Millionen Personen steigen. 12 Vor dem Hintergrund der Erwartung einer deutlich geringeren Inflationsrate im Vergleich zum Vorjahr in Verbindung mit einer vergleichsweise stabilen Beschäftigungsentwicklung rechnet die Bundesregierung mit einem Anstieg des privaten Verbrauchs von 1,1 %. Davon sollen vor allem die binnenwirtschaftlich orientierten Dienstleistungen profitieren. 13 Abschließend lässt sich das folgende Zitat des BMWK festhalten: "Der Ausblick auf eine Stabilisierung der kurzfristigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ändert [jedoch] nichts daran, dass Deutschland eine Reihe über Jahre angestauter, struktureller Herausforderungen im Hinblick auf den Wirtschaftsstandort bewältigen muss." 14 1.2. Branchenentwicklung Das Geschäftsjahr 2023 ist weiterhin von Verwerfungen infolge der Energiekrise geprägt. Zwar normalisieren sich die Preisentwicklungen infolge der guten Versorgungslage mit Erdgas schneller als erwartet, dennoch bleiben die Commoditypreise über dem Vorkrisenniveau. Zudem wirken sich Preiseffekte aus der Energiekrise aufgrund von Termingeschäften und Preisklauseln verzögert aus. Diese Preiseffekte und die weiterhin geltenden Apelle zum Einsparen von Energie beeinflussen die Nachfrageentwicklungen.
6 Vgl. BMWK Jahreswirtschaftsbericht 2024 (Stand
Februar 2024), S. 161.
Politisch sind insbesondere durch die Diskussionen um das sogenannte "Heizungsgesetz" zusätzlich Verunsicherung bei Verbrauchern ausgelöst und die Rahmenbedingungen für Investitionsentscheidungen in der Energiewirtschaft weiter erschwert worden. Die kurzfristigen Regelungen zu den Preisbremsen führen branchenweit zu Verzögerungen bei der Abrechnung von Kundenverbräuchen. Marktseitig zeigt sich im Jahresverlauf 2023 eine Rückkehr der sogenannten "Billiganbieter" und zahlreicher weiterer Energievertriebe auf den großen Vergleichsportalen und damit eine deutliche Wettbewerbsintensivierung. Die Witterung im Geschäftsjahr 2023 zeigt sich mild und extrem regenreich mit den entsprechenden Auswirkungen auf die Nachfrage nach Heizenergien. Der Energieverbrauch in Deutschland ist im Jahr 2023 nach vorläufigen Berechnungen um 7,9 % gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen und auf einen historischen Tiefstand gefallen und liegt um rund ein Viertel unter dem bisherigen Höchststand von 1990 15. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr beruht vor allem auf der zurückgehenden wirtschaftlichen Leistung in Deutschland, insbesondere bei energieintensiven Industriezweigen. Von der im Vorjahresvergleich leicht wärmeren Witterung geht dagegen nur ein schwacher verbrauchssenkender Effekt aus. Einzig der Anstieg der Gesamtbevölkerung insbesondere durch Zuzüge trägt zu Verbrauchssteigerungen bei. Der Stromverbrauch 2023 sinkt um 5,4 % gegenüber dem Vorjahr 16. Auch der Erdgasverbrauch geht um 5,0 % gegenüber dem Vorjahresverbrauch zurück 17. Gegenüber dem Durchschnittsverbrauch vor der Energiekrise beträgt der Rückgang sogar 17,5 % Rund 55,0 % der Stromnetzlast 2023 in Deutschland wurden aus erneuerbaren Energien bereitgestellt 18. Die Erzeugung aus erneuerbaren Energien steigt dabei gegenüber dem Vorjahreswert um rd. 7,5 %. Infolge des insgesamt rückläufigen Energieverbrauchs und dessen Anteils fossiler Energieträger wird mit einem Rückgang der CO 2 -Emissionen gegenüber dem Vorjahr um etwa 10,0 % gerechnet 19. 2. Geschäftsverlauf 2.1. Umsatz In der Sparte Strom ging der Umsatz um 19,2 % (i. Vj. 19,2 %) und in der Sparte Gas um 10,2 % (i. Vj. +31,0 %) zurück. Darüber hinaus wurden Erlöse i. H. v. 421 T€ aus dem Energievertriebsvertrag mit der SWDU erzielt. Insgesamt sank der Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2023 um 17,6 % (i. Vj. 13,9 %) auf 24.146 T€ (i. Vj. 29.317 T€). Der Kundenrückgang im Bereich Strom und Gas hat sich weiter fortgesetzt. Der Stromabsatz nahm um 40,9 % (i. Vj. 38,5 %) und der Gasabsatz um 35,2 % (i. Vj. 45,3 %) ab.
15 Vgl. Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen
e.V., Pressedienst vom 20.12.2023, S.1
Der Wettbewerb in der Strom- wie auch in der Gassparte hat mittlerweile wieder Vorkrisenniveau erreicht. Es sind wieder zahlreiche Anbieter mit aggressiven Preis- und Bonusangeboten für die Kunden auf den Vergleichsportalen aktiv. Die Energiepreise sind gefallen. Dadurch ist die energieGUT GmbH nicht mehr gezwungen hohe Endkundenpreise weiterzugeben, sodass sich die Wechselrate wieder normalisiert hat. 2.2. Investition Im Berichtsjahr sind keine Investitionen getätigt worden. 2.3. Finanzierung Zwischen der energieGUT und der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (DVV) besteht ein Cash Pooling-Vertrag. Die energieGUT führt Zahlungsmittelüberschüsse an die DVV ab. Auf der Gegenseite stellt die DVV der energieGUT bei Bedarf liquide Mittel zwecks Regulierung ihrer kurzfristigen finanziellen Verpflichtungen zur Verfügung. Die Zahlungsmittel werden zwischen den Gesellschaften marktüblich verzinst. Die energieGUT hat einen Kreditrahmen von 6.000 T€. Die energieGUT ist damit im laufenden Geschäftsjahr zu jedem Zeitpunkt in der Lage gewesen ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. 2.4. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Die energieGUT beschäftigt zum Bilanzstichtag 31.12.2023 sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (i. Vj. acht). Die wesentlichen kaufmännischen und technischen Unterstützungsleistungen werden im Rahmen des Geschäftsbesorgungsvertrages durch die SWDU erbracht. 3. Lage Die Steuerung der energieGUT erfolgt über finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren. EAT (Jahresergebnis nach Steuern) und Betriebsleistung gehören dabei zu den bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren. Die Entwicklung von EAT und Betriebsleistung im Geschäftsjahr 2023 werden im Absatz 2.1 (Ertragslage) dargestellt. Neben finanziellen Leistungsindikatoren stehen nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wie beispielsweise Kundenbelange, Markenwahrnehmung und Auszeichnungen von unabhängigen Testern (beispielsweise der Fairness von Vertragsklauseln) im Vordergrund. 3.1. Ertragslage Die Entwicklung der Ertragslage ergibt sich aus der nachfolgenden Ergebnisrechnung:
Sowohl in der Sparte Strom, als auch in der Sparte Gas sind, bedingt durch den Rückgang der Kundenzahlen und der Absatzmengen, trotz höherer Absatzpreise die Erlöse gesunken. In Summe entsteht ein Rückgang von 5.171 T€ (17,6 %). Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Jahr 2023 um 16 T€ auf 249 T€ gesunken, da die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen geringer ausgefallen sind. Der um 24,7 % auf 21.293 T€ gesunkene Materialaufwand ist maßgeblich auf den Rückgang der Absatzmengen in beiden Sparten zurückzuführen. Der Personalaufwand ist mit 383 T€ um 27 T€ gesunken. Der Anstieg des sonstigen betrieblichen Aufwandes um 167,5 % auf 336 T€ ist maßgeblich auf höhere Ausbuchungen, Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen, sowie auf höhere Prüfungs- und Gutachterkosten aufgrund der Energiepreisbremse zurückzuführen. Das Betriebsergebnis vor Finanzergebnis und Steuern ist um 207 % auf 2.383 T€ gestiegen. Dies lässt sich maßgeblich auf den in stärkerem Maße gesunkenen Materialaufwand im Vergleich zu den gesunkenen Umsatzerlösen zurückführen. Vor allem in der Sparte Gas kann im Gegensatz zum Vorjahr die negative Mengenabweichung durch eine positive Preisabweichung überkompensiert werden. Zudem wirken sich die Erlöse aus dem Abverkauf von Mehrmengen positiv aus. Weitere Gründe sind unter anderem ein geringer Aufwand aus Vorjahreskorrekturen und die Reduzierung der Konzernumlage im Vergleich zum Vorjahr. Aufgrund höherer Zinseinnahmen aus dem Cash-Pool-Guthaben ist das Finanzergebnis von 18 T€ auf 180 T€ gestiegen. Wie im Ausblick des Vorjahres angekündigt, hat die Gesellschaft ein deutlich positives Jahresergebnis erzielt. Insgesamt ergibt sich ein Betriebsergebnis nach Steuern i. H. v. 2.563 T€ (i. Vj. 794 T€). Neben den bereits beschriebenen Gründen ist der gesunkene Personalaufwand, gesunkene Abschreibungen und ein höheres Finanzergebnis Gründe für die positive Abweichung zum Vorjahr. Die Geschäftsführung ist zufrieden mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2023. Mit Wirksamwerden des Ergebnisabführungsvertrages durch Eintragung ins Handelsregister am 04.11.2015 wurde die ertragssteuerliche Organschaft zwischen Stadtwerke Duisburg AG und energieGUT rückwirkend zum 01.01.2015 begründet. Es wurden somit 2.563 T€ an die Stadtwerke Duisburg AG abgeführt. 3.2. Vermögenslage Die Entwicklung der Vermögenslage ist der nachfolgenden Aufstellung zu entnehmen:
Durch die im Juni 2016 erfolgte Einbindung der Gesellschaft in den Cash-Pool der Konzerngesellschaft wird das Cash-Pool-Guthaben als Forderung gegenüber der DVV ausgewiesen. Um den Cash-Pool-Effekt bereinigt (8.692 T€) betragen die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände 1.912 T€ (i. Vj. 1.602 T€). Insgesamt sind die liquiden Mittel zuzüglich Cash-Pool-Guthaben um 862 T€ auf 8.708 T€ (i. Vj. 7.846 T€) gestiegen. Auf der Aktivseite sind die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gestiegen. Der maßgebliche Grund dafür ist das Cash-Pool-Guthaben. Es bestehen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Form eines Kredites an die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH. Zum Bilanzstichtag beträgt das Eigenkapital 1.024 T€, bestehend aus Stammkapital i. H. v. 850 T€ und 174 T€ Kapitalrücklage. Es wurden 2.563 T€ gemäß Ergebnisabführungsvertrag an die Stadtwerke Duisburg AG abgeführt. 3.3. Finanzlage Der Cash Flow wird in Anlehnung an den DRS 21 "Kapitalflussrechnung" ermittelt und stellt sich für das Geschäftsjahr 2023 wie folgt dar:
Unter Einbeziehung des Cash-Pooling mit Konzernunternehmen ergibt sich nachstehender Zahlungsmittelüberschuss:
Die allgemeinen Rahmenbedingungen des Geschäftsjahres haben keine erkennbaren negativen Einflüsse auf die Liquiditätslage der Gesellschaft und die Refinanzierungsmöglichkeiten gehabt, so dass die Fähigkeit zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen jederzeit vorhanden war. Die Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements der energieGUT sind maßgeblich dahin ausgerichtet, die Liquidität mit ihren branchen- und geschäftsbedingten monatlichen und saisonalen Liquiditätsschwankungen zu beobachten, zu kontrollieren und zu planen. So soll einerseits die ständige Zahlungsfähigkeit sichergestellt werden und andererseits Finanzierungskosten bzw. Finanzerträge optimiert werden. Chancen- und RisikoberichtRisikomanagementsystem Die energieGUT GmbH ist eine Mehrheitsbeteiligung der Stadtwerke Duisburg AG und ist damit als Konzerngesellschaft in das Risikomanagement des DVV-Konzerns eingebunden. Jede unternehmerische Tätigkeit ist mit Chancen und Risiken verbunden. Dies führt zu Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung und damit zu einer Beeinflussung des Unternehmenserfolgs und der Erreichung der gesetzten Ziele. Der Umgang mit dieser Herausforderung ist die zentrale Aufgabe des Risikomanagements. Ein konzernweit implementiertes Risikomanagement sorgt dafür, dass Chancen und Risiken strukturiert erkannt, standardisiert erfasst, bewertet, gesteuert und überwacht werden können. Dies trägt dazu bei, den Fortbestand, das wirtschaftliche Ergebnis sowie die strategische Zielerreichung sicherzustellen. Des Weiteren ist es das Ziel des Risikomanagements bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Um dies zu gewährleisten, wird im DVV-Konzern die Risikotragfähigkeit bewertet. Die Risikotragfähigkeit ist das maximale Risikoausmaß, welches ein Unternehmen ohne Gefährdung seines Fortbestands tragen kann. Die Risikotragfähigkeit versteht sich also als Gegenüberstellung des Gesamtrisikos mit den zur Risikodeckung verfügbaren finanziellen Mitteln, der sogenannten Risikodeckungsmasse (Risikodeckungspotenzial). Operative Risiken Klassischerweise gehören zu den operativen Risiken die auf der Beschaffungs- und Absatzseite relevanten Mengen- und Preisrisiken. Die Beschaffungsrisiken werden direkt durch die Beschaffungsorganisation der SWDU und deren Risikomanagement überwacht. Durch die intensive Beobachtung des Absatzmarktes und eine kontinuierliche Preis- und Qualitätspolitik werden die operativen Risiken unmittelbar identifiziert, so dass eine rechtzeitige entsprechende Gegensteuerung gewährleistet ist. Finanzwirtschaftliche Risiken Der Gesellschafter hat am 18.08.2015 mit der Gesellschaft einen Ergebnisabführungsvertrag im Sinne von § 291 Abs. 1 AktG abgeschlossen. Es wurden 2.563 T€ an die Stadtwerke Duisburg AG abgeführt. Derivative Finanzinstrumente werden von der energieGUT GmbH nicht eingesetzt. IT - Risiken Der Ausfall von IT-Systemen über einen kritischen Zeitraum kann wesentliche Geschäftsprozesse negativ beeinflussen und zu wirtschaftlichen Schäden führen. Zur Risikominderung wurden entsprechend der Relevanz des jeweiligen IT-Systems Verfügbarkeitsstufen eingeführt. Des Weiteren wird durch den Aufbau redundanter IT- Systeme den Risiken entgegengewirkt, jedoch lassen sich diese nicht gänzlich ausschließen. Für die Informationstechnologie bedeuten geopolitische Konflikte ein erhöhtes Risiko durch gezielte Cyberangriffe. Cyberangriffe stellen eine akute Gefahr für Unternehmen dar. Die jüngste Vergangenheit hat gezeigt, dass nicht nur kleine mittelständische Unternehmen betroffen sind, sondern auch große Konzerne. Mögliche Arten von Cyberangriffen können Phishing sowie Aktivierung bereits im Netzwerk vorhandener Schadprogramme sein. Infolgedessen sind betriebsbedingte Störungen möglich sowie die Verschlüsselung und/oder der Verlust von betrieblichen Daten. Als Gegenmaßnahmen werden die Sicherheitssysteme konstant erhöht und die Mitarbeiter über verpflichtende Schulungen sensibilisiert. Marktpotenzial Das Marktpotenzial der energieGUT GmbH wird nicht nur auf das Energievertriebsgeschäft ausgerichtet. Neben den schon bisher für die Stadtwerke Duisburg AG erbrachten Vertriebsdienstleistungen werden ab Juli 2024 auch Servicedienstleistungen (Telefonie und Schriftbearbeitung) erbracht. Das klassische Energievertriebsgeschäft wird aufgrund der aktuellen Wettbewerbssituation als rückläufig eingeschätzt. Ausblick und PrognoseberichtIn den letzten Jahren haben sich die externen Rahmenbedingungen in Deutschland, Europa und der Welt wesentlich verändert. Angefangen mit der Corona-Pandemie Anfang 2020 hat der Russland/Ukraine-Konflikt und die damit resultierende Energiemarktkrise die wirtschaftlichen Umstände wesentlich erschwert. Die energieGUT wird weiterhin im Rahmen ihrer Vertriebsstrategie aus 2019 schwerpunktmäßig die Betreuung der Bestandskunden in den Fokus nehmen. Im Herbst 2024 soll das Projekt für den Umstieg auf SAP S/4HANA starten. Des Weiteren werden neben Vertriebsdienstleistungen ab Juli 2024 auch Servicedienstleistungen im Auftrag der SWDU wahrgenommen. Ein weiterer Ausbau, sowie zusätzliche Energiedienstleistungen im Auftrag der SWDU werden regelmäßig überprüft. Die Geschäftsführung geht gemäß aktueller Planung davon aus, auch im Geschäftsjahr 2024 ein positives Ergebnis i. H. v. rund 224 T€ erzielen zu können. Der Lagebericht enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder zusätzliche Risiken eintreten, so kann der tatsächliche Geschäftsverlauf (wie z. B. durch exogene Faktoren) von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Insbesondere die möglichen Auswirkungen des Russland/Ukraine-Konflikts und die damit einhergehenden Folgen für die Energiemärkte auf die weitere wirtschaftliche Lage des Unternehmens insgesamt, sind nach heutigem Stand nicht zu prognostizieren.
Duisburg, den 27.03.2024 energieGUT GmbH Christian Theves BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die energieGUT GmbH VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der energieGUT GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der energieGUT GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Prüfungsurteil Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten. Grundlage für das Prüfungsurteil Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n. F.) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er als notwendig erachtet hat, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der gesetzliche Vertreter seine Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten hat. Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.
Duisburg, den 8. Mai 2024 PKF
Fasselt Partnerschaft mbB
Hünger, Wirtschaftsprüfer Kawaters, Wirtschaftsprüfer Die Gesellschafterversammlung der energieGUT GmbH hat am 16.07.2024 den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt und die Gewinnverwendung wie folgt beschlossen: Der Jahresabschluss 2023 mit einer Bilanzsumme von 10.619.856,50 Euro und einem Jahresüberschuss von 2.562.616,57 Euro sowie der Lagebericht werden festgestellt. Gemäß Ergebnisabführungsvertrag wurde der Jahresüberschuss an die SWDU abgeführt. |
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