Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 24115
Vorher
ENETKO GmbHTrianel Energie GmbH
Eingetragen
21.3.2002
Branche
Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernWärme- und KältehandelElektrizitätserzeugung aus nicht erneuerbaren Energieträgern zur Verteilung
Gegenstand
Vertrieb und Vermarktung sowie Beschaffung von Energie und damit in unmittelbarer Verbindung stehende Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Andrea Celetta
seit 29.5.2026
Prokura
Anke Bieding
seit 13.10.2021
Prokura
Christian Theves
seit 3.9.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
850.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

energieGUT GmbH

Duisburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Registergericht: Duisburg HRB 24115

Inhalt

Abkürzungsverzeichnis

Bilanz

Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

3. Rückstellungen

4. Verbindlichkeiten

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

5. Umsatzerlöse

6. Sonstige betriebliche Erträge

7. Materialaufwand

8. Personalaufwand

9. Sonstige betriebliche Aufwendungen

10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

2. Bildung von Vertragsportfolien i. S. d. IDW RS ÖFA 3

3. Angaben zum Energiewirtschaftsgesetz (§ 6b EnWG)

4. Gesamtbezüge (§ 285 Nr. 9 HGB)

5. Mitglieder der Geschäftsführung (§ 285 Nr. 10 HGB)

6. Name und Sitz des Mutterunternehmen (§ 285 Nr. 14 H0GB)

7. Gesamthonorare der Abschlussprüfer (§ 285 Nr. 17 HGB)

8. Geschäfte mit nahestehenden Personen (§ 285 Nr. 21 HGB)

9. Ergebnisverwendung (§ 285 Nr. 34 HGB)

Entwicklung des Anlagevermögens

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Grundlagen der Gesellschaft

Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

1.2. Branchenentwicklung

2. Geschäftsverlauf

2.1. Umsatz

2.2. Investition

2.3. Finanzierung

2.4. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

3. Lage

3.1. Ertragslage

3.2. Vermögenslage

3.3. Finanzlage

Chancen- und Risikobericht

Ausblick und Prognosebericht

Abkürzungsverzeichnis

Abs. Absatz
AfA Absetzung für Abnutzung
AG Aktiengesellschaft
BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.
BilRUG Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz
Bsp. Beispiel
Dipl.-Kfm. Diplom-Kaufmann
DRS Deutscher Rechnungslegungsstandard
DVV Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Duisburg
EAT Earnings after Taxes
EBIT Earnings before Interests and Taxes
EBT Earnings before Taxes
EEG Erneuerbare Energien Gesetz
energieGUT energieGUT GmbH, Duisburg
EnWG Energiewirtschaftsgesetz
GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung
GoB Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
HGB Handelsgesetzbuch
HRB Handelsregister Abteilung B
IDW Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., Düsseldorf
i. H. v. in Höhe von
i. S. d. im Sinne des
i. Vj. im Vorjahr
Nr. Nummer
ÖFA Fachausschuss für öffentliche Unternehmen und Verwaltung
rd. rund
RLZ Restlaufzeit
RS Rechnungslegungsstandard
SWDU Stadtwerke Duisburg Aktiengesellschaft, Duisburg
SWDU EH Stadtwerke Duisburg Energiehandel GmbH, Duisburg
T€ Tausend Euro
z. B. zum Beispiel

Bilanz

Aktiva

Anhang 31.12.2023 31.12.2022
Nr.
A. Anlagevermögen 1
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1,00 297,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1,00 1,00
2,00 298,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 953.357,78 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.694.569,13 7.761.880,01
3. sonstige Vermögensgegenstände 955.628,24 1.595.273,09
10.603.555,15 9.357.153,10
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 16.299,35 91.317,91
10.619.854,50 9.448.471,01
10.619.856,50 9.448.769,01

Passiva

Anhang 31.12.2023 31.12.2022
Nr.
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 850.000,00 850.000,00
II. Kapitalrücklage 174.070,00 174.070,00
III. Jahresüberschuss 0,00 0,00
1.024.070,00 1.024.070,00
B. Rückstellungen 3
sonstige Rückstellungen 2.263.718,28 2.004.245,37
2.263.718,28 2.004.245,37
C. Verbindlichkeiten 4
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.182.509,94 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.216,14 566.540,52
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.502.626,78 5.229.941,48
4. sonstige Verbindlichkeiten 640.715,36 623.971,64
7.332.068,22 6.420.453,64
10.619.856,50 9.448.769,01

Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang 2023 2022
Nr.
1. Umsatzerlöse 5 25.186.817,66 31.027.336,31
abzgl. Strom- und Gassteuer -1.040.381,29 24.146.436,37 -1.710.418,13 29.316.918,18
2. sonstige betriebliche Erträge 6 248.800,77 248.800,77 265.205,27 265.205,27
3. Gesamtleistung 24.395.237,14 29.582.123,45
4. Materialaufw and 7
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -12.850.011,00 -17.761.481,73
b) Aufw endungen für bezogene Leistungen -8.442.952,80 -21.292.963,80 -10.507.980,48 -28.269.462,21
5. Personalaufw and 8
a) Löhne und Gehälter -313.542,01 -338.052,01
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -69.324,37 -382.866,38 -72.009,25 -410.061,26
6. Abschreibungen
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -296,00 -505,00
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 9 -336.202,50 -125.596,30
8. Betriebsergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) 2.382.908,46 776.498,68
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10 206.050,70 27.285,21
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11 -26.465,12 -9.744,34
11. Betriebsergebnis vor Steuern (EBT) 2.562.494,04 794.039,55
12. sonstige Steuern 122,53 -86,00
13. Ergebnis vor Ergebnisabführung = Betriebsergebnis (EAT) 2.562.616,57 793.953,55
Aufgrund eines Gew innabführungsvertrages 14. abgeführter Gew inn -2.562.616,57 -793.953,55
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der energieGUT GmbH (HRB 24115), Duisburg - nachfolgend kurz "energieGUT" genannt - wird nach den maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der aktuell gültigen Fassung und den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Gemäß dem Gesellschaftsvertrag ist der Jahresabschluss nach Maßgabe der für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen und prüfen zu lassen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und, soweit zulässig, planmäßig linear abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden die Vorschriften gemäß § 255 Abs. 2 HGB angewendet.

Den Abschreibungen liegen grundsätzlich die amtlichen AfA-Tabellen vom Bundesministerium der Finanzen zugrunde. Die Gesellschaft behält sich vor eine kürzere oder längere Nutzungsdauer für einzelne Vermögensgegenstände zu wählen, sofern dies den GoB und dem tatsächlichen Werteverzehr entspricht. Aufgrund der Neuregelung der steuerlichen GWG-Regelung werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250,00 € und 800,00 €, die nach dem 31.12.2017 angeschafft worden sind, im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen, das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Abgrenzungen aus der Hochrechnung noch nicht abgerechneter Kundenverbräuche enthalten, die mit den darauf entfallenden Abschlagszahlungen der Kunden verrechnet werden. Soweit die erhaltenen Abschlagszahlungen die abgegrenzten Forderungen übersteigen, wird der Saldo als erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen auf der Passivseite ausgewiesen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert ausgewiesen.

Die energieGUT ist Teil des ertragsteuerlichen Organkreises der DVV, daher werden die Latenten Steuern gemäß § 285 Nr. 29 HGB und entsprechende Erläuterungen zu den latenten Steuern im Anhang der DVV dargestellt.

Dem Grunde nach bestehende, der Höhe und/oder dem Zeitpunkt der Fälligkeit nach ungewisse Verbindlichkeiten werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung als sonstige Rückstellungen ausgewiesen und mit ihrem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Der erstmalige Ansatz von Rückstellungen erfolgt nach der Nettomethode.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2023 davon RLZ > 1 Jahr 31.12.2022 davon RLZ > 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 953.357,78 0,00 0,00 0,00
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.694.569,13 0,00 7.761.880,01 0,00
davon gegen Gesellschafter (0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
sonstige Vermögensgegenstände 955.628,24 0,00 1.595.273,09 0,00
10.603.555,15 0,00 9.357.153,10 0,00

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist die Abrechnung der Mehr-/Mindermengen i. H. v. 697 T€ (i. Vj. 606 T€) enthalten.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten im Wesentlichen eine Forderung aus einer Cash-Pooling Vereinbarung mit der DVV.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind neben den Forderungen gegen das Hauptzollamt aus Stromsteuer i. H. v. 598 T€ (i. Vj. 1.065 T€) sowie Erdgassteuer i. H. v. 73 T€ (i. Vj. 169 T€) auch debitorischen Kreditoren i. H. v. 26 T€ (i. Vj. 236 T€) enthalten.

3. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen noch nicht abgerechnete Netzentgelte für Strom und Gas, die nach Saldierung mit den Forderungen aus geleisteten Abschlagszahlungen für Netzentgelte 1.607 T€ (i. Vj. 1.510 T€) betragen.

4. Verbindlichkeiten

Geschäftsjahr Gesamt 31.12.2023 davon RLZ ≤ 1 Jahr davon RLZ > 1 Jahr davon RLZ > 5 Jahre
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.182.509,94 2.182.509,94 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.216,14 6.216,14 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.502.626,78 4.502.626,78 0,00 0,00
davon gegenüber Gesellschaftern (4.502.453,23) (4.502.453,23) (0,00) (0,00)
sonstige Verbindlichkeiten 640.715,36 640.715,36 0,00 0,00
davon aus Steuern (4.918,37) (4.918,37) (0,00) (0,00)
7.332.068,22 7.332.068,22 0,00 0,00
Vorjahr Gesamt 31.12.2022 davon RLZ ≤ 1 Jahr davon RLZ > 1 Jahr davon RLZ > 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 566.540,52 566.540,52 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.229.941,48 5.229.941,48 0,00 0,00
davon gegenüber Gesellschaftern (5.229.941,48) (5.229.941,48) (0,00) (0,00)
sonstige Verbindlichkeiten 623.971,64 623.971,64 0,00 0,00
davon aus Steuern (11.177,52) (11.177,52) (0,00) (0,00)
6.420.453,64 6.420.453,64 0,00 0,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. 2.203 T€ (i. Vj. 4.273 T€) sowie Verbindlichkeiten aus der Umsatzsteuer aufgrund der umsatzsteuerlichen Organschaft i. H. v. 308 T€ (i. Vj. 605 T€)

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

5. Umsatzerlöse

2023 2022
T€ % T€ %
Strom 19.757 81,8 24.458 83,4
Gas 3.968 16,4 4.416 15,1
Sonstige Umsatzerlöse 421 1,8 443 1,5
24.146 100,0 29.317 100,0

6. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen i. H. v. 195 T€ (i. Vj. 220 T€).

7. Materialaufwand

Der Materialaufwand i. H. v. 21.293 T€ (i. Vj. 28.269 T€) setzt sich hauptsächlich aus den Kosten für Strombezug und Netzentgelte zusammen.

8. Personalaufwand

Mitarbeiter/innen im Jahresdurchschnitt 2023 2022
Köpfe Vollzeitäquivalente Köpfe Vollzeitäquivalente
angestellte Mitarbeiter/innen 7 7 8 8
technische/gewerbliche Mitarbeiter/innen - - - -
7 7 8 8

Die Angaben nach § 285 Nr. 7 HGB wurden nach Maßgabe des § 267 Abs. 5 HGB ermittelt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Hauptpflichten aus dem Arbeitsverhältnis ruhen, sind ab diesem Zeitpunkt nicht in den Angaben enthalten.

9. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen aus Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen enthalten, welche aufgrund der Erhöhung der Wertberichtigungssätze um 142 T€ auf 158 T € gestiegen sind.

10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen entfallen 206 T€ (i. Vj. 28 T€) auf verbundene Unternehmen.

11.Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen 26 T€ (i. Vj. 10 T€) auf verbundene Unternehmen.

Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Gesamt 31.12.2023 davon RLZ ≤ 1 Jahr
T€ T€
Verpflichtungen aus Energielieferverträgen 4.470 4.470
Verpflichtungen aus Dienstleistungsverträgen 2.519 2.519

Die finanziellen Verpflichtungen bestehen in Summe gegenüber verbundenen Unternehmen.

2. Bildung von Vertragsportfolien i. S. d. IDW RS ÖFA 3

Schwebende Energieverträge werden abweichend vom Einzelbewertungsgrundsatz zusammengefasst im Rahmen von Vertragsportfolien bewertet.

In die Vertragsportfolien werden bestehende Energiehandelsgeschäfte (Forwards) und kontrahierte Absatzgeschäfte einbezogen.

Die allgemeine Bewirtschaftungslogik verfolgt dabei das Ziel, den durch das vertriebliche Portfoliomanagement prognostizierten Endkundenbedarf umgehend beim Energiehandel zu bestellen, sobald der Bezugsvertrag mit dem Endkunden geschlossen wurde.

Aufgrund der Homogenität der jeweiligen Kundengruppen wird je ein Vertragsportfolio getrennt nach Strom gesamt und Gas gesamt je Lieferjahr gebildet. Zum Stichtag hat sich für die einzelnen Portfolien keine Notwendigkeit zur Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste ergeben.

3. Angaben zum Energiewirtschaftsgesetz (§ 6b EnWG)

Gemäß Gesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (Energiewirtschaftsgesetz - EnWG) sind vertikal integrierte Energieversorgungsunternehmen im Sinne des § 3 Nr. 38, einschließlich rechtlich selbstständiger Unternehmen, die zu einer Gruppe verbundener Elektrizitäts- oder Gasunternehmen gehören und mittelbar oder unmittelbar Dienstleistungen erbringen, und rechtlich selbstständige Netzbetreiber sowie Betreiber von Speicheranlagen in der internen Rechnungslegung zur Kontentrennung verpflichtet (buchhalterisches Unbundling).

Die energieGUT führt lediglich "andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors und innerhalb des Gassektors" gemäß § 6b Abs. 3 Satz 3 EnWG in Form von Vertriebsaktivitäten aus. Ein gesonderter Tätigkeitsabschluss für einzelne Tätigkeitsbereiche wird daher nicht aufgestellt.

Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen im Sinne von § 271 Abs. 2 HGB oder § 311 HGB, sind nach § 6b Abs. 2 EnWG im Anhang anzugeben. Derartige Geschäfte haben sich im Berichtsjahr aus empfangenen und abgerechneten Leistungen gegenüber der SWDU i. H. v. 13.141 T€ und der DVV von 201 T€ ergeben. Zudem sind Zinserträge von der DVV i. H. v. 206 T€ vereinnahmt worden. Gegenüber der SWDU wurden Leistungen i. H. v. 878 T€ erbracht.

4. Gesamtbezüge (§ 285 Nr. 9 HGB)

Der Geschäftsführer erhält von der Gesellschaft keine Bezüge.

5. Mitglieder der Geschäftsführung (§ 285 Nr. 10 HGB)

Herr Dipl.-Kfm. Christian Theves

6. Name und Sitz des Mutterunternehmen (§ 285 Nr. 14 HGB)

Mutterunternehmen der energieGUT ist die SWDU.

Der Jahresabschluss der energieGUT wird in den Konzernabschluss der DVV einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht.

7. Gesamthonorare der Abschlussprüfer (§ 285 Nr. 17 HGB)

Auf die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers wird verzichtet. Die Angabe erfolgt im Konzernabschluss der DVV.

8. Geschäfte mit nahestehenden Personen (§ 285 Nr. 21 HGB)

Mit nahestehenden Personen haben im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 folgende wesentliche Geschäftsbeziehungen bestanden:

Geschäftspartner Art des Geschäfts Wert des Geschäfts in T€
Bezogene Leistungen
Verbundene Unternehmen Bezug von Dienstleistungen 201
Zinserträge 206

9. Ergebnisverwendung (§ 285 Nr. 34 HGB)

Der Jahresüberschuss vor Gewinnabführung beträgt 2.563 T€ und wird vollständig an die SWDU abgeführt.

 

Duisburg, den 27.03.2024

energieGUT GmbH

Christian Theves

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungskosten
Stand 01.01.23 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.23
EURO EURO EURO EURO EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 179.525,69 - - - 179.525,69
Immaterielle Vermögensgegenstände gesamt 179.525,69 - - - 179.525,69
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 26.611,57 - - - 26.611,57
Sachanlagen gesamt 26.611,57 - - - 26.611,57
Gesamtes Anlagevermögen 206.137,26 - - - 206.137,26
Abschreibungen
Stand 01.01.23 Zugänge Abgänge Stand 31.12.23
EURO EURO EURO EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 179.228,69 296,00 - 179.524,69
Immaterielle Vermögensgegenstände gesamt 179.228,69 296,00 - 179.524,69
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 26.610,57 - - 26.610,57
Sachanlagen gesamt 26.610,57 - - 26.610,57
Gesamtes Anlagevermögen 205.839,26 296,00 - 206.135,26
Nettobuchwerte
Stand 31.12.23 Stand 31.12.22
EURO EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1,00 297,00
Immaterielle Vermögensgegenstände gesamt 1,00 297,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1,00 1,00
Sachanlagen gesamt 1,00 1,00
Gesamtes Anlagevermögen 2,00 298,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Grundlagen der Gesellschaft

Die energieGUT ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der SWDU. Gegenstand des Unternehmens sind der Vertrieb und die Vermarktung sowie die Beschaffung von Energie und die Erbringung der damit in unmittelbarer Verbindung stehenden Dienstleistungen. So werden deutschlandweit im Rahmen des Online-Vertriebs Strom- und Gasprodukte für Privat- und Gewerbekunden angeboten.

Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) führt in seinem Jahreswirtschaftsbericht 2024 auf, dass die Wirtschaftsleistung in Deutschland im Jahr 2023 abgenommen hat. Diese Entwicklung ist nach Ausführung des BMWK u. a. auf die fortwährende russische Aggression gegenüber der Ukraine, die gestiegenen (Leit-)Zinsen, die relativ schwache weltwirtschaftliche Entwicklung, einen hohen Krankenstand sowie zunehmende strukturelle Herausforderungen zurückzuführen. Die deutsche Wirtschaft wurde stärker als andere große westliche Volkswirtschaften in ihrer Entwicklung beeinträchtigt. Dies liegt gemäß Jahreswirtschaftsbericht vor allem an ihrer ehemals starken Abhängigkeit von russischen Energielieferungen, dem vergleichsweise hohen Industrieanteil an der Wertschöpfung sowie der ausgeprägten Außenhandelsorientierung. 1

In der Jahresprojektion für das vergangene Jahr wurde nach dem Nichteintreten der befürchteten Gasmangellage, den spürbar zurückgegangen Energiepreisen sowie der ausbleibenden Verschärfung der Lieferengpässe in Folge der in China praktizierten Null-Covid-Politik von einer Belebung des privaten Konsums ausgegangen. Die Bundesregierung hat dementsprechend einen leichten Zuwachs des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts des Jahres 2023 i. H. v. von 0,2 % angenommen. Laut dem vorläufigem Jahresergebnis des Statistischen Bundesamts ist der Wert jedoch aufgrund diverser Effekte um 0,3 % gesunken. Zu den Effekten zählen u. a. nachwirkende Kaufkraftverluste der privaten Haushalte, historisch hohe Krankenstände sowie die sich immer stärker auswirkende geldpolitische Straffung. 2

Der Anstieg der Verbraucherpreise liegt mit 5,9 % auf dem in der Jahresprojektion 2023 angenommen Niveau (6,0 %). 3 Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Inflation um einen Prozentpunkt reduziert. Hier lag diese noch bei 6,9 %. 4 Die Bundesregierung geht von einer Fortsetzung dieses Trends aus und rechnet für 2024 mit einer deutlich geringeren jahresdurchschnittlichen Inflation von 2,8 %. 5

1 Vgl. BMWK Jahreswirtschaftsbericht 2024 (Stand Februar 2024), S. 10.
2 Vgl. BMWK Jahreswirtschaftsbericht 2024 (Stand Februar 2024), S. 170.
3 Vgl. BMWK Jahreswirtschaftsbericht 2024 (Stand Februar 2024), S. 171.
4 Vgl. BMWK Jahreswirtschaftsbericht 2024 (Stand Februar 2024), S. 158.
5 Vgl. BMWK Jahreswirtschaftsbericht 2024 (Stand Februar 2024), S. 157.

Die durch den Krieg in der Ukraine stark gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise sind im Jahr 2023 wieder merklich gefallen, sodass auch die Importpreise spürbar gesunken sind. 6 Infolgedessen ist auch der im Jahr 2022 auf 4,4 % gefallene Leistungsbilanzüberschuss im Jahr 2023 wieder deutlich auf 6,8 % in Relation zum nominalen Bruttoinlandsprodukt gestiegen. 7

Als Ausblick für das Jahr 2024 geht die Bundesregierung im Rahmen der Jahresprojektion von einem Zuwachs des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts i. H. v. 0,2 % aus. Zwar ist die Ausgangslage zum Jahreswechsel eine Bessere, da belastende Faktoren wie die hohen Verbraucherpreissteigerungen mit einhergehenden Kaufkraftverlusten nachlassen. Dennoch sind die unsichere Perspektive im Außenhandel, bedingt durch diverse geopolitische Krisen, sowie die wachstumsdämpfenden Effekte einer restriktiveren Geldpolitik eine Belastung für die wirtschaftliche Lage in Deutschland. 8

In der Jahresprojektion 2023 wurde die Dynamik des Arbeitsmarktes unterschätzt, da mit 45,9 Millionen erwerbstätigen Personen ein historischer Höchststand erreicht wurde. Gleichzeitig ist allerdings auch die Arbeitslosigkeit im vergangenen Jahr stärker angestiegen als vorab erwartet wurde. 9 So liegt die Arbeitslosenquote mit 5,7 % sowohl über dem in der Jahresprojektion 2023 erwarteten 5,4 % als auch über der Arbeitslosenquote des Jahres 2022 (5,3 %). 10 Die Bundesregierung geht für 2024 jedoch von einer Fortsetzung des Beschäftigungsaufbaus aus. Allerdings wird auch aufgrund des anhaltenden Fachkräftemangels mit einem geringeren Zuwachs von 110 Tausend Personen gerechnet. 11 Für den Jahresverlauf wird eine rückläufige Arbeitslosigkeit angenommen. Durch den statistischen Überhang aus dem Vorjahr 2023 wird der Jahresdurchschnitt der Arbeitslosen allerdings geringfügig um 85 Tausend Personen auf 2,7 Millionen Personen steigen. 12

Vor dem Hintergrund der Erwartung einer deutlich geringeren Inflationsrate im Vergleich zum Vorjahr in Verbindung mit einer vergleichsweise stabilen Beschäftigungsentwicklung rechnet die Bundesregierung mit einem Anstieg des privaten Verbrauchs von 1,1 %. Davon sollen vor allem die binnenwirtschaftlich orientierten Dienstleistungen profitieren. 13

Abschließend lässt sich das folgende Zitat des BMWK festhalten: "Der Ausblick auf eine Stabilisierung der kurzfristigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ändert [jedoch] nichts daran, dass Deutschland eine Reihe über Jahre angestauter, struktureller Herausforderungen im Hinblick auf den Wirtschaftsstandort bewältigen muss." 14

1.2. Branchenentwicklung

Das Geschäftsjahr 2023 ist weiterhin von Verwerfungen infolge der Energiekrise geprägt. Zwar normalisieren sich die Preisentwicklungen infolge der guten Versorgungslage mit Erdgas schneller als erwartet, dennoch bleiben die Commoditypreise über dem Vorkrisenniveau. Zudem wirken sich Preiseffekte aus der Energiekrise aufgrund von Termingeschäften und Preisklauseln verzögert aus. Diese Preiseffekte und die weiterhin geltenden Apelle zum Einsparen von Energie beeinflussen die Nachfrageentwicklungen.

6 Vgl. BMWK Jahreswirtschaftsbericht 2024 (Stand Februar 2024), S. 161.
7 Vgl. BMWK Jahreswirtschaftsbericht 2024 (Stand Februar 2024), S. 162.
8 Vgl. BMWK Jahreswirtschaftsbericht 2024 (Stand Februar 2024), S. 156.
9 Vgl. BMWK Jahreswirtschaftsbericht 2024 (Stand Februar 2024), S. 170.
10 Vgl. BMWK Jahreswirtschaftsbericht 2024 (Stand Februar 2024), S. 21.
11 Vgl. BMWK Jahreswirtschaftsbericht 2024 (Stand Februar 2024), S. 156.
12 Vgl. BMWK Jahreswirtschaftsbericht 2024 (Stand Februar 2024), S. 20.
13 Vgl. BMWK Jahreswirtschaftsbericht 2024 (Stand Februar 2024), S. 157.
14 BMWK Jahreswirtschaftsbericht 2024 (Stand Februar 2024), S. 10.

Politisch sind insbesondere durch die Diskussionen um das sogenannte "Heizungsgesetz" zusätzlich Verunsicherung bei Verbrauchern ausgelöst und die Rahmenbedingungen für Investitionsentscheidungen in der Energiewirtschaft weiter erschwert worden. Die kurzfristigen Regelungen zu den Preisbremsen führen branchenweit zu Verzögerungen bei der Abrechnung von Kundenverbräuchen.

Marktseitig zeigt sich im Jahresverlauf 2023 eine Rückkehr der sogenannten "Billiganbieter" und zahlreicher weiterer Energievertriebe auf den großen Vergleichsportalen und damit eine deutliche Wettbewerbsintensivierung.

Die Witterung im Geschäftsjahr 2023 zeigt sich mild und extrem regenreich mit den entsprechenden Auswirkungen auf die Nachfrage nach Heizenergien.

Der Energieverbrauch in Deutschland ist im Jahr 2023 nach vorläufigen Berechnungen um 7,9 % gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen und auf einen historischen Tiefstand gefallen und liegt um rund ein Viertel unter dem bisherigen Höchststand von 1990 15.

Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr beruht vor allem auf der zurückgehenden wirtschaftlichen Leistung in Deutschland, insbesondere bei energieintensiven Industriezweigen. Von der im Vorjahresvergleich leicht wärmeren Witterung geht dagegen nur ein schwacher verbrauchssenkender Effekt aus. Einzig der Anstieg der Gesamtbevölkerung insbesondere durch Zuzüge trägt zu Verbrauchssteigerungen bei.

Der Stromverbrauch 2023 sinkt um 5,4 % gegenüber dem Vorjahr 16. Auch der Erdgasverbrauch geht um 5,0 % gegenüber dem Vorjahresverbrauch zurück 17. Gegenüber dem Durchschnittsverbrauch vor der Energiekrise beträgt der Rückgang sogar 17,5 %

Rund 55,0 % der Stromnetzlast 2023 in Deutschland wurden aus erneuerbaren Energien bereitgestellt 18. Die Erzeugung aus erneuerbaren Energien steigt dabei gegenüber dem Vorjahreswert um rd. 7,5 %.

Infolge des insgesamt rückläufigen Energieverbrauchs und dessen Anteils fossiler Energieträger wird mit einem Rückgang der CO 2 -Emissionen gegenüber dem Vorjahr um etwa 10,0 % gerechnet 19.

2. Geschäftsverlauf

2.1. Umsatz

In der Sparte Strom ging der Umsatz um 19,2 % (i. Vj. 19,2 %) und in der Sparte Gas um 10,2 % (i. Vj. +31,0 %) zurück. Darüber hinaus wurden Erlöse i. H. v. 421 T€ aus dem Energievertriebsvertrag mit der SWDU erzielt. Insgesamt sank der Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2023 um 17,6 % (i. Vj. 13,9 %) auf 24.146 T€ (i. Vj. 29.317 T€).

Der Kundenrückgang im Bereich Strom und Gas hat sich weiter fortgesetzt. Der Stromabsatz nahm um 40,9 % (i. Vj. 38,5 %) und der Gasabsatz um 35,2 % (i. Vj. 45,3 %) ab.

15 Vgl. Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.V., Pressedienst vom 20.12.2023, S.1
16 Vgl. Bundesnetzagentur, SMARD | Der Strommarkt im Jahr 2023 vom 2.1.2024, S.1
17 Vgl. Bundesnetzagentur, Pressemitteilung "Zahlen zur Gasversorgung 2023" vom 4.1.2024, S.2
18 Vgl. Bundesnetzagentur, Pressemitteilung "Daten zum Strommarkt 2023" vom 3.1.2024, S.1
19 Vgl. Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.V., Pressedienst vom 20.12.2023, S.2 f.

Der Wettbewerb in der Strom- wie auch in der Gassparte hat mittlerweile wieder Vorkrisenniveau erreicht. Es sind wieder zahlreiche Anbieter mit aggressiven Preis- und Bonusangeboten für die Kunden auf den Vergleichsportalen aktiv. Die Energiepreise sind gefallen. Dadurch ist die energieGUT GmbH nicht mehr gezwungen hohe Endkundenpreise weiterzugeben, sodass sich die Wechselrate wieder normalisiert hat.

2.2. Investition

Im Berichtsjahr sind keine Investitionen getätigt worden.

2.3. Finanzierung

Zwischen der energieGUT und der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (DVV) besteht ein Cash Pooling-Vertrag. Die energieGUT führt Zahlungsmittelüberschüsse an die DVV ab. Auf der Gegenseite stellt die DVV der energieGUT bei Bedarf liquide Mittel zwecks Regulierung ihrer kurzfristigen finanziellen Verpflichtungen zur Verfügung. Die Zahlungsmittel werden zwischen den Gesellschaften marktüblich verzinst. Die energieGUT hat einen Kreditrahmen von 6.000 T€.

Die energieGUT ist damit im laufenden Geschäftsjahr zu jedem Zeitpunkt in der Lage gewesen ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

2.4. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die energieGUT beschäftigt zum Bilanzstichtag 31.12.2023 sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (i. Vj. acht).

Die wesentlichen kaufmännischen und technischen Unterstützungsleistungen werden im Rahmen des Geschäftsbesorgungsvertrages durch die SWDU erbracht.

3. Lage

Die Steuerung der energieGUT erfolgt über finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren. EAT (Jahresergebnis nach Steuern) und Betriebsleistung gehören dabei zu den bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren. Die Entwicklung von EAT und Betriebsleistung im Geschäftsjahr 2023 werden im Absatz 2.1 (Ertragslage) dargestellt. Neben finanziellen Leistungsindikatoren stehen nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wie beispielsweise Kundenbelange, Markenwahrnehmung und Auszeichnungen von unabhängigen Testern (beispielsweise der Fairness von Vertragsklauseln) im Vordergrund.

3.1. Ertragslage

Die Entwicklung der Ertragslage ergibt sich aus der nachfolgenden Ergebnisrechnung:

2023 2022 Veränderung
T€ % T€ % T€
Umsatzerlöse 24.146 99,0 29.317 99,1 -5.171
Sonstige betriebliche Erträge 249 1,0 265 0,9 -16
Betriebsleistung 24.395 100,0 29.582 100,0 -5.187
Materialaufwand -21.293 -87,3 -28.269 -95,6 6.976
Personalaufwand -383 -1,6 -410 -1,4 27
Abschreibungen 0 0,0 -1 0,0 1
Sonstige betriebliche Aufwendungen -336 -1,4 -126 -0,4 -210
Aufwendungen für die Betriebsleistung -22.012 -90,2 -28.806 -97,4 6.794
Betriebsergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) 2.383 9,8 776 2,6 1.607
Finanzergebnis 180 0,7 18 0,1 162
Betriebsergebnis vor Steuern (EBT) 2.563 10,5 794 2,7 1.769
Steuern 0 0,0 0 0,0 0
Betriebsergebnis nach Steuern (EAT) 2.563 10,5 794 2,7 1.769

Sowohl in der Sparte Strom, als auch in der Sparte Gas sind, bedingt durch den Rückgang der Kundenzahlen und der Absatzmengen, trotz höherer Absatzpreise die Erlöse gesunken. In Summe entsteht ein Rückgang von 5.171 T€ (17,6 %).

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Jahr 2023 um 16 T€ auf 249 T€ gesunken, da die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen geringer ausgefallen sind.

Der um 24,7 % auf 21.293 T€ gesunkene Materialaufwand ist maßgeblich auf den Rückgang der Absatzmengen in beiden Sparten zurückzuführen.

Der Personalaufwand ist mit 383 T€ um 27 T€ gesunken.

Der Anstieg des sonstigen betrieblichen Aufwandes um 167,5 % auf 336 T€ ist maßgeblich auf höhere Ausbuchungen, Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen, sowie auf höhere Prüfungs- und Gutachterkosten aufgrund der Energiepreisbremse zurückzuführen.

Das Betriebsergebnis vor Finanzergebnis und Steuern ist um 207 % auf 2.383 T€ gestiegen. Dies lässt sich maßgeblich auf den in stärkerem Maße gesunkenen Materialaufwand im Vergleich zu den gesunkenen Umsatzerlösen zurückführen. Vor allem in der Sparte Gas kann im Gegensatz zum Vorjahr die negative Mengenabweichung durch eine positive Preisabweichung überkompensiert werden. Zudem wirken sich die Erlöse aus dem Abverkauf von Mehrmengen positiv aus. Weitere Gründe sind unter anderem ein geringer Aufwand aus Vorjahreskorrekturen und die Reduzierung der Konzernumlage im Vergleich zum Vorjahr.

Aufgrund höherer Zinseinnahmen aus dem Cash-Pool-Guthaben ist das Finanzergebnis von 18 T€ auf 180 T€ gestiegen.

Wie im Ausblick des Vorjahres angekündigt, hat die Gesellschaft ein deutlich positives Jahresergebnis erzielt. Insgesamt ergibt sich ein Betriebsergebnis nach Steuern i. H. v. 2.563 T€ (i. Vj. 794 T€). Neben den bereits beschriebenen Gründen ist der gesunkene Personalaufwand, gesunkene Abschreibungen und ein höheres Finanzergebnis Gründe für die positive Abweichung zum Vorjahr.

Die Geschäftsführung ist zufrieden mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2023.

Mit Wirksamwerden des Ergebnisabführungsvertrages durch Eintragung ins Handelsregister am 04.11.2015 wurde die ertragssteuerliche Organschaft zwischen Stadtwerke Duisburg AG und energieGUT rückwirkend zum 01.01.2015 begründet. Es wurden somit 2.563 T€ an die Stadtwerke Duisburg AG abgeführt.

3.2. Vermögenslage

Die Entwicklung der Vermögenslage ist der nachfolgenden Aufstellung zu entnehmen:

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
T€ % T€ % T€
Aktiva
Anlagevermögen 0 0,0 0 0,0 0
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.604 99,8 9.357 99,0 1.247
Liquide Mittel 16 0,2 91 1,0 -75
Summe Aktiva 10.620 100,0 9.448 100,0 1.172
Passiva
Eigenkapital 1.024 9,7 1.024 10,8 0
Rückstellungen 2.264 21,3 2.004 21,2 260
Verbindlichkeiten 7.332 69,0 6.420 68,0 912
Summe Passiva 10.620 100,0 9.448 100,0 1.172

Durch die im Juni 2016 erfolgte Einbindung der Gesellschaft in den Cash-Pool der Konzerngesellschaft wird das Cash-Pool-Guthaben als Forderung gegenüber der DVV ausgewiesen. Um den Cash-Pool-Effekt bereinigt (8.692 T€) betragen die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände 1.912 T€ (i. Vj. 1.602 T€).

Insgesamt sind die liquiden Mittel zuzüglich Cash-Pool-Guthaben um 862 T€ auf 8.708 T€ (i. Vj. 7.846 T€) gestiegen.

Auf der Aktivseite sind die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gestiegen. Der maßgebliche Grund dafür ist das Cash-Pool-Guthaben. Es bestehen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Form eines Kredites an die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH.

Zum Bilanzstichtag beträgt das Eigenkapital 1.024 T€, bestehend aus Stammkapital i. H. v. 850 T€ und 174 T€ Kapitalrücklage. Es wurden 2.563 T€ gemäß Ergebnisabführungsvertrag an die Stadtwerke Duisburg AG abgeführt.

3.3. Finanzlage

Der Cash Flow wird in Anlehnung an den DRS 21 "Kapitalflussrechnung" ermittelt und stellt sich für das Geschäftsjahr 2023 wie folgt dar:

2023 2022
T€ T€
Jahresergebnis vor Ergebnisabführung 2.563 794
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 0 1
+/- Zu-/Abnahme der Rückstellungen 260 -855
-/+ Zu-/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -308 -600
+/- Zu-/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -857 1.680
+/- Zinsaufwendungen / -erträge -180 -18
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.478 1.002
Erhaltene Zinsen 206 27
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit 206 27
Auszahlung aus Gewinnabführung -794 -277
Gezahlte Zinsen -26 -9
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -820 -286
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 864 743
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 7.847 7.104
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 8.711 7.847

Unter Einbeziehung des Cash-Pooling mit Konzernunternehmen ergibt sich nachstehender Zahlungsmittelüberschuss:

2023 2022
T€ T€
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 16 91
Kurzfristige Liquiditätsanlagen 8.695 7.756
Finanzmittelfonds 8.711 7.847

Die allgemeinen Rahmenbedingungen des Geschäftsjahres haben keine erkennbaren negativen Einflüsse auf die Liquiditätslage der Gesellschaft und die Refinanzierungsmöglichkeiten gehabt, so dass die Fähigkeit zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen jederzeit vorhanden war.

Die Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements der energieGUT sind maßgeblich dahin ausgerichtet, die Liquidität mit ihren branchen- und geschäftsbedingten monatlichen und saisonalen Liquiditätsschwankungen zu beobachten, zu kontrollieren und zu planen. So soll einerseits die ständige Zahlungsfähigkeit sichergestellt werden und andererseits Finanzierungskosten bzw. Finanzerträge optimiert werden.

Chancen- und Risikobericht

Risikomanagementsystem

Die energieGUT GmbH ist eine Mehrheitsbeteiligung der Stadtwerke Duisburg AG und ist damit als Konzerngesellschaft in das Risikomanagement des DVV-Konzerns eingebunden.

Jede unternehmerische Tätigkeit ist mit Chancen und Risiken verbunden. Dies führt zu Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung und damit zu einer Beeinflussung des Unternehmenserfolgs und der Erreichung der gesetzten Ziele. Der Umgang mit dieser Herausforderung ist die zentrale Aufgabe des Risikomanagements. Ein konzernweit implementiertes Risikomanagement sorgt dafür, dass Chancen und Risiken strukturiert erkannt, standardisiert erfasst, bewertet, gesteuert und überwacht werden können. Dies trägt dazu bei, den Fortbestand, das wirtschaftliche Ergebnis sowie die strategische Zielerreichung sicherzustellen.

Des Weiteren ist es das Ziel des Risikomanagements bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Um dies zu gewährleisten, wird im DVV-Konzern die Risikotragfähigkeit bewertet. Die Risikotragfähigkeit ist das maximale Risikoausmaß, welches ein Unternehmen ohne Gefährdung seines Fortbestands tragen kann. Die Risikotragfähigkeit versteht sich also als Gegenüberstellung des Gesamtrisikos mit den zur Risikodeckung verfügbaren finanziellen Mitteln, der sogenannten Risikodeckungsmasse (Risikodeckungspotenzial).

Operative Risiken

Klassischerweise gehören zu den operativen Risiken die auf der Beschaffungs- und Absatzseite relevanten Mengen- und Preisrisiken. Die Beschaffungsrisiken werden direkt durch die Beschaffungsorganisation der SWDU und deren Risikomanagement überwacht. Durch die intensive Beobachtung des Absatzmarktes und eine kontinuierliche Preis- und Qualitätspolitik werden die operativen Risiken unmittelbar identifiziert, so dass eine rechtzeitige entsprechende Gegensteuerung gewährleistet ist.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Der Gesellschafter hat am 18.08.2015 mit der Gesellschaft einen Ergebnisabführungsvertrag im Sinne von § 291 Abs. 1 AktG abgeschlossen. Es wurden 2.563 T€ an die Stadtwerke Duisburg AG abgeführt.

Derivative Finanzinstrumente werden von der energieGUT GmbH nicht eingesetzt.

IT - Risiken

Der Ausfall von IT-Systemen über einen kritischen Zeitraum kann wesentliche Geschäftsprozesse negativ beeinflussen und zu wirtschaftlichen Schäden führen. Zur Risikominderung wurden entsprechend der Relevanz des jeweiligen IT-Systems Verfügbarkeitsstufen eingeführt. Des Weiteren wird durch den Aufbau redundanter IT- Systeme den Risiken entgegengewirkt, jedoch lassen sich diese nicht gänzlich ausschließen.

Für die Informationstechnologie bedeuten geopolitische Konflikte ein erhöhtes Risiko durch gezielte Cyberangriffe. Cyberangriffe stellen eine akute Gefahr für Unternehmen dar. Die jüngste Vergangenheit hat gezeigt, dass nicht nur kleine mittelständische Unternehmen betroffen sind, sondern auch große Konzerne. Mögliche Arten von Cyberangriffen können Phishing sowie Aktivierung bereits im Netzwerk vorhandener Schadprogramme sein. Infolgedessen sind betriebsbedingte Störungen möglich sowie die Verschlüsselung und/oder der Verlust von betrieblichen Daten. Als Gegenmaßnahmen werden die Sicherheitssysteme konstant erhöht und die Mitarbeiter über verpflichtende Schulungen sensibilisiert.

Marktpotenzial

Das Marktpotenzial der energieGUT GmbH wird nicht nur auf das Energievertriebsgeschäft ausgerichtet. Neben den schon bisher für die Stadtwerke Duisburg AG erbrachten Vertriebsdienstleistungen werden ab Juli 2024 auch Servicedienstleistungen (Telefonie und Schriftbearbeitung) erbracht. Das klassische Energievertriebsgeschäft wird aufgrund der aktuellen Wettbewerbssituation als rückläufig eingeschätzt.

Ausblick und Prognosebericht

In den letzten Jahren haben sich die externen Rahmenbedingungen in Deutschland, Europa und der Welt wesentlich verändert. Angefangen mit der Corona-Pandemie Anfang 2020 hat der Russland/Ukraine-Konflikt und die damit resultierende Energiemarktkrise die wirtschaftlichen Umstände wesentlich erschwert.

Die energieGUT wird weiterhin im Rahmen ihrer Vertriebsstrategie aus 2019 schwerpunktmäßig die Betreuung der Bestandskunden in den Fokus nehmen. Im Herbst 2024 soll das Projekt für den Umstieg auf SAP S/4HANA starten. Des Weiteren werden neben Vertriebsdienstleistungen ab Juli 2024 auch Servicedienstleistungen im Auftrag der SWDU wahrgenommen. Ein weiterer Ausbau, sowie zusätzliche Energiedienstleistungen im Auftrag der SWDU werden regelmäßig überprüft.

Die Geschäftsführung geht gemäß aktueller Planung davon aus, auch im Geschäftsjahr 2024 ein positives Ergebnis i. H. v. rund 224 T€ erzielen zu können.

Der Lagebericht enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder zusätzliche Risiken eintreten, so kann der tatsächliche Geschäftsverlauf (wie z. B. durch exogene Faktoren) von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Insbesondere die möglichen Auswirkungen des Russland/Ukraine-Konflikts und die damit einhergehenden Folgen für die Energiemärkte auf die weitere wirtschaftliche Lage des Unternehmens insgesamt, sind nach heutigem Stand nicht zu prognostizieren.

 

Duisburg, den 27.03.2024

energieGUT GmbH

Christian Theves

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die energieGUT GmbH

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der energieGUT GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der energieGUT GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Prüfungsurteil

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n. F.) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er als notwendig erachtet hat, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der gesetzliche Vertreter seine Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten hat.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

 

Duisburg, den 8. Mai 2024

PKF Fasselt Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Rechtsanwälte

Hünger, Wirtschaftsprüfer

Kawaters, Wirtschaftsprüfer

Die Gesellschafterversammlung der energieGUT GmbH hat am 16.07.2024 den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt und die Gewinnverwendung wie folgt beschlossen:

Der Jahresabschluss 2023 mit einer Bilanzsumme von 10.619.856,50 Euro und einem Jahresüberschuss von 2.562.616,57 Euro sowie der Lagebericht werden festgestellt. Gemäß Ergebnisabführungsvertrag wurde der Jahresüberschuss an die SWDU abgeführt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

21 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.