Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 233
Vorher
Getriebefabrik Coswig Gesellschaft mit beschränkter HaftungGFC AntriebsSysteme GmbH
Eingetragen
16.7.1990
Branche
Herstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und AntriebselementenHerstellung von Elektromotoren und GeneratorenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Service von Hochleistungsschneckengetrieben, Antriebssystemem mit den Segmenten Elektromechanik/Elektrotechnik sowie Servomotore einschließlich elektronischer Steuerungen für die allgemeine Antriebstechnik. Ausführung von Lohn- und Serviceleistungen für den o.g. Unternehmensgegenstand.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Martin Weber
seit 13.12.2021
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
AUMA Riester GmbH & Co. KG
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

AUMA Riester GmbH & Co. KG
Germany
2.700.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AUMA Drives GmbH

Coswig

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

DER AUMA DRIVES GMBH, COSWIG

AKTIVA

Vorjahr
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 351.782,77 165.930,87
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 13.894.956,61 14.526.150,01
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.644.896,03 4.759.513,11
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.481.852,39 2.662.479,14
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.619.803,25
22.021.705,03 23.567.945,51
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 214.900,16 214.900,16
22.588.387,96 23.948.776,54
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 10.764.641,00 11.640.325,39
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 14.019.788,00 13.711.392,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 688.912,00 806.270,00
25.473.341,00 26.157.987,39
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.930.888,89 988.697,57
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 5.591.597,55 6.557.540,58
3. Forderungen gegen Gesellschafter 98.518,91 100.083,82
4. Sonstige Vermögensgegenstände 737.199,02 791.173,66
- davon aus Steuern: EUR 605.870,83 Vorjahr: EUR 639.351,27
8.358.204,37 8.437.495,63
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.419.070,37 1.696.316,75
37.250.615,74 36.291.799,77
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 20.400,95
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 123.537,00 162.029,00
59.962.540,70 60.423.006,26

PASSIVA

Vorjahr
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 2.700.000,00 2.700.000,00
II. Kapitalrücklage 12.017.253,11 12.017.253,11
III. Gewinnrücklagen 1.821.124,12 1.821.124,12
IV. Gewinnvortrag 21.195.514,27 21.296.606,51
V. Jahresfehlbetrag -94.736,50 -101.092,24
37.639.155,00 37.733.891,50
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 0,00 185.052,00
2. Sonstige Rückstellungen 741.745,98 1.412.634,85
741.745,98 1.597.686,85
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 613,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 794.927,95 631.331,65
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 24.036,94 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 20.392.434,34 20.242.921,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 369.591,49 216.808,26
- davon aus Steuern: EUR 307.900,78 Vorjahr: EUR 150.553,44
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 Vorjahr: EUR 0,00
21.581.603,72 21.091.060,91
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 36,00 367,00
59.962.540,70 60.423.006,26

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR 2023 BIS 31. DEZEMBER 2023

DER AUMA DRIVES GMBH, COSWIG

Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 47.548.102,33 41.078.193,48
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 191.038,00 2.973.552,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 482.223,45 552.011,19
davon aus Währungsumrechnung: EUR 78.080,15 Vorjahr: EUR 319.568,05
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 20.001.185,69 19.291.259,15
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.718.441,36 4.897.945,40
22.501.736,73 20.414.552,12
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.970.519,65 9.648.349,85
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.909.896,77 1.847.946,23
- davon für Altersversorgung: EUR 26.865,40 Vorjahr: EUR 30.097,80
6. Abschreibungen
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.197.846,69 2.016.961,13
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.480.138,59 6.923.253,66
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 491.001,79 Vorjahr: EUR 396.987,87
21.558.401,70 20.436.510,87
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 149,31 1.067,47
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.015.084,44 101.618,07
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 1.008.633,33 Vorjahr: EUR 91.597,25
- davon aus Aufzinsung: EUR 0,00 Vorjahr: EUR 543,00
-1.014.935,13 -100.550,60
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.082,68 -47.368,19
davon latente Steuern: EUR 38.161,00 Vorjahr: EUR -80.114,00
11. Ergebnis nach Steuern -69.517,42 -75.141,16
12. Sonstige Steuern 25.219,08 25.951,08
13. Jahresfehlbetrag -94.736,50 -101.092,24

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

DER AUMA DRIVES GMBH, COSWIG

I. Allgemeine Angaben

Die AUMA Drives GmbH hat ihren Sitz in Coswig und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Dresden unter der Nummer (HRB 233) eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften und den Regelungen des GmbH-Gesetzes erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

II. Angaben zu Bilanzierung und Bewertung

1. Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bewertet. Für die Ermittlung der Abschreibungen wurden regelmäßig betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen zwei und fünf Jahren angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bewertet. Für die Ermittlung der Abschreibungen wurden regelmäßig betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen drei und 33 Jahren angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden sofort abgeschrieben.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten. Die Bewertung der unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sowie fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung. Zusätzlich wurden angemessene Teile der notwendigen Materialgemeinkosten eingerechnet, ebenso notwendige Fertigungsgemeinkosten und der fertigungsbezogene Wertverzehr des Anlagevermögens. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung wurden nicht eingerechnet. Zinsen für Fremdkapital, das zur Finanzierung der Herstellung von Vermögensgegenständen verwendet wird, wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Bei den Forderungen aus Lieferungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch die Bildungen von Wertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % für In- und Auslandsforderungen berücksichtigt.

In die Berechnung der ausgewiesenen aktiven latenten Steuern wurden die Differenzen aus der unterschiedlichen handels- und steuerrechtlichen Bewertung von einigen wenigen sonstigen Rückstellungen einbezogen. Darüber hinaus wurden aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge gebildet. Bei der Berechnung der ausgewiesenen passiven latenten Steuern wurden Differenzen aus der Fremdwährungsumrechnung sowie aus der Umgliederung des Sonderpostens mit Rücklagenanteil berücksichtigt. Zu Grunde gelegt wurde ein kombinierter KSt- und GewSt-Satz von 30 %.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen umfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden mit den vorsichtig geschätzten Erfüllungsbeträgen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

2. Grundlagen für die Umrechnung von Währungsposten

Soweit keine Bewertungseinheiten (§ 254 HGB) gebildet wurden, werden Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag mit dem zum Stichtag geltenden Devisenkassamittelkurs angesetzt. Bei einer Restlaufzeit der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten von einem Jahr oder weniger wurden §§ 253 Abs. 1 Satz 1 und 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB nicht angewendet (§ 256a HGB).

III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist auf der folgenden Seite dargestellt.

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS

Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 286.898,34 249.420,00 0,00 0,00 536.318,34
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 28.560.672,46 0,00 0,00 0,00 28.560.672,46
Technische Anlagen und Maschinen 27.468.099,34 267.548,62 1.581.553,25 33.300,81 29.283.900,40
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.580.024,85 308.079,54 63.171,28 76.207,31 9.875.068,36
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.619.803,25 24.921,28 -1.644.724,53 0,00 0,00
67.228.599,90 600.549,44 0,00 109.508,12 67.719.641,22
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 214.900,16 0,00 0,00 0,00 214.900,16
67.730.398,40 849.969,44 0,00 109.508,12 68.470.859,72
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 120.967,47 63.568,10 0,00 0,00 184.535,57
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 14.034.522,45 631.193,40 0,00 0,00 14.665.715,85
Technische Anlagen und Maschinen 22.708.586,23 963.718,95 0,00 33.300,81 23.639.004,37
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.917.545,71 539.366,24 0,00 63.695,98 7.393.215,97
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
43.660.654,39 2.134.278,59 0,00 96.996,79 45.697.936,19
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
43.781.621,86 2.197.846,69 0,00 96.996,79 45.882.471,76
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 351.782,77 165.930,87
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 13.894.956,61 14.526.150,01
Technische Anlagen und Maschinen 5.644.896,03 4.759.513,11
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.481.852,39 2.662.479,14
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.619.803,25
22.021.705,03 23.567.945,51
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 214.900,16 214.900,16
22.588.387,96 23.948.776,54

2. Forderungen

Sämtliche Forderungen - mit Ausnahme eines Kautionsbetrags in Höhe von TEUR 7 - sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und gegen Gesellschafter sind zugleich solche aus Lieferungen und Leistungen.

Zu den sonstigen Vermögensgegenständen gehören auch Beträge, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. Im Einzelnen sind dies Steuererstattungsansprüche und noch nicht abziehbare Vorsteuerbeträge in Höhe von insgesamt TEUR 606 (Vorjahr TEUR 634).

3. Steuerabgrenzung

Zum Bilanzstichtag liegen zu versteuernde temporäre Differenzen aus der unterschiedlichen Bewertung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 13 (Vorjahr TEUR 173) vor. Die sich daraus und ggf. aus weiteren abziehbaren temporären Differenzen rechnerisch ergebende Steuerentlastung wurde nach dem Wahlrecht des § 274 HGB im Berichtsjahr aktiviert. Außerdem wurden in die Berechnung der aktiven latenten Steuern und deren Bewertung steuerliche Verlustvorträge für Körperschaftsteuer (TEUR 0; Vj. TEUR 0) und Gewerbesteuer (TEUR 797; Vj. TEUR 734) miteinbezogen. Die daraus sich ergebenden aktiven latenten Steuern wurden mit einem Steuersatz von jeweils 15% berechnet.

Darüber hinaus liegen zu versteuernde temporäre Differenzen aus sonstigen Bewertungsunterschieden in Höhe von insgesamt TEUR 1 (Vorjahr 1) vor. Die sich daraus und ggf. aus weiteren abziehbaren temporären Differenzen rechnerisch ergebende Steuerbelastung wurde gemäß § 274 HGB im Berichtsjahr passiviert.

Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden kombinierten Steuersatz für Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer in Höhe von 30 %.

Die folgende Tabelle zeigt die latenten Steueransprüche und - schulden vor Saldierung für einzelne Bilanzpositionen:

Stand Beginn Geschäftsjahr Veränderung Stand Ende Geschäftsjahr
EUR EUR EUR
Aktive latente Steuern 162.029 -38.492 123.537
Passive latente Steuern 367 -331 36

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Garantieverpflichtungen, für drohende Verluste aus schwebenden Absatzgeschäften, für ausstehende Rechnungen und den Personalbereich. Daneben kommen die üblichen Verbindlichkeitenrückstellungen zum Ausweis. Die Rückstellungen werden mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet und sofern mit einer Laufzeit von über einem Jahr gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst.

Darüber hinaus besteht ein versicherungsgebundenes Zeitwertkonten-Modell zu Optimierung der Lebensarbeitszeit der Mitarbeiter. Aufgrund der vertraglichen Gestaltung dieses Zeitwertkonten-Modells - Absicherung über ein sogenanntes Treuhand-Modell - dienen die Ansprüche aus der Versicherung ausschließlich der Absicherung der Verpflichtungen und sind somit insolvenzsicher dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Die Bewertung der Verpflichtungen erfolgt analog den Regelungen von sogenannten wertpapiergebundenen Versorgungszusagen mit dem Zeitwert des Deckungsvermögens der Versicherung. Dieser Zeitwert entspricht dem versicherungsmathematisch ermittelten Aktivwert der Versicherung und betrug zum Bilanzstichtag TEUR 244. Der Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen gegenüber den Mitarbeitern beträgt demzufolge ebenfalls TEUR 244. Gemäß den Regelungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde der Zeitwert der Versicherung mit dem Erfüllungsbetrag der Verpflichtung verrechnet. Ebenso verrechnet wurden Erträge bzw. Aufwendungen aus der Veränderung des Zeitwerts der Versicherung bzw. der daraus resultierenden Veränderung der Verpflichtung in Höhe von jeweils TEUR 4.

5. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind grundsätzlich innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 392 (Vorjahr TEUR 243) sowie Verbindlichkeiten aus grundsätzlich kurzfristigen Kontokorrentrahmenvereinbarungen in Höhe von TEUR 20.000. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind solche aus Lieferungen und Leistungen

Für die Verbindlichkeiten bestehen im üblichen Umfang branchenübliche und/oder kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten.

6. Haftungsverhältnisse

Gemäß § 778 BGB bestehen Kreditaufträge in Höhe von TEUR 30 (Vorjahr TEUR 30). Darüber hinaus bestehen noch Haftungsverhältnisse aus Garantieerklärungen über TEUR 1.751 (Vorjahr TEUR 1.869), davon TEUR 1.751 (Vorjahr TEUR 1.869) gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit der oben dargestellten Verbindlichkeiten aus Garantieerklärungen schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

Nach unserer Einschätzung bestehen derzeit keine Anhaltspunkte für Risiken, uns aus den o. g. Haftungsverhältnissen in Anspruch zu nehmen.

7. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen.

2023
Nach Regionen Mio EUR
Inland 35,1
Ausland 12,1
47,2

8. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Die periodenfremden und nicht regelmäßig wiederkehrenden Erträge betragen TEUR 402 und setzen sich im Wesentlichen aus Gewinnen aus dem Verkauf von Anlagevermögen, Kursgewinnen, aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen sowie aus Erstattungsansprüchen für Schadenersatz und Versicherungserstattungen zusammen.

Die periodenfremden und nicht regelmäßig wiederkehrenden Aufwendungen betragen TEUR 725 und setzen sich im Wesentlichen aus der Zuführung zu Wertberichtigungen, Verlusten aus dem Verkauf von Anlagevermögen und Kursverlusten zusammen.

9. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den gesamten Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

IV. Sonstige Pflichtangaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für Maschinen sowie für Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von TEUR 106 mit einer Laufzeit von einem Jahr, von TEUR 227 mit einer Laufzeit von über einem und unter fünf Jahren und TEUR 28 mit einer Laufzeit von mehr als 5 Jahren. Die nur in ausgewählten Fällen eingegangenen Leasingverpflichtungen dienen vorrangig der Liquiditätsschonung.

2. Nicht zu marktüblichen Geschäften zustanden gekommene Geschäfte

Geschäfte zwischen nahestehenden Unternehmen und Personen bestehen insbesondere zu verbundenen Unternehmen innerhalb des AUMA-Konzerns. Die Geschäfte erfolgen zu marktüblichen Bedingungen.

3. Angaben zu den Mitgliedern der Unternehmensorgane

Im Geschäftsjahr wurde die Geschäftsführung durch

Herrn Dr. Jörg Hoffmann, Lauf, Chief Executive Officer AUMA Group

Herr Ferdinand Dirnhofer, Müllheim (Chief Sales Officer) ab dem 22. März 2023

Herrn Markus Martin Weber, Ruit auf den Fildern, operative Geschäftsführung

Herr Mirko Pannwitz, Grenzach-Wyhlen (Chief Sales Officer) bis zum 14. März 2023

wahrgenommen. Die Herren Dr. Hoffmann, Dirnhofer und Pannwitz haben im Geschäftsjahr keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

4. Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten

Die durchschnittliche Zahl von Beschäftigten setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:

Personen
Angestellte 39
Gewerbliche Arbeitnehmer 158
197

5. Ausschüttungssperre

Zum Bilanzstichtag unterliegt nach § 268 Abs. 8 HGB der übersteigende Saldo der aktiven latenten Steuern über die passiven latenten Steuern der Ausschüttungssperre.

6. Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2012 die GFC Antriebssysteme Tianjin Co., Ltd, China, gegründet. Der Anteilsbesitz gem. § 285 Nr. 11 HGB stellt sich zum Bilanzstichtag gemäß dem vorliegenden vorläufigen Jahresabschluss der GFC Antriebssysteme Tianjin Co., Ltd, China, für das Jahr 2023 somit wie folgt dar:

Beteiligung Eigenkapital Jahresergebnis
% EUR EUR
GFC Antriebssysteme Tianjin Co., Ltd, China 100,00 314.203 -230.887

7. Unternehmensbeziehungen

Die AUMA Drives GmbH, Coswig, wird in den Konzernabschluss der AUMA Riester GmbH & Co. KG, Müllheim, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

 

Coswig, den 27. Juni 2024

AUMA Drives GmbH

Dr. Jörg Hoffmann

Ferdinand Dirnhofer

Markus Weber

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

DER AUMA DRIVES GMBH, COSWIG

A. Allgemeine Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 Prozent etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Nur im Jahr 2019 war der Zuwachs mit +2,8 Prozent geringer.

In den USA (+2,5 Prozent) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei. Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten.

Das Wachstum im Euro-Raum war zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils +0,5 Prozent das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit +4,1 Prozent beibehalten. Überraschend robust zeigte sich die russische Wirtschaft trotz der Sanktionen (+3 Prozent). In China belasteten der Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und der EU sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum in China lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei +5,2 Prozent.

Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. Die globale Inflationsrate lag bei geschätzt +6,8 Prozent.

Der globale Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2023 nur um geschätzte +0,4 Prozent. Und auch die Industrieproduktion entwickelte sich 2023 mit real +0,9 Prozent sehr schwach. In den Entwickelten Volkswirtschaften ging sie um -1,2 Prozent zurück. Nur in den USA konnte ein Rückgang der Industrieproduktion vermieden werden. Die Schwellen- und Entwicklungsländer erreichten dagegen einen Zuwachs von +2,8 Prozent, wobei China (+4,4 Prozent) und die osteuropäischen Länder einschließlich der GUS (+3,5 Prozent) überdurchschnittlich zulegten.

B. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Markt und Absatzentwicklung

Die AUMA Drives GmbH gliedert sich im Wesentlichen in die beiden Sparten Drives-Produktlinie und AUMA- Produktlinie. In der Drives-Produktlinie werden Sonder- und Leistungsgetriebe sowie Schneckenradsätze für unterschiedlichste Industrieanwendungen entwickelt, hergestellt und vertrieben. In der AUMA- Produktlinie werden Schneckengetriebe in Auftragsfertigung für den AUMA-Konzern hergestellt.

Für das Geschäftsjahr 2023 konnte für die AUM A-Produktlinie eine stärkere Absatzentwicklung verzeichnet werden. Die Absatzmärkte der Drives Produkte entwickeln sich unterschiedlich und in Summe nur mit leichtem Wachstum.

Der Umsatz nach Produktlinie der AUM A Drives GmbH gliederte sich wie folgt:

 

58% AUM A-Produktlinie inkl. konzerninterne Weiterbelastungen

 

42 % Drives-Produktlinie

Durch den Ausbau bestehender sowie die zukünftige Gewinnung neuer Geschäftsbeziehungen besteht auf lange Sicht die Chance, den Absatz zu steigern und den Standort weiter zu stärken. Hervorzuheben ist hierbei der Bereich Sondergetriebe der Drives-Produktlinie. Das potenzielle Wachstum soll durch den Ausbau von Geschäftsgebieten bei bestehenden Kunden sowie die Gewinnung neuer Kunden realisiert werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ergab sich durch die Insolvenz eines Marktbegleiters die Möglichkeit, Produkt-Knowhow, Produkte sowie Kundenbeziehungen zu übernehmen und in die eigene Produktion zu integrieren. Dadurch entsteht zusätzliches Absatzpotenzial in den Folgejahren. Im Laufe des Geschäftsjahres wurde angesichts des hohen Kundenanteils und starken Wettbewerbes in China die Lokalisierung der Produktion, insbesondere bei Getrieben für Fahrtreppen, vorangetrieben.

2. Umsatz und Auftragsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 war in der AUM A-Produktlinie ein deutlich höheres Umsatzniveau im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen (TEUR +5.798). Der Umsatz in der Drives-Produktlinie (TEUR +376) lag auf Vorjahresniveau und blieb damit hinter den Erwartungen. Gründe hierfür sind die weiterhin schwache Baukonjunktur, vor allem in China und die stagnierende inländische Nachfrage der Maschinenbaukunden.

Der Gesamtumsatz lag mit TEUR 47.548 deutlich über dem Vorjahresniveau von TEUR 41.078 und damit auch ca. 5% über dem Plan. Die Gesamtleistung in Höhe von TEUR 47.739 lag unter Berücksichtigung der Bestandsveränderung somit ebenso deutlich über Vorjahresniveau (TEUR 44.052).

Der Auftragseingang hat sich im Laufe des Jahres erholt, so dass die Auslastung ganzjährig gesichert war und gegen Jahresende wieder anstieg. Der Auftragsbestand liegt zum Bilanzstichtag bei 20,6 Mio. EUR nach 24,8 Mio. EUR im Vorjahr.

3. Investitionen

Die Investitionen in das Anlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr insgesamt TEUR 850 und betrafen Ersatzinvestitionen im Bereich Technische Anlagen, Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, die Schlusszahlung für das neue Dreh-Fräszentrum sowie die genannte Investition in Produkt-Knowhow.

4. Personal

Die Gesamtmitarbeiterzahl betrug am Ende des Geschäftsjahres 2023 198 Mitarbeiter, zuzüglich 13 Auszubildende. Der Altersdurchschnitt der Mitarbeiter liegt aktuell bei 43 Jahren und die Betriebszugehörigkeit beträgt im Durchschnitt 12 Jahre.

Die Qualifizierung und Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter sehen wir als wichtige Investition in die Produktivität und Innovationskraft und damit in die Zukunft der AUMA Drives GmbH. Es wird daher kontinuierlich in die Aus- und Weiterbildung investiert. Wir danken allen Mitarbeitern ausdrücklich für Ihren Einsatz und Ihren Beitrag zum Unternehmenserfolg.

Der von der Belegschaft mit Unterstützung der IG Metall geforderte und schließlich durchgesetzte Haustarifvertrag wurde im Laufe des Jahres verhandelt und im Oktober 2023 in Form eines Anerkennungstarifvertrages zum Abschluss gebracht. Die Einführung findet zum Jahreswechsel statt.

5. Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz

AUMA Drives hat seit vielen Jahren Energie-, Qualitäts-, Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz- Managementsysteme implementiert, die regelmäßig nach den gängigen Standards (ISO 50001, ISO 9001, ISO 14001, OHSAS 18001) auditiert und re-zertifiziert werden.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden interne Audits zu verschiedenen Prozessen ohne wesentliche Abweichungen durchgeführt. Den Hinweisen und Feststellungen werden durch geeignete Maßnahmen nachgegangen, deren Wirksamkeit sichergestellt und regelmäßig überwacht wird.

6. Forschung und Entwicklung

Bei der Drives-Produktlinie wurden in erster Linie Produkte für marktsegmentspezifische Anwendungen entwickelt. Die Übernahme der Produkte aus der Insolvenz eines Marktbegleiters hat in der zweiten Jahreshälfte begonnen. Durch den vollständigen Erwerb der Konstruktionsunterlagen erweitert sich das Leistungsspektrum auf Planeten-, Stirnrad- und Kegelradgetriebe. AUMA war bei 2 internationalen Fachmessen als Aussteller präsent, um die bestehenden Kundenkontakte zu pflegen und den Bekanntheitsgrad der Produkte zu steigern. Bei der AUM A-Produktlinie unterstützt AUMA Drives die Neu- und Weiterentwicklung von Getriebebaureihen für die Armaturenindustrie.

C. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Bilanzsumme beträgt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 TEUR 59.962 gegenüber TEUR 60.423 im Vorjahr. Das Anlagevermögen ist durch die planmäßigen Abschreibungen und nur geringfügige Neuinvestitionen in das Sachanlagevermögen gesunken und durch die Investition in immaterielle Vermögensgegenstände etwas angestiegen, insgesamt ergibt sich eine Verringerung um TEUR -1.360. Nachdem die Versorgungslage sich wieder etwas normalisiert hat, konnten die Vorräte leicht gesenkt werden (TEUR -685). Dem stichtagsbezogenen Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen steht der weitere Rückgang der Verbundforderungen gegenüber. Vor allem die chinesische Tochtergesellschaft hat ihre Verpflichtungen um rd. 1,0 Mio EUR reduziert. In Summe liegt der Forderungsbestand somit leicht unter dem Vorjahreswert.

Auf der Passivseite resultiert die Veränderung einerseits aus dem Rückgang der Rückstellungen um TEUR 856, im Wesentlichen als Folge der rückläufigen Personal- und Garantieverpflichtungen. Andererseits haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin um TEUR 149 auf TEUR 20.392 erhöht, wobei die konzerninternen Finanzierungen in unveränderter Höhe bestehen. Ebenso sind die sonstigen Verbindlichkeiten aufgrund höherer Steuerabgrenzungen auf TEUR 370 angestiegen (Vorjahr TEUR 217).

Das Eigenkapital beträgt insgesamt TEUR 37.639 (Vorjahr TEUR 37.734), woraus sich eine unverändert gute Eigenkapitalquote von 62,8 % (Vorjahr 62,4 %) ergibt. Der Rückgang resultiert aus dem Jahresfehlbetrag.

Aus den beschriebenen Cash-Flow-Effekten resultiert der deutliche Anstieg der Liquiden Mittel um TEUR 1.723 auf nun TEUR 3.419. Zur Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs, der Gewährleistung der Lieferfähigkeit sowie der getätigten Investitionen, wurde die genannte konzerninterne Finanzierung genutzt. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war stets gewährleistet.

Die Gesamtleistung lag im Jahr 2023 trotz der Vielzahl weltweiter Krisenherde und anhaltend schwieriger Rahmenbedingungen mit TEUR 47.739 deutlich über Vorjahresniveau (TEUR 44.052). Beim Rohertrag (TEUR 22.326) konnte der Vorjahreswert (TEUR 20.145) aufgrund nachlassender Rohmaterialpreise und eigener Beschaffungsoptimierungen wieder verbessert werden.

Für AUMA stellen die Folgen des völkerrechtswidrigen Einmarschs Russlands in die Ukraine ein wesentliches, aber beherrschbares Risiko dar. Nach Inkrafttreten des 12. EU-Sanktionspakets gegen Russland am 19. Dezember 2023 hat AUMA sämtliche Lieferungen nach Russland unter entsprechender Einhaltung der Übergangsfristen eingestellt. Ausgeglichen werden konnte der Rückgang durch anziehende Nachfrage aus anderen Weltregionen. Die anhaltende Konjunkturschwäche im Heimatmarkt und im relevantesten Auslandsmarkt für die Drives Produkte in China sorgen für stagnierenden Absatz. Andererseits zeigen die Maßnahmen zu alternativen Beschaffungsmärkten und eine stabilisierte Energieversorgung ihre Wirkung und sorgen für leichte Entspannung der Gestehungskosten.

Die Materialaufwandsquote konnte leicht von 54,3% auf 53,2% reduziert werden. Die Auslastung der Produktion konnte ganzjährig gewährleistet werden. Vorausschauende Planung und Flexibilisierung des Einsatzes sorgte für eine Normalisierung der Personalaufwandsquote und einen Rückgang von 26,7% auf 25,5%. Die steigenden Personalkosten aufgrund des Haustarifvertrages müssen zukünftig durch zusätzliche Produktivitätssteigerungen ausgeglichen werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen nur moderat von 14,0% auf 14,2%, dennoch war ein spürbarer Kostenanstieg im Bereich der Energiekosten zu verzeichnen

In Summe führten diese Entwicklungen zu einer deutlichen Verbesserung des Betriebsergebnisses vor Zinsen und Steuern auf TEUR 918 nach TEUR -46 im Vorjahr und damit zu einer signifikanten, positiven Planabweichung (geplantes EBIT TEUR 326). Die marktübliche Verzinsung des Gesellschafterdarlehens führt zu einem Jahresergebnis von TEUR -97 vor Steuern (Vorjahr TEUR -148).

Das Jahr 2023 war aus Sicht der Geschäftsführung ein herausforderndes, aufgrund der Steigerung des operativen Betriebsergebnisses und der Umsetzung einiger, strategischer Maßnahmen jedoch zufriedenstellendes Jahr. Das Ergebnis wird dabei stark gestützt durch das AUM A-interne Geschäft. Die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit der Drives-Sparte am Standort muss in den Folgejahren nachgewiesen werden.

D. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

1. Merkmale des Risikomanagementsystems und des internen Kontrollsystems

Die AUM A Drives GmbH ist überwiegend in Europa und Asien unternehmerisch aktiv. Unser Handeln ist wie jede unternehmerische Tätigkeit untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Das Management von Chancen und Risiken zählt daher zu den wesentlichen Bestandteilen der Unternehmensführung und bildet die Grundlage für einen langfristig positiven Geschäftsverlauf der Gesellschaft. Regelmäßig werden Geschäftsrisiken bewertet und Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen festgelegt.

Bei AUMA Drives gibt es eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur die vorsieht, dass Schlüsselfunktionen zentral gesteuert werden. Unterstützt wird dies durch ein zusammenhängendes Berichtssystem (Planung und Controlling). Das Risikomanagement ist Bestandteil des Berichtssystems und stellt sicher, dass die Unternehmensführung rechtzeitig und umfassend informiert wird. Diese offene Kommunikation dient als Basis für die Entwicklung geeigneter Strategien im Umgang mit den jeweiligen Chancen bzw. Risiken.

Das Chancen- und Risikomanagement bei AUMA Drives wird durch ein internes Kontrollsystem (IKS) ergänzt. Die Kernelemente dieses IKS sind ein grundsätzliches Vier-Augenprinzip sowie eine generelle Trennung von zentralen Funktionen, die durch Zugriffsbeschränkungen in den EDV-Systemen zusätzlich abgesichert ist. Ferner werden die wichtigsten Ertrags- und Aufwandspositionen monatlich analysiert und die Entwicklung sämtlicher Kostenarten beobachtet, um Abweichungen zeitnah festzustellen und etwaige Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

2. Darstellung der wesentlichen Chancen und Risiken

Die Kernkompetenz von AUMA Drives liegt darin, kundenspezifische Antriebssysteme nach Lastenheft- Vorgaben gemeinsam mit Maschinen- und Anlagenbauern auf hohem Qualitätsniveau zu entwickeln und zu industrialisieren. Hierin besteht auch in Zukunft ein generelles Wachstumspotenzial.

Neben der bestehenden Marktpräsenz im Bereich Schneckengetriebe zielen die Marketing- und Vertriebsaktivitäten verstärkt in die Bereiche allgemeine Antriebstechnik und internationale Märkte. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden hierfür die Grundlagen gelegt, indem viele Messen als Austeller und Teilnehmer besucht, sowie zahlreiche Kundenkontakte geknüpft und vertieft wurden. Im Ergebnis sehen wir eine gestiegene Anfrage- und Angebotstätigkeit, aus der sich zunehmend Möglichkeiten für neue Umsätze generieren lassen. Mitte des Jahres wurden aus der Insolvenzmasse eines Marktteilnehmers Produktdaten für ein Kundenportfolio übernommen und sukzessive in die eigene Fertigung integriert. Außerdem wurden mit dessen weiteren bisherigen Kunden Gespräche über die Fortführung des Produktportfolios geführt. Für das Drives Segment ergeben sich hieraus gute M öglichkeiten, das Produkt- und Kundenspektrum zu erweitern und damit die Abhängigkeit von Großkunden zu reduzieren.

Wo große Stückzahlen mit geringer Varianz nachgefragt werden, zeichnet sich weiterhin ein harter Preiskampf unter den Wettbewerbern ab. Diesen Preis- und Wettbewerbsrisiken begegnet AUMA Drives mit einer konsequenten Angebotsselektion, um mit besonders hochwertigen Produkten, kundenindividuellen Systemlösungen und einem kompetenten und zuverlässigen Service erfolgreich zu sein. Darüber hinaus werden durch eine konsequente Lokalisierungsstrategie die Kundennähe erhöht, die Lieferzeiten reduziert und die Herstellkosten gesenkt.

Zur Reduzierung von Beschaffungs- und Fehlerrisiken greift AUMA Drives auf leistungsstarke und qualitätsbewusste Lieferanten mit langjährigen Geschäftsbeziehungen zurück. Außerdem wird die weitere Intensivierung der Zusammenarbeit im weltweiten strategischen Einkauf innerhalb der AUM A-Gruppe zu günstigeren Bezugsbedingungen führen. Eine Reduzierung der Wertschöpfungstiefe muss hier gegen die Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Umfeld abgewogen werden.

Der Abschluss des Anerkennungstarifvertrages stellt für AUM A Drives eine große Herausforderung dar, die überproportional steigenden Personalkosten durch Produktivitätssteigerungen zu kompensieren.

Qualitätsrisiken begegnet die AUMA Drives mit einem zertifizierten Qualitätssicherungssystem, welches gewährleistet, dass solche Risiken frühzeitig erkannt und die gegebenenfalls notwendigen Maßnahmen ergriffen werden.

Die gesicherte konzerninterne Finanzierung von Projekten und des laufenden Geschäfts sowie die unverändert hohe Eigenkapitalquote minimieren Finanz- und Liquiditätsrisiken.

Hinsichtlich der Gesamtrisikosituation sind die derzeit erkennbaren Risiken für AUM A Drives beherrschbar und stellen weder einzeln noch in Kombination eine Gefahr für den Bestand des Unternehmens dar.

E. Ausblick und Prognose

Der Ausblick auf 2024 ist nach wie vor mit Unsicherheiten was die externen Faktoren angeht verbunden, aber auch mit einer steigenden Zuversicht im Hinblick auf die sich ergebenden Möglichkeiten. Die geopolitischen Verwerfungen sind durch den russischen Angriffskrieg, den neu entflammten Konflikt in Nahost und die Unberechenbarkeit der Großmächte China und USA so stark wie seit Jahren nicht. Die Standortbedingungen für produzierende Unternehmen in Deutschland hingegen, werden immer mehr durch Regulierung und Bürokratie beeinträchtigt.

Der Markt für leistungsstarke und langlebige Antriebssysteme bleibt auch die nächsten Jahre interessant. Es wird weltweit kontinuierliches Wachstum prognostiziert, wenngleich die Wachstumsraten speziell in Deutschland deutlich geringer sein werden als in anderen Industrienationen. Die wirtschaftliche Entwicklung in 2024 wird weiterhin dynamisch verlaufen und durch die multiplen Krisen immer schwerer vorhersehbar. Die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen sind in Deutschland so ungünstig wie lange nicht und der Standortnachteil wird sich verstärken. Es ist zu erwarten, dass die Geschäftsfelder der AUMA Drives zunehmend betroffen sein werden und sich im internationalen Wettbewerb behaupten müssen. Die AUMA Drives Produktlinie verzeichnet mit den Bestandskunden einen stagnierenden Auftragseingang. Lediglich die neu gewonnen Kunden und die akquirierten Entwicklungsprojekte sorgen für positive Trends. Die AUMA Produktlinie ist von den Sanktionspaketen gegen Russland direkt betroffen.

Bei der Drives-Produktlinie zeichnet sich für 2024 eine leicht verbesserte Auftragslage ab. Die Umsätze aus dem China-Geschäft sind durch die Verlagerung der Wertschöpfung und eine schwache Nachfrage rückläufig, die deutschen Maschinenbaukunden zeigen ein gemischtes Bild, lediglich der Zuwachs durch die ehemaligen Kunden aus dem Insolvenzunternehmen und erste Umsätze mit Neukunden werden für Zuwächse in der zweiten Jahreshälfte sorgen.

Die AUMA-Produktlinie wird für das Jahr 2024 mit Umsätzen auf dem Vorjahresniveau geplant. Es wird weiterhin weltweit Investitionen in Infrastrukturprojekte geben, die den Bedarf der AUMA Produkte sichern. Andererseits haben die Sanktionspakete der EU gegen Russland direkte Auswirkungen auf den Absatz von Armaturengetrieben. Auch die protektionistischen politischen Entscheidungen können sich auf die Wertschöpfungstiefe auswirken und für Verlagerung von Produkten sorgen.

Langfristig wollen wir weiter in der Antriebstechnik wachsen. Dabei nehmen die Punkte

Sicherstellung der Liquidität,

profitables Umsatzwachstum und

Verbreiterung des Produkt-Portfolios

einen hohen Stellenwert ein.

Für das Jahr 2024 gingen wir zum Planungszeitpunkt Ende 2023 von einem Umsatz von 48 Mio. EUR aus. Das interne Segment leistet schon im Planansatz anteilig einen höheren Ergebnisbeitrag. Auch in der Drives Produktlinie wird Wachstum generiert, vor allem durch die Integration der neuen Produkte des Marktbegleiters. Da die Kostenseite auch im Jahr 2024 auf hohem Niveau bleiben wird und weitere Preiserhöhungen auf der Verkaufsseite nur begrenzt möglich sind, rechnen wir in unserem vorsichtigen Planansatz mit einem leicht positiven Ergebnis von TEUR 853 vor Steuern.

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung bis Ende April 2024 liegt leicht über dem Planniveau, wobei der Auftragseingang stärker über den Planungen liegt als der Umsatz. Ausgehend vom Auftragsbestand zu Beginn des Jahres 2024 und den laufenden Auftragseingängen in den ersten Monaten war die Auslastung vor allem im Drives Segment noch unter der Planung. Die Erreichung der Planzahlen für 2024 ist in Anbetracht dieser Rahmenbedingungen dennoch möglich.

 

Coswig, den 27. Juni 2024

AUM A Drives GmbH

Dr. Jörg Hoffmann

Ferdinand Dirnhofer

M arkus Weber

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die AUMA Drives GmbH, Coswig,

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AUMA Drives GmbH, Coswig, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AUMA Drives GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 28. Juni 2024

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