WORLD.MINDS Management GmbH
Selbe AdresseInstitute für Factoring-Geschäfte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Claudius Richard Senst seit 12.1.2026 | Prokura |
John Matias Sanchez Luna seit 12.1.2026 | Geschäftsführer |
Susanne Sonnemann seit 20.11.2025 | Prokura |
Clara von Hugo seit 16.10.2025 | Prokura |
Linette Inderbiethen seit 31.7.2025 | Prokura |
Cecil Leo Ernst-August von Busse seit 31.7.2025 | Prokura |
Jannik Bo Freimuth seit 4.3.2025 | Prokura |
Mark Dekan seit 10.12.2024 | Prokura |
Michael Beck seit 30.9.2024 | Prokura |
Selina Ursula Wahl seit 27.8.2024 | Prokura |
Irina Hugo seit 21.5.2024 | Prokura |
Felix Becker seit 21.5.2024 | Prokura |
Valentin Dr. Schöndienst seit 3.5.2024 | Prokura |
Konrad Wilhelm Dr. Wartenberg seit 19.2.2024 | Prokura |
Thorsten Dr. Schaefer seit 19.2.2024 | Prokura |
Christoph Ansgar Dr. Schönborn seit 19.2.2024 | Prokura |
Iris Renner seit 19.2.2024 | Prokura |
Florian von Götz seit 19.2.2024 | Prokura |
Susanne Dr. Stollhoff seit 24.10.2023 | Prokura |
Bettina Formen seit 24.10.2023 | Prokura |
Frank Mahlberg seit 24.10.2023 | Prokura |
Michael Fischer seit 24.10.2023 | Prokura |
Claas-Hendrik Dr. Soehring seit 24.10.2023 | Prokura |
Frank Hoffmann seit 24.10.2023 | Prokura |
Bertram Dr. Stausberg seit 8.9.2023 | Prokura |
Selina Degen seit 23.6.2023 | Prokura |
Nikolaus Peter Glasmacher seit 23.3.2023 | Prokura |
Ralf Hermanns seit 18.1.2023 | Prokura |
Claas Weinmann seit 4.4.2022 | Prokura |
Carsten Schwecke seit 15.4.2021 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Axel Springer Deutschland GmbH (vormals: BILD GmbH)BerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Axel Springer Deutschland GmbH (vormals: BILD GmbH) Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Axel Springer Deutschland GmbH (vormals: BILD GmbH), Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Axel Springer Deutschland GmbH (vormals: BILD GmbH) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 5. März 2024 EY
GmbH & Co. KG
von Michaelis, Wirtschaftsprüfer Lichtblau, Wirtschaftsprüferin Bilanz zum 31.12.2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
Anhang 20231. Grundlagen Die Axel Springer Deutschland GmbH hat ihren Sitz in Berlin. Die Gesellschaft wird beim Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter der Handelsregisternummer HRB 196159 B geführt. Der Jahresabschluss der Axel Springer Deutschland GmbH ("Gesellschaft") wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den Gliederungsvorschriften des HGB; die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Im Geschäftsjahr 2023 wurden im Wege der Ausgliederung der Geschäftsbereich BILD- und WELT-Gruppe sowie die Axel Springer Academy of Journalism and Technology als Gesamtheit mit allen Rechten und Pflichten von der Axel Springer SE, Berlin, auf ihre Tochtergesellschaft Axel Springer Deutschland GmbH übertragen. Die Ausgliederung erfolgte mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2023 und wurde Ende September 2023 rechtlich wirksam. Zur besseren Vergleichbarkeit sind in der Bilanz zusätzlich die Vorjahreswerte nach erfolgter Ausgliederung ("01.01.2023") angegeben. Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält zusätzliche pro-forma-Angaben, als ob die Ausgliederung bereits im Vorjahr wirksam gewesen wäre ("2022P"). 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert. Abnutzbare Vermögensgegenstände werden planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen lagen folgende betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde:
Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung zu dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bilanziert. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag, fertige Leistungen zu Herstellungskosten sowie Handelswaren zu Anschaffungskosten bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Einzelrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Finanzmittel umfassen Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und werden zum Nominalwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ("Pensionsrückstellungen") werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung von zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen bewertet. Die Abzinsung erfolgt mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre auf Basis einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren. Zur Sicherung und Erfüllung von Pensionsverpflichtungen der Axel Springer Deutschland GmbH besteht ein sogenanntes Contractual Trust Arrangement. Die treuhänderische Verwaltung ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienender und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogener Vermögensgegenstände ("Deckungsvermögen") erfolgt durch den rechtlich selbstständigen Axel Springer Pensionstreuhand e.V., Berlin. Das Deckungsvermögen wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Erträge aus Deckungsvermögen werden mit Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen innerhalb des Postens "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" verrechnet, darüber hinaus im Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" ausgewiesen. Der Ausweis von Aufwendungen aus Deckungsvermögen erfolgt im Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" Rückstellungen werden nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet; erwartete Preis- und Kostensteigerungen werden hierbei berücksichtigt. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Währungsumrechnung von Forderungen, Finanzmitteln sowie sonstigen Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten erfolgt grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Die AS Deutschland ist in den Organkreis der AS SE einbezogen. Latente Steuern auf temporäre oder quasi-permanente Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden auf Ebene des Organträgers ermittelt und bei Passivüberhang - nach Saldierung - auch dort bilanziert. Aufwendungen für sonstige Steuern werden innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen und im Anhang gesondert genannt. 3. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Berichtsjahr ist im Anlagespiegel dargestellt (Anlage I). Nachfolgend sind die wesentlichen Beteiligungen zum 31.12.2023 aufgeführt:
1 Eigenkapital und Jahresergebnis
gemäß lokaler Jahresabschlüsse für das
Geschäftsjahr 2022, sofern nicht anders angegeben.
Werte in fremder Währung umgerechnet mit dem
Stichtagskurs zum 31. Dezember 2023.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthielten im Wesentlichen Finanzforderungen aus dem Cashpooling mit der Axel Springer SE. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen an ehemalige und aktive Mitarbeiter der Gesellschaft sowie für deren Hinterbliebene gebildet und basierten auf einzelvertraglichen Zusagen, Betriebsvereinbarungen und im Rahmen von Gehaltsumwandlungen geleistete Beiträge in betriebliche Altersvorsorgen. Der Rückstellungsberechnung wurde ein Rechnungszins von 1,8 % p. a. sowie ein Renten- und Gehaltstrend von 2,0 % p. a. zugrunde gelegt. Die Lebenserwartung wurde entsprechend den neuen Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck berücksichtigt. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen belief sich zum 31.12.2023 auf TEUR 29.632 Unter Anwendung des Rechnungszinses auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre (1,7 %) ergab sich ein Erfüllungsbetrag in Höhe von TEUR 30.155. Zum tatsächlich angesetzten Wert ergab sich somit ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 524. Das innerhalb der Pensionsrückstellungen verrechnete Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 22.099 bestand im Wesentlichen aus Wertpapieren des Anlagevermögens. Hierbei handelt es sich ausschließlich um Anteile an einem Spezial-AIF (Alternativer Investmentfonds) im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuchs (Investmentvermögen), der insbesondere in Wertpapiere, Geldmarktinstrumente und Derivate investiert. Der bilanzierte Zeitwert des Investmentvermögens entsprach dem Anteilswert. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betrugen TEUR 21.165. Die sonstigen Rückstellungen beinhalteten im Wesentlichen Vorsorgen für Restrukturierungsmaßnahmen (TEUR 32.833), Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen (TEUR 9.754), leistungsabhängige Vergütungen und anteilsbasierte Vergütungsprogramme (TEUR 11.720) und ausstehende Lieferantenrechnungen (TEUR 7.239). Sämtliche Verbindlichkeiten hatten zum 31.12.2023, 01.01.2023 und 31.12.2022 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultierten aus Lieferungen und Leistungen. Die Umsatzerlöse umfassten im Wesentlichen Vertriebserlöse (TEUR 309.979) und Werbeerlöse (TEUR 268.507) und wurden nahezu ausschließlich im Inland erwirtschaftet. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthielten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 1.750) und der Ausbuchung von Verbindlichkeiten (TEUR 961). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren Aufwendungen aus sonstigen Steuern in Höhe von TEUR 99 (2022P: TEUR 157/2022: TEUR 40) enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen wurden Erträge aus Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 504 verrechnet. 4. Sonstige Angaben Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 51.421. Die Zahl der durchschnittlich Beschäftigten betrug im Berichtsjahr 710 , davon 505 Redakteure und Redakteurinnen. Aufgrund der im Berichtsjahr erfolgten Ausgliederung sind 540 Beschäftigte (davon 360 Redakteure und Redakteurinnen) Ende September 2023 von der Axel Springer SE in die Axel Springer Deutschland GmbH übergegangen. Angaben zu den Honoraren der Wirtschaftsprüfer sind unterblieben, da die Gesellschaft in den Konzernabschluss der Axel Springer SE, Berlin, einbezogen ist, die diese Angaben in ihrem Anhang veröffentlicht. Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr Herr Claudius Senst, Kaufmann, Christoph Eck-Schmidt (seit 01.02.2023), Kaufmann, und Carolin Hulshoff Pol, Diplom-Medienwirtin (seit 26.09.2023). In Bezug auf die Vergütung der Geschäftsführer wird die Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Ergebnisverwendung Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 52.418 wurde auf Grundlage des Ergebnisabführungsvertrages mit der Axel Springer SE, Berlin, von der Gesellschafterin übernommen. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Axel Springer SE, Berlin, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis aufstellt, einbezogen. Sie ist dadurch von der Verpflichtung befreit, einen eigenen Konzernabschluss zu erstellen. Der Konzernabschluss der Axel Springer SE wird im Unternehmensregister veröffentlicht.
Berlin, 4. März 2024 Axel Springer Deutschland GmbH gez. Claudius Senst gez. Carolin Hulshoff Pol gez. Christoph Eck-Schmidt Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023GRUNDLAGEN Geschäftsmodell der Gesellschaft Die Axel Springer Deutschland GmbH ("AS Deutschland"), vormals BILD GmbH, ist ein in Deutschland ansässiges Medienunternehmen und hat ihren Sitz in Berlin. Im Geschäftsjahr 2023 wurden im Wege der Ausgliederung der Geschäftsbereich BILD- und WELT-Gruppe sowie die Axel Springer Academy of Journalism and Technology als Gesamtheit mit allen Rechten und Pflichten von der Axel Springer SE, Berlin, auf ihre Tochtergesellschaft AS Deutschland übertragen. Die Ausgliederung erfolgte mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2023 und wurde Ende September 2023 rechtlich wirksam. Nach der erfolgten Ausgliederung umfasst das Geschäft der AS Deutschland das journalistische Angebot von Axel Springer in Deutschland und beinhaltet im Wesentlichen die BILD- und die WELT-Gruppe mit ihren jeweiligen Digital-, TV- und Printangeboten. BILD.de ist ein News- und Entertainmentportal in Deutschland. Mit BILDplus besteht ein digitales Paid-Content-Angebot. Zudem gehören zu den digitalen Angeboten von BILD weitere Themenportale wie fitbook.de, stylebook.de, techbook.de, travelbook.de und myhomebook.de. Der lineare TV-Sender BILD hat sein Angebot mit Ablauf des Berichtsjahres eingestellt. Im Printbereich zählen insbesondere die überregionale Tageszeitung BILD und ihre Regionalausgaben sowie die überregionale Sonntagszeitung BILD am SONNTAG zum Portfolio. Die digitalen Auto-, Computer- und Sportmedien der BILD-Markenfamilie bilden ein Online-Portfolio rund um die Kernmarken AUTO BILD, COMPUTER BILD und SPORT BILD. WELT bietet neben dem digitalen Newsportal WELT.de mit WELTplus ein digitales Paid-Content-Angebot an. Im Printbereich werden die überregionalen Qualitätszeitungen DIE WELT und WELT AM SONNTAG angeboten. Der Geschäftsbereich erzielt im Wesentlichen Werbe- und Vertriebserlöse sowie Erlöse aus der Inhalteverwertung mit Dritten, beispielsweise Social-Media-Plattformen. Die Werbeerlöse resultieren aus der Vermarktung der Reichweiten der Online- und Printmedien. Die Vertriebserlöse werden durch zahlende Leserinnen und Leser aus Abonnements für Print- und Digitalprodukte und dem Einzelverkauf von Printausgaben und digitalen Zugängen realisiert. Rechtliche Unternehmensstruktur AS Deutschland ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Axel Springer SE, Berlin. Zur im Berichtsjahr erfolgten Ausgliederung des Geschäftsbereichs BILD- und WELT-Gruppe der Axel Springer SE sowie der Axel Springer Academy of Journalism and Technology auf die AS Deutschland siehe oben. Die Geschäftsführung von AS Deutschland setzt sich aus Carolin Hulshoff Pol (CEO WELT-Gruppe), Claudius Senst (CEO BILD-Gruppe) und Christoph Eck-Schmidt (CEO BILD-Gruppe) zusammen. Ziele und Strategien AS Deutschland möchte das Potenzial der starken nationalen Marken BILD und WELT im Digitalen und im Gedruckten nutzen und die digitale Transformation weiter beschleunigen. Der ursprüngliche Print-Markt soll weiterhin optimal bedient werden. Der Fokus liegt auf dem Wachstum der Digitalangebote wie den Plattformen bild.de und welt.de sowie den zugehörigen Plus-Angeboten. Im Digitalbereich wird weiterhin maßgeblich in technologische Innovationen und Angebotserweiterungen investiert. Mit den digitalen Marken-Abos BILDplus und WELTplus wird die Basis zahlender Leserinnen und Leser im Internet weiter ausgebaut. Eine weitere Säule des Geschäftsbereichs sind die Bewegtbild-Formate. Über den zentralen Vermarkter Media Impact bietet der Geschäftsbereich den Werbetreibenden eine medienübergreifende und reichweitenstarke Plattform für Werbekampagnen. In einer Zeit, in der Fake News und Desinformation weit verbreitet sind, setzt sich AS Deutschland zum Ziel, das Vertrauen in seine Inhalte zu fördern. Strategisch soll künstliche Intelligenz (KI) Prozesse ersetzen, um die Kapazitäten noch zielgerichteter einsetzen zu können. So kann KI beispielsweise dabei helfen, Inhalte maßgeschneidert auf die individuellen Präferenzen und das Nutzungsverhalten einzelner User anzupassen. So werden heute bereits Newsletter bei WELT automatisiert zusammengestellt. Ebenso ist KI in der Lage, Analytik und Entscheidungsfindung zu verbessern, zielgerichtete, interessensspezifische Werbung zu generieren und Ressourcen gezielter und effizienter einzusetzen. Dies soll dazu führen, Reichweiten insbesondere im Digitalgeschäft zu steigern, das Angebot für Abonnentinnen und Abonnenten passgenauer auszusteuern und damit das Wachstum im digitalen Abonnement fortzusetzen. So wurde im September 2023 für BILD der KI-Assistent "Hey" gestartet und erfolgreich ins Produkt integriert. Der KI-Assistent ist eine völlig neue Möglichkeit, mit der Nutzerinnen und Nutzer journalistische Themen mit Hilfe von Kl interaktiv und individuell erleben und vertiefen können. "Hey" zeigt den Nutzerinnen und Nutzern hands-on, wie KI heute schon informiert, hilft und unterhält. Steuerungsgrößen Im Fokus steht für uns die nachhaltige Steigerung sowohl unserer Profitabilität als auch unseres Unternehmenswertes. Bei der Ertragskraft sind Umsatzerlöse, EBITDA und EBIT die wichtigsten finanziellen Steuerungsgrößen.
Die zur internen Unternehmenssteuerung verwendeten Kennzahlen EBITDA, EBITDA-Rendite, EBIT und EBIT-Rendite sind nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften nicht definierte Kennzahlen, die als ergänzende Informationen anzusehen sind. Neben den finanziellen Steuerungsgrößen spielen auch absatzmarktbezogene Leistungsindikatoren eine Rolle. Für die Beurteilung unserer kunden-, markt- und angebotsbezogenen Leistungen sind die folgenden nichtfinanziellen Leistungsindikatoren relevant, auch wenn das Unternehmen als Ganzes nicht danach gesteuert wird: durchschnittliche Paid-Content-Nutzungsrechte pro Tag bzw. Zugriffszahlen (IVW) sowie geschäftsmodellbezogene Kennzahlen unserer Online-Medien und die daraus resultierende Marktposition, die Reichweite unserer Medien im Werbemarkt sowie Kennzahlen zu Marken- und Werbebekanntheit, die durchschnittlich verkauften Auflagen aller wesentlichen Zeitungen und Zeitschriften und digitale Abonnements. WIRTSCHAFTSBERICHT Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Der Internationale Währungsfonds (IWF) schätzt in seinem im Januar 2024 veröffentlichten Ausblick das reale Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2023 auf 3,1 %. Dies vergleicht sich mit einem realen Wachstum in Höhe von 3,5 % im Jahr 2022. Die deutsche Wirtschaft ist nach Berechnung des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,1 % geschrumpft. Dem steht 2022 ein preisbereinigtes Wachstum von 1,9 % gegenüber. Der private Konsum lag 2023 preisbereinigt um 0,8 % unter dem Vorjahresniveau und somit wieder stärker unter dem Vorkrisenniveau 2019. Während die Bauinvestitionen im Jahr 2023 preisbereinigt gegenüber 2022 um 2,1 % niedriger waren, konnten positive Signale im Ausbaugewerbe und Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge verzeichnet werden. Sowohl die Exporte (-1,8 %) als auch die Importe (-3,0 %) sind preisbereinigt 2023 gesunken. Die Verbraucherstimmung gemäß dem GfK-Konsumklima-Index, der die aktuelle Konsumstimmung der Privathaushalte in Deutschland misst, verharrte im Laufe des Jahres 2023 auf niedrigem Niveau, verbesserte sich allerdings leicht zum Jahresende 2023 und im Januar 2024. Für Februar 2024 wurde jedoch schon wieder ein Rückgang prognostiziert. Auch die Einkommenserwartung setzte im Januar 2024 den Abwärtstrend fort. Laut GfK werden die beschriebenen Effekte durch eine verstärkte Sparneigung und eine erneute Verstärkung der Inflation im Dezember 2023 hervorgerufen. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes stieg der Verbraucherpreisindex im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 % an. Im Jahresdurchschnitt 2023 verzeichnete die Bundesagentur für Arbeit 2,6 Mio. Arbeitslose. Die Zahl stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozentpunkte, die durchschnittliche Arbeitslosenquote lag 2023 bei 5,7 %. Branchenspezifische Rahmenbedingungen Basierend auf der aktuellen Prognose von Insider Intelligence (Total Media Ad Spendings Germany, Oktober 2023) verzeichnete der deutsche Werbemarkt im Jahr 2023 einen Anstieg um 3,0 % im Vergleich zum Vorjahres-Niveau. Weltweit stieg der Werbemarkt im Jahr 2023 um 6,3 % gegenüber 2022 an. In Deutschland werden Investitionen in Werbung mit Vorsicht getätigt, was sich in einer insgesamt niedrigen Wachstumsrate für Werbeausgaben in diesem Jahr widerspiegelt. Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer schwierigen Lage, u.a. mit einem hohen Rezessionsrisiko, was dazu führt, dass einzelne Branchen mit Bedacht agieren. Gemäß den neuesten Erhebungen betrugen die Nettoumsätze des Gesamtwerbemarktes in Deutschland im Berichtszeitraum € 21,47 Mrd. (einschließlich Rubrikenanzeigen und Prospektbeilagen, abzüglich gewährter Rabatte und Agenturprovisionen sowie ohne Produktionskosten). Im digitalen Bereich (Display, Social Media, Search und Affiliate) stiegen die Nettowerbeumsätze im Jahr 2023 um 9,1 % auf € 11,53 Mrd. an. Damit machten die digitalen Werbeausgaben 53,7 % der Gesamtwerbeausgaben aus, was im Vergleich zum Vorjahr einen weiteren Anstieg in digitaler Werbung bedeutet. Trotz des Wachstums profitieren deutsche Anbieter zunehmend weniger von diesem Anstieg, da fast zwei Drittel der Digital-Investments den globalen Plattformen Google, Amazon und Meta zugewiesen werden. Die Nettowerbeumsätze der Printmedien verzeichneten rückläufige Entwicklungen. Die Zeitungen (Zeitungen, Anzeigenblätter sowie Zeitungssupplements) verzeichneten im Berichtszeitraum mit € 3,01 Mrd. einen Rückgang um 1,2 % gegenüber dem Vorjahr. Die Zeitschriften (Publikums- und Fachzeitschriften) verzeichneten einen Nettowerbeumsatz von € 1,24 Mrd., was einem Rückgang von 3,0 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Im TV-Bereich in Deutschland gab es 2023 einen Rückgang der Nettowerbeumsätze um 8,7 % auf € 3,67 Mrd. Die Nettowerbeumsätze im Hörfunk hingegen stiegen um 0,6 % auf € 721 Mio. an. Die Nettowerbeumsätze im Bereich der Out-of-home-Werbung verzeichneten im Jahr 2023 einen Anstieg um 6,5 % auf € 1,29 Mrd. Hinsichtlich der Mediennutzung ändert sich das Verhalten der Konsumenten weiterhin rasant. Die Nachfrage nach digitalen Inhalten steigt, während das Interesse an gedruckten Medien tendenziell rückläufig ist. Die Märkte für Energie und Papier haben sich in 2023 wieder entspannt und die Preise konnten sich stabilisieren. Vertriebsmarkt BILD und WELT Der inländische Pressevertriebsmarkt war weiterhin durch die andauernden Kriege, die hohe Inflationsrate sowie höhere Kosten in der Abonnementzustellung geprägt. Die verkaufte Auflage der Zeitungen und Zeitschriften im Abonnement und Einzelverkauf sank im Jahr 2023 um 10,3 % unter die des Vorjahreszeitraums. Aufgrund der in den vergangenen vier Quartalen realisierten starken Preiserhöhungen sind die Vertriebsumsätze im Abonnement und Einzelverkauf nur um 6,0 % ggü. dem Vorjahr gesunken. Das Segment der Kaufzeitungen hatte einen stärkeren Absatzrückgang von -10,7 % zu verzeichnen, der jedoch geringer als im Vorjahr ausfiel (2022: - 11,4 %). Im Bereich des Sonntagsmarktes konzentriert sich AS Deutschland auf den Vertrieb über den Einzelhandel. Das bisherige System einer sonntäglichen Presseversorgung bis an die Haustür über sogenannte Sonntags-Händler wurde aus wirtschaftlichen Gründen zur Mitte 2023 beendet. Die 322 IVW-gemeldeten Tages- und Sonntagszeitungen erreichten einen Gesamtverkauf von ca. 11,7 Mio. Exemplaren pro Erscheinungstag. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprach dies einem Rückgang von 9,0 %. Der Einzelverkauf (-17 %) ist - wie auch im Vorjahr - deutlich stärker betroffen als das Abonnement (-8,8 %). Die Nachfrage im Segment der Zeitungen Gesamt innerhalb des Pressevertriebsmarktes gab - gemäß der jeweiligen Erscheinungsweise gewichtet - um 10,3 % nach. Digitaler Nutzermarkt BILD und WELT Der digitale Nutzermarkt sieht sich durch den Trend zur KI vor Chancen und Herausforderungen. Gleichermaßen gilt, den Nutzern einen Mehrwert zu bieten, den KI-generierte Antworten kostenlos nicht liefern können und dabei KI gleichzeitig gewinnbringend einzusetzen, um die Angebote der Marken BILD und WELT für den Nutzer zu optimieren. Mit dem Angebot von BILDplus erzielt AS Deutschland eine maximale digitale Reichweite - bei Traffic und Abonnenten. Auch 2023 hatte kein deutsches Paid-Content-Angebot mehr Nutzerinnen und Nutzer als BILD. Im Jahr 2023 wuchs die Anzahl an Paid-Content-Nutzerinnen und -Nutzern um über 73.000 (+11,3 %) bei BILDplus auf insgesamt über 724.000. Auch bei WELT gehört das Bezahlangebot WELTplus zu den zentralen Wachstumsfeldern. Um Nutzerinnen und Nutzer auch langfristig an die Marke zu binden, liefert WELTplus den Abonnentinnen und Abonnenten qualitativ hochwertigen Journalismus. WELTplus verzeichnete einen Zuwachs von über 10.000 Nutzerinnen und Nutzern (+5,2 %) auf über 220.000. Gesamtaussage der Geschäftsführung zum Geschäftsjahr 2023 Die Digitalisierung ist weiterhin der bestimmende Trend für das wirtschaftliche Umfeld von Medienunternehmen. Das makroökonomische Umfeld war im Berichtsjahr insbesondere geprägt von steigenden Zinsen, einer weiterhin relativ hohen Inflation, den Krieg in Nahost und die damit verbundene allgemeine wirtschaftliche und politische Unsicherheit. Bezogen auf AS Deutschland waren im Digitalgeschäft branchenweit die Vertriebserlöse noch deutlich geringer als im Printgeschäft, verzeichneten aber ein starkes Wachstum. Das Printgeschäft stand dagegen weiterhin vor der Herausforderung strukturell sinkender Auflagen. Für die Werbekunden war neben der Auflagenentwicklung vor allem die Reichweite von Bedeutung, von der insbesondere BILD weiterhin profitiert. Strukturell bedingte Umsatzrückgänge im Printbereich wurden durch höhere Umsätze bei den digitalen Medienangeboten und starke Werbeerlöse überkompensiert. Gleichzeitig konnte nach dem Umbau und der Implementierung der neuen Strategie mit stärkerem Fokus auf die Marken, die Profitabilität wieder deutlich gesteigert werden. Positiv wirkten sich außerdem sinkende Energie- sowie Papierpreise aus. Durch den ambitionierten Ausbau der digitalen Plattformen und der verstärkten Konzentration auf das Bewegtbildsegment intensivieren BILD und WELT ihre Präsenz und festigen ihre Position als führende Medienmarken Europas. Die Kombination unterschiedlicher Medienkanäle - Print, Digital, TV und Audio - sowie die Einrichtung eines zentralen Sportkompetenzzentrums ermöglichen es uns, konsequent neue Geschäfts- und Wachstumsbereiche zu erschließen. Um eine verbesserte Vergleichbarkeit zu gewährleisten, wurden in der Darstellung der Ertragslage Proforma-Zahlen als Referenzwerte des Vorjahres herangezogen, als wäre die Ausgliederung bereits im Vorjahr wirksam gewesen. Die Vorjahreswerte in den Erläuterungen der Vermögenslage sind um die erfolgte Ausgliederung angepasst. ERTRAGSLAGE Die Umsatzerlöse stiegen im Geschäftsjahr 2023 auf € 677,0 Mio. (Vorjahr € 675,3 Mio.) an und wurden nahezu ausschließlich im Inland erwirtschaftet. Die Vertriebserlöse beliefen sich auf € 310,0 Mio. (Vorjahr € 319,2 Mio.), während die Werbeerlöse € 268,5 Mio. betrugen (Vorjahr € 250,8 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf € 5,8 Mio. (Vorjahr € 5,2 Mio.). Der Anstieg ist unter anderem durch höhere periodenfremde Erträge bedingt. Der Materialaufwand stieg auf € 179,2 Mio. (Vorjahr € 175,6 Mio.). Vor allem die Aufwendungen für bezogene Leistungen lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr durch einen Einmaleffekt aus Restrukturierungsmaßnahmen signifikant über dem Vorjahreswert. Gegenläufig sind die Materialaufwendungen für Druckpapier sowie für Handelswaren im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringer ausgefallen. Die Personalaufwendungen beliefen sich auf € 164,6 Mio. (Vorjahr € 119,2 Mio.). Der Anstieg ist vor allem auf Restrukturierungsmaßnahmen zurückzuführen, die im Rahmen der im Sommer 2023 bekannt gegebenen strategischen Ausrichtung der Geschäftsbereiche BILD und WELT mit Fokus auf die digitale Transformation der Geschäftsaktivitäten erfolgten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (€ 378,2 Mio.; Vorjahr € 348,1 Mio.) war ein Einmaleffekt infolge des Abgangs einer Beteiligung enthalten. Daneben ergaben sich unter anderem höhere Aufwendungen für Provisionen und Werbemaßnahmen. Die Erträge aus Beteiligungen, die Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen, die Aufwendungen aus Verlustübernahmen sowie die Abschreibungen auf Finanzanlagen beliefen sich im Geschäftsjahr in Summe auf € -12,2 Mio. und damit deutlich besser als im Vorjahr mit € -35,0 Mio. Hier sind vor allem geringere Abschreibungen auf Finanzanlagen erfasst worden. Gegenläufig haben sich die Erträge aus Gewinnabführungen verringert. In Bezug auf die Posten Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sowie Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind im Ergebnis des Geschäftsjahres € 1,6 Mio. erfasst worden (Vorjahr € 0,5 Mio.). Darin enthalten sind unter anderem die Erträge aus Deckungsvermögen sowie die Aufwände aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen. Im Vergleich zum Vorjahr sind insbesondere die Zinserträge aus dem Cash-Pooling angestiegen. Der Jahresfehlbetrag vor Ergebnisübernahme beträgt € -52,4 Mio. (Vorjahr € -0,1 Mio.). Vor allem die höheren Material- und Personalaufwendungen im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen sind als Ursache zu nennen. Gegenläufig haben sich die Abschreibungen auf Finanzanlagen deutlich verringert. Zusammenfassend hat die AS Deutschland vor den Einmalaufwendungen aus Restrukturierung und Beteiligungsabgängen einen Jahresüberschuss im zweistelligen Millionenbereich erwirtschaftet. Das EBITDA (vor Ergebnisübernahme) belief sich im Jahr 2023 auf € -51,2 Mio. (Vorjahr € 51,5 Mio.). Hier sind vor allem die höheren Material- und Personalaufwendungen im Zusammenhang mit den Restrukturierungsmaßnahmen als Ursache zu sehen. Das EBIT (vor Ergebnisübernahme) ist im abgelaufenen Geschäftsjahr mit € -54,0 Mio. im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken (Vorjahr € -0,6 Mio.). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die bereits erwähnten Effekte in Bezug auf das Jahresergebnis zurückzuführen. FINANZLAGE Die Zahlungsfähigkeit der AS Deutschland war im Geschäftsjahr jederzeit sichergestellt. Für die Finanzlage der Gesellschaft ist die Einbindung in das Cash-Management-System der Axel Springer SE, Berlin, entscheidend. So werden im Rahmen der Cash-Management-Vereinbarung zwischen der Axel Springer SE und der AS Deutschland konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten periodisch verrechnet. Zudem nimmt die AS Deutschland am zentralen Liquiditätsausgleich des Axel Springer Konzerns teil. In dessen Rahmen transferiert AS Deutschland liquide Mittel in Form von Bankguthaben an die Axel Springer SE. Im Gegenzug gleicht diese bei AS Deutschland bestehende Fehlbeträge aus. Der Gesellschaft stehen Finanzmittel aus dem Cash-Pooling zum 31. Dezember 2023 über € 87,9 Mio. zu. Die nachfolgende Übersicht enthält Kennzahlen zur finanziellen Entwicklung. Auf die Angabe von Vorjahreswerten wurde vor dem Hintergrund der im Jahr 2023 erfolgten Ausgliederung und der dadurch bedingten eingeschränkten Aussagekraft verzichtet.
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit belief sich auf € -4,2 Mio. Hier ist insbesondere die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ursächlich für den negativen Cashflow, was durch den Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nur teilweise kompensiert werden konnte. In beiden Fällen wurden im Rahmen der Ausgliederung nur Vertragsverhältnisse mit Abonnentinnen und Abonnenten in der Ausgliederungsbilanz berücksichtigt, so dass die entsprechenden Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus anderen Vertragsverhältnissen jetzt auf Basis der aktuellen Geschäftstätigkeit zugrunde gelegt wurden. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr € -11,7 Mio. und ist vor allem durch die Investitionen in das Finanzanlagevermögen geprägt. Hier ist vor allem der Erwerb der Beteiligung an TorAlarm zu nennen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit enthält im Geschäftsjahr 2023 im Wesentlichen den Ausgleich des Jahresergebnisses im Rahmen des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages. Im Berichtszeitraum überstiegen die liquiden Mittel, einschließlich der Forderungen aus dem Cash- Pooling, die Finanzverbindlichkeiten deutlich. Finanzierungsmöglichkeiten bestehen darüber hinaus durch die Einbindung in das Cash-Management-System der Axel Springer SE. VERMÖGENSLAGE Die Bilanzsumme von AS Deutschland lag zum Jahresende 2023 bei € 361,0 Mio. und lag somit über dem Stand des Vorjahres (Vorjahr € 293,1 Mio.). Das Anlagevermögen belief sich Ende 2023 auf € 232,4 Mio. (Vorjahr € 229,4 Mio.). Der Anstieg ist vor allem auf die Finanzanlagen, insbesondere durch Zugänge von Beteiligungen, zurückzuführen. Der Anstieg des Umlaufvermögens auf € 126,7 Mio. (Vorjahr € 61,5 Mio.) resultierte unter anderem aus höheren Forderungen gegen verbundene Unternehmen, insbesondere aus dem Cash-Management. Daneben ist auch der Aufbau von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ursächlich für die Zunahme, da nur ein geringer Bestand an Forderungen Teil der Ausgliederung war. Das Eigenkapital belief sich zum Jahresende 2023 nahezu unverändert auf € 239,1 Mio. (Vorjahr € 238,9 Mio.). Der Zuwachs resultierte aus einer Zuzahlung des Gesellschafters Axel Springer SE. Die Zunahme der Rückstellungen auf € 75,0 Mio. (Vorjahr € 26,9 Mio.) ist vor allem auf höhere Verpflichtungen gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und höhere Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf € 32,4 Mio. (Vorjahr € 6,9 Mio.). Analog zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist ein wesentlicher Grund für den Anstieg der Aufbau von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nach erfolgter Ausgliederung. Des Weiteren gab es einen Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten, hier sind insbesondere Rückerstattungsverbindlichkeiten gegenüber Abonnenten und Festbeziehern als Ursache zu nennen. Die Beendigung der sonntäglichen Presseversorgung bis an die Haustür hat im Berichtsjahr zu einem starken Anstieg der Kundenguthaben geführt. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen im Wesentlichen vertragliche Vorauszahlungen aus Abonnementvereinbarungen und beliefen sich im Jahr 2023 auf € 14,6 Mio. (Vorjahr € 20,4 Mio.). Gesamtaussage der Geschäftsführung zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Das Geschäftsjahr 2023 war von einer gesamtwirtschaftlichen Unsicherheit geprägt, verursacht durch hohe Zinsen, eine weiterhin relativ hohe Inflation, und durch den Krieg in Nahost. Vor diesem Hintergrund verlief das Geschäftsjahr 2023 für uns erfolgreich. Strukturell bedingte Umsatzrückgänge im Printbereich konnten durch höhere Umsätze bei den digitalen Medienangeboten als auch starke Werbeerlöse kompensiert werden. Gleichzeitig konnte nach dem erfolgten Umbau und der Implementierung der neuen Strategie, die den Fokus verstärkt auf die Marken richtet, die Profitabilität unserer Marken wieder deutlich gesteigert werden. So konnten wir im März 2023 innerhalb der BILD-Gruppe 60,0 % an TorAlarm erwerben. TorAlarm betreibt die gleichnamige Fußball-App und wird die Sportfamilie der BILD-Gruppe verstärken. Wir sind überzeugt, dass es noch deutliches Wachstumspotenzial insbesondere im Bereich des digitalen Journalismus gibt. Wir haben unsere Wachstumsinitiativen weiter vorangetrieben. Daneben können auch zukünftig Akquisitionen einen Baustein zur Weiterentwicklung unseres Geschäfts bilden. Durch die strategische Partnerschaft mit langfristig orientierten Investoren unserer Gesellschafterin Axel Springer SE liegen gute Rahmenbedingungen vor, um auch in Zukunft Potenziale, die wir in unseren Geschäftsbereichen sehen, zu heben und ein organisches Wachstum zu generieren. Mitarbeiter AS Deutschland beschäftigte im Berichtszeitraum durchschnittlich 710 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Aufgrund der im Berichtsjahr erfolgten Ausgliederung sind 540 Beschäftigte Ende September 2023 von der Axel Springer SE in die AS Deutschland übergegangen. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum wurden 625 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT Gesamtaussage zur Risikosituation Die Risikosituation von AS Deutschland wurde im Geschäftsjahr 2023 durch die Geschäftsführung analysiert und entsprechend den daraus resultierenden Ergebnissen gesteuert. Die Hauptrisiken und Chancen ergeben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr und den Folgejahren aus der Abhängigkeit von der allgemeinen gesamtwirtschaftlichen Lage und den entsprechenden Entwicklungen im Werbe- und Vertriebsmarkt. Dabei wird insbesondere in den kommenden Jahren die Fortsetzung der erfolgreichen Transformation des klassischen Printgeschäftes in komplett digitale Geschäftsmodelle im Vordergrund stehen. Daneben stehen weiterführende Digital-Angebote sowie der Ausbau der damit verbundenen Erlöse im Fokus. Die Erwartungen der Geschäftsführung orientieren sich an den Chancen und Risiken, die sich im weiteren Jahresverlauf aus den jeweiligen Marktbedingungen und der Wettbewerbssituation ergeben und sind in der Budgetplanung für 2024 und die Folgejahre so weit wie möglich berücksichtigt. Nach der derzeitigen Einschätzung haben sich die Marktrisiken für den Hauptumsatzmarkt Deutschland nicht relevant erhöht (siehe auch die Aussage zu künftigen wirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen). Risiken und Chancen Sofern nicht anders angegeben, werden im Folgenden jene Risiken und Chancen erläutert, die eine wesentliche Auswirkung auf das Erreichen unserer Unternehmensziele haben könnten. Markt- und Wettbewerbsrisiken Im Bereich unserer gedruckten Publikationen führt die anhaltende Veränderung des Leseverhaltens hin zu den digitalen Angeboten weiterhin zu erheblichen Erlösrückgängen, die von den Erlösen der digitalen Angebote bisher nur in Teilen kompensiert werden können. Ein sich veränderndes Marktumfeld, das durch Produktinnovationen geprägt ist, sowie unvorhersehbare Marktentwicklungen können die bereits einkalkulierten Rückgänge weiter verstärken. Auch der Verlust großer Anzeigen- und Werbekunden aufgrund rechtlicher Werbebeschränkungen oder das Ausweichen bedeutender Handelskunden auf andere Werbeformate wie beispielsweise Fernsehen, Radio, Social Media oder andere Online-Medien stellen weiterhin ein ernstzunehmendes Risiko dar. Auch die neuesten Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz stellen vielfältige Herausforderungen für AS Deutschland dar. Beispielsweise könnten neue Wettbewerber mit kostengünstigen Kl-generierten Inhalten bestimmte Kundengruppen erfolgreich(er) bedienen. Kl verändert auch die Anforderung an die Fähigkeiten unserer Journalistinnen und Journalisten sowie andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. So ist es unerlässlich, dass wir uns aktiv mit den technologischen Veränderungen auseinandersetzen und stetig unsere digitalen Kompetenzen ausbauen und hinterfragen. Dies ist notwendig, um die neuen digitalen Werkzeuge und Kl-Instrumente effektiv nutzen zu können. Sollten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Qualifikation nicht entsprechend anpassen, könnte sich dies möglicherweise negativ auf unsere Marktposition/Wettbewerbsposition auswirken. Markt- und Wettbewerbschancen Im Sektor der nationalen Nachrichtenmedien eröffnet die dynamische Weiterentwicklung unserer etablierten Medienmarken BILD und WELT stetig neue Geschäftschancen. Durch den ambitionierten Ausbau der digitalen Plattformen und der verstärkten Konzentration auf das Bewegtbildsegment, intensivieren beide Marken ihre Präsenz und festigen ihre Position als führende Medienmarken Europas. Auch der Einsatz Künstlicher Intelligenz eröffnet uns erhebliche Möglichkeiten/Chancen. Kl kann beispielsweise dabei helfen, Inhalte maßgeschneidert auf die individuellen Präferenzen und das Nutzungsverhalten einzelner Nutzerinnen und Nutzer anzupassen (Hey BILD). Ebenso ist KI in der Lage, bei der Produktion von Inhalten zu unterstützen, sei es im Design oder bei der Bearbeitung von Texten, Videos und Bildern, und kann zeitaufwendige Aufgaben/Tätigkeiten effizient übernehmen. Darüber hinaus ermöglicht der Einsatz von Künstlicher Intelligenz die Entwicklung ganz neuer Medienprodukte und Dienstleistungen/Services, die sich erfolgreich am Markt behaupten/durchsetzen. Informationssicherheitsrisiken Aufgrund der hohen Integration von Informationstechnologien in Geschäftsprozesse und Geschäftsmodelle ist AS Deutschland auf eine hohe Verfügbarkeit von IT-Komponenten angewiesen, um Unterbrechungen der Geschäftstätigkeit mit weitreichenden Konsequenzen für Erlöse und Reputation zu vermeiden. Externe Faktoren in Form von Cybercrime stellen ein zunehmendes Risiko für den Konzern dar. Beispiele hierfür sind eingeschleuste Schadsoftware, die den Zugriff auf Unternehmensdaten durch eine Verschlüsselung unterbindet bzw. über die eine Veröffentlichung von Unternehmensdaten angedroht wird (Ransomware), gezielte Überlastattacken (DDoS-Angriffe) sowie CEO-Fraud (Betrugsversuche). Als weitere IT-Risiken werden Ereignisse eingestuft, die eine Verletzung der Vertraulichkeit von Informationen oder der Datenintegrität zur Folge haben können. Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung von digitalen Bezahlinhalten, programmatischer Online-Werbung sowie der mit der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) konformen Verarbeitung personenbezogener Daten kommt dem Schutz zur Vermeidung von Diebstahl oder Verlust der Daten eine hohe Bedeutung zu. Aus diesem Grund wurden und werden spezifische Maßnahmen ergriffen, um Auswirkungen von kriminellen Handlungen und Ausfall von IT-Komponenten weitestgehend zu vermeiden bzw. zu begrenzen. Der Risikoreduzierung dienen hier Maßnahmen, wie bspw. DDoS-Schutz, Ausweichrechenzentren, Analysen von Schwachstellen, Einsatz von Verschlüsselung, Netzwerkzugangskontrollen, Konsolidierung und Standardisierung, Suche nach Datenlecks sowie Härtung von Systemen. Die genannten Maßnahmen werden kontinuierlich analysiert und, sofern notwendig, ausgebaut und verbessert. Rechtliche Risiken Die Relevanz des Datenschutzes sowie die gesellschaftliche und politische Sensibilität für Privatsphäre, Transparenz und Datensicherheit, besonders im digitalen Bereich, nehmen seit Jahren stetig zu und betreffen in besonderem Maße die digitalen Geschäftsfelder von AS Deutschland. Der Einsatz von KI-Systemen könnte das ohnehin bestehende Risiko von Datenlecks oder das Risiko des Missbrauchs personenbezogener Daten und sensibler Unternehmensinformationen erhöhen. Grundsätzlich gibt es eine unternehmensseitige Rechenschaftspflicht, nach der das für die betreffenden personenbezogenen Daten verantwortliche Unternehmen die DS-GVO-Konformität sowie das Ergreifen und kontinuierliche Anpassungen von datenschutzorganisatorischen Maßnahmen nachweisen muss. Bei Verstößen können nach DS-GVO Bußgelder in Höhe von bis zu € 20 Mio. oder im Fall eines Unternehmens von bis zu 4 % des gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes des vorangegangenen Geschäftsjahres verhängt werden. Daneben können Verstöße gegen die DS-GVO Schadenersatzforderungen und Reputationsschäden zur Folge haben. Zur Begrenzung der vorgenannten Datenschutzrisiken haben wir u.a. entsprechende Richtlinien eingeführt sowie technische und organisatorische Maßnahmen eingerichtet. Wir sensibilisieren unsere Mitarbeiter regelmäßig im verantwortungsvollen und sorgfältigen Umgang mit personenbezogenen Daten sowie hinsichtlich der datenschutzkonformen Anwendung neuer Technologien. Nach dem 2021 in Deutschland in Kraft getretenen Gesetz über den Datenschutz und den Schutz der Privatsphäre in der Telekommunikation und bei Telemedien (TTDSG) ist die Speicherung von Informationen wie Cookies und anderen Tracking-Technologien in der Endeinrichtung oder der Zugriff auf diese Informationen nur mit ausreichend informierter Einwilligung der Endnutzer zulässig. Dies hat insbesondere Auswirkungen auf die auch über individualisierte Werbung finanzierten Medienangebote von AS Deutschland. Die Konferenz der unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden (DSK) hebt hervor, dass der Einsatz von Cookies oder das anschließende Tracking in den meisten Fällen einer Einwilligung der Nutzer bedarf. In diesem Zusammenhang ist die Sicherung der Datenschutzkonformität von Einwilligungsbannern, insbesondere die rechtmäßige Abfrage von Einwilligungen und die ausreichende Bereitstellung der notwendigen Informationen, nach wie vor eine zentrale datenschutzrechtliche Herausforderung für unsere digitalen Online-Angebote. Die Datenschutzaufsichtsbehörden fordern grundsätzlich eine Möglichkeit der Ablehnung von Cookies und sonstigen Technologien auf der ersten Ebene des Einwilligungsbanners. Viele Webseiten von AS Deutschland wurden aus diesem Grund auf ein so genanntes PUR-Modell umgestellt, wonach Nutzer entweder ihre Einwilligung in Werbung und zustimmungspflichtige Datenverarbeitungen (z. B. Tracking) geben oder eine Gebühr zahlen können, um die Website werbe- und trackingfrei zu nutzen. "PUR" ist dabei kein Akronym, sondern steht für "frei von einwilligungsbedürftigem Tracking und Werbung". Nach Ansicht der Datenschutzaufsichtsbehörden sollen einige PUR-Modelle keine ausreichenden Auswahlmöglichkeiten für bestimmte Datenverarbeitungskategorien bieten und daher nicht datenschutzkonform sein. AS Deutschland teilt diese Auffassung nicht und erwägt eine Überprüfung durch die Verwaltungsgerichte. Rechtliche Chancen Auf europäischer Ebene sind im Jahr 2022 mit dem Digital Services Act (DSA) und dem Digital Markets Act (DMA) zwei wichtige Gesetze für Anbieter digitaler Dienste in Kraft getreten. Die wesentlichen Pflichten gelten bei beiden Gesetzen ab dem ersten Quartal 2024. Der DMA soll für faire Marktbedingungen in Bezug auf die großen Digital-Plattformen sorgen, von denen auch AS Deutschland profitieren würde. Zum Beispiel werden den großen AdTech-Anbietern wie Google erweiterte Transparenzpflichten auferlegt, die unseren Vermarktungsaktivitäten zusätzliche Möglichkeiten zur optimalen programmatischen Werbevermarktung eröffnen. Der DSA wird auch als "neues Grundgesetz des Internets" bezeichnet und enthält für digitale Dienstleister, vor allem Online-Plattformen, erhöhte Transparenz- und Verfahrenspflichten. Schon seit Ende August 2023 müssen sehr große Plattformen und Suchmaschinen mit mehr als 45 Millionen Nutzern pro Monat in der EU erste Vorgaben umsetzen, etwa neue Transparenzregeln und Beschwerdemöglichkeiten, auch zugunsten von digitalen Presseanbietern. Reputationsrisiken Neben den bisher genannten Reputationsrisiken im Zusammenhang mit Datenschutz und Informationssicherheit können sich weitere als Sekundärrisiko bzw. Sekundärwirkung im Zusammenhang mit einem primären Risiko ergeben. Beispielsweise kann ein Verstoß gegen Recht und Gesetz aufgrund der exponierten Stellung von AS Deutschland und seinem Beitrag zur gesellschaftlichen Meinungsbildung eine hohe Aufmerksamkeit verursachen und unsere Reputation schädigen. Insbesondere eine fehlerhafte oder widersprüchliche Berichterstattung einer unserer journalistischen Marken, sei es durch internes Verschulden oder durch manipulative Cyber-Angriffe, könnte rufschädigend wirken. Dies hätte nicht nur negative Auswirkungen auf die Integrität und Glaubwürdigkeit der jeweiligen Marken, sondern könnte zusätzlich den Zugang zu benötigten Informationen erheblich beeinträchtigen. Weitere Reputationsrisiken könnten beispielsweise aus der Verletzung der journalistischen Unabhängigkeit erwachsen, sollte die journalistische Arbeit aufgrund persönlicher Vorteilsnahme, mangelhafter Recherche, unvollständigen Informationen oder fehlender Sorgfalt im Umgang mit Quellen gefährdet werden. Auch ein etwaiger Verstoß gegen länderspezifische Gesetze und Verordnungen, die Missachtung von Programmen zur Gleichbehandlung und Chancengleichheit oder soziale und ökologische Konflikte im Rahmen des Beschaffungsprozesses von Ressourcen oder in der Produktion könnten Reputationsschäden zur Folge haben. Verstöße gegen Vertraulichkeitsvereinbarungen und nicht korrekt veröffentlichte Informationen im Rahmen der externen Berichterstattung können wirtschaftliche oder juristische Konsequenzen für AS Deutschland nach sich ziehen. Zudem besteht das Risiko eines Imageschadens für das Unternehmen bzw. seiner Marken durch eine negative Berichterstattung oder Kampagnen in Social-Media-Kanälen schon dann, wenn rechtlich betrachtet noch kein Gesetzesverstoß vorliegt. Den genannten Reputationsrisiken wird unter anderem mit regelmäßigen Sensibilisierungen der Beschäftigten, z. B. durch eLearning, Richtlinien und Corporate Principles, einer transparenten internen und externen Kommunikation sowie unserem Code of Conduct, der konzernweit gültige Verhaltensstandards definiert, entgegengewirkt. In unserem neuen Supplier Code of Conduct legen wir unsere Mindestanforderungen bezüglich Sozial- und Umweltstandards an unsere Geschäftspartner offen. Das seit Januar 2023 geltende Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) verpflichtet AS Deutschland dazu, Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden im eigenen Geschäftsbereich und in der Lieferkette zu vermeiden. Um diese Sorgfaltspflichten einzuhalten, hat Axel Springer konzernweit entsprechende Verfahren und Maßnahmen aufgesetzt und in einer Grundsatzerklärung zur Menschenrechtsstrategie offengelegt. Wir definieren darin unsere menschenrechts- und umweltbezogen Erwartungen an unsere Mitarbeitenden und Geschäftspartner und wirken damit auch potenziellen Reputationsrisiken entgegen. Personalrisiken Die individuellen Fähigkeiten, fachlichen Kompetenzen und das Engagement unserer Beschäftigten tragen wesentlich zum Erfolg von AS Deutschland bei. Ein wesentliches Risiko stellt deshalb der Verlust von Fach- und Führungskräften und der damit einhergehende unternehmensspezifische Wissens- und Kompetenzverlust dar. Diesem wirken wir professionell und aktiv entgegen. Ein Schwerpunkt unseres Personalmanagements liegt in der gezielten und zukunftsweisenden Entwicklung der Beschäftigten mithilfe individueller Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, regelmäßigen Feedbackgesprächen sowie attraktiven Bonusprogrammen. Fachbereichsspezifische Maßnahmen wie Coachings, Bildungsbedarfsanalysen und unser konzernweites Talentmanagement unterstützen dabei, zunächst die individuellen Bedürfnisse zu identifizieren und im nächsten Schritt Positionen mit den passenden Talenten zu besetzen und diese gezielt weiterzuentwickeln. Besonderer Fokus liegt dabei auf der Besetzung von Top-Führungspositionen durch Frauen (Gender Balance Leadership). Eine systematische Nachfolgeplanung und -entwicklung, insbesondere bei altersbedingter Fluktuation, unterstützt die Besetzung von Schlüsselpositionen und ist unabdingbar. Auf diese Weise soll der Transfer von wertvollem Erfahrungsschatz und Unternehmensexpertise gewährleistet und der Personalbedarf nachhaltig gedeckt werden. Auch flexible Arbeitsbedingungen (z. B. Hybridarbeit, Workation-Programm) und umfassende Angebote zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf haben an Bedeutung gewonnen und tragen ebenfalls zur Risikominimierung bei. Die Rekrutierung von Nachwuchs- als auch von Fach- und Führungskräften stellt ein kontinuierlich wachsendes Risiko dar. Infolge des demografischen Wandels und des steigenden Wettbewerbs auf dem Arbeitsmarkt ist es zunehmend schwieriger, qualifiziertes Personal zu gewinnen und zu halten. Mit Blick auf die weiter steigende Digitalisierung des Unternehmens werden insbesondere IT-Fachkräfte - einschließlich KI-Spezialisten - sowie technologieaffine Mitarbeiter nach wie vor verstärkt nachgefragt. Durch die Einbindung in die personalstrategischen Initiativen des Axel Springer Konzerns, wie beispielsweise ein Talentmanagement und konzernweite Karrieremöglichkeiten, kann AS Deutschland an einem langfristigen Aufbau eines gemeinsamen Talente-Pools mit Fokus auf Engpass- und Schlüsselfunktionen partizipieren. Auch unser proaktiver Rekrutierungsansatz, zusätzliche Rekrutierungsressourcen und wettbewerbsfähige Gehälter, die den aktuellen Marktpreisen entsprechen, leisten einen wichtigen Beitrag, AS Deutschland als attraktiven und innovativen Arbeitgeber in der relevanten Zielgruppe zu positionieren. Personalchancen AS Deutschland bietet ein modernes, internationales und zunehmend digitales Arbeitsumfeld, welches unsere Arbeitgeberattraktivität erhöhen und sowohl Nachwuchs- als auch Fach- und Führungskräfte ansprechen könnte. Wir schaffen eine vielfältige und inklusive Arbeitsumgebung, in der alle Mitarbeitenden respektiert und wertgeschätzt werden und sich zugehörig fühlen. Unterschiede sind bei AS Deutschland gewünscht, und Innovation wird durch Vielfalt von Fähigkeiten, Perspektiven, persönlichen und sozialen Hintergründen, Alter und Bildung sowie anderer Dimensionen der Vielfalt gefördert. Ein vielfältiges und inklusives Arbeitsumfeld kann nicht nur die Arbeitsatmosphäre, sondern auch die Leistungsfähigkeit verbessern und könnte somit auch für den weiteren Erfolg und das Wachstum unseres Unternehmens beitragen. Risikomanagement Die gruppenweiten Risikosteuerungsparameter werden durch einheitliche Richtlinien, interne Organisationsanweisungen sowie die eindeutige Zuordnung von Aufgaben und Verantwortungsbereichen vorgegeben und durch die Geschäftsführung nachgehalten. Risikobewertung Im Rahmen der Risikobewertung erfolgt, soweit bezifferbar und angebracht, eine quantitative Beurteilung der Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie der Auswirkungen (Schadenshöhe) für die operative Geschäftsentwicklung von AS Deutschland und deren Beteiligungen. Sofern eine quantitative Beurteilung nur eingeschränkt möglich ist, werden die Risiken durch eine qualitative Einschätzung hinsichtlich der potenziellen Auswirkungen bewertet. Dabei stehen Kriterien wie operative Auswirkungen oder rechtliche Konsequenzen im Vordergrund. Teil der Risikobeurteilung ist auch die Analyse von Ursachen und Wechselwirkungen mit sonstigen Risiken. Bei der Bewertung werden kompensierende Faktoren und Maßnahmen berücksichtigt. Chancen fließen teilweise in die Bewertung mit ein. Risikoüberwachung Um im Falle von wesentlichen und potenziell bestandsgefährdenden Risiken frühzeitig in der Lage zu sein, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, werden Frühwarnindikatoren für alle messbaren und bedeutenden Risikokategorien definiert. Sie umfassen im Wesentlichen die Entwicklung von AS Deutschland und der publizierten Titel im Leser- und Werbemarkt sowie die Rentabilität und Attraktivität des Produktportfolios, die Personalentwicklung oder der Entwicklung der Liquidität. Für jedes identifizierte und als zu minimieren eingestufte Risiko leitet das verantwortliche Management Gegenmaßnahmen ein und hält diese nach. PROGNOSEBERICHT Gesamtaussage zur künftigen Entwicklung der Axel Springer Deutschland GmbH Die AS Deutschland ist maßgeblich geprägt von der digitalen Transformation in der Medienbranche. Dieser Wandel wird durch eine umfassende strategische Ausrichtung auf digitale Medien, innovative Inhalte und Technologien vorangetrieben. Mit einem tiefgreifenden Verständnis für die Herausforderungen und Chancen, die die Digitalisierung und sich verändernde Konsumgewohnheiten mit sich bringen, hat sich Axel Springer erfolgreich von einem traditionellen Printmedienunternehmen zu einem führenden digitalen Verlag entwickelt. Die kontinuierliche Investition in digitale Plattformen, Technologien und Inhalte steht im Mittelpunkt der Strategie der AS Deutschland. Die Expansion in digitale Nachrichtenangebote wird weiterhin als Wachstumsmotor gesehen. Insbesondere die Verstärkung der digitalen Vermarktung und die Nutzung von Datenanalytik zur Optimierung der Nutzererfahrung und Werbeeffizienz sind Schlüsselelemente für den zukünftigen Erfolg. Ein weiterer strategischer Schwerpunkt liegt auf der Expansion in neue Medienformate, einschließlich Sport Live-Streaming und Audiopodcasts, die eine wichtige Rolle in der Gesamtstrategie spielen. Die journalistische Qualität und der Aufbau starker Medienmarken bleiben entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit und das nachhaltige Wachstum. Die Fähigkeit, hochwertige Inhalte über verschiedene Plattformen hinweg anzubieten, ist ein wesentlicher Faktor für die Bindung der Leser und Zuschauer sowie die Anziehung von Werbekunden. Die jüngste Partnerschaft mit OpenAI zur tieferen Integration journalistischer Inhalte in KI-Technologien markiert einen signifikanten Schritt im Engagement von Axel Springer, die Möglichkeiten der KI im Journalismus zu erkunden. Diese Zusammenarbeit zielt darauf ab, die Nutzererfahrung durch qualitativ hochwertige, aktuelle Inhalte zu bereichern und neue finanzielle Möglichkeiten zu schaffen, die eine nachhaltige Zukunft für den Journalismus unterstützen. Durch diese Initiative erhalten ChatGPT-Nutzerinnen und -Nutzer weltweit Zusammenfassungen ausgewählter globaler Nachrichteninhalte von Axel Springers Medienmarken, einschließlich ansonsten kostenpflichtiger Inhalte, was die Transparenz und den Zugang zu weiterführenden Informationen erhöht. In Anbetracht dieser Entwicklungen steht die AS Deutschland robust da, um ihr Wachstum in der digitalen Ära weiter zu beschleunigen und ihre Position als Marktführer im Bereich digitaler Inhalte zu festigen. Das Unternehmen ist gut positioniert, um von den fortlaufenden Trends in der Medienbranche, einschließlich der Evolution des Werbemarktes, des Umfelds des digitalen Paid-Content-Markts und der Anwendung künstlicher Intelligenz zur Erzeugung journalistischer Inhalte und Werbemittel, zu profitieren. Künftige wirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Der Internationale Währungsfonds geht für die Gesamtwirtschaft in Deutschland nach der Rezession im Vorjahr derzeit von einem leichten Plus in Höhe von 0,5% für das Jahr 2024 aus (IWF, Prognose Januar 2024). Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft e. V. schätzt die wirtschaftliche Gesamtlage als weiterhin angespannt ein. Zwar eröffneten positive Konjunkturprognosen und Verbesserungen beim Verbrauchervertrauen aufgrund merklicher Lohnsteigerungen Potenziale für den Werbemarkt, Belastungen durch drastische Werbeverbote und Behinderungen des Wettbewerbs im Digitalbereich könnten Chancen aber zunichtemachen und ganze Sektoren hart treffen. Positiv auf die Werbeerlöse wirken könnten Großereignisse wie die Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland oder die Präsidentschaftswahlen in den USA sowie eine steigende Konsumnachfrage infolge der zuletzt gesunkenen Inflationsrate. Im Vertriebsbereich wird auch für 2024 mit einer Fortsetzung des strukturellen Rückgangs der Print-Auflagen gerechnet, während die Zahl der Digital-Abonnentinnen und -Abonnenten weiter signifikant wachsen soll. Trotz der positiven Entwicklungen im Jahr 2023 äußert der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) auch Besorgnis über bevorstehende Herausforderungen. Obwohl positive Konjunkturprognosen und gesteigertes Verbrauchervertrauen Potenziale bieten könnten, bestehen gleichzeitig Risiken durch mögliche drastische Werbeverbote und Wettbewerbsbehinderungen im digitalen Bereich. Diese Gefahren könnten ganze Branchen erheblich beeinträchtigen. Es ist davon auszugehen, dass die Unternehmen weiter vorsichtig agieren bzgl. ihrer Werbeausgaben. Laut der Prognose von Insider Intelligence wird der digitale Bereich im Jahr 2024 um 10,5 % im Display-Bereich und um 12,5 % im Mobile-Sektor wachsen. Der gesamte deutsche Werbemarkt soll jedoch nur um € 1,58 Mrd. bzw. 7,4 % zunehmen. Zusätzlich zu dem erwarteten Trend des digitalen Werbewachstums (+10,5 %) wird auch im Out-of-home-Bereich ein Wachstum (+8,0 %) im Jahr 2024 prognostiziert. Insider Intelligence geht davon aus, dass im TV-Werbemarkt ein starker Anstieg (+8,5 %) der Werbeumsätze zu erwarten ist. Bei den Printmedien hingegen wird weiterhin ein leichter Rückgang erwartet (Zeitungen: -0,5 % und Zeitschriften: -2,8 %). Im Bereich Radio geht Insider Intelligence von einem stabilen Werbemarkt im Jahr 2024 aus (+0,5 %). Sofern eine tiefe Rezession in Deutschland vermieden werden kann, verspricht das Jahr 2024 eine leicht verbesserte Aussicht in allen Branchen. Insider Intelligence geht davon aus, dass im Jahr 2024 der Anteil des Einzelhandels an den Gesamtausgaben für digitale Werbung erstmals die Marke von 25 % überschreiten wird. Die Ausgaben für digitale Werbung in der deutschen Reisebranche haben bereits 2023 das Niveau vor der Pandemie überholt und sollen 2024 um weitere 15 % steigen. Nach turbulenten Jahren (2022-2023) zeigt der deutsche Automobilsektor 2024 eine erneute Zunahme der Ausgaben für digitale Werbung, mit einem erwarteten Wachstum von +10,5 %. Im Vergleich dazu wird im Bereich Health und Pharma geringes Wachstum bei den digitalen Werbeausgaben verzeichnet (+8 %), dieser liegt somit hinter dem Automobilsektor (+10,5 %). Relevante Trend-Themen für das Jahr 2024 sind laut Umfrageergebnissen (Serviceplan CMO-Barometer, November 2023) das Zusammenspiel aus intelligenten Technologien (AI) und emotionalem, zielgruppenspezifischem Markenaufbau. Unternehmensausblick AS Deutschland hat das Ziel, den journalistischen Kern der Marken noch konsequenter zu stärken und in die digitale Zukunft von Journalismus zu investieren. Mit den starken Marken BILD und WELT gestaltet AS Deutschland die digitale Medienzukunft. Die Ende 2023 eingegangene globale Partnerschaft mit OpenAI ist ein bedeutender Schritt, KI zur Verbesserung von Content-Angeboten zu nutzen und unabhängigen Journalismus im Zeitalter der KI zu stärken. Durch die Partnerschaft werden ChatGPT-Nutzerinnen und Nutzern weltweit Zusammenfassungen ausgewählter Nachrichteninhalte von Axel Springers Medienmarken erhalten, darunter BILD und WELT. Die Partnerschaft mit OpenAI unterstützt darüber hinaus bestehende KI-Projekte von AS Deutschland, die auf der Technologie von OpenAI aufbauen. Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit einem strukturell bedingten Rückgang der Umsatzerlöse im unteren zweistelligen Prozentbereich gerechnet. Der Rückgang der Umsatzerlöse im Printgeschäft kann dabei nicht vollumfänglich durch den Anstieg in anderen Geschäftsfeldern kompensiert werden. Unter Berücksichtigung der Herausforderungen auf der Umsatzseite erwarten wir für das EBITDA ein positives Ergebnis im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Die deutliche Ergebnisverbesserung im Vergleich zum Berichtsjahr ist vor allem auf die Einmalbelastungen im Geschäftsjahr 2023 durch die erfolgten Restrukturierungsmaßnahmen begründet, welche insbesondere zur Stärkung der digitalen Geschäftsfelder einen Beitrag leisten. Daneben wird der Fokus auf die Fortführung ausgewählter Wachstumsinitiativen und einem konsequenten Kostenmanagement liegen. Beim EBIT rechnen wir ebenfalls mit einem positiven Ergebnis im mittleren zweistelligen Millionenbereich und somit auch hier im Vergleich zu 2023 mit einer deutlichen Ergebnisverbesserung. Die künftige Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage planen wir auf Basis von Annahmen, die aus heutiger Sicht plausibel und hinreichend wahrscheinlich sind. Die tatsächliche Entwicklung kann jedoch deutlich von den getroffenen Annahmen und den daraus resultierenden Planungen und Trendaussagen abweichen. Insbesondere liegt der Prognose die Annahme zugrunde, dass es im ersten Halbjahr 2024 noch keine oder nur eine moderate Erholung in Europa geben wird, der Krieg in der Ukraine anhält und sich nicht ausweitet, die Inflation im Laufe des Jahres weiter zurückgeht und ab dem zweiten Halbjahr 2024 eine stärkere Erholung einsetzt.
Berlin, den 4. März 2024 Axel Springer Deutschland GmbH Carolin Hulshoff Pol Claudius Senst Christoph Eck-Schmidt |
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