Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 180737
Vorher
Drive by GmbHdrive by mobility GmbH
Eingetragen
14.10.2016
Branche
Vermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels CarsharingVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3,5 tSonstige Vermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger
Gegenstand
Die Entwicklung und Implementierung von Softwareanwendungen zum Betrieb von Mobilitätsplattformen sowie die Überlassung von Fahrzeugen an Dritte zur Nutzung gegen Zahlung von nutzungszeit- bzw. nutzungsstreckenabhängigen Entgelten mit filialunabhängiger Übernahme und Rückgabe der Fahrzeuge im öffentlichen oder privaten Straßenraum sowie der An- und Verkauf von Fahrzeugen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
André Feldhuis
seit 12.3.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Oliver Mackprang
seit 28.10.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (22)

Ungelöste Beteiligungen (13)

Gesellschafter
Beta

5 von 32 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
Luktev GmbH
Germany
49.07%
Crosslantic Capital 1221 GmbH & Co. KG
Germany
8.70%
ABACON Invest GmbH
Germany
7.09%
UMA Beteiligungs GmbH
Germany
5.96%
Crosslantic Fund II GmbH & Co. KG
Germany
5.74%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MILES Mobility GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Bilanz

Aktiva

31.12.2021 31.12.2020
Euro Euro
A. Anlagevermögen 1.913.607,03 666.495,60
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 86.729,70 110.684,70
II. Sachanlagen 1.791.477,33 555.810,90
III. Finanzanlagen 35.400,00 0
B. Umlaufvermögen 48.616.978,351 5.699.690,42
I. Vorräte 421.974,73 186.155,94
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 32.822.561,22 2.732.677,65
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten uns Schecks 15.372.442,41 2.780.856,83
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.579.932,79 266.502,62
Sonstige Aktiva 0,00 0
Bilanzsumme, Summe Aktiva 52.110.518,17 6.632.688,64

Passiva

31.12.2021 31.12.2020
Euro Euro
A. Eigenkapital 40.685.352,88 1.475.950,43
I. Gezeichnetes Kapital 93.995,00 71.054,00
II. Kapitalrücklage 56.934.209,70 13.628.770,01
III. Verlustvortrag -12.223.873,58 -8.167.149,69
IV. Jahresfehlbetrag -4.118.978,24 -4.056.723,89
B. Rückstellungen 7.212.211,27 2.242.342,11
C. Verbindlichkeiten 3.896.823,23 2.720.236,61
D. Rechnungsabgrenzungsposten 316.130,79 194.159,49
Bilanzsumme, Summe Passiva 52.110.518,17 6.632.688,64

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

31.12.2021 31.12.2020
Euro Euro
1. Umsatzerlöse 48.165.740,91 22.844.889,19
2. Personalaufwand 7.042.206,31 4.359.867,43
a) Löhne und Gehälter 5.898.227,39 3.678.268,04
b) soziale Abgaben 1.143.978,92 681.599,39
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 281.213,46 87.297,68
und Sachanlagen
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 44.413.606,49 22.105.962,51
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 134,00 0
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 867,79 2.211,62
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 49.683,33 50.683,00
8. Ergebnis nach Steuern -3.619.966,89 -3.756.709,81
9. Sonstige Steuern 499.011,35 300.014,08
10. Jahresfehlbetrag 4.118.978,24 4.056.723,89

Entwicklung des Anlagevermögens und der Abschreibungen für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

Anschaffungskosten
Stand am 01.01.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 121.391,75 121.391,75
Immaterielle Vermögenswerte 121.391,75 121.391,75
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.657,56 10.657,56
2. Technische Anlagen und Maschinen 45.047,43 18.360,60 63.408,03
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 432.822,01 951.219,71 155.737,07 1.539.778,79
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 155.737,07 523.344,58 -155.737,07 523.344,58
Sachanlagevermögen 644.264,07 1.492.924,89 0,00 2.137.188,96
Abschreibungen / Zuschreibungen
Stand am 01.01.2021 Abschreibungen Geschäftsjahr Stand am 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 10.707,05 23.955,00 34.662,05
Immaterielle Vermögenswerte 10.707,05 23.955,00 34.662,05
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 394,56 1.067,00 1.461,56
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.853,43 7.173,60 10.027,03
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 85.205,18 249.017,86 334.223,04
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
Sachanlagevermögen 88.453,17 257.258,46 345.711,63
Restbuchwerte
Stand am 31.12.2021 Stand am 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 86.729,70 110.684,70
Immaterielle Vermögenswerte 86.729,70 110.684,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.196,00 10.263,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 53.381,00 42.194,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.205.555,75 347.616,83
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 523.344,58 155.737,07
Sachanlagevermögen 1.791.477,33 555.810,90

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

MILES Mobility GmbH, Berlin

Inhalt

I.

II.

III.

IV.

V.

VI.

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

1. Die MILES Mobility GmbH hat ihren Sitz in Berlin und ist im Handelsregister Berlin (Charlottenburg) unter HRB 180737 eingetragen.

Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen (§§ 266 1, 274a und 288 HGB).

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Trotz des Jahresfehlbetrages in Höhe von T€ 4.118 (Vorjahr T€ 4.057) wurde der vorliegende Jahresabschluss unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern) erstellt. Die liquiden Mittel weisen zum Bilanzstichtag einen Bestand von T€ 15.372 (Vorjahr T€ 2.781) auf.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden linear abgeschrieben (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu fünf Jahren).

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu den handelsrechtlich aktivierungspflichtigen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige sowie außerplanmäßige Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Geleistete Anzahlungen wurden mit dem Nennbetrag bewertet.

Das Vorratsvermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Nennwert, abzüglich besonders ermittelter Einzelwertberichtigungen zur Abdeckung erkennbarer und latenter Risiken, bewertet.

Sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bewertet.

Die Bewertung der Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, gebildet.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht.

III. Erläuterungen zur Bilanz

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Position beinhaltet Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 2.420 (VJ T€ 2.227) und die eingeforderte, noch ausstehende Kapitaleinlagen in Höhe von T€ 28.511 (VJ T€ 0). Daneben bestehen die sonstigen Vermögensgegenstände im Wesentlichen aus Forderungen für geleistete Kautionszahlungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr T€ 222 (VJ T€ 335).

Eigenkapital

Im Geschäftsjahr 2021 hat die Gesellschaft Eigenkapitalerhöhungen abgeschlossen. Das Stammkapital hat sich somit im Geschäftsjahr von € 71.054,00 auf € 93.995,00 erhöht und die Kapitalrücklage hat sich um T€ 43.305 von T€ 13.629 auf € 56.934 erhöht.

Rückstellungen

Die Rückstellungen betragen T€ 7.212 (VJ T€ 2.242) und bestanden hauptsächlich aus den Rückstellungen für die Kfz-Reparaturkosten in Höhe von T€ 3.329 (VJ T€ 1.944) und den Rückstellungen für den ausstehenden Rechnungen in Höhe von T€ 3.247 (VJ T€ 162).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen T€ 1.779 (VJ T€ 1.643) und haben allesamt eine Laufzeit bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen T€ 1.454 (VJ T€ 963) und haben allesamt eine Laufzeit von bis zu einem Jahr, davon entfallen auf Gesellschafter T€ 0 (VJ T€ 500).

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus Erträgen aus Vermietung der Fahrzeuge.

Der Personalaufwand gemäß § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB beinhaltet Löhne und Gehälter in Höhe von T€ 5.898 (VJ T€ 3.678) und soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung in Höhe von T€ 1.144 (VJ T€ 682).

Im Geschäftsjahr entstanden sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von T€ 44.360 (VJ T€ 22.106). Diese resultieren im Wesentlichen aus Kfz - Leasing, - Versicherungen, - Tankkosten, - Parkgebühren und anderen Kosten. Auf Grundlage der Erfahrungen aus vergangenen Zahlungsabwicklungen wurden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wertberichtigt. Die Pauschalwertberichtigung in Höhe von € 2.5 Mio. wurde gebildet, davon € 0,4 Mio. für die Forderungen aus dem Jahr 2019, € 1,1 Mio. für die Forderungen aus dem Jahr 2020 und € 1,0 Mio. für die Forderungen aus dem Jahr 2021.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betragen T€ 49 (VJ T€ 51).

V. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

1.

Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Bezeichnung Laufzeit bis 1 Jahr Laufzeit 2 bis 5 Jahre
Mietverträge T€ 933 T€ 2.737
Leasingverträge Fahrzeuge T€ 11.828 T€ 18.673
Sonstige Verträge T€ 2.668 T€ 3.089

Die Gesellschaft hat ein virtuelles Mitarbeiterbeteiligungsprogramm aufgesetzt, welches im Exit-Fall Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft auslösen kann. Die Geschäftsführung sieht von einer Passivierung der Verpflichtungen ab, da zum aktuellen Zeitpunkt ein solcher Exit-Fall weder eingetreten noch wahrscheinlich ist.

VI. Sonstige Angaben

3. Anzahl der Arbeitnehmer

In der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr durchschnittlich 191 Arbeitnehmer (Vorjahr 120) beschäftigt. Zum 31. Dezember 2021 waren bei der Gesellschaft 167 Mitarbeiter in Vollzeit (VJ 98) und 124 Mitarbeiter in Teilzeit (VJ 33) beschäftigt.

Geschäftsführung

Herr Oliver Mackprang: CEO

Herr Eyvindur Kristjansson: CFO

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung im Geschäftsjahr wird mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Beirat

Lukasz Gadowski (Vorsitzender),

Bülent Bayram

Emmanuel Thomassin

Sascha van Holt

Alexander Eitner

Oliver Mackprang

Abschlussprüferhonorar

Hinsichtlich der Angabe des für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars des Abschlussprüfers nimmt MILES die Befreiungsmöglichkeit gemäß § 285 Nr. 17 Halbsatz 2 HGB in Anspruch.

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1 Geschäftsmodell der Gesellschaft

Das Produktangebot von MILES ist die flexible Vermietung unterschiedlicher PKWs an seine Kundinnen und Kunden. Dabei können die Fahrzeuge jederzeit und ohne Vorbuchung in den unterschiedlichen Geschäftsgebieten von MILES (in der MILES App mit den schwarzen Markierungslinien auf der Karte umkreiste Stadtgebiete) angemietet und an anderen Orten innerhalb des Geschäftsgebietes nach der Nutzung wieder abgestellt und die Miete beendet werden.

MILES ist ein Autovermieter, der die Intervalle der Fahrzeugüberlassung und die Abrechnungsmethode gegenüber der klassischen Autovermietung deutlich verkleinert hat. So ist es bei MILES möglich die Fahrzeuge für eine einzelne Fahrt zu buchen, wobei die Fahrt Kilometergenau abgerechnet wird. Darüber hinaus können Fahrzeuge für eine flexible, von vorneherein nicht unbedingt feststehende Nutzungsdauer an Mieterinnen und Mieter überlassen werden. Die Mieten sind also gegenüber der klassischen Autovermietung spontan möglich und in der Anmietdauer von der einzelnen Fahrt bis zu mehreren Tagen variabel.

Die operative Organisationsstruktur ist auf Regionen aufgeteilt und wird innerhalb der Regionen stadtspezifisch gesteuert. Strategische Steuerungselemente werden zentral und überregional aus dem Hauptquartier in Berlin koordiniert.

Die notwendigen Einsatzfaktoren für die Durchführung der Geschäftstätigkeit sind die nötigen Fahrzeuge, die Fahrzeugfinanzierung, Energie und Kraftstoffe, Politische Rahmenbedingungen, die technische Infrastruktur und Software, um die Fahrzeuge und Buchungsplattform zu bedienen sowie das Fachpersonal der unterschiedlichen Unternehmensbereiche bei MILES.

Die operativen Prozesse bei MILES fokussieren sich auf den effizienten Betrieb der Fahrzeuge. Dies beginnt mit der Beschaffung der Fahrzeuge durch Leasing oder Kauf und bedeutet insbesondere, die Fahrzeuge schnellstmöglich und kostengünstig dem Kunden bereitzustellen. Zusätzlich umfasst es die Fahrzeuge sauber zu halten, den regelmäßigen Inspektionsanforderungen nachzukommen sowie Unfallfahrzeuge wieder instand zu setzen. Nach Ablauf der Nutzungsdauer werden die Fahrzeuge wieder an die Fahrzeugvermieter (Leasinggesellschaften) zurückgeführt oder verkauft.

Ebenfalls relevant sind die effiziente und zielgerichtete Kundengewinnung und Betreuung in den aktiven Städten. Das bedeutet Kunden auf die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten der gesamten Produktpalette von MILES aufmerksam zu machen und mit einem hohen Serviceniveau zu bedienen.

Dabei stellen insbesondere die technische Entwicklung von Software und die Integration in die Fahrzeug-Hardware kritische Eckpunkte in der Entwicklung dar. Ziel ist es, sowohl eine kundenfreundliche und innovative Applikationsumgebung bereitzustellen als auch die internen Prozesse effizient zu gestalten. Automatisierungen unterschiedlichster Prozesse sowie die kontinuierliche Optimierung der Fahrzeugauslastung stellen dabei den Fokus der Arbeiten bei MILES dar.

1.2 Produkte und Dienstleistungen

MILES stellt seinen Kundinnen und Kunden eine Bandbreite an unterschiedlichen Fahrzeugen, von kleinen Kompakt-PKWs über elektrische Fahrzeuge bis hin zu kleinen Nutzfahrzeugen, zur flexiblen Anmietung zur Verfügung. Die Abrechnung erfolgt für kurze Fahrten transparent und planbar auf Kilometerbasis. Für längere Fahrten kann die Anmietung paketweise über mehrere Tage andauern.

Kundinnen und Kunden, die MILES regelmäßiger nutzen, haben die Möglichkeit einen "MILES Pass" abzuschließen, der durch eine monatliche Gebühr die flexiblen Nutzungskosten senkt. Somit werden Kundinnen und Kunden an der Fixkostenstruktur beteiligt und genießen eine geringere variable Nutzungsgebühr.

1.3 Beschaffungs- und Absatzmärkte

Die Fahrzeugbeschaffung findet in Deutschland über renommierte Fahrzeughersteller oder Händlergruppen statt. Dabei wird bei der Fahrzeugauswahl auf Anschaffungskosten, Kundenakzeptanz sowie operative Kosten des Fahrzeugmodells geachtet. Fahrzeuge werden entweder über fixe Laufzeiten geleast oder gekauft. Der Einsatz der Fahrzeuge findet bundesweit statt, die Rückgaben nach der effektiven oder vereinbarten Laufzeit finden zentralisiert in Berlin statt.

1.4 Externen Einflussfaktoren für das Geschäft

Externe Einflüsse sind primär die Energiekosten (Brennstoffe & Strom) zum Betrieb der Fahrzeuge, sowie die Leitzinslage, welche die Finanzierungskosten der Fahrzeuge maßgeblich beeinflusst.

Ein weiterer wichtiger externer Einflussfaktor für MILES, abgesehen vom Wettbewerb, ist die politische und rechtliche Lage im Vergleich zu den Rahmenbedingungen, die für Privatfahrzeuge gesetzt werden. So unterscheiden sich die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen in den Städten, in denen MILES aktiv ist, gravierend voneinander. Beispielhaft dafür ist, dass es in einigen Städten Verträge zwischen den Gemeinden und Carsharing Anbietern gibt um das Betreiben von Carsharing Flotten zu inzentiveren, weil dies Nachweislich einen positiven Effekt auf die Verkehrsziele der Gemeinden hat (Ziele: weniger private PKWs, weniger Parkraum zu benötigen, höheren ÖPNV Anteil nutzen, Elektrifizierung des Verkehrssektors u.a.). Da diese Verträge/Lösungsarten nicht in jeder Stadt Anwendung finden, führt dies dazu, dass in einigen Städten die Parkkosten für den öffentlichen Raum für MILES die mit Abstand größten variablen Kosten darstellen.

2. Wirtschaftsbericht

Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahr 2021 stabilisiert und ist um 2,7 % gewachsen, nachdem es durch die Corona-Krise im Jahr 2020 zu einem kräftigen Einbruch von 4,6% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gekommen war. Die Industrie litt im letzten Jahr unter gravierenden Lieferengpässen bei zentralen Vorprodukten und konnte ihre Produktion - trotz voller Auftragsbücher- nicht wieder richtig hochfahren. 1

Die Wirtschaftsleistung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewebe ist um 3,0% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. 2 Durch die Lockerungen der Quarantänemaßnahmen hat sich die Anzahl der Fahrtwege der Kunden wieder erhöht.

Die gesamtwirtschaftliche Konjunkturlage steht allerdings durch den Ukraine-Krieg weiter unter Druck. Durch die globale Chipmangel-Krise Ende 2021 und die nun darauffolgenden Kriegsentwicklungen in der Ukraine sind vor allem Fahrzeugauslieferungen, Fahrzeugpreise, Zinsen zur Fahrzeugfinanzierung und die erhöhten Energiepreise (Kraftstoff & Energie) belastende Faktoren für das Geschäftsmodell.

Positiv ist anzumerken, dass diese Belastungen sich auch auf den Wettbewerb und vor allem auf die alternativen Fortbewegungsmethoden auswirken. Privatgenutzte und -bestellte Fahrzeuge sind erheblich davon betroffen. Die im größeren Rahmen stattfindenden politischen Entscheidungen zur nachhaltigeren Mobilitätsgestaltung haben einen positiven Einfluss auf die Geschäftsentwicklung. Insbesondere sind die politischen und regulatorischen Maßnahmen, die eine Lastenverteilung auf den MIV (motorisierten Individualverkehr) haben, positiv zu bewerten.

Durch die erhöhten makroökonomischen Einflussfaktoren sehen sich viele Wettbewerber, die primär von größeren Unternehmen geführt werden, zur Konsolidierung gezwungen und einige erste Schließungen, Geschäftsaufgaben und Firmenverkäufe lassen sich am Markt vernehmen.

Die Fähigkeiten und Positionierung von MILES (Konzernunabhängig und agil in der Handlungsweise) innerhalb des Marktes ist daher eher von Vorteil, da eine Markterweiterung weiterhin stattfindet und MILES sich in der Lage wiederfindet Marktanteile weiterhin für sich gewinnen zu können.

3. Geschäftsverlauf der Gesellschaft, Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

3.1 Geschäftsverlauf der Gesellschaft

Die deutsche Carsharing-Branche wächst seit Jahren beständig. Zum Stichtag gibt es 243 Carsharing- Anbieter in Deutschland. Zum gleichen Stichtag gibt es 3,4 Mio. zum Carsharing angemeldete Fahrberechtigte. Das sind 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Gegenüber dem Vorjahr ist die deutsche Carsharing-Flotte im Jahr 2021 um 15,2 Prozent gewachsen. 3

Das Geschäftsjahr 2021 entwickelte sich für MILES positiv. Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr um 111% erhöht und betragen im Geschäftsjahr 2021 € 48,2 Mio. (im Vorjahr: € 22,8 Mio.).

1 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2022/20220114-diewirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-januar-2022.html
2 https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/themen/deutsche-wirtschaft-waechst-2021-um-2-7-prozent- 883750
3 https://carsharing.de/alles-ueber-carsharing/carsharing-zahlen/aktuelle-zahlen-fakten-zumcarsharing-deutschland

Das bereinigte EBIT (ausgenommen Kapitalerhöhungskosten) beträgt im Geschäftsjahr 2021 € -2,5 Mio. (im Vorjahr: € -3,9 Mio.).

Die Anzahl der registrierten Kunden lag im Jahr 2021 bei ca. T740,1 Kunden; ein Anstieg um 91% gegenüber dem Vorjahr (ca. T387,2 Kunden).

Andere wichtige KPIs relevant für die Steuerung sowie die Messung des Unternehmenserfolges sind:

Fahrten pro Fahrzeug sind gegenüber dem Vorjahr von 2,0 im Jahr 2020 auf 2,4 im Jahr 2021 gestiegen;

die Anzahl der Fahrzeuge hat sich stattdessen erhöht, von 2,9 Tausend am 31.12.2020 auf 4,9 Tausend am 31.12.2021.

3.2 Ertragslage

Der Anstieg der Umsatzerlöse war im Einklang mit der Planung und ist auf Faktoren wie beispielsweise die Vergrößerung der Flotte und des Geschäftsgebiets, Erhöhung der Kundenzahl, Expansion in die neuen Städte wie Bonn, Duisburg und Potsdam, Neue Produktangebote wie z.b. City-to-City, Auslandsreisen u.a. zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2021 € 44,4 Mio. (im Vorjahr: € 22,1 Mio.) und beinhalten überwiegend Kfz - Leasing, - Versicherungen, - Tankkosten, - Parkgebühren und anderen Kosten.

Die Personalkosten im Jahr 2021 in Höhe von € 7 Mio. haben sich gegenüber dem Vorjahr (€ 4,4 Mio.) ebenfalls aufgrund der Unternehmensexpansion deutlich erhöht.

Auf Grundlage der Erfahrungen aus vergangenen Zahlungsabwicklungen wurden in Jahr 2021 die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zusätzlich wertberichtigt. Eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von € 2.5 Mio. wurde gebildet, davon € 0.4 Mio. für die Forderungen aus dem Jahr 2019, € 1.1 Mio. für die Forderungen aus dem Jahr 2020 und € 1.0 Mio. für die Forderungen aus dem Jahr 2021.

Die MILES Mobility GmbH erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2021 ein Ergebnis von € -4,1 Mio. (im Vorjahr: € -4,1 Mio.).

3.3 Finanzlage und Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt € 52,1 Mio. (im Vorjahr: € 6,6 Mio.). Im Vorjahresvergleich ist das Umlaufvermögen (Forderungen und Bankguthaben) durch Kapitalerhöhungen angestiegen.

Das Eigenkapital der MILES Mobility GmbH in Höhe von € 40,7 Mio. (im Vorjahr: € 1,5 Mio.) hat sich ebenfalls im Rahmen der Kapitalerhöhungen von € 43,3 Mio. um € 39,2 Mio. erhöht.

Die Eigenkapitalquote lag am 31.12.2021 bei 78,0% (am 31.12.2020: 22,3%)

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich von € 2,7 Mio. im Vorjahr auf € 3,9 Mio. zum 31. Dezember 2021.

Die Liquidität war jederzeit ausreichend gegeben.

Wesentliches Vermögen der MILES Mobility GmbH besteht aus Forderungen gegen Gesellschafter und Kunden in Höhe von € 31,8 Mio. (im Vorjahr: € 2,7 Mio.) als auch Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von € 15,4 Mio. (im Vorjahr: € 2,8 Mio.). Die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von € 28,5 Mio. am 31.12.2021 wurden bis April 2022 ausgeglichen.

Sonstige Aktiva bestehen aus konzerninternen Forderungen gg. MILES Finance I GmbH (gegründet im Jahr 2021) in Höhe von € 1,1 Mio.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

4.1 Prognosebericht

MILES rechnet weiterhin mit einem steigenden Trend zum Carsharing und weg vom privaten PKW- Besitz, was die Nachfrage erhöhen sollte. Des Weiteren wird MILES zum weiteren Wachstum in Deutschland neue Städte erschließen.

Die Fahrzeugflotte wird weiter ausgebaut, um die gesteigerte Nachfrage bedienen zu können und dem Kunden eine gerechte Fahrzeugdichte anbieten zu können. Die Fahrzeugauslieferungen verzögern sich aber aufgrund der aktuellen Lieferkettenproblematik.

Im Jahr 2022 wird eine Verdoppelung der Umsätze zwischen € 90 - 100 Mio. erwartet. Das soll hauptsächlich durch die Verdoppelung der Flotte auf die Anzahl der Fahrzeuge von ca. 10 Tausend am Ende des Jahres erreicht werden.

Im Jahr 2022 wird ein Jahresfehlbetrag als auch das bereinigte EBIT zwischen € 2 - 3 Mio. erwartet.

Trotz des starken Wachstums wird es erwartet, dass die Anzahl der Fahrten pro Fahrzeug von 2,5 stabil bleibt und bestenfalls leicht ansteigt.

4.2 Chancen- und Risikobericht

MILES erwartet eine weitere positive Entwicklung und Akzeptanz seiner Dienstleistungen durch Kunden aufgrund der folgenden Faktoren:

Makroökonomische Lage für Sharing-Dienste: Sharing-Dienste werden von einem immer größer werdenden Kundenstamm angenommen. Dafür gibt es verschiedene Gründe: einfache Nutzung, benutzerfreundliche Technologien, Kosteneinsparungen und Bequemlichkeit.

Regulierungen: im Allgemeinen werden die Marktregulierungen & Rahmenbedingungen für den Carsharing Markt immer positiver und die Anbieter weiter bevorzugt behandelt. Um die Nutzung privater PKWs und bedarf nach öffentlichen Parkplätzen zu minimieren, verbessern Lokalregierungen die Rahmenverordnungen, um Carsharing zu fördern.

Die jüngsten makroökonomischen Entwicklungen, insbesondere der Anstieg der Kraftstoffpreise und Probleme in der Lieferkette, veranlassen immer mehr Haushalte auf den privaten Besitz eines Autos zu verzichten und auf Carsharing als Alternative umzusteigen. Dazu findet eine nachhaltige Lebensweise immer mehr Anklang bei Nutzer & Nutzerinnen was zu einem gesteigerten Nutzungsinteresse führt.

MILES geht bei der Ausübung seiner Tätigkeit maßvolle und kalkulierte Risiken ein. Das umsichtige Management von Risiken minimiert die Wahrscheinlichkeit unerwarteter Verluste und die Bedrohung des Rufs der Gesellschaft.

Das Managementteam überwacht die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft regelmäßig und ist letztlich für ein angemessenes Risikomanagement verantwortlich. Es stellt sicher, dass die Gesellschaft den Zugang zu geeigneten Fahrzeugen, Software, Dienstleistungen als auch notwendiger Liquidität hat.

Unter anderem sind die folgenden Risiken besonders relevant und werden überwacht:

Corona Lockdowns: Einwohner werden aufgefordert aufgrund einer Pandemie Lage Zuhause zu bleiben. Im Ergebnis würde die Nachfrage bei MILES stark zurückgehen und zu Umsatzverlusten führen

Regulatorik der Städte, z.B. "Elektrifizierung der Städte", welche sowohl höhere Investitionen von MILES in die Flotte erfordern kann, als auch zusätzliche Kosten, die z.B. durch Parken, Stadtgebühren entstehen können. Das würde die Liquidität und den Gewinn von MILES beeinträchtigen

Lieferantenrisiko

Kraftstoffpreiserhöhung: MILES trägt die Kraftstoffpreise für den Kunden, wenn die Kraftstoffpreise steigen, hat es eine Auswirkung auf den Gewinn von MILES

Zinserhöhung: zur Finanzierung von Fahrzeugen ist MILES Zinsschwankungen zu einem gewissen Grad ausgesetzt

Wettbewerb der Automobilhersteller und anderen Anbietern auf dem Carsharing-Markt

Andere regulatorische Risiken: gesetzliche Vorgaben zur Flotte, Nutzung von öffentlichen Straßenraum u.a.

Personalrisiken: MILES ist auf qualifizierte und kreative Mitarbeiter angewiesen. Durch attraktive Arbeitsinhalte mit eigenverantwortlicher Tätigkeit und kreativen Möglichkeiten ist es bisher gelungen, ausreichend Mitarbeiter zu akquirieren und behalten.

 

Berlin, den 25. Juli 2022

Oliver Mackprang

Eyvindur Kristjansson

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MILES Mobility GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MILES Mobility GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MILES Mobility GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 25. Juli 2022

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Philipp Medrow, Wirtschaftsprüfer

ppa. Laura Lale Voß, Wirtschaftsprüferin

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 06.09.2022

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