Gleitlagertechnik Weißbacher GmbH

Weseler Straße 32, 46519 Alpen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kleve HRB 6710
Eingetragen
2.10.1991
Branche
Herstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und AntriebselementenBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Gipserzeugnissen für den Bau
Gegenstand
Entwicklung und der Vertrieb von Gleitlagern und die Herstellung von Seriengleitlagern. Dazu gehören Konstruktion und Berechnung incl. Erprobung und Labor sowie die technische Beratung. Einbezogen sind damit alle mit obigen Arbeitsbereichen verbundenen artverwandten Tätigkeiten. Die Gesellschaft ist berechtigt, sich an anderen Unternehmen zu beteiligen, solche zu erwerben und Zweigniederlassungen zu errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Georg Weißbacher
seit 20.1.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
80.00%
20.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Christoph Weißbacher
47228 Duisburg, Schauenstr. 1
160000
80.00%
R***** R***
40000
20.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Gleitlagertechnik Weißbacher GmbH

Alpen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum 31. Dezember 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

Die Gesellschaft entwickelt, produziert und vertreibt Gleitlager für verschiedene industrielle Anwendungen. Dazu gehören Konstruktion, Berechnung und technische Beratung. Einbezogen sind damit alle mit den obigen Arbeitsbereichen verbundenen artverwandten Tätigkeiten. Der Sitz der Gleitlagertechnik Weißbacher GmbH ist Alpen.

Die Gesellschaft unterhält an dem Sitz in Alpen eine Forschungs- und Entwicklungsabteilung, in der die Qualität der Produkte ständig verbessert wird und Neuentwicklungen vorangetrieben werden. Es werden überwiegend Kunden in Deutschland und im europäischen Ausland bedient, mit denen die Produkte zum Teil gemeinsam entwickelt und verbessert werden. Dies geschieht überwiegend mit eigenen Mitarbeitern. Die Gesellschaft verfügt über eine gut funktionierende interne Verwaltung. Das Forderungsmanagement funktioniert einwandfrei.

B. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Kalenderjahr 2023 hat sich vor allem durch den anhaltenden Umbau der Energieversorgung in Europa und der Welt sowie die strategische Ausrichtung vieler Anlagenhersteller auf Lieferketten außerhalb Chinas die Auftragslage der Gesellschaft weiter verbessert und einen neuen Höchststand erreicht. Schon zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 lag der Auftragsbestand bei TEUR 12.310 und damit etwa 50% höher als der Auftragsbestand von TEUR 8.413 zu Beginn des Geschäftsjahres 2022. Bedingt durch den Mangel an auf dem Arbeitsmarkt verfügbaren Fachkräften konnte die Belegschaft nicht entsprechend der Austragslage vergrößert werden und es kam zu stärkeren Verzögerung bei den Auslieferungen.

Die Gesellschaft hat das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.919 abgeschlossen. Im Vergleich zum Jahresfehlbetrag des Vorjahres resultiert der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2023 im Wesentlichen aus den gestiegenen Umsatzerlösen und der damit einhergehenden Refinanzierung der Kostensteigerungen sowie der teilweisen Erholung der Finanzanlagen.

Die Gesamtleistung der Gesellschaft liegt im Berichtsjahr bei TEUR 19.657 und im Wesentliche aufgrund der gestiegenen Umsatzerlöse deutlich über der des Vorjahres von TEUR 16.925.

Die Prognosen seitens der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023 in Vorjahren stimmten hinsichtlich der Umsatzerlöse und des verbesserten Jahresergebnisses mit der tatsächlich festgestellten Geschäftsentwicklung im Wesentlichen überein.

C. Ertragslage

Die Personalintensität (Personalaufwand/Umsatzerlöse) beträgt 19,8 % (VJ. 23,6 %). In 2024 wird sich die Personalintensität voraussichtlich nicht wesentlich ändern.

Im Geschäftsjahr stiegen die Umsatzerlöse auf TEUR 20.602 (VJ TEUR 15.997). Während der Materialaufwand gesunken ist, erhöhten sich die Personal- und sonstigen Aufwendungen unterproportional zu den Umsatzerlösen. Unter Beachtung der Ertragsteuern in Höhe von TEUR 619, schließt das Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.919 ab.

Die Eigenkapitalrendite (Jahresüberschuss/Eigenkapital) beträgt demnach 15,1 % (Vj.0,0 %). Die Gesamtkapitalrendite (Jahresüberschuss/Gesamtkapital) liegt bei 11,6 % (VJ. 0,0 %).

D. Finanzlage

Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist als sehr positiv anzusehen. Die Gesellschaft finanziert sich nahezu vollständig aus eigenen Mitteln und ist somit auch von zukünftigen Zinsentwicklungen bei Fremdmitteln unabhängig. Die Liquidität war im Wirtschaftsjahr zu jedem Zeitpunkt gesichert.

Die Finanzierung der Investitionen in das Sachanlagevermögen des Geschäftsjahres 2023 erfolgte ausschließlich aus vorhandenem Eigenkapital.

Die Finanzmittel erhöhten sich im Geschäftsjahr um TEUR 2.017 von TEUR 464 im Vorjahr auf TEUR 2.481. Die Auszahlungsüberschüsse aus der Investitionstätigkeit (TEUR -786) und der Finanzierungstätigkeit (TEUR -59) konnten vollständig durch den Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (TEUR 2.916) refinanziert werden.

E. Vermögenslage

Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Bilanzsumme um TEUR 1.506 auf TEUR 16.498. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Jahresüberschuss mit TEUR 1.919 und der gleichzeitigen Minderung der Verbindlichkeiten um TEUR 561.

Das Vermögen der Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag in Höhe von 76,8 % (Vorjahr 71,7 %) durch Eigenkapital finanziert. Das Eigenkapital wird durch die nicht ausgeschütteten Gewinne der Gesellschaft weiter gestärkt. Bedingt durch diese Vorgehensweise kann die Gesellschaft unabhängig von einer zukünftigen Zinsentwicklung Investitionen planen und tätigen. Die Liquiditätsversorgung der Gesellschaft ist auch mittelfristig gesichert.

Es wird auch weiterhin erheblich in die Erhaltung und Verbesserung des Maschinenparks sowie der eigenen Infrastruktur investiert. Ein Großteil der neuen Maschinen wird bei der Weißbacher Verwaltungs- und Vermögens-GmbH langfristig angemietet.

F. Risiko- und Chancenbericht

Im Geschäftsjahr 2024 wird die Gesellschaft die Verarbeitung von Blei als Lagermetall vollständig einstellen. Damit verbunden ist das Risiko eines Rückgangs im Umsatz bei bestimmten Produktgruppen aufgrund der Weitergabe der gestiegenen Kosten von Zinnbasismetallen an die Kunden. Die aktuell laufende Neubewertung von Antimon durch die REACH stellt ein erhebliches Risiko für die Gesellschaft dar, weil bei einem Verbot dieses Elementes für den Einsatz in Lagermetallen die Gesellschaft in einem großen Produktspektrum lieferunfähig würde. Auch ein Verbot des Einsatzes von PFAS aufgrund der Einstufung durch die REACH würde für die Gesellschaft ein Risiko bedeuten, wobei hier bereits Vorversuche zum Einsatz von Alternativen ohne PFAS durchgeführt wurden. Das als Alternative zu den antimonhaltigen Lagermetallen entwickelte Produkt GTW PEEK 101 wurde am Markt erfolgreich eingeführt, enthält aber PFAS und müsste bei einem Verbot derselben entsprechend modifiziert werden, womit ein Kosten- und Akzeptanzrisiko seitens der Kunden verbunden wäre.

Ein weiteres Risiko ergibt sich für die Gesellschaft aufgrund der mangelhaften Verfügbarkeit von Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt. Trotz einzelner Einstellungen ist die Belegschaft im Geschäftsjahr 2023 geschrumpft, bei gleichzeitig steigendem Auftragseingang. Dies führt zu Lieferverzögerungen, die mit einem Vertrauensverlust seitens der Kunden und dann fallenden Umsätzen verbunden sein können. Gleichzeitig verstärkt sich auch aufgrund der schwierigen Wirtschaftslage in China die Präsenz von chinesischen Wettbewerbern in Europa und den USA, die zu für die Gesellschaft nicht erreichbaren Preisen ihre Produkte anbieten. Diesem Fachkräftemangel begegnet die Gesellschaft durch starken Ausbau der eigenen Berufsausbildung sowie Werbemaßnahmen auf lokaler Ebene. Durch besondere Maßnahmen im Bereich der Berufsausbildung, insbesondere durch ein Austauschprogramm für Auszubildende mit Kunden der Gesellschaft ist ein hohes Interesse an der Berufsausbildung der Gesellschaft festzustellen.

Durch politische Rahmenbedingungen, insbesondere durch ein mögliches Inkrafttreten eines Umsetzungsgesetzes der EU-Verordnung NIS-2 ergeben sich weitere finanzielle und regulatorische Risiken für die Gesellschaft. Durch eine Modernisierung der informationstechnischen Infrastruktur und interne Vorgaben zur IT-Sicherheit werden diesbezüglich bereits operative Maßnahmen getroffen, auch wenn die administrativen Maßnahmen bis zum Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens auf Bundesebene unklar bleiben.

Preisänderungsrisiken können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Die Gesellschaft kann diesen jedoch aufgrund ihrer guten Liquiditätslage und der hohen Eigenkapitalausstattung entgegenwirken. Außerdem bestehen langfristig gesicherte Einkaufsrahmenmöglichkeiten mit verschiedenen größeren Lieferanten.

Aufgrund des aktuell guten Auftragsbestands und der kalkulierten Margen kann in diesen Punkten jedoch zum jetzigen Zeitpunkt mittelfristig kein wesentliches Risiko für die Gesellschaft ausgemacht werden.

Chancen sieht die Geschäftsführung im Ausbau von inländischen Kundenbeziehungen, in der hohen Qualität der Produkte der Gesellschaft und der positiven Reputation des Unternehmens. Positive Effekte werden durch die intensive und stetige Optimierung der angebotenen Produkte in Kommunikation mit den betroffenen Kunden erwartet. Die stetige Fortbildung der Mitarbeiter und die Ausweitung des Werkstoff- und Produktportfolios sind für die Gesellschaft neben dem operativen Geschäft wesentlich, um weiterhin mit den steigenden Kundenanforderungen Schritt halten zu können.

Durch neue Produkte wie mit GTW PEEK 101 beschichtete Gleitlager oder ein Gleitlager mit Quetschöldämpfer, sowie die Vorstellung derselben auf internationalen Fachtagungen kann die Gesellschaft ihre Reputation weiter steigern und im Bereich von Sondergleitlagern neue Kundenbeziehungen knüpfen.

Bestandsgefährdende Risiken der künftigen Entwicklung sowie Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind unverändert nicht erkennbar.

G. Prognosebericht

Der Auftragsbestand zu Beginn des Geschäftsjahres 2024 ist etwa genauso hoch wie zu Beginn des Geschäftsjahres 2023, so dass mit ähnlichen Umsatzerlösen gerechnet wird. Gleichzeitig werden gestiegene Kosten und eine stärkere Lieferverzögerung zu einer stärkeren Bindung liquider Mittel, verminderten Gewinnen und erhöhtem Abstimmungsaufwand mit den Kunden führen. Aufgrund der unveränderten politischen Rahmenbedingungen wird mit einem weiterhin hohen Auftragseingang gerechnet.

Für das Jahr 2024 wird mit einer weiteren Erholung des Wertpapierportfolios gerechnet, wobei davon auszugehen ist, dass gegen Ende des Jahres die Verluste aufgrund der durch den russischen Angriffskrieg ausgelösten Kursbewegungen am Aktien- und Anleihemarkt ausgeglichen und der Ausgangswert der Portfolios wieder erreicht werden wird. Das dort gebundene Kapital würde etwa ab dem Jahr 2025 wieder für Investitionen zur Verfügung stehen, wenngleich kein Investitionsbedarf in der dadurch möglichen Höhe absehbar ist.

Für die weitere Entwicklung der Gesellschaft bezüglich eines Wachstums der Belegschaft ist das lokale wirtschaftliche Umfeld von entscheidender Bedeutung. Für das Jahr 2024 wird bei bestehender Rezession mit einem Arbeitsplatzabbau von Firmen im lokalen Umfeld gerechnet, diese Fachkräfte stehen dann potentiell für einen Aufwuchs der Belegschaft zur Verfügung. Trotzdem wird die eigene Berufsausbildung weiter forciert und in den nächsten Jahren einen wesentlichen Teil zum Ausbau der Belegschaft beitragen.

Für das Jahr 2024 rechnet die Geschäftsleitung mit etwa gleichbleibenden Umsatzerlösen von etwa TEUR 20.000 und mit einem gegenüber 2023 schlechteren Ergebnis. Für 2025 wird von im Vergleich zu 2024 leicht sinkenden Umsatzerlösen und einem ähnlichen Ergebnis wie in jenem Jahr ausgegangen.

 

Alpen, den 28. März 2024

Geschäftsführer, Dipl.-Ing. Georg Weißbacher

Geschäftsführer, Dipl.-Ing. Dr. Christoph Weißbacher

Geschäftsführer, Dipl.-Ing. Ferdinand Pötters

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 5.557.295,43 5.098.114,30
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 11.804,00 19.791,00
II. Sachanlagen 705.965,42 396.957,42
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 71.390,42 74.409,42
2. technische Anlagen und Maschinen 440.971,00 79.591,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 164.606,00 105.707,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 28.998,00 137.250,00
III. Finanzanlagen 4.839.526,01 4.681.365,88
B. Umlaufvermögen 10.941.126,45 9.894.127,06
I. Vorräte 4.461.128,00 5.450.906,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.998.556,52 3.979.709,04
1. Forderungen gegen Gesellschafter 25,00 205,39
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.998.531,52 3.979.503,65
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 5.628,38 300,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.481.441,93 463.512,02
Aktiva 16.498.421,88 14.992.241,36

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 12.671.228,21 10.753.007,75
I. Gezeichnetes Kapital 102.258,38 102.258,38
II. Bilanzgewinn 12.568.969,83 10.650.749,37
davon Gewinnvortrag 10.650.749,37 11.411.061,98
B. Rückstellungen 417.692,82 268.970,00
C. Verbindlichkeiten 3.409.500,85 3.970.263,61
1. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.000,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.000,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 3.408.500,85 3.970.263,61
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.408.500,85 3.970.263,61
Passiva 16.498.421,88 14.992.241,36

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 10.681.907,17 7.024.525,61
2. Personalaufwand 4.094.514,11 3.774.557,84
a) Löhne und Gehälter 3.407.011,68 3.126.892,49
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 687.502,43 647.665,35
davon für Altersversorgung 50.813,52 53.751,09
3. Abschreibungen 138.289,30 118.806,77
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 138.289,30 118.806,77
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.899.325,22 3.290.215,77
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 69.075,71 -3.246,36
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.921,93
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 28.486,60 548.138,63
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 28.486,60 548.138,63
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 58.103,33 49.240,61
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 619.101,55 3.698,86
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 1.544,94
10. Ergebnis nach Steuern 1.920.084,70 -763.379,23
11. sonstige Steuern 506,00 -4.424,86
12. Jahresüberschuss 1.919.578,70 -758.954,37
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 10.650.749,37 11.411.061,98
14. Ausschüttung 1.358,24 1.358,24
15. Bilanzgewinn 12.568.969,83 10.650.749,37

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB auf. Von allen größenklassenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften wird Gebrauch gemacht

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Gleitlagertechnik Weißbacher GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Alpen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Kleve
Register-Nr.: 6710

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss der Gleitlagertechnik Weißbacher GmbH wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches (§§ 238ff. HGB) unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) aufgestellt.

Die Posten der Bilanz wurden im Einzelnen wie folgt bewertet:

Die Gegenstände des Anlagevermögens sind mit Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Abschreibungen werden im Wesentlichen linear entsprechend der nach steuerlichen Grundsätzen ermittelten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Zugänge im Geschäftsjahr wurden pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 wurden in Übereinstimmung mit § 6 Abs. 2 EStG im Erwerbsjahr in voller Höhe aufwandswirksam berücksichtigt.

Die Finanzanlagen sind mit Anschaffungskosten, vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund dauerhafter Wertminderungen angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, sowie die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Hierunter waren auch die unfertigen Leistungen auszuweisen.

Der Ansatz Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt zu ihrem Nennbetrag, soweit nicht in Einzelfällen ein niedrigerer Wertansatz geboten ist. Erkennbare Einzelrisiken bei zweifelhaften Forderungen werden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kredit-, Zins- und Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Es wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,50 % der Nettoforderungen vorgenommen.

Die liquiden Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt.

Rückstellungen werden in Höhe des aufgrund vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bezüglich der Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 einschließlich der Anschaffungs- und Herstellungskosten und der Abschreibungen wird auf den in diesem Anhang beigefügten Anlagenspiegel verwiesen.

Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf EUR 25,00 (Vorjahr: EUR 205,39).

Das gezeichnete Kapital der Gleitlagertechnik Weißbacher GmbH beträgt am Bilanzstichtag EUR 102.258,38 (Vorjahr: EUR 102.258,38).

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 274 (Vorjahr: TEUR 269) beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich für Urlaubs- und Überstundenansprüche mit TEUR 119 (Vorjahr: TEUR 152) und für Jahresabschlusskosten mit TEUR 106 (Vorjahr: TEUR 65).

Sämtliche in der Bilanz enthaltenen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen TEUR 1.706 und resultieren aus Miet- und Leasingverträgen.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

V. Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 57 Arbeitnehmer beschäftigt.

Arbeitnehmer: 54
geringfügig Beschäftigte: 3

Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

Dipl.-Ing. Georg Weißbacher

Dipl.-Ing. Dr. Christoph Weißbacher

Dipl.-Ing. Ferdinand Pötters

Sämtliche Rechte und Pflichten der Geschäftsführer ergeben sich aus dem Gesetz, dem Geschäftsführervertrag und den Anweisungen der Gesellschafter. Die Gesellschafter-Geschäftsführer Georg und Dr. Christoph Weißbacher sind von den Beschränkungen des § 181 BGB durch Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages befreit. Der Fremdgeschäftsführer Ferdinand Pötters ist nicht von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Gemäß § 286 Abs. 4 in Verbindung mit § 285 Nr. 9a HGB unterbleiben die Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführer.

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 13 und entfällt ausschließlich auf die Jahresabschlussprüfung.

Von dem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.919.578,70 wurde eine Vorabausschüttung in Höhe von EUR 1.358,24 vorgenommen. Die Geschäftsführung schlägt vor, den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von EUR 12.568.969,83 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Alpen, den 28. März 2024

Geschäftsführer, Dipl.-Ing. Georg Weißbacher

Geschäftsführer, Dipl.-Ing. Dr. Christoph Weißbacher

Geschäftsführer, Dipl.-Ing. Ferdinand Pötters

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 222.930,49 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 222.930,49 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.269.406,64 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.779.233,25 431.890,00 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 617.149,66 115.673,30 37.864,08
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 137.250,00 303.498,00 0,00
Summe Sachanlagen 3.803.039,55 851.061,30 37.864,08
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 5.229.504,51 2.118.281,67 2.304.244,57
Summe Finanzanlagen 5.229.504,51 2.118.281,67 2.304.244,57
Summe Anlagevermögen 9.255.474,55 2.969.342,97 2.342.108,65
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 222.930,49
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 222.930,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 1.269.406,64
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 2.211.123,25
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 694.958,88
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -411.750,00 28.998,00
Summe Sachanlagen -411.750,00 4.204.486,77
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 5.043.541,61
Summe Finanzanlagen 0,00 5.043.541,61
Summe Anlagevermögen -411.750,00 9.470.958,87
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 203.139,49 7.987,00 0,00 0,00 211.126,49
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 203.139,49 7.987,00 0,00 0,00 211.126,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.194.997,22 3.019,00 0,00 0,00 1.198.016,22
2. technische Anlagen und Maschinen 1.699.642,25 70.510,00 0,00 0,00 1.770.152,25
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 511.442,66 56.773,30 37.863,08 0,00 530.352,88
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 3.406.082,13 130.302,30 37.863,08 0,00 3.498.521,35
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 548.138,63 28.486,60 0,00 0,00 576.625,23
Summe Finanzanlagen 548.138,63 28.486,60 0,00 0,00 576.625,23
Summe Anlagevermögen 4.157.360,25 166.775,90 37.863,08 0,00 4.286.273,07
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 11.804,00 19.791,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 11.804,00 19.791,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 71.390,42 74.409,42
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 440.971,00 79.591,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 164.606,00 105.707,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 28.998,00 137.250,00
Summe Sachanlagen 0,00 705.965,42 396.957,42
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 372.609,63 4.839.526,01 4.681.365,88
Summe Finanzanlagen 372.609,63 4.839.526,01 4.681.365,88
Summe Anlagevermögen 372.609,63 5.557.295,43 5.098.114,30

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 19.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Gleitlagertechnik Weißbacher GmbH, Alpen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gleitlagertechnik Weißbacher GmbH, Alpen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gleitlagertechnik Weißbacher GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düren, den 12. Dezember 2024

RG Graßmann GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. Robert Graßmann, Wirtschaftsprüfer

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