NewCold Germany Rheine GmbH

Offenbergweg 11, 48432 Rheine, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Steinfurt HRB 4065
Vorher
KLM Kühl- und Lagerhaus Münsterland GmbHNewCold Germany GmbH
Eingetragen
28.8.1990
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenWärme- und KältehandelVermittlungstätigkeiten für die Güterbeförderung
Gegenstand
Betrieb von Kühl- und Lagerhäusern sowie Einlagerung von Waren jeglicher Art und Handel mit diesen Waren. Die Gesellschaft übernimmt weiterhin sämtliche Logistik-Dienstleistungen für Lebensmittel und Güter aller Art, insbesondere alle Speditions- und Transportleistungen sowie Zolllagerung und Vermietung von Lagerräumen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
84.80%
NewCold Coöperatief U.A.NLD
10.10%
iCold B.V.NLD
5.10%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Germany
424.000 DM
84.80%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

NewCold Germany Rheine GmbH

Rheine

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

(mit Vergleichszahlen zum 31. Dezember 2022)

AKTIVA

Vorjahr
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 293.632,02 293.493,66
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2,99 2,99
2. Technische Anlagen und Maschinen 668.005,37 332.689,93
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 168.567,56 126.724,51
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 311.663,02
836.575,92 771.080,45
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 25.000,00
2. Beteiligungen 1.250,00 1.250,00
1.250,00 26.250,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 698.956,05 676.938,18
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.340.079,16 6.060.194,86
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen: EUR 1.318.935,79 (Vj.: EUR 2.047.265.01)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 374.857,21 1.103.040,65
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 41.279,56 144.065,88
9.586.629,92 9.075.063,68

PASSIVA

Vorjahr
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 255.645,94 255.645,94
II. Gewinnvortrag 2.835.200,39 2.835.200,39
III. Jahresüberschuss 0,00 0,00
3.090.846,33 3.090.846,33
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.854.224,55 535.152,11
C. VERBINDLICHKEITEN 4.484.600,04 5.283.819,24
davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundennen Unternehmen EUR 3.752.406,99 (Vj.: EUR 5.055.088,88)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 156.959,00 165.246,00
9.586.629,92 9.075.063,68

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR 2023 BIS ZUM 31. DEZEMBER 2023

(mit Vergleichszahlen für das Geschäftsjahr 2022)

Vorjahr
EUR EUR
1. Rohergebnis 14.366.854,56 13.337.386,06
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.192.426,89 -3.121.771,56
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -787.745,22 -776.736,61
-3.980.172,11 -3.898.508,17
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -323.322,42 -862.180,99
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -10.017.381,19 -9.204.193,66
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.803,58 11.521,14
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 5.803,58 (Vj.: EUR 11.521,14)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -166.887,58 -128.128,75
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 166.887,58 (Vj.: EUR 128.128,75)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -34.834,52 -15.422,45
8. Ergebnis nach Steuern -149.939,68 -759.526,82
9. Sonstige Steuern -1.154,50 -2.511,00
10. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages übernommener Verlust 151.094,18 762.037,82
11. Jahresüberschuss 0,00 0,00

ANHANG 2023

Allgemeine Angaben

Die NewCold Germany Rheine GmbH wird beim Amtsgericht Steinfurt unter der Nummer HRB 4065 geführt. Mit Eintragung im Handelsregister vom 27.12.2023 wurde die Frische- und Gefrierzentrum Rheine GmbH auf die NewCold Germany Rheine GmbH verschmolzen. Die Geschäftsaktivitäten der Frische- und Gefrierzentrum Rheine GmbH (Annahme, Prüfung, Verpackung, Schockgefrierung, Lagerung und Bereitstellung für den Versand von Schlachtnebenprodukten und frischen Fleischprodukten) wurde bereits im Mai 2023 eingestellt, die dazugehörigen Anlagen und Hilfsmittel verkauft. Das bislang von der Frische- und Gefrierzentrum Rheine GmbH genutzte konventionelle Lager in Rheine wurde in die Aktivitäten der NewCold Germany Rheine GmbH integriert.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff., 264 ff. HGB aufgestellt. Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB finden Anwendung.

Die Fristigkeitsvermerke zu den Forderungen (§ 268 Abs. 4 HGB) und Verbindlichkeiten (§ 268 Abs. 5 HGB) werden zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit in den Anhang aufgenommen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgeblich.

Aktiva

Die Gegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten bewertet und - soweit abnutzbar - planmäßig abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten oder dem jeweils niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Für Leihpaletten, deren Bestand in Größe, Wert und Zusammensetzung nur geringen Schwankungen unterliegt ist ein Festwert gemäß § 240 Abs. 3 HGB gebildet worden.

Das Umlaufvermögen, bestehend aus Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen ist zum Nennwert unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert bewertet.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Passiva

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt mit der Erbringung der Umsatzerlöse, für die der Abgrenzungsposten gebildet wurde.

Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und der Abschreibungen sind im Einzelnen aus der zum Anhang gehörenden separaten Anlage der dargestellten Entwicklung des Anlagevermögens ersichtlich.

Unter den Finanzanlagen wurde im Vorjahr eine Beteiligung an der Frische- und Gefrierzentrum Rheine GmbH, Rheine, mit einem Anteil am Kapital in Höhe von 100 % ausgewiesen. Die Frische- und Gefrierzentrum Rheine GmbH ist mit dem Eintrag im Handelsregister vom 27.12.2023 auf die NewCold Germany Rheine GmbH verschmolzen worden.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 1.319 (Vj.: TEUR 2.047). In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind solche gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 151 (Vj.: TEUR 762) aus der Verlustübernahme enthalten.

Alle anderen Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Abgrenzungen für Urlaubs- und Überstunden der Mitarbeiter sowie offene Rechnungen.

In den Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen sind solche gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 675 (Vj.: TEUR 173) ausgewiesen.

Sämtliche Verbindlichkeiten weisen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr aus.

Ergänzende Angaben

Finanzielle Verpflichtungen / Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat eine gesamtschuldnerische Mithaft für Darlehen eines verbundenen Unternehmens (GBU Grundstücksverwaltung GmbH) übernommen. Die Darlehensvaluta beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 65.680 (Vj.: TEUR 66.431).

Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des Zahlungsverhaltens der Begünstigten in der Vergangenheit als gering ein; Anhaltspunkte für eine andere Beurteilung liegen uns derzeit nicht vor.

Zum 31. Dezember 2023 bestehen finanzielle Verpflichtungen aus einem Mietvertrag (Verbundbereich) in Höhe von TEUR 19.740, der sich wie folgt auf die folgenden Jahre aufteilt:

Bis 1 Jahr TEUR 4.156
von 1 Jahr bis zu 5 Jahre TEUR 15.584

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen entsprechen dem betriebsgewöhnlichen Umfang.

Mitarbeiter

Die Entwicklung der durchschnittlichen Beschäftigtenzahl (inkl. der Anzahl der Mitarbeiter der mit der NewCold Germany Rheine GmbH verschmolzenen Frische- und Gefrierzentrum Rheine GmbH) ergibt sich aus untenstehender Übersicht.

Durchschnittliche Beschäftigtenzahl im Geschäftsjahr 2023 2022
Operativer Bereich 69 63
Technik 9 9
Administration 3 3
81 75

Mitglieder der Geschäftsführung

Die Geschäftsführung erfolgte im Geschäftsjahr 2023 durch

Herrn Frank Huckschlag, Kaufmann, Osnabrück

Herrn Adrianus van Rijswijk, Kaufmann, Breda, Niederlande

Hinsichtlich der Geschäftsführerbezüge wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der NewCold Coöperatief U.A., Breda, Niederlande, einbezogen.

Der Konzernabschluss der NewCold Coöperatief U.A., Breda, Niederlande, kann bei der Kamer van Koophandel unter der KVK-Nummer 55703623 eingesehen werden.

Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag

Es besteht seit dem 1. Januar 2013 (geändert in 2021) ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zwischen der NewCold GmbH & Co. KG als Mutterunternehmen und der NewCold Germany Rheine GmbH, Rheine sowie GBU Grundstücksverwaltung GmbH, Rheine, als Tochterunternehmen.

 

Rheine, den 18. Juni 2024

Frank Huckschlag

Adrianus van Rijswijk

Angabe nach § 328 Abs. 1a HGB:

Der Jahresabschluss ist am 20.06.2024 festgestellt worden.

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand am 01.01.2023 Zugänge (Geschaftsjahr) Zugänge aus Verschmelzung (Geschäftsjahr) Abgänge (Geschaftsjahr) Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 1.322.034,20 148.671,00 0,00 0,00 1.470.705,20
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.761.146,40 0,00 0,00 0,00 2.761.146,40
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.228.952,66 412.328,64 35.691,10 0,00 3.676.972,40
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.601.706,23 107.889,00 54.046,21 0,00 1.763.641,44
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 311.663,02 0,00 0,00 311.663,02 0,00
7.903.468,31 520.217.64 89.737,31 311.663,02 8.201.760,24
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 -25.000,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 1.250,00 0,00 0,00 0,00 1.250,00
26.250,00 0,00 -25.000,00 0,00 1.250,00
ABSCHREIBUNGEN
Stand am 01.01.2023 Zugänge (Geschaftsjahr) Zugänge aus Verschmelzung (Geschäftsjahr) Abgänge (Geschäftsjahr) Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 1.028.540,54 148.532,64 0,00 0,00 1.177.073,18
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.761.143,41 0,00 0,00 0,00 2.761.143,41
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.896.262,73 97.144,23 15.560,07 0,00 3.008.967,03
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.474.981,72 77.645,55 42.446,61 0,00 1.595.073,88
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
7.132.387.86 174.789,78 58.006,68 0,00 7.365.184,32
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
BUCHWERTE
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 293.632,02 293.493,66
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2,99 2,99
2. Technische Anlagen und Maschinen 668.005,37 332.689,93
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 168.567,56 126.724,51
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 311.663,02
836.575,92 771.080,45
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 25.000,00
2. Beteiligungen 1.250,00 1.250,00
1.250,00 26.250,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Mit Eintragung im Handelsregister vom 27. Dezember 2023 ist die Frische- und Gefrierzentrum Rheine GmbH auf die NewCold Germany Rheine GmbH verschmolzen worden. Die Aktivitäten der Frische- und Gefrierzentrum Rheine GmbH wurden bereits im Mai 2023 eingestellt und die Übernahmebilanz zum 30.06.2023 erstellt.

Der Ausbau der bestehenden Lagerkapazitäten (Lagervolumen: 540.000 cbm, rund 90.000 Palettenplätze) hat im April 2022 begonnen und wird bis Ende 2024 abgeschlossen sein. Der Standort Rheine bietet dann noch mehr Möglichkeiten, um den Full-Service aus Lagerung, Kommissionierung, Konfektionierung und Transportdienstleistungen anbieten zu können.

Aufgrund von Erfahrung und Innovationskraft stellt sich die NewCold Germany Rheine GmbH (kurz: NGR) nach den ersten 30 Jahren Ihres Bestehens am Standort Rheine durch die Erweiterung von Lagerkapazitäten und Dienstleistungsangeboten für die Zukunft auf.

2. Wirtschaftsbericht

Branchenentwicklung

Die Tiefkühlbranche insgesamt hat sich im Jahr 2023 zwar gut entwickelt und der Gesamtabsatz von Tiefkühllebensmitteln hat das Vor-Corona Jahr um 5,5 % übertroffen (Quelle: dti), der Absatz der industriellen Speiseeisproduzenten ist aber 2023 um 2,4 % gesunken. Dies lag insbesondere an einem unbeständigen Frühjahr und den verregneten Sommermonaten Juli und August (Quelle: VDKL).

Die durchschnittliche Auslastung der deutschen VDKL-Kühlhäuser betrug im Jahr 2023 70,1% (gegenüber 69,2% im Vorjahr).

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die NGR bindet namhafte Anbieter im Tiefkühlbereich und fügt durch die Bündelung von Aktivitäten (Hubkonzept) am Standort Rheine fortlaufend neue Anbieter hinzu. Das Jahr 2023 war allerdings wiederum durch eine schwierige Eiscremesaison gekennzeichnet, daher lag die Auslastung der Läger der NGR, trotz neuer Kunden, mit 68,5 % (nach 75,6 % in 2022) deutlich unter dem Vorjahr und unter dem Branchendurchschnitt.

Sortiments- und Produktionsentwicklung

In 2013 hat NGR seine Kapazitäten durch den Neubau eines automatischen Hochregallagers, welches durch das Schwesterunternehmen GBU Grundstücksverwaltung GmbH erstellt wurde, um 68.400 Eurostellplätze erhöht. Damit betreibt NGR das größte vollautomatische Dienstleistungstiefkühlhaus in Deutschland.

Im Jahr 2016 ist die Transportbrücke zwischen dem Tiefkühl-Hochregallager und dem konventionellen Tiefkühllager in Betrieb gegangen. Dies hat die Arbeitsabläufe deutlich vereinfacht und die innerbetrieblichen Transportkosten gesenkt.

Für das Jahr 2024 steht der Abschluss der Erweiterungsarbeiten des Hochregallagers (um ca. 32.000 Europalettenplätze) an.

Das Hubkonzept, also die Bündelung von Lieferanten des Lebensmitteleinzelhandels am Standort Rheine und die Organisation von Transporten von den Lieferanten zu uns und von uns zu den Lieferanten ist im Jahr 2023 weiter ausgebaut worden.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse haben gegenüber dem Vorjahr wiederum deutlich um 1.633T.€ auf 22.972T.€ zugenommen (+7,7%). Die Umsatzsteigerung wurde insbesondere durch die weitere Steigerung der Transportdienstleistungen (+35%) und das zunehmende Angebot von Lager- und Handling-Dienstleistungen im Rahmen des Hubkonzeptes erreicht (+7,4 %). Diese Entwicklung hat die deutlich gesunkene Lagerauslastung überkompensiert. Die Kommissionierungserlöse sind weiter gesunken. Die Kostensteigerungen des Jahres 2023 konnten wiederum nur zum Teil an die Kunden weitergegeben werden.

Die Umsatzentwicklung ging mit sinkenden Kostenquoten einher. Die Kostenquote (vor Konzernumlagen der NewCold Gruppe) aus Materialaufwand und sonstigen betrieblichen Aufwendungen sank zwar von 79,3 % im Vorjahr auf 76,3 % im Berichtsjahr, verblieb aber immer noch auf hohem Niveau. Auf der Habenseite lag die Senkung der Strombeschaffungskosten um 1.693T.€ ., auf der Sollseite die immer noch vergleichsweise hohe Inflationsrate, die Kosten für die Durchführung der Transporte für die neuen Kunden, die über Dienstleister abgewickelt wurden (Geschäft mit niedrigen Margen), den durch Mindestlohnerhöhungen und den diesen folgenden Tariflohnerhöhungen in der Zeitarbeit (+323T.€) für Fremdarbeiten, den gestiegenen Aufwendungen für Wartungen (+139T.€) und Maßnahmen für Zertifizierungen im Arbeits- und Umweltschutz (+53T.€).

Die Personalkosten sind gegenüber 2022 um 2,1% gestiegen und erklären sich aus der Zunahme der Mitarbeiter (um das Umsatzwachstum abwickeln zu können) und Gehaltserhöhungen. Die Personalkostenquote (2023: 17,3%, 2022: 18,3%) ist gesunken, da die Umsätze stark durch die Transport- und Konfektionierumsätze (die über Drittanbieter abgewickelt werden) geprägt worden sind.

Gegenüber dem Vorjahr ist das negative Ergebnis nach Steuern aufgrund dieser Entwicklungen um 611T.€ auf -151T.€ gestiegen. Das Ergebnis beinhaltet ein Verschmelzungsergebnis von 155T.€.

Zusammenfassend ist zu konstatieren, dass die Gesellschaft das Geschäftsjahr operativ erfolgreich bestreiten und die Verluste des Vorjahres deutlich reduzieren konnte.

Finanzlage

Die Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden aus dem laufenden Cashflow finanziert. Lieferantenrechnungen werden grundsätzlich mit Skontoausnutzung gezahlt. Der Finanzmittelbestand hat sich zum Bilanzstichtag um 728T.€ vermindert.

Die Außenfinanzierung für 2024 ist mit den bestehenden Finanzierungspartnern der internationalen NewCold-Gruppe abgesichert. Bankkredite wurden im aktuellen Geschäftsjahr nicht in Anspruch genommen.

Die Forderungen haben in diesem Jahr nochmals stark zugenommen. Dies erklärt sich in erster Linie über das starke Umsatzwachstum. Ansprachen an Kunden haben dazu geführt, dass sich die Zahlungsmoral insgesamt wieder verbessert hat. Wir befürchten keine Ausfälle.

Vermögenslage

Die Nettobuchwerte des Anlagevermögens (ohne Finanzanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände) belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 837T.€ und die Eigenkapitalquote beträgt 32,2%. Der Jahresfehlbetrag wird im Rahmen eines EAV durch die Muttergesellschaft ausgeglichen.

Risikomanagement

Die Wirksamkeit des inventurbezogenen Kontrollsystems wurde bestätigt. Weiterhin wurde das Risikofrüherkennungssystem zur Warenein- und -auslagerung sowie Konfektionierung überprüft. Es wurde bestätigt, dass die Risiken frühzeitig erkannt werden und den Anforderungen der Kunden entsprechen.

In unserem Hause wird ein aktives Debitorenmanagement mit laufender Bonitätsüberwachung der Kunden vorgenommen. Weiterhin führen wir die Lagerhaltung aufgrund der ABK (Allgemeine Bedingungen der Kühlhäuser) des Branchenverbandes VDKL durch. Hierdurch besteht ein Mieterpfandrecht bei nicht bezahlten Forderungen. In 2023 wurden keine Ausfälle verzeichnet.

Risiken durch Wechselkursschwankungen entstehen nicht, da alle Geschäfte in Euro abgewickelt werden.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Der Umsatz für Tiefkühlkost ist im Jahr 2023 um 18,7% (Vorjahr: 16,4%) gestiegen. Der Umsatz im Außer-Haus-Markt ist um 24,6% gestiegen (Vorjahr: 33,1%). Der Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel ist um 14,0% gestiegen (Vorjahr: 5,7%) (Quelle: dti). Der Mengenabsatz im Gesamtmarkt ist um 3,4 % gestiegen.

Wir gehen daher davon aus, dass sich der Tiefkühllogistikbereich weiterhin gut entwickeln wird. Die Nähe zu den einzelnen Produzenten, die verkehrsgünstige Lage, das Hubkonzept. die Konzentration im Markt (die auch die Chancen für mittelständische Anbieter erhöht) sowie das europäische und internationale Netzwerk der NewCold-Gruppe bieten weiterhin gute Marktchancen.

Das Kundenportfolio ist von zentraler Bedeutung für unser Unternehmen. Kundenbindung führt zu permanenten Erlösen und ist daher fundamental für den langfristigen Geschäftserfolg. Die Bestandspflege und Nähe zu unseren Kunden ist ein essentieller Baustein für die Ertragslage, aber auch gleichermaßen wichtig zur Stützung der Reputation im Markt.

Bei einer Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung besteht das generelle Risiko eines zukünftigen Umsatzausfall bei Bestandskunden. Dieses Risiko wird aber auf Grund der Hauptbranche "Lebensmittelindustrie" weiterhin als gering eingeschätzt.

Die Risiken, die sich durch den fortlaufenden Krieg in der Ukraine und dessen mögliche Ausweitung ergeben, sind nicht vollständig abschätzbar. Der Krieg hat insbesondere Auswirkungen auf die Personalkosten (Kompensation hohe Inflation), die Kosten der Stromversorgung, auf die Treibstoffkosten (Diesel) und für unsere Kunden auf die Versorgung mit Rohstoffen und Verpackungsmaterialien. Im Jahr 2024 stabilisieren sich die Stromkosten weiter auf niedrigem Niveau und unterhalb der Vorkriegsniveaus.

Darüber hinaus sehen wir weiterhin Risiken bei der Versorgungssicherheit und den Kosten für den notwendigen Netzausbau im Rahmen der Energiewende sowie der Fachkräftegewinnung.

Das bestehende Hochregallager und die Erweiterung werden mit Photovoltaik ausgestattet. Die Planungen für BHKWs mit Biogas oder Wasserstoff gehen weiter.

Sinkende Inflationsraten werden den Kostendruck vermindern, aber der Fachkräftemangel und steigende Mindestlöhne/Tariflöhne in der Zeitarbeit werden den Kostendruck im Personalbereich nicht reduzieren. Das Unternehmen treibt daher die Pläne für die Automatisierung von Tätigkeiten voran.

Im April 2022 haben wir mit dem Ausbau des Hochregallagers um ca. 32.000 Europalettenplätze begonnen, die uns die Einbindung weiterer Kunden ermöglicht. Die ursprünglich für Mitte 2024 geplante Fertigstellung wird sich auf Ende 2024 verzögern.

Für das Jahr 2024 ist die Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung aufgrund der Entwicklung des Krieges in der Ukraine und der Verzögerung der Inbetriebnahme für die Erweiterung des Hochregallagers weiterhin schwierig, denn die noch nicht vorhanden Kapazitäten müssen über die Nutzung von Drittlagern kompensiert werden. Wir gehen trotz dessen von einer überdurchschnittlich positiven Entwicklung des Umsatzes und der Auslastung aus, so dass wir eine deutlich positive Ergebnisentwicklung auf Höhe des Jahres 2021 erwarten .

 

Rheine, den 18. Juni 2024

Frank Huckschlag

Adrianus van Rijswijk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss und Lagebericht handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss der NewCold Germany Rheine GmbH (vormals: KLM Kühl- und Lagerhaus Münsterland GmbH), Rheine, haben wir nachstehenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die NewCold Germany Rheine GmbH (vormals: KLM Kühl- und Lagerhaus Münsterland GmbH), Rheine

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der NewCold Germany Rheine GmbH (vormals: KLM Kühl- und Lagerhaus Münsterland GmbH), Rheine, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NewCold Germany Rheine GmbH (vormals: KLM Kühl- und Lagerhaus Münsterland GmbH), Rheine, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 20. Juni 2024

GaMa GmbH
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