Zahntechnische Laboratorien
CHRISTEYNS GmbH
Grabenallee 24, 77652 Offenburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Cécile Monique Paule Viry seit 28.11.2023 | Geschäftsführer |
Lars Thorsten Brehm seit 20.6.2013 | Prokura |
Paul Boestoen seit 25.7.2006 | Geschäftsführer |
Charles Edward Betteridge seit 25.7.2006 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Christeyns N.V. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
CHRISTEYNS GmbHOffenburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT zum 31. Dezember 2023I. Grundlagen des Unternehmens I.1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die CHRISTEYNS GmbH ("Gesellschaft") befasst sich weiterhin mit dem Vertrieb von Wasch- und Waschhilfsmitteln sowie der Installation und Wartung von Dosiersystemen für Großwäschereien in Deutschland. Die Gesellschaft betreibt ihr Geschäft in gemieteten Räumlichkeiten in Offenburg. Das Unternehmen ist in den Konzern der Algimo - CHRISTEYNS Gruppe in Gent/Belgien integriert. I.2. Forschung und Entwicklung Die Haupttätigkeiten in Bezug auf Forschung und Entwicklung finden wie gehabt im Zentrallabor der CHRISTEYNS-Gruppe in Gent/Belgien statt. Einzelne Versuche wurden bei Gelegenheit auf Nachfrage des europäischen technischen Direktors in Wendelsheim in unserem dortigen Labor als Unterstützung durchgeführt. I.3 Zweigniederlassungen Die Gesellschaft hat keine Zweigniederlassungen. II. Wirtschaftsbericht II.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen (BMWK 13.12.2023). Im 1. Quartal 2023 ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,3 % gesunken, im 2. Quartal 2023 unverändert geblieben, im 3. Quartal 2023 um 0,1 % und im 4. Quartal 2023 um 0,3 % gesunken (jeweils im Vergleich zum Vorquartal). Im Gesamtjahr 2023 war das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 0,3 % geringer als im Vorjahr; Deutschland befand sich in einer Rezession (Statista und tagesschau.de 30.1.2024). Demgegenüber ist nach ersten Schätzungen das reale BIP sowohl im Euroraum als auch in der EU im Jahr 2023 um 0,5 % gestiegen Eurostat (30.1.2024). Das weltweite BIP-Wachstum wird für das vergangene Jahr 2023 auf rund 3,1 % geschätzt (statista 31.1.2024). Die Inflation, die wegen hoher Energiepreise und Lieferschwierigkeiten in vielen Branchen in 2022 sprunghaft gestiegen ist, war in Deutschland auch im Jahr 2023 mit 5,9 % hoch (Destatis 16.1.2024). Die in 2022 und 2023 ergriffenen Zinsmaßnahmen der Zentralbanken sollten die Inflationsraten senken, stellten aber auch ein Konjunkturrisiko dar. Der US-Dollar ist im Jahr 2023 wieder unter die Parität des Eurokurses zum USD gesunken, nachdem es im Juli 2022 erstmals seit 20 Jahren zu einer Parität des EUR zu USD gekommen war (tagesschau.de 12.7.2022), was die in USD gehandelten Güter wie Energie und Rohstoffe erheblich verteuert hatte. Entwicklung der Branche Der Umsatz mit Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln in Deutschland ist in den letzten Jahren tendenziell angestiegen, zuletzt auf rund 5,3 Milliarden Euro im Jahr 2023 (statista 2.1.2024). Nach den Corona-Jahren (bis 2022) sowie der Energiekostensteigerung 2022 als Folge des Ukrainekriegs verzeichneten die Kunden der CHRISTEYNS GmbH, vor allem Wäschereien, im Jahr 2023 eine gewisse Normalisierung ihrer Geschäfte. Jedoch ist der Textilservice prozyklisch geprägt. Geht es den Wäscherei-Kunden gut, erhöhen sie ihre Nachfrage. Ist der Geschäftsverlauf unbefriedigend, wird selbst im Rahmen von Drei-Jahresverträgen das Wäscheaufkommen reduziert. Die Rezession 2023 belastete deshalb auch den Textilservice und die Wäschereien. Hinzukommt, dass 2023 kein Ende der Kostpreissteigerungen in den zentralen Bereichen Personal, Waschchemie, in Deutschland produzierte Textilien und Finanzierung abzusehen war (Deutscher Textilreinigungs-Verband e.V. 29.6.2023). II.2. Geschäftsverlauf Bei schwieriger gesamtwirtschaftlicher Lage (s.o.) konnte die CHRISTEYNS GmbH im Geschäftsjahr 2023 sowohl bei den Umsatzerlösen als auch beim Ergebnis die besten Resultate der letzten zehn Jahre erzielen. Gegenüber dem Vorjahr konnten die Umsatzerlöse in 2023 um 17,0 % auf TEUR 24.467 bei einer Verfünffachung des Ergebnisses vor Steuern gesteigert werden. Die im Vorjahreslagebericht gegebenen Prognosen wurden sowohl bei den Umsatzerlösen (Prognose EUR 23,6 Mio.) als auch beim Ergebnis vor Steuern (Prognose "weit höheres Niveau als 2022") übertroffen bzw. erreicht. Der wesentliche Grund für die positive Ertragsentwicklung im Geschäftsjahr 2023 war, dass bei vereinbarten Absatzpreiserhöhungen die Rohstoffpreisentwicklung moderat war, weshalb die Materialeinsatzquote bezogen auf die Gesamtleistung in 2023 auf 52,7 % zurückging (i. Vj. 63,2 %). Dies führte zu einer Rohertragssteigerung 2023 um TEUR 3.951 gegenüber 2022, die sonstige Kostensteigerungen überstieg, so dass ein Ergebnis vor Steuern 2023 in Höhe von TEUR 3.571 erzielt wurde (i.Vj. TEUR 674). Es ist weiterhin zu vermuten, besonders mit Blick auf den volatilen Rohstoffmarkt, dass einige Mitbewerber durch unseriöse Preisangebote große finanzielle Probleme haben werden. Die Zahlungsmoral blieb 2023 stabil. Wir haben Kunden sehr früh mitgeteilt, dass wir nicht in der Lage sind, längere Zahlungsziele anzubieten. Unsere Offene-Posten-Liste wurde jede Woche kontrolliert und die Kunden haben sich im Wesentlichen an die Zahlungsziele gehalten. Die Anzahl der Mitarbeiter blieb im Jahresdurchschnitt 2023 mit 44 unverändert zum Vorjahr. Die Vergütungen der Mitarbeiter wurden entsprechend den betrieblichen Vereinbarungen angepasst. Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2023 als sehr zufriedenstellend. II.3. Lage II.3.1. Ertragslage Die Umsatzerlöse konnten im Jahr 2023 um TEUR 3.560 (+17,0 %) gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 24.467 erhöht werden. Die Gesamtleistung stieg im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 17,6 % auf TEUR 24.691 an (TEUR +3.699). Aufgrund der Erholung der Preise auf dem Rohstoffmarkt ist der Materialaufwand 2023 gegenüber dem Vorjahr um 1,9 % bzw. TEUR 252 gesunken, so dass sich eine signifikante Steigerung des Rohertrags gegenüber dem Vorjahr um 51,2 % (TEUR +3.951) auf TEUR 11.668 (i.Vj. TEUR 7.717) ergab. Die Personalaufwendungen sind in 2023 um TEUR 858 (20,3 %) gegenüber 2022 gestiegen und betrugen 20,6 % der Gesamtleistung (i.Vj. 20,1 %). Der Anstieg resultiert zum einen aus der Erhöhung der Pensionsrückstellung und zum anderen aus der Erhöhung der Mitarbeiterboni, die aufgrund der Umsatzsteigerungen in diesem Jahr höher ausgefallen sind. Löhne und Gehälter wurden 2023 nach Rücksprache mit dem Betriebsrat um durchschnittlich 2,3% erhöht. Zusätzlich wurde eine steuerfreie Inflationsausgleichsprämie ausbezahlt. Die Betriebsaufwendungen haben sich 2023 um TEUR 42 (4,0 %) gegenüber dem Vorjahr erhöht. Dies resultiert u.a. aus gestiegenen Materialkosten für die Reparatur von Dosiertechnik (TEUR 9) bei höheren Fahrzeugkosten (TEUR 28) und gestiegenen Kosten für wissenschaftliche Forschung (TEUR 10). Die Vertriebsaufwendungen haben sich 2023 um TEUR 110 (24,0 %) im Vergleich zu 2022 erhöht, insbesondere bei den Reisekosten (TEUR 58) und den Tagungsaufwendungen (TEUR 35). Die Verwaltungsaufwendungen sind 2023 um TEUR 15 (2,4 %) gesunken. Die Abschreibungen betrugen im Geschäftsjahr 2023 ähnlich wie im Vorjahr TEUR 959 (i.Vj. TEUR 969), spielen aber mit 3,9 % (i.Vj. 4,6 %) der Gesamtleistung keine wesentliche Rolle. Die sonstigen betrieblichen Erträge (bereinigt um neutrale Erträge) sind 2023 um TEUR 20 gesunken. Das um neutrale und periodenfremde Effekte bereinigte Betriebsergebnis erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 2.916 (486,8 %) gegenüber 2022 auf TEUR 3.515 (i.Vj. TEUR 599). Das Finanzergebnis 2023 (TEUR -33; i.Vj. TEUR -55) ist um 40,0 % oder TEUR 22 besser als 2022 und wird bei der derzeitigen Zinslage fast ausschließlich von Abzinsungseffekten langfristiger Forderungen und Rückstellungen bestimmt. Insgesamt erhöhte sich der Jahresüberschuss 2023 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 476) um 431,5 % (TEUR 2.054) auf TEUR 2.530. Die Entwicklung der Ertragslage ergibt sich aus nachfolgender Darstellung:
II.3.2. Finanzlage Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 wie im Vorjahr stets in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Zum 31. Dezember 2023 finanziert sich die Gesellschaft zum Großteil aus Eigenkapital (33,3%; i.Vj. 34,4%) sowie aus Rückstellungen (52,2%, i.Vj. 44,8%) und Verbindlichkeiten (14,5%; i.Vj. 20,8%). Neben dem Anlagevermögen sind auch Teile des Umlaufvermögens durch das Eigenkapital gedeckt. Die Investitionen 2023 betreffen im Wesentlichen Anschaffungen für Dosieranlagen (TEUR 1.893), im Fuhrpark (TEUR 248) sowie in IT-Hardware (TEUR 30). Die Gesamtinvestitionen 2023 in Höhe von TEUR 2.205 konnten wie in den Vorjahren aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert werden. Zum Bilanzstichtag offene Bestellungen für 2024 über TEUR 38 werden aus dem laufenden Cashflow 2024 finanziert werden. Die Liquiditätslage des Unternehmens ist gut, zum 31. Dezember 2023 bestanden flüssige Mittel in Höhe von TEUR 1.507 (i.Vj. TEUR 1.682); sie betrugen 15,5% der Bilanzsumme (i.Vj. 21,4%). Die Gesellschaft hatte zum 31. Dezember 2023 wie zum Vorjahresstichtag keine Bankverbindlichkeiten. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb des Zahlungsziels zu vereinnahmen. Wie in den Vorjahren waren wir auch im Geschäftsjahr 2023 in der Lage, Verbindlichkeiten stets zeitnah unter Inanspruchnahme von Lieferantenskonti zu begleichen. Die Einhaltung der Kundenzahlungsziele wird fortlaufend durch wöchentliche Besprechungen zwischen Buchhaltung und Verkaufsleitung überwacht. Die Verminderung der flüssigen Mittel zum 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahresstichtag um TEUR 175 resultiert aus folgenden Cashflows. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 2023 betrug TEUR 3.937 (i.Vj. TEUR 1.905) und basiert im Wesentlichen auf dem Periodenergebnis (TEUR 2.530), den Abschreibungen (TEUR 959) sowie dem Anstieg der Rückstellungen (TEUR 1.541), die den negativen Effekt aus den erhöhten Vorräten (TEUR -528) und Kundenforderungen (TEUR -236) sowie der Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Kundenanzahlungen (TEUR -546) überkompensierten. Die Veränderung des Cashflows aus der Investitionstätigkeit von TEUR -618 im Vorjahr auf TEUR -2.117 im Berichtsjahr 2023 ist insbesondere auf die gestiegenen Investitionen im Sachanlagevermögen (TEUR -2.196) zurückzuführen. Wie in den Vorjahren handelt es sich bei dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 2023 (TEUR -1.995; i.Vj. TEUR -1.000) um Ausschüttungen an die Anteilseignerin. II.3.3. Vermögenslage Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.855 bzw. 23,6 % auf TEUR 9.717 erhöht. Das Eigenkapital erhöhte sich in 2023 aufgrund des erzielten Jahresüberschusses (TEUR 2.530) und verminderte sich aufgrund der in 2023 erfolgten Gewinnausschüttungen (TEUR -1.995) auf TEUR 3.236. Aufgrund der überproportional gestiegenen Bilanzsumme ist die bilanzielle Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2023 von 34,4 % zum Vorjahresstichtag auf 33,3 % zurückgegangen. Die Entwicklung der Vermögenslage ergibt sich aus nachstehender Darstellung:
Neben dem langfristig gebundenen Vermögen ist zum 31. Dezember 2023 auch ein wesentlicher Teil des kurz- bis mittelfristig gebundenen Vermögens langfristig finanziert (TEUR 3.366; i.Vj. TEUR 3.526). Die Anlagendeckung durch Eigenkapital beträgt zum Stichtag 123,8 % (i.Vj. 191,2 %). Insgesamt befindet sich die Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 in einer positiven Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. II.4. Finanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren ergaben sich wie folgt:
III. Nachtragsbericht Zu den Vorgängen von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, verweisen wir auf die Angaben im Anhang. IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht IV.1 Prognosebericht Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Wie bereits im Vorjahr ist der Ausblick auf die zukünftige konjunkturelle Entwicklung mit großen Unsicherheiten verbunden. Aufgrund der Corona Pandemie ist mit keinen weiteren Auswirkungen zu rechnen. Die weiteren Entwicklungen im Ukrainekrieg und die daraus resultierenden Folgen sind schwierig vorherzusagen. Aufgrund der Spannungen in Nahost und den daraus resultierenden Schwierigkeiten im Schiffsverkehr sind bereits jetzt die Auswirkungen auf die Logistik zu spüren, sowohl in Bezug auf Verfügbarkeit von Schiffen als auch Transportkosten und -dauer. Des Weiteren sind die Verfügbarkeit und Preisentwicklung für Energie maßgeblich für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Für das Jahr 2024 werden für Deutschland keine nennenswerten Wachstumsimpulse erwartet; so geht die OECD, der IWF und der Sachverständigenrat von einem geringen Wirtschaftswachstum 0,2 % und die Bundesregierung von 0,3 % aus; die Prognose der fünf führenden Wirtschaftsforschungsinstitute sowie der EU-Kommission geht von nur +0,1 % aus (OECD 2.5.2024, EU-Kommission 15.5.2024, BMWK 24.4.2024, IWF 16.4.2024, Gemeinschaftsdiagnose 27.3.2024, Sachverständigenrat 15.5.2024). Für die Weltwirtschaft wird (wie in 2023) auch für das Jahr 2024 von nur verhaltenem Wachstum in Höhe von 3,1 % (OECD 2.5.2024), 3,2 % (IWF 16.4.2024) bzw. 3,0 % (BMWK 1.3.2024) ausgegangen. Noch schwächer wird das Wirtschaftswachstum in der EU für das Jahr 2024 mit 1,0 % und für den Euro-Raum mit 0,8 % erwartet (EU-Kommission 15.5.2024, IWF 16.4.2024). Die Inflation wird im Jahr 2024 in Deutschland anhalten, lt. Einschätzung der EU-Kommission, der Bundesregierung und des Sachverständigenrats mit 2,4 %, ebenso in der EU mit 2,7 % und im Euro-Raum mit 2,5 % (BMWK 24.4.2024, EU-Kommission 15.5.2024, Sachverständigenrat 15.5.2024). Die Stimmung der Unternehmen in Deutschland hat sich verschlechtert. Der ifo Geschäftsklimaindex sank im Juni 2024 auf 88,6 Punkte, nach 89,3 Punkten im Mai 2024. Dies war auf pessimistischere Erwartungen zurückzuführen. Die Urteile zur aktuellen Lage veränderten sich hingegen nicht. Die deutsche Wirtschaft tut sich schwer, die Stagnation zu überwinden. Im Verarbeitenden Gewerbe hat das Geschäftsklima nach drei Anstiegen in Folge einen Rückschlag erlitten. Die Unternehmen waren für die kommenden Monate wieder skeptischer. Insbesondere der sinkende Auftragsbestand bereitete den Firmen Sorgen. Mit den laufenden Geschäften waren sie jedoch etwas zufriedener. Im Dienstleistungssektor ist der Index gestiegen. Die Dienstleister beurteilten ihre aktuelle Lage besser. Auch der Ausblick auf das zweite Halbjahr hellte sich weiter auf. Im Handel hat sich das Geschäftsklima merklich verschlechtert. Bei den Geschäftserwartungen nahmen die skeptischen Stimmen deutlich zu. Auch die Urteile zu den laufenden Geschäften wurden nach unten korrigiert. Von der schlechten Entwicklung waren der Groß- und Einzelhandel gleichermaßen betroffen. Im Bauhauptgewerbe hat der Index leicht zugelegt. Dies war auf weniger pessimistische Erwartungen zurückzuführen. Die aktuelle Lage wurde hingegen schlechter beurteilt. Auftragsmangel bleibt ein zentrales Problem (ifo Institut 24.6.2024). Branchenentwicklung und zukünftige Entwicklung der Gesellschaft Die hohen Kosten belasten weiterhin die Branche und weitere Preiserhöhungen werden nötig. Die Wäschereien müssen weiterhin hohe Energiekosten sowie Preiserhöhungen in anderen Bereichen verkraften. Hierdurch werden die Wäschereien selbst unter Druck kommen und wir werden sehen müssen, dass wir nicht durch die Auswirkungen eventueller Insolvenzen beschädigt werden und Forderungen nicht mehr bezahlt werden bzw. wir Kunden verlieren. Wir hoffen für das zweite Halbjahr des Geschäftsjahr 2024 auf leicht bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen als in 2023, müssen jedoch abwarten, wie die Rohstoffmärkte sich entwickeln und auch die Auswirkungen der internationalen Krisen. Die nötigen kaufmännischen Besprechungen zur Erhöhung unserer Verkaufspreise bleiben nicht einfach und es besteht ein Risiko, dass einige Kunden die Erhöhungen nicht akzeptieren und ein Gegenangebot von einem Konkurrenten einholen werden. Die Gesamtumsatzerwartung aus Waschmittelerlösen und Dosiertechnik für das Jahr 2024 beträgt EUR 26,4 Mio.; das Jahresergebnis vor Steuern für 2024 wird in Höhe von ca. EUR 4,0 Mio. erwartet. Bestandsgefährdende Entwicklungen sind nicht erkennbar. Unsere Lieferkette ist meistens gut abgesichert. Christeyns hat mehrere Produktionsstätten in Europa und alle laufen aktuell auf vollen Touren. IV.2 Risikobericht Zu den Risiken resultierend aus der schwachen gesamtwirtschaftlichen Lage insbesondere in Deutschland, aus den internationalen Krisen u.ä. verweisen wir auf Punkt IV.1 Prognosebericht. Daneben bestehen folgende unternehmensspezifische Risiken. Die Gesellschaft verfügt über ein permanentes Risikomanagementsystem, das die regelmäßige Identifikation, Analyse und Bewertung der wesentlichen unternehmensspezifischen Risiken wie Absatzpreisreduzierungen, Rohstoffpreiserhöhungen, usw. sicherstellt. Im Rahmen der Risikosteuerung und -bewältigung ergreift die Unternehmensleitung ihrer Meinung nach alle möglichen notwendigen Maßnahmen. Die Gesellschaft versucht ständig, eventuelle Risiken zu erkennen und zu definieren, mögliche Lösungen zu finden bzw. alternative Strategien im Voraus zu entwickeln. Dies passiert nicht nur auf deutscher Ebene, sondern wird auch europaweit auf Konzernebene analysiert, und es wird dementsprechend darauf reagiert. Die Entwicklung der Gesellschaft ist von der allgemeinen Konjunkturlage abhängig. Sollte diese sich verschlechtern, wird dies auch Einfluss auf den Geschäftsverlauf der Gesellschaft haben, ebenso wie der Verlust von Großkunden. Das Risiko von Personalengpässen ist durch die Möglichkeit, bei Bedarf Techniker von anderen Schwesterfirmen in Europa (z.B. Österreich, Schweiz) einzusetzen, als gering einzustufen. IT-Risiken werden durch tägliche Datensicherungen gedeckt. Der nötige Firewall- und Internetdatenschutz ist vorhanden und wird von unserem EDV-Partner verwaltet. Das Büro ist mit einem Diebstahlalarm mit telefonischer Weiterleitung an die Polizei ausgestattet. Insgesamt sind der Geschäftsführung keine Risiken bekannt, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. IV.3 Chancenbericht Neben den dargestellten Risiken sieht die Geschäftsführung für die nächste Zeit weiterhin Chancen durch ein neues Waschverfahren sowie in der Möglichkeit, weitere Neukunden zu gewinnen, so auch bei großen potenziellen Kunden, die zur Zeit mit der Betreuung durch Mitbewerber unzufrieden sind. V. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft umfasst auch die Risikosteuerung in Bezug auf Finanzinstrumente. Ziel des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente ist es, diesbezügliche Risiken, soweit wirtschaftlich sinnvoll, zu beseitigen, wobei der Geschäftsführung bewusst ist, dass bestimmte Risiken nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand zu vermeiden sind. Dabei wird durch die fortlaufende Risikoidentifikation, -bewertung und -bewältigung insbesondere hinsichtlich der Forderungen und Verbindlichkeiten das Ziel verfolgt, Risiken bei den Finanzinstrumenten zu minimieren. Ausfallrisiken bei Forderungen i.S.v. § 266 Abs. 2 B II. 1.-4. HGB wird durch eine zeitnahe Überwachung des termingerechten Zahlungseingangs Rechnung getragen. Dazu finden wöchentlich Besprechungen zwischen Buchhaltung und Verkaufsleitung statt, in denen offene Posten-Listen und Fälligkeitslisten auf längerfristige Außenstände hin untersucht werden, um auf eine Verschlechterung der Zahlungsmoral unverzüglich und zeitnah reagieren zu können. Regelmäßige Mahnungen halten das Ausfallrisiko gering. Bei einem Großteil der Kunden ist die Zahlungsbedingung mit Skonto vorgesehen. Dadurch lassen sich Zahlungsprobleme schneller erkennen. Die Gesellschaft fakturiert ihre Umsätze ausschließlich in EURO, so dass bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen keine Währungsrisiken bestehen. Das gleiche gilt für die Materialbeschaffung. Die Verbindlichkeiten i.S.v. § 266 Abs. 3 C. HGB aus Lieferungen von Waschmitteln sind hauptsächlich an die Muttergesellschaft zu zahlen, die ihre Rechnungen ebenfalls ausschließlich in EURO an uns stellt. Da wir uns nicht durch verzinsliche Darlehen finanzieren und auch keine entsprechenden Finanzanlagen besitzen, besteht kein wesentliches Zinsänderungsrisiko. Derivate Finanzinstrumente werden nur nach Einzelfallbetrachtung eingesetzt. Im Geschäftsjahr 2023 war ein solcher Einsatz nicht notwendig und fand auch nicht statt.
Offenburg, den 22. Juli 2024 Die Geschäftsführung Charles Betteridge, Geschäftsführer Cécile Viry, Geschäftsführerin Bilanz zum 31. Dezember 2023(gemäß § 327 HGB)Aktivseite
Passivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023(gemäß § 327 HGB)
ANHANG zum 31. Dezember 2023(gemäß § 327 HGB)CHRISTEYNS GmbHOffenburgInhaltsverzeichnis 1. Allgemeine Angaben 2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung 2.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 3.1 Bruttoanlagenspiegel 3.2 Geschäftsjahresabschreibung 3.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.4 Aktive latente Steuern 3.5 Der Ausschüttungssperre unterliegende Beträge 3.6 Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen 3.7 Verbindlichkeiten 4. Sonstige Pflichtangaben 4.1 Angaben zur Vermittlung eines besseren Einblicks in die VFE-Lage 4.2 Namen der Geschäftsführer 4.3 Angaben nach § 42 Abs. 3 GmbHG 4.4 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer 4.5 Ergebnisverwendungsvorschlag 4.6 Nachtragsbericht 4.7 Konzernabschluss/Mutterunternehmen 1. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der CHRISTEYNS GmbH mit Sitz in Offenburg, geführt unter der Nummer HRB 471627 beim Amtsgericht Freiburg i. Br., wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) in EUR erstellt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. 2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung 2.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die voraussichtliche Nutzungsdauer beim Fuhrpark liegt bei 6 Jahren, bei sonstiger Betriebs- und Geschäftsausstattung bei 2-15 Jahren und bei Software bei 3 Jahren. Für geringwertige Anlagegüter wendet die Gesellschaft analog die Regelungen des § 6 Abs. 2 EStG an. Dementsprechend werden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen, soweit es sich nicht um einen entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert handelt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen wurden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet; hierfür wurden, soweit erforderlich, Einzelwertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 1,7 % (i. Vj. 1,8 %) zu Forderungen Rechnung getragen. Die Änderung der Bewertungsmethode in Bezug auf die Pauschalwertberichtigung hatte keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Unverzinsliche oder unterhalb der marktüblichen Verzinsung liegende Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr sind abgezinst. Die aktiven latenten Steuern werden in Ausübung des Ansatz-Wahlrechtes in Höhe der voraussichtlichen Steuerentlastung nachfolgender Geschäftsjahre angesetzt. In der Bilanz werden die aktiven und passiven latenten Steuern unsaldiert ausgewiesen. Die Berechnung erfolgt zu einem Steuersatz in Höhe von 30 % (i. Vj. 30%). Zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen. Die Steuerrückstellungen beinhalten noch nicht veranlagte Steuern. Die Jubiläumsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Methoden auf Basis eines Zinsfußes von 1,74 % unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck berechnet. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle erkennbaren Risiken und weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins. Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Nennbetrag bzw. Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt. 3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 3.1 Bruttoanlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte sind aus der Entwicklung des Anlagevermögens zu entnehmen (Anlage zum Anhang). 3.2 Geschäftsjahresabschreibung Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen (Anlage zum Anhang). 3.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen weist ein Betrag von EUR 438.737,87 (i. Vj. TEUR 459) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 28 (i. Vj. TEUR 42). 3.4 Aktive latente Steuern Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern betreffen Unterschiede in der Bewertung der Pensionsrückstellung, der Urlaubsrückstellung sowie der Jubiläumsrückstellung zwischen Handels- und Steuerbilanz. 3.5 Der Ausschüttungssperre unterliegende Beträge Bei dem Gesamtbetrag der der Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegenden Beträge in Höhe von TEUR 485 handelt es sich um die Beträge aus der Aktivierung latenter Steuern. Aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und demjenigen aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren in Höhe von TEUR 46 ergibt sich eine Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB. 3.6 Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungsbildung wurde auf Basis versicherungsmathematischer Berechnungen durchgeführt. Als Berechnungsverfahren wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit-Methode) angewandt. Der Rechnungszins betrug unter Anwendung der Pauschalregelung gem. § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB 1,82% (10-Jahres-Druchschnitt). Die zu erwartende Gehaltsdynamik wurde mit 2,0%, die Rentendynamik mit durchschnittlich 1,0% berücksichtigt. Die Berechnung erfolgte unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. 3.7 Verbindlichkeiten
Sicherheiten bestehen außer den üblichen Eigentumsvorbehalten von Lieferanten keine. 4. Sonstige Pflichtangaben 4.1 Angaben zur Vermittlung eines besseren Einblicks in die VFE-Lage Die nachfolgenden, zusätzlichen Angaben sind bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage zu beachten: Angaben zu sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Satz 1 Nr. 3a HGB Miet- und Leasingverträge bewegliche Wirtschaftsgüter
Immobilienmietverträge
4.2 Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres 2023 wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Charles Betteridge, Geschäftsführer der CHRISTEYNS GmbH Paul Bostoen, Managing Director CHRISTEYNS NV, Gent, bis 29.05.2023 Cécile Viry, Geschäftsführerin der CHRISTEYNS GmbH, ab 16.10.2023 4.3 Angaben nach § 42 Abs. 3 GmbHG Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:
4.4 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
4.5 ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 in Höhe von EUR 3.133.438,47 (Jahresüberschuss EUR 2.529.538,40 plus Gewinnvortrag 603.900,07) eine Gewinnausschüttung in Höhe von EUR 1.400.000,00 vorzunehmen und den Restbetrag in Höhe von EUR 1.733.438,47 auf neue Rechnung vorzutragen. 4.6 Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, ergaben sich wie folgt: Mit Gesellschafterbeschluss vom 15. Mai 2024 wurde eine Gewinnausschüttung in Höhe von EUR 1.400.000,00 beschlossen und im Mai 2024 vollzogen. 4.7 Konzernabschluss/Mutterunternehmen Die CHRISTEYNS GmbH, Offenburg, wird in den Konzernabschluss ihrer Alleingesellschafterin, der CHRISTEYNS NV in Gent/Belgien, einbezogen, sie wird ferner in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens der ALGIMO-CHRISTEYNS GROUP, der Algimo NV in Gent/Belgien, einbezogen. Beide Konzernabschlüsse sind am Sitz der jeweiligen Mutterunternehmen erhältlich.
Offenburg, den 22. Juli 2024 Die Geschäftsführung Charles Betteridge Cécile Viry Entwicklung des Anlagevermögens(gemäß § 327 HGB)
In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die CHRISTEYNS GmbH, Offenburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der CHRISTEYNS GmbH, Offenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CHRISTEYNS GmbH, Offenburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 22. Juli 2024 Grant
Thornton AG
Höfer, Wirtschaftsprüfer Hämmerle, Wirtschaftsprüfer |
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