Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 31738
Eingetragen
3.9.2004
Branche
Herstellung von MilcherzeugnissenHerstellung von Futtermitteln für NutztiereGroßhandel mit Fleisch und Fleischwaren
Gegenstand
Zweck des Unternehmens sind der Ankauf und die Verarbeitung von Milch sowie der Verkauf von Milchprodukten, insbesondere von Mozzarella und Mascarpone, weiterhin die Vermarktung von Nahrungsmitteln jeder Art, sowohl aus eigener als aus fremder Produktion sowie Viehzucht jeder Art und die Verarbeitung von Fleisch hieraus.

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
F.A.C. – Francia Allevamenti Ceprano di Francia Fabrizio & C. s.a.s.ITA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

F.A.C. – Francia Allevamenti Ceprano di Francia Fabrizio & C. s.a.s.
Italy
60000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Francia Mozzarella GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

1 Lagebericht

1.1 Grundlagen des Unternehmens

Seit fast dreißig Jahren produziert Francia in der deutschen Hauptstadt in seiner modernen Produktionsstätte Mozzarella und Ricotta aus Kuhmilch, auch in der Bio-Variante, nach dem traditionellen Verfahren. Außerdem werden wöchentlich Büffelricotta, Büffelmozzarella "Campana DOP" und andere Spezialitäten der italienischen Produktionsstätten in Pontinia und Sonnino importiert.

Durch ein umfangreiches Großhändlernetz werden heute die Produkte von Francia überall von den Restaurants in Italien und Deutschland sowie in vielen anderen europäischen und außereuropäischen Ländern geschätzt.

Aufgrund des hohen technologischen Niveaus der Produktionsstätten und der Prozesse sowie der erhaltenen Zertifizierungen ist es dem Unternehmen auch gelungen, mit seinen verschiedenen Produkten und Formaten ein zuverlässiger Partner des Lebensmitteleinzelhandels und der verarbeitenden Industrie auf europäischen Ebene zu werden.

1.2 Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die deutsche Milchwirtschaft hat sich 2023 erneut in einem sehr herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Umfeld bewegt. Die Wirtschaftsleistung in Deutschland entwickelte sich im internationalen Vergleich unterdurchschnittlich und schrumpfte nach Schätzungen führender Wirtschaftsforschungsinstitute um 0,3 %.[1] Die Inflation blieb 2023 weiter ein Thema, auch wenn sich die Teuerungsrate, die 2022 auf den höchsten Stand seit siebzig Jahren gestiegen war, im Jahresverlauf abschwächte. Die Preissteigerungen bei Lebensmitteln fielen auch 2023 höher aus als die Gesamtinflation.

Mehrere Zinserhöhungen der EZB dämpften die Inflationsraten, führten aber zu höheren Finanzierungskosten. Die Energiekosten, die 2022 regelrecht explodiert waren, gaben 2023 wieder nach, blieben aber höher als in der Zeit vor dem Preisschock. Obwohl die Arbeitslosigkeit im Laufe von 2023 leicht zugenommen hat, sind Personalengpässe in der deutschen Wirtschaft ein größer werdendes Problem.

Die Milchanlieferungen an den deutschen Molkereien sind 2023 wieder gestiegen. Deutsche Erzeuger lieferten voraussichtlich 31,3 Mio. t an deutsche Molkereien an. Das waren 0,9 % mehr als im Vorjahr und entsprach dem Stand von 2017. Das Milchaufkommen einschließlich der Erfassung von ausländischen Erzeugern erhöhte sich schätzungsweise etwas stärker um 1,2 % auf 32,3 Mio. t. Das Wachstum war regional unterschiedlich und in Bayern und Mecklenburg-Vorpommern am stärksten ausgeprägt.[2]

Bei dem Anstieg handelt es sich voraussichtlich um eine kurzfristige Änderung, und nicht um eine Trendwende. Stimuliert wurde die Milchproduktion 2023 vor allem durch die höheren Milchpreise, eine leichte Entspannung auf der Kostenseite und das im Vergleich zu den Vorjahren "normalere" Sommerwetter mit mehr Regen und weniger Hitze. Längerfristig werden sich verschiedene Umweltauflagen, der fortschreitende Klimawandel und der Strukturwandel in der Milchviehhaltung voraussichtlich dämpfend auf das Milchaufkommen auswirken.[3]

Der Strukturwandel in der Milchviehhaltung hat sich 2023 verlangsamt, was vermutlich eine Folge der überdurchschnittlichen Milchpreise war. Der Milchkuhbestand in Deutschland sank nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Mai 2023 auf einen neuen Tiefststand von 3,775 Mio. Tieren. Die Abnahmerate im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt lag bei 1,1 % und sank damit auf ihren niedrigsten Stand seit 2018. Zwischen 2019 und 2022 war die Milchviehherde kontinuierlich stärker geschrumpft. Auch die Zahl der Milchviehhaltungen nahm etwas unterdurchschnittlich um 3,7 % auf 51.674 ab. Der durchschnittliche Kuhbestand je Haltung hat sich auf 73 Tiere erhöht und war um fast 21 Häupter größer als zehn Jahre zuvor.[4]

Die Kosten für Betriebsmittel haben nach ihrem extremen Anstieg im Jahr 2022, der durch den Ausbruch des Ukraine-Krieges und die daraus folgende Energiekrise ausgelöst worden war, wieder spürbar nachgegeben. Sie sind aber, was Düngemittel, Energie und Futtermittel betrifft, weiterhin höher als in den Jahren vor 2022. Weiter gestiegen sind die Kosten für den Faktor Arbeit.[5]

Auch für die Molkereien bewegen sich die Kosten für die verschiedensten Produktionsfaktoren und Vorleistungen weiter auf einem sehr hohen Niveau. Im kommenden Jahr stehen weitere Kostensteigerungen für die Logistik und die höhere CO 2 -Bepreistung an.[6]

Die Lage am Buttermarkt war 2023 von schwächeren Preisen als im Rekordjahr 2022 und einer Erholung der Nachfrage gekennzeichnet. Die Butterpreise gaben im Vergleich zum Vorjahr merklich nach. Im Jahresschnitt wurden aber höhere Preise notiert als im Zeitraum 2019 bis 2021. Auch im langfristigen Vergleich blieben die Erlöse überdurchschnittlich. Der starke Preisanstieg 2022 hatte eine Konsummilchzurückhaltung nach sich gezogen. 2023 machte sich nach den Preiskorrekturen eine gewisse Belebung der Absätze bemerkbar. Besonders deutlich war die Nachfragesteigerung im Weihnachtsgeschäft. Auch das Exportgeschäft hat sich 2023 verbessert. Die Butterproduktion stieg im Zeitraum Januar bis Oktober 2023 nach Erhebungen der BLE im Rahmen der Melde-Verordnung Milch um 3,6 %.[7]

Der Käsemarkt in Deutschland ist 2023 wieder zu Wachstum zurückgekehrt. Die Käseproduktion hat in den ersten zehn Monaten nach Angaben der BLE um 0,7 % zugenommen, wobei Schnittkäse überdurchschnittlich um 3,8 % gewachsen ist. Der Käsekonsum hat sich im Jahresverlauf zunehmend positiv entwickelt. Deutliche Preisaufschläge für Fleischerzeugnisse mögen dabei eine Rolle gespielt haben. Nach Preissenkungen für Eckartikel aus dem Käseselbstbedienungsregal im Laufe des Oktobers hat die Nachfrage weiter Fahrt aufgenommen. Zusätzlich wurde auch wieder mehr Käse exportiert als im Vorjahreszeitraum, nachdem der Export im Vorjahr etwas ins Stocken gekommen war. Die Käsepreise bei kurzfristigen Abschlüssen haben 2023 im Vergleich zum Vorjahr nachgegeben. Die Notierungen erreichten im Jahresschnitt aber ihren zweithöchsten Stand in der Preishistorie der vergangenen Jahrzehnte.[8]

Die Absätze von Molkereiprodukten im Lebensmitteleinzelhandel haben sich 2023 nach den Erhebungen Nielsen IQ im Rahmen des Handelspanels je nach Segment unterschiedlich entwickelt. 2022 war es zu generell sinkenden Absatzmengen bei gleichzeitig höheren Ausgaben gekommen. Im Laufe von 2023 haben die Verkäufe von Butter, Käse in Selbstbedienung und Joghurt das Vorjahresniveau wieder übertroffen. An Konsummilch, Sahne, Quark, Käse in der Theke und Mischstreichfetten wurden hingegen niedrigere Mengen eingekauft als im Vorjahr. Insgesamt wurde erneut mehr Geld für die Milchprodukte im Lebensmitteleinzelhandel ausgegeben als im Vorjahreszeitrau. Nur bei Butter und Mischstreichfetten, wo die Verbraucherpreise 2023 spürbar nachgegeben haben, kam es zu einem Umsatzrückgang im Lebensmitteleinzelhandel. Am stärksten gestiegen sind die Ausgaben für Quark, Käse in Selbstbedienung und Sahneerzeugnisse.[9]

Die Inflation zeigt anhaltend Auswirkungen auf das Einkaufsverhalten. Es wird über eine steigende Beliebtheit von Handelsmarken, große Resonanz auf Aktionen und ein schwieriges Umfeld für Markenartikel berichtet.[10]

Das Exportgeschäft hat sich 2023 wieder verbessert. Die deutsche Milchwirtschaft hat in den ersten zehn Monaten des ablaufenden Jahres mehr Milchprodukte exportiert als im Vorjahreszeitraum. In den meisten Produktsegmenten konnten Zuwächse festgestellt werden. Die in Milchäquivalenten besonders bedeutenden Käseexporte sind um 6,4 % bzw. rund 71.000 t auf 1,183 Mio. t gestiegen. Dabei nahmen die Ausfuhren nach Drittländern unterdurchschnittlich um 4,4% zu. Kräftige Zuwächse waren bei den beiden größten Abnehmern Italien und Niederlande zu beobachten. Zugelegt haben auch die Ausfuhren von loser Milch und Sahne sowie Milch und Sahne in Kleinpackungen. Bei Letzteren legten die Lieferungen nach Drittländern um 4,1 % zu, wobei beim größten Abnehmer China eine Abnahme um 5,1 % zu verkraften war. Mehr exportiert wurde auch an Kondensmilch, Magermilchpulver, Naturjoghurt, Milchmischgetränken, Butter, Kasein, Laktose und Molkenpulver. Die Exporte Deutschlands von Magermilchpulver nach China haben sich nahezu verdreifacht und ein Volumen von 11.444 t erreicht. Einbußen waren hingegen bei den Auslandsabsätzen von Vollmilchpulver, Joghurt mit Zusätzen, Butterfett und Kaseinat hinzunehmen.[11]

Nach einem Höhenflug im Vorjahr haben die Preise für Magermilchpulver 2023 wieder nachgegeben und sind im Jahresschnitt auch leicht unter das Niveau von 2021 gesunken. Sie fielen aber höher aus als im Zeitraum zwischen 2015 und 2020. Die Erzeugung in Deutschland stieg in den ersten zehn Monaten von 2023 nach Angaben der BLE um 1,4 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im Kalenderjahr 2023 insgesamt dürfte die Erzeugung aber leicht gesunken sein. Die Exporte Deutschlands sind in den ersten zehn Monaten von 2023 ausgeweitet worden. Am internationalen Markt insgesamt sind wieder höhere Mengen gehandelt worden als im Vorjahreszeitraum. Allerdings machte sich ein stärkerer Wettbewerb aus Neuseeland bemerkbar.[12]

Für Vollmilchpulver wurden 2023 in Deutschland die zweithöchsten Preise jemals nach dem Spitzenjahr 2022 festgestellt. Der deutsche und europäische Markt konnten sich von der Preisschwäche am Weltmarkt, die durch den deutlichen Rückgang der Nachfrage Chinas ausgelöst wurde, abkoppeln.[13]

Umsatz und Auftragsentwicklung

Die Umsatzentwicklung in 2023 verlief negativ nach Ende der Corona-Krise. Der Gesamtumsatz betrug im Jahre 2023 27,5 Mio. EUR. Die Umsätze gliedern sich in zwei Bereiche, nämlich in die Produktion von Produkten für die Francia-Gruppe in Italien sowie die Produktion und der Verkauf von Produkten an fremde Dritte. Im Jahre 2023 stellt sich das Verhältnis so dar, dass 43 % der Produktion für die Francia-Gruppe produziert worden sind, 57 % für Dritte.

Die Struktur im Jahr 2023 für Umsätze außerhalb der Francia-Gruppe stellt sich wie folgt dar:

Lieferung an Großhandel 60 %
Lieferung an Einzelhandel (Kaiser, Galerie Kaufhof usw.) 10 %
Industrie (Pizzahersteller, Hersteller von Fertiggerichten) 10 %
Lieferung in EG-Länder 20 %

Für das Jahr 2024 ist eine Erhöhung des Umsatzes geplant.

Produktion

Im Jahre 2023 hat sich die produzierte Menge verringert. Die wesentlichsten Produktgruppen im Jahre 2023 waren:

2021 2022 2023
Macinato (Stangen) 4.412.846 kg 4.204.940 kg 3.934.137 kg
Altri Mozzarella 568.623 kg 418.128 kg 356.290 kg
Ricotta/Butter 1.604.751 kg 1.487.563 kg 1.428.778 kg

AlswichtigsteKonkurrenten, gegen die wir am Markt bestehen müssen, sind die Firmen Galbani und Goldsteig zu nennen. Des Weiteren treten in den jeweiligen Märkten einige lokale Konkurrenten gerade im Bereich der Bioprodukte auf.

Ziel im Jahr 2023 war, die Produktion nach Ende der Corona Krise aufrechtzuerhalten.

Beschaffung

Im Jahr 2023 erhielten Milchbäuerinnen und -bauern im Durchschnitt 45,34 Ct/kg konventionell erzeugter Milch von deutschen Molkereien. Dabei entspricht ein Liter Milch 1,03 kg. Für Biomilch gab es rund 28 % mehr, nämlich 58,22 Ct/kg. Vergleicht man dies mit dem Vorjahr, erhielten konventionelle Betriebe fast acht Ct (-15 %) weniger als im Jahr 2022. Der Preis für Bio-Betriebe ist nahezu gleich geblieben (Vorjahr: 58,19 Ct).[14]

Aufgrund der guten Preise im Jahr 2022 lieferten konventionelle Betriebe bis Oktober 2023 mehr Milch an die Molkereien als im Vorjahr. Die Biobetriebe steigerten ebenfalls bis Oktober 2023 ihre Milchanlieferungsmenge im Vergleich zum Vorjahr.[15] Die Zunahme der angelieferten Milchmenge einerseits und die Kaufzurückhaltung (im Ausland, unter anderem in China) anderseits sorgten dafür, dass Preise für Milchprodukte Anfang des Jahres 2023 einbrachen. Entsprechend sanken die Milcherzeugerpreise bei konventionell erzeugter Milch um 16,5 Ct/Kg bis auf 40,39 Ct/kg bis August 2023. Mit der sinkenden Anlieferungsmenge ab September 2023 stiegen die Milchpreise wieder an. Die Biomilchpreise sanken im gleichen Zeitraum um 8,4 Ct/kg auf 54,44 Ct/kg und stiegen dann ebenfalls wieder an.[16]

Investitionen

Im Jahre 2023 wurden Investitionen in folgenden Bereichen getätigt:

a) Waage 1.479,34 EUR
b) Gabelstapler 4.050,00 EUR
c) GWG 893,15 EUR
d) IT-Struktur 1.371,75 EUR
e) Anzahlung Produktionsanlage 14.100,00 EUR
Ʃ 21.894,24 EUR

Finanzierungssituation bzw. zukünftige Gestaltung

Die Finanzierung der Gesellschaft wird durch die Nutzung der Zahlungsziele bei den Kreditoren gewährleistet.

Wir werten im Laufe des Geschäftsjahres und für die Analyse der Geschäftstätigkeit nachfolgende Leistungsindikatoren aus:

1. Die Vermögenslage bzw. Ertrags- und Finanzlage werden entsprechend der Daten in der Anlage laufend kontrolliert.

2. Des Weiteren folgende Leistungsindikatoren analysiert:

2022 2023
Eigenkapitalquote 76,70 781,40
Materialaufwandsquote 78,50 66,80
Personalintensitätsquote 7,60 8,30

1.3 Vermögenslage

Der Vergleich der zusammengefassten Bilanzen zum 31. Dezember 2023 und zum 31. Dezember 2022 (in Tausend EUR) zeigt folgendes Bild der Vermögenslage (EDV-rundungsbedingte Abweichungen sind zu vernachlässigen):

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Abw.
TEUR
AKTIVA
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,8 3,9 -3,1
II. Sachanlagen 5.044,0 5.865,7 -821,8
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 358,9 360,8 -1,9
II. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände
1. Restlaufzeiten bis zu 1 Jahr 4.775,2 4.102,3 673,0
III. Flüssige Mittel 1.976,0 44,9 1.931,1
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2,9 2,3 0,6
12.157,8 10.379,9 1.777,9
31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Abw.
TEUR
PASSIVA
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 30,7 30,7 0,0
II. Kapitalrücklage 5.000,5 5.300,5 -300,0
III. Gewinn-/Verlustvortrag 2.631,1 3.305,8 -674,7
IV. Jahresergebnis 2.237,7 -674,7 2.912,4
Eigenkapital gesamt 9.900,0 7.962,3 1.937,7
B. Rückstellungen 333,7 174,5 159,2
C. Verbindlichkeiten
mit einer Restlaufzeit von:
bis zu 1 Jahr 1.904,4 2.223,6 -319,2
Von mehr als 1 Jahr 19,7 19,5 0,2
12.157,8 10.379,9 1.777,9

1.4 Ertragslage

Die Ertragslage des Unternehmens für das abgelaufene Geschäftsjahr ist aus den zusammengefassten Informationen des Berichtszeitraums ersichtlich. Während die Werte der Bilanz als Stichtagswerte einen statischen Charakter haben, umfassen die Gewinn- und Verlustrechnungen den gesamten Zeitraum des Berichtsjahres und des Vergleichszeitraums. Hier werden die Zahlen des laufenden Jahres den Zahlen des Vorjahres gegenübergestellt. Die Darstellung erfolgt in Tausend EUR (EDV-rundungsbedingte Abweichungen sind dabei zu vernachlässigen).

2023
TEUR
2022
TEUR
Abweichung
TEUR
1. Umsatzerlöse 27.492,8 29.096,1 -1.603,3
2. Bestandsveränderungen 46,8 43,2 3,6
3. Gesamtleistung 27.539,5 29.139,3 -1.599,7
4. Sonstige betriebliche Erträge 96,4 35,1 61,2
5. Materialaufwand 18.357,7 22.830,6 -4.472,9
- Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 18.357,7 22.830,6 -4.472,9
6. Rohergebnis 9.278,2 6.343,8 2.934,4
7. Personalaufwand 2.292,5 2.204,9 87,6
- Löhne und Gehälter 1.891,7 1.821,1 70,6
- Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 400,8 383,8 17,0
8. Abschreibungen 846,8 910,6 -63,8
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.703,8 3.869,1 -165,3
- Raumkosten 1.555,8 1.932,7 -376,8
- Versicherungen, Beiträge 93,4 81,1 12,3
- Reparaturen, Instandhaltungen 451,5 455,5 -4,0
- Fahrzeugkosten 4,0 3,4 0,6
- Werbe-, Reisekosten 83,8 35,7 48,1
- verschiedene betriebliche Kosten 281,3 329,7 -48,4
- Sonstige 1.233,9 1.031,0 202,9
10. Sonstige Zinsen, ähnliche Erträge 5,7 0,0 5,7
11. Zinsen, ähnliche Aufwendungen 0,2 11,3 -11,1
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 180,2 -0,3 180,4
13. Ergebnis nach Steuern 2.260,5 -651,8 2.912,3
14. Sonstige Steuern 22,8 22,8 0,0
15. Jahresergebnis 2.237,7 -674,7 2.912,4

1.5 Finanzlage

Der zusammengefasste Liquiditäts- bzw. Kapitalanlagenvergleich mit Darstellung in Tausend EUR ergibt sich wie folgt (EDV-rundungsbedingte Abweichungen sind dabei zu vernachlässigen):

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Abweichung
TEUR
Liquidität (kurzfristiger Bereich)
Vorräte 358,9 360,8 -1,9
Kurzfristige Forderungen einschl. sonstiger Vermögensgegenstände 4.778,1 4.104,6 673,5
Flüssige Mittel 1.976,0 44,9 1.931,1
Vorhandene Mittel 7.113,0 4.510,3 2.602,7
Kurzfristige Verbindlichkeiten 2.228,1 2.388,2 -160,1
Liquiditätsüberdeckung / Liquiditätsunterdeckung 4.884,9 2.122,1 2.762,8
Kapitalanlage (mittel- und langfristiger Bereich)
Anlagevermögen 5.044,8 5.869,6 -824,8
Finanzierung durch Eigenmittel, Sonderposten sowie langfristiges Fremdkapital 9.929,6 7.981,7 1.947,9
Finanzierungsüberdeckung / Finanzierungsunterdeckung 4.884,9 2.112,1 2.772,8

1.6 Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft sowie Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Veränderte Verhältnisse auf dem Beschaffungsmarkt

Die Lage am Milchmarkt stellt sich Ende 2023 wesentlich ausgeglichener dar als oft in den Vorjahren um die gleiche Zeit. Die Bestände an Milchprodukten werden am Jahresende vergleichsweise niedrig sein. Dis zeigt sich auch an recht robusten Preisen für flüssigen Rohstoff über den Jahreswechsel. Damit dürfte auch das neue Jahr mit stabilen bis festen Preisen beginnen. Allerdings wird die gesamte Wertschöpfungskette in Deutschland nach den Sparbeschlüssen der Bundesregierung für den Haushalt 2024 mit höheren Energiepreisen belastet sein. Auch die Kaufkraft im Inland wird aufgrund der Beschlüsse geschmälert.

Käse wird voraussichtlich die wichtigste Säule für einen festen Markt sein. Für einen Rückgang der guten Käsenachfrage nach dem Jahreswechsel gibt es derzeit keine Anhaltspunkte. 2024 wird die Käseherstellung voraussichtlich erneut mehr Rohstoff binden, so dass die Herstellung von Butter und Milchpulver bei verringertem Milchaufkommen sinken wird. Die Abschwächung der Inflation dürfte sich stabilisierend auf die Verbrauchernachfrage nach Milchprodukten auswirken. Die Milchanlieferung in Deutschland und der EU insgesamt wird in den ersten Monaten von 2024 voraussichtlich niedriger ausfallen als zu Beginn von 2023. Auch außerhalb der EU scheint sich das Milchaufkommen moderat zu entwickeln. In Ozeanien zeichnet sich für die ersten Monate von 2024 ein dämpfender Einfluss des Wetterphänomens El Nino auf die Milchproduktion ab. Damit dürften die Märkte für Milchprodukte bei konstanter Nachfrage stabil bis fest bleiben. Sollte der Absatz in wichtigen Importländern wieder stärker anziehen, ist von einer Verknappung des Angebots mit entsprechender Auswirkung auf die Preise auszugehen.

Es ist in 2023 gelungen, teilweise die gestiegenen Beschaffungskosten auf die Produkte umzulegen. Für das Jahr 2024 werden nachfolgende Zahlen erwartet:

2023/TEUR Planung 2024/TEUR
Umsatz/sonst. betriebl. Erlöse/BvÄ 27.635 31.432
Wareneinsatz 18.357 22.026
Rohertrag 9.278 9.405
Sonstige Kosten 7.041 7.604
Ergebnis 2.237 1.801

Die geplanten Umsätze als auch die der Planung zu Grunde liegenden Milchpreise basieren auf Prognosen, die auf der Grundlage der bisherigen Geschäftsentwicklung erstellt wurden. Die tatsächlichen Umsätze und Preise können davon abweichen, vor allem auf Grund der Tatsache, dass die Entwicklung der Milchpreise durch globale Entwicklungen beeinflusst wird, die kurzfristig auch die Preise in Deutschland beeinflusst.

Trotz der zwischenzeitlich realisierten Preiserhöhungen hat es keinen Wegfall von größeren Kunden gegeben. Es wurden auf Grund der Lieferkettenproblematik neue Kunden gewonnen, die zur Umsatzsteigerung beigetragen haben.

Des Weiteren sind für das Jahr 2024 Investitionen in Höhe von 82.402,76 EUR geplant, die vor allem folgende Aufgaben haben:

- Energiemanagement Software 17.000,00 EUR
- Router 2.000,00 EUR
- Metallsuchgeräte 41.300,00 EUR
- GWG 1.901,45 EUR
- Geschirrspülmaschine 2.390,35 EUR
- Produktions-PC's 17.000,00 EUR
- IPhone 810,96 EUR

Prognose-Ist-Vergleich

Im Vergleich zu der in der Vorperiode prognostizierten Geschäftsentwicklung, haben sich die Ist-Zahlen wie folgt entwickelt:

Ist 2023/TEUR Planung 2023/TEUR
Umsatz/sonst. betriebl. Erlöse 27.635 29.783
Wareneinsatz 18.357 22.932
Rohertrag 9.278 6.851
Sonstige Kosten 7.041 7.117
Ergebnis 2.237 - 266

Die Abweichungen zwischen der Prognose und den Ist-Zahlen ergeben sich in erster Linie aus den günstigen Einkaufspreisen bei Milchpreisen im Jahr 2023.

Risikoeinschätzung

Zur Risikoeinschätzung ist festzustellen, dass eine große Abhängigkeit besteht bezüglich der zukünftigen Entwicklung der Milchpreise. Eine Bevorratung oder der Abschluss langfristiger Liefervereinbarungen ist nicht möglich, da der Milchpreis stets aktuell ermittelt wird. Zur Abfederung negativer Entwicklungen auf dem Milchpreismarkt ist es deshalb notwendig, die Effektivität der Produktion weiter zu erhöhen und vor allem die Auslastung des vorhandenen Maschinenparks zu verbessern.

Des Weiteren ist als Risikoeinschätzung festzustellen, dass die Auswirkungen der Corona Krise sowohl auf den Absatz der Produkte als auch bei den steigenden Energiepreisen entscheidend für die weitere Entwicklung der Firma sind.

Im Rahmen der Zertifizierung nach ISO 5001 im Jahr 2016 wurde auch das Energiemanagement überprüft und festgestellt, dass seit 2017 ein deutlicher Qualitätssprung erzielt wurde.

Der Mindestlohn stellt kein Risiko für die Firma dar, da bereits die überwiegende Zahl der Mitarbeiter über den Mindestlohn vergütet wird, so dass es nicht zu größeren Steigerungen der Personalkosten kommen kann.

Ein Risiko in Bezug auf die Mitarbeiter stellt das Finden von geeignetem und qualifiziertem Personal dar.

Das Risiko im Bereich Arbeitssicherheit wird durch regelmäßige interne Schulungen versucht zu minimieren.

Chanceneinschätzung

Die hohe Investitionstätigkeit, die in 2016 - 2019 durchgeführt wurde, tragen nachweislich zu einer Verbesserung der Zuverlässigkeit und Effizienz der Maschinen bei.

Dies bietet die Chance, die Einsatzfähigkeit und die Produktivität der Maschinen zu verbessern. Daraus resultierend können die erworbenen Rohstoffe effizienter genutzt werden und es kann die Chance genutzt werden, dem Markt mit gleichbleibend hoher Qualität mehr Produkte zur Verfügung zu stellen.

Vor allem die Fertigstellung der zweiten Produktionslinie im Jahr 2019 erhöht die Chancen, durch effektive Produktion unabhängiger von der Entwicklung des Milchpreises zu sein und die Produktion kontinuierlicher auszulasten bzw. zu erhöhen.

Große Chancen ergeben sich auch durch die Neugewinnung von Kunden im europäischen Ausland. Dieser Bereich, der sich durch die Corona-Krise ergeben hat, bietet ein großes Wachstumspotential.

Bezüglich der Leistungsindikatoren ist festzustellen, dass die wichtige Materialaufwandsquote im Jahr 2023 bei ca. 69 % liegt und es somit gelungen ist, trotz Rückgang der Milchpreise die Preise aufrecht zu erhalten, was zu einer erheblichen Verbesserung der Ertragslage geführt hat.

1.7 Sozialbericht

Durchschnittlich wurden im Jahr 2023 52 Arbeitnehmer beschäftigt. Auf Grund der erhöhten Rentabilität der Produktion ist von einer konstanten Personalentwicklung auszugehen.

Vorrangige Aufgabe der Geschäftsleitung ist es, den hohen Krankenstand zu senken. Das Lohnsystem, welches auf folgender Grundlage funktioniert:

"Bei Neueinstellungen erhalten die Mitarbeiter je nach Abteilung einen Basislohn, der der Tätigkeit der Funktionspläne entspricht. Neue Funktionspläne wurden entsprechend der speziellen Arbeitsaufgaben erstellt."

hat sich als erfolgreich erwiesen und soll ausgebaut werden.

Seitens der Geschäftsführung wurden Ausbildungspläne erstellt, im Rahmen dessen die Mitarbeiter in einem dreimonatigen Rhythmus sowohl intern als auch extern zu Problematiken, wie Gesundheit und Sicherheit als auch zu produktionsspezifischen Sachverhalten, sowie der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben bzw. produktionsspezifischer Qualitätsnormen geschult werden.

1.8 Fazit

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität und der erfolgten Investitionen sehen wir uns zwar gut aufgestellt. Die derzeitigen Folgen des Krieges und der stark steigenden Energiepreise können unsere Entwicklung beeinträchtigen.

 

Berlin, den 16.01.2025

Gez. Valter Francia, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Francia Mozzarella GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Francia Mozzarella GmbH- bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Francia Mozzarella GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 202bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 202bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Potsdam, 30.01.2025

Dr. Knabe GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Schiffbauergasse 15 14467 Potsdam

Prof. Dr. Stephan Knabe, Wirtschaftsprüfer

Sabine Paul, Wirtschaftsprüferin

[1] Pressemitteilung 019 vom 15.01.2024

[2] ZMB Zentrale Milchmarkt Berichterstattung GmbH- ZMB 12/2023

[3] Siehe oben

[4] Siehe oben

[5] Siehe oben

[6] Siehe oben

[7] ZMB Zentrale Milchmarkt Berichterstattung GmbH- ZMB 12/2023

[8] Siehe oben

[9] Siehe oben

[10] ZMB Zentrale Milchmarkt Berichterstattung GmbH- ZMB 12/2023

[11] Siehe oben

[12] Siehe oben

[13] Siehe oben

[14] ZMB Zentrale Milchmarkt Berichterstattung GmbH- ZMB 12/2023

[15] Siehe oben

[16] Siehe oben

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 5.044.763,60 5.869.624,60
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 785,00 3.885,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 785,00 3.885,00
II. Sachanlagen 5.043.978,60 5.865.739,60
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.536.443,60 3.684.289,60
2. technische Anlagen und Maschinen 690.592,00 773.202,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 802.843,00 1.408.248,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 14.100,00
B. Umlaufvermögen 7.110.160,09 4.507.980,66
I. Vorräte 358.963,90 360.843,97
1. fertige Erzeugnisse und Waren 358.963,90 360.843,97
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.775.234,95 4.102.267,78
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.571.087,61 3.666.257,17
2. sonstige Vermögensgegenstände 204.147,34 436.010,61
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.975.961,24 44.868,91
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.871,46 2.315,35
Summe Aktiva 12.157.795,15 10.379.920,61

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 9.900.009,63 7.962.301,06
I. gezeichnetes Kapital 30.677,51 30.677,51
II. Kapitalrücklage 5.000.496,31 5.300.496,31
III. Gewinnvortrag 2.631.127,24 3.305.783,46
IV. Jahresüberschuss 2.237.708,57 -674.656,22
B. Rückstellungen 333.741,47 174.507,02
1. Steuerrückstellungen 180.166,70
2. sonstige Rückstellungen 153.574,77 174.507,02
C. Verbindlichkeiten 1.924.044,05 2.243.112,53
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.896.419,49 2.218.716,44
2. sonstige Verbindlichkeiten 27.624,56 24.396,09
Summe Passiva 12.157.795,15 10.379.920,61

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 27.492.795,18 29.096.081,88
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 46.750,72 43.172,25
3. sonstige betriebliche Erträge 96.367,42 35.128,61
4. Materialaufwand 18.357.736,37 22.830.589,22
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 18.357.736,37 22.830.589,22
5. Personalaufwand 2.292.497,63 2.204.902,72
a) Löhne und Gehälter 1.891.739,69 1.821.104,12
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 400.757,94 383.798,60
6. Abschreibungen 846.755,24 910.579,79
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 846.755,24 910.579,79
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.703.770,77 3.869.113,54
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.686,10
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 194,96 11.300,92
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 180.166,70 -278,29
11. Ergebnis nach Steuern 2.260.477,75 -651.825,16
12. sonstige Steuern 22.769,18 22.831,06
Jahresüberschuss 2.237.708,57 -674.656,22

1 Anhang

1.1 Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Francia Mozzarella GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Einzelposten des veröffentlichten Jahresabschlusses sind auf volle Euro auf- bzw. abgerundet.

Gesellschaftsidentifikation laut Registergericht

Firma: Francia Mozzarella GmbH
Sitz: Berlin
Eintragung: Handelsregister HRB 31738 Amtsgericht Charlottenburg

1.2 Besonderheiten der Form des Jahresabschlusses

Größenklassen

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

1.3 Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich steuerrechtlicher Maßnahmen

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear und degressiv vorgenommen.

Steuerlich sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangszeitpunkt sofort vollständig abgeschrieben.

Die fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst) bewertet. Die Bewertung erfolgte unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten das Geschäftsjahr betreffende, noch nicht veranlagte Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

1.4 Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagespiegel für die einzelnen Positionen des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Anfang des Geschäftsjahres: EUR 16.920.577,68.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Ende des Geschäftsjahres: EUR 17.767.332,92.

Anlagenspiegel nach Bilanzposten vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Werte nach: Handelsrecht

Werte in: EUR

Entwicklung der Anschaffungswerte
Bilanzposten Anfangsbestand 01.01.2023 Zugang Umbuchungen Abgang Endstand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 27.868,00 0,00 0,00 0,00 27.868,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 27.868,00 0,00 0,00 0,00 27.868,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.494.885,67 0,00 0,00 0,00 6.494.885,67
2. technische Anlagen und Maschinen 1.874.241,44 0,00 0,00 0,00 1.874.241,44
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.393.207,17 7.794,24 0,00 0,00 14.401.001,41
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 14.100,00 0,00 0,00 14.100,00
Summe Sachanlagen 22.762.334,28 21.894,24 0,00 0,00 22.784.228,52
Summe Anlagevermögen 22.790.202,28 21.894,24 0,00 0,00 22.812.096,52
Entwicklung der Abschreibungen
Bilanzposten Anfangsbestand 01.01.2023 Abschreibungen des WJ Umbuchungen Zuschreibungen des WJ Entnahme für Abgänge Endstand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 23.983,00 3.100,00 0,00 0,00 0,00 27.083,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 23.983,00 3.100,00 0,00 0,00 0,00 27.083,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.810.596,07 147.846,00 0,00 0,00 0,00 2.958.442,07
2. technische Anlagen und Maschinen 1.101.039,44 82.610,00 0,00 0,00 0,00 1.183.649,44
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.984.959,17 613.199,24 0,00 0,00 0,00 13.598.158,41
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 16.896.594,68 843.655,24 0,00 0,00 0,00 17.740.249,92
Summe Anlagevermögen 16.920.577,68 846.755,24 0,00 0,00 0,00 17.767.332,92
Buchwerte
Bilanzposten (Stand:) 31.12.2022 (Stand:) 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.885,00 785,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 3.885,00 785,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.684.289,60 3.536.443,60
2. technische Anlagen und Maschinen 773.202,00 690.592,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.408.248,00 802.843,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 14.100,00
Summe Sachanlagen 5.865.739,60 5.043.978,60
Summe Anlagevermögen 5.869.624,60 5.044.763,60

Forderungen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr liegen in Höhe von EUR 4.775.234,95 (Vj. EUR 4.102.267,78) vor.

Eigenkapital

In 2023 wurde ein Teil der Kapitalrücklage von EUR 300.000 nach Beschluss der Gesellschafter auf die Forderung gegen GmbH-Gesellschafter in gleicher Höhe angerechnet.

Angaben und Erläuterungen zu sonstigen Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen resultieren aus noch nicht genommenem Urlaub und Überstunden in Höhe von EUR 97.212,34 (Vj. EUR 77.219,16), Rückstellungen für die Aufstellung und Prüfung des Jahresabschlusses in Höhe von EUR 46.400,00 (Vj. EUR 66.796,50), sonstige Rückstellungen in Höhe von EUR 0,00 (Vj EUR 20.528,93) sowie Rückstellungen für die Aufbewahrungspflichten in Höhe von EUR 9.962,43 (Vj. EUR 9.962,43).

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter.

Gemäß Gesellschafterbeschluss vom 02.01.2008 erklärten die Gesellschafter gegenüber der Gesellschaft einen Verzicht mit Besserungsschein.

Die Darlehensschuld wurde der Schuldnerin unter der auflösenden Bedingung der Besserung der wirtschaftlichen Situation der Schuldnerin erlassen. Bei künftigen Jahresüberschüssen der Schuldnerin, die den vorhandenen Verlustvortrag übersteigen, können die Gesellschafter die Bezahlung der Schuld verlangen.

Im Geschäftsjahr 2017 wurde ein Jahresüberschuss von EUR 162.356,97 erzielt. Darüber hinaus bestand zum 31.12.2017 ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 2.741.045,17. Somit war die auflösende Bedingung in Höhe von insgesamt EUR 2.903.402,14 erfüllt. In 2018 wurde ein Jahresüberschuss von EUR 1.248.342,03 und in 2019 ein Jahresüberschuss von EUR 570.700,13 erzielt.

In den Jahren 2020, 2021 und 2022 wurde aufgrund von Verlusten die auflösende Bedingung nicht erfüllt.

Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte mit einer Restlaufzeit größer als 5 Jahre

Die Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten werden in der nachfolgenden Darstellung gekennzeichnet.

Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von mehr fünf Jahren Davon durch Pfandrechte uä Rechte gesichert Gesamtsumme Verbindlichkeiten Art der Sicherheit
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00 1
(0,00) (0,00) (0,00) (0.00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.896.419,49 0,00 0,00 1.896.419,49 2
(2.218.716,44) (0,00) (0,00) (2.218.716,44)
Verbindlichkeiten gg. Gesellschaftern 0,00 0,00 0,00 0,00
(0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 7.966,99 19.657,57 0,00 27.624,56
(4.933,15) (19.462,94) (0,00) (20.396,09)
Gesamtsumme 1.904.386,48 19.657,57 0,00 1.924.044,05
(2.223.649,59) (19.462,94) (0,00) (2.243.112,53)

1) Als Sicherheiten bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind die üblichen Eigentumsvorbehalte, entsprechend der allgemeinen Kreditbedingungen, erbracht.

2) Als Sicherheit bei den Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung ist der im allgemeinen Geschäftsverkehr übliche Eigentumsvorbehalt erbracht.

Die Bilanzierung erfolgte vor der Verwendung des Jahresergebnisses.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten nach § 251 HGB

Am Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB.

Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung

Nach dem die Vorjahre von der Corona-Pandemie und dessen Auswirkungen wie z.B. die Lieferengpässe, sowie Personalausfall und den Auswirkungen des Ukraine-Krieges geprägt waren und sich dies in den Umsatzerlösen und Aufwendungen niedergeschlagen hat, hat sich in 2023 der Verkauf stabilisiert. was auch zu einer Stabilisierung und Minderung der unten aufgeführten Aufwendungen führte.

- Die Position "Erlöse 7 % UStG" weist im Vergleich zum Vorjahr einen höheren Wert i.H.v. EUR 13.054.518,37 (Vj. EUR 12.560.476,31) aus

- Die Position "Periodenfremde Erträge" weist im Vergleich zum Vorjahr einen höheren Wert i.H.v. EUR 12.171,50 (Vj EUR 467,13) aus.

- Die Position "Versicherungsentschädigungen" weist im Vergleich zum Vorjahr einen höheren Wert i.H.v. EUR 30.426,38 (Vj EUR 0,00) aus.

- Die Position "Rohmilch Wareneingang 7%" weist im Vergleich zum Vorjahr einen niedrigen Wert i.H.v. 14.410.811,38 (Vj EUR 18.401.524,42) aus.

- - Die Position "Wareneingang 19% Vorsteuer" weist im Vergleich zum Vorjahr einen höheren Wert i.H.v. EUR 60.485,69 (Vj EUR 33.620,05) aus.

- - Die Position "EG-Erwerb 7%" weist im Vergleich zum Vorjahr einen höheren Wert i.H.v. EUR 304.839,44 (Vj EUR 277.874,73) aus.

- - Die Position "Francia Latticini Erwerb" weist im Vergleich zum Vorjahr einen höheren Wert i.H.v. EUR 928.445,12 (Vj EUR 852.788,53) aus.

- - Die Position "Löhne" weist im Vergleich zum Vorjahr einen höheren Wert i.H.v. EUR 1.664.007,24 (Vj EUR 1.596.676,89) aus.

- - Die Position "Strom" weist im Vergleich zum Vorjahr einen höheren Wert i.H.v. EUR 420.294,54 (Vj EUR 314.919,58) aus.

- - Die Position "Reinigung für Produktion" weist im Vergleich zum Vorjahr einen höheren Wert i.H.v. EUR 245.918,62 (Vj EUR 167.034,49) aus.

- - Die Position "Versicherungen" weist im Vergleich zum Vorjahr einen höheren Wert i.H.v. EUR 88.664,89 (Vj EUR 76.038,73) aus.

- - Die Position "Reparatur/Instandhaltung technische Anlagen/Maschinen" weist im Vergleich zum Vorjahr einen höheren Wert i.H.v. EUR 36.791,98 (Vj EUR 17.670,06) aus.

- - Die Position "sonstige Reparaturen und Instandsetzung" weist im Vergleich zum Vorjahr einen höheren Wert i.H.v. EUR 153.632,36 (Vj EUR 94.137,69) aus.

- - Die Position "Anuga Dairy Messe" weist im Vergleich zum Vorjahr einen höheren Wert i.H.v. EUR 26.386,16 (Vj EUR 0,00) aus.

- - Die Position "Gastro Messe" weist im Vergleich zum Vorjahr einen höheren Wert i.H.v. EUR 13.799,29 (Vj EUR 0,00) aus.

- - Die Position "Labormaterial" weist im Vergleich zum Vorjahr einen höheren Wert i.H.v. EUR 51.669,52 (Vj EUR 42.407,73) aus.

- - Die Position "Fremdarbeiten § 13 b UStG" weist im Vergleich zum Vorjahr einen höheren Wert i.H.v. EUR 33.603,23 (Vj EUR 0,00) aus.

- - Die Position "Periodenfremde Aufwendungen" weist im Vergleich zum Vorjahr einen höheren Wert i.H.v. EUR 222.016,01 (Vj EUR 6.467,17) aus.

Erläuterung der periodenfremden Erträge und Aufwendungen

In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 12.171,50 (Vj EUR 467,13) enthalten In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 222.016.01 (Vj EUR 6.467,17) enthalten. Im Einzelnen ergaben sich folgende Aufwendungen, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind: Lizenzgebühren Francia Latticini S.p.A. 2019 bis 2022 Vorschlag zur Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt EUR 2.237.708,57.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinn-/Verlustvortrags ergibt sich ein Betrag von EUR 4.868.835,81, der zu verwenden ist.

Auf neue Rechnung werden EUR 4.868.835,81 vorgetragen.

1.5 Sonstige Pflichtangaben

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Name des ersten Geschäftsführers: Herr Valter Francia

Ausgeübter Beruf: Kaufmann

Vergütungen der Geschäftsführer und der Mitglieder der Unternehmensorgane

Die Angabe der Vergütung des Geschäftsführers darf nach § 286 Abs. 4 HGB unterbleiben.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 44,00
Angestellte 6,00
Leitende Angestellte 2,00
Vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 50,00
Teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 2,00
Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer 52,00

Nachtragsbericht

Nach Schluss des Geschäftsjahres ergaben sich folgende Vorgänge, von besonderer Bedeutung, welche Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben:

- Anhaltender Krieg in der Ukraine: welcher zur allgemeinen Unsicherheit an den Weltmärkten und in der Gesellschaft führte und zu weiteren Engpässen bei Lieferketten, Strafen gegen Russland und damit verbundene Einschränkungen bei der Gaslieferung von Russland an Deutschland.

- Zum 01.12.2023 wurden für die Maut CO 2 Emissionsklassen neue Tarifmerkmale eingeführt. Dies führte zu einer Erhöhung der Mautgebühren, welche von den Lieferanten an den Kunden weitergegeben werden.

- Ab 2024 wird die CO 2 -Steuer weiter erhöht, dies führt auch zu Erhöhungen der Gaspreise.

- Im November 2024 endete die Regierungskoalition aus SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP. Dies führt zu Neuwahlen im Februar 2025 und Unsicherheit in Bezug auf geplante Maßnahmen der Regierung die Unternehmen zu entlasten.

- In 2024 wurden von der Francia Latticini S.p.A. die Gebühren für die Nutzung der gekennzeichneten Marke "FRANCIA" für die vergangen Jahre 2019 bis 2022 angefordert und ein neuer Lizenzvertrag wurde aufgesetzt.

 

Berlin, den 16.01.2025

Gez. Valter Francia, Geschäftsführer

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 16.1.2025.

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