Ormazabal GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit elektrischen Haushaltsgeräten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Fernando Zabalgogeazcoa Burgos seit 19.10.2011 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Ormazabal Electric S.L. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Ormazabal Anlagentechnik GmbHKrefeldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht für das Geschäftsjahr 20211. Allgemeine Angaben 1.1 Geschäftstätigkeit Als Teil der Velatia-Gruppe ist die Ormazabal-Gruppe (später auch "Ormazabal" genannt) einer der weltweit führenden Hersteller von Schaltanlagen, kompletten Transformatorenstationen und Verteiltransformatoren für die Mittelspannung. Mehr als 3.800 Mitarbeiter der Velatia-Gruppe bieten an Standorten in 19 Ländern weltweit hochwertige Produkte und Lösungen für eine zukunftsorientierte und sichere Energieverteilung. Ormazabal ist Teil der familiengeführten Velatia-Gruppe mit Hauptsitz in Zamudio, Spanien. Der Hauptsitz der deutschen Produktions- (bis Mitte 2021) und Vertriebsgesellschaften (Ormazabal Anlagentechnik GmbH und Ormazabal GmbH) ist zugleich die Zentrale der Ormazabal Region Zentral- und Osteuropa. Durch individuelle und flexible Dienstleistungen ist Ormazabal ein wichtiger Partner für Energieversorger, Industrie, Planer, Generalunternehmer und Installateure. Die Ormazabal Anlagentechnik GmbH fungierte bis 2021 im Wesentlichen als Produktionsgesellschaft der Ormazabal-Gruppe. Bis zu diesem Zeitpunkt vertrieb die Gesellschaft ihre Produkte hauptsächlich an die Schwestergesellschaft Ormazabal GmbH, Krefeld, die den Vertrieb auf dem deutschen Markt im Bereich der Energieversorger und der Elektroindustrie übernommen hat, sowie an die Konzerngesellschaft Ormazabal International Business S.L.U., die ihre Produkte im Ausland vertreibt. Von diesem Zeitpunkt an beschränkt sich die Tätigkeit des Unternehmens auf die Erbringung von Dienstleistungen für das Konzernunternehmen Ormazabal GmbH. 1.2 Velatia Velatia ist ein internationaler Industrie- und Technologiekonzern, dessen Aktivitäten sich auf elektrische und elektronische Netze, Kommunikationsnetze sowie die Beratungs-, Sicherheits- und Raumfahrtindustrie konzentrieren, in denen Sicherheit, Effizienz und Zuverlässigkeit von größter Bedeutung sind. Die Ormazabal-Gruppe ist Teil der Velatia-Gruppe. Die Unternehmen der Gruppe vereinen zusammen mehr als 50 Jahre Branchenerfahrung und Engagement für Innovation mit dem Ziel, die aktuellen und zukünftigen Bedürfnisse unserer Kunden zu erfüllen, unabhängig von deren Standort. Die Ormazabal-Gruppe, die sich im Besitz der Gründerfamilie befindet, besteht seit über 50 Jahren und ist seit 2004 in Deutschland präsent. Die Gesellschafter verfolgen ein langfristiges Investment in Deutschland. Die Velatia-Gruppe ist kontinuierlich bestrebt, ein nachhaltiges Unternehmen zu sein und trotz der langjährigen Erfahrung ihr Wissen weiter auszubauen und Prozesse und Abläufe weiter zu optimieren. Nachhaltigkeit hat für unser Unternehmen eine besondere Bedeutung. 2. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche 2.1 Lage der Wirtschaft in Deutschland Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2021 (preisbereinigt) um 2,7 % höher als im Jahr 2020. Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe habe sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr aber erholt, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht habe. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, sei das BIP 2021 noch um 2,0 % niedriger gewesen. Industrie und Dienstleistungen leicht erholt 1 Wie die Fachleute mitteilten, hat sich die Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 in fast allen Wirtschaftsbereichen gegenüber dem vorangegangenen Krisenjahr erhöht. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe sei deutlich um 4,4 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Auch die meisten Dienstleistungsbereiche hätten gegenüber 2020 merkliche Zuwächse verzeichnet. Pandemie führt zu hohem Staatsdefizit Der Kampf gegen die Corona-Pandemie hat erneut zu einem hohen Finanzierungsdefizit des Staates geführt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, haben im Jahr 2021 die Ausgaben von Bund, Ländern, Kommunen und Sozialversicherung die Einnahmen um 153,9 Milliarden Euro überstiegen. Das sei noch etwas mehr als im Jahr 2020 mit 145,2 Milliarden Euro und das zweithöchste Defizit seit der deutschen Vereinigung gewesen. Das Defizit 2021 entspricht 4,3 % des Bruttoinlandsproduktes. 2.2 Branchenentwicklung Im Dezember 2021 verzeichnete die deutsche Elektro- und Digitalindustrie ein Auftragsplus von 34,1 % gegenüber Vorjahr. Die Inlandsorders erhöhten sich im Dezember um 42,0 %, die Auslandsorders um 27,6 %. Aus dem Euroraum gingen 19,8 % mehr Aufträge ein als im Vorjahr. Kunden aus Drittländern steigerten ihre Bestellungen um 32,0 %. Für das gesamte Jahr 2021 steht damit ein Bestellplus von 23,9 % in den Büchern. Die Auftragseingänge aus dem Inland wuchsen um ein Fünftel (+20,1 %), die aus dem Ausland um 27,0 %. Während Kunden aus der Eurozone ihre Orders im vergangenen Jahr um 23,1 % heraufsetzten, legten die Bestellungen aus Ländern außerhalb des gemeinsamen Währungsraums um 29,2 % zu. Die preisbereinigte Produktion elektrotechnischer und elektronischer Güter lag im Dezember um 3,4 % über Vorjahr. Insgesamt wuchs sie im vergangenen Jahr um 8,8 % und machte damit den 2020er Verlust (-6 %) mehr als wett.
1 ZVEI Statistischer Jahresbericht 2021
Die Erlöse der deutschen Elektro- und Digitalindustrie kamen im Dezember 2021 auf 18,1 Milliarden Euro - ein Plus von 8,5 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat. Der Inlandsumsatz stieg um 12,6 % auf 8,7 Milliarden Euro und der Auslandsumsatz um 5,1 % auf 9,4 Milliarden Euro. Die Geschäfte mit Partnern aus dem Euroraum nahmen hier nur leicht um 1,2 % auf 3,1 Milliarden Euro zu, wohingegen der Umsatz mit Drittländern um 7,0 % auf 6,3 Milliarden Euro wachsen konnte. Für 2021 insgesamt verzeichneten die aggregierten Branchenerlöse damit ein Plus von 9,7 % und erreichten den Rekordwert von 199,5 Milliarden Euro. Dabei lagen die Geschäfte mit ausländischen Kunden (+10,5 % auf 105,7 Milliarden Euro) um zwölf Milliarden Euro höher als die mit Partnern aus dem Inland (+8,9 % auf 93,8 Milliarden Euro). Mit der Eurozone wurden im vergangenen Jahr 37,7 Milliarden Euro erlöst - ein Zuwachs von 8,3 %. Der Umsatz mit Kunden aus Drittländern kam auf 68,0 Milliarden Euro und lag damit 11,7 % höher als im Jahr 2020. Mit 88,5 % war die Kapazitätsauslastung in der Branche zu Beginn des ersten Quartals 2022 genauso hoch wie am Anfang des vierten Quartals 2021 (damals 88,4 %). Die Auftragsreichweite ist leicht von 5,4 auf 4,8 (Produktions-)Monate zurückgegangen, bleibt damit aber historisch hoch. 3. Geschäftsentwicklung Die Umstrukturierungsmaßnahmen, die im Jahr 2017 stattfanden, reichten nicht aus, um das deutsche Unternehmen in die Gewinnzone zu bringen, weshalb im Jahr 2020 ein neues Maßnahmenpaket ergriffen wurde. Das Management hat daher in 2020 beschlossen, die Produktion der GA/GAE-Anlagen von Krefeld nach Spanien zu verlagern. Die Ormazabal Anlagentechnik GmbH agiert im Anschluss lediglich als Servicegesellschaft. Die Produktionsverlagerung führt zu einem Abbau von Personal am Standort Krefeld. Um die Personalanpassung gemäß diesem Umstrukturierungsplan durchzuführen, hatte die Firma Ende 2020 mit dem Betriebsrat der Ormazabal Anlagentechnik GmbH eine Vereinbarung über den Interessenausgleich und den Sozialplan getroffen. Die Auswirkungen der Vereinbarung mit dem Betriebsrat über die Umstrukturierung wurden im Geschäftsjahr 2021 realisiert. Die budgetierten Umsatzziele für den lokalen Markt und für den Export wurden 2021 erreicht (Lokaler Markt Budget: 12,5 Mio. €, IST 19,0 Mio. € sowie Export-Budget: 1,7 Mio. €, IST 7,4 Mio. €). Sowohl der Auslands- als auch der Inlandsumsatz lagen im Jahr 2021 unter den Vorjahreswerten (2020: lokaler Markt IST 34,7 Mio. € sowie Export-Markt IST 8,8 Mio. €). Dies resultiert aus der im Geschäftsverlauf 2021 durchgeführten Produktionsverlagerung nach Spanien und der daraus folgenden Änderung des Geschäftsmodells. Im Geschäftsjahr hat sich die Entwicklung des Cashflows gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Dies ist im Rahmen eines kontraktiven Umstrukturierungsprozesses zu erwarten, da die Tätigkeit des Unternehmens reduziert wurde. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist mit -2.297 T€ negativ (Vorjahr: negativer Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von -847 T€). Insgesamt führte diese Entwicklung zu einem Jahresüberschuss von 928 T€, der um 7.020 T€ über dem negativen Ergebnis des Vorjahres liegt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT; ohne sonstige Steuern) der Gesellschaft betrug 1.516 T€ (Vorjahr: -5.444 T€) und lag damit über dem ursprünglich geplanten Wert von 246 T€. 4. Lage des Unternehmens 4.1 Ertragslage
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Umsatz um 17.053 T€ oder 39,2 % von 43.488 T€ auf 26.435 T€ vermindert. Die Umsatzerlöse liegen mit 26.435 T€ um 12.196 T€ bzw. rund 85,7 % über dem Plan (14.239 T€). Der Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr ist ausschließlich auf die Verlagerung der Produktion der GA- und GAE-Schaltanlagen zur Schwestergesellschaft Ormazabal Burgos, SLU, und die damit verbundenen Änderungen des Geschäftsmodells hin zu einer Service- und Dienstleistungseinheit zurückzuführen. Der Übergang der Verlagerung fand ab dem zweiten Halbjahr stetig statt und war zum Jahresende vollständig erfüllt. Die zum Stichtag verbliebenen Vorratsbestände wurden teilweise verschrottet und teilweise im Konzern verkauft. Dabei wurde ein Ertrag in Höhe von insgesamt 1.032 T€ erzielt. Durch den Rückgang der Umsatzerlöse hat sich die Gesamtleistung um 17.355 T€ von 42.813 T€ auf 25.458 T€ vermindert, während sich das Rohergebnis im Verhältnis zur Gesamtleistung um 4,9 %-Punkte von 26,8 % auf 31,7 % verbesserte. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr um 4.547 T€ auf 1.359 T€ zurückgegangen. Dieser signifikante Rückgang im Vergleich zum Geschäftsjahr 2020 erklärt sich durch das Fehlen von außergewöhnlichen Transaktionen, wie z.B. dem Verkauf von Know-how, der im letzten Jahr stattgefunden hat. Der Personalaufwand liegt mit 5.210 T€ um 5.992 T€ unter Vorjahr. Auch hier wirken sich die Umstrukturierungsmaßnahmen erheblich auf die Vergleichszahlen aus. Die Abschreibungen liegen mit 42 T€ um 1.154 T€ unter dem Vorjahreswert von 1.196 T€. Im Jahr 2020 erfolgte die außerplanmäßige Abschreibung von Vermögensgegenständen, die in der neuen Geschäftsstruktur des Unternehmens nicht mehr verwendet werden. Die übrigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich insgesamt um 7.781 T€ oder 74,4 % auf 2.682 T€ (Vorjahr: 10.463 T€). Die Entwicklung gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf eine Reduzierung der Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Sozialplan und der Restrukturierung (-5.489 T€) sowie eine Reduzierung der konzerninternen Verwaltungsdienstleistungen (-1.153 T€) zurückzuführen. Nennenswerte Rückgänge sind auch bei den Leiharbeitnehmern (-414 T€), den Forschungs- und Entwicklungskosten (-120 T€), den Rechtskosten (-144 T€) sowie den Instandhaltungen (-202 T€) zu verzeichnen. Das Betriebsergebnis liegt mit 1.484 T€ (Vorjahr: -5.479 T€) um 6.963 T€ über dem Vorjahr. Diese Entwicklung resultiert aus geringeren operativen Aufwendungen, geringeren Aufwendungen im Personalbereich und sonstigen Maßnahmen im Zusammenhang mit der im letzten Jahr erfolgten Restrukturierung sowie außerplanmäßigen Abschreibungen des letzten Jahres. Das Finanzergebnis weist geringe Veränderungen auf und verbessert sich um 57 T€ von -613 T€ auf -556 T€ und betrifft mit 0 T€ (Vorjahr: 59 T€) Zinsaufwendungen für verbundene Unternehmen und mit -553 T€ (Vorjahr: -562 T€) Zinsaufwendungen für Pensions- und Altersteilzeitrückstellungen, denen Zinserträge von 5 T€ (Vorjahr: 8 T€) gegenüberstehen. Insgesamt führte diese Entwicklung zu einem Jahresüberschuss von 928 T€, der um 7.020 T€ über dem negativen Ergebnis des Vorjahres liegt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) der Gesellschaft betrug 1.516 T€ (Vorjahr: -5.444 T€) und lag damit über dem ursprünglich geplanten Wert von 246 T€. 4.2 Vermögenslage Die Bilanzsumme des Unternehmens hat sich im Geschäftsjahr von 22.780 T€ im Vorjahr um 8.378 T€ auf 14.402 T€ reduziert. Auf der Aktivseite verringerte sich das Anlagevermögen um 37 T€, während das Umlaufvermögen um 8.337 T€ abgenommen hat. Der Rückgang des Anlagevermögens resultiert aus der laufenden Abschreibung des Geschäftsjahres. Durch die Umstellung des Geschäftsmodells im Unternehmen, wonach die Ormazabal Anlagentechnik GmbH nicht mehr der nationale und internationale Lieferant der Ormazabal-Gruppe für Schaltanlagegeräte der GA/GAE-Familie ist, sondern ein reiner Dienstleister für die deutsche Schwestergesellschaft Ormazabal GmbH, reduzieren sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 1,6 Mio. €. Diese Verringerung ist hauptsächlich auf den Rückgang der Aktivitäten und des Umsatzes zurückzuführen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen ausschließlich den Lieferungs- und Leistungsverkehr. Eine weitere Folge der Umstellung des Geschäftsmodells besteht darin, dass das Unternehmen keine Bestände für seine Geschäftsaktivitäten benötigt. Die zum Stichtag verbliebenen Vorratsbestände wurde teilweise verschrottet und teilweise an Konzerngesellschaften zum Buchwert veräußert. Infolgedessen gingen die Vorräte von einem Nettowert von 3,7 Mio. € am Ende des letzten Jahres auf null € zurück. Auf der Passivseite entfällt der Rückgang der Bilanzsumme auf die Rückführung des Fremdkapitals (Verbindlichkeiten und Rückstellungen) um 9.306 T€ und die Zunahme des Eigenkapitals um 928 T€ in Höhe des Periodenergebnisses. Die kurzfristigen Rückstellungen wurden im Berichtszeitraum um 4,3 Mio. € reduziert. 2,6 Mio. € davon sind auf die Verringerung der Rückstellungen für Personalkosten zurückzuführen, die hauptsächlich mit den Abfindungen im Zusammenhang mit der Umstrukturierung zusammenhängen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von Inland und Ausland gegenüber Dritten reduzierten sich um 2,7 Mio. € von 2.919 T€ auf 252 T€. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen reduzierten sich um 298 T€ von 392 T€ auf 94 T€. Durch das positive Jahresergebnis hat das Eigenkapital der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2021 um insgesamt 928 T€ auf 4.167 T€ zugenommen. Durch den gleichzeitigen Abbau des Fremdkapitals stieg die Eigenkapitalquote im Vergleich zum Vorjahr um 14,7 %-Punkte auf 28,9 % (Vorjahr: 14,2 %). 4.3 Finanzlage Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft insgesamt einen negativen Gesamt-Cashflow in Höhe von -2.301 T€ (Vorjahr: +5.105 T€) erwirtschaftet. Mit einem positiven Ergebnis von 928 T€, Abschreibungen von 42 T€ und unter Berücksichtigung der Veränderung des Umlaufvermögens inklusive Rechnungsabgrenzungsposten (6.039 T€), der Rückstellungen (-4.321 T€) sowie der Verbindlichkeiten (-4.985 T€) ergibt sich bei indirekter Ermittlung ein negativer Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von -2.297 T€. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt -5 T€, der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit beträgt 0 T€. Der Bestand an flüssigen Mitteln zum 31. Dezember 2021 beträgt 10.928 T€ (Vorjahr: 13.229 T€). 4.4 Gesamtaussage Im Vergleich zum Budget schätzt die Geschäftsführung der Ormazabal Anlagentechnik GmbH die Umsatzentwicklung und die Ergebnisentwicklung im Jahr 2021 als positiv ein. 5. Forschung und Entwicklung Die Ormazabal Anlagentechnik GmbH verfügt derzeit über fünf aktive Patente. Die Aufwendungen lagen bei T€ 255 (Vorjahr: T€ 1.927). Ende 2021 war keine Person in dieser Abteilung beschäftigt. In diesem Bereich waren in 2020 13 Mitarbeiter beschäftigt. 6. Investitionen Im Geschäftsjahr 2021 hat die Gesellschaft Investitionen in Höhe von 5 T€ getätigt. 7. Personal Für die Mitarbeiter am Standort Krefeld gilt der Tarifvertrag des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie Nordrhein-Westfalen. Die regelmäßige Arbeitszeit beträgt tarifvertraglich 35 Stunden pro Woche. Es gibt Gleitzeitregelungen und flexible Wochenarbeitszeiten. Zum Stichtag 31. Dezember 2021 beschäftigte die Ormazabal Anlagentechnik GmbH 36 Mitarbeiter, davon 36 Festangestellte, und 5 Mitarbeiter, welche sich zum 31. Dezember 2021 in Altersteilzeit befinden. 8. Umweltschutz Das integrierte Qualitäts- und Umweltmanagementsystem wurde im Oktober 2018 gemäß DIN EN ISO 14001:2015 und DIN EN ISO 9001:2015 erfolgreich auditiert. Die neuen Zertifikate wurden im Dezember 2020 ausgestellt und haben eine Gültigkeit bis Dezember 2023. Die im Managementreview dokumentierte Auswertung der Umweltkennzahlen für Ressourcenverbrauch und Abfallaufkommen zeigt eine positive Entwicklung der Umweltleistung in Relation zur Produktionsleistung bzw. Mitarbeiterzahl. Im Berichtszeitraum gab es keine umweltrelevanten Vorfälle oder Beschwerden. 9. Entwicklung der Geschäftsjahre 2022 und 2023 und Prognosebericht bzw. Ausblick auf 2024 und 2025 Auf Basis der Änderung des Geschäftsmodells zu einer Service- und Dienstleistungseinheit wurden im Geschäftsjahr 2022 (vorläufige) Umsatzerlöse in Höhe von 3,6 Mio. € erzielt, was zu einem (vorläufigen) positiven EBIT von 522 T€ geführt hat. Das Geschäftsjahr 2023 endete mit (vorläufigen) Umsatzerlösen in Höhe von 2,8 Mio. € sowie einem (vorläufigen) EBIT in Höhe von 134 T€. Für 2024 sind Umsatzerlöse in Höhe von rund 2,9 Mio. € und damit auf Niveau des Vorjahres geplant, die zu einem EBIT von 573 T€ führen. Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass sich die Umsätze aus der Serviceleistung langfristig auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 einpendeln werden. Die Halbjahresergebnisse für das Geschäftsjahr 2024 weisen einen Gewinn vor Steuern von 17 T€ sowie Umsatzerlöse in Höhe von 1,1 Mio. € aus. Für 2025 sind Umsatzerlöse in Höhe von 3,0 Mio. € sowie ein EBIT in Höhe von 402 T€ geplant. 10. Chancen für die zukünftige Entwicklung Die in den letzten Jahren getroffenen weitreichenden politischen Entscheidungen führen in Deutschland im April 2023 zu einem vollständigen Ausstieg aus der Atomenergie sowie zu einer Erhöhung des Anteils regenerativer Energien an der Gesamtversorgung auf mindestens 80 % in 2050. Langfristig werden daraus Auftragssteigerungen zu erwarten sein. Die großen deutschen Energieversorger haben den Ausstieg aus der Atomenergie zu bewältigen und orientieren sich zunehmend in anderen Bereichen. Aufgrund des Atomausstiegs und der zunehmenden Dezentralisierung der Energieerzeugung erwarten wir, dass die Anzahl der Marktteilnehmer durch Neugründung lokaler Stadtwerke langfristig steigen wird. Darin wird auch eine Chance gesehen auf eine langfristige Steigerung des Marktpotentials des deutschen Marktes. Die deutschen elektrischen Übertragungs- und Verteilnetze werden den zukünftigen Anforderungen an eine dezentrale Energieerzeugung sowie große "Offshore"-Windparks angepasst. Weiterhin verlangen die alternativen Energieerzeugungen einen höheren Informations- und Regelungsbedarf. Darüber hinaus sind erhebliche Ersatzinvestitionen, insbesondere in das westdeutsche Netz, in den nächsten Jahren notwendig. Die Herausforderungen aus der erforderlichen Veränderung des Verteilnetzes bieten uns die Chance, uns durch Innovation und Flexibilität von unseren Wettbewerbern zu differenzieren. Die Auswirkungen des Emissionshandels, politische und gesellschaftliche Widerstände gegen neue Kraftwerks- und Pipelineprojekte sowie langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren könnten die Investitionsbereitschaft der Unternehmen stark beeinflussen. Die derzeitige Entwicklung im Zusammenhang mit dem Thema Gas- und Energiekrise und die einhergehenden politischen Debatten um erneuerbare Energien, Photovoltaik und E-Mobilität, primär in den Branchen der Automobilindustrie und des Wohnungsbaus, lassen zukünftig auf signifikante Chancen für die weitere Wirtschaftlichkeitssteigerung der Ormazabal Anlagentechnik GmbH schließen. 11. Risikobericht 11.1 Gesamtwirtschaftliche und politische Risiken Die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft im Geschäftsjahr 2021 wurde im Wesentlichen durch den Verlauf der Coronapandemie, welche wiederum einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der Material-, Liefer- und Kapazitätsengpässe hatte, geprägt. Nach dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine Ende Februar 2022 haben sich diese Probleme noch verschärft. Die Energiekrise, die durch die Verknappung von Rohstoffen aufgrund der internationalen Blockade Russlands ausgelöst wurde, führte zu einem erheblichen Anstieg der Rohstoffpreise. Des Weiteren muss festgehalten werden, dass auch nach zwei Jahren und wenngleich weltweiter Fortschritte im Zusammenhang mit der Bekämpfung des Coronavirus noch immer das Risiko eines erneuten Lockdowns einkalkuliert werden musste. Auf nationaler Ebene war die besonders im ersten Quartal 2022 starke Zunahme der Krankenstände auf Grund neuer Höchststände bei den Inzidenzen zu nennen. Im internationalen Bereich war die Null-Covid-Strategie seitens der chinesischen Regierung zu erwähnen, die nicht nur das soziale Leben und die Wirtschaftsleistung in China stark beeinflusst hat, sondern auch erhebliche Einflüsse auf die weltwirtschaftliche Entwicklung genommen hat. In dieser Hinsicht scheint sich die Lage im Laufe des Jahres 2023 stabilisiert zu haben. Darüber hinaus werden zukünftig noch weitere Fragestellungen Auswirkungen auf die Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenparameter haben. Hierzu zählen im Wesentlichen die weitere kurz- und mittelfristige Entwicklung der Inflationsrate und die sich hieraus ergebenden Konsequenzen, die Volatilität der Rohstoff- und Energiepreise sowie die schon vor der Coronapandemie existente Gesamtverschuldung in vielen EU-Ländern und die damit einhergehende erhöhte Unsicherheit auf den Finanzmärkten. Die durch den Konflikt im Roten Meer Ende 2023 / Anfang 2024 verursachte Situation muss aufgrund der möglichen Auswirkungen genau beobachtet werden, sowohl im Hinblick auf einen erheblichen Anstieg der Kosten für den Seetransport als auch auf die Engpässe, die aufgrund der Wiederbeschaffungszeiten für alle Produkte mit Ursprung in Asien auftreten können. Soweit es möglich ist, hat das Management versucht, alle diese Einflussfaktoren und deren möglichen Konsequenzen schon in der Gesamtplanung der folgenden Geschäftsjahre zu berücksichtigen. 11.2 Beschaffungsrisiken Mit Verlagerung der Produktion von Krefeld nach Spanien im April 2021 agiert die Ormazabal Anlagentechnik GmbH seit Mai 2021 als reine Servicegesellschaft für die Ormazabal GmbH. Aufgrund der Einstellung der Produktion bestehen keine Beschaffungsrisiken mehr. 11.3 Produktlebenszyklus-Management und Umweltrisiken Bis April 2021 umfasste unsere Wertschöpfungskette alle Schritte von der Entwicklung über den Einkauf und die Produktion bis zum Vertrieb sowie Serviceleistungen innerhalb des Konzerns. Störungen in unserer Wertschöpfungskette konnten zu Qualitätsproblemen sowie zu potenziellen Produkt-, Arbeitssicherheits- und regulatorischen sowie Umweltrisiken führen. Solche Risiken konnten insbesondere in Verbindung mit unseren Produktionsanlagen auftreten und von hoher organisatorischer und technischer Komplexität sein. Mit Verlagerung der Produktion von Krefeld nach Spanien agiert die Gesellschaft lediglich als reine Serviceeinheit für den Konzern. 11.4 Liquiditätsrisiko Die konzerninterne Gestaltung der Zahlungsziele für Forderungen gegen verbundene Unternehmen hat die Liquidität der Gesellschaft bisher positiv beeinflusst. Mitte 2021 wurde die Anlagenproduktion in Krefeld beendet. Im Geschäftsjahr 2021 hat sich die Liquiditätslage um 2.301 T€ verschlechtert. Ursache für diesen Rückgang waren restrukturierungsbedingte Auszahlungen. Im Geschäftsjahr 2021 erzielte das Unternehmen ein positives Ergebnis, ebenso wie in den beiden folgenden Zeiträumen. Dies wirkt sich positiv auf die Eigenkapitalsituation des Unternehmens aus und vermeidet die finanzielle Abhängigkeit von der Muttergesellschaft für das finanzielle Überleben. 12. Zusammenfassende Würdigung der Risikolage Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in dem schwierigen Wettbewerbsumfeld und steigenden Preisdruck sowie dem zunehmenden Verdrängungswettbewerb. Vor dem Hintergrund der finanziellen Stabilität, welche durch die Unterstützung unserer Muttergesellschaft gewährleistet wird, sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gewappnet.
Krefeld, den 30. Juli 2024 Ormazabal Anlagentechnik GmbH Die Geschäftsführung Fernando Zabalgogeazcoa Burgos Bilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Anhang für das Geschäftsjahr 2021Allgemeine Hinweise Die Ormazabal Anlagentechnik GmbH wird beim Amtsgericht Krefeld unter der Registernummer HRB 10392 geführt. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Krefeld. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Nach § 267 Abs. 3 HGB ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Januar und endet am 31. Dezember 2021. Die angegebenen Vergleichszahlen beziehen sich auf den Vorjahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Software wird unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei Jahren linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen enthalten die Materialeinzelkosten, die Fertigungseinzelkosten und die auf diese Einzelkosten entfallenden Materialgemeinkosten, Fertigungsgemeinkosten und fertigungsbezogene Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern vorgenommen. Gebäude werden linear über 20-50 Jahre abgeschrieben. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens werden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten über die geplante Nutzungsdauer abgeschrieben (lineare Abschreibung). Vor dem Hintergrund der Verlagerung der Produktion von Krefeld nach Spanien wurde die Nutzungsdauer der abnutzbaren Vermögensgegenstände angepasst. Im November 2020 hat das Management des spanischen Mutterkonzerns die Verlagerung der Produktion von Schaltanlagen (GA/GAE-Anlagen) von Krefeld nach Spanien beschlossen. Ab Mai 2021 wurden die Schaltanlagen nicht länger durch die Ormazabal Anlagentechnik GmbH in Krefeld produziert. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu 250 € werden im Jahr der Anschaffung vollständig als Aufwand erfasst. Für geringwertige Wirtschaftsgüter wird ein Sammelposten gebildet, sofern der Wert des einzelnen Wirtschaftsgutes 250 €, aber nicht 1.000 € übersteigt. Der Sammelposten wird ab dem Jahr der Anschaffung über 5 Jahre linear abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % des nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestandes nach Abzug der Umsatzsteuer gebildet worden. Als verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften bezeichnet, an denen Ormazabal Electric S.L.U. direkt oder indirekt mehrheitlich am Kapital beteiligt ist. Die liquiden Mittel sind zum Nominalwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Latente Steuern wurden mit einem Steuersatz von 32,625 % berechnet. Aktive latente Steuern resultieren aus einem im Vergleich zur Steuerbilanz höheren Ansatz von Pensions- und sonstigen Rückstellungen in der Handelsbilanz sowie aus Verlustvorträgen. Passive latente Steuern entstanden nicht. In Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung nicht aktiviert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung, welche durch die Mercer Deutschland GmbH, Düsseldorf, durchgeführt wird, nach der Projected-Unit-Credit- Methode unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank für Dezember 2021 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,87 %. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden Rentensteigerungen von jährlich 1,5 % zugrunde gelegt sowie eine Fluktuation in Höhe von 2,0 % p.a. unterstellt. Gehaltssteigerungen waren nicht zu berücksichtigen. Von dem Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird Gebrauch gemacht. Die Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen belaufen sich zum 31. Dezember 2021 auf 6.953T€ unter Zugrundelegung des 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes (1,87 %). Die Rückstellung beträgt unter Verwendung des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes (1,35 %) zum Stichtag 7.429 T€. Somit beträgt der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB 503 T€ (Vorjahr: 720 T€). Die Effekte aus der Ab- bzw. Aufzinsung der Pensionsrückstellung werden im Finanzergebnis gezeigt. Der aus der Umstellung auf das BilMoG zum 1. Januar 2010 resultierende Unterschiedsbetrag in Höhe von 995 T€ wird bis spätestens zum 31. Dezember 2024 zu je einem Fünfzehntel pro Jahr angesammelt. Zum 31. Dezember 2021 beträgt die verbleibende Unterdeckung 199 T€. Die Zuführung in Höhe von 66 T€ wird unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet worden. Grundsätzlich werden bei allen Rückstellungen Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Gewährleistungsrückstellungen werden für individuelle Einzelrisiken sowie pauschal für allgemeine Risiken gebildet. Bemessungsgrundlage zur Berechnung der pauschalen Garantierückstellungen sind die um konkrete Einzelrisiken verminderten Umsatzerlöse, welche mit einem erfahrungsbasierten Prozentsatz (durchschnittliches Verhältnis Garantieaufwendungen/Umsatzerlöse der letzten 3 Jahre) multipliziert werden. Grundlage für die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen (entweder Blockmodell oder 50-%-Teilzeitbeschäftigung über die gesamte Dauer der Altersteilzeit) sind die versicherungsmathematischen Gutachten der Mercer Deutschland GmbH, Düsseldorf. Die Bewertung der Altersteilzeitverpflichtungen erfolgte für die Handelsbilanz nach den Regelungen der IDW-Stellungnahme RS HFA 3 vom 19. Juni 2013. Für den Erfüllungsrückstand ist eine Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre vorgenommen worden. Dieser Zinssatz beträgt 1,35 %. Der Gehaltstrend ist mit 2,00 % berücksichtigt worden. Zur Berücksichtigung biometrischer Einflussfaktoren wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) in Höhe von 128 T€ (Vorjahr: 222 T€) wurden mit den Rückstellungen für Altersteilzeit 163 T€ (Rückstellungsanteil für den Erfüllungsbetrag) verrechnet. Der beizulegende Zeitwert stellt gleichzeitig die fortgeführten Anschaffungskosten des Deckungsvermögens dar. Die verrechneten Zinsaufwendungen in Höhe von 5 T€ sind im Finanzergebnis enthalten. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Devisenkassakurs zum Abschlussstichtag umgerechnet, sofern diese eine Laufzeit bis zu einem Jahr haben. Bei einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisations- und Anschaffungskostenprinzip beachtet. Die Erträge und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung werden periodengerecht erfasst. Die Umsatzerlöse werden im Zeitpunkt der Übertragung des wirtschaftlichen Eigentums bzw. im Zeitpunkt der Leistungserbringung erfasst. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen in Höhe von 2.860 T€ (Vorjahr: 4.373 T€) wie im Vorjahr auf den Liefer- und Leistungsaustausch. Es bestehen darüber hinaus keine Forderungen gegen die Gesellschafterin (Vorjahr: 90 T€). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Wertguthaben für die Zeitkonten der Mitarbeiter zum Nennwert von 34 T€ (Vorjahr: 109 T€) sowie ein Termingeld zur Insolvenzsicherung zukünftiger Altersteilzeitansprüche in Höhe von 250 T€ (Vorjahr: 510 T€). Wie im Vorjahr haben sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital wurde bisher nicht auf € umgestellt und beträgt 8.850 TDM (entspricht 4.525 T€). Dies entspricht dem Eintrag im Handelsregister. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage beträgt 27.326 T€. Von diesem Betrag resultieren 2.326 T€ aus der im Jahr 1998 vorgenommenen Ausgliederung des Teilbetriebs Anlagenprodukte aus der damaligen Felten & Guilleaume Energietechnik Aktiengesellschaft, Köln, in die Moeller Anlagentechnik GmbH, Bonn, die dann 2004 in die Ormazabal Anlagentechnik GmbH, Krefeld, übergegangen ist. Der übersteigende Betrag von 25.000 T€ resultiert aus Einlagen der Gesellschafterin im Geschäftsjahr 2020 in Höhe von 7.000 T€, im Geschäftsjahr 2019 in Höhe von 5.000 T€ sowie in den Geschäftsjahren 2018 und 2017 von jeweils 6.500 T€. Gewinnrücklagen Die anderen Gewinnrücklagen betragen unverändert 1.118 T€. Sie resultieren aus thesaurierten Gewinnen und aus erfolgsneutralen Umstellungseffekten im Rahmen der Erstanwendung der durch das BilMoG geänderten Vorschriften des HGB zum 1. Januar 2010. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere den Personalbereich mit 243 T€ (Vorjahr: 547 T€), den Bereich Restrukturierung (Abfindungen, Kosten Transfergesellschaft, Prozesskosten) mit 1.584 T€ (Vorjahr: 5.489 T€), Garantien und Gewährleistungen mit 503 T€ (Vorjahr: 503 T€) sowie ausstehende Rechnungen mit 66 T€ (Vorjahr: 94 T€). Verbindlichkeiten
Art der Besicherung: Wie im Vorjahr haben sämtliche Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind ungesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren ausschließlich aus dem Austausch von Lieferungen und Leistungen (94 T€; Vorjahr: 392 T€). In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 0 T€) enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten hauptsächlich Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 340 T€ (Vorjahr: 2.282 T€) und im Rahmen der sozialen Sicherheit von 2 T€ (Vorjahr: 19 T€). Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte
Die Leasingverträge (Operate-Lease-Verträge) führen zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringen Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden können, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 405 T€ (Vorjahr: 193 T€). Davon fällig:
Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse
Materialaufwand Der Materialaufwand im Geschäftsjahr beträgt 17.399 T€ (Vorjahr: 31.337 T€) und damit rd. 68,3 % (Vorjahr: 73,2 %) der Gesamtleistung (= Umsatzerlöse + Bestandsveränderung). Für bezogene Leistungen wurden davon 286 T€ (Vorjahr: 553 T€) und für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 17.113 T€ (Vorjahr: 30.784 T€) aufgewendet. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von 312 T€ (Vorjahr: 5.545 T€). Der Unterschied zum Vorjahr resultiert daraus, dass im Zuge der Umstrukturierung und der Verlagerung der Produktion von Krefeld nach Spanien im Geschäftsjahr 2020 zwischen der Ormazabal Anlagentechnik GmbH und der Muttergesellschaft eine Vereinbarung getroffen wurde, kraft derer die Muttergesellschaft für den Transfer von Know-how 5,0 Mio. € an die Ormazabal Anlagentechnik GmbH bezahlte. In dieser Position sind folgende periodenfremde Erträge enthalten:
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten außerdem Währungskursgewinne in Höhe von 50 T€ (Vorjahr: 95 T€). Sonstige betriebliche Aufwendungen Wesentliche Beträge resultieren u.a. aus Aufwendungen für Instandhaltung und Reparaturen in Höhe von 573 T€ (Vorjahr: 775 T€). Hier enthalten sind auch EDV- Beratungsleistungen, sofern es sich um einen entsprechenden Sachverhalt bezogen auf Hard- oder Software handelt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Währungskursverluste in Höhe von 241 T€ (Vorjahr: 126 T€). Weitere bedeutende sonstige betriebliche Aufwendungen:
In der Position der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine wesentlichen periodenfremden Aufwendungen enthalten. Die Gesellschaft hat von dem Wahlrecht gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB, die aus der Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften zum 1. Januar 2010 bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen resultierende Zuführung über maximal 15 Jahre zeitlich zu verteilen, Gebrauch gemacht. Im Geschäftsjahr 2021 resultiert hieraus ein Aufwand von 66 T€ (Vorjahr: 66 T€). Sonstige Angaben Abschlussprüferhonorare Im Geschäftsjahr 2021 sind 34 T€ für Honorare für Abschlussprüfungsleistungen des Jahresabschlussprüfers, Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, im Aufwand erfasst. Es entfällt vollumfänglich auf die Abschlussprüfung. Geschäftsführung Fernando Zabalgogeazcoa Burgos, Las Arenas-Getxo (Vizcaya)/Spanien, Alleingeschäftsführer, hauptberuflich als General Manager Finance der Velatia-Gruppe in Spanien tätig. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Geschäftsführung erhielt im Geschäftsjahr keine Bezüge von der Gesellschaft. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Konzernverhältnisse Die Ormazabal Anlagentechnik GmbH ist zu 100 % im Besitz der Ormazabal Electric S.L.U., Zamudio/Spanien (Velatia-Gruppe). Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Ormazabal Electric S.L.U. einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist bei der Ormazabal Electric S.L.U., Zamudio/Spanien, erhältlich; er wird nicht offengelegt. Gewinnverwendung Der Jahresüberschuss in Höhe von 927.668,50 € wird auf neue Rechnung vorgetragen. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Mit Vereinbarung vom 8. Mai 2022 hat die Ormazabal Anlagentechnik GmbH der Muttergesellschaft Ormazabal Electric S.L.U. eine verzinsliche Kreditlinie von insgesamt 10 Mio. € bis zum 30. Juni 2027 eingeräumt. Zum 31. Dezember 2022 wurden 8,0 Mio. € in Anspruch genommen. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und Auswirkung auf die im Jahresabschluss dargestellte Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage haben, sind nicht eingetreten. Im Hinblick auf die Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Ausbruch des Ukraine-Krieges und den Konflikt im Roten Meer wird auf die Risikoberichterstattung im Lagebericht unter Abschnitt 11.1 "Gesamtwirtschaftliche und politische Risiken" verwiesen.
Krefeld, den 30. Juli 2024 Ormazabal Anlagentechnik GmbH Die Geschäftsführung Fernando Zabalgogeazcoa Burgos Sonstige Berichtsbestandteile Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 30.07.2024 festgestellt. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Ormazabal Anlagentechnik GmbH, Krefeld Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Ormazabal Anlagentechnik GmbH, Krefeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ormazabal Anlagentechnik GmbH, Krefeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 30. Juli 2024 Deloitte
GmbH
Norbert Graetz, Wirtschaftsprüfer Anne Schmitt-Blass, Wirtschaftsprüferin |
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