One of One Group GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Johannes Füßl seit 22.11.2021 | Prokura |
Patrick, geb. Zimmermann Heimburger seit 19.2.2018 | Geschäftsführer |
Jens Robert Riegger seit 17.5.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Dr. W******* G**** K******* | 19.81% |
J*** R***** R****** | 7.76% |
M***** F*** | 7.76% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
15 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 15 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
fruitcore robotics GmbHKonstanzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell der Gesellschaft Grundlagen Die in 2017 gegründete fruitcore robotics GmbH mit Sitz in Konstanz, Deutschland, (nachfolgend auch fruitcore robotics, die Gesellschaft oder das Unternehmen genannt) ist beim Handelsregister Freiburg im Breisgau (HRB 716404) eingetragen und zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB i.V.m. § 267 Abs. 4 HGB. fruitcore robotics produziert und verkauft Automatisierungssysteme bestehend aus Hardware, Software und Zubehör. Das Unternehmen entwickelt einen Großteil der am Markt offerierten Produkte selbst. Darüber hinaus werden Dienstleistungsaktivitäten wie z.B. digitale Dienste und ein Kundenservice angeboten. Alle wesentlichen administrativen Funktionen werden selbst wahrgenommen. Die Gesellschaft wird von den beiden Geschäftsführern Jens Riegger und Patrick Heimburger geführt. Es existiert ein Beirat, der im Geschäftsjahr 2023 aus acht Mitgliedern bestand. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Beteiligungen an anderen Unternehmen. Geschäftstätigkeit fruitcore robotics ist ein Hersteller von selbst entwickelten Digital Robots und industriellen Automatisierungslösungen. Die Digital Robots als Industrieroboter verschiedener Reichweiten und Traglasten stellen dabei den größten Teil des Produktportfolios dar. Sie beinhalten eine zentrale Steuerungssoftware sowie standardisierte Schnittstellen zur Einbindung von Komponenten und Maschinen. Das Produktportfolio wird ergänzt durch Komplettlösungen zur vollständigen Automatisierung spezifischer Anwendungsfälle der Kunden. Der Vertrieb erfolgt vorrangig über eigene Vertriebsmitarbeiter im Außen- und Innendienst sowie über ein weitreichendes Distributionsnetzwerk und zielt auf Geschäftskunden im In- und Ausland ab. Im Geschäftsjahr 2023 stellt Deutschland den wichtigsten Absatzmarkt der Gesellschaft dar. Im Ausland gehört insbesondere die Schweiz zu den wesentlichen Absatzmärkten. 2. Zweigniederlassungen Neben dem Firmensitz in Konstanz besteht eine Zweigniederlassung in Villingen-Schwenningen, Deutschland. Diese dient insbesondere als Produktionsstätte für die Produkte des Unternehmens. 3. Forschung und Entwicklung fruitcore robotics strebt eine hohe Qualität und Verlässlichkeit sowie geringe Lieferzeiten der Produkte an. Die Aktivitäten des Unternehmens für Forschung und Entwicklung sind entsprechend ausgerichtet. fruitcore robotics entwickelt eigene Industrieroboter mit Software zur Konfiguration und Prozessteuerung sowie Komplettlösungen für spezifische Anwendungsfälle wie z. B. Teilevereinzelung und Maschinenbestückung. Durch den Einsatz neuester Technologien und künstlicher Intelligenz in der Software sowie der Verwendung von gängigen Industrieschnittstellen werden die Prozesse auf Kundenseite eingebunden und gesteuert. Die Ausrichtung der Forschung und Entwicklung auf Digital Robots mit starker Software-Komponente und ausgewählte Komplettlösungen sollen die Innovationsfähigkeit des Unternehmens weiterhin sicherstellen, das eigene Produktportfolio ausbauen und den Kunden neue Produkte bieten. Die Leistungen für Forschungs- und Entwicklungszwecke des Unternehmens wurden im Geschäftsjahr überwiegend intern erbracht. In den entsprechenden Bereichen waren im abgelaufenen Geschäftsjahr im Durchschnitt 19 Mitarbeiter tätig. Entwicklungskosten wurden wie im Vorjahr in voller Höhe aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 1.1. Gesamtwirtschaftliches Umfeld Nach 3,5% Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2022 stieg das globale BIP im Jahr 2023 um 2,9%. Die wirtschaftliche Entwicklung im Kalenderjahr 2023 war zum ersten Mal seit drei Jahren nicht mehr wesentlich von den Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie geprägt. Auch in China wurde die restriktive Eindämmungspolitik aufgegeben. Die Lieferketten entspannten sich jedoch nur allmählich. Die europäische Wirtschaft leidet weiter unter den Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. Die Wachstumsschwäche in der Eurozone ist vor allem im Vergleich zu den Vereinigten Staaten von Amerika offenkundig. Insbesondere Deutschland blieb hinter den Erwartungen zurück und verzeichnete als einziges G7-Land ein negatives Wachstum in Höhe von -0,3%. Der Rückgang der Bruttowertschöpfung im industriellen Sektor in Deutschland war im Jahresablauf stärker als das gesamtwirtschaftliche Negativwachstum und trug damit maßgeblich zu diesem Ergebnis bei. Hingegen zeigen sich die sogenannten ASEAN-Länder und Indien dynamisch. China übertraf nach einem schwachen Jahr 2022 die Erwartungen und konnte das Wachstum auf 5,0% steigern. Sorgen bereiten jedoch die chinesischen Immobilien- und Finanzmärkte sowie politische Risiken. Angesichts der Knappheit auf den Güter-, Energie- und Arbeitsmärkten einerseits und der staatlichen Konjunkturpakete andererseits, wurde das Inflationsziel der EZB von 2% erneut verfehlt. Durch die Anhebung des Leitzinses auf 4,5% konnte jedoch eine deutliche Reduktion der Inflation in der Eurozone und in Deutschland erreicht werden. 1.2. Branchenspezifisches Umfeld Für die Geschäftstätigkeit von fruitcore robotics sind insbesondere die spezifischen Entwicklungen der Maschinen- und Anlagenbau-Branche maßgeblich. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA) geht in seiner Schätzung von Dezember 2023 für Deutschland von einer rückläufigen Entwicklung der Produktion von Maschinen und Anlagen im Jahr 2023 in Höhe von circa 1% im Vergleich zum Vorjahr aus. Diese Entwicklung ist auf anhaltende Rückgänge im Auftragseingang zurückzuführen, die sich ab dem dritten Quartal 2023 negativ auf die Produktion und den Umsatz auswirkten. Neben der schleppenden Weltkonjunktur verweist der VDMA auf die Stellung des Maschinen- und Anlagenbaus als reinen Investitionsgüterlieferant und somit spätzyklische Branche. 2. Geschäftsentwicklung 2.1. Bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren Auf Unternehmensebene werden finanzielle Leistungsindikatoren zu Zwecken der Beurteilung der Geschäftsentwicklung und Unternehmenssteuerung regelmäßig hinsichtlich Plan, Ist und Prognose evaluiert. Der Fokus liegt auf der Ertragslage, sodass als oberste finanzielle Kennzahlen die realisierten Umsatzerlöse, das EBIT (Earnings before Interest and Taxes) sowie das Jahresergebnis dienen. Auf die Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 wird in Abschnitt 2.3 Lage der Gesellschaft eingegangen. 2.2. Entwicklung der Geschäftstätigkeit Die Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 erfolgte vor dem Hintergrund eines herausfordernden Marktumfelds. Makroökonomische Konflikte und hieraus resultierend eine hohe Inflation einhergehend mit einem hohen Zinsniveau führten auf wesentlichen Absatzmärkten zu Wachstumseinbrüchen sowie teilweise rezessiven Tendenzen, als deren Folge eine generelle Investitionszurückhaltung ausgemacht werden kann. Dieser Entwicklung konnte sich auch fruitcore robotics nicht vollumfänglich entziehen, was zu einer niedriger als geplant ausgefallenen Produktionsauslastung geführt hat. Produkt-seitig war das Geschäftsjahr 2023 von wichtigen Meilensteinen geprägt. Unterjährig wurde das Digital Robot-Modell HORST900 durch den neuen HORST1000 ersetzt, welches neben einer erhöhten maximalen Reichweite in nahezu allen Bereichen mit verbesserten Leistungskenndaten aufwartet. Daneben wurden mehrere sog. Solution Kits auf den Markt gebracht, die es ermöglichen Komplettlösungen zur vollständigen Automatisierung spezifischer Produktionsszenarien von Industrieunternehmen, z.B. zur Teilevereinzelung oder Maschinenbestückung, herzustellen. Außerdem wurde die zentrale Steuerungssoftware horstOS maßgeblich weiterentwickelt und mit dem Al-Copiloten um vielfältige KI-gestützte Funktionen ergänzt. Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit blieben im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen konstant und hatten somit keinen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung des Unternehmens. 2.3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 2.3.1. Ertragslage Die Ertragslage des Unternehmens wird im Folgenden anhand der finanziellen Leistungsindikatoren erläutert. Die Umsatzerlöse stiegen im Geschäftsjahr 2023 von TEUR 3.451 im Vorjahr um 1,5% auf TEUR 3.501 an. In einem schwierigen Marktumfeld konnten die prognostizierten Erwartungen des Vorjahres damit nicht erreicht werden. Das EBIT sank im Geschäftsjahr 2023 von EUR -7,1 Mio. im Vorjahr auf EUR -8,0 Mio. Die Entwicklung entsprach im Wesentlichen den Erwartungen. Das Jahresergebnis belief sich auf EUR -7,5 Mio. nach EUR -7,1 Mio. im Vorjahr. Die Entwicklung im Geschäftsjahr lag leicht über den Erwartungen. 2.3.2. Finanzlage Der Free Cash Flow inkl. erhaltener Zinsen aus Liquiditätsüberhängen beträgt im Geschäftsjahr EUR -8,9 Mio. nach EUR -7,2 Mio. im Vorjahr. Der negative Free Cash Flow resultiert im Wesentlichen aus dem negativen Jahresergebnis in Höhe von EUR -7,5 Mio. sowie der Veränderung des Net Working Capital in Höhe von EUR -1,4 Mio. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist der Gesellschaft ein Wandeldarlehen in Höhe von EUR 0,4 Mio. zugeflossen. Der Finanzmittelfonds am Ende der Periode beläuft sich auf EUR 13,3 Mio. (Vorjahr: EUR 22,2 Mio.). Die Liquiditätslage war während des gesamten Geschäftsjahres stets geordnet. Sowohl die Gesellschaft als auch die Gesellschafter gehen davon aus, dass das Unternehmen zukünftig positive Cashflows aus der Unternehmenstätigkeit erzielen wird. 2.3.3. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist mit EUR 17,2 Mio. gegenüber dem Vorjahr (EUR 25,0 Mio.) um -31,1% gesunken. Maßgeblich hierfür ist insbesondere der Jahresfehlbetrag, der im Wesentlichen den prognostizierten Erwartungen entspricht. Neben der damit einhergehenden Inanspruchnahme von Guthaben bei Kreditinstituten ist die Veränderung im Umlaufvermögen von EUR 24,2 Mio. auf EUR 16,2 Mio. insbesondere durch einen Anstieg der Vorräte um +0,5 Mio. auf EUR 2,2 Mio. geprägt. Das Anlagevermögen in Höhe von EUR 0,9 Mio. (Vorjahr: 0,7 Mio.) umfasst mit EUR 0,8 Mio. insbesondere Sachanlagen. Die Höhe der Verbindlichkeiten ist im Berichtszeitraum geringfügig von EUR 1,0 Mio. auf EUR 0,8 Mio. zurückgegangen. Ein niedrigeres Niveau an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistung (EUR -0,5 Mio.) wird hierbei durch den Eingang des Wandeldarlehens in Höhe von EUR 0,4 Mio. kompensiert. Sonstige Passiva liegen zum Stichtag 31.12.2023 überwiegend auf dem Niveau des Vorjahres. Die Eigenkapitalquote liegt bei 92,9% (Vorjahr: 94,1%) der Bilanzsumme. 3. Gesamtaussage der Geschäftsführung zur wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft Das Geschäftsjahr 2023 ist im operativen Bereich durch eine verhaltene Geschäftsentwicklung gekennzeichnet. Dem infolge des schwierigen Marktumfelds und des weiterhin starken Entwicklungsfokus lediglich geringfügigem Wachstum stehen zahlreiche strukturelle und Produkt-seitige Weichenstellungen gegenüber, die im Jahr 2023 vollzogen wurden. Die im Geschäftsjahr 2023 angelaufenen Verluste decken sich im Wesentlichen mit der Geschäftsplanung und dienen der Finanzierung der technischen Weiterentwicklung der Produkte und Dienstleistungen als auch der weiteren Expansion in weitere Märkte. Geringere Umsatzerlöse im Vergleich zum ursprünglichen Plan konnten kostenseitig kompensiert werden. Der Geschäftsverlauf 2023 wird insgesamt als herausfordernd aber letztlich zufriedenstellend betrachtet. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Wie im Geschäftsjahr 2023 werden auch im Jahr 2024 Wirtschaft und Gesellschaft insbesondere von erhöhter Inflation, geopolitischen Krisen und anhaltenden Störungen weltweiter Lieferketten beeinflusst. 1.1. Konjunkturerwartungen Die Weltwirtschaft erlebt derzeit eine Phase der Verlangsamung. Der IWF prognostiziert für das Jahr 2024 ein globales Wachstum von 3,1%. Diese Zahlen liegen unter dem historischen Durchschnitt von 3,8% für die Jahre 2000 bis 2019. Während fortgeschrittene Volkswirtschaften mit einem verlangsamten Wachstum konfrontiert sind, wird für Schwellen- und Entwicklungsländer eine robustere Leistung erwartet. Eine der größten Herausforderungen für die globale Wirtschaft bleibt die hohe Inflation. Der IWF schätzt, dass die globale Inflation von 8,7% im Jahr 2022 auf 6,9% im Jahr 2023 und 5,8% im Jahr 2024 fallen wird. Die Kerninflation wird voraussichtlich langsamer sinken, wobei eine Rückkehr zur Zielinflation erst für 2025 erwartet wird. Der weltweite Warenhandel bleibt ein wichtiger Wachstumsmotor, zeigt jedoch ebenfalls Anzeichen einer Verlangsamung. Aufgrund der anhaltenden Lieferkettenstörungen und geopolitischen Spannungen sind Unsicherheiten im Handel nach wie vor präsent. Zu den Hauptunsicherheitsfaktoren gehören die anhaltenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, geopolitische Konflikte, insbesondere der Krieg in der Ukraine, und die Gefahr einer weiteren Verschärfung der Geldpolitik in großen Volkswirtschaften. Diese Faktoren könnten die Erholung der Weltwirtschaft weiter behindern. Für die deutsche Wirtschaft wird für das Jahr 2024 eine verhaltene Erholung erwartet, mit einem Wachstum des BIP um 0,2%. Die Prognose basiert auf der Annahme, dass sich das private Ausgabeverhalten und die Weltkonjunktur leicht verbessern werden. Es wird erwartet, dass der Rückgang der Inflation in Kombination mit hohen Lohnabschlüssen zu Realeinkommenssteigerungen führen wird, die wiederum den privaten Konsum beleben sollten. Diese Entwicklung könnte dazu beitragen, dass sich die deutsche Volkswirtschaft im Laufe des Jahres 2024 allmählich wieder erholt. Allerdings sind die Prognosen mit erheblichen Abwärtsrisiken behaftet. Dazu gehören potenzielle Risiken wie neue Spannungen zwischen den USA, Europa und China, eine Verschärfung der weltpolitischen Lage, ein erneuter Anstieg der Energiepreise, eine stärkere Dämpfung der Nachfrage durch die Geldpolitik als erwartet oder ein zurückhaltendes Ausgabeverhalten der Verbraucher. Diese Faktoren könnten das Wachstum bremsen und stellen eine signifikante Unsicherheit für die Konjunkturprognose dar. 1.2. Branchen- und Markterwartungen Die Gesellschaft ist aufgrund des Geschäftsmodells weiterhin insbesondere von den zukünftigen Entwicklungen im Maschinen- und Anlagenbau abhängig. Der VDMA geht in seiner Prognose von Dezember 2023 für Deutschland von einem Rückgang der realen Produktion von Maschinen und Anlagen im Jahr 2024 von -4% aus. Diese Prognose basiert sowohl auf geschwundenen Auftragsbeständen als auch weiterhin sinkenden Auftragseingängen. Das Bild für die größeren ausländischen Märkte gestaltet sich differenzierter. Während für die Exporte von Maschinen und Anlagen in die USA eine weiterhin positive Entwicklung erwartet wird und der indische Markt im Jahr 2024 seine Bedeutung steigern sollte, geht der VDMA von Hemmnissen für den Absatz in China aus, die sich insbesondere im konjunkturellen Umfeld sowie möglichen restriktiven politischen Maßnahmen gegen ausländische Maschinenlieferanten begründen. Auf Basis des World Robotics Reports 2023 und der hierin getroffenen Prognosen ist der Wachstumstrend hinsichtlich Automatisierungslösungen insgesamt weiterhin intakt und bietet in den Folgeperioden signifikante Marktpotentiale. 1.3. Unternehmenserwartungen für 2024 Die weitere Geschäftsentwicklung ist von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wie dem weltweiten Zinsniveau sowie von den Konjunkturaussichten abhängig. Die weltweite Entwicklung in Richtung einer verstärkten Automatisierung durch den Einsatz von Robotern ist intakt. fruitcore robotics bietet mit seinen Produkten Lösungen für eine Vielzahl von aktuellen Herausforderungen. Dazu zählen insbesondere der Bedarf nach Effizienzsteigerungen, Antworten auf den Fach- und Arbeitskräftemangel sowie der Bedarf nach einer Lokalisierung und Regionalisierung der Produktion. Aufgrund seiner innovativen und kundenspezifischen Produktpalette sieht sich das Unternehmen gut gerüstet, um am weltweiten Wachstumsmarkt der Robotik erfolgreich partizipieren zu können. Nach einer geringfügigen Steigerung der Umsatzerlöse im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr wird für das Jahr 2024 mit einem beschleunigten Wachstumskurs gerechnet. Auf Basis der gesamtwirtschaftlichen Einschätzung und des hohen Marktpotenzials werden Umsatzerlöse im mittleren einstelligen Millionen Bereich erwartet. Auf die Gesamtleistung gerechnet wird mit einem weiteren Anstieg der Rohertragsmarge gerechnet. Das EBIT soll sich in Abhängigkeit der Umsatzerlöse verbessern, wobei ein mittlerer einstelliger negativer Millionen-Betrag erwartet wird. Dies gilt ebenfalls für das prognostizierte Jahresergebnis. 2. Chancenbericht 2.1. Chancen fruitcore robotics sieht Wachstumschancen insbesondere in den folgenden Bereichen. Produktangebot Im wachsenden Markt der Robotik und Automatisierungslösungen bestehen Chancen in dem Ausbau und der Differenzierung der Produktpalette. fruitcore robotics arbeitet demnach kontinuierlich an der weiteren Festigung und dem Ausbau wettbewerbsfähiger Angebote in den relevanten Märkten. Hierfür arbeitet das Unternehmen stetig an der kundenzentrierten Weiterentwicklung von Technologien und Ergänzung von zusätzlichen Kundenanwendungen im Produktportfolio. Vertriebsaktivitäten Chancen bieten sich ebenfalls durch die Ausweitung von Vertriebspartnerschaften und der Vertriebsaktivitäten in weitere Länder. Neben der zielgerichteten Intensivierung bestehender Partnerschaften werden laufend neue Vertriebspartner auf ihr Potenzial sowie die potenzielle Partnerschaft auf ihre Passgenauigkeit zu den Gegebenheiten der spezifischen Märkte evaluiert. Unternehmensprozesse Zudem bestehen Chancen in der kontinuierlichen Verbesserung der unternehmensweiten Abläufe, so z. B. bei den Prozessen entlang der Supply Chain sowie bei den unterstützenden Tätigkeiten. 2.2. Gesamtaussage zur Chancensituation der Gesellschaft Wachstumschancen kann das Unternehmen insbesondere durch die Ausweitung von Vertriebspartnerschaften und der Vertriebsaktivitäten in weiteren Ländern sowie durch die Aufnahme neuer Produkte in das Portfolio realisieren. 3. Risikobericht 3.1. Risiken Neben gesamtwirtschaftlichen Risiken, die sich insbesondere aus Konjunkturschwankungen, geopolitischen Krisen, Turbulenzen an den Finanzmärkten oder sonstigen besonderen Ereignissen ergeben können, bestehen für das Unternehmen Risiken insbesondere in den nachfolgenden Risikogruppen. Absatz- und Marktrisiken Absatz- und Marktrisiken ergeben sich insbesondere aus einer Investitionszurückhaltung auf Kundenseite infolge der generellen konjunkturellen Lage, hohen Finanzierungskosten, hoher Energiepreise sowie politisch ungeklärter Fördermöglichkeiten. Daneben ist auf der Angebotsseite ein höherer Wettbewerb zu beobachten, der unter anderem der zunehmenden Präsenz von Anbietern aus dem asiatischen Raum geschuldet ist. Regelmäßige Marktbeobachtungen tragen ebenso zur Risikominderung bei wie die weitere Erschließung neuer Absatzmärkte sowie die Ausweitung von Vertriebspartnerschaften. Produktions- und Logistik-Risiken Produktions- und Logistik-Risiken bestehen im Wesentlichen hinsichtlich der Qualität und Lieferfähigkeit von Rohstoffen und Kaufteilen, die in die Produkte des Unternehmens einfließen. Wichtige Bestandteile der Risikominderung sind die Definition von Qualitätsanforderungen an die Lieferanten, der Abschluss von längerfristigen Lieferverträgen sowie Qualitätssicherungsmaßnahmen in der Logistik und Produktion. Liquiditätsrisiken Das Risikomanagement, bezogen auf die Liquidität der Gesellschaft, zielt auf die Absicherung des Geschäfts gegen wesentliche Risiken ab, welche geeignet sind, die Einnahmen und Ausgaben des Unternehmens negativ zu beeinflussen. Kernbestandteile des Risikomanagements sind das interne Kontrollsystem sowie die laufende und fallbezogene Überwachung wesentlicher Indikatoren im Liquiditätsbereich, wie z.B. der Bestand an liquiden Mitteln sowie die Entwicklung von Forderungen und Verbindlichkeiten. IT-Risiken Neben dem Risiko des Ausfalls von Hard- und Software bestehen IT-Risiken insbesondere hinsichtlich des illegalen Abgreifens von Unternehmensdaten und deren Missbrauch durch Unbefugte. Die Begrenzung des Ausfallrisikos erfolgt über teilweise redundante Infrastruktur, den Rückgriff auf Software zertifizierter Cloud-Anbieter sowie die mindestens tägliche Sicherung aller Konfigurationsdateien und Einstellungen. Darüber hinaus bestehen IT-Risiken aus Schäden durch Cyberattacken und Virenangriffe. Maßnahmen zur Risikominderung sind insbesondere der Einsatz von Firewalls und Antivirensystemen sowie regelmäßige Sicherheitsupdates. 3.2. Gesamtaussage zur Risikosituation der Gesellschaft Den gesamtwirtschaftlichen Risken und Risiken aus einer Investitionszurückhaltung der Kunden sowie eines intensiver werdenden Wettbewerbsumfelds wird mit gezielten Maßnahmen und Investitionen begegnet. Diese beziehen sich insbesondere auf die Bereich Produktinnovation sowie Marketing und Vertrieb. Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVSEITE scroll
PASSIVSEITE scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023scroll
Anhang für das Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.2023A. Allgemeine Angaben Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB i.V.m. § 267 Abs. 4 HGB. Die Gliederung der Bilanz ist unverändert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreswerten ist uneingeschränkt möglich. Soweit ein Wahlrecht hinsichtlich der Angabe in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung einerseits und dem Anhang andererseits besteht, wurde dieses Wahlrecht aus Gründen der Übersichtlichkeit zu Gunsten des Anhangs ausgeübt. Die Gesellschaft firmiert unter dem Namen „fruitcore robotics GmbH“ und ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg im Breisgau unter der Nummer HRB 716404. Sitz der Gesellschaft ist Konstanz. B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anlagevermögen Entgeltlich erworbene Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Selbst erstellte Vermögensgegenstände werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten sowie entsprechende Gemeinkosten. Grundlage der planmäßigen Abschreibungen ist die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 16 Jahren des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Es wurde lediglich von der linearen Abschreibungsmethode Gebrauch gemacht. Für geringwertige Wirtschaftsgüter wurden in den Geschäftsjahren 2017 bis 2021 Sammelposten gebildet, die jeweils über 5 Jahre planmäßig abgeschrieben werden. Zinsen für Fremdkapital wurden bei der Bewertung nicht berücksichtigt. Umlaufvermögen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind weitgehend mit den Herstellungskosten angesetzt. Einbezogen sind die direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungs-Gemeinkosten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos werden Pauschalwertberichtigungen gebildet. Bei zweifelhaften Forderungen wurden Einzelberichtigungen vorgenommen. Die Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände werden zum Nominalwert angesetzt. Eigenkapital Das Eigenkapital wird abzüglich des Verlustvortrags und Jahresfehlbetrags ausgewiesen. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Rechnungsabgrenzung Aktivische und passivische Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet. C. Angaben zu Posten der Bilanz Eigenkapital Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage sind im abgelaufenen Geschäftsjahr unverändert geblieben. Die vorhandenen Verlustvorträge sowie der Jahresfehlbetrag werden durch das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage überkompensiert. Eine Überschuldung liegt nicht vor. Rückstellungen Rückstellungen wurden insbesondere für folgende Sachverhalte gebildet: scroll
Verbindlichkeiten Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind zum Nennbetrag angesetzt. Die Restlaufzeiten betragen wie folgt: scroll
Zum Stichtag bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Ebenfalls bestehen keine Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind. D. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse entfallen auf die Bereiche Verkauf von Robotern, Softwarelizenzen für den Betrieb der Roboter, Mieterlöse und sonstige Umsatzerlöse im Zusammenhang den Robotern. Diese wurden im Geschäftsjahr 2023 zu 81% im Inland und zu 19% im Ausland erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Schadensersatzleistungen in Höhe von T€ 25 (Vorjahr: T€ 7), Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 2 (Vorjahr: T€ 3) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 25 (Vorjahr: T€ 10). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 2 (Vorjahr: T€ 10) und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 4 (Vorjahr: T€ 1). E. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft betreibt ihr Geschäft in gemieteten Räumlichkeiten. Darüber hinaus bestehen im üblichen Rahmen Leasingverträge für Kraftfahrzeuge. Die finanziellen Verpflichtungen aus den Restlaufzeiten der zugrundeliegenden Verträge belaufen sich zum Stichtag auf T€ 1.109. Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers Die Angabe der Honorare für den Abschlussprüfer unterbleibt gem. § 288 Abs. 2 HGB. Angaben zu den Organen der Gesellschaft Zu Geschäftsführern der Gesellschaft waren während des Geschäftsjahres Herr Jens Riegger, Konstanz, und Herr Patrick Heimburger, geb. Zimmermann, Konstanz, bestellt. Die Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung werden unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Beirat Gemäß Ziffer 7 des Gesellschaftsvertrags hat die Gesellschaft einen Beirat, der aus mindestens fünf und bis zu acht Mitgliedern bestehen soll. Im Geschäftsjahr waren folgende Mitglieder als Beirat tätig:
Auf den Beirat sind die aktienrechtlichen Vorschriften über den Aufsichtsrat nicht anzuwenden. Der Beirat erhält für seine Tätigkeit keine Vergütung. Angaben zu Mitarbeitern der Gesellschaft Während des Geschäftsjahres wurden durchschnittlich 85 Mitarbeiter beschäftigt. Die Anzahl gliedert sich wie folgt auf: scroll
Fortführungsprognose - Going Concern Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Going-Concern) gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt. Die im Geschäftsjahr 2023 angelaufenen Verluste decken sich im Wesentlichen mit der Geschäftsplanung und dienen der Finanzierung der technischen Weiterentwicklung der Produkte und Dienstleistungen als auch der weiteren Expansion in weitere Märkte. Die liquiden Mittel genügen bis auf weiteres, um eine nachhaltige Geschäftsentwicklung voranzutreiben, sodass von der Unternehmensfortführung auszugehen ist. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die entstandenen Verluste im Rahmen des weiteren Wachstums durch zukünftige Gewinne ausgeglichen werden können. Ergebnisverwendung Der Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ -7.523 wird auf neue Rechnung vorgetragen. sonstige BerichtsbestandteileUnterschrift gemäß § 245 HGB:
Konstanz, den 22. März 2024 gez. Herr Jens Riegger, Geschäftsführer gez. Herr Patrick Heimburger, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 04.04.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die fruitcore robotics GmbH, Konstanz: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der fruitcore robotics GmbH, Konstanz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der fruitcore robotics GmbH, Konstanz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 22. März 2024 Rödl & Partner GmbH gez. Stramitzer, Wirtschaftsprüfer gez. Broda, Wirtschaftsprüfer |
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