Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 716404
Vorher
fruitcore GmbH
Eingetragen
17.5.2017
Branche
Herstellung von MehrzweckindustrieroboternForschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Automatisierungssystemen (Hardware und Software sowie Zubehör) sowie die Durchführung von Forschungs-, Entwicklungs- und Dienstleistungsaktivitäten in der Automatisierungstechnik.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Johannes Füßl
seit 22.11.2021
Prokura
Geschäftsführer
Jens Robert Riegger
seit 17.5.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (7)

NameAnteil
Dr. W******* G**** K*******
19.81%
J*** R***** R******
7.76%
M***** F***
7.76%

Ungelöste Beteiligungen (8)

Gesellschafter

15 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 15 angezeigt

Germany
16.298 €
19.81%
J*** R******
6.380 €
7.76%
M***** F***
6.380 €
7.76%
Kompas Ventures K/S
Denmark
6.165 €
7.49%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

fruitcore robotics GmbH

Konstanz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell der Gesellschaft

Grundlagen

Die in 2017 gegründete fruitcore robotics GmbH mit Sitz in Konstanz, Deutschland, (nachfolgend auch fruitcore robotics, die Gesellschaft oder das Unternehmen genannt) ist beim Handelsregister Freiburg im Breisgau (HRB 716404) eingetragen und zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB i.V.m. § 267 Abs. 4 HGB.

fruitcore robotics produziert und verkauft Automatisierungssysteme bestehend aus Hardware, Software und Zubehör. Das Unternehmen entwickelt einen Großteil der am Markt offerierten Produkte selbst. Darüber hinaus werden Dienstleistungsaktivitäten wie z.B. digitale Dienste und ein Kundenservice angeboten. Alle wesentlichen administrativen Funktionen werden selbst wahrgenommen.

Die Gesellschaft wird von den beiden Geschäftsführern Jens Riegger und Patrick Heimburger geführt. Es existiert ein Beirat, der im Geschäftsjahr 2023 aus acht Mitgliedern bestand.

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Beteiligungen an anderen Unternehmen.

Geschäftstätigkeit

fruitcore robotics ist ein Hersteller von selbst entwickelten Digital Robots und industriellen Automatisierungslösungen. Die Digital Robots als Industrieroboter verschiedener Reichweiten und Traglasten stellen dabei den größten Teil des Produktportfolios dar. Sie beinhalten eine zentrale Steuerungssoftware sowie standardisierte Schnittstellen zur Einbindung von Komponenten und Maschinen. Das Produktportfolio wird ergänzt durch Komplettlösungen zur vollständigen Automatisierung spezifischer Anwendungsfälle der Kunden.

Der Vertrieb erfolgt vorrangig über eigene Vertriebsmitarbeiter im Außen- und Innendienst sowie über ein weitreichendes Distributionsnetzwerk und zielt auf Geschäftskunden im In- und Ausland ab. Im Geschäftsjahr 2023 stellt Deutschland den wichtigsten Absatzmarkt der Gesellschaft dar. Im Ausland gehört insbesondere die Schweiz zu den wesentlichen Absatzmärkten.

2. Zweigniederlassungen

Neben dem Firmensitz in Konstanz besteht eine Zweigniederlassung in Villingen-Schwenningen, Deutschland. Diese dient insbesondere als Produktionsstätte für die Produkte des Unternehmens.

3. Forschung und Entwicklung

fruitcore robotics strebt eine hohe Qualität und Verlässlichkeit sowie geringe Lieferzeiten der Produkte an. Die Aktivitäten des Unternehmens für Forschung und Entwicklung sind entsprechend ausgerichtet. fruitcore robotics entwickelt eigene Industrieroboter mit Software zur Konfiguration und Prozessteuerung sowie Komplettlösungen für spezifische Anwendungsfälle wie z. B. Teilevereinzelung und Maschinenbestückung. Durch den Einsatz neuester Technologien und künstlicher Intelligenz in der Software sowie der Verwendung von gängigen Industrieschnittstellen werden die Prozesse auf Kundenseite eingebunden und gesteuert. Die Ausrichtung der Forschung und Entwicklung auf Digital Robots mit starker Software-Komponente und ausgewählte Komplettlösungen sollen die Innovationsfähigkeit des Unternehmens weiterhin sicherstellen, das eigene Produktportfolio ausbauen und den Kunden neue Produkte bieten.

Die Leistungen für Forschungs- und Entwicklungszwecke des Unternehmens wurden im Geschäftsjahr überwiegend intern erbracht. In den entsprechenden Bereichen waren im abgelaufenen Geschäftsjahr im Durchschnitt 19 Mitarbeiter tätig. Entwicklungskosten wurden wie im Vorjahr in voller Höhe aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

1.1. Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Nach 3,5% Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2022 stieg das globale BIP im Jahr 2023 um 2,9%. Die wirtschaftliche Entwicklung im Kalenderjahr 2023 war zum ersten Mal seit drei Jahren nicht mehr wesentlich von den Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie geprägt. Auch in China wurde die restriktive Eindämmungspolitik aufgegeben. Die Lieferketten entspannten sich jedoch nur allmählich. Die europäische Wirtschaft leidet weiter unter den Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. Die Wachstumsschwäche in der Eurozone ist vor allem im Vergleich zu den Vereinigten Staaten von Amerika offenkundig. Insbesondere Deutschland blieb hinter den Erwartungen zurück und verzeichnete als einziges G7-Land ein negatives Wachstum in Höhe von -0,3%. Der Rückgang der Bruttowertschöpfung im industriellen Sektor in Deutschland war im Jahresablauf stärker als das gesamtwirtschaftliche Negativwachstum und trug damit maßgeblich zu diesem Ergebnis bei. Hingegen zeigen sich die sogenannten ASEAN-Länder und Indien dynamisch. China übertraf nach einem schwachen Jahr 2022 die Erwartungen und konnte das Wachstum auf 5,0% steigern. Sorgen bereiten jedoch die chinesischen Immobilien- und Finanzmärkte sowie politische Risiken.

Angesichts der Knappheit auf den Güter-, Energie- und Arbeitsmärkten einerseits und der staatlichen Konjunkturpakete andererseits, wurde das Inflationsziel der EZB von 2% erneut verfehlt. Durch die Anhebung des Leitzinses auf 4,5% konnte jedoch eine deutliche Reduktion der Inflation in der Eurozone und in Deutschland erreicht werden.

1.2. Branchenspezifisches Umfeld

Für die Geschäftstätigkeit von fruitcore robotics sind insbesondere die spezifischen Entwicklungen der Maschinen- und Anlagenbau-Branche maßgeblich.

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA) geht in seiner Schätzung von Dezember 2023 für Deutschland von einer rückläufigen Entwicklung der Produktion von Maschinen und Anlagen im Jahr 2023 in Höhe von circa 1% im Vergleich zum Vorjahr aus. Diese Entwicklung ist auf anhaltende Rückgänge im Auftragseingang zurückzuführen, die sich ab dem dritten Quartal 2023 negativ auf die Produktion und den Umsatz auswirkten. Neben der schleppenden Weltkonjunktur verweist der VDMA auf die Stellung des Maschinen- und Anlagenbaus als reinen Investitionsgüterlieferant und somit spätzyklische Branche.

2. Geschäftsentwicklung

2.1. Bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren

Auf Unternehmensebene werden finanzielle Leistungsindikatoren zu Zwecken der Beurteilung der Geschäftsentwicklung und Unternehmenssteuerung regelmäßig hinsichtlich Plan, Ist und Prognose evaluiert. Der Fokus liegt auf der Ertragslage, sodass als oberste finanzielle Kennzahlen die realisierten Umsatzerlöse, das EBIT (Earnings before Interest and Taxes) sowie das Jahresergebnis dienen.

Auf die Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 wird in Abschnitt 2.3 Lage der Gesellschaft eingegangen.

2.2. Entwicklung der Geschäftstätigkeit

Die Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 erfolgte vor dem Hintergrund eines herausfordernden Marktumfelds. Makroökonomische Konflikte und hieraus resultierend eine hohe Inflation einhergehend mit einem hohen Zinsniveau führten auf wesentlichen Absatzmärkten zu Wachstumseinbrüchen sowie teilweise rezessiven Tendenzen, als deren Folge eine generelle Investitionszurückhaltung ausgemacht werden kann. Dieser Entwicklung konnte sich auch fruitcore robotics nicht vollumfänglich entziehen, was zu einer niedriger als geplant ausgefallenen Produktionsauslastung geführt hat.

Produkt-seitig war das Geschäftsjahr 2023 von wichtigen Meilensteinen geprägt. Unterjährig wurde das Digital Robot-Modell HORST900 durch den neuen HORST1000 ersetzt, welches neben einer erhöhten maximalen Reichweite in nahezu allen Bereichen mit verbesserten Leistungskenndaten aufwartet. Daneben wurden mehrere sog. Solution Kits auf den Markt gebracht, die es ermöglichen Komplettlösungen zur vollständigen Automatisierung spezifischer Produktionsszenarien von Industrieunternehmen, z.B. zur Teilevereinzelung oder Maschinenbestückung, herzustellen. Außerdem wurde die zentrale Steuerungssoftware horstOS maßgeblich weiterentwickelt und mit dem Al-Copiloten um vielfältige KI-gestützte Funktionen ergänzt.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit blieben im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen konstant und hatten somit keinen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung des Unternehmens.

2.3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.3.1. Ertragslage

Die Ertragslage des Unternehmens wird im Folgenden anhand der finanziellen Leistungsindikatoren erläutert.

Die Umsatzerlöse stiegen im Geschäftsjahr 2023 von TEUR 3.451 im Vorjahr um 1,5% auf TEUR 3.501 an. In einem schwierigen Marktumfeld konnten die prognostizierten Erwartungen des Vorjahres damit nicht erreicht werden.

Das EBIT sank im Geschäftsjahr 2023 von EUR -7,1 Mio. im Vorjahr auf EUR -8,0 Mio. Die Entwicklung entsprach im Wesentlichen den Erwartungen.

Das Jahresergebnis belief sich auf EUR -7,5 Mio. nach EUR -7,1 Mio. im Vorjahr. Die Entwicklung im Geschäftsjahr lag leicht über den Erwartungen.

2.3.2. Finanzlage

Der Free Cash Flow inkl. erhaltener Zinsen aus Liquiditätsüberhängen beträgt im Geschäftsjahr EUR -8,9 Mio. nach EUR -7,2 Mio. im Vorjahr. Der negative Free Cash Flow resultiert im Wesentlichen aus dem negativen Jahresergebnis in Höhe von EUR -7,5 Mio. sowie der Veränderung des Net Working Capital in Höhe von EUR -1,4 Mio.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist der Gesellschaft ein Wandeldarlehen in Höhe von EUR 0,4 Mio. zugeflossen.

Der Finanzmittelfonds am Ende der Periode beläuft sich auf EUR 13,3 Mio. (Vorjahr: EUR 22,2 Mio.).

Die Liquiditätslage war während des gesamten Geschäftsjahres stets geordnet. Sowohl die Gesellschaft als auch die Gesellschafter gehen davon aus, dass das Unternehmen zukünftig positive Cashflows aus der Unternehmenstätigkeit erzielen wird.

2.3.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist mit EUR 17,2 Mio. gegenüber dem Vorjahr (EUR 25,0 Mio.) um -31,1% gesunken. Maßgeblich hierfür ist insbesondere der Jahresfehlbetrag, der im Wesentlichen den prognostizierten Erwartungen entspricht. Neben der damit einhergehenden Inanspruchnahme von Guthaben bei Kreditinstituten ist die Veränderung im Umlaufvermögen von EUR 24,2 Mio. auf EUR 16,2 Mio. insbesondere durch einen Anstieg der Vorräte um +0,5 Mio. auf EUR 2,2 Mio. geprägt. Das Anlagevermögen in Höhe von EUR 0,9 Mio. (Vorjahr: 0,7 Mio.) umfasst mit EUR 0,8 Mio. insbesondere Sachanlagen.

Die Höhe der Verbindlichkeiten ist im Berichtszeitraum geringfügig von EUR 1,0 Mio. auf EUR 0,8 Mio. zurückgegangen. Ein niedrigeres Niveau an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistung (EUR -0,5 Mio.) wird hierbei durch den Eingang des Wandeldarlehens in Höhe von EUR 0,4 Mio. kompensiert. Sonstige Passiva liegen zum Stichtag 31.12.2023 überwiegend auf dem Niveau des Vorjahres.

Die Eigenkapitalquote liegt bei 92,9% (Vorjahr: 94,1%) der Bilanzsumme.

3. Gesamtaussage der Geschäftsführung zur wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft

Das Geschäftsjahr 2023 ist im operativen Bereich durch eine verhaltene Geschäftsentwicklung gekennzeichnet. Dem infolge des schwierigen Marktumfelds und des weiterhin starken Entwicklungsfokus lediglich geringfügigem Wachstum stehen zahlreiche strukturelle und Produkt-seitige Weichenstellungen gegenüber, die im Jahr 2023 vollzogen wurden.

Die im Geschäftsjahr 2023 angelaufenen Verluste decken sich im Wesentlichen mit der Geschäftsplanung und dienen der Finanzierung der technischen Weiterentwicklung der Produkte und Dienstleistungen als auch der weiteren Expansion in weitere Märkte. Geringere Umsatzerlöse im Vergleich zum ursprünglichen Plan konnten kostenseitig kompensiert werden.

Der Geschäftsverlauf 2023 wird insgesamt als herausfordernd aber letztlich zufriedenstellend betrachtet.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Wie im Geschäftsjahr 2023 werden auch im Jahr 2024 Wirtschaft und Gesellschaft insbesondere von erhöhter Inflation, geopolitischen Krisen und anhaltenden Störungen weltweiter Lieferketten beeinflusst.

1.1. Konjunkturerwartungen

Die Weltwirtschaft erlebt derzeit eine Phase der Verlangsamung. Der IWF prognostiziert für das Jahr 2024 ein globales Wachstum von 3,1%. Diese Zahlen liegen unter dem historischen Durchschnitt von 3,8% für die Jahre 2000 bis 2019. Während fortgeschrittene Volkswirtschaften mit einem verlangsamten Wachstum konfrontiert sind, wird für Schwellen- und Entwicklungsländer eine robustere Leistung erwartet. Eine der größten Herausforderungen für die globale Wirtschaft bleibt die hohe Inflation. Der IWF schätzt, dass die globale Inflation von 8,7% im Jahr 2022 auf 6,9% im Jahr 2023 und 5,8% im Jahr 2024 fallen wird. Die Kerninflation wird voraussichtlich langsamer sinken, wobei eine Rückkehr zur Zielinflation erst für 2025 erwartet wird. Der weltweite Warenhandel bleibt ein wichtiger Wachstumsmotor, zeigt jedoch ebenfalls Anzeichen einer Verlangsamung. Aufgrund der anhaltenden Lieferkettenstörungen und geopolitischen Spannungen sind Unsicherheiten im Handel nach wie vor präsent. Zu den Hauptunsicherheitsfaktoren gehören die anhaltenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, geopolitische Konflikte, insbesondere der Krieg in der Ukraine, und die Gefahr einer weiteren Verschärfung der Geldpolitik in großen Volkswirtschaften. Diese Faktoren könnten die Erholung der Weltwirtschaft weiter behindern.

Für die deutsche Wirtschaft wird für das Jahr 2024 eine verhaltene Erholung erwartet, mit einem Wachstum des BIP um 0,2%. Die Prognose basiert auf der Annahme, dass sich das private Ausgabeverhalten und die Weltkonjunktur leicht verbessern werden. Es wird erwartet, dass der Rückgang der Inflation in Kombination mit hohen Lohnabschlüssen zu Realeinkommenssteigerungen führen wird, die wiederum den privaten Konsum beleben sollten. Diese Entwicklung könnte dazu beitragen, dass sich die deutsche Volkswirtschaft im Laufe des Jahres 2024 allmählich wieder erholt.

Allerdings sind die Prognosen mit erheblichen Abwärtsrisiken behaftet. Dazu gehören potenzielle Risiken wie neue Spannungen zwischen den USA, Europa und China, eine Verschärfung der weltpolitischen Lage, ein erneuter Anstieg der Energiepreise, eine stärkere Dämpfung der Nachfrage durch die Geldpolitik als erwartet oder ein zurückhaltendes Ausgabeverhalten der Verbraucher. Diese Faktoren könnten das Wachstum bremsen und stellen eine signifikante Unsicherheit für die Konjunkturprognose dar.

1.2. Branchen- und Markterwartungen

Die Gesellschaft ist aufgrund des Geschäftsmodells weiterhin insbesondere von den zukünftigen Entwicklungen im Maschinen- und Anlagenbau abhängig.

Der VDMA geht in seiner Prognose von Dezember 2023 für Deutschland von einem Rückgang der realen Produktion von Maschinen und Anlagen im Jahr 2024 von -4% aus. Diese Prognose basiert sowohl auf geschwundenen Auftragsbeständen als auch weiterhin sinkenden Auftragseingängen.

Das Bild für die größeren ausländischen Märkte gestaltet sich differenzierter. Während für die Exporte von Maschinen und Anlagen in die USA eine weiterhin positive Entwicklung erwartet wird und der indische Markt im Jahr 2024 seine Bedeutung steigern sollte, geht der VDMA von Hemmnissen für den Absatz in China aus, die sich insbesondere im konjunkturellen Umfeld sowie möglichen restriktiven politischen Maßnahmen gegen ausländische Maschinenlieferanten begründen.

Auf Basis des World Robotics Reports 2023 und der hierin getroffenen Prognosen ist der Wachstumstrend hinsichtlich Automatisierungslösungen insgesamt weiterhin intakt und bietet in den Folgeperioden signifikante Marktpotentiale.

1.3. Unternehmenserwartungen für 2024

Die weitere Geschäftsentwicklung ist von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wie dem weltweiten Zinsniveau sowie von den Konjunkturaussichten abhängig.

Die weltweite Entwicklung in Richtung einer verstärkten Automatisierung durch den Einsatz von Robotern ist intakt. fruitcore robotics bietet mit seinen Produkten Lösungen für eine Vielzahl von aktuellen Herausforderungen. Dazu zählen insbesondere der Bedarf nach Effizienzsteigerungen, Antworten auf den Fach- und Arbeitskräftemangel sowie der Bedarf nach einer Lokalisierung und Regionalisierung der Produktion. Aufgrund seiner innovativen und kundenspezifischen Produktpalette sieht sich das Unternehmen gut gerüstet, um am weltweiten Wachstumsmarkt der Robotik erfolgreich partizipieren zu können.

Nach einer geringfügigen Steigerung der Umsatzerlöse im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr wird für das Jahr 2024 mit einem beschleunigten Wachstumskurs gerechnet. Auf Basis der gesamtwirtschaftlichen Einschätzung und des hohen Marktpotenzials werden Umsatzerlöse im mittleren einstelligen Millionen Bereich erwartet. Auf die Gesamtleistung gerechnet wird mit einem weiteren Anstieg der Rohertragsmarge gerechnet. Das EBIT soll sich in Abhängigkeit der Umsatzerlöse verbessern, wobei ein mittlerer einstelliger negativer Millionen-Betrag erwartet wird. Dies gilt ebenfalls für das prognostizierte Jahresergebnis.

2. Chancenbericht

2.1. Chancen

fruitcore robotics sieht Wachstumschancen insbesondere in den folgenden Bereichen.

Produktangebot

Im wachsenden Markt der Robotik und Automatisierungslösungen bestehen Chancen in dem Ausbau und der Differenzierung der Produktpalette. fruitcore robotics arbeitet demnach kontinuierlich an der weiteren Festigung und dem Ausbau wettbewerbsfähiger Angebote in den relevanten Märkten. Hierfür arbeitet das Unternehmen stetig an der kundenzentrierten Weiterentwicklung von Technologien und Ergänzung von zusätzlichen Kundenanwendungen im Produktportfolio.

Vertriebsaktivitäten

Chancen bieten sich ebenfalls durch die Ausweitung von Vertriebspartnerschaften und der Vertriebsaktivitäten in weitere Länder. Neben der zielgerichteten Intensivierung bestehender Partnerschaften werden laufend neue Vertriebspartner auf ihr Potenzial sowie die potenzielle Partnerschaft auf ihre Passgenauigkeit zu den Gegebenheiten der spezifischen Märkte evaluiert.

Unternehmensprozesse

Zudem bestehen Chancen in der kontinuierlichen Verbesserung der unternehmensweiten Abläufe, so z. B. bei den Prozessen entlang der Supply Chain sowie bei den unterstützenden Tätigkeiten.

2.2. Gesamtaussage zur Chancensituation der Gesellschaft

Wachstumschancen kann das Unternehmen insbesondere durch die Ausweitung von Vertriebspartnerschaften und der Vertriebsaktivitäten in weiteren Ländern sowie durch die Aufnahme neuer Produkte in das Portfolio realisieren.

3. Risikobericht

3.1. Risiken

Neben gesamtwirtschaftlichen Risiken, die sich insbesondere aus Konjunkturschwankungen, geopolitischen Krisen, Turbulenzen an den Finanzmärkten oder sonstigen besonderen Ereignissen ergeben können, bestehen für das Unternehmen Risiken insbesondere in den nachfolgenden Risikogruppen.

Absatz- und Marktrisiken

Absatz- und Marktrisiken ergeben sich insbesondere aus einer Investitionszurückhaltung auf Kundenseite infolge der generellen konjunkturellen Lage, hohen Finanzierungskosten, hoher Energiepreise sowie politisch ungeklärter Fördermöglichkeiten. Daneben ist auf der Angebotsseite ein höherer Wettbewerb zu beobachten, der unter anderem der zunehmenden Präsenz von Anbietern aus dem asiatischen Raum geschuldet ist. Regelmäßige Marktbeobachtungen tragen ebenso zur Risikominderung bei wie die weitere Erschließung neuer Absatzmärkte sowie die Ausweitung von Vertriebspartnerschaften.

Produktions- und Logistik-Risiken

Produktions- und Logistik-Risiken bestehen im Wesentlichen hinsichtlich der Qualität und Lieferfähigkeit von Rohstoffen und Kaufteilen, die in die Produkte des Unternehmens einfließen. Wichtige Bestandteile der Risikominderung sind die Definition von Qualitätsanforderungen an die Lieferanten, der Abschluss von längerfristigen Lieferverträgen sowie Qualitätssicherungsmaßnahmen in der Logistik und Produktion.

Liquiditätsrisiken

Das Risikomanagement, bezogen auf die Liquidität der Gesellschaft, zielt auf die Absicherung des Geschäfts gegen wesentliche Risiken ab, welche geeignet sind, die Einnahmen und Ausgaben des Unternehmens negativ zu beeinflussen. Kernbestandteile des Risikomanagements sind das interne Kontrollsystem sowie die laufende und fallbezogene Überwachung wesentlicher Indikatoren im Liquiditätsbereich, wie z.B. der Bestand an liquiden Mitteln sowie die Entwicklung von Forderungen und Verbindlichkeiten.

IT-Risiken

Neben dem Risiko des Ausfalls von Hard- und Software bestehen IT-Risiken insbesondere hinsichtlich des illegalen Abgreifens von Unternehmensdaten und deren Missbrauch durch Unbefugte. Die Begrenzung des Ausfallrisikos erfolgt über teilweise redundante Infrastruktur, den Rückgriff auf Software zertifizierter Cloud-Anbieter sowie die mindestens tägliche Sicherung aller Konfigurationsdateien und Einstellungen. Darüber hinaus bestehen IT-Risiken aus Schäden durch Cyberattacken und Virenangriffe. Maßnahmen zur Risikominderung sind insbesondere der Einsatz von Firewalls und Antivirensystemen sowie regelmäßige Sicherheitsupdates.

3.2. Gesamtaussage zur Risikosituation der Gesellschaft

Den gesamtwirtschaftlichen Risken und Risiken aus einer Investitionszurückhaltung der Kunden sowie eines intensiver werdenden Wettbewerbsumfelds wird mit gezielten Maßnahmen und Investitionen begegnet. Diese beziehen sich insbesondere auf die Bereich Produktinnovation sowie Marketing und Vertrieb.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVSEITE

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31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Werte sowie Lizenzen 107.538,60 35.351,60
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 94.108,00 126.278,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 666.026,21 527.912,58
3. geleistete Anzahlungen 167,06 1.021,69
760.301,27 655.212,27
867.839,87 690.563,87
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.264.580,93 1.009.880,56
2. unfertige Erzeugnisse 512.716,49 463.423,73
3. fertige Erzeugnisse 374.477,23 178.786,22
4. geleistete Anzahlungen 46.097,34 31.656,77
2.197.871,99 1.683.747,28
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 250.454,43 148.166,61
2. sonstige Vermögensgegenstände 425.346,03 112.369,63
675.800,46 260.536,24
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 13.323.819,51 22.214.597,81
16.197.491,96 24.158.881,33
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 173.407,11 173.410,50
17.238.738,94 25.022.855,70

PASSIVSEITE

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31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 71.447,00 71.447,00
II. Kapitalrücklage 43.328.199,20 43.328.199,20
III. Verlustvortrag (19.861.964,73) (12.768.661,22)
IV. Jahresfehlbetrag (7.523.162,33) (7.093.303,51)
16.014.519,14 23.537.681,47
B. RÜCKSTELLUNGEN
sonstige Rückstellungen 347.918,17 398.971,10
C. VERBINDLICHKEITEN
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 82.301,20
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 303.796,74 811.455,15
3. sonstige Verbindlichkeiten 504.524,30 123.307,25
- davon aus Steuern: EUR 89.584,97 (Vj.: EUR 76.941,63)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 7.819,25 (Vj.: EUR 9.188,14)
808.321,04 1.017.063,60
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 67.980,59 69.139,53
17.238.738,94 25.022.855,70

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

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2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 3.501.083,66 3.450.774,65
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 238.919,59 351.908,95
3. andere aktivierte Eigenleistungen 400.730,64 363.147,00
4. sonstige betriebliche Erträge 173.567,61 55.261,55
- Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 2.166,25 (Vj.: EUR 2.536,75)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (2.377.781,23) (2.634.770,24)
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen (3.854,17) 0,00
(2.381.635,40) (2.634.770,24)
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (5.477.982,97) (4.668.711,23)
b) soziale Abgaben (1.090.872,91) (991.893,16)
(6.568.855,88) (5.660.604,39)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (413.948,42) (350.325,43)
8. sonstige betriebliche Aufwendungen (2.940.930,82) (2.667.362,83)
- Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 4.292,48 (Vj.: EUR 928,16)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 456.534,04 0,00
10. Ergebnis nach Steuern (7.534.534,98) (7.091.970,74)
11. sonstige Steuern 11.372,65 (1.332,77)
12. Jahresfehlbetrag (7.523.162,33) (7.093.303,51)

Anhang für das Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.2023

A. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB i.V.m. § 267 Abs. 4 HGB. Die Gliederung der Bilanz ist unverändert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreswerten ist uneingeschränkt möglich.

Soweit ein Wahlrecht hinsichtlich der Angabe in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung einerseits und dem Anhang andererseits besteht, wurde dieses Wahlrecht aus Gründen der Übersichtlichkeit zu Gunsten des Anhangs ausgeübt.

Die Gesellschaft firmiert unter dem Namen „fruitcore robotics GmbH“ und ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg im Breisgau unter der Nummer HRB 716404. Sitz der Gesellschaft ist Konstanz.

B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Selbst erstellte Vermögensgegenstände werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten sowie entsprechende Gemeinkosten. Grundlage der planmäßigen Abschreibungen ist die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 16 Jahren des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Es wurde lediglich von der linearen Abschreibungsmethode Gebrauch gemacht.

Für geringwertige Wirtschaftsgüter wurden in den Geschäftsjahren 2017 bis 2021 Sammelposten gebildet, die jeweils über 5 Jahre planmäßig abgeschrieben werden.

Zinsen für Fremdkapital wurden bei der Bewertung nicht berücksichtigt.

Umlaufvermögen

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind weitgehend mit den Herstellungskosten angesetzt. Einbezogen sind die direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungs-Gemeinkosten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos werden Pauschalwertberichtigungen gebildet. Bei zweifelhaften Forderungen wurden Einzelberichtigungen vorgenommen.

Die Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände werden zum Nominalwert angesetzt.

Eigenkapital

Das Eigenkapital wird abzüglich des Verlustvortrags und Jahresfehlbetrags ausgewiesen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Rechnungsabgrenzung

Aktivische und passivische Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet.

C. Angaben zu Posten der Bilanz

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage sind im abgelaufenen Geschäftsjahr unverändert geblieben.

Die vorhandenen Verlustvorträge sowie der Jahresfehlbetrag werden durch das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage überkompensiert. Eine Überschuldung liegt nicht vor.

Rückstellungen

Rückstellungen wurden insbesondere für folgende Sachverhalte gebildet:

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Urlaub, Gleitzeit, Boni T€ 179
Mieten und Nebenkosten T€ 61
Berufsgenossenschaft T€ 29
Prüfung und Abschluss T€ 29

Verbindlichkeiten

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind zum Nennbetrag angesetzt. Die Restlaufzeiten betragen wie folgt:

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Gesamt davon bis ein Jahr davon 1 - 5 Jahre
erhaltene Anzahlungen T€ 0 T€ 0 T€ 0
(Vorjahr: T€ 82) (Vorjahr: T€ 82) (Vorjahr: T€ 0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen T€ 304 T€ 304 T€ 0
(Vorjahr: T€ 812) (Vorjahr: T€ 812) (Vorjahr: T€ 0)
Sonstige Verbindlichkeiten T€ 504 T€ 104 T€ 400
(Vorjahr: T€ 123) (Vorjahr: T€ 123) (Vorjahr: T€ 0)
Summe T€ 808 T€ 408 T€ 400
(Vorjahr: T€ 1.017) (Vorjahr: T€ 1.017) (Vorjahr: T€ 0)

Zum Stichtag bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Ebenfalls bestehen keine Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind.

D. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse entfallen auf die Bereiche Verkauf von Robotern, Softwarelizenzen für den Betrieb der Roboter, Mieterlöse und sonstige Umsatzerlöse im Zusammenhang den Robotern. Diese wurden im Geschäftsjahr 2023 zu 81% im Inland und zu 19% im Ausland erzielt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Schadensersatzleistungen in Höhe von T€ 25 (Vorjahr: T€ 7), Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 2 (Vorjahr: T€ 3) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 25 (Vorjahr: T€ 10).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 2 (Vorjahr: T€ 10) und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 4 (Vorjahr: T€ 1).

E. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft betreibt ihr Geschäft in gemieteten Räumlichkeiten. Darüber hinaus bestehen im üblichen Rahmen Leasingverträge für Kraftfahrzeuge. Die finanziellen Verpflichtungen aus den Restlaufzeiten der zugrundeliegenden Verträge belaufen sich zum Stichtag auf T€ 1.109.

Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers

Die Angabe der Honorare für den Abschlussprüfer unterbleibt gem. § 288 Abs. 2 HGB.

Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Zu Geschäftsführern der Gesellschaft waren während des Geschäftsjahres Herr Jens Riegger, Konstanz, und Herr Patrick Heimburger, geb. Zimmermann, Konstanz, bestellt. Die Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung werden unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Beirat

Gemäß Ziffer 7 des Gesellschaftsvertrags hat die Gesellschaft einen Beirat, der aus mindestens fünf und bis zu acht Mitgliedern bestehen soll. Im Geschäftsjahr waren folgende Mitglieder als Beirat tätig:

Benjamin Erhart, Partner, UVC Partners

Robert Gallenberger, Partner, Matterwave Ventures

Dr. Marc Winstel, Rechtsanwalt / Partner, wuertenberger Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB

Enis Ersü, Managing Director, XAI technologies GmbH

Ke Zhang, Investment Director, Capricorn Partners

Prof. Dr. Guido Baltes, Director, IST Innovationsinstitut

Oliver Löffler, Entrepreneuer und Investor, BLN Capital

Tim Schmiedl, CIO, fruitcore robotics GmbH

Auf den Beirat sind die aktienrechtlichen Vorschriften über den Aufsichtsrat nicht anzuwenden. Der Beirat erhält für seine Tätigkeit keine Vergütung.

Angaben zu Mitarbeitern der Gesellschaft

Während des Geschäftsjahres wurden durchschnittlich 85 Mitarbeiter beschäftigt. Die Anzahl gliedert sich wie folgt auf:

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Geschäftsführung 2
Gewerbliche Arbeitnehmer 13
Übrige Angestellte 70
Summe 85

Fortführungsprognose - Going Concern

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Going-Concern) gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt. Die im Geschäftsjahr 2023 angelaufenen Verluste decken sich im Wesentlichen mit der Geschäftsplanung und dienen der Finanzierung der technischen Weiterentwicklung der Produkte und Dienstleistungen als auch der weiteren Expansion in weitere Märkte. Die liquiden Mittel genügen bis auf weiteres, um eine nachhaltige Geschäftsentwicklung voranzutreiben, sodass von der Unternehmensfortführung auszugehen ist. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die entstandenen Verluste im Rahmen des weiteren Wachstums durch zukünftige Gewinne ausgeglichen werden können.

Ergebnisverwendung

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ -7.523 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

sonstige Berichtsbestandteile

Unterschrift gemäß § 245 HGB:

 

Konstanz, den 22. März 2024

gez. Herr Jens Riegger, Geschäftsführer

gez. Herr Patrick Heimburger, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 04.04.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die fruitcore robotics GmbH, Konstanz:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der fruitcore robotics GmbH, Konstanz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der fruitcore robotics GmbH, Konstanz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 22. März 2024

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgsesellschaft

gez. Stramitzer, Wirtschaftsprüfer

gez. Broda, Wirtschaftsprüfer

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