Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 732046
Eingetragen
30.11.2018
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
(1) Gegenstand des Unternehmens ist die Beteiligung an anderen Unternehmen jeder Rechtsform auf eigene Rechnung und die Übernahme der Geschäftsführung an diesen Unternehmen, insbesondere die Übernahme der Geschäftsführung und die Beteiligung als persönlich haftender Gesellschafter an der OBE GmbH & Co. KG mit dem Sitz in Ispringen, deren Gegenstand die industrielle Herstellung sowie der Vertrieb von Präzisionsteilen und allen sonstigen feinmechanischen Fabrikaten sowie Maschinen zur Herstellung dieser Produkte ist.

Historie

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Management

NameRolle
Harald Böck
seit 7.1.2026
Geschäftsführer
Oliver Stiegen
seit 7.1.2026
Geschäftsführer
Peter Jokisch
seit 15.10.2024
Prokura
Prokura
Peter Georg Specht
seit 30.11.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Konzern- und Jahresabschlüsse

OBE Holding GmbH (vormals: OBE Ohnmacht & Baumgärtner GmbH &. Co. KG)

Ispringen

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Konzernbilanz

der OBE Holding GmbH

(vormals: OBE Ohnmacht & Baumgärtner GmbH & Co. KG), Ispringen, zum 31. Dezember 2019

Aktiva

Stand am 31.12.2019
EUR
Stand am 31.12.2018
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 475.661,69 831.676,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.221.595,15 9.540.772,44
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.357.304,90 2.498.834,09
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.072.408,16 1.137.142,03
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 527.727,27 343.952,34
13.179.035,48 13.520.700,90
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 52.000,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.172.969,40 1.986.241,07
2. Unfertige Erzeugnisse 1.847.735,12 2.138.533,12
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 4.799.457,86 4.490.317,14
4. Geleistete Anzahlungen 12.903,34 38.612,04
8.833.065,72 8.653.703,37
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.956.834,80 7.902.347,10
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.496.989,56 948.894,58
8.453.824,36 8.851.241,68
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 5.159.031,94 5.305.385,56
C. Rechnungsabgrenzungsposten 151.946,95 132.667,00
D. Aktive latente Steuern 186.250,00 181.900,00
36.438.816,14 37.529.275,21

Passiva

Stand am 31.12.2019
EUR
Stand am 31.12.2018
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital (i. V. Kapitalanteile) 2.100.000,00 2.100.000,00
II. Kapitalrücklagen (i. V. Rücklagen) 7.385.700,52 7.385.700,52
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 674.697,76 622.002,36
IV. Bilanzgewinn 6.683.794,95 5.483.705,89
16.844.193,23 15.591.408,77
B. Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung 171.009,40 171.009,40
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.221.418,00 3.889.492,00
2. Steuerrückstellungen 76.000,00 76.148,75
3. Sonstige Rückstellungen 1.803.553,58 1.733.594,53
6.100.971,58 5.699.235,28
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.912.351,68 9.539.277,14
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 102.122,57 152.579,27
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.105.535,84 1.594.612,65
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.726.665,34 2.710.599,64
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.636.768,19 1.516.171,06
12.483.443,62 15.513.239,76
E. Rechnungsabgrenzungsposten 168.198,31 0,00
F. Passive latente Steuern 671.000,00 554.382,00
36.438.816,14 37.529.275,21

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

der OBE Holding GmbH

(vormals: OBE Ohnmacht & Baumgärtner GmbH & Co. KG), Ispringen, für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019

2019
EUR
2018
EUR
1. Umsatzerlöse 39.744.322,21 43.291.657,67
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 18.342,72 1.376.715,02
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 225.127,33 242.129,86
4. Sonstige betriebliche Erträge 961.215,36 663.503,22
40.949.007,62 45.574.005,77
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 7.869.394,90 10.412.389,66
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.040.250,68 5.284.608,35
11.909.645,58 15.696.998,01
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 15.600.706,19 15.177.390,54
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.969.255,84 2.749.416,93
18.569.962,03 17.926.807,47
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.729.780,30 1.832.660,37
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.406.602,70 6.729.798,63
2.333.017,01 3.387.741,29
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.197,50 3.110,93
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens 367,60 57,42
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 413.225,03 506.019,64
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 678.761,83 729.011,88
-1.090.156,96 -1.231.978,01
13. Ergebnis nach Steuern 1.242.860,05 2.155.763,28
14. Sonstige Steuern 42.770,99 10.964,34
15. Konzernjahresüberschuss 1.200.089,06 2.144.798,94

Konzernanhang

der OBE Holding GmbH

(vormals: OBE Ohnmacht & Baumgärtner GmbH & Co. KG), Ispringen, für das Geschäftsjahr 2019

A. Vorbemerkung

Die OBE Holding GmbH, Ispringen (Amtsgericht Mannheim, HRB 734285), ist gem. § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Der Konzernabschluss wurde unter Beachtung der Vorschriften des HGB und des GmbHG erstellt.

Die OBE Holding GmbH ist entstanden durch formwechselnde Umwandlung der Kommanditgesellschaft unter der Firma "OBE Ohnmacht & Baumgärtner GmbH & Co. KG", Ispringen (Amtsgericht Mannheim HRA 501126), die als Mutterunternehmen zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet war. Die Umwandlung erfolgte entsprechend §§ 190 ff UmwG.

Die OBE Holding GmbH wurde am 27. August 2019 ins Handelsregister eingetragen.

Bevor die OBE Ohnmacht & Baumgärtner GmbH & Co. KG in eine Kapitalgesellschaft umgewandelt wurde, hat sie ihre beiden Geschäftsbereiche, den Geschäftsbereich Optik und den Geschäftsbereich MIM (Metal Injection Molding), mit Wirkung zum 01.01.2019 durch Einbringungsund Abtretungsvertrag vom 18. Dezember 2018 (Einbringungsvertrag) gegen Gewährung von Gesellschaftsrechten in eigenständige Gesellschaften, die OBE GmbH & Co. KG für den Geschäftsbereich Optik und die MIMplus Technologies GmbH & Co.KG für den Geschäftsbereich MIM buchwertneutral übertragen. Zur OBE GmbH & Co. KG wurden gleichzeitig die Geschäftsanteile und Rechte an der Baumgärtner GmbH übertragen.

Die OBE Holding GmbH hält 100 % der Anteile an den neuen Gesellschaften; OBE GmbH & Co. KG und MIMplus Technologies GmbH & Co. KG.

Darstellung, Gliederung Ansatz und Bewertung des Konzernabschlusses entsprechen Vorjahresgrundsätzen mit Ausnahme der durch den Formwechsel bedingten Änderungen der Darstellung des Eigenkapitals.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

B. Abgrenzung des Konsolidierungskreises

In den Konzernabschluss wurden gemäß § 294 Abs. 1 HGB als Mutterunternehmen die OBE Holding GmbH, Ispringen, sowie sechs inländische und sechs ausländische Tochterunternehmen einbezogen.

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich bei den vollkonsolidierten Unternehmen die folgenden Veränderungen ergeben:

Im Jahr 2018 wurden vier inländischen Unternehmen neu gegründet, die OBE Management GmbH, die OBE GmbH & Co. KG, die MIMplus Technologies GmbH und die MIMplus Technologies GmbH & Co. KG. Im Geschäftsjahr werden diese erstmals vollkonsolidiert, bisher wurden die Unternehmen gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht einbezogenen.

Aus der Veränderung des Konsolidierungskreises der vollkonsolidierten Unternehmen resultieren keine wesentlichen Veränderungen im Konzernabschluss, da die OBE Ohmacht & Baumgärtner KG ihre beiden operativen Geschäftsbereiche vor Umwandlung in die OBE Holding GmbH in die neu gegründeten Gesellschaften OBE GmbH & Co. KG und MIMplus Technologies GmbH & Co. KG übertragen hat.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind in einer separaten Aufstellung einzeln aufgeführt. Diese Aufstellung der Angaben nach § 313 Abs. 2 HGB (Anlage 5) ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs.

C. Konsolidierungsgrundsätze und Währungsumrechnung

Dem Konzernabschluss liegen die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen zu Grunde.

Bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2019.

Die Kapitalkonsolidierung der voll einbezogenen Unternehmen erfolgte nach der angelsächsischen Methode (Erwerbsmethode), die zwischen Erstkonsolidierung und Folgekonsolidierung differenziert.

Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2010 erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Neubewertungsmethode.

Hierbei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaften verrechnet. Das Eigenkapital ist dabei entsprechend der Neubewertungsmethode mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitpunkt der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist. Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 sowie Abs. 2 HGB und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 HGB zu bewerten. Die Verrechnung erfolgt gemäß § 301 Abs. 2 HGB zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.

Bei der Erstkonsolidierung von Erwerbsvorgängen vor dem 1. Januar 2010 wird unverändert die Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a. F. mit dem gemäß § 301 Abs. 2 HGB a. F. möglichen Erstkonsolidierungszeitpunkten angewandt.

Ein sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebender passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 171 resultiert aus der Erstkonsolidierung am 1. Januar 2003 und hat Eigenkapitalcharakter auf Grund einer Einbringung der betreffenden Gesellschaft unter dem Verkehrswert. Zum 1. Januar 2010 erfolgte eine Umgliederung in den gesonderten Posten "Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital.

Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung untereinander aufgerechnet. Aus der Schuldenkonsolidierung resultierende echte Aufrechnungsdifferenzen wurden erfolgswirksam behandelt. Währungsbedingte Aufrechnungsdifferenzen wurden grundsätzlich ergebnisneutral in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt.

Bei der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden alle Umsätze zwischen den Konzerngesellschaften und die übrigen konzerninternen Erträge und Aufwendungen einschließlich der Gewinnausschüttungen von Konzernunternehmen voll konsolidiert.

Zwischenergebnisse aus konzerninternen Anlageverkäufen sowie aus Vorratsbeständen konzerninterner Lieferungen wurden eliminiert.

Die Ermittlung der latenten Steuern wurde auf Basis der zukünftigen Steuerbelastungen der betreffenden Gesellschaften vorgenommen. Aktive und passive latente Steuern wurden brutto ausgewiesen.

Die Abgrenzung latenter Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen erfolgte gemäß § 306 HGB insoweit, als sich der abweichende Steueraufwand in den späteren Geschäftsjahren ausgleicht.

Die Bilanzwerte der Jahresabschlüsse der ausländischen Gesellschaften wurden mit den Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde zu Periodendurchschnittskursen vorgenommen. Erstkonsolidierungspflichtige Eigenkapitalien und Beteiligungsbuchwerte werden mit den historischen Kursen im Erstkonsolidierungszeitpunkt umgerechnet.

Die Währungsunterschiede, die sich durch die Umrechnung der Vermögens-, Kapital- und Schuldposten ausländischer Konzerngesellschaften sowie Währungsunterschiede, die sich aus der historischen Umrechnung des erstkonsolidierungspflichtigen Kapitals und des erwirtschafteten Konzernergebnisses von nicht in Euro geführten Gesellschaften ergeben, wurden erfolgsneutral der "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" zugeordnet.

Im Übrigen wurde der Grundsatz der Stetigkeit der Konsolidierungsmethoden und der Währungsumrechnung beachtet.

D. Rechnungslegungsgrundsätze

Grundsätzliches

Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Gesellschaften wurden die nach landesrechtlichen Vorschriften aufgestellten Jahresabschlüsse der Konsolidierung zu Grunde gelegt. Die Jahresabschlüsse der ausländischen und inländischen Konzernunternehmen wurden, soweit dies erforderlich war, in der Handelsbilanz II an die konzerneinheitlichen Bilanzierungsgrundsätze angepasst.

Das Eigenkapital des Konzerns setzt sich zusammen aus dem Eigenkapital der Muttergesellschaft, insbesondere dem Gezeichneten Kapital und den Kapitalrücklagen und dem im Konzern erwirtschafteten Kapital (Bilanzgewinn) sowie der Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung.

Im Berichtsjahr wurden die Grundsätze der Bilanzierungs-, Ausweis- und Bewertungsstetigkeit beachtet.

Bilanz

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen bewertet und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie die notwendigen Gemeinkosten. Für Maschinenersatzteile und Werkzeuge ist ein Festwert gebildet.

Die Abschreibungen erfolgen unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer grundsätzlich nach der linearen Methode. Der Abschreibungssatz ist bei in Deutschland eingesetzten Maschinen im Zwei-Schicht-Betrieb um 25 % und bei Maschinen im Drei-Schicht-Betrieb um 50 % erhöht. Ein Tochterunternehmen verzichtet für neu angeschaffte Maschinen ab diesem Geschäftsjahr auf diese Regelung. In gebrauchtem Zustand angeschaffte Anlagegegenstände werden linear über die Restnutzungsdauer abgeschrieben. Anlagegegenstände in China werden bis auf einen Restwert von 10 % abgeschrieben.

Abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter über EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 werden gemäß § 6 Abs. 2a EStG in einen Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.

Geleistete Anzahlungen sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Unter den Finanzanlagen werden Beteiligungen zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert und Ausleihungen mit dem Nennwert bilanziert.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen bzw. dem niedrigeren letzten Einkaufspreis bewertet. Nicht gängige Materialien sind auf Basis eines Reichweitenschlüssels abgewertet.

Fertige und unfertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten auf der Grundlage der betrieblichen Kostenrechnung bewertet. Nicht mehr verwendbare Erzeugnisse sind mit dem Schrottwert angesetzt. Nicht gängige Artikel sind auf Basis eines Reichweitenschlüssels abgewertet. Die Bewertung erfolgte grundsätzlich auf der Grundlage von Einzelkalkulationen (Einzelbewertung).

Die Herstellungskosten umfassen die Materialeinzelkosten, die notwendigen Materialgemeinkosten, die Fertigungseinzelkosten und die notwendigen Fertigungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Die Kosten für die allgemeine Verwaltung sind nicht aktiviert. Nicht aktivierungspflichtige Kostenbestandteile sowie kalkulatorische Kosten sind ausgeschieden.

Bei den von der Tochtergesellschaft in China hergestellten unfertigen und fertigen Erzeugnissen (TEUR 1.549) wurden die Herstellungskosten retrograd mittels eines Abschlags auf die Verkaufserlöse ermittelt. Die Ermittlung des Fertigungsgrads der unfertigen Erzeugnisse erfolgt durch Schätzung.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Für die im Forderungsbestand erkennbaren Risiken sind angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von unverändert 1 % des nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestandes Rechnung getragen. Bei Forderungen mit überlanger Zahlungseingangsdauer werden entsprechende Abzinsungen vorgenommen.

Das nicht verpfändete Deckungsvermögen ist zum Aktivwert bewertet.

Latente Steuern aus den Einzelabschlüssen (Handelsbilanz II - Steuerbilanz-Unterschiede) der einbezogenen Gesellschaften und latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen wurden auf der Basis der zukünftigen Steuerbelastungen der einbezogenen Gesellschaften ermittelt. Aktive latente Steuern umfassen grundsätzlich auch latente Steuern aus steuerlichen Verlustvortragsmöglichkeiten, sofern mit einer Inanspruchnahme innerhalb der nächsten fünf Jahre zu rechnen ist. Aktive und passive latente Steuern werden brutto ausgewiesen.

Die Pensionsverpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Heubeck-Richttafeln 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von maximal 3 % bei den Entgelten und bei den Renten ausgegangen. Die Bewertung berücksichtigt eine unternehmensspezifische Fluktuationsrate von 0 %. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei der Abzinsung pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt.

Der Rechnungszinssatz basiert - entsprechend der gesetzlichen Neuregelung in § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB - auf dem von der Deutsche Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre in Höhe von 2,71 % (i. V. 3,21 %).

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2019 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre eine Verminderung der Rückstellungen für Pensionen in Höhe von EUR 471.100 (Unterschiedsbetrag).

Erfolgsauswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes werden im Finanzergebnis gezeigt.

Durch die erstmalige Anwendung der Bestimmungen des BilMoG im Jahr 2010 ergab sich zum 1. Januar 2010 ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbetrag in Höhe von EUR 668.776,00. Von der Übergangsregelung gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht und von diesem Betrag ein fünfzehntel den Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 44.585,00 jährlich zugeführt. Die Zuführung wird mit Einführung des BilRUG in der Gewinn- und Verlustrechnung als sonstiger betrieblicher Aufwand gezeigt. Der zum 31. Dezember 2019 noch nicht in der Bilanz ausgewiesene Betrag aus der Erstanwendung (Unterdotierung) in Höhe von EUR 222.926,00 wird innerhalb des verbleibenden Übergangszeitraumes der Pensionsrückstellung zugeführt.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Die Berechnungen zur Rückstellung zur Altersteilzeit wurden mit Hilfe der Heubeck-Richttafeln 2018 G durchgeführt. Es wurde die Ausscheideordnung der Aktiven zu Grunde gelegt. Unter der Annahme einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr wurde ein Rechnungszins von 0,00 % angesetzt, wobei ein Gehaltstrend von 0 % angenommen wurde.

Das Deckungsvermögen (TEUR 45) ist zum Zeitwert bewertet und wurde unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet (§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB).

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind mit dem Nennwert und ohne Umsatzsteuer angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Konzernabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens; bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung in diesen Fällen grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

E. Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

I. Konzernbilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Konzernanlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

2. Sonstige Vermögensgegenstände

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen im Konzern sind Forderungen in Höhe von TEUR 567 (i. V. TEUR 679) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen.

3. Aktive latente Steuern

Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen im Konzernabschluss und den steuerrechtlichen Wertansätzen von immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagen, Pensionsrückstellungen, sonstigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im jeweiligen landesrechtlichen Jahresabschluss ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge - soweit mit einer Realisierung innerhalb der nächsten fünf Jahre gerechnet werden kann -berücksichtigt. Auf Konsolidierungsbuchungen wurden entsprechend § 306 HGB latente Steuern gebildet.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt im Konzern auf Basis der landesspezifischen Ertragssteuersätze. Dabei wurde der jeweilige Steuersatz der betreffenden Gesellschaft verwendet. Daraus ergibt sich ein durchschnittlicher Steuersatz von 17,7 %. Für einbezogene inländische Gesellschaften kommt ein Gewerbesteuersatz von 10,85 % zur Anwendung.

Die unsaldierten latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

Aktive latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen (Zwischengewinneliminierung) 186
Passive latente Steuern
aus Einzelabschlüssen 632
Konsolidierungsmaßnahmen (Schuldenkonsolidierung) 39
671

Entwicklung der in der Bilanz gezeigten latenten Steuern:

Stand 1.1.2019
TEUR
Veränderung
TEUR
Stand 31.12.2019
TEUR
Aktive latente Steuern 182 4 186
Passive latente Steuern -554 -117 -671
Saldierte Steuerlatenzen -372 -113 -485

4. Eigenkapital

Der Bilanzgewinn setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
Konzerngewinnvortrag 5.483.705,89 4.651.539,36
Übertrag auf Gesellschafterkonten 0,00 -1.060.897,69
Übertrag auf Kapitalrücklagen 0,00 -251.200,52
Währungsanpassung Ergebnisvortrag aus Erstkonsolidierung 0,00 -534,20
Konzernjahresüberschuss 1.200.089,06 2.144.798,94
6.683.794,95 5.483.705,89

Der gesondert dargestellte Konzerneigenkapitalspiegel ist integraler Bestandteil des Anhangs.

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 471. Dieser ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt.

Es stehen somit TEUR 6.213 des Bilanzgewinns für Ausschüttungen zur Verfügung.

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen entfallen zu rund 64 % auf Rückstellungen aus dem Personalbereich. Hierzu zählen im Wesentlichen Rückstellungen für Tantiemen, Gleitzeitguthaben, Jubiläumszuwendungen, Urlaubsansprüche und den gesetzlichen Abfertigungsfonds in Italien. Mit rund 36 % tragen im Wesentlichen die Rückstellungen für Jahresabschlusskosten, Garantieverpflichtungen und ausstehende Rechnungen zum Gesamtausweis bei.

6. Verbindlichkeiten

31.12.2019
Restlaufzeit bis 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre
EUR
Restlaufzeit über 5 Jahre
EUR
Gesamt
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.795.215,84 3.788.399,84 328.736,00 6.912.351,68
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 102.122,57 0,00 0,00 102.122,57
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.105.535,84 0,00 0,00 1.105.535,84
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 68.848,43 1.092.350,93 1.565.465,98 2.726.665,34
Sonstige Verbindlichkeiten 1.196.252,19 176.206,40 264.309,60 1.636.768,19
5.267.974,87 5.056.957,17 2.158.511,58 12.483.443,62
31.12.2018
Restlaufzeit bis 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre
EUR
Restlaufzeit über 5 Jahre
EUR
Gesamt
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.282.531,26 5.471.507,88 785.238,00 9.539.277,14
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 152.579,27 0,00 0,00 152.579,27
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.594.612,65 0,00 0,00 1.594.612,65
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.710.599,64 0,00 0,00 2.710.599,64
Sonstige Verbindlichkeiten 1.516.171,06 0,00 0,00 1.516.171,06
9.256.493,88 5.471.507,88 785.238,00 15.513.239,76

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 6.882 durch eigene Grundpfandrechte in Höhe von TEUR 8.450 und ein Teilbetrag in Höhe von TEUR 850 zusätzlich durch Sicherungsübereignung von Maschinen mit einem Restbuchwert von TEUR 367 gesichert.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen bei einzelnen Gesellschaften teilweise branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 410.323,71 377.902,88
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 43.948,96 42.552,36
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 1.182.495,52 1.095.715,82
1.636.768,19 1.516.171,06

II. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse teilen sich folgendermaßen auf:

TEUR %
Optik 26.234 66,0
Handelswaren Optik 736 1,9
MIM Plus 11.457 28,8
Profile Plus 760 1,9
Sonstige Umsätze 557 1,4
39.744 100,0
TEUR %
Deutschland 8.561 21,5
EG (außer Deutschland) 11.146 28,1
Sonstiges Ausland (insbesondere Asien) 20.037 50,4
39.744 100,0

2. Sonstige betriebliche Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 234 ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus dem Verkauf von Gütern des Anlagevermögens und Erträge ausgebuchter Forderungen.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 76 (i. V. TEUR 141) enthalten. Davon entfallen auf unrealisierte Erträge TEUR 3 (i. V. TEUR 8).

3. Personalaufwand

Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung" sind in Höhe von TEUR 439 (i. V. TEUR 317) Aufwendungen für Altersversorgung enthalten.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 128 ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 und 2 EGHGB (BilMoG Zuführungsbetrag für Pensionsrückstellung) in Höhe von TEUR 45 (i. V. TEUR 45) und um Verluste aus Anlagenabgängen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Kursverluste in Höhe von TEUR 123 (i. V. TEUR 171) enthalten. Davon entfallen auf unrealisierte Aufwendungen TEUR 51 (i. V. TEUR 31).

5. Finanzergebnis

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 120 (i. V. TEUR 134) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten latente Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 120 (i. V. TEUR 488).

Unter den sonstigen Steuern sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1 enthalten.

F. Sonstige Angaben

1. Beteiligungsverhältnisse

Die gesonderte Aufstellung des Anteilsbesitzes gem. § 313 Abs. 2 HGB ist integraler Bestandteil des Anhangs.

2. Offenlegungserleichterungen

Für folgende Gesellschaften werden die Offenlegungserleichterungsvorschriften gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen:

OBE Verwaltungs-GmbH, Ispringen

OBE Management GmbH, Ispringen

MIMplus Verwaltungs-GmbH, Ispringen

Baumgärtner GmbH, Ispringen

Für folgende Gesellschaften wird die Befreiungsvorschrift zur Aufstellung des Anhangs und des Lageberichts sowie zur Offenlegung gemäß § 264b HGB in Anspruch genommen:

OBE GmbH & Co. KG, Ispringen

MIMplus Technologies GmbH & CO. KG, Ispringen

3. Personal

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

Anzahl
Leitende Angestellte 24
Angestellte 139
Gewerbliche Arbeitnehmer 321
484

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen in folgender Höhe:

fällig 2020
TEUR
fällig 2020-2024
TEUR
fällig 2025 und später
TEUR
Gesamt
TEUR
Miet- und Leasingverpflichtungen 539 820 9 1.368
Bestellobligo 2.559 0 0 2.559
3.098 820 9 3.927

5. Ergänzende Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds beinhaltet flüssige Mittel (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten).

6. Ergänzende Angaben zum Konzerneigenkapitalspiegel

Gesetzlichen Ausschüttungssperren unterliegen TEUR 471.

7. Organe des Mutterunternehmens

Die Geschäftsführung obliegt vom 1. Januar bis zum 26. August 2019 der persönlich haftenden Gesellschafterin, der

OBE Verwaltungs-GmbH, Ispringen,

vertreten durch deren Geschäftsführer:

Peter Specht (Kaufmännischer Geschäftsführer Strategie und Recht), Pforzheim

Erik Schäfer (Geschäftsführer Marketing und Vertrieb), Königsbach-Stein,

und ab dem 27. August 2019 wurden die Geschäfte der in die Kapitalgesellschaft OBE Holding GmbH umgewandelten Gesellschaft, unverändert durch eben diese Geschäftsführer bis 31. Dezember 2019 geführt.

Der Beirat setzt sich vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019 wie folgt zusammen:

Klaus März (Unternehmer), Langenfeld,

Peter Gajewski (Aufsichtsrat), Langenfeld (Vorsitzender)

Der Beirat erhielt für seine Tätigkeit im Berichtsjahr eine Vergütung von EUR 18.997,21.

Im Berichtsjahr wurde für ehemalige frühere Geschäftsführer EUR 119.770,00 Versorgungsbezüge bezahlt. Für sie besteht eine Pensionsrückstellung in Höhe von EUR 1.724.094,70.

Die Angabe der Geschäftsführerbezüge nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 a HGB ist in Ausübung des Wahlrechts nach § 286 Abs. 4 HGB i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB unterblieben.

8. Honorar des Konzernabschlussprüfers

Das für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr 2019 als Aufwand erfasste Honorar gliedert sich wie folgt:

TEUR
Abschlussprüferleistungen 78

9. Nachtragsbericht

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Ende Januar den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Seit dem 11. März 2020 stuft die WHO die Verbreitung des Coronavirus (Covid-19) als Pandemie ein. Die Auswirkungen der Corona-Krise werden zu erheblichen finanziellen Auswirkungen im Geschäftsjahr 2020 führen. Wir verweisen hierzu auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet.

10. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 6.684 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Ispringen, 19. Juni 2020

OBE Holding GmbH

Geschäftsführung

Erik Schäfer

Peter Specht

Entwicklung des Konzernanlagevermögens der OBE Holding GmbH (vormals: OBE Ohnmacht & Baumgärtner GmbH & Co. KG), Ispringen,

im Geschäftsjahr 2019

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2019
EUR
Währungsanpassung
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 2.700.270,16 861,93 7.488,43 0,00 8.691,96 2.699.928,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.545.918,98 12.364,79 53.488,60 0,00 0,00 13.611.772,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 25.588.786,47 25.557,55 339.573,86 148.987,61 947.519,73 25.155.385,76
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.136.929,41 7.229,59 343.632,11 41.512,93 616.771,29 6.912.532,75
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 343.952,34 1.410,89 399.232,77 -190.500,54 26.368,19 527.727,27
46.615.587,20 46.562,82 1.135.927,34 0,00 1.590.659,21 46.207.418,15
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 52.000,00 0,00 0,00 0,00 52.000,00 0,00
49.367.857,36 47.424,75 1.143.415,77 0,00 1.651.351,17 48.907.346,71
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Stand am 1.1.2019
EUR
Währungsanpassung
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2019
EUR
Stand am 31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 1.868.593,46 720,35 363.643,50 8.690,44 2.224.266,87 475.661,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.005.146,54 4.536,16 380.494,52 0,00 4.390.177,22 9.221.595,15
2. Technische Anlagen und Maschinen 23.089.952,38 19.471,35 597.121,69 908.464,56 22.798.080,86 2.357.304,90
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.999.787,38 3.658,40 388.520,59 551.841,78 5.840.124,59 1.072.408,16
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 527.727,27
33.094.886,30 27.665,91 1.366.136,80 1.460.306,34 33.028.382,67 13.179.035,48
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
34.963.479,76 28.386,26 1.729.780,30 1.468.996,78 35.252.649,54 13.654.697,17
Buchwerte
Stand am 31.12.2018
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 831.676,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.540.772,44
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.498.834,09
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.137.142,03
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 343.952,34
13.520.700,90
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 52.000,00
14.404.377,60

Aufstellung der Angaben nach § 313 Abs. 2 HGB der OBE Holding GmbH (vormals: OBE Ohnmacht & Baumgärtner GmbH & Co. KG), Ispringen, zum 31. Dezember 2019

Nr. Name Direkte Beteiligungsquote
%
Gehalten von Nr.
Verbundene Unternehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen wurden
1 OBE Holding GmbH, Ispringen (vormals: OBE Ohnmacht & Baumgärtner GmbH & Co. KG) (Mutterunternehmen)
2 OBE Verwaltungs-GmbH, Ispringen 100 1
3 Baumgärtner GmbH, Ispringen 100 11
4 OBE ITALIA Srl, Calalzo di Cadore/Italien 100 3
5 OBE HOLDINGS (HONG KONG) LIMITED, Hongkong/China 100 3
6 OBE (H.K.) LIMITED, Hongkong/China 100 5
7 GLOBE PRECISION LIMITED, Hongkong/China 100 5
8 GLOBE PRECISION (SHENZHEN) LIMITED, Shenzhen/China 100 7
9 OBE Trading (Shenzhen) Co., Ltd., Shenzhen/China 100 6
10 OBE Management GmbH, Ispringen 100 1
11 OBE GmbH & Co. KG, Ispringen 100 1
12 MIMplus Technologies Verwaltungs-GmbH 100 1
13 MIMplus Technologies GmbH & Co. KG 100 1

Konzernkapitalflussrechnung

2019
TEUR
2018
TEUR
Jahresergebnis vor Ergebnisanteilen nicht beherrschender Gesellschafter 1.200 2.145
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 1.730 1.833
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -98 -10
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 14 109
-/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 945 846
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte sowie anderer Aktiva -746 -910
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 282 -118
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten sowie anderer Passiva -379 -1.275
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 411 503
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 679 729
+/- Ertragsteuerzahlungen -566 -197
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 3.472 3.655
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 229 37
- Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände -7 -26
- Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen 0 -52
- Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen -1.136 -1.328
+ Erhaltene Zinsen 2 3
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -912 -1.366
- Darlehensrückzahlung an Gesellschafter -124 -319
- Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -2.627 -3.305
+ Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen 128 52
- Gezahlte Zinsen -153 -207
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -2.776 -3.779
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -216 -1.490
+/- Wechselkurs- und konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 70 26
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 5.305 6.769
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 5.159 5.305

Konzerneigenkapitalspiegel

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Bilanzgewinn
Gezeichnetes Kapital (i. V. Kapitalanteile) Kapitalrücklagen (i. V. Rücklagen) Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Gewinnvortrag
Stand am 1.1.2018 2.100 7.135 617 3.186
Gewinnverwendung Konzernergebnis 0 0 0 1.465
Währungsumrechnung 0 0 5 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 1.312 0 0 0
Gutschrift auf Verlustvortragskonten der Kommanditisten -251 251 0 0
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital -1.061 0 0 0
Stand am 31.12.2018 2.100 7.386 622 4.651
Stand am 1.1.2019 2.100 7.386 622 4.651
Gewinnverwendung Konzernergebnis 0 0 0 833
Währungsumrechnung 0 0 52 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 0
Stand am 31.12.2019 2.100 7.386 674 5.484
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Bilanzgewinn
Konzernjahresüberschuss Summe
Stand am 1.1.2018 1.465 4.651
Gewinnverwendung Konzernergebnis -1.465 0
Währungsumrechnung 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 833 833
Gutschrift auf Verlustvortragskonten der Kommanditisten 0 0
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0 0
Stand am 31.12.2018 833 5.484
Stand am 1.1.2019 833 5.484
Gewinnverwendung Konzernergebnis -833 0
Währungsumrechnung 0 0
Konzernjahresüberschuss 1.200 1.200
Stand am 31.12.2019 1.200 6.684
Konzerneigenkapital
Summe
Stand am 1.1.2018 14.503
Gewinnverwendung Konzernergebnis 0
Währungsumrechnung 5
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 2.145
Gutschrift auf Verlustvortragskonten der Kommanditisten 0
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital -1.061
Stand am 31.12.2018 15.592
Stand am 1.1.2019 15.592
Gewinnverwendung Konzernergebnis 0
Währungsumrechnung 52
Konzernjahresüberschuss 1.200
Stand am 31.12.2019 16.844

Konzernlagebericht

der OBE Holding GmbH

(vormals: OBE Ohnmacht & Baumgärtner GmbH & Co. KG), Ispringen, für das Geschäftsjahr 2019

OBE Holding GmbH, Ispringen, versteht sich als Massenanbieter von hochpräzisen, feinmechanischen Bauteilen und Baugruppen.

Im Jahr 2019 kam es zu strukturellen Veränderungen, mit denen der veränderten Gesellschafterstruktur einerseits und der Entwicklung der beiden Geschäftsfelder Optik und MIM andererseits Rechnung getragen werden soll.

1. Ausgliederung der bisherigen Geschäftsfelder Optik und MIM zum 01.01.2019 in neu gegründeten Tochtergesellschaften, der OBE GmbH & Co. KG und der MIMplus Technologies GmbH & Co. KG. Hierzu wurden die Vermögensgegenstände und Schulden der Geschäftsfelder zu Buchwerten auf die neu gegründeten Gesellschaften übertragen.

2. Am 27.08.2019 erfolgte die Eintragung des Formwechsels der OBE Ohnmacht & Baumgärtner GmbH & Co. KG in die OBE Holding GmbH.

3. Die OBE Holding GmbH hält die Anteile, vermietet das Betriebs- und Verwaltungsgebäude und organisiert die Finanzierung der beiden neugegründeten Tochtergesellschaften.

Die neue Struktur schafft sowohl in der Optik als auch im Metallpulverspritzguss die Voraussetzungen für ein weiteres Wachstum am Standort Ispringen. So kann im Bereich der Optik neben dem Ausbau des Kerngeschäftes auch der wachsende Markt für Datenbrillen stärker erschlossen werden. Im MIM-Bereich kommen verstärkt Grundlagenentwicklungen zur Serienreife und werden weltweit vermarktet.

Als Geschäftsführer in der OBE Holding GmbH sowie in der OBE GmbH & Co. KG wurden die Herren Erik Schäfer und Peter Specht bestellt.

Die Geschäftsführung der MIMplus Technologies GmbH & Co. KG übernehmen die Herren Harald Böck und Peter Specht.

Beide Tochtergesellschaften der OBE Holding GmbH setzen wie bisher auf innovative Technologien und hochwertige Materialien. Seit 1996 fertigen wir nach dem Qualitätsmaßstab DIN ISO 9001 und seit März 2013 nach ISO TS 16949.

Ebenfalls seit 1996 haben wir die Zertifizierung aufgrund der EG-Öko-Auditverordnung (EWG 1836/93). Inzwischen werden wir sowohl nach EMAS (EG-Verordnung Nr. 1221/2009) als auch nach DIN ISO 14001 zertifiziert.

Im Bereich der Brillenoptik nimmt die OBE GmbH & Co. KG eine führende Stellung bei der Entwicklung und Fertigung der Gelenktechnik für Brillen ein.

Neben dem Stammsitz in Ispringen und Vertriebstöchtern in Italien, Hongkong und China ist diese mit sechs weiteren Vertretungen auf allen wichtigen Märkten weltweit präsent.

In China verfügt die OBE GmbH & Co. KG darüber hinaus mit der Firma GLOBE Precision Ltd. Shenzhen über weitere Produktionskapazitäten.

Die MIM-Technologie (Metal-Injection-Molding) wird seit mehreren Jahren bei der MIMplus Technologies GmbH & Co. KG bzw. zuvor bei der OBE Ohnmacht & Baumgärtner GmbH & Co. KG eingesetzt. Dadurch können komplexe Bauteile wirtschaftlich und in großen Stückzahlen hergestellt werden. Die Technologie ist insbesondere für große und mittlere Stückzahlen geeignet. Kleinere Stückzahlen kommen in Betracht, sofern die zu fertigenden Bauteile nicht oder nur aufwändig durch konkurrierende Herstellungsverfahren realisiert werden können.

Die MIM Zielmärkte sind neben der Optik die Bereiche Automotive, Luftfahrt, Medizintechnik, Maschinenbau und Konsumgüter insbesondere im Luxusgüterbereich.

Markt- und Absatzentwicklung

Die OBE GmbH & Co. KG produziert und vertreibt Scharniere, Brillenbügel und andere mechanische Präzisionsteile im Kerngeschäft Optik für den Markt hochwertiger Korrektionsfassungen und hochwertiger Sonnenbrillen. Der Marktanteil liegt bei rund 20 %. Die wichtigsten Abnehmerländer sind Hong Kong und China mit rund 65 % (i. V. rund 61 %), Italien mit rund 23 % (i. V. rund 28 %), Deutschland mit rund 5 % (i. V. rund 4 %) und Japan mit rund 3 % (i. V. rund 4 %) des Umsatzes im Geschäftsfeld Optik.

Die Brillenproduktion findet heute überwiegend aus preislichen Gründen in Asien statt.

Ungefähr die Hälfte des Optik-Absatzmarktes befindet sich in China. Italien nimmt eine Sonderstellung ein, da der "Modeartikel" Brille von führenden Brillenherstellern, die in Italien ihren Sitz haben, designt und gefertigt wird. Mittlerweile wieder steigende Produktionszahlen in Italien sind Ausdruck der in China in den letzten Jahren sprunghaft gestiegenen Lohnkosten.

Eine Umstrukturierung des Marktes zeichnet sich durch den Einstieg von Luxuskonzernen in den Brillenmarkt ab. Marken wie z.B. Gucci werden zukünftig selbst durch den Markeninhaber vertrieben. Dadurch sind bestehende Kunden langfristig gezwungen, diese bisher als Lizenzmarken vertriebenen Fassungen aus ihrem Portfolio zu nehmen und einen Ersatz für den Umsatzrückgang zu finden.

In unserem Geschäftsfeld MIMplus hat sich der Absatz im Jahr 2019 gegenüber dem Vorjahr deutlich verringert. Dies liegt insbesondere an einem durch einen Großkunden aus dem Bereich Motorsport verursachten Umsatzrückgang. Durch den Auslauf einer Modellgeneration und den erst im Jahr 2021 geplanten Serienproduktionsstart kommt es in den Jahren 2019 und 2020 zu einem Umsatzrückgang. Dieses war bekannt und wurde vom Kunden vorab kommuniziert, so dass sich die MIMplus Technologies GmbH & Co. KG auf die temporäre Umsatzreduzierung durch die Befristung von Arbeitsverträgen und Leiharbeit einstellen konnte. Direkte Kosten, die nicht abgebaut werden konnten, übernahm teilweise der Kunde.

Risikomanagementziele und -methoden

Beide Tochtergesellschaften der OBE Holding GmbH verfügen über ein ausgereiftes Planungssystem. Eine rollierende Umsatzplanung für zwölf Monate im Voraus wird monatlich im Vertriebscontrolling besprochen. Daraus abgeleitet erfolgt auch die Ergebnis- und Liquiditätsplanung, die ebenfalls in monatlichen Sitzungen überprüft und ergänzt wird. Die Marktentwicklung und -beobachtung erfolgt durch unser weltweites Vertriebsnetz und unsere Marketingabteilung und wird bei regelmäßigen Vertretertreffen abgestimmt und verbessert.

Um Risiken für die Gesellschaften zu minimieren, haben wir ein durchgängiges Versicherungskonzept entworfen. Dieses Konzept wird jährlich überprüft und an geänderte Bedingungen und Anforderungen angepasst. So können Haftpflichtrisiken, Feuer- und Elementarschäden, Betriebsunterbrechungsrisiken und Rechtschutzrisiken, die für uns die markantesten Bedrohungen darstellen, an Dritte übertragen werden.

Für die Produktionsgesellschaft GLOBE PRECISION (Shenzhen) Limited, Shenzhen/China, wurden die im Land vorgeschriebenen Versicherungen abgeschlossen (best local standard). Alle in China nicht versicherbaren Risiken sind durch "Master-Cover" über die Muttergesellschaft abgesichert.

Mittels eines unternehmensspezifisch eingerichteten Risk-Management-Systems können drohende Risiken systematisch und zu einem frühen Zeitpunkt erkannt und entsprechende Maßnahmen zur Vermeidung der Realisierung dieser Risiken eingeleitet werden.

Ausstehende Forderungen werden regelmäßig auf bestehende Risiken überprüft und unter Berücksichtigung der Bonität des Kunden beurteilt. Teilweise erfolgt die Absicherung von Ausfallrisiken über die Vereinbarung von Kreditversicherungen.

Zur Absicherung gegen Währungskursschwankungen haben wir ein System implementiert, um die Auswirkungen dieser Schwankungen auf die Ertragslage zu reduzieren.

Investitionen, Forschung und Entwicklung

Für das Jahr 2019 wurden Investitionen - im Wesentlichen in das Sachanlagevermögen - im Gesamtvolumen von ca. EUR 1,3 Mio. geplant. Davon wurden ca. EUR 1,1 Mio. realisiert.

Für 2020 planen wir Investitionen in das Sachanlagevermögen Höhe von ca. EUR 1,3 Mio. Die Investitionen sind insbesondere für neue Produkte in der Brillenoptik, zur Modernisierung und zum Ausbau der technischen Anlagen und zur Entwicklung unseres Geschäftsfeldes MIM Plus vorgesehen.

Inwieweit alle Investitionen tatsächlich im Jahr 2020 umgesetzt werden können hängt vom Verlauf der Covid 19 Pandemie ab, die weltweit zu Betriebsschließungen geführt hat bzw. noch führt.

Personal

Der OBE Konzern beschäftigte am 31. Dezember 2019 491 (i. V. 511) Mitarbeiter.

Berichtsjahr Vorjahr
Gewerbliche Mitarbeiter 314 324
Angestellte 164 175
Azubis 13 12
491 511

Umweltschutz

Ein fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie unseres Hauses ist die Umsetzung umweltgerechter und ressourcenschonender Verfahren. Seit 1996 besteht ein Umweltmanagementsystem nach EMAS, das 1999 in die Zertifizierung nach DIN EN ISO 14001 einbezogen wurde. Das System wurde inzwischen mehrmals erfolgreich rezertifiziert und wird für die beiden Tochtergesellschaften OBE GmbH & Co KG sowie MIMplus Technologies GmbH & Co. KG weiterhin aufrechterhalten.

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2019 hat der OBE-Konzern Umsatzerlöse in Höhe von EUR 39,7 Mio. erzielt.

Im Vorjahr waren dies EUR 43,3 Mio. Der geplante Umsatz von rund EUR 40,5 Mio. wurde nicht erreicht. Ursächlich für den im Vergleich zum Plan niedrigeren Umsatz war der Geschäftsbereich MIM.

Der Auftragsbestand betrug am 31. Dezember 2019 rund EUR 6,5 Mio. (i. V. EUR 9,5 Mio.).

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr gefallen (- EUR 1,1 Mio.) und beträgt EUR 36,4 Mio. Das Konzerneigenkapital stieg auf EUR 16,8 Mio. (i. V. EUR 15,6 Mio.). Hierdurch stieg die Eigenkapitalquote auf 46,2 % (i. V. 41,5 %).

Die Materialeinsatzquote hat sich durch den geringeren Umsatzanteil des Bereichs MIM sowie durch eine geringere Beauftragung von Fremdleistungen gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Sie beträgt nunmehr 29,8 % (i. V. 35,0 %).

Die Personalaufwendungen sind im Geschäftsjahr um 4% gestiegen. Der Anstieg ist Konsequenz der weiteren Lohnsteigerungen vor allem in Asien aber auch in Deutschland. Zusätzlich erhöhten sich die Pensionsverpflichtungen aufgrund des gesunkenen Rechnungszinses.

Das Konzernjahresergebnis (EUR 1,2 Mio.) ist im Vergleich zum Vorjahr (EUR 2,1. Mio.) um EUR 0,9 Mio. gefallen. Für 2020 wurde mit einem Konzernjahresergebnis in Höhe von EUR 1,6 Mio. geplant. Die Erreichung des Plans 2020 sehen wir aufgrund der Corona-Krise als nicht erreichbar an.

Der OBE Konzern weist 2019 einen positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR 3,5 Mio. aus (i. V. EUR 3,7 Mio.). Der Finanzmittelfonds beläuft sich auf die Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 5.159. Die Liquidität war durch die vorhandenen flüssigen Mittel, den Kreditrahmen sowie durch die laufenden Cashflows jederzeit gedeckt.

Umsatzentwicklung der Tochterunternehmen

OBE GmbH & Co. KG

Im Jahr 2019 wurden Umsatzerlöse in Höhe von EUR 22,0 Mio. erzielt. Der geplante Umsatz (EUR 22 Mio.) wurde damit erreicht. Der Auftragsbestand betrug am 31. Dezember 2019 rund EUR 4,5 Mio. (i. V. EUR 3,1 Mio.).

MIMplus Technologies GmbH & Co. KG

Im Jahr 2019 wurden Umsatzerlöse in Höhe von EUR 12,5 Mio. erzielt. Der geplante Umsatz von EUR 14,7 Mio. konnte damit nicht erreicht werden.

Die OBE ITALIA Srl, Calalzo di Cadore/Italien, konnte den Umsatz gegenüber dem Vorjahr steigern (+ TEUR 60).

Die Vertriebstochtergesellschaft OBE (H.K.) LIMITED, Hong Kong/China, steigerte den im Vorjahr erzielten Umsatz ebenfalls deutlich (+ TEUR 935).

Die Handelsfirma OBE Trading (Shenzhen) Co. Ltd., Shenzhen/China konnte den Umsatz ebenfalls deutlich steigern (+ TEUR 201).

Insgesamt führten diese Effekte zu einer Reduzierung des Konzernumsatzes gegenüber dem Vorjahr von 8 %.

Wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Durch unser weltweites Vertriebsnetz, entsprechende Marketingmaßnahmen und herausragende Innovationen pflegen wir unser Image als eines der marktführenden Unternehmen in diesem Bereich "Brillenoptik" kontinuierlich. In der durch unser weltweites Vertriebsnetz gestärkten kundenseitigen Orientierung erkennen wir für OBE einen Wettbewerbsvorteil. Neue Vertriebswege, u. a. der Online-Handel, werden beobachtet und auf mögliche Potentiale untersucht. Eine erfolgreiche Zusammenarbeit gibt es mit Online-Händlern in Deutschland und Kanada.

In Zusammenhang mit unseren Produktentwicklungen stellen immer kürzere Produktlebenszyklen und Planungshorizonte unserer Kunden eine zu bewältigende Herausforderung im Brillengeschäft dar. Die Umsetzungsgeschwindigkeit kann ein Wettbewerbsvorteil sein, wenn es sich um kundenspezifische Entwicklungen handelt. Dabei ist man den typischen Marktmechanismen der Modebranche ausgesetzt, die eine schnelle Markteinführung mit höheren Stückzahlen vorsieht, ohne eine mittel- bis langfristige Vorausschau für Stückzahlenentwicklungen zu haben.

In Asien kann die Entwicklung des Eurokurses im Verhältnis zum US-Dollar unsere Erwartungen mehr oder weniger stark verändern. Dies ist hauptsächlich darin begründet, dass die Kurse in HKD und RMB an der Leitwährung USD gekoppelt sind.

Die Erreichung der Zielvorgaben beider Tochtergesellschaften - OBE und MIMplus - kann durch Schwankungen der Inlands- und Weltkonjunktur gefährdet werden.

In diesem Zusammenhang nur schwer abzuschätzen sind die Risiken der Covid 19 Pandemie für die weltweite Konjunkturentwicklung und der sich hieraus ergebenden Effekte für die Entwicklung des Auftragseingangs und Umsatzes und folglich des Ergebnisses bei der OBE Holding GmbH bzw. deren Tochtergesellschaften. Neben dem allgemeinen konjunkturellen Risiko ergeben sich aufgrund der Beschränkungen in einigen Ländern konkrete absatz- und beschaffungsseitige Risiken. Hier wäre beispielhaft die strengen Beschränkungen im für die OBE GmbH & Co. KG wichtigen Absatzland Italien zu nennen. Den Risiken wird durch Kostensenkungsprogramme (u. a. Kurzarbeit) begegnet.

Zusammenfassung und Ausblick

Das Geschäftsjahr 2019 war für OBE ein zufriedenstellendes Jahr. Der Vorjahresumsatz konnte nicht erreicht werden. Das Ergebnis im Konzern liegt unter dem Niveau des Vorjahres. Es wurde insbesondere durch die Kosten für die Einführung der neuen Firmenstruktur beeinflusst.

Das Jahr 2020 wird insbesondere wegen der allgemeinen konjunkturellen Abkühlung zu einer Herausforderung. Durch die Covid 19 Pandemie wird sowohl unsere Umsatz- als auch Ergebniserwartung massiv beeinflusst werden.

Einen maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung des Konzerns hat die Vergabe eines großen Folgeauftrages im MIM-Bereich, die Serienreife großer Entwicklungsprojekte in der OBE und MIM sowie der Einführung von neuen Technologien im Optik-Bereich, welche im Laufe des Jahres 2020 geplant sind.

In der OBE GmbH & Co. KG sind wir mit unserer produzierenden Tochtergesellschaft der Globe Precision Ltd. Shenzhen mit Sitz in China und unserer Vertriebsgesellschaft in Italien früh mit den Auswirkungen von Covid 19 konfrontiert worden. Auf Grund der Reisebeschränkungen in China konnten nicht alle Werker wie geplant nach dem Chinese New Year zurückkommen, um die Produktion wieder aufzunehmen. Die Situation in China hat sich mittlerweile zwar etwas entspannt. Allerdings sehen wir uns nun mit der Tatsache konfrontiert, dass viele große Brillenhersteller unter anderem die Firma Essilor-Luxottica, die Fa. Thelios, Fa. Kering und Fa. Safilo ihren Sitz in Italien haben, welches eines der von der Krise am stärksten betroffenen Ländern ist.

Temporäre Firmenschließungen in China und Italien sowie die Schließung von Einzelhandelsgeschäften großer Optikerketten weltweit führen derzeit dazu, dass Aufträge verschoben oder storniert werden.

Wie stark sich die genannten Faktoren auf die Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung des Jahres 2020 auswirken werden, hängt maßgeblich von der Dauer der zur Verzögerung der Ausbreitung des neuartigen Covid 19 Virus eingeleiteten Maßnahmen ab.

Maßnahmen wie die zeitweise Schließung der Läden in Europa und den USA und die bestehenden Reisebeschränkungen könnten zu einem Ausfall des Saisongeschäfts mit Sonnenbrillen führen. Diese machen in etwa die Hälfte des Umsatzes der OBE GmbH & Co. KG aus. Ein solcher Effekt könnte im Jahresverlauf nicht mehr aufgeholt werden.

Auch in der MIMplus Technologies GmbH & Co. KG sehen wir uns mit Terminverschiebungen und geringeren Abrufen von Kunden auf breiter Basis konfrontiert. Der Umsatz hat sich hier gegenüber dem ursprünglichen Plan teilweise halbiert. Zur Verminderung der Auswirkungen führen wir derzeit Gespräche ob und wenn ja in welchem Umfang Aufträge aus dem Jahr 2021 bei Großkunden vorgezogen werden können. Im Jahr 2021 zeigt unsere Mehrjahresplanung deutlich steigende Umsätze und damit Kapazitätsengpässe, die so entschärft werden könnten.

In diesem Zusammenhang möchten wir darauf hinweisen, dass wir in unserer Mehrjahresplanung derzeit noch davon ausgehen, dass die durch Covid 19 ausgelöste Krise bis Anfang 2021 überwunden sein wird.

Sowohl in der OBE GmbH & Co. KG als auch in der MIMplus Technologies GmbH & Co. KG haben wir umfassende Programme zur Kostensenkung eingeleitet. So haben wir seit April 2020 auf breiter Basis Kurzarbeit in beiden Tochtergesellschaften eingeführt.

Parallel hilft uns das bis Ende 2020 laufende Programm zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit bei Unterschreiten bestimmter Ergebnisziele weitere Einsparungen zu realisieren.

Um trotz der eingeleiteten Maßnahmen zur Kostensenkung auftretende Liquiditätsengpässe zu vermeiden, beantragen wir zusätzlich zu den bestehenden Bankguthaben, nicht in Anspruch genommenen Kontokorrentlinien und noch nicht ausbezahlter aber bereits zugesagter Darlehen, einen Unternehmerkredit bei der KfW.

Unsere Ergebniserwartung haben wir nach aktuellster Planung in beiden Tochtergesellschaften und damit auch für den Gesamtkonzern deutlich reduziert. Bei voraussichtlich deutlich gesunkenen Umsätzen wird ein negatives Ergebnis erwartet.

 

Ispringen, 19. Juni 2019

OBE Holding GmbH

Geschäftsführung

Peter Specht

Erik Schäfer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die OBE Holding GmbH (vormals: OBE Ohnmacht & Baumgärtner GmbH & Co. KG), Ispringen

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der OBE Holding GmbH (vormals: OBE Ohnmacht & Baumgärtner GmbH & Co. KG), Ispringen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der OBE Holding GmbH (vormals: OBE Ohnmacht & Baumgärtner GmbH & Co. KG), Ispringen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 19. Juni 2020

Ebner Stolz GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Volker Hecht, Wirtschaftsprüfer

Dominik Renz, Wirtschaftsprüfer

Billigung Konzernabschluss

Der Konzernabschluss der OBE Holding GmbH (vormals: OBE Ohnmacht & Baumgärtner GmbH & Co. KG), Ispringen, für das Geschäftsjahr 2019 wurde am 26. Juni 2020 gebilligt.

Bilanz zum 31. Dezember 2019

der OBE Holding GmbH, Ispringen

Aktiva

Stand am 31.12.2019
EUR
Stand am 31.12.2018
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 0,00 722.242,68
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Einbauten in fremden Gebäuden 8.596.139,86 8.868.464,86
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.529.943,24
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.196,29 727.060,38
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 165.198,65
8.613.336,15 11.290.667,13
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.394.634,97 2.959.822,48
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 2.500.000,00
5.394.634,97 5.459.822,48
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 29.526,08 1.336.810,97
2. Unfertige Erzeugnisse 0,00 1.720.955,04
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 0,00 1.460.708,88
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 37.811,67
29.526,08 4.556.286,56
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 3.445.715,85
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.376.937,08 3.708.978,16
3. Sonstige Vermögensgegenstände 508.835,79 590.069,42
9.885.772,87 7.744.763,43
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 239.477,31 3.352.778,42
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 39.378,45
24.162.747,38 33.165.939,15

Passiva

Stand am 31.12.2019
EUR
Stand am 31.12.2018
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital (i. V. Kapitalanteile) 2.100.000,00 2.100.000,00
II. Kapitalrücklagen (i. V. Rücklagen) 7.385.700,52 7.358.200,52
III. Jahresüberschuss 88.564,21 0,00
9.574.264,73 9.458.200,52
B. Ausgleichsposten für aktivierte eigene Anteile 0,00 27.500,00
C. Sonderposten mit Rücklageanteil 0,00 27.339,68
D. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 3.247.944,30 3.889.492,00
2. Steuerrückstellungen 76.000,00 76.000,00
3. Sonstige Rückstellungen 376.949,00 1.230.909,92
3.700.893,30 5.196.401,92
E. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.882.429,68 9.521.291,14
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 129.464,66
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 85.989,43 957.527,38
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.726.665,34 2.819.072,08
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 112.283,86 3.812.874,49
6. Sonstige Verbindlichkeiten 448.221,04 704.285,28
10.255.589,35 17.944.515,03
F. Passive latente Steuern 632.000,00 511.982,00
24.162.747,38 33.165.939,15

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019

der OBE Holding GmbH, Ispringen

2019
EUR
2018
EUR
1. Umsatzerlöse 1.407.026,13 37.743.554,33
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,00 343.712,79
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 242.129,86
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.437.287,03 391.505,43
2.844.313,16 38.720.902,41
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 0,00 13.174.996,80
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 0,00 4.405.108,24
0,00 17.580.105,04
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 333.851,34 10.664.454,81
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 332.669,98 2.187.788,68
666.521,32 12.852.243,49
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 282.784,25 1.483.490,61
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.769.132,87 4.517.680,72
125.874,72 2.287.382,55
9. Erträge aus Beteiligungen 500.000,00 0,00
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 117.083,69 34.846,60
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens 97,82
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 388.827,52 511.184,60
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 226.683,28 487.982,00
1.475,07 -964.320,00
14. Ergebnis nach Steuern 127.349,79 1.323.062,55
15. Sonstige Steuern 38.785,58 10.964,34
16. Jahresüberschuss 88.564,21 1.312.098,21

Anhang für das Geschäftsjahr 2019

der OBE Holding GmbH, Ispringen

A. Vorbemerkung

Die OBE Holding GmbH, Ispringen (Amtsgericht Mannheim, HRB 734285) ist entstanden durch formwechselnde Umwandlung der Kommanditgesellschaft unter der Firma "OBE Ohnmacht & Baumgärtner GmbH & Co. KG", Ispringen (Amtsgericht Mannheim HRA 501126), entsprechend §§ 190 ff UmwG. Die OBE Holding GmbH wurde am 27. August 2019 ins Handelsregister eingetragen.

Bevor die OBE Ohnmacht & Baumgärtner GmbH & Co. KG in eine Kapitalgesellschaft umgewandelt wurde, hat sie ihre beiden Geschäftsbereiche; den Geschäftsbereich Optik und den Geschäftsbereich MIM (Metal Injection Molding), mit Wirkung zum 01.01.2019 durch Einbringungs- und Abtretungsvertrag vom 18. Dezember 2018 (Einbringungsvertrag) gegen Gewährung von Gesellschaftsrechten in eigenständige Gesellschaften, die OBE GmbH & Co. KG und die MIMplus Technologies GmbH & Co.KG buchwertneutral übertragen. Zur OBE GmbH & Co. KG wurden gleichzeitig die Geschäftsanteile und Rechte an der Baumgärtner GmbH übertragen.

Nicht Gegenstand der Einbringung ist das Betriebsgrundstück, dieses verbleibt einschließlich der aufstehenden Gebäude bei der OBE Ohnmacht & Baumgärtner GmbH & Co. KG (ab 27. August OBE Holding GmbH) und wird mit entsprechenden Mietverträgen an die operativen Tochterunternehmen überlassen.

B. Rechnungslegungsgrundsätze

Bei der Bilanzierung und Bewertung sind im Jahresabschluss der OBE Holding GmbH die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften gem. § 264 HGB (im Vorjahr gemäß § 264a HGB für große Personenhandelsgesellschaften) angewandt worden.

Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen im Wesentlichen den Vorjahresgrundsätzen mit Ausnahme der durch den Formwechsel bedingten Änderungen der Darstellung des Eigenkapitals.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bzw. fünf Jahren vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen bewertet und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie die notwendigen Gemeinkosten. Für Maschinenersatzteile und Werkzeuge ist ein Festwert gebildet.

Die Abschreibungen sind unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer grundsätzlich nach der linearen Methode vorgenommen. Der Abschreibungs-Prozentsatz ist bei Maschinen im Zwei-Schicht-Betrieb um 25 % und bei Maschinen im Drei-Schicht-Betrieb um 50 % erhöht. In gebrauchtem Zustand angeschaffte Anlagegegenstände werden linear über die Restnutzungsdauer abgeschrieben. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen zweieinhalb und 32 Jahren.

Abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter über EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 werden analog § 6 Abs. 2a EStG in einen Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.

Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegendem Wert bewertet.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihm am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen (gleitender Durchschnitt) bzw. dem niedrigeren letzten Einkaufspreis bewertet, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen wurden.

Fertige und unfertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten auf der Grundlage der betrieblichen Kostenrechnung ermittelt. Nicht mehr verwendbare Erzeugnisse sind mit dem Schrottwert angesetzt. Nicht gängige Artikel sind entsprechend einem Reichweitenschlüssel abgewertet. Die Bewertung erfolgte grundsätzlich auf der Grundlage von Einzelkalkulationen (Einzelbewertung). Die kalkulatorischen Kostenbestandteile wurden eliminiert.

Die Herstellungskosten umfassen die Materialeinzelkosten, die notwendigen Materialgemeinkosten, die Fertigungseinzelkosten und die notwendigen Fertigungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Die Kosten für die allgemeine Verwaltung sind nicht aktiviert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten, zum niedrigeren beizulegenden Wert bzw. zum versicherungsmathematischen Aktivwert bzw. Deckungskapital angesetzt. Für die im Forderungsbestand erkennbaren Risiken sind angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von unverändert 1 % des nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestandes Rechnung getragen. Bei Forderungen mit überlanger Zahlungseingangsdauer sind entsprechende Abzinsungen vorgenommen.

Die Pensionsverpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von maximal 3 % bei den Entgelten und bei den Renten ausgegangen. Die Bewertung berücksichtigt eine unternehmensspezifische Fluktuationsrate von 0 %. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei der Abzinsung pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt.

Der Rechnungszinssatz basiert - entsprechend der gesetzlichen Neuregelung in § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB - auf dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre in Höhe von 2,71 % (i. V. 3,21 %).

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2019 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre eine Verminderung der Rückstellungen für Pensionen in Höhe von EUR 307.260 (Unterschiedsbetrag).

Durch die erstmalige Anwendung der Bestimmungen des BilMoG hat sich zum 1. Januar 2010 ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbetrag in Höhe von EUR 668.776,00 ergeben. Von der Übergangsregelung gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht und von diesem Betrag ein fünfzehntel den Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 44.585,00 jährlich zugeführt. Mit Übertragungsvertrag wurde ein Teil an die OBE GmbH & Co. KG übertragen, so dass im Berichtsjahr EUR 35.397,33 angefallen sind. Der noch nicht in der Bilanz ausgewiesene Betrag aus der Erstanwendung (Unterdotierung) in Höhe von EUR 222.926,00 (davon für den an die OBE GmbH & Co. KG übertragenen Teil EUR 45.938,30) wird innerhalb des verbleibenden Übergangszeitraumes der Pensionsrückstellung zugeführt.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Gemäß Einbringungsvertrag wurden die Rückstellungen für Altersteilzeit in die OBE GmbH & Co. KG bzw. die MIMplus Technologies GmbH & Co. KG überführt und der Gesellschaft zugeordnet, zu denen der jeweilige Mitarbeiter in Altersteilzeit zugehörig ist.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind mit dem Nennwert und ohne Umsatzsteuer angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Laufzeit von über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens; bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung in diesen Fällen grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

C. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Gemäß Einbringungsvertrag vom 18. Dezember 2018 gingen zum 1. Januar 2019 alle Maschinen und maschinellen Anlagen, sowie die Geschäftsausstattungen sachgerecht auf die OBE GmbH & Co. KG und die MIMplus Technologies GmbH & Co. KG über. In der OBE Holding GmbH verbleibt das Betriebsgrundstück sowie die aufstehenden Gebäude und Einbauten.

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 26.149,50 (i. V. TEUR 3.826) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 0,00 (i. V. TEUR 118) enthalten. Weiterhin sind Forderungen aus der Weitergabe von Bankdarlehen in Höhe von EUR 6.411.929,64 (i. V. EUR 0,00) enthalten, wovon EUR 3.736.135,83 (i. V. EUR 0,00) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben und eine Forderung aus der Weitergabe einer Pensionsrückstellung von EUR 3.202.480,30 (i. V. EUR 0,00).

Bei den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Betrag in Höhe von EUR 321.029 (i. V. TEUR 479) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen.

3. Latente Steuern

Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Sachanlagen, Anteilen an verbundenen Unternehmen, Pensionsrückstellungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ermittelt.

Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von insgesamt 15,825 %.

Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. In 2019 ergab sich ein Überhang der passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 632. Die aktiven latenten Steuern i. H. v. TEUR 358 wurden mit den passiven latenten Steuern i. H. v. TEUR 990 saldiert.

Die Entwicklung der latenten Steuersalden stellt sich wie folgt dar:

Stand 1.1.19
TEUR
Veränderung
TEUR
Stand 31.12.19
TEUR
Aktive latente Steuern 194 164 358
Passive latente Steuern 706 284 990
Saldierte Steuerlatenzen 512 120 632

4. Eigenkapital

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 307.260,00. Dieser ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt.

Es steht somit aus dem Bilanzgewinn nichts für Ausschüttungszwecke zur Verfügung.

Der Ausgleichsposten für aktivierte eigene Anteile in Höhe von EUR 27.500 zum 31. Dezember 2018 war bis zum 27. August 2019 Teil der gesamthänderisch gebundenen Rücklage in Höhe der aktivierten Anteile an der Komplementärgesellschaft, OBE Verwaltungs-GmbH. Mit der formwechselnden Umwandlung der Personengesellschaft in die Kapitalgesellschaft OBE Holding GmbH wurde dieser Posten der Kapitalrücklage zugeführt.

Der zum 31. Dezember 2018 ausgewiesene Sonderposten mit Rücklagenanteil (§ 6b EStG) wurde im Geschäftsjahr 2019 letztmalig in Höhe von EUR 27.339,68 der jährlichen Auflösung zugeführt.

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen resultieren per 31. Dezember 2019 insbesondere aus variablen Vergütungen (TEUR 68), BP-Risiken (TEUR 115), ausstehenden Rechnungen (TEUR 103) und Jahresabschlusskosten (TEUR 91).

6. Verbindlichkeiten

31.12.2019
Gesamtbetrag
EUR
bis 1 Jahr
EUR
1 - 5 Jahre
EUR
über 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.882.429,68 2.765.293,84 3.788.399,84 328.736,00
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 85.989,43 85.989,43 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.726.665,34 68.848,43 1.092.350,93 1.565.465,98
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 112.283,86 112.283,86 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 448.221,04 7.705,04 176.206,40 264.309,60
10.255.589,35 3.040.120,60 5.056.957,17 2.158.511,58
31.12.2018
Gesamtbetrag
EUR
bis 1 Jahr
EUR
1 - 5 Jahre
EUR
über 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.521.291,14 3.264.545,26 5.471.507,88 785.238,00
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 129.464,66 129.464,66 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 957.527,38 957.527,38 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.819.072,08 2.819.072,08 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.812.874,49 3.812.874,49 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 704.285,28 704.285,28 0,00 0,00
17.944.515,03 11.687.769,15 5.471.507,88 785.238,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 6.882 sind durch eigene Grundpfandrechte in Höhe von TEUR 8.450 und ein Teilbetrag in Höhe von TEUR 850 zusätzlich durch Sicherungsübereignung von Maschinen mit einem Restbuchwert von TEUR 367 gesichert.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 0,00 (i. V. TEUR 348), und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 0,00 (i. V. TEUR 1.120) enthalten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 7.342,81 252.638,94
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 362,23 4.982,36
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 440.516,00 446.663,98
448.221,04 704.285,28

II. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich im Wesentlichen aus der Vermietung der Betriebsgebäude in Ispringen zusammen.

TEUR %
Mieterlöse 1.383 98,3
davon TEUR 1.255 an verbundene Unternehmen 0 0,0
0 0,0
Sonstige Umsätze 24 1,7
1.407 100,0

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die Erträge aus der Auflösung eines Sonderpostens mit Rücklageanteil betragen EUR 27.339,68 (i. V. TEUR 27).

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 45 enthalten. Im Wesentlichen handelt es sich um Auflösungen von Rückstellungen und Erstattungen einer Versicherungsgesellschaft für entstandene Schäden in den Vorjahren.

3. Personalaufwand

Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind in Höhe von EUR 245.270,00 (i. V. TEUR 317) Aufwendungen für Altersversorgung enthalten. Davon wurden entsprechend Einbringungsvertrag, II Einbringungsvertrag Geschäftsbereich Optik § 2 Absatz 4, EUR 177.736,33 an die OBE GmbH & Co. KG weiterbelastet.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe TEUR 35 ausgewiesen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten unrealisierte Kursverluste in Höhe von EUR 14.140,58 (i. V. EUR 15.046,94).

5. Beteiligungsergebnis

Die Erträge aus Beteiligungen betreffen in voller Höhe (i. V. EUR 0,00) verbundene Unternehmen.

6. Finanzergebnis

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 93 (i. V. TEUR 134) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge betreffen mit TEUR 117 (i. V. TEUR 34) verbundene Unternehmen.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 12 (i. V. TEUR 11) verbundene Unternehmen.

7. Steuern vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen in Höhe von TEUR 120 (i. V. TEUR 412) Aufwendungen aus latenten Steuern.

8. Sonstige Steuern

Unter den sonstigen Steuern sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 4 enthalten.

D. Sonstige Angaben

1. Beteiligungsverhältnisse

Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen eine Beteiligung im Sinne von § 271 Abs. 1 HBG:

Name Beteiligungsquote
%
Währung Eigenkapital Jahresergebnis
OBE Verwaltungs-GmbH, Ispringen 100 TEUR 113 5
Baumgärtner GmbH, Ispringen 100 *) TEUR 5.071 2
OBE GmbH & Co. KG, Ispringen 100 TEUR 4.153 732
OBE Management GmbH, Ispringen 100 TEUR 26 1
MIMplus Technologies GmbH & Co. KG, Ispringen 100 TEUR 1.164 202
MIMplus Verwaltungs-GmbH, Ispringen 100 TEUR 26 1
OBE ITALIA Srl, Calalzo di Cadore/Italien 100 *) TEUR 351 95
OBE HOLDINGS (HONG KONG) LIMITED, Hongkong/China 100 *) THKD 59.420 15.767
OBE (H.K.) LIMITED, Hongkong/China 100 *) TEUR 2.056 392
OBE Trading (Shenzhen) Co., Ltd., Shenzhen/China 100 *) TRMB 5.844 1.196
GLOBE PRECISION LIMITED, Hongkong/China 100 *) THKD 46.505 14.723
GLOBE PRECISION (SHENZHEN) LIMITED, Shenzhen/China 100 *) TRMB 43.140 1.087

*) Indirekte Beteiligungen

2. Personal

Die OBE Holding GmbH beschäftigte im Geschäftsjahr keine Arbeitnehmer.

3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften in Höhe von TEUR 1.150 (i. V. EUR 0,00) aus selbstschuldnerischen Höchstbetragsbürgschaften gegenüber dem verbundenen Unternehmen MIMplus Technologies GmbH & Co. KG für Kreditrahmen, die noch nicht abgerufen sind. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft ist somit momentan nicht gegeben.

Es bestehen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften in Höhe von TEUR 1.150 (i. V. EUR 0,00) aus selbstschuldnerischen Höchstbetragsbürgschaften gegenüber dem verbundenen Unternehmen OBE GmbH & Co. KG für Kreditrahmen, die noch nicht abgerufen sind. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft ist somit momentan nicht gegeben.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen in folgender Höhe:

fällig 2020
TEUR
fällig 2021 - 2022
TEUR
Gesamt
TEUR
Miet- und Leasingverpflichtungen 68 86 154
Bestellobligo 0 0 0
68 86 154

4. Organe der Gesellschaft

Die Geschäftsführung obliegt vom 1. Januar bis zum 26. August 2019 der persönlich haftenden Gesellschafterin, der

OBE Verwaltungs-GmbH, Ispringen,

vertreten durch deren Geschäftsführer:

Peter Specht (Kaufmännischer Geschäftsführer Strategie und Recht), Pforzheim, Erik Schäfer (Geschäftsführer Marketing und Vertrieb), Königsbach-Stein, und ab dem 27. August 2019 wurden die Geschäfte der in die Kapitalgesellschaft OBE Holding GmbH umgewandelten Gesellschaft, unverändert durch eben diese Geschäftsführer bis 31. Dezember 2019 geführt.

Der Beirat setzt sich vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019 wie folgt zusammen:

Klaus März (Unternehmer), Langenfeld,

Peter Gajewski (Aufsichtsrat), Langenfeld (Vorsitzender),

Der Beirat erhielt für seine Tätigkeit im Berichtsjahr eine Vergütung von EUR 18.997,21.

An zwei frühere Geschäftsführer wurden Versorgungsbezüge in Höhe von EUR 119.770,00 bezahlt. Für sie bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 1.724.094,70. Die Angabe der Geschäftsführerbezüge nach § 285 Nr. 9a HGB ist in Ausübung des Wahlrechts nach § 286 Abs. 4 HGB unterblieben.

5. Honorar des Abschlussprüfers

Die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB sind im Konzernabschluss enthalten.

6. Konzernabschluss

Die Gesellschaft erstellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt im Bundesanzeiger.

7. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt den Gesellschaftern in der Gesellschafterversammlung vor, den ausgewiesenen Jahresüberschuss zum 31. Dezember 2019 in Höhe von EUR 88.564,21 auf neue Rechnung vorzutragen.

8. Nachtragsbericht

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Ende Januar den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Seit dem 11. März stuft die WHO die Verbreitung des Coronavirus (Covid-19) als Pandemie ein. Die Auswirkungen der Corona-Krise werden zu erheblichen finanziellen Auswirkungen im Geschäftsjahr 2020 führen. Wir verweisen hierzu auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht im Abschnitt "Wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung' und im Abschnitt "Ausblick". Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet.

 

Ispringen, Juni 2019

Erik Schäfer, Geschäftsführer

Peter Specht, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens der OBE Holding GmbH, Ispringen, im Geschäftsjahr 2019

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2019
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2019
EUR
Stand am 1.1.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 2.284.663,94 0,00 0,00 2.244.017,07 40.646,87 1.562.421,26
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Einbauten in fremden Gebäuden 11.349.918,31 0,00 0,00 0,00 11.349.918,31 2.481.453,45
2. Technische Anlagen und Maschinen 20.794.457,44 0,00 0,00 20.491.765,52 302.691,92 19.264.514,20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.935.947,55 1.039,00 0,00 5.550.227,17 386.759,38 5.208.887,17
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 165.198,65 0,00 0,00 165.198,65 0,00 0,00
38.245.521,95 1.039,00 0,00 26.207.191,34 12.039.369,61 26.954.854,82
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.959.822,48 5.315.134,97 0,00 2.880.322,48 5.394.634,97 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.500.000,00 0,00 0,00 2.500.000,00 0,00 0,00
5.459.822,48 5.315.134,97 0,00 5.380.322,48 5.394.634,97 0,00
45.990.008,37 5.316.173,97 0,00 33.831.530,89 17.474.651,45 28.517.276,08
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2019
EUR
Stand am 31.12.2019
EUR
Stand am 31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 0,00 1.521.774,39 40.646,87 0,00 722.242,68
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Einbauten in fremden Gebäuden 272.325,00 0,00 2.753.778,45 8.596.139,86 8.868.464,86
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 18.961.822,28 302.691,92 0,00 1.529.943,24
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.459,25 4.849.783,33 369.563,09 17.196,29 727.060,38
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 165.198,65
282.784,25 23.811.605,61 3.426.033,46 8.613.336,15 11.290.667,13
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 5.394.634,97 2.959.822,48
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 2.500.000,00
0,00 0,00 0,00 5.394.634,97 5.459.822,48
282.784,25 25.333.380,00 3.466.680,33 14.007.971,12 17.472.732,29

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019

der OBE Holding GmbH, Ispringen

OBE Holding GmbH, Ispringen, versteht sich als Massenanbieter von hochpräzisen, feinmechanischen Bauteilen und Baugruppen.

Im Jahr 2019 kam es zu strukturellen Veränderungen, mit denen der veränderten Gesellschafterstruktur einerseits und der Entwicklung der beiden Geschäftsfelder Optik und MIM andererseits Rechnung getragen werden soll.

1. Ausgliederung der bisherigen Geschäftsfelder Optik und MIM zum 01.01.2019 in neu gegründeten Tochtergesellschaften, der OBE GmbH & Co. KG und der MIMplus Technologies GmbH & Co. KG. Hierzu wurden die Vermögensgegenstände und Schulden der Geschäftsfelder zu Buchwerten auf die neu gegründeten Gesellschaften übertragen.

2. Am 27.08.2019 erfolgte die Eintragung des Formwechsels der OBE Ohnmacht & Baumgärtner GmbH & Co. KG in die OBE Holding GmbH.

3. Die OBE Holding GmbH hält die Anteile, vermietet das Betriebs- und Verwaltungsgebäude und organisiert die Finanzierung der beiden neugegründeten Tochtergesellschaften.

Die neue Struktur schafft sowohl in der Optik als auch im Metallpulverspritzguss die Voraussetzungen für ein weiteres Wachstum am Standort Ispringen. So kann im Bereich der Optik neben dem Ausbau des Kerngeschäftes auch der wachsende Markt für Datenbrillen stärker erschlossen werden. Im MIM-Bereich kommen verstärkt Grundlagenentwicklungen zur Serienreife und werden weltweit vermarktet.

Als Geschäftsführer in der OBE Holding GmbH sowie in der OBE GmbH & Co. KG wurden die Herren Erik Schäfer und Peter Specht bestellt.

Die Geschäftsführung der MIMplus Technologies GmbH & Co. KG übernehmen die Herren Harald Böck und Peter Specht.

Beide Tochtergesellschaften der OBE Holding GmbH setzen wie bisher auf innovative Technologien und hochwertige Materialien. Seit 1996 fertigen wir nach dem Qualitätsmaßstab DIN ISO 9001 und seit März 2013 nach ISO TS 16949.

Ebenfalls seit 1996 haben wir die Zertifizierung aufgrund der EG-Öko-Auditverordnung (EWG 1836/93). Inzwischen werden wir sowohl nach EMAS (EG-Verordnung Nr. 1221/2009) als auch nach DIN ISO 14001 zertifiziert.

Im Bereich der Brillenoptik nimmt die OBE GmbH & Co. KG eine führende Stellung bei der Entwicklung und Fertigung der Gelenktechnik für Brillen ein.

Neben dem Stammsitz in Ispringen und Vertriebstöchtern in Italien, Hongkong und China ist diese mit sechs weiteren Vertretungen auf allen wichtigen Märkten weltweit präsent.

In China verfügt die OBE GmbH & Co. KG darüber hinaus mit der Firma GLOBE Precision Ltd. Shenzhen über weitere Produktionskapazitäten.

Die MIM-Technologie (Metal-Injection-Molding) wird seit mehreren Jahren bei der MIMplus Technologies GmbH & Co. KG bzw. zuvor bei der OBE Ohnmacht & Baumgärtner GmbH & Co. KG eingesetzt. Dadurch können komplexe Bauteile wirtschaftlich und in großen Stückzahlen hergestellt werden. Die Technologie ist insbesondere für große und mittlere Stückzahlen geeignet. Kleinere Stückzahlen kommen in Betracht, sofern die zu fertigenden Bauteile nicht oder nur aufwändig durch konkurrierende Herstellungsverfahren realisiert werden können.

Die MIM Zielmärkte sind neben der Optik die Bereiche Automotive, Luftfahrt, Medizintechnik und Konsumgüter insbesondere im Luxusgüterbereich.

Markt- und Absatzentwicklung

Die OBE GmbH & Co. KG produziert und vertreibt Scharniere, Brillenbügel und andere mechanische Präzisionsteile im Kerngeschäft Optik für den Markt hochwertiger Korrektionsfassungen und hochwertiger Sonnenbrillen. Der Marktanteil liegt bei rund 20 %. Die wichtigsten Abnehmerländer sind Hong Kong mit rund 52 % (i. V. rund 52 %), Italien mit rund 23 % (i. V. rund 28 %), Deutschland mit rund 5 % (i. V. rund 4 %) und Japan mit rund 3 % (i. V. rund 4 %) des Umsatzes im Geschäftsfeld Optik.

Die Brillenproduktion findet heute überwiegend aus preislichen Gründen in Asien statt.

Ungefähr die Hälfte des Optik-Absatzmarktes befindet sich in China. Italien nimmt eine Sonderstellung ein, da der "Modeartikel" Brille von führenden Brillenherstellern, die in Italien ihren Sitz haben, designt und gefertigt wird. Mittlerweile wieder steigende Produktionszahlen in Italien sind Ausdruck der in China in den letzten Jahren sprunghaft gestiegenen Lohnkosten.

Eine Umstrukturierung des Marktes zeichnet sich durch den Einstieg von Luxuskonzernen in den Brillenmarkt ab. Marken wie z.B. Gucci werden zukünftig selbst durch den Markeninhaber vertrieben. Dadurch sind bestehende Kunden langfristig gezwungen, diese bisher als Lizenzmarken vertriebenen Fassungen aus ihrem Portfolio zu nehmen und einen Ersatz für den Umsatzrückgang zu finden.

In unserem Geschäftsfeld MIMplus hat sich der Absatz im Jahr 2019 gegenüber dem Vorjahr deutlich verringert. Dies liegt insbesondere an einem durch einen Großkunden aus dem Bereich Motorsport verursachten Umsatzrückgang, der auf den Auslauf einer Modellgeneration und den erst im Jahr 2021 geplanten Wiederanlauf der Nachfolgegeneration zurückzuführen ist. Dieser Modellwechsel war bekannt und wurde vom Kunden vorab kommuniziert, so dass sich die MIMplus Technologies GmbH & Co. KG auf die temporäre Umsatzreduzierung durch die Befristung von Arbeitsverträgen und Leiharbeit einstellen konnte. Direkte Kosten, die nicht abgebaut werden konnten, übernahm teilweise der Kunde.

Risikomanagementziele und -methoden

Beide Tochtergesellschaften der OBE Holding GmbH verfügen über ein ausgereiftes Planungssystem. Eine rollierende Umsatzplanung für zwölf Monate im Voraus wird monatlich im Vertriebscontrolling besprochen. Daraus abgeleitet erfolgt auch die Ergebnis- und Liquiditätsplanung, die ebenfalls in monatlichen Sitzungen überprüft und ergänzt wird. Die Marktentwicklung und -beobachtung erfolgt durch unser weltweites Vertriebsnetz und unsere Marketingabteilung und wird bei regelmäßigen Vertretertreffen abgestimmt und verbessert.

Um Risiken für die Gesellschaften zu minimieren, haben wir ein durchgängiges Versicherungskonzept entworfen. Dieses Konzept wird jährlich überprüft und an geänderte Bedingungen und Anforderungen angepasst. So können Haftpflichtrisiken, Feuer- und Elementarschäden, Betriebsunterbrechungsrisiken und Rechtschutzrisiken, die für uns die markantesten Bedrohungen darstellen, an Dritte übertragen werden.

Ausstehende Forderungen werden regelmäßig auf bestehende Risiken überprüft und unter Berücksichtigung der Bonität des Kunden beurteilt. Teilweise erfolgt die Absicherung von Ausfallrisiken über die Vereinbarung von Kreditversicherungen.

Investitionen, Forschung und Entwicklung

Im Jahr 2019 wurden Investitionen in der OBE GmbH & Co. KG im Gesamtvolumen von ca. TEUR 529 freigegeben und davon ca. TEUR 361 realisiert.

In der MIMplus Technologies GmbH & Co. KG wurden ca. TEUR 554 freigegeben und davon ca. TEUR 400 realisiert.

Für 2020 planen wir Gesamtinvestitionen in Höhe von ca. EUR 0,5 Mio. Die Investitionen sind insbesondere für die Einführung neuer Fertigungstechnologien, dem Ausbau von Fertigungskapazitäten und für die Einführung neuer Produkte in der OBE GmbH & Co. KG mit deren Tochtergesellschaft der Globe Precision Ltd. Shenzhen geplant.

Bei der MIMplus Technologies GmbH & Co. KG sind für 2020 EUR 0,3 Mio. vorgesehen.

Inwieweit alle Investitionen tatsächlich im Jahr 2020 umgesetzt werden können hängt vom Verlauf der Covid 19 Pandemie ab, die weltweit zu Betriebsschließungen geführt hat bzw. noch führt.

Personal

Im Rahmen der Übertragung der Geschäftsbereiche sind auch alle Mitarbeiter auf die neuen Gesellschaften übergegangen. Diese teilen sich per 31. Dezember 2019 wie folgt auf:

Gesamt

Anzahl Vorjahr
Mitarbeiter 179 179
Azubis 14 14
193 193

Davon OBE GmbH & Co. KG

Anzahl Vorjahr
Mitarbeiter 105 103
Azubis 12 11
117 114

Davon MIMplus Technologies GmbH & Co. KG

Anzahl Vorjahr
Mitarbeiter 74 76
Azubis 2 3
76 79

Umweltschutz

Ein fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie unseres Hauses ist die Umsetzung umweltgerechter und ressourcenschonender Verfahren. Seit 1996 besteht ein Umweltmanagementsystem nach EMAS, das 1999 in die Zertifizierung nach DIN EN ISO 14001 einbezogen wurde. Das System wurde inzwischen mehrmals erfolgreich rezertifiziert und wird für die beiden Tochtergesellschaften OBE GmbH & Co KG sowie MIMplus Technologies GmbH & Co. KG weiterhin aufrechterhalten.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 89 (i. V. TEUR 1.312). Nach der Übertragung der Geschäftsbereiche MIM und Optik auf die Tochtergesellschaften erzielt die OBE Holding GmbH nunmehr Erlöse aus der Vermietung der Geschäftsgebäude, aus der Weiterbelastung von Kosten sowie aus Beteiligungserträgen. Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahrs stammen in voller Höhe aus Mieterlösen. Die sonstigen betrieblichen Erträge stammen insbesondere (TEUR 1.368) aus konzerninternen Kostenweiterbelastungen. Die beiden Tochtergesellschaften konnten im Geschäftsjahr 2019 ein positives Jahresergebnis in Höhe von TEUR 201 bei der MIMplus Technologies GmbH & Co. KG und TEUR 732 bei der OBE GmbH & Co. KG erwirtschaften. Letztere schüttete TEUR 500 an die OBE Holding GmbH aus.

Im Rahmen der Übertragung wurden sämtliche Vermögensgegenstände und Schulden auf die beiden neuen Tochtergesellschaften OBE GmbH & Co. KG und MIMplus Technologies GmbH übertragen. Zurück blieben nur Grundstücke und Gebäude, die Anteile an den beiden Tochtergesellschaften sowie nicht übertragbare Schulden wie die Pensionsverpflichtungen und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Durch die Übertragung sowie Kostenverrechnungen im Nachgang kam es zu einem deutlichen Anstieg der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die flüssigen Mittel haben sich auf TEUR 239 reduziert. Der Liquidität war durch die vorhandenen flüssigen Mittel, den Kreditrahmen sowie durch die laufenden Cashflows jederzeit gedeckt.

Umsatz- und Auftragsentwicklung der Tochterunternehmen

OBE GmbH & Co. KG

Im Jahr 2019 wurden Umsatzerlöse in Höhe von EUR 22,0 Mio. erzielt. Der geplante Umsatz (EUR 22 Mio.) wurde damit erreicht. Der Auftragsbestand betrug am 31. Dezember 2019 rund EUR 4,5 Mio. (i. V. EUR 3,1 Mio.).

MIMplus Technologies GmbH & Co. KG

Im Jahr 2019 wurden Umsatzerlöse in Höhe von EUR 12,5 Mio. erzielt. Der geplante Umsatz von EUR 14,7 Mio. konnte damit nicht erreicht werden.

Der Auftragsbestand betrug am 31. Dezember 2019 rund EUR 3,6 Mio. (i. V. EUR 4,4 Mio.)

Wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Chancen und Risiken ergeben sich insbesondere durch die beiden Tochtergesellschaften.

Durch unser weltweites Vertriebsnetz, entsprechende Marketingmaßnahmen und herausragende Innovationen pflegen wir unser Image als eines der marktführenden Unternehmen in diesem Bereich kontinuierlich. In der durch unser weltweites Vertriebsnetz gestärkten kundenseitigen Orientierung erkennen wir für OBE einen Wettbewerbsvorteil. Neue Vertriebswege, u. a. der Online-Handel, werden beobachtet und auf mögliche Potentiale untersucht. Eine erfolgreiche Zusammenarbeit gibt es mit Online-Händlern in Deutschland und Kanada.

In Zusammenhang mit unseren Produktentwicklungen stellen immer kürzere Produktlebenszyklen und Planungshorizonte unserer Kunden eine zu bewältigende Herausforderung im Brillengeschäft dar. Die Umsetzungsgeschwindigkeit kann ein Wettbewerbsvorteil sein, wenn es sich um kundenspezifische Entwicklungen handelt. Dabei ist man den typischen Marktmechanismen der Modebranche ausgesetzt, die eine schnelle Markteinführung mit höheren Stückzahlen vorsieht, ohne eine mittel- bis langfristige Vorausschau für Stückzahlenentwicklungen zu haben.

In Asien kann die Entwicklung des Eurokurses im Verhältnis zum US-Dollar unsere Erwartungen mehr oder weniger stark verändern. Dies ist hauptsächlich darin begründet, dass die Kurse in HKD und RMB an der Leitwährung USD gekoppelt.

Die Erreichung der Zielvorgaben beider Geschäftsfelder - Optik und MIMplus - kann durch Schwankungen der Inlands- und Weltkonjunktur gefährdet werden.

In diesem Zusammenhang nur schwer abzuschätzen sind die Risiken der Covid 19 Pandemie für die weltweite Konjunkturentwicklung und der sich hieraus ergebenden Effekte für die Entwicklung des Auftragseingangs und Umsatzes und folglich des Ergebnisses bei der OBE Holding GmbH bzw. deren Tochtergesellschaften. Neben dem allgemeinen konjunkturellen Risiko ergeben sich aus der Pandemie konkrete absatz- und beschaffungsseitige Risiken aufgrund der Beschränkungen in einigen Ländern. Hier sind beispielhaft die strengen Beschränkungen im für die OBE GmbH & Co. KG wichtigen Absatzland Italien zu nennen. Den Risiken wird durch Kostensenkungsprogramme (u.a. Kurzarbeit) begegnet.

Ausblick

Das Geschäftsjahr 2019 war für die OBE Holding ein befriedigendes Jahr. Der Umsatz in der OBE GmbH & Co. KG bewegte sich annähernd auf Vorjahresniveau, das Ergebnis liegt in 2019 bei TEUR 732. Der Umsatz in der MIMplus Technologies ging bedingt durch den Modellwechsel bei einem Großkunden wie erwartet deutlich zurück. Damit konnte mit TEUR 200 das gute Ergebnis des Vorjahres nicht wiederholt werden. Das Ergebnis der Holding selbst wurde 2019 durch die Kosten für die Einführung der neuen Firmenstruktur belastet.

Die zukünftige Entwicklung der OBE Holding GmbH wird maßgeblich vom Erfolg der neu gegründeten Tochtergesellschaften OBE GmbH & Co. KG und MIMplus Technologies GmbH & Co. KG abhängen. Durch die Umsetzung der neuen Firmenstruktur sind 2020 keine nennenswerten Belastungen wie in den Jahren 2018 und 2019 für die OBE Holding selbst zu erwarten.

Auch 2020 rechnen wir in der MIMplus Technologies GmbH & Co. KG mit einem gegenüber dem guten Jahr 2018 deutlich reduzierten Umsatz. Erst Ende 2020 bzw. Anfang 2021 ist der beschriebenen Modellwechsel bei einem Großkunden aus dem Automotivebereich abgeschlossen, so dass an das Umsatzniveau aus dem Jahr 2018 angeknüpft werden kann.

Durch die Covid 19 Pandemie wird sowohl unsere Umsatz- als auch Ergebniserwartung massiv beeinflusst werden. Dies gilt für beide Tochtergesellschaften.

In der OBE GmbH & Co. KG sind wir mit unserer produzierenden Tochtergesellschaft der Globe Precision Ltd. Shenzhen mit Sitz in China und unserer Vertriebsgesellschaft in Italien früh mit den Auswirkungen von Covid 19 konfrontiert worden. Auf Grund der Reisebeschränkungen in China konnten nicht alle Werker wie geplant nach dem Chinese New Year zurückkommen, um die Produktion wieder aufzunehmen. Die Situation in China hat sich mittlerweile zwar etwas entspannt. Allerdings sehen wir uns nun mit der Tatsache konfrontiert, dass viele große Brillenhersteller unter anderem die Firma Essilor-Luxottica, die Fa. Thelios, Fa. Kering und Fa. Safilo ihren Sitz in Italien haben, das eines der von der Krise am stärksten betroffenen Ländern ist.

Firmenschließungen in Italien sowie die Schließung von Optikerfachgeschäften wie großen Optikerketten führen derzeit dazu, dass Aufträge verschoben oder storniert werden.

Wie stark sich die genannten Faktoren auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Jahres 2020 auswirken werden, hängt maßgeblich von der Dauer der zur Verzögerung der Ausbreitung des neuartigen Covid 19 Virus eingeleiteten Maßnahmen ab.

Werden die Maßnahmen, insbesondere die Schließung der Läden in Europa und den USA und die bestehenden Reisebeschränkungen nicht in wenigen Wochen gelockert, so ist bereits jetzt absehbar, dass der Ausfall des Saisongeschäfts mit Sonnenbrillen, die zu etwa der Hälfte zum Umsatz der OBE GmbH & Co. KG beitragen, im Jahresverlauf nicht mehr aufgeholt werden kann.

Auch in der MIMplus Technologies GmbH & Co. KG sehen wir uns mit Terminverschiebungen und geringeren Abrufen von Kunden auf breiter Basis konfrontiert. Der Umsatz hat sich hier gegenüber dem ursprünglichen Plan teilweise halbiert.

Zur Verminderung der Auswirkungen führen wir derzeit Gespräche ob Aufträge aus dem Jahr 2021 bei einigen Großkunden vorgezogen werden können. Im Jahr 2021 zeigt unsere Mehrjahresplanung deutlich steigende Umsätze und damit Kapazitätsengpässe, die so entschärft werden könnten.

In diesem Zusammenhang möchten wir darauf hinweisen, dass wir in unserer Mehrjahresplanung derzeit noch davon ausgehen, dass die durch Covid 19 ausgelöste Krise bis Anfang 2021 überwunden sein wird.

Sowohl in der OBE GmbH & Co. KG als auch in der MIMplus Technologies GmbH & Co. KG haben wir umfassende Programme zur Kostensenkung eingeleitet. So haben wir seit April 2020 auf breiter Basis Kurzarbeit in beiden Tochtergesellschaften eingeführt.

Parallel hilft uns das bis Ende 2020 laufende Programm zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit bei Unterschreiten bestimmter Ergebnisziele weitere Einsparungen zu realisieren.

Um trotz der eingeleiteten Maßnahmen auftretende Liquiditätsengpässe insbesondere durch Forderungsausfälle zu vermeiden, beantragen wir zusätzlich zu den bestehenden Bankguthaben, nicht in Anspruch genommenen Kontokorrentlinien und noch nicht ausbezahlter aber bereits zugesagter Darlehen, derzeit einen Unternehmerkredit aus dem KfW-Sonderprogramm 2020.

Unsere Ergebniserwartung haben wir nach aktuellster Planung im OBE Holding GmbH Konzern deutlich reduziert.

 

Ispringen, im Juni 2020

OBE Holding GmbH

Geschäftsführung

Peter Specht

Erik Schäfer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die OBE Holding GmbH (vormals: OBE Ohnmacht & Baumgärtner GmbH & Co. KG), Ispringen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der OBE Holding GmbH (vormals: OBE Ohnmacht & Baumgärtner GmbH & Co. KG), Ispringen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der OBE Holding GmbH, Ispringen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 19. Juni 2020

Ebner Stolz GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Volker Hecht, Wirtschaftsprüfer

Dominik Renz, Wirtschaftsprüfer

Feststellungsbeschluss der OBE Holding GmbH (vormals: OBE Ohnmacht & Baumgärtner GmbH & Co. KG), Ispringen

Der Jahresabschluss der OBE Holding GmbH (vormals: OBE Ohnmacht & Baumgärtner GmbH & Co. KG), Ispringen, für das Geschäftsjahr 2019 wurde von der Gesellschafterversammlung am 26. Juni 2020 festgestellt.

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