Blitz F24-980 GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
James Vincent Pieper seit 18.11.2022 | Geschäftsführer |
Paul John Marushka seit 18.11.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Sphera Solutions, Inc. | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
riskmethods GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2022(Vorjahr zum Vergleich)
BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022(Vorjahr zum Vergleich) AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Anhang für das Geschäftsjahr 20221. Allgemeine Angaben Bei der riskmethods GmbH (im Folgenden auch: "Gesellschaft") handelt es sich um eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) im Sinne des GmbHG, gegründet am 25. Oktober 2012 und ansässig in Deutschland mit Sitz in München (Handelsregister B des Amtsgerichts München, Registernummer - HRB 201766). Die Geschäftsanschrift lautet: riskmethods GmbH, Maximiliansplatz 17 c/o Blitzstart Services GmbH, 80333 München. Gegenstand des Unternehmens ist die Lieferung von Softwarelösungen und Dienstleistungen, die Unternehmen dabei unterstützen, Risiken im Umgang mit ihren Geschäftspartnern zu überwachen und zu steuern. Der Abschluss zum 31. Dezember 2022 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinien Umsetzungsgesetzes (BilRuG) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt worden. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Von den vorgesehenen größenabhängigen Erleichterungen nach 288 Abs. 2 HGB hat die Gesellschaft teilweise Gebrauch gemacht. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Bei der Bilanzierung und Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind zum Vorjahr unverändert. Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden unter Gebrauch des Wahlrechts des § 248 Abs. 2 S. 1 HGB zu Herstellungskosten in der Bilanz angesetzt. Forschungs- und Vertriebskosten werden nicht angesetzt. Nach der Inbetriebnahme wird die Abschreibung nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer beträgt bis zu 10 Jahre. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden, soweit sie einem Anschaffungsvorgang unterliegen, zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung wird nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer beträgt bis zu 10 Jahre. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung wird nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 250 (VJ: EUR 250) werden als sofortiger Aufwand verbucht. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800 (VJ: EUR 800) werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die Nutzungsdauer des Sachanlagevermögens beträgt zwischen 3 und 13 Jahren. Bei dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB vorgenommen. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert gem. § 253 Abs. 1 S. 1 i.V.m. § 253 Abs. 3 und 5 HGB bewertet. Abschreibungen erfolgen bei dauerhafter Wertminderung. Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert, soweit nicht wegen bestehender Einzelrisiken Bewertungsabschläge vorzunehmen sind. Die flüssigen Mittel werden zu Nominalwerten ausgewiesen. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das Eigenkapital wird zum Nennbetrag bilanziert. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden sich daraus - nach Saldierung - insgesamt ergebende Steuerbelastungen passiviert. Aktive latente Steuern beziehungsweise ein sich aus der Saldierung ergebender Aktivüberhang werden entsprechend dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB nicht angesetzt. Bei der Ermittlung latenter Steuerentlastungen werden ggf. bestehende steuerliche Verlustvorträge in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt. Vom Aktivierungswahlrecht wurde entsprechend Gebrauch gemacht. Umsatz gilt in dem Zeitpunkt als realisiert, in dem die Gefahr des zufälligen Untergangs der veräußerten Ware auf den jeweiligen Kunden übergegangen ist. Diese Umsätze werden der Vertragslaufzeit entsprechend abgegrenzt und auf einem eigens hierfür eingerichteten Konto separat gebucht und über die Laufzeit des jeweiligen Vertrages verteilt. Unter andere aktivierte Eigenleistungen sind im Geschäftsjahr neben Eigenleistungen auch Fremdleistungen von verbundenen Unternehmen und Dritte nach Brutto Methode §275 HGB erfasst, die im Vergleich zu Eigenleistungen nicht erheblich sind. Aufwendungen und Erträge werden periodengerecht erfasst, einzeln ausgewiesen und zu ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. 3. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt der Transaktion mit dem zu diesem Zeitpunkt gültigen Wechselkurs erfasst. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. 4. Erläuterungen zur Bilanz 4.1. Aktiva Bei den immateriellen Vermögensgegenständen i.H.v. EUR 7.270.982,75 (Vj.: EUR 5.473.469,34) handelt es sich im Wesentlichen um eine Supply Chain Risk Management SaaS-Lösung. Der angesetzte Betrag unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB. Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen i.H.v. EUR 1.240,09 (Vj.: EUR 135.332,36) handelt es sich um Anteile an der riskmethods Sp.zo.o., Wroclaw (Polen). Zur Erläuterung der Veränderungen wird auf 6.4. verwiesen. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem am Ende des Anhangs beigefügten Anlagespiegel ersichtlich. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Bei den Guthaben bei Kreditinstituten/Kassenbestand in Höhe von EUR 641.037,25 (Vj.: EUR 2.243.159,65) handelt es sich im Wesentlichen um Guthaben bei Kreditinstituten mit einer kurzfristigen Fälligkeit. 4.2. Passiva Gezeichnetes Kapital Die Gesellschafterversammlung vom 07.09.2022 hat die Erhöhung des Stammkapitals um EUR 48.118,00 auf EUR 505.005,00 (Vj.: EUR 456.887) beschlossen. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage ist im Rahmen des erfassten Wandlungsrecht aus dem "Convertible Loan Agreement" um EUR 3.780.337,67 auf insgesamt auf EUR 45.932.166,26 (Vj.: EUR 42.151.828,59) erhöht. Durch die Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände existiert nach §285 i.V.m. §264 HGB eine Ausschüttungssperre i.H.v. EUR 4.873.374,85. Jahresüberschuss/-fehlbetrag Der Bilanzverlust in Höhe von EUR 24.769.887,65 (VJ: EUR 44.048.665,78) beinhaltet einen Verlustvortrag in Höhe von EUR 44.048.665,78 (Vj.: EUR 36.930.411,16). Zum 31. Dezember 2022 bestand ein Jahresüberschuss in Höhe von EUR 19.278.778,13 (Vj.: Jahresfehlbetrag EUR 7.118.254,62). Sonstige Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 1.903.306,48 (Vj.: EUR 1.173.930,80) sind enthalten: Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel (Sicherheiten wurden keine bestellt): Aufgrund der Übernahme am 30.09.2022 ist die Sphera Solutions GmbH, Leinfelden-Echterdingen (HRB 772220), zum Stichtag der alleinige Gesellschafter. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus "cost-plus" Vereinbarungen mit den jeweiligen Tochtergesellschaften.
5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von EUR 12.418.404,62 (Vj.: EUR 10.691.281,12) setzen sich aus Umsatzerlösen aus "Software as a Service" Verträgen mit Kunden von EUR 12.122.809,10 (VJ.: EUR 10.540.616,79) sowie "Professional Services" in Höhe von EUR 295.595,52 (Vj.: EUR 150.664,33) zusammen. Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich im Jahr 2022 auf EUR 31.167.130,15 (Vj. EUR 83.833,74) und sind im Wesentlichen auf den Verkauf der riskmethods Inc., Boston, USA zurückzuführen. 6. Sonstige Angaben 6.1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich im Wesentlichen aus Verpflichtungen aus Mietverträgen und Software- Leasingverträgen mit Dritten zusammen und betragen: Es wird davon ausgegangen, dass die Verpflichtungen vertragsgerecht erfüllt werden.
6.2. Finanzierung der Gesellschaft Durch die Zugehörigkeit der Gesellschaft zur Sphera Gruppe ist die Finanzierung durch direkte Gesellschafter oder deren Anteilseigner sichergestellt. 6.3. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren 96 Angestellte beschäftigt (Vj.: 100). Die Aufteilung war wie folgt:
6.4. Angaben über Unternehmensbeziehungen Die riskmethods Inc. mit Sitz in Boston, USA, war ein 100%-iges Tochterunternehmen der riskmethods GmbH, München und wurde zum 30.09.2022 an die Sphera Inc. mit Sitz in Chicago, USA, verkauft. Das Stammkapital der riskmethods Sp.zo.o., Wroclaw (Polen), beträgt im letzten verfügbaren Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 5.000 polnische Zloty, EUR 1.240,09 Euro; die Umrechnung erfolgte zu einem Stichtagskurs von 4,032 PLN/€. 6.5. Konzernverhältnisse Die Gesellschaft ist unter Inanspruchnahme von §291 Abs. 1 Nr. 1 HGB i.V.m. § 293 HGB von der Verpflichtung zur Erstellung eines Konzernabschlusses befreit, da diese in den Konzernabschluss der Sphera Inc., Chicago, einbezogen wird. Die riskmethods GmbH ist 100%iges Tochterunternehmen der Sphera Solutions GmbH, Leinfelden-Echterdingen (HRB 772220). Diese ist wiederum 100%iges Tochterunternehmen der Sphera Inc., Chicago. Den größten Konsolidierungskreis stellt die Sphera Inc., Chicago. IL, U.S.A., dar, deren Abschluss im Unternehmensregister von Delaware einsehbar ist. 6.6. Abschlussprüferhonorar Ebenso sind diese Angaben im größten Konsolidierungskreis der Sphera Inc., Chicago. IL, U.S.A., enthalten. 6.7. Organbezüge Die Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung unterbleiben nach § 286 Abs. 4 HGB, da lediglich ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhielt und sich anhand dieser Angabe somit die Bezüge des Geschäftsführers feststellen lassen würden. 6.8. Angaben über die Mitglieder der Geschäftsführung Geschäftsführer der riskmethods GmbH, München, waren im Geschäftsjahr 2022: Herr Heiko Schwarz, Geschäftsführer: Vertrieb und Marketing (bis zum 30.09.2022) Herr Paul Marushka (ab 30.09.2022) Herr James Pieper (ab 30.09.2022)
München, den 29. Dezember 2023 Paul Marushka James Pieper Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20221. Geschäftstätigkeit und die OrganisationsstrukturDas Unternehmen und seine Geschäftstätigkeit Die riskmethods GmbH (im Folgenden auch: "Gesellschaft") ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) im Sinne des GmbHG, gegründet am 25. Oktober 2012 und ansässig in Deutschland mit Sitz in München (Handelsregister B des Amtsgerichts München, Registernummer - HRB 201766). Die Geschäftsanschrift lautet: riskmethods GmbH, Maximiliansplatz 17 c/o Blitzstart Services GmbH, 80333 München. Gegenstand des Unternehmens ist die Lieferung von Softwarelösungen und Dienstleistungen, die Unternehmen dabei unterstützen, Risiken im Umgang mit ihren Geschäftspartnern zu überwachen und zu steuern sowie sämtliche damit zusammenhängende und den Gesellschaftszweck fördernde Geschäfte. Die riskmethods GmbH bietet ihre Softwarelösung als "Software as a Service" (SaaS) an. Die zusätzlich angebotenen "professional services" beinhalten Einmalleistungen wie z.B. Aktivierungsleistungen oder sonstige Beratungsleistungen im Zusammenhang mit der Risikosteuerung von Unternehmen. Am 30.09.2022 wurde riskmethods GmbH an Sphera GmbH, Echterdingen, verkauft. Die riskmethods Sp.zo.o mit Sitz in Wroclaw, Polen, ist 100%-ige Tochterunternehmen der riskmethods GmbH, München. Die riskmethods Inc. mit Sitz in Boston, USA, war bis zum 30.09.2022 100%-ige Tochtergesellschaft der riskmethods GmbH und wurde per 30.09.2022 an die Sphera Inc., Chicago, USA, veräußert. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Laut Pressemitteilung Nr. 020 vom 13. Januar 2023 des Statistischen Bundesamts entwickelte sich die Wirtschaft in Deutschland nach dem Corona-bedingten Rückgang in 2021 wieder positiv. Insgesamt ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Geschäftsjahr 2022 um 1,9% im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Die konjunkturelle Entwicklung war im Jahr 2022 von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Besonders stark zulegen konnten die Sonstigen Dienstleister, Verkehr und Gastgewerbe. Die Bruttowertschöpfung im Handel ging dagegen zurück, nachdem sie im Vorjahr noch gestiegen war. Der Bereich Information und Kommunikation knüpfte an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an und verzeichnete ebenfalls einen deutlichen Zuwachs (+3,6 %). Der Außenhandel nahm trotz starker Preisanstiege im Jahr 2022 zu: Deutschland exportierte preisbereinigt 3,2 % mehr Waren und Dienstleistungen als im Vorjahr. 2.2 Marktumfeld Das Identifizieren, Beobachten und Vermindern von Risiken im Bereich der globalen Lieferketten gewinnt bedingt durch die Häufigkeit und Frequenz der Krisen stark an Bedeutung und wird immer mehr zum kritischen Erfolgsfaktor für produzierende aber auch für nicht produzierende Unternehmen. Nicht oder zu spät erkannte Risiken wirken sich zunehmend negativ auf die Ertragslage von Unternehmen aus. Dies wirkt sich insgesamt positiv auf den für die riskmethods GmbH relevanten Markt für Softwarelösungen im Bereich Risikoidentifizierung/Risikosteuerung sowie Risikoverminderung aus. Des Weiteren wirken sich regulatorische Erfordernisse wie z.B. das zum 1. Januar 2023 in Kraft tretende Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) positiv sowie die ansteigende Integration von Risikosteuerungssystemen in die Geschäftsprozesse von Unternehmen auf die Branche aus. 2.3 Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft 2.3.1 Erläuterung der finanziellen Leistungsindikatoren Als finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens zieht die Gesellschaft die Umsatzerlöse, das EBITDA 1 sowie die wiederkehrenden monatlichen Umsatzerlöse heran. 2.3.2 Ertragslage Die riskmethods GmbH konnte in 2022 die Umsatzerlöse von TEUR 10.691 auf TEUR 12.418 (+16,2%) steigern. Damit konnte ein weiteres Jahr in Folge das Vorjahresergebnis übertroffen werden. Allerdings wurden die Vorjahrserwartungen von einem geplanten Umsatzwachstum von 30% verfehlt. Die Umsatzerlöse mit SaaS Lösungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 12.123 (Vj: TEUR 10.541) Die angebotenen Aktivierungs-/Beratungsleistungen erzielten einen Umsatz in Höhe von TEUR 296 (Vj. TEUR 151). Die aktivierten Eigenleistungen erhöhten sich stark von TEUR 1.248 auf TEUR 2.794 im Geschäftsjahr 2022. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen ein erhöhter Mitarbeiterbestand im R&D Bereich im Vergleich zum Vorjahr sowie der vermehrte Abschluss von Features und Projekten der angebotenen Software-Lösungen. Außerdem sind die Fremdleistungen von TEUR 1.083 (VJ: TEUR 1.468), die im Vergleich zu Eigenleistungen nicht erheblich sind, in diesem Geschäftsjahr nach der Bruttomethode (§275 HGB) auch unter anderen aktivierten Eigenleistungen erfasst. Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich im Jahr 2022 auf TEUR 31.167 (Vj. TEUR 83) und sind im Wesentlichen auf den Verkauf der Riskmethods Inc., Boston, USA, zurückzuführen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich von TEUR 3.400 auf TEUR 5.523 erhöht. Der Anstieg resultiert aus höheren Hosting- Aufwendungen, höheren bezogenen Entwicklungs- und Serviceleistungen der polnischen Tochtergesellschaft riskmethods Sp.zo.o. sowie einem gestiegenen Einkaufsvolumen im Bereich "Third Party Content" (Daten/Informationen die bei fremden Dritten bezogen werden). Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um 43,3% auf TEUR 14.105 (Vj. TEUR 9.843) gestiegen - rund 60,5% des Anstiegs sind durch Auszahlungen an MA im Rahmen der Firmenveräußerung zurückzuführen. Die Summe an effektiven Gehältern ist um 22,2% gestiegen, was v.a. auf Neueinstellungen zurückzuführen ist. Insgesamt ergaben sich im Geschäftsjahr 2022 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von TEUR 1.020 (Vj. TEUR 505). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit TEUR 4.388 unter dem Niveau des Vorjahres (TEUR 4.727), was im Wesentlichen auf dem Entfall von Intercompany-Aufwendungen der veräußerten US-amerikanischen Tochtergesellschaft zurückzuführen ist. Die Zinsaufwendungen sind auf Grund vorfällig aufgelöster Darlehen und Darlehensrahmen ehemaliger Gesellschafter von TEUR 662 auf TEUR 2.068 angestiegen. Der Jahresüberschuss belief sich im Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 19.279 (Vj: TEUR -7.118). Das um den Verkauf der US-amerikanischen Tochtergesellschaft bereinigte EBITDA betrug TEUR -8.695 (Vj. TEUR -5.947). 2.3.3 Finanzlage- und Vermögenslage FinanzlagePrägend für die Finanzlage im Geschäftsjahr 2022 waren zum einen der Gesellschafterwechsel, der mit einer Erhöhung des gezeichneten Kapitals um TEUR 48 auf nunmehr TEUR 505 einherging und zum anderen die Sondereffekte im Ergebnis durch den Verkauf der US-amerikanischen Tochtergesellschaft. Die Verbindlichkeiten gegenüber den Alt-Gesellschaftern aus dem Vorjahr mit TEUR 1.503 wurden getilgt und die Verbindlichkeit gegenüber dem neuen Gesellschafter mit TEUR 15.091 ausgewiesen. Die Finanzlage wird als gut eingeschätzt, obwohl der Gesamt-Cashflow TEUR -1.602 beträgt Dabei beträgt der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im Berichtsjahr TEUR -11.861 - jedoch ist darin der Anstieg des Umlaufvermögens um TEUR 30.119, der im Wesentlichen auf dem Verkauf der US-amerikanischen Tochtergesellschaft beruht, enthalten. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 2022 TEUR -1.678 (Vj. TEUR -2.716). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 2022 TEUR 11.937, worin die Verbindlichkeiten gegenüber dem neuen Gesellschafter enthalten sind. Mit den vorhandenen Liquiditätslinien innerhalb der neuen Firmengruppe können die notwendigen Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft jederzeit erfüllt werden. Die genehmigte Geschäftsplanung 2022 bis 2025 sieht positive Jahresüberschüsse ab dem Geschäftsjahr 2024 vor. Vermögens- und KapitalstrukturDie Investitionen ins Anlagevermögen erhöhten sich im Geschäftsjahr 2022 weiterhin, insgesamt ergaben sich Zugänge in Höhe von TEUR 2.794 (Vj. TEUR 2.734). Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus höheren Investitionen in selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände. Ursächlich hierfür waren die Umstrukturierung der Software-Architektur sowie die Entwicklung neuer Produkte im Bereich der Lieferkettenüberwachung. Die Bankguthaben haben sich bedingt durch den negativen operativen "Cashflow" sowie durch die Investitionen um TEUR 1.602 auf TEUR 641 zum 31. Dezember 2022 verringert. Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 33.244 auf TEUR 46.081 erhöht. Bedingt durch die hohen Investitionen in die immateriellen Vermögensgegenstände ist das Anlagevermögen um TEUR 1.678 (Vj TEUR 2.229 ) auf TEUR 7.332 (Vj TEUR 5.653) angestiegen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund des starken Umsatzwachstums mit TEUR 3.970 (Vj: TEUR 1.211) deutlich angestiegen. Davon mussten bis zum Erstellungszeitpunkt keine Forderungen abgeschrieben werden. Die Bankguthaben belaufen sich zum Stichtag auf TEUR 641 (Vj: TEUR 2.243). Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind durch den Wegfall der Wandelschuldverschreibung um TEUR -597 auf TEUR 1.046 gesunken, jedoch hat sich der auf Softwareanwendungen und "Third Party Content" Anteil von TEUR 862 auf TEUR 1.046 erhöht. Das Eigenkapital der riskmethods GmbH weist zum 31. Dezember einen Betrag in Höhe von TEUR 21.667 (Vj: TEUR -1.440) aus. Die Rückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 729 auf TEUR 1.903 (Vj TEUR 1.174) erhöht. Ursächlich hierfür waren Rückstellungen für Restrukturierungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich von TEUR 665 auf TEUR 746 erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich von TEUR 528 auf TEUR 318 verringert. Sie beinhalten die Jahresabrechnungen für Leistungen gemäß den Vereinbarungen mit den Tochtergesellschaften. Die Verbindlichkeiten gegenüber den Alt-Gesellschaftern wurden vollständig abgelöst und sind durch Verbindlichkeiten gegenüber der erwerbenden Gesellschaft in Höhe von TEUR 15.091 ersetzt worden. Die sonstigen Verbindlichkeiten fielen auf TEUR 2.615 - darin enthalten ist ein Anstieg der MwSt-Verbindlichkeiten durch Umsatzwachstum um TEUR 1.374. Der passivische Rechnungsabgrenzungsposten ist auf Grund des operativen Wachstums von TEUR 2.401 auf TEUR 4.067 angestiegen. InvestitionenInnovationen im Bereich der Risikoidentifizierung/Risikoüberwachung und Risikovermeidung sind Kernaufgaben des aus "Product Management/Product Marketing sowie Development bestehenden Entwicklungsbereiches. Des Weiteren werden wir unsere künstliche Intelligenz Anwendungen weiterentwickeln, um damit Steigerungen in der Qualität und Skalierungseffekte zu erzielen. Die Entwicklungstätigkeiten umfassen die Arbeit sowohl an bestehenden, als auch an neuen Softwarelösungen. Diese werden durch aktivierte Eigenleistungen von Mitarbeitern der riskmethods GmbH, unter Inanspruchnahme von Leistungen Dritter, sowie der riskmethods Sp.zo.o. erbracht. Von insgesamt TEUR 14.105 (Vj: TEUR 9.843) Personalaufwendungen resultieren TEUR 4.244 (Vj: TEUR 1.556) aus dem Entwicklungsbereich. Dies entspricht 34,2% (Vj: 14,6%) der Umsatzerlöse. Darüber hinaus sind in den Entwicklungskosten Fremdleistungen von Tochterunternehmen und Dritten in Höhe von TEUR 1.083 enthalten. 2.3.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die Geschäftsführung beurteilt die Geschäftsentwicklung des Unternehmens in 2022 sowie bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts als insgesamt positiv. Unsicherheiten bleiben aufgrund der weiterhin schwierig voraussagbaren Entwicklung der Eurozone, der globalen Entwicklung bezüglich der Corona-Pandemie, der weltwirtschaftlichen Entwicklung und des Kriegs in der Ukraine sowie der damit zusammenhängenden Auswirkungen auf die Investitionsbereitschaft der Kunden bestehen. 3. Chancen und Risikobericht für das Geschäftsjahr 2022Als innovatives Unternehmen ist die Gesellschaft einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Um diese Risiken rechtzeitig zu erkennen und ihnen angemessen zu begegnen, sind zahlreiche Maßnahmen, wie beispielsweise monatlichen Soll-Ist-Vergleich als Bestandteil der Unternehmensplanung sowie monatliche Überwachung der Auftragseingänge sowie die Kündigungen der Softwarelösung. Alle wesentlichen Entwicklungen und geschäftlichen Aktivitäten werden daher in wöchentlichen und monatlichen Sitzungen beobachtet, berichtet und entsprechend diskutiert. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass Teile dieser genannten Risiken natürlich außerhalb des Einflussbereichs der Gesellschaft liegen und somit auch durch oben genannte Maßnahmen zwar mehrheitlich identifiziert, jedoch nicht immer erfolgreich kompensiert werden können. Um die Klarheit und Übersichtlichkeit von Chancen- und Risikobericht zu erhöhen, sind die einzelnen Chancen und Risiken in einer Rangfolge bzw. in Kategorien geordnet. Die Bedeutung einzelner Chancen und Risiken ermittelt sich aus der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Höhe der möglichen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Prognosen und Ziele der Gesellschaft. Die Realisierung von Risiken kann zu Veränderungen oder zum Nichteintreten der Annahmen führen, die den Erwartungen der Geschäftsführung über den künftigen Geschäftsverlauf zugrunde liegen und kann damit die Prognosen zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung gefährden. Die wesentlichen Risiken im Jahr 2022 haben sich gegenüber dem Vorjahr durch die kriegerische Auseinandersetzung in der Ukraine noch verschärft. 3.1 Chancen Die Gesellschaft sieht im Bereich der gesetzlichen Regelungen potenzielle Chancen. Weiterhin sehen wir diverse Veränderungen wie z.B. regulatorischen Anforderungen, starker Trend zur Einbindung der Lieferketten in die Corporate Governance und Compliance-Strukturen von global agierenden Unternehmen. Chancen ergeben sich insbesondere aus den mit wachsenden Unsicherheiten verbundenen Lieferketten. Die letzten Krisen zeigten die Schwachstellen globaler Lieferketten auf und führen zunehmend zu einem Umdenkprozess in den Unternehmen. Beeinträchtigte Lieferketten sowie die Notwendigkeit globale Lieferketten umzubauen, bieten sehr gute Wachstumsmöglichkeiten, die bereits mit unserem bestehenden Produktportfolio abgedeckt werden. Durch die Häufigkeit und Frequenz der Krisen gewinnt die Identifikation, Beobachtung und Verminderung von Risiken im Bereich der globalen Lieferketten stark an Bedeutung. Mit Hilfe von Marktanalysen entwickelt die Gesellschaft kontinuierlich neue Produkte, welche zukünftig immer mehr zum kritischen Erfolgsfaktor für Unternehmen werden. Es ergeben in Folge der in den nächsten Jahren erheblich ansteigenden gesetzlichen Anforderungen in Hinblick auf die Einführung und Verschärfung von Lieferkettengesetzen. Hier sieht die Gesellschaft positive Entwicklungen, da Kunden mit Hilfe von Daten und Informationen einen entscheidenden Vorteil im Bereich der Risikominimierung erlangen und somit den Anforderungen aus den Lieferkettengesetzen teils oder vollständig gerecht werden können. 3.2 Risiken Zur Identifikation und Bewertung wesentlicher Risiken hat die Gesellschaft einen monatlichen Soll-Ist-Vergleich als Bestandteil der Unternehmensplanung implementiert. Des Weiteren werden monatlich die Auftragseingänge sowie die Kündigungen der Softwarelösung überwacht. Dieses System wird zur Anpassung an neue Erkenntnisse fortlaufend weiterentwickelt. IT - RisikenDer Ausfall der vorhandenen IT-Systeme der Gesellschaft stellt ein latentes Risiko dar und kann die Leistungsfähigkeit der Gesellschaft signifikant beeinträchtigen. Die Gesellschaft versucht, diesen Risiken durch regelmäßige Investitionen in die IT-Infrastruktur und Audits der Infrastruktur und Systeme zu minimieren. Zudem sind alle relevanten Systeme mit technischen Sicherungseinrichtungen versehen. Selbstverständlich spielen auch Cyber-Risiken für die Gesellschaft eine Rolle. Die Gesellschaft agiert hinsichtlich der Cyber-Risiken mit wirksamen und technisch sehr weit entwickelten Lösungen. Alle Mitarbeiter werden regelmäßig und verpflichtend im Hinblick auf Cyber-Risiken trainiert und weitergebildet, um auch diese Einfallmöglichkeiten auf ein Minimum zu reduzieren. Das Gesamtrisiko der Gesellschaft aus IT-Risiken kann vor dem Hintergrund der dargestellten Maßnahmen und Methoden als zwar hohes, aber eher unwahrscheinliches Risiko betrachtet werden. Die Auswirkungen eines Zusammenbruchs der IT-Infrastruktur und der Systeme wäre angesichts der dargestellten Sicherungsmaßnahmen gering und nur von vorübergehender Dauer. Etwaige Ausfälle und Verluste könnten zeitnah kompensiert und wieder aufgeholt werden. Insgesamt schätzen wir das Risiko als moderat ein. Personal für EntwicklungWie viele andere Unternehmen auch, ist die Gesellschaft in starkem Maße von der Verfügbarkeit von qualifiziertem Entwicklungspersonal abhängig. Der Arbeitsmarkt für Fachpersonal und hierbei insbesondere für qualifizierte Mitarbeiter ist im Jahr 2022 weiterhin angespannt. So ist die Verfügbarkeit von Spezialisten eingeschränkt. Dies bedeutet ein Risiko für die zeitgerechte Durchführung von Entwicklungsprojekten. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko durch eine angepasste langfristige Personalplanung, ein attraktives Arbeitsumfeld und geeignete Rekrutierungs-Maßnahmen und sichert zudem mittels geeigneter Maßnahmen das entsprechende Knowhow der Belegschaft. Angesichts der Corona Pandemie kam und kommt es im weiteren wirtschaftlichen Umfeld vermehrt zur Freisetzung von qualifiziertem Fachpersonal, so dass sich die Problematik der Personalbeschaffung diesbezüglich etwas entspannen könnte. Das Gesamtrisiko der Gesellschaft kann vor dem Hintergrund der dargestellten Maßnahmen und Methoden als moderat bezeichnet werden. Aufgaben und Projekte werden durch mehrere Mitarbeiter in Teams betreut, so dass auch der kurzfristige Verlust eines Mitarbeiters zeitnah kompensiert werden könnte. Insofern können auch die denkbaren diesbezüglichen Auswirkungen als moderat bezeichnet werden. Gesamtwirtschaftliche RisikenGrundsätzliche Ertragsrisiken sieht die Gesellschaft in konjunkturellen Einflüssen und daraus resultierenden Budgetrestriktionen auf der Seite der Kunden. Angesichts dessen lässt sich eine künftige Beeinträchtigung der operativen Ergebnissituation nicht ausschließen. Allerdings, wie unter den Chancen bereits beschrieben, sieht die Gesellschaft durch die höheren regulativen Anforderungen aus den Lieferkettengesetzen eine Dämpfung der gesamtwirtschaftlichen Risiken auf die Gesellschaft. Die Gesellschaft stuft die gesamtwirtschaftlichen Risiken deshalb als moderat ein. Die Auswirkungen sind ebenfalls als moderat zu erachten. LiquiditätsrisikenAufgrund der langfristigen Finanzierung sieht die Gesellschaft keine wesentlichen Liquiditätsrisiken. Währungsrisiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten und Subunternehmern sind für die riskmethods GmbH von untergeordneter Bedeutung. Die Geschäftsplanung 2023 bis 2025 sieht durch die Nutzung von gruppeninternen Synergieeffekten steigende Umsätze und im Saldo positive Jahresüberschüsse vor. Das Liquiditätsrisiko wird als gering eingeschätzt. Ausfallrisiken ForderungenDie Gesellschaft verfügt über ein gutes Forderungsmanagement welches sich als zuverlässig und beständig erweist. Die sich aus den Forderungen ergebenden Risiken werden von der Gesellschaft aufgrund eines optimierten Forderungsmanagement und langfristig positiver Erfahrungen als geringes und unwahrscheinliches Risiko betrachtet. 4. PrognoseberichtAuf Grund des noch andauernden Krieges zwischen Russland und der Ukraine ist die zukünftige Entwicklung mit Unsicherheiten behaftet. Insbesondere kann noch nicht vollständig abgeschätzt werden, inwieweit die Energiekrise die allgemeine wirtschaftliche Lage beeinflusst. Auf Grund dieser eher negativen Vorzeichen ist der Markt und die Nachfrage für Risikosteuerung weiterhin sehr positiv. Die riskmethods GmbH erwartet auch für das Geschäftsjahr 2023 ein Umsatzwachstum in ähnlicher Größenordnung wie im vergangenen Jahr. Die Planung für das Jahr 2023 geht trotz der schwierigen Rahmenbedingungen von einem weiteren Wachstum von ca. 15% im Kerngeschäft aus. Da das Ergebnis 2022 stark durch den Verkauf der US-amerikanischen Tochter geprägt war, ergab sich ein bereinigtes EBITDA von TEUR -8.695, das im Geschäftsjahr 2023 deutlich auf unter TEUR -4.000 reduziert werden sollte. Es wird erwartet, dass sich die Ausweitung der wiederkehrenden monatlichen Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 ebenfalls fortsetzen wird. Die Gesellschaft rechnet auf Grund von neue Aufträgen Cross- und Upsell von bestehenden Kunden und Kunden der Firmengruppe mit weiteren Steigerungen. Bei den in diesem Lagebericht enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen weisen wir darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung auch wesentlich abweichen können, wenn zugrunde gelegte Prämissen nicht eintreffen oder unvorhergesehene Entwicklungen eintreffen. Die weiteren Auswirkungen der Corona Pandemie und anderer Rahmenbedingungen auf die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft sind zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts noch nicht absehbar.
München, im Dezember 2023 Paul Marushka James Pieper 1 Ermittlung des EBITDA: Umsatzerlöse + Erhöhung / Verminderung des Bestands anfertigen und unfertigen Erzeugnissen + andere aktivierte Eigenleistungen + sonstige betriebliche Erträge - Materialaufwand - Personalaufwand Dem Jahresabschluss, der in der Gesellschafterversammlung am 29. Dezember 2023 festgestellt wurde, und dem Lagebericht wurde der nachfolgende Bestätigungsvermerk erteilt: "Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die riskmethods GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der riskmethods GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der riskmethods GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Stuttgart, den 29. Dezember 2023 dhpg
GmbH
Hahn, Wirtschaftsprüfer Huber, Wirtschaftsprüfer |
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