Act-in GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Björn Josef Peter Leuker seit 9.3.2023 | Prokura |
Andreas, Dipl.-Ing. Weber seit 22.1.2021 | Geschäftsführer |
Peer Hermann Manfred Braß seit 21.2.2018 | Prokura |
Frank Lemken seit 3.7.2015 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
RecoSan GmbHKamp-LintfortJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Lagebericht 2019RecoSan GmbH, Kamp-LintfortTätigkeit des Unternehmens Gegründet im Jahre 2000 als klassisches Brandschadensanierungsunternehmen bietet die RecoSan GmbH heute als mittelständisches Unternehmen das gesamte Leistungsspektrum in der Sanierung nach Brand- und Wasserschäden an. Dieses umfasst eine professionelle Schadensaufnahme, ggfs. die Leckageortung zur Ermittlung der Schadensursache mittels geeigneter Techniken und Verfahren, Trocknungsmaßnahmen sowie die Wiederherstellungsarbeiten durch erfahrene Mitarbeiter. Ein Schwerpunkt liegt in der Sanierung nach Brandschäden. In diesen Fällen ist der Umfang der durchzuführenden Maßnahmen oftmals deutlich größer als bei reinen Wasserschäden. Umfangreiche Sofortmaßnahmen zur Konservierung des Schadenumfanges umfassen Demontagen, Entrümpelungen zur Herstellung der Begehbarkeit der Schadenstelle und erste Sanierungsarbeiten zur Dekontamination der betroffenen Bereiche. Nach der vollständigen Dekontamination und Säuberung der betroffenen Bereiche bietet die RecoSan GmbH auch nach einem Brandschaden die komplette Wiederherstellung an. Beide oben geschilderten Sanierungsabläufe beziehen sich sowohl auf die Sanierung von Schäden an Gebäuden, an Hausrat, (techn.) Einrichtungen und Inventar als auch an Maschinen und Werkzeugen. Im geschilderten Sanierungsablauf kann die RecoSan GmbH heute alle notwendigen Maßnahmen aus einer Hand anbieten. Die RecoSan GmbH unterhält neben dem Stammsitz in Rheinberg Niederlassungen in Berlin, Potsdam, Bönen (bei Dortmund) und Köln und seit Anfang 2020 auch in Aurich. Durch ein speziell für dieses Schadensegment zusammengestelltes Team aus erfahrenen Mitarbeitern werden größere Schäden bundesweit und in Einzelfällen auch im Ausland ausgeführt. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen In Deutschland hat der bereits seit zehn Jahren anhaltende Aufschwung in 2019 weiter an Dynamik eingebüßt. Sich weiter verschlechternde außenwirtschaftliche Rahmenbedingungen in einer zunehmenden Zahl an Volkswirtschaften führen zu einem nur noch schwachen Wachstum der Gesamtwirtschaft. Getragen war dieses Wachstum in großem Maße von einem robusten inländischen Konsumverhalten der Bevölkerung. Diese Entwicklungen treffen auf zunehmend schwieriger werdende Möglichkeiten die Kapazitäten auszuweiten. In vielen Bereichen war ein ausgeprägter Arbeitskräfteengpass feststellbar. Zudem hat insbesondere die Lohnpreisentwicklung weiter angezogen. Die anhaltend hohe Arbeitsnachfrage, die anziehende Lohndynamik und der hohe Auftragsbestand der Unternehmen deuten darauf hin, dass der Aufschwung derzeit vor allem angebotsseitig an Grenzen stößt. Ungeachtet dessen sind die Geld- und Fiskalpolitik weiterhin expansiv ausgerichtet. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Sanierungsmarkt wird maßgeblich geprägt durch die Anzahl an versicherten Schäden. Während die Zahl versicherter Leitungswasserschäden sich in den letzten Jahren sehr stabil bei etwa 1,1 Mio. pro Jahr eingependelt hat, ist die Zahl der Feuerschäden auf niedrigem Niveau stabil und lag im Jahre 2018 bei etwa 200.000.1 Die Branche weist eine gewisse Unabhängigkeit von Saisonalitäten auf, die sich in der Gesamtwirtschaft zeigen. Zum Teil erhebliche zusätzliche Schäden entstehen durch Sturm-, Hagel oder Elementarereignisse, wie Überflutungen und Starkregen, die allerdings nicht prognostizierbar sind. Die letzten Jahre haben aber gezeigt, dass solche Ereignisse einhergehend mit der globalen Erwärmung mit einer zunehmenden Häufigkeit auftreten. Wettbewerbssituation Bei der Bearbeitung dieser Schäden kann der Versicherer bzw. der geschädigte Versicherungsnehmer aus einer Vielzahl unterschiedlicher Unternehmen wählen. Neben einer kleinen Gruppe großer Unternehmen mit mehreren hundert Mitarbeitern, gibt es eine etwas größere Gruppe überregional tätiger Unternehmen, zu denen die RecoSan GmbH zu zählen ist. Daneben gibt es eine große Zahl von kleinen Unternehmen (ca. 2.000), die bei lokalem Fokus die Sanierung ganz oder nur teilweise als Haupt- oder Nebengewerk anbieten. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft in 2019 Umsatz- und Auftragsentwicklung, Ertragslage Das Jahr 2019 kann für die RecoSan GmbH als Jahr des Übergangs betrachtet werden. Die in den Vorjahren geschaffenen Strukturen wurden stabilisiert und die Kapazitäten an die jeweilige Auftragssituation vor Ort angepasst. Gleichzeitig wurden die bestehenden Rahmenvereinbarungen ausgebaut und eine deutliche Zunahme der bearbeiteten Schäden erreicht. So wurden der RecoSan GmbH im Jahre 2019 insgesamt etwa 2.600 Schäden gemeldet (VJ: etwa 2.140). Die gestiegene Anzahl an Projekten führte jedoch nur zu einem moderaten Anstieg der Gesamtleistung auf TEUR 15.966 nach TEUR 15.846 in 2018. Dies entspricht einem faktischen Wachstum unterhalb der Wahrnehmungsschwelle. Gleichwohl muss bei dieser Betrachtung berücksichtigt werden, dass im Geschäftsjahr 2018 ein Einzelauftrag mit einem Volumen in Höhe von etwa TEUR 1.500 Umsatz beinhaltet ist. Ein vergleichbarer Auftrag konnte in 2019 nicht abgeschlossen werden. Gleichwohl konnte die Lücke, die das Fehlen eines solchen Auftrages hinterlässt, geschlossen werden. Der Umsatz als wichtiger finanzieller Leistungsindikator stieg dabei um 5,0 %. Allerdings sank der Bestand an nicht abgeschlossenen Projekten im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 344 (Vorjahr: TEUR +306). Im gleichen Zeitraum hat sich die Materialaufwandsquote in Bezug auf die Gesamtleistung erneut verbessert und sank von 58,7% auf 55,6%. Dieses ist im Wesentlichen auf deckungsbeitragsstarke Aufträge, den fortgesetzt erhöhten Einsatz von eigenen Mitarbeitern sowie eine Veränderung des Schadensmixes zurückzuführen. Hierdurch konnten wir die Umsatzrentabilität deutlich steigern. Die RecoSan GmbH befindet sich weiterhin auf Wachstumskurs, welches auch durch die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen unterstrichen wird. Demnach hat die RecoSan im Geschäftsjahr durchschnittlich 19 Mitarbeiter mehr als im Vorjahr beschäftigt, welches sich entsprechend im Personalaufwand niederschlägt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen aufgrund höherer Aufwendungen für die KFZ-Flotte, Aufwand aus Forderungsausfällen sowie erhöhten Telekommunikationskosten gestiegen. Insgesamt konnten wir bei einem durch die Rückführung von Krediten leicht verbesserten Zinsergebnis trotz der ergebnisbedingt erhöhten Ertragsteuern das Geschäftsjahr mit einem zufriedenstellenden Jahresergebnis von TEUR 212 abschließen. Der Jahresüberschuss stellt einen weiteren wichtigen finanziellen Leistungsindikator dar. Finanzlage Die Finanzierung erfolgt im Wesentlichen aus den aus dem operativen Geschäft generierten Eigenmitteln sowie aus der Inanspruchnahme eines revolvierenden Darlehens, dass wir im Berichtszeitraum um TEUR 400 von TEUR 1.000 auf TEUR 600 reduzieren konnten. Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit lag mit nunmehr TEUR 1.013 deutlich über dem Vorjahresniveau (-370 TEUR). Bei konstantem Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit von TEUR 89 (Vorjahr: TEUR 90) ergab sich trotz der Rückführung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der Zahlung einer Ausschüttung an den Gesellschafter eine Erhöhung der liquiden Mittel um TEUR 459 im Vergleich zum Ende des Vorjahres. Vermögenslage Die Bilanzsumme minderte sich in 2019 um 13,9 % von TEUR 7.686 auf TEUR 6.615. Auf der Aktivseite ist dies im Wesentlichen auf den Abbau der offenen Forderungen aus Lieferung und Leistung durch besseres Forderungsmanagement sowie erhöhte Abrechnungsgeschwindigkeit bei einer leichten Verminderung des Bestandes an unfertigen Leistungen zurückzuführen. Im Vorjahr war eine große Anzahl an Rechnungen erst nach dem Abschlussstichtag erstellt worden und somit zum Stichtag naturgemäß offen. Hieraus resultierte eine Erhöhung der liquiden Mittel. Auf der Passivseite waren die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die sonstigen Verbindlichkeiten, die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie die erhaltenen Anzahlungen tendenziell als Ergebnis der erhöhten Abrechnungsgeschwindigkeit rückläufig; wodurch sich die Eigenkapitalquote verbesserte. Diese beläuft sich auf 37,5% und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 7,1%-Punkte verbessert. Risikomanagement Ziel der RecoSan GmbH ist es, ein hohes Bewusstsein für Geschäftsrisiken und interne Kontrolle zu schaffen, um die Risikokontrolle zu wahren und Transparenz in unserem Betrieb herzustellen. Die RecoSan GmbH hat eine Reihe von Maßnahmen verabschiedet, die im Einklang mit ihrer Risikopolitik strukturiert und implementiert wurden, um die inhärenten Risiken für ihr Geschäft durch angemessene Kontrollen zu minimieren. Risiko- und Chancenbericht Das größte Risiko erwächst aus der Verknappung geeigneter Personalressourcen. Die RecoSan GmbH sieht sich in vielen Regionen bereits heute der Situation ausgesetzt, dass geeignete Mitarbeiter zunehmend schwerer zu finden sind. Dies gilt für alle Mitarbeiterprofile gleichermaßen. Diese Situation scheint sich in den kommenden Jahren zu verschärfen. Wir bewerten dieses Risiko als moderat bis gering, da die Attraktivität der RecoSan GmbH für Mitarbeiter in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat und weiter intensiviert wird. Die Anpassung der Kapazitäten an das durch zunehmende Extremwettersituationen notwendige Niveau bleibt eine Herausforderung. Ebenso sind die strategischen Ausrichtungen der Versicherer im Hinblick auf die Vergabe bzw. Vermittlung von Sanierungsaufträgen langfristig nicht sicher einzuschätzen. Dieses betrifft auch die zukünftige Preisentwicklung. Dieses Risiko wird von uns insgesamt als moderat eingeschätzt. Die Anforderungen, die sich für die Sanierungsunternehmen aus der Digitalisierung ergeben, sind derzeit schwer einzuschätzen. Wir bewerten dieses Risiko aktuell als gering, da wir auch in einer zunehmend digitalisierten Welt gut aufgestellt sind. Projektbezogene Investitionen zur Digitalisierung von Prozessen, geben der RecoSan GmbH eindeutige Wettbewerbsvorteile gegenüber der Masse an kleineren Unternehmen, die diesen Anforderungen nicht genügen können. Somit sehen wir in der Digitalisierung insgesamt eher eine Chance als ein Risiko. Obwohl die Zahl der Unternehmen, die in der Sanierungsbranche tätig sind, nicht nennenswert sinken, sondern tendenziell eher steigen wird, bietet die RecoSan GmbH aufgrund Ihres Netzwerkes sowohl auf Versicherungs- als auch Dienstleisterseite eine bei den Versicherern eingeführtes und bewährtes Geschäftsmodell, das sich auf zusätzliche Versicherer ausrollen lässt. Eine Chance sehen wir vor diesem Hintergrund in der Gewinnung weiterer Versicherungen als Vertragspartner. Diese Chance wird als moderat bewertet. Finanzwirtschaftliche Risiken können sich aus dem Ausfall einzelner Forderungen ergeben. Da allerdings dem Leistungsfortschritt entsprechende Abschlagsrechnungen und Anzahlungen vereinbart werden, schätzen wir dieses Risiko insgesamt als gering ein. Zur Finanzierung unseres Wachstums sind wir auf die Bereitstellung externer Finanzmittel angewiesen. Das Finanzierungsrisiko stellt sich hier allerdings insgesamt als gering dar, da wir mit unserer bestehenden Kreditlinie auch für weiteres Wachstum gut aufgestellt sind. Ein weiteres von uns als gering bewertetes Risiko kann sich aus Änderungen der Rechtslage bzw. einer geänderten Rechtsprechung in Bezug auf vertragliche Gestaltungen bei Schadensfällen ergeben. Auch wenn wir der Natur unserer Geschäftstätigkeit entsprechend von den Auswirkungen der Corona-Krise bisher neben den aus den Hygiene- und Abstandsregeln resultierenden organisatorischen Veränderungen und den Auswirkungen des Lock-Downs auf einige unserer Mitarbeiter kaum betroffen waren, können sich aus der weiteren Entwicklung durchaus negative Auswirkungen auf unser Entwicklung z.B. aufgrund von möglichen erkrankungs- oder quarantänedingten Ausfällen von Mitarbeitern ergeben. Insgesamt halten wir diese möglichen Auswirkungen aber für insgesamt überschaubar. Das Risiko wir als eher gering eingestuft. Die Risikosituation unserer Gesellschaft stellt sich insgesamt als überschaubar dar, die Wachstumschancen überwiegen nach unserer Beurteilung. Prognosebericht Das laufende Jahr ist stark geprägt von der sog. Corona-Krise, die weltweit nahezu alle Gesellschaften und Volkswirtschaften betroffen und in vielen Branchen zum Zusammenbruch international arbeitsteiliger Wertschöpfungsketten geführt hat. In einer Vielzahl von Branchen in Deutschland ist das Wirtschaftsleben nahezu vollständig zum Erliegen gekommen. In welchem Maße die umgehend beschlossenen und konsequent umgesetzten Maßnahmenpakete der Bundesregierung zu einer Bewältigung der gesundheitlichen Folgen der Krise und zur Stabilisierung der Wirtschaft in 2020 beitragen, kann aus heutiger Sicht kaum zuverlässig vorausgesagt werden. Sicher scheint jedoch, dass in 2020 mit einem deutlichen Rückgang des BIP gerechnet werden muss. Berechnungen des Sachverständigenrates gehen im sog. "Risiko-Szenario" von einem Rückgang in Höhe von 5,4 % für 2020 aus. Für das kommende Jahr erwartet der Sachverständigenrat in diesem Szenario eine Erholung der gesamtwirtschaftlichen Lage mit einem Wachstum des BIP um 4,9%.2 Durch die Natur unserer Branche sind wir insgesamt wenig konjunkturabhängig. Zur Fortsetzung der positiven Entwicklung der RecoSan GmbH wird die Gesellschaft Ihre Vertriebsanstrengungen zukünftig weiter erhöhen, um die bestehenden Kapazitäten in der Abwicklung weiter auszunutzen und somit einen deutlich positiven Effekt zu erzielen. Für 2020 gilt es der Corona-Krise zum Trotz das Wachstum fortzusetzen und gut durch die Krise zu kommen. Hierzu wurde Anfang 2020 eine weitere Niederlassung in Aurich in Ostfriesland eröffnet, die seit Februar des Jahres mit etwa 10 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern insbesondere Wasserschäden bearbeitet. Die Sanierungstätigkeit war in den ersten drei Monaten des Jahres nur kurz durch Kälte und Frost behindert. Allerdings war die Zahl der Schadenmeldungen im 1. Quartal 2020 auf einem erfreulich hohen Niveau. Die Gesamtleistung erreichte per Ende April 2020 5,3 Mio. €. Zum 1. Mai 2020 stellt sich die Auftragslage der Gesellschaft gut dar: Der Auftragsbestand beträgt 4,8 Mio. € (Vorjahr 3,9 Mio. €). Derzeit scheint die RecoSan von der Corona-Krise weit weniger betroffen zu sein, als viele andere Unternehmen anderer Branchen. Welche Folgen sich in der näheren Zukunft für die RecoSan noch ergeben, kann derzeit nicht abgeschätzt werden. Die Geschäftsleitung rechnet für das Geschäftsjahr 2020 trotzdem mit einem weiteren moderaten Anstieg der Umsatzerlöse, der Gesamtleistung und des Jahresüberschusses. Die Eigenkapitalquote soll weiter bei etwa 38 % gehalten werden. Insgesamt hält die Geschäftsleitung der RecoSan GmbH am Ziel fest, mittelfristig eine Jahres-Gesamtleistung in Höhe von 20,0 Mio. EUR bei einem weiter verbesserten Jahresüberschuss zu erreichen.
Kamp-Lintfort, 30.06.2020 gez. Jörg Böttger gez. Frank Lemken 1 https://www.gdv.de/de/zahlen-und-fakten/versicherungsbereiche/wohngebaeude-24080 Schaeden 2 Vgl. Kurzfassung des Sondergutachtens zur Corona-Krise 2020 des Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung; S. 3 BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019RecoSan GmbH, Kamp-LintfortAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht Firmenname laut Registergericht: RecoSan GmbH Firmensitz laut Registergericht: Kamp-Lintfort Registereintrag: Handelsregister Registergericht: Kleve Register-Nr.: 11215 Vorbemerkung Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2019 wurde nach den Vorschriften in §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften in § 264 ff. HGB sowie des GmbHG erstellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Von der Möglichkeit, Berichtspflichten im Anhang anstatt in der Bilanz / Gewinn- und Verlustrechnung zu erfüllen, wurde Gebrauch gemacht. Die Bewertung wurde unter Berücksichtigung der Fortführung des Unternehmens durchgeführt (going concern-Prinzip). Die im Vorjahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich unverändert beibehalten. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode, es werden folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode, es werden folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zugrunde gelegt: Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3-19 Jahre Die Vorräte (unfertige Leistungen) wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt dem jeweiligen Projekt zurechenbaren Fremdleistungen und Personalkosten der eigenen Handwerker einen Aufschlag für die Projektleitung, Geräte- Material- und Fahrzeugeinsatz sowie angemessene Gemeinkosten in Höhe von 35%. Fremdkapitalkosten werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel wurden mit dem Nominalwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Für das allgemeine Kreditrisiko wird eine Pauschalwertberichtigung unverändert zum Vorjahr in Höhe von 1% gebildet. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Langfristige Rückstellungen werden mit dem laufzeitkongruenten Abzinsungssatz nach RückAbzinsV abgezinst. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Umsatzerlöse werden nach Abschluss und Endabnahme des jeweiligen Auftrags erfasst. Andere Aufwendungen und Erträge werden soweit erforderlich abgegrenzt, um eine periodengerechte Erfassung zu gewährleisten. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden als Zugang und Abschreibung in gleicher Höhe ausgewiesen. In der Geschäftsjahresabschreibung ist dieser Betrag in Höhe von 39.966,91 Euro enthalten. Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 33.187,46 (Vorjahr: Euro 33.187,46). Dieses betrifft wie im Vorjahr sonstige Vermögensgegenstände. Alle anderen Forderungen sind insgesamt kurzfristig. Sonstige Vermögensgegenstände Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wurden größere Beträge für noch nicht vereinnahmte Körperschaft- und Gewerbesteuern sowie abgerechnete Vorsteuern erfasst. Die Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter. Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 35), sowie für Personalaufwendungen (TEUR 175). Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 600 sind besichert durch Grundschulden der Ehegattin des Gesellschafters, eine Globalzession der Forderungen der Gesellschaft sowie eine selbstschuldnerische Bürgschaft des Gesellschafter-Geschäftsführers. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von TEUR 368 (Vorjahr: TEUR 653) Steuern und in Höhe von TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 34) die soziale Sicherheit. Von den sonstigen Verbindlichkeiten betreffen TEUR 290 (Vorjahr: TEUR 556) den Gesellschafter, in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind TEUR 10 gegenüber dem Gesellschafter enthalten. Angabe zur Gewinn- und Verlustrechnung Im Geschäftsjahr wurden periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 32 erzielt. Diese resultieren vor allem aus Ausbuchung von verjährten Verbindlichkeiten sowie Auflösungen von Einzelwertberichtigungen. Die periodenfremden Aufwendungen des Geschäftsjahres betragen TEUR 12 und resultieren vor allem aus Nachbelastungen der Berufsgenossenschaft sowie für bisher nicht berücksichtige Kosten der Abschlusserstellung 2018. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten wie im Vorjahr keine Erträge aus der Währungsumrechnung. Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung und für Unterstützung enthalten Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von TEUR 77 (Vorjahr: TEUR 30). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten wie im Vorjahr keine Aufwendungen aus der Währungsumrechnung. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Es bestehen zum Stichtag keine angabepflichtigen Haftungsverhältnisse. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von Euro 816.151,36 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen und in Höhe von Euro 789.662,34 aus Mietverträgen. Es wurde folgende Anzahl von Arbeitnehmern während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Jörg Böttger, Kerken, Geschäftsführer für den operativen Bereich Frank Lemken, Dinslaken, Geschäftsführer für den kaufmännischen Bereich Beide Geschäftsführer übten Ihre Tätigkeit hauptberuflich aus. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Honorar des Abschlussprüfers Von dem Wahlrecht nach § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB wird Gebrauch gemacht und auf die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers verzichtet. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Das Ergebnis wird auf neue Rechnung vorgetragen. Vorgänge von besonderer Bedeutung Im Dezember 2019 trat in der Provinz Wuhan der Volksrepublik China erstmals das neue Corona-Virus auf, das die Lungenkrankheit Covid 19 auslöst. In den darauffolgenden Wochen hat sich der Virus rasant in China ausgebreitet und in der Folge traten auch in Deutschland zunehmend Infektionsfälle auf. Die Regierung reagierte mit zunehmend drastischeren Maßnahmen zur Einschränkung sozialer Kontakte, die in der Schließung sämtlicher Schulen und Kindertagesstätten sowie aller Restaurants und der Einzelhandelsgeschäfte sowie einem allgemeinen Kontaktverbot Ihren Höhepunkt fanden. Obwohl wir Auswirkungen auf unseren Geschäftsbetrieb bisher überschaubar waren, kann das vollständige Ausmaß, insbesondere die Auswirkungen erneuter öffentlicher Maßnahmen im Falle einer sogenannten "zweiten Welle" derzeit noch nicht verlässlich abgeschätzt werden. Seit dem 1. Februar 2020 betreibt die RecoSan GmbH eine weitere neue Niederlassung in Aurich/Ostfriesland. Seit dem 20.4.2020 haben wir die Hauptverwaltung und den Sitz unserer Gesellschaft in neu angemietete Räumlichkeiten in Kamp-Lintfort verlegt. Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen könnten. Unterschrift der Geschäftsführung
Kamp-Lintfort, 30.06.2020 gez. Jörg Böttger gez. Frank Lemken Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 30.06.2020 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die RecoSan GmbH, Kamp-Lintfort, Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der RecoSan GmbH, Kamp-Lintfort, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RecoSan GmbH, Kamp-Lintfort, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis 31.12.2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 30. Juni 2020 ELWISS
GmbH
gez. Faasch, Wirtschaftsprüfer gez. Witt, Wirtschaftsprüfer |
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