Merz Aesthetics GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ullrich Dr. Munzel seit 31.7.2024 | Prokura |
Benita Dr. von Glahn seit 20.2.2024 | Prokura |
Yannick Dr. Grosskreutz seit 20.12.2023 | Prokura |
Stefan Harald König seit 17.3.2023 | Geschäftsführer |
Stefan-Alexander Dr. Albrecht seit 14.3.2022 | Geschäftsführer |
Michael Schwaninger seit 14.3.2022 | Geschäftsführer |
Michael Dr. Pfeil seit 12.1.2022 | Prokura |
Andrea von der Lippe seit 12.1.2022 | Prokura |
Florian Marquardt seit 12.1.2022 | Prokura |
Cornelia Sauerbier seit 12.1.2022 | Prokura |
Judith Lambert-Baumann seit 12.1.2022 | Prokura |
Matthias Bernhard Lambert Dr. Marx seit 12.1.2022 | Prokura |
Claudia Cramer seit 12.1.2022 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Merz + Co. GmbH & Co. | 66.67% |
| 33.33% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Merz Pharma GmbH & Co. KGaAFrankfurt am MainKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021/22Übersicht Grundlagen des Konzerns Geschäftsmodell des Konzerns Rechtliche Struktur, Standorte und Vertriebsgebiete im In- und Ausland Konzernstrategie Merz Pharma Gruppe Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Forschung und Entwicklung Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Geschäftsverlauf 2021/22 der Merz Pharma Gruppe Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens Chancen-, Risiko- und Prognosebericht Chancenbericht Risikobericht Internes Kontrollsystem (IKS) im Rahmen der Rechnungslegung Prognosebericht Grundlagen des Konzerns Geschäftsmodell des Konzerns In den Konzernabschluss sind neben der Merz Pharma GmbH & Co. KGaA (Merz Pharma KGaA) als Muttergesellschaft 35 weitere vollkonsolidierte Gesellschaften einbezogen. Sämtliche in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie übrigen Beteiligungen der Merz Pharma Gruppe (oder Merz) sind in der Anteilsbesitzliste im Konzernanhang aufgeführt. Merz erforscht, entwickelt und vertreibt innovative Arzneimittel für die Bereiche Aesthetics und Therapeutics (neurologisch bedingte Bewegungsstörungen) sowie im Consumer Care Bereich Gesundheits-, Wohlfühl- und Beautyprodukte sowie Bartpflegeprodukte. Die Steuerung der Gruppe erfolgt über die drei unabhängigen Geschäftsbereiche Aesthetics, Therapeutics und Consumer Care. Rechtliche Struktur, Standorte und Vertriebsgebiete im In- und Ausland Die Merz Pharma GmbH & Co. KGaA hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Hier sind die Geschäftsleitung, die Verwaltung sowie die Kernbereiche der Forschung und Entwicklung der Gruppe angesiedelt. Die Merz Pharma GmbH & Co. KGaA vertreibt als produzierendes Unternehmen die Produkte im Wesentlichen über ihre Tochtergesellschaften. Die deutschen Produktionsstandorte befinden sich in Reinheim und Dessau. Das Unternehmen hat die Rechtsform einer Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA). Die gesetzlich vorgesehenen Organe sind die Hauptversammlung, der Aufsichtsrat sowie die persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin), die Merz Management GmbH. Neben ihrem deutschen Sitz ist die Merz Pharma Gruppe mit Tochtergesellschaften, Vertriebsniederlassungen und Repräsentanzen in Argentinien, Australien, Brasilien, China, Frankreich, Großbritannien, Hongkong, Indien, Indonesien, Italien, Kanada, Kolumbien, den Niederlanden, Mexiko, Österreich, Russland, der Schweiz, Singapur, Spanien, Südkorea, Taiwan, Thailand, Malaysia, Philippinen, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Vietnam vertreten. In den USA ist Merz mit Standorten in North Carolina, Wisconsin und Arizona präsent. Der amerikanische Produktionsstandort befindet sich in Racine, Wisconsin. Darüber hinaus ist Merz über Kooperationen und Vertriebspartnerschaften mit seinen Produkten in mehr als 70 Ländern präsent. Zum 30. Juni 2021 hielt die Merz Consumer Care GmbH 25,1% der Anteile an der Brooklyn Soap GmbH, Hamburg ("Brooklyn Soap"). Zum 1. Januar 2022 wurden die verbleibenden Anteile (74,9%) übernommen und damit die Gesellschaft vollständig erworben. Die Brooklyn Soap ist in den vorliegenden Konzernabschluss mit Wirkung ab dem Erwerbszeitpunkt (1. Januar 2022) einbezogen. Die im Jahr 2012 gegründete Brooklyn Soap GmbH ist auf die Entwicklung und den Vertrieb von Bartpflegeprodukten spezialisiert. Mit ihren beiden neu gegründeten Tochtergesellschaften Merz Aesthetics GmbH, Frankfurt am Main, (Merz AX) und Merz Therapeutics GmbH, Frankfurt am Main, (Merz TX), die mit Wirkung zum 1. Juli 2021 in den Konsolidierungskreis einbezogen wurden, erforscht, entwickelt und vertreibt Merz Pharmaceuticals Arzneimittel und Medizinprodukte (Medical Device) für die Geschäftsbereiche "Aesthetics" (hautverjüngende Produkte) und "Therapeutics" (Neurologie, Dermatologie und Stoffwechsel). In diese Gesellschaften wurden die Vermögenswerte und Schulden der Merz Pharmaceuticals GmbH entsprechend der Zuordnung auf die Geschäfte im Wege der Ausgliederung mit Wirkung zum 1. Juli 2021 übertragen. Die nach der Ausgliederung verbleibenden Aktivitäten der Merz Pharmaceuticals GmbH beschränken sich im Wesentlichen auf das Halten der Anteile an der Merz AX und Merz TX sowie ausländischen Tochtergesellschaften, das treuhändische Halten von Arzneimittelzulassungen für die Merz AX und Merz TX sowie die Tätigkeit als Entrepreneur für das Memantine-Geschäft. Die Merz Pharmaceuticals GmbH hat im August 2021 einen Anteil in Höhe von 11,67% an der Vensica Medical Limited, Kfar Netter, Israel erworben. Am 15. Mai 2022 wurde von dem schwedischen Unternehmen Bolagsrätt Sundsvall AB die Vorratsgesellschaft Goldcup 30557 AB mit Sitz in Sundsvall durch die Merz Pharmaceuticals zu einem Kaufpreis von SEK 25.000,00 erworben. Die Gesellschaft wurde mit Eintragung vom 21. Juli 2022 in Merz Therapeutics Nordics AB, Stockholm, umbenannt. Die operative Geschäftstätigkeit der Gesellschaft soll ab dem 1. Juli 2023 aufgenommen werden. Konzernstrategie Merz Pharma Gruppe Die Strategie der Merz Pharma Gruppe ist auf eine langfristige Sicherung und Steigerung des Unternehmenswertes ausgerichtet. Erklärte Zielsetzung von Merz als Familienunternehmen ist, die Unabhängigkeit der Gruppe auch zukünftig sicherzustellen und in allen Geschäftsbereichen ein profitables Wachstum als Spezialanbieter zu erreichen. Dabei konzentriert sich Merz als mittelständisches Unternehmen auf Geschäftsfelder mit hohem, langfristigem Wertsteigerungspotenzial. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die definierte Unternehmensstrategie von Merz weiter umgesetzt. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt im Auf- und Ausbau sowie der Stärkung der Produktpalette. Im Geschäftsbereich Aesthetics bietet Merz ein umfassendes Produktportfolio minimalinvasiver und nichtinvasiver Behandlungsmöglichkeiten an, bestehend aus Fillern, Botulinum Neurotoxin Produkten und einem Medizinprodukt. Im Geschäftsbereich Therapeutics konzentriert sich Merz auf neurologisch bedingte Bewegungsstörungen, um seine Position als Spezialanbieter weiter ausbauen und das Potenzial seines Botulinumtoxins durch Indikationserweiterungen gezielt ausschöpfen zu können. Im Geschäftsbereich Consumer Care beabsichtigt Merz, den Wachstumskurs der letzten Jahre fortzusetzen, indem durch neue, innovative Produkte Marktanteile in den Kernbereichen Bäder, Selbstmedikation, Erkältung Vitamine & Mineralstoffe sowie im Bereich Bartpflegeprodukte ausgebaut werden. Darüber hinaus gehört zur Strategie die Erschließung neuer Vertriebskanäle. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Im Rahmen der Strategie von Merz, durch profitables Wachstum eine langfristige Steigerung des Unternehmenswertes zu erzielen, werden die Geschäftsbereiche überwiegend nach operativen finanziellen Kenngrößen gesteuert. Im Rahmen dieser Wachstumsstrategie ist die Umsatzentwicklung von zentraler Bedeutung und ein wesentlicher Indikator zur Steuerung und Beurteilung des Unternehmenserfolgs. Darüber hinaus verwendet Merz die Ergebniskennzahl "EBITDA" (Ergebnis vor Finanzergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie Nutzungsrechte) zur Erfolgsmessung. Zudem ist das Konzernjahresergebnis relevant. Daneben sind verschiedene nichtfinanzielle Indikatoren wie Nachhaltigkeit und Compliance für den langfristigen Unternehmenserfolg von Bedeutung. Compliance steht bei Merz für die Sicherstellung der Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien sowie der unternehmenseigenen Verhaltensregeln durch organisatorische Maßnahmen in der Gruppe. Nachhaltigkeit hat für Merz einen besonderen Stellenwert. Sie bedeutet sowohl eine langfristige Geschäftsausrichtung als auch die Integration von ökologischen und sozialen Aspekten in die jeweiligen Geschäftsbereiche und ist Teil unserer Unternehmenskultur. Merz arbeitet daran, konzernweit einheitliche Nachhaltigkeitsstandards zu etablieren und durch ESG-Initiativen (Environment, Social, Governance) die eigene Leistung zu verbessern. In diesem Zusammenhang erwarten wir von unseren Lieferanten, dass sie geltende Gesetze in vollem Umfang einhalten und international anerkannte Standards im Bereich Umwelt, Soziales und Corporate Governance (ESG) befolgen. Wir erwarten zudem, dass sich unsere Lieferanten bemühen, diese Standards auch bei ihren Zulieferern durchzusetzen. Auf die finanziellen Leistungsindikatoren wird im Wirtschaftsbericht im Einzelnen eingegangen. Forschung und Entwicklung Im Geschäftsjahr 2021/22 beliefen sich die konzernweiten Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen auf 169,5 Mio EUR und machen damit 12,3% des Konzernumsatzes aus. Die Investitionen flossen dabei orientiert an unserer langfristigen strategischen Ausrichtung in die Weiterentwicklung unserer Ästhetik- und Neurotoxin-Produkte Xeomin ® und Bocouture ® , die Filler Belotero ® und Radiesse ® sowie in unser Medical Device Ultherapy ®. Im Rahmen der konsequenten Ausrichtung der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf die Unternehmensstrategie stand weiterhin die Fortentwicklung unserer globalen Forschungs- und Entwicklungsorganisation in separate, auf die jeweiligen strategischen Geschäftsbereiche spezifisch ausgerichtete Einheiten im Fokus. Die Steuerung der Projekte in Forschung und Entwicklung erfolgt in einem Komitee anhand von monatlich aktualisierten Fortschrittsberichten der Einzelprojekte und einer Portfolioanalyse. Dabei werden die Indikatoren Entwicklungszeit, Kosten und Erfolgswahrscheinlichkeiten berücksichtigt und dargestellt. Sofern sinnvoll, führt Merz für die Evaluierung des wirtschaftlichen Potenzials eine Nettobarwert-Berechnung durch. Hauptaugenmerk im Berichtsjahr 2021/22 lag auf der Konzentration auf die Bereiche Aesthetics und Therapeutics sowie auf der Registrierung unseres bestehenden Produktportfolios in weiteren internationalen Märkten. Botulinum Neurotoxin Xeomin ® Im Bereich der Neurotoxin-Forschung konnten weitere Erfolge in der Ausweitung der Indikationsgebiete für Xeomin ® erzielt werden und wichtige regulatorische Änderungsverfahren zur Produktion wurden erfolgreich abgeschlossen. Hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang die Zulassung von Xeomin ® zur Behandlung der chronischen Sialorrhö (Speichelfluss) bei Kindern in der EU, die im August 2021 erlangt wurde. Darüber hinaus konnte eine Aufwertung der bestehenden Zulassung für die Behandlung der zervikalen Dystonie in der EU erreicht werden. Aufgrund überzeugender Daten wurde die Wirkdauer von Xeomin ® von bis zu 28 Wochen in dieser Indikation von den Behörden offiziell bestätigt. Um die langfristige Marktversorgung und die steigende Nachfrage nach Xeomin ® in allen Indikationen (therapeutische und ästhetische) sicherzustellen, wurden zwei wichtige Änderungsverfahren mit den europäischen Behörden in Rekordzeit abgeschlossen. Merz erhält dadurch eine größere Flexibilität bei der Lagerungsfähigkeit und weitere Produktionskapazität für Xeomin ®. Trotz der weiterhin bestehenden Einschränkungen durch die Pandemie, konnten die klinischen Studien wieder aufgenommen und eine stabile Durchführung erreicht werden. Die klinischen Studien zur Behandlung der Erwachsenen- und Kinder-Spastik der unteren Extremitäten, die vor allem in Osteuropa durchgeführt werden, beeinträchtigt der Kriegsausbruch in der Ukraine im Februar 2022 jedoch schwer. Foundational Products Um mittel- und langfristig weiterhin die Marktversorgung mit den Produkten der eingeführten Marken wie Hepa-Merz sicherzustellen, wurden verschiedene Projekte gestartet. So optimiert Merz die Primärverpackung von Hepa-Merz Granulat, entwickelt TiO2-freie Formulierungen für FSMP (Food for Special Medical Purpose) und Arzneimittel, um neu entstandene bzw. zukünftige Anforderungen in der EU zu erfüllen, und arbeitet an der Wiedereinführung von Pantovigar ® als Arzneimittel in Deutschland. Dermal Filler Forschung Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Filler Innovation Center an den Forschungsstandorten Frankfurt am Main/Raleigh, USA, wurden konsequent fortgeführt. Um unser bestehendes Filler Portfolio weiterzuentwickeln, arbeiten wir weiterhin an innovativen Konzepten für Filler der nächsten Generation und an der Verbesserung von Herstellungsprozessen. Darüber hinaus wurden die Entwicklung neuer Indikationen und die weltweite Expansion für die Medizinprodukte Radiesse ® und Belotero ® vorangetrieben. Der Zulassungsprozess für Belotero ® Balance mit Lidocain wurde in den USA erfolgreich abgeschlossen, sodass auch ein Lidocain-haltiger Filler zur Hautverjüngung in das US-Portfolio aufgenommen wurde. Die Zulassungsstudien für Belotero ® Balance und Volume mit Lidocain in China wurden erfolgreich abgeschlossen und die Einreichung von Anträgen auf Marktzulassung bei den chinesischen Behörden vorbereitet. Es wurden große Anstrengungen unternommen, um die EU-Zertifikate für Merz-Medizinprodukte unter der neuen Medical Device Regulation Europe aufrechtzuerhalten. Dazu wurden unter anderem neue Studien gestartet, um erweiterte klinische Daten zu gewinnen. Für Belotero ® Revive wurden diese Studien abgeschlossen. Für Radiesse ® mit Lidocain wurde eine neue US-Zulassung für die Kieferlinie erteilt. Mit Radiesse ® Dilute wurden sowohl in der EU als auch in den USA zwei klinische Studien durchgeführt (die US-Studie läuft noch), um die Anwendung von Radiesse ® Dilute im Bereich des Dekolletés zu untersuchen, wobei die geplante Anzahl von Patienten in der US-Studie erfolgreich rekrutiert wurde. Für Radiesse ® in China zur Behandlung von Nasolabialfalten wurde die geplante Anzahl von Patienten erfolgreich rekrutiert. Medizinprodukt Ultherapy ® Für Ultherapy ® wurden die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten konsequent fortgesetzt. Für das Ultraschallverfahren von Merz zur nicht-invasiven Hautstraffung an Gesicht, Hals und Dekolleté wurde die Entwicklung von technologischen Verbesserungen weiter vorangetrieben und derzeit laufen sowohl in den USA als auch in China klinische Studien. NT201 Für NT 201 (Xeomin ® /Bocouture ® ) wurden die zulassungsrelevanten Studien für die US-Zulassung zur Behandlung von Falten im oberen Gesichtsbereich aufgesetzt und laufen derzeit. Eine Hochdosisstudie zur Behandlung der Glabellafalten wurde abgeschlossen und veröffentlicht, und in China wird die Indikation für Glabellafalten von den chinesischen Behörden geprüft. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Merz beschäftigte zum Bilanzstichtag 30. Juni 2022 insgesamt 3.730 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vj. 3.396). Im Ausland arbeiten 2.426 Beschäftigte (Vj. 2.203). Dies entspricht 65% der Gesamtanzahl aller Mitarbeiter und spiegelt den internationalen Charakter von Merz wider. Bei Merz sind 63% Frauen (Vj. 63%) und 37% Männer (Vj. 37%) beschäftigt. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen liegt mit 60% auf Vorjahresniveau, der Altersdurchschnitt im Unternehmen liegt bei 41,3 Jahren (Vj. 41,8). Die Betriebszugehörigkeit der Mitarbeiter ist weltweit auf 5,5 Jahre (Vj. 4,8) gestiegen. Bei Merz Pharma KGaA besteht keine Pflicht zur Festlegung einer Zielgröße für einen Frauenanteil im Aufsichtsrat, der Geschäftsführung der Komplementärin sowie den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung der Komplementärin. Die globalen Leitlinien - Lead by Example, Trust and Empower, Drive change - definieren die interne Führungsarbeit von Merz. Diese globalen Grundsätze werden mit unterschiedlichen internationalen Weiterbildungen und Projekten unterstützt und die praktische Erfahrung und direkte Zusammenarbeit über Auslandsentsendungen ermöglicht. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Nach Untersuchungen des Internationalen Währungsfonds (IWF; World Economic Outlook Update July 2022) stieg die Wirtschaftsleistung 2021 weltweit um 6,1% (Vj. -3,1%). Die Wirtschaftsleistung der USA erhöhte sich dabei um 5,7% (Vj. -3,4%). Die Wirtschaftsleistung in der Eurozone stieg um 5,4% (Vj. -6,3%). Die Wirtschaftsleistung Lateinamerikas wuchs um 6,9%, nach einem Rückgang von -6,9% im Vorjahr, und die der Schwellenländer Asiens stieg um 7,3% (Vj. -0,8%) an. Für 2022 erwartet der IWF weltweit ein Wachstum auf 3,2%. Für den US-amerikanischen Markt wird für 2022 ein Wachstum von +2,3% prognostiziert. In Asien werden +4,6% in 2022 erwartet. Für die Eurozone wird in 2022 mit einem Wachstum von +2,6% gerechnet. Das konjunkturelle Umfeld in Deutschland 2021/22 hat sich laut Bundesministerium der Finanzen (BMF) (Monatsbericht Juli 2022) im dritten Quartal 2021 mit einer BIP Veränderung gegenüber der Vorperiode (saisonbereinigt) um +1,7% verbessert. Im vierten Quartal 2021 war die Veränderung von -0,3% negativ. Das erste Quartal 2022 entwickelte sich u. a. durch eine Lockerung der COVID-19-Einschränkungen mit +0,2% wieder leicht positiv. Laut Bundesbank Monatsbericht September 2022 mehren sich die Anzeichen für eine Rezession der deutschen Wirtschaft im Sinne eines deutlichen Rückgangs der Wirtschaftsleistung. Die starke Teuerung belastete die Kaufkraft der privaten Haushalte, deren Konsumlaune zudem unter der Unsicherheit hinsichtlich der zukünftigen Energieversorgung leidet. Eine wesentliche Belastung für Unternehmen und private Haushalte stellen die seit Mitte Juni erheblich gekürzten russischen Gaslieferungen dar. Dadurch stiegen die Gaspreise drastisch. Die für Merz relevanten Wechselkurse für den Warenbezug und den Produktabsatz entwickelten sich 2021/22 wie folgt: Der US-Dollar entwickelte sich von 1,19 USD je EUR zu Beginn des Geschäftsjahres auf 1,05 USD je EUR. Der russische Rubel stieg im Wert von 86,74 RUB je EUR auf 57,33 RUB je EUR. Der Schweizer Franken hat sich im Geschäftsjahr von 1,10 CHF je EUR auf 1,00 CHF je EUR aufgewertet. Der japanische Yen startete im Geschäftsjahr bei 131,43 JPY je EUR und schloss bei 141,54 JPY je EUR ab. Weltweites Wachstum der Ästhetik- und Medizinproduktmärkte Der weltweite Umsatz mit Dermal Fillern lag laut Medical Insight February 2022 (Dermal Fillers Market Study February 2022) im Jahr 2021 bei über 3,9 Mrd USD, was einem Wachstum von +45,1% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Von diesem Umsatz entfallen 40,9% auf Nordamerika, den größten Markt für Dermal Filler, gefolgt von APAC (27,1%) und EMEA (25,6%). Der weltweite Gesamtumsatz mit ästhetischen Neurotoxinen lag laut Medical Insight (Cosmetic Neurotoxin Market Study January 2022) im Jahr 2021 bei knapp 3,8 Mrd USD, was einem Wachstum von +48,2% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch bei den kosmetischen Neurotoxinen hat der nordamerikanische Markt mit 55,4% den größten Umsatzanteil, gefolgt von APAC mit 23,5% und EMEA mit 15,7%. Der Medizinproduktmarkt der Körper- und Hautstraffung hat laut Medical Insight Report 2021 ein Umsatzvolumen von knapp 1,9 Mrd USD im Jahr 2021 erreicht und ist damit um 42,5% gegenüber 2020 gewachsen. Nordamerika ist der größte Markt für Körper- und Hautstraffung mit einem Umsatz von über 1 Mrd USD im Jahr 2021 und hat einen Umsatzanteil von 55,2%. In EMEA wurde in 2021 ein Umsatz von 302 Mio USD (15,9% Umsatzanteil) und in APAC von 484 Mio USD (25,5% Umsatzanteil) erwirtschaftet. LATAM ist der umsatzschwächste Markt mit 64 Mio USD in 2021 und einem Umsatzanteil von 3,4%. Weltweites Wachstum therapeutischer Toxinmarkt Der therapeutische Toxinmarkt stellte sich im Jahr 2021/22 mit einem Umsatzvolumen von circa 2,8 bis 2,9 Mrd USD dar. Die für Merz wichtigen Regionen EMEA und Nordamerika bilden gemeinsam 90% des Weltmarktes ab. (Merz HQ interne Analyse sowie dem Millennium Research Group - Therapeutic Botulinum Toxin Market Analysis Global 2019 entnommen). Geschäftsverlauf 2021/22 der Merz Pharma Gruppe Der Konzernumsatz von Merz ist im Geschäftsjahr um +29,7% auf 1.378,9 Mio EUR (Vj. 1.063,3 Mio EUR) gestiegen. Der Geschäftsbereich Aesthetics erzielte im Geschäftsjahr 2021/22 einen Umsatz in Höhe von 888,2 Mio EUR und liegt damit deutlich +43,3% über dem Wert des Vorjahres (619,8 Mio EUR). Im ästhetischen Segment der Botulinum Neurotoxine deckt die Region Americas mit einem Marktanteil von 60,9%, gefolgt von EMEA mit 28% den größten Marktanteil ab. Die Wettbewerberlandschaft in diesem Segment erhöht sich durch neue Anbieter, die auch multinational anbieten, womit der Druck auf Produktpreise und Konditionen wächst. Der Geschäftsbereich Therapeutics erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2021/22 einen Umsatz in Höhe von 324,4 Mio EUR und liegt damit 10,8% über dem Wert des Vorjahres (292,9 Mio EUR). Das Botulinum Neurotoxin Xeomin ® konnte aufgrund eines starken strategischen Kundenfokus in den Märkten und neuer Indikationen ein solides Umsatzwachstum von 14% gegenüber dem Vorjahr realisieren. Der Umsatz mit den etablierten Foundational Products lag bei 167,7 Mio EUR, was einem Wachstum von 8,5% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieses Wachstum ist vor allem auf die Performance der Produkte Hepa-Merz ® , Contractubex ® und Pantovigar ® zurückzuführen. Der Geschäftsbereich Consumer Care konnte die positive Wachstumsentwicklung mit einer Umsatzsteigerung von 11,3% auf 126,6 Mio EUR (Vj. 113,7 Mio EUR) im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter fortsetzen. Das überproportionale Wachstum basiert auf dem erfolgreichen Wachstum des Produkt-Portfolios, vor allem der Vitamine & Mineralstoffe sowie Bäder. Basis hierfür war die Einführung von innovativen Produktkonzepten im Handel, zahlreiche proaktive Life Cycle Management-Maßnahmen, der Ausbau des Category Managements, Marketingmaßnahmen (on- und offline) sowie erfreuliche Umsätze im E-Commerce. Nach Ablauf des Patent- und erweiterten Unterlagenschutzes in Europa und den USA, leisten die Erträge aus dem Lizenzpartnergeschäft weiterhin einen Beitrag zum Umsatz der Gruppe in Höhe von 21,5 Mio EUR (Vj. 17,0 Mio EUR). Darüber hinaus erreichte die Merz Pharma KGaA Umsatzerlöse in Höhe von 14,8 Mio EUR (Vj. 11,5 Mio EUR) aus der Lohnherstellung für Dritte. Im internationalen Geschäft erzielte die Merz Pharma Gruppe Konzernumsätze in Höhe von 1.222,1 Mio EUR (Vj. 923,0 Mio EUR), was einem Anteil von 88,6% am gesamten Konzernumsatz (Vj. 86,8%) entspricht. Auf den deutschen Markt entfielen im Berichtsjahr 156,8 Mio EUR (Vj. 140,3 Mio EUR) - ein Anteil von 11,4% des Konzernumsatzes (Vj. 13,2%). Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Umsatz- und Ergebnisentwicklung Im Geschäftsjahr 2021/22 erzielte die Merz Pharma Gruppe einen Konzernumsatz von 1.378,8 Mio EUR, der damit den Vorjahreswert 1.063,3 Mio EUR) um +29,7% überschreitet. Die Produkt- und Dienstleistungsumsätze einschließlich Erlösschmälerungen erhöhten sich um 311,1 Mio EUR auf 1.357,3 Mio EUR, die Umsätze im Lizenzpartnergeschäft sind um 4,5 Mio EUR auf 21,5 Mio EUR (Vj. 17,0 Mio EUR) angestiegen. Die Umsatzerlöse im Lizenzpartnergeschäft des Berichtszeitraums beinhalten die Auflösung einer Rückstellung aufgrund eines im Berichtsjahr geschlossenen 'Settlement & Release Agreement' mit einem Lizenzpartner in Höhe von 13,9 Mio EUR. Das EBITDA belief sich auf 264,0 Mio EUR (Vj. 118,1 Mio EUR) und macht damit 19,1% (Vj. 11,1%) des Umsatzes aus. Nach Ertragsteuern erzielt Merz einen Konzernjahresüberschuss von 124,8 Mio EUR (Vj. 23,3 Mio EUR). Die Nettoumsatzrendite (Jahresüberschuss im Verhältnis zum Umsatz) beläuft sich auf 9,0% (Vj. 2,2%). Die Kosten der umgesetzten Leistungen liegen mit 303,1 Mio EUR um 41,7 Mio EUR über dem Vorjahreswert (261,4 Mio EUR). Der Anteil am Konzernumsatz reduzierte sich auf 22,0% (Vj. 24,6%). Die Vertriebskosten belaufen sich auf 587,9 Mio EUR und liegen damit über dem Vorjahreswert (486,3 Mio EUR). Dies entspricht einer Vertriebskostenquote (Vertriebskosten im Verhältnis zum Umsatz) von 42,6% nach 45,7% im Vorjahr. Die Forschungs- und Entwicklungskosten belaufen sich auf 169,5 Mio EUR und übersteigen den Vorjahreswert (142,6 Mio EUR) um 26,9 Mio EUR. Die Forschungs- und Entwicklungskostenquote (Forschungs- und Entwicklungskosten im Verhältnis zum Umsatz) beträgt 12,3% (Vj. 13,4%). Die Verwaltungskosten verzeichnen einen Anstieg um +5,4 Mio EUR auf 134,0 Mio EUR (Vj. 128,6 Mio EUR) und belaufen sich auf 9,7% (Vj. 12,0%) des Umsatzes. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge weisen einen positiven Saldo von +10,7 Mio EUR auf und liegen damit um +5,3 Mio EUR über dem Vorjahresniveau (+5,4 Mio EUR). Der positive Saldo in dem Geschäftsjahr resultiert aus dem Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge (+23,8 Mio EUR) u. a. aufgrund erhöhter Devisenkursgewinne (+14,7 Mio EUR) sowie Gewinnen aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten (+7,3 Mio EUR). Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um +18,4 Mio EUR ist zu einem großen Teil auf erhöhte Devisenkursverluste (+10,2 Mio EUR) sowie erhöhte Aufwendungen aus der Zuführung zu Wertberichtigungen auf Forderungen (+1,9 Mio EUR) zurückzuführen. Das Finanzergebnis beträgt -2,2 Mio EUR und liegt damit um -2,3 Mio EUR unter dem Vorjahresbetrag von +0,1 Mio EUR. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg von Kursverlusten aus der Stichtagsbewertung von Wertpapieren. Cash Flow und Liquidität Im Geschäftsjahr 2021/22 hat die Merz Pharma Gruppe einen Mittelzufluss aus operativer Tätigkeit vor Ertragsteuerzahlungen von 196,9 Mio EUR (Vj. 197,4 Mio EUR) erwirtschaftet. Die Veränderung um -0,5 Mio EUR resultiert im Wesentlichen als Saldo aus dem Ergebnisanstieg und dem gegenläufigen Anstieg des Working Capitals. Nach Ertragsteuerzahlungen beläuft sich der Cash Flow aus operativer Tätigkeit auf 126,6 Mio EUR (Vj. 150,5 Mio EUR). Die Ertragsteuerzahlungen von 70,3 Mio EUR (Vj. 47,0 Mio EUR) beinhalten vorwiegend Steuervorauszahlungen der Merz Pharma KGaA. Aus der Investitionstätigkeit sind 97,7 Mio EUR abgeflossen. Dies resultiert im Wesentlichen aus Investitionen in das Anlagevermögen (-53,3 Mio EUR) sowie Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition (-52,7 Mio EUR) sowie gegenläufig aus einem Mittelzufluss aus einer Sale and Lease Back Transaktion (+17,4 Mio EUR). Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von -8,3 Mio EUR entfällt im Wesentlichen auf Auszahlungen aus Leasingverbindlichkeiten (-19,2 Mio EUR) und auf die vorgenommene Ausschüttung an die Merz Beteiligungs GmbH (-11,7 Mio EUR) sowie auf Einzahlungen von nahestehenden Unternehmen in den Cash-Pool (+22,0 Mio EUR). Bilanzentwicklung Die Konzernbilanzsumme liegt bei 1.864,0 Mio EUR und hat sich damit gegenüber dem 30. Juni 2021 (1.582,7 Mio EUR) um +281,3 Mio EUR erhöht. Der Anstieg ergibt sich aus der Erhöhung der kurzfristigen Vermögenswerte um +205,8 Mio EUR auf 1.029,2 Mio EUR (Vj. 823,4 Mio EUR) sowie der Erhöhung der langfristigen Vermögenswerte um +75,5 Mio EUR auf 834,8 Mio EUR (Vj. 759,3 Mio EUR). Ausschlaggebend für den Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte ist vor allem die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen (+86,4 Mio EUR) sowie des Bestandes an Wertpapieren (+44,9 Mio EUR), Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten (+33,7 Mio EUR) sowie Vorräten (+33,1 Mio EUR). Dies korrespondiert im Wesentlichen mit dem positiven Geschäftsverlauf. Der Anstieg der langfristigen Vermögenswerte (+75,5 Mio EUR) entfällt mit +40,1 Mio EUR auf die Geschäfts- oder Firmenwerte, mit 31,0 Mio EUR auf Sachanlagen (einschließlich geleisteter Anzahlungen) sowie Nutzungsrechte (+11,2 Mio EUR). Die Erhöhung bei den Geschäfts- oder Firmenwerten ist im Wesentlichen währungsbedingt. Aus dem Erwerb der restlichen Anteile an Brooklyn Soap und der damit verbundenen Erstkonsolidierung resultierte ein Geschäfts- oder Firmenwert von 4,6 Mio EUR. Gegenläufig haben sich im Wesentlichen die übrigen immateriellen Vermögenswerte (-7,7 Mio EUR) sowie Finanzanlagen (-2,3 Mio EUR) reduziert. Das Nettoumlaufvermögen, das sich aus den Vorräten sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zusammensetzt, beläuft sich zum 30. Juni 2022 auf 404,5 Mio EUR und ist gegenüber dem Vorjahr (279,2 Mio EUR) um 125,3 Mio EUR beziehungsweise 44,9% im Wesentlichen im Zusammenhang mit der positiven Geschäftsentwicklung angestiegen. Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr um +191,8 Mio EUR auf 1.254,8 Mio EUR (Vj. 1.063,0 Mio EUR). Der Anstieg resultiert aus dem Jahresüberschuss (+124,8 Mio EUR) sowie mit insgesamt +78,7 Mio EUR im Wesentlichen aus der Stichtagsumrechnung der Vermögenswerte und Schulden der Tochtergesellschaften, die außerhalb des Euro-Raums ansässig sind, und aus der ergebnisneutralen Bewertung der Pensionsverpflichtungen. Gegenläufig wirkten sich die Ausschüttung an die Gesellschafter (-11,7 Mio EUR) aus. Die Eigenkapitalquote beträgt 67,3% und liegt damit bei erhöhter Bilanzsumme auf Vorjahresniveau. Die langfristigen Schulden betragen 118,0 Mio EUR und liegen damit um +4,7 Mio EUR über dem Vorjahresbetrag (113,4 Mio EUR). Der Anstieg entfällt im Wesentlichen auf die langfristigen Leasingverbindlichkeiten (+16,2 Mio EUR) sowie die sonstigen langfristigen Rückstellungen (+2,8 Mio EUR). Die Erhöhung der langfristigen Leasingverbindlichkeiten ist im Wesentlichen bedingt durch eine Sale and Lease Back Transaktion. Gegenläufig haben sich die Pensionsrückstellungen (-7,2 Mio EUR), überwiegend aufgrund der Zinsentwicklung, sowie die latenten Steuerverbindlichkeiten (-7,2 Mio EUR) reduziert. Die kurzfristigen Schulden haben sich um +84,9 Mio EUR auf 491,3 Mio EUR (Vj. 406,4 Mio EUR) erhöht. Der Anstieg entfällt vor allem mit 40,5 Mio EUR auf die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen, im Wesentlichen im Personal- und Sozialbereich, mit 32,2 Mio EUR auf die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und mit 8,0 Mio EUR auf Ertragsteuerverbindlichkeiten. Demgegenüber haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduziert (-5,8 Mio EUR). Investitionen Wesentliche Investitionen entfallen auf die Anschaffung von Sachanlagen und vorwiegend auf den weiteren Ausbau der Produktionsanlagen am Standort Dessau. Die zahlungswirksamen Zugänge zum Anlagevermögen (einschließlich geleisteter Anzahlungen) betragen 76,4 Mio EUR (Vj. 59,3 Mio EUR). Davon entfallen 46,3 Mio EUR auf Sachanlagen, 7,0 Mio EUR auf immaterielle Vermögenswerte und 23,1 Mio EUR auf Nutzungsrechte. Dem gegenüber stehen planmäßige Abschreibungen in Höhe von 51,1 EUR (Vj. 51,9 Mio EUR) sowie Abschreibungen für aktivierte Nutzungsrechte in Höhe von 17,5 Mio EUR (Vj. 16,5 Mio EUR). Finanzierung Die Merz Pharma Gruppe hat eine Eigenkapitalquote von 67,3% (Vj. 67,2%). Die liquiden Mittel (einschließlich der Wertpapiere) belaufen sich zum Geschäftsjahresende auf 473,4 Mio EUR (Vj. 394,8 Mio EUR). Merz hat die Möglichkeit einer Fremdfinanzierung mit einem Bankenkonsortium unter Führung der Deutschen Bank AG und HSBC Trinkaus & Burkhardt AG geschlossen. Die Konsortialkreditline hat ein Kreditvolumen von 200 Mio EUR und kann bei Bedarf auf bis zu 500 Mio EUR aufgestockt werden. Merz hat im Rahmen einer sogenannten Amend & Extend Transaktion im Juli 2019 die Konsortialkreditlinie vorzeitig mit einem unveränderten Konsortium bis 2024 (Grundlaufzeit) bzw. 2026 (inkl. zwei einjähriger Verlängerungsoptionen) verlängert. Oberste finanzwirtschaftliche Ziele sind die Sicherstellung der operativen Liquidität, die Vorhaltung strategischer Liquiditätsreserven und damit die langfristige Sicherung der Zahlungsfähigkeit der Merz Pharma Gruppe. Die Ergebnisse aus Finanzgeschäften werden unter Vorrang der Liquiditätssicherung und Risikobegrenzung in der Gruppe gesteuert. Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf Im Ausblick des letzten Geschäftsjahres ist Merz bei den Produkt- und Dienstleistungsumsätzen von 1.043,5 Mio EUR ausgegangen, die sich mit 1.357,3 Mio EUR um 313,8 Mio EUR höher eingestellt haben. Der geplante Gesamtumsatz (1.047,9 Mio EUR) wurde mit 1.378,8 Mio EUR um 330,9 Mio EUR übertroffen. Das EBITDA wurde auf rund +60 Mio EUR geschätzt und betrug rund +264,0 Mio EUR. Der Konzernjahresüberschuss hat sich mit rund +124,8 Mio EUR aufgrund des deutlich gestiegenen EBITDA höher als erwartet (Vorjahresprognose: Konzernjahresverlust von -25,0 Mio EUR) eingestellt. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens Merz hat das Geschäftsjahr 2021/22 mit einer starken Performance in allen Geschäftsbereichen abgeschlossen. Für das kommende Geschäftsjahr geht Merz einerseits von einer allmählichen Erholung der Corona-Pandemie aus, anderseits ergeben sich Unsicherheiten, die sich aus der Entwicklung der Energiepreise sowie höheren Inflationsraten bei Erzeuger- und Verbraucherpreisen infolge des Konflikts zwischen Russland und Ukraine ergeben. Dies könnte sich negativ auf das Geschäft und Umsatz in bestimmten Ländern und Regionen auswirken. Merz rechnet insgesamt mit einem reduzierten Umsatz und einem weiterhin positiven Geschäftsverlauf. Merz wird weiterhin in die nachhaltige Entwicklung seiner Geschäftsbereiche investieren. Die Merz Pharma Gruppe ist damit gut aufgestellt, um das profitable Wachstum der Geschäftsbereiche Aesthetics, Therapeutics und Consumer Care weiter voranzutreiben. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht Chancenbericht Erklärte Zielsetzung von Merz ist, die Marktposition in den drei Geschäftsbereichen weiter auszubauen. Im Geschäftsbereich Aesthetics profitiert Merz von steigendem Schönheitsbewusstsein der Bevölkerung sowohl in den entwickelten als auch in den aufstrebenden Märkten. Dies eröffnet Chancen durch neue Initiativen im Bereich der Forschung und Entwicklung. In der Ästhetik hat Innovation eine ausgesprochen hohe Bedeutung. Daher betrachtet es Merz als Hauptaufgabe, seinen Patienten und Kunden innovative Produkte anbieten zu können. Chancen sieht Merz weiterhin in Indikationserweiterungen für das bestehende Produktportfolio, insbesondere für Botulinumtoxin. Darüber hinaus sieht Merz eine Chance für eine weitere Profitabilitätssteigerung, indem durch Kostenmanagement und Effizienzsteigerungen eine flexible und kostenbewusste Organisation geschaffen wird. Merz ist ständig bestrebt, bestehende Prozesse und Strukturen in den verschiedensten Unternehmensbereichen zu verschlanken sowie Komplexität und Kosten zu reduzieren und durch Kostenmanagement und Effizienzsteigerung eine flexible und kostenbewusste Organisation - bei gleichzeitiger Erhaltung oder Verbesserung der Qualität - zu schaffen. Risikobericht Compliance Der Bereich Compliance steht bei Merz für die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien sowie gruppenweit geltenden Verhaltensregeln durch organisatorische Maßnahmen im Unternehmen. Im Mittelpunkt steht dabei der Merz Group Code of Conduct, der diese Standards verbindlich festlegt und auf Werten wie Fairness, Vertrauen, offene Kommunikation und Transparenz basiert. Sämtliche Mitarbeiter von Merz sind zur Einhaltung des Merz Group Code of Conduct und ergänzend spezifischer Compliance Policies verpflichtet. Die Mitarbeiter werden regelmäßig mittels Präsenz- und Online-Schulungen zu spezifischen Compliance-Themen geschult, um das Bewusstsein für Compliance Policies und deren Bedeutung zu stärken. Bei Merz können sich die Mitarbeiter bei Compliance-Verstößen vertrauensvoll und, sofern gewünscht, anonym an eine globale Ethics-Hotline oder - je nach Region - an einen externen Ombudsmann wenden. Alle Meldekanäle und die Einzelheiten zum Hinweisgebersystem sind im Intranet einsehbar, ebenso wie der Merz Group Code of Conduct, der Third Party Code of Conduct sowie die 16 gruppenweit geltenden Group Compliance Policies. Die Group Compliance Policies sind über eine Quality Management Software für die Mitarbeiter zugänglich. Die Umsetzung und die Einhaltung der gruppenweit geltenden Compliance Policies werden bei Merz regelmäßig mit Hilfe von entsprechenden Schulungsmaßnahmen überprüft. Der Bereich Compliance ist bei Merz als wesentliche Leitungsaufgabe auf zwei Ebenen etabliert: Auf der Ebene der Merz Pharma Gruppe sowie auf der Ebene der einzelnen Geschäftsbereiche mit jeweils eigenen und spezifisch auf die Besonderheiten der einzelnen Geschäftsbereiche ausgerichteten Compliance-Abteilungen. Auf der Gruppenebene ist das Merz Group Management gemeinsam mit dem Group Compliance Officer für die Überwachung und kontinuierliche Weiterentwicklung eines effektiven Compliance-Management Systems für die Merz Pharma Gruppe zuständig. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats (Tax & Audit Committee) wird regelmäßig über den aktuellen Stand der gruppenweiten Compliance-Aktivitäten, -Maßnahmen und -Risiken sowie Hinweise auf etwaige Compliance-Verstöße informiert. Auf Gruppenebene werden die vierteljährlichen "Compliance Incident Reportings" der Geschäftsbereiche bzw. des Shared Competence Centers sowie Global Technical Operation konsolidiert, so dass ein gruppenweiter Überblick über aktuelle Compliance-Vorkommnisse besteht. Das Group Compliance Committee beschäftigt sich regelmäßig mit dem gruppenweiten Fortgang der Compliance-Aktivitäten und dem kontinuierlichen Ausbau des Compliance-Management-Systems auf der Ebene der Geschäftsbereiche. Auf der Ebene der Geschäftsbereiche Aesthetics, Therapeutics und Consumer Care liegt die operative Verantwortung für die Compliance-Organisation bei dem jeweiligen Chief Executive Officer, dem jeweiligen Chief Compliance Officer und den Global Compliance Committees der Geschäftsbereiche. Die jeweiligen Chief Compliance Officer berichten jeweils an den zuständigen Chief Executive Officer der Geschäftsbereiche und sorgen mit diesem gemeinsam für die Implementierung, Umsetzung, Überwachung und Einhaltung des Compliance-Programms innerhalb des betreffenden Geschäftsbereichs. Es finden auf Leitungsebene der jeweiligen Geschäftsbereiche auch pro Quartal eigene Compliance Committee Meetings statt. Die Mitarbeiter der Shared Competence Center-Funktionen sowie von Global Technical Operations werden durch die zuständigen Chief Compliance Officer und deren Mitarbeitern betreut. Diejenigen Landesgesellschaften, die keine eigene Compliance-Abteilung vorhalten, haben sogenannte "Compliance Liaisons" benannt, die durch die zuständigen Chief Compliance Officer der Geschäftsbereiche betreut und geschult werden, um die Umsetzung des Compliance-Programms in den Landesgesellschaften sicherzustellen. Zu Beginn des Geschäftsjahrs 2021/22 hat Merz eine globale Ethics-Hotline eines neuen Anbieters ausgerollt, auf die alle Landesgesellschaften der Merz Pharma Gruppe Zugriff haben und die ein anonymes, schnelles, transparentes und software-gestütztes Reporting von Compliance-Verstößen ermöglicht. Des Weiteren haben die Geschäftsbereiche Merz Aesthetics, Merz Therapeutics und Merz Consumer Care die gruppenweit geltenden 16 Compliance Policies auf der Ebene der Geschäftsbereiche adaptiert, implementiert und mit zahlreichen Trainingsmaßnahmen und -initiativen die Mitarbeiter aller Landesgesellschaften der Merz Pharma Gruppe geschult. Darüber hinaus gab es Initiativen, um den Bereich der Exportkontrolle weiter zu stärken und auszubauen. Innerhalb der Geschäftsbereiche fanden verschiedene Risikoanalysen und -bewertungen statt. Für das kommende Geschäftsjahr steht die turnusmäßige Überarbeitung des Merz Group Code of Conduct/Merz Third Party Code of Conduct an und es startet ein Projekt zur Umsetzung der Verpflichtungen, die aus dem Lieferkettensorgfaltspflichtgesetz resultieren. Internal Audit Ein weiteres wichtiges Element der Compliance-Aktivitäten der Unternehmensgruppe bildet die Interne Revision. Der Schwerpunkt liegt dabei in der Prüfung der Effizienz von Strukturen und Abläufen, der Sicherung des Unternehmensvermögens, der Einhaltung rechtlicher sowie interner Richtlinien und in der Funktionsfähigkeit von Systemen. Bei einzelnen fachspezifischen Themen greift Merz dabei auch auf die Kenntnisse externer Dienstleister zurück. Internal Audit ist in allen Gesellschaften der Merz Pharma Gruppe tätig. Vor Beginn eines neuen Geschäftsjahres wird im Rahmen eines definierten risikoorientierten Prozesses ein Prüfplan erstellt und in Koordination mit der Geschäftsleitung und dem Tax & Audit Committee des Aufsichtsrats verabschiedet. Der Prüfungsmodus mit erweiterten Tätigkeiten bei den geprüften Ländern und Funktionen hat sich fest etabliert und unterstützt die laufenden Geschäftsprozesse. Datenschutz Zur Erfüllung der Anforderungen der umfassenden Datenschutzgesetze hat Merz globale Policies zum Thema Datenschutz erlassen. Diese globalen Policies werden regelmäßig an die rechtlichen und tatsächlichen Erfordernisse angepasst. Der ordnungsgemäße Umgang mit den personenbezogenen Daten seiner Mitarbeiter, Geschäftspartner und Patienten hat für Merz zentrale Bedeutung. Verstöße gegen den Datenschutz stellen ein erhöhtes Compliance-Risiko dar, welchem Merz mit angemessenen Maßnahmen begegnet. Die Zuständigkeit für die gruppenweite Überwachung der Einhaltung des Datenschutzes liegt beim Group Privacy Officer, der zugleich der Datenschutzbeauftragte für wesentliche deutsche Gesellschaften ist. Darüber hinaus hat Merz Datenschutzverantwortliche für die jeweiligen Geschäftsbereiche definiert. Grundsätzlich haben Merz Gesellschaften einen Datenschutzbeauftragten zu benennen. Diejenigen Landesgesellschaften, die keine eigenen Datenschutzbeauftragten vorhalten, haben sich regional einem Datenschutzbeauftragten untergeordnet. In der EU haben sämtliche Landesgesellschaften einen eigenen Datenschutzbeauftragten bestellt. In dem Merz Group Privacy Officer Network werden strategische Datenschutzthemen, Gerichtsentscheidungen und Veröffentlichungen von Aufsichtsbehörden regelmäßig besprochen. Arbeitsschwerpunkte sind präventive Maßnahmen wie die Risikofrüherkennung, die Schwachstellenbehebung und die Sensibilisierung der Mitarbeiter. Etwaige Verstöße müssen dem zuständigen Datenschutzbeauftragten bzw. dem Group Privacy Officer gemeldet werden. Wesentliche Verstöße werden als Compliance Incident behandelt und in dem oben beschriebenen Meldeverfahren erfasst. Der Merz Group Chief Executive Officer sowie der Merz Group Chief Operating Officer sowie die jeweiligen Chief Executive Officer der Geschäftsbereiche werden durch regelmäßige Datenschutzberichte über den aktuellen Status informiert. Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurde ein zentrales E-Learning zum Datenschutz entwickelt und weltweit ausgerollt. Jede Merz-Gesellschaft hat ihre Mitarbeiter über das jeweilige Learning-Management-System geschult und die Auswertungen an den Group Privacy Officer gemeldet. Zusätzlich werden mittels tätigkeitsbezogener Schulungen die Mitarbeiter der Merz Pharma Gruppe für datenschutzrechtliche Fragen sensibilisiert. Sämtliche internen Prozesse und Systeme zur Verarbeitung personenbezogener Daten werden fortlaufend an datenschutzrechtlichen Vorgaben gemessen und kontinuierlich verbessert. Schwerpunkte der datenschutzrechtlichen Beratung im Geschäftsjahr 2021/2022 waren weiterhin die Umsetzung der Anforderungen des Europäischen Gerichtshof an die Übermittlung von personenbezogenen Daten in Drittstaaten (sog. Schrems II-Entscheidung), die Anpassung des Verzeichnisses der Verarbeitungstätigkeiten an die geänderte Gesellschaftsstruktur und die Entwicklung eines neuen datenschutzrechtlichen Intra-Group-Agreements. Risikomanagementsystem Als international agierendes Unternehmen verfügt Merz über ein Risikomanagementsystem, das Teil des Ordnungsrahmens für die Leitung und Überwachung des Unternehmens ist. Aufgabe des Risikomanagements ist es, Risiken frühzeitig zu identifizieren und zu bewerten, so dass geeignete Maßnahmen zu deren Beherrschung bzw. Reduktion definiert werden können. Das Risikomanagementsystem der Merz Pharma Gruppe ist Bestandteil der gruppenweiten Planungs- und Kontrollprozesse. Es wird durch eine Aufbau- und Ablaufbeschreibung definiert. Wesentliche Risiken werden dokumentiert, analysiert sowie bewertet (inkl. Risikobewertung mit Eintrittswahrscheinlichkeit, Maßnahmen, Ziele und Kosten der Maßnahmen etc.) und halbjährlich aktualisiert. Bei der Bewertung erfolgt die Definition von Maßnahmen, deren Umsetzung einer konsequenten Überwachung unterliegt. Das Ergebnis wird im Rahmen einer standardisierten Berichterstattung an die Geschäftsleitung und das Tax & Audit Committee des Aufsichtsrats berichtet. Falls erforderlich, werden bedeutende Sachverhalte auch unterjährig an die Geschäftsleitung kommuniziert. Es ist in diesem Zusammenhang das Bestreben, bei Betrachtung der definierten Risiken zukünftig auch vermehrt die gegenüberstehenden unternehmerischen Chancen zu berücksichtigen und in die Analyse mit einfließen zu lassen. Verantwortlich für die Gestaltung des Risikomanagements ist die Geschäftsleitung. Das Risikomanagementsystem der Merz Pharma Gruppe ist nach Auffassung der gesetzlichen Vertreter geeignet, bestandsgefährdende Risiken für die Unternehmensgruppe frühzeitig zu erkennen. Aus Sicht der gesetzlichen Vertreter liegen keine bestandsgefährdenden Risiken vor. Risikolage Merz erfasst alle wesentlichen operativen und strategischen Risiken in einem Risikomanagementsystem. Darin werden die Risiken hinsichtlich ihrer Tragweite und Eintrittswahrscheinlichkeit geschäftsbereichsspezifisch gemeldet, bewertet und überwacht. Die nachfolgend aufgeführten Risiken werden in der Reihenfolge ihrer Bedeutung in den jeweiligen Risikokategorien erläutert. Die wesentlichen Risiken stellen dabei Beschaffungs- und Produktionsrisiken, konjunkturelle Risiken, Forschungs- und Entwicklungsrisiken sowie Risiken rechtlicher Auseinandersetzungen dar. Leistungswirtschaftliche Risiken Beschaffungsrisiken Zu den Beschaffungsrisiken zählt die Verknappung und Verteuerung produktionsnotwendiger Stoffe, die im schlimmsten Fall zum vollständigen Produktionsausfall führen kann. Aufgrund der weltweiten Krisen hat sowohl das Risiko von Lieferengpässen als auch von Ausfällen der Transportlogistik signifikant zugenommen und wird umfassend überwacht. Dies erfolgt zum einen über den Bestandsaufbau, aber auch über die Erweiterung von Lieferantenpools, um die Abhängigkeiten von einigen wenigen Partnern zu verringern. Die Auswirkungen des Ukraine-Konflikts auf die Energieversorgung (Gas und Strom) stellen ein wesentliches Risiko für die Herstellung unserer Produkte dar. Prozessanalysen haben gezeigt, dass eine potenzielle Einschränkung der Energieversorgung einen deutlichen Einfluss auf die Ertragslage haben kann. Diesem Risiko kann teilweise durch Ausweichen auf andere Energieträger begegnet werden. Produktionsrisiken Ineffiziente Prozesse können zu einer Beeinträchtigung unserer Produktionsabläufe führen. Durch genaue Analysen der Produktionsprozesse und die Anwendung der Good Manufacturing Practice (GMP) stellt Merz sicher, möglicherweise entstehenden materiellen Risiken frühzeitig entgegenzuwirken. Darüber hinaus ist ein weltweites Q&A-System implementiert, um Risiken frühzeitig erkennbar zu machen. Beabsichtigtes oder unbeabsichtigtes Fehlverhalten von Mitarbeitern kann die Effizienz und die Sicherheit in der Produktion negativ beeinflussen. Durch umfassende und genau dokumentierte Standards und Arbeitsanweisungen sowie die regelmäßige Schulung der entsprechenden Mitarbeiter begegnet Merz diesem Risiko. Ein weiterer Aspekt ist das Risiko des Ausfalls der Produktionsanlagen aufgrund von Sabotage, Brand oder anderen Elementarschäden. Angesichts bestehender sicherheitstechnischer Maßnahmen ist dieses Risiko als gering einzustufen. Konjunkturelle Risiken Die Merz Pharma Gruppe ist konjunkturellen Risiken, die sich auf Angebot und Nachfrage auswirken und - für die internationalen Märkte - auch den daraus folgenden Einflüssen auf die Wechselkurse ausgesetzt. Da sich die Geschäftsbereiche in ihrer Struktur und in ihren Konjunkturzyklen unterscheiden, trägt diese Diversifikation zu einer Risikominderung bei. Eine Intensivierung des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine und daraus resultierende weiterhin steigende Energiepreise und höhere Inflationsraten stellen ebenfalls ein konjunkturelles Risiko dar. Bei einer weiteren Eskalation des Ukraine-Konflikts besteht das Risiko, dass sich dies negativ auf den Geschäftsverlauf unseres Tochterunternehmens in Russland auswirken könnte. Hauptrisiken im Bereich Merz Consumer Care sind die konjunkturell bedingten Absatzrisiken, der vor allem in Deutschland scharfe Preiswettbewerb sowie saisonale Schwankungen mit möglichen negativen Auswirkungen insbesondere auf das Geschäft mit Erkältungsprodukten und Indikationsbädern. Darüber hinaus bestehen Risiken hinsichtlich des erhöhten Margendrucks durch den Handel, einer zunehmenden Konzentration im Handel und damit verbunden erhöhten Konditionenforderungen. Währungs- und Zinsrisiken Die Merz Pharma Gruppe ist Umrechnungs- und Cash-Flow-Risiken ausgesetzt, im Wesentlichen aus der Veränderung von Fremdwährungskursen und Zinssätzen. Diese Risiken werden durch Group Treasury identifiziert, beurteilt, gesteuert und berichtet. Vorrangiges Ziel des Finanzrisikomanagements ist die Minimierung potenziell negativer Auswirkungen von Fremdwährungskurs- und Zinsänderungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Merz Pharma Gruppe. Oberster Grundsatz ist die Absicherung von Risiken aus Grundgeschäften. Instrumente zur Risikobegrenzung werden daher nur für bestehende oder geplante Grundgeschäfte, nicht aber zu Spekulationszwecken eingesetzt. Aufgrund der internationalen Geschäftstätigkeit der Merz Pharma Gruppe resultieren wesentliche Währungsrisiken aus den Veränderungen von Wechselkursen. Merz setzt Finanzinstrumente ein, um diese Risiken zu minimieren. Geschäfte schließt Merz ausschließlich mit Finanzinstituten, die über eine ausreichende Bonität verfügen. Währungsrisiken werden primär auf Konzernebene abgesichert. Treasury Guidelines enthalten Rahmenbedingungen und Regelungen für das Währungsrisikomanagement. Hinsichtlich des Risikomanagements von Finanzinstrumenten wird auf die Ausführungen im Konzernanhang verwiesen. Umfeld- und Branchenrisiken Forschungs- und Entwicklungsrisiken Aufgrund des intensiven Wettbewerbs auf den Pharmamärkten in Verbindung mit befristeten Patentlaufzeiten für innovative Produkte besteht die Notwendigkeit der regelmäßigen Neuentwicklung solcher Produkte. Die Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte erfordert hohe Vorleistungen. Scheitert eine Produktentwicklung an den Anforderungen der Zulassungsbehörden oder kann sich das Präparat am Markt nicht etablieren, so steht den oft hohen Investitionen kein Ertragspotenzial gegenüber. Solche Fehlentwicklungen können wesentlichen Einfluss auf die langfristige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des jeweiligen Unternehmens haben. Mögliche, bei der Entwicklung und Zulassung eines Produktes nicht erkannte Nebenwirkungen oder aufgrund von fehlerhafter Produktion, Lagerung oder sonstigen Umständen in ihrer Wirkweise veränderte Medikamente können Produkthaftungsschäden zur Folge haben. Merz sieht darin ein wesentliches Risiko und begegnet diesem, indem die Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben für die klinische bzw. pharmazeutische Forschung streng überwacht wird. In den nächsten Jahren werden zunehmend neue Anbieter für Toxine erwartet, die den Zugang zum europäischen bzw. nordamerikanischen Markt suchen. Merz beobachtet hier das Marktumfeld, um Maßnahmen anzupassen. Die besondere Herausforderung für Ultherapy ® stellen legale und auch illegale Nachahmerprodukte aus dem asiatischen Markt dar. Merz ergreift dafür in allen Märkten rechtliche Maßnahmen zur Eindämmung. Marktzugangsrisiken Pharmamärkte sind in fast allen Ländern staatlich reglementiert. Vorschriften, die ein Arzneimittelunternehmen einzuhalten hat, um seine Produkte auf einem bestimmten Markt vertreiben zu dürfen, betreffen die Zulassung, die Produktion und die Vermarktung. Besonders in Ländern mit staatlich beaufsichtigten Krankenversicherungssystemen wird teilweise massiv in die Preisfindung von Arzneimitteln eingegriffen. Merz sieht darin ein deutliches Risiko, weil Änderungen in der Gesetzgebung bzw. in der Erstattungspraxis wesentliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Merz haben können. Unter den Markenartikelherstellern verstärkt sich der Verdrängungswettbewerb weiter, was wachsende Werbeausgaben erforderlich macht. Merz vertreibt Consumer Care Gesundheitsprodukte mit unterschiedlichem Verkehrsstatus - Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika und Nahrungsergänzungsmittel. Entsprechend zahlreich sind die nationalen und europäischen Gesetze und Verordnungen. Vor allem die europäische Medizinprodukte-Verordnung (Medical Device Regulation) bindet große personelle und finanzielle Kapazitäten und umfasst das Risiko, dass Vermarktungskonzepte wegen Gesetzesänderungen nicht mehr verwirklicht werden können. Merz mindert die Risiken durch eine sehr erfolgreiche Neuproduktstrategie, mit der wir unsere Stärke im Handel und beim Verbraucher kontinuierlich weiter ausbauen. Unternehmensstrategische Risiken Rechtliche Auseinandersetzungen Merz betreibt aktives Risikomanagement, um rechtliche Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und entsprechend zu minimieren. Trotz sorgfältiger Überwachung können rechtliche Auseinandersetzungen gleichwohl nicht vollständig ausgeschlossen werden. Merz ist daher grundsätzlich Haftungsrisiken aus Rechtsstreitigkeiten oder behördlichen Verfahren ausgesetzt. Merz verfügt außerdem über ein Portfolio an gewerblichen Schutzrechten, Patenten und Marken, die Ziel von Angriffen und Verletzungen sein können. Darüber hinaus bestehende steuerliche Risiken werden regelmäßig von der Steuerabteilung geprüft und überwacht. Gerichtliche, schiedsgerichtliche und behördliche Entscheidungen oder Vergleiche können zu Aufwendungen führen, die wesentliche Auswirkungen auf das Geschäft der Merz Pharma Gruppe und das Unternehmensergebnis haben. Soweit erforderlich, bewertbar und rechtlich vertretbar hat Merz durch die Bildung von Rückstellungen Vorsorge getroffen. Um den Ausgang der entsprechenden anhängigen und potenziellen Verfahren nicht zu Lasten der Merz Pharma Gruppe zu beeinflussen, verzichtet Merz darauf, Chancen und Risiken derartiger Verfahren im Einzelnen darzustellen und zu bewerten. IT-Risiken Die Steuerung unseres Konzerns ist maßgeblich von einer komplexen Informationstechnologie abhängig. Dadurch ergeben sich für Merz wesentliche Risiken, insbesondere in Bezug auf den Ausfall von IT-Systemen, deren Sicherheit und Qualität. Es ist davon auszugehen, dass die Bedrohung durch externe Angriffe auf die IT-Systeme von Merz weiter zunehmen wird. Merz begegnet diesem Risiko durch verstärkte Investitionen in die IT-Sicherheit. Die Optimierung, Aufrechterhaltung und insbesondere die Sicherheit der IT-Systeme werden sowohl durch den Einsatz qualifizierter interner und externer Experten gewährleistet. Vor diesem Hintergrund hat Merz die IT-Systeme weitreichend aktualisiert und in der Gruppe vereinheitlicht. Risiken aus Unternehmenstransaktionen (Akquisitionen und Verkäufen) Aktives Portfoliomanagement hat für Merz im Rahmen der auf die Geschäftsbereiche Aesthetics, Therapeutics und Consumer Care ausgerichteten Strategie einen hohen Stellenwert. Es finden Transaktionen statt, wie z. B. Unternehmenskäufe oder -verkäufe bzw. Unternehmensbeteiligungen (Share Deals) oder der Erwerb bzw. die Veräußerung von Vermögenswerten (Asset Deals). Im Zusammenhang mit solchen Transaktionen können sich Fehleinschätzungen ergeben, die sich im Falle ihres Eintretens negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Merz auswirken. Im Rahmen von Unternehmenstransaktionen müssen vielfältige rechtliche, vertragliche und steuerliche Aspekte betrachtet und evaluiert werden. Dies kann dazu führen, dass die Transaktion zeitaufwendiger und kostenintensiver als ursprünglich geplant ist. Auch Dritte können im Zusammenhang mit solchen Transaktionen Forderungen an Merz stellen. Im Rahmen der Geschäftstätigkeit erworbener Unternehmen können Risiken auftreten, denen Merz vorher keine oder nur eine unwesentliche Bedeutung beigemessen hat. Darüber hinaus können positive Erwartungen aus dem Erwerb nicht oder nicht im erwarteten Umfang eintreten. Dies gilt insbesondere dann, wenn die erworbenen Unternehmen in einem für Merz neuen Produktbereich tätig sind. Bei der Integration von Unternehmen arbeitet Merz mit detaillierten Projektplänen. Darüber hinaus wird das ursprüngliche Akquisitionsmodell regelmäßig überprüft, um frühzeitig Abweichungen zu erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Personalrisiken Der zukünftige Erfolg der Merz Pharma Gruppe ist in einem hohen Grad von der Arbeitskraft hochqualifizierter und motivierter Mitarbeiter abhängig. Angesichts des starken Wettbewerbs um Fach- und Führungskräfte wird ein attraktives und überzeugendes Gesamtangebot für die Mitarbeiter immer wichtiger. Um die Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden und attraktiv für neue Beschäftigte auf dem Arbeitsmarkt zu sein, bietet Merz attraktive Vergütungssysteme, zahlreiche Benefits sowie umfangreiche Mitarbeiterentwicklungsprogramme an. Daher stuft Merz die Personalrisiken als nicht wesentlich ein. Internes Kontrollsystem (IKS) im Rahmen der Rechnungslegung Zielsetzung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems ist die Implementierung wirksamer Kontrollen, die mit hinreichender Sicherheit Falschaussagen in der Finanzberichterstattung vermeiden sollen. Das Handbuch der Bilanzierung und Rechnungslegung nach den Vorgaben der IFRS (International Financial Reporting Standards) ist verbindlich für alle Gesellschaften der Gruppe. Bei Änderungen der IFRS werden zeitnahe Anpassungen vorgenommen. Alle für Bilanzierungsfragen Verantwortlichen werden über Änderungen informiert und entsprechend geschult. Die Erstellung des Konzernabschlusses der Merz Pharma Gruppe folgt definierten Termin- und Ablaufplänen, die für alle in den Abschluss einbezogenen Gesellschaften verbindlich sind. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften verfügen über ausreichende systemtechnische und manuelle Abstimmprozesse (z. B. Funktionstrennung durch Vier-Augen-Prinzip), die nach unserer Einschätzung geeignet sind, die Ordnungsmäßigkeit der Buchführung sicherzustellen. Darüber hinaus geben die "Merz Corporate Principles" den Gesellschaften der Merz Pharma Gruppe einen verbindlichen Handlungsrahmen im Sinne zustimmungspflichtiger Geschäfte vor. Transaktionen mit einem wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tochtergesellschaften bedürfen der Zustimmung der Unternehmensleitung der Gruppe. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2022/23 rechnet Merz mit gegenüber dem Vorjahr reduzierten Konzernumsatzerlösen in Höhe von 1.343,4 Mio EUR. Da Merz im neuen Geschäftsjahr hohe Investitionen in Kapazitätserweiterungen, Forschung und Entwicklung, Logistik und die Vertriebsstruktur vornehmen will, um die Marktposition zu sichern und zu stärken, wird im Prognosezeitraum mit einem positiven EBITDA von rund 140 Mio EUR geplant. Es wird ein Konzernjahresüberschuss von etwa 56 Mio EUR erwartet. Merz geht bei den oben gemachten Aussagen von einer allmählichen Erholung von der Corona-Pandemie aus. Andererseits können sich potenziell weiter steigende Energiepreise und daraus resultierende höhere Inflationsraten negativ auf das Geschäft auswirken. Diese Risiken wurden bestmöglich in der Planung für das Geschäftsjahr 2022/23 berücksichtigt. Merz wird sich im kommenden Geschäftsjahr weiterhin auf den Ausbau einer wettbewerbsfähigen Position in den wichtigen Märkten konzentrieren, um damit die Wachstumsziele des Aesthetics-, Therapeutics- und Consumer Care-Geschäfts durch die engere Verzahnung von Produktentwicklung, Marketing und Vertrieb zu erreichen. Im Geschäftsbereich Aesthetics gehören zu unseren wichtigsten Geschäftszielen der Ausbau der Umsätze mit Bocouture ® / Xeomin ® , Radiesse ® , Belotero ® und dem Medical Device Ultherapy ®. Hier werden mittelfristig die höchsten Umsatzzuwächse erwartet. Im Geschäftsbereich Therapeutics wird Merz seine Position als Spezialanbieter im Bereich neurologisch bedingter Bewegungsstörungen mit dem Botulinumtoxin Xeomin ® in den Indikationen Dystonie und Spastik in den kommenden Geschäftsjahren weiter ausbauen. In den USA werden Investitionen getätigt, um die Marktanteile von Xeomin ® zu erhöhen. Mit seinen etablierten Foundational Products ist Merz bestrebt, vor allem durch gezielte lokale Aktivitäten die Marktposition zu halten. Im Bereich Consumer Care gehören zu den wichtigen strategischen Geschäftszielen der Ausbau der Kernbereiche sowie die Erschließung neuer Absatzkanäle. Infolge der Markteinführung neuer Produkte in den für uns wichtigen Märkten werden sich auch die Ausgaben für Werbung, Marketing und Vertrieb weiterhin auf hohem Niveau bewegen. Merz wird sich auch zukünftig darauf konzentrieren, die Kapitalbindung weiter zu optimieren; dies betrifft vor allem das Forderungsmanagement und die Warenbestände unter Berücksichtigung der gegebenen Beschaffungsrisiken. Bei den zukunftsbezogenen Aussagen weist die Geschäftsleitung darauf hin, dass die tatsächliche Entwicklung des Marktumfeldes oder der Geschäftsbereiche von den Annahmen über die erwartete Entwicklung abweichen kann.
Frankfurt am Main, den 15. November 2022 Merz Management GmbH Vertreten durch die Geschäftsführung Philip Burchard Hans-Jörg Bergler Konzern-Bilanz zum 30. Juni 2022Vermögenswerte
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022
Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022
1) Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen die flüssigen Mittel sowie die liquiditätsnahen Geldanlagen. Konzern-Eigenkapital-Veränderungsrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022
Anhang zum Konzernabschluss zum 30. Juni 2022Inhalt 1. Allgemeines 2. Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS) 3. Konsolidierungskreis 4. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 5. Unternehmenserwerbe 6. Ausfallrisiken 7. Geschäfts- oder Firmenwert, übrige immaterielle Vermögenswerte 8. Sachanlagen 9. Nutzungsrechte 10. Finanzanlagen 11. Sonstige langfristige Vermögenswerte 12. Vorräte 13. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 14. Ertragsteuerforderungen 15. Wertpapiere 16. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 17. Eigenkapital 18. Pensionsrückstellungen 19. Sonstige langfristige Rückstellungen 20. Leasingverbindlichkeiten (lang- und kurzfristig) 21. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 22. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 23. Ertragsteuerverbindlichkeiten 24. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 25. Sonstige kurzfristige Rückstellungen 26. Finanzinstrumente 27. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 28. Umsatzerlöse 29. Kosten der umgesetzten Leistungen 30. Vertriebskosten 31. Forschungs- und Entwicklungskosten 32. Allgemeine Verwaltungskosten 33. Sonstige betriebliche Erträge 34. Sonstige betriebliche Aufwendungen 35. Abschreibungen, Personalaufwand 36. Beteiligungsergebnis 37. Finanzergebnis 38. Ertragsteuern Sonstige Erläuterungen 39. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen bzw. Personen 40. Honorare für Dienstleistungen des Abschlussprüfers 41. Angaben zu Geschäftsführung und Aufsichtsrat 42. Rechtsstreitigkeiten und Risiken 43. Befreiungen 44. Eventualverbindlichkeiten 45. Aufstellung des Anteilsbesitzes 46. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 1. Allgemeines Der vorliegende IFRS-Konzernabschluss ist freiwillig nach § 315e HGB aufgestellt worden. Die gesetzlichen Vorschriften der §§ 290 ff. HGB werden durch die Aufstellung und Offenlegung des geprüften und testierten IFRS-Konzernabschlusses erfüllt. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Umsatzkostenverfahren. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, sind alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können aufgrund kaufmännischer Rundung geringe Abweichungen auftreten. Die Geschäftsführung der Merz Management GmbH, die die Komplementärin der Merz Pharma GmbH Co. KGaA (im Folgenden Merz Pharma KGaA) ist, hat den vorliegenden Konzernabschluss am 15. November 2022 zur Veröffentlichung freigegeben. Der von der Merz Pharma KGaA aufgestellte Konzernabschluss umfasst den kleinsten Kreis der Unternehmen und wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Muttergesellschaft des Konzerns ist die Merz Pharma KGaA mit Sitz in Frankfurt am Main, Eckenheimer Landstraße 100, eingetragen im Handelsregister von Frankfurt am Main (HRB 54072). Es bestehen Produktionsstandorte in Deutschland, den USA sowie in der Schweiz. Das Geschäft der Merz Pharma Gruppe (im Folgenden auch Merz) umfasst die drei unabhängigen Geschäftsbereiche ("Businesses") "Aesthetics", "Therapeutics" und "Consumer Care". Die Merz Pharma KGaA bündelt die Bereiche Finanzen/Controlling, Human Resources, Information Technology (IT), Legal, Patent Affairs, Corporate Development und Corporate Communication, Supply Chain, Global Sourcing, Produktion und Technical Operations und stellt diese Leistungen der Merz Gruppe zur Verfügung. Neben der Produktion für Konzerngesellschaften nutzt die Gesellschaft auch freie Kapazitäten für die Lohnherstellung für Dritte. Die Merz Pharma KGaA steuert die Aktivitäten ihrer Tochtergesellschaften Merz Pharmaceuticals GmbH, Frankfurt am Main, ("Merz Pharmaceuticals") und Merz Consumer Care GmbH, Frankfurt am Main, ("Merz Consumer Care") einschließlich deren Tochtergesellschaften. Mit ihren beiden neu gegründeten Tochtergesellschaften Merz Aesthetics GmbH (im Folgenden auch Merz AX) und Merz Therapeutics GmbH (im Folgenden auch Merz TX), die mit Wirkung zum 1. Juli 2021 in den Konsolidierungskreis einbezogen wurden, erforscht, entwickelt und vertreibt Merz Pharmaceuticals Arzneimittel und Medizinprodukte (Medical Device) für die Geschäftsbereiche "Aesthetics" (hautverjüngende Produkte) und "Therapeutics" (Neurologie, Dermatologie und Stoffwechsel). In diese Gesellschaften wurden die Vermögenswerte und Schulden der Merz Pharmaceuticals GmbH entsprechend der Zuordnung auf die Geschäfte im Wege der Ausgliederung mit Wirkung zum 1. Juli 2021 übertragen. Die nach der Ausgliederung verbleibenden Aktivitäten der Merz Pharmaceuticals GmbH beschränken sich im Wesentlichen auf das Halten der Anteile an der Merz AX und Merz TX sowie ausländischen Tochtergesellschaften, das treuhänderische Halten von Arzneimittelzulassungen für die Merz AX und Merz TX sowie die Tätigkeit als Entrepreneur für das Memantine-Geschäft. Über die Tochtergesellschaft Merz Consumer Care gehört Merz mit den Marken tetesept®, t by tetesept® und Merz Spezial® im deutschsprachigen Raum zu den Anbietern von Gesundheits-, Wohlfühl- und Beautyprodukten. International ist die Merz Consumer Care mit der Marke Merz Spezial® vor allem in Osteuropa vertreten. Merz Consumer Care hat zum 13. Dezember 2021 die ausstehenden Anteile an der Brooklyn Soap GmbH, Hamburg, erworben und zum 1. Januar 2022 das Geschäft dieser Gesellschaft übernommen. Die im Jahr 2012 gegründete Brooklyn Soap GmbH ist auf die Entwicklung und den Vertrieb von Bartpflegeprodukten spezialisiert. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über wesentliche Produkte und Indikationen in den Geschäftsbereichen Aesthetics, Therapeutics und Consumer Care (Indikationen sind dabei nicht in jedem Land gleichermaßen registriert):
Consumer Care Produktanwendungen Kernbereiche: Bäder, Selbstmedikation, Erkältung sowie Vitamine und Mineralstoffe Entwicklung und Vertrieb von Bartpflegeprodukten Hauptvertriebswege sind Verbraucher- und Drogeriemärkte (sog. "Massmarket") 2. Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS) Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss 2021/22 der Merz Pharma KGaA einbezogenen Tochtergesellschaften sind nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Dabei werden alle am Bilanzstichtag 30. Juni 2022 geltenden und verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) und die Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) berücksichtigt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgrund neuer Standards Im Geschäftsjahr 2021/22 waren folgende überarbeitete, ergänzte sowie neu herausgegebene Standards erstmalig anzuwenden:
* für Geschäftsjahre, die am oder nach diesem Datum beginnen Aus den erstmalig im Geschäftsjahr 2021/22 anzuwendenden Regelungen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Nicht vorzeitig angewendete Standards und Interpretationen Das IASB hat nachfolgende Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben oder geändert, deren Anwendung erst in späteren Geschäftsjahren verpflichtend ist und die von Merz auch nicht vorzeitig angewandt wurden:
* für Geschäftsjahre, die am oder nach diesem Datum beginnen Veröffentlichte, aber zum Bilanzstichtag noch nicht durch die EU-Kommission in das europäische Recht übernommene Standards, Interpretationen und Änderungen:
* für Geschäftsjahre, die am oder nach diesem Datum beginnen Die künftige Anwendung der in den beiden Tabellen dargestellten neuen bzw. geänderten Standards und der neuen Interpretationen wird sich voraussichtlich nicht oder nicht wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Merz Pharma KGaA Konzerns auswirken. 3. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss der Merz Pharma Gruppe sind neben der Merz Pharma KGaA fünf (Vj. zwei) inländische und 30 (Vj. 30) ausländische Tochterunternehmen einbezogen. Im Geschäftsjahr 2021/22 hat sich der Konsolidierungskreis wie folgt verändert:
Bei den Neugründungen handelt es sich um Merz Aesthetics GmbH, Frankfurt am Main, und die Merz Therapeutics GmbH, Frankfurt am Main. Diese Gesellschaften wurden mit Wirkung zum 01. Juli 2021 in den Konsolidierungskreis einbezogen. Bei der erworbenen Gesellschaft handelt es sich um die Brooklyn Soap GmbH, Hamburg. Zum 30. Juni 2021 hielt die Merz Consumer Care GmbH 25,1% der Anteile an der Gesellschaft. Im Dezember 2021 wurden die verbleibenden Anteile (74,9%) übernommen. Nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen sind vier (Vj. fünf) kleine Gesellschaften, die keine nennenswerten Geschäftsaktivitäten aufweisen und zu Anschaffungskosten bilanziert sind. Unter Textziffer 45 sind die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen aufgeführt. 4. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Im Geschäftsjahr 2021/22 sind die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze gegenüber dem Vorjahr beibehalten worden. Konsolidierungsmethoden Grundlage für den Konzernabschluss sind die nach einheitlichen Regeln unter Anwendung der IFRS, wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind, zum 30. Juni 2022 aufgestellten Reporting Packages der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß IFRS 3 (Business Combinations) nach der Erwerbsmethode. Für erworbene und erstmals einbezogene Unternehmen werden die Wertansätze zum Erwerbszeitpunkt übernommen. Hierfür werden entsprechende Abschlüsse erstellt. Verbleibende positive Unterschiedsbeträge zwischen übernommenem Eigenkapital und Beteiligungsbuchwert werden hierbei nach Zuordnung von stillen Reserven und stillen Lasten als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Ein verbleibender negativer Unterschiedsbetrag wird zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung ertragswirksam vereinnahmt. Für Unternehmenserwerbe sind gemäß IFRS 3 ferner auch die auf die nicht beherrschenden Anteile entfallenden stillen Reserven und stillen Lasten aufzudecken und als "Anteile nicht beherrschender Gesellschafter" zu zeigen. Transaktionskosten werden aufwandswirksam erfasst. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften sind gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse sowie konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sind eliminiert. Bei ergebniswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen werden Steuerabgrenzungen vorgenommen, soweit diese sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder ausgleichen. Währungsumrechnung Die Währungsumrechnung erfolgt nach dem Konzept der funktionalen Währung. Die in die Merz Pharma Gruppe einbezogenen Tochtergesellschaften betreiben ihr Geschäft selbstständig, so dass die funktionale Währung in der Regel die jeweilige Landeswährung ist. Eine Ausnahme hiervon stellt die Tochtergesellschaft in Singapur dar, deren funktionale Währung der Euro ist. Bei der Umrechnung der Jahresabschlüsse von Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden Vermögenswerte und Schulden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Umrechnung der Erträge und Aufwendungen der Gewinn- und Verlustrechnungen erfolgt zu Geschäftsjahresdurchschnittskursen. Die aus der Anwendung unterschiedlicher Wechselkurse resultierenden kumulierten Unterschiedsbeträge werden erfolgsneutral in einem separaten Eigenkapitalposten ('Unterschied aus der Währungsumrechnung') unter den Konzernrücklagen in der Bilanz ausgewiesen. Zum 30. Juni 2022 betragen die kumulierten Unterschiedsbeträge aus Währungsumrechnung im Eigenkapital TEUR +100.089 (Vj. TEUR +26.462). Die Wechselkurse der in den Konzernabschluss eingeflossenen Fremdwährungen haben sich wie folgt entwickelt: Währungsumrechnung für 1 EUR
In den Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden Transaktionen in fremder Währung mit dem Transaktionskurs umgerechnet. Sämtliche Forderungen und Schulden in fremder Währung werden mit dem Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Die sich hieraus ergebenden Kursgewinne und -verluste sind in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Dies gilt nicht für derivative Finanzinstrumente, die im Rahmen des Hedge Accounting genutzt werden. Bei diesen wird der effektive Teil der Wertänderungen erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Argentinien wird entsprechend IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern" als hochinflationäre Volkswirtschaft klassifiziert. Somit werden die Aktivitäten der Merz Argentina S.A. nicht auf Basis historischer Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert, sondern bereinigt um die Einflüsse der Inflation dargestellt. Die Berechnung erfolgt mit dem von der argentinischen Statistikbehörde veröffentlichten Verbraucherpreisindex. Geschäfts- oder Firmenwert Die im Abschluss ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte resultieren aus Unternehmenszusammenschlüssen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden jährlich und gegebenenfalls anlassbezogen auf Wertminderungen überprüft (Impairment Test) und sofern notwendig auf den niedrigeren erzielbaren Betrag (recoverable amount) abgeschrieben. Die Beurteilung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wurde in Anwendung des IAS 36 auf der Basis von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units oder kurz CGUs) vorgenommen. Die Steuerung der Gruppe erfolgt über die drei unabhängigen Geschäftsbereiche Aesthetics, Therapeutics und Consumer Care, die die CGUs der Merz Pharma Gruppe darstellen. Der in den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten enthaltene Geschäfts- oder Firmenwert stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
Für die Durchführung der Werthaltigkeitstests bei den Geschäfts- oder Firmenwerten werden die künftigen Zahlungsströme der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten aufgrund der strategischen Planung der nächsten fünf Geschäftsjahre ermittelt. Den Planungen liegen Erfahrungswerte der Vergangenheit sowie bestmögliche Schätzungen der Geschäftsleitung über die künftige Entwicklung zugrunde. Es wird von einem leichten Umsatzwachstum und einer verbesserten EBITDA Marge im Planungszeitraum ausgegangen. Um die Überprüfung der Werthaltigkeit durchzuführen, schätzt die Geschäftsleitung die Zahlungsmittelrückflüsse über die Planungsperiode hinaus, indem eine konstante Wachstumsrate für die Folgejahre angewendet wird. Die verwendete Wachstumsrate belief sich für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten jeweils auf 1,0% zuzüglich des jeweiligen Inflationsdeltas (Aesthetics 1,07% (Vj. 0,79%), Therapeutics 0,74% (Vj. 0,45%) und Consumer Care 0,11% (Vj. 0,04%)). Unter Verwendung eines Discounted Cash Flow-Verfahrens wird der Nutzungswert (value in use) für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit ermittelt. Die verwendeten laufzeitspezifischen Diskontierungssätze nach Steuern richten sich nach dem WACC ("weighted average cost of capital"). Sie lagen für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Aesthetics bei 11,87% (Vj. 10,06%), für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Therapeutics bei 10,09% (Vj. 7,75%) sowie für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Consumer Care bei 5,49% (Vj. 5,00%). Die hierbei angewendeten Parameter werden unter Beurteilung der unternehmensspezifischen Risikosituation ermittelt. Der so ermittelte erzielbare Betrag wird dann dem Buchwert (carrying amount) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit gegenübergestellt, um die Werthaltigkeit zu beurteilen. Im Geschäftsjahr 2021/22 war aufgrund der Ergebnisse des Werthaltigkeitstests keine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten erforderlich. Für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Aesthetics und Therapeutics bestehen nach Ermessen der Geschäftsführung keine möglichen Szenarien, nach denen eine Änderung der wesentlichen Annahmen für das laufende Jahr oder das Vorjahr zu einem Impairment führen würden. Der niedrigere erzielbare Betrag (recoverable amount) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Consumer Care übersteigt den Buchwert (carrying amount) um TEUR 48.188 (Vj. TEUR 102.907). Bei einer Erhöhung des Diskontierungssatzes um 1,5 Prozentpunkte auf 6,99% würde der niedrigere erzielbare Betrag (recoverable amount) den Buchwert (carrying amount) unterschreiten. Ebenfalls würde eine negative konstante Wachstumsrate von -0,39% für die Folgejahre nach dem Detailplanungszeitraum zu einer Verringerung des erzielbaren Betrags (recoverable amount) unterhalb des Buchwerts (carrying amount) führen. Übrige immaterielle Vermögenswerte Die übrigen immateriellen Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen sowie außerplanmäßiger Abschreibungen (Wertminderungen) ausgewiesen. Nachträgliche Anschaffungskosten werden aktiviert, wenn diese die künftigen Ertragserwartungen des Vermögenswerts, dem sie zuzuordnen sind, erhöhen. Alle sonstigen Ausgaben werden unmittelbar als Aufwand behandelt. Die übrigen immateriellen Vermögenswerte werden linear über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben, beginnend ab dem Zeitpunkt, ab dem sie zur Nutzung zur Verfügung stehen. Sämtliche übrige immaterielle Vermögenswerte haben eine begrenzte Nutzungsdauer. Folgende Abschreibungsdauern kommen zur Anwendung:
Abschreibungen auf übrige immaterielle Vermögenswerte werden in den jeweiligen Funktionsbereichen (Kosten der umgesetzten Leistungen, Vertriebskosten, Forschungs- und Entwicklungskosten und allgemeine Verwaltungskosten) ausgewiesen. Sachanlagen Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger beziehungsweise außerplanmäßiger Abschreibungen und zuzüglich Wertaufholungen bewertet. Die Herstellungskosten von eigenerstellten Sachanlagen umfassen die Materialeinzelkosten, die direkt zurechenbaren Personalkosten sowie angemessene Teile der jeweiligen Gemeinkosten. Sofern einzelne Komponenten von Sachanlagegegenständen unterschiedliche erwartete Nutzungsdauern aufweisen, werden die einzelnen Teile über die jeweils erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Gewinne oder Verluste aus Anlagenabgängen werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen erfasst. Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen werden als nachträgliche Anschaffungskosten aktiviert, wenn erwartet wird, dass durch die Maßnahme künftiger Nutzen zufließen wird und die Kosten zuverlässig ermittelt werden können. Sonstige Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten werden aufwandswirksam erfasst. Zuwendungen der öffentlichen Hand mindern die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die Abschreibung des Sachanlagevermögens - mit Ausnahme der Grundstücke - erfolgt linear über die geschätzte Nutzungsdauer, die sich wie folgt darstellt:
Abschreibungen auf Sachanlagen werden in den jeweiligen Funktionsbereichen (Kosten der umgesetzten Leistungen, Vertriebskosten, Forschungs- und Entwicklungskosten und allgemeine Verwaltungskosten) ausgewiesen. Nutzungsrechte Die bestehenden Leasingverträge betreffen insbesondere Büroräume der Verwaltung und des Vertriebsinnendienstes sowie für Produktionsstätten und für Räumlichkeiten der Forschung. Des Weiteren werden Firmenfahrzeuge bei den deutschen und einigen ausländischen Konzerngesellschaften geleast. Die zu bilanzierenden Leasingverbindlichkeiten werden mit dem Barwert der ausstehenden Leasingzahlungen angesetzt. Die Diskontierung erfolgt mit dem Zinssatz, der dem Leasingverhältnis zugrunde liegt oder dem landesspezifischen Grenzfremdkapitalzinssatz. Die Anschaffungskosten des Nutzungsrechts ermitteln sich als Barwert der künftigen Leasingzahlungen zuzüglich anfänglicher direkter Kosten sowie der geschätzten Kosten, die bei der Wiederherstellung des Leasinggegenstandes entstehen. Bei der Ermittlung der Vertragslaufzeit der Leasingverträge wird die Wahrscheinlichkeit für die Ausübung von Kauf-, Verlängerungs- und Kündigungsoptionen basierend auf den aktuellen Erkenntnissen eingeschätzt. Zur Ermittlung des Barwertes werden vertragsindividuelle Zinssätze herangezogen, sofern diese bestimmbar sind. Ansonsten erfolgt die Abzinsung zum landesspezifischen Grenzfremdkapitalzinssatz unter Einbezug von Länder- und Währungsrisken. Merz macht von dem von IFRS 16 eingeräumten Wahlrecht Gebrauch, auf den Ansatz eines Nutzungsrechts und der korrespondierenden Leasingverbindlichkeit für kurzfristige Leasingverträge mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten bzw. für Leasingverträge zu geringwertigen Vermögenswerten zu verzichten. Die Nutzungsrechte werden in der Bilanz in einer separaten Position unter den langfristigen Vermögenswerten und die Leasingverbindlichkeiten unter den lang- bzw. kurzfristigen Schulden ausgewiesen. Soweit erforderlich sind Wiederherstellungsverpflichtungen unter den sonstigen lang- und kurzfristigen Rückstellungen ausgewiesen. Finanzinstrumente Originäre Finanzinstrumente Die Finanzinstrumente beinhalten verzinsliche Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Ausleihungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Der Ansatz eines Finanzinstruments erfolgt, wenn Merz Pharma Inhaber einer Verpflichtung bzw. eines Rechts an diesem Finanzinstrument wird. Eine Ausbuchung erfolgt, wenn künftig entweder keine Cash Flows mehr erzielt werden, der Vermögenswert verkauft oder die Verbindlichkeit erfüllt wird. Finanzielle Vermögenswerte werden ab dem Tag bilanziert bzw. bei Abgängen nicht mehr bilanziert, an dem der Vermögenswert erworben bzw. veräußert wurde. Bei Erwerb über die Börse ist dies der Ausführungstag. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die Verpflichtungen nicht mehr bestehen. Originäre Finanzinstrumente werden bei Erwerb zum Fair Value zuzüglich direkt zurechenbarer Transaktionskosten bewertet. Die Folgebewertung erfolgt nach den nachstehend dargestellten Grundsätzen. Gemäß IFRS 9 können finanzielle Vermögenswerte in die folgenden Kategorien unterteilt werden: Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten ("AC"), erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte ("FVTPL") und erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte ("FVOCI") unter Beachtung der Interpretation des IDW RS HFA 48. Die Bilanzierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten wird gemäß IFRS 9 vorgenommen. Die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt in Abhängigkeit von dem zugrunde liegenden Geschäftsmodell und dem sogenannten Zahlungsstromkriterium. Nach IFRS 9 wird ein finanzieller Vermögenswert zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, wenn das zugrunde liegende Geschäftsmodell darin besteht, die Vermögenswerte zu halten, um vertragliche Zahlungsströme zu vereinnahmen. Zusätzlich muss die Zahlungsstrombedingung erfüllt sein, wonach die vertraglichen Zahlungsströme des finanziellen Vermögenswerts ausschließlich aus Zinsen und Tilgung auf den ausstehenden Zahlungsbetrag des Finanzinstruments bestehen dürfen. Ein finanzieller Vermögenswert wird erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn das zugrunde liegende Geschäftsmodell darin besteht, den finanziellen Vermögenswert sowohl zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme als auch zur Veräußerung zu halten. Zusätzlich muss die Zahlungsstrombedingung erfüllt sein, nach der die Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag vorsehen. Eigenkapitalinstrumente werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Wertminderungen werden gemäß IFRS 9 auf Basis erwarteter Forderungsausfälle erfasst (Expected-Credit-Losses-Modell). Dabei wendet Merz für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen den vereinfachten Ansatz ("simplified approach") an. Für die sonstigen finanziellen Vermögenswerte kommt der allgemeine Ansatz ("general approach") zur Anwendung. Dabei unterliegen finanzielle Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, dem gleichen Wertminderungsmodell wie die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte. Nach dem "simplified approach" in der Anwendung für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden bereits bei Zugang die über die gesamte Restlaufzeit erwarteten Forderungsausfälle erfasst. Merz ermittelt die erwarteten Forderungsausfälle gegliedert nach Risikogruppen unter Berücksichtigung historischer Ausfallraten. Die Zuordnung zu Risikogruppen erfolgt auf Basis gemeinsamer Kreditrisikomerkmale. Diese basiert sowohl auf geschäftsbereichsbezogenen als auch auf regions- und länderspezifischen Kriterien. Die Berücksichtigung zukunftsorientierter Informationen beruht auf Vorhersagen des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der entsprechenden Länder bzw. Regionen. Eine Wertberichtigung auf individueller Basis erfolgt, wenn Ereignisse mit nachteiliger Auswirkung auf die Bonität des Schuldners eingetreten sind. Hierbei handelt es sich beispielsweise um Zahlungsverzögerungen, drohende Insolvenz oder Zugeständnisse gegenüber dem Schuldner aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten. Die Ausbuchung der Forderung erfolgt, wenn die Zahlungsunfähigkeit des Schuldners festgestellt wird. Nach dem allgemeinen Ansatz bemisst sich die Höhe der Wertberichtigung bei erstmaliger Erfassung anhand des erwarteten 12-Monats-Kreditverlusts (Stufe 1). Falls sich das Ausfallrisiko seit der erstmaligen Erfassung signifikant erhöht hat, wird die Wertberichtigung in Höhe der über die gesamte Laufzeit erwarteten Kreditverluste bemessen (Stufe 2). Für bonitätsbeeinträchtigte Vermögenswerte, deren Bonität bei Erwerb oder Ausreichung noch nicht beeinträchtigt war, wird eine Wertberichtigung in Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste erfasst (Stufe 3). Merz geht im Allgemeinen vom Ausfall einer Forderung aus, wenn diese mehr als 180 Tage überfällig ist oder es objektive Hinweise auf Zahlungsunfähigkeit gibt. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder Zahlungsmitteläquivalenten oder einem sonstigen finanziellen Vermögenswert. Der Ansatz erfolgt, sobald das Unternehmen Vertragspartei der Regelung des Finanzinstruments geworden ist. Sie werden im Zeitpunkt der Entstehung zum beizulegenden Zeitwert und in den Folgejahren zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Sicherung von Währungspositionen eingesetzt, mit dem Ziel, durch Wechselkursschwankungen bedingte Währungsrisiken zu verringern. Als Instrumente werden hierzu marktgängige Devisentermin- und Optionsgeschäfte genutzt. Der Einsatz solcher Derivatkontrakte ist durch interne Richtlinien im Rahmen der Treasury Guideline geregelt. Derivative Finanzinstrumente unterliegen einer ständigen Risikokontrolle und werden nur mit Banken höchster Bonität abgeschlossen. Sie sind auf die Absicherung des operativen Geschäfts sowie der damit verbundenen Finanzierungsvorgänge beschränkt. Der Betrachtungszeitraum für das Währungsmanagement beträgt derzeit grundsätzlich 36 Monate. Für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen nimmt Merz das Wahlrecht zur Beibehaltung der bestehenden IAS 39 - Hedge Accounting Regeln in Anspruch. Derivative Finanzinstrumente werden zum Fair Value bewertet. Freistehende Derivate werden als Held for Trading kategorisiert und der Gewinn oder Verlust aus der Bewertung zu Marktpreisen wird in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Falls die Derivate jedoch zum Hedging genutzt werden und die Voraussetzungen für Hedge Accounting erfüllt sind, sind die Auswirkungen auf den Konzernabschluss abhängig von der Art des Grundgeschäfts (siehe nachfolgend unter Hedge Accounting). Die Sicherungsbeziehungen zwischen den derivativen Finanzinstrumenten und den zu sichernden Risiken werden dokumentiert. Dies schließt auch die Dokumentation der Hedge-Strategie sowie der Methoden der Effektivitätsmessung ein. Die Beurteilung der Effektivität der Hedge-Instrumente erfolgt sowohl bei Abschluss der Sicherungsgeschäfte als auch auf fortlaufender Basis, mindestens zu jedem Bilanzstichtag. Hedge Accounting Cash Flow Hedges Bei derivativen Finanzinstrumenten, die zur Absicherung von Zahlungsströmen genutzt werden, wird der effektive Teil der Marktwertänderungen zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Marktwertänderungen des ineffektiven Teils werden unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Potenzielle Ursachen von Ineffektivitäten sind der Wegfall bzw. zeitliche Verzögerungen des Grundgeschäfts oder das Kontrahentenausfallrisiko. Wenn die erwarteten Transaktionen zur Erfassung eines nicht finanziellen Vermögenswerts oder einer nicht finanziellen Schuld führen, wird der kumulierte Gewinn oder Verlust neutral aus dem Eigenkapital, den Anschaffungskosten oder dem beizulegenden Wert des nicht finanziellen Vermögenswerts oder der Schuld zugeordnet. Führt die erwartete Transaktion dagegen zur Erfassung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Verbindlichkeit, werden die im Eigenkapital neutral erfassten kumulierten Gewinne und Verluste in den Perioden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in denen sich Auswirkungen durch den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit auf die Gewinn- und Verlustrechnung ergeben. Für Cash Flow Hedges, die nicht durch die beiden vorstehenden Vorgehensweisen abgedeckt werden, werden die kumulierten Gewinne und Verluste in den Perioden erfasst, in denen die erwarteten Transaktionen die Gewinn- und Verlustrechnung beeinflussen. Sofern ein Hedging-Instrument endfällig ist, verkauft oder ausgeübt wird bzw. das Unternehmen die Hedge-Zuordnung aufgibt, aber weiterhin erwartet wird, dass es zu der künftigen Transaktion kommt, wird der kumulierte, im Eigenkapital ausgewiesene Gewinn oder Verlust zu diesem Zeitpunkt im Eigenkapital belassen und in Übereinstimmung mit dem oben genannten Vorgehen in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt, wenn die Transaktion stattfindet. Sofern die gesicherte Transaktion nicht mehr eintreten sollte, werden die bislang neutral im Eigenkapital erfassten kumulierten unrealisierten Gewinne und Verluste ergebniswirksam erfasst. Daneben werden derivative Finanzinstrumente (Zinsswaps) zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken eingesetzt, um die Zinsvolatilität zu reduzieren. Die derivativen Sicherungsinstrumente sind so ausgestaltet, dass die Regelungen des Hedge-Accountings angewendet werden können. Hedging von monetären Vermögenswerten und Schulden Sofern derivative Finanzinstrumente genutzt werden, um die Effekte von Währungsrisiken bereits bilanzierter Vermögenswerte und Schulden zu begrenzen, wird kein Hedge Accounting angewendet. Stattdessen werden Gewinne und Verluste der Sicherungsinstrumente unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Vorräte Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder den niedrigeren Nettoveräußerungswerten am Bilanzstichtag angesetzt. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem erwarteten Verkaufspreis, der im Rahmen einer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erzielt werden kann, vermindert um geschätzte Fertigstellungs- und Vertriebskosten. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten werden anhand der gewichteten Durchschnittskosten ermittelt. Herstellungskosten umfassen Material- und Personalaufwand einschließlich Gemeinkosten sowie Abschreibungen. Forderungen und sonstige Vermögenswerte Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Barwerten bilanziert. Erkennbaren Zins- und Ausfallrisiken wird durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen. Wertberichtigungen werden gemäß IFRS 9 auf Basis erwarteter Forderungsausfälle erfasst (Expected-Credit-Losses-Modell). Dabei wendet Merz für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen den vereinfachten Ansatz ("simplified approach") an. Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden auf separaten Wertberichtigungskonten erfasst. Eine Ausbuchung des Bruttowerts sowie der zuvor gebildeten Wertberichtigungen erfolgt, wenn eine Forderung uneinbringlich geworden ist. Wertpapiere Die Wertpapiere, die vor allem Investmentanteile umfassen, sind entsprechend der Interpretation des IDW RS HFA 48 in voller Höhe der Bewertungskategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" (FVTPL) zugeordnet. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten die flüssigen Mittel und liquiditätsnahe Geldanlagen. Die flüssigen Mittel setzen sich aus Sichteinlagen, Festgeldern und Kassenbestand zusammen und sind zum Nominalwert bewertet. Werthaltigkeitsprüfung / Impairment Für alle nicht finanziellen Vermögenswerte erfolgt zu jedem Bilanzstichtag eine Beurteilung, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Sofern hierfür ein Hinweis besteht, wird der erzielbare Betrag ermittelt. Eine Wertminderung wird erfolgswirksam erfasst, wenn der für einen Vermögenswert oder der entsprechenden kleinsten zahlungsmittelgenerierende Einheit ermittelte erzielbare Betrag unter dem Buchwert liegt. Im Rahmen des Impairment Tests ist der Buchwert eines Vermögenswerts seinem erzielbaren Betrag gegenüberzustellen. Eine Wertminderung liegt vor, wenn der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Diese Differenz stellt den Wertminderungsaufwand (impairment loss) dar und ist als außerplanmäßige Abschreibung zu erfassen, um den Buchwert des Vermögenswerts auf seinen erzielbaren Betrag zu verringern. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Kosten der Veräußerung (fair value less cost to sell) und dem Nutzungswert (value in use). Sofern Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen, werden einzelne wesentliche nicht finanzielle Vermögenswerte individuell auf Wertminderungen getestet. Die verbleibenden nicht finanziellen Vermögenswerte werden in Gruppen mit ähnlichen Risiken zusammengefasst und auf dieser Basis beurteilt. Sofern ein Impairment auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten entfällt, wird zunächst ein vorhandener Geschäfts- oder Firmenwert vermindert, anschließend werden die übrigen Vermögenswerte anteilig abgewertet. Bei Finanzinstrumenten, die als "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" zugeordnet sind, werden Zuschreibungen vorgenommen, wenn der Grund für die Zuschreibung objektiv mit einem Ereignis in Zusammenhang steht, das nach dem Abwertungsstichtag eingetreten ist. Bei sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerten werden Zuschreibungen vorgenommen, wenn der Grund für die Wertminderung weggefallen ist. Zuschreibungen werden nur bis zu der Höhe vorgenommen, die sich bei planmäßiger Abschreibung ergeben hätte. Auf Geschäfts- oder Firmenwerte werden keine Zuschreibungen vorgenommen. Darlehen und übrige langfristige Finanzschulden Aufgenommene Darlehen und übrige langfristige Finanzschulden werden zu Anschaffungskosten einschließlich Transaktionskosten angesetzt. Die Differenz zum Erfüllungsbetrag wird nach der Effektivzinsmethode über die Laufzeit ergebniswirksam erfasst. Langfristige Vergütungen an Mitarbeiter Beitragsorientierte Pensionspläne Bei einigen ausländischen Tochtergesellschaften bestehen beitragsorientierte Versorgungspläne, bei denen die Altersvorsorge über sogenannte "Defined Contribution"-Pläne erfolgt. Bei diesen Plänen liegt die Verpflichtung bei den jeweiligen Versorgungseinrichtungen, so dass keine versicherungsmathematischen Annahmen für die Bewertung der Verpflichtungen erforderlich sind. Verpflichtungen aus beitragsorientierten Pensionsplänen werden bei Fälligkeit als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung in den jeweiligen Funktionsbereichen erfasst. Vorausgezahlte Beiträge werden als sonstige Vermögenswerte in dem Umfang abgegrenzt, in dem sie in den Folgejahren anrechenbar sind. Leistungsorientierte Pensionspläne Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf Basis versicherungsmathematischer Verfahren bewertet. Im Rahmen des Anwartschaftsbarwertverfahrens werden auch langfristige Trendannahmen hinsichtlich der Gehalts- und Rentenentwicklung sowie die Fluktuationsrate und die Inflationsrate berücksichtigt. Die angesetzten Abzinsungssätze werden auf Grundlage der Zinssätze bestimmt, die erstklassige Schuldner (AAA-Rating) für Kredite mit einer entsprechenden Laufzeit zahlen müssen. Bei Ermittlung der Pensionsverpflichtungen wird für jeden einzelnen Plan berechnet, welchen Teil die Anspruchsberechtigten aufgrund ihrer bislang erbrachten Leistungen in der Berichts- sowie in Vorperioden erdient haben. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die sich aus Änderungen von versicherungsmathematischen Annahmen ergeben, werden unter Berücksichtigung latenter Steuern in der Periode ihrer Entstehung erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand, der sich aus rückwirkender Änderung von Versorgungszusagen ergibt, wird in der Periode der Planänderung ergebniswirksam erfasst. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die laufenden und nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwendungen ebenso wie die Aufwendungen aus Abzinsung der Rückstellungsbeträge und die sonstigen Erträge aus dem Planvermögen den einzelnen Funktionsbereichen zugeordnet und dementsprechend in den Vertriebs-, Verwaltungs- sowie Forschungs- und Entwicklungskosten ausgewiesen. Von dem Barwert der Pensionsverpflichtungen wird der Zeitwert des Planvermögens (verpfändete Rückdeckungsversicherungen) abgezogen. Sonstige langfristige Leistungen an Arbeitnehmer Die Verpflichtungen des Konzerns in Zusammenhang mit sonstigen langfristigen Leistungen an Arbeitnehmer werden, basierend auf den künftigen Leistungen, mit dem Betrag angesetzt, der auf Leistungen des Arbeitnehmers in der Berichtsperiode sowie in Vorperioden entfällt. Die Verpflichtung wird unter Anwendung der "Projected Unit Credit Method" ermittelt und auf den Bilanzstichtag diskontiert. Grundlage für die Diskontierung sind dabei die Zinssätze, die erstklassige Schuldner (AAA-Rating) für Kredite mit einer entsprechenden Laufzeit zahlen müssen. Andere langfristige Anreizpläne werden mit dem diskontierten Barwert der erdienten Leistungen am Bilanzstichtag bilanziert. Sonstige Rückstellungen Rückstellungen werden angesetzt, wenn eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten aufgrund eines Ereignisses in der Vergangenheit besteht, die Zahlung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Die angesetzten Beträge stellen die bestmögliche Schätzung der Ausgabe dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Gewährleistungsrückstellungen werden erfasst, wenn die zugrunde liegenden Produkte verkauft wurden. Die Bemessung der Rückstellung basiert sowohl auf dem Gewährleistungsaufwand in der Vergangenheit als auch auf dem evaluierten Gesamtrisiko des Produkts. Rückstellungen für belastende Verträge werden gebildet, sofern die unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen höher sind als der aus den Verträgen erwartete zukünftige wirtschaftliche Nutzen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Umsatzerlöse Umsatzerlöse werden mit dem Betrag der erwarteten Gegenleistung bewertet und realisiert, wenn die Verfügungsgewalt über eigenständig abgrenzbare Güter und Dienstleistungen durch Erfüllung der Leistungsverpflichtung auf Kunden übertragen wird und dieser Nutzen hieraus ziehen kann. Die Realisierung von Umsatzerlösen erfolgt nur dann, wenn der Erhalt der Gegenleistung als wahrscheinlich eingestuft werden kann. Bei der Bestimmung des Transaktionspreises werden variable Gegenleistungen wie Rabatte, Skonti und Rücklieferungen sowie umsatzabhängige Steuern und Werbekostenzuschüsse berücksichtigt. Die aus den Verträgen mit Kunden der Merz Pharma Gruppe resultierenden Leistungsverpflichtungen werden überwiegend zeitpunktbezogen erfüllt. Die Leistungserbringung einzelner Dienstleistungen beispielsweise aus Lizenzverträgen sowie zusätzlichen Garantieverträgen, werden über einen Zeitraum erbracht. Nicht erstattungsfähige und vorbehaltlos geleistete Einmalzahlungen aus Lizenzverträgen werden sofort ertragswirksam vereinnahmt. Bezieht sich die Zahlung auf einen zu leistenden Dienst der Merz Pharma Gruppe, werden Umsatz und Ergebnis über den Zeitraum der Leistungserbringung abgegrenzt. Forschungs- und Entwicklungskosten Forschungskosten sind Kosten für die eigenständige und planmäßige Suche mit der Absicht, zu neuen wissenschaftlichen oder technischen Erkenntnissen zu gelangen. Sie werden in voller Höhe als Aufwand berücksichtigt. Entwicklungskosten umfassen Aufwendungen, die dazu dienen, theoretische Erkenntnisse technisch und kommerziell umzusetzen. Die Aktivierung von Entwicklungskosten für pharmazeutische Produkte erfolgt nicht, da wegen der hohen Risiken bis zur Markteinführung pharmazeutischer Produkte die Voraussetzungen des IAS 38 nicht erfüllt sind, insbesondere nicht die Wahrscheinlichkeit des zukünftigen Nutzenzuflusses. Finanzergebnis Das Finanzergebnis beinhaltet Zinsaufwendungen aus verzinslichen Verbindlichkeiten, die periodengerecht unter Zugrundelegung der Effektivzinsmethode abgegrenzt werden, Zinserträge aus Vermögensanlagen, Dividendeneinkünfte, Gewinne und Verluste aus der Veräußerung von Wertpapieren und liquiditätsnahen Geldanlagen, die der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" zugeordnet sind, sowie Gewinne und Verluste aus Hedging-Instrumenten, die unmittelbar im Ergebnis berücksichtigt werden. Ferner werden Währungskursgewinne und -verluste aus dem Verkauf sowie aus der Stichtagsbewertung von Wertpapieren und Guthaben in fremder Währung - sofern sie nicht operativ bedingt sind - im Finanzergebnis ausgewiesen. Darüber hinaus werden im Finanzergebnis entsprechend der Regelung des Standards IFRS 16 die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Leasingverbindlichkeiten erfasst. Zinserträge werden periodengerecht unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Gewinn- und Verlustrechnung abgegrenzt. Dividenden werden erst zu dem Zeitpunkt vereinnahmt, wenn dem Unternehmen das Recht zu deren Bezug zusteht. Ertragsteuern Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag umfassen laufende und latente Steuern und werden grundsätzlich ergebniswirksam erfasst. Falls Steuern im Zusammenhang mit Sachverhalten stehen, die neutral im Eigenkapital erfasst werden, werden diese analog behandelt. Die laufenden Steuern umfassen die Steuern auf das laufende steuerliche Einkommen bewertet mit den zum Bilanzstichtag geltenden Steuersätzen sowie Anpassungen der Steuerzahlungen für frühere Jahre. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, die bei Ausschüttung von Dividenden anfallen, werden in derselben Periode erfasst, in der die Verbindlichkeit erfasst wird. Latente Steuern resultieren aus der Anwendung der "Balance Sheet Liability-Methode", d. h. sie ergeben sich aus zeitlichen Differenzen zwischen Steuer- und Konzernbilanzwert einzelner Vermögenswerte und Schulden. Lediglich für steuerlich nicht ansatzfähige Geschäfts- oder Firmenwerte sowie für Vermögenswerte und Schulden, die den steuerrechtlichen Gewinn nicht beeinflussen, werden keine latenten Steuern angesetzt. Die Höhe der ausgewiesenen Steuerlatenzen wird unter Berücksichtigung der geltenden bzw. künftig geltenden Steuersätze ermittelt. Latente Steueransprüche werden nur bilanziert, wenn ihre Nutzung in absehbarer Zukunft wahrscheinlich ist. Latente Steueransprüche werden wertberichtigt, wenn die künftige Nutzung nicht mehr wahrscheinlich ist. Weiterhin ergeben sich latente Ertragsteuern aus Konsolidierungsmaßnahmen. Steuerlatenzen auf entstandene Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung werden gemäß IAS 12 nicht bilanziert. Eine Saldierung von latenten Steueransprüchen und latenten Steuerverbindlichkeiten wird vorgenommen, soweit sie im Verhältnis zu einer Steuerbehörde aufrechenbar sind. Aus der Anwendung von IFRIC 23 ergeben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Schätzungen Im Konzernabschluss müssen bei der Bilanzierung und Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden. Wesentliche Bereiche für Annahmen und Schätzungen betreffen die Ermittlung abgezinster zukünftiger Cash-Flows bei den Kaufpreisallokationen und bei Wertminderungstests (Impairment), die Festlegung der Nutzungsdauer von Vermögenswerten sowie die Ermittlung von Rückstellungen. Die Schätzungen sowie die zugrunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Änderungen in den Schätzungen werden, wenn die Änderungen nur abgelaufene Perioden betreffen, in der abgelaufenen Periode berücksichtigt. Wirkt sich die Änderung dagegen auch auf die Zukunft aus, wird die sich ergebende Ergebnisauswirkung in der laufenden und in Folgeperioden berücksichtigt. Die Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, von denen die wesentlichen im Anhang erläutert sind. 5. Unternehmenserwerbe Am 13. Dezember 2021 hat Merz die ausstehenden Anteile von 74,9% an der Brooklyn Soap GmbH erworben. Durch den Erwerb erweitert Merz sein Produktportfolio. Das im Jahr 2012 gegründete Unternehmen ist auf die Entwicklung und den Vertrieb von Bartpflegeprodukten spezialisiert. Erworbene Vermögenswerte und Schulden Mit dem Erwerb von Brooklyn Soap GmbH wurden die folgenden Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert übernommen:
1) Einschließlich Kontrollprämie für die bereits im Vorjahr erworbenen Anteile. Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden bisher nicht bilanzierte übrige immaterielle Vermögenswerte (ohne Geschäfts- oder Firmenwert) in Höhe von TEUR 11.871 identifiziert. Die übrigen immateriellen Vermögenswerte beinhalten die Marke Brooklyn Soap Company (TEUR 9.457, Abschreibungsdauer: 15 Jahre) und die Business-to-Business Kundenbeziehungen (TEUR 2.414, Abschreibungsdauer: 10 Jahre). Die ausgewiesenen passiven latenten Steuern stehen insbesondere im Zusammenhang mit der Neubewertung der übrigen immateriellen Vermögenswerte im Rahmen der Kaufpreisallokation. Der Kaufpreis für den Erwerb der Brooklyn Soap GmbH wurde vollständig aus den liquiden Mittel der Merz-Gruppe geleistet. Die übertragene Gegenleistung belief sich auf einen beizulegenden Zeitwert von EUR 14,6 Mio. Der beizulegende Zeitwert der erworbenen Forderungen liegt bei TEUR 1.063. Darin sind keine Wertberichtigungen enthalten. Der beizulegende Zeitwert des Eigenkapitalanteils (25,1%) an der Brooklyn Soap GmbH, der unmittelbar vor dem Erwerbszeitpunkt wurde betrug TEUR 2.250. Der Gewinn aufgrund der Neubewertung des Eigenkapitalanteils, welcher vor dem Unternehmenszusammenschlusses bereits gehalten wurde, beläuft sich auf TEUR 1.153. Dieser wurde ertragswirksam erfasst. Der bei dem Unternehmenserwerb entstandene Geschäfts- oder Firmenwert beträgt TEUR 4.589 und ist steuerlich nicht abzugsfähig. Dieser beinhaltet im Wesentlichen Expertise im Bereich Digitalisierung, Zugang zu neuen Kunden-Zielgruppen und Produkten, sowie nicht separierbare Werte für das Know-How der Mitarbeiter. Auswirkung auf die Konzernumsatzerlöse und das Konzernergebnis Seit dem Erwerbszeitpunkt hat Brooklyn Soap GmbH TEUR 2.697 zu den Konzernumsatzerlösen beigetragen. Der Beitrag der Brooklyn Soap GmbH zum Konzernjahresüberschuss der Merz Pharma GmbH & Co. KGaA belief sich auf TEUR -356. Im Konzernergebnis vor Steuern wurden auch die Abschreibungen auf die im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierten, übrigen immateriellen Vermögenswerte (TEUR 436) berücksichtigt. Bei einem theoretischen Erwerbszeitpunkt zum 1. Juli 2021 hätte sich der Konzernjahresüberschuss der Merz Pharma GmbH & Co KGaA EUR 125,2 Mio (statt EUR 124,8 Mio) und die Umsatzerlöse auf EUR 1.381,6 Mio (statt EUR 1.378,8 Mio) belaufen. 6. Ausfallrisiken Die Merz Pharma Gruppe ist Ausfallrisiken ausgesetzt, wenn Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Zur Vermeidung derartiger Risiken werden Kontrakte nur mit Vertragspartnern guter Bonität abgeschlossen. Das Kreditrisiko aus Finanzkontrakten wird regelmäßig auf Basis von Marktinformationen überwacht. An den Stichtagen 30. Juni 2022 und 30. Juni 2021 bestanden keine wesentlichen Ausfallrisiken, so dass nach Auffassung der Geschäftsleitung das Risiko der Nichterfüllung durch die Vertragspartner sehr gering, jedoch nicht vollständig auszuschließen ist. Ausfallrisiken betreffen im Wesentlichen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Somit gibt die bilanzierte Höhe von finanziellen Vermögenswerten ungeachtet bestehender Sicherheiten das maximale Ausfallrisiko für den Fall an, dass die Vertragspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Zur Minimierung der finanziellen Auswirkungen von Zahlungsausfällen werden für bestimmte Kundengruppen Warenkreditversicherungen abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag entsprechen die abgesicherten Forderungen 14,9% (Vj. 16,4%) des Gesamtbestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Erläuterungen zur Bilanz 7. Geschäfts- oder Firmenwert, übrige immaterielle Vermögenswerte
Die Geschäfts- und Firmenwerte entfallen auf die Geschäftsbereiche Aesthetics (TEUR 143.902; Vj. TEUR 132.324), Therapeutics (TEUR 216.957; Vj. TEUR 199.500) und Consumer Care (TEUR 84.609; Vj. TEUR 73.581). Die übrigen immateriellen Vermögenswerte beinhalten die im Rahmen von Kaufpreisallokationen identifizierten und aktivierten Technologien, Patentrechte, Produkt- und Markennamen sowie Kundenlisten. Daneben sind Arzneimittelrechte, Vertriebs- und Vermarktungsrechte sowie EDV-Anwendungssoftware in diesem Posten ausgewiesen. Wesentliche übrige immaterielle Vermögenswerte resultieren aus den Unternehmenserwerben von Ulthera, Inc. und Neocutis SA. Diese betreffen Technologien einschließlich Patente, Produkt- und Markennamen sowie Vertriebsnetze für Ultherapy® (TEUR 34.312; Vj. TEUR 50.719) mit verbleibenden Nutzungsdauern zwischen zwei und fünf Jahren. Darüber hinaus entfallen TEUR 1.716 (Vj. TEUR 5.932) auf Neocutis® mit einer Restnutzungsdauer von einem Jahr. Daneben betreffen bedeutende übrige immaterielle Vermögenswerte den Markennamen Radiesse® (TEUR 15.374; Vj. TEUR 16.507). Die voraussichtliche Restnutzungsdauer beträgt fünf Jahre. Die Zugänge aus Erstkonsolidierung resultieren aus dem Erwerb der Brooklyn Soap GmbH, Hamburg. Die wesentlichen erworbenen übrigen immateriellen Vermögenswerte sind unter Textziffer 5 (Unternehmenserwerbe) dargestellt. 8. Sachanlagen
Die Zugänge bei den Sachanlagen betreffen insbesondere die Erweiterung der Produktionsanlagen am Standort Dessau. Die Abgänge bei den Sachanlagen entfallen in Höhe von TEUR 3.266 auf den Verkauf des Bürogebäudes ("Altbau") in der Eckenheimer Landstraße in Frankfurt am Main im Rahmen einer Sale-and-Leaseback Transaktion. Der Verkauf beinhaltet das Bürogebäude einschließlich Inventar sowie Freiflächen. Die Merz Pharma KGaA verkaufte das Bürogebäude im Oktober 2021 an die Merz Immobilien GmbH & Co. KG. Aus dem Verkauf wurde ein Erlös von TEUR 17.400 erzielt. Gleichzeitig wurde die Nutzung der Immobilie durch einen Leasingvertrag mit einer Laufzeit von 10 Jahren zurückgeleast. 9. Nutzungsrechte
In der nachfolgenden Tabelle sind die Buchwerte der bilanzierten Nutzungsrechte und ihre Veränderungen während des Geschäftsjahres dargestellt:
Die Leasingverhältnisse, bei denen Merz Leasingnehmer ist, betreffen insbesondere Büroräume der Verwaltung und des Vertriebsinnendienstes sowie für Produktionsstätten und für Räumlichkeiten der Forschung. Des Weiteren werden Firmenfahrzeuge bei den deutschen und einigen ausländischen Konzerngesellschaften geleast. In den Zugängen sind Nutzungsrechte, die im Rahmen einer Sale-and-Leaseback Transaktion für die Büro-Immobilie an der Eckenheimer Landstraße erworben wurden, in Höhe von TEUR 1.606 enthalten. Die Laufzeit der Leasingverträge für Büroräume, Produktionsstätten und Forschungslabore liegt zwischen zwei und zehn Jahren mit der Option, die Leasingvereinbarungen nach diesem Zeitraum zu verlängern. Einige Leasingvereinbarungen sehen zusätzliche Mietzahlungen auf Basis der Veränderung lokaler Preisindizes vor. Die Laufzeit der Leasingverträge für Firmenfahrzeuge und IT-Ausstattung haben vertragliche Laufzeiten bis zu drei Jahren. Sofern die Leasingvereinbarungen kurzfristig oder von geringem Wert (Gesamtzahlungen kleiner TEUR 5) sind, macht Merz von dem von IFRS 16 eingeräumten Wahlrecht Gebrauch, auf den Ansatz eines Nutzungsrechts zu verzichten. Die Aufgliederung der Restbuchwerte und der Abschreibungen des Berichtsjahres nach Klassen der den Leasingverhältnissen zugrunde liegenden Vermögenswerte ist wie folgt:
10. Finanzanlagen
1) Einbezug in den Konsolidierungskreis Bei den zum 30. Juni 2022 bilanzierten Anteilen an verbundenen Unternehmen handelt es sich um vier (Vj. fünf) kleine Gesellschaften von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung. Die Abgänge beinhalten die Anteile an den im Vorjahr neu gegründeten Gesellschaften Merz Aesthetics GmbH und Merz Therapeutics GmbH. Diese Gesellschaften sind nach Übernahme des operativen Geschäfts für die Geschäftsbereiche Aesthetics bzw. Therapeutics von der Merz Pharmaceuticals GmbH zum 1. Juli 2021 in den Konsolidierungskreis einbezogen worden. Der unter den Beteiligungen ausgewiesene Betrag beinhaltet die Anteile an der Cytrellis Biosystems, Inc., Boston, USA, die unter Berücksichtigung der Unsicherheiten bezüglich zukünftiger Mittelzuflüsse in Vorjahren in voller Höhe wertgemindert wurden. Der Abgang bei Beteiligungen resultiert aus der Einbeziehung der Brooklyn Soap GmbH, Hamburg, in den Konsolidierungskreis infolge des Erwerbs der verbleibenden Anteile (74,9%). Der Beteiligungszugang des Berichtsjahres beinhaltet eine Kontrollprämie aus der Bewertung der bereits im Vorjahr erworbene Anteile, die ergebniswirksam realisiert wurde. Daneben wurde im Geschäftsjahr ein Anteil in Höhe 11,67% an der Vensica Medical Limited, Kfar Netter, Israel, erworben. Die Beteiligung an der Vensica Medical Limited wurde in voller Höhe (TEUR 890) wertgemindert, da sich das Entwicklungsprojekt noch in der klinischen Studienphase befindet und Unsicherheit über die zukünftigen Mittelzuflüsse besteht. 11. Sonstige langfristige Vermögenswerte
Die übrigen sonstigen langfristigen Vermögenswerte entfallen zum großen Teil auf hinterlegte Sicherheitsleistungen. 12. Vorräte
Der Buchwert der mit einem niedrigeren Nettoveräußerungserlös angesetzten Vorräte beträgt TEUR 2.703 (Vj. TEUR 2.248). Der Anstieg der Vorräte um TEUR 33.103 resultiert mit TEUR 11.645 aus Bestandserhöhungen bei inländischen Gesellschaften sowie mit TEUR 21.458 bei ausländischen Gesellschaften. Wertberichtigungen bestehen in Höhe von TEUR 24.554 (Vj. TEUR 24.429). Davon resultieren TEUR 14.968 (Vj TEUR 11.217) aus einem langfristigen Vertrag zur Lohnherstellung mit einem Kunden. Die aufgrund der Anwendung der Vorschriften des IFRS 15 ausgewiesenen Vertragsvermögenswerte resultieren im Wesentlichen aus einer Vertragsgestaltung der Merz Pharma KGaA, nach der in einer Produktionsstätte auf einer separaten Produktionslinie im Rahmen eines Lohnherstellervertrages für einen Kunden produziert wird, bei dem die Umsatzrealisierung nach dem realisierten Fertigstellungsgrad erfolgt. Die Bewertung erfolgt anhand der zugrunde liegenden Herstellungskosten und berücksichtigt auch einen evtl. niedrigeren Verkaufspreis. Die Vertragsvermögenswerte werden in die Forderungen umgegliedert, wenn die Rechte vorbehaltlos werden. Dies geschieht in der Regel, wenn der Konzern eine Rechnung an den Kunden ausstellt. Daneben sind Vertragsgestaltungen der Merz North America, Inc. enthalten, die dem Kunden das Recht gewähren, Produkte ohne Angabe von Gründen (außerhalb von Gewährleistungsfällen) zurückzugeben. Die Vertragsvermögenswerte entsprechen dem zum Stichtag aufgrund eines historischen Erfahrungsprozentsatzes erwarteten Wertvolumen an Rücksendungen. Eine Realisierung erfolgt in der Regel, wenn die Frist zur Rückgabe ausgelaufen ist. Die Veränderung der Vertragsvermögenswerte stellt sich wie folgt dar:
13. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 63.441 angestiegen. Der Anstieg resultiert mit TEUR 54.507 aus ausländischen Gesellschaften sowie mit TEUR 8.934 aus den bei inländischen Gesellschaften ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen nahestehende und verbundene Unternehmen betreffen im Berichtsjahr im Wesentlichen die Merz Real Estate GmbH & Co. KG und die Merz Immobilien GmbH & Co. KG und resultieren aus der Inanspruchnahme des Cash-Pools der Merz Pharma GmbH & Co. KGaA durch diese Gesellschaften. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind weder überfällig noch wertberichtigt. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:
Die Wertberichtigungen verteilen sich wie folgt auf die Geschäftsbereiche:
*) einschließlich Einzelwertberichtigungen Die Wertberichtigungen werden auf Basis von Schätzungen vorgenommen, die kundenspezifische Auswertungen hinsichtlich des vergangenen Zahlungsverhaltens, die derzeitige Finanzstabilität und die gegebenen länderspezifischen Risiken für überfällige Forderungen umfassen. Forderungsausfälle für nicht wertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich auf TEUR 597 (Vj. TEUR 316). Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
Die in den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten enthaltenen übrigen Forderungen gegen Dritte betragen TEUR 8.236 (Vj. TEUR 4.932) und sind weder überfällig noch wertberichtigt. Im Juli 2019 hat Merz im Rahmen eines langfristigen Vertrages mit einem Kunden ein Lohnfertigungsverhältnis am Standort Dessau aufgenommen. Die Produktion erfolgt auf einer separaten Fertigungslinie, deren Finanzierung vom Kunden übernommen wurde. Das zugrunde liegende Vertragsverhältnis ist als Finanzierungsleasing mit Merz als Leasinggeber eingestuft. Der Lohnfertigungsvertrag hat eine Laufzeit von acht Jahren ab Juli 2019. Eine Verlängerung des Vertrages ist möglich aber derzeit nicht absehbar. Die Produktionsanlagen waren bis zur Aufnahme der Fertigung im Juli 2019 unter den Sachanlagen zu Anschaffungskosten ausgewiesen. Zum Zeitpunkt der Aufnahme der Produktion wurden die Anlagen mit gleichem Wert als Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen mit Merz als Leasinggeber klassifiziert und unmittelbar mit den in gleicher Höhe erhaltenen Anzahlungen verrechnet. Dadurch werden bei Merz im Geschäftsjahr keine Zinserträge realisiert. 14. Ertragsteuerforderungen
Die Ertragsteuerforderungen resultieren im Wesentlichen aus Ertragsteuervorauszahlungen, die über der voraussichtlichen Steuerschuld liegen und entfallen in Höhe von TEUR 23.883 auf den ertragsteuerlichen Organkreis der Merz Pharma KGaA sowie in Höhe von TEUR 11.848 auf ausländische Tochtergesellschaften. 15. Wertpapiere
Die Wertpapiere sind zu Marktwerten bewertet. Bei den Wertpapieren handelt es sich im Wesentlichen um Mischfonds mit Aktienanteilen sowie um Rentenfonds. Entsprechend der Interpretation des IDW RS HFA 48 sind die Wertpapiere in voller Höhe der Bewertungskategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" (FVTPL) zugeordnet. Von dem Gesamtbetrag entfallen TEUR 41.525 (Vj. TEUR 31.221) auf Papiere mit einem Aktienanteil. 16. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Die ausgewiesenen flüssigen Mittel beinhalten im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände. Die liquiditätsnahen Geldanlagen, bei denen es sich hauptsächlich um Geldmarktfonds handelt, sind zu Marktwerten bewertet. Entsprechend der Interpretation des IDW RS HFA 48 sind die liquiditätsnahen Geldanlagen in voller Höhe der Bewertungskategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" (FVTPL) zugeordnet. 17. Eigenkapital
Das Eigenkapital gliedert sich wie folgt auf:
Das gezeichnete Kapital der Merz Pharma KGaA ist in drei Millionen auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennbetrag eingeteilt und wird von der Merz Beteiligungs GmbH als einzige Kommanditaktionärin gehalten. Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt. Die Kapitalrücklage der Merz Pharma KGaA besteht im Wesentlichen aus Einlagen durch die Merz Beteiligungs GmbH. Die Merz Management GmbH, Frankfurt am Main, als Komplementärin, ist zur Stellung einer Kapitaleinlage weder verpflichtet noch berechtigt. Der Posten Gewinnrücklagen und Konzernergebnis beinhalten die Ergebnisbeiträge der Konzerngesellschaften sowie ergebniswirksame Veränderungen der Konsolidierungsposten. Ferner sind hierin die ergebnisneutral erfassten Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen nach Berücksichtigung latenter Steuern ausgewiesen. Aufgrund ihrer vertraglichen Ausgestaltung werden Gewinne und Verluste aus Änderungen des Marktwerts der von Merz-Konzern gehaltenen Wertpapiere und liquiditätsnahen Geldanlagen entsprechend IFRS 9 und unter Berücksichtigung der Interpretation des IDW RS HFA 48 erfolgswirksam erfasst. Dies gilt auch für Gewinne und Verluste aus deren Abgang. In dem Posten Marktbewertung von Finanzinstrumenten sind Wertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten, die zur Absicherung von zukünftigen Zahlungsströmen dienen, erfasst, wenn die Kriterien des "Hedge Accounting" entsprechend IAS 39 erfüllt sind. Die in diesem Posten eingestellten Beträge sind nach latenten Steuern ausgewiesen. Die im Berichtsjahr erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten latenten Steuern aus der Marktbewertung von Finanzinstrumenten betragen TEUR +37 (Vj. TEUR -107). Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der erfolgsneutralen Veränderungen des Eigenkapitals aus der Marktbewertung von derivativen Finanzinstrumenten und sonstigen finanziellen Vermögenswerten sowie versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten aus Pensionsrückstellungen:
Umgliederungen der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Marktwertänderungen von Währungsderivaten in die Gewinn- und Verlustrechnung wurden bei Ausübung der Option innerhalb der Umsatzerlöse ausgewiesen, da sie der Absicherung von Lizenzerlösen in japanischen Yen dienten. Ziel des Kapitalmanagements von Merz ist es, eine starke Eigenkapitalbasis beizubehalten. Dies dient der Sicherstellung der finanziellen Flexibilität zur langfristigen Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs und zur Verfolgung strategischer Wachstumsziele. Die Eigenkapitalquote berechnet sich wie folgt:
18. Pensionsrückstellungen
Die Pensionsverpflichtungen umfassen sowohl leistungs- als auch beitragsorientierte Versorgungssysteme. Leistungsorientierte Altersversorgungspläne sind ausschließlich rückstellungsfinanziert. Sie entfallen im Wesentlichen auf deutsche Gesellschaften und bestehen bei diesen für wenige leitende Mitarbeiter. Der Berechnung der Rückstellungen liegen folgende versicherungsmathematische Annahmen zugrunde. Für die deutschen Gesellschaften werden die Richttafeln 2018 G nach Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet.
Die Entwicklung des Rückstellungsbetrags für Pensionen stellt sich wie folgt dar:
Die erfolgswirksame Veränderung einschließlich der Zinsaufwendungen und -erträge wird in der Gewinn- und Verlustrechnung den entsprechenden Funktionsbereichen zugeordnet. Nachstehende Tabelle enthält eine Sensitivitätsanalyse für den Rechnungszins, der als wesentlicher Einflussparameter im Hinblick auf die Pensionsrückstellungen bei den deutschen Gesellschaften identifiziert wurde. Die Übersicht zeigt, in welcher Weise der Barwert der Leistungsverpflichtungen durch Veränderungen des Rechnungszinses beeinflusst worden wäre:
In der folgenden Tabelle ist die Entwicklung des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens dargestellt, der mit den entsprechenden Pensionsverpflichtungen verrechnet ist:
Das Planvermögen besteht ausschließlich aus verpfändeten Rückdeckungsversicherungen, die bei erstklassigen Versicherungsunternehmen in Deutschland abgeschlossen sind. Die Merz Pharma Gruppe erwartet für das Geschäftsjahr 2022/23 Zahlungen für leistungsorientierte Pensionspläne in Höhe von insgesamt TEUR 2.453 (Vj. TEUR 2.366) zu leisten. Die wesentlichen leistungsorientierten Versorgungspläne bestehen bei deutschen Gesellschaften und betreffen einzelvertragliche Pensionszusagen für wenige leitende Mitarbeiter, die zur Zahlung von Alters-, Invaliden- oder Hinterbliebenenrente führen werden. Bei einzelvertraglichen Pensionszusagen im Rahmen eines Deferred Compensation Plans werden zukünftige Leistungen in Form von Altersrenten, vorgezogenen Altersrenten, Todesfallkapital oder Invalidenkapital gezahlt. Weiterhin bestehen Versorgungsansprüche aus Betriebsvereinbarungen auf ein einmaliges Ruhestandsgeld bzw. Erlebensfall- und Todesfallkapital. Zudem bestehen Kapitalzusagen für leitende Mitarbeiter. Daraus wird bei deren Ausscheiden nach Vollendung des 65. Lebensjahres oder infolge von vorzeitiger Invalidität bzw. bei Ableben ein Versorgungskapital fällig. Diese Leistungen aus der Kapitalzusage sind jedoch maximal auf diejenigen Leistungen beschränkt, die aus der Rückdeckungsversicherung fällig werden, welche in Zusammenhang mit der Zusage abgeschlossen wurden. Bei den Versorgungsverbindlichkeiten für die Rentenbezieher handelt es sich um lebenslang laufende Rentenzahlungen, die in monatlichen Raten erbracht werden. Bei ausländischen Tochtergesellschaften bestehen beitragsorientierte Pensionspläne (defined contribution plans), die überwiegend die Gesellschaften in den USA betreffen. Bei diesen Plänen liegt die Verpflichtung nicht bei Merz, sondern bei den jeweiligen Versorgungseinrichtungen. Von den Merz Gesellschaften werden entsprechend den Beitragszahlungen der berechtigten Arbeitnehmer gestaffelte Zuzahlungen geleistet. Diese beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR 7.340 (Vj. TEUR 6.379). Der im Berichtsjahr für Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung erfasste Aufwand betrug TEUR 9.065 (Vj. TEUR 8.501). Verpflichtungen zur Abführung von Beiträgen zu gesetzlichen Rentenversicherungen bestehen für die Gesellschaften in Deutschland und in Österreich. 19. Sonstige langfristige Rückstellungen
1) Umgliederung erfolgt in die kurzfristigen Rückstellungen. 2) davon Unter den sonstigen langfristigen Rückstellungen werden Rückstellungen mit einer voraussichtlichen Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen. Der Berechnung der Rückstellungen für Altersteilzeit, Jubiläen und Abfertigungen liegen versicherungsmathematische Gutachten mit folgenden Diskontierungszinssätzen zugrunde:
In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die Aufwendungen und Erträge aus der Aufzinsung und der Änderung von Zinssätzen den einzelnen Funktionsbereichen zugeordnet. Die übrigen langfristigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf personalbezogene Verpflichtungen. 20. Leasingverbindlichkeiten (lang- und kurzfristig)
Leasingverbindlichkeiten werden zum Barwert der verbleibenden Leasingzahlungen abgezinst, der dem Leasingverhältnis zugrunde liegt, sofern dieser bestimmbar ist. Ansonsten erfolgt die Abzinsung mit dem durchschnittlichen gewichteten Grenzfremdkapitalzinssatz, der anhand laufzeitadäquater Basiszinssätze unter Einbezug von Länder- und Währungsrisiken ermittelt wird. Die Leasingverbindlichkeiten weisen zum 30. Juni 2022 die nachfolgend dargestellten Laufzeiten aus. Bei vorhandenen Verlängerungs- oder Verwendungsoptionen erfolgt die Einschätzung der Ausübung einzelfallbasiert unter Berücksichtigung von Strategieentscheidungen.
Die im laufenden Geschäftsjahr geleisteten Leasingzahlungen beliefen sich auf TEUR 19.172 (Vj. TEUR 16.777). Der Aufwand aus der Aufzinsung in Höhe von TEUR 1.736 (Vj. TEUR 1.234) ist im Finanzergebnis ausgewiesen. Merz macht von dem von IFRS 16 eingeräumten Wahlrecht Gebrauch, auf den Ansatz eines Nutzungsrechts und der korrespondierenden Leasingverbindlichkeit für kurzfristige Leasingverträge mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten bzw. für Leasingverträge zu geringwertigen Vermögenswerten (Gesamtzahlungen kleiner TEUR 5) zu verzichten. Die Leasingzahlungen, die im Berichtsjahr im Rahmen von kurzfristige Leasingverträge bzw. für Leasingverträge zu geringwertigen Vermögenswerten im Berichtsjahr anfielen, beliefen sich auf TEUR 41 (Vj. TEUR 182) und sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Funktionskosten aufwandswirksam erfasst. 21. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten
Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten entfallen auf erhaltene Sicherheitsleistungen von Vertriebspartnern (TEUR 3.175, Vj. TEUR 3.150). 22. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Unter dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Vertragsverbindlichkeiten, die aufgrund der Anwendung der Vorschriften des IFRS 15 bilanziert werden, in Höhe von TEUR 4.698 (Vj. TEUR 4.290) enthalten. Diese betreffen Vertragsgestaltungen, nach denen unter bestimmten Voraussetzungen unentgeltliche Produkte gewährt werden, Customer Loyalty Programme sowie ausstehende Trainingsleistungen beim Verkauf von therapeutischen Geräten. Die Vertragsverbindlichkeiten entsprechen dem zum Stichtag ausstehenden Wert von noch zu erbringenden derartigen Leistungen und sind kurzfristiger Natur. Die folgende Tabelle stellt die Entwicklung der Vertragsverbindlichkeiten dar:
23. Ertragsteuerverbindlichkeiten
In diesem Posten sind tatsächliche Ertragsteuern für laufende und frühere Perioden in Höhe der erwarteten Zahlungen ausgewiesen. 24. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
25. Sonstige kurzfristige Rückstellungen
1) Umgliederung erfolgt aus den langfristigen Rückstellungen 2) Sonstige Umgliederung betrifft sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten Die voraussichtliche Restlaufzeit beträgt bis zu einem Jahr. Rückstellungen für ausstehende Kostenrechnungen betreffen empfangene Lieferungen und bereits erhaltene Dienstleistungen, für die noch keine Rechnung eingegangen ist. Rückstellungen für Werbekostenzuschüsse wurden für vertragliche Vereinbarungen gebildet, nach denen sich die Gesellschaft an Verkaufsförderungsmaßnahmen von Abnehmern beteiligt. Die übrigen sonstigen Rückstellungen beinhalten auch Rückstellungen für Prozess- und Beratungskosten. Die Auflösung bei den übrigen sonstigen Rückstellungen resultiert in Höhe von 13,9 Mio EUR aus einem im Berichtsjahr geschlossenen "Settlement & Release Agreement" mit einem Lizenzpartner. 26. Finanzinstrumente Einsatz und Risikomanagement von Finanzinstrumenten Marktrisiken Marktpreisrisiken resultieren aus der Veränderung von Marktpreisen. Diese führen dazu, dass der beizulegende Zeitwert oder die zukünftigen Zahlungsströme der Finanzinstrumente schwanken. Marktrisiken umfassen, sind aber nicht begrenzt auf Währungsrisiken, Aktienkursrisiken und Liquiditätsrisiken. Währungsrisiken Die globale Geschäftstätigkeit von Merz zeichnet sich insbesondere durch eine Vielzahl von Zahlungsströmen in Fremdwährungen, z.B. in US-Dollar, aus, die einer potenziellen Wechselkursänderung ausgesetzt sind. Der Umgang mit der Absicherung, Steuerung und Überwachung der Währungskursrisiken ist bei Merz Group Treasury zentralisiert. Das Fremdwährungsrisiko resultiert im Wesentlichen aus den folgenden bilanziellen Fremdwährungsgeschäften:
Die Merz Gruppe legt bei ihrer Sicherungsstrategie im Rahmen der konzerninternen Finanzierung einen Portfolio-Ansatz an, bei dem Risikopositionen ungesichert bleiben können, um das Diversifizierungspotenzial des Portfolios zu nutzen bzw. Kosten einzusparen. Grundsätzlich werden die Positionen durch Plain-Vanilla-Termingeschäfte abgesichert, wenn es einen liquiden Markt für eine bestimmte Währung gibt. Zur Optimierung der Kostenbasis und zur Ausnutzung von Diversifikationseffekten werden teilweise auch optionale Portfolio-Absicherungen eingesetzt. Die Sicherungspositionen werden in der Regel per Geschäftsjahresende fällig, um translationale Effekte auszugleichen. Im neuen Geschäftsjahr werden die Sicherungspositionen wieder neu aufgebaut.
Die operativen Cashflow-Risiken resultieren vorwiegend aus konzerninternen Warenrechnungen in USD. Beim USD findet ein monatlicher Netting-Prozess statt, bei welchem die offenen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den deutschen und den amerikanischen Merz-Gesellschaften ausgeglichen werden. Dies führt dazu, dass die Außenstände reduziert und die Risikoposition minimiert werden. Die im Vorjahr bilanzierten Sicherungsgeschäfte für die Absicherung des operativen Geschäfts in russischen Rubeln, die im Rahmen einer rollierenden Overlay-Strategie erfolgte, sind im März 2022 geschlossen worden. Warenrechnungen im konzernexternen Distributionsgeschäft werden bei den in Deutschland bzw. der USA ansässigen Entrepreneur-Gesellschaften im Regelfall in Euro bzw. US-Dollar erstellt. Geldeingänge in fremder Währung werden zeitnah nach Erhalt in die Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft konvertiert. Langfristige Bankguthaben in fremder Währung bestehen derzeit nicht. Die in den Vorjahren erfolgte Sicherungen von den aus in US-Dollar bzw. in japanischen Yen denominierten Lizenzzahlungen durch Devisentermingeschäfte sind im Berichtsjahr aufgrund des rückläufigen Lizenzgeschäfts nicht mehr erforderlich gewesen. Die nachstehende Tabelle zeigt die Überleitung der Devisentermingeschäfte (vor Ertragsteuern):
Die Absicherung von potenziellen Translationsrisiken im EBIT erfolgt durch Average-Rate-Optionen. Die Sicherungen werden zu Beginn des Geschäftsjahres mit Fälligkeit am Bilanzstichtag abgeschlossen und decken Währungsschwankungen für das gesamte Geschäftsjahr ab. Die im Vorjahr bestehenden derivativen Finanzpositionen zur Sicherung von Währungsrisiken aus Lizenzzahlungen beinhalteten folgende Nominalvolumen, Marktwerte und Restlaufzeiten:
Die im Vorjahr bestehenden derivativen Finanzpositionen zur Sicherung von Währungsrisiken aus Lizenzzahlungen beinhalteten folgende Sensitivitäten:
Aktienkursrisiken Zum Zwecke der Anlage liquider Mittel hält die Merz Pharma Gruppe Anteile an einem Mischfonds, der auch Aktien beinhaltet. Zum 30. Juni 2022 lag der Marktwert des Mischfonds bei TEUR 41.525 (Vj. TEUR 31.221). Die Fondsanteile sind im Posten Wertpapiere ausgewiesen und in voller Höhe der Bewertungskategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" zugeordnet. Die Werte des Mischfonds (net asset value) werden börsentäglich durch die ausgebende Fondsgesellschaft berechnet und als Rücknahmepreis veröffentlicht. Die Fondsanteile können börsentäglich über die Fondsgesellschaft gehandelt werden. Ein Rückgang der Marktwerte des Mischfonds um 10% hätte sich aufgrund der erfolgswirksamen Bewertung von Wertpapieren der Bewertungskategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" ein um TEUR 4.152 (Vj TEUR 3.122) geringeres Finanzergebnis ergeben. Liquiditätsrisiken Unter dem Liquiditätsrisiko wird das Risiko verstanden, dass Merz Pharma nicht genügend Finanzmittel besitzt, um den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Dem Liquiditätsrisiko wird durch ein systematisches Liquiditätsmanagement begegnet. Eine auf einem festen Planungshorizont basierende Liquiditätsvorausschau sowie die vorhandene Liquidität stellen jederzeit die Einhaltung der Zahlungsverpflichtungen sicher. Das Vorhalten von Kreditlinien ist seitens der Merz Pharma Gruppe derzeit nicht erforderlich. Dennoch bestehen bei einigen Gesellschaften der Merz Pharma Gruppe kurzfristige Überziehungsrahmenverträge auf laufenden Geschäftskonten, die zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen wurden. Merz hat sich im Geschäftsjahr 2014/15 die Möglichkeit einer Fremdfinanzierung mit einem Bankenkonsortium unter Führung von Deutscher Bank und HSBC gesichert. Insgesamt haben sich fünf Banken zu einem Konsortium zusammengetan und Merz ein Kreditvolumen von 200 Mio EUR eingeräumt. Diese Konsortialkreditlinie kann bei Bedarf auf bis zu 500 Mio EUR aufgestockt werden und ist mit einer Grundlaufzeit von fünf Jahren sowie zwei jeweils einjährigen Verlängerungsoptionen ausgestattet. Merz hat am 10. Juli 2019 im Rahmen einer sogenannten Amend & Extend Transaktion die Konsortialkreditlinie vorzeitig mit einem unveränderten Konsortium bis 2024 (Grundlaufzeit) bzw. 2026 (einschließlich zwei einjähriger Verlängerungsoptionen) verlängert. Zinsrisiken Das Zinsrisiko besteht hauptsächlich in den Vereinbarungen des Konsortialkreditvertrages. Der Konsortialkredit ist derzeit nicht in Anspruch genommen und eine Inanspruchnahme ist gegenwärtig nicht absehbar. Im Hinblick auf eine mögliche Inanspruchnahme werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt, um die Zinsvolatilität zu reduzieren. Zum 30. Juni bestanden keine Sicherungskontrakte, nachdem vorhergehende Sicherungen durch Zinsswaps bzw. Zinsswaptions-Kontrakte im Mai 2022 fällig bzw. vorzeitig geschlossen worden waren. Im August 2022 ist ein neuer Zinsswaptions-Kontrakt abgeschlossen worden. Die Reform der Referenzzinssätze nach IFRS 7.24 betrifft bei Merz hauptsächlich die Kalkulation der Zinssätze für konzerninterne Darlehen und für Cash-Pool-Geldanlagen. Für diese Verwendungen ist die Umstellung auf die neuen risikofreien Zinssätze bereits erfolgt, soweit dies erforderlich ist. Ebenso wurden die Abzinsungsfaktoren für die langfristigen Leasingverbindlichkeiten auf die neuen Referenzzinssätze angepasst. Im Hinblick auf eine mögliche US-Dollar-Ziehung des Konsortialkredits, die derzeit nicht geplant ist, ist eine entsprechende Vereinbarung mit dem Bankenkonsortium in Vorbereitung, die vor der Ablösung des 3-Monats-USD-LIBOR im Juni 2023 umgesetzt werden soll. Es wurden keine spezifischen Risiken identifiziert, die sich durch die Umstellung der Referenzzinssätze ergeben. Die Marktwerte der Sicherungsinstrumente und das Nominalvolumen des gesicherten Kreditrahmens haben sich wie folgt entwickelt:
In den nachfolgenden Tabellen sind alle zum 30. Juni 2022 bzw. 30. Juni 2021 vertraglich fixierten beziehungsweise erwarteten Zins- und Tilgungszahlungen für die bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten aufgeführt.
*) Aufzinsungssätze bei > 3 Jahre zwischen 1,00 und 13,08 %; Aufzinsungssätze bei 1 bis 3 Jahre = 1,00 bis 13,08 %
*) Aufzinsungssätze bei > 3 Jahre zwischen 1,00 und 9,44 %; Aufzinsungssätze bei 1 bis 3 Jahre = 1,00 bis 9,43 % Marktwert von Finanzinstrumenten Der Marktwert der nicht-derivativen Finanzinstrumente, die erfolgsneutral sowie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, entspricht im Wesentlichen den Buchwerten. Die Finanzinstrumente sind insgesamt keinem wesentlichen zinsbedingten Cash Flow Risiko ausgesetzt. Angaben zu den Bewertungskategorien Die folgende Übersicht stellt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte (Fair Values) der in den einzelnen Bilanzposten enthaltenen Finanzinstrumente zum 30. Juni 2022 dar:
1) Die verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, da deren beizulegende Zeitwerte nicht zuverlässig bestimmt werden können. Ein zuverlässiger beizulegender Zeitwert kann nur im Rahmen von Veräußerungsverhandlungen ermittelt werden. Eine Veräußerungsabsicht für diese finanziellen Vermögenswerte besteht nicht. 2) Für Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten, sonstige kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie sonstige kurzfristige Rückstellungen entsprechen die beizulegenden Zeitwerte im Wesentlichen den Buchwerten, was auf die kurzen Restlaufzeiten zurückzuführen ist. 3) Merz hat von der Wahlmöglichkeit Gebrauch gemacht, für die Bilanzierung von Sicherungsinstrumenten weiterhin die im IAS 39 enthaltenen Vorschriften anzuwenden. Die folgende Übersicht stellt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte (Fair Values) der in den einzelnen Bilanzposten enthaltenen Finanzinstrumente zum 30. Juni 2021 dar:
1) Die verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, da deren beizulegende Zeitwerte nicht zuverlässig bestimmt werden können. Ein zuverlässiger beizulegender Zeitwert kann nur im Rahmen von Veräußerungsverhandlungen ermittelt werden. Eine Veräußerungsabsicht für diese finanziellen Vermögenswerte besteht nicht. 2) Für Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten, sonstige kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie sonstige kurzfristige Rückstellungen entsprechen die beizulegenden Zeitwerte im Wesentlichen den Buchwerten, was auf die kurzen Restlaufzeiten zurückzuführen ist. 3) Merz hat von der Wahlmöglichkeit Gebrauch gemacht, für die Bilanzierung von Sicherungsinstrumenten weiterhin die im IAS 39 enthaltenen Vorschriften anzuwenden. Die folgende Tabelle stellt die Aggregation der Bewertungsklassen samt Wertansätzen und beizulegender Zeitwerte dar:
Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden oder für die ein beizulegender Zeitwert im Anhang angegeben wird, sind in die nachfolgend beschriebene Fair-Value Hierarchie einzuordnen. Maßgebend für die Einordnung sind dabei die der Bewertung zugrunde liegenden Eingangsdaten:
Transfers zwischen den Stufen werden grundsätzlich zum Abschlussstichtag berücksichtigt. Die nachstehende Tabelle stellt die Finanzinstrumente dar, die in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind: Aktiva
Aktiva
Die Bewertung der liquiditätsnahen Geldanlagen und Wertpapiere (Stufe 1) erfolgt anhand von Marktpreisen auf aktiven Märkten. Bei den Devisentermingeschäften (Stufe 2) erfolgt eine Mark-to-Market-Bewertung auf Basis notierter Devisenkurse. Die Wertpapiere und liquiditätsnahen Geldanlagen sind entsprechend der Interpretation des IDW RS HFA 48 in voller Höhe aus der Kategorie ergebnisneutral zum beizulegenden Zeitwert in die Kategorie ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert zugeordnet. Die Bewertungseffekte aus Finanzinstrumenten sind überwiegend ergebniswirksam geworden. Die folgende Tabelle stellt das Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten gemäß den Bewertungskategorien nach IFRS 9 dar:
Die Nettogewinne bzw. -verluste aus der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Eigenkapitalinstrumente" umfassen realisierte Gewinne bzw. Verluste aus der Stichtagsbewertung und Veräußerung von Wertpapieren und liquiditätsnahen Geldanlagen. Die Nettogewinne bzw. -verluste aus Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind, enthalten Wertberichtigungen, Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und Währungsumrechnungseffekte. Saldierung Finanzieller Vermögenswerte und Finanzieller Verbindlichkeiten Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten wurden in der Bilanz nicht saldiert. 27. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten Der Betrag der vertraglich vereinbarten Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten betrug zum 30. Juni 2022 TEUR 27.032 (Vj. TEUR 15.419). Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 28. Umsatzerlöse
Die Aufgliederung der Umsatzerlöse ergibt sich wie folgt:
Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt auf die Geschäftsbereiche:
Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende Regionen:
29. Kosten der umgesetzten Leistungen
Die Kosten der umgesetzten Leistungen umfassen die Herstellungskosten der verkauften Erzeugnisse sowie die Einstandskosten der verkauften Handelswaren. Sie beinhalten neben den direkt zurechenbaren Kosten wie z. B. Material-, Personal- und Energiekosten auch die Gemeinkosten einschließlich der Abschreibungen auf Produktionsanlagen sowie Lizenzkosten. 30. Vertriebskosten
Die Vertriebskosten enthalten neben den Kosten der Vertriebsabteilungen und des Außendienstes die Kosten der Werbung und Logistik sowie Provisionsaufwendungen. 31. Forschungs- und Entwicklungskosten
Forschungs- und Entwicklungskosten sind in voller Höhe als Aufwand berücksichtigt. 32. Allgemeine Verwaltungskosten
Unter den allgemeinen Verwaltungskosten sind neben den Personal- und Sachkosten der Leitungs- und Verwaltungsstellen auch Aufwendungen für Beratung und Prozessrisiken ausgewiesen. 33. Sonstige betriebliche Erträge
Die Gewinne aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten beinhalten in Höhe von TEUR 7.184 den Ertrag aus der Sale-and-Leaseback Transaktion für das Bürogebäude in der Eckenheimer Landstraße. Einzelheiten sind in TZ9 (Nutzungsrechte) dargestellt. 34. Sonstige betriebliche Aufwendungen
35. Abschreibungen, Personalaufwand
Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten in der Merz Pharma Gruppe hat sich wie folgt entwickelt:
Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten teilt sich wie folgt auf die Funktionsbereiche auf:
36. Beteiligungsergebnis
Das Beteiligungsergebnis im Berichtsjahr resultiert als Saldo aus einem Ertrag aufgrund der Neubewertung des im Vorjahr erworbenen Beteiligungsanteils an der Brooklyn Soap GmbH nach Erwerb der ausstehenden Anteile im Berichtsjahr (Kontrollprämie) sowie einem gegenläufigen Aufwand aus der Wertminderung des Buchwerts der im Berichtsjahr erworbenen Vensica Medical Limited, da Unsicherheit über die zukünftigen Mittelzuflüsse besteht. Das Beteiligungsergebnis enthält ferner geringfügige Aufwendungen aus Ergebnisübernahmeverträgen von nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen. 37. Finanzergebnis
38. Ertragsteuern
Der Ertragsteueraufwand gliedert sich wie folgt auf:
Latente Steueransprüche
Die latenten Steueransprüche setzen sich wie folgt zusammen:
Die latenten Steueransprüche auf Verlustvorträge entfallen mit TEUR 8.764 (Vj. TEUR 12.958) auf die amerikanischen Tochtergesellschaften, die steuerlich gemeinsam veranlagt werden. Des Weiteren wurden latente Steueransprüche auf Verlustvorträge in Höhe von TEUR 23.765 (Vj. TEUR 13.974) sowie auf Tax Credits in Höhe von TEUR 21.888 (Vj. TEUR 17.977) und latente Steueransprüche auf Bilanzdifferenzen in Höhe von TEUR 18.245 (Vj. TEUR 17.333) wertberichtigt, da die Möglichkeit der Nutzung innerhalb der nächsten Jahre nicht erwartet wird. Daneben sind Steueransprüche auf Verlustvorträge bei der Niederlassung der Merz Singapur in Taiwan in Höhe von TEUR 320 sowie bei der neu erworbenen Brooklyn Soap GmbH in Höhe von TEUR 34 aktiviert. Für die Tochtergesellschaft in Brasilien fiel ein positives Ergebnis an, welches aufgrund der geltenden Mindestbesteuerungsregelung nur teilweise mit vorhandenen Verlustvorträgen verrechnet werden konnte. Eine Aktivierung der noch vorhandenen latenten Steueransprüche auf Verlustvorträge wird aber erst bei Eintritt einer nachhaltig positiven Ergebnissituation vorgenommen. Die nicht angesetzten latenten Steueransprüche aus Verlustvorträgen betragen im Berichtsjahr TEUR 5.669 (Vj. TEUR 5.514). Die Verminderung des Betrages ist währungsbedingt. Darüber hinaus wurden latente Steueransprüche auf Bilanzdifferenzen in Höhe von TEUR 2.180 (Vj. TEUR 1.513) wertberichtigt, da die Möglichkeit der Nutzung innerhalb der nächsten Jahre nicht erwartet wird. Darüber hinaus sind bei übrigen Gesellschaften latente Steueransprüche auf Verlustvorträgen in Höhe von TEUR 405 sowie latente Steueransprüche auf Bilanzdifferenzen in Höhe von TEUR 169 wertberichtigt. Latente Steuerverbindlichkeiten
Die latenten Steuerverbindlichkeiten haben sich wie folgt entwickelt:
Die latenten Steuerverbindlichkeiten, ausgewiesen in den Steuerlatenzen aus der Konsolidierung, resultieren vornehmlich aus der Marktbewertung von erworbenen Vermögenswerten im Rahmen der Kaufpreisallokationen. Sie ergeben sich daraus, dass die Abschreibungen auf die aufgedeckten stillen Reserven steuerlich nicht wirksam sind. Die bilanzierten Steuerlatenzen betreffen folgende Bilanzposten:
Die temporären Unterschiede, bezogen auf thesaurierte Gewinne der Tochtergesellschaften in den USA, für die keine latenten Steuerverbindlichkeiten angesetzt wurden, beliefen sich auf EUR 264,4 Mio (Vj. EUR 146,9 Mio). Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
Der erwartete Steueraufwand bei Anwendung der Steuerquote von 31,39% (Vj. 31,40%) weicht wie folgt von den effektiven Werten ab:
Die Berechnung des Steuersatzes von 31,39% basiert auf einem Körperschaftsteuersatz von 15,83% (einschließlich einem Solidaritätszuschlag von 5,5%) sowie einem Gewerbesteuersatz von 15,56%, der sich aus dem durchschnittlich gewichteten gewerbesteuerlichen Hebesatz der Kommunen, in denen die Merz Pharma Gruppe Produktionsstätten unterhält, von 444,47% ergibt. Aus der Marktbewertung von derivativen Finanzinstrumenten sind zum 30.Juni 2022 TEUR 0 (Vj. TEUR +121) und dementsprechend latente Steueransprüche in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 38) unmittelbar im Eigenkapital berücksichtigt. Sonstige Erläuterungen 39. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen bzw. Personen "Related Parties" im Sinne von IAS 24 sind die Merz Management GmbH als Komplementärin der Merz Pharma KGaA und die Muttergesellschaft Merz Beteiligungs GmbH. Oberstes beherrschendes Mutterunternehmen ist die Merz Holding GmbH & Co. KG. Die Merz Management GmbH erhält als Komplementärin der Merz Pharma KGaA eine jährliche Haftungsvergütung in Höhe von TEUR 25. Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen steht Merz Pharma KGaA unmittelbar oder mittelbar mit verbundenen, nicht konsolidierten Tochtergesellschaften sowie mit anderen nahestehenden Unternehmen und Personen in Beziehung. Bei den "Related Parties" handelt es sich im Wesentlichen um Merz Holding GmbH & Co. KG, Merz GmbH, Merz Immobilien GmbH & Co. KG Verwaltungsgesellschaft, Merz-Hof gGmbH, Merz Family Investments (US) LLC, Adroka Immobilien AG, Merz Real Estate GmbH & Co. KG und Noratis AG. Salden mit nahestehenden Rechtspersonen werden unter Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen geführt. Mit einzelnen Mitgliedern des Aufsichtsrates bestehen Beraterverträge. Merz hat daraus im Geschäftsjahr keine Leistungen in Anspruch genommen. Sämtliche Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden zu marktüblichen Konditionen abgerechnet. Salden und Geschäfte mit nahestehenden nicht konsolidierten Unternehmen sind untenstehend offengelegt: Beziehungen zur Muttergesellschaft Merz Beteiligungs GmbH: Beziehungen zur Muttergesellschaft Merz Beteiligungs GmbH
Beziehungen zu sonstigen nahestehenden Unternehmen:
Der Anstieg der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen resultiert aus dem Einbezug dieser Gesellschaften in den Cash-Pool der Merz Pharma KGaA. Die Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen waren wie folgt:
40. Honorare für Dienstleistungen des Abschlussprüfers Die im Geschäftsjahr 2021/22 für den Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft des Jahres- und Konzernabschlusses der Merz Pharma GmbH & Co. KGaA sowie der weiteren deutschen Tochtergesellschaften als Aufwand erfassten Honorare setzen sich wie folgt zusammen:
41. Angaben zu Geschäftsführung und Aufsichtsrat Die Geschäftsführung der Merz Pharma KGaA wird durch die persönlich haftende Gesellschafterin, die Merz Management GmbH, Frankfurt am Main, wahrgenommen. Geschäftsführer der Merz Management GmbH waren im Geschäftsjahr:
Bezugnehmend auf § 285 Nr. 9a Satz 1 HGB (Geschäftsführerbezüge) wurde von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Der Aufsichtsrat der Merz Pharma KGaA setzt sich wie folgt zusammen:
Die Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt TEUR 229. Gesamtbezüge und Rückstellungen für Pensionen und Anwartschaften ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen betrugen die Bezüge TEUR 189. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 30. Juni 2022 auf TEUR 5.921 vor der Verrechnung mit dem Deckungsvermögen. 42. Rechtsstreitigkeiten und Risiken Merz betreibt aktives Riskmanagement, um rechtliche Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und entsprechend zu minimieren. Trotz sorgfältiger Überwachung können rechtliche Auseinandersetzungen gleichwohl nicht vollständig ausgeschlossen werden. Merz ist daher grundsätzlich Haftungsrisiken aus Rechtsstreitigkeiten oder behördlichen Verfahren ausgesetzt. Merz verfügt außerdem über ein Portfolio an gewerblichen Schutzrechten, Patenten und Marken, die Ziel von Angriffen und Verletzungen sein können. Darüber hinaus bestehende steuerliche Risiken werden regelmäßig von der Steuerabteilung geprüft und überwacht. Gerichtliche, schiedsgerichtliche und behördliche Entscheidungen oder Vergleiche können zu Aufwendungen führen, die wesentliche Auswirkungen auf das Geschäft der Merz-Gruppe und das Unternehmensergebnis haben. Soweit erforderlich und bewertbar hat Merz durch die Bildung von Rückstellungen ausreichende Vorsorge getroffen. Um den Ausgang der entsprechenden anhängigen und potenziellen Verfahren nicht zu Lasten der Merz-Gruppe zu beeinflussen, enthält sich Merz grundsätzlich, Chancen und Risiken derartiger Verfahren im Einzelnen darzustellen und zu bewerten. Aktives Portfoliomanagement hat für Merz im Rahmen der auf die Geschäfte Merz Aesthetics, Merz Therapeutics und Merz Consumer Care ausgerichteten Strategie einen hohen Stellenwert. Es finden Transaktionen statt wie z.B. Unternehmenskäufe oder -verkäufe bzw. Unternehmensbeteiligungen (Share Deals) oder der Erwerb bzw. die Veräußerung von Vermögenswerten (Asset Deals). Im Zusammenhang mit solchen Transaktionen können sich Fehleinschätzungen ergeben, die sich im Falle ihres Eintretens negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Merz auswirken. Für nähere Erläuterungen wird auf den Abschnitt "Chancen-, Risiko- und Prognosebericht" im Konzernlagebericht verwiesen. 43. Befreiungen Der Konzernabschluss der Merz Pharma GmbH & Co. KGaA umfasst den kleinsten Kreis der Unternehmen und hat befreiende Wirkung für deutsche Tochtergesellschaften, die von den Befreiungsmöglichkeiten des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch machen und in der Aufstellung des Anteilsbesitzes aufgeführt sind. Dies sind die Merz Pharmaceuticals GmbH, Frankfurt am Main, Merz Aesthetics GmbH, Frankfurt am Main, Merz Therapeutics GmbH, Frankfurt am Main, und Merz Consumer Care GmbH, Frankfurt am Main. Die Merz Holding GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. 44. Eventualverbindlichkeiten Eventualverbindlichkeiten beschreiben mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten, die aus vergangenen Ereignissen resultieren und in Zukunft in Abhängigkeit von bestimmten Ereignissen zu Ressourcenabflüssen führen können. Zum Bilanzstichtag wurden diese als unwahrscheinlich angesehen und sind daher nicht bilanziert. Merz legt nicht offen, ob für bestimmte rechtliche Auseinandersetzungen Rückstellungen gebildet oder Eventualverbindlichkeiten ausgewiesen wurden, da nach dem Dafürhalten von Merz eine solche Offenlegung die Verfahrensergebnisse erheblich beeinflussen würde. 45. Aufstellung des Anteilsbesitzes
1) Indirekt 100% 2) Indirekt 99,9% 3) Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr 4) Zwischenabschluss zum 30. Juni 2022 ist Grundlage für die Einbeziehung 5) Geschäftsjahresende ist der 31. März 6) In Liquidation 7) Indirekt, Cytrellis Biosystems, Inc. 16,9% 8) Indirekt, Vensica Medical Limited 11,67% Die vollständige Liste der Beteiligungsunternehmen wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. 46. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2021/22 sind keine Ereignisse bekannt geworden, die für die Gruppe von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen würden.
Frankfurt am Main, den 15. November 2022 Merz Management GmbH Vertreten durch die Geschäftsführung Philip Burchard Hans-Jörg Bergler Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Merz Pharma GmbH & Co. KGaA, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Merz Pharma GmbH & Co. KGaA, Frankfurt am Main, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzern-Bilanz zum 30. Juni 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapital-Veränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Merz Pharma GmbH & Co. KGaA für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 17. November 2022 KPMG
AG
Dr. Dietz, Wirtschaftsprüferin Forstreuter, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsratsder Merz Pharma GmbH & Co. KGaADer Aufsichtsrat hat die Arbeit der Geschäftsführung der Merz Management GmbH, als persönlich haftende Gesellschafterin der Merz Pharma GmbH & Co. KGaA, im Geschäftsjahr 2021/2022 regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Grundlage hierfür waren die ausführlichen Berichte der Geschäftsführung. Die in den Berichten der Geschäftsführung geschilderte wirtschaftliche Lage und die weiteren Perspektiven der Merz Gruppe, die drei strategischen Geschäftsbereiche Merz Aesthetics, Merz Therapeutics und Merz Consumer Care und die Funktionen Shared Competence Center, Global Technical Operations sowie die wichtigsten Tochtergesellschaften im In- und Ausland waren Gegenstand sorgfältiger Erörterungen. Im Geschäftsjahr 2021/2022 hat der Aufsichtsrat zwei Mal getagt. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats (Tax and Audit Committe) trat ebenfalls im Geschäftsjahr 2021/2022 zu zwei verschiedenen Sitzungen zusammen. Schwerpunkte der Aufsichtsratsarbeit waren im Geschäftsjahr 2021/2022 die folgenden: Die Lage der Geschäfte (u.a. die Fortsetzung der strategischen Neuausrichtung und rechtliche Separierung im Rahmen der Projekte "Focus II" und "Pepper I und II" sowie die rechtliche Trennung der Tochtergesellschaften außerhalb von Deutschland; die Auswirkungen der andauernden Covid-19 Pandemie; die geopolitische Situation in Folge des Kriegs in der Ukraine, das veränderte Inflationsumfeld; die Strategie- Organisations- und Unternehmensplanung (einschließlich, Rentabilität und Finanzplanung) sowie die Risikolage, das Risikomanagement und Compliance und Internal Audit. Darüber hinaus beschloss der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2021/2022 den Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2020/2021, die Tagesordnung für die Hauptversammlung im Oktober 2021 sowie die Wahlvorschläge für die Mandatsverlängerung des Vorsitzenden des Aufsichtsrats. Schriftliche Beschlüsse wurden, soweit erforderlich, gefasst. Der Jahres- und Konzernabschluss inklusive Lageberichte für die Merz Pharma GmbH & Co. KGaA und die Merz-Gruppe für das Geschäftsjahr 2021/2022 wurden von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, nach deutschen Prüfungsgrundsätzen geprüft. Als Ergebnis ist festzuhalten, dass der Abschlussprüfer uneingeschränkte Bestätigungsvermerke erteilt hat. Der Jahres- und Konzernabschluss inklusive der Lageberichte für die Merz Pharma GmbH & Co. KGaA und die Merz-Gruppe für das Geschäftsjahr 2021/2022 sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen. Der Aufsichtsrat hat sich im Rahmen des Tax and Audit Committee intensiv mit der Prüfung und Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses inklusive Lageberichte der Merz Pharma GmbH & Co. KGaA sowie den Darlegungen des Abschlussprüfers im Prüfbericht befasst. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss nebst Konzernabschluss sowie die Lageberichte für die Merz Pharma GmbH & Co. KGaA und die Merz-Gruppe gebilligt. Der Aufsichtsrat hat den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns der persönlich haftenden Gesellschafterin, der Merz Management GmbH, geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat sich im Übrigen mit der Beurteilung zur weiteren Entwicklung des Unternehmens einverstanden erklärt. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Merz Pharma GmbH & Co. KGaA, den Jahresabschluss nebst Konzernabschluss im Rahmen der Hauptversammlung festzustellen. Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre engagierten Leistungen im Geschäftsjahr 2021/2022.
Frankfurt am Main, 17. November 2022 Für den Aufsichtsrat Dr. Christian Holzherr, Vorsitzender |
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