Feinchemie Schwebda GmbHLiquidiert

51149 Köln, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 66957
Eingetragen
7.6.1983
Branche
Herstellung von sonstigen anorganischen Grundstoffen und ChemikalienHerstellung von pharmazeutischen GrundstoffenGroßhandel mit chemischen Erzeugnissen
Gegenstand
die Produktion, Formulierung und der Vertrieb von organischen und anorganischen Chemikalien in besonders reiner Form (Feinchemie) sowie die dafür benötigten Maschinen zur Applikation dieser Produkte.

Historie

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Management

NameRolle
Björn Kastell
seit 4.1.2012
Prokura
Uwe Böhrensen
seit 25.8.2009
Prokura
Gerhard Dr. Ahlers
seit 25.8.2009
Geschäftsführer
Wolfgang Busch
seit 25.8.2009
Prokura
Wilhelm Dr. Schlüter
seit 25.8.2009
Prokura
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

Feinchemie
Schwebda GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012

Lagebericht 2012

der Firma Feinchemie Schwebda GmbH

Edmund-Rumpler-Str. 6, 51149 Köln

1. Allgemeines zum Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2012 schloss mit einem Umsatz von € 119,3 Mio. ab. Damit liegen die Umsatzerlöse 2012 um 22 % über dem Vorjahreswert von € 97,8 Mio. Der Gesamtmarkt lag um 8,5 % über dem Vorjahr (Zahlen IVA Jahresbericht 2012), sodass sich FCS besser als der Markt entwickelt hat. Neben den allgemein gestiegenen Preisen für landwirtschaftliche Produkte und der damit einhergehenden erhöhten Intensität des Anbaus liegt der Anstieg der Umsatzerlöse insbesondere am Ausbau des Marktanteiles (Menge und Preis) bei den Rübenherbiziden und einen für die FCS sehr guten Getreide-Herbizidmarkt im Herbst des Jahres. Preise konnten im Rahmen der Inflationsrate erhöht werden.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 332 auf T€ 7.878.

2. Eigenkapital

Das Stammkapital von FCS betrug im Berichtsjahr unverändert T€ 511. Auch der Gewinnvortrag von T€ 345 hat sich nicht verändert.

FCS weist für das Geschäftsjahr 2012 ein ausgeglichenes Ergebnis aus, da der Gewinn aufgrund des Gewinnabführungsvertrages an die Gesellschafterin abgeführt worden ist.

Das gesamte Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich somit weiterhin auf T€ 856. Die Eigenkapitalquote hat sich insbesondere durch die Erhöhung der Vorräte, der sonstigen Vermögensgegenstände, der sonstigen Rückstellungen und der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen - aus Ergebnisabführung - weiter leicht verringert.

3. Beteiligungsgesellschaften / Zweigniederlassungen

Die Zweigniederlassung in Neusiedl (Österreich) besteht weiterhin in unveränderter Größe.

4. Betriebliche Aufwendungen inkl. Forschung und Entwicklung

Der Personalaufwand stieg im Berichtsjahr - bedingt durch Gehaltserhöhungen, erhöhte erfolgsbezogene Bonuszahlungen und eine Erhöhung der Mitarbeiterzahl - um 13 % auf T€ 7.815.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl in Deutschland und Österreich betrug im Berichtsjahr 83, davon 23 im Bereich Registrierung und Entwicklung.

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen betrugen TEUR 277 (i. Vj. T€ 283.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 14.613 T€ lagen, mit Ausnahme von weiterbelasteten Aufwendungen aus einem Produktschadenfall, auf dem Niveau des Vorjahres (T€ 12.350).

Externe Aufwendungen für Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen T€ 4.153 (i. Vj. T€ 4.138), ohne Berücksichtigung von Verwaltungs- und Personalkosten in diesem Bereich. In den kommenden Jahren werden sich diese Kostenpositionen grundsätzlich rückläufig entwickeln, da die wesentlichen Aufwendungen im Rahmen der Notifizierung der Feinchemie-Wirkstoffe gemäß der EU-Richtlinie 91/414 bzw. EU-Verordnung 1107 in den vergangenen Jahren getätigt wurden. Neue Projekte werden nicht mehr durch die Feinchemie Schwebda GmbH entwickelt, entsprechende Entwicklungsarbeiten werden zukünftig ausschließlich von anderen Konzerngesellschaften durchgeführt und getragen.

Der Zulassungsstau bei den Registrierungsbehörden beginnt sich aufzulösen. Im Berichtsjahr wurden 9 neue Produkte registriert und in den Markt eingeführt.

Forderungsverluste waren in 2012 nicht zu verzeichnen, zudem sind die Forderungen über die bestehende Warenkreditversicherung zu 100 % abgesichert.

Die Zahlungsfähigkeit in 2012 von FCS war zu jeder Zeit gegeben. Dies wird auch ebenso in 2013 der Fall sein.

5. Investitionen

Investitionen fanden vor allen Dingen bei der Erneuerung der EDV Ausstattung statt, sowohl im Bereich Hardware als auch Software, sowie sonstige immaterielle Vermögensgegenstände. Sämtliche Anschaffungen wurden selbst finanziert.

6. Risiken der Unternehmens- und Geschäftsentwicklung

Risiken für die Unternehmensentwicklung im nächsten Jahr werden nicht gesehen. Die in 2012 erfolgte grundlegende Erholung der landwirtschaftlichen Erzeugerpreise wird trotz der hohen Wettbewerbsintensität auch 2013 weiter fortschreiten. Für 2013/14 werden Erzeugerpreise zu kostendeckendem Niveau erwartet, sodass sich der Verbrauch an Pflanzenschutzmitteln gegenüber 2012 weiter leicht erhöhen dürfte (abgesehen von wetterbedingten Einflüssen). Importe werden sich weiterhin auf hohem Niveau bewegen, aber nicht weiter zunehmen.

Weitere Risiken werden aus dem starken Wettbewerb im Landhandel erwartet. Insgesamt werden im Landhandel auf Grund des hohen Wettwerbdrucks keine kostendeckenden Margen erwirtschaftet.

Daneben stellen die nach wie vor schwer kalkulierbare Bearbeitungsdauer von Zulassungsanträgen durch die Behörden sowie wissenschaftlich nicht begründete Datennachforderungen ein Risiko für das in den nächsten Jahren geplante Wachstum dar.

7. Ausblick 2013/14

Die Jahre 2013/14 werden sich im Umsatz über dem Niveau des Jahres 2012 bewegen, da die landwirtschaftlichen Erzeugerpreise eine weitere Intensivierung des Pflanzenbaus erwarten lassen. Zudem werden neue Produkte wie auch moderate Preisanpassungen zu einer Erhöhung des Geschäftsvolumens beitragen.

Der Inlandsumsatz wird sich daher im Jahr 2013 positiv entwickeln! Für die Geschäftsjahre 2013/14 erwarten wir insgesamt ansteigende Umsatzerlöse und ein deutlich positives Ergebnis (vor Abführung des Ergebnisses an den Organträger).

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

 

Köln, den 10. Oktober 2013

Dr. Gerhard Ahlers

Geschäftsführer

Bilanz
zum 31. Dezember 2012

AKTIVA

31.12.2012 31.12.2011
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte 319.219,16   178.211,67  
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.171.813,01 2.491.032,17 1.460.665,70 1.638.877,37
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00   384.343,69  
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 144.340,07 144.340,07 161.014,45 545.358,14
    2.635.372,24   2.184.235,51
B. Umlaufvermögen        
I. Vorräte        
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 9.141,71   25.291,07  
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 36.512.397,62 36.521.539,33 26.107.797,76 26.133.088,83
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.662.803,29   2.889.703,46  
2. Sonstige Vermögensgegenstände 16.025.459,42 18.688.262,71 8.631.244,64 11.520.948,10
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   4.658.687,04   6.434.856,78
    59.868.489,08   44.088.893,71
C. Rechnungsabgrenzungsposten   74.703,73   104.316,88
    62.578.565,05   46.377.446,10

PASSIVA

       
    31.12.2012   31.12.2011
    EUR   EUR
A. Eigenkapital        
I. Gezeichnetes Kapital   511.291,88   511.291,88
II. Gewinnvortrag   344.691,44   344.691,44
    855.983,32   855.983,32
B. Rückstellungen        
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen   3.781,00   136.006,00
2. Steuerrückstellungen   120.000,00   0,00
3. Sonstige Rückstellungen   14.633.118,37   5.188.184,00
    14.756.899,37   5.324.190,00
C. Verbindlichkeiten        
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   1.250.113,05   994.779,61
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   38.989.924,39   29.102.985,00
3. Sonstige Verbindlichkeiten   6.724.928,92   10.099.508,17
    46.964.966,36   40.197.272,78
D. Rechnungsabgrenzungsposten   716,00   0,00
    62.578.565,05   46.377.446,10

Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012

2012 2011
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse   119.283.666,50   97.822.103,09
2. Erhöhung des Bestands an fertigen Erzeugnissen   1.324.275,06   555.956,45
3. Sonstige betriebliche Erträge   7.432.829,39   6.353.841,45
4. Materialaufwand        
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren   97.042.947,49   77.407.595,75
5. Personalaufwand        
a)Löhne und Gehälter 6.586.423,39   5.860.551,42  
b)Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.228.406,38 7.814.829,77 1.034.577,80 6.895.129,22
6. Abschreibungen        
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   276.728,06   283.347,60
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen   14.613.315,04   12.350.229,19
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   46.525,40   107.639,13
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   461.362,07   356.949,21
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   7.878.113,92   7.546.289,15
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   129.099,22   57.819,41
12. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn   7.749.014,70   7.488.469,74
13. Jahresüberschuss   0,00   0,00

Entwicklung des Anlagevermögens
im Geschäftsjahr 2012

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2012 Zugänge Abgänge 31.12.2012
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte 178.211,67 181.721,72 40.714,23 319.219,16
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.472.082,37 937.409,52 107.152,25 11.302.339,64
  10.650.294,04 1.119.131,24 147.866,48 11.621.558,80
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.234.290,34 0,00 4.234.290,34 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.414.303,17 104.592,71 545.358,61 973.537,27
  5.648.593,51 104.592,71 4.779.648,95 973.537,27
  16.298.887,55 1.223.723,95 4.927.515,43 12.595.096,07
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2012 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2012
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.011.416,67 165.878,62 46.768,66 9.130.526,63
  9.011.416,67 165.878,62 46.768,66 9.130.526,63
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.849.946,65 9.442,14 3.859.388,79 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.253.288,72 101.407,30 525.498,82 829.197,20
  5.103.235,37 110.849,44 4.384.887,61 829.197,20
  14.114.652,04 276.728,06 4.431.656,27 9.959.723,83
Buchwerte
31.12.2012 31.12.2011
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte 319.219,16 178.211,67
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.171.813,01 1.460.665,70
  2.491.032,17 1.638.877,37
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 384.343,69
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 144.340,07 161.014,45
  144.340,07 545.358,14
  2.635.372,24 2.184.235,51

Anhang für das Geschäftsjahr 2012

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 wurde wie im Vorjahr nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH-Gesetz) erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 ist nach dem Gesamtkostenverfahren des § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Vorschriften und Wahlrechte zur Bewertung wurden unverändert zum Vorjahr wie folgt angewandt:

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände werden seit 2011 gemäß BilMoG zu Herstellungskosten angesetzt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, die nach der linearen Methode bzw. geometrisch degressiven Methode ermittelt werden, angesetzt. Seit 1. Januar 2008 werden geringwertige Vermögensgegenstände, deren Anschaffungswerte EUR 150,00 nicht übersteigen, im Jahr der Anschaffung voll aufwandswirksam. Gemäß § 6 Abs. 2a EStG wurde außerdem für die Zeit seit dem 1. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 2009 ein jahresbezogener Sammelposten für geringwertige Vermögensgegenstände gebildet, deren Anschaffungswerte EUR 150,00 aber nicht EUR 1.000,00 übersteigen. Der Sammelposten wird über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder mit den niedrigeren Werten am Abschlussstichtag angesetzt. In den Herstellungskosten werden neben Material- und Fertigungseinzelkosten sowie Sonderkosten der Fertigung auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der durch die Fertigung veranlasste Werteverzehr des Anlagevermögens einbezogen. Fremdkapitalzinsen sind in die Herstellungskosten nicht mit einbezogen worden.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte werden in der Bilanz grundsätzlich nicht angesetzt, da diese über einen Konzernvertrag an die Donegal Receivable Purchasing Limited, Irland, pauschal verkauft sind. Es handelt sich um eine revolvierende Transaktion. Das Veritätsrisiko verbleibt bei der FCS GmbH. Zweck der Transaktion ist die Vorfinanzierung der saisonbedingt im Jahresverlauf stark schwankenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. Barwert bilanziert.

Die Pensionsrückstellungen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode) unter Verwendung der Richttafeln 2005G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und der Berücksichtigung von unternehmensindividuell bestimmter Fluktuationsrate und erwarteter Lohn-, Gehalts- und Rentensteigerungen ermittelt. Der Zinssatz entspricht den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssätzen gemäß § 253 Abs. 2 HGB.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung.

Die langfristigen sonstigen Rückstellungen werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssatz entsprechend ihrer Laufzeit abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Bilanzstichtag erfolgswirksam zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet, soweit deren Restlaufzeit ein Jahr oder weniger beträgt.

3. Erläuterungen zum Jahresabschluss

Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2012 ist dem Anlagespiegel (vgl. Anlage zum Anhang) zu entnehmen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten TEUR 1.482 (i. Vj. TEUR 626) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten in Höhe von TEUR 52 (i. Vj. TEUR 109) Ansprüche aus der Bilanzierung des Körperschaftsteuerguthabens gemäß § 37 Abs. 5 KStG n. F. und Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen (TEUR 33; i. Vj. TEUR 163) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Das im Handelsregister eingetragene Stammkapital beträgt DM 1.000.000,00.

Der Gewinnvortrag beträgt unverändert TEUR 345.

Das Eigenkapital enthält nicht ausschüttungsfähige Beträge in Höhe von TEUR 319 für aktivierte selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegen-stände des Anlagevermögens.

Der Bewertung der Pensionsrückstellungen lagen folgende Prämissen zu Grunde:

Zinssatz: 5,05 %

Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen: 0,0 %

Erwartete Inflationsrate/Rententrend: 2,0 %

Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt TEUR 134. Er wird mit Vermögensgegenständen im Wert von TEUR 130 verrechnet, die ausschließlich der Erfüllung der Pensionsrückstellungen dienen.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR
Jahresrückvergütungen an Abnehmer 10.952
Rückstellung für Registrierungsprojekte (ausstehende Rechnungen) 1.051
Sonstige ausstehende Rechnungen 735
Gratifikationen 463
Rückstellung für Rücknahmesysteme 393
Rückstellung für Gewährleistung 392
Rückstellung für Registrierungsprojekte (wissenschaftliche Gebühren) 257
Urlaubsrückstellung 163
Rückstellung für Abschluss und Prüfung 118
Berufsgenossenschaft 44
Altersteilzeit 23
Rückstellung für Abfindungszahlungen 22
Pauschalierte Einkommensteuer 17
Rückstellung für Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen 3
  14.633

Der Erfüllungsbetrag der Altersteilzeitrückstellungen beträgt TEUR 161. Er wird mit Vermögensgegenständen im Wert von TEUR 138 verrechnet, die ausschließlich der Sicherung der Altersteilzeitverpflichtungen dienen.

Die in der Bilanz ausgewiesenen (insgesamt unbesicherten) Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2012 bis zu 1 Jahr von 1 bis 5 Jahren über 5 Jahren
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.250 1.250 0 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 38.990 38.990 0 0
3. Sonstige Verbindlichkeiten 6.725 6.725 0 0
  46.965 46.965 0 0

Die Verbindlichkeiten des Vorjahres hatten ebenfalls Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten TEUR 31.153 (i. Vj. TEUR 17.292) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Darlehen von Gruppengesellschaften in Höhe von insgesamt TEUR 2.000 (i. Vj. TEUR 11.811) sowie Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Magan Holding Germany GmbH (nach Aufrechnung mit kurzfristigen Forderungen) in Höhe von insgesamt TEUR 5.837 (i. Vj. TEUR 2.264 Forderungen in den Aktiva). Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betreffen mit TEUR 7.749 Verbindlichkeiten in Höhe des Jahresüberschusses, der gemäß Ergebnisabführungsvertrag (EAV) an die Gesellschafterin abzuführen ist, abzüglich TEUR 1.900 aus einem Darlehen an die Gesellschafterin sowie Forderungen in Höhe von TEUR 12 aus dem laufenden Verrechnungsverkehr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen mit TEUR 6.485 (i. Vj. TEUR 9.903) kreditorische Debitoren, mit TEUR 177 (i. Vj. TEUR 145) Verbindlichkeiten aus Steuern, mit TEUR 22 (i. Vj. TEUR 20) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit sowie mit TEUR 41 (i. Vj. TEUR 32) Verbindlichkeiten aus Löhnen und Gehältern.

Gewinn- und Verlustrechnung

Von den Umsatzerlösen wurden TEUR 111.448 (i. Vj. TEUR 91.858) in Deutschland erzielt und TEUR 7.836 (i. Vj. TEUR 5.964) im Ausland. In einem mit der Makhteshim-Agan Holding B.V., Amsterdam (NL) (Neuhausen a. Rhf. Branch) abgeschlossenen Leasingvertrag wird das bestehende Export-Geschäft gegen Zahlung einer festgelegten Leasingrate an die Leasingnehmerin abgetreten. Die sonstigen betrieblichen Erträge des Geschäftsjahres 2012 betreffen mit TEUR 2.171 Leasinggebühren aus diesem Vertrag.

Der Posten sonstige betriebliche Erträge enthält wesentliche periodenfremde Erträge in Höhe von insgesamt TEUR 792 (i. Vj. TEUR 1.340), sie betreffen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 442; i. Vj. TEUR 1.154), sowie (allein in 2012) Buchgewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens von TEUR 310. Daneben beinhaltet der Posten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 8 (i. Vj. TEUR 5).

Der Personalaufwand beinhaltet Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 236 (i. Vj. TEUR 113).

Der Posten sonstige betriebliche Aufwendungen enthält wesentliche periodenfremde Aufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 174 (i. Vj. TEUR 34). Sie enthalten Buchverluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 151 (i. Vj. TEUR 0). Daneben beinhaltet der Posten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 24 (i. Vj. TEUR 9).

Die Zinsaufwendungen enthalten TEUR 199 (i. Vj. TEUR 179) für Darlehen verbundener Unternehmen und TEUR 7 (i. Vj.) TEUR 6) aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen.

Im Geschäftsjahr 2012 wurden Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 182 als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert. Insgesamt betragen die Forschungs- und Entwicklungskosten TEUR 4.153.

4. Sonstige Angaben

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2012 beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 83 (i. Vj.: 80), davon ausgenommen sind Mitarbeiter, die sich in Mutterschutz oder Erziehungsurlaub befinden.

Alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer der Gesellschaft war in 2012 Herr Dr. Gerhard Ahlers. Im Übrigen wird die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB angewandt.

Mitglieder des Aufsichtsrates sind:

 

Herr Bertrand Lombard, Area Manager Northern Europe, 73 Rue De La Vieille Cote 73, 54380 Bezaumont, Frankreich (Mitglied ab 1. Januar 2012; Vorsitzender ab 23. März 2012)

 

Herr Yaron Buchnik, European CFO, Schwarzadlerstr. 13, 8200 Schaffhausen, Schweiz

 

Herr Zvi Jacob Levavi, Head of Global Portfolio, Galit Street 48, Yavne 81502 Israel (ab 1. März 2012)

 

Herr Ignacio Dominguez, Kaufmann, 125 Rue Defacqz, 1060 Brüssel, Belgien (Mitglied bis 1. März 2012; Vorsitzender)

 

Herr Yossi Gur, Head of Marketing Europe (bis 1. Januar 2012)

Per zustimmendem Gesellschafterbeschluss vom 9. Juli 2003 wurde am 2. Juli 2003 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Feinchemie Schwebda GmbH und deren Muttergesellschaft Magan Holding Germany GmbH geschlossen, der die Abführung des gesamten im laufenden Geschäftsjahr erwirtschafteten Gewinns / Verlusts vorsieht.

Mit Wirkung vom 1. Juli 2005 wurde ein Vertrag mit der Makhteshim-Agan Holding B.V., Amsterdam (NL) (Neuhausen a. Rhf. Branch) - kurz: MA Holding - über das Leasing des Export Geschäftes der FCS GmbH geschlossen. Dabei gibt die FCS GmbH das bestehende Export-Geschäft (mit Ausnahme der Länder Österreich und Schweiz) an die MA Holding und erhält dafür eine vertraglich festgelegte Leasingrate. Der Vertrag lief zunächst bis zum 31. Dezember 2010 und verlängerte sich dann automatisch um jeweils ein Jahr, wenn keine der beiden Parteien kündigt. Mit Vereinbarung vom 1. Januar 2012 wurde der Vertrag erneuert bzw. modifiziert. Die Leasinggegenstände bleiben im Eigentum der FCS GmbH. Mit Wirkung vom 1. Januar 2013 wurden die Rechte und Pflichten (erweitert um Deutschland, Österreich und die Schweiz) aus dem oben genannten Vertrag von der MA-Holding auf die Agan Chemical Manufacturers Ltd., Israel, übertragen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen betreffen einen Mietvertrag über angemietete Räume in Köln (TEUR 25 pro Monat inkl. Nebenkosten bis zum 31. August 2014) und diverse Leasingverträge mit der ASL Auto Service Leasing über Kraftfahrzeuge (44 Verträge mit unterschiedlichen Restlaufzeiten, jedoch höchstens 36 Monate mit monatlichen Leasingraten von TEUR 36 zum Bilanzstichtag).

Die Vergütung für Abschlussprüfungsleistungen für das Geschäftsjahr 2012 betrug TEUR 42.

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufzustellen hat, ist die Magan Holding Germany GmbH, Köln (Handelsregister beim Amtsgericht Köln, Nr. B 66948).

Die China National Chemical Corporation, Beijing, China, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf (www.chemchina.com.cn/en/index.htm).

 

Köln, den 10. Oktober 2013

Dr. Gerhard Ahlers

Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Feinchemie Schwebda GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Feinchemie Schwebda GmbH. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hannover, den 14. November 2013

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