Arena S.p.A. - Zweigniederlassung Deutschland
Selbe AdresseGroßhandel mit Sportartikeln und -zubehör
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Maximilian Kamm seit 3.7.2025 | Prokura |
Anita Patrizia Paolino seit 3.7.2025 | Prokura |
Jana Jaroschinsky seit 3.7.2025 | Prokura |
Evi - genannt Evi- Brandl seit 6.10.2014 | Aktionär |
Sibylle Schön seit 28.4.2008 | Vorstandsmitglied |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Etienne Aigner AktiengesellschaftMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023ETIENNE AIGNER AKTIENGESELLSCHAFT, MÜNCHENGeschäft und Rahmenbedingungen Die Auswirkungen der Corona-Krise belasten unsere Kunden unverändert, wenn auch in geringerem Ausmaß als im Vorjahr. Mit größter Besorgnis sehen wir die Entwicklung in der Ukraine. Die aggressive Außenpolitik Russlands führte neben dem im Jahr 2023 aufgeflammten Krieg im Gaza Streifen zu einer massiven Störung der weltweiten Lieferketten. Im Jahr 2023 mussten wir in Deutschland ein negatives Wirtschaftswachstum von -0,3 % verzeichnen. Neben der geringen Auslandsnachfrage war die Störung der Lieferketten bedingt durch die Corona Pandemie, strukturelle Probleme in der Industrie, speziell im Fahrzeugbau sowie die hohe Inflation der Grund dafür, dass der jährliche Zuwachs in den Jahren 2018 bis 2023 in der Gesamtschau nur bei plus 0,2 % lag. Obwohl die langfristigen Zinsen im Vergleich zum Vorjahr etwas gesunken sind, ist das im Vergleich zu den Jahren vor 2022 hohe Zinsniveau für die Bauwirtschaft, den privaten Immobilienbesitzer und die Nutzer von Konsumkrediten eine Belastung. Die Auswirkungen auf Investitionen und den privaten Konsum sind beträchtlich. Die Vorreiterrolle Deutschland in Europa auf dem Weg zu einer klimaneutralen Wirtschaft führt zu einer Wettbewerbsverzerrung für deutsche Unternehmen. Für den Mittelstand haben sich in den letzten 10 Jahren die Strompreise um 30 % erhöht. Für energieintensive Industriezweige ein signifikanter Wettbewerbsnachteil. Wir erleben, dass große bedeutende Firmen Deutschland verlassen. Mit dem Ausbau der Kernenergie in unseren Nachbarländern wird sich diese Entwicklung noch verstärken. Branchensituation Konsumverhalten und Kaufbereitschaft zeigten insbesondere ab dem zweiten Halbjahr 2023 eine Stagnation. Durch das veränderte Reiseverhalten aller Touristengruppen war ein signifikantes Wachstum gegenüber dem Jahr 2019 nicht zu erfüllen. Zudem belastete der Krieg in der Ukraine das Konsumentenverhalten weltweit negativ. Spürbare Preiserhöhungen für u.a. Energie und Lebensmittel, insbesondere in Deutschland und Österreich, kamen erschwerend hinzu. Auch wenn die Corona Zeit in 2020 / 2021 ein eingeschränktes gesellschaftliches Leben bedeutete, so hat nun diese Zeit ab dem Jahr 2022 eine ganz andere Qualität - Unsicherheit, Zukunftsangst, Konsumverzicht. Ein weiterer Krieg kam mit dem Überfall der Hamas in Israel am 7. Oktober 2023 in unseren Fokus. Diejenigen Blogger und VIPS aus dem Mittleren Osten, die zuvor in der ersten Reihe der erfolgreichen Aigner-Modenschau Ende September 2023 saßen, wurden über Nacht zu Pro-Palästinenser-Aktivisten und posteten auf Instagram Bilder von Toten aus dem Gaza Streifen. Die Schuldzuweisungen gegenüber Israel bzw. dem Jüdischen Volk und dem Westen war im gesamten Mittleren Osten groß. Die Welt war erneut zutiefst betroffen. Die Luxuseinkaufsmalls in UAE, Saudi, Kuwait, Katar und Bahrain waren im Oktober, November und Dezember leer, normalerweise die wichtigsten Shoppingmonate, da in dieser Zeit nicht gereist wird. Der Prostest gegen den Westen und die Konsumverweigerung hält bis heute in Kuwait und teils auch in Katar an. Bei uns in Deutschland war diese Zeit von großen Unruhen geprägt. In den Großstädten wurden von Muslimen über viele Wochen hinweg unzählige pro-palästinensische Demonstrationen initiiert, die sich gegen die westliche Welt richteten. So hofften wir in Deutschland auf ein einigermaßen normales Weihnachtsgeschäft. Leider blieb es bei Angst und Unsicherheit unserer Kunden. Vergleicht man die Touristenumsätze 2023 mit dem Jahr 2019, so fehlten mehr als 20% vom Touristenumsatz. Zudem stellten wir fest, dass beispielsweise die zurückkehrenden Chinesen viel preissensibler waren und Sightseeing Shopping vorzogen. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Umsatzentwicklung des Unternehmens Der Markenumsatz der Gesellschaft, der dem Umsatz der Gesellschaft mit der Marke Aigner zuzüglich der erzielten Lizenzproduktumsätze entspricht, betrug im Berichtsjahr EUR 66,8 Mio. im Vergleich zu EUR 69,6 Mio. im Vorjahr. Aufgrund der Neustrukturierung der Schmuck- und Uhrenlizenz im Jahr 2023 kam es in dieser Produktgruppe zu einem vorübergehenden Umsatzrückgang. Der Eigenumsatz der Gesellschaft ist im Geschäftsjahr 2023 um EUR 0,7 Mio. auf EUR 47,3 Mio. (Vorjahr: EUR 46,6 Mio.) gestiegen. Dies entspricht einer Umsatzsteigerung um 1,5 %. Vom Produktumsatz (vor Lizenzeinnahmen und Skonto) der Gesellschaft entfielen 57 % (Vorjahr: 65 %) auf das Inland und 43 % (Vorjahr: 35 %) auf das Ausland. Auf die Länder des Fernen Ostens entfielen vom Eigenumsatz 11 % (Vorjahr: 9 %), auf den Nahen und Mittleren Osten entfielen Umsätze in Höhe von 14 % (Vorjahr: 10 %). Unsere Lizenznehmer (Herrenkonfektion, Kinderkollektion, Schuhe, Schmuck und Uhren, Home und Golfbekleidung) haben mit der Marke "Aigner" EUR 21,6 Mio. (Vorjahr: EUR 26,3 Mio.) umgesetzt. Der Umsatzrückgang i. H. v. EUR 4,7 Mio. ist auf die Neustrukturierung der Schmuck- und Uhrenlizenz im Jahr 2023 zurückzuführen. In den kommenden Jahren erwarten wir eine deutliche Umsatzsteigerung in diesem Lizenzbereich. Angesichts der sich rasch wechselnden, teils schwierigen Rahmenbedingungen der weltweiten Märkte auf denen Aigner vertreten ist, beurteilt der Vorstand die Entwicklung des Unternehmens und das erzielte Ergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 insgesamt als positiv, obwohl das Ergebnis unter den ursprünglich gesteckten Zielen lag. Allgemeine Unternehmensentwicklung Durch den anhaltenden Ukraine Krieg und den neuen Konflikt im Gaza Streifen fiel das Kaufverhalten der Konsumenten und der Händler im Jahr 2023 entsprechend verhalten aus. Die Umsatzsteigerung fiel gering aus, im gleichen Zeitraum stiegen die Kosten inflationsbedingt. Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 2.010 und lag damit ca. 54 % unter dem Vorjahr (Vorjahr: TEUR 4.380). Das operative Betriebsergebnis 2023 (Jahresüberschuss vor Steuern und Zinsen) betrug EUR 3,2 Mio. (Vorjahr: EUR 6,6 Mio.) und entspricht einem Rückgang des Ergebnisses um 51 %. Zu berücksichtigen ist hierbei jedoch, dass im Vorjahresergebnis 2022 (sonstige betriebliche Erträge) außergewöhnliche Erträge aus staatlichen Unterstützungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 2.029 (vor Steuern) enthalten sind, was die Vergleichbarkeit zum Vorjahresergebnis verzerrt. Die Gesamtleistung der Gesellschaft - definiert als Umsatzerlöse zuzüglich sonstige betriebliche Erträge - verringerte sich aus vorgenannten Gründen (Entfall der Coronahilfe) auf EUR 47,8 Mio. und lag damit um EUR 1,6 Mio. unter dem Vorjahresniveau von EUR 49,4 Mio. Der Materialaufwand lag mit EUR 15,8 Mio. (Vorjahr: EUR 16,9 Mio.) trotz geringer Umsatzsteigerung um EUR 1,1 Mio. unter dem Vorjahresaufwand. Die Materialeinsatzquote betrug 33,4 % (Vorjahr: 36,3 %). Durch effizienteren Wareneinkauf und gesunkene Frachtraten konnte der Wareneinsatz um 2,9 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr verringert werden. Auf dieser Basis ergibt sich für die Gesellschaft ein Rohergebnis in Höhe von EUR 32 Mio. (Vorjahr: EUR 32,5 Mio.). Bezogen auf die Gesamtleistung errechnet sich im Berichtsjahr ein prozentualer Rohergebnissatz von 66,9 % (Vorjahr: 65,8 %). Der Personalaufwand ist im Berichtsjahr um EUR 1,6 Mio. gegenüber dem Vorjahr gestiegen und lag damit bei EUR 10,9 Mio. (Vorjahr: EUR 9,3 Mio.). Der Anteil der Personalkosten am Umsatz betrug damit 23 % (Vorjahr: 20 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit EUR 15,7 Mio. verglichen zum Vorjahr (EUR 15,1 Mio.) um EUR 0,6 Mio. gestiegen, ein großer Teil davon aufgrund gestiegener Raumkosten. Status quo Distribution Die Anzahl der Aigner Shops (eigene und fremdgeführte) beträgt zum Ende des Geschäftsjahres weltweit 106, wovon 86 in den Exportmärkten und 11 im Home-Market sind. Zusätzlich gehören 9 Outlets zum Distributionsnetz. Finanz-, Kapital- und Vermögensstruktur Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 78,1 % im Vorjahr auf nunmehr 78,8 %. Das Gesamtvermögen beläuft sich auf EUR 53,5 Mio. (Vorjahr: EUR 51,5 Mio.). Auf der Aktivseite betrug der Anteil des Umlaufvermögens (inkl. Rechnungsabgrenzungsposten) 45,8 % (Vorjahr: 49,6 %). Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren lagen bei EUR 11,0 Mio. (Vorjahr: EUR 11,2 Mio.) und damit knapp unter Vorjahresniveau. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Gesellschaft haben sich von EUR 8,1 Mio. auf EUR 7,1 Mio verringert. Die sonstigen Vermögensgegenstände werden für den Berichtszeitraum mit TEUR 894 ausgewiesen. Bezogen auf das Vorjahr mit einem Ausweis von TEUR 756 bedeutet dies einen Anstieg von TEUR 138. Die Liquidität der Gesellschaft war zu jeder Zeit ausreichend dimensioniert und es konnten alle fälligen Verbindlichkeiten fristgerecht beglichen werden. Die liquiden Mittel betrugen EUR 4,3 Mio. (Vorjahr: EUR 4,2 Mio.) und entsprechen 8 % (Vorjahr: 8,3 %) der Bilanzsumme. Im Berichtsjahr wurden, ohne Ausleihungen, ca. EUR 0,8 Mio. (Vorjahr: EUR 14,4 Mio.) in das Anlagevermögen investiert, wobei der größte Anteil mit EUR 0,7 Mio. auf Betriebs- und Geschäftsausstattung entfällt (Vorjahr: EUR 13,8 Mio. auf immaterielle Vermögensgegenstände). Die Rückstellungen liegen mit EUR 8,6 Mio. leicht über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: EUR 8,3 Mio.). Dies beinhaltet die Pensionsrückstellungen mit EUR 4,0 Mio., Steuerrückstellungen von EUR 2 Mio. und sonstige Rückstellungen in einem Volumen von EUR 2,5 Mio. (Vorjahr: EUR 2,6 Mio.). Die Waren- und sonstigen Verbindlichkeiten der Gesellschaft wurden gegenüber dem Vorjahr von EUR 2,8 Mio. um EUR 0,2 Mio. auf EUR 2,6 Mio. reduziert. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt 2023 waren in der Etienne Aigner AG 219 (Vorjahr: 203) Mitarbeiter beschäftigt. Chancen- und Risikobericht Risikomanagement der Etienne Aigner Aktiengesellschaft Das Aktiengesetz formuliert konkrete Anforderungen an Aktiengesellschaften. Dabei geht es besonders um die Einrichtung und Dokumentation eines Überwachungssystems sowie um erweiterte Berichtspflichten des Vorstands an den Aufsichtsrat und die Aktionäre. Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft stellt sicher, dass zum einen Risiken frühzeitig erkannt und bewertet werden und zum anderen bei Eintritt eines Risikofalls definierte Maßnahmen getroffen werden. Die aktuelle Situation schätzen wir wie folgt ein: Marktbezogene Aspekte Die Gesellschaft erzielt nach wie vor den größten Anteil des Umsatzes (ca. 67 %) in den deutschsprachigen Ländern. Daher haben konjunkturelle, arbeitsmarktpolitische und steuerliche Entwicklungen insbesondere in diesen Regionen eine starke Auswirkung auf unser Geschäft. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bestimmten nach wie vor das Kriegsgeschehen in der Ukraine, der Krieg im Gaza Streifen und die energiepolitischen Rahmenbedingungen die Politik in Europa, wodurch die starke Verunsicherung der Verbraucher weiterhin bestehen bleibt. Ein weiterhin schwer einzuschätzendes Risiko stellt gerade im Einzelhandel die niedrigere Kunden- und Touristenfrequenz dar, die auch im Jahr 2023 nicht an das Niveau vor Corona anknüpfen kann. Der Standortwahl und der Präsentation der Marke kommt hierbei eine entscheidende Bedeutung zu. Wie bereits angesprochen, ist derzeit unklar, wie sich die Inflation nachhaltig auf das Konsumverhalten auswirken wird. Durch den Krieg in Europa und für die Wirtschaft nicht zwingend hilfreiche energiepolitische Verhältnisse bleibt das Risiko von sinkendem Konsum im Modebereich bestehen. Ebenso verbleiben Risiken in einem Anstieg der Arbeitslosigkeit als Folge der nicht unbedingt wirtschaftsfreundlichen Politik im Inland und damit zusammenhängend einem zusätzlichen Schwinden der Kaufkraft. Die jüngsten Insolvenzen von großen Einzelhandels-Filialisten zeigen die Schwierigkeiten der notwendigen Transformation im Handel auf. Der Ausbau des eigenen E-Commerce-Bereichs konnte im Jahr 2023 wieder an Fahrt aufnehmen und ein Umsatzplus verzeichnen. Auch für den neu hinzu gewonnenen USA Markt konnte die eigene E-Commerce Plattform im Jahr 2023 online gebracht werden. Bezugsaspekte Die Anzahl der Lieferanten wurde weltweit konstant gehalten. Das Unternehmen ist stark mit dem weltweiten Anstieg der Leder- und Metallkosten und mit der Entwicklung des USD konfrontiert. Zur Sicherung der hohen Qualität der Aigner-Produkte werden strengste Qualitätskontrollen an den Produktionsstätten vor Ort permanent durchgeführt. Veränderungen in allen diesen Bereichen (Einkaufspreise/Qualität/Dollarkurs) können zu Ergebnisbelastungen führen. Allerdings birgt eine positive Kursentwicklung des Dollars auch Chancen. Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und in Israel, sowie die Verschiebungen der weltpolitischen Machtverhältnisse können nach wie vor erhebliche Störungen in den Lieferketten verursachen. Verbunden mit der Entwicklung der Energiepreise und dem damit im Zusammenhang stehenden, erneuten Anstieg der Frachtkosten könnte dies zu einer Belastung des Ergebnisses führen. Die Prüfung und Durchführung von Produktionsverlagerungen, um eine zuverlässige und effiziente Warenversorgung sicherzustellen, ist hierbei eine Grundlage der Sourcing-Strategie für die Ergebnissicherung. Die sehr hohen Qualitätsanforderungen an unsere Produkte bleiben hierbei immer das wesentliche Entscheidungskriterium. Sich durch eine Verlagerung bietende Chancen werden konsequent genutzt. Kommerzielle Risiken Durch die weltweite Akzeptanz der europäischen Währung ist das Währungsrisiko der Gesellschaft begrenzt. Inländische Kreditrisiken werden durch das Debitorenmanagement und strenge Überwachung der Kreditlimits weitgehend begrenzt. Ausländische Kreditrisiken werden in der Regel durch Akkreditive oder ähnliche Finanzinstrumente abgesichert. Finanzwirtschaftliche Risiken Bei stockendem Absatz können notwendige Abschläge auf die Bestände zu Ergebnisbelastungen führen. Anhaltende Belastungen für die Zukunft stellen weiterhin die erheblichen Pensionsverpflichtungen dar, die die Gesellschaft gegenüber ehemaligen Mitarbeitern und zwei Vorständen hat. Die Rückstellungen für diese Pensionen machen rund 7,5 % der Bilanzsumme der Gesellschaft aus. Zudem sind die erheblichen jährlichen Zahlungen für die Pensionsleistungen eine sich voraussichtlich auf lange Zeit stark auswirkende Beeinträchtigung der Liquiditätsentwicklung. Gesellschafts- und naturbezogene Aspekte Weltweit gesehen können Kriege, Terroranschläge, Naturkatastrophen und politische Entwicklungen unvorhersehbar das Konsumklima beeinflussen. Versicherbare Risiken hat die Etienne Aigner AG in angemessenem Umfang abgesichert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine bestandsgefährdenden Risiken identifiziert. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind auch weiterhin nicht erkennbar. Prognosebericht Das Geschäftsjahr 2023 hat die Etienne Aigner AG mit einem erneut nicht weniger hart erkämpften positiven Jahresergebnis abgeschlossen. Ein leichtes Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahr konnte erreicht werden. Das Wirtschaftsjahr 2024 ist verhalten gestartet. Der deutsche Verbraucher ist massiv verunsichert. Notwendige Reformen und die Umkehr falscher politischer Entscheidungen werden durch die denkbar schlechte Koalitionsarbeit der Ampelregierung verhindert. Die Spannungen der kommenden USA Präsidentschaftswahl im Herbst sind schon deutlich spürbar und heizen die weltweiten Krisenherde zusätzlich an. Nicht nur die deutsche Nation, auch die ganze Welt ist gespalten. Für 2024 wird preisbereinigt eine Stagnation des Bruttoinlandsprodukts erwartet. In den Jahren Ende 2013 bis Ende 2017 hatten wir preisbereinigt noch ein Wirtschaftswachstum von 2,3 % p. a. Positiv bleibt anzumerken, dass die Inflation sich wieder der 2,5 %-Marke nähert, wobei der schnelle Rückgang der Inflation in Deutschland in 2023 stark durch die Energiepreishilfen beeinflusst wurde. Wir erwarten, dass die starke Erhöhung der Tariflöhne dazu führen wird, dass die Inflation in 2024/2025 nicht deutlich sinkt. Infolge sehen wir es als unwahrscheinlich an, dass die Leitzinsen von der EZB im ersten Halbjahr gesenkt werden. Aigner konzentriert sich auf seine Stärken. Unser Kampagnengesicht für die Herbst/Winter Kollektion 2024 wird die bekannteste deutsche Bloggerin, Leonie Hanne, sein. Mit ihren 4,7 Mio. Followern, darunter auch in den USA und dem Mittleren Osten, stärken wir Aigners weltweite digitale Präsenz. Sich als mittelständisches Modelabel weltweit agierend zu behaupten, und die Gesellschaft auch im Jahr 2024 durch die unruhigen Zeiten zu tragen, bleibt eine Herausforderung. Trotz der vorgenannten Unsicherheiten, insbesondere in den deutschsprachigen Kernmärkten, Middle East und Asien, erwartet die Gesellschaft auch für das Jahr 2024 weiterhin eine positive Umsatz- und Ertragsentwicklung, insbesondere durch erwartete Nachholeffekte im Markt Middle East und bei Umsätzen mit Touristen auf dem deutschsprachigen Markt. Für das Jahresergebnis wird ein positives Ergebnis leicht über Vorjahresniveau erwartet. Abhängigkeitsbericht Der von uns nach § 312 AktG erstellte Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen enthält folgende Schlusserklärung: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Maßnahmen oder Unterlassungen von Maßnahmen im Sinne von § 312 AktG lagen nicht vor." Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht des Vorstands geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
München, 19. März 2024 Der Vorstand Sibylle Schön BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023ETIENNE AIGNER AKTIENGESELLSCHAFT, MÜNCHENAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023ETIENNE AIGNER AKTIENGESELLSCHAFT, MÜNCHENAllgemeine Angaben Es wird der Jahresabschluss der Etienne Aigner Aktiengesellschaft (Amtsgericht München HRB 63254) mit Sitz in 81379 München, Zielstattstraße 27, erläutert. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 3 HGB auf. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 richten sich nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den Vorschriften des Aktiengesetzes. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Angaben, die zu einzelnen Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung besonders vorgeschrieben sind, werden im Anhang gemacht. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer zwischen 3 und 10 Jahren linear, pro rata temporis, abgeschrieben. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt ebenfalls zu Anschaffungskosten abzüglich, soweit abnutzbar, planmäßiger linearer Abschreibungen. Die Einbauten in fremde Gebäude wurden entsprechend der Laufzeit der jeweiligen Mietverträge oder entsprechend der Nutzungsdauer der Einbauten abgeschrieben. Bei technischen Anlagen und Maschinen beträgt die Nutzungsdauer 5 bis 10 Jahre und bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem am Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet und je nach Produktlinie und Alter (Saison) mit unterschiedlichen Sätzen wertberichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken ist durch Bildung von angemessenen Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen worden. Dem allgemeinen Ausfallrisiko für Forderungen wird durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit über einem Jahr werden mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt, d.h. mit marktüblichen Sätzen abgezinst. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Pensionsverpflichtungen werden nach der allgemein anerkannten und handelsrechtlich uneingeschränkt zulässigen Projected Unit Credit Method bewertet. Als Rechnungsgrundlagen werden die Richttafeln RT 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Die Abzinsung erfolgt mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Darüber hinaus werden Lohn- und Gehaltssteigerungen berücksichtigt. Zum 31. Dezember 2023 kamen folgende Annahmen zur Anwendung: Rechnungszins: 1,83 % Rentendynamik: 2,00 % Der Unterschiedsbetrag bei den Pensionsrückstellungen zwischen der Anwendung der 7-Jahre-Durchschnitts-Zins-Berechnung und der Berechnung bei 10-Jahre-Durchschnitts-Zins beträgt TEUR 31 (ausschüttungsgesperrter Betrag). Rückstellungen für ähnliche Verpflichtungen (Abfertigungsrückstellungen) werden in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Abzinsung erfolgt mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 15 Jahre. Die Steuerrückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerbelastung gebildet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, soweit sie passivierungsfähig sind, und werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag ungewissen Verbindlichkeiten und Drohverluste abzudecken. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag bewertet. Die Abgrenzungen erfolgen zeitanteilig. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Erläuterungen zur Bilanz Finanzanlagen In den Anteilen an verbundenen Unternehmen ist die Etienne Aigner Italy S.r.l., Bozen, Italien, mit TEUR 102 ausgewiesen. Das Eigenkapital der 100 %igen Tochtergesellschaft betrug im Geschäftsjahr 2022 TEUR 438 (Vorjahr: TEUR 427). Im Geschäftsjahr 2022 wurde ein Jahresüberschuss von TEUR 11 (Vorjahr: Jahresüberschuss TEUR 19) erzielt. Die Zahlen für das Geschäftsjahr 2023 lagen zum Zeitpunkt der Erstellung des Anhangs noch nicht endgültig vor. Die Ausleihungen betreffen verschiedene Darlehen. Die Entwicklung und Zusammensetzung des Anlagevermögens im Jahr 2023 wird im nachfolgenden Anlagenspiegel gezeigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 258 (Vorjahr: TEUR 250) enthalten. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Ein zur Sicherung von Pensionsansprüchen zweckgebundenes Festgeld in Höhe von TEUR 1.500 wurde mit den Pensionsrückstellungen verrechnet. Dieser Posten mindert den Ausweis der Rückstellung zum Bilanzstichtag entsprechend. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung wird das Guthaben von TEUR 122 bei der PayPal (Europe) S.à r.l. et Cie, S.C.A, Luxemburg, beginnend ab dem Geschäftsjahr 2023 als Guthaben bei Kreditinstituten ausgewiesen. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis mit TEUR 103 bei den sonstigen Vermögensgegenständen. Der Vorjahresausweis wurde nicht angepasst. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten von insgesamt TEUR 1.080 beinhaltet im Wesentlichen Zuschüsse zu Shopeinrichtungen bei Kunden (TEUR 933), die über die Laufzeit der zugrundeliegenden Franchiseverträge oder der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Einrichtung abgeschrieben werden. Latente Steuern Vom Wahlrecht, latente Steuern gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB anzusetzen, wurde kein Gebrauch gemacht. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital betrifft das Grundkapital der Etienne Aigner AG und ist eingeteilt in 240.000 Stückaktien ohne Nennbetrag. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Jede Stückaktie gewährt eine Stimme. Das Grundkapital der Gesellschaft lautet auf TEUR 6.136. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB beträgt unverändert TEUR 827. Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen belaufen sich zum Bilanzstichtag unverändert auf TEUR 12.271. Bilanzgewinn Der Bilanzgewinn der Etienne Aigner AG setzt sich wie folgt zusammen:
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen nach § 170 Abs. 2 AktG vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Pensionsrückstellungen Beim Ausweis der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 4.039 ist ein zweckgebundenes Festgeld in Höhe von TEUR 1.500 saldiert worden. Für ehemalige Vorstandsmitglieder ist hier zum Bilanzstichtag ein Betrag in Höhe von unsaldiert TEUR 2.445 enthalten. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Gewährleistungs-, Rücklieferungs-, Urlaubs- und Überstundenansprüche, Provisionen, Rückbauverpflichtungen und ausstehende Rechnungen. Verbindlichkeiten Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestanden zum 31. Dezember 2023, wie im Vorjahr, nicht. Die erhaltenen Anzahlungen sind um die enthaltene Umsatzsteuer vermindert (Nettomethode). Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten TEUR 477 (Vorjahr: TEUR 353) Verbindlichkeiten aus Steuern und TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 19) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit. Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet hauptsächlich Einnahmen aus vorgezogenen Lizenzgebühren. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse der Gesellschaft beliefen sich im Jahr 2023 auf TEUR 47.272 (Vorjahr: TEUR 46.587). Von diesen Umsatzerlösen entfallen ca. 57 % (Vorjahr: 65 %) auf das Inland und 43 % (Vorjahr: 35 %) auf das Ausland. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge von TEUR 288 (Vorjahr: TEUR 189), etwa aus der Auflösung von Rückstellungen, Corona-Hilfen und Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 150 (Vorjahr: TEUR 494). Außergewöhnliche Erträge/Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten insgesamt TEUR 140 aus öffentlichen Mitteln in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Personalaufwand Auf Aufwendungen für Altersversorgung entfallen TEUR 572 (Vorjahr: TEUR 294). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 59 (Vorjahr: TEUR 41) und beinhalten unter anderem Verluste aus der Ausbuchung von Forderungen. Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 160 (Vorjahr: TEUR 398). Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Posten betrifft überwiegend Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen TEUR 95 (Vorjahr: TEUR 95). Sonstige Erläuterungen Ausschüttungssperre Ein Betrag in Höhe von TEUR 31 ist aufgrund der Regelungen des § 253 Abs. 6 HGB für Ausschüttungen gesperrt. Haftungsverhältnisse Als einzige Gesellschafterin der Etienne Aigner Italy S.r.l. haftet die Etienne Aigner AG unbeschränkt für alle Verbindlichkeiten der Etienne Aigner Italy S.r.l. Die Etienne Aigner AG haftet auch für die Mietverpflichtungen der italienischen Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 181 p. a. Die Rückstellungen und Verbindlichkeiten der Tochtergesellschaft valutierten zum 31. Dezember 2022 mit TEUR 115. Der endgültige jahresabschluss für das Jahr 2023 liegt noch nicht vor. Die Etienne Aigner Italy S.r.l. hat bisher alle ihre Rückstellungen und Verbindlichkeiten beglichen, so dass davon auszugehen ist, dass die Verpflichtungen auch weiterhin vertragsgemäß erfüllt werden. Mit einer Inanspruchnahme ist folglich nicht zu rechnen. Bankbürgschaften wurden in Höhe von TEUR 1.455, im Wesentlichen für Mietkautionen, gestellt. Verbindlichkeiten aus Lieferungen sind zum Teil durch branchenüblichen Eigentumsvorbehalt besichert. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen für das Jahr 2023 beträgt TEUR 3.898 (Vorjahr: TEUR 4.417). Die jährlichen Verpflichtungen aus Mietverträgen der Gesellschaft betragen TEUR 3.774 (Vorjahr: TEUR 4.298). Die Mietverträge haben Laufzeiten zwischen einem und elf Jahren. Daneben bestehen Verbindlichkeiten aus Wartungsverträgen in Höhe von TEUR 104 (Vorjahr: TEUR 94) und aus Miet- und Leasingverträgen für Betriebs- und Geschäftseinrichtung von jährlich TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 25). Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar für den Abschlussprüfer betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 53, wobei TEUR 36 auf die Abschlussprüfungsleistungen entfielen, TEUR 7 auf Steuerberatungsleistungen und TEUR 10 auf sonstige Leistungen. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren in der Etienne Aigner AG beschäftigt:
Nahestehende Personen und mitgeteilte Beteiligungsverhältnisse Frau Evi Brandl, München, besitzt 100 % des Aktienkapitals der Etienne Aigner AG. Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen Frau Evi Brandl und der Gesellschaft wurden zu marktüblichen Preisen abgewickelt. Gesamtbezüge des Aufsichtsrats, des Vorstands und der ehemaligen Vorstände Der Aufsichtsrat erhielt für seine Tätigkeit Gesamtbezüge in Höhe von TEUR 68. Für den Vorstand der Etienne Aigner AG unterbleiben Angaben zu den Gesamtbezügen gem. § 268 Abs. 4 HGB. Früheren Mitgliedern des Vorstandes der Etienne Aigner AG wurden TEUR 348 Ruhegeld gezahlt. Aufsichtsrat und Vorstand Mitglieder des Aufsichtsrats Evi Brandl Vorsitzende des Aufsichtsrats Geschäftsführerin München Norbert Machauer stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats Kaufmann Edelshausen Roman Ziegler Kaufm. Angestellter Weyarn Mitglieder des Vorstands Sibylle Schön Vorstand München Konzernabschluss Die Etienne Aigner AG ist zu 100 % an der Etienne Aigner Italy S.r.l., Bozen, Italien, beteiligt. Auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses wird verzichtet, da die größenabhängigen Befreiungen nach § 293 HGB in Anspruch genommen werden. Nachtragsbericht Ereignisse von besonderer Bedeutung, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind, sind nicht bekannt.
München, 19. März 2024 Der Vorstand Sibylle Schön
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Etienne Aigner Aktiengesellschaft, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Aigner, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Aigner, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 19. März 2024 DR.
KLEEBERG & PARTNER GMBH
ppa. Latteyer, Wirtschaftsprüfer Dr. Petersen, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung am 24. Juni 2024 festgestellt. In der Gesellschafterversammlung am 24. Juni 2024 wurde beschlossen, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen. Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2023 gemäß den ihm nach Gesetz und Satzung auferlegten Aufgaben und Zuständigkeiten laufend mit der Lage und der Entwicklung der Gesellschaft befasst. Dafür hat sich der Aufsichtsrat in vier Sitzungen am 30.03.2023, 22.06.2023, 21.10.2023 und 05.12.2023 mit dem Vorstand gemeinsam über den Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft und ihrer verbundenen Unternehmen beraten. Darüber hinaus hat der Vorstand den Aufsichtsrat im Rahmen der monatlichen Berichterstattung sowie in den jeweiligen Sitzungen ausführlich über den aktuellen Verlauf der Geschäfte und die wirtschaftliche Situation des Unternehmens informiert. Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 und der Lagebericht sind durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, die Dr. Kleeberg & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft - Steuerberatungsgesellschaft, München, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. In der Aufsichtsratssitzung am 20.03.2024 befasste sich der Aufsichtsrat eingehend mit den Abschlussunterlagen. Der Abschlussprüfer nahm an dieser Sitzung teil, erläuterte die wesentlichen Prüfungsergebnisse und stand für Fragen zur Verfügung. Der Aufsichtsrat erhob nach abschließender Prüfung keine Einwände gegen den Jahresabschluss und billigte den Jahresabschluss und den Lagebericht in der Aufsichtsratssitzung am 20.03.2024. Der Jahresabschluss der Etienne Aigner AG ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat stimmt dem Vorschlag des Vorstandes zu, dass der Bilanzgewinn zum Geschäftsjahresende 31. Dezember 2023 in Höhe von 22.974.657,31 Euro auf neue Rechnung vorgetragen wird. Diesen Gewinn ergab die Addition des Jahresüberschusses von 2.009.657,65 Euro und des Gewinnvortrages von 20.964.999,73 Euro aus dem Vorjahr. Die Alleinaktionärin wird zur Eigenkapitalstärkung der Etienne Aigner AG auf eine Dividendenausschüttung verzichten. Auch der Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen ist von Dr. Kleeberg & Partner geprüft worden und erhielt den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass - die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und - bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind, - bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen." Der Aufsichtsrat erklärt, dass sich nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Vorstands sowie des Abschlussprüfers keine Einwendungen gegen den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen ergeben haben.
München, im Juni 2024 Für den Aufsichtsrat Evi Brandl, Vorsitzende |
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