RECONIQ Software GmbH

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 144342
Vorher
Data42 GmbH
Eingetragen
20.12.2016
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareEinzelhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Die Entwicklung und der Vertrieb von Hardund Softwareprodukten, Lösungen und Dienstleistungen im Bereich der Signalanalyse für Frühwarnung, Vorhersagen und Prävention. Ausgenommen sind erlaubnispflichtige Tätigkeiten, soweit nicht eine gesonderte Erlaubnis vorliegt.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Wiewel
seit 23.1.2026
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

4.00% identifiziert96.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
4.00%

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
PLATH Corporation GmbH
Germany
500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PLATH Corporation GmbH

Hamburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2021 bis zum 31.03.2022

Konzernbilanz zum 31. März 2022

AKTIVA

31.03.2022 31.03.2021
Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1,00 1,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 236.325,18 252.727,34
3. Geschäfts- oder Firmenwert 3.423.830,66 4.409.851,87
3.660.156,84 4.662.580,21
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.742.464,46 10.062.301,91
2. Technische Anlagen und Maschinen 744.576,91 603.106,10
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.745.958,80 4.675.309,98
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 88.365,00
15.233.000,17 15.429.082,99
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 60.786,59 60.786,59
2. Beteiligungen 653.827,15 151.014,41
714.613,74 211.801,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.618.073,74 3.974.221,55
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 4.364.041,23 5.475.764,23
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.485.714,61 370.429,61
4. Geleistete Anzahlungen 2.316.942,12 137.687,72
10.784.771,70 9.958.103,11
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 34.851.786,71 16.524.112,44
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 30.665,00 30.065,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.765.139,56 3.275.501,97
39.647.591,27 19.829.679,41
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 341.763,18 339.482,50
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 33.587.264,53 45.488.161,55
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.327.704,37 1.522.967,85
D. Aktive latente Steuern 3.824.162,00 2.002.896,00
109.121.027,80 99.444.754,62

PASSIVA

31.03.2022 31.03.2021
Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.000.000,00 5.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 275.768,57 275.768,57
III. Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnungen 844.756,65 780.370,87
IV. Gewinnvortrag 37.436.077,17 34.056.675,17
V. Jahresüberschuss 2.953.763,00 8.799.052,62
VI. Nicht beherrschende Anteile 4.174.082,98 3.743.923,04
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 165.509,00 170.777,00
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5.399.536,00 5.454.716,00
2. Steuerrückstellungen 3.069.397,37 1.976.560,26
3. Sonstige Rückstellungen 21.123.492,08 17.027.656,25
29.592.425,45 24.458.932,51
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.183.292,00 7.112.284,08
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.773.286,52 2.106.343,83
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.530.117,63 6.030.247,29
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 26.766,18 12.944,71
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.149.562,03 1.730.760,10
24.663.024,36 16.992.580,01
E. Rechnungsabgrenzungsposten 4.015.620,62 5.166.674,83
109.121.027,80 99.444.754,62

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022

2021 / 2022 2020 / 2021
Euro Euro
1. Umsatzerlöse 80.386.365,40 90.092.259,88
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 6.056.982,90 8.623.762,71
3. Gesamtleistung 74.329.382,50 81.468.497,17
4. Sonstige betriebliche Erträge 6.147.279,00 6.111.584,43
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 4.381.592,16 5.252.094,11
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.876.382,89 9.068.397,84
10.257.975,05 14.320.491,95
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 36.050.093,31 34.784.249,06
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 6.147.837,86 5.921.436,15
42.197.931,17 40.705.685,21
7. Abschreibungen
Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.308.144,20 2.952.735,20
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 21.023.543,56 18.758.404,54
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.017,68 21.101,93
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 399.804,38 283.008,72
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 309.837,20 1.732.375,80
12. Ergebnis nach Steuern 2.988.443,62 8.848.482,11
13. Sonstige Steuern 34.680,62 49.429,49
14. Jahresüberschuss 2.953.763,00 8.799.052,62
- davon entfallen auf nicht beherrschende Anteile Euro 1.179.088,83 (Euro 507.898,48)

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021/2022

der PLATH Corporation GmbH, Hamburg

I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Die PLATH Corporation GmbH mit Sitz in Hamburg, eingetragen im Handelsregister Amtsgericht Hamburg unter HRB 7401, ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs.3 HGB. Der Konzernabschluss wurde gemäß §§ 297 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

1. Aufstellung des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss der PLATH Corporation GmbH zum 31. März 2022 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

2. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 31. März 2022 wurden neben dem Mutterunternehmen PLATH Corporation GmbH, Hamburg, folgende Tochterunternehmen mit einbezogen:

Name, Sitz Kapitalanteil Eigenkapital Konsolidierung
% TEUR
CYPP GmbH, Hamburg * 100,00 375 vollkonsolidiert
Data42 GmbH, Hamburg * 100,00 100 vollkonsolidiert
INNOSYSTEC GmbH, Salem 63,21 10.925 vollkonsolidiert, mit Ausweis nicht beherrschender Anteile
PLATH AG, Bern, Schweiz 100,00 2.747 vollkonsolidiert
PLATH EFT GmbH, Norderstedt * 100,00 1.408 vollkonsolidiert
PLATH GmbH & Co. KG, Hamburg ** 100,00 241 vollkonsolidiert
PLATH LTD, Limassol, Zypern 100,00 471 vollkonsolidiert
PLATH Sensors GmbH, Hamburg 100,00 24 vollkonsolidiert
PLATH Signal Products GmbH & Co. KG, Hamburg ** 100,00 5.006 vollkonsolidiert
PLATH Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00 24 vollkonsolidiert
PROCITEC GmbH, Pforzheim * 100,00 2.000 vollkonsolidiert
Serpikom SAS, Aix-en-Provence, Frankreich 95,00 2.465 vollkonsolidiert, mit Ausweis nicht beherrschender Anteile
testwerk GmbH, Hamburg 100,00 238 vollkonsolidiert mittelbar über PLATH EFT GmbH

* Voraussetzung gem. § 264 Abs. 3 HGB erfüllt
** Voraussetzung gem. § 264b HGB erfüllt

Der Jahresabschluss der PLATH AG, Bern, wurde entsprechend den für die Muttergesellschaft anwendbaren Grundsätzen auf einheitliche Bilanzierung und Bewertung umgestellt und in Euro umgerechnet. Bei allen weiteren vollkonsolidierten Tochterunternehmen wurden die Jahresabschlüsse ebenfalls zu den anwendbaren und einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen der Muttergesellschaft aufgestellt.

Folgende Gesellschaften wurden unter Anwendung von § 296 HGB wegen ihrer Unwesentlichkeit für den Konzern nicht einbezogen, auch nicht als assoziiertes Unternehmen gem. § 311 Abs. 2 HGB i.V.m. § 271 Abs. 1 HGB:

Name, Sitz Kapitalanteil Eigenkapital
% TEUR
PLATH Singapore Pte LTD, Singapur, Singapur 100,00 21
BitRecords GmbH, Flensburg 25,10 26
Qubalt GmbH, Hamburg 20,00 151

Forderungen, Verbindlichkeiten, Erträge und die entsprechenden Aufwendungen werden innerhalb der konsolidierenden Gesellschaften aufgerechnet.

In der Kapitalkonsolidierung werden die Beteiligungsbuchwerte der Konzerngesellschaften gegen das anteilige bilanzielle Eigenkapital zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung verrechnet (Neubewertungsmethode).

Sofern aufgrund abweichender Bilanzstichtage keine belastbaren Zahlen zum Zeitpunkt des erstmaligen Einbezugs erzeugt werden konnten, so wurden für den Einbezug die Informationen des nächsten Zeitpunkts gewählt, zu dem belastbare Zahlen vorlagen.

Die aktivischen Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden als Geschäfts- und Firmenwert im Anlagevermögen ausgewiesen und über 5 Jahre linear abgeschrieben.

4. Währungsumrechnung

Die Bilanz des einbezogenen Unternehmens in fremder Währung wird gem. § 308 a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag und die Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres in Euro umgerechnet. Das in die Kapitalkonsolidierung einbezogene Eigenkapital wird mit historischen Kursen umgerechnet.

Währungsdifferenzen aus der Konsolidierung werden erfolgsneutral im Eigenkapital unter dem Posten Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnung ausgewiesen. Kursdifferenzen aus der Umrechnung der Forderungen und Verbindlichkeiten des Konzerns werden erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung verbucht.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer (1 bis 8 Jahre) planmäßig linear abgeschrieben.

2. Sachanlagen

Der Wertansatz der Sachanlagen erfolgt bei Fremdbezug zu Anschaffungskosten. Selbsterstellte Anlagen werden zu Herstellungskosten gem. § 255 HGB aktiviert, wobei neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen werden.

Unbewegliche und bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Die beweglichen Gegenstände des Anlagevermögens werden linear (3 bis 25 Jahre) abgeschrieben.

Die geringwertigen Gegenstände des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten bis netto EUR 800 wurden gem. § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang im Anlagevermögen berücksichtigt.

3. Finanzanlagen

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten, wenn erforderlich abzüglich notwendiger außerplanmäßiger Abschreibungen, angesetzt.

4. Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten oder zu den gesunkenen Wiederbeschaffungskosten bewertet. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt nach dem gleitenden Durchschnittswert.

Die Konzerngesellschaften haben entsprechend der Lagerbewegungen jeweils Einzel- und Pauschalwertabschläge vorgenommen.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. In die Herstellungskosten sind außer direkten Material- und Fertigungseinzelkosten auch die fertigungsbezogenen Gemeinkosten und anteilige Kosten der Verwaltung und sozialer Maßnahmen einbezogen worden. Zinsen für Fremdkapital fließen nicht in die Herstellungskosten ein. Im Rahmen der langfristigen Auftragsfertigung erfolgt mit der jeweiligen Teilabnahme der Kunden eine Teilgewinnrealisierung.

Die geleisteten Anzahlungen sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt.

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nennwerten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten aktiviert worden. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko im Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung (1 %) berücksichtigt.

6. Wertpapiere

Die Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Kurswert am Bilanzstichtag bewertet.

7. Liquide Mittel

Die Bilanzierung der liquiden Mittel erfolgt zum Nominalwert. Sie bilden den Finanzmittelfonds der Konzern-Kapitalflussrechnung.

8. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

9. Aktive latente Steuern

Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für die sich insgesamt nach Verrechnung passiver und aktiver Latenzen ergebende Steuerentlastung wird ausgeübt. Es ergeben sich in Summe aktive latente Steuern aus abweichenden Wertansätzen zwischen Handels- und Steuerbilanz in Höhe von TEUR 3.824 (VJ: TEUR 2.002). Die wesentliche Veränderung resultiert in Höhe von TEUR 520 aus der Bildung von Drohverlustrückstellungen sowie in Höhe von TEUR 1.303 aus der Zwischenergebniseliminierung im Vorratsvermögen. Die Bewertung erfolgte mit einem Durchschnittssteuersatz in Höhe von 30,00 %.

10. Eigenkapital

Als Eigenkapital werden das gezeichnete Kapital, Gewinnrücklagen, Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnung, Gewinnvortrag, Jahresüberschuss und nicht beherrschende Anteile ausgewiesen.

Das gezeichnete Kapital und die Gewinnrücklagen entsprechen denen der Muttergesellschaft PLATH Corporation GmbH, Hamburg.

11. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen

Mit dem Anlagevermögen im Zusammenhang stehende Investitionszuschüsse werden als Sonderposten abgegrenzt. Die Auflösung erfolgt analog über die Abschreibungsdauer für die geförderten Anlagegüter.

12. Pensionsrückstellungen

Die Aon Solutions Germany GmbH ermittelte die Höhe der Pensionsrückstellungen nach den üblichen versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Beachtung der handelsrechtlichen Vorschriften des § 253 HGB. Die Berechnung erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Verwendung der Heubeck Richttafeln 2018 G. Dabei wurde unter der Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren ein Rechnungszins von 2,19 % angesetzt. Die Gehaltsdynamik wird mit 2,75 % p.a. sowie die Rentendynamik mit 1,70 % p.a. berücksichtigt, während Fluktuationswahrscheinlichkeiten nicht in Ansatz gebracht werden. Als Rechnungsgrundlagen dienen die in der betrieblichen Altersversorgung üblichen und anerkannten "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Es liegen keine Hinweise vor, dass der zu bewertende Bestand gegenüber den Richttafeln signifikant abweichende Sterbe-, Invalidisierungs- oder Verheiratungswahrscheinlichkeiten aufweist. Die "RT 2018 G" werden daher ohne weitere Modifikation angesetzt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen 7 und 10 Jahre beträgt EUR 238.432,00 (Vorjahr: 360.885,00).

13. Sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit einem laufzeitkongruenten Zinssatz abgezinst; zudem fand eine Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen statt. Weitere Erläuterungen zu den sonstigen Rückstellungen werden unter Punkt III. Angaben zur Bilanz in Ziffer 4. Rückstellungen gegeben.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die voraussichtlich noch zu zahlenden Ertragssteuern je Gesellschaft im Konzern.

14. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

15. Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

16. Fremdwährungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Tag ihrer Entstehung oder dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bei Restlaufzeiten unter einem Jahr bewertet.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens nach den einzelnen Bilanzposten ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Ergänzende Angaben zum Finanzanlagevermögen

Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Damit verbleiben im Konzern die Anteile der Gesellschaften, die nicht konsolidiert werden (PLATH Singapore Pte LTD: TEUR 61 und BitRecords GmbH: TEUR 508). Ebenfalls verbleiben die Anteile an Beteiligungsunternehmen, auf deren Einbezug verzichtet wurde (Qubalt GmbH: TEUR 146) in der Konzernbilanz.

Im September 2021 wurde das Kommanditkapital der neu gegründete Gesellschaften PLATH GmbH & Co. KG, Hamburg, und der PLATH Signal Products GmbH & Co. KG, Hamburg, jeweils von EUR 500.000,00 auf EUR 5.000.000,00 erhöht. Das Kommanditkapital wurde voll eingezahlt. Beide Gesellschaften werden vollkonsolidiert.

2. Weitere Aktivposten des Umlaufvermögens

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben Restlaufzeiten von über einem Jahr in Höhe von TEUR 78 (VJ: TEUR 382).

3. Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals nach den einzelnen Bilanzposten haben wir in dem gesonderten Konzern-Eigenkapitalspiegel dargestellt.

Die Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 845 ergeben sich aus der Konsolidierung der Schweizer Gesellschaft PLATH AG, Bern. Die Umrechnung erfolgte gem. § 308 a HGB, das Eigenkapital wurde dabei zu historischen Werten (CHF 1,5503) umgerechnet.

Der Posten nicht beherrschende Anteile betrifft zum Bilanzstichtag die Minderheitsanteile an der INNOSYSTEC GmbH, Salem, in Höhe von 36,79 % sowie der Serpikom SAS, Aix-en-Provence, in Höhe von 5,00 % des gezeichneten Kapitals per 31.03.2022.

Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr beträgt TEUR 2.954 (Vorjahr TEUR 8.799).

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Posten für Aufwendungen im Auftragsbereich (64,00 %), Personalbereich (28,40 %) sowie übrige sonstige Rückstellungen (7,60 %).

Die wesentlichen Zuführungen erfolgten im Bereich der Auftragsrückstellungen (TEUR 6.870) und der Personalrückstellungen (TEUR 5.349).

Die übrigen sonstigen Rückstellungen im Konzern beinhalten Rückstellungen für Jahresabschlusskosten, Rückstellungen für Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen, Rückstellungen für Verwaltungsrat sowie Rückstellungen für Provisionen.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 928 (VJ: TEUR 776), von über einem Jahr in Höhe von TEUR 9.255 (VJ: TEUR 6.336) und von über fünf Jahren in Höhe von TEUR 3.040 (VJ: TEUR 4.622) und sind durch Grundpfandrechte besichert.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen belaufen sich auf TEUR 3.773 (VJ: TEUR 2.106) und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 8.530 (VJ: TEUR 6.030).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 27 (VJ: TEUR 13).

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 2.150 (VJ: TEUR 1.731).

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Es bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen:

Miet- und Leasingverträge

Dienstleistungsverträge

Wartungsverträge

sonstige Verträge

TEUR
Für das Geschäftsjahr 2022/2023 bestehen Verpflichtungen von 2.329
Insgesamt bestehen Verpflichtungen von 5.202
(davon in den nächsten fünf Jahren 5.202)

Für kurz- und mittelfristige Zugänge des Umlaufvermögens besteht ein Bestellobligo von insgesamt TEUR 19.929. Es bestehen lieferantenübliche Eigentumsvorbehalte.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse wurden zu 39,7 % (VJ: 56,8 %) im Inland und zu 60,3 % (VJ: 43,2 %) im Ausland erzielt.

Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen (im Wesentlichen Pensionsrückstellungen) sind in Höhe von TEUR 100 (VJ: TEUR 111) in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten.

V. Sonstige Angaben

1. Gesellschaftsorgane

Einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer der PLATH Corporation GmbH (§ 285 Nr. 10 HGB) sind Herr Dipl.-Kfm. Nico Scharfe (Hamburg), Herr Dipl.-Kfm. Hinrich Brüggmann (Bad Oldesloe), bis zum 30.09.2021 (HR-Eintragung am 21.12.2021) und, seit dem 12. Mai 2021, Herr Dipl.-Inform. Michael Kalt-Bowinkelmann (Essen). Von dem Wahlrecht zur Unterlassung der Angaben gem. § 285 Nr. 9 Buchstabe a) HGB wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften werden im Konzernlagebericht angegeben.

Zusammensetzung des Verwaltungsrats der PLATH Corporation GmbH:

Herr Dipl.-Kfm. Eckehardt Keip
(für POKER & PADDY Vermögensverwaltung GmbH, Hamburg)
Vorsitzender Aktuelle Tätigkeit:
Im Ruhestand befindlich
Herr Dipl. Kfm. (FH) Carsten Müller (bis 30.09.2021)
(für ANS Invest GmbH & Co. KG, Hamburg)
Aktuelle Tätigkeit:
Wirtschaftsprüfer Steuerberater
Herr Dipl.-Kfm. Hinrich Brüggmann (ab 1.10.2021)
(für ANS Invest GmbH & Co. KG, Hamburg)
Aktuelle Tätigkeit:
Im Ruhestand befindlich
Herr Dr. Hanno Blackert
(als Vertreter für Sabine Aguilar-Wächtler und Beate Fuchs in Bruchteilsgemeinschaft).
Aktuelle Tätigkeit:
Mitglied im Aufsichtsrat der Aucos AG, Aachen

Die Verwaltungsratsbezüge betrugen im Geschäftsjahr EUR 43.000,00 (VJ: EUR 43.000,00).

Die Gesamtbezüge aufgrund von Versorgungsansprüchen früherer Mitglieder der Geschäftsführung der PLATH Corporation GmbH sowie derer Hinterbliebener betrugen im Geschäftsjahr EUR 30.636,00 (VJ: EUR 30.313,44). Die für aktive oder frühere Mitglieder der Geschäftsführung, des Aufsichtsrates, Beirates oder einer ähnlichen Einrichtung und derer Hinterbliebener gebildeten Pensionsrückstellungen betragen nach BilMoG EUR 192.801,00 (VJ: EUR 203.368,00).

2. Personal

Der Konzern beschäftigte im Geschäftsjahr 2021/2022 durchschnittlich 489 Angestellte (VJ: 474) (117 weibliche und 372 männliche Angestellte).

3. Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses

Die insgesamt im Geschäftsjahr an den Konzernabschlussprüfer bezahlten Honorare stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr 2021/2022 Geschäftsjahr 2020/2021
EUR EUR
Abschlussprüfungsleistungen 93.000 59.550
andere Bestätigungsleistungen 4.000 3.000
Steuerberatungsleistungen 18.050 16.100
Sonst. Leistungen i.S.v. § 314 Nr.9 HGB 37.131 111.900
Summe 152.181 190.550

4. Muttergesellschaft

Die ANS Invest GmbH & Co. KG, Hamburg, ist Muttergesellschaft im Sinne von § 290 HGB.

5. Konzernverhältnisse und Befreiungen

Zwischen der PLATH Corporation GmbH und der PLATH EFT GmbH, zwischen der PLATH Corporation GmbH und der PROCITEC GmbH, zwischen der PLATH Corporation GmbH und der CYPP GmbH sowie zwischen der PLATH Corporation GmbH und der Data42 GmbH besteht jeweils ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Die PLATH EFT GmbH, die PROCITEC GmbH, die CYPP GmbH und die Data42 GmbH werden in den Konzernabschluss der PLATH Corporation GmbH, Hamburg, einbezogen. Sie erfüllen die Voraussetzungen des § 264 Abs. 3 HGB und sind daher grundsätzlich von den dort geregelten Rechnungslegungs-, Prüfungs- und Offenlegungspflichten befreit. Die PLATH GmbH & Co KG und die PLATH Signal Products GmbH & Co. KG werden in den Konzernabschluss der PLATH Corporation GmbH, Hamburg, einbezogen. Sie erfüllen die Voraussetzungen des § 264 b HGB und sind daher grundsätzlich von den dort geregelten Rechnungslegungs-, Prüfungs- und Offenlegungspflichten befreit.

6. Nachtragsbericht

Es liegen keine besonderen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag vor.

7. Ergebnisverwendungsvorschlag des Mutterunternehmens

Gemäß der Gesellschafterversammlung vom 08.06.2022 wurde eine Vorabgewinnausschüttung aus dem Jahresüberschuss des nicht festgestellten Jahresabschlusses des Geschäftsjahrs vom 01.04.2021 bis 31.03.2022 in Höhe von EUR 2.500.000,00 beschlossen.

Die Geschäftsführung schlägt nun vor, weitere EUR 1.500.000,00 auszuschütten und den verbleibenden Jahresüberschuss in Höhe von EUR 3.705.292,73 mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Hamburg, den 21. Juni 2022

gez. Nico Scharfe, Geschäftsführer

gez. Michael Kalt-Bowinkelmann, Geschäftsführer

Konzernanlagenspiegel zum 31. März 2022

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 01.04.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen
Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 790.747,00 0,00 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.213.905,37 188.921,66 626.262,01 0,00
3. Geschäfts- und Firmenwert 5.400.022,81 0,00 145.201,83 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 9.404.675,18 188.921,66 771.463,84 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 11.758.732,48 23.437,42 314.187,95 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.029.726,21 231.935,69 117.769,76 85.365,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.474.167,51 1.664.609,85 2.525.832,30 3.000,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 88.365,00 0,00 0,00 -88.365,00
Summe Sachanlagen 30.350.991,20 1.919.982,96 2.957.790,01 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteilen an verbundenen Unternehmen 60.786,59 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 151.014,41 511.636,00 8.823,26 0,00
Summe Finanzanlagen 211.801,00 511.636,00 8.823,26 0,00
Summe Anlagevermögen 39.967.467,38 2.620.540,62 3.738.077,11 0,00
Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Veränderungen des Konsolidierungskreises Währungsdifferenzen Stand 31.03.2022
Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 790.747,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 2.776.565,02
3. Geschäfts- und Firmenwert 0,00 0,00 5.254.820,98
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 8.822.133,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 628,27 11.468.610,22
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 2.229.257,14
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 11.983,98 15.627.929,04
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 12.612,25 29.325.796,40
III. Finanzanlagen
1. Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 60.786,59
2. Beteiligungen 0,00 0,00 653.827,15
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 714.613,74
Summe Anlagevermögen 0,00 12.612,25 38.862.543,14
Abschreibungen
Stand 01.04.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen
Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 790.746,00 0,00 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.961.198,52 205.337,43 626.275,55 0,00
3. Geschäfts- und Firmenwert 990.170,94 986.021,21 145.201,83 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 4.742.115,46 1.191.358,64 771.477,38 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 1.696.738,28 343.282,93 314.195,87 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.426.620,11 175.029,49 116.969,37 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.801.578,53 1.598.473,14 2.525.587,72 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 14.924.936,92 2.116.785,56 2.956.752,96 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 19.667.052,38 3.308.144,20 3.728.230,34 0,00
Abschreibungen
Veränderungen des Konsolidierungskreis Währungsdifferenzen Stand 31.03.2022
Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 790.746,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 -20,56 2.540.239,84
3. Geschäfts- und Firmenwert 0,00 0,00 1.830.990,32
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 -20.56 5.161.976,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 320,42 1.726.145,76
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 1.484.680,23
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 7.506,29 10.881.970,24
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 7.826,71 14.092.796,23
III. Finanzanlagen
1. Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 0,00 7.806,15 19.254.772,39
Buchwerte
Währungsdifferenzen Stand 31.03.2021 Währungsdifferenzen Stand 31.03.2022
Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 1,00 0,00 1,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20,49 252.727,34 0,00 236.325,18
3. Geschäfts- und Firmenwert 0,00 4.409.851,87 0,00 3.423.830,66
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 20,49 4.662.580,21 0,00 3.660.156,84
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 307,71 10.062.301,91 0,00 9.742.464,46
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 603.106,10 0,00 744.576,91
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.721,00 4.675.309,98 0,00 4.745.958,80
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 88.365,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 3.028,71 15.429.082,99 0,00 15.233.000,17
III. Finanzanlagen
1. Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 60.786,59 0,00 60.786,59
2. Beteiligungen 0,00 151.014,41 0,00 653.827,15
Summe Finanzanlagen 0,00 211.801,00 0,00 714.613,74
Summe Anlagevermögen 3.049,20 20.303.464,20 0,00 19.607.770,75

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021/2022

31.03.2022 31.03.2021
EUR EUR
1. Konzernjahresüberschuss einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter 2.953.763,00 8.799.052,62
2. Abschreibungen (+) auf Gegenstände des Anlagevermögens 3.308.144,20 2.952.735,20
3. Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen 3.848.443,33 1.481.470,12
4. Zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) und Erträge (-) -493.278,00 338.211,96
5. Gewinne (-) / Verluste (+) a. d. Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 5.344,25 -3.062.305,44
6. Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferung und Leistung sowie andere Aktiva die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -24.132.981,45 12.165.955,41
7. Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung sowie übrigen Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 3.448.382,22 -2.010.207,49
8. Zinsaufwendungen (+) / Zinserträge (-) 390.786,70 261.906,79
9. Ertragsteueraufwand (+) / -ertrag (-) 309.837,20 1.732.375,80
10. Ertragsteuerzahlungen (-/+) 2.604.265,91 774.360,52
11. Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit (Summe aus 1 bis 10) -7.757.292,64 23.433.555,49
12. Einzahlungen (+) aus Abgängen der Gegenstände des Sachanlagevermögens 4.502,52 1.399,16
13. Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0,00 3.096.760,47
14. Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -188.921,66 -5.039.204,86
15. Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.919.982,96 -3.086.069,60
16. Auszahlungen (-) für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -511.636,00 -151.014,41
17. Auszahlungen (-) für Zugänge zum Konsolidierungskreis 0,00 -493.789,52
18. Erhaltene Zinsen (+) 9.017,68 21.101,93
19. Cash Flow aus Investitionstätigkeit (Summe aus 12 bis 18) -2.607.020,42 -5.650.816,83
20. Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 5.000.000,00 1.645.917,08
21. Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -1.928.992,08 -214.286,00
22. Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen 0,00 170.777,00
23. Gezahlte Zinsen (-) -207.591,88 -145.366,72
24. Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -4.400.000,00 -3.884.999,50
25. Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit (Summe aus 20 bis 24) -1.536.583,96 -2.427.958,14
26. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe aus 11,19,25) -11.900.897,02 15.354.780,52
27. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 45.488.161,55 30.133.381,03
28. Finanzmittelfonds am Ende der Periode (Summe aus 26 bis 27) 33.587.264,53 45.488.161,55

Der Finanzmittelfonds entspricht dem Bilanzposten "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten".

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. März 2022

Gezeichnetes-kapital Gewinn-Rücklagen Gewinn-/ Verlustvortrag Unterschiedsbetrag Kapitalkonsolidierung Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnung
EUR EUR EUR EUR EUR
Stand 01.04.2020 5.000.000,00 275.768,57 38.841.627,31 -246.857,54 354.086,31
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln
Ausschüttungen -3.884.999,50
Änderungen Konsolidierungskreis 433.693,71
übrige Veränderungen -578.890,33 426.284,56
Umbuchungen -754.756,02 246.857,54
Konzernjahresüberschuss 8.799.052,62
Stand 31.03.2021 5.000.000,00 275.768,57 42.855.727,79 0,00 780.370,87
Eigenkapital Mutterunternehmen Minderheitenkapital Konzerneigenkapital
EUR EUR EUR
Stand 01.04.2020 44.224.624,65 3.144.676,71 47.369.301,36
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0,00 0,00
Ausschüttungen -3.884.999,50 -3.884.999,50
Änderungen Konsolidierungskreis 433.693,71 91.347,85 525.041,56
übrige Veränderungen -152.605,77 -152.605,77
Umbuchungen -507.898,48 507.898,48 0,00
Konzernjahresüberschuss 8.799.052,62 8.799.052,62
Stand 31.03.2021 48.911.867,23 3.743.923,04 52.655.790,27
Gezeichnetes-kapital Gewinn-Rücklagen Gewinn-/ Verlustvortrag Unterschiedsbetrag Kapitalkonsolidierung Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnung
EUR EUR EUR EUR EUR
Stand 01.04.2021 5.000.000,00 275.768,57 42.855.727,79 0,00 780.370,87
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln
Ausschüttungen -4.400.000,00
Änderungen Konsolidierungskreis
übrige Veränderungen -40.561,79 64.385,78
Umbuchungen -1.179.088,83
Konzernjahresüberschuss 3.153.763,00
Stand 31.03.2022 5.000.000,00 275.768,57 40.389.840,17 0,00 844.756,65
Eigenkapital Mutterunternehmen Minderheitenkapital Konzerneigenkapital
EUR EUR EUR
Stand 01.04.2021 48.911.867,23 3.771.959,25 52.683.826,48
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0,00 0,00
Ausschüttungen -4.400.000,00 -776.965,10 -5.176.965,10
Änderungen Konsolidierungskreis 0,00 0,00
übrige Veränderungen 23.823,99 23.823,99
Umbuchungen -1.179.088,83 1.179.088,83 0,00
Konzernjahresüberschuss 3.153.763,00 3.153.763,00
Stand 31.03.2022 46.510.365,39 4.174.082,98 50.684.448,37

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. April 2021 bis zum 31. März 2022

I. Grundlegende Informationen zum Konzern

1. Geschäftsmodell

2. Organisatorische und rechtliche Struktur

3. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

a. Auftragseingang

b. Umsatz / Gesamtleistung

3. Lage

a. Auftragsbestand

b. Vermögenslage

c. Finanzlage

d. Ertragslage

4. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

5. Gesamtaussage

III. Chancenbericht

IV. Risikobericht

V. Prognosebericht

I. Grundlegende Informationen zum Konzern

1. Geschäftsmodell

Die Unternehmen der PLATH-Gruppe entwickeln, produzieren und vermarkten weltweit kundenindividuelle Systemlösungen, Geräte und Dienstleistungen zur Erfassung, Aufklärung und Auswertung von Kommunikationssignalen.

Das Leistungsspektrum der PLATH-Gruppe folgt dabei den Stufen und Prozessen der jeweiligen Kunden bei der Erfassung, Aufklärung und Auswertung von Signalen. Es umfasst Antennen, Empfänger/Peiler, Verdichter von Peildaten sowie Lösungen für die Signalanalyse und für die Steuerung, Speicherung, Auswertung und Darstellung von Signalen.

Die PLATH-Gruppe positioniert sich in diesem Markt als international agierender Systemanbieter mit eigener seit Jahren kontinuierlich ausgebauter Hard- und Softwarekompetenz.

2. Organisatorische und rechtliche Struktur

Die Systemlösungen werden von den einzelnen Unternehmen der PLATH-Gruppe konzipiert und realisiert. Die Zusammenarbeit zwischen den Gesellschaften der PLATH-Gruppe wird dabei auf die jeweils benötigte technologische Expertise und die erforderlichen Kapazitäten abgestimmt und in Projektstrukturen unter Führung eines Generalunternehmers aus der PLATH-Gruppe organisiert.

Die PLATH-Gruppe hat zum 31.03.2022 folgende Organisationsstruktur:

Name, Sitz Anteil in % Geschäftsführer
PLATH Corporation GmbH, Hamburg Muttergesellschaft N. Scharfe
M. Kalt-Bowinkelmann
PROCITEC GmbH, Pforzheim 100,0 J. Heyen
PLATH EFT GmbH, Norderstedt 100,0 A. Nest
hierüber mittelbare Beteiligung zu 100% an der testwerk GmbH, Hamburg
PLATH AG, Bern (Schweiz) 100,0 M. Birchmeier
INNOSYSTEC GmbH, Salem 63,2 P. Zerwes
C. von Baer
PLATH Singapore Pte Ltd., Singapur 100,0 N. Scharfe
A. Richter
T. Ch. Miin
CYPP GmbH, Hamburg 100,0 M. von Holdt
PLATH Ltd., Limassol (Zypern) 100,0 C. Petrou
Data42 GmbH, Hamburg 100,0 A. Heinzel
PLATH Signal Products GmbH & Co. KG, Hamburg 100,0 PLATH Sensors GmbH
PLATH Sensors GmbH, Hamburg 100,0 Dr. R. Meixner
PLATH GmbH & Co. KG, Hamburg 100,0 PLATH Verwaltungsgesellschaft mbH
PLATH Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0 Dr. A. Schwolen
N. Scharfe
SERPIKOM SAS, Aix-en-Provence (Frankreich) 95,0 St. Sabatier
Qubalt GmbH, Hamburg 20,0 U. Resas
Bitrecords GmbH, Flensburg 25,1 P. Hecke
I. Risch

3. Forschung und Entwicklung

Im gesamten Leistungsspektrum der PLATH-Gruppe steigt die Bedeutung der Softwareentwicklung und -integration sowie der Dienstleistungen weiter kontinuierlich an. Neben dem Systemdesign und -preis sind die angebotenen Customer Services in den Bereichen Projektmanagement, Systemintegration, Installation, Nutzerschulung und Systemwartung von entscheidender Bedeutung für die Kaufentscheidungen unserer Kunden.

In den Entwicklungsbereichen der PLATH-Gruppe für Hardware und Software waren durchschnittlich 218 Mitarbeiter (Vorjahr: 221 Mitarbeiter) beschäftigt. Schwerpunkte waren auf die Erarbeitung von Studien, die Entwicklung von Produkten und Lizenzen (z.B. Peiler, Antennen, Systemsteuerungs-, Visualisierungs und Auswertungssoftware) und die Entwicklung von kundenindividuellen Systemkomponenten und Schnittstellen gelegt.

Für die Entwicklung von mehrfachverwendbaren Produkten und Lizenzen wurden in der Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt EUR 22,3 Mio. (Vorjahr: EUR 26,7 Mio.) aufgewendet.

II. Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr 2021/2022 war überlagert von den Auswirkungen der weltweiten COVID-19 Pandemie. Bedingt dadurch hat sich das Wachstum der Volkswirtschaften in dem für die PLATH Gruppe wichtigen Wirtschaftsraum Asien abgeschwächt. Die für die PLATH Gruppe relevanten Haushaltstitel sind trotz der Pandemieauswirkungen in Europa nach Jahren der Konsolidierung weiterhin nicht ausgesetzt worden und die öffentlichen Auftraggeber investieren in Sicherheit, Verteidigung und Krisenfrüherkennung.

Der flexible und schnelle Zugriff auf eine umfassende aktuelle Nachrichtenlage hat für die Bewältigung von unübersichtlichen Krisenszenarien eine steigende Bedeutung. Die zunehmenden Konflikte führen weltweit zu einer steigenden Nachfrage nach hochwertigen und flexibel einsetzbaren Systemen zur Krisenfrüherkennung.

Der durch zunehmende Wettbewerbsintensität gekennzeichnete Markt ist oligopolistisch geprägt.

2. Geschäftsverlauf

a. Auftragseingang

Der Auftragseingang der PLATH-Gruppe betrug im Geschäftsjahr 2021/2022 EUR 201,5 Mio. (Vorjahr: EUR 81,6 Mio.). Diese Steigerung lässt sich im Wesentlichen auf die Auftragserteilung des öffentlichen Sektors sowohl im Inland als auch im europäischen Ausland zurückführen.

b. Umsatz / Gesamtleistung

Die Umsatzerlöse der PLATH-Gruppe betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr EUR 80,4 Mio. (Vorjahr: EUR 90,1 Mio.). Die geringere Umsatzleistung im abgelaufenen Geschäftsjahr lässt sich im Wesentlichen auf die veränderte Zusammensetzung des Auftragsbestandes zurückführen, der vergleichbar höhere Anteile an langfristig ausgelegten Projekte beinhaltet. Die Gesamtleistung wird im abgelaufenen Geschäftsjahr mit EUR 74,3 Mio. (Vorjahr: EUR 81,5 Mio.) ermittelt. Auch im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden die Produktentwicklungen verstärkt vorangetrieben, da sie die wesentliche Grundlage für die erfolgreiche Bearbeitung des wachsenden Geschäftsvolumens bilden.

3. Lage

a. Auftragsbestand

Der Auftragsbestand der PLATH-Gruppe betrug am 31.03.2022 insgesamt EUR 152,0 Mio. (Vorjahr: EUR 62,3 Mio.). Durch diesen Auftragsbestand sowie die nach dem Bilanzstichtag erhaltenen Auftragseingänge ist die Auslastung der Mitarbeiter der PLATH-Gruppe für das Geschäftsjahr 2022/2023 weiterhin gesichert.

b. Vermögenslage

Die Bilanzsumme des Konzerns hat sich zum 31.03.2022 auf EUR 109,1 Mio. (Vorjahr: EUR 99,4 Mio.) erhöht. Die Summe des Anlagevermögens wird mit EUR 19,6 Mio. (Vorjahr: EUR 20,3 Mio.) berichtet. Im aktuellen Berichtsjahr wurde eine Beteiligung im deutschen Markt akquiriert. Die Bilanzposition Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten wird mit EUR 33,6 Mio. geringer als im Vorjahr (EUR 45,5 Mio.) ausgewiesen. Dem gegenüber wird ein höherer Bestand der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit EUR 39,6 Mio. (Vorjahr: EUR 19,8 Mio.) berichtet, da wesentliche Projektmeilensteine zum Bilanzstichtag erfolgreich abgerechnet wurden. Die unfertigen Erzeugnisse werden fast unverändert mit EUR 4,4 Mio. (Vorjahr: EUR 5,5 Mio.) berichtet. Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich um EUR 4,1 Mio. und betragen zum Bilanzstichtag EUR 21,1 Mio. Dieser Anstieg ist auf die Zuführung der Rückstellung für nachlaufende Kosten für abgeschlossene Projekte sowie der verlustfreien Bewertung zurückzuführen.

Das Eigenkapital des PLATH Konzerns ist im abgelaufenen Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr gesunken und sichert weiterhin die finanzielle Unabhängigkeit der PLATH-Gruppe. Die Eigenkapitalquote per 31.03.2022 beträgt 46,4 % (Vorjahr: 53,0 %).

c. Finanzlage

Der Bestand an kurzfristig verfügbaren flüssigen Mitteln (= Kassenbestand sowie Saldo aus Guthaben und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) verringert sich zum Ende des Berichtsjahres gegenüber dem Vorjahr um EUR 11,9 Mio. auf EUR 33,6 Mio.. Dieses lässt sich auf Projektabschlüsse im 1. Quartal des Kalenderjahres 2022 und die sich anschließenden Zahlungseingangsströme zurückführen, die mit dem 2. Quartal Kalenderjahr 2022 zufließen werden.

Der Bestand der Anzahlungen auf Bestellungen erhöhte sich im Zusammenhang mit dem Aufbau des Auftragsbestands auf EUR 3,8 Mio. (Vorjahr: EUR 2,1 Mio.).

Zur Absicherung von Verpflichtungen aus Projektverträgen aufgrund erhaltener Anzahlungen, aus Gewährleistungsgarantien und aus Bietungsgarantien wurden per 31.03.2022 von der PLATH-Gruppe Avale in Höhe von insgesamt EUR 4,7 Mio. (Vorjahr: EUR 4,5 Mio.) in Anspruch genommen.

d. Ertragslage

Ergebnis / Jahresüberschuss

Das Ergebnis vor Steuern der PLATH-Gruppe beträgt im Berichtsjahr EUR 3,3 Mio. (Vorjahr: EUR 10,6 Mio.). Der Jahresüberschuss beträgt EUR 3,0 Mio. und liegt somit unterhalb des Vorjahreswertes. Dies ist auf Reisebeschränkungen bedingt durch Covid-19 und damit verbundene Auftragsakquirierung in einer Beteiligung zurückzuführen. Auch im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden die Produktentwicklungen (Hardware + Software) verstärkt vorangetrieben, da sie die wesentliche Grundlage für die erfolgreiche Umsetzung der Unternehmensstrategie bilden.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen im abgelaufenen Geschäftsjahr EUR 6,1 Mio. (Vorjahr: EUR 6,1 Mio.). Unter anderem konnten Rückstellungen zu nachlaufenden Kosten aufgelöst sowie Erträge als Zulagen auf Basis des Forschungszulagengesetzes ausgewiesen werden.

Materialaufwand

Der Materialaufwand in Höhe von EUR 10,3 Mio. (Vorjahr: EUR 14,3 Mio.) ist im abgelaufenen Geschäftsjahr gesunken. Dieses ist mit der zeitlichen Abfolge der Meilensteine bei Teil-Projektrealisierungen mit Hinblick auf den Projektzeitplan belegt.

Personal

Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden durchschnittlich insgesamt 492 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 474 Mitarbeiter). Der gesamte Personalaufwand beträgt EUR 42,2 Mio. Diese Steigerung gegenüber dem Vorjahr (EUR 40,7 Mio.) begründet sich in dem Anstieg der Mitarbeiteranzahl.

4. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Die PLATH-Gruppe nutzt verschiedene Leistungsindikatoren, um die Kernprozesse und Engpassfaktoren zu überwachen und zu steuern. Wichtigster finanzieller Leistungsindikator ist das Ergebnis nach Steuern pro Mitarbeiter (= Ergebnis pro MA), das im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken ist. Im Geschäftsjahr 2021/2022 beträgt das Ergebnis pro MA TEUR 6,0 (Vorjahr: TEUR 18,7). Für das Geschäftsjahr 2022/2023 plant die PLATH-Gruppe mit einem Ergebnis pro Mitarbeiter in Höhe von rd. TEUR 24,1. Wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikator ist eine Zertifizierung gemäß der relevanten DIN EN ISO-Norm. Die PLATH Corporation GmbH, die PROCITEC GmbH, die PLATH EFT GmbH, die testwerk GmbH und die INNOSYSTEC GmbH verfügen aktuell über eine entsprechend gültige Zertifizierung.

5. Gesamtaussage

Der PLATH Konzern befindet sich weiterhin auf einem Erfolgspfad mit positiven Leistungsindikatoren. Die Vermögenslage ist mit einer Eigenkapitalquote von knapp unter 50% gut abgesichert. Die Finanz- und Ertragslage befindet sich trotz Corona-Pandemie auf einem robusten Niveau und bestätigt das Niveau der Vorjahre. Die Geschäftsleitung beurteilt die Lage der Gesellschaft insgesamt als positiv. Das stetig wachsende Systemgeschäft sorgt weiterhin für stichtagsbedingte hohe Schwankungen sowohl in den Kennzahlen zur Ertragslage als auch in der Vertriebsleistung. Aus diesem Grund wird das Erreichen der geplanten Jahresziele immer stark durch die Meilensteine der Teilprojekte sowie die Termine der Projektabschlüsse beeinflusst. Die wesentlichen Milestones konnten im letzten Geschäftsjahr wie geplant beendet werden, insofern ergeben sich keine nennenswerten Abweichungen zwischen der Umsatzprognose und den tatsächlichen Umsätzen. Wie erwartet liegen sowohl Jahresüberschuss als auch das operative Ergebnis unter dem Vorjahesniveau. Insgesamt ist die Prognosegenauigkeit als zufriedenstellend einzuschätzen.

III. Chancenbericht

Die Gesellschaften der PLATH Gruppe unterhalten an den einzelnen Standorten Entwicklungsbereiche mit sich gegenseitig ergänzenden technologischen Kompetenzen. Diese Entwicklungsbereiche sind mit der Erarbeitung von Studien, der Entwicklung von Geräten (Peiler, Empfänger, Antennen) und von unterschiedlichsten SW-Lizenzen sowie mit der Entwicklung von kundenindividuellen Systemkomponenten und Schnittstellen beschäftigt.

Um die regional sehr unterschiedlichen Marktanforderungen weiterhin kostengünstig und schnell erfüllen zu können, werden in den letzten Jahren neben den Geräten zunehmend skalierbare Softwarekomponenten entwickelt. Diese Geräte und Softwarekomponenten bilden wiederverwendbare Gerätesätze und Teillösungen. Auf deren Grundlage werden die kundenindividuellen Systemlösungen in zunehmendem Umfang konfiguriert und um einzubindende Teillösungen unserer lokalen Systempartner ergänzt.

IV. Risikobericht

Nach Einschätzung der Geschäftsführung haben sich nach Bewertung aller Umstände im Berichtsjahr keine Risiken ergeben, die vom Unternehmen nicht beherrscht werden und die die Existenz der PLATH-Gruppe gefährden könnten. Die Risikoposition des Konzerns wird quartalsweise vom Managementteam mit Hilfe von Checklisten eingeschätzt. Risikomindernde Maßnahmen werden gemeinsam mit der Geschäftsleitung der PLATH Corporation GmbH bewertet und eingeleitet. Folgende exogene Faktoren werden regelmäßig überprüft:

Währungsrisiken

Aufträge werden nach Möglichkeit in Euro abgeschlossen oder mit Hilfe von Devisentermingeschäften sowie Optionen kursgesichert.

Lieferanten

Als ein weiteres Mittel um Risiken zu identifizieren, werden selektive Lieferanten Audits eingeführt.

Vertragsstrafen

Das potenzielle Risiko der Zahlung von Vertragsstrafen wird während der kompletten Anbahnungs- und Abwicklungsphase kontinuierlich und in Zusammenarbeit mit den Kunden überwacht, minimiert oder vertraglich komplett ausgeschlossen.

Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Konzern genutzten Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Devisentermingeschäfte, Dokumentengeschäfte, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Guthaben und Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten. Zahlungsvereinbarungen sind in der Mehrzahl der Fälle durch das Instrument "Letter of Credit" abgesichert.

Ausfuhrregelungen

Die PLATH-Gruppe hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die Prozesse "Compliance Ausfuhrkontrolle" und "Freigabe Angebotserstellung" im Einklang mit den kontinuierlich verschärften Ausfuhrregelungen weiter verfeinert, formalisiert und geschult.

Mitarbeiter

Die langfristige Bindung von Mitarbeitern mit speziellem Anwendungs- und Technologiewissen ist für den Geschäftserfolg der PLATH-Gruppe von entscheidender Bedeutung und erfährt eine besondere Beachtung.

Beteiligungsportfolio

Das formalisierte Reporting wird ergänzt durch ein quartalsweise zwischen der Geschäftsleitung der PLATH Corporation GmbH und dem jeweiligen Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaft angesetztes Review.

Covid-19 Risiken

Der Konzern hat auf die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie reagiert und wesentliche Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter und der Fortführung der Geschäftstätigkeiten unternommen. Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung können die Auswirkungen dieser Krise auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage nicht vollumfänglich abgesehen werden. Besondere Hinderungen ergeben sich aus den vielfältigen Reisebeschränkungen zu den Kunden im Ausland. Das vergangene Jahr hat jedoch gezeigt, dass die negativen Auswirkungen der Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen für unser tägliches Geschäft zu keinen nicht beherrschbaren Risiken geführt haben. Durch die Erweiterung des Portfolios an Business Cases wird die Wachstumsstrategie weiter vorangetrieben. Die Entwicklung der eigenen Software- und Hardwareprodukte ist aufgrund der geschaffenen belastbaren Infrastruktur (verschiedene Standorte, Home-Offices, Steuerungsinstrumente) von der Covid-19 Pandemie gering betroffen. Diese Struktur wird für den zukünftigen Unternehmenserfolg ein entscheidender Faktor sein. Durch die Flexibilität unserer Mitarbeiter sowie die stark ausgeprägte digitale Arbeitsweise konnten sämtliche wesentlichen Geschäftsprozesse aufrechterhalten werden. Wir gehen daher auch für die Zukunft davon aus, die mit Covid-19 in Verbindung stehenden Risiken gut bewältigen zu können.

V. Prognosebericht

Ertragssituation

Für das Geschäftsjahr 2022/2023 erwarten die Geschäftsführer gestützt auf den Auftragsbestand einen Umsatz, der sich deutlich oberhalb des Niveaus des aktuellen Jahres 2021/2022 bewegen wird und sowohl ein positives operatives Ergebnis als auch einen positiven Jahresüberschuss ausweisen wird. Die Geschäftsführung rechnet mit einem höheren über dem Vorjahr liegenden Jahresüberschuss. Die Planung basiert darauf, dass die Abnahmen der Projekte auch vor dem Hintergrund der Covid-19 Einschränkungen zu den vereinbarten Terminen erfolgen können.

Investitionen

Die Struktur der Beteiligungsunternehmen der PLATH-Gruppe hat sich im abgelaufenen Jahr 2021/2022 durch eine weitere Beteiligung geändert. Es sind für das laufende Geschäfsjahr weitere Neu-Gründungen in der Unternehmensgruppe geplant.

Liquiditätssituation

Die Liquidität der PLATH Gruppe wird sich im Geschäftsjahr 2022/2023 auf einem dem Geschäftsvolumen und den Geschäftsrisiken entsprechenden Niveau stabilisieren.

 

Hamburg, den 21. Juni 2022

gez. Nico Scharfe, Geschäftsführer

gez. Michael Kalt-Bowinkelmann, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Zu dem Konzernabschluss zum 31. März 2022 und dem Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021/2022 der PLATH Corporation GmbH, Hamburg, wurde der folgende uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt:

"An die PLATH Corporation GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der PLATH Corporation GmbH, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. März 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der PLATH Corporation GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Verwaltungsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Hamburg/Kiel, den 22. Juni 2022

RBB GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Jürgen Stelk, Wirtschaftsprüfer

gez. Jenny Gersch, Wirtschaftsprüferin

Sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Konzernjahresabschluss wurde am 08.07.2022 gebilligt.

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