RECONIQ Software GmbH
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Wiewel seit 23.1.2026 | Geschäftsführer |
Michael Hans Eugen Kalt-Bowinkelmann seit 12.2.2025 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 4.00% |
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 51.00% | |
| 45.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PLATH Corporation GmbHHamburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2021 bis zum 31.03.2022Konzernbilanz zum 31. März 2022AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021/2022der PLATH Corporation GmbH, HamburgI. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss Die PLATH Corporation GmbH mit Sitz in Hamburg, eingetragen im Handelsregister Amtsgericht Hamburg unter HRB 7401, ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs.3 HGB. Der Konzernabschluss wurde gemäß §§ 297 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. 1. Aufstellung des Konzernabschlusses Der Konzernabschluss der PLATH Corporation GmbH zum 31. März 2022 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. 2. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss zum 31. März 2022 wurden neben dem Mutterunternehmen PLATH Corporation GmbH, Hamburg, folgende Tochterunternehmen mit einbezogen:
* Voraussetzung gem. § 264 Abs. 3 HGB
erfüllt
Der Jahresabschluss der PLATH AG, Bern, wurde entsprechend den für die Muttergesellschaft anwendbaren Grundsätzen auf einheitliche Bilanzierung und Bewertung umgestellt und in Euro umgerechnet. Bei allen weiteren vollkonsolidierten Tochterunternehmen wurden die Jahresabschlüsse ebenfalls zu den anwendbaren und einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen der Muttergesellschaft aufgestellt. Folgende Gesellschaften wurden unter Anwendung von § 296 HGB wegen ihrer Unwesentlichkeit für den Konzern nicht einbezogen, auch nicht als assoziiertes Unternehmen gem. § 311 Abs. 2 HGB i.V.m. § 271 Abs. 1 HGB:
Forderungen, Verbindlichkeiten, Erträge und die entsprechenden Aufwendungen werden innerhalb der konsolidierenden Gesellschaften aufgerechnet. In der Kapitalkonsolidierung werden die Beteiligungsbuchwerte der Konzerngesellschaften gegen das anteilige bilanzielle Eigenkapital zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung verrechnet (Neubewertungsmethode). Sofern aufgrund abweichender Bilanzstichtage keine belastbaren Zahlen zum Zeitpunkt des erstmaligen Einbezugs erzeugt werden konnten, so wurden für den Einbezug die Informationen des nächsten Zeitpunkts gewählt, zu dem belastbare Zahlen vorlagen. Die aktivischen Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden als Geschäfts- und Firmenwert im Anlagevermögen ausgewiesen und über 5 Jahre linear abgeschrieben. 4. Währungsumrechnung Die Bilanz des einbezogenen Unternehmens in fremder Währung wird gem. § 308 a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag und die Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres in Euro umgerechnet. Das in die Kapitalkonsolidierung einbezogene Eigenkapital wird mit historischen Kursen umgerechnet. Währungsdifferenzen aus der Konsolidierung werden erfolgsneutral im Eigenkapital unter dem Posten Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnung ausgewiesen. Kursdifferenzen aus der Umrechnung der Forderungen und Verbindlichkeiten des Konzerns werden erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung verbucht. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer (1 bis 8 Jahre) planmäßig linear abgeschrieben. 2. Sachanlagen Der Wertansatz der Sachanlagen erfolgt bei Fremdbezug zu Anschaffungskosten. Selbsterstellte Anlagen werden zu Herstellungskosten gem. § 255 HGB aktiviert, wobei neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen werden. Unbewegliche und bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Die beweglichen Gegenstände des Anlagevermögens werden linear (3 bis 25 Jahre) abgeschrieben. Die geringwertigen Gegenstände des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten bis netto EUR 800 wurden gem. § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang im Anlagevermögen berücksichtigt. 3. Finanzanlagen Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten, wenn erforderlich abzüglich notwendiger außerplanmäßiger Abschreibungen, angesetzt. 4. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten oder zu den gesunkenen Wiederbeschaffungskosten bewertet. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt nach dem gleitenden Durchschnittswert. Die Konzerngesellschaften haben entsprechend der Lagerbewegungen jeweils Einzel- und Pauschalwertabschläge vorgenommen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. In die Herstellungskosten sind außer direkten Material- und Fertigungseinzelkosten auch die fertigungsbezogenen Gemeinkosten und anteilige Kosten der Verwaltung und sozialer Maßnahmen einbezogen worden. Zinsen für Fremdkapital fließen nicht in die Herstellungskosten ein. Im Rahmen der langfristigen Auftragsfertigung erfolgt mit der jeweiligen Teilabnahme der Kunden eine Teilgewinnrealisierung. Die geleisteten Anzahlungen sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt. 5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nennwerten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten aktiviert worden. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko im Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung (1 %) berücksichtigt. 6. Wertpapiere Die Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Kurswert am Bilanzstichtag bewertet. 7. Liquide Mittel Die Bilanzierung der liquiden Mittel erfolgt zum Nominalwert. Sie bilden den Finanzmittelfonds der Konzern-Kapitalflussrechnung. 8. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 9. Aktive latente Steuern Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für die sich insgesamt nach Verrechnung passiver und aktiver Latenzen ergebende Steuerentlastung wird ausgeübt. Es ergeben sich in Summe aktive latente Steuern aus abweichenden Wertansätzen zwischen Handels- und Steuerbilanz in Höhe von TEUR 3.824 (VJ: TEUR 2.002). Die wesentliche Veränderung resultiert in Höhe von TEUR 520 aus der Bildung von Drohverlustrückstellungen sowie in Höhe von TEUR 1.303 aus der Zwischenergebniseliminierung im Vorratsvermögen. Die Bewertung erfolgte mit einem Durchschnittssteuersatz in Höhe von 30,00 %. 10. Eigenkapital Als Eigenkapital werden das gezeichnete Kapital, Gewinnrücklagen, Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnung, Gewinnvortrag, Jahresüberschuss und nicht beherrschende Anteile ausgewiesen. Das gezeichnete Kapital und die Gewinnrücklagen entsprechen denen der Muttergesellschaft PLATH Corporation GmbH, Hamburg. 11. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen Mit dem Anlagevermögen im Zusammenhang stehende Investitionszuschüsse werden als Sonderposten abgegrenzt. Die Auflösung erfolgt analog über die Abschreibungsdauer für die geförderten Anlagegüter. 12. Pensionsrückstellungen Die Aon Solutions Germany GmbH ermittelte die Höhe der Pensionsrückstellungen nach den üblichen versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Beachtung der handelsrechtlichen Vorschriften des § 253 HGB. Die Berechnung erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Verwendung der Heubeck Richttafeln 2018 G. Dabei wurde unter der Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren ein Rechnungszins von 2,19 % angesetzt. Die Gehaltsdynamik wird mit 2,75 % p.a. sowie die Rentendynamik mit 1,70 % p.a. berücksichtigt, während Fluktuationswahrscheinlichkeiten nicht in Ansatz gebracht werden. Als Rechnungsgrundlagen dienen die in der betrieblichen Altersversorgung üblichen und anerkannten "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Es liegen keine Hinweise vor, dass der zu bewertende Bestand gegenüber den Richttafeln signifikant abweichende Sterbe-, Invalidisierungs- oder Verheiratungswahrscheinlichkeiten aufweist. Die "RT 2018 G" werden daher ohne weitere Modifikation angesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen 7 und 10 Jahre beträgt EUR 238.432,00 (Vorjahr: 360.885,00). 13. Sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit einem laufzeitkongruenten Zinssatz abgezinst; zudem fand eine Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen statt. Weitere Erläuterungen zu den sonstigen Rückstellungen werden unter Punkt III. Angaben zur Bilanz in Ziffer 4. Rückstellungen gegeben. Die Steuerrückstellungen beinhalten die voraussichtlich noch zu zahlenden Ertragssteuern je Gesellschaft im Konzern. 14. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 15. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 16. Fremdwährungsumrechnung Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Tag ihrer Entstehung oder dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bei Restlaufzeiten unter einem Jahr bewertet. III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens nach den einzelnen Bilanzposten ist im Anlagenspiegel dargestellt. Ergänzende Angaben zum Finanzanlagevermögen Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Damit verbleiben im Konzern die Anteile der Gesellschaften, die nicht konsolidiert werden (PLATH Singapore Pte LTD: TEUR 61 und BitRecords GmbH: TEUR 508). Ebenfalls verbleiben die Anteile an Beteiligungsunternehmen, auf deren Einbezug verzichtet wurde (Qubalt GmbH: TEUR 146) in der Konzernbilanz. Im September 2021 wurde das Kommanditkapital der neu gegründete Gesellschaften PLATH GmbH & Co. KG, Hamburg, und der PLATH Signal Products GmbH & Co. KG, Hamburg, jeweils von EUR 500.000,00 auf EUR 5.000.000,00 erhöht. Das Kommanditkapital wurde voll eingezahlt. Beide Gesellschaften werden vollkonsolidiert. 2. Weitere Aktivposten des Umlaufvermögens Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben Restlaufzeiten von über einem Jahr in Höhe von TEUR 78 (VJ: TEUR 382). 3. Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals nach den einzelnen Bilanzposten haben wir in dem gesonderten Konzern-Eigenkapitalspiegel dargestellt. Die Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 845 ergeben sich aus der Konsolidierung der Schweizer Gesellschaft PLATH AG, Bern. Die Umrechnung erfolgte gem. § 308 a HGB, das Eigenkapital wurde dabei zu historischen Werten (CHF 1,5503) umgerechnet. Der Posten nicht beherrschende Anteile betrifft zum Bilanzstichtag die Minderheitsanteile an der INNOSYSTEC GmbH, Salem, in Höhe von 36,79 % sowie der Serpikom SAS, Aix-en-Provence, in Höhe von 5,00 % des gezeichneten Kapitals per 31.03.2022. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr beträgt TEUR 2.954 (Vorjahr TEUR 8.799). 4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Posten für Aufwendungen im Auftragsbereich (64,00 %), Personalbereich (28,40 %) sowie übrige sonstige Rückstellungen (7,60 %). Die wesentlichen Zuführungen erfolgten im Bereich der Auftragsrückstellungen (TEUR 6.870) und der Personalrückstellungen (TEUR 5.349). Die übrigen sonstigen Rückstellungen im Konzern beinhalten Rückstellungen für Jahresabschlusskosten, Rückstellungen für Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen, Rückstellungen für Verwaltungsrat sowie Rückstellungen für Provisionen. 5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 928 (VJ: TEUR 776), von über einem Jahr in Höhe von TEUR 9.255 (VJ: TEUR 6.336) und von über fünf Jahren in Höhe von TEUR 3.040 (VJ: TEUR 4.622) und sind durch Grundpfandrechte besichert. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen belaufen sich auf TEUR 3.773 (VJ: TEUR 2.106) und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 8.530 (VJ: TEUR 6.030). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 27 (VJ: TEUR 13). Die sonstigen Verbindlichkeiten haben Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 2.150 (VJ: TEUR 1.731). 6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse Es bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen:
Für kurz- und mittelfristige Zugänge des Umlaufvermögens besteht ein Bestellobligo von insgesamt TEUR 19.929. Es bestehen lieferantenübliche Eigentumsvorbehalte. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse wurden zu 39,7 % (VJ: 56,8 %) im Inland und zu 60,3 % (VJ: 43,2 %) im Ausland erzielt. Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen (im Wesentlichen Pensionsrückstellungen) sind in Höhe von TEUR 100 (VJ: TEUR 111) in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten. V. Sonstige Angaben 1. Gesellschaftsorgane Einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer der PLATH Corporation GmbH (§ 285 Nr. 10 HGB) sind Herr Dipl.-Kfm. Nico Scharfe (Hamburg), Herr Dipl.-Kfm. Hinrich Brüggmann (Bad Oldesloe), bis zum 30.09.2021 (HR-Eintragung am 21.12.2021) und, seit dem 12. Mai 2021, Herr Dipl.-Inform. Michael Kalt-Bowinkelmann (Essen). Von dem Wahlrecht zur Unterlassung der Angaben gem. § 285 Nr. 9 Buchstabe a) HGB wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften werden im Konzernlagebericht angegeben. Zusammensetzung des Verwaltungsrats der PLATH Corporation GmbH:
Die Verwaltungsratsbezüge betrugen im Geschäftsjahr EUR 43.000,00 (VJ: EUR 43.000,00). Die Gesamtbezüge aufgrund von Versorgungsansprüchen früherer Mitglieder der Geschäftsführung der PLATH Corporation GmbH sowie derer Hinterbliebener betrugen im Geschäftsjahr EUR 30.636,00 (VJ: EUR 30.313,44). Die für aktive oder frühere Mitglieder der Geschäftsführung, des Aufsichtsrates, Beirates oder einer ähnlichen Einrichtung und derer Hinterbliebener gebildeten Pensionsrückstellungen betragen nach BilMoG EUR 192.801,00 (VJ: EUR 203.368,00). 2. Personal Der Konzern beschäftigte im Geschäftsjahr 2021/2022 durchschnittlich 489 Angestellte (VJ: 474) (117 weibliche und 372 männliche Angestellte). 3. Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses Die insgesamt im Geschäftsjahr an den Konzernabschlussprüfer bezahlten Honorare stellen sich wie folgt dar:
4. Muttergesellschaft Die ANS Invest GmbH & Co. KG, Hamburg, ist Muttergesellschaft im Sinne von § 290 HGB. 5. Konzernverhältnisse und Befreiungen Zwischen der PLATH Corporation GmbH und der PLATH EFT GmbH, zwischen der PLATH Corporation GmbH und der PROCITEC GmbH, zwischen der PLATH Corporation GmbH und der CYPP GmbH sowie zwischen der PLATH Corporation GmbH und der Data42 GmbH besteht jeweils ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Die PLATH EFT GmbH, die PROCITEC GmbH, die CYPP GmbH und die Data42 GmbH werden in den Konzernabschluss der PLATH Corporation GmbH, Hamburg, einbezogen. Sie erfüllen die Voraussetzungen des § 264 Abs. 3 HGB und sind daher grundsätzlich von den dort geregelten Rechnungslegungs-, Prüfungs- und Offenlegungspflichten befreit. Die PLATH GmbH & Co KG und die PLATH Signal Products GmbH & Co. KG werden in den Konzernabschluss der PLATH Corporation GmbH, Hamburg, einbezogen. Sie erfüllen die Voraussetzungen des § 264 b HGB und sind daher grundsätzlich von den dort geregelten Rechnungslegungs-, Prüfungs- und Offenlegungspflichten befreit. 6. Nachtragsbericht Es liegen keine besonderen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag vor. 7. Ergebnisverwendungsvorschlag des MutterunternehmensGemäß der Gesellschafterversammlung vom 08.06.2022 wurde eine Vorabgewinnausschüttung aus dem Jahresüberschuss des nicht festgestellten Jahresabschlusses des Geschäftsjahrs vom 01.04.2021 bis 31.03.2022 in Höhe von EUR 2.500.000,00 beschlossen. Die Geschäftsführung schlägt nun vor, weitere EUR 1.500.000,00 auszuschütten und den verbleibenden Jahresüberschuss in Höhe von EUR 3.705.292,73 mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Hamburg, den 21. Juni 2022 gez. Nico Scharfe, Geschäftsführer gez. Michael Kalt-Bowinkelmann, Geschäftsführer Konzernanlagenspiegel zum 31. März 2022
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021/2022
Der Finanzmittelfonds entspricht dem Bilanzposten "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten". Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. März 2022
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. April 2021 bis zum 31. März 2022I. Grundlegende Informationen zum Konzern 1. Geschäftsmodell 2. Organisatorische und rechtliche Struktur 3. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht 1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf a. Auftragseingang b. Umsatz / Gesamtleistung 3. Lage a. Auftragsbestand b. Vermögenslage c. Finanzlage d. Ertragslage 4. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren 5. Gesamtaussage III. Chancenbericht IV. Risikobericht V. Prognosebericht I. Grundlegende Informationen zum Konzern 1. Geschäftsmodell Die Unternehmen der PLATH-Gruppe entwickeln, produzieren und vermarkten weltweit kundenindividuelle Systemlösungen, Geräte und Dienstleistungen zur Erfassung, Aufklärung und Auswertung von Kommunikationssignalen. Das Leistungsspektrum der PLATH-Gruppe folgt dabei den Stufen und Prozessen der jeweiligen Kunden bei der Erfassung, Aufklärung und Auswertung von Signalen. Es umfasst Antennen, Empfänger/Peiler, Verdichter von Peildaten sowie Lösungen für die Signalanalyse und für die Steuerung, Speicherung, Auswertung und Darstellung von Signalen. Die PLATH-Gruppe positioniert sich in diesem Markt als international agierender Systemanbieter mit eigener seit Jahren kontinuierlich ausgebauter Hard- und Softwarekompetenz. 2. Organisatorische und rechtliche Struktur Die Systemlösungen werden von den einzelnen Unternehmen der PLATH-Gruppe konzipiert und realisiert. Die Zusammenarbeit zwischen den Gesellschaften der PLATH-Gruppe wird dabei auf die jeweils benötigte technologische Expertise und die erforderlichen Kapazitäten abgestimmt und in Projektstrukturen unter Führung eines Generalunternehmers aus der PLATH-Gruppe organisiert. Die PLATH-Gruppe hat zum 31.03.2022 folgende Organisationsstruktur:
3. Forschung und Entwicklung Im gesamten Leistungsspektrum der PLATH-Gruppe steigt die Bedeutung der Softwareentwicklung und -integration sowie der Dienstleistungen weiter kontinuierlich an. Neben dem Systemdesign und -preis sind die angebotenen Customer Services in den Bereichen Projektmanagement, Systemintegration, Installation, Nutzerschulung und Systemwartung von entscheidender Bedeutung für die Kaufentscheidungen unserer Kunden. In den Entwicklungsbereichen der PLATH-Gruppe für Hardware und Software waren durchschnittlich 218 Mitarbeiter (Vorjahr: 221 Mitarbeiter) beschäftigt. Schwerpunkte waren auf die Erarbeitung von Studien, die Entwicklung von Produkten und Lizenzen (z.B. Peiler, Antennen, Systemsteuerungs-, Visualisierungs und Auswertungssoftware) und die Entwicklung von kundenindividuellen Systemkomponenten und Schnittstellen gelegt. Für die Entwicklung von mehrfachverwendbaren Produkten und Lizenzen wurden in der Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt EUR 22,3 Mio. (Vorjahr: EUR 26,7 Mio.) aufgewendet. II. Wirtschaftsbericht 1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Geschäftsjahr 2021/2022 war überlagert von den Auswirkungen der weltweiten COVID-19 Pandemie. Bedingt dadurch hat sich das Wachstum der Volkswirtschaften in dem für die PLATH Gruppe wichtigen Wirtschaftsraum Asien abgeschwächt. Die für die PLATH Gruppe relevanten Haushaltstitel sind trotz der Pandemieauswirkungen in Europa nach Jahren der Konsolidierung weiterhin nicht ausgesetzt worden und die öffentlichen Auftraggeber investieren in Sicherheit, Verteidigung und Krisenfrüherkennung. Der flexible und schnelle Zugriff auf eine umfassende aktuelle Nachrichtenlage hat für die Bewältigung von unübersichtlichen Krisenszenarien eine steigende Bedeutung. Die zunehmenden Konflikte führen weltweit zu einer steigenden Nachfrage nach hochwertigen und flexibel einsetzbaren Systemen zur Krisenfrüherkennung. Der durch zunehmende Wettbewerbsintensität gekennzeichnete Markt ist oligopolistisch geprägt. 2. Geschäftsverlauf a. Auftragseingang Der Auftragseingang der PLATH-Gruppe betrug im Geschäftsjahr 2021/2022 EUR 201,5 Mio. (Vorjahr: EUR 81,6 Mio.). Diese Steigerung lässt sich im Wesentlichen auf die Auftragserteilung des öffentlichen Sektors sowohl im Inland als auch im europäischen Ausland zurückführen. b. Umsatz / Gesamtleistung Die Umsatzerlöse der PLATH-Gruppe betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr EUR 80,4 Mio. (Vorjahr: EUR 90,1 Mio.). Die geringere Umsatzleistung im abgelaufenen Geschäftsjahr lässt sich im Wesentlichen auf die veränderte Zusammensetzung des Auftragsbestandes zurückführen, der vergleichbar höhere Anteile an langfristig ausgelegten Projekte beinhaltet. Die Gesamtleistung wird im abgelaufenen Geschäftsjahr mit EUR 74,3 Mio. (Vorjahr: EUR 81,5 Mio.) ermittelt. Auch im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden die Produktentwicklungen verstärkt vorangetrieben, da sie die wesentliche Grundlage für die erfolgreiche Bearbeitung des wachsenden Geschäftsvolumens bilden. 3. Lage a. Auftragsbestand Der Auftragsbestand der PLATH-Gruppe betrug am 31.03.2022 insgesamt EUR 152,0 Mio. (Vorjahr: EUR 62,3 Mio.). Durch diesen Auftragsbestand sowie die nach dem Bilanzstichtag erhaltenen Auftragseingänge ist die Auslastung der Mitarbeiter der PLATH-Gruppe für das Geschäftsjahr 2022/2023 weiterhin gesichert. b. Vermögenslage Die Bilanzsumme des Konzerns hat sich zum 31.03.2022 auf EUR 109,1 Mio. (Vorjahr: EUR 99,4 Mio.) erhöht. Die Summe des Anlagevermögens wird mit EUR 19,6 Mio. (Vorjahr: EUR 20,3 Mio.) berichtet. Im aktuellen Berichtsjahr wurde eine Beteiligung im deutschen Markt akquiriert. Die Bilanzposition Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten wird mit EUR 33,6 Mio. geringer als im Vorjahr (EUR 45,5 Mio.) ausgewiesen. Dem gegenüber wird ein höherer Bestand der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit EUR 39,6 Mio. (Vorjahr: EUR 19,8 Mio.) berichtet, da wesentliche Projektmeilensteine zum Bilanzstichtag erfolgreich abgerechnet wurden. Die unfertigen Erzeugnisse werden fast unverändert mit EUR 4,4 Mio. (Vorjahr: EUR 5,5 Mio.) berichtet. Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich um EUR 4,1 Mio. und betragen zum Bilanzstichtag EUR 21,1 Mio. Dieser Anstieg ist auf die Zuführung der Rückstellung für nachlaufende Kosten für abgeschlossene Projekte sowie der verlustfreien Bewertung zurückzuführen. Das Eigenkapital des PLATH Konzerns ist im abgelaufenen Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr gesunken und sichert weiterhin die finanzielle Unabhängigkeit der PLATH-Gruppe. Die Eigenkapitalquote per 31.03.2022 beträgt 46,4 % (Vorjahr: 53,0 %). c. Finanzlage Der Bestand an kurzfristig verfügbaren flüssigen Mitteln (= Kassenbestand sowie Saldo aus Guthaben und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) verringert sich zum Ende des Berichtsjahres gegenüber dem Vorjahr um EUR 11,9 Mio. auf EUR 33,6 Mio.. Dieses lässt sich auf Projektabschlüsse im 1. Quartal des Kalenderjahres 2022 und die sich anschließenden Zahlungseingangsströme zurückführen, die mit dem 2. Quartal Kalenderjahr 2022 zufließen werden. Der Bestand der Anzahlungen auf Bestellungen erhöhte sich im Zusammenhang mit dem Aufbau des Auftragsbestands auf EUR 3,8 Mio. (Vorjahr: EUR 2,1 Mio.). Zur Absicherung von Verpflichtungen aus Projektverträgen aufgrund erhaltener Anzahlungen, aus Gewährleistungsgarantien und aus Bietungsgarantien wurden per 31.03.2022 von der PLATH-Gruppe Avale in Höhe von insgesamt EUR 4,7 Mio. (Vorjahr: EUR 4,5 Mio.) in Anspruch genommen. d. Ertragslage Ergebnis / Jahresüberschuss Das Ergebnis vor Steuern der PLATH-Gruppe beträgt im Berichtsjahr EUR 3,3 Mio. (Vorjahr: EUR 10,6 Mio.). Der Jahresüberschuss beträgt EUR 3,0 Mio. und liegt somit unterhalb des Vorjahreswertes. Dies ist auf Reisebeschränkungen bedingt durch Covid-19 und damit verbundene Auftragsakquirierung in einer Beteiligung zurückzuführen. Auch im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden die Produktentwicklungen (Hardware + Software) verstärkt vorangetrieben, da sie die wesentliche Grundlage für die erfolgreiche Umsetzung der Unternehmensstrategie bilden. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen im abgelaufenen Geschäftsjahr EUR 6,1 Mio. (Vorjahr: EUR 6,1 Mio.). Unter anderem konnten Rückstellungen zu nachlaufenden Kosten aufgelöst sowie Erträge als Zulagen auf Basis des Forschungszulagengesetzes ausgewiesen werden. Materialaufwand Der Materialaufwand in Höhe von EUR 10,3 Mio. (Vorjahr: EUR 14,3 Mio.) ist im abgelaufenen Geschäftsjahr gesunken. Dieses ist mit der zeitlichen Abfolge der Meilensteine bei Teil-Projektrealisierungen mit Hinblick auf den Projektzeitplan belegt. Personal Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden durchschnittlich insgesamt 492 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 474 Mitarbeiter). Der gesamte Personalaufwand beträgt EUR 42,2 Mio. Diese Steigerung gegenüber dem Vorjahr (EUR 40,7 Mio.) begründet sich in dem Anstieg der Mitarbeiteranzahl. 4. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Die PLATH-Gruppe nutzt verschiedene Leistungsindikatoren, um die Kernprozesse und Engpassfaktoren zu überwachen und zu steuern. Wichtigster finanzieller Leistungsindikator ist das Ergebnis nach Steuern pro Mitarbeiter (= Ergebnis pro MA), das im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken ist. Im Geschäftsjahr 2021/2022 beträgt das Ergebnis pro MA TEUR 6,0 (Vorjahr: TEUR 18,7). Für das Geschäftsjahr 2022/2023 plant die PLATH-Gruppe mit einem Ergebnis pro Mitarbeiter in Höhe von rd. TEUR 24,1. Wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikator ist eine Zertifizierung gemäß der relevanten DIN EN ISO-Norm. Die PLATH Corporation GmbH, die PROCITEC GmbH, die PLATH EFT GmbH, die testwerk GmbH und die INNOSYSTEC GmbH verfügen aktuell über eine entsprechend gültige Zertifizierung. 5. Gesamtaussage Der PLATH Konzern befindet sich weiterhin auf einem Erfolgspfad mit positiven Leistungsindikatoren. Die Vermögenslage ist mit einer Eigenkapitalquote von knapp unter 50% gut abgesichert. Die Finanz- und Ertragslage befindet sich trotz Corona-Pandemie auf einem robusten Niveau und bestätigt das Niveau der Vorjahre. Die Geschäftsleitung beurteilt die Lage der Gesellschaft insgesamt als positiv. Das stetig wachsende Systemgeschäft sorgt weiterhin für stichtagsbedingte hohe Schwankungen sowohl in den Kennzahlen zur Ertragslage als auch in der Vertriebsleistung. Aus diesem Grund wird das Erreichen der geplanten Jahresziele immer stark durch die Meilensteine der Teilprojekte sowie die Termine der Projektabschlüsse beeinflusst. Die wesentlichen Milestones konnten im letzten Geschäftsjahr wie geplant beendet werden, insofern ergeben sich keine nennenswerten Abweichungen zwischen der Umsatzprognose und den tatsächlichen Umsätzen. Wie erwartet liegen sowohl Jahresüberschuss als auch das operative Ergebnis unter dem Vorjahesniveau. Insgesamt ist die Prognosegenauigkeit als zufriedenstellend einzuschätzen. III. Chancenbericht Die Gesellschaften der PLATH Gruppe unterhalten an den einzelnen Standorten Entwicklungsbereiche mit sich gegenseitig ergänzenden technologischen Kompetenzen. Diese Entwicklungsbereiche sind mit der Erarbeitung von Studien, der Entwicklung von Geräten (Peiler, Empfänger, Antennen) und von unterschiedlichsten SW-Lizenzen sowie mit der Entwicklung von kundenindividuellen Systemkomponenten und Schnittstellen beschäftigt. Um die regional sehr unterschiedlichen Marktanforderungen weiterhin kostengünstig und schnell erfüllen zu können, werden in den letzten Jahren neben den Geräten zunehmend skalierbare Softwarekomponenten entwickelt. Diese Geräte und Softwarekomponenten bilden wiederverwendbare Gerätesätze und Teillösungen. Auf deren Grundlage werden die kundenindividuellen Systemlösungen in zunehmendem Umfang konfiguriert und um einzubindende Teillösungen unserer lokalen Systempartner ergänzt. IV. Risikobericht Nach Einschätzung der Geschäftsführung haben sich nach Bewertung aller Umstände im Berichtsjahr keine Risiken ergeben, die vom Unternehmen nicht beherrscht werden und die die Existenz der PLATH-Gruppe gefährden könnten. Die Risikoposition des Konzerns wird quartalsweise vom Managementteam mit Hilfe von Checklisten eingeschätzt. Risikomindernde Maßnahmen werden gemeinsam mit der Geschäftsleitung der PLATH Corporation GmbH bewertet und eingeleitet. Folgende exogene Faktoren werden regelmäßig überprüft: Währungsrisiken Aufträge werden nach Möglichkeit in Euro abgeschlossen oder mit Hilfe von Devisentermingeschäften sowie Optionen kursgesichert. Lieferanten Als ein weiteres Mittel um Risiken zu identifizieren, werden selektive Lieferanten Audits eingeführt. Vertragsstrafen Das potenzielle Risiko der Zahlung von Vertragsstrafen wird während der kompletten Anbahnungs- und Abwicklungsphase kontinuierlich und in Zusammenarbeit mit den Kunden überwacht, minimiert oder vertraglich komplett ausgeschlossen. Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Konzern genutzten Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Devisentermingeschäfte, Dokumentengeschäfte, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Guthaben und Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten. Zahlungsvereinbarungen sind in der Mehrzahl der Fälle durch das Instrument "Letter of Credit" abgesichert. Ausfuhrregelungen Die PLATH-Gruppe hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die Prozesse "Compliance Ausfuhrkontrolle" und "Freigabe Angebotserstellung" im Einklang mit den kontinuierlich verschärften Ausfuhrregelungen weiter verfeinert, formalisiert und geschult. Mitarbeiter Die langfristige Bindung von Mitarbeitern mit speziellem Anwendungs- und Technologiewissen ist für den Geschäftserfolg der PLATH-Gruppe von entscheidender Bedeutung und erfährt eine besondere Beachtung. Beteiligungsportfolio Das formalisierte Reporting wird ergänzt durch ein quartalsweise zwischen der Geschäftsleitung der PLATH Corporation GmbH und dem jeweiligen Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaft angesetztes Review. Covid-19 Risiken Der Konzern hat auf die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie reagiert und wesentliche Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter und der Fortführung der Geschäftstätigkeiten unternommen. Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung können die Auswirkungen dieser Krise auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage nicht vollumfänglich abgesehen werden. Besondere Hinderungen ergeben sich aus den vielfältigen Reisebeschränkungen zu den Kunden im Ausland. Das vergangene Jahr hat jedoch gezeigt, dass die negativen Auswirkungen der Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen für unser tägliches Geschäft zu keinen nicht beherrschbaren Risiken geführt haben. Durch die Erweiterung des Portfolios an Business Cases wird die Wachstumsstrategie weiter vorangetrieben. Die Entwicklung der eigenen Software- und Hardwareprodukte ist aufgrund der geschaffenen belastbaren Infrastruktur (verschiedene Standorte, Home-Offices, Steuerungsinstrumente) von der Covid-19 Pandemie gering betroffen. Diese Struktur wird für den zukünftigen Unternehmenserfolg ein entscheidender Faktor sein. Durch die Flexibilität unserer Mitarbeiter sowie die stark ausgeprägte digitale Arbeitsweise konnten sämtliche wesentlichen Geschäftsprozesse aufrechterhalten werden. Wir gehen daher auch für die Zukunft davon aus, die mit Covid-19 in Verbindung stehenden Risiken gut bewältigen zu können. V. Prognosebericht Ertragssituation Für das Geschäftsjahr 2022/2023 erwarten die Geschäftsführer gestützt auf den Auftragsbestand einen Umsatz, der sich deutlich oberhalb des Niveaus des aktuellen Jahres 2021/2022 bewegen wird und sowohl ein positives operatives Ergebnis als auch einen positiven Jahresüberschuss ausweisen wird. Die Geschäftsführung rechnet mit einem höheren über dem Vorjahr liegenden Jahresüberschuss. Die Planung basiert darauf, dass die Abnahmen der Projekte auch vor dem Hintergrund der Covid-19 Einschränkungen zu den vereinbarten Terminen erfolgen können. Investitionen Die Struktur der Beteiligungsunternehmen der PLATH-Gruppe hat sich im abgelaufenen Jahr 2021/2022 durch eine weitere Beteiligung geändert. Es sind für das laufende Geschäfsjahr weitere Neu-Gründungen in der Unternehmensgruppe geplant. Liquiditätssituation Die Liquidität der PLATH Gruppe wird sich im Geschäftsjahr 2022/2023 auf einem dem Geschäftsvolumen und den Geschäftsrisiken entsprechenden Niveau stabilisieren.
Hamburg, den 21. Juni 2022 gez. Nico Scharfe, Geschäftsführer gez. Michael Kalt-Bowinkelmann, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersZu dem Konzernabschluss zum 31. März 2022 und dem Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021/2022 der PLATH Corporation GmbH, Hamburg, wurde der folgende uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt: "An die PLATH Corporation GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der PLATH Corporation GmbH, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. März 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der PLATH Corporation GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Verwaltungsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Hamburg/Kiel, den 22. Juni 2022 RBB GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gez. Jürgen Stelk, Wirtschaftsprüfer gez. Jenny Gersch, Wirtschaftsprüferin Sonstige Berichtsbestandteile Angaben zur Feststellung: Der Konzernjahresabschluss wurde am 08.07.2022 gebilligt. |
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