Egon Bindschus Mineralölhandel e.K.
Selbe AdresseGroßhandel mit Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Egbert Kerstholt seit 28.2.2019 | Geschäftsführer |
Matthias Bindschus seit 14.11.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 37.50% | |
| 24.50% | |
| 20.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
4 von 5 Anteilseignern sichtbar
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GST GmbHMülheim an der RuhrJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023GST GmbH
Energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen: Die wirtschaftliche Situation in Deutschland im Jahr 2023 war von einem krisengeprägten Umfeld geprägt und bedeutete einen Rückgang der Wirtschaftsleistung i.H.v. minus 0,3% gegenüber dem Vorjahr[1]. Die deutsche Wirtschaft konnte die Erholung nach dem Corona-Jahr 2020 nicht fortsetzen. Die negative Entwicklung spiegelte sich auch in den Fahrleistungswerten für mautpflichtige Nutzfahrzeuge wider, die im Jahr 2023 um 3,9% gegenüber dem Vorjahr geringer waren.[2] Konsequenterweise bedeutete dies für den Mineralölbereich einen Rückgang in der Nachfrage für Diesel 10ppm um 3,6% gegenüber Vorjahr (entspricht 1,26 Mio. Tonnen):
Quelle: https://www.bafa.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/Energie/Mineraloel/2023_12_mineraloelinfo.html Marktpreisentwicklung Aufgrund des Kriegs in der Ukraine mit Beginn im Jahr 2022 wurde Diesel 10ppm mit durchschnittlich ca. 900 USD/MT gehandelt. Im Jahr 2023 reduzierte sich dieser Durchschnittswert auf ca. 830 USD/MT. Der Anstieg der Preise zu Beginn von Q3 2023 sind zum einen durch Produktionskürzungen der OPEC+ zu erklären[3], als auch durch eine erwartete weltweite Rekordnachfrage nach Ölprodukten.[4]
Quelle: https://plattsconnect.spglobal.com/web/index1.html platts/priceprofile?symbol=AAJUS00 Im Jahr 2023 konnte gegenüber 2022 eine höhere Korrelation zwischen dem EUR/USD-Wechselkurs und dem Ölpreis (die in USD gehandelt werden) festgestellt werden. Der Wechselkurs bewegte sich in 2023 zwischen 1,0469 EUR/USD und 1,1255 EUR/USD und somit deutlich enger als im Jahr 2022 (0,9565 EUR/USD und 1,1464 EUR/USD). Im Jahresmittel 2023 wurde der EUR/USD mit 1,0813 gehandelt (2022: 1,0530 EUR/USD). Zusammen mit den niedrigeren Preisen für Mineralölprodukte (siehe oben am Beispiel für Diesel 10ppm) bedeutete dies für 2023 einen niedrigeren EUR-Produktpreis in Deutschland gegenüber dem Vorjahr. Für GST GmbH bedeutete dies eine bessere Ausnutzungsmöglichkeit der EUR-Kreditlinien als im Vorjahr.
Quelle:https://www.ecb.europa.eu/stats/policy_and_exchange_rates/euro_reference_exchange_rates/html/eurofxref-graph-usd.en.html Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis (Ertragslage) Während die Statistiken des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bei der Entwicklung des Absatzes von Hauptprodukten (siehe oben) einen Rückgang für Dieselkraftstoff (-3,6% gegenüber Vorjahr) und Heizöl schwefelarm (-16,7% gegenüber Vorjahr) und eine moderate Erhöhung des Absatzes für Ottokraftstoff (+2,5% ggü. Vorjahr) zeigen, konnte sich GST GmbH deutlich positiver entwickeln und die Absatzmengen erneut ausbauen. Die gehandelte Menge (inkl. Biokraftstoffe) konnte von knapp 550.000MT um 23,1% auf knapp 677.000MT erhöht werden, davon plus 15,2% für Dieselkraftstoffe und Heizöl schwefelarm sowie +48% für Ottokraftstoff. Biokraftstoffe konnten ebenfalls einen Zuwachs von 15,1% auf 41.432MT verzeichnen. Andere Produkte wurden im Jahr 2023 nicht gehandelt. Die im Jahr 2022 in Betrieb genommenen Ladesäulen für die E-Mobilität haben keine erwähnenswerte Auswirkung auf das Jahresergebnis. Da erneut alle gehandelten Mengen einen positiven Beitrag zum Geschäftsergebnis lieferten, stieg dieses von 1.590,4 T-EUR auf 1.845,5 T-EUR. Aufgrund der niedrigeren durchschnittlichen Preise reduzierten sich die Umsatzerlöse von 585.508,7 T-EUR auf 564.509,5 T-EUR, obwohl die Absatzmenge um 23,1% erhöht wurde. Der Materialaufwand reduzierte sich ebenfalls preisbedingt von 585.662,7 T-EUR auf 559.770,5 T-EUR. Die Rohertragsquote stieg dagegen von -0,03% auf 0,84%. Hierbei ist allerding zu berücksichtigen, dass im Saldo Verluste aus Sicherungsgeschäften in Höhe von 626,5 T-EUR nicht in den Rohertrag eingeflossen sind (im Vorjahr Gewinne aus Sicherungsgeschäften in Höhe von 5.709,3 T-EUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge sind insbesondere durch geringere Erträge aus Gewinnen aus Sicherungsgeschäften um 5.399,0 T-EUR gesunken (4.830,8 T-EUR; Vorjahr: 10.229,8 T-EUR). Die Kosten haben sich im Berichtsjahr um 383,7 T-EUR auf 6.760,7 T-EUR (Vorjahr: 7.144,4 T-EUR) verringert. Dies ist im Wesentlichen auf eine Abnahme der Aufwendungen aus der Währungsumrechnung um 1.856,3 T-EUR, bei einer Zunahme der Verluste aus Sicherungsgeschäften um 1.352,4 T-EUR zurückzuführen. Das Finanzergebnis hat sich im Geschäftsjahr 2023 unwesentlich um -4,1 T-EUR auf -247,3 T-EUR verschlechtert (Vorjahr: -243,2 T-EUR). Der Ertragsteueraufwand reduzierte sich auf 716,3 T-EUR (Vorjahr: 1.097,8 T-EUR). Der Jahresüberschuss hat sich entsprechend um 255,1 T-EUR auf 1.845,5 T-EUR (Vorjahr: 1.590,4 T-EUR) verbessert. Lage der Gesellschaft (Vermögens- und Finanzlage) Das Gesamtvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr (22.741,4 T-EUR) um 14.505,4 T-EUR auf 37.246,8 T-EUR erhöht. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (8.222,8 T-EUR) und der liquiden Mittel (7.535,3 T-EUR). Die sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich um 1.266,2 T-EUR. Die Vermögenslage der Gesellschaft ist durch einen Anteil des kurzfristigen Vermögens i.H.v. 37.153,2 T-EUR (Vorjahr 22.625,8 T-EUR) am Gesamtvermögen gekennzeichnet. Dies entspricht einem Anteil von 99,8% (Vorjahr: 99,5 %). Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 5.116,2 T-EUR (Vorjahr: 3.270,7 T-EUR). Die Eigenkapitalquote beträgt 13,7% (Vorjahr: 14,4%). Die mittel- und kurzfristigen Verbindlichkeiten betragen 32.130,7 T-EUR entsprechend 86,3 % (Vorjahr: 19.470,7 T-EUR entsprechend 85,6%). Das Fremdkapital besteht im Wesentlichen aus kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die Gesellschaft hat eine Kreditlinie in ausreichender Höhe, die zum Stichtag nicht in Anspruch genommen wurde (Vorjahr: 0,0 T-EUR). Kurzfristige Liquiditätsengpässe können somit überbrückt werden. Unsere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag 46,0 % (Vorjahr: 45,0%) des Gesamtkapitals und werden regelmäßig innerhalb der vorgegebenen Zahlungsfristen beglichen. Der Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betragen zum Stichtag 1,2% (Vorjahr: 2,6%) und betreffen im Wesentlichen ein Gesellschafterdarlehn. Der Anteil der sonstigen Verbindlichkeiten am Gesamtkapital beträgt 36,9% (Vorjahr: 31,3%) und resultiert im Wesentlichen aus den laufenden Steuerverpflichtungen. Die Finanzlage ist als gesichert zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Risiken der künftigen Entwicklung (Chancen und Risiken) Die GST GmbH verfolgt eine klare Geschäftsstrategie, die auf einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Energieversorgung basiert. Der weitere Ausbau des Handels mit Ethanol ist aufgrund fehlender Umschlagsmöglichkeiten begrenzt, sollte aber dennoch in 2024 ggü. Vorjahr zunehmen. Abzuwarten wird die Einführung des Produkts HVO (Hydrotreated Vegetable Oil) als reiner Kraftstoff an den Tankstellen (Substitut für Diesel) ab April 2024. GST handelte dieses Produkt bereits in der Vergangenheit, aber bereits in Q1 2024 zeichnet sich ab, dass die Mengen deutlich erhöht werden können. Projekte für die Bereiche grüner Wasserstoff, grüner Ammoniak und synthetische Kraftstoffe werden weiterhin verfolgt, werden aber erst in den Folgejahren zu Umsätzen führen. Im deutschen Mineralölmarkt wird es in Zukunft größere Veränderungen geben. Durch Verkauf von Tankstellen etablierter Anbieter an Unternehmen, die in dem deutschen Markt neu eintreten[5][6], sowie durch Veränderungen in bestehenden Raffinerien[7], sollten sich für GST GmbH neue Möglichkeiten ergeben, da sich die Handelsströme ändern werden. Voraussichtliche Entwicklung (Prognose) Durch die erneut gesteigerten Handelsmengen im Jahr 2023 gegenüber Vorjahr (+23,1%) wird für 2024 nur eine kleine Erhöhung der gehandelten Mengen erwartet. Vielmehr wird versucht den Anteil der Biokraftstoffe zu erhöhen und den erfolgreichen Geschäftsverlauf fortzusetzen. Die Projekte im Bereich "neue Energien" (insbesondere Ladesäulen, Biokraftstoff HVO, Bio-LNG, grüner Wasserstoff) werden weiter geprüft mit dem Ziel bis Ende 2024 Fortschritte zu erzielen. Ferner wird die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen geprüft, um den Bereich "neue Energien" zu stärken und um das Angebotsportfolio zu erweitern. Auch in Zukunft wird die GST GmbH auf ein umfassendes Risikomanagement und die Förderung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen, um langfristigen Erfolg zu sichern. Das Ergebnis sollte sich auf Niveau des Schnitts der letzten drei Jahre bewegen. Die Umsatzerlöse sind von den weltweit an der Börse gehandelten Preise abhängig und daher von GST nicht beeinflussbar. Die Fokussierung liegt auf einer moderaten Erhöhung der Handelsmengen.
Mülheim an der Ruhr, 29. März 2024 GST GmbH Matthias Bindschus, Geschäftsführer Egbert Kerstholt, Geschäftsführer [1] https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html [2] https://www.balm.bund.de/DE/Themen/Lkw-Maut/Mautstatistik/mautstatistik_node.html :~:text=Im%20Jahr%202023%20haben%20mautpflichtige,weniger%20als%20im%20Jahr%202022. [3] https://www.bloomberg.com/news/articles/2023-04-02/saudi-arabia-makes-surprise-500-000-barrels-a-day-oil-output-cut?srnd=premium-uk [4] https://www.iea.org/reports/oil-market-report-july-2023 [5] https://www.sprit-plus.de/nachrichten/tankstelle/vereinbarung-mabanaft-verkauft-oil-anteile-an-prax-3447490 [6] https://www.sprit-plus.de/nachrichten/tankstelle/transaktion-circle-k-uebernimmt-tankstellennetz-von-total-energies-3469871 [7] https://www.sprit-plus.de/nachrichten/tankstelle/schmier-statt-kraftstoffe-shell-baut-energy-and-chemicals-parks-rheinland-um-3475440 BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Firma GST GmbH hat ihren Sitz in Mülheim an der Ruhr. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Duisburg unter HRB 31190 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Regelungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Gesetzlich geforderte Angaben zu einzelnen Posten des Jahresabschlusses sind in der Regel in den Anhang aufgenommen. Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagengitter) ist gesondert dargestellt. Der Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Grundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB aufgestellt. Nach § 284 Abs. 1 HGB sind die Anhangsangaben in der Reihenfolge der einzelnen Posten der Bilanz und der GuV dargestellt. III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden (§ 246 HGB). Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen (§ 247 HGB). Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens und für die Beschaffung des Eigenkapitals, sowie für immaterielle Vermögensgegenstände, die nicht entgeltlich erworben wurden, wurden nicht bilanziert (§ 248 HGB). Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet (§ 252 Abs. 1 HGB). Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB). Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 und 5 HGB). Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Die Gegenstände des Anlagevermögens werden linear abgeschrieben. Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Abzug gebotener Wertberichtigungen angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Forderungen, Guthaben bei Kreditinstituten und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden am Tag der Einbuchung mit dem amtlichen Umrechnungskurs angesetzt. Gemäß § 256a HGB wurden diese zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Bei einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden die Auswirkungen aus der Währungsumrechnung in den Positionen "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. IV. Angaben zur Bilanz Aktiva Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist nachfolgend im Anlagengitter (Blatt 9) dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres. Passiva Rückstellungen Die Sonstigen Rückstellungen setzten sich aus Rückstellungen für die Jahresabschlussprüfung (40,0 T-EUR), für den Personalbereich (165,1 T-EUR), für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (535,0 T-EUR) sowie für ausstehende Rechnungen (100,0 T-EUR) zusammen. V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse enthalten im Wesentlichen den Verkauf von Mineralölprodukten (555.621,1 T-EUR) sowie Erlöse aus Weiterberechnungen von Liegegeldern und Frachtkosten (8.888,4 T-EUR). Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung (324,3 T-EUR), Gewinne aus dem Handel mit derivativen Finanzinstrumenten zur Rohstoffsicherung (3.847,7 T-EUR), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (316,7 T-EUR), periodenfremde Erträge (296,9 T-EUR) sowie sonstige Erträge (45,2 T-EUR) enthalten. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren Der Posten enthält insbesondere den Einkauf von Mineralölprodukten sowie Abgaben an den Erdölbevorratungsverband (EBV). Aufwendungen für bezogene Leistungen In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind insbesondere Aufwendungen für Lager- und Umschlagkosten (169,7 T-EUR) und für Frachtkosten (9.747,5 T-EUR) enthalten. Personalaufwand Es handelt sich um die Entgelte für laufende Arbeitsleistungen zuzüglich der Arbeitgeberanteile zu Sozialversicherungen. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (855,2 T-EUR), Verluste aus dem Handel mit derivativen Finanzinstrumenten zur Rohstoffsicherung (4.474,2 T-EUR) sowie periodenfremde Aufwendungen (113,6 T-EUR) enthalten. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Der Posten betrifft insbesondere Zinsen für ein der CMF Freising GmbH gewährtes Darlehn. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Posten beinhaltet Zinsen für ein Gesellschafterdarlehn (63,8 T-EUR), Zinsen für Kontokorrentkredite (22,4 T-EUR) sowie Avalgebühren (211,9 T-EUR). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Steueraufwand betrifft den Aufwand für das laufende Jahr von 765,4 T-EUR sowie für Vorjahre aus einer Betriebsprüfung -49,1 T-EUR. Der Steueraufwand beruht auf dem steuerlichen Ergebnis, in das insbesondere die Veränderungen der Drohverlustrückstellung nicht einfließen. VI. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus einem Büromietvertrag mit 12-monatiger Laufzeit, besteht jährliche Verpflichtung in Höhe von rd. 24,0 T-EUR. Organe der Gesellschaft Im Geschäftsjahr 2023 waren zu einzelvertretungsberechtigten und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreiten Geschäftsführern bestellt: Herr Matthias Bindschus, Mülheim/Ruhr, ganzjährig Herr Egbert Kerstholt, Bienenbüttel, ganzjährig Die Gesamtbezüge des Geschäftsführungsorgans beliefen sich im Jahr 2023 auf insgesamt 373.000,00 EUR. Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2023 durchschnittlich vier angestellte Mitarbeiter. Beteiligungsverhältnisse Die Gesellschaft ist seit dem 21. September 2021 mit einem Geschäftsanteil in Höhe von 5.000,00 EUR (20,0 %) am Stammkapital von 25.000,00 EUR an der eCO 2 wo MoBiLe GmbH, Köln, beteiligt. Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 weist ein Eigenkapital in Höhe von 25.944,86 EUR und einen Jahresüberschuss von 6.370,53 EUR aus. Die Gesellschaft ist seit dem 26. Juli 2022 mit Geschäftsanteilen in Höhe von 13.000,00 EUR (50,0 %) am Stammkapital von 26.000,00 EUR an der CMF Freising GmbH, Rohrbach, (vormals CMF 1. Betriebs GmbH) beteiligt. Der Jahresabschluss 31.12.2022 weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 34.863,01 EUR und einen Jahresfehlbetrag von 45.547,43 EUR aus. Abschlussprüferhonorar Das vom Abschlussprüfer berechnete Honorar für das Geschäftsjahr 2023 beträgt:
Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente werden zu Sicherungszwecken gegen Risiken aus Änderungen von Marktpreisen für Mineralölprodukte eingesetzt. Der Nominalwert der Derivate beträgt Null. Der Buchwert der derivativen Finanzinstrumente mit positivem Marktwert ist Null. Die Marktwerte werden werktäglich von der Terminbörse ICE Futures, London, festgestellt. Devisenkassageschäfte und Devisenswapgeschäfte werden zu Sicherungszwecken gegen Risiken aus Änderungen von Devisenkursen für USD eingesetzt. Die Barwerte der hierfür auf dem Freiverkehrsmarkt (OTC-Markt) abgeschlossenen Geschäfte stellen sich wie folgt dar (Barwerte ohne Vorzeichen sind zu Gunsten, mit negativen Vorzeichen zu Lasten der Gesellschaft.) Offene Devisenkassageschäfte zum 29.12.2023:
Offene Devisentermingeschäfte zum 29.12.2023:
Offene Devisenswapgeschäfte zum 29.12.2023
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag Es haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag ergeben. Besondere Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft im Zusammenhang dem unverändert seit Februar 2022 andauernden Ukraine-Krieg bestehen derzeit nicht. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 1.845.486,80 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Mülheim an der Ruhr, den 29. März 2024 GST GmbH Matthias Bindschus, Geschäftsführer Egbert Kerstholt, Geschäftsführer Anlagengitter per 31. Dezember 2023
ErgebnisverwendungsbeschlussDie Gesellschafterversammlung hat auf ihrer Sitzung vom 7. Mai 2024 den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt. Es wurde beschlossen, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 auf neue Rechnung vorzutragen. Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers:An die GST GmbH Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der GST GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der GST GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Dortmund, den 25. April 2024 Dipl.-Kfm. Michael Herdramm, M.A., Wirtschaftsprüfer |
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