Innocent Deutschland GmbH

Seidlstraße 28, 80335 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 216952
Eingetragen
23.2.2015
Branche
Großhandel mit GetränkenEinzelhandel mit GetränkenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Gegenstand
Vertrieb und Promotion von Getränken, insbesondere von gekühlten Fruchtgetränken im Bundesgebiet Deutschland.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tobias Ekpfadt
seit 13.11.2025
Geschäftsführer
Carla Bayer
seit 26.6.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Innocent LimitedGBR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Innocent Limited
United Kingdom
35.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Innocent Deutschland GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Innocent Deutschland GmbH, München

1. Beschreibung der Geschäftstätigkeit & -struktur

Die Hauptaktivitäten der Innocent Deutschland GmbH bestehen aus dem Verkauf, Vertrieb und Marketing für Smoothies und Fruchtsäfte in Deutschland. Diese werden unter dem Namen "innocent" in Deutschland vertrieben. Dies wird auf Basis der Regelungen nur für Konzernprodukte und im Rahmen eines limited risk Modells betrieben.

Die Organisationsstruktur innerhalb der "The Coca Cola Company" Gruppe sieht wie folgt aus:

European Refreschments Limited * (IE) -> 100% beteiligt an der

Fresh Trading Limited (UK) -> 100% betiligt an der

Innocent Limited (UK) -> 100% beteiligt an der

Innocent Deutschland GmbH (DE)

* ulitmative Muttergesellschaft ist The Coca Cola Company

2. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 0,3% gesunken (Vorjahr Steigung um 1,9%). Obwohl die Preise in letzter Zeit etwas gesunken sind, bleiben sie auf allen Ebenen der Wirtschaft weiterhin hoch und bremsen das Wirtschaftswachstum. Verschärft wird diese Situation durch steigende Zinsen, die zu ungünstigeren Finanzierungsbedingungen führen, sowie durch eine sinkende Nachfrage sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland. Dadurch wird die Erholung der deutschen Wirtschaft, die nach dem starken Einbruch im Jahr 2020 begonnen hatte, nicht weiter vorangetrieben.

Die Entwicklung innerhalb der verschiedenen Wirtschaftsbereiche war sehr unterschiedlich. Positive Entwicklungen konnten in der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau verzeichnet werden, weiters konnten die Bereiche Information und Kommunikation, öffentliche Dienstleister und Unternehmensdienstleister die Wirtschaft positiv stützen. Hingegen verzeichneten Baugewerbe, verarbeitendes Gewerbe, Handel, Verkehr, Gastgewerbe und Groß- und Einzelhandel einen deutlichen Rückgang,

Das Rückgang der preisbereinigten Bruttowertschöpfung lag im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe bei -0,1%.

(https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html)

Mit 45,9 Millionen Beschäftigen lag die Zahl der Erwerbstätigen mit einer Steigerung von 0,7% deutlich höher über dem Vorjahr. Die Arbeitslosenquote sank auf 2,8% im Jahresdurchschnitt. Die privaten Konsumausgaben sanken im Vergleich zum Vorjahr und entfernt sich damit wieder vom Vorkrisenniveau 2019. Die Inflation betrug im Jahresmittel 5,9% (Vorjahr 7,9%), Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr ebenfalls um durchschnittlich 12,4%.

(https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html sowie https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html sowie https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_001_13321.html)

2.2 Entwicklung der Branche

In Deutschland konnte die Kategorie Total Chilled Juice (bestehend aus Smoothies und Pure Juice) im deutschen Lebensmitteleinzelhandel inkl. Discount im Jahr 2023 ein Umsatzwachstum von +3,8% (Vorjahr -3,3%) verzeichnen, wobei das Segment Smoothies um +3,0% und das Segment Pure Juice um +4,7% gegenüber dem Vorjahr zulegen konnte.

In der Kategorie Total Chilled Juice konnte innocent 2023 ein Umsatzwachstum von +2,1% im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. Trotz dieser positiven Entwicklung ging der Marktanteil von innocent in der Kategorie Total Chilled Juice im deutschen Lebensmitteleinzelhandel inkl. Discount von 23,9% auf 23,5% zurück, da Handelsmarken inflationsbedingt und bedeutende Mitbewerber durch Expansion in den Discount noch stärker zulegen konnten. (Quelle: Nielsen).

3. Lage der Gesellschaft

Zur Messung der Performance und zur Steuerung des Unternehmens setzt die Gesellschaft unter anderem auf die Kontrolle folgender besonders bedeutsamer Leistungsindikatoren (KPI's): Umsatzerlöse und Ergebnis vor Steuern.

Darüber hinaus ist für das Unternehmen der nachfolgende nichtfinanzielle Leistungsindikator von Bedeutung, der jedoch nicht zur Unternehmenssteuerung herangezogen wird:

Personal

Die Anzahl der Mitarbeiter ist erwartungsgemäß im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Innocent Deutschland GmbH fördert ihre Mitarbeiter mit internen Schulungen und Weiterbildungsmaßnahmen in den Bereichen soziale Kompetenz, Mitarbeiterführung und mentale Gesundheit.

3.1 Ertragslage

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 beliefen sich auf Mio € 65,8 (2021: Mio € 69,1). Damit beliefen sich die Umsatzerlöse auf niedrigerem Niveau im Vergleich zum Vorjahr.

Die Position Umsatzerlöse beinhaltet im Geschäftsjahr 2023 eine Kostenweiterverrechnung von Mio € 0,5 (2022: Mio € 5,0) des "MSP" (market support payment) an die Fresh Trading Ltd. Unter "MSP" ist eine Unterstützung für alle Marketingaktivitäten der Innocent Deutschland GmbH zu verstehen, die von der Fresh Trading Ltd. getragen werden.

Das Business basiert überwiegend auf dem Verkauf von Pure Juices, mit einem Anteil von knapp 63,9% (Vorjahr 63,1%) am Gesamtumsatz. Der Absatz von Smoothies beträgt 34,5% (Vorjahr 33,8%). Das restliche innocent Sortiment (Coconut Water) nimmt einen unwesentlichen Anteil des Gesamtumsatzes ein.

Der gesamte Umsatz wird zu 100% innerhalb Deutschlands erzielt.

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr angestiegen (+11%), unter anderem aufgrund der Erhöhung der durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl von 39 auf 44.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von Mio € 3,5 (2022: Mio € 3,9) beinhalten vor allem Overhead Recharges für in Anspruch genommene Leistungen in Höhe von Mio € 1,77 (2022: Mio € 1,47).

Das Ergebnis vor Steuern betrug im Jahr 2023 Mio € 2,4 (2022: Mio € 2,0).

3.2 Vermögenslage

Das Anlagevermögen spielt nach wie vor eine unwesentliche Rolle. Es veränderte sich im Vergleich zum Vorjahr durch Zugänge, Abgänge und der laufenden planmäßigen Abschreibung nur minimal. Außerplanmäßige Abschreibungen haben im Berichtsjahr nicht stattgefunden.

Der Lagerbestand weist zum Jahresende einen Wert von Mio € 2,2 (2022: € 1,4) auf. Generell unterliegt der Lagerbestand natürlichen Schwankungen je nach Nachfrage und den geplanten Marktaktionen im Januar des Folgejahres. Die Anzahl der Artikel war ebenfalls im Vergleich zum Vorjahr konstant.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen im Jahr 2023 Mio € 22,3 (2022: € 19,2). Forderungen, die mehr als zwei Wochen überfällig bzw. größer als die normal eingeräumte Kreditlinie sind, werden auf wöchentlicher Basis überprüft und entsprechend bearbeitet. Die Außenstände zum Jahresende 2023 wurden bis Juni 2024 weitgehend beglichen.

Konzerninterne Forderungen bestanden zum Jahresende in Höhe von Mio €1,2 (2022: Mio € 0,3).

Die Guthaben bei Kreditinstituten beliefen sich zum Jahresende auf Mio € 10,2 (2022: Mio € 14,5).

Die Sonstigen Rückstellungen (Abgrenzungen zum Jahresende) beliefen sich auf Mio € 10,5 (2022: Mio € 11,5). Der Großteil dieser Position setzt sich aus Abgrenzungen von Kundenkonditionen (Skonti und Rabatten) zur Absatzförderung, Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnung in Zusammenhang mit Marketingaufwendungen sowie Pfandrückstellungen zusammen. Der Rückgang ist auf allgemein reduzierte Marketingaktivitäten im Zusammenhang mit dem Umsatzrückgang zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich im Jahr 2023 auf Tsd € 344 (2022: Tsd € 23). Die offenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten sind stark von der Durchführung der Marketingaktivitäten im letzten Quartal des Berichtsjahrs abhängig. Die pünktliche Bezahlung aller Lieferanten wird als wöchentliches KPI überprüft. Während des abgelaufenen Geschäftsjahres gab es hinsichtlich dieser Kennzahl keine Auffälligkeiten.

Die konzerninternen Verbindlichkeiten beliefen sich auf Mio € 13,8 (2022 Mio € 18,5). Die offenen Verbindlichkeiten per Jahresende stammen zum Großteil aus Verbindlichkeiten gegenüber der Fresh Trading Supply BV (NL).

3.3 Finanzlage

Die Innocent Deutschland GmbH finanziert grundsätzlich alle Aktivitäten aus den generierten operativen Überschüssen. Zudem besteht die Möglichkeit, Geld vom Mutterkonzern Innocent (UK) Limited, London, Vereinigtes Königreich über den Cashpool aufzunehmen. Innocent Deutschland GmbH verfügt über keine Überziehungskredite bei Banken.

Das Eigenkapital erhöhte sich durch das Jahresergebnis auf Mio € 10,4 (2022: Mio € 9,0). Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft betrug 28,7% (2022: 23,1%). Der Anstieg der Quote ist auf einen leichten Rückgang der Gesamtaktiva in Relation zum deutlichen Anstieg des Eigenkapitals zurückzuführen.

Der Bestand der liquiden Mittel ist gegenüber dem Vorjahr um Mio € 4,3 auf Mio € 10,2 (2022: Mio € 14,5) gestiegen.

Der Cash-Flow für das Jahr 2023 beträgt 2.391 TEUR (2022: 1.767 TEUR). Der Cash-Flow wurde nach der Praktiker-Methode berechnet und setzt sich wie folgt zusammen: Jahresüberschuss +Abschreibung +/- Veränderung der langfristigen Rückstellungen.

Der Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft werden insgesamt als konstant beurteilt.

Die Vorjahresprognose bezüglich des Umsatzes excl. market support payments (+5,0%) konnte mit +2,38% nicht erreicht werden. Die Vorjahresprognose bezüglich eines relativ konstanten Ergebnisses vor Steuern wurde mit einer Steigerung um 43% deutlich übertroffen.

4. Voraussichtliche Entwicklung, Chancen und Risiken des Unternehmens

4.1 Risiken und Chancenbericht

Die Innocent Deutschland GmbH identifiziert und bewertet nach festgelegten Grundsätzen frühzeitig und systematisch alle relevanten Risiken ihrer Geschäftstätigkeit. Daraus werden entsprechende Maßnahmen zur Risikohandhabung und Chancennutzung abgeleitet und umgesetzt.

Das Risikomanagementsystem besteht aus einer Reihe unterschiedlicher ineinander verzahnter Planungs-, Kontroll- und Informationssysteme, die alle wesentlichen Bereiche des Unternehmens umfassen und zeitnah an veränderte Rahmenbedingungen angepasst werden. Dazu gehören unter anderem ein integrierter Planungs- und Führungsprozess, wertorientierte Kennzahlensysteme und Controlling-Reports.

Die Risiken durch mögliche staatliche Regulierungen, die die Vermarktung zuckerhaltiger Lebensmittel regulieren, bleiben bestehen. Daneben ergeben sich Risiken aus einer eventuellen Abschwächung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung des Konsumklimas. So kann die teilweise instabile politische Situation einen negativen Einfluss ausüben.

Bestandsgefährdende oder die Gesellschaft wesentlich beeinträchtigende Risiken bestehen aus derzeitiger Sicht insgesamt keine.

4.2. Voraussichtliche Entwicklung

Innocent Deutschland GmbH hat im ersten Quartal 2024 ein Minus von 7,6% net revenue vs. Q1 2023 verzeichnet. Aufgrund der abmildernden Inflationsraten im Euro-Raum und der damit verbundenen steigenden Kaufbereitschaft der Konsumenten rechnen wir dennoch mit einem leichten Wachstum in Höhe von 2,3% für das Gesamtjahr 2024. Das prozentuale Ergebnis vor Steuern wird erwartungsgemäß wieder auf das konstante Niveau der Vorjahre zurückkehren. Das Jahr 2023 stellte eine außergewöhnliche Ausnahme dar, in der wir eine deutliche Steigerung verzeichnen konnten. Ab 2024 rechnen wir damit, dass sich die Ergebnisse wieder stabilisieren und den bisherigen positiven Trend fortsetzen.

Unsere Erwartungen für 2024 basieren auf zwei Hauptannahmen:

a) Unverändertes Konsumenten- und Kaufverhalten

b) Unsere Investitionen weisen eine ähnliche Rendite auf wie in der Vergangenheit

Der Lebensmittelmarkt in Deutschland ist nach Einschätzung der Geschäftsführung robust aufgestellt. Daher gibt es auch keine negative Einschätzung/Prognosen hinsichtlich der Bonität/Zahlungsfähigkeit unserer Kunden. Unsere Liquidität wird durch ein aktives Forderungsmanagement sichergestellt. Signifikante Zahlungsausfälle und Stornierungen von Kundenaufträgen, die das Unternehmen ernsthaft gefährden könnten, werden nicht erwartet. Die Finanzierung der unternehmerischen Tätigkeit erfolgt durch den Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit, die auch vor dem Hintergrund der Inflation weiterhin als nicht gefährdet eingeschätzt wird. Zudem ist mit der Muttergesellschaft jederzeit der Zugang zur Liquidität sichergestellt.

Wir gehen aus heutiger Sicht davon aus, dass auf Basis der oben angeführten Maßnahmen weiterhin von einem Fortbestand des Unternehmens ("Going Concern Prämisse") auszugehen ist.

5. Weiterführende Informationen

5.1 Verwendung von Finanzinstrumenten, Fremdwährungsrisiken

Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine Transaktionen in Bezug auf derivative Finanzinstrumente abgeschlossen. Es besteht auch kein Fremdwährungsrisiko, da dieses von Innocent Limited (UK), London, Vereinigtes Königreich für die bezogenen Waren getragen wird. Alle konzerninternen Transaktionen werden mit intern fixierten Umrechnungskursen konvertiert.

5.2 Forschung und Entwicklung

Innocent Deutschland GmbH führt keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten durch.

5.3 Zweigniederlassungen

Die Innocent Deutschland GmbH verfügt über keine Zweigniederlassungen.

 

München

Carla Bayer, Geschäftsführer

Daragh O ́Farrell, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 114.161,90 137.935,99
I. Sachanlagen 114.161,90 137.935,99
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 34.203,61 39.984,49
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 79.958,29 97.951,50
B. Umlaufvermögen 36.029.422,69 38.899.280,25
I. Vorräte 2.223.410,63 1.424.658,05
1. fertige Erzeugnisse und Waren 2.223.410,63 1.424.658,05
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 23.572.219,38 22.938.003,77
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22.327.481,61 19.219.803,44
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.190.965,29 289.105,31
3. sonstige Vermögensgegenstände 53.772,48 3.429.095,02
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 10.233.792,68 14.536.618,43
C. Rechnungsabgrenzungsposten 46.896,50 37.018,43
Summe Aktiva 36.190.481,09 39.074.234,67

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 10.400.362,24 9.032.558,74
I. Gezeichnetes Kapital 35.000,00 35.000,00
II. Kapitalrücklage 5.233.946,43 5.233.946,43
III. Gewinnvortrag 2.763.612,31 2.030.096,74
IV. Jahresüberschuss 2.367.803,50 1.733.515,57
B. Rückstellungen 10.664.650,42 11.523.838,66
1. sonstige Rückstellungen 10.664.650,42 11.523.838,66
C. Verbindlichkeiten 15.125.468,43 18.517.837,27
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 343.989,14 23.033,91
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 13.749.233,21 18.489.723,75
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.032.246,08 5.079,61
Summe Passiva 36.190.481,09 39.074.234,67

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 65.841.209,90 69.135.629,21
2. sonstige betriebliche Erträge 2.135.360,48 2.500.875,55
3. Materialaufwand 59.115.636,85 62.768.687,00
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 50.288.078,26 47.758.985,70
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 8.827.558,59 15.009.701,30
4. Personalaufwand 3.320.202,12 2.989.880,04
a) Löhne und Gehälter 2.819.478,43 2.518.022,90
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 500.723,69 471.857,14
5. Abschreibungen 22.834,05 33.580,87
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 22.834,05 33.580,87
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.541.518,92 3.898.301,50
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 966.811,12 713.646,12
davon sonstige Zinsen und ähnliche Erträge von verbundenen Unternehmen 966.811,12 701.318,62
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 58.729,91 637.309,17
davon an verbundene Unternehmen 58.618,09 634.644,34
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 516.656,15 288.876,73
10. Ergebnis nach Steuern 2.367.803,50 1.733.515,57
Jahresüberschuss 2.367.803,50 1.733.515,57

Anhang für 2023

Innocent Deutschland GmbH, München

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden -sofern nötig- einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Innocent Deutschland GmbH mit Sitz in München im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 216952 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Investitionen in fremde Gebäude unterliegen einer Nutzungsdauer von acht Jahren. Andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattungen haben Nutzungsdauern zwischen drei und acht Jahren.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 1.000,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Vorräte

Die Vorräte mit einem Wert in Höhe von EUR 2.223.410,63 (VJ: TEUR 1.425) betreffen ausschließlich Handelswaren.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Einzelwertberichtigungen zu Forderungen in Höhe von EUR 210.454,68 (VJ: TEUR 12) enthalten.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Kautionen mit einem Wert von EUR 65.383,08 (VJ: TEUR 65) enthalten. Diese haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten, wie im Vorjahr, ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Eigenkapital

Entwicklung des Eigenkapitals 31.12.2023 31.12.2022
Gezeichnetes Kapital 35.000,00 35.000,00
Kapitalrücklagen 5.233.946,43 5.233.946,43
Verlustvortrag/Gewinnvortrag 2.763.612,31 2.030.096,74
Jahresergebnis 2.367.803,5 1.733.515,57
Summe Eigenkapital 10.400.362,24 9.032.558,74

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Logistikaufwendungen, Listungsgebühren, Rabatte und Skontoansprüche sowie für Werbung gebildet.

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Rückstellung für Werbung 905.599,7 1.325.234,15
Rückstellungen für Pfand 5.070.140,32 4.648.310,43
Rückstellung für Rabatte 1.864.761,5 2.405.346,18
Rückstellung für Listungsgebühren 949.287,67 1.490.714,84
Rückstellung für Logistikaufwand 1.105.684,94 1.201.923,24
Rückstellung für Boni 325.707,21 260.211,32
Sonstige Rückstellungen 384.030,67 136.423,91
Urlaubsrückstellung 59.438,42 55.674,59
10.664.650,43 11.523.838,66

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten zur Gänze Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen in Höhe von EUR 13.749.233,21 (VJ: TEUR 18.490).

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen EUR 0 (VJ: TEUR 0) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

Wie im Vorjahr gibt es keine Verbindlichkeiten, die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Umsatzerlöse aus Lieferungen und Leistungen von Waren 65,223,267.64 64.018.627,74
Market Support Payment/Ertrag aus Dienstleistung 507.132,23 5.006.838,84
Intercompany Weiterverrechnungen 0 0
Sonstiges 110.810,03 110.162,63
65.841.209,90 69.135.629,21

Die Umsatzerlöse aus Lieferungen und Leistungen von Waren werden ausschließlich in Deutschland erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 2.135.212,95 (VJ: TEUR 2.500).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2023
EUR
2022
EUR
Group overhead recharge 1.772.293,56 1.471.975,00
KFZ-Aufwand 258.260,19 417.849,92
Miet- und Leasingaufwand 206.314,5 200.744,98
Personalbeschaffungskosten 50.487,00 67.665,80
Reise- und Fahrtspesen 324.913,8 176.894,62
Sonstige 351.480,88 156.009,96
Rechts- und Beratungsaufwand 246.750,32 127.007,73
Büromaterial 7.906,54 31.608,02
Aufwendungen für Aus- und Weiterbildung 23.312,04 11.776,84
EDV-Material 30.283,31 44.665,24
Instandhaltung 1.369,48 13.861,54
Bankspesen und sonstige Spesen des Geldverkehrs 3.492,53 2.964,05
Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen 11.408,04 1.781,56
Pönalzahlungen 253.246,15 1.173.496,24
3.541.518,34 3.898.301,50

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die nicht bilanziell ausgewiesenen Verpflichtungen für Miet- und Leasingaufwendungen betragen für das Jahr 2023 rund TEUR 442 (VJ: TEUR 326) und für die nächsten 5 Jahre rund TEUR 2.349 (VJ: TEUR 1.733).

Sonstige Angaben

Organe

Geschäftsführung

Steffen Hahn, seit 04.07.2022 bis 25.04.2024

Franz Bruckner, seit 24.04.2019 bis

Carla Bayer, seit

Daragh O ́Farrell, seit

Auf die Angabe gemäß § 285 Nr. 9 lit. a HGB wird unter Verweis auf § 286 IV HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2023 2022
Angestellte in Verwaltung und Vertrieb 44 39

Konzernverhältnisse

Name und Sitz des Mutterunternehmens der Gesellschaft, das den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt: The Coca-Cola Company Plc., Atlanta / USA. Dieser ist bei der U.S. Securities and Exchange Commission unter www.sec.gov einsehbar.

Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 41 (VJ: TEUR 40) und beinhaltet ausschließlich die Abschlussprüfungsleistung.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die Auswirkung auf die Bilanzierung zum 31.12.2023 nach sich ziehen würden.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Ergebnisverwendung steht zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses noch nicht fest.

 

München

Geschäftsführung

Carla Bayer

Daragh O`Farrell

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Innocent Deutschland GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Innocent Deutschland GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Innocent Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 31. Juli 2024

EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Beckers, Wirtschaftsprüfer

Dr. Röders, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 28.10.2024.

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