Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 707387
Eingetragen
17.8.2009
Branche
Großhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenEinzelhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und Laborbedarf
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Der Handel mit Arzneimitteln, Medizinprodukten, kosmetischen Mitteln und sonstigen Gesund-heitsprodukten sowie alle Tätigkeiten, die dazu geeignet sind, den Unternehmensgegenstand direkt oder indirekt zu fördern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Bettina Walz
seit 7.10.2020
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bella Residencia Immobilienverwaltungs GmbH
Germany
25.200 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

B2B Medical GmbH

Rastatt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

B2B Medical GmbH

A. Grundlagen des Unternehmens und Darstellung des Geschäftsverlaufs

I. Geschäftsmodell

Innerhalb des einheitlichen europäischen Wirtschaftsraumes gibt es bei vielen Produkten erhebliche Preisunterschiede - so auch bei Arzneimitteln, Medizinprodukten und Produkten zur modernen Wundversorgung. Diese Preisdifferenzen ergeben sich durch die unterschiedlichen nationalen Gesundheits- und Besteuerungssysteme. Der deutsche Gesetzgeber ist im Sinne einer Minimalbelastung des Steuerzahlers daran interessiert, eine optimale Gesundheitsversorgung bei möglichst geringen Kosten sicherzustellen. Hierbei spielen Importeure von Arzneimitteln und Medizinprodukten eine tragende Rolle.

Mit langjähriger Erfahrung ist die B2B Medical GmbH auf diesem Gebiet tätig und hat sich als einer der Marktführer im Parallelimport für Produkte zur modernen Wundversorgung in Originalhersteller-Qualität bei seinen Kunden aus dem pharmazeutischen Großhandel, Apotheken und sonstige Partner aus dem Gesundheitswesen durch seine Fachkompetenz etabliert. Als pharmazeutischer Großhandel bietet die B2B Medical GmbH ein breites Produktsortiment der gängigen Markenhersteller in diesem Segment an.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Die politischen Rahmenbedingungen auf die Pharmabranche sowie der Markt der Parallelimporte haben sich im Betrachtungszeitraum für das Kerngeschäft nicht maßgeblich verändert. Der Kostendruck im Gesundheitswesen besteht weiterhin.

Der Parallelimportmarkt ist dadurch gekennzeichnet, dass eine anhaltende Herausforderung in der Beschaffung der Arzneimittel und Medizinprodukte in den einzelnen Lieferländern aufgrund von Verknappung besteht. Dies führt regelmäßig zu steigenden Einkaufspreisen sowie zu mengenmäßiger Beschränkung der Belieferung. Ein gutes Lieferanten- und Portfoliomanagement kann dem entgegenwirken.

Das Wechselkursrisiko (EUR/GBP) sowie der Brexit sind weiterhin zu vernachlässigen, da das Einkaufsland Großbritannien eine untergeordnete Rolle spielt.

Der Umsatz des Gesamtmarktes moderne Wundversorgung (Original/Parallelimport) im Jahr 2023 ist gegenüber dem Jahr 2022 um 8,2 % gestiegen (Insight Health GmbH).

Hinsichtlich des Ausblickes der Entwicklung der Branche besteht unter der derzeitigen Regierung noch immer eine gewisse politische Unsicherheit im Gesundheitsbereich, die keine Einschätzung möglicher Änderungen gesundheitspolitischer Entscheidungen ermöglicht.

II. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

1. Geschäftsverlauf

Zur internen Unternehmensteuerung werden regelmäßig der Rohertrag und das Jahresergebnis (vor Gewinnabführung) als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren verwendet.

Unser Geschäft verzeichnete in 2023 bei leicht gestiegenen Umsatzerlösen einen deutlichen Anstieg des Rohertrags von TEUR 11.471 auf TEUR 13.183. Die Prognose des Vorjahres einer leichten Erhöhung des Rohertrags wurde deutlich übertroffen.

Der Geschäftsverlauf schließt mit einem Jahresüberschuss vor Gewinnabführung an die Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 2.258 und liegt somit TEUR 1.197 über dem Vorjahresniveau. Die Prognose des Vorjahres eines leicht steigenden Jahresergebnisses wurde deutlich übertroffen. Grund für den Anstieg ist im Wesentlichen die verbesserte Materialaufwandsquote, die von 58,4% auf 53,8 % zurückgegangen ist. Des Weiteren waren im Vorjahr einmalige Verluste aus der Wertberichtigung langfristiger Darlehen in Höhe von TEUR 585 enthalten.

Das Produktportfolio wird kontinuierlich geprüft und ausgeweitet bzw. bereinigt. Ein stringentes Portfoliomanagement ist Basis für die positive Weiterentwicklung der Gesellschaft.

Insgesamt beurteilen wir den Geschäftsverlauf in 2023 als sehr zufriedenstellend.

2. Vermögenslage

Die Vermögenslage ist geprägt von einem hohen Bestand des Vorratsvermögens in Höhe von TEUR 2.573. Der Wert des Anlagevermögens ist mit TEUR 1.581 leicht über dem Niveau des Vorjahres (TEUR 1.554). Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von TEUR 467 getätigt. Die planmäßigen Abschreibungen belaufen sich auf TEUR 423.

Aufgrund der körperschaftsteuerlichen Organschaft und der damit verbundenen Gewinnabführung wurde der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von TEUR 2.258 an das Mutterunternehmen abgeführt. Das Eigenkapital valutiert unverändert zum Vorjahr bei TEUR 4.091.

Die bilanzielle Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt damit am Abschlussstichtag 52,9 % (Vj. 50,4 %) und stellt eine hervorragende Kapitalausstattung dar.

3. Finanzlage

Zum Bilanzstichtag bestehen wie im Vorjahr keine wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten ein langfristiges Darlehen in Höhe von TEUR 274, für das im Geschäftsjahr planmäßige Tilgungen in Höhe von TEUR 94 geleistet wurden.

Die Gesellschaft kann zum Bilanzstichtag auf Guthaben bei Banken in Höhe von TEUR 1.302 zurückgreifen.

Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 453. Mit Zahlungsmittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit konnten die notwendigen Investitionen finanziert und Zahlungen an Kapitalgeber und Lieferanten geleistet werden.

Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

4. Ertragslage

Bei einer stark gesunkenen Materialaufwandsquote im Geschäftsjahr 2023 konnte der Rohertrag bei leicht gestiegenen Umsatzerlösen im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 11.471 auf TEUR 13.183 erhöht werden.

Der Jahresüberschuss (vor Gewinnabführung) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr insbesondere aufgrund des stark zurückgegangenen Materialaufwands von TEUR 1.061 auf TEUR 2.258.

Die Personalkosten sind im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 5.696 auf TEUR 6.025 um 5,8 % angestiegen. Der Anstieg ist auf Lohn- und Gehaltserhöhungen zurückzuführen. Die Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter blieb mit 111 im Vorjahresvergleich konstant (Vj. 111). Die planmäßigen Abschreibungen sind auf Grund der im Geschäftsjahr und im Vorjahr getätigten Investitionen leicht angestiegen (TEUR 423; Vj. TEUR 404). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr angestiegen und betreffen im Wesentlichen Raumkosten (TEUR 1.184), Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltung (TEUR 629), Kosten der Warenabgabe (TEUR 319) sowie Rechts- und Beratungskosten (TEUR 673).

5. Gesamtaussage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kann insgesamt als sehr gut bezeichnet werden. Die Umsatzzahlen sind steigend bei guter Rentabilität.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt.

C. Prognose für das Geschäftsjahr 2024

Die Geschäftsführung geht von einem relativ konstanten Gesamtmarkt für das Jahr 2024 aus.

Die Gesellschaft geht aufgrund der aktuellen Marktlage davon aus, dass der Rohertrag im kommenden Geschäftsjahr 2024 leicht reduzieren wird. Das Jahresergebnis wird voraussichtlich ebenfalls leicht zurückgehen bei unveränderter guter Rentabilität.

Die Auftragsentwicklung deutet an, dass für das Jahr 2024 mit einem stabilen bzw. leicht ansteigenden Auftragseingang zu rechnen ist.

Allgemein ist auch im kommenden Geschäftsjahr mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen. Bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nach Einschätzung der Geschäftsführung nicht ersichtlich.

D. Chancen- und Risikobericht

I. Risikobericht

Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit sind wir einer Reihe von Risiken ausgesetzt. Diesen begegnen wir mit unserem bereits seit Jahren eingeführten System zur Erkennung künftiger Risiken bzw. möglicher negativer Geschäftsentwicklungen, das in Form von turnusmäßigen Meetings stattfindet. Hierbei berichten und kommentieren die Abteilungsleiter laufend die Ergebnisse, im Hinblick auf das budgetierte und das tatsächlich zu erwartende Jahresergebnis.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management verfolgt das Unternehmen eine äußerst konservative Risikopolitik.

Risiken können sich aus der gesamtwirtschaftlichen Nachfragestruktur, dem Preisgefüge und einem sich verschärfenden Wettbewerb ergeben. Das Auslaufen von Patenten einzelner Wirkstoffe steht auch weiterhin an.

Risiken in Vorräten und Forderungen

Risiken in den Vorräten ergeben sich vorwiegend aus der bestehenden Mindesthaltbarkeit der verschiedenen Arzneimittel und Medizinprodukte.

Da der Großteil des Umsatzes über den pharmazeutischen Großhandel abgewickelt wird, dessen Bonität als gut bezeichnet werden kann, bestehen keine existenzgefährdenden Forderungsausfallrisiken.

Politische Risiken / Marktrisiken

Unkalkulierbare Risiken können auch von außen in den Markt getragen werden. Hierzu würde insbesondere eine plötzliche Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland oder der ausländischen Beschaffungsmärkten im Bereich des Gesundheitswesens zählen. Die Geschäftsführung der Gesellschaft ist der Ansicht, dass der Parallelimport von Arzneimitteln und Medizinprodukten zu den aktuell gültigen gesetzlichen Rahmenbedingungen wirtschaftlich betrieben werden kann. Auch die Folgen der bereits auslaufenden Pandemie ändert zum jetzigen Zeitpunkt an dieser Einschätzung nichts.

Rechtliche Risiken

Alle erkennbaren Risiken werden laufend abgewogen und sind in diesen Bericht bzw. in die Unternehmensplanung eingeflossen. Im Bereich des Parallelimportes kann es naturgemäß zu Rechtsstreitigkeiten im Bereich des Markenrechts kommen. Die Geschäftsführung schätzt die Risiken als überschaubar ein und geht derzeit davon aus, dass sie keinen nennenswerten negativen Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft haben werden. Dazu zählen auch Risiken aus noch nicht rechtskräftig abgeschlossenen Verfahren.

Beschaffung und Vertrieb

Im Bereich Beschaffung ist die weiterhin bestehende Verknappung der relevanten Arzneimittel und Medizinprodukte und die steigende Nachfrage durch Wettbewerber in einzelnen Lieferländern zu nennen.

Vertriebsseitig bestehen die Risiken vornehmlich in der nicht kalkulierbaren und nicht vorhersehbaren Gesundheitspolitik.

Zusammenfassung der Risikosituation

Auf der Grundlage der uns heute bekannten Informationen sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden. Insgesamt schätzt die Geschäftsleitung die Risiken der Gesellschaft als beherrschbar ein.

II. Chancenbericht

Neben den oben beschriebenen Risiken bestehen nach unserer Einschätzung weiterhin Chancen, die einen positiven Einfluss auf die Umsatz-, Ergebnis- oder Liquiditätsentwicklung haben können.

Chancen ergeben sich im Wesentlichen aus der weiteren Ausweitung der Bezugsländer, dem Ausbau des Produktsortiments, der Weiterentwicklung des Exports und der Schaffung neuer Geschäftsfelder.

III. Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den bei der Gesellschaft bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagement ist die Absicherung gegen finanzielle Risiken jeder Art. Beim Management der Finanzdispositionen wird eine konservative Risikopolitik verfolgt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen, Verbindlichkeiten werden stets innerhalb der vereinbarten Zahlungsfrist beglichen. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme.

Preisänderungsrisiken werden permanent überwacht und nötigenfalls erfolgt eine Weitergabe der Preissteigerungen an den Markt.

Liquiditätsrisiken werden durch eine Liquiditätsvorschau regelmäßig überwacht.

Aufgrund der überwiegenden Beschaffung im Euroraum bestehen keine nennenswerten Währungsrisiken. Auch bestehen derzeit keine Zinsrisiken für die Gesellschaft.

IV. Gesamtaussage

Aus heutiger Sicht überwiegen die Chancen der künftigen Entwicklung die damit verbundenen Risiken.

 

Rastatt, den 29. November 2024

Frank Widmann, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.580.724,55 1.554.017,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 180.929,00 244.776,00
II. Sachanlagen 1.399.795,55 1.309.241,00
B. Umlaufvermögen 5.996.793,87 6.466.872,52
I. Vorräte 2.572.804,97 2.914.051,52
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.122.340,64 2.175.991,53
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.301.648,26 1.376.829,47
C. Rechnungsabgrenzungsposten 148.219,49 98.533,05
Summe Aktiva 7.725.737,91 8.119.422,57

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.090.736,55 4.090.736,55
I. Gezeichnetes Kapital 25.200,00 25.200,00
II. Gewinnvortrag 4.065.536,55 4.065.536,55
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 862.468,79 415.045,95
C. Verbindlichkeiten 2.771.074,31 3.610.931,77
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.458,26 2.708,30
Summe Passiva 7.725.737,91 8.119.422,57

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.183.261,87 11.471.074,11
2. Personalaufwand 6.024.628,28 5.696.005,75
a) Löhne und Gehälter 4.986.051,22 4.696.235,58
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.038.577,06 999.770,17
davon für Altersversorgung 4.065,06 3.864,75
3. Abschreibungen 481.566,47 657.548,38
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 423.004,00 403.869,79
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 58.562,47 253.678,59
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.410.252,48 4.045.827,69
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.624,85 16.065,10
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 10.297,62 24.942,58
davon an verbundene Unternehmen 3.539,81 16.081,22
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 276,00
8. Ergebnis nach Steuern 2.258.865,87 1.062.814,81
9. sonstige Steuern 1.358,00 1.349,52
10. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 2.257.507,87 1.061.465,29
11. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

B2B Medical GmbH, Rastatt

I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Die Gesellschaft ist als eine mittelgroße GmbH gem. § 267 Abs. 2 HGB einzustufen.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.

Ergänzend wurden die Vorschriften des GmbH-Gesetzes beachtet.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Die Gesellschaft firmiert unter B2B Medical GmbH mit Sitz in Rastatt und ist unter HRB 707387 im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim eingetragen.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterliegen um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Ist ihr Wert voraussichtlich dauerhaft im Wert gemindert, so werden sie mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Für alle Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens, die im Wirtschaftsjahr angeschafft wurden, wurden lineare Abschreibungen in Anspruch genommen. Bei der Bestimmung der Abschreibungsmethode wurde der tatsächliche Wertverzehr des Anlagevermögens beachtet.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von 800,00 € werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgten grundsätzlich zeitanteilig.

Umlaufvermögen

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Soweit ein niedrigerer Wert am Bilanzstichtag beizulegen war, wurde mit dem Teilwert bewertet.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Soweit die Herstellungskosten bei fertigen Erzeugnissen durch die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse nicht gedeckt sind, werden besondere Abschläge zur verlustfreien Bewertung vorgenommen.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Mögliche Ausfallrisiken sind durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Der Kassenbestand sowie die Banksalden werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung. Sie werden mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet, d.h. künftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Grundlagen der Währungsumrechnung

Der Jahresabschluss enthält Posten, denen Beträge zu Grunde liegen, die auf fremde Währung lauten. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

III. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte einschließlich deren Geschäftsjahresabschreibungen ist je Posten nachfolgendem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023
EURO
Zugänge
EURO
Abgänge
EURO
Umbuchungen
EURO
Stand 31.12.2023
EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 369.699,35 38.133,52 0,00 0,00 407.832,87
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 369.699,35 38.133,52 0,00 0,00 407.832,87
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.390.700,76 429.300,48 38.771,50 0,00 2.781.229,74
Summe Sachanlagen 2.390.700,76 429.300,48 38.771,50 0,00 2.781.229,74
Summe Anlagevermögen 2.760.400,11 467.434,00 38.771,50 0,00 3.189.062,61
Abschreibungen/Wertberichtigungen
Stand 01.01.2023
EURO
Zugänge
EURO
Abgänge
EURO
Umbuchungen
EURO
Stand 31.12.2023
EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 124.923,35 101.980,52 0,00 0,00 226.903,87
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 124.923,35 101.980,52 0,00 0,00 226.903,87
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.081.459,76 321.023,48 21.049,05 0,00 1.381.434,19
Summe Sachanlagen 1.081.459,76 321.023,48 21.049,05 0,00 1.381.434,19
Summe Anlagevermögen 1.206.383,11 423.004,00 21.049,05 0,00 1.608.338,06
Nettobuchwerte
Stand 31.12.2023
EURO
Stand 31.12.2022
EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 180.929,00 244.776,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 180.929,00 244.776,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.399.795,55 1.309.241,00
Summe Sachanlagen 1.399.795,55 1.309.241,00
Summe Anlagevermögen 1.580.724,55 1.554.017,00

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind sämtlich innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 528 (Vj. TEUR 1.242) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von TEUR 206 sowie Rückstellungen für Erst- und Nachbevorratung in Höhe von TEUR 602.

Verbindlichkeiten

Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 sind im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.

Art der Verbindlichkeit zum 31. Dezember 2023 Gesamtbetrag
TEUR
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr
TEUR
davon Restlaufzeit 1 - 5 Jahre
TEUR
davon Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,0 0,0 0,0 0,0
(Vorjahr) (0,0) (0,0) (0,0) (0,0)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 728,5 728,5 0,0 0,0
(Vorjahr) (935,8) (935,8) (0,0) (0,0)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.327,8 1.327,8 0,0 0,0
(Vorjahr) (1.842,9) (1.842,9) (0,0) (0,0)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 714,8 562,5 152,3 0,0
(Vorjahr) (832,2) (583,3) (248,9) (0,0)
Gesamt 2.771,1 2.618,8 152,3 0,0
(Vorjahr) (3.610,9) (3.362,0) (248,9) (0,0)

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 57 (Vj. TEUR 56) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 6 (Vj. TEUR 5).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber der Gesellschafterin und betreffen Verbindlichkeiten aus dem Ergebnisabführungsvertrag und Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von TEUR 274 durch Sicherungsübereignung des Warenlagers sowie Globalzession der Kundenforderungen gesichert.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mieten in Höhe von TEUR 2.817. Diese bestehen in Höhe von TEUR 2.678 gegenüber verbundenen Gesellschaften.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 8 (Vj. TEUR 24); die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 7 (Vj. TEUR 2).

In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 4 (Vj. TEUR 4) enthalten.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 4 (Vj. TEUR 16).

V. Sonstige Angaben

Die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans unterbleibt gem. § 286 Abs. 4 HGB.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer im Geschäftsjahr 2023 beträgt:

Leitende Angestellte 4
Angestellte, Arbeiter 107
Gesamtzahl 111

Geschäftsführung

Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2023 und ist weiterhin

Herr Frank Widmann, Jurist, Nürnberg

sonstige Berichtsbestandteile

 

Rastatt, den 29. November 2024

gez. Frank Widmann, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 07.05.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die B2B Medical GmbH, Rastatt

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der B2B Medical GmbH, Rastatt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der B2B Medical GmbH, Rastatt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• ermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes ffrei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Neumarkt den 7. Mai 2025

Dr. Schwarz - Harrer - vom Ende GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Zweigniederlassung Neumarkt

gez. Stefan Pröll, Wirtschaftsprüfer

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