Schäfer Shop Logistic Services GmbH
Selbe AdresseErbringung von Logistikdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marcel Höhn seit 25.10.2019 | Prokura |
Andreas Dietz seit 1.8.2019 | Geschäftsführer |
Andreas Reuter seit 19.10.2012 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Schäfer Shop Group GmbH & Co. KGBetzdorfKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021I. Allgemeine Angaben Mutterunternehmen ist die Schäfer Shop Group GmbH & Co. KG mit Sitz in Betzdorf. Sie ist im Handelsregister beim Amtsgericht Montabaur unter HR A 22286 eingetragen. Die Schäfer Shop Group GmbH & Co. KG ist gemäß § 290 HGB i.V.m. § 264a HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden. II. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze a) Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss wurden neben der Schäfer Shop Group GmbH & Co. KG, Betzdorf, als Mutterunternehmen die Abschlüsse aller in der gesonderten "Aufstellung des Anteilsbesitzes 2021" (Anlage 3 zum Konzernanhang) aufgeführten in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen. Erstmals in den Konzernabschluss einbezogen und vollkonsolidiert wurde die Schäfer Shop Logistic Services GmbH, Betzdorf. b) Konsolidierungsgrundsätze Die Aufstellung der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach folgenden Grundsätzen: - Aufrechnung des anteiligen Eigenkapitals der konsolidierten Tochterunternehmen nach der Neubewertungsmethode zum Zeitpunkt der Gründung oder des Erwerbs (nach 2010), bzw. nach der Buchwertmethode in Vorjahren, durch Verrechnung mit den Anteilen der Muttergesellschaft zum Zeitpunkt des Erwerbs oder der erstmaligen Einbeziehung (Erwerbe vor 2010), - Eliminierung der bestehenden gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten, - Verrechnung von konzerninternen Umsatzerlösen, Erträgen und Aufwendungen (insbesondere Kostenumlagen, Pachten und Zinsen), - Eliminierung von Ergebnisübernahmen einbezogener Gesellschaften und von Beteiligungserträgen, sowie Ab- und Zuschreibungen auf Anteile an den in die Konsolidierung einbezogenen Gesellschaften, - Eliminierung von Gewinnen aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen, - Vornahme von Steuerabgrenzungen auf steuerwirksame Konsolidierungsmaßnahmen, soweit sich der abweichende Steueraufwand in späteren Jahren voraussichtlich ausgleicht. Die im Vorjahr angewendeten Konsolidierungsmethoden wurden beibehalten. III. Währungsumrechnung 1. Die Umrechnung der Bilanzwerte der einbezogenen ausländischen Gesellschaften erfolgte, soweit die Jahresabschlüsse nicht in Euro aufgestellt wurden, bis auf das Eigenkapital, das zu historischen Kursen umgerechnet wurde, einheitlich zu dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag. Der Differenzbetrag zum jeweiligen Stichtagskurs wird erfolgsneutral als separater Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" erfasst. Umrechnungsdifferenzen im Brutto-Anlagengitter wurden mit den jeweiligen Anschaffungs-/Herstellungskosten bzw. kumulierten Abschreibungen erfolgsneutral verrechnet. 2. In den Gewinn- und Verlustrechnungen der ausländischen Gesellschaften, soweit nicht in Euro aufgestellt, sind alle Aufwendungen und Erträge grundsätzlich zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet worden. Die Unterschiedsbeträge aus der Anwendung unterschiedlicher Umrechnungskurse zwischen der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz wurden ebenfalls erfolgsneutral in dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" verrechnet. 3. Bei der Währungsumrechnung in den Einzelabschlüssen wurden die Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Transaktionen während des Geschäftsjahrs sind zum jeweiligen Tagesdurchschnittskurs umgerechnet worden. IV. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Sämtliche Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind, soweit sie noch nicht nach den deutschen handelsrechtlichen Gliederungs- und Bewertungsvorschriften aufgestellt waren, und soweit die Abweichungen wesentlich waren, entsprechend angepasst worden. 2. Soweit bei der Kapitalkonsolidierung die Beteiligungsbuchwerte niedriger als der Betrag des aufzurechnenden Eigenkapitals sind, ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung (TEUR 6.317), der in Vorjahren in Höhe von TEUR 4.038 den Rücklagen zugerechnet worden ist. Aus der Erstkonsolidierung der Schäfer Shop Logistic Services GmbH ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag (Badwill) in Höhe von TEUR 2.279, von dem TEUR 1.179 im Geschäftsjahr ergebniswirksam aufgelöst wurden. Soweit die Beteiligungsbuchwerte höher als der entsprechende Eigenkapitalanteil waren, sind die sich ergebenden aktiven Unterschiedsbeträge in Höhe von TEUR 6.574 in Vorjahren mit den Rücklagen verrechnet worden. 3. Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die entgeltlich erworbenen gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten werden planmäßig unter Annahme einer Nutzungsdauer von 2 und 10 Jahren linear abgeschrieben. 4. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und bei außergewöhnlichen Wertminderungen gekürzt um außerplanmäßige Abschreibungen bewertet worden. Unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von längstens 50 Jahren wurden Gebäude überwiegend linear abgeschrieben. Technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 2 bis 15 Jahren überwiegend linear abgeschrieben. Bei den einbezogenen Auslandgesellschaften wurde die dort festgelegte Nutzungsdauer für die jeweiligen Wirtschaftsgüter in den Konzernabschluss übernommen, soweit sie mit den deutschen Rechnungslegungsvorschriften vereinbar sind. 5. Die in den Finanzanlagen enthaltenen Wertpapiere des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Ausleihungen sind mit den Anschaffungskosten bewertet. 6. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Zur verlustfreien Bewertung und zur Berücksichtigung von Bestandsrisiken, die sich aus langer Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit usw. ergeben, sind Abwertungen vorgenommen worden. Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgte mit dem Nennbetrag, die erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte wurden mit dem Erfüllungsbetrag offen von dem Posten "Vorräte" abgesetzt. 7. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel sind mit dem Nennbetrag bewertet. Erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch entsprechende Wertberichtigungen angemessen Rechnung getragen worden. Die Bewertung der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag. 8. Bei den Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich im Wesentlichen um kurzfristige Abgrenzungen. 9. Die latenten Steuern resultieren aus Konsolidierungsmaßnahmen auf Konzernabschlussebene aufgrund von temporären Differenzen. Von dem Aktivierungswahlrecht für latente Steuern aus den einbezogenen Einzelabschlüssen wurde kein Gebrauch gemacht. 10. Investitionszuschüsse und -zulagen sind in einen Sonderposten eingestellt worden, der zur periodengerechten Abgrenzung entsprechend den Abschreibungen der bezuschussten Anlagegüter aufgelöst wird. 11. Die Rückstellungen für Pensionen entfallen auf inländische Tochtergesellschaften. Sie sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gerechnet worden. Die zugrundeliegenden Annahmen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:
Als Rechnungszins für die Pensionsrückstellungen wurde der von der Deutschen Bundesbank nach der Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung veröffentlichte Zehn-Jahres-Durchschnittszins zum 31. Dezember 2021 bei einer Laufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt (Inanspruchnahme der Vereinfachungsregelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinses aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 62. Die Gesellschaft macht von der Möglichkeit des Wahlrechts aus der Veränderung des Rechnungszinses Gebrauch und hat den Differenzbetrag aus Dienstzeitaufwand und den im Geschäftsjahr erbrachten Leistungszahlungen im operativen Ergebnis als Personalaufwand erfasst. Die sonstigen Rückstellungen tragen in angemessenem Umfang und nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung sowie unter Berücksichtigung der kaufmännischen Vorsicht allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung. Die Rückstellungen wurden zum notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind zum 31. Dezember 2021 mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre entsprechend der Rückstellungsabzinsungsverordnung der Deutschen Bundesbank abgezinst worden. Bei der österreichischen Gesellschaft wurde ein landesspezifischer Abzinsungssatz von 1,87 % (Vorjahr: 2,30 %) und ein Gehaltstrend von 2,75 % zugrunde gelegt. Im Rahmen der Rückstellungen für Altersteilzeit wurden die unentziehbaren Möglichkeiten der Arbeitnehmer zur Inanspruchnahme der Altersteilzeit-Regelung in Höhe der voraussichtlich entstehenden Aufstockungsbeträge sowie der Erfüllungsrückstand berücksichtigt. 12. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. V. Erläuterungen zur Konzernbilanz 1. Bilanzgliederung Aus Gründen der Bilanzklarheit sind sämtliche Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen der Schäfer-Gruppen, die nicht zu den verbundenen bzw. Beteiligungsunternehmen i.S.d. § 271 HGB gehören, gesondert ausgewiesen. 2. Anlagevermögen Die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens erfolgt gemäß § 284 Abs. 3 HGB nach der so genannten Bruttomethode und ist aus Anlage 1 zum Konzernanhang ersichtlich. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen Unternehmen der Schäfer-Gruppen, soweit nicht verbundene oder Beteiligungsunternehmen resultieren in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten noch nicht verrechenbare Vorsteuern in Höhe von TEUR 191 (Vorjahr: TEUR 497), die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. 4. Latente Steuern Latente Steuern entfallen ausschließlich auf Sachverhalte aus dem Konzernabschluss (Konsolidierungsmaßnahmen). Zum Stichtag ergeben sich aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 5, im Vorjahr passive latente Steuern in Höhe von TEUR 1, welche ausschließlich aus der Schuldenkonsolidierung resultieren. Für die Berechnung der latenten Steuer wurde ein Konzernsteuersatz von 18 % zugrunde gelegt. 5. Eigenkapital Der in den Bilanzgewinn einbezogene Gewinnvortrag beträgt TEUR 21.276. 6. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Vorsorgen, Abgrenzungen für rückständigen Urlaub, Altersteilzeit, Jubiläumszuwendungen, Berufsgenossenschaftsbeiträge und Hinterbliebenenbezüge in Höhe von TEUR 5.785, sowie für Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 1.318. Weitere Rückstellungen betreffen Prozessrisiken (TEUR 815), Garantieverpflichtungen (TEUR 572), Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen (TEUR 415) sowie Drohverluste (TEUR 294). 7. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und gewährten Sicherheiten der Verbindlichkeiten sind in einem Verbindlichkeitenspiegel in der Anlage 2 zum Konzernanhang dargestellt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen der Schäfer-Gruppen, soweit nicht verbundene oder Beteiligungsunternehmen resultieren in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen. Aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren sowie Gegenständen des Sachanlagevermögens resultieren die üblichen Eigentumsvorbehalte. 8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Für Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Leasing- sowie Dienstleistungsverträgen ergibt sich ein Gesamtobligo im Jahresbetrag von TEUR 4.888 mit ähnlichen Aufwendungen in den Folgejahren. Es bestehen keine besonderen Chancen und Risiken aus diesen Verträgen. 9. Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente wie z.B. Termingeschäfte und Swaps werden grundsätzlich für Sicherungszwecke eingesetzt, um Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft bzw. den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen zu reduzieren. Im Konzern bestehen Devisentermingeschäfte über USD 3,5 Mio. Die Kontraktwerte betragen TEUR 2.957 und die Marktwerte TEUR +120. Dazu bestehen bei einer ausländischen Tochtergesellschaft Devisentermingeschäfte über EUR 7.154 Mio. mit Kontraktwerten von TCHF 7.736. Die Marktwerte betragen TCHF -331 bzw. TEUR -294, die im Rahmen einer Rückstellung für drohende Verluste erfasst wurden. Die Termingeschäfte wurden im Zusammenhang mit zukünftig geplanten und aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Warenlieferungen in Fremdwährung (Grundgeschäft) und des damit verbundenen Kursrisikos bezüglich der Begleichung der Fremdwährungsverbindlichkeit (Zahlung erfolgt nach Rechnungseingang) abgeschlossen. Die Voraussetzungen für die Bildung von Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB liegen nicht vor. Die Devisentermingeschäfte wurden mit dem Briefkurs bzw. den niedrigeren Anschaffungskosten am Abschlussstichtag bewertet, die die Marktgegebenheiten zum Berechnungszeitpunkt wiedergeben und unter Bezugnahme auf die vorliegenden Bankbestätigungen (Mark-to-Market) ermittelt wurden. Weitere derivative Finanzinstrumente, die nicht Sicherungszwecken dienen, wurden nicht abgeschlossen. 10. Vergleichbarkeit der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Durch die Veränderung im Konsolidierungskreis wurde die Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt wesentlich beeinflusst:
VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Eliminierung der Innenumsätze wie folgt:
2. Sonstige betriebliche Erträge und außerordentliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 550, aus der Auflösung von Wertberichtigungungen von TEUR 386, sowie aus der Ausbuchung von Überzahlungen und Gutschriften (TEUR 297). Darüber hinaus sind aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen und Wertpapieren Erträge in Höhe von TEUR 8.201 entstanden. 3. Materialaufwand Der Posten enthält außerplanmäßige Abwertungen auf Waren in Höhe von TEUR 674. 4. Personalaufwand Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Restrukturierung in Höhe von rd. TEUR 1.200 enthalten. Hierfür erfolgte eine Auflösung des passiven Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten ist. 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen Der Posten enthält sonstige Steuern in Höhe von TEUR 147. 6. Abschlussprüferhonorar Das Gesamthonorar für den Konzernabschlussprüfer beträgt TEUR 179 (davon TEUR -32 für Vorjahre) und entfällt in voller Höhe auf Abschlussprüfungsleistungen für einbezogene Einzelabschlüsse und den Konzernabschluss. VII. Kapitalflussrechnung Finanzmittelfonds Der Finanzmittelfonds entspricht den flüssigen Mitteln. VIII. Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss des Mutterunternehmens wurde in Höhe von TEUR 1.824 in die Rücklagen eingestellt und mit dem übersteigenden Betrag von TEUR 4.256 den Gesellschafterkonten gutgeschrieben. IX. Sonstige Angaben 1. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:
2. Beirat Das Mutterunternehmen hat einen freiwilligen Beirat, der im Jahr 2021 folgende Mitglieder hatte: Herr Ulf Cronenberg (Vorsitzender), Frau Ute Schäfer Bucherer (stellvertretende Vorsitzende), Frau Traute Schäfer, Frau Jutta Schäfer-Hillenberg, Herr Dr. Stefan Grasmugg. Der Beirat erhielt in 2021 Vergütungen in Höhe von TEUR 140 (Vorjahr: TEUR 140). 3. Gesamtbezüge von Hinterbliebenen früherer Mitglieder der Geschäftsführung Für die Versorgungsbezüge von Hinterbliebenen früherer Mitglieder der Geschäftsführung bestehen bilanzierte Pensionszusagen mit einem Barwert zum Bilanzstichtag von TEUR 343. 4. Anteilsbesitz Einzelheiten zum Anteilsbesitz des Konzerns zeigt eine separate Aufstellung (Anlage 3 zum Konzernanhang). 5. Unbeschränkt haftende Gesellschafterin Die in den Konzernabschluss einbezogene Schäfer Shop Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH, Neunkirchen, ist unbeschränkt haftende Gesellschafterin der Schäfer Shop Group GmbH & Co. KG, Betzdorf. 6. Inanspruchnahme von Befreiungsvorschriften Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Schäfer Shop Group GmbH & Co. KG, Betzdorf, haben für die in der Aufstellung des Anteilsbesitzes 2021 (Anlage 3 zum Konzernanhang) entsprechend gekennzeichneten Unternehmen befreiende Wirkung im Sinne von § 264 Abs. 3 HGB. Darüber hinaus nimmt die Schäfer Shop Group GmbH & Co. KG die Befreiungsvorschrift des § 264b HGB hinsichtlich der Aufstellung eines Lageberichts und der Offenlegung des Abschlusses in Anspruch. X. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Am 24. Februar 2022 startete Russland militärische Angriffe gegen die Ukraine. Wir beobachten die Entwicklungen sehr aufmerksam und rechnen damit, dass die wirtschaftlichen Beeinträchtigungen voraussichtlich auch unsere Geschäftstätigkeit belasten werden. Indirekte negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, u.a. aus Preiserhöhungen und Kapazitätsengpässen auf für uns relevanten Beschaffungsmärkten sowie Störungen in globalen Lieferketten, sind nicht ausgeschlossen. Deren Umfang und Ausmaß sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht verlässlich quantifizierbar.
Betzdorf, den 2. November 2022 Schäfer
Shop Beteiligungs-
Andreas Reuter Andreas Dietz Aufstellung des Anteilsbesitzes 2021
1) Befreiung von der Offenlegung
gemäß § 264 Abs. 3 HGB
2) Befreiung Aufstellung Lagebericht
gemäß § 264 Abs. 3 HGB
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Brutto - Anlagengitter
Entwicklung des Konzerneigenkapitals (Konzerneigenkapitalspiegel) für das Geschäftsjahr 2021/2020Schäfer Shop Group GmbH & Co. KG, Betzdorf
*) Separater Ausweis des passiven
Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung.
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021I. Wirtschaftliche Verhältnisse Die Konzernmutter, die Schäfer Shop Group GmbH & Co. KG, ist unter HR A 22286 im Handelsregister beim Amtsgericht Montabaur eingetragen. Die Gesellschaft ist unmittelbar an 6 Inlandsgesellschaften und mittelbar an 7 Auslandsgesellschaften beteiligt. Die Kernkompetenz der Gruppe liegt in folgenden Geschäftsfeldern:
Insgesamt ist der Konzern als Spezialversender in 5 europäischen Ländern mit eigenen Tochtergesellschaften tätig. Alle Gesellschaften sind als eigenständige Vertriebsniederlassungen in ihren lokalen Märkten tätig. Weitere Marktgebiete werden durch Handels- oder Vertriebsvertreter bearbeitet. Im April 2021 kaufte die Schäfer Shop Group GmbH & Co. KG die SSI Schäfer Dienstleistungsgesellschaft mbH mit Sitz in Neunkirchen. Diese Gesellschaft erbringt Logistik-Dienstleistungen, vor allem für die Schäfer Shop Group, aber auch für externe Dritte. Die Gesellschaft wurde in Schäfer Shop Logistic Services GmbH (SLS) umfirmiert und ihr Sitz nach Betzdorf verlegt. Sie ist eine 100 %-ige Tochter der Schäfer Shop Group GmbH & Co. KG. Die vermieteten Immobilien der Schäfer Shop Group GmbH & Co. KG wurden im Zuge einer Neustrukturierung der Immobilien in die Schäfer Vermietungsgesellschaft mbH & Co. KG ausgegliedert. Diese Gesellschaft ist rechtlich eigenständig und kein Bestandteil der Schäfer Shop Group. II. Geschäfts- und Rahmenbedingungen 1. Gesamtwirtschaftliches Umfeld Nach dem coronabedingten Rückgang im Vorjahr (-3,5 %) wuchs die Weltwirtschaft im Berichtsjahr deutlich mit +6,1 %. Der nach der Krise einsetzende Nachfrageboom traf auf teilweise Engpässe in Produktions- und vor allem Transportkapazitäten. Infolgedessen verteuerten sich Rohstoff-, Produkt- und Transportpreise erheblich. So kosteten z.B. Container aus Fernost mitunter das Zehnfache des Vorjahreswertes. In der EU stieg im Berichtsjahr die Wirtschaftsleistung um +5,4 % (Vorjahr -5,9 %). Das Vorkrisenniveau von 2019 konnte damit noch nicht wieder erreicht werden:
Quellen: European Economic Forecast. Summer 2022, Commission SECO (Schweiz), saisonalität- und kalenderbereinigtes BIP Dies gilt insbesondere für die größten Schäfer Shop Group Märkte Deutschland und Österreich. Beide konnten nur einen Teil des Einbruchs im Vorjahr aufholen. In der Schweiz, Belgien, den Niederlanden und Luxemburg folgte auf den Rückgang des Krisenjahres 2020 jeweils ein kräftigeres Wachstum. Überdurchschnittlich behaupteten sich dabei die Märkte in der Schweiz und Luxemburg, die 2020 nur wenig an Wirtschaftsleistung verloren und 2021 dennoch kräftig wuchsen. 2. Branchenumfeld Die Schäfer Shop Group ist im B2B Omnichannel Versand aktiv und unterliegt den Einflüssen, Chancen und Herausforderungen dieses Geschäftsfelds. Wesentliche Entwicklungen in diesem Bereich wirken sich auch auf die Entwicklung des Konzerns aus. Frühindikatoren für die zu erwartende Geschäftsentwicklung der Schäfer Shop Group sind der ifo Geschäftsklimaindex sowie der BME Einkaufsmanagerindex. Der ifo Geschäftsklimaindex bewegte sich erstmals nach der Corona-Krise im Juni 2021 über die neutrale 100-Punkte-Marke. Seitdem trübten sich die Geschäftserwartungen ein und der Index pendelte in den letzten Monaten des Jahres um die 95-Punkte-Linie. Der BME-Index bewegte sich nach Ausflügen teilweise über die 65-Punkte-Marke (neutral = 50 Punkte) hauptsächlich zwischen 55 und 60 Punkten und damit im verhalten optimistischen Bereich. Im produzierenden Gewerbe führten hohe Preissteigerungen bei Rohstoffen wie Aluminium, Stahl und Kunststoff sowie hohe Energiepreise zu deutlichen Preissteigerungen auf der Verkaufsseite. Zudem litten die Lieferketten infolge von Aufholeffekten nach der Corona-Krise unter Materialknappheit und begrenzten Transportkapazitäten. Für den B2B Omnichannel Commerce bedeutet dies, dass Warenbeschaffung, -bezug und -transport erheblich kostenintensiver wurden. Mangelnder Warenverfügbarkeit, langen Lieferzeiten und knappen Angeboten standen nur limitierte Transportkapazitäten gegenüber. Die entstehenden Mehraufwände über Preissteigerungen an Kunden weiterzugeben, ließ das kompetitive Marktumfeld nur begrenzt zu. Der Produkt-Umsatz im E-Commerce wuchs in Deutschland 2021 um +19 % auf 99,1 Mrd. Euro. Berücksichtigt man auch digitale Dienstleistungen, wurden mit mehr als 107 Mrd. Euro die 100-Mrd-Euro-Schallmauer durchbrochen. E-Commerce verdrängt damit weiter zunehmend die klassischen Bestellwege und wird zum neuen "Normal". (Quelle: Pressemitteilung bevh 26.01.2022) 3. Geschäftsverlauf Die Schäfer Shop Group verfolgt die Strategie, ihre Marktstellung als Omnichannel-Versender im B2B-Segment kontinuierlich zu stärken und auszubauen. Der Kunde steht hierbei im Mittelpunkt. Fortlaufende Kundenbefragungen und konsequente Optimierung der Prozesse sollen die Zufriedenheit unserer Kunden nachhaltig steigern und somit die Kundenbindung fördern. Infolge der wachsenden Unsicherheit durch geopolitische Risiken und die Auswirkungen der Corona-Pandemie wurde die Umsatzplanung für das Jahr 2021 in Form einer flexiblen Szenario-Planung aufgesetzt. Dabei reichte die Bandbreite von -0,7 % im Worst-Case-Szenario bis +5,6 % im Best-Case Szenario. Erfreulicherweise konnte das Best-Case-Szenario leicht übertroffen werden. Dies lag im Wesentlichen an der flexiblen Ausrichtung unseres Angebots auf kurzfristige Kundenbedarfe, einer sehr dynamischen Entwicklung im E-Commerce sowie einer kräftigen Erholung im Außendienst. Im Vergleich zum Vorjahr normalisierte sich die Kanal- und Sortimentsstruktur wieder in Richtung der Vorkrisen-Struktur. So war im Direktvertrieb (Außendienst) ein Wachstum von fast 30 % zu verzeichnen. Der Auftragseingang wuchs damit noch über das Vorkrisen-Niveau von 2019. Einen positiven Beitrag dazu leistete der Bereich Workplace Solutions, der für unsere Kunden maßgeschneiderte Konzepte für Büro und Werkstatt bietet. Auch E-Commerce entwickelte sich gut und legte zum pandemiebedingt hohen Wachstum des Vorjahres erneut deutlich zu. Allerdings sind in diesem Wachstum, wie auch schon in den vergangenen Jahren, Verlagerungseffekte aus den klassischen Kanälen in Richtung Online zu berücksichtigen. Auch die Sortimentsstruktur normalisierte sich. Investitionsgüter, wie Büromöbel, wurden wieder verstärkt nachgefragt, dagegen brach die Nachfrage im Bereich Hygiene und Desinfektion ab. Produkte für das Homeoffice, wie raumsparende Schreibtische, Bürostühle und Computerzubehör behielten einen höheren Umsatzanteil, als vor der Krise. Wir rechnen damit, dass dieser Trend auch weiter anhalten wird und der durch Corona beschleunigte Megatrend "New Work" dauerhaft zu einem geänderten Kundennachfrageverhalten führt. III. Geschäftsentwicklung 1. Umsatz- und Ergebnisentwicklung Der Gesamtumsatz von TEUR 250.071 in 2021 erhöhte sich um +6,9 % gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von TEUR 233.934. Die sonstigen Umsätze aus Dienstleistungen stiegen um +65 % auf EUR 5,6 Mio. Verantwortlich dafür sind die Logistikdienstleistungen der erstmals im Konzernkreis aufgeführten SLS.
Die Warenumsatzentwicklung liegt mit +6,1 % im Rahmen des prognostizierten Wachstums im mittleren einstelligen Prozentbereich. Ausschlaggebend waren hier die erfreuliche Entwicklung im Bereich E-Commerce sowie im Direktvertrieb mit einem Zuwachs von +11,1 % bzw. +13,5 %. Einem Trend folgend entwickelte sich der Bereich Inbound weiterhin rückläufig mit -2,0 %. Warenumsatzentwicklung nach Bestellkanal in Mio. EURO
Das Konzernergebnis verbesserte sich nach einem Verlust im Vorjahr signifikant um EUR +10,7 Mio. auf insgesamt EUR +7,7 Mio. nach Steuern. Maßgeblichen Einfluss darauf hatten Erträge aus Immobilienverkäufen in Höhe von EUR 7,4 Mio. bei der Schäfer Shop Group KG. 2. Marketing und Vertrieb Die Schäfer Shop Group als Komplettausstatter für Büro, Lager, Betrieb und Werkstatt überzeugt durch hohe Qualität, Zuverlässigkeit, Produktverfügbarkeit, schnelle Lieferung und zahlreiche Serviceleistungen. Unser Außendienst und unsere Fachberater werden ständig geschult, damit diese mit hoher Beratungskompetenz den individuellen Wünschen unserer Kunden gerecht werden können. E-Commerce Nach dem coronabedingt hohen Wachstum des Vorjahres entwickelte sich E-Commerce erneut ausgesprochen dynamisch. Wie bereits in den vergangenen Jahren trug auch die natürliche Veränderung des Kaufverhaltens unserer Kunden zu dieser Entwicklung bei. In allen Ländern wurden erneut hohe Wachstumsraten erzielt. Dazu trugen eine schnelle Reaktion auf sich verändernde Kundenbedarfe und ein darauf ausgerichtetes Online-Marketing bei. Die Webshops aller Schäfer Shop Landesgesellschaften laufen nun auf einer einheitlichen Technologiebasis, der eigens für die Schäfer Shop Group entwickelten "SSI Commerce". In diesem Umfeld werden derzeit gezielte Weiterentwicklungen, z.B. im E-Procurement, implementiert. Die damit mögliche End-to-End-Digitalisierung der Bestellprozesse unserer Kunden eröffnet beiden Seiten Effizienzpotenziale. Außendienst Der Direktvertrieb entwickelte sich mit einem Auftragseingangswachstum von ca. 30 % am dynamischsten. Auch wenn die Vorjahresbasis durch Corona belastet war - unsere Außendienst-Kolleg:innen konnten zum Teil nicht vor Ort bei den Kunden sein - ist das beobachtete Wachstum bemerkenswert. Auch zum Vorkrisenjahr 2019 konnte zweistellig zugelegt werden. Dazu trug zum einen die sich belebenden Nachfrage nach Investitionsgütern bei. Zum anderen konnten wir durch die Ausweitung des Workplace Solutions Angebots (vorher Premium-Service) auch auf den Werkstatt-Bereich bei unseren Kunden punkten. Workplace Solutions (vorher Premium Service) Seit dem zweiten Halbjahr 2020 belebte sich das Kundeninteresse an Großprojekten spürbar. Neben Projekten im Bereich Büromöbel griffen unsere Kunden zunehmend auch auf unsere Planungs- und Generalunternehmer-Expertise im Bereich Werkstattausstattung zurück. Zudem wurde der Service international weiter ausgeweitet. Kataloge / Printmedien Zur optimalen Steuerung unserer Marketingmaßnahmen greifen wir auf eine internationale kanalübergreifende Kampagnensteuerung auf einer einheitlichen Datenbasis zurück. Dafür werden alle Informationen genutzt, die wir über die Kunden durch ihr Kaufverhalten, ihre Eigenschaften (z.B. Branche und Betriebsgröße) und die Prognose ihres zukünftigen Kaufverhaltens haben. Abhängig von unseren Sortimenten und den Bedarfen der Kunden gibt es Kataloge und Mailings unterschiedlichen Umfangs und inhaltlicher Ausrichtung. Die Segmentierung und Individualisierung nach Kundenbedürfnissen wird weiter ausgebaut und soll weiter zu einer optimalen Befriedigung der Kundenbedürfnisse führen. Kundenentwicklung Auch nach dem Sondereffekt im Vorjahr konnte die Anzahl der aktiven Kaufkunden nahezu stabil gehalten werden. Einmalkäufer aus dem Vorjahr, die ausschließlich Corona-Sortimente wie Atemschutz oder Desinfektion kauften, blieben Schäfer Shop 2021 weitgehend fern. Dies betrifft insbesondere B2C-Kunden. Die Kundenzahlen im B2B-Segment sind das Fundament für weiteres Wachstum und zukünftige Erfolge. Diese zeigen sich im Vergleich zu den Vorjahren in ihrer Struktur leicht verbessert. Zudem werden regelmäßig Umfragen und Kundenfeedbacks zur Kundenzufriedenheit durchgeführt. Die Ergebnisse helfen uns dabei, die Customer Journey kontinuierlich zu verbessern und unseren Kunden ein positives Einkaufserlebnis zu vermitteln. Darüber hinaus wurden im Innen- und Außendienst weiter Schulungsmaßnahmen etabliert, um gezielt auf die Anforderungen der Kaufkunden einzugehen. 3. Beschaffung und Logistik Der Wert der Waren liegt mit EUR 19,0 Mio. über dem Vorjahresniveau (EUR 17,1 Mio.). Unter Berücksichtigung der geleisteten und erhaltenen Anzahlungen beträgt die Summe der Vorräte EUR 17,9 Mio. und liegt damit um +11,6 % überproportional zur Umsatzentwicklung über Vorjahr. Da sich weltweit die Rohstoffpreise und die Transportkosten deutlich erhöhten, wurden zum Jahresende noch viele Zukäufe zu alten Vertragskonditionen getätigt. Dies verursachte neben dem Umsatzwachstum den zum Vorjahr deutlich höheren Vorratsbestand. Die Beschaffung erfolgt überwiegend durch die deutsche Gesellschaft SSI Schäfer-Shop GmbH, länderspezifische Produkte werden vor Ort eingekauft. Die gesamte logistische Abwicklung erfolgt durch die SLS oder wird von ihr beauftragt. Das neue Logistikkonzept, in dessen Rahmen die SLS erworben wurde, umfasst für jeden der drei Logistikstandorte eine klare strategische Rolle. Die Standorte Wetzlar und Betzdorf sind dabei für den Schäfer Shop relevant. Das Logistikzentrum in Wetzlar beinhaltet vor allem schnelldrehende, zeitkritische Ware. Betzdorf soll ausschließlich auf die Abwicklung von Büromöbeln ausgerichtet werden. Der Standort Burbach wird dienstleistend für andere Schäfer-Unternehmen betrieben. Dieses Konzept wird bis Ende 2023 umgesetzt. Nach Inbetriebnahme des neuen Logistikstandorts Wetzlar im August 2021 liegt der Fokus derzeit auf der Optimierung der Logistikprozesse. Der Standort Betzdorf wird derzeit modernisiert und mit einem neuen Warenwirtschaftssystem sowie einer neuen logistischen Infrastruktur ausgestattet. Mit der Umsetzung des Konzepts kommen wir unserem Ziel, unsere Kunden flexibel, effizient und qualitativ hochwertig zu beliefern, signifikant näher. 4. Investitionen Das Konzernanlagevermögen war im Berichtsjahr maßgeblich durch zwei Sonderfaktoren beeinflusst. Einerseits erfolgten Abgänge durch Vermögensübertragungen im Immobilienbereich an eine Gesellschaft außerhalb des Konzernkreises in Höhe von EUR 9,4 Mio. Des Weiteren erfolgten im Zusammenhang mit der Integration der SLS bedeutende Investitionen in die Einrichtung des Logistikstandorts Wetzlar in Höhe von EUR 3,5 Mio. Weiterhin wurden Investitionen in eine Logistiksoftware sowie in Weiterentwicklungen im Bereich E-Commerce getätigt. Hier insbesondere in ein neues Lieferantenportal sowie in die Onlineplattform Smart Supply. Größere Anschaffungen wurden auch im Bereich Fuhrpark vorgenommen, ebenso im Bereich Hardware mit der Ausstattung von Einzelarbeitsplätzen. Der überwiegende Teil der Investitionen erfolgte in den deutschen Gesellschaften. 5. Finanzierung Der Konzern verfügt über ausreichende Liquidität. Damit ist die Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit und der Investitionen sichergestellt. Zur Reduzierung von Minuszinsen wurde die Anlagestrategie den Marktgegebenheiten angepasst. Die anhaltende Niedrigzinspolitik der EZB führt jedoch zu Belastungen aufgrund hoher Liquidität. Zum Ende des Berichtszeitraums wurden signifikante Liquiditätsabflüsse durch Rückzahlungen von Gesellschafterdarlehen vorgenommen. 6. Personalwesen Zum Jahresende beschäftigte der Konzern mit Auszubildenden 837 Mitarbeiter (Vorjahr: 648 Mitarbeiter). Die deutliche Erhöhung wurde durch die Konzernkreisveränderung der SLS mit 205 Mitarbeitern verursacht. Ohne diesen Sondereffekt hätte sich die Mitarbeiteranzahl um 16 Personen reduziert. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Reduzierung von -2,5 %, die in den Auslandsgesellschaften erreicht wurde und der natürlichen Fluktuation und Renteneintritten geschuldet war. In Deutschland sind ohne die SLS 474 Mitarbeiter (Vorjahr: 464) beschäftigt, in den verschiedenen Auslandsgesellschaften in Summe 158 Mitarbeiter (Vorjahr: 184). IV. Geschäftslage 1. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2021 reduzierte sich deutlich gegenüber dem Vorjahr um -24,7 % bzw. EUR -33,0 Mio. auf EUR 100,5 Mio. Diese Bilanzverkürzung um etwa ein Viertel der Bilanzsumme wurde durch den Abbau der Gesellschafterdarlehen verursacht, wodurch sich in entsprechender Höhe auch die liquiden Mittel reduzierten. Der absolute Wert des Anlagevermögens verringerte sich insbesondere durch die Übertragung diverser Immobilien in die Schäfer Vermietungsgesellschaft um EUR 3,1 Mio. Durch die Reduzierung der Bilanzsumme erhöhte sich daher der prozentuale Anteil auf 27,3 % (Vorjahr: 22,9 %). Das Umlaufvermögen in Höhe von EUR 72,3 Mio. hat sich gegenüber dem Vorjahr um -29,1 % reduziert und besteht aus Vorräten EUR 17,9 Mio., Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen EUR 29,3 Mio. und flüssigen Mitteln EUR 25,1 Mio. Die entsprechende Mittelverwendung erschließt sich aus der im Konzernabschluss dargestellten Kapitalflussrechnung. Die Rückstellungen lagen mit EUR 12,2 Mio. um EUR +2,6 Mio. über dem Vorjahreswert. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus Steuerrückstellungen und dem Zugang durch sonstige Rückstellungen der SLS, insbesondere für Personalrückstellungen. Die Summe der Verbindlichkeiten beträgt EUR 35,1 Mio. und liegt um EUR -40,6 Mio. unter Vorjahr. Dabei konnten wie bereits beschrieben die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter um EUR -41,4 Mio. abgebaut werden. Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR +7,7 Mio. lag um EUR +10,7 Mio. über dem Vorjahresfehlbetrag von EUR -2,9 Mio. Ausschlaggebend für die deutliche Ergebnisverbesserung waren die um EUR 10,1 Mio. höheren sonstigen betrieblichen Erträge. Diese resultierten überwiegend aus dem Verkauf diverser Immobilien an eine Gesellschaft außerhalb des Konzernkreises sowie aus Veräußerungsgewinnen bei Wertpapieren (zusammen EUR 8,2 Mio.). Weiterhin ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen die Auflösung des passiven Unterschiedsbetrages aus der Erstkonsolidierung des SLS in Höhe von EUR 1,2 Mio. enthalten. Darüber hinaus haben die Integration der SLS in die Gruppe und die damit verbundene Reorganisation der Logistik belastend auf das Konzernergebnis gewirkt. Die Personalkosten stiegen gegenüber dem Vorjahr um EUR +9,4 Mio. auf EUR 44,2 Mio. Verursacht wurde der Anstieg hauptsächlich durch die Integration der SLS in den Konzernkreis und damit verbunden die Übernahme des Personals. Der Wegfall des Kurzarbeitergeldes, welches im Vorjahr zu Entlastungen führte, hat ebenfalls zum Anstieg der Personalkosten im Vorjahresvergleich beigetragen. Die planmäßigen Abschreibungen erhöhten sich um EUR +0,4 Mio. auf EUR 5,0 Mio. In erster Linie waren hierfür die Investitionen in den neuen Logistikstandort verantwortlich. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um EUR -4,5 Mio. auf EUR 58,6 Mio. Verursacht wurde der Rückgang auch durch den Ausweis von Aufwendungen der SLS in anderen Aufwandspositionen. 2. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Im Berichtsjahr wuchs der Umsatz um 6,9 %. Nach dem Einbruch im Corona-Jahr 2020 belebte sich die Wirtschaft wieder und Schäfer Shop profitierte von der wachsenden Nachfrage nach Investitionsgütern und der Möglichkeit, wieder mit dem Außendienst Kunden vor Ort betreuen zu können. Vor diesem Hintergrund bewerten wir die Entwicklung als positiv. Aufgrund des wachsenden Preisdrucks auf der Lieferantenseite sowie hoher Warenbezugskosten verschlechterte sich die Rohertragsquote geringfügig um -0,6 %, während sich die Werbekosten-Umsatz-Relation um 1,3 % reduzierte. Die Frachtkosten nahmen, bedingt durch knappe Transportkapazitäten und damit steigende Transportkosten, im Vorjahresvergleich deutlich zu. Die wirtschaftliche Lage des Konzerns ist weiterhin stabil. Auch nach dem Abzug eines größeren Volumens von Gesellschafterdarlehen steht dem Konzern ausreichend Liquidität für zukünftiges Wachstum und Investitionen zur Verfügung. V. Chancen und Risiken Im Rahmen ihrer geschäftlichen Tätigkeit ist die Schäfer Shop Group Chancen und Risiken ausgesetzt. Diesen trägt sie durch ein etabliertes Chancen- und Risikomanagement Rechnung. Das interne Kontrollsystem umfasst eine detaillierte Planung, quartalsweise Forecasts, ein regelmäßiges Reporting sowie Frühwarnsysteme, die es den Entscheidungsträgern ermöglichen, kurzfristig spezielle Risiken und Chancen zu erkennen und entsprechend zu reagieren. Durch einheitliche steuerungsrelevante Kennzahlen, klar definierte Berichtslinien und regelmäßige Besprechungen der Ergebnisentwicklung wird eine Durchgängigkeit des Steuerungs- und Kontrollsystems in alle Tochtergesellschaften und Führungsebenen sichergestellt. Gegenüber dem Vorjahr erwarten wir wachsende konjunkturelle Risiken aus geopolitischen Konflikten (Ukraine-Krieg, Taiwan-Konflikt) sowie dem weiteren Corona-Pandemie-Geschehen. 1. Risiken Konjunkturentwicklung Grundsätzlich ist die Schäfer Shop Group einem allgemeinen Konjunkturrisiko ausgesetzt. Unser breites Sortiment aus verschiedenen Produktkategorien beinhaltet sowohl konjunktursensible als auch -unsensible Bestandteile, wodurch eine größere Konjunkturabhängigkeit vermieden wird. Zudem reduziert die Präsenz in verschiedenen europäischen Märkten die Abhängigkeit von der Konjunkturentwicklung einzelner Volkswirtschaften. Gegen einen gravierenden konjunkturellen Einbruch, wie während der Corona-Pandemie zu beobachten, vermag allerdings auch die breiteste Diversifikation nicht zu schützen. Die Auswirkungen waren global auf allen Märkten und in allen Sortimenten spürbar. Das Produktionsniveau ging schlagartig zurück, die Nachfrage brach ein und veränderte sich deutlich in ihrer Struktur. Statt Investitionsgütern schwenkte der akute Bedarf auf die Sortimentsbereiche wie Atemschutz und Desinfektion. Seit Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. Da wir weder in Russland, der Ukraine, noch in Belarus aktiv sind, erwachsen durch den Überfall Russlands auf die Ukraine keine unmittelbaren Risiken. Ein potentielles Vermögensrisiko besteht hinsichtlich der durch unsere nicht operativ tätige Gesellschaft in Russland gehaltenen Vermögenswerte. Eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Investitionsbereitschaft unserer Kunden infolge der Auswirkungen dieses Konflikts stellen jedoch ein wesentliches Risiko für die Schäfer Shop Group dar. Neben Risiken auf der Umsatzseite sehen wir auch Abhängigkeiten auf der Beschaffungsseite durch steigende Material-, Energie- und Rohstoffpreise sowie höhere IT-Sicherheitsrisiken. Dem tritt die Schäfer Shop Group mit ihrer in der Corona-Krise bewährten und stetig weiterentwickelten Strategie gegenüber, schnell und flexibel auf neue Marktsituationen zu reagieren. Die Kataloganstoßkette wurde noch stärker flexibilisiert, um kurzfristig auf neue Marktentwicklungen und Veränderung von Kundenbedarfen reagieren zu können. Eine modulare Maßnahmenplanung, ein striktes Kostenmanagement, das kontinuierliche Monitoring der Liquidität sowie der situative Einsatz ergebnissichernder Maßnahmen trugen dazu bei, die Auswirkungen von Risiken zu minimieren und gleichzeitig sich bietende Chancen zu realisieren. Wettbewerbssituation Die Schäfer Shop Group ist in ihrem Marktumfeld dem Risiko ausgesetzt, durch Verdrängung oder den Markteintritt neuer Wettbewerber Marktanteile zu verlieren. Der Markteinstieg neuer Omnichannel-Mitbewerber wird durch einen zeit- und kostenintensiven Aufbau eines umfangreichen Kundenstammes, leistungsfähiger Zulieferstrukturen und einer effizienten Logistik erschwert. Dennoch bestehen aus unserer Sicht zwei wesentliche Risiken: Ein Risiko besteht in der wachsenden Konsolidierung im unmittelbaren B2B-Wettbewerbsumfeld. Zusammenschlüsse oder Akquisitionen von Marktbegleitern ermöglichen es diesen, ihr Produktportfolio auszubauen und Größenvorteile zu nutzen. Wir beobachten dies intensiv und leiten daraus Maßnahmen ab, um unsere Wettbewerbsposition und Kundenbasis zu sichern. Zudem sondieren wir aktiv den Markt nach möglichen Zielunternehmen, die zu unserem Kunden, Sortiments und Serviceportfolio passen. Ein weiteres Risiko stellen neue Wettbewerber oder Geschäftsmodelle dar, die die Existenzberechtigung der Großhandelsstufe in Frage stellen. Internetbasierte Marktplätze, die Hersteller und Kunden direkt miteinander verbinden, gewinnen auch im B2B-Sektor an Relevanz. Preistransparenz und direkte Vergleichbarkeit von Produktangeboten haben einen Wettbewerb zur Folge, bei dem vor allem der Preis im Fokus steht. Wir richten uns strategisch auf diese neuen Herausforderungen aus. Persönliche Kundenbetreuung, maßgeschneiderte Lösungen und Einrichtungskonzepte durch unseren Bereich Workplace Solutions (vorher Premium Service) sowie eine einfache Bestellabwicklung über unseren Webshop geben unseren Kunden international die Möglichkeit, dort mit uns in Kontakt zu treten, wo sie es möchten und heben uns damit vom Wettbewerb ab. Mit regelmäßigen Kundenumfragen im Rahmen unseres Customer Journey Managements wurde Kundenzentrierung in der Organisation fest verankert. Eine wesentliche Stärke der Schäfer Shop Group besteht im Multi-Channel-Ansatz des Unternehmens. Neben E-Commerce und Print hat sich der Außendienst, und hier gerade Workplace Solutions, als Vertriebseinheit erfolgreich in allen Landesgesellschaften etabliert. Die Risiken aus dem Wettbewerbsumfeld sehen wir unverändert auf einem mittleren Niveau. Auswirkungen von Corona Das direkte, kurzfristige Risiko von Produktivitätsausfällen infolge erneuter Infektionswellen schätzen wir aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre als eher gering ein. Eine bleibende Wirkung wird Corona dennoch mittel- bis langfristig auf die Arbeitswelt und die Art der Zusammenarbeit haben: Videokonferenzen, hybride Meetings, Homeoffice und mobiles Arbeiten werden bleiben und sich wahrscheinlich zunehmend verbreiten. Dies birgt das Risiko eines sinkenden Bedarfs an klassischen Büro- und Konferenzmöbeln. Anderseits ergibt sich daraus auch die Chance, an der dynamischen Entwicklung neuer Arbeitsformate zu partizipieren. So richten wir zum Beispiel unser Sortiments- und Dienstleistungsangebot stärker auf diese flexiblen Formen der Zusammenarbeit aus und beobachten mögliche Trends und Entwicklungen auf diesem Gebiet intensiv. Das Risiko aus Veränderungen in der Nachfragestruktur schätzen wir als mittel ein. Abhängigkeit von einzelnen Kunden Die Schäfer Shop Group verfügt über einen breiten internationalen Kundenstamm mit Kunden unterschiedlichster Größenordnungen, Branchen und Regionen. Eine gute Durchmischung des Kundenportfolios mit Kunden unterschiedlicher Bedarfsstrukturen minimiert die Abhängigkeit von einzelnen Kunden oder Branchen. Aus dem Wegfall einzelner Kunden sind somit keine negativen Effekte zu erwarten. Gleichzeitig wird durch eine individuelle Werbeansprache von Bestandkunden, die Reaktivierung inaktiver Kunden und die Gewinnung von Neukunden die Kundenbasis weiter gestärkt, um die Kundenrisiken weiter zu minimieren. Beschaffung Schäfer Shop greift auf ein breites Portfolio von Lieferanten zu. Das Risiko der Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten ist dementsprechend relativ gering. Für einzelne Produkte kann im Bedarfsfall kurzfristig auf alternative Lieferanten umgestellt werden. Die aus der Region Fernost importierten Waren werden überwiegend auf USD-Basis eingekauft. Diesem Währungsrisiko wird über entsprechende Kurssicherungs-Maßnahmen Rechnung getragen. Die Umstellung des Fernost-Sourcings auf eine Einkaufsagentur ermöglicht uns einen breiteren Lieferantenzugang sowie mehr Flexibilität im Einkauf. Risiken in den Vorräten, die sich aus langer Lagerdauer oder zukünftiger, geminderter Verwertbarkeit wegen technischer Überalterung oder neuer Trends ergeben, werden durch Abwertungen berücksichtigt. Restbestände aus Überhängen werden über den Sale-Bereich im E-Commerce und lokale Fundgruben an den internationalen Standorten zu reduzierten Preisen abverkauft. Durch den Krieg in der Ukraine verschärfen sich die Ungleichgewichte in den Lieferketten und schränken die Verfügbarkeit von Produkten deutlich ein. Diesem Risiko begegnet Schäfer Shop durch ein flexibles Lieferantenmanagement und Anbindung alternativer Bezugsquellen. Neben der mangelnden Produktverfügbarkeit trägt eine Verknappung von Transportkapazitäten sowie die wachsende Inflation, v.a. bei Rohstoffen, zu einer starken Steigerung der Einkaufs- und Transportkosten bei. Grundsätzlich geben wir Kostensteigerungen in Form von Preiserhöhungen an unsere Kunden weiter. Das Ausmaß der Steigerungen und der Inflation im Euroraum in den letzten Monaten führt jedoch zu dem Risiko, dass wir diese nicht in vollem Umfang bzw. nur mit einem zeitlichen Versatz an unsere Kunden weitergegeben können. Dies führt temporär zu negativen Auswirkungen auf die Rohertragsmarge und damit das Ergebnis. Wir treten diesen Risiken auf der eine Seite mit einem aktiven Supply-Chain-Management entgegen. So werden Preissteigerungen mit unseren Lieferanten intensiv diskutiert und in der Regel nur in Form temporärer Teuerungszuschläge akzeptiert. Auf der anderen Seite setzen wir Preisanpassungen zeitnah in Verhandlungen mit unseren Rahmenvertragskunden um. Eine transparente Verfügbarkeitskommunikation gegenüber unseren Kunden sorgt trotz mangelnder Warenverfügbarkeit für wachsende Kundenloyalitäten. Zahlungsrisiken im Vertrieb Es besteht das Risiko von Forderungsausfällen. Dieses Risiko minimieren wir durch verschiedene Maßnahmen: Beim Erstkontakt mit Neukunden im Webshop favorisieren wir sichere Bezahlmethoden. Gesteigerten Bonitätsrisiken aus der Corona-Krise begegnen wir durch ein umfangreicheres Bonitätsprüfungsverfahren und ein intensiveres Monitoring der Forderungsentwicklung über die verschiedenen Mahnstufen. Die Forderungsausfälle sind weiterhin sehr gering. Leistungsfähige Bonitätsprüfungsverfahren und Scoring Systeme minimieren das Ausfallrisiko von Kundenforderungen. Währungsrisiken werden durch entsprechende Kurssicherungsgeschäfte in den Landesgesellschaften abgesichert. Dies betrifft aktuell nur die Schweiz. Logistik Schäfer Shop wickelt einen großen Teil seines Geschäfts über zwei Zentrallager (Wetzlar und Betzdorf) ab, die von der Schäfer Shop Logistic Services GmbH betrieben werden. Im April 2021 wurde diese Gesellschaft (bis dahin Tochter von SSI Schäfer) von der Schäfer Shop Group erworben. Sie betreibt neben den beiden genannten Standorten dienstleistend für andere Schäfer-Gesellschaften den Standort Burbach. Durch die Konzentration auf wenige Logistikzentren besteht ein Risiko in temporären Einschränkungen bis hin zu einem Ausfall einzelner Logistikstandorte. Diesen Risiken sichern wir durch Versicherungen, z.B. gegen Betriebsunterbrechung oder Elementarschäden ab. Zudem existieren umfangreiche Vorbeugungs- und Notfallkonzepte, die das Risiko von Produktivitätseinschränkungen minimieren. Das Risiko schätzen wir daher als eher gering ein. Ein Risiko besteht zudem in der Verfügbarkeit von Spediteuren und der Verknappung und Verteuerung von Transportkapazitäten. So vervielfachten sich z.B. die Containerpreise innerhalb weniger Monate um den Faktor 10. Auch im Speditions- und Paketbereich ist mit deutlich steigenden Preisen zu rechnen. Diesem Risiko begegnen wir u.a. mit der Umsetzung unseres neuen Logistikkonzepts, dass zu einer besseren Steuerung der Auftragsabwicklungsprozesse führt und Transportwege optimiert. IT-Systeme und Datenschutz Risiken im Bereich der Informationstechnologie tragen wir mit umfassenden Sicherungskonzepten Rechnung. Besonders die Adressdaten unseres umfangreichen Kundenstamms befinden sich auf Datenbanken in sehr sicherer IT-Umgebung und werden den aktuellen Erfordernissen gerecht. Unberechtigten Zugriffen wird durch zeitgemäße technische Abwehrmaßnahmen begegnet. Regelmäßige Penetrationstests zeigen mögliche Angriffspunkte auf und verringern das Risiko des Zugriffs Unbefugter auf unsere Systeme. Infolge des Ukrainekriegs steigt das Risiko möglicher Hackerangriffe. Dem begegnen wir sowohl mit technischen Maßnahmen, als auch mit einer stärkeren Sensibilisierung unserer Belegschaft, um insbesondere Phishing-Attacken vorzubeugen. Die stetig wachsende Regelungsdichte im Bereich Datenschutz bedingt zwangsläufig höhere Compliance-Risiken. Die Schäfer Shop Group sieht sich derzeit mit einer behördlichen Untersuchung im Bereich Datenschutz konfrontiert. Soweit diese Untersuchung zu unserem Nachteil ausgeht, können sich hieraus Bußgelder, Schadensersatzzahlungen oder sonstige kostenintensiven Maßnahmen ergeben. Ob und gegebenenfalls in welcher Höhe daraus am Ende Aufwendungen für den Konzern entstehen, unterliegt zum aktuellen Zeitpunkt Einschätzungsrisiken. Die zum derzeitigen Zeitpunkt maximal zu erwartende Belastung ist im Konzernabschluss 2021 in den Rückstellungen enthalten. Seitdem gibt es keine neuen Erkenntnisse, die eine Veränderung der Risikobewertung erfordern. Virenschutzprogramme und Zugriffskontrollen sind installiert. Für den Umgang mit der EDV und die Nutzung des Internets wurden den Mitarbeitern entsprechende Richtlinien vorgegeben. Risiken aus Cyber-Kriminalität sind durch eine entsprechende Versicherung abgedeckt. Zudem werden Sicherheit und Redundanz der IT-Systeme regelmäßig durch interne und externe Experten geprüft. Sollte dennoch ein Schadensfall eintreten, sorgen Notfallkonzepte für Schadensbegrenzung und eine schnellstmögliche Wiederherstellungsfähigkeit der Systeme. Klar definierte Prozesse und die Sicherstellung eines Vier-Augen-Prinzips bei Zahlungsfreigabe reduzieren zusätzlich das Erfolgsrisiko von Betrugsversuchen. Höhere Gewalt und Elementarschäden Zusätzlich sind politische Risiken und Schäden durch höhere Gewalt nicht auszuschließen. Gegen Elementarschäden haben wir Versicherungen abgeschlossen. Zusammenfassend sehen wir aktuell keine bestandsgefährdenden Risiken. 2. Chancen Digitalisierung Die Chancen der Digitalisierung nutzt Schäfer Shop in allen Kanälen: Im Katalogumfeld führt eine stärkere Automatisierung und Digitalisierung von Prozessen zur Verbesserung der Prozesseffizienz und Durchlaufzeiten bei der Katalogproduktion. Die neue Print-Ausleitung wurde fertiggestellt und erlaubt eine weitgehend digitalisierte Katalogerstellung. Zudem wird durch eine stärkere, zielgruppenbasierte Segmentierung bis hin zur Individualisierung der Katalogvarianten die Relevanz beim Kunden deutlich gesteigert. Unsere bisherigen Erfahrungen bestätigen uns auf diesem Weg. Unser Webshop wird stets weiterentwickelt und aktuellen Anforderungen angepasst. Mehr dazu unter E-Business und E-Commerce. Digitale Lösungen erlauben es unserem Außendienst, dem Kunden die Kaufentscheidung zu erleichtern. Zum Beispiel durch den Einsatz von Virtual und Augmented Reality oder virtuelle Begehung neuer Lösungskonzepte. Zudem wird der Außendienst durch ein eigenes CRM-Tool bei Auswahl und Bearbeitung der durch ihn betreuten Kunden unterstützt und steigert damit seine Effektivität und Effizienz. Auch in der Beschaffung nutzen wir die Möglichkeiten der Digitalisierung: Unser Lieferantenportal bindet unsere Lieferanten elektronisch an unsere Systeme an. Eine direkte Lieferantenkommunikation sowie ein automatisierter Prozess der Artikelanlage verkürzt die 'time-to-market' neuer Artikel und Sortimente erheblich. Potenzial sehen wir zudem in der Etablierung einheitlicher und transparenter End-to-End-digitalisierter Prozesse. Kollaboratives Arbeiten und die gemeinsame Nutzung zentral verfügbarer Informationen werden die Zusammenarbeit der Zukunft prägen. Dem tragen wir in unserer internationalen IT-Strategie Rechnung. Die Vereinheitlichung der IT-Infrastrukturen aller Konzerngesellschaften vereinfacht den Betrieb und führt zu Kostenvorteilen. Webshop und E-Commerce E-Commerce ist der Wachstumstreiber unseres Geschäfts. 2021 wurde das coronabedingt starke Vorjahr um knapp 10 % übertroffen. Etwa 50 % des Umsatzes wurde damit erneut über digitale Kanäle erwirtschaftet. E-Commerce bietet uns wie kein anderer Kontaktkanal die Chance, schnell, flexibel und individuell auf Kundenbedarfe zu reagieren. Auf der anderen Seite birgt er aber auch einige Risiken: So können Produktvergleiche und wachsende Preistransparenz zu sinkenden Kundenloyalitäten führen. Zudem muss laufend in neue Funktionalitäten und Features des Webshops investiert werden, um mit dem Wettbewerb und veränderten Kundenanforderungen Schritt zu halten. Unsere E-Commerce-Plattform SSI Commerce wurde 2019 in Betrieb genommen und wird seitdem stetig weiterentwickelt und auf die Kundenanforderungen angepasst und optimiert. Neue technologische Trends werden permanent beobachtet und in den Webshop integriert, wenn dadurch ein zusätzlicher Kundennutzen erzielt werden kann. Stetige Optimierungen bei User Interface und User Experience vereinfachen den Such- und Bestellprozess und verbessern so das Kauferlebnis unserer Kunden. Flankierend zu Weiterentwicklung unseres Web-Auftrittes sorgt eine gezielte Steuerung der Online-Marketing-Maßnahmen für eine wachsende Relevanz und Wahrnehmbarkeit des Schäfer Shops im Web-Umfeld. Wir gehen davon aus, dass wir das zweistellige Wachstum der Online-Umsätze dadurch weiter forcieren können. Neben unserem eigenen Webshop sind wir international auch auf großen, für unsere Kunden relevanten Marktplätzen vertreten. Elektronische Anbindungen mit Integration in die Systeme unserer Kunden runden unser E-Business-Angebot ab. Sie machen die Abwicklung für unsere Kunden und uns wesentlich effizienter und führen zu steigenden Kundenloyalitäten. VI. Ausblick Zum Beginn des Jahres gingen die Wirtschaftsinstitute für 2022 von Wachstumsraten für den Euro-Raum von ca. 4 % aus. Dies veränderte sich schlagartig mit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine. Seitdem werden die Wachstumserwartungen regelmäßig nach unten und die Inflation nach oben korrigiert. In ihrem Summer Forecast geht die Europäische Kommission davon aus, dass sich die Wachstumsrate in der EU von 5,4 % in 2021 auf 2,7 % halbiert:
Quellen: European Economic Forecast. Summer 2022, European Commission SECO (Schweiz), saisonalität- und kalenderbereinigtes BIP, Konjunkturprognose Bund 20.9.22 Parallel dazu schätzt die Europäische Kommission die Inflation für 2022 mit 8,3 % ein. Dies ist ein historisch hoher Wert, der eng mit der Entwicklung der Rohstoffpreise gekoppelt ist. Fraglich ist, wann und in welchem Maße hier eine spürbare Entlastung eintritt. Voraussagen für die makroökonomische Entwicklung sind daher mit größter Unsicherheit behaftet. Neben der makroökonomischen Perspektive ist für unser Geschäft auch die Entwicklung von Branchenindikatoren relevant. Der BME Einkaufsmanagerindex ermöglicht uns frühzeitig Marktentwicklungen zu antizipieren und entsprechende Maßnahmen abzuleiten.
Werte unter der neutralen 50-Punkte-Linie signalisieren Wachstum, Werte darunter einen Rückgang des Geschäftsvolumens. Nach einer rasanten Erholung seit März 2020 zu neuen historischen Höchstständen Anfang 2021 weist der Trend des Einkaufsmanager-Indexes nach unten. Die neutrale 50-Punkte-Line wurde im Juli 2022 erstmals wieder gerissen. Im September notiert er bei 47,8 Punkten auf einem 27-Monatstief. Belastende Faktoren sind neben Energiepreisen und Kosteninflation vor allem die pessimistischen Geschäftsaussichten, die so schlecht sind, wie seit der Akutzeit der Corona-Krise nicht mehr. 43 % aller produzierenden Unternehmen erwarten für die nächsten 12 Monate Produktionseinbußen, nur 13 % rechnen mit einem Wachstum. Die Umsatzentwicklung in den ersten 8 Monaten des Geschäftsjahres 2022 zeigt insgesamt ein deutliches Umsatzplus von ca. +9 %. Der Bestand offener Aufträge liegt bedingt durch längere Planlieferzeiten und einen höheren Projektanteil deutlich über dem vergleichbaren Vorjahresbestand. Das Ausfakturieren offener Positionen wird sich entsprechend positiv auf den Umsatz der Folgemonate auswirken. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Unsicherheit bezüglich der zukünftigen Entwicklung eher noch verstärkt. Die Gemengelage mit geopolitischen Krisen und Risiken (Ukraine, Taiwan), dem möglichen Fortgang und Auswirkungen des Pandemiegeschehens, Folgewirkungen der hohen Inflation auf Staatshaushalte und deren Verschuldung usw. macht eine valide Voraussage extrem schwierig. Vor diesem Hintergrund gehen wir von einem Umsatzwachstum in der Bandbreite von 7 % bis 10 % aus. Bedingt durch Einmalaufwendungen im Zusammenhang mit der Performance-Optimierung unserer Logistik sowie die gestiegenen Einkaufs- und Transportkosten, die wir nicht vollumfänglich an unsere Kunden weitergeben konnten, wird sich das Konzernergebnis voraussichtlich im leicht positiven Bereich bewegen und somit deutlich niedriger ausfallen im Vergleich zu dem durch hohe Einmaleffekte beeinflussten Konzernjahresüberschuss 2021. VII. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahrs Am 24. Februar 2022 startete Russland militärische Angriffe gegen die Ukraine. Wir beobachten die Entwicklungen sehr aufmerksam und rechnen damit, dass die wirtschaftlichen Beeinträchtigungen voraussichtlich auch unsere Geschäftstätigkeit weiter belasten werden. Umfang und Ausmaß der Belastungen sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht verlässlich quantifizierbar. Im Juni 2022 wurde die Schäfer BA GmbH als 100 %-ige Tochter der Schäfer Shop Group gegründet. Diese Gesellschaft beschäftigt sich mit der Organisation und Durchführung von Weiterbildungs- und Networking-Events im Bereich der digitalen Transformation und soll dadurch die Digitalkompetenz unserer Mitarbeiter stärken. Das Unternehmen ist auch für andere Schäfer Gruppengesellschaften tätig.
Betzdorf, den 2. November 2022 Schäfer Shop Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH Andreas Reuter Andreas Dietz BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Schäfer Shop Group GmbH & Co. KG, Betzdorf Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Schäfer Shop Group GmbH & Co. KG, Betzdorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Schäfer Shop Group GmbH & Co. KG, Betzdorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts Wir verweisen auf das im Konzernlagebericht im Abschnitt "V. Chancen und Risiken" im Kapitel "IT-Systeme und Datenschutz" dargestellte Risiko und abgegebene Erklärung im Zusammenhang mit einer laufenden behördlichen Untersuchung im Bereich Datenschutz. Die hierfür im Konzernabschluss gebildete Rückstellung basiert auf aktuellem Erkenntnisstand der Geschäftsführung. Aufgrund der mit dem laufenden Verfahren zwangsläufig zusammenhängenden Unsicherheiten ist nicht auszuschließen, dass zukünftig die Einschätzung der Risiken anders ausfallen kann, mit gegebenenfalls signifikanten Auswirkungen auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dillenburg, den 2. November 2022 WESTTREU
GmbH
Schlappig-Klockhaus, Wirtschaftsprüferin Selzer, Wirtschaftsprüfer Eine Verwendung oder Weitergabe des obigen Bestätigungsvermerks bedarf, außer in den gesetzlich vorgesehenen Fällen, unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Konzernabschlusses und/oder des Konzernlageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird insbesondere verwiesen. Verbindlichkeitenspiegel
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. |
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