Stammdaten

Register
Amtsgericht Landau HRB 11269
Vorher
DPI Terminals Germersheim Beteiligungs-GmbHDP World Germersheim Beteiligungs-GmbH
Eingetragen
14.9.1988
Branche
Vermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungGewinnung von anderen Natursanden und KiesGüterbeförderung in der Binnenschifffahrt
Gegenstand
Geändert, nun: Gegenstand des Unternehmens sind neben dem Betrieb des Container-Terminals und Transportzentrums in Germersheim Container-Transporte im Binnenschifffahrts-, Straßen- und Schienenbereich sowie Containerumschlag, -depothaltung, -reparatur und -handel sowie die Erbringung von Dienstleistungen jeder Art sowie die Gewinnung von Kies, Stein, Bau-, Roh- und Brennstoffen aller Art sowie der Handel damit.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andrija Dr. Bilobrk
seit 18.3.2024
Geschäftsführer
Prokura
Christian Timo König
seit 22.8.2023
Prokura
Jens Langer
seit 17.3.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
DP World Inland B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
DP World Inland B.V.
Netherlands
28.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DP World Intermodal GmbH

Germersheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach Berechnungen des Internationale Währungsfonds (IWF) hat sich die Weltwirtschaft mit einem Wachstum von 3,4 % in 2022 das zweite Jahr in Folge weiter erholt. Zum Jahresende war die Erholung indes weniger dynamisch als erwartet. Belastet haben vor allem der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und coronabedingte Lockdowns in China als auch zunehmende Inflationsraten und nachlassende, aber noch anhaltende Unterbrechungen der weltweiten Lieferketten.

Die Erholung der Wirtschaft verlief nach Berechnung des Statistischen Bundesamtes in Deutschland mit einem preisbereinigten Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 1,8 % deutlich verhaltener als im Euroraum insgesamt (+3,5 %). Wesentliche Herausforderungen waren für die inländische Wirtschaft die Folgen des Kriegs in der Ukraine und vor allem die damit einhergehenden Energiepreiserhöhungen, verschärfte Material- und Lieferengpässe sowie der Fachkräftemangel und die Nachwirkungen der Corona-Pandemie.

Die Entwicklung verlief in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr heterogen. Das verarbeitende Gewerbe konnte aufgrund von Material- und Lieferkettenengpässen mit +0,2 % kaum zulegen. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Baugewerbe (-2,3 %) nahm vor allem aufgrund ungünstigerer Finanzierungsbedingungen, Preissteigerungen sowie eines Material- und Fachkräftemangels ab. Die Dienstleistungsbereiche verzeichneten überdurchschnittliche Wachstumsraten. Der Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe wuchs um +4,0 %, wobei der Handel isoliert betrachtet abnahm.

Der Außenhandel erholte sich trotz der hohen Teuerungsraten in 2022 weiter. Die Exporte (Waren und Dienstleistungen) nahmen um 3,2 % zu, während die Importe preisbereinigt sogar um 6,7 % zulegen konnten.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2022 von durchschnittlich 45,6 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 1,3 % mehr als in 2021 und so viele wie noch nie in Deutschland. Der bisherige Höchststand aus dem Jahr 2019 (45,3 Millionen) wurde damit überschritten. Im Jahr 2020 hatte die Corona-Pandemie erstmals seit 14 Jahren wieder zu einem Rückgang der Erwerbstätigenzahl geführt, im Jahr darauf war die Erwerbstätigkeit nur sehr schwach gestiegen.

Im Jahr 2022 war der Güterumschlag der deutschen Seehäfen gegenüber dem Vorjahr um 3,2 % geringer. Insgesamt wurden 279,1 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, ist der Versand in das Ausland (-7,0 %) dabei im Vorjahresvergleich deutlich stärker gesunken als die empfangene Gütermenge (-1,5 %). Der Güterumschlag lag um 4,9 % unter dem Vorkrisenniveau aus 2019. Als Ursachen vermutet das Statistische Bundesamt coronabedingte Einschränkungen durch Lockdowns, Lieferkettenprobleme sowie Staus in der Containerschifffahrt. Vom Rückgang des Güterumschlags waren bis auf Wilhelmshaven (+7,6 %) alle der bedeutendsten deutschen Seehäfen betroffen. So war sowohl in Hamburg (-7,2 %) und in Bremerhaven (-8,7 %) als auch in Rostock (-3,2 %) und Lübeck (-6,9 %) der Güterumschlag rückläufig.

II. Geschäftsverlauf und Lage

Im Geschäftsjahr wurde die DP World Germersheim GmbH & Co. KG rückwirkend zum 1. Januar 2022 auf unsere Gesellschaft, die bisherige Komplementär-GmbH, verschmolzen. In diesem Zusammenhang wurde unsere Firma in DP World Intermodal GmbH geändert (bisher: DP World Germersheim Beteiligungs-GmbH). Wir verweisen im Übrigen auf Erläuterungen im Anhang des Jahresabschlusses. Aufgrund der Verschmelzung sind die Zahlen des Geschäftsjahres nicht mit denen des Vorjahres vergleichbar. Zur nachfolgenden Analyse des Geschäftsverlaufs sowie der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft wird deshalb auf die im Anhang zum Jahresabschluss wiedergegebene Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der verschmolzenen operativen Gesellschaft (DP World Germersheim GmbH & Co. KG) zurückgegriffen.

Einen weiteren wesentlichen Effekt auf die Kennzahlen des Geschäftsjahres hat die Umstellung der Vertragsbeziehungen in der DP World Gruppe. Leistungen, die die DP World Germersheim GmbH & Co. KG bislang als Subunternehmerin für eine Schwestergesellschaft erbracht hatte, werden ab 2022 nunmehr direkt mit den Kunden abgerechnet. Hieraus ergeben sich signifikant höhere Umsätze und Materialaufwendungen bzw. bezogene Leistungen, da bislang lediglich nur die selbst erbrachten Leistungen gegenüber der Schwestergesellschaft abgerechnet wurden und nunmehr die kompletten Vertragsbeziehungen erfolgswirksam im Jahresabschluss abgebildet werden.

Die Bilanzsumme hat um 22 % auf T€ 27.409 zugenommen. Die wesentlichen Veränderungen auf der Aktivseite der Bilanz sind entsprechend der Zunahme unserer Umsätze eine Ausweitung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ +12.006) bei einem Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (T€ -2.606) sowie geringere liquide Mittel (T€ -1.880).

Auf der Passivseite sind deutlich höhere Rückstellungen (T€ +899) sowie höhere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ +1.860) auszumachen. Das Anlagevermögen wird durch das Eigenkapital sowie den Sonderposten für Investitionszuschüsse und prolongierbare kurzfristige Verbindlichkeiten im Verbundbereich gedeckt. Die Eigenkapitalquote beträgt ohne den Sonderposten für Investitionszuschüsse 48 % und liegt damit über dem Durchschnitt von deutschen mittelständischen Unternehmen unserer Größenordnung.

Unsere Liquiditätslage beurteilen wir aufgrund unseres ständigen Monitorings durch das Controlling als gut. Unsere laufenden Zahlungsverpflichtungen konnten wir aus dem Cashflow aus operativer Tätigkeit und aus Finanzierungstätigkeit im Konzernverbund finanzieren.

Der Umsatz konnte im Geschäftsjahr von T€ 15.240 auf T€ 43.219 zulegen. Der wesentliche Effekt ist die o. g. Umstellung der Verträge. Darüber hinaus sind sowohl echte Mengen- als auch inflationsbedingte Preiseffekte enthalten. Als wesentliche Einflussfaktoren sind in diesem Zusammenhang die Energiekosten, Personalkosten und Verfügbarkeiten/Kapazitäten auf dem Frachtmarkt zu nennen. Korrespondierend zur Ausweitung unseres Geschäftsvolumens sind die Materialaufwendungen von T€ 1.271 auf T€ 28.104 gestiegen. Unseren Rohertrag konnten wir um 8 % auf T€ 15.115 steigern. Aufgrund von optimierten Prozessen konnte die Auslastung des Equipments und Volumen je Mitarbeiter erhöht werden. Außerdem sind die im Umsatz enthaltenen Kostensteigerungen durch Energiekosten überproportional zu den Personalkosten gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert (+6 %). Die Abschreibungen sind rückläufig (-13 %).

Insgesamt konnte mit T€ -1 ein deutlich besseres Jahresergebnis als im Vorjahr (T€ -322) erzielt werden. Wir beurteilen die Geschäftsentwicklung in 2022 als positiv.

III. Prognosebericht

Die Logistik ist der drittgrößte Wirtschaftsbereich in Deutschland nach der Automobilwirtschaft und dem Handel. Insgesamt sind hier mehr als drei Millionen Menschen beschäftigt. Der Logistikmarkt entwickelt sich dabei beständig weiter. Dies gilt auch für die DP World Intermodal GmbH. Wir sehen zielgerichtetes Handeln als Schlüssel zum Erfolg an, um auch in Zukunft ein erfolgreicher Teil des DP World Konzerns zu sein.

Die Logistik gewinnt zusehends an Bedeutung und ist ein essenzieller Wirtschaftszweig für eine funktionierende Gesellschaft. Insgesamt setzte die Logistikbranche nach Angaben des Bundesvereinigung Logistik (BVL) e. V. hierzulande im Berichtsjahr 319 Milliarden Euro um. Dies entspricht einem Wachstum von 8,5 % gegenüber dem Vorjahr und ist nicht zuletzt auf gestiegene Kosten innerhalb der Branche zurückzuführen, beispielsweise im Zusammenhang mit gestiegenen Energiepreisen. Komplexe und eng verzahnte Wertschöpfungsprozesse, ein dynamischer und globaler Handel sowie die enorm wachsende Produktvielfalt prä-gen das allgemeine Logistikverständnis nachhaltig.

Für 2023 erwartet der BVL eine Ausweitung des Umsatzes um rd. 3 % auf 330 Milliarden Euro. Ein kontinuierlicher Optimierungsprozess und zukunftsweisende Investitionen sind für den Erhalt einer nachhaltigen Marktposition erforderlich. Konkret bedeutet dies, dass die DP World Arbeitsprozesse optimiert.

Im Jahre 2023 wurde die DP World Stuttgart GmbH auf die DP World Intermodal GmbH verschmolzen. Nach vorläufigen Zahlen rechnen wir für 2023 deshalb mit einem stark steigenden Umsatz und einem Jahresergebnis auf Niveau des Jahres 2022.

Die DP World ist mit den Wirtschaftsregionen Stuttgart und Rhein-Neckar eng verbunden. Dies ist und bleibt der Schwerpunkt der unternehmerischen Tätigkeiten. Die DP World Intermodal GmbH wird mit ihren Angeboten verstärkt an einer tieferen Marktdurchdringung und an Lösungen arbeiten, die einen ökologisch nachhaltigen Beitrag für die Metropolregionen leisten. Dazu wird das Leistungsportfolio der Gruppe fortlaufend an die Anforderungen der Kunden und des Marktes angepasst.

IV. Chancen- und Risikobericht

Der Russland-Ukraine-Krieg hat die internationalen und nationalen Güterströme einerseits negativ beeinflusst, indem diese blockiert und teilweise verschoben wurden. Diese Verschiebungen führten zu Einbußen in einzelnen Bereichen. Nach derzeitigem Erkenntnisstand stellen die unmittelbaren wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges zum Berichtszeitpunkt ein leichtes bis mittleres wirtschaftliches Risiko dar.

Es besteht in Deutschland keine pandemische Lage mehr, weshalb die Covid-19-Pandemie nach mehr als zwei Jahren aus der Risikobetrachtung herausfällt.

Nach wie vor werden die Auswirkungen des demographischen Wandels als ein mittleres Risiko angesehen. Gleichwohl könnte das Risiko zukünftig auch höher zu bewerten sein, sollte sich der Fachkräftemangel noch weiter verschärfen und es so unweigerlich zu Einschränkungen in betrieblichen Abläufen kommen. Betroffen sind alle Bereiche. Durch neue Technologien, wie zum Beispiel der Implementierung von Oracle und Cofano, sowie veränderte Prozessabläufe wird man dieses Risiko minimieren. Auch durch Steigerung der Attraktivität der DP World Intermodal GmbH infolge verschiedener Maßnahmen wird diesem Trend entgegengesteuert.

 

Germersheim, den 9. Februar 2024

Gez. Jens Langer, Geschäftsführer

Dr. Andrija Bilobrk, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 13.945.929,67 0,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 9.854,61 0,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 9.854,61 0,00
II. Sachanlagen 13.935.775,06 0,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.586.708,79 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 4.538.820,80 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 644.021,22 0,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 166.224,25 0,00
III. Finanzanlagen 300,00 0,00
1. sonstige Finanzanlagen 300,00 0,00
B. Umlaufvermögen 13.247.018,51 76.248,44
I. Vorräte 377.285,84 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 12.713.846,04 76.248,44
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 529.254,34 76.248,44
2. sonstige Vermögensgegenstände 12.184.591,70 0,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 155.886,63 0,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 216.008,87 0,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 27.408.957,05 76.248,44

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 13.166.506,29 70.248,44
I. gezeichnetes Kapital 27.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 13.096.371,48 0,00
III. Gewinnvortrag 44.248,44 45.970,12
IV. Jahresfehlbetrag 1.113,63 1.721,68
B. Sonderposten für Investitionzuschüsse 3.428.256,83 0,00
C. Rückstellungen 2.103.911,87 6.000,00
D. Verbindlichkeiten 8.710.282,06 0,00
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.434.472,03 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.434.472,03 0,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 3.275.810,03 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.275.810,03 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 27.408.957,05 76.248,44

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 16.645.040,14 0,00
2. Personalaufwand 6.035.619,82 0,00
a) Löhne und Gehälter 4.948.228,23 0,00
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.087.391,59 0,00
davon für Altersversorgung 92.093,05 0,00
3. Abschreibungen 1.586.842,97 0,00
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.586.842,97 0,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 8.965.937,30 3.414,32
5. Erträge aus Beteiligungen 0,00 1.692,64
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.066,00 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 10.664,79 0,00
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 23.231,91 0,00
9. Ergebnis nach Steuern 23.809,35 -1.721,68
10. sonstige Steuern 24.922,98 0,00
Jahresfehlbetrag 1.113,63 1.721,68

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die DP World Intermodal GmbH hat ihren Sitz in Germersheim und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Landau unter HRB 11269.

Der Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2022 der DP World Intermodal GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend § 275 HGB in der Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die in § 266 Abs. 2 und 3 HGB bezeichneten Posten sind gesondert und in der vorgeschriebenen Reihenfolge aufgenommen worden.

Mit notariell beurkundetem Vertrag vom 31. August 2022 (Urkunden-Rolle Nr. 1682/K/2022) wurde im Wege einer Aufwärtsverschmelzung das Vermögen der DP World Germersheim GmbH & Co. KG, Germersheim, als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten unter Auflösung ohne Abwicklung im Wege der Verschmelzung durch Aufnahme gemäß §§ 2 Nr. 1, 39 ff., 46 ff. UmwG auf die Gesellschaft als übernehmende Rechtsträgerin gegen Gewährung von Gesellschaftsrechten übertragen. Die Verschmelzung erfolgte im Innenverhältnis mit Wirkung zum 1. Januar 2022, 0.00 Uhr (Verschmelzungsstichtag) unter Fortführung der in der Schlussbilanz der DP World Germersheim GmbH & Co. KG angesetzten Buchwerte der Aktiva und Passiva und wurde im Handelsregister der Gesellschaft am 16. November 2022 eingetragen.

Aufgrund der vorbezeichneten Umstrukturierungsmaßnahme sind die in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung angegebenen Vorjahreswerte der Gesellschaft mit den Werten des Geschäftsjahres 2022 nicht vergleichbar. Zum Zwecke der Herstellung einer Vergleichbarkeit i. S. d. § 265 Abs. 2 HGB sind diesem Anhang in Anlage 3a und 3b die Bilanz zum 31.12.2021 sowie die Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2021 der DP World Germersheim GmbH & Co. KG, Germersheim, beigefügt.

Die Bilanz auf den 31. Dezember 2022 schließt im vollen Umfang an die Vorjahresbilanz auf den 31. Dezember 2021 an.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear und geometrisch-degressiv abgeschrieben. Bei Zugängen im Geschäftsjahr erfolgt eine zeitanteilige Abschreibung. Neuzugänge mit Anschaffungskosten bis zu Euro 800,00 (geringwertige Wirtschaftsgüter) werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben (§6 Abs. 2 EStG).

Die Finanzanlagen sind grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bilanziert.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren Marktpreis oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegendem Wert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit den Nominalwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden - sofern erforderlich - durch Abwertungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalabwertung in Höhe von 1 % auf die nicht einzeln abgewerteten Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert angesetzt.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse enthält gewährte Zuschüsse zur Terminalerweiterung. Die Auflösung erfolgt entsprechend der Abschreibungen der geförderten Positionen des Anlagevermögens und wird in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich nach Maßgabe der Abzinsungsverordnung mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden grundsätzlich gem. § 256a HGB mit dem Tageskurs gebucht und zum Stichtag mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

III. Angaben zu Positionen der Bilanz

In den Forderungen gegen verbundenen Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von Euro 316.227,42 enthalten.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Halbfabrikaten und Waren.

Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften oder ähnlichen Verpflichtungen waren im Geschäftsjahr, wie im Vorjahr, nicht auszuweisen.

IV. Angaben zu Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil für gewährte Investitionszuschüsse in Höhe von TEuro 639 ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen berücksichtigt.

V. Sonstige Angaben

Geschäftsführer der DP World Intermodal waren/sind

Herr Jens Langer, Sersheim Herr Toon Pauwels, Sint-Job-in't-Goor/Belgien (bis 05.08.2022)

Herr Robert Harrison, Brasschaat/Belgien (05.08.2022 bis 17.01.2024)

Herr Dr. Andrija Bilobrk, Mettmann (seit 17.01.2024)

Hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Oberste Konzernmutter ist DP World Limited, Dubai. Sie stellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis an verbundenen Unternehmen auf und veröffentlicht diesen auf ihrer Internetseite.

Wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Miet- und Leasingverträgen für Fahrzeuge und Büroeinrichtung, aus Wartungsverträgen, aus Dienstleistungsvereinbarungen, dem Erbpachtvertrag sowie dem Hafenumschlagsvertrag in Höhe von T-Euro 14.805.

- davon mit einer Restlaufzeit von einem Jahr: T-Euro 2.439

- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem und bis zu fünf Jahren: T-Euro 5.942

- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren: T-Euro 6.424

Im Geschäftsjahr 2022 waren bei der Gesellschaft durchschnittlich 85 Arbeitnehmer beschäftigt, davon 43 Angestellte und 42 Arbeiter.

 

Germersheim, 9. Februar 2024

Gez. Jens Langer, Geschäftsführer

Dr. Andrija Bilobrk, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Entwicklung der Anschaffungskosten

Anschaffungs-/ Herstellungskosten historisch
Euro
Zugänge
Euro
Zugänge aufgrund Verschmelzung
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 151.562,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 0,00 0,00 23.564.112,38
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 93.470,00 18.931.058,95
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 325.827,16 2.213.774,07
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 172.880,75
0,00 419.297,16 44.881.826,15
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 300,00
0,00 419.297,16 45.033.688,71
Umgliederungen/ Abgänge
Euro
Anschaffungs-/ Herstellungskosten am Ende des Geschäftsjahres
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 151.562,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 0,00 23.564.112,38
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 19.024.528,95
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.375,40 2.536.225,83
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.656,50 166.224,25
10.031,90 45.291.091,41
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 0,00 300,00
10.031,90 45.442.953,97

Entwicklung der Abschreibungen

Abschreibungen kumuliert am Endes des Vorjahres
Euro
Abschreibungen des Geschäftsjahres
Euro
Zugänge aufgrund Verschmelzung
Euro
Abschreibungen auf Abgänge
Euro
Abschreibungen kumuliert am Ende des Geschäftsjahres
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 16.889,52 124.818,43 0,00 141.707,95
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 0,00 755.971,96 14.221.431,63 0,00 14.977.403,59
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 633.540,23 13.852.167,92 0,00 14.485.708,15
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 180.441,26 1.712.418,07 654,72 1.892.204,61
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 1.569.953,45 29.786.017,62 654,72 31.355.316,35
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 1.586.842,97 29.910.836,05 654,72 31.497.024,30

Buchwerte

Bilanzwert 31.12.2022
Euro
Zum Vergleich Bilanzwert 31.12.2021
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 9.854,61 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 8.586.708,79 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.538.820,80 0,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 644.021,22 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 166.224,25 0,00
13.935.775,06 0,00
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 300,00 0,00
13.945.929,67 0,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 26.03.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung.

Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

An die DP World Intermodal GmbH, Germersheim:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DP World Intermodal GmbH, Germersheim - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DP World Intermodal GmbH, Germersheim, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, den 9. Februar 2024

WISTA AG
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Gez. Th. Rondot, Wirtschaftsprüfer

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