StandexMeder Electronics GmbH

Friedrich-List-Straße 13, 78234 Engen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 710140
Eingetragen
4.7.2013
Branche
Herstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Handel sowie Entwicklung, Fertigung und Wartung von elektronischen und elektromechanischen Bauteilen, Baugruppen und Anlagen aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ademir Sarcevic
seit 27.11.2019
Geschäftsführer
Ralf Maier
seit 8.2.2017
Geschäftsführer
David Dunbar
seit 13.5.2014
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

StandexMeder Electronics GmbH

Engen (vormals: Singen Hohentwiel)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023

Inhaltsverzeichnis

1. Tätigkeit der Gesellschaft

2. Wirtschaftsbericht

3. Entwicklung der Gesellschaft

4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft

5. Gesamtaussage

6. Forschung und Entwicklung

7. Risikomanagement

8. Prognosebericht

1. Tätigkeit der Gesellschaft

Die Gesellschaft produziert und vertreibt Reedtechnologie. Zu ihrem Produktportfolio gehört ein breites Sortiment an Reedschaltern, Reedrelais, Reedsensoren, Transformatoren und Spulen, die in den verschiedensten Applikationen einsetzbar sind. Der Vertrieb erfolgt sowohl direkt über die Gesellschaft als auch über eigene Vertriebsniederlassungen in Frankreich und China.

Die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Unternehmens sind wesentlich durch die weltweite gesamtwirtschaftliche Lage und die Entwicklung der Absatzmärkte geprägt. Die Absatzmärkte sind ,Transportation", "Industrial Application" sowie Anwendungen in der Haushalts-, Test- Mess- und Sicherheitstechnik.

Durch die Einbindung in die Standex Gruppe ist die geographische Aufstellung und Präsenz der StandexMeder Electronics GmbH erweitert worden. Dies erlaubt es dem Unternehmen, konsequenter die internationalen und lokalen Märkte zu bedienen sowie unterschiedliche konjunkturelle Entwicklungen auszugleichen.

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Lage und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Entwicklung war im Geschäftsjahr 2022/2023 zum ersten Mal seit drei Jahren nicht mehr wesentlich von den Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie geprägt. Auch in China wurde die restriktive Eindämmungspolitik aufgegeben. Die Lieferketten entspannten sich jedoch nur allmählich. Die europäische Wirtschaft leidet weiter unter den Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. Die Wachstumsschwäche in der Eurozone ist vor allem im Vergleich zu den Vereinigten Staaten von Amerika offenkundig. Insbesondere Deutschland blieb hinter den Erwartungen zurück und verzeichnete als einziges G7-Land ein negatives Wachstum im Kalenderjahr 2023. Hingegen zeigen sich die sogenannten ASEAN-Länder und Indien dynamisch. China übertraf nach einem schwachen Kalenderjahr 2022 die Erwartungen und konnte das Wachstum im Kalenderjahr 2023 auf 5,0 % steigern.

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Kalenderjahr 2023 nominal kräftig gestiegen, dieser Effekt liegt allerdings in der Inflation begründet. Preisbereinigt sank das reale Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr um 0,3%.

Die Entwicklung im industriellen Sektor, wo ein Rückgang der Wirtschaftsleistung um 2,0% zu verzeichnen war, trug maßgeblich zu diesem Ergebnis bei. Auch die verarbeitende Industrie, die fast 85 % des industriellen Sektors ausmacht, verzeichnete einen preisbereinigten Rückgang um 0,4 %. Belastend waren für die verarbeitende Industrie vor allem die nach wie vor hohen Energiepreise.

Auch der private Konsum ging im Kalenderjahr 2023 preisbereinigt um 0,8% zurück, was insbesondere auf die gestiegenen Verbraucherpreise zurückzuführen ist. Insbesondere die Ausgaben für langlebige Güter wie Möbel und Haushaltsgeräte reduzierten sich mit -6,2% deutlich.

Branchenentwicklung

Die Elektro- und Digitalindustrie hat sich im schwierigen Umfeld als recht robust erwiesen. Gemäß Angaben des Verbands der Elektro- und Digitalindustrie (vormals: Zentralverbrand der Elektrotechnik und Digitalindustrie) (ZVEI) konnte die reale, preisbereinigte Produktion in 2023 um 1,4% gesteigert werden. Die nominalen Erlöse der Branche lagen mit 238 Mrd. EUR 8% über dem Vorjahr und erreichten damit eine neue Rekordmarke. Zuwächse verzeichneten insbesondere Batterien, elektronische Bauelemente und Energietechnik, während die Produktion von Gebrauchsgütern um 13% unter dem Vorjahresniveau lag.

Während die Unternehmen im Kalenderjahr 2023 noch historisch hohe Auftragsbestände abarbeiten konnten, gingen die Auftragseingänge im Jahresverlauf deutlich zurück. Angesichts des schwierigen konjunkturellen Umfelds rechnet der ZVEI für das Kalenderjahr 2023 mit einer Wachstumsdelle und einem Rückgang der Produktion um 2%.

Insbesondere die inländische Nachfrage zeigt sich nach wie vor schwach, auch die Exporte in den Euroraum liegen unter den Vorjahreswerten. Die Exporte nach Fernost sowie in die USA konnten dagegen leicht zulegen.

3. Entwicklung der Gesellschaft

Die StandexMeder Electronics GmbH realisierte im Geschäftsjahr 2022/2023 ein Umsatzwachstum von Mio. EUR 5,0 auf Mio. EUR 67,1 (Vj.: Mio. EUR 62,1), und lag damit deutlich unter der internen Planung für das Geschäftsjahr 2022/2023 (Mio. EUR 73,7).

Das Ergebnis beträgt Mio. EUR 12,4 vor Ergebnisabführung und stieg im Berichtsjahr um Mio. EUR 4,5 zum Vorjahr. Die Erhöhung resultiert größtenteils aus höheren Beteiligungserträgen (Mio. EUR 4,4). Das Betriebsergebnis (EBIT = Ergebnis vor Gewinnabführung abzgl. Zinsertrag abzgl. Beteiligungsertrag) der Gesellschaft liegt mit Mio. EUR 6,8 im Berichtsjahr auf dem Niveau des Vorjahres (Mio. EUR 6,8), allerdings deutlich unter dem Plan von Mio. EUR 11,0.

Der Umsatz lag im zweiten Halbjahr nur leicht über den Werten der ersten sechs Monaten, die im Budget abgebildeten Wachstumsziele wurden nicht erreicht. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen die konjunkturellen Rahmenbedingungen und die anhaltende Kundenzurückhaltung.

Beschaffungs- und Absatzmarkt

Die Beschaffungssituation hat sich durch die Integration in den Standex-Konzern vor allem in der COVID Krise als stabil erwiesen und zeigt sich auch in den aktuellen Krisen als stabil, da wir einen Großteil unseres Einkaufsvolumen durch den Konzern abdecken können.

Am Beschaffungsmarkt konnten punktuelle Preisreduktionen mit den Lieferanten verhandelt werden. Im Wesentlichen erfolgt der Warenbezug von Konzerngesellschaften in Japan und China.

Der Euro entwickelte sich im Jahresverlauf stärker gegenüber dem US-Dollar und konnte einen Teil der Verluste des Vorjahres wieder aufholen. Auch der japanische Yen tendierte im Jahresverlauf deutlich schwächer gegenüber dem Euro. Beide Effekte hatten eine positive Auswirkung auf die Beschaffungskosten.

Die Transferpreise von Standex Japan konnten im Jahresverlauf weiter reduziert werden, da sich die Preise für Edelmetalle, welche zur Herstellung der Reedschalter benötigt werden, weiter nach unten entwickelten.

In Bezug auf die Absatzmärkte konnte die StandexMeder Electronics GmbH in vielen Bereichen ihre Marktposition durch neu gewonnene Projekte ausbauen. Aufgrund der Heterogenität in den Absatzmärkten ist die StandexMeder Electronics GmbH weniger anfällig für konjunkturelle Branchenzyklen. Ähnlich wie im Vorjahr sind die wichtigsten Absatzmärkte "Transportation" und "Industrial Application". Auf sie entfallen jeweils ungefähr ein Viertel der Umsatzerlöse. Weitere 20% entfallen auf die Bereiche Appliances (Haushaltselektronik), Test- und Messtechnik sowie Sicherheitstechnik.

Auch die geografische Verteilung der Absatzmärkte ist vergleichbar mit dem Vorjahr. Knapp über 40% der Umsatzerlöse entfallen auf Deutschland, mehr als 50% auf das europäische Ausland.

Produktion und Investition

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe Mio. Euro 5,9 (Vorjahr: 3,8) getätigt. Im Wesentlichen entfielen die Investitionen auf den Bau unseres neuen Produktions- und Verwaltungsgebäudes in Engen-Welschingen.

Ende Dezember 2022 erfolgte der Umzug von den bisherigen Geschäftsräumen in Singen an den neuen Standort in Engen-Welschingen, wo im Januar 2023 erfolgreich die Produktion aufgenommen wurde. Im neuen Gebäude stehen 2.300m 2 Bürofläche, 1.800m 2 Produktionsfläche und 1.100m 2 Lager- und Logistikfläche zur Verfügung, zusätzlich bestehen Möglichkeiten für zukünftige Erweiterungen. Die Produktion am zweiten deutschen Standort in Großbreitenbach, Thüringen, wird unabhängig davon unverändert fortgeführt.

Auftragseingang

Der Auftragseingang lag im Geschäftsjahr um Mio. EUR 5 unter unseren Planungen. Eine Ursache liegt darin, dass die Kunden nach Überwindung der COVID Krise bei gleichzeitig schwachem konjunkturellem Umfeld wieder weniger längerfristige Bestellungen platzieren und stattdessen eher kurzfristig disponieren.

Personal- und Sozialbereich

Die Gesamtanzahl der Mitarbeiter hat sich im Vergleich zum Vorjahr von durchschnittlich 230 auf 255 erhöht. Im Geschäftsjahr 2022/2023 waren durchschnittlich 105 Mitarbeiter am Produktionsstandort in Großbreitenbach und 152 Mitarbeiter am Produktionsstandort in Singen bzw. Engen-Welschingen beschäftigt.

4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft

Vermögenslage

Das Anlagevermögen ist insgesamt um Mio. EUR 4,6 gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Investition in unser neues Produktions- und Verwaltungsgebäude in Engen-Welschingen.

Die Vorräte stiegen deutlich um Mio. EUR 6,4. Der Zuwachs ist zu einem großen Teil auf den Aufbau eines strategischen Sicherheitsbestands an Reed Schaltern zurückzuführen. Diese strategische Reserve in Höhe von Mio. EUR 4,2 dient der Minimierung von Versorgungsrisiken, die sich potenziell aus einem Produktionsausfall beim Hersteller der Reedschalter, Standex Japan, ergeben könnten.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen leicht um Mio. EUR 0,4. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen konnten durch konsequentes Debitorenmanagement trotz der Umsatzsteigerung konstant gehalten werden. Der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände resultiert hauptsächlich aus einem Vorsteuererstattungsanspruch im Rahmen verauslagter Einfuhrumsatzsteuer im Zusammenhang mit dem Aufbau des Sicherheitsbestands.

Der Bestand an liquiden Mitteln lag am Bilanzstichtag um Mio. EUR 1,6 höher als zum Vorjahr. Diese Erhöhung ist hauptsächlich durch den Zeitpunkt der Ergebnisabführung an die Organträgerin begründet.

Das Eigenkapital liegt infolge des Ergebnisabführungsvertrags wie im Vorjahr bei Mio. EUR 15,4. Die Investitionen in das neue Gebäude sowie der Aufbau des Sicherheitsbestands sind durch Verbindlichkeiten an die Organträgerin finanziert, welche im Laufe des Geschäftsjahres 2023/2024 in ein langfristiges Darlehen umgewandelt wurden. Die Eigenkapitalquote reduziert sich aufgrund der höheren Bilanzsumme auf 35,5 % (Vj.: 50,7 %).

Die sonstigen Rückstellungen lagen zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2022/2023 um Mio. EUR 0,4 unter dem Wert des Vorjahres. Von der Reduzierung entfallen Mio. EUR 0,3 auf personalbezogene Rückstellungen.

Die Verbindlichkeiten stiegen zum Bilanzstichtag um Mio. EUR 13,4 gegenüber dem Vorjahr. Von dieser Steigerung entfallen Mio. EUR 12,9 auf Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die in erster Linie durch die Gebäudeinvestitionen und den Aufbau einer strategischen Sicherheitsreserve begründet sind.

Finanzlage

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt Mio. EUR 2,8 (Vj.: Mio. EUR 4,3). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus stark gestiegenen Vorräten inklusive der Sicherheitsreserve zum Bilanzstichtag und den damit verbundenen Zahlungsausgängen.

Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit von Mio. EUR -0,2 (Vj.: Mio. EUR -2,6) enthält Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen i. H. v. Mio. EUR -5,8 und Mio. EUR 5,6 an Einzahlungen aus Gewinnausschüttungen von Tochtergesellschaften.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt Mio. EUR -1,0 (Vj.: Mio. EUR -2,4), es wurde eine unterjährige Vorauszahlung für die Ergebnisabführung an die Organträgerin geleistet.

Der Finanzmittelbestand, der ausschließlich liquide Mittel beinhaltet, stieg im Geschäftsjahr 2022/2023 um Mio. EUR 1,6 auf Mio. EUR 4,1.

Der operative Finanzierungsbedarf der Gesellschaft kann aus eigenen Mitteln gedeckt werden. Für die Finanzierung der Investitionen in das neue Gebäude sowie den Sicherheitsbestand im Vorratsvermögen wird auf ein Darlehen des Gesellschafters zurückgegriffen. Dies führt zu einem Rückgang der Liquiditäts-Kennzahlen.

Die Liquidität 1. Grades (Barmittel / kurzfristige Verbindlichkeiten und kurzfristige Rückstellungen) der StandexMeder Electronics GmbH beträgt 14,7 % (Vj.: 16,8 %). Die Liquidität 2. Grades unter Einrechnung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen beträgt 41,7 % (Vj.: 67,1 %). Die Liquiditätssituation ist weiterhin als gut zu bezeichnen. Durch die im folgenden Geschäftsjahr 2023/2024 erfolgte Umwandlung der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber der Organträgerin in ein langfristiges Darlehen i. H. v. Mio. EUR 7,9 verbessern sich die Liquiditäts-Kennzahlen entsprechend.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2023/2022 betrugen Mio. EUR 67,1. Bezogen auf das Vorjahr stiegen die Umsatzerlöse um Mio. EUR 5,0 bzw. 8,1 %.

2022/2023 2021/2022
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse Inland 25.615 38,2 23.444 37,8
Umsatzerlöse EU 30.939 46,1 28.258 45,5
Umsatzerlöse übriges Ausland 10.545 15,7 10.370 16,7
67.099 100,0 62.072 100,0

Die Steigerung der Umsatzerlöse resultiert zu einem großen Teil aus den Bereichen "Transportation" sowie "Test & Measure". Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderung) steigerte sich um Mio. EUR 7,2 bzw. 11,6% auf Mio. EUR 69,7.

Die Materialaufwendungen stiegen um Mio. EUR 4,3 auf Mio. EUR 39,7 infolge einer gestiegenen Gesamtleistung. Die Materialaufwandsquote, bezogen auf die Gesamtleistung blieb mit 57,0% (Vj.: 56,8%) konstant.

Auch die Personalaufwandsquote blieb mit 19,6% (Vj. 19,5%) konstant. Der Personalaufwand stieg aufgrund einer höheren Beschäftigtenzahl sowie der Entgelterhöhung um Mio. EUR 1,5 auf Mio. EUR 13,7.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit Mio. EUR 9,3 (Vj.: Mio. EUR 7,7) um Mio. EUR 1,6 höher als im Vorjahr. Ursächlich hierfür sind eine höhere Management Fee, Aufwand aus Kursdifferenzen, höhere Fremdarbeitskosten sowie Sondereffekte im Zusammenhang mit dem Umzug in das neue Firmengebäude.

Das Finanzergebnis resultiert aus Gewinnausschüttungen der Tochtergesellschaft MEDER electronics Asia Ltd., Hong Kong/China, von Mio. EUR 5,6 (Vj.: Mio. EUR 1,2). Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung für das Geschäftsjahr 2022/2023 betrug Mio. EUR 12,4 nach Mio. EUR 7,9 im Vorjahr und wird aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der Standex International GmbH, Krefeld, vollständig an diese abgeführt.

Darstellung von Kennzahlen

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis (EBIT). Die Gesellschaft setzt ein umfangreiches Steuerungssystem für diese und andere Kennzahlen ein. Dazu gehören ein monatliches Reporting und Besprechungen mit den Bereichsleitern und der Geschäftsführung, in denen die Geschäftslage diskutiert wird.

Die für die Beurteilung der Entwicklung der Gesellschaft relevanten Kennzahlen haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:

2022/2023 2021/2022
Umsatzerlöse TEUR 67.099 62.072
Gesamtleistung TEUR 69.739 62.489
Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung TEUR 12.404 7.932
Betriebsergebnis (EBIT) TEUR 6.835 6.757
Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) TEUR 8.066 7.854
Umsatzrentabilität % 18,5 12,8
Eigenkapitalrentabilität % 80,5 51,5
Gesamtkapitalrentabilität % 28,6 26,1

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Neben finanziellen Kennzahlen beobachten wir auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren, insbesondere in den Bereichen Arbeitssicherheit (Unfallhäufigkeit), Produktion (Produktivität), Qualität (Fehlerquoten) und Vertrieb (Lieferantenbeurteilung, Servicereklamationen), ohne diese jedoch konkret für die Steuerung der Gesellschaft einzusetzen. Hieraus werden laufend Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung abgeleitet.

5. Gesamtaussage

Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als zufriedenstellend.

Die mittel- bis langfristigen Auswirkungen des Ukraine Krieges auf das Unternehmen sind aufgrund der sehr dynamischen Lage und hohen Unsicherheit schwer prognostizierbar. Über die damit verbundenen allgemeinen weltwirtschaftlichen Risiken hinaus sieht die Geschäftsleitung keine spezifischen entwicklungsbeeinträchtigenden Tatsachen für die Gesellschaft. Die aktuelle Lage wird jedoch fortlaufend beobachtet, analysiert und bewertet sowie notwendige Maßnahmenpläne erstellt und entsprechend umgesetzt.

6. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft führt nahezu ausschließlich auftrags- bzw. projektbezogene Entwicklungstätigkeiten durch. Der Entwicklungsaufwand im Berichtsjahr betrug Mio. EUR 0,6 und wurde im Wesentlichen durch den Personalwand von 6,8 FTE bestimmt.

7. Risikomanagement

Die Gesellschaft verfügt über ein detailliertes monatliches Berichtswesen und führt im Rahmen der Berichterstattung monatliche Analysen unter Einbeziehung und mit Beratung der Konzernobergesellschaft durch. In der Organisation bestehen klare Verfahrensanweisungen und Richtlinien einschließlich eines internen Informations- und Kontrollsystems, um Risiken im Unternehmen systematisch zu erkennen, zu bewerten und ihnen angemessen zu begegnen.

Absatz- und Beschaffungsrisiken

Die Haupteinsatzkomponenten für unsere Produkte (Reedkontakte) sind teilweisen Marktpreisschwankungen aufgrund von Währungskursen unterworfen. Kostensteigerungen können nur bedingt und mit Verzögerung an den Markt weitergegeben werden. Im Berichtszeitraum wurden keine Währungs- oder Rohstoffabsicherungsgeschäfte getätigt. Die Entwicklung des USD sowie des japanischen Yen beeinflussten die Beschaffungspreise im Berichtsjahr positiv.

Das Unternehmen verfolgt ein konsequentes Lieferantenmanagement zur Sicherstellung der Verfügbarkeit der benötigten Materialien sowie zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Bei versorgungskritischen Rohmaterialien bestehen langjährige Lieferantenbeziehungen sowie längerfristige Lieferverträge.

Liquiditätsrisiken

Das Delkredererisiko wird gesteuert und überwacht durch ein aktives Debitorenmanagement sowie ein Kreditvergabe- und Kreditüberwachungssystem und Bonitätsanalysen. Die Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden dabei miterfasst. Risiken aus Kursschwankungen bei Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und absorbiert, es werden keine Kursabsicherungsgeschäfte getätigt. Devisentermingeschäfte oder Devisenoptionen bestehen nicht.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt überwiegend durch eigene Mittel. Für die Finanzierung des Neubaus sowie der strategischen Sicherheitsreserve im Vorratsvermögen wird auf ein Darlehen des Gesellschafters zurückgegriffen.

IT-Risiken

Die Cyberkriminalität wird immer professioneller. Es stehen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen mehr und mehr im Mittelpunkt. Schadsoftware ("Ransomware") ist und bleibt die größte Bedrohung. Der Fortschritt in der künstlichen Intelligenz sorgt zusätzlich für neue Risiken - aber auch Chancen.

Der wichtigste Faktor bei Cyberattacken ist nach wie vor der Mensch. Neben technischen Lösungen wie Spamfilter, Virenscanner & Firewalls, ist daher insbesondere das Training der Mitarbeiter essenziell. Die Standex Gruppe setzt verstärkt auf Schulungsplattformen, auf denen die Mitarbeiter entsprechend ihren Zugängen und Berechtigungen regelmäßig Schulungen absolvieren müssen. Zusätzlich werden Phishing Tests durchgeführt und ausgewertet.

Sonstige Risiken

Risiken aus Elementarschäden sind über betriebliche Sach- und Betriebsunterbrechungsversicherungen ausreichend abgedeckt.

Vor diesem Hintergrund lassen sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine bestandsgefährdenden oder die Entwicklung wesentlich beeinträchtigenden Risiken identifizieren.

Chancen

Die Integration in den Standex Konzern ist inzwischen erfolgreich vollzogen und wird weiterhin intensiviert. Insbesondere die Fokussierung auf einzelne Branchen wird die zukünftige Entwicklung nachhaltig positiv beeinflussen. Strategisches Ziel ist es Synergien im Konzern zu heben - z.B. durch Erweiterung des Produktportfolios, Optimierung des Produktionsprogrammes, gemeinsame Marketingmaßnahmen, konzernübergreifend genutzte Ressourcen (ERP-System, etc.).

Die derzeit wichtigste strategische Entwicklung ist die Zusammenlegung der beiden Produktionsstandorte für den Bereich ,Transportation' zur Generierung von Synergie- und Skaleneffekten.

Der im Januar 2023 bezogene Neubau des Produktions- und Verwaltungsgebäudes bietet hierfür die benötigten Kapazitäten und bietet Raum für zukünftiges Wachstum.

8. Prognosebericht

Die StandexMeder Electronics GmbH rechnet für das Geschäftsjahr 2023/2024 auf Basis des vorläufigen Jahresabschlusses mit einem Umsatz von rund Mio. EUR 63 und einem EBIT von rund Mio. EUR 7.

Die Erwartungen der Branche für das Geschäftsjahr 2024/2025 sind uneinheitlich und stark vom unsicheren weltpolitischen Umfeld geprägt. Um trotz des schwierigen Marktumfelds die Voraussetzungen für weiteres Wachstum zu schaffen, investiert die Gesellschaft in neue Technologien und Absatzmärkte. Gleichzeitig verstärkt Standex seine Investitionen in die Verbesserung von Strukturen und Verschlankung von Prozessen. Hierzu wurden in den vergangenen Monaten verschiedene Initiativen wie Lean Management Trainings gestartet.

Die Gesellschaft plant für das Geschäftsjahr 2024/2025 mit Umsatzerlösen von rund Mio. EUR 66 und einem EBIT ungefähr auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2023/2024.

Die Vertriebstochter Standex Meder Electronics S.A.R.L. in Frankreich wird personell verstärkt und führt ihre Geschäftstätigkeit wie im Vorjahr in den neuen Geschäftsräumen weiter. Das Geschäftsjahr 2023/2024 konnte mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen werden.

Die MEDER electronic Asia Ltd. als Holding in Hong Kong plant für das Geschäftsjahr 2023/2024 ein positives Ergebnis.

 

Engen, den 9. September 2024

StandexMeder Electronics GmbH

Ralf Maier

Rainer Hombeck

Ademir Sarcevic

David Dunbar

Bilanz zum 30. Juni 2023

Aktiva

30.06.2023 30.06.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 384.356,00 567.445,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.572.937,17 1.584.326,17
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.419.053,00 3.202.583,66
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 885.238,00 352.169,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 89.868,23 5.069.845,19
14.967.096,40 10.208.924,02
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 305.794,91 305.794,91
15.657.247,31 11.082.163,93
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.225.417,85 3.758.261,32
2. Unfertige Erzeugnisse 800.705,55 849.950,69
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 7.677.380,60 3.674.032,74
4. Geleistete Anzahlungen 1.272,16 29.971,02
14.704.776,16 8.312.215,77
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.953.989,15 6.890.531,04
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 609.885,47 643.068,02
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.130.591,92 774.885,63
8.694.466,54 8.308.484,69
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.096.883,94 2.520.041,07
27.496.126,64 19.140.741,53
C. Rechnungsabgrenzungsposten 196.050,27 160.140,40
43.349.424,22 30.383.045,86

Passiva

30.06.2023 30.06.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.858.100,00 1.858.100,00
II. Kapitalrücklage 4.027.694,67 4.027.694,67
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 3.655.345,17 3.655.345,17
IV. Gewinnvortrag 5.866.567,07 5.866.567,07
15.407.706,91 15.407.706,91
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 2.104.371,42 2.544.544,48
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 81.800,42 216.688,19
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.990.990,13 2.355.937,81
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 22.592.948,63 9.645.271,58
4. Sonstige Verbindlichkeiten 171.606,71 212.896,89
(davon aus Steuern: EUR 133.743,66; Vorjahr EUR 171.914,98)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 7.113,07; Vorjahr EUR 24.502,19)
25.837.345,89 12.430.794,47
43.349.424,22 30.383.045,86

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023

01.07.2022 - 30.06.2023 01.07.2021 - 30.06.2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 67.099.116,19 62.072.186,56
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.627.001,06 417.051,26
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 13.147,88 0,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.047.263,64 744.806,50
(davon aus der Währungsumrechnung: EUR 717.447,92; Vorjahr EUR 672.527,49)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 39.612.914,11 35.239.982,71
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 117.470,45 238.903,66
39.730.384,56 35.478.886,37
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 11.680.906,98 10.433.400,41
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.991.661,33 1.730.176,63
(davon für Altersversorgung: EUR 37.844,33; Vorjahr EUR 39.788,51)
13.672.568,31 12.163.577,04
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.231.184,41 1.097.094,77
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.313.225,13 7.733.166,41
(davon aus der Währungsumrechnung: EUR 853.139,34; Vorjahr EUR 789.990,84)
9. Erträge aus Beteiligungen 5.567.657,38 1.174.657,86
(davon von verbundenen Unternehmen EUR 5.567.657,38; Vorjahr EUR 1.174.657,86)
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.341,00 0,00
11. Ergebnis vor sonstigen Steuern und vor Gewinnabführung 12.408.164,74 7.935.977,59
12. Sonstige Steuern 4.057,39 3.939,64
13. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn 12.404.107,35 7.932.037,95
14. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der StandexMeder Electronics GmbH mit Sitz in Engen (vormals: Singen), eingetragen im HRB 710140 Amtsgericht Freiburg, wird nach den handelsrechtlichen Vorschriften gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB und den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft erfüllt die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 i.V.m. § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach dem Schema des § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf die vorhergehenden Jahresabschlüsse angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden beibehalten.

I. Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgen hierbei nach der linearen Methode entsprechend der zu erwartenden betrieblichen Nutzungsdauer.

Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. In die Herstellungskosten werden Einzelkosten, angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen.

Die Abschreibungen erfolgen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode.

Die folgenden Nutzungsdauern werden unterstellt:

Immaterielle Vermögensgegenstände 3 bis 5 Jahre
Gebäude 25 bis 33 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 15 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre

Geringwertige Anlagegüter (GWG) mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 werden vollständig im Jahr der Anschaffung abgeschrieben, der Abgang wird nach fünf Jahren erfasst. Geringwertige Anlagegegenstände bis EUR 250,00 werden im Jahr der Anschaffung als Aufwand erfasst.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Sofern die nach vorstehenden Grundsätzen ermittelten Werte von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen gem. § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB auf den am Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die in den Vorjahren vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen werden rückgängig gemacht, falls die Gründe hierfür nicht mehr bestehen (Wertaufholung). Bei Finanzanlagen werden außerplanmäßige Abschreibungen nur bei dauerhafter Wertminderung vorgenommen.

II. Umlaufvermögen

Das Vorratsvermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Soweit erforderlich erfolgen Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 4 HGB (Niederstwertprinzip).

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit dem gleitenden Durchschnittspreis bewertet. Wertberichtigungen wegen gesunkener Wiederbeschaffungskosten, Lagerrisiken oder sonstiger Wertminderungen werden vorgenommen.

Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten nach § 255 Abs. 2 HGB aktiviert und bewertet. In die Herstellungskosten werden Einzelkosten, angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Wahlrechte zur Einbeziehung von weiteren Gemeinkosten werden nicht ausgeübt. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten mit einbezogen.

Für Bestandsrisiken werden Bewertungsabschläge basierend auf einer Reichweitenermittlung vorgenommen (Excess und Obsolete). Die Ermittlung der Reichweitenabschläge für Überbestände (Excess) und die Ermittlung der Reichweitenabschläge für Vorratsbestände, denen kein Bedarf gegenübersteht (Obsolete), wurde unverändert zum Vorjahr beibehalten. Die Bewertungsroutine erfolgt entsprechend der Konzernrichtlinie. Die Bewertung erfolgt unter Beachtung der Grundsätze der absatzmarktorientierten verlustfreien Bewertung. Soweit erforderlich, erfolgen Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag.

Die Bewertung der Forderungen, der sonstigen Vermögensgegenstände sowie flüssigen Mittel erfolgt zum Nennwert. Dabei werden bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zur Abdeckung des Delkredererisikos Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gebildet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

III. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

IV. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Jahre verwendet, wie diese von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben werden.

Die Garantierückstellung berücksichtigt Verpflichtungen aus Einzelsachverhalten sowie eine Pauschalrückstellung für voraussichtliche Inanspruchnahmen auf der Basis der innerhalb von zwölf Monaten tatsächlich angefallenen Garantiekosten.

V. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

VI. Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Tageschlusskurs des Vormonats bewertet. Zahlungsein- und -ausgänge werden zum Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Alle Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden am Jahresende mit dem tagesaktuellen Devisenkassamittelkurs bei Buchung bzw. am Jahresende entsprechend dem Niederstwertprinzip (Forderungen) bzw. Höchstwertprinzip (Verbindlichkeiten) mit dem ungünstigeren Devisenkassamittelkurs bewertet.

VII. Latente Steuern

Latente Steuern werden grundsätzlich für temporäre und quasi-permanente Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihre steuerlichen Wertansätzen unter Einbeziehung von steuerlichen Verlustvorträgen ermittelt. Da es sich bei der Gesellschaft um eine Organgesellschaft der Standex International GmbH, Krefeld, handelt, sind die latenten Steuern der Gesellschaft beim Organträger berücksichtigt worden.

C. Angaben zur Bilanz

I. Angaben zur Aktivseite

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und der Abschreibungen auf das Anlagevermögen ist im Anlagespiegel in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB:

Anteil am Kapital
Name und Sitz der Gesellschaft (nominal) in % Bilanzstichtag Eigenkapital Jahresergebnis
Anteile an verbunden Unternehmen
MEDER electronic Asia Ltd., Hongkong/China USD 1 400.128 100 30.06.2023 5.136.807 USD 5.753.827 USD
STANDEX MEDER ELECTRONICS S.A.R.L., Villejust, Courtaboeuf Cedex/Frankreich EUR 25.000 100 31.12.2023 72.733 EUR 12.410 EUR
Mittelbar gehaltene Anteile
Standex-Meder Electronic Co. Ltd., Shanghai/China CNY 2 7.417.506 100 31.12.2022 179.749.566 CNY 77.842.157 CNY

1 Umrechnungskurs zum Bilanzstichtag 30.06.2023: 1 EUR = 1,0914 USD
2 Umrechnungskurs zum Bilanzstichtag 30.06.2023: 1 EUR = 7,9145 CNY

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind den nachfolgenden Posten zuzurechnen (Mitzugehörigkeit gemäß § 265 Abs. 3 HGB):

30.06.2023 30.06.2022
Davon TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 610 643

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

II. Angaben zur Passivseite

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 1.858. Die Kapitalrücklage von TEUR 4.028, die Gewinnrücklage von TEUR 3.655 sowie der vororganschaftliche Gewinnvortrag von TEUR 5.867 verbleiben zum Vorjahr unverändert.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten:

30.06.2023 30.06.2022
TEUR TEUR
Rückstellungen für Tantiemen, Gratifikationen, Resturlaub und Überstunden 1.269 1.617
Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen 284 400
Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten 113 67
Rückstellung für Aufbewahrungsverpflichtungen 26 26
Übrige sonstige Rückstellungen 412 435
2.104 2.545

Verbindlichkeiten

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aufgrund von Lieferungen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Halbfabrikaten bestehen zu deren Besicherung die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten mit TEUR 19.336 (Vj.: TEUR 7.932) sonstige Verbindlichkeiten und mit TEUR 3.257 (Vj.: TEUR 1.713) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen gegenüber der Gesellschafterin, Standex International GmbH, resultieren aus dem Ergebnisabführungsvertrag und setzen sich aus dem Geschäftsjahr 2021/22 (TEUR 7.932) sowie dem Geschäftsjahr 2022/23 (TEUR 11.404) zusammen. Es wurde eine Vorauszahlung von TEUR 1.000 auf die gesamte Verbindlichkeit aus der Ergebnisabführung 2022/23 von TEUR 12.404 geleistet.

Alle Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus der Nutzung von fremden Gegenständen aufgrund von Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen, die dem Sachanlagevermögen zuzuordnen wären, sowie aus sonstigen Dienstleistungen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB) in nachfolgender Höhe:

TEUR
Restlaufzeit < 1 Jahr 651
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre 1.107
Restlaufzeit > 5 Jahre 1.339
Gesamt 3.097

Der Abschluss von Miet- und Leasingverträgen dient der Reduzierung der Kapitalbindung und verlagert das Verwertungsrisiko auf den Leasinggeber bzw. Vermieter. Derzeit sind keine Risiken aus diesen Geschäften ersichtlich.

Das Bestellobligo beträgt TEUR 8.172 (Vj.: TEUR 21.489), davon TEUR 7.063 (Vj.: TEUR 18.619) gegenüber verbundenen Unternehmen.

Darüber hinaus bestehen keine nicht in der Bilanz enthaltenen angabepflichtigen Geschäfte.

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse untergliedern sich wie folgt:

2022/2023 2021/2022
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse Inland 25.525 38,0 23.444 37,8
Umsatzerlöse EU 31.431 46,8 28.258 45,5
Umsatzerlöse übriges Ausland 10.143 15,2 10.370 16,7
67.099 100,0 62.072 100,0

Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf von Reed Schaltern und Sensoren.

Die sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 1.047 (Vj.: TEUR 745) enthalten periodenfremde Erträge aus Anlagenverkäufen von TEUR 9 (Vj.: TEUR 54).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 9.313 (Vj.: TEUR 7.733) enthalten periodenfremde Aufwendungen, die Buchverluste aus Anlagenabgängen in Höhe von TEUR 0 (Vj.: TEUR 14) betreffen.

E. Sonstige Angaben

I. Angaben zu der Gesellschaft

Die Firma Standex International GmbH, Krefeld, ist alleinige Gesellschafterin der StandexMeder Electronics GmbH. Der Geschäftsführung der StandexMeder Electronics GmbH gehören folgende Mitglieder an:

 

Rainer Hombeck, Ratingen, Diplom-Kaufmann, Geschäftsführer Standex International GmbH

 

Ademir Sarcevic, Salem, New Hampshire/USA, CFO Standex International Corporation

 

John Meeks, Mason, Ohio/ USA, President Standex Electronics (bis 11. Dezember 2023)

 

David Dunbar, Salem, New Hampshire/USA, President und CEO Standex International Corporation

 

Ralf Maier, Allensbach, Geschäftsführer Vertrieb, Deutschland

Die Angabe über die Bezüge der Geschäftsführung wurde entsprechend § 286 Abs. 4 HGB unterlassen, da nur ein Geschäftsführer von der Gesellschaft Bezüge erhält.

II. Angaben zu den Arbeitnehmern

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

01.07.2022 - 30.06.2023 01.07.2021 - 30.06.2022
Angestellte 113 110
Arbeiter 142 120
255 230
Auszubildende 6 6
Gesamt 261 236

III. Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss (größter und zugleich kleinster Konsolidierungskreis) der Standex International Corporation, Salem, New Hampshire/USA, einbezogen. Der nach US-GAAP aufgestellte Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht und hat befreiende Wirkung nach § 292 Abs. 1 Nr. 1 d HGB.

Abweichungen zu den Konsolidierungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach deutschem Recht bestehen insbesondere bei den immateriellen Vermögensgegenständen und latenten Steuern. Dieser Konzernabschluss ist im Internet auf der Seite https://ir.standex.com/annual-reports erhältlich und wird von der Standex International GmbH, Krefeld, im elektronischen Bundesanzeiger in deutscher Sprache offengelegt.

IV. Angaben zu Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Soweit Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen stattgefunden haben, wurden diese zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen.

V. Honorar des Abschlussprüfers

Für das Geschäftsjahr 2022/23 beläuft sich das berechnete Honorar des Abschlussprüfers auf TEUR 65 und bezieht sich ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

VI. Nachtragsbericht

Wir haben die aktuelle Entwicklung im Nahen Osten und weiterhin die Lage in Osteuropa sowie deren eventuellen Auswirkungen auf unsere Gesellschaft im Blick. Zum Aufstellungszeitpunkt ergeben sich für die Gesellschaft keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum 30. Juni 2023.

In Zukunft bestehen weiterhin latente Risiken auf der Beschaffungsseite, vor allem im Hinblick auf die Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise. Ebenfalls latent vorhanden, jedoch wesentlich geringer schätzen wir die Wirkung auf der Absatzseite in den betroffenen Ländern ein.

Am 3. Juli 2023 wurde mit der Muttergesellschaft Standex International GmbH, Krefeld die Umwandlung von Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung in ein langfristiges Darlehen von TEUR 7.932 vereinbart.

Am 11. Dezember 2023 wurde John Meeks als Geschäftsführer abberufen.

Darüber hinaus haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben.

 

Engen, den 9. September 2024

StandexMeder Electronics GmbH

Ralf Maier

Rainer Hombeck

Ademir Sarcevic

David Dunbar

Anlagespiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
1. Juli 2022 Zugänge Umgliederungen Abgänge 30. Juni 2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.521.166,89 51.917,00 -3.400,00 34.445,68 1.535.238,21
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.240.864,58 553.981,42 8.585.532,28 0,00 12.380.378,28
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.664.036,38 262.890,69 514.626,03 7.643,81 8.433.909,29
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.196.342,89 692.933,17 127.764,16 1.716,63 6.015.323,59
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.069.845,19 4.336.763,36 -9.316.740,32 0,00 89.868,23
21.171.089,04 5.846.568,64 -88.817,85 9.360,44 26.919.479,39
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 325.793,91 0,00 0,00 0,00 325.793,91
23.018.049,84 5.898.485,64 -92.217,85 43.806,12 28.780.511,51
Kumulierte Abschreibungen
1. Juli 2022 Zugänge Abgänge Umgliederungen 30. Juni 2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 953.721,89 231.810,00 34.445,68 -204,00 1.150.882,21
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.656.538,41 151.359,85 0,00 -457,15 1.807.441,11
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.461.452,72 560.590,23 7.643,81 457,15 5.014.856,29
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.844.173,89 287.424,33 1.716,63 204,00 5.130.085,59
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
10.962.165,02 999.374,41 9.360,44 204,00 11.952.382,99
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 19.999,00 0,00 0,00 0,00 19.999,00
11.935.885,91 1.231.184,41 43.806,12 0,00 13.123.264,20
Nettobuchwerte
30. Juni 2023 30. Juni 2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 384.356,00 567.445,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.572.937,17 1.584.326,17
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.419.053,00 3.202.583,66
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 885.238,00 352.169,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 89.868,23 5.069.845,19
14.967.096,40 10.208.924,02
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 305.794,91 305.794,91
15.657.247,31 11.082.163,93

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die StandexMeder Electronics GmbH, Engen (vormals: Singen)

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der StandexMeder Electronics GmbH, Engen (vormals: Singen), - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der StandexMeder Electronics GmbH, Engen (vormals: Singen), für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grunds- ätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 28. November 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Birgit Gillar, Wirtschaftsprüferin

Johannes Graf, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

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