Pure Taste Group GmbH & Co KG

49356 Diepholz, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Walsrode HRA 202206
Eingetragen
2.7.2013

Finanzübersicht

Historie

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Management

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Gesellschafter

4 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

3 von 4 angezeigt

Pure Taste Group Verwaltungs- u. Beteiligungs GmbH
Persönlich haftender Gesellschafter
AUWA Holding GmbH
Kommanditist
AC Taste GmbH
Kommanditist

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pure Taste Group GmbH & Co KG

Diepholz

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

I. Grundlagen des Konzerns

Die Pure Taste Group (PTG), Diepholz, ist die operative Muttergesellschaft der Ulrich Walter GmbH, der BiologX GmbH und der Pure Taste Group GmbH & Co. KG (alle mit Sitz in Diepholz) und der Niehoffs Kaffeerösterei GmbH (mit Sitz in Gronau).

Der vorliegende Konzernlagebericht umfasst nach den Regeln der Vollkonsolidierung die oben genannten Unternehmen.

Die PTG ist Herstellerin von Gewürzen, Tee und Kaffee aus biologischem Anbau. Sie ist im deutschen Naturkosthandel Marktführer mit den Sortimenten Kräuter/Gewürze, Tee und Kaffee (Quelle: Biovista, Jan. - Dez. 2022). Die PTG vermarktet ihre Produkte unter der Marke Lebensbaum insbesondere über den Naturkost Fachhandel, aber auch im eigenen Online-Shop. Darüber hinaus produziert sie Produkte für andere Bio-Marken. Die Marke Lebensbaum ist im Bio-Fachhandel seit über 40 Jahren etabliert und wird mittlerweile in mehr als 15 Ländern verkauft. Zum Leistungsangebot durch gehören ebenfalls die gruppeninterne Fertigwarenlogistik und die Lohnröstung von Kaffee in der gruppeneigenen Kaffeerösterei.

II. Wirtschaftsbericht

1. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit ist mittlerweile in allen Bereichen der Gesellschaft etabliert. Zukunftsorientiertes, ethisches und moralisches Handeln wird von der Wirtschaft gefordert und am ehesten durch die Bio-Branche erfüllt.

Bio-Lebensmittel stellen weiterhin ein Geschäftsfeld mit Entwicklungspotenzial dar. Der Gesamtumsatz liegt in Deutschland bei 15,31 Mrd. € (Vorjahr rd. 16 Mrd. €). Der LEH erzielte insgesamt einen Bio-Umsatz von 10,20 Mrd. € und legte damit um 3,2 % zu. Der Umsatzanteil des LEH am gesamten Bio-Markt erreichte 67 %. Eine Verlagerung der Umsätze vom Naturkostfachhandel hin zum LEH einschließlich dem Discount trägt zu dieser Steigerung bei. Der Lebensmittelumsatz im Naturkostfachhandel ist im Jahr 2022 mit -12,3 % rückläufig. Es wurden 3,14 Mrd. € mit einem Marktanteil von 21 % erzielt. Trotz des Rückgangs liegt der Gesamtumsatz noch rund 2 % über jenem von 2019 und damit über dem Niveau vor der Corona Pandemie. In den sonstigen Geschäften, zu denen Bäckereien, Metzgereien, Obst/Gemüse-Fachgeschäfte, Wochenmärkte, Ab-Hof-Verkauf, Abo-Kisten, Versandhandel, Tankstellen und Reformhäuser zählen, kauften die Kunden Bio-Produkte im Wert von 1,97 Mrd. €. Mit diesem Ergebnis erzielten die sonstigen Geschäfte ebenfalls einen Rückgang zum Vorjahr, so der Arbeitskreis Biomarkt auf Basis von Daten der Marktforschungsinstitute GfK, Nielsen, bioVista und der Kommunikationsberatung Klaus Braun (Quelle BRANCHEN REPORT 2023 vom BÖLW).

Diese Entwicklung deckt sich auch mit den Angaben des Bundesverbandes Naturkost Naturwaren (BNN), welcher einen Rückgang des Umsatzes im Naturkost-Großhandel um -9,0 % meldet (vgl. BNN-Marktdatenerhebung "Naturkostgroßhandel" 2022).

Der Rohkaffeemarkt im Jahr 2022 hat die hohe Volatilität des Vorjahres übernommen.

Die pandemie- und wetterbedingten Preisschwankungen der Vorjahre gerieten dabei zunehmend in den Hintergrund. Der Ausbruch des Ukrainekrieges im Februar 2022 brachte und bringt eine hohe Unsicherheit in sämtliche Rohstoffmärkte. Eine stark steigende weltweite Inflation trübte die wirtschaftlichen Aussichten massiv ein. Energie- und Erzeugerpreise stiegen weltweit stark an, was auf das Konsumverhalten insbesondere ab Quartal II 2022 deutlich negative Einflüsse hatte. Bis Jahresmitte verharrten die Rohkaffeepreise bei starker Volatilität auf hohem Niveau.

Trotz deutlich gestiegenem Abgabepreisniveau zeigte sich der deutsche Röstkaffeemarkt nachfrageseitig weitgehend stabil. Der Konsum reagierte jedoch mit einer deutlichen Verschiebung von hochwertigen zu preiswerten Produkten. Diese Entwicklung zeigte sich auch in den Produktsortimenten unserer Kunden. Die aus dieser Marktsituation resultierenden Absatzrückgänge der ersten Quartale konnten wir im letzten Quartal in Teilen wieder aufholen. Aufgrund der globalen wirtschaftlichen Lage blieben Absatz und Umsatz jedoch unter den Erwartungen. Der Wettbewerbsdruck im Röstkaffeesegment insbesondere durch den diskontierenden Handel bleibt nach wie vor hoch.

2. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Der Sachverständigenrat stellt in seinem Sondergutachten zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung dar, dass die Weltwirtschaft, vor allem aber die Wirtschaft in Europa durch den Angriffskrieg Russlands in Europa vor besondere Herausforderungen gestellt wurde. Der Anstieg der Energiepreise sowie die seit Sommer 2022 bestehenden Einschränkungen russischer Erdgaslieferungen führten zu einer Energiekrise, die die bereits im Jahr 2021 erhöhte Inflation zusätzlich förderte.

Die Energiekrise führte zu erheblichen Kaufkraftverlusten, was wiederum die privaten Konsumausgaben deutlich dämpfte. Gleichzeitig belastete sie die Produktion insbesondere in den energieintensiven Industriezweigen. Der Sachverständigenrat erwartet daher für 2022 nur noch ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 1,7 %.

Das Bundeswirtschaftsministerium berichtet im Jahreswirtschaftsbericht 2023, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen, des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine im Jahr 2022 in Deutschland - insbesondere in Form des sogenannten Energiepreisschocks - deutlich zu spüren gewesen sind. Auch bedingt durch die Entlastungspakete der Bundesregierung ist das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands dennoch im vergangenen Jahr preisbereinigt um rund 2,0 % gestiegen (Quelle/ Zitat: BMWI, Jahreswirtschaftsbericht 2023 der Bundesregierung, Januar 2023).

3. Geschäftsverlauf

3.1 Wichtige Ereignisse des Geschäftsjahres

Einfluss der Energiekrise und der Inflation auf das Nachfrageverhalten und die Geschäftstätigkeit

Erfolgreiches Krisenmanagement zur Vermeidung von Produktions- oder Logistik-Unterbrechungen im Betrieb

Umsatzentwicklung aufgrund der "corona-bedingten Sondereffekte" im Jahr 2022 unterhalb des Vorjahresniveaus, jedoch oberhalb der Branchenentwicklung

Weitere Umsetzung des Design-Relaunches der Marke Lebensbaum

3.2 Umsatz- und Auftragsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2022 erzielte die PTG einen Umsatz von rd. 70,9 Mio. €. (-3,5 % zum Vorjahr).

Das Jahr 2022 war geprägt durch die gesamtwirtschaftlichen Folgen der Energiekrise und der hohen Inflation. Die hierdurch bedingten Kaufkraftverluste auf Ebene der privaten Haushalte führten auch bei der PTG zu einem Rückgang der Umsatzerlöse. Die Entwicklung der PTG lag dennoch oberhalb der Entwicklung im gesamten Bio-Lebensmittelmarkt.

Die volatile Nachfrage traf im Jahr 2022 auf eine weiterhin angespannte Beschaffungssituation aufgrund der gestörten Lieferketten.

Im Jahr 2022 konnten wir unseren Kundenstamm weiter ausbauen. Trotz der rückläufigen Umsätze im Biofachhandel konnte die Beziehung zur Stammkundschaft weiter gefestigt werden. Diese Entwicklung hat sich auch für uns positiv in der Geschäftsentwicklung ausgewirkt.

4. Investition

Im Geschäftsjahr 2022 wurden Investitionen in Höhe von 1,2 Mio. € getätigt. Der größte Anteil entfiel dabei auf Maschinen- und Anlageninvestitionen in Höhe von 0,6 Mio. €. Wesentlicher Bestandteil war hier die Investition in eine neue Hochleistungsteeabfüllmaschine.

Darüber hinaus wurden aber auch Investitionen in eine verbesserte IT-Infrastruktur sowie eine verbesserte Betriebsausstattung durchgeführt.

Die Investitionen lagen aufgrund von zeitlichen Verschiebungen insgesamt unterhalb des Vorjahresniveaus.

5. Personal- und Sozialbereich

Unsere Beschäftigten tragen wesentlich zum Erfolg unserer Unternehmensgruppe bei. Ihr Engagement, ihre Motivation und insbesondere die Qualität ihrer Leistungen sind wesentliche Faktoren zur Zukunftssicherung unserer Unternehmen.

Zum Jahresende 2022 beschäftigten wir insgesamt 212 Mitarbeiter*innen einschließlich der Auszubildenden. Der Anteil der weiblichen Beschäftigten betrug 53,3 % und 41 Beschäftigte arbeiteten in unterschiedlichen Teilzeitmodellen.

Gemäß der Zielsetzung, nach Möglichkeit Stellen aus eigenen Reihen zu besetzen, haben wir von fünf Auszubildenden/ Umschüler:innen drei nach der Abschlussprüfung in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen. Nach wie vor ist für die PTG die berufliche Erstausbildung von jungen Menschen von großer Bedeutung. Zum Jahresende 2022 beschäftigten wir 14 Auszubildende in den Ausbildungsberufen zum Industriekaufmann/ -kauffrau, Maschinen- und Anlagenführer*in, Fachkraft für Lebensmitteltechnik und Fachkraft für Lagerlogistik. Um eine qualitativ hochwertige Ausbildung zu gewährleisten, gibt es ein unternehmensinternes Ausbildungskonzept.

31.12.2018 31.12.2019 31.12.2020 31.12.2021 31.12.2022
Angestellte * 101 100 100 108 108
Gewerbliche * 91 94 97 96 90
Summe 192 194 197 204 198
Auszubildende 12 11 11 14 14
Gesamt 204 205 208 218 212
* ohne Aushilfen

6. Umweltschutz und Nachhaltigkeit

Unternehmen sehen sich aktuell mit einer Vielzahl globaler Herausforderungen konfrontiert. Die derzeitigen Ereignisse innerhalb Europas und die damit einhergehende Unsicherheit der Energieversorgung führten mitunter zu deutlichen Preiserhöhungen. Umso wichtiger ist es in Zeiten wie diesen, Nachhaltigkeitsbemühungen weiter entschlossen voranzutreiben und die nicht weniger bedeutsame Klimakrise nicht aus den Augen zu verlieren.

Um unseren eigenen Einfluss auf das Klima positiv zu gestalten, ist der Schwerpunkt unserer aktuellen Nachhaltigkeitsbemühungen die Ausweitung der Klimaneutralität auf die gesamte Wertschöpfungskette bis 2025, nachdem unsere eigenen Produktionsstandorte dieses Ziel bereits erreicht haben. Dabei geht es um Vermeidung und Reduktion unserer Emissionen soweit irgend möglich. Alle Eintragsquellen werden regelmäßig überprüft. Nicht vermeidbare Emissionen werden kompensiert. Dafür wurde eine entsprechende Kompensationsstrategie verabschiedet. Da der Markt der Kompensationszertifikate jedoch sehr dynamisch ist, wird es zukünftig weiterhin verstärkt darum gehen, kontinuierlich weitere Reduktionspotenziale zu identifizieren und auszuschöpfen.

Darüber hinaus haben wir auch im Bereich der Verpackung im vergangenen Jahr unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten Fortschritte erreicht. So wurde die Recyclingfähigkeit der Verpackung unserer losen Tees durch die Umstellung auf Monomaterial deutlich verbessert. Damit sind wir gut vorbereitet auf die sich ändernden rechtlichen Vorgaben zur Materialtrennquote, Recyclingfähigkeit und der öffentlichen Erwartung an die Recyclingfähigkeit.

Seit jeher haben wir den Anspruch, Schrittmacher einer nachhaltigen Wirtschaft zu sein und unsere Wertschöpfungskette im Sinne nachhaltiger Prinzipien zu gestalten. Wir sind überzeugt, dass der ökologische Landbau Voraussetzung für natürliche, hochwertige Lebensmittel ist und gleichzeitig unsere Natur zu erhalten weiß. Nachhaltigkeit ganzheitlich gedacht bedeutet jedoch auch, die soziale Verantwortung gegenüber unseren Anbaupartnern auf der ganzen Welt wahrzunehmen. Schon immer setzen wir daher auf eine langfristige, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten. Unsere Prämisse ist es, unsere Lieferketten zum Wohl von Natur und Mensch auszurichten. Diese Bemühungen kontinuierlich voranzutreiben, ist der explizite Anspruch der Unternehmensgruppe. Doch auch die regulatorischen Anforderungen steigen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang der EU Green Deal aber auch das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz. Auch wenn die Unternehmensgruppe aktuell noch nicht unter die Vorgaben des Gesetzes fällt, nehmen wir unsere Sorgfaltspflichten entlang der Lieferkette sehr ernst. Bestätigt wird uns dies von unabhängiger Stelle durch die "We-Care-Zertifizierung", die wir in 2022 erneut erfolgreich bestanden haben. Durch den "We-Care-Standard" sind wir schon heute gut auf das Gesetz vorbereitet. Dennoch wird es weiterhin darum gehen, unser soziales und ökologisches Engagement auch gegenüber Konsumenten sichtbar zu machen. Aus diesem Grund haben wir das "We-Care-Siegel" im vergangenen Jahr auch auf den Verpackungen zahlreicher Produkte platziert. Dadurch ermöglichen wir es Konsumenten, nachhaltige Kaufentscheidungen zu treffen. Zukünftig soll das Siegel auf all unseren Produkten zu sehen sein.

Unser Verständnis von Transparenz endet damit jedoch nicht. Vielmehr ist es eine ebenso verlässliche wie überzeugende Berichterstattung, die zu einem vertrauensvollen Dialog mit unseren Stakeholdern beiträgt. Für genau diese Transparenz wurde unser Nachhaltigkeitsbericht 2019 Anfang 2022 vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung und der Unternehmensvereinigung Future ausgezeichnet. Zum zweiten Mal in Folge belegt unser Nachhaltigkeitsbericht in der Kategorie kleine und mittlere Unternehmen Platz 2 im Ranking. Unseren aktuellen Nachhaltigkeitsbericht sowie die EMAS Umwelterklärung veröffentlichen wir seit letztem Jahr digital. Dies erlaubt uns im Sinne der Aktualität eine jährliche Überarbeitung, statt wie bisher im 3-Jahres-Rhythmus.

Im Ecovadis Nachhaltigkeitsrating hat die Pure Taste Group in diesem Jahr die Gold-Medaille erhalten.

Ein wesentlicher Faktor für unsere Nachhaltigkeitsbemühungen sind qualifizierte und motivierte Mitarbeiter:innen. Durch Aus- und Weiterbildung sowie interne Schulungen werden Fachkompetenz und das Nachhaltigkeitsbewusstsein weiter geschärft. Damit gewährleisten wir zusammen mit unseren Qualitäts-, Bio- und Umweltmanagementzertifizierungen auf Dauer die kontinuierliche Verbesserung unserer Systeme.

III. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

1. Ertragslage und finanzielle Leistungsindikatoren

Die finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen die Gruppe gesteuert wird, sind die Umsatzentwicklung, die Entwicklung der Materialeinsatzquote und das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Abschreibung und Steuern). Das EBITDA hat das Jahresergebnis als finanziellen Leistungsindikator ersetzt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 verzeichnete die PTG mit einem Gesamtumsatz von T€ 70.899 (VJ: T€ 73.392) einen leichten Umsatzrückgang (-3,5 %) gegenüber dem Vorjahr.

Die Materialeinsatzquote (Materialeinsatz / Gesamtleistung) lag mit 60,8% oberhalb des Vorjahresniveaus von rd. 57,0 %.

Der absolute Rohertrag verminderte sich aufgrund der rückläufigen Rohertragsquote überproportional im Verhältnis zum Umsatz (-9,8 %).

Die Personalaufwendungen lagen erwartungsgemäß über dem Vorjahresniveau während die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit -0,8% leicht rückläufig waren.

Das EBITDA erreichte mit T€ 6.805 (Vorjahr T€ 10.050) aufgrund der Umsatz- und Aufwandsentwicklung nicht das Vorjahresniveau.

2. Vermögens- und Finanzlage

Das Gesamtvermögen lag mit T€ 44.222 im Jahr 2022 auf dem Niveau des Vorjahres (T€ 43.543).

Das Vermögen an immateriellen Vermögensgegenständen reduzierte sich leicht um - T€ 62. Ursächlich hierfür war insbesondere die Abschreibungen von Software. Der Wert des Sachanlagevermögens verminderte sich im Vorjahresvergleich um T€ 382. Dies ist im Wesentlichen auf den Rückgang bei den Anzahlungen zurückzuführen.

In Summe ergab sich somit eine Reduzierung des Anlagevermögens um - T€ 444.

Das Umlaufvermögen verzeichnete einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr (+ T€ 1.165).

Der Aufbau der Bestände von Roh-Hilfs- und Betriebsstoffen und fertigen Erzeugnissen sowie Waren führte zum Anstieg der Vorräte insgesamt (+ T€ 1.774).

Im Bereich der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich die Forderungen gegenüber Gesellschaftern (- T€ 1.893) während sich die Guthaben bei Kreditinstituten (+ T€ 1.479) erhöhten.

Während das Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr mit T€ 19.956 nahezu unverändert war, erhöhte sich der Gesamtwert für Rückstellungen und Verbindlichkeiten.

Der Wert der Rückstellungen reduzierte sich um - T€ 2.134. Der Rückgang war durch eine Verminderung der sonstigen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen bedingt.

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich insgesamt um + T€ 2.822, wobei sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Zuge von Kreditaufnahmen und planmäßigen Darlehenstilgungen im Saldo um + T€ 3.033 erhöhten.

Im Gegenzug verminderten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um - T€ 1.036

Die sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich leicht um - T€ 155.

Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens ist weiterhin durch uneingeschränkte Bereitstellung der Kreditlinien bei den Hausbanken zu jeder Zeit gewährleistet.

Von den bestehenden Kreditlinien in Höhe von rd. Mio. € 27,9 sind zum Jahresende 2022 Mio. € 9,9 nicht in Anspruch genommen worden.

Die EK Quote ist mit rund 45% konstant zum Vorjahr.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag um - T€ 6.031 unter dem Vorjahr. Der Rückgang ist auf das im Vorjahresvergleich geringere Jahresergebnis sowie den Aufbau des Vorratsvermögens zurückzuführen. Darüber hinaus wurden die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückgeführt und sonstige Rückstellungen abgebaut.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag mit T€ 1.170 konstant im Vergleich zum Vorjahr. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug T€ 1.758 (Vorjahr T€ -8.561). Die Entwicklung ist auf die im Vorjahresvergleich geringeren Ausschüttungen an Gesellschafter sowie die Aufnahme von Finanzkrediten zurückzuführen.

Der Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres erhöhte sich um T€ 1.527 auf T€ 2.779.

3. Zusammenfassende Beurteilung von Geschäftsverlauf und Lage

Die Geschäftsleitung ist mit der geschäftlichen Entwicklung der PTG im Geschäftsjahr 2022 zufrieden.

Trotz einer herausfordernden Situation sowohl auf der Absatz- als auch der Beschaffungsseite und den Auswirkungen der Energiekrise und der Inflation, konnte das Geschäft im Jahr 2022 stabilisiert werden. Die vorbezeichneten Effekte führten jedoch dazu, dass das im Vorjahr prognostizierte Umsatzwachstum nicht erreicht werden konnte.

Die Materialeinsatzquote stieg - entsprechend der Prognose - im Vorjahresvergleich.

Die angestrebte Weiterentwicklung des Lieferkettenmanagements konnte umgesetzt werden.

Das EBITDA liegt - insbesondere aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen im Geschäftsjahr 2022 - insgesamt unterhalb der Prognose.

4. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Ein Reporting über nichtfinanzielle Leistungsindikartoren erfolgt ab 2022 jährlich über den Nachhaltigkeitsbericht, der eine Umwelterklärung gemäß EMAS einschließlich Umweltleistungsindikatoren beinhaltet, dem Sustainability Reporting Standard der Global Reporting Initiative (GRI) entspricht und auf die Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen Bezug nimmt. Im Jahr 2022 wurde unser Nachhaltigkeitsbericht gemäß GRI-Vorgaben von der unabhängigen Zertifizierungsgesellschaft GUTcert geprüft.

Im Supply-Chain Management wird im Sinne eines nachhaltigen Einkaufs und mit Blick auf das strategische Ziel der langfristigen Minimierung von Beschaffungsrisiken auf die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards in der Lieferkette Wert gelegt. Als Kernindikator wird zu diesem Zweck ermittelt, für welchen Anteil der beschafften Rohwaren über die Biozertifizierung hinaus Nachweise vorliegen, dass insbesondere Lieferanten ohne gesetzliche Regulierung weiterführende Umwelt- und Sozialstandards einhalten.

Die aktuellen Ergebnisse sind in unserem Nachhaltigkeitsbericht nachhaltigkeit.lebensbaum.de dargestellt.

Ein weiterer wesentlicher Indikator sind die mit der Geschäftstätigkeit der Gruppe verbundenen CO 2 -Emissionen. Bisher waren die eigene Geschäftstätigkeit bezogen auf die Emissionen der Scopes 1 und 2 klimaneutral. Unternehmensziel ist es, die Klimaneutralität in den kommenden Jahren auf die komplette Wertschöpfungskette auszuweiten. Wir wollen das Ziel Klimaneutral bis 2025 durch eine konsequente Reduktionsstrategie und eine Kompensationsstrategie für nicht vermeidbare Emissionen erreichen. Zur Vorbereitung wurden im Jahr 2020 die Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette bis hin zur Entsorgung beim Kunden erfasst. Das Jahr 2020 dient als Grundlage und Basisjahr für die Folgejahre, um Fortschritte in der Reduktion zu ermitteln. Im Jahr 2021 wurden weitere Emissionswerte in der Wertschöpfungskette ermittelt insbesondere Daten zu unseren Rohwaren und Verpackungsmitteln. Die Datenbank zu diesen Werten wird kontinuierlich ausgebaut mit dem Ziel, generische Daten wo es geht zu reduzieren. Auf dieser Basis wurde im Jahr 2022 eine Klimabilanz erstellt. Diese soll nun folgend durch eine unabhängige Stelle zertifiziert werden.

Über den aktuellen Stand des Ziels Klimaneutral 2025 berichten wir in unserem Nachhaltigkeitsbericht nachhaltigkeit.lebensbaum.de.

IV. Chancen und Risikobericht

1. Risikobericht

Die PTG hat Kontroll- und Steuerungssysteme installiert, die die Geschäfte und die damit verbundenen Risiken messen, bewerten und steuern. Das Management wird über das monatliche Berichtswesen über Abweichungen der tatsächlichen von der geplanten geschäftlichen Entwicklung informiert und kann zeitnah Risiken, die den Erfolg des Unternehmens gefährden, identifizieren.

1.1 Risiken im Zusammenhang mit dem Bezug von Rohwaren

Die Verfügbarkeit von Rohwaren, die unsere hohen Anforderungen an Qualität, Bio- und Sozialstandards erfüllen, stellt eine dauerhafte Herausforderung dar, der wir uns permanent stellen

Unsere Strategie der partnerschaftlichen Kooperation mit Lieferanten im Ursprung hilft dabei, Anforderungen direkt vor Ort abzustimmen und Lieferfähigkeiten rechtzeitig sicherzustellen.

Bestehenden Risiken durch Nichtverfügbarkeit von Rohwaren (hervorgerufen z.B. durch Ernteausfälle), wird mit langjährigen verbindlichen Handelspartnerschaften mit Lieferanten in der ganzen Welt begegnet. Um das Risiko einzelner Lieferausfälle auszugleichen, verfolgen wir entsprechende "Mehrlieferantenstrategien".

1.2 Branchenrisiken

Der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln in Deutschland lag in 2022 bei 15,31 Mrd. €. Das Wachstum entfiel überwiegend auf den LEH, in dem Discounter und Vollsortimenter ihr Bio-Sortiment erneut ausgebaut haben (Quelle: BRANCHEN REPORT 2023 vom BÖLW). Durch die Omnipräsenz von Bio kommt es zu einem stärkeren Wettbewerb der Bio Anbieter untereinander. Kleinere Bio Startups versuchen eine begehrte Listung im LEH zu erhalten.

In diesem Wettbewerbsumfeld zeichnet sich die Marke Lebensbaum durch Kontinuität aus. Die Marke wird schwerpunktmäßig im Fachhandel vertrieben. Hohe Produktqualität verbunden mit starker Nachhaltigkeit sind wesentliche Kernwerte, die Konsumenten zu schätzen wissen.

Eine klare Positionierung wird in dem schnellen Biomarkt zunehmend zum strategischen Wettbewerbsfaktor.

1.3 Qualitätsrisiken

Unsere Lebensbaum Produkte werden nur mit Bio-Rohstoffen hergestellt. In der Produktentwicklung ist das Pur-Prinzip der Maßstab, denn Lebensbaum-Produkte sind von besonderer Reinheit und geschmacklicher Feinheit. Sie enthalten weder künstliche Aromazusätze noch Zusatzstoffe oder Geschmacksverstärker. Nachhaltiger Genuss in feinster Bio-Qualität ist Lebensbaum Markenkompetenz.

Zur Wahrung unseres hohen Standards entwickeln wir unser Qualitätsmanagementsystem stetig weiter. Zur Sicherstellung der Rohstoffversorgung werden neben langfristigen Partnerschaften auch immer Kontrakte mit vertrauenswürdigen Produzenten benötigt. Nur durch transparente Kommunikation in der Lieferkette sind wir in der Lage Risiken zu erkennen, zu bewerten und rechtzeitig gegenzusteuern. Auch vor dem Hintergrund der aktuellen Mehrfach-Krisen mit schwierigen Transportketten und herausfordernden Ernteprozessen hat sich das Qualitätsmanagementsystem als sehr robust erwiesen.

Zum 01.01.2022 ist die Verordnung zur Herstellung und Kennzeichnung biologisch erzeugter Lebensmittel (EU VO 2018/848; kurz Bio-VO) endgültig in Kraft getreten. Damit einher gingen Änderungen in Zuständigkeiten und Kompetenzen in den Behörden und Verwaltungen, die anfangs mit unklaren Abläufen und Entscheidungen verbunden waren. Inzwischen haben sich die Strukturen herausgebildet und die Systeme sind wieder gefestigt. So können wir auch in Zukunft höchste Bio-Qualität für unsere Kunden gewährleisten.

Die EU hat ihre Strategien im sogenannten "Green-Deal" zusammengefasst. Chancen sehen wir in dem Ziel, den Anteil an Bio Produkten in der EU auf 25% anzuheben und den Pflanzenschutzmitteleinsatz in der konventionellen Landwirtschaft zu reduzieren. Eine steigende Nachfrage nach Bio Produkten kann nur mit steigenden Bio Anbauflächen gedeckt werden. Hier kommen uns unsere bestehenden Lieferantenpartnerschaften zugute, um auf zuverlässige Beschaffungsquellen zugreifen zu können. Durch die Förderung von regionalem Bio-Anbau können für uns zudem regionale Beschaffungsquellen zur Ergänzung des bestehenden Portfolios entstehen. Aber auch in dem EU-Ziel zur nachhaltigen Ernährung sehen wir Chancen für unser Produktsortiment.

Die PTG begegnet den Veränderungen und Entwicklungen nach wie vor mit einem Höchstmaß an Qualitätssicherung, sofortiger Recherche und offener Kommunikation.

1.4 Finanzielle Risiken

Den bestehenden Zinsänderungsrisiken wird durch eine kontinuierliche Marktbeobachtung begegnet. Währungsrisiken bestehen insbesondere bezüglich der Einkäufe von Rohkaffee in US-Dollar. Den Währungsrisiken wird teilweise durch entsprechende Kurssicherungsgeschäfte begegnet. Für Finanzinstrumente wird ein niedriges Risikoniveau angestrebt.

1.5 Personelle Risiken

Die Pandemie stellte uns auch im Jahr 2022 vor Herausforderungen. Im Rahmen unserer regelmäßigen Krisenteammeetings wurden Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit der Mitarbeitenden verabschiedet. Unser Betrieb konnte auch im Jahr 2022 ohne Beeinträchtigungen die Produktion und Logistik fortführen.

Vorstellungsgespräche wurden nach Möglichkeit mittels Web-Konferenzen durchgeführt. Unsere Vakanzen konnten wir deshalb im Jahr 2022 weitestgehend besetzen.

Die Weiterentwicklung unseres "Employer-Branding" unterstützt uns dabei, attraktiv für unsere jetzigen und zukünftigen Arbeitnehmenden zu sein. Ein längerfristig angesetztes Projekt wird die Attraktivität des Standortes weiter verbessern.

1.6 Risiken aus dem Einsatz von IT-Systemen

Wir investieren jährlich, um unsere IT-Infrastruktur und unsere Software auf dem aktuellen Stand zu halten. Viele Unternehmensprojekte erfordern heute eine Mitarbeit der IT- Kollegen.

Wir achten dabei darauf, dass sowohl Sicherheitsaspekte unserer IT Security Strategie als auch Anforderungen des Datenschutzes eingehalten werden.

Die Unterstützung durch kompetente Partner im Rahmen unserer Service Verträge liefert einen zusätzlichen Schutz zur Abwehr von Risiken.

1.7 Gesamtaussage zur Risikoeinschätzung

Bestandsgefährdende Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bestehen nicht.

Somit hat sich die Risikoeinschätzung gegenüber dem Vorjahr nicht geändert.

2. Chancenbericht

Der Gesamtumsatz mit Bio-Lebensmitteln liegt mit 15,3 Milliarden € in Deutschland auch weiterhin auf einem hohen Niveau. In anderen europäischen Ländern, wie zum Beispiel Frankreich, zeigt sich ein ähnliches Bild. Für die PTG bestehen in diesem Marktumfeld über die unterschiedlichen Absatzwege viele Wachstumspotenziale.

Die Marke Lebensbaum zeichnet sich durch einen hohen Qualitätsanspruch, soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit aus. Dieses Profil eröffnet uns auch für die Zukunft in Zeiten bewusster Verbraucherentscheidungen ein großes Potenzial.

Durch die weiter steigende Bekanntheit der Marke Lebensbaum werden wir neue interessierte Bio-Käufergruppen erreichen. Auch im Jahr 2022 konnten wir neben bestehenden Kunden neue Kunden für die Marke begeistern. Wir möchten das Vertrauen in die Marke weiter ausbauen und auch in Zukunft neue Käufer für Lebensbaum begeistern.

V. Prognosebericht

Das Bundeswirtschaftsministerium prognostiziert in seinem Jahreswirtschaftsbericht 2023 aus Januar 2023 für das Jahr 2023 ein preisbereinigtes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,2 %. Im Herbst 2022 war im Jahresdurchschnitt 2023 noch ein Rückgang des Bruttoinlandsproduktes erwartet worden.

Im Jahr 2023 erwarten wir im Rahmen unserer Absatzstrategie leicht steigende Umsätze.

Auf der Beschaffungsseite werden, die im Jahr 2022 erfolgten Preissteigerung dazu führen, dass sich die Einkaufspreise auch weiterhin auf einem hohen Niveau bewegen. Wir prognostizieren daher eine Materialeinsatzquote auf einem konstant hohen Niveau.

Im Kaffeemarkt setzt langsam eine Preissenkung ein, da - bei guten Ernteprognosen für 2023 in Brasilien - der unvermindert anhaltende Krieg in Europa die Nachfrageseite zunehmend negativ beeinflusst. Deutlich gestiegene Kosten in der Erzeugung verhindern jedoch ein Durchbrechen der Preise auf ein deutlich niedrigeres Vor-Corona-Niveau.

Wir arbeiten eng mit unseren Partnern zusammen, um einen hohen Lieferservicegrad sicherzustellen. Die bestehenden Partnerschaften mit unseren Rohwarenlieferanten sollen auch im folgenden Jahr weiterentwickelt werden. Der direkte Kontakt zum Ursprung und die Sicherung der hohen Qualitätsanforderungen bleiben für uns ein kritischer Erfolgsfaktor.

Insgesamt erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023 ein EBITDA auf Vorjahresniveau.

Unsere Mitarbeiter sind unser Schlüssel zum Erfolg. Aufbauend auf der Mitarbeiterbefragung identifizieren wir in regelmäßigen Abständen Verbesserungspotentiale, die wir gemeinsam angehen.

Im Rahmen unseres Nachhaltigkeits- und Umweltmanagements arbeiten an einer weiteren Reduktion unserer CO 2 -Emissionen. Die kontinuierliche Weiterentwicklung setzen wir 2023 weiter fort. Dabei stehen für uns nach wie vor die Weiterentwicklung unseres Lieferkettenmanagements und die weitere Erhöhung der Datentransparenz im Vordergrund. Wir gehen davon aus, dass die durch uns eingeleiteten Maßnahmen im Geschäftsjahr 2023 zu einer leichten Reduktion führen werden.

Auch 2023 ist es für uns wesentlich, dass unsere Rohwaren von Lieferanten kommen, die uns ergänzend zur Bio-Zertifizierung die Einhaltung von Arbeits- und Sozialstandards nachweisen können. Wir prognostizieren einen Anteil auf Vorjahresniveau.

Die ökologischen und ethisch-moralischen Herausforderungen der modernen Gesellschaft im Hinblick auf eine nachhaltige Ökonomie, wird die PTG auch weiterhin durch unternehmensinterne Reflektion und durch Diskussionsbeiträge in der öffentlichen Debatte aufgreifen und unterstützend vorantreiben. Wir engagieren uns entsprechend in Verbänden und Arbeitskreisen.

 

Diepholz, 3. Mai 2023

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022
31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 261.456,73 325.181,15
2. geleistete Anzahlungen 87.174,66 85.557,06
348.631,39 410.738,21
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 572.807,24 603.359,08
2. technische Anlagen und Maschinen 6.680.300,48 6.121.310,26
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 911.503,48 1.060.496,43
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 404.349,65 1.165.352,45
8.568.960,85 8.950.518,22
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 10.444,20 10.444,20
2. Genossenschaftsanteile 37.500,00 37.500,00
47.944,20 47.944,20
8.965.536,44 9.409.200,63
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 15.543.647,60 15.012.651,42
2. unfertige Erzeugnise 1.647.788,85 1.438.817,23
3. fertige Erzeugnisse und Waren 6.302.401,66 4.842.827,24
4. geleistete Anzahlungen 280.571,02 706.343,28
23.774.409,13 22.000.639,17
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.147.215,08 5.130.575,21
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.289,99 1.198,04
3. Forderungen gegen Gesellschafter 3.073.850,17 4.967.323,17
4. sonstige Vermögensgegenstände 285.267,37 498.071,08
8.509.622,61 10.597.167,50
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.779.223,87 1.299.951,71
35.063.255,61 33.897.758,38
C. Rechnungsabgrenzungsposten 180.772,30 224.805,43
D. Aktive latente Steuern 12.737,35 11.310,04
44.222.301,70 43.543.074,48

Passiva

31.12.2022
31.12.2021
A. Eigenkapital
I. Kommanditkapital 25.000,00 25.000,00
II. Rücklagen 11.916.529,64 11.916.529,64
III. Konzernbilanzgewinn 8.014.689,88 8.022.777,98
19.956.219,52 19.964.307,62
B. Sonderposten für Zuschüsse 0,00 1.500,00
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 114.806,00 149.706,00
2. sonstige Rückstellungen 978.195,88 3.076.974,91
1.093.001,88 3.226.680,91
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 18.148.002,23 15.115.221,09
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.086.644,19 4.122.500,94
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 20.000,00 20.000,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 980.235,28 0,00
5. sonstige Verbindlichkeiten 938.198,60 1.092.863,92
23.173.080,30 20.350.585,95
44.222.301,70 43.543.074,48

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022
2021
1. Umsatzerlöse 70.898.592,91 73.391.565,20
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.472.672,27 198.887,36
3. sonstige betriebliche Erträge 576.126,06 486.203,40
(davon Erträge aus Währungsumrechnung € 163.601,42; Vorjahr € 13.794,34)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 41.970.935,74 39.930.407,70
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.017.935,68 2.037.693,69
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.965.232,88 8.845.391,78
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.831.819,75 1.766.449,41
(davon Aufwendungen für Altersversorgung € 58.469,80; Vorjahr € 61.122,06)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.687.287,57 1.631.334,90
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 11.356.450,41 11.446.596,93
(davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung € 299.387,44; Vorjahr € 128.122,93)
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 249.439,19 4.602,79
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 349.488,38 156.859,47
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 925.718,26 1.051.102,49
11. Ergebnis nach Steuern 4.091.961,76 7.215.422,38
12. sonstige Steuern 2.427,00 3.677,00
13. Konzernjahresüberschuss 4.089.534,76 7.211.745,38
14. Konzerngewinnvortrag 8.022.777,98 8.020.796,78
15. Gutschrift auf Gesellschafterkonto 4.097.622,86 7.209.764,18
16. Konzernbilanzgewinn 8.014.689,88 8.022.777,98

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Pure Taste Group GmbH & Co. KG, Diepholz, zum 31. Dezember 2022 wurde gemäß den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB unter Beachtung der deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften sowie der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft firmiert unter der Firma Pure Taste Group GmbH & Co. KG. Sie hat ihren Sitz in Diepholz, Registergericht ist das Amtsgericht Walsrode. Die Nummer, unter der die Gesellschaft in das Handelsregister eingetragen ist, lautet: HRA 202206.

Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Im Interesse von Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

Mutterunternehmen ist die Pure Taste Group GmbH & Co. KG, Diepholz. Das Kommanditkapital der Pure Taste Group GmbH & Co. KG beträgt € 25.000.

II. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss einbezogen sind die Pure Taste Group GmbH & Co. KG, Diepholz, und sämtliche Tochterunternehmen. Außer der Muttergesellschaft wurden insgesamt 3 Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Bei den nach der Methode der Vollkonsolidierung einbezogenen Unternehmen handelt es sich um Unternehmen, bei denen der Pure Taste Group GmbH & Co. KG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht.

Die Einzelaufstellung des Anteilsbesitzes der PTG-Gruppe wird in der Anlage 3 zum Konzernanhang dargestellt.

III. Konsolidierungsmethoden

Bei der Kapitalkonsolidierung wird die Neubewertungsmethode gemäß § 301 HGB angewendet. Erstkonsolidierungszeitpunkt ist der 1. Januar 2013 bzw. für in den Konsolidierungskreis neu aufgenommene Unternehmen der Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung.

Ein aktiver Unterschiedsbetrag wird gemäß § 301 Abs. 3 HGB als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und nach § 309 Abs. 1 HGB bewertet, die Abschreibung erfolgt linear über 5 Jahre. Für passive Unterschiedsbeträge gelten die §§ 301 Abs. 3 und 309 Abs. 2 HGB. Die im Rahmen der Erstkonsolidierung entstandenen passiven Unterschiedsbeträge i.H.v. T€ 7.305 wurden mit dem Konzernbilanzgewinn verrechnet.

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Aufrechnung der Ausleihungen und anderen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

Zwischenergebnisse werden gemäß § 304 Abs. 1 HGB eliminiert, wenn zum Stichtag des Konzernabschlusses Vorratsbestände aus Lieferungen innerhalb des Konzerns vorhanden sind.

Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung wird gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen durchgeführt. Die Zinserträge und ähnliche Erträge aus konzerninternen Geschäftsvorfällen werden ebenso mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet.

IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen werden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der Pure Taste Group GmbH & Co. KG, verwendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Sämtliche in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse wurden zum 31. Dezember 2022 aufgestellt. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes.

Im Einzelnen werden im Konzern folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten und aktivierte Eigenleistungen zu Herstellungskosten, jeweils vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Sachanlagen, die bis zum 31. Dezember 2009 zugegangen sind, werden, soweit steuerlich zulässig, degressiv abgeschrieben. Sachanlagen, die nach diesem Zeitpunkt zugegangen sind, werden linear abgeschrieben. Geringwertige Sachanlagen mit Anschaffungskosten von € 250,00 bis € 1.000,00 werden in einem Sonderposten erfasst, der gewinnmindernd über fünf Jahre linear aufgelöst wird. Geringwertige Sachanlagen mit Anschaffungskosten bis € 250,00 werden im Zeitpunkt der Anschaffung als Aufwand gebucht.

Die Finanzanlagen werden mit ihren Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, unfertigen und fertigen Erzeugnissen und Waren werden durch körperliche Bestandsaufnahme ermittelt. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips gemäß § 253 Abs. 4 HGB.

Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken wird durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Für nicht erkennbare Risiken wie Ausfallwagnis, Mahn- und Einzugskosten sowie für Zinsverluste erfolgt eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen.

Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihrem Nominalwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 HGB gebildet.

Das Kommanditkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Der Sonderposten für Zuschüsse zum Anlagevermögen enthält passivisch abgegrenzte Zuschüsse. Die ertragswirksame Auflösung erfolgt korrespondierend zur durchschnittlichen Nutzungsdauer der entsprechenden Vermögensgegenstände.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden mit dem Betrag angesetzt, der der voraussichtlichen Inanspruchnahme entspricht. Künftige Preis- und Kostensteigerungen werden bei der Ermittlung der Rückstellungen berücksichtigt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem fristenkongruenten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre der Deutschen Bundesbank abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. In Fremdwährung lautende Verbindlichkeiten mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Stichtag zum Devisenkassamittelkurs angesetzt.

Die aktiven latenten Steuern enthalten die gemäß § 306 HGB gebildeten Steuern in Höhe von T€ 13 (Vj. T€ 11) aus der Eliminierung der Zwischenergebnisse bei den Vorräten zu den Bilanzstichtagen. Die Kalkulation erfolgt auf der Grundlage des Konzernsteuersatzes von 15 %.

Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweiswahlrechte werden grundsätzlich wie im Vorjahresabschluss ausgeübt.

V. Angaben zur Konzernbilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens der PTG-Gruppe im Geschäftsjahr 2022 wird im Konzernanlagenspiegel in der Anlage 1 zum Konzernanhang dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen wie im Vorjahr in voller Höhe den Finanzverkehr.

3. flüssige Mittel

In den flüssigen Mitteln sind Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände ausgewiesen.

4. Eigenkapital

Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals wird im Konzerneigenkapitalspiegel gesondert dargestellt. Das Kommanditkapital entspricht dem Ausweis im Einzelabschluss der Pure Taste Group GmbH & Co. KG.

5. Sonderposten für Zuschüsse

Für Zuschüsse des Landeskreises Diepholz, zur Erweiterung der Produktions- und Lagerkapazitäten in einer Gesamthöhe von € 200.000,00 wurde ein Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen gebildet. Dieser Posten wird entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der geförderten Immobilien und Anlagen aufgelöst.

6. sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personal T€ 293 (Vj. T€ 295), für Garantie- und Gewährleistungsverpflichtungen T€ 259 (Vj. T€ 262), für Abschluss- und Prüfungskosten T€ 99 (Vj. T€ 81) und für ausstehende Rechnungen T€ 88 (Vj. T€ 1.916).

7. Verbindlichkeiten

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten des Konzerns in einem Verbindlichkeitenspiegel als Anlage 2 zum Konzernanhang gesondert dargestellt.

8. sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen resultieren aus Pachtverträgen T€ 6.326 (Vj. T€ 6.200 sowie aus Miet- und Leasingverträgen T€ 151 (Vj. T€ 230).

9. Haftungsverhältnisse

Im Rahmen genossenschaftlicher Beteiligungen besteht die Verpflichtung zu einer Nachschusspflicht in Höhe von maximal T€ 10 (Vj. T€ 10). Zudem bestehen Verpflichtungen aus einer Bürgschaft in Höhe von T€ 10.000 (Vj. T€ 13.333).

Für die angeführten zu Nominalwerten angesetzten Eventualschulden wurden keine Rückstellungen gebildet, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme oder Belastung nicht zu rechnen ist.

10. Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Einkaufsgeschäften in Fremdwährung werden regelmäßig Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen, für die in den Vorjahren Bewertungseinheiten (Einfrierungsmethode) nach § 254 HGB gebildet wurden. Die Bewertung der Finanzderivate wird von den beteiligten Banken auf Basis aktueller Marktdaten unter Verwendung marktüblicher Bewertungsmethoden festgelegt.

Der Nominalwert beträgt zum Stichtag T€ 0 (Vorjahr T€ 0), es wurden daher zum Bilanzstichtag keine Bewertungseinheiten gebildet.

VI. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Aufgliederung nach Produktgruppen:

2022
in %
2021
in %
Kaffee 37,3 36,4
Tee 35,1 33,0
Gewürze 26,2 29,0
sonstiges 1,4 1,6
100,0 100,0

Abweichend zum Vorjahr wurden die Umsatzerlöse aus der Lohnröstung der Produktgruppe Kaffee zugeordnet (Vorjahr "Sonstiges). Die Werte für das Vorjahr wurden ebenfalls entsprechend angepasst.

Aufgliederung nach Regionen:

2022 2021
in % in %
Inland 96,7 96,8
Europäische Union 2,6 2,3
Drittländer 0,7 0,9
100,0 100,0

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 187 (Vj. T€ 55), aus Kursdifferenzen von T€ 164 (Vj. T€ 14), aus privater Kfz-Nutzung von T€ 85 (Vj. T€ 116), aus Anlagenabgängen von T€ 75 (Vj. T€ 256) und aus Versicherungsentschädigungen T€ 41 (Vj. T€ 32).

3. Steuern

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belasten das Konzernjahresergebnis mit T€ 926 (Vj. T€ 1.051). Darin sind Aufwendungen in Höhe von T€ 2 (Vj. Aufwendungen T€ 14) aus der Veränderung latenter Steuern sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 263 (Vj. T€ 0) enthalten.

VII. Sonstige Angaben

1. Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der vollkonsolidierten Tochterunternehmen beträgt insgesamt:

2022 2021
Angestellte 106 106
Gewerbliche Mitarbeiter 90 96
196 202

2. Mitglieder der Geschäftsführung und Aufwendungen für Organe

Der Geschäftsführung der Pure Taste Group GmbH & Co. KG gehörten im Geschäftsjahr an:

Kaufmann Hans-Ulrich Schatz, Egestorf

Auf die Darstellung der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 314 Abs. 3 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Der Geschäftsführung wurden im Jahr 2022 keine Vorschüsse und Kredite gewährt.

3. Honorar des Abschlussprüfers

Für die im Geschäftsjahr 2022 erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers, sind folgende Honorare berechnet worden:

Für Abschlussprüfungsleistungen T€ 44

4. Konsolidierungskreis

Die Pure Taste Group GmbH & Co. KG, Diepholz, ist Tochterunternehmen der AC Taste GmbH (HRB 137142 Amtsgericht Hamburg) und AC Taste 2 GmbH (HRB 157252 Amtsgericht Hamburg) mit Sitz in Hamburg. Die Pure Taste Group GmbH & Co. KG stellt den größten und kleinsten Konsolidierungskreis dar.

 

Diepholz, den 3. Mai 2023

Hans-Ulrich Schatz

Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2022

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2022
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 2.859.022,03 36.395,00 85.557,06 0,00 2.980.974,09
3. geleistete Anzahlungen 85.557,06 87.174,66 -85.557,06 0,00 87.174,66
2.944.579,09 123.569,66 0,00 0,00 3.068.148,75
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.898.681,37 20.180,00 12.307,52 0,00 1.931.168,89
2. technische Anlagen und Maschinen 19.767.835,24 564.629,96 1.151.873,06 21.566,31 21.462.771,95
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.839.554,94 130.005,85 1.912,00 10.326,84 4.961.145,95
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.165.352,45 405.089,78 -1.166.092,58 0,00 404.349,65
27.671.424,00 1.119.905,59 0,00 31.893,15 28.759.436,44
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 10.444,20 0,00 0,00 0,00 10.444,20
2. Genossenschaftsanteile 37.500,00 0,00 0,00 0,00 37.500,00
47.944,20 0,00 0,00 0,00 47.944,20
30.663.947,29 1.243.475,25 0,00 31.893,15 31.875.529,39
Abschreibungen
01.01.2022
Zugänge
Abgänge
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 2.533.840,88 185.676,48 0,00 2.719.517,36
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2.533.840,88 185.676,48 0,00 2.719.517,36
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.295.322,29 63.039,36 0,00 1.358.361,65
2. technische Anlagen und Maschinen 13.646.524,98 1.157.660,93 21.714,44 14.782.471,47
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.779.058,51 280.910,80 10.326,84 4.049.642,47
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
18.720.905,78 1.501.611,09 32.041,28 20.190.475,59
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
21.254.746,66 1.687.287,57 32.041,28 22.909.992,95
Restbuchwerte
31.12.2022
31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 261.456,73 325.181,15
3. geleistete Anzahlungen 87.174,66 85.557,06
348.631,39 410.738,21
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 572.807,24 603.359,08
2. technische Anlagen und Maschinen 6.680.300,48 6.121.310,26
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 911.503,48 1.060.496,43
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 404.349,65 1.165.352,45
8.568.960,85 8.950.518,22
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 10.444,20 10.444,20
2. Genossenschaftsanteile 37.500,00 37.500,00
47.944,20 47.944,20
8.965.536,44 9.409.200,63

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2022

Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
Gesamtbetrag
davon durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert
Art und Form der Sicherheit
1. Verbindlichkeiten gegenüber Forderungsabtretungen, Sicherungsübereignungen, Bürgschaften und Verpfändungen
Kreditinstituten 18.148.002,23 - - 18.148.002,23 18.148.002,23
(Vorjahr) 15.115.221,09 - - 15.115.221,09 15.115.221,09
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.086.644,19 - - 3.086.644,19 3.167.358,97 übliche Eigentumsvorbehalte
(Vorjahr) 4.122.500,94 - - 4.122.500,94 4.122.500,94
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 20.000,00 - - 20.000,00 -
(Vorjahr) 20.000,00 - - 20.000,00 -
davon aus dem Finanzverkehr 20.000,00 20.000,00
(Vorjahr) 20.000,00 - - 20.000,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 980.235,28 - - 980.235,28 -
(Vorjahr) - - - - -
5. sonstige Verbindlichkeiten 938.198,60 - - 938.198,60 -
(Vorjahr) 1.092.863,92 - - 1.092.863,92 -
davon aus Steuern 698.883,17 698.883,17 -
(Vorjahr) 797.823,04 - - 797.823,04
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 10.674,90 10.674,90 -
(Vorjahr) 14.525,01 - - 14.525,01
Gesamtsumme 23.173.080,30 - - 23.173.080,30 21.315.361,20
(Vorjahr) 20.350.585,95 - - 20.350.585,95 19.237.722,03

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2022

Anteile im unmittelbaren und mittelbaren Besitz
%
Inland
Ulrich Walter GmbH, Diepholz *) **) 100,0
BiologX GmbH, Diepholz *) **) 100,0
Niehoffs Kaffeerösterei GmbH, Gronau *) **) 100,0
*) Diese Gesellschaften wurden mittels Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der Pure Taste Group GmbH & Co. KG, Diepholz, einbezogen.
**) Diese Gesellschaften nehmen die Befreiung des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.
Die Muttergesellschaft nimmt die Befreiung nach § 264 b HGB in Anspruch.

Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022
T€
2021
T€
Konzernjahresüberschuss 4.090 7.212
zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen -3 -3
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.687 1.631
Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -74 -256
Zunahme (+)/ Abnahme (-) der kurzfristigen Rückstellungen -2.099 2.087
Zunahme (-)/ Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.536 -5.340
Zinsaufwendungen (+)/ Zinserträge (-) 100 152
Ertragsteueraufwand (+) 926 1.051
Ertragsteuerzahlungen (-) -962 -1.029
Zunahme (+)/ Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.191 1.464
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 938 6.969
erhaltene sonstige Zinsen 0 5
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 74 274
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände -124 -92
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.120 -1.449
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.170 -1.262
gezahlte Zinsen(-) -200 -157
Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 3.500 2.000
Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten -561 -1.014
Einzahlungen von Gesellschaftern 4.000 0
Ausschüttungen an Gesellschafter -4.980 -9.390
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 1.759 -8.561
zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes 1.527 -2.854
Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahres 1.252 4.106
Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 2.779 1.252
Der Finanzmittelbestand setzt sich wie folgt zusammen:
31.12.2022
T€
31.12.2021
T€
liquide Mittel
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.779 1.300
2.779 1.252

Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022

Kommanditkapital
T€
Rücklage gemäß Gesellschaftsvertrag
T€
Konzernbilanzgewinn
T€
Konzerneigenkapital
T€
31.12.2020 25 11.916 8.021 19.962
Entnahmen aus den Rücklagen 0 0 0 0
Konzern Jahresergebnis 2021 7.210 0 2 7.212
Einstellung in Gewinnvortrag 0 0 0 0
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital -7.210 0 0 -7.210
31.12.2021 25 11.916 8.023 19.964
Entnahmen aus den Rücklagen 0 0 0 0
Konzern Jahresergebnis 2022 4.090 0 0 4.090
Einstellung in Gewinnvortrag 0 0 0 0
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital -4.090 0 -8 -4.098
31.12.2022 25 11.916 8.015 19.956

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Pure Taste Group GmbH & Co. KG, Diepholz

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Pure Taste Group GmbH & Co. KG, Diepholz, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Pure Taste Group GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Osnabrück, den 4. Mai 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

André Knufmann, Wirtschaftsprüfer

ppa. Melanie Wedi, Wirtschaftsprüferin

Der Konzernabschluss zum 31.12.2022 wurde am 26.06.2023 gebilligt.

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