Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 502279
Vorher
Kleiner GmbH
Eingetragen
12.10.1987
Branche
Bearbeitung und Veredlung von KunststoffwarenHerstellung von Press-, Zieh- und StanzteilenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Entwicklung und Herstellung von Schnitt-, Biege-, Stanz-, Folgeverbund- und Spritzgießwerkzeugen und Vorrichtungen; die Entwicklung und Produktion von Stanz-, Spritzgieß- und umspritzten Stanzteilen und von Automatisierungsanlagen sowie von Baugruppen und deren Montage.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Rico Thomas Kleiner
seit 3.7.2025
Geschäftsführer
Christian Hamann
seit 27.3.2020
Prokura
Thomas Kleiner
seit 3.8.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 4 angezeigt

Kämpfelbach
520.000 €
52.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kleiner GmbH

Pforzheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Lagebericht

Inhalt

A. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

B. Darstellung des Geschäftsverlaufs, Geschäftsergebnis und der Lage der Gesellschaft

1. Unternehmenssituation

2. Ergebnisentwicklung

3. Auftragseingang und -bestand

4. Beschaffung

5. Investition und Finanzierungsmaßnahmen

6. Vermögens- und Kapitalstruktur

7. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

7.1 Personal

7.2 Umwelt

7.3 Qualitätsstandards und Zertifizierungen

C. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

1. Prognosebericht

2. Chancen- und Risikobericht

3. Unternehmensziele

D. Sonstige Angaben und Schlusswort

A. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nach einer stagnierenden Wirtschaftslage im Frühjahr 2022 wurden durch den Wegfall der meisten Corona-Schutzmaßnahmen vor allem das Dienstleistungs- und Gastgewerbe wieder befeuert. Sowohl die Wirtschaft als auch private Haushalte wurden jedoch durch signifikante Preissteigerungen in vielen Bereichen stark belastet. Erneute Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie blieben zwar aus, die Auswirkungen des Krieges zwischen Russland und der Ukraine waren jedoch deutlich zu spüren. Vor allem die Unsicherheit in der Energieversorgung und damit befürchtete hohe finanzielle Belastungen ließen die Konsumbereitschaft sinken. Zudem gab es weiterhin Lieferengpässe im Industrie- und Baugewerbe aufgrund fehlender Materialien und Arbeitskräftemangel. Da China weiterhin mit der Pandemiebekämpfung beschäftigt war und die USA eine hohe Inflation zu verzeichnen hatten, gingen die Wirtschaftsaktivitäten zurück und die Weltwirtschaft war negativ eingestellt. Auch in Deutschland kam es in der Folge zu einem Rückgang der Wirtschaftsleistung im dritten Quartal 2022. Die enorm gestiegenen Energiepreise, ein drohender Gas-Stopp, eine hohe Inflation und eine deutliche Erhöhung der Zinsen durch die Zentralbanken führten zu einer Sparneigung bei den Verbrauchern. Durch Gaslieferungen anderer Länder und Flüssiggasimporte sowie Verbrauchereinsparungen und einen milden Winter konnte eine Rationierung in der Energieversorgung abgewendet werden. Die Politik ergriff Gegenmaßnahmen zur Eindämmung der hohen Energiepreise. Im ersten Quartal 2023 erholte sich die Wirtschaft dann langsam. Die zunehmende Entspannung am Energiemarkt, die Aufhebung aller Corona-Schutzmaßnahmen und eine langsam sinkende Inflation wirkten sich positiv auf die Wirtschaftslage aus. Die Exporte und Rüstungsinvestitionen stiegen und die Lieferengpässe lösten sich langsam auf. Die Verbraucher sind nach wie vor zurückhaltend, da viele Bereiche durch die Teuerung weiterhin stark belastet sind. Die Unternehmen zehren momentan von einem hohen Auftragspolster. Es ist anzunehmen, dass die wirtschaftlichen Entwicklungen auch im kommenden Jahr von den oben beschriebenen Faktoren beeinflusst werden.

B. Darstellung des Geschäftsverlaufs, Geschäftsergebnis und Lage der Gesellschaft

1. Unternehmenssituation

Vorab lässt sich festhalten, dass das Geschäftsjahr 2022/23 insgesamt gut verlief und mit einem sogar leicht besseren Jahresüberschuss abgeschlossen wurde. Ungeachtet dessen war auch die KLEINER GmbH weiterhin von den Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie den Liefer- und Materialengpässen betroffen. Zu den einzelnen, wesentlichen Auswirkungen berichten wir untenstehend in den Abschnitten B. 2. ff. sowie im Abschnitt C.

Die KLEINER GmbH ist seit mehr als 38 Jahren im Werkzeugbau, in der Herstellung von Stanz- und Biegeteilen sowie in der Entwicklung und Fertigung komplexer Baugruppen tätig. Unsere Kunden aus der Automobilindustrie, der Medizin- und der Elektrotechnik schätzen unsere hohe Kompetenz ebenso wie unsere Flexibilität und Zuverlässigkeit.

Die KLEINER GmbH will auch weiterhin eine führende Rolle in attraktiven Märkten einnehmen sowie die starke Position stetig ausbauen. Schwerpunkte liegen hierbei in der Weiterentwicklung unserer Stanztechnikprodukte sowie neuer material- und energieeffizienter Produktionstechniken.

Insbesondere im Bereich Automotive, aber auch in den Marktsegmenten

Medizin-, Elektro- oder Kommunikationstechnik liegt der Fokus auf ressourcenschonenden Produktionsverfahren. Die KLEINER GmbH konnte sich in der Vergangenheit bereits in mehreren Projekten durchsetzen, weil hier die innovativeren Lösungen und Fertigungsstrategien angeboten wurden. Dieser Trend soll auch in den kommenden Jahren fortgesetzt werden.

In der Serienfertigung wollen wir mit führender Prozesstechnologie unsere Marktstellung verteidigen. Angemessene Investitionen zur Kapazitätserweiterung sowie auch der Austausch von Altanlagen stärken durch Skaleneffekte und Kostenführerschaft unsere Position und Rentabilität.

Produktivität: Unter dem Motto "Mehr Innovieren - weniger Verwalten" setzen wir unsere Anstrengungen zur Effizienzverbesserung fort und arbeiten weiter daran, unsere Strukturen und Prozessabläufe zu vereinfachen. Gerade im Einsatz verbesserter Planungs- und Auswertungsmöglichkeiten über die ERP-Software SAP S/4 Hana und dazu passender Ergänzungssysteme liegen große Vereinfachungs- und Standardisierungspotentiale, die im kommenden Geschäftsjahr weiter vorangetrieben werden. Die ständige Qualifizierung der Mitarbeiter im effektiven Einsatz dieser Tools wird ebenfalls zur Optimierung im Unternehmen beitragen.

Die Übernahme mehrerer Sponsoring-Aktivitäten im Sport- und Kulturbereich trägt zu einem positiven Erscheinungsbild des Unternehmens bei. Dies wird häufig als "Softfacts" in Entscheidungen im Beschaffungsbereich mit einbezogen (Stichwort Sicherung der Lieferfähigkeit durch regionale Arbeitskräfte). Dies und die regionale Verbundenheit wirken sich sehr positiv auf die Darstellung der KLEINER GmbH als attraktiven Arbeitgeber aus.

2. Ergebnisentwicklung

Im Geschäftsjahr 2022/23 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 63.933 TEUR. (Vorjahr 59.951 TEUR), bezogen auf das Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um 6,64 %.

Die im abgelaufenen Geschäftsjahr realisierte Steigerung der Umsatzerlöse ist auf den Umstand zurückzuführen, dass nunmehr die eingeleiteten Verbesserungen in den Produktionsprozessen erfolgreich umgesetzt wurden. Ein weiterer Punkt ist die erhöhte Nachfrage aus dem Bereich der Elektrotechnik.

Der im Geschäftsjahr 2022/23 erzielte Jahresüberschuss in Höhe von 6.431 TEUR hat sich gegenüber dem Ergebnis des Vorjahres in Höhe von 6.248 TEUR um 183.TEUR erhöht, dies bedeutet, bezogen auf das Vorjahr, eine Steigerung um 2,93 %.

Trotz der gestiegenen Materialpreise, welche sich in einer gestiegenen Materialeinsatzquote i. H. v. 34,35 % (Vorjahr: 33,72 %) widerspiegeln ergibt sich. unter Einbezug der fremdbezogenen Leistungen prozentual zur Gesamtleistung ein Materialaufwand von 53,32% (Vorjahr 52,76 %). Dies zeigt, die KLEINER GmbH konnte sich den Herausforderungen des Marktgeschehens erfolgreich stellen.

3. Auftragseingang und -bestand

Der Auftragseingang im zweiten Halbjahr 2022/23 hat sich gegenüber dem Vorjahr, vermindert und weist zum Bilanzstichtag einen Bestand in Höhe von 30.628 TEUR aus. Die Minderung des Auftragseingangs gegenüber dem Vorjahr beträgt 17.304 TEUR.

Der Rückgang des Auftragsbestands ist darauf zurückzuführen, dass kundenseitig aufgrund der veränderten Marktumfeld bestehende Aufträge in die zweite Jahreshälfte 2023 verschoben werden mussten.

4. Beschaffung

Durch eine konsequente Einkaufsstrategie konnten wir in Zusammenarbeit mit unseren langjährigen Lieferanten erreichen, dass trotz der marktbeherrschenden Materialknappheit die Lieferbereitschaft der von uns eingesetzten Materialien und bezogenen Fremdleistungen gewährleistet ist.

Der überwiegende Anteil des Materialaufwandes resultiert aus dem Verbrauch von Bandmaterialien aus Kupfer, Messing, Legierungen sowie von Gold und Silber.

Fremdleistungen wurden hauptsächlich in Anspruch genommen für Galvanisierungs-, Härtungs- und Beschichtungsarbeiten.

5. Investitionen und Finanzierungsmaßnahmen

Die Buchbestände des Anlagevermögens haben sich zum Vorjahr um 2.164 TEUR erhöht.

Den Neuinvestitionen von 8.599 TEUR für Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände stehen Abschreibungen von 2.931 TEUR und Buchwertabgänge von 3.503 TEUR im Berichtsjahr gegenüber.

Vereinzelte Anlagenzugänge wurden im Berichtsjahr durch die Aufnahme von Fremdmitteln langfristig finanziert.

Trotz der in diesem Wirtschaftsjahr vorgenommenen größeren Gewinnausschüttung ist die KLEINER GmbH noch mit ausreichend hohem Eigenkapital ausgestattet. Außerdem sichern die zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommenen Krediteinzel- und -rahmenverträge mit regionalen Kreditinstituten die erforderliche Liquiditätslage des Unternehmens.

Die Liquiditätslage der Gesellschaft war das ganze Geschäftsjahr hindurch äußerst positiv und die Zahlungsfähigkeit jederzeit sichergestellt.

6. Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Eigenkapitalquote hat sich wegen der vorgenommenen Gewinnausschüttung zum Vorjahr von 74,46 % auf 25,90 % vermindert.

Die von der Geschäftsführung ausgegebene Zielsetzung einer Eigenkapitalquote von mindestens 50 % wurde dadurch kurzfristig ausgesetzt, soll aber sukzessiv in den kommenden Jahren wieder erreicht werden.

Unsere Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 11,98 % von 50.072 TEUR auf 44.070 TEUR gesenkt. Dies ist auf die schon zuvor angesprochene Gewinnausschüttung zurückzuführen.

7. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

7.1 Personal

Trotz der Auswirkungen der vergangenen Corona-Pandemie und weltwirtschaftlichen Geschehnisse haben unsere Beschäftigten die täglichen Herausforderungen gut gemeistert. Aufgrund der hohen Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeiter ist es uns gelungen, den Fertigungsprozess und damit verbundene Lieferbereitschaft an unseren Kunden zu sichern bzw. leicht auszubauen.

33 % unserer Beschäftigten haben eine Betriebszugehörigkeit größer 10 Jahre; 12 % haben Zugehörigkeit von 6 bis 9 Jahre; 55 % sind 5 Jahre und geringer beschäftigt.

Die vorher genannten Kennzahlen spiegeln die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter bei der KLEINER GmbH wider. Auf Grund unseres stetigen Wachstums stellen wir jedes Jahr neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. Dies zeigt der Wert von 55 % mit einer Betriebszugehörigkeit bis 5 Jahre.

Das Wohlergehen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter liegt uns am Herzen. Deshalb engagieren wir uns besonders für ihre Gesundheit und Arbeitssicherheit. Ein wesentlicher Baustein dafür stellt unser Managementsystem für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz dar.

Im Berichtsjahr stand das betriebliche Gesundheitsmanagement angesichts der Corona-Pandemie vor besonderen Herausforderungen. Alle Maßnahmen rund um die Folgen der Pandemie wurde direkt durch unseren Managementbeauftragten betreut. Um unsere Beschäftigten wirksam zu schützen, haben wir beispielsweise Arbeitszeiten entzerrt, in vielen Bereichen eine Maskenpflicht eingeführt, Schutzwände eingebaut. In den Bereich der Verwaltung wurde mobiles Arbeiten angeboten und erfolgreich genutzt. Von der Geschäftsleitung wurden alle Maßnahmen täglich bewertet und an die geltenden Verordnungen und Gesetze angepasst.

Kern unserer Unternehmenskultur ist ein respektvoller, höflicher und wertschätzender Umgang miteinander. In unserer Zusammenarbeit dulden wir keine Diskriminierung - sei es aufgrund von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion, Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung oder Identität. Für einen respektvollen Umgang sind Kommunikation auf Augenhöhe und die Information wichtiger Entwicklungen im Unternehmen zentral. Als attraktiver Arbeitgeber wollen wir die Vereinbarkeit von Berufsleben und individuellen, privaten Lebenskonzepten fördern. Dass unsere Beschäftigten - egal ob Frauen oder Männer - Elternzeit in Anspruch nehmen, ist für uns selbstverständlich. Bei ihrem Wiedereinstieg unterstützen wir sie bestmöglich. Vor diesem Hintergrund hat sich die KLEINER GmbH für das flexible Arbeitszeitmodell entschieden.

Personalentwicklung

Auch bei KLEINER GmbH ist der demografische Wandel spürbar: Während langjährige Fach- und Führungskräfte aus dem Unternehmen ausscheiden, sind auf dem Arbeitsmarkt weniger Nachwuchsfachkräfte verfügbar. Wir wollen weiterhin motivierte und qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewinnen; dafür setzen wir auf eine bedarfsorientierte Aus- und Weiterbildung und attraktive Zusatzleistungen.

Recruiting

Im Recruiting ist es uns ein Anliegen, offene Positionen möglichst passgenau zu besetzen. Dafür schlagen wir auch innovative Wege ein. Über digital spezialisierte Recruiting-Plattformen erreichen wir auch Kandidatinnen und Kandidaten, die sich aktiv auf Arbeitssuche befinden.

Aus- und Weiterbildung

Für unsere Aufgabenstellungen benötigen wir Fachkräfte mit besonderen Fähigkeiten. Häufig sind die erforderlichen Kompetenzen auf dem Arbeitsmarkt nicht vorhanden. Aus diesem Grund legen wir einen besonderen Fokus auf die Aus- und Weiterbildung. Unseren Personalentwicklungsmaßnahmen werden auf Grundlage der gemeldeten Bedarfe aus den Abteilungen zielgerichtet umgesetzt. KLEINER GmbH unterstützt persönliche Qualifizierungsmaßnahmen förderungswürdiger Beschäftigter, die zu anerkannten Abschlüssen führen.

Unseren Auszubildenden bieten wir, nach erfolgreichem Abschluss, eine unbefristete Übernahme an und erleichtern so einen sichern Einstieg ins Berufsleben.

7.2 Umwelt

Der Gesamtstromverbrauch (Wirkarbeit) - d.h. Strom aus der Eigenerzeugung und der fremdbezogene Strom - hat sich im Vergleich der Kalenderjahre 2021 und 2022 von 3.244.253 kWh auf 3.183.049 kWh leicht reduziert (-2% bzw. -61.205 kWh). Signifikant hat sich der Anteil der Eigenstromerzeugung am Gesamtstromverbrauch erhöht. Während der Anteil im Jahr 2021 noch bei rd. 22 % lag, wurde im Jahr 2022 ein Anteil von rd. 52 % erreicht. Die fremdbezogene Menge Strom konnte durch die Eigenstromerzeugung um rd. 40 % (entspricht 999.612 kWh) von 2.540.961 kWh auf nunmehr 1.541.349 kWh reduziert werden. Die Menge an selbst erzeugten und verbrauchten Strom lag im Jahr 2022 bei 1.641.700 kWh und übertraf somit erstmals den fremdbezogenen Strom.

Der Verbrauch im Bereich "Mobilität und Transport" reduzierte sich erneut deutlich um -21 % bzw. -54.468 kWh (entspricht ca. 5.400 Liter Diesel/Benzin) und lag im Jahresvergleich bei nur noch 201.374 kWh. Trotz der erheblichen Kraftstoffeinsparungen stiegen die Kosten erneut um 9 % (2.854,59 EUR) von 33.004,37 EUR auf 35.858,96 EUR. Zu beachten ist hierbei jedoch der kontinuierliche Umstieg auf elektrische Antriebe, d.h. der Ladestromverbrauch muss in die Bewertung mit einfließen. Diesbezüglich wird jedoch erst ab dem Jahr 2023 eine bessere Darstellung möglich sein.

Der Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch lag im Jahr 2022 bei lediglich 26,98 %. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies eine Verschlechterung um -38,07 %, im Vergleich zum Basisjahr gar eine Verschlechterung um -43,67 %. An dieser Stelle ist auch der vorangegangene Energiebericht zu korrigieren, da seinerzeit von einer korrekten Abrechnung durch unseres Gasanbieters ausgegangen wurde. Die massive Verschlechterung lässt sich durch den offensichtlich deutlich höheren Erdgasverbrauch (=fossile Energiequelle) erklären. Somit wird auch der positive Effekt der Eigenstromerzeugung mittels PV-Anlage geschmälert.

7.3 Qualitätsstandards und Zertifizierungen

Die Sicherung der Qualitätsstandards steht im Mittelpunkt. Vor diesem Hintergrund hat sich die KLEINER GmbH in folgenden Bereichen zertifiziert:

- Qualitätsmanagement IATF 16949:2016

- Qualitätsmanagement DIN EN ISO 9001:2015

- Umweltmanagement DIN EN ISO 14001:2015

- Energiemanagement DIN EN ISO 50001:2018

- Arbeitssicherheitsmanagementsystem DIN 45001:2018

C. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

1. Prognosebericht

Ergebnisentwicklung und Ergebnisverwendung

Aufgrund der bestehenden Marktsituation wurde die bisherige Planung angepasst und die Geschäftsführung rechnet für das laufende Geschäftsjahr 2023/24 sowie das kommende Geschäftsjahr 2024/25 mit einem konstanten Umsatz und Jahresergebnissen, welche geringfügig über dem Vorjahresniveau liegen. Damit wurden die wirtschaftlichen Folgen der Ausbreitung von Naturkatastrophen und des bestehenden Ukraine-Kriegs in der Prognose berücksichtigt. Der Strukturwandel und die Reaktion der Wirtschaftsteilnehmer darauf, insbesondere hinsichtlich ihrer Nachfrage nach Kraftfahrzeugen, sind allerdings, auch unter zusätzlichem Einbezug politischer Konflikte und neu definierten Klimazielen, noch nicht final abschätzbar.

Für die KLEINER GmbH besteht somit die Herausforderung, den oben genannten wirtschaftlichen Faktoren mit neuen Strategien entgegenzuwirken, um den prognostizierten Ergebnisverlauf weiter auszubauen.

Investitionen und Finanzen

Für das laufende und die kommenden Geschäftsjahre sind nach wie vor Investitionen in modernste und effiziente Anlagen und Maschinen geplant. Diese Investitionen werden sich stets an den Bedürfnissen unserer Kunden sowie unserem eigenen hohen Qualitätsanspruch orientieren. Dabei investieren wir überwiegend in Anlagen und Maschinen, deren namhafte Hersteller in ihrem jeweiligen Bereich zu den Besten zählen.

Aufgrund guter finanzieller Kennzahlen und gestützt durch eine langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Hausbanken können notwendige Finanzierungen auch zukünftig zeitnah und zu günstigen Marktkonditionen durchgeführt werden.

Unser Finanzmanagement ermöglichte es uns in der Vergangenheit, grundsätzlich alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen unter Einhaltung der Skontofristen zu erfüllen und wird dies auch zukünftig gewährleisten.

Unser Debitorenmanagement sichert den rechtzeitigen Zahlungseingang unserer Forderungen und trägt trotz der bestehenden Krisen gegenwärtig wie auch zukünftig zu einer ausgezeichneten Bonität und Sicherheit der KLEINER GmbH bei.

Entwicklung der Mitarbeiter

Hinsichtlich der Anzahl der Mitarbeiter sind kurz- und mittelfristig keine wesentlichen Veränderungen geplant.

Die Personalplanung erfolgt langfristig, ihre wesentlichen Ziele sind die Verbesserung der fachlichen Qualifikation und die Stärkung der persönlichen Kompetenz aller Mitarbeiter. Hierzu werden auf allen Ebenen regelmäßige Trainings und Schulungen durchgeführt und über einen Personalentwicklungsplan strukturiert. Wie bereits im Punkt 7.1 ausführlich erläutert, ist die Zielsetzung die Stärkung des eigenen Ausbildungsbetriebs sowie die Zusammenarbeit mit dualen Hochschulen. Die bereits bestehenden Kooperationen mit Haupt- und Realschulen werden auch in Zukunft die besten Nachwuchskräfte für unser Unternehmen begeistern können. Mit derzeit 21 Auszubildenden und einer Übernahmequote von über 90 % verstehen wir uns auch in Zukunft als gefragter Arbeitgeber und möchten an dieser Stelle bereits allen Mitarbeitern und Geschäftspartnern für ihre Unterstützung danken.

Wachstum auf neuen Märkten

Die bereits in der Vergangenheit fokussierte Produktentwicklung insbesondere in den Märkten erneuerbare Energien und Elektromobilität hat sich zwischenzeitlich sehr positiv entwickelt. Schwerpunkte sind hier sog. Stromschienen für E-Fahrzeuge sowie flexible Stromschienen mit Isolation (aktuell Alleinstellungsmerkmal der KLEINER GmbH).

Vielversprechende Produktentwicklungen werden in den kommenden Jahren zum weiteren Wachstum der KLEINER GmbH beitragen und die Entwicklung auf den bereits stabil vorhandenen Märkten Automotive, Hochstrom- und Elektrotechnik und Hausgeräten unterstützen.

Neben den klassischen BEV (Batterie Elektrischen Vehikel) wird die KLEINER GmbH auch den Markt der alternativen Antriebe wie beispielsweise Brennstoffzellen, Power to Gas (Wasserstofferzeugung zur Herstellung von Strom) oder der klassische Verbrennermotor mit Umrüstung zur Nutzung von Wasserstoff beobachten. Die Brennstoffzelle wird vermehrt auch in den Bereichen LKW, Bau- und andere Großmaschinen, Omnibusse und im Schiffsbau zum Einsatz kommen. Wir arbeiten aktuell an der Entwicklung von gestanzten Bipolarplatten. Eine technologische Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Brennstoffzellentechnik in Duisburg wurde besprochen. Zwischenzeitlich ist die KLEINER GmbH Mitglied im ZBT Duisburg. Eine der wichtigsten Erkenntnisse ist, dass der Brennstoffzellenmotor im PKW-Bereich aktuell nicht relevant ist. Demgegenüber sind LKWs, Maschinen und Anlagen, die bisher mit Diesel oder Benzin betrieben werden, ein wachsender Markt. Hierauf wird bei der Zusammenarbeit künftig auch der Schwerpunkt gelegt werden. Erste Kontakte konnten bei der letzten Mitgliederversammlung bereits geknüpft werden.

Daneben arbeitet die KLEINER GmbH in speziellen Cluster-Initiativen mit, wie z. B. dem Zentrum für Präzisionstechnik, der Initiative e-Mobil Baden-Württemberg, dem Automotive Cluster Bayern und vielen mehr.

Insbesondere das hauseigene "Innovationsteam" forscht und entwickelt in viele verschiedene Richtungen. Es wird hier sowohl an der Verbesserung von Prozessen als auch der Einführung neuer Techniken wie z.B. innovativer Reinigungsprozesse gearbeitet. Auch Eigenproduktentwicklungen im Bereich der Stromschienen finden statt. An den Entwicklungsaufträgen für Kunden ist unser Kompetenzstand gut abzulesen.

Sicherung von Geschäftsgeheimnissen

Insbesondere im Bereich der Entwicklung neuer Produkte, aber auch im Werkzeugbau und allen sonstigen Produktionsbereichen, tragen wir eine hohe Verantwortung hinsichtlich Integrität, Diskretion und Verschwiegenheit. Diese erfüllen wir, neben den branchenüblichen Standards und Anforderungen an die Verschwiegenheit, durch weitergehende Maßnahmen, wie Videoüberwachung sensibler Bereiche des Firmenareals, moderne Alarmtechnik und geeignete EDV-Kontrollen.

2. Chancen- und Risikobericht

KLEINER beobachtet regelmäßig die wesentlichen Risiken, die Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, um rechtzeitig notwendige Vorkehrungen zu treffen und Maßnahmen einzuleiten. Existenzgefährdende Risiken sind uns trotz der globalen Konflikte nicht bekannt. Um Wiederholungen zu vermeiden, verweisen wir hinsichtlich der Risikoeinschätzung auf unsere Ausführungen im Abschnitt "Ergebnisentwicklung"

Unabhängig von den genannten Ungewissheiten treten wir den generellen Risiken einzelner Märkte durch eine konsequente Erweiterung unserer Kundenbasis entgegen. Durch die eigene Entwicklung innovativer Produkte und die enge Zusammenarbeit mit strategischen Entwicklungspartnern erschließen wir uns neue Zielmärkte. Die sich aus den Marktveränderungen ergebenden Chancen werden wir durch eine weitere Verstärkung unserer Vertriebsaktivitäten und einen weiteren Ausbau unserer Kompetenzen im Sinne eines integrierten Produktportfolios vom Werkzeug über die Stanzteile bis hin zu komplexen Baugruppen wahrnehmen.

Implementierung eines umfangreichen Risikofrühwarnsystems

Zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird kontinuierlich ein Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Veränderungen angepasst wird und als Basis für die weitere Finanzmitteldisposition dient.

Um Haftungsrisiken möglicher Schadensfälle zu vermindern und eventuelle Verluste zu vermeiden, bestehen Haftpflichtversicherungen. Die Deckungssummen dieser Versicherungen werden jährlich geprüft und angepasst.

Um zukünftige Risiken insbesondere im Marktverhalten unserer Partner, sowohl im Einkauf als auch im Vertrieb, noch gezielter feststellen, beurteilen und kontrollieren zu können, wurde ein umfangreiches Risikofrühwarnsystem entwickelt, welches über die bisherigen für unsere Branche und Unternehmensgröße notwendigen Systeme hinausgeht.

3. Unternehmensziele

Die konsequente laufende Verbesserung unserer Geschäftsprozesse, die Ausrichtung unserer Organisation an die Anforderungen einer optimalen Kundenorientierung sowie der Einsatz neuer umweltschonender Technologien sind nur einige unserer anspruchsvollen Ziele. Auch in Zukunft achten wir darauf, dass bei uns durch regelmäßige Qualifizierungsmaßnahmen sehr gut ausgebildete und hoch motivierte Mitarbeiter arbeiten.

Ein Schwerpunkt in der Ausrichtung der Unternehmensziele ist die digitale Transformation der Geschäftsprozesse und deren stetige Weiterentwicklung. Vor diesem Hintergrund ist die Automatisierung von Geschäftsprozessen ein zentraler Bestandteil jeder Digitalisierungsstrategie. Die Systemlandschaft und SAP-Modulwelt sollen im Zuge dessen auf die neuen Anforderungen weiter ausgebaut werden.

"Lösungen zu denken", um unseren Kunden höchste Qualität just in time zur 100-prozentigen Erfüllung ihrer Anforderungen zu bieten, bleibt unsere Maxime. Die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer strategischen Geschäftsfelder und deren konsequente Ausrichtung an den Ansprüchen unserer Kunden ist demzufolge weiterhin ein Schwerpunkt der unternehmerischen Tätigkeiten im kommenden Geschäftsjahr.

D. Sonstige Angaben und Schlusswort

Das Unternehmen tätigt im branchenüblichen Umfang eigene Forschung und Entwicklung.

Wie in den vergangenen Geschäftsjahren unterhält die Gesellschaft zur Herstellung von Stanzteilen und Baugruppen eine unselbstständige Zweigniederlassung in Eisingen.

Die Geschäftsführung versichert, dass im Lagebericht nach bestem Wissen der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Firma KLEINER GmbH so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird und dass die wesentlichen Chancen und Risiken hinsichtlich der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Herzlichen Dank im Namen der Geschäftsleitung an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, an unsere Kunden und Lieferanten sowie an alle sonstigen Geschäftspartner.

Bilanz

Aktiva

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. Anlagevermögen 14.618.240,52 12.454.049,50
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 296.952,99 224.597,75
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 296.952,99 224.597,75
II. Sachanlagen 14.321.134,22 12.229.301,75
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.149,15 16.230,81
2. technische Anlagen und Maschinen 11.218.149,94 10.646.419,03
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.643.924,04 1.237.928,23
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.444.911,09 328.723,68
III. Finanzanlagen 153,31 150,00
1. Genossenschaftsanteile 153,31 150,00
B. Umlaufvermögen 29.242.295,02 37.402.877,14
I. Vorräte 20.426.824,13 23.176.932,34
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 11.833.388,10 16.513.282,64
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.550.715,78 3.364.316,82
3. fertige Erzeugnisse und Waren 5.042.720,25 3.299.332,88
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.776.246,53 7.951.502,66
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.599.561,29 6.718.718,69
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.176.685,24 1.232.783,97
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.039.224,36 6.274.442,14
C. Rechnungsabgrenzungsposten 210.188,57 215.730,25
Aktiva 44.070.724,11 50.072.656,89

Passiva

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. Eigenkapital 11.415.439,46 37.284.065,30
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinn-/Verlustvortrag 30.036.030,04
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 6.248.035,26
IV. Bilanzgewinn 10.415.439,46
davon Gewinnvortrag 36.284.065,30
B. Rückstellungen 2.326.450,00 1.433.420,00
1. Steuerrückstellungen 774.000,00
2. sonstige Rückstellungen 1.552.450,00 1.433.420,00
C. Verbindlichkeiten 30.328.834,65 11.355.171,59
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 26.083.715,64 5.589.046,21
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.488.622,14 1.048.724,67
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 20.595.093,50 4.540.321,54
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 619.180,00 253.520,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 619.180,00 253.520,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 704.727,78 3.618.543,80
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 704.727,78 3.618.543,80
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.921.211,23 1.894.061,58
davon aus Steuern 1.303.910,16 444.024,60
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.846.211,23 1.744.061,58
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 75.000,00 150.000,00
Passiva 44.070.724,11 50.072.656,89

Gewinn- und Verlustrechnung

1.7.2022 - 30.6.2023
EUR
1.7.2021 - 30.6.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 63.933.497,26 59.951.080,43
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.929.786,33 1.644.041,71
3. andere aktivierte Eigenleistungen 164.816,85
4. sonstige betriebliche Erträge 2.756.786,84 3.119.785,86
5. Materialaufwand 35.206.093,70 32.497.379,11
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 22.677.402,08 20.771.660,97
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 12.528.691,62 11.725.718,14
6. Personalaufwand 14.638.341,57 13.935.557,24
a) Löhne und Gehälter 11.916.100,35 11.477.656,55
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.722.241,22 2.457.900,69
davon für Altersversorgung 179.395,84 310.676,34
7. Abschreibungen 2.931.332,77 2.427.474,14
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.931.332,77 2.427.474,14
davon außerplanmäßige Abschreibungen 3.000,00
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.858.256,39 6.548.233,85
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 4,50 6,00
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.309,75 533,95
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 708.764,42 161.169,49
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.011.807,52 2.895.067,21
13. Ergebnis nach Steuern 6.432.605,16 6.250.566,91
14. sonstige Steuern 1.231,00 2.531,65
15. Jahresüberschuss 6.431.374,16 6.248.035,26
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 36.284.065,30
17. Ausschüttung 32.300.000,00
18. Bilanzgewinn 10.415.439,46

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft ist zum Abschlussstichtag als große Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 2 HGB einzustufen. Daher wird sie für das abgelaufene Wirtschaftsjahr als große Kapitalgesellschaft behandelt. Die im Handelsgesetzbuch vorgesehenen Erleichterungen wurden entsprechend in Anspruch genommen.

Der Jahresabschluss der Firma "KLEINER GmbH" mit Sitz in 75179 Pforzheim (Amtsgericht Mannheim, HRB 502279) wurde nach den Vorschriften des dritten Buches des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie den Regelungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Er besteht aus der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung sowie dem Anhang. Ergänzend hierzu war ein Lagebericht zu fertigen.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital und die Schulden sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend gegliedert.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen.

Rückstellungen sind nur im Rahmen des § 249 HGB gebildet worden.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 6.431.374,16 € auf neue Rechnung vorzutragen.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Dem stehen tatsächliche und rechtliche Gegebenheiten nicht entgegen.

Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Abschlussstichtag einzeln bewertet worden.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert waren.

Im Einzelnen:

Die Bilanzierung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer (im Regelfall 8 bis 12 Jahre) des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. 1 S. 1, Abs. 3 HGB).

Bei den erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen erfolgte die Abschreibung linear. Im Jahr des Zuganges zeitanteilig. Die Gesellschaft verzichtet auf eine Inanspruchnahme des Wahlrechts gemäß § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB, insoweit werden selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens nicht aktiviert.

Das unbewegliche Sachanlagevermögen wird verteilt auf die voraussichtliche Nutzungsdauer (im Regelfall 5 Jahre) linear abgeschrieben. Mit Ausnahme eines gebildeten Festwertes für maschinengebundene Werkzeuge wurde seit dem 01.01.2008 bis zum 31.12.2019 und wieder ab dem Wirtschaftsjahr 2022/23 das bewegliche Anlagevermögen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer nur linear abgeschrieben. In der Zeit vom 01.01.2020 bis zum 30.06.2022 wurde neben der linearen Abschreibung Teile der Neuzugänge in den Bereichen "Technische Anlagen, Maschinen und Kraftfahrzeuge" degressiv abgeschrieben; im Jahr des Zugangs zeitanteilig. Ein Wechsel von der degressiven zur linearen Methode wird in allen Fällen vorgenommen, in denen sich höhere Abschreibungsbeträge bei der linearen Abschreibung ergeben.

Für zugehende selbständig nutzungsfähige Vermögensgegenstände bis 800,00 € wird die auch handelsrechtlich zulässige Vollabschreibung in Anspruch genommen.

Die Finanzanlagen wurden alle zu Anschaffungskosten angesetzt. Aufgrund der Fusion der Volksbank Pforzheim mit der Volksbank Karlsruhe zur Volksbank pur ist der bisherige Geschäftsanteil an der Volksbank Pforzheim in Höhe von 150,00 € in zwei Geschäftsanteile zu je 100,00 € an der Volksbank pur umgewandelt worden. Der dadurch fehlende Betrag in Höhe von 50,00 € wird, soweit keine Einzahlung erfolgt, jeweils durch Verrechnung mit einer seitens der Volksbank pur beschlossenen Dividendenausschüttung sukzessive erbracht. Wertverluste sind bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses keine eingetreten.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu den Anschaffungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war. Für die Ermittlung der Anschaffungskosten wird die gleitende Durchschnittsmethode angewendet. Diese Methode bildet den Verbrauch nach unserer eingesetzten Lagertechnik den tatsächlichen Verhältnissen entsprechend ab.

Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte mit dem Nominalwert. Neben notwendigen Einzelwertberichtigungen wird den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken durch Bildung einer angemessen dotierten Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt.

Unabhängig von einer Verzinsung, haben alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände eine Laufzeit von unter einem Jahr.

Die bilanzierten Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Soweit gewichtige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr zu bilden sind, werden diese mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 S. 1 HGB).

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB).

Die erhaltenen Anzahlungen werden ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens stellt sich wie folgt dar:

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.07.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.311.229,77 74.029,45 0,00 90.295,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.311.229,77 74.029,45 0,00 90.295,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.641,98 10,00 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 22.459.557,55 4.052.564,22 5.427.627,43 2.439.330,23
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.330.942,71 826.499,56 9.963,00 0,00
4. Anzahlungen auf techn. Anlagen und Maschinen 328.723,68 3.645.812,64 0,00 -2.529.625,23
Summe Sachanlagen 27.138.865,92 8.524.886,42 5.437.590,43 -90.295,00
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 150,00 3,31 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 150,00 3,31 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 28.450.245,69 8.598.919,18 5.437.590,43 0,00

Fortsetzung Entwicklung des Anlagevermögens:

Anschaffungs-, Herstellungskosten 30.06.2023
EUR
kumulierte Abschreibungen 01.07.2022
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.475.554,22 1.086.632,02 91.969,21 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.475.554,22 1.086.632,02 91.969,21 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.651,98 3.411,17 2.091,66 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 23.523.824,57 11.813.138,52 2.416.768,15 1.924.232,04
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.147.479,27 3.093.014,48 420.503,75 9.963,00
4. Anzahlungen auf techn. Anlagen und Maschinen 1.444.911,09 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 30.135.866,91 14.909.564,17 2.839.363,56 1.934.195,04
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 153,31 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 153,31 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 31.611.574,44 15.996.196,19 2.931.332,77 1.934.195,04

Fortsetzung Entwicklung des Anlagevermögens:

Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 01.07.2023
EUR
Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Buchwert 30.06.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 1.178.601,23 0,00 296.952,99
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 1.178.601,23 0,00 296.952,99
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 5.502,83 2.091,66 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 12.305.674,63 2.416.768,15 1.924.232,04
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 3.503.555,23 420.503,75 9.963,00
4. Anzahlungen auf techn. Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 0,00 1.444.911,09
Summe Sachanlagen 0,00 15.814.732,69 2.839.363,56 1.934.195,04
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 153,31
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 153,31
Summe Anlagevermögen 0,00 16.993.333,92 0,00 14.618.240,52

Das Eigenkapital setzt sich wie folgt zusammen:

Stammkapital 1.000.000,00 €
Bilanzgewinn 10.415.439,46 €
11.415.439,46 €

Während des Wirtschaftsjahres 2022/23 wurde eine zum 02.01.2023 fällige Gewinnausschüttung in Höhe von 32.300.000,00 € beschlossen und durchgeführt.

Die Rückstellungen gliedern sich wie folgt:

Stand 30.06.2022
EUR
Verbrauch
EUR
Auflösung
EUR
Zuführung
EUR
+Aufzinsung -Abzinsung
EUR
Stand 30.06.2023
EUR
Steuerrückstellungen 0,00 0,00 0,00 774.000,00 0,00 774.000,00
Sonst. Rückstellungen *) 1.433.420,00 518.998,76 545.161,24 1.183.190,00 0,00 1.552.450,00
Summe 1.433.420,00 518.998,76 545.161,24 1.957.190,00 0,00 2.326.450,00

*) Hierin sind Rückstellungen zum Bilanzstichtag mit einem Erfüllungsbetrag in Höhe 11.500,00 € enthalten, die voraussichtlich später als in 12 Monaten fällig werden, bei denen wegen Geringfügigkeit auf eine Abzinsung verzichtet wurde.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten unter anderem:

• Rückstellungen für ausstehende Abrechnungen des Energielieferanten 595.900,00 €
• Rückstellungen für Urlaub 348.400,00 €
• Rückstellungen für Gewährleistungen 216.900,00 €
• Rückstellungen für Abschluss- / Prüfungskosten 148.640,00 €
• Rückstellungen für Prämien. 127.500,00 €

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten (§ 268 Abs. 5 S. 1 HGB, § 285 Nr.1 und Nr. 2 HGB) ergeben sich wie folgt:

Geschäftsjahr
EUR
in 1 Jahr
EUR
in 2 bis 5 Jahre
EUR
nach 5 Jahre
EUR
Gegenüber Gesellschaftern
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 26.083.715,64 5.488.622,14 19.062.960,29 1.532.133,21
Erhaltene Anzahlungen 619.180,00 619.180,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 704.727,78 704.727,78
Sonstige Verbindlichkeiten 2.921.211,23 2.846.211,23 75.000,00 0,00 0,00
Summe 30.328.834,65 9.658.741,15 19.137.960,29 1.532.133,21 0,00

Es bestehen zum Bilanzstichtag keine Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Aufwendungen und Erträge des Wirtschaftsjahres sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt worden.

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen:

Erlöse Stanztechnik 57.965.450,51 €
Erlöse Werkzeug-, Formen- und Musterbau 5.598.170,17 €
Erlöse Sonstige 369.876,58 €
63.933.497,26 €

Aufgliederung der Umsatzerlöse geografisch:

Erlöse Inland 49.194.825,42 €
Erlöse übrige EU-Länder 12.837.577,31 €
Erlöse Drittländer 1.901.094,53 €
63.933.497,26 €

V. Zusätzliche Angaben

1. Statt einer Direktzusage hat die Gesellschaft für ihre Mitarbeiter eine Unterstützungskasse gegründet. Das vorhandene Kassenvermögen der Unterstützungskasse in Höhe von 1.301.866,62 € verfehlt die Barwerte der Zusagen um einen Betrag in Höhe von 1.298.213,44 €.

2. Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr voraussichtlich berechnete Gesamthonorar beträgt 18.000,00 €. Durch Rückstellungsbildung entfällt hiervon auf die Abschlussprüfungsleistungen ein Honorar in Höhe von 18.000,00 €.

3. Zum 30.06.2023 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB):

Höhe der Verpflichtung Jahresbetrag
Mietverträge Immobilien 9.218.869,20 € 1.024.318,80 €
Mietverträge Mobilien 171.703,50 € 57.234,50 €
Leasingverträge materiell 6.720.063,30 € 998.211,77 €
Lizenzen 193.149,79 € 175.623,80 €

4. Verpflichtungen aus begonnenen Investitionsvorhaben

Die Gesellschaft hat gemäß Auftragsvergabe gegenüber einem Lieferanten zum Bilanzstichtag unter Abzug bereits geleisteter Zahlungen gemäß bestehender Abschlagszahlungsvereinbarung noch eine Restverbindlichkeit in Höhe von brutto 220.864,00 € auszugleichen. Die Auftragsvergabe betrifft einen Vermögensgegenstand im Bereich "Technische Anlagen und Maschinen", der zum Bilanzstichtag mangels Betriebsbereitschaft noch nicht aktivierungsfähig ist. Aufgrund des schwebenden Geschäfts ist daher die o.g. Zahlungsverpflichtung noch nicht passiviert worden.

5. Im Wirtschaftsjahr 2022/23 wurden ohne Geschäftsführer im Durchschnitt 246 Mitarbeiter beschäftigt. Diese können in folgende Gruppen eingeteilt werden:

Vollzeit 221 Mitarbeiter
Teilzeit 18 Mitarbeiter
Aushilfen 7 Mitarbeiter

6. Die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen.

7. Geschäftsführung:

• Thomas Kleiner - Werkzeugmachermeister

• Joachim Hartrumpf - Dipl.-Betriebswirt VWA

 

Pforzheim, den 15. September 2023

gez. Thomas Kleiner, Geschäftsführer

gez. Joachim Hartrumpf, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 10.10.2023 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die KLEINER GmbH, Pforzheim

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der KLEINER GmbH, Pforzheim, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der KLEINER GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil meines Bestätigungsvermerks.

 

Köln, den 2. Oktober 2023

MAUREL GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Martin Josef Philippsen, Wirtschaftsprüfer

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