Ritter Objekt GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Samuel Krebber seit 19.12.2024 | Geschäftsführer |
Michael Kazinski-Höfer seit 29.8.2024 | Geschäftsführer |
Stefano Vega Mazzeo seit 25.4.2024 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
VWR International B.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Ritter GmbHSchwabmünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023der Ritter GmbH, Schwabmünchen1. Grundlagen der GesellschaftDie Ritter GmbH fertigt in Kunststoffspritzgusstechnik Kartuschen, medizinische Produkte und Baustoffprodukte. Die Kernfunktion des Unternehmens ist die Herstellung hochwertiger Kunststoffkartuschen und hochpräziser medizinischer Kunststoffkomponenten. Der Standort des Unternehmens befindet sich in Schwabmünchen. Alle Fertigungs- sowie Back-Office-Support- und Managementaktivitäten werden an diesem Standort abgewickelt (Personal, Marketing usw.). Für die Produktbereiche Kartuschen und Baustoffprodukte ist der Hauptabsatzmarkt Europa, für die medizinischen Komponenten ist der Absatzmarkt global. Am 10. Juni 2021 wurden sämtliche Anteile an der Ritter GmbH durch die VWR International Investors Europe GmbH, Darmstadt, erworben, die seitdem alleinige Gesellschafterin der Ritter GmbH ist. Seitdem wird die Ritter GmbH in den Konzernabschluss der Avantor Inc. mit Geschäftssitz in Radnor, Pennsylvania/USA einbezogen. Die Geschäftsstrategie der Ritter GmbH besteht darin, qualitativ hochwertige Kartuschen (z.B. für die Bauindustrie) sowie medizinische Produkte (z.B. Roboterspitzen für Pipettierroboter) herzustellen und zu verkaufen. Durch die Einbindung in den Avantor-Konzern hat man für den medizinischen Bereich Zugang zu weltweiten Vertriebskanälen, während die Kartuschenverkäufe durch ein lokales Vertriebsteam der Gesellschaft vorgenommen werden. Am 17. November 2022 hat die Gesellschaft mit der VWR International Investors Europe GmbH als Organträgerin einen Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen, dem die Gesellschafterversammlung durch Beschluss vom 24. November 2022 zugestimmt hat. 2. Wirtschaftliche RahmenbedingungenIm Jahr 2023 war die wirtschaftliche Lage in Deutschland von mehreren Herausforderungen geprägt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank preisbereinigt um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr1. Die hohen Energiepreise und die schwache weltwirtschaftliche Entwicklung belasteten die Konjunktur2. Trotz dieser Schwierigkeiten gab es auch positive Entwicklungen. Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte mit etwa 45,9 Millionen ein Rekordniveau1. Zudem konnte die Bundesregierung durch umfangreiche Maßnahmen die Energieversorgung sichern und den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben2.
1
www.handelsdaten.de/branchen/gesamtwirtschaftliche-rahmenbedingungen
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www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/jahreswirtschaftsbericht-2023-2160264 Im Jahr 2023 hatte die Kunststoffindustrie in Deutschland mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. Die Produktion von Kunststoffen verzeichnete einen Rückgang von etwa 17,6 % im Vergleich zu 20213. Auch die Verarbeitung von Kunststoffen ging um rund 8,5 % zurück3. Diese Rückgänge wurden durch steigende Energiekosten, häufige Änderungen der politischen Zielvorgaben und zunehmende Bürokratie verursacht4. Trotz dieser Herausforderungen gab es auch positive Entwicklungen. Der Einsatz von recycelten Kunststoffen in der Verarbeitung stieg im Zeitraum von 2021 bis 2023 um 17 %3. Das auf den Pharma-Markt spezialisierte Marktforschungsunternehmen IQVIA zeigt in seiner 2023-Studie einen zum Vorjahr angestiegenen Umsatz des deutschen Pharma-Markts für das Kalenderjahr 2023 mit 5,7 % (Vorjahr: 5,4 %) bei einem gesunkenen Absatz von 2 %. Wir befinden uns in den genannten Branchen aufgrund unserer spezifischen Produkte in Nischenmärkten. Vor diesem Hintergrund kann die Unternehmensentwicklung teilweise von der Branchenentwicklung abweichen. 3. WirtschaftsberichtFinanzielle und nichtfinanzielle LeistungsindikatorenDas Unternehmen wurde im Geschäftsjahr 2023 primär über die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse, EBITDA sowie das modifizierte Ergebnis nach Steuern gesteuert. Finanzielle Leistungsindikatoren der Vermögens- und Finanzlage bestehen nicht, da das Finanzmanagement zentral im Konzernverbund erfolgt. Die Kennziffern beruhen auf den für den Avantor-Konzern erstellten Reporting Packages nach US-GAAP. Wesentliche Unterschiede zwischen dem Jahresabschluss nach HGB und dem Reporting Package nach US GAAP bestehen in Bezug auf das EBITDA nicht. Im Geschäftsjahr 2023 bestanden keine wesentlichen Unterschiede in der Umsatzrealisation nach US-GAAP im Vergleich zu den im handelsrechtlichen Jahresabschluss nach HGB ausgewiesenen Umsatzerlösen. Der Unterschied beim modifizierten Ergebnis nach Steuern ist vor allem auf die Erfassung von Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände zurückzuführen, die im Zuge der Akquisition durch den Avantor-Konzern im Reporting Package der Ritter GmbH nach US GAAP zu erfassen sind. Obwohl wir den Bereichen Gesundheits-, Arbeits- und Umweltschutz sowie Mitarbeiterzufriedenheit eine hohe Bedeutung beimessen, haben wir diese Aspekte auch im Geschäftsjahr 2023 nicht zur Steuerung unseres Unternehmens herangezogen.
4
www.pro-kunststoff.de/aktuelles/klimagerechtes-bauen-auf-der-bau-2025.html ErtragslageDie Umsatzerlöse sind von TEuro 126.789 im Geschäftsjahr 2022 auf TEuro 97.138 im Geschäftsjahr 2023 gesunken. Das bedeutet einen Rückgang von 23,4 % gegenüber dem Vorjahr. Das Ergebnis vor Ergebnisabführung erhöhte sich von TEuro -41.794 im Geschäftsjahr 2022 auf TEuro -6.043 im Geschäftsjahr 2023. Folgende Faktoren haben wesentlich zu dieser Entwicklung beigetragen: Das Unternehmen leidet noch immer unter dem Rückgang bei medizinischen Produkten weltweit, im Speziellen nach medizinischen Roboterspitzen. Dies zeigt sich in einem Umsatzrückgang bei medizinischen Produkten von TEuro 43.054 im Geschäftsjahr 2022 auf TEuro 12.880 im Geschäftsjahr 2023. Vor dem Hintergrund der oben beschriebenen Entwicklung in der Kunststoffindustrie konnten die Umsatzerlöse im Kartuschenbereich von TEuro 80.083 im Geschäftsjahr 2022 auf TEuro 80.646 im Geschäftsjahr 2023 leicht gesteigert werden. Die Umsatzerlöse lagen damit insgesamt um TEuro 29.651 unter dem Niveau des Vorjahres, allerdings auf dem Niveau unserer Planungen (TEuro 95.000 bis TEuro 105.000). Die Sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich im Vorjahresvergleich von TEuro 15.293 auf TEuro 1.436. Zurückzuführen ist diese Entwicklung vor allem auf Erträge aus Schadenersatzzahlungen eines Großkunden aufgrund der Kündigung des Vertrages zur Belieferung mit medizinischen Produkten (TEuro 11.995), die im Geschäftsjahr 2022 realisiert wurden. Der Materialaufwand ist im Vorjahresvergleich von TEuro 53.924 auf TEuro 42.707 unterproportional zu den Umsatzerlösen gesunken. Die Materialaufwandsquote (definiert als prozentuales Verhältnis des Materialaufwandes zu den Umsatzerlösen zzgl. der Bestandsveränderung) erhöhte sich von 43,2 % auf 45,0 %. Diese Entwicklung beruht vor allem auf einer Verschiebung im Umsatzmix von hochmargigen Medizinumsatzerlösen hin zu Umsatzerlösen im Kartuschenbereich. Schließlich wurden die Aufwendungen für Leiharbeitnehmer nicht in dem Maße verringert, wie sich die Umsatzerlöse verringert haben. Der Personalaufwand bewegt sich, im Wesentlichen aufgrund einer um 70 rückläufigen durchschnittlichen Mitarbeiterzahl, mit TEuro 23.114 unter dem Niveau des Vorjahres (TEuro 26.347). Daneben ist diese Entwicklung auch auf deutlich Bonuszahlungen sowie geringeren Zahlungen für Überstunden sowie Sonn- und Feiertagsarbeiten zurückzuführen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind vor allem aufgrund von außerplanmäßigen Abschreibungen im Geschäftsjahr 2022 deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (2023: TEuro 6.883). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 28.499 TEUR und liegen damit auf einem niedrigeren Niveau als im Vorjahr (36.662 TEUR). Diese Entwicklung beruht auf rückläufigen Aufwendungen aus der Bildung von Drohverlustrückstellungen (TEuro -2.115) sowie geringeren Aufwendungen für Ausgangsfrachten, Verpackungskosten sowie Logistikkosten (TEuro -6.542). Der Rückgang der Ausgangsfrachten beruht dabei vor allem auf den rückläufigen Umsatzerlösen im Medizinbereich. Das EBITDA lag für das Geschäftsjahr 2023 bei TEuro 2.156 (2,2 % der Umsatzerlöse) und damit deutlich unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2022 (TEuro 18.891, d.s. 14,9 % der Umsatzerlöse). Zurückzuführen ist der deutliche Rückgang vor allem auf rückläufige Erträge aus Schadenersatzzahlungen eines Großkunden aufgrund der Kündigung des Vertrages zur Belieferung mit medizinischen Produkten (TEuro 11.995), die im Geschäftsjahr 2022 realisiert wurden. Daneben wirkte such auch die Verschiebung im Umsatzmix von hochmargigen Medizinumsatzerlösen hin zu Umsatzerlösen im Kartuschenbereich aus. Vor diesem Hintergrund lag das EBITDA auf dem Niveau unserer Planungen (Mio. Euro 1 und Mio. Euro 3). Aufgrund deutlich rückläufiger außerplanmäßiger Abschreibungen liegt das Ergebnis nach Steuern trotz des Rückgangs der Geschäftsaktivitäten in der Medizintechnikbranche und rückläufigen Erträgen aus Schadenersatzzahlungen, mit TEuro -6.043 deutlich über dem Vorjahr (TEuro -41.793). Diese Entwicklung lag allerdings deutlich oberhalb unserer Erwartungen (zwischen Mio. Euro -18 und Mio. Euro -20), was vor allem an einer sehr konservativen Markteinschätzung infolge der globalen Unsicherheiten inklusive anhaltender Lieferketten Thematiken lag. FinanzlageZiel des Finanzmanagements ist es, die Liquidität der Gesellschaft jederzeit sicherzustellen. Dies ist durch langjährige Kreditbeziehungen gewährleistet. Der Finanzmittelfonds der Gesellschaft besteht aus den liquiden Mitteln sowie Cash-Pooling Verbindlichkeiten, da diese der laufenden Disposition der liquiden Mittel dienen. Die Finanzlage lässt sich anhand einer Kapitalflussrechnung in Anlehnung an DRS 21 wie folgt darstellen: scroll
Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit wird im Wesentlichen geprägt durch die Vereinnahmung von Zahlungsmitteln aus Steuerüberzahlungen vorheriger Geschäftsjahre sowie aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEuro -7.487 resultiert aus Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen sowie Einzahlungen für Anlagenabgänge und beruht vor allem auf der Ausweitung der Produktionslinien am Standort in Schwabmünchen. Der negative Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEuro -13.467 basiert im Wesentlichen aus der Tilgung von Gesellschafterdarlehen im Laufe des Geschäftsjahres. Die Zahlungsmittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEuro 5.460 sowie die Einzahlungen im Zuge der Finanzierungstätigkeit haben nicht ausgereicht, um den Finanzierungsbedarf der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 zu decken. Dies führte zu einem Rückgang des Finanzmittelfonds um TEuro -15.494. Das Unternehmen ist in das Cash-Pooling der europäischen Avantor Gesellschaften eingebunden. Der Cash-Pool wird von der VWR Investors Europe GmbH, Darmstadt, geführt. Über den konzerninternen "Cash Pool" haben wir Zugriff auf Finanzierungsressourcen zur Abdeckung unseres kurzfristigen Liquiditätsbedarfs. Auch im Geschäftsjahr 2023 ist die planmäßige Fortsetzung der Investitionen in den Maschinenpark am Standort in Schwabmünchen vorgenommen worden. Die Investitionen bewegten sich auch hier im mittleren einstelligen Millionenbereich. Durch die Einbindung in den Avantor-Konzern ergeben sich für unsere Gesellschaft aber auch Finanzierungsmöglichkeiten in Form von Darlehensaufnahmen, mit denen diese Investitionen finanziert werden können. In das Sachanlagevermögen investierte das Unternehmen TEuro 4.259 mit geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau, gefolgt von TEuro 2.813 für technische Anlagen und Maschinen. Zudem führte der Abschluss eines Ergebnisabführungsvertrages mit der VWR International Investors Europe GmbH, Darmstadt, dazu, dass ab dem Geschäftsjahr 2022 die Ritter GmbH ihren gesamten handelsrechtlichen Jahresüberschuss an die VWR International Investors Europe GmbH, Darmstadt, abführt bzw. dass die VWR International Investors Europe GmbH, Darmstadt, einen eventuellen handelsrechtlichen Jahresfehlbetrag ausgleicht. Die hieraus resultierenden Zahlungsmittelzuflüsse werden wir für Darlehenstilgungen und die Finanzierung des operativen Geschäftsbetriebes nutzen. VermögenslageDie Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um 1,5 % auf TEuro 124.040 gestiegen. Folgende Faktoren haben wesentlich zu dieser Entwicklung beigetragen: Das Anlagevermögen ist von TEuro 32.656 auf TEuro 33.193 gestiegen. Der Hauptgrund für den Anstieg ist eine Steigerung in den Sachanlagen (Technische Anlagen und Maschinen). Die Investitionen in das Anlagevermögen des Geschäftsjahres 2023 beliefen sich auf TEuro 8.030 und sind vor allem für die Anschaffung neuer Produktionslinien am Standort in Schwabmünchen aufgewendet worden. Das Vorratsvermögen bewegt sich mit TEuro 13.099 unter dem Vorjahr (TEuro 16.451) mit Rückgängen von 21 % bzw. 20 % bei Rohstoffen und Fertigwaren. Zurückzuführen ist dieser Rückgang vor allem auf geringere Beschaffungsvolumina im Bereich der medizinischen Produkte. Einhergehend mit der Verringerung der Umsatzerlöse im Medizinbereich im Jahr 2023 haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEuro 1.672 auf TEuro 12.560 verringert. Die Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen beruht vor allem auf der Erfassung der Forderungen aus Verlustübernahme (TEuro +6.040) gegen die VWR International Investors Europe GmbH, Darmstadt. Der Rückgang der Sonstigen Vermögensgegenstände beruht vor allem auf der Rückzahlung von Forderungen gegen Steuerbehörden aus Vorauszahlungen auf Gewerbe- und Körperschaftssteuer. Die Zahlungsmittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie die Einzahlungen im Zuge der Finanzierungstätigkeit haben ausgereicht, um den Finanzierungsbedarf der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 zu decken. Dies führte zu einem Anstieg der liquiden Mittel um TEuro 5.040. Auf der Passivseite der Bilanz verringerten sich die Rückstellungen um 24.4 %. Zurückzuführen ist diese Entwicklung vor allem auf die Zahlung von Steuerverpflichtungen für vororganschaftliche Zeiträume. Zudem verringerten sich die Sonstigen Rückstellungen vor allem aufgrund der rückläufigen Personalverpflichtungen (TEuro 1.166). Die Verbindlichkeiten bewegen sich mit TEuro 27.378 über dem Niveau des Vorjahres (TEuro 22.772). Aufgrund des rückläufigen Geschäftsvolumens haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bzw. aus Lieferungen und Leistungen im Vorjahresvergleich um TEuro 856 bzw. TEuro 1.997 verringert. Im Zuge der Finanzierung von Anlagenzugängen wurden im Geschäftsjahr 2023 Cashpooling-Verpflichtungen bei der VWR International Investors Europe GmbH, Darmstadt, aufgenommen, was im Wesentlichen zu einer Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEuro 7.924 führte. Das Eigenkapital beträgt unverändert TEuro 87.718, die Eigenkapitalquote beträgt 70,7 % nach 71,8 % im Vorjahr. Forschung und EntwicklungStändige Neuentwicklungen von Produkten und Weiterentwicklungen an bestehenden Produkten in den Bereichen Kartuschen, Baustoffe und Medizintechnik sollen es uns ermöglichen, einem starken Wettbewerb erfolgreich zu begegnen. Der Schwerpunkt der Forschung und Entwicklung lag im Geschäftsjahr 2023 auf der Herstellung von Pipetten und Laborbedarf, die mit den medizinischen Roboterpipettenmaschinen kompatibel sind, sowie auf der Herstellung spezieller Kartuschen für die Bauindustrie. Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 11 Mitarbeiter (Vorjahr: 11 Mitarbeiter) im Bereich der Forschung und Entwicklung. Gesamtaussage zur LageNach Darstellung und Erläuterung der wichtigsten Posten und ihrer wesentlichen Veränderungen sehen wir die Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage im laufenden Geschäftsjahr aufgrund der Entwicklung im Medizinbereich negativ. Wir sehen ebenfalls einen erhöhten kompetitiven Druck im Kartuschengeschäft und eine stagnierende Dynamik für den Medizinbereich verursacht durch Unsicherheiten in der geopolitischen Lage. Vor diesem Hintergrund ist die Geschäftsführung mit der Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 nicht zufrieden. 4. Ausblick sowie Chancen- und RisikoberichterstattungRisikomanagementSämtliche Gesellschaften des Avantor-Konzerns sind in ein monatliches Reportingsystem eingegliedert, welches die Früherkennung von möglichen Fehlentwicklungen unterstützt. Zur Überwachung von Entwicklungen und Risiken wurden regelmäßige Treffen der Geschäftsführung mit dem europäischen Avantor-Management abgehalten. Hierbei wurden Abweichungen zu Planungen aufgezeigt und untersucht sowie Anpassungsmaßnahmen diskutiert. Für die Risikobeurteilung der Geschäftstätigkeit sind folgende Faktoren aus unserer Sicht von Bedeutung. Dabei erfolgt die Bewertung der Risiken je nach Einschätzung über die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Risikoausmaß, wobei ein hohes Risiko mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von > 50 % und einer wirtschaftlichen Auswirkung von > 1,0 Mio. €, im Falle seines Eintretens, definiert ist. Alle anderen Risiken ordnen wir als gering ein. Finanzwirtschaftliche RisikenEin Ausfallrisiko für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besteht darin, dass Kunden ihre finanziellen Verpflichtungen nicht oder nicht vollumfänglich erfüllen und hierdurch ein finanzieller Schaden für unsere Gesellschaft entsteht. Um diesem Risiko zu begegnen, betreiben wir ein aktives Forderungsmanagement mit dem Ziel, überfällige Forderungen zu vermeiden. Neben dieser Risikovorsorge hat der Konzern der Avantor Inc. ein Verfahren zur Wertberichtigung von überfälligen Forderungen etabliert, welches wir ebenfalls anwenden. Vor diesem Hintergrund schätzen wir das Ausfallrisiko für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen unverändert zum Vorjahr als gering ein. Ein Liquiditätsrisiko besteht darin, dass wir nicht in der Lage wären, unsere finanziellen Verpflichtungen zeitgerecht und vollständig zu erfüllen. Aufgrund bestehender vertraglicher Beziehungen zu unseren Hausbanken sowie der Finanzierungsquellen des Avantor-Konzerns verfügt über einen ausreichenden Finanzmittelfonds zur Erfüllung von Zahlungsansprüchen. Die Entwicklung des Liquiditätsbestandes wird kontinuierlich überwacht, um etwaige Liquiditätsprobleme zu vermeiden. Wir stellen dadurch sicher, dass wir stets über ausreichende Mittel verfügen, um unseren Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können. Insofern schätzen wir das Liquiditätsrisiko unverändert zum Vorjahr als gering ein. Aufgrund unserer Geschäftstätigkeit haben wir einen sehr konstanten Zu- bzw. Abfluss von Zahlungsmitteln. Kurzzeitige Ungleichgewichte, die durch ein Auseinanderfallen des Erhalts von Kundenzahlungen und Auszahlungen an Mitarbeiter bzw. Lieferanten, entstehen könnten, werden über unseren Finanzmittelfonds abgedeckt. Vor diesem Hintergrund werden Risiken aus Zahlungsstromschwankungen und damit das Liquiditätsrisiko unverändert zum Vorjahr als gering eingeschätzt. Ein Zinsänderungsrisiko resultiert aus markbedingten Schwankungen des Zinsniveaus. Da unsere Finanzierung auf vertraglichen Beziehungen zu unseren Hausbanken sowie zu verbundenen Unternehmen beruht, sehen wir hierin kein Risiko für die Höhe von die durch unsere Gesellschaft zu leistenden Zinszahlungen. Ein rückläufiges Zinsniveau könnte zu geringeren Zinszahlungen an unsere Gesellschaft führen. Aufgrund der Höhe des Finanzmittelfonds sowie der Höhe des Zinsniveaus sehen wir hier allerdings aktuell unverändert kein nennenswertes Risiko für unsere Gesellschaft. Währungsrisiken entstehen aus Geschäften, die nicht in der Berichtswährung Euro abgewickelt werden. Unsere Transaktionen werden allerdings nahezu ausschließlich in Euro abgewickelt, weshalb wir ein Fremdwährungsrisiko unverändert zum Vorjahr als gering einstufen und nicht absichern. Der Avantor-Konzern setzt konzernweit Mechanismen zur Risikoabwägung in den Bereichen Kredit, Markt, Länder und Investitionen ein. In diesem Zusammenhang werden mögliche Risiken in Bezug auf Marktpreisänderungs- und Liquiditätsrisiken sowie die Entwicklung zukünftiger Zahlungsströme analysiert und im Bedarfsfall erforderliche Maßnahmen ergriffen. Insgesamt sehen wir die finanzwirtschaftlichen Risiken als gering an. Uns stehen alle Informationen über Risiken unserer Tochterunternehmen unmittelbar zur Verfügung, sodass wir in der Lage sind, geeignete Maßnahmen zur Risikovermeidung, Risikovorsorge und Beseitigung bereits eingetretener Risiken unmittelbar und selbst treffen zu können. Soweit bei Finanzanlagen Wertminderungen erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Möglichen Risiken durch Wertverluste wird grundsätzlich durch die konzernweiten Mechanismen zur Risikoabwägung begegnet. Vor diesem Hintergrund ordnen wir dieses Risiko unverändert zum Vorjahr als gering ein. Derivative Finanzinstrumente werden durch unsere Gesellschaft nicht eingesetzt, insofern besteht hier kein Risiko für uns. Operative Chancen und RisikenAbsatz im Bereich KartuschenDer Kartuschenbereich ist ein ausgereiftes Geschäft, bei dem der intensive Wettbewerb zu geringeren Margen führt. Der Kartuschenbereich ist von der Bauindustrie abhängig. Diese Branche ist zyklisch und von der Nachfrage im Wohnungs- und Gewerbesektor abhängig. Die Stagnation im Baugewerbe sowie die Preissteigerungen für Energie und Produkte hat zu einer konjunkturellen Eintrübung in der Bauindustrie geführt5. Dies könnte dazu führen, dass sich das Nachfrageverhalten nach unseren Produkten ändern könnte. Dies könnte neben niedrigeren Umsätzen auch mögliche Auslastungsprobleme in der Produktion nach sich ziehen. Wir schätzen das Risiko des Preisdrucks im Kartuschenbereich sowie das konjunkturelle Risiko in diesem Bereich als unverändert zum Vorjahr als hoch ein und begegnen diesem Risiko durch ein Lean Management, welches unsere Wettbewerbsfähigkeit sichern soll.
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https://www.bauindustrie.de/fileadmin/user_upload/Bauwirtschaft-im-Zahlenbild-2023-A5_final.pdf Absatz im MedizingeschäftDas Medizingeschäft ist ein Geschäft mit hochpräzisen Kunststoffen, wodurch größere Eintrittsbarrieren entstehen. Dies führt grundsätzlich zu einer höheren Bruttomarge. Im Medizingeschäft bestehen Wachstumschancen, für die jedoch intensive Investitionen sowie Forschung und Entwicklung erforderlich sind. Wir sehen ein mittleres Risiko darin, dass die Hersteller von Roboterpipettenmaschinen das Design ändern, was bedeutet, dass das aktuelle Pipettendesign geändert werden muss, was mehr Forschungs- und Entwicklungsarbeit erfordert. Wir schätzen die Absatzrisiken im Medizingeschäft als unverändert zum Vorjahr als hoch ein. Wir begegnen auch diesem Risiko mittels Lean Management, ohne jedoch unsere Investitionen in diesem Bereich gänzlich zurückzufahren, da wir in diesem Marktsegment auch erhebliche Potentiale sehen. Der Bereich der medizinischen Komponenten hat allerdings weniger Konkurrenz, wird jedoch von großen Herstellern medizinischer Maschinen dominiert. Hier besteht die Möglichkeit, preislich mit diesen Herstellern oder dem ausgelagerten Komponentenhersteller für die Maschinenhersteller zu konkurrieren. Gemäß der Einschätzung des Managements bewegt sich der Markt in niedrigen einstelligen Milliarden Bereich. Schon durch den Gewinn kleiner Marktanteile besteht somit die Chance, positive Ergebnisse im EBITDA zu erzielen. Zudem sehen wir durch die Einbindung in den Avantor-Konzern die Chance, die weltweiten Vertriebskanäle des Konzerns nutzen zu können. BeschaffungSowohl das Kartuschen- als auch das Medizintechnikgeschäft werden von den Kosten für Rohstoffe, insbesondere für Kunststoffe, beeinflusst. Unsere wesentlichen Rohstoffeinkäufe im Bereich der Kunststoffgranulate wie z.B. HDPE LITEN sind indexiert. Der Kartuschenbereich, das geringere Margen generiert, ist daher anfälliger für Preiserhöhungen/-rückgänge bei Rohstoffen. Hierzu wurden entsprechende Sicherheitsreserven im Vorratsvermögen gebildet, um der fehlenden Verfügbarkeit von Rohstoffen entgegenzuwirken. Zudem haben wir unseren Lieferantenpool erweitert, um die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten zu verringern. Durch die Bündelung von Volumen mit dem Avantorkonzern ergeben sich Möglichkeiten, bessere Konditionen bei der Rohstoffbeschaffung auszuhandeln. Aus diesem Grund sehen wir in diesem Bereich ein unverändert zum Vorjahr geringes Risiko. BeschäftigungsrisikenDer wirtschaftliche Erfolg wird maßgeblich vom Erhalt qualifizierter Arbeitskräfte geprägt. Das Fehlen von qualifiziertem Personal hätte wesentliche Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit. Es wird daher auf die Förderung und Entwicklung unserer Mitarbeiter Wert gelegt. Wir sehen das Personalrisiko unverändert zum Vorjahr als hoch an, sehen aber durch unsere Förderungsmaßnahmen eine angemessene Grundlage, um diesem Risiko zu begegnen. Eine der Maßnahmen besteht darin, die Leistungsträger zu identifizieren und einen Entwicklungsplan zu erstellen, einschließlich Strategien zur Mitarbeiterbindung. Eine weitere Maßnahme besteht darin, die Bekanntheit des Unternehmens als Arbeitgeber in der Region zu steigern. Und schließlich die Notwendigkeit, mit der Umsetzung des Talentpools und der Entwicklung durch Ausbildung zu beginnen. Politische RisikenPolitische Unsicherheiten, Änderungen der Vorschriften oder andere wirtschaftliche Faktoren, einschließlich der wirtschaftlichen Bedingungen in verschiedenen Regionen, in denen wir tätig sind, unterliegen nicht unserer Kontrolle und könnten einen Einfluss auf unsere Geschäftsergebnisse haben. Auch wenn die politischen Unsicherheiten in den vergangenen Jahren zugenommen haben, ordnen wir dieses Risiko weiterhin als gering ein. ESG-Compliance-RisikoFür die Einhaltung von Umweltvorschriften und andere ESG-Initiativen können uns erhebliche Kosten entstehen. Der Fokus der Öffentlichkeit liegt verstärkt auf den ESG-Richtlinien und -Initiativen von Unternehmen, zu denen die Bewältigung von Risiken im Zusammenhang mit Klimawandel, Wasserknappheit, Umweltpraktiken, Mitarbeiterrichtlinien, Cybersicherheit und Datenschutz, Praktiken zur Bekämpfung von Bestechung und Korruption sowie deren Einhaltung gehören. Durch die Einbindung in konzernweite Programme zur Adressierung des ESG-Compliance-Risikos glauben wir, dass wir dieses Risiko entsprechend adressieren und ordnen es als gering ein. Zusammenfassung der RisikolageDie Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Chancen- und Risikofelder bzw. Einzelrisiken. Durch den Abschluss eines Ergebnisabführungsvertrages mit der VWR International Investors Europe GmbH und die Einbindung in den Avantor-Konzern sehen wir trotz hoher Auswirkungen der Einzelrisiken keine Bestandsgefährdung unseres Unternehmens. 5. PrognoseberichtIm Geschäftsjahr 2024 haben wir aufgrund der beschriebenen Entwicklung Umsatzerlöse in einer Größenordnung von Mio. Euro 97,1. Dieses Umsatzniveau zeigt ein stabiles/ähnliches Niveau wie im Jahr 2023, mit geringen Abweichungen in den Bereichen Medizin oder Kartuschen. Für 2024 ist eine stabilere Kostenstruktur geplant, wobei der Schwerpunkt auf Lagerbeständen und deren Aging sowie den Produktionskosten liegt. Darüber hinaus wird mit der Überprüfung externer Leiharbeiterkosten und externer Lager begonnen, um bessere Margen zu erzielen. Das führt zu einem EBITDA zwischen Mio. Euro 2 und Mio. Euro 4. Das modifizierte Ergebnis nach Steuern bewegt sich in die Break-even Richtung, mit dem Ziel, keinen negativen Saldo zu erzielen. Für das Geschäftsjahr 2025 erwarten wir eine Erholung der Umsätze auf Basis einer soliden und stabilen Steigerung im Industrie- sowie einer Steigerung im Medizingeschäft. Wir planen Maßnahmen im Hinblick auf Produktivitätssteigerungen im laufenden Betrieb, außerdem sind globale Initiativen des Avantor-Konzerns geplant, beispielsweise zu Themen in der Lieferkette, die einen Schwerpunkt auf die Wiederbelebung der Medizinbranche legen. Vor diesem Hintergrund erwarten wir für das Geschäftsjahr 2025 Umsatzerlöse zwischen Mio. Euro 103 und Mio. Euro 105. Dank der Steigerung der Umsatzerlöse in der Medizinbranche planen wir ein EBITDA zwischen Mio. Euro 5 und Mio. Euro 6 sowie ein modifiziertes Ergebnis nach Steuern in einer Größenordnung zwischen Mio. Euro 1 und Mio. Euro 3. 6. Erklärung zur UnternehmensführungDie Gesellschafterversammlung der Ritter GmbH hat mit Wirkung ab 2022 als Zielgröße für den bis zum 31. Dezember 2026 zu erreichenden Frauenanteil in der Geschäftsführung einen Anteil von 33 % festgesetzt. Der aktuelle Frauenanteil bei der Geschäftsführung liegt bei 0 %; unabhängig davon ist für die Geschäftsführung ausschließlich der individuellen Qualifikation und nicht das Geschlecht der Person relevant. Da kein Aufsichtsrat besteht, wurde für diesen auch keine Zielgröße festgelegt. Die Geschäftsführung hat sich mit Wirkung ab 2023 zum Ziel gesetzt, den Frauenanteil bis 31. Dezember 2026 in der 1. Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung mit 33 % und in der 2. Führungsebene mit 33 % zu erreichen. Der aktuelle Frauenanteil in der ersten und zweiten Ebene unterhalb der Geschäftsführung liegt zum 31. Dezember 2023 bei jeweils 30 %.
Schwabmünchen, den 28. März 2025 Die Geschäftsführung: Samuel Krebber, 28. März 2025 Michael Kazinski-Höfer, 28. März 2025 Bilanz zum 31.12.2023AKTIVA scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023scroll
ANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023der Ritter GmbH, Schwabmünchen,A. Allgemeine Informationen zum JahresabschlussDie Ritter GmbH (nachfolgend auch "Gesellschaft") ist gemäß den Größenkriterien des § 267 Abs. 3 HGB eine große Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften und den Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz entspricht dem in § 266 Abs. 2 und 3 HGB vorgesehenen Gliederungsschema. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Schwabmünchen und ist mit der Firma Ritter GmbH unter der Registernummer HRB 6735 im Handelsregister eingetragen. Registergericht ist das Amtsgericht Augsburg. B. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend, welche im Vergleich zum Vorjahr unverändert sind. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unverändert unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt fünf Jahre. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- und Herstellungskosten aktiviert und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen auf die in der Fertigung eingesetzten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer teils degressiv und teils linear vorgenommen. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt, sobald der lineare Abschreibungsbetrag höher ist. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Bewegliche abnutzbare Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr sofort aufwandswirksam erfasst und im Anlagengitter als Zu- und Abgänge erfasst. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern stellen sich wie folgt dar: scroll
Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden nur bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung vorgenommen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten auf Basis des gleitenden Durchschnitts inklusive Anschaffungsnebenkosten und abzüglich Anschaffungskostenminderungen unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen auf die in der Fertigung eingesetzten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Das Vorratsvermögen ist verlustfrei bewertet. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Ausfallrisiken durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Die Pauschalwertberichtigungen berücksichtigen die Risiken aus Skonti, Ausfall und Zinsverlust sowie die erwarteten Beitreibungskosten. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihrem Nominalbetrag bilanziert. Bankguthaben in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag ausgewiesen. Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgen nach § 272 HGB. Die Rücklagen entsprechen den diesbezüglichen Gesellschafterversammlungsbeschlüssen. Der Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen enthält Tilgungszuschüsse und Zuschüsse für förderfähige Investitionen. Der Posten wird korrespondierend zu den Abschreibungen der angeschafften Vermögensgegenstände aufgelöst. Die Steuerrückstellungen und Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewissen Verpflichtungen und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Langfristige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen Zinssatz entsprechend der Laufzeit diskontiert. Vom Abzinsungswahlrecht für kurzfristige Rückstellungen wurde kein Gebrauch gemacht. Der Ansatz der Jubiläumsrückstellung zum 31. Dezember 2023 wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der Projected-Unit-Credit-Method (PuC-Methode) berechnet. Für die Abzinsung wird der jeweilige von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichte Zinssatz (1,74 %) verwendet (§ 253 Abs. 3 Satz 2 HGB). Zudem wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck sowie ein Gehaltstrend von 2,20 % zugrunde gelegt. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag passiviert. Die Einbuchung der Vermögensgegenstände in Fremdwährung erfolgt zum Devisenkassamittelkurs zum Tag der Einbuchung. Vermögensgegenstände in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Vermögensgegenstände in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr liegen - wie im Vorjahr - nicht vor. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Zugangszeitpunkt mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung der Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages. Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen - wie im Vorjahr - nicht. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt nach dem Temporary-Konzept. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Künftige Steuerbe- oder -entlastungen aus temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Buchwerten und den korrespondierenden steuerlichen Wertansätzen werden im Jahresabschluss der Organträgerin berücksichtigt. Umsatzerlöse werden unter Beachtung des Realisationsprinzips realisiert und ausgewiesen, wenn die Lieferungen oder Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist. Aufwendungen und Erträge werden in der Gewinn- und Verlustrechnung periodengerecht erfasst. Entwicklungskosten wurden in voller Höhe als Aufwand gebucht. Effekte aus der Veränderung des Diskontierungszinssatzes i.Z.m. Rückstellungen werden im Finanzergebnis ausgewiesen. C. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und VerlustrechnungC.1 AnlagevermögenMit Vertrag vom 11. August 2010 erwarb die Ritter GmbH sämtliche Anteile an der am 23. Juni 2004 als KUKATECH GmbH errichteten und am 17. Oktober 2008 umfirmierten Adcatec GmbH, Schwabmünchen. Unternehmensgegenstand der Adcatec GmbH ist die Entwicklung, Herstellung, Montage und der Vertrieb von technischen Produkten, sowie alle damit in Zusammenhang stehenden Aktivitäten. Das Eigenkapital der Adcatec GmbH beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 546 und der Jahresüberschuss betrug TEUR 2. Seit Vollzug des am 11. März 2021 abgeschlossenen Anteilskaufvertrages hält die Ritter GmbH sämtliche Anteile an der RITTER plastične inovacije d.o.o., Volčja Draga, Slowenien ("Ritter d.o.o."). Das Eigenkapital der Ritter d.o.o. beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 2.591 und der Jahresüberschuss betrug TEUR 498. Eine von den historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist - unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres sowie einschließlich der kumulierten Abschreibungen - im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt (§ 284 Abs. 3 HGB). C.2 UmlaufvermögenDie Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 51.523 (Vorjahr: TEUR 43.792) resultieren mit TEUR 47.836 (Vorjahr: TEUR 41.795) aus der Übernahme des Jahresfehlbetrages des Geschäftsjahres 2022 und des Geschäftsjahr 2023 durch die Gesellschafterin sowie mit TEUR 1.917 (Vorjahr: TEUR 0) aus kurzfristigen Darlehensbeziehungen, mit TEUR 571 (Vorjahr: TEUR 0) aus Forderungen aus weiterbelasteten Kosten und mit TEUR 726 (Vorjahr: TEUR 1.996) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Es bestehen Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 49.753 (Vorjahr: TEUR 43.518). C.3 EigenkapitalDas Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 87.718 und gliedert sich in Gezeichnetes Kapital von TEUR 5.000, Gewinnrücklagen von TEUR 4.000 sowie Bilanzgewinn von TEUR 78.718. C.4 Sonderposten für Zuschüsse und ZulagenIm Geschäftsjahr 2023 wurden Auflösungen des Sonderpostens für Zuschüsse und Zulagen in Höhe von TEUR 40 vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2022 wurden Einstellungen in den Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen in Höhe von TEUR 276 vorgenommen. C.5 RückstellungenDie Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen für drohende Verluste, ausstehende Rechnungen, Mitarbeitertantiemen, Verpflichtungen für ausstehenden Urlaub sowie Überstunden, Abfindungen sowie Kundenboni. Die sonstigen Rückstellungen sind mit Ausnahme der Jubiläumsrückstellungen (TEUR 609) als kurzfristig zu klassifizieren. C.6 VerbindlichkeitenDie Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt: scroll
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Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignungen diverser Anlagengegenstände in Höhe von insgesamt TEUR 2.969 gesichert. Darüber hinaus sind die Verbindlichkeiten unbesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beliefen sich auf TEUR 21.058 (Vorjahr: TEUR 13.134) und setzten sich aus TEUR 416 (Vorjahr: TEUR 12.976) Darlehensverbindlichkeiten, TEUR 20.534 (Vorjahr: TEUR 0) Verbindlichkeiten aus Cashpooling sowie auf TEUR 109 (Vorjahr: TEUR 158) aus Verpflichtungen aus Liefer- und Dienstleistungsgeschäften zusammen. Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 20.534 (Vorjahr: TEUR 12.566). Unter den Sonstigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten aus Steuern von TEUR 148 (Vorjahr: TEUR 188) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 23 (Vorjahr: TEUR 3) ausgewiesen. C.7 Aufgliederung der UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse gliedern sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt auf: scroll
Der Umsatz wird wie folgt nach Produktkategorien aufgeschlüsselt: scroll
C.8 Sonstige betriebliche ErträgeIn den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 285 (Vorjahr: TEUR 973) enthalten. Diese betreffen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Ferner sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 117 (Vorjahr: TEUR 1.615) enthalten. Zudem wurden im Geschäftsjahr 2022 Erträge aus Schadenersatzzahlungen im Zuge der Kündigung eines Kundenvertrages über TEUR 11.995 ausgewiesen. Hierbei handelt es sich um Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung (§ 285 Nr. 31 HGB). C.9 Außerplanmäßige AbschreibungenAls Folge des Verlustes einiger Verträge mit Kunden im medizinischen Bereich mussten im Geschäftsjahr 2022 aufgrund einer dauernden Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 45.925 vorgenommen werden. Aufgrund der negativen Geschäftsentwicklung im Medizin Bereich wurden im Geschäftsjahr 2022 Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens im Sinne des § 275 II Nr. 7 b) HGB in Höhe von TEUR 4.450 (Vorjahr: TEUR 0) vorgenommen. Hierbei handelt es sich um Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung (§ 285 Nr. 31 HGB). Vor diesem Hintergrund sind die die Abschreibungen im Sinne der § 275 II Nr. 7 a) HGB und § 275 II Nr. 7 b) HGB nicht mit dem Vorjahr vergleichbar. C.10 Sonstige betriebliche AufwendungenIn den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von TEUR 104 (Vorjahr: TEUR 24) enthalten. Ferner sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 713 (Vorjahr: TEUR 639) enthalten. C.11 Sonstige Zinsen und ähnliche AufwendungenZinsaufwendungen in Höhe von TEUR 851 (Vorjahr: TEUR 286) resultieren aus Zinsaufwendungen für verbundene Unternehmen. Die Zinsaufwendungen gegenüber Kreditinstituten und Kreditinstituten beliefen sich auf TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 44). C.12 Steuern vom Einkommen und vom ErtragUnter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Aufwendungen von TEUR 429 (Vorjahr: TEUR 5) enthalten. D. Sonstige AngabenD.1 HaftungsverhältnisseHaftungsverhältnisse resultieren aus Bürgschaften über TEUR 600 (Vorjahr: TEUR 600) sowie aus gesamtschuldnerischen Haftungen in Höhe von insgesamt TEUR 7.548 (Vorjahr: TEUR 9.192). Die zugrunde liegenden Verpflichtungen können nach unseren Kenntnissen von den Schuldnerunternehmen aufgrund von deren Liquiditäts- und Ertragslage erfüllt werden. Aus diesem Grund schätzen wir die Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen als gering ein. D.2 Nicht in der Bilanz enthaltene GeschäfteAm Bilanzstichtag bestehen Zahlungsverpflichtungen aus Leasingverträgen im Gesamtbetrag von TEUR 1.499 (Vorjahr: TEUR 918). Vom Gesamtbetrag der Leasingverpflichtungen ist ein Betrag von TEUR 474 innerhalb der nächsten 12 Monate fällig, die übrigen zwischen zwei und fünf Jahren. Die Leasingvereinbarungen dienen der Verbesserung der kurzfristigen Liquidität. Nachteile aus den Leasingvereinbarungen resultieren aus höheren Gesamtkosten, da die Leasingraten insgesamt die Kosten eines fremdfinanzierten Kaufes des Leasinggutes übersteigen. D.3 Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 11.117 (Vorjahr: TEUR 12.718) resultieren aus der Anmietung von Produktions- und Verwaltungsgebäuden am Standort in Schwabmünchen. Von dem Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen ist ein Betrag von TEUR 1.601 (Vorjahr: TEUR 1.601) innerhalb der nächsten 12 Monate fällig. Von dem Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen ist ein Betrag von TEUR 4.771 (Vorjahr: TEUR 5.864) innerhalb eines Zeitfensters von zwei bis fünf Jahren fällig. Von dem Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen ist ein Betrag von TEUR 4.744 (Vorjahr: TEUR 5.253) nach über fünf Jahren fällig. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 11.117 (Vorjahr: TEUR 15.265) gegenüber verbundenen Unternehmen. D.4 AbschlussprüferhonorarDas für das Geschäftsjahr 2023 als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer betrug TEUR 198 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. D.5 KonzernverhältnisseDie Ritter GmbH, Schwabmünchen, ist ein Tochterunternehmen der VWR International Investors Europe GmbH mit Sitz in Darmstadt, sowie ein mittelbares Tochterunternehmen der Avantor Inc. mit Geschäftssitz in Radnor, Pennsylvania/USA, in deren Konzernabschluss die Gesellschaft einbezogen wird und die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss kann bei der US-Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission) unter der Registernummer 00138912 eingesehen werden. Die Ritter GmbH ist alleinige Gesellschafterin der Adcatec GmbH, Schwabmünchen, sowie der Ritter d.o.o., Volčja Draga, Slowenien. Die Ritter GmbH erstellt aufgrund der Inanspruchnahme der §§ 290 Abs. 5 i.V.m. 296 Abs. 2 HGB wegen untergeordneter Bedeutung der Tochtergesellschaften für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage keinen Konzernabschluss. D.6 MindestbesteuerungBasierend auf den von der OECD im Dezember 2021 veröffentlichten "Pillar Two Model Rules" hat die Europäische Union im Dezember 2022 eine Richtlinie zur Sicherstellung eines globalen Mindeststeuerniveaus für multinationale Unternehmensgruppen verabschiedet. Gesetze zur globalen Mindeststeuer wurden in mehreren Ländern, in denen der Avantor-Konzern tätig ist, erlassen, darunter auch in Deutschland. Der Avantor-Konzern bzw. die Avantor Inc. fällt ab dem Geschäftsjahr 2024 in den Anwendungsbereich dieser Regeln. Wir erfassen keine latenten Steueransprüche und -schulden im Zusammenhang mit Ertragsteuern aus den "Pillar Two" Regeln. Zum 31. Dezember 2023 ist zudem kein laufender Steueraufwand aufgrund der "Pillar Two" Regeln angefallen, da diese erstmals im folgenden Geschäftsjahr anwendbar sind. Die Gesellschaft sowie der Avantor-Konzern bewerten laufend die Auswirkungen der "Pillar Two" Regeln auf ihre jeweilige Steuerposition. Basierend auf einer Bewertung der Anwendbarkeit von zeitlich befristeten "Safe Harbour" Regeln auf Grundlage tatsächlicher Finanzinformationen sowie nominaler Steuersätze in den Ländern, in denen der Avantor Konzern tätig ist, sehen wir es als vernünftige Schätzung an, dass aufgrund der aktuellen Struktur des Konzerns, der Verteilung seiner Tätigkeiten und des derzeitigen Verrechnungspreissystems, keine Ergänzungssteuern auf Ebene unserer Gesellschaft anfallen werden. D.7 Durchschnittliche MitarbeiterzahlDie Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 453 Arbeitnehmer im Sinne des § 267 Abs. 5 HGB. scroll
D.8 GeschäftsführungZu Geschäftsführern der Gesellschaft sind bzw. waren bestellt:
Im Geschäftsjahr 2023 hat nur ein Geschäftsführer sein Gehalt direkt von der Ritter GmbH bezogen. Hierbei handelte es sich um Johannes Schenk Graf von Stauffenberg. Die Geschäftsführer Jörn Elbracht und Thorsten Kopp haben jeweils ihre Vergütung von einem verbundenen Unternehmen erhalten, ohne dass die Konzerngesellschaft diese Beträge an die Ritter GmbH weiterbelastet hat. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge für das Geschäftsjahr 2023 wird daher gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. D.9 Ereignisse nach dem AbschlussstichtagDie Ritter GmbH hat im Geschäftsjahr 2024 einen Rechtsstreit mit einem ehemaligen Großkunden beigelegt. Die Gesellschaft erzielte dadurch einen einmaligen sonstigen betrieblichen Ertrag in Höhe von 13 Millionen USD. Es liegen keine weiteren berichtspflichtigen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag vor. D.10 ErgebnisverwendungsvorschlagAufgrund des mit der VWR International Investors Europe GmbH abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages wird der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2023 in voller Höhe von der Gesellschafterin ausgeglichen.
Schwabmünchen, den 28. März 2025 Die Geschäftsführung: Samuel Krebber, 28. März 2025 Michael Kazinski-Höfer, 28. März 2025 Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023scroll
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BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Ritter GmbH, SchwabmünchenPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Ritter GmbH, Schwabmünchen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ritter GmbH, Schwabmünchen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt 6. des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 28. März 2025 Deloitte GmbH Christian Booms, Wirtschaftsprüfer Johannes Müller, Wirtschaftsprüfer |
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