Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel HRB 6107 KI
Vorher
balticblue management GmbHPAYONE Management GmbH
Eingetragen
15.11.2004
Branche
Geld- und WertdiensteErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels Carsharing
Gegenstand
Bereitstellung von Programmen und Systemen zur Abrechnung und Bezahlung von Dienstleistungen und Gütern im Internet, die Programmierung und Bereitstellung von Telekommunikationslösungen, die Erbringung von erlaubnisfreien Beratungsleistungen gegenüber Unternehmen sowie die Erbringung folgender Zahlungsdienste gemäß § 1 Abs. 2 des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes: a) Das Zahlungsgeschäft in Form des Lastschriftgeschäfts ohne Kreditgewährung gemäß § 1 Abs. 2 Nr. 2a ZAG; b) das Überweisungsgeschäft ohne Kreditgewährung gemäß § 1 Abs. 2 Nr. 2b ZAG; c) das Zahlungskartengeschäft ohne Kreditgewährung gemäß § 1 Abs. 2 Nr. 2c ZAG; d) das Zahlungsgeschäft mit Kreditgewährung gemäß § 1 Abs. 2 Nr. 3 ZAG; e) das Zahlungsauthentifizierungsgeschäft gemäß § 1 Abs. 2 Nr. 4 ZAG sowie f) das Finanztransfergeschäft gemäß § 1 Abs. 2 Nr. 6 ZAG

Historie

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Management

NameRolle
Tanja Bohrer
seit 12.12.2016
Prokura
Prokura
Jan Kanieß
seit 15.11.2004
Geschäftsführer
Carl Frederic Zitscher
seit 15.11.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
Deutscher Sparkassen Verlag Gesellschaft mit beschränkter Haftung
80.00%
JK Beteiligungs GmbH
10.00%
10.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
PAYONE Verwaltungsgesellschaft mbH
Germany
150.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

PAYONE GmbH

Kiel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Jahresbilanz

PAYONE GmbH, Kiel zum 31. Dezember 2015

nach RechZahlV

AKTIVA

  Geschäftsjahr Vorjahr
  EUR EUR EUR EUR EUR
1. Barreserven     578,20   1.205,51
a) aus Zahlungsdiensten und aus der   22,11   44,60  
Ausgabe von E-Geld          
b) aus sonstigen Tätigkeiten   556,09   1.160,91  
2. Forderungen an Kreditinstitute     3.472.976,55   3.168.322,22
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld   2.570.686,24   1.499.476,74  
davon auf Treuhandkonten 2.063.682,09 Euro       0,00  
b) aus sonstigen Tätigkeiten   902.290,31      
aa) täglich Fällig 902.290,31     1.668.845,48  
bb) andere Forderungen 0,00        
3. Forderungen an Kunden     1.452.647,62   1.310.770,59
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld   1.060.840,29   214.053,42  
davon          
aa) aus Provisionen 1.058.513,75 Euro       214.053,42  
bb) aus Krediten 0,00 Euro       0,00  
b) aus sonstigen Tätigkeiten   391.807,33   1.096.717,17  
4. Immaterielle Anlagewerte     1.367.059,31   948.228,53
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld   52.274,78      
aa) selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 34.756,67     23.155,74  
bb) entgeltlich erworbene Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.665,39     11.928,71  
cc) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00     0,00  
dd) geleistete Anzahlungen 5.852,72     0,00  
b)aus sonstigen Tätigkeiten   1.314.784,53      
aa) selbst geschaffenen gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 874.179,33     602.675,09  
bb) entgeltlich erworbene Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 293.401,11     310.468,99  
cc) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00     0,00  
dd) geleistete Anzahlungen 147.204,09     0,00  
5. Sachanlagen     432.590,00   112.077,50
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld   16.541,75   4.146,87  
b)aus sonstigen Tätigkeiten   416.048,25   107.930,63  
6. Eingefordertes noch nicht eingezahltes Kapital     33.835,50   0,00
7. Sonstige Vermögengegenstände     343.406,11   151.111,68
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld   14.425,29   13.534,21  
b)aus sonstigen Tätigkeiten   328.980,82   137.577,47  
8. Rechnungsabgrenzungsposten     111.970,06   71.099,94
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld   4.281,61   2.630,70  
b) aus sonstigen Tätigkeiten   107.688,45   68.469,24  
Summe der Aktiva          
      7.215.063,35   5.762.815,97

PASSIVA

         
      Geschäftsjahr   Vorjahr
  EUR EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten     299.659,63   129.670,95
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld   11.458,64      
aa) täglich fällig 0,00     0,00  
bb) mit vereinbarter Laufzeit 11.458,64     4.797,83  
b) aus sonstigen Tätigkeiten   288.200,99      
aa) täglich fällig 0,00     0,00  
bb) mit vereinbarter Laufzeit 288.200,99     124.873,12  
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden     2.538.035,44   1.845.031,45
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld   2.070.556,90      
aa) Verbindlichkeiten zur Ausführung 2.070.556,90     1.620.688,92  
von Zahlungsvorgängen          
bb) davon auf Zahlungskonten 0,00 Euro       0,00  
cc) davon aus der Ausgabe von E-Geld 0,00 Euro     0,00  
b)aus sonstigen Tätigkeiten   467.478,54   224.342,53  
3. Sonstige Verbindlichkeiten     713.130,77   937.263,88
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld   27.269,30   100.189,81  
b) aus sonstiger Tätigkeit   685.861,47   837.074,07  
4. Rückstellungen     1.351.110,72   1.275.164,00
a)Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen   220.497,80      
aa) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 8.431,58     6.133,54  
bb) aus sonstiger Tätigkeit 212.066,22     159.637,78  
b)Steuerrückstellungen   974.186,50      
aa) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 37.251,78     34.913,99  
bb) aus sonstiger Tätigkeit 936.934,72     908.707,37  
c) andere Rückstellungen   156.426,42      
aa) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 5.981,57     6.133,54  
bb) aus sonstiger Tätigkeit 150.444,85     159.637,78  
5. Passive latente Steuern     276.039,00   189.190,00
6. Eigenkapital     2.037.087,79   1.386.495,69
a) gezeichnetes Kapital   150.000,00   150.000,00  
b) Kapitalrücklage   2.524.186,50   1.990.351,00  
c) Bilanzgewinn/Verlust   -637.098,71   -753.855,31  
Summe der Passiva     7.215.063,35   5.762.815,97

Gewinn- und Verlustrechnung

PAYONE GmbH, Kiel vom 01.01.2015 bis 31.12.2015

nach RechZahlV

    Geschäftsjahr Vorjahr
    EUR EUR EUR EUR
1. Zinserträge       198,89   1.046,00
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld            
aa) Kredite- und Geldmarktgeschäfte     78,22   38,70  
bb) festverzinsliche Wertpapiere und Schuldbuchforderung     0,00   0,00  
b) aus sonstiger Tätigkeit            
aa) Kredite- und Geldmarktgeschäfte     120,67   1.007,30  
bb) festverzinsliche Wertpapiere und Schuldbuchforderung     0,00   0,00  
2. Zinsaufwendungen       -41.335,38   -26.858,66
a) aus Zahlungsdiensten oder aus der Ausgabe von E-Geld     -1.580,62   -993,77  
b)aus sonstiger Tätigkeit     -39.754,76   -25.864,89  
3. Provisionserträge       8.698.826,63   2.680.981,54
a) aus Zahlungsdiensten oder aus der Ausgabe von E-Geld     453.428,34   136.730,06  
b) aus sonstiger Tätigkeit     8.245.398,29   2.544.251,48  
4. Provisionsaufwendungen       -1.001.891,99   -438.889,00
a) aus Zahlungsdiensten oder aus der Ausgabe von E-Geld     -238.213,76   -49.320,88  
b) aus sonstiger Tätigkeit     -763.678,23   -389.568,12  
5. Sonstige betriebliche Erträge       738.661,43   270.288,18
a) aus Zahlungsdiensten oder aus der Ausgabe von E-Geld     28.245,57   10.000,66  
b) aus sonstiger Tätigkeit     710.415,86   260.287,52  
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen       -7.420.649,61   -1.992.581,61
a) aus Zahlungsdiensten oder aus der Ausgabe von E-Geld     -269.328,68      
aa) Personalaufwand   -195.017,12        
aaa) Löhne und Gehälter -165.036,46       -40.549,04  
bbb) Soziale Abgaben und -29.980,66       -7.372,55  
Aufwendungen für Altersvorsorge und Unterstützung            
bb) andere Verwaltungsaufwendung   -74.311,56     -25.803,93  
b)aus sonstiger Tätigkeit     -7.151.320,93      
aa) Personalaufwand   -4.904.955,91        
aaa) Löhne und Gehälter -4.150.899,94         -1.055.370,85  
bbb) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge und Unterstützung -754.055,97       -191.885,61  
bb) andere Verwaltungsaufwendungen   -2.246.365,02     -671.599,63  
7. Abschreibung und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen       -622.397,84   -202.524,77
a) aus Zahlungsdiensten oder aus der Ausgabe von E-Geld     -23.799,78   -7.493,42  
b) aus sonstiger Tätigkeit     -598.598,06   -195.031,35  
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen       -39.577,14   -41.460,36
a) aus Zahlungsdiensten oder aus der Ausgabe von E-Geld     -1.513,38   -1.534,03  
b) aus sonstiger Tätigkeit     -38.063,76   -39.926,33  
9. Abschreibung und Wertberichtigung auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführung zu Rückstellung im Kreditgeschäft       -102.347,26   -28.992,31
a) aus Zahlungsdiensten oder aus der Ausgabe von E-Geld     -3.913,64   -1.072,72  
b)aus sonstiger Tätigkeit     -98.433,62   -27.919,59  
10. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft       30.327,55   0,00
a) aus Zahlungsdiensten oder aus der Ausgabe von E-Geld     1.159,69   0,00  
b)aus sonstiger Tätigkeit     29.167,86   0,00  
11. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit       239.815,28   221.009,01
a) aus Zahlungsdiensten oder aus der Ausgabe von E-Geld     -55.438,04   12.629,09  
b) aus sonstiger Tätigkeit     295.253,32   208.379,92  
12. Außerordentliche Erträge       0,00   9.311,53
a) aus Zahlungsdiensten oder aus der Ausgabe von E-Geld     0,00   344,53  
b) aus sonstiger Tätigkeit     0,00   8.967,00  
13. Steuern vom Einkommen und Ertrag       -120.076,68   -1.181.338,21
a) aus Zahlungsdiensten oder aus der Ausgabe von E-Geld     -4.591,59   -67.505,05  
b) aus sonstiger Tätigkeit     -115.485,09   -1.113.833,16  
14. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 8 ausgewiesen       -2.982,00   -1.486,00
a) aus Zahlungsdiensten oder aus der Ausgabe von E-Geld     -114,03   -54,98  
b) aus sonstiger Tätigkeit     -2.867,97   -1.431,02  
15. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag       116.756,60   -952.503,67
a) aus Zahlungsdiensten oder aus der Ausgabe von E-Geld     -60.143,66   -54.586,42  
b) aus sonstiger Tätigkeit     176.900,26   -897.917,25  
16. Gewinnvortrag / Verlustvortrag aus dem Vorjahr       -753.855,31   198.648,36
a) aus Zahlungsdiensten oder aus der Ausgabe von E-Geld     -33.923,49   8.939,18  
b) aus sonstiger Tätigkeit     -719.931,82   189.709,18  
17. Bilanzgewinn / Bilanzverlust       -637.098,71   -753.855,31

Anhang für das Geschäftsjahr 2015

PAYONE GmbH, Kiel

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31.12.2015 der PAYONE GmbH, Kiel wurde nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes, der Verordnung über die Rechnungslegung der Zahlungsinstitute und E-Geld-Institute (RechZahlV) und den ergänzenden Vorschriften des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Die PAYONE GmbH erfüllt die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Aufgrund der Erbringung von Zahlungsdiensten, für die gemäß § 8 Abs. 1 Satz 1 ZAG eine Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht besteht, handelt es sich bei der PAYONE GmbH um ein Zahlungsinstitut i.S.d. § 1 Abs. 2a ZAG. Gemäß § 340 Abs. 5 HGB finden für Zahlungsinstitute die ergänzenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute entsprechend Anwendung. Danach hat die PAYONE GmbH gemäß § 340 Abs. 5 i.V.m § 340a Abs. 1 HGB auf seinen Jahresabschluss die für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches anzuwenden. Des Weiteren sind gemäß § 330 Abs. 2 i.V.m. § 340a Abs. 2 HGB die Verordnung über die Rechnungslegung der Zahlungsinstitute und E-Geld-Institute (RechZahlV) zu beachten.

Im Geschäftsjahr 2014 ist aufgrund der Einbringung der PAYONE GmbH & Co. KG das gesamte Vermögen der Kommanditgesellschaft in der PAYONE GmbH entsprechend § 738 BGB angewachsen. Hierdurch ist eine Vergleichbarkeit der Vorjahreswerte mit den Werten des Geschäftsjahres 2015 nicht oder nur bedingt möglich, insbesondere da die Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2014 nur den Zeitraum ab der Anwachsung die Aufwendungen und Erträge aus der Tätigkeit als Zahlungsinstitut umfasst. Für den Zeitraum vom Beginn des Geschäftsjahres bis zur Anwachsung umfasst die Gewinn- und Verlustrechnung lediglich die typischen Aufwendungen und Erträge einer Komplementär-GmbH. Um die Vergleichbarkeit des Zahlenwerks herzustellen, wurde daher im Anhang für das Vorjahr die Addition der Gewinn- und Verlustrechnung der Kommanditgesellschaft und der Komplementär-GmbH beigefügt. Daraus ergibt sich ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertragslage des Zahlungsinstituts.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit erstellt.

Die Forderungen an Kunden sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2 Prozent des stichtagsbezogenen Forderungsbestands von den Forderungen abgesetzt. Einzelwertberichtigungen wurden im erforderlichen Umfang gebildet. Uneinbringliche Forderungen wurden abgeschrieben.

Die Immateriellen Anlagenwerte bestehen aus entgeltlich erworbener und selbst geschaffener Software. Bei der entgeltlich erworbenen Software handelt es sich um Auftragsentwicklungen Dritter im Rahmen von Werkverträgen. Diese wird zu Anschaffungskosten angesetzt und mindert sich jährlich um die planmäßigen Abschreibungen. Die voraussichtliche Nutzungsdauer beträgt zwischen 3 und 5 Jahren. Selbst geschaffene Software wurde unter Ausübung des Wahlrechts gemäß § 248 Abs. 2 HGB zu Herstellungskosten aktiviert. Die Herstellungskosten enthalten die bei der Entwicklung entstandenen Einzelkosten sowie angemessene Teile der Gemeinkosten und Kosten der allgemeinen Verwaltung. Der Wertansatz vermindert sich jährlich um die planmäßig vorgenommenen Abschreibungen. Die voraussichtliche Nutzungsdauer beträgt zwischen 3 und 5 Jahren.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Anlagegegenstände wurden planmäßig linear abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150,01 und EUR 1.000,00 werden im Jahr des Zugangs in einem Sammelposten eingestellt und linear über fünf Jahre abgeschrieben.

Die übrigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nennbeträgen bilanziert.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet und bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr abgezinst. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen ungewissen Verbindlichkeiten und Rückstellungen wurden für alle bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses erkennbaren Risiken, sofern sie das Geschäftsjahr betreffen, berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.

Die Verbindlichkeiten sind im Einzelnen mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt

Das Stammkapital wurde mit dem Nennwert angesetzt.

Posten in fremder Währung wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag auf Euro umgerechnet.

Das Institut übt das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB zur Aktivierung von selbst geschaffener Software aus. Steuerrechtlich ist diese Aktivierung gemäß § 5 Abs. 2 EStG unzulässig und führt zu einer Abweichung zwischen Handels- und Steuerbilanz. Aufgrund dieser temporären Differenzen sind gemäß § 274 HGB für die sich daraus ergebende Steuerbelastung passive latente Steuern auszuweisen. Abweichungen bei der Bewertung von Personalrückstellungen in der Handels- und Steuerbilanz führen zu aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 3), die entsprechend § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB mit den passiven latenten Steuern saldiert wurden. Im Geschäftsjahr wurden somit TEUR 276 passiviert (Vorjahr TEUR 189). Bei der Ermittlung der latenten Steuern wurde der derzeit gültige Körperschaftsteuersatz von 15,83 % (inklusive Solidaritätszuschlag), die derzeit gültige Gewerbesteuermesszahlvon 3,5 % und der aktuelle Hebesatz der Stadt Kiel von 430 % angesetzt. Der steuerliche Verlustvortrag wurde bei der Berechnung aktiver latenter Steuern nicht berücksichtigt, da innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung nicht zu erwarten ist.

Erläuterungen zur Bilanz

Bei den Barreserven handelt es sich um die Barkasse in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1).

Die Forderungen an Kreditinstitute beinhalten ausschließlich täglich fällige Bankguthaben in Höhe von TEUR 3.473 (Vorjahr: TEUR 3.168).

Die Forderungen an Kunden setzen sich zusammen aus den im Rahmen der technischen Abwicklung des Zahlungsverkehrs entstehenden Vergütungsansprüchen aus Dienstleistungen und Provisionen an Händlern und Networkpartner und den Forderungen aus der Abwicklung von Zahlungen aus dem Zahlungsdienstegeschäft, die auf gesonderte Abrechnungskonten gebucht werden. Nach Abzug der vereinbarten Gebühren erfolgt eine Auszahlung an die jeweiligen Vertragspartner. Wertberichtungen wurden in Höhe von TEUR 72 (Vorjahr: TEUR 80) vorgenommen. Die ausgewiesenen Forderungen haben alle eine Laufzeit von bis zu 3 Monaten. Forderungen mit einer längeren Laufzeit liegen nicht vor.

Die Entwicklungen der immateriellen Anlagenwerte und des Sachanlagevermögens sind dem beigefügtem Anlagespiegel zu entnehmen. Im Geschäftsjahr wurden TEUR 1.368 Investitionen in das Anlagevermögen getätigt. Der Buchwert des Anlagevermögens ist um TEUR 739 höher als im Vorjahr und beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 1.800.

In den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 343 (Vorjahr TEUR 151) sind TEUR 311 Forderungen aus überzahlten Ertragssteuern enthalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten setzen sich aus Darlehen der Deutschen Bank sowie der Fördesparkasse zusammen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden betragen TEUR 2.538 (Vorjahr TEUR 1.845) und resultieren zu ca. 84 Prozent aus Verbindlichkeiten gegenüber Händlern und ca. 16 Prozent gegenüber Vertriebspartnern.

In den sonstigen Verbindlichkeiten ist eine stille Beteiligung in Höhe von TEUR 500 enthalten. Die Beteiligung ist als nachrangige Verbindlichkeit einzuordnen.

Die nachfolgende Darstellung zeigt die Restlaufzeiten der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten in Höhe von TEUR 145 Verbindlichkeiten aus Steuern und in Höhe von TEUR 15 Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

  < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
  TEUR TEUR TEUR TEUR
Verb. gg. Kreditinstituten 300   300  
Verb. gg. Kunden 2.538 2.538    
Sonstige Verbindlichkeiten 713 213 200 300
Gesamt 3.551 2.751 500 300

Die Rückstellungen enthalten Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 974 und sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 377. Die Steuerrückstellung betrifft die Gewerbesteuer aus der Besteuerung nach § 22 UmwStG. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich aus Rückstellungen für Personal (Urlaub, Überstunden, Gratifikationen etc.: TEUR 235; Vorjahr: TEUR 173), für Gewährleistungen (TEUR 26; Vorjahr: TEUR 48) für Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 68; Vorjahr: TEUR 41), für die gesetzliche Verpflichtung zur Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen (TEUR 25; Vorjahr: TEUR 23) und für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten (TEUR 22; Vorjahr: TEUR 50) zusammen.

Das gezeichnete Kapital wird gemäß Gesellschaftsvertrag ausgewiesen und ist in voller Höhe eingezahlt. Mit Gesellschafterbeschluss vom 22.12.2015 erfolgte eine freiwillige Zuzahlung gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 500. Eine weitere Zuzahlung gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 34 gemäß Gesellschafterbeschluss vom 22.12.2015 ist zum Bilanzstichtag eingefordert jedoch noch nicht geleistet.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Bei den Zinserträgen handelt es sich um Guthabenzinsen der bestehenden Bankguthaben.

Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 41 (Vorjahr TEUR 46 davon TEUR 27 vom 01.09.-31.12.2014 PAYONE GmbH) bestehen aus den Zinsaufwendungen für langfristige Verbindlichkeiten und den Zinsaufwendungen für die bestehende stille Beteiligung.

Bei den Provisionsaufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um an Kunden gezahlte Provisionen.

Die Provisionserträge setzen sich aus Erlösen für Dienstleistungen und Zahlungsdienstleistungsgeschäft zusammen und betragen im Geschäftsjahr 2015 TEUR 8.699 (Vorjahr TEUR 7.526, davon TEUR 2.681 vom 01.09.-31.12.2014 PAYONE GmbH).

Die sonstigen betrieblichen Erträge bestehen im Wesentlichen aus den aktivierten Eigenleistungen in Höhe von TEUR 582 (Vorjahr TEUR 323, davon TEUR 79 TEUR vom 01.09.-31.12.2014 PAYONE GmbH), die aufgrund der Ausübung des Wahlrechts zur Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände (Neu- und Weiterentwicklung von Software) in Höhe der intern ermittelten Herstellungskosten von TEUR 513 angesetzt wurden. Darüber hinaus wurden Eigenleistungen in Höhe von TEUR 69 als Anschaffungsnebenkosten für die Inbetriebnahme entgeltlich erworbener Software angesetzt.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 7.421 (Vorjahr TEUR 5.469, davon TEUR 1.993 vom 01.09.-31.12.2014 PAYONE GmbH) setzen sich im Wesentlichen aus Personalaufwand (TEUR 5.100) und anderen Verwaltungsaufwendungen (TEUR 2.321) zusammen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Rechts- und Beratungskosten im Rahmen der Jahresabschlusserstellung- und Prüfung 2014 in Höhe von TEUR 39, die nicht durch Rückstellungen im Vorjahr gedeckt wurden. Das erhöhte Honorar für die Jahresabschlussprüfung 2014 (TEUR 62) ergab sich aus zusätzlichem Prüfungsaufwand durch die in 2015 erteilte Erlaubnis nach ZAG.

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit ist mit Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von TEUR 120 (Vorjahr TEUR 1.156, davon TEUR 1.181 vom 01.09.-31.12.2014 PAYONE GmbH) belastet, wovon TEUR 87 auf Zuführungen zu den passiven latenten Steuern entfallen. Der verbleibende Betrag (TEUR 33) entfällt auf Vorjahressteuern.

Sonstige Angaben

Organe der Gesellschaft sind die Geschäftsführung und die Gesellschafterversammlung.

Geschäftsführer der PAYONE GmbH waren im Geschäftsjahr 2015

Herr Carl Frederic Zitscher, Kiel, Kaufmann

Herr Jan Kanieß, Kiel, Kaufmann.

Die Geschäftsführer sind gemeinsam vertretungsberechtigt und sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Der hauptsächlich ausgeführte Beruf beider Geschäftsführer ist die Führung der Geschäfte der Gesellschaft. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Anzahl der Arbeitnehmer betrug am Bilanzstichtag 115 (Vorjahr 80). Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr 2015 96 Arbeitnehmer beschäftigt (Vorjahr: 73 durchschnittliche Arbeitnehmer, davon durchschnittlich 38 Arbeitnehmer im Geschäftsjahr 2014 in der PAYONE GmbH vom 01.09.-31.12.2014).

Zur besseren Vergleichbarkeit der Mitarbeiter-Anzahl im Geschäftsjahr 2015 wurden gemäß § 267 HGB die Arbeitnehmer für das Vorjahr summiert (PAYONE GmbH und PAYONE GmbH & Co. KG) dem gegenübergestellt:

Abteilung Anzahl Arbeitnehmer
  Bilanzstichtag Vorjahr
Software Development 24 17
Information Technologies 11 8
Product Management & Consulting 6 4
Finance & Risk 5 2
Partnerships & Integrations 4 3
Human Ressources & Administration 8 4
Customer Service 21 18
Sales 24 16
Marketing 5 5
Staff (ohne Geschäftsführung) 7 4
Gesamt 115 80

Die gesetzlichen Vertreter oder Mitarbeiter der Gesellschaft haben im Geschäftsjahr keine Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien von großen Kapitalgesellschaften (§ 267 Abs. 3 HGB) wahrgenommen. Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften bestanden im Geschäftsjahr nicht.

Zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres bestehen diverse Miet- und Leasingverpflichtungen für Geschäftsräume und Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die daraus resultierenden Verpflichtungen belaufen sich auf TEUR 800 jährlich.

Der ausschüttungsgesperrte Betrag nach § 268 Abs. 8 HGB beträgt TEUR 633 und umfasst den Wertansatz für selbst geschaffene Software (TEUR 909) abzüglich der ausgewiesenen passiven latenten Steuern (TEUR 276).

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar gliedert sich gemäß § 285 Nr. 17 HGB wie folgt:

a) Abschlussprüferleistungen: TEUR 60
b) Andere Bestätigungsleistungen: TEUR 0
c) Steuerberatungsleistungen: TEUR 0
d) Sonstige Leistungen TEUR 0

Im Geschäftsjahr 2015 wurden gemäß § 29 Abs. 4 RechZahlV 683.599 Zahlungsvorgänge ausgeführt (Vorjahr TEUR 1.414) mit einem Zahlungsvolumen i.H.v. TEUR 30.781 (Vorjahr TEUR 37.101).

Die PAYONE GmbH wird in den Konzernabschluss der Deutscher Sparkassen Verlag GmbH, Stuttgart, zum 31.12.2015 einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger bekanntgegeben.

 

Kiel, 29. März 2016

Carl Frederic Zitscher, Geschäftsführer

Jan Kanieß, Geschäftsführer

ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2015

PAYONE GmbH, Kiel

  Anschaffungs- oder Herstellungskosten
  01.01.2015 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2015
  EUR EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen          
I. Immaterielle Anlagenwerte          
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 732.536,26 512.873,00 0,00 0,00 1.245.409,26
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 400.320,91 256.365,76 0,00 0,00 656.686,67
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 153.056,81 0,00 0,00 153.056,81
  1.132.857,17 922.295,57 0,00 0,00 2.055.152,74
II. Sachanlagen          
1. Mietereinbauten 1,00 19.022,04 0,00 0,00 19.023,04
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 129.972,63 426.888,99 0,00 6.465,48 550.396,14
  129.973,63 445.911,03 0,00 6.465,48 569.419,18
  1.262.830,80 1.368.206,60 0,00 6.465,48 2.624.571,92
  Abschreibungen
  01.01.2015 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2015
  EUR EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen          
I. Immaterielle Anlagenwerte          
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 110.254,23 226.219,03 0,00 0,00 336.473,26
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 74.374,41 277.245,76 0,00 0,00 351.620,17
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  184.628,64 503.464,79 0,00 0,00 688.093,43
II. Sachanlagen          
1. Mietereinbauten 0,00 2.664,04 0,00 0,00 2.664,04
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.896,13 116.269,01 0,00 0,00 134.165,14
  17.896,13 118.933,05 0,00 0,00 136.829,18
  202.524,77 622.397,84 0,00 0,00 824.922,61
  Buchwerte
  31.12.2015 31.12.2014
  EUR EUR
Anlagevermögen    
I. Immaterielle Anlagenwerte    
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 908.936,00 622.282,03
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 305.066,50 325.946,50
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 153.056,81 0,00
  1.367.059,31 948.228,53
II. Sachanlagen    
1. Mietereinbauten 16.359,00 1,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 416.231,00 112.076,50
  432.590,00 112.077,50
  1.799.649,31 1.060.306,03

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015

1. Geschäftstätigkeit und Geschäftsmodell

Als einer der führenden Payment Service Provider in Europa bietet die PAYONE GmbH ("PAYONE") die Abwicklung nationaler und internationaler Zahlungsarten, das Cash- und Risikomanagement sowie alle dafür benötigten Zahlungsdienstleistungen im E-Commerce und M-Commerce aus einer Hand an.

PAYONE ist als 80%-Beteiligung der S-Payment GmbH ein Unternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe. Seit dem 07.01.2015 hat PAYONE die Erlaubnis zur Erbringung von Zahlungsdiensten im Sinne des § 8 Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) der Bundesanstalt für Finanzdienst-leistungsaufsicht (BaFin). Damit darf PAYONE Zahlungsdienste im Sinne von §1 Abs. 2 ZAG erbringen. Die Erlaubnis umfasst das Lastschrift-, das Überweisungs- und das Zahlungskartengeschäft (jeweils mit und ohne Kreditgewährung) sowie das Zahlungsauthentifizierungsgeschäft und das Finanztransfergeschäft.

Neben fixen Nutzungsentgelten partizipiert PAYONE vornehmlich durch variable, transaktionsgebundene Entgelte auf Basis der abgewickelten Transaktionen und Zahlungsvorgänge seiner Händlerkunden. Getragen durch das starke nationale und internationale Wachstum im Onlinehandel, der zunehmenden Digitalisierung von weiteren Branchen und der damit einhergehenden Verlagerung von Zahlungsprozessen auf elektronische Medien zählt PAYONE mittlerweile rund 3.500 E-Commerce-Unternehmen aus verschiedenen Branchen und Ländern zu ihren Kunden, darunter eine Vielzahl großer und international tätiger Unternehmen.

PAYONE vereint als Payment Service Provider und zugelassenes Zahlungsinstitut modernste Zahlungsabwicklungstechnologie mit regulierten Zahlungsverkehrsdienstleistungen, die früher Banken vorbehalten waren. Das Leistungsspektrum umfasst die Zahlungsabwicklung von über 30 nationalen und internationalen Zahlungsarten mit integriertem Risikomanagement zur Minimierung von Zahlungsausfällen und Betrug. Zusätzliche Produktmodule ermöglichen die Auslagerung von Debitoren- und Forderungsmanagement, Rechnungsstellung sowie der Abwicklung von Abonnements. Standardisierte Schnittstellen erlauben eine einfache Integration in bestehende IT- und mobile Systemumgebungen. Die PAYONE Software as a Service (SaaS) Plattform deckt Zahlungsprozesse im E-Commerce und M-Commerce vollautomatisiert und ganzheitlich ab.

PAYONE baut ihr Leistungsportfolio sukzessive weiter aus mit dem Ziel, ihren Kunden alle Dienstleistungen, die zur Annahme und Abrechnung von elektronischen Zahlungen notwendig sind, aus einer Hand zu bieten. Dies umfasst insbesondere die notwendigen Akzeptanzverträge für alle national und international relevanten Zahlarten, sowie die zentrale Ausschüttung der abgewickelten Zahlungsbeträge durch PAYONE.

PAYONE erfüllt die strengen Sicherheitsstandards der Kreditkartenindustrie zum Schutz von Kreditkartendaten und ist nach dem Payment Card Industry Data Security Standard (PCI DSS) Level 1 zertifiziert.

2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Auswirkungen

Wirtschaft und Gesellschaft werden in zunehmendem Maße durch das Internet und der damit einhergehender Digitalisierung geprägt. Dadurch gewinnen Zahlungen resultierend aus digitalen Prozessen wie dem E-Commerce immer mehr an Bedeutung.

Laut Welthandelsorganisation (WTO) ist die Entwicklung des Welthandels in 2015 aufgrund der schwächelnden Weltwirtschaft moderater ausgefallen als ursprünglich erwartet. Die Wachstumsprognosen im internationalen Warenaustausch für 2015 wurden jedoch auf nur 3,3 Prozent nach unten korrigiert, für 2016 auf vier Prozent. Währungsschwankungen und eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums in Schwellenländern haben den Aufschwung gebremst. Die sich in der EU andeutende stärkere Konjunkturerholung reichte nicht aus, um den Welthandel anzukurbeln.

Der E-Commerce-Umsatz ist im Berichtsjahr 2015 sowohl in Europa als auch in Deutschland weiterhin im zweistelligen Bereich gewachsen. Im deutschen Einzelhandel verzeichnete der Online-Umsatz laut Handelsverband Deutschland (HDE) einen Zuwachs um 13,5 Prozent auf insgesamt 41,7 Mrd. Euro. Nach Einschätzungen des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel (bevh) belief sich der Umsatz im deutschen Onlinehandel in 2015 auf 46,9 Mrd. Euro und wuchs damit um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Gleichzeitig lässt sich eine Marktkonsolidierung im Online Payment Markt beobachten. Zum einen steigt die Anzahl der Übernahmen und Beteiligungen bei am Markt etablierten Unternehmen in den letzten Jahren sukzessive an, zum anderen entstehen immer mehr Startups im Finanz- und Technologiebereich (FinTech), darunter auch im Payment-Bereich. Beides führt zu einem steigenden Marktdruck und Wettbewerb für PAYONE, bietet aufgrund der hohen Dynamik am Markt jedoch auch Chancen für PAYONE als etablierter Marktteilnehmer.

3. Geschäftsverlauf

3.1 Beteiligung durch die DSV-Gruppe

Die S-Payment GmbH als Tochter des Deutschen Sparkassen Verlag GmbH ist als zentraler Lösungsanbieter für das Thema "Payment" innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe verantwortlich. In diesem Zusammenhang hat die S-Payment GmbH, mit Wirkung zum 1. Januar 2015 Geschäftsanteile in Höhe von 80 Prozent an der PAYONE Holding GmbH erworben, welche 100%ige Gesellschafterin der PAYONE GmbH ist. Damit wurde ein wichtiger Baustein für das Kompetenzcenter "Payment" der Sparkassen-Finanzgruppe gelegt: Die Payment-Wertschöpfungskette wurde vervollständigt und die Möglichkeit geschaffen, Lösungen für die Zahlungsabwicklung nicht nur über die bestehenden Beteiligungsunternehmen im stationären Handel sondern auch im E-Commerce und M-Commerce aus einer Hand anzubieten. Für PAYONE eröffnet die Vertriebsreichweite der Sparkassen-Finanzgruppe das Potential, das eigene Geschäftsvolumen signifikant zu erhöhen.

3.2 Markt- und Geschäftsentwicklung

Von dem weiterhin zweistelligen Wachstum der E-Commerce-Märkte in Deutschland und Europa konnte PAYONE auch im Geschäftsjahr 2015 profitieren.

PAYONE hat im Geschäftsjahr 2015 den aktiven Kundenstamm um 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rund 3.500 Unternehmen ausgebaut. Auf Basis der am 07.01.2015 erhaltenden Lizenz zur Erbringung von Zahlungsdiensten konnte PAYONE den neuen "PAYONE Payment Service" erfolgreich am Markt einführen und auf dieser Basis das Leistungsportfolio um neue Leistungen wie das Kreditkarten-Acquiring erweitern.

PAYONE hat mit strategischen Projekten in die Optimierung und Anpassung der Organisationsstruktur, in die Erhöhung der Plattform-Verfügbarkeit durch eine neue IT-Infrastruktur verteilt über mehrere Rechenzentren und in den Ausbau des Vertriebs mit dem Fokus auf das indirekte Vertriebspotential über die Sparkassen und das Key-Account-Geschäft investiert. Damit hat PAYONE die Basis für eine signifikante Steigerung des Händler- und Clearingvolumens und nachhaltige Erhöhung der Ertragskraft gelegt.

Auch im Geschäftsjahr 2015 hat PAYONE ihren Wachstumskurs erfolgreich fortgesetzt und blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Die gesteckten Ziele wurden erreicht und teilweise übertroffen.

4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Da die PAYONE GmbH & Co. KG unterjährig mit Wirkung zum 29. August 2014 in der PAYONE GmbH (vorher Komplementärin der Gesellschaft) aufgegangen ist, sind die Vorjahres-Werte der Gewinn- und Verlustrechnung der PAYONE GmbH für 2014 nur sehr eingeschränkt mit denen des vorliegenden Geschäftsjahres vergleichbar. Für eine bessere Vergleichbarkeit der Zahlen und Werte der Gewinn- und Verlustrechnung und höhere Aussagekraft der dargestellten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind im Folgenden die Werte der PAYONE GmbH & Co. KG und der PAYONE GmbH für das Jahr 2014 addiert und beziehen sich jeweils auf den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014.

Durch den erfolgreichen Ausbau des Kundenportfolios wurden die Provisionserträge gemäß Rech-ZahlV im Geschäftsjahr 2015 um 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert und betrugen 8.699 TEUR (Vorjahr: 7.526 TEUR).

Zur weiteren Skalierung des Geschäftsmodells und zur Fortschreibung des Erfolgskurses investiert PAYONE stark in die Umsetzung zentraler strategischer Wachstumsprojekte und in den Ausbau des Vertriebs über die Sparkassen. Dies spiegelt sich unter anderem im Personalaufwand wieder, der im Berichtsjahr mit 30 Prozent überproportional zum Wachstum der Provisionserträge gestiegen ist. Der Personalaufwand betrug 5.100 TEUR gegenüber 3.914 TEUR im Vorjahr. Die Anzahl der Mitarbeiter stieg um 35 auf 117.

Die Rentabilität war mit einer EBITDA-Marge von 10,4 Prozent erneut auf einem hohen Niveau. Trotz der getätigten Investitionen in Form von Personal- und Beratungskosten in die strategischen Wachstumsprojekte ist das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) gegenüber dem Vorjahr nur um 7,3 Prozent geringer ausgefallen. Es betrug im Berichtsjahr 903 TEUR (Vorjahr: 974 TEUR). Der Gewinn vor Steuern ist aufgrund der hohen Investitionen im aktuellen Geschäftsjahr erwartungsgemäß in Relation zu den Provisionserlösen niedriger ausgefallen und liegt bei 239 TEUR. Insgesamt entsprach die Ertragslage den Erwartungen.

Insbesondere durch das Wachstum der Provisionserträge und die Steigerung des Clearingvolumens im Zahlungsdienstegeschäft, ergibt sich ein höherer Bestand an Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von 2.538 TEUR (Vorjahr: 1.845 TEUR), der sich in einem Anstieg der Bilanzsumme um 25,2 Prozent auf 7.215 TEUR (Vorjahr: 5.763 TEUR) auswirkt. Diesen Verbindlichkeiten stehen Forderungen aus Provisionen und Dienstleistungsentgelten in Höhe von 1.453 TEUR sowie Bankguthaben in Höhe von 3.473 TEUR gegenüber, davon sind 2.064 TEUR Guthaben auf Treuhandkonten. Mit einem Wert von 1.800 TEUR ist das Anlagevermögen gegenüber dem Vorjahr gemäß der Wachstums- und Investitionsstrategie insbesondere durch die getätigten Investitionen in die eigenentwickelten Softwarelösungen angestiegen (Vorjahr: 1.060 TEUR).

Zur Erfüllung der Eigenkapitalausstattung nach ZIEV entlang der für 2016 prognostizierten Zahlungsvolumina und Eigenkapitalentwicklung wurde Gesellschafterversammlung vom 22.12.2015 beschlossen, einen Betrag in Höhe von 500 TEUR in die Kapitalrücklage einzustellen. Die Zahlung ist am 23.12.2015 in voller Höhe erfolgt.

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2015 jederzeit gegeben. Die Gesellschaft verfügt über ausreichende liquide Mittel und zugesagte Linien. Nach Auffassung der Geschäftsführung ist die wirtschaftliche Lage des Unternehmens zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts insgesamt positiv zu bewerten.

5. Forschung und Entwicklung

PAYONE investiert zielgerichtet in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, um auch zukünftig die wachsenden Marktanforderungen im dynamisch und stark wachsenden E- und M-Commerce-Markt bedienen zu können: Der Mehrwert der Produkte und Services soll weiter gesteigert, die Wertschöpfung und Ertragskraft weiter erhöht und die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig gesichert werden.

Um eine hohe Produktivität, eine schnelle Markteinführung sicherzustellen, die Abhängigkeit von externen Unternehmen zu minimieren sowie Betriebsgeheimnisse zu schützen, werden alle Kernkompetenzen, die zur Weiterentwicklung der modularen und serviceorientierten Payment-Plattform und Einführung neuer Lösungen notwendig sind, im Hause gehalten.

Der Aufwand für Forschung und Entwicklung belief sich im Berichtszeitraum auf 1.645 TEUR. Die F & E-Quote lag damit bei ca. 18,8 Prozent und ist erwartungsgemäß höher als im Vorjahr (Vorjahr: 17,8 Prozent). Die darin enthaltenen Entwicklungsaufwendungen für die eigenerstellten Softwarelösungen wurden wie in den Vorjahren in Ausübung des Bilanzierungswahlrechts als immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert.

Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand setzt sich im Wesentlichen aus den Personalkosten einschließlich anteiliger Gemeinkosten für jene Mitarbeiter zusammen, die im Berichtszeitraum mit dem Ausbau und der Weiterentwicklung der Payment-Plattform von PAYONE betraut waren. Dazu kommen Entwicklungskosten von beauftragten externen Unternehmen sowie Beratungskosten, die direkt oder indirekt mit der Forschung und Entwicklung in Zusammenhang stehen.

Im Geschäftsjahr 2015 lag der Fokus der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf der Einführung des PAYONE Payment Services (Zahlungsdienste), der Erweiterung des Portfolios an Zahlarten und Anbindungen an E-Commerce-Systeme, sowie des funktionalen und qualitativen Ausbaus der Payment Plattform.

6. Risikobericht

PAYONE verfügt über ein etabliertes Risiko-Management-System. Mit diesem werden alle erkennbaren Risiken systematisch erfasst und bewertet, um potentielle Risiken frühzeitig zu identifizieren und geeignete Maßnahmen zur Steuerung und Minimierung des Risikos einleiten zu können. Die Steuerung und Überwachung des Risiko-Management-Systems liegt in der Verantwortung der Geschäftsleitung der PAYONE GmbH.

Im Geschäftsjahr 2015 wurde das Risikomanagement vor dem Hintergrund des Zahlungsdienstegeschäftes und des fortgesetzten Wachstums der Organisation bei PAYONE deutlich ausgebaut. Die wesentlichen Risiken von PAYONE bestanden unverändert aus allgemeinen Geschäftsrisiken, Adressausfallrisiken sowie operationellen Risiken, die für das Geschäftsmodell von PAYONE und für das Payment Service Providing charakteristisch sind.

Das Risiko unzureichender Liquidität für den laufenden Geschäftsbetrieb (allgemeine Geschäftsrisiken) wurde von der Geschäftsführung als unwahrscheinlich eingeschätzt, da zum einen durch intensive Steuerung und Überwachung von Frühwarn-Indikatoren ad hoc Maßnahmen ergriffen werden können, zum anderen ein aktives Banken-Relationshipmanagement existiert. Darüber hinaus stehen PAYONE durch die Zugehörigkeit zur Sparkassen-Finanzgruppe finanzstarke Partner zur Seite.

Wesentliche Marktpreisrisiken bestanden nicht.

Die Sicherheit und die Fehlerfreiheit der von PAYONE zentral betriebenen Payment-Plattform sind die wesentlichen Risiken im Bereich der operationellen Risiken. Insbesondere der doppelt redundante Plattformaufbau, eine 24/7-Plattformüberwachung, das Vorhalten von ausreichend qualifiziertem Personal, intensive Qualitätsmanagement-Prozesse und der Einsatz modernster Technologien senken dieses Risiko. Darüber hinaus wird die Sicherheit der Plattform sowie die Organisation-struktur mindestens jährlich durch ein Vor-Ort Audit nach dem Payment Card Industry Data Security Standard (PCI DSS), einem einheitlichen Sicherheitsstandard der Kreditkartenindustrie, überprüft und zertifiziert. Im Geschäftsjahr 2015 wurde die Payment-Plattform auf eine komplett neue IT-In-frastruktur auf Basis eines verteilten Betriebs über mehrere wirtschaftlich und technisch voneinander unabhängige Rechenzentren migriert. Die Risiken für Verfügbarkeitseinschränkungen der Plattform haben sich damit nochmals signifikant verringert. Um einen sicheren und reibungslosen Betrieb aufrecht zu erhalten und das weitere Wachstum zu unterstützen ist es für PAYONE von besonderer Bedeutung qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen und zu binden. Gelingt dies nicht, so besteht das Risiko, dass die von PAYONE verfolgte Wachstumsstrategie nicht oder nur eingeschränkt umgesetzt werden kann und im schlimmsten Fall erhebliche Qualitätseinbußen im Rahmen des operativen Betriebs zu verzeichnen sind. Um diesem Risiko vorzubeugen setzt PAYONE auf ein aktives Personalmanagement zur Bindung und Weiterentwicklung bestehender Mitarbeiter, welches durch die Personalabteilung unter enger Beteiligung der Führungskräfte und der Mitarbeiter selbst ausgebaut wird. Zum anderen werden die Bekanntheit und Attraktivität als Arbeitgeber in der Region durch gezielte Aktivtäten weiter ausgebaut. Anhand regelmäßiger Umfragen wird die Personalarbeit evaluiert, um im Bedarfsfall schnell reagieren zu können.

Die Risiken aus bestehenden und geplanten Geschäften werden im Rahmen des Risikosteuerungs- und Risikocontrollingprozesses zentral erfasst, analysiert und unter Beachtung der bestehenden bzw. vorgesehenen Maßnahmen bewertet, um sicherzustellen, dass die Risikotragfähigkeit der Gesellschaft jederzeit gegeben ist.

Für das Jahr 2016 wird PAYONE das Risiko-Management entlang der auf Wachstum ausgerichteten Geschäftsstrategie personell weiter stärken und ausbauen.

7. Chancenbericht

Studien von Marktforschungsinstituten wie eMarketer und Forrester Research prophezeien für 2016 zweistellige Wachstumsraten für den E-Commerce Markt in Europa. Auch der der Handelsverband Deutschland (HDE) für den Online-Handel in Deutschland rechnet weiterhin mit einem über 10 Prozent liegendes Wachstum.

Die weltweiten Umsätze mit Software-as-a-Service (SaaS) sollen laut den Analysten von Forrester Research bis 2016 auf 106 Milliarden USD ansteigen. Dies entspricht einer Steigerung um 21% gegenüber 2015.

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) prognostiziert, dass sich der Online-Anteil am gesamten Einzelhandelsumsatz ausgehend vom Jahr 2015 bis zum Jahr 2025 verdoppeln wird.

Diese positiven Rahmenbedingungen eröffnen für PAYONE die Chance über bestehende Vertriebswege sowie durch die Investitionen in den neuen Vertriebskanal über die Sparkassen, das Volumen an Händlerkunden und an Zahlungstransaktionen signifikant auszubauen. Weiterhin wird davon ausgegangen, dass die Kundenbindung weiter erhöht und der Umsatz sowie der Deckungsbeitrag pro Händler und Transaktion erheblich gesteigert werden können.

Durch die Zulassung als Zahlungsinstitut im Sinne des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes (ZAG) kann PAYONE mittels "Passporting" den Aufwand für die Erbringung von Zahlungsdiensten in anderen Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums vergleichsweise gering halten. Dies ist eine sehr gute Ausgangslage dafür, die eigenen Bestandskunden in ihren internationalen Wachstumsprozessen zu begleiten und zu unterstützen. Darüber hinaus bietet sich die Chance, neue Kunden aus Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums zu gewinnen, die PAYONE ohne Zahlungsdienste nicht oder nicht wirtschaftlich bedienen konnte. Denn E-Commerce-Unternehmen, die grenzüberschreitend erfolgreich tätig sein wollen, stehen vor der Herausforderung, eine Vielzahl von lokalen Zahlungsmethoden in ihre IT-Systeme zu implementieren und ihre Prozesse daran anzupassen. Durch den Zugang zu einer Vielzahl an lokalen europäischen und internationalen Zahlungsmethoden über PAYONE können E-Commerce-Unternehmen ihre eigenen Aufwände minimieren und gleichzeitig den unterschiedlichen Zahlungsgewohnheiten gerecht werden.

8. Prognosebericht

Die im Folgenden beschriebenen zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen beruhen auf den heutigen Erwartungen und den Einschätzungen der Gesellschaft. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Viele Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs von PAYONE liegen, wirken sich auf die Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft und deren Ergebnisse aus. Ferner übernimmt PAYONE keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden. Die tatsächliche Geschäftsentwicklung kann unter anderem aufgrund der beschriebenen Chancen und Risiken von unseren Prognosen abweichen. Die Entwicklung hängt insbesondere vom gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Umfeld ab und kann durch zunehmende Unsicherheiten oder eine Verschlechterung der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen negativ beeinflusst werden.

Aufgrund der insgesamt positiven Rahmenbedingungen hält die Geschäftsführung an ihrer Prognose fest, dass PAYONE auch in den kommenden Jahren ihren eingeschlagenen Wachstumskurs erfolgreich fortschreiben und die Provisionserträge insbesondere durch den Ausbau des Kunden-portfolios, die neuen Vertriebswege über die Sparkassen und durch die Erhöhung der Wertschöpfung mittels des Zahlungsdienstegeschäftes signifikant steigern wird.

Für das Geschäftsjahr 2016 steht im Fokus der Produktentwicklung insbesondere der Ausbau des PAYONE Payment Services und des Zahlungsartenportfolios. Um die Potenziale aus dem Vertrieb über die Sparkassen zu realisieren, sind zudem erhebliche Personalinvestitionen vorgesehen. Die genannten Investitionen werden die Entwicklung der Provisionserträge und die Ertragskraft der Gesellschaft in einem Zeithorizont von zwei bis drei Jahren signifikant stärken. Kurzfristig wird das Ergebnis durch erhöhten Personalaufwand, erhöhte Abschreibungen auf das Anlagevermögen und Finanzierungskosten zunächst noch belastet.

Für das Geschäftsjahr 2016 wird ein zweistelliges prozentuales Wachstum der Provisionserträge erwartet, welches signifikant über dem Niveau des Vorjahres liegen wird (Vorjahr: 16%). Dies wird sich auch in einem deutlich positiven operativen Ergebnis (EBITDA) mit einer operativen Marge (EBITDA-Marge) in einem Korridor von 5 Prozent bis 10 Prozent wiederspiegeln. Aufgrund der gleichzeitig weiteren hohen Investitionen erwartet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2016 ein ausgeglichenes Ergebnis vor Steuern.

9. Nachtragsbericht

Nach dem Abschlussstichtag sind keine wesentlichen Vorgänge von besonderer Bedeutung gemäß §289 Abs. 2 Nr. 1 HGB eingetreten.

 

Kiel, den 29. März 2016

Carl Frederic Zitscher

Jan Kanieß

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.06.2016 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der PAYONE GmbH, Kiel, für das Geschäftsjahr vom 1 Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften liegen in der der Verantwortung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartung über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzung der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unserer Prüfung eine hinreichende Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt ingesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

 

Hamburg, den 12. April 2016

KPMG AG
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gez. Olschewski, Wirtschaftsprüfer

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