TURI Immobilien GmbH
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nils Sandfort seit 13.6.2025 | Vorstandsmitglied |
Carsten Rutz seit 15.2.2011 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
DRH Verwaltungs GmbHAufgelöst | 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DRH Deutsche Reihenhaus AGKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für 20231. Grundlagen der Gesellschaft Die Deutsche Reihenhaus AG ist ein Spezialanbieter für seriellen Wohnungsbau. Die Geschäftsdurchführung erfolgt überwiegend als Bauträger, d.h. Kauf von Grundstücken, schlüsselfertiger Bau unter Einbindung von Subunternehmern und Verkauf an Endkunden und Kapitalanleger. Doch nicht nur für Eigenheimerwerber, sondern auch für Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften ist die Deutsche Reihenhaus AG als Generalübernehmer ein solider Partner. Durch die Konzentration auf standardisierte Typen ist es möglich, ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis anzubieten. Immer mehr Deutsche wünschen sich ein Leben in den eigenen vier Wänden. Der Trend zum Eigenheim ist nach wie vor ungebrochen. Der Energieverbrauch ist für die große Mehrheit der Käufer ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung für ein Objekt. Das ist die Chance für die Produkte des Unternehmens. Der Vorstand sieht den Zielmarkt weiterhin im preiswerten Wohnungsbau, der trotz aller Widrigkeiten, ausgelöst durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, aufgrund der seriellen Produktion gut kalkulierbar und dadurch das Angebot durchaus attraktiv ist. Hinsichtlich der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Unternehmens wurde die Produktpalette um den Bau von Doppelhäusern erweitert. Erste Fertigstellungen gab es bereits im Jahr 2022. Der Grundsatz der Serie wird auch beim Bau der Doppelhäuser weiterhin verfolgt. 2. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 setzt sich die herausfordernde wirtschaftliche Lage in Deutschland fort. Im Vergleich zum Vorjahr, als das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,9 Prozent wuchs, sind die wirtschaftlichen Aussichten durch anhaltende Unsicherheiten beeinträchtigt. Die Bundesregierung hatte ursprünglich ein Wachstum von 3,6 Prozent erwartet, musste diese Prognose jedoch aufgrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und dessen Folgen deutlich nach unten korrigieren. (Quelle: www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/konjunkturprognose-2022) Der Sachverständigenrat erwartet, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,4 % zurückgeht und im Jahr 2024 um 0,7% steigt. (Quelle: Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de) Im Bauhauptgewerbe gab es im Jahr 2023 eine gemischte Entwicklung. Während Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten einen Umsatzzuwachs von 3,5 % verzeichneten, mussten kleinere Unternehmen mit weniger als 20 Beschäftigten einen Umsatzrückgang von 3,2 % hinnehmen. Insgesamt stieg der Umsatz nominal um 1,3 %, real jedoch gab es einen Verlust von etwa 5 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Wohnungsbau erlebte einen deutlichen Rückgang der Nachfrage, was sich in einem Rückgang der Baugenehmigungen um mehr als 94.300 Wohnungen im Jahr 2023 gegenüber 2022 widerspiegelte. Besonders stark war der Rückgang bei Ein- und Zweifamilienhäusern mit fast 43.900 weniger erteilten Genehmigungen (-41,5 %) und bei Mehrfamilienhäusern mit etwa 47.900 weniger Wohneinheiten (-25 %). Die Beschäftigungszahlen im Bauhauptgewerbe zeigten nur ein geringes Wachstum. Nach einem Zuwachs von ca. 20.000 Beschäftigten in den Vorjahren und ca. 15.000 im Jahr 2022, gab es 2023 nur einen Anstieg um 1.120 Beschäftigte auf insgesamt 927.780. Dieser geringe Zuwachs ist auf die Nachfrageschwäche zurückzuführen. Für das Jahr 2024 wird ein weiterer Rückgang der Umsatzentwicklung um real 3 % und ein Beschäftigungsrückgang von bis zu 30.000 auf ca. 900.000 Beschäftigte prognostiziert. Per November 2023 meldet das Statistische Bundesamt für das Bauhauptgewerbe einen Anstieg der Insolvenzen um 265 auf 1.280 Insolvenzen; (+26 %). Hintergrund bleibt einerseits der hohe Kostendruck und andererseits ein anziehender Wettbewerb um Aufträge, der auf die erzielbaren Baupreise drückt. Es besteht die Hoffnung, dass sich die Insolvenzzahlen stabilisieren, sobald sich der hohe Bedarf an Bauleistungen, insbesondere im Wohnungsbau, wieder in zahlungsfähige Nachfrage umsetzt. (Quelle: www.zdb.de) Die Europäische Zentralbank (EZB) verfolgte im Jahr 2023 eine restriktive Geldpolitik, indem sie die Leitzinsen bis auf 4,5% erhöhte, um der Inflation entgegenzuwirken. Diese Zinserhöhungen hatten direkte Auswirkungen auf die Finanzierungskosten im Wohnungsbau, da höhere Zinsen die Kredite für Bauherren und Käufer verteuerten. Die gestiegenen Finanzierungskosten trugen somit zu einer zusätzlichen Belastung der Wohnungsbauwirtschaft bei, die ohnehin schon durch andere Faktoren wie beispielsweise Materialkostensteigerungen und strengere Nachhaltigkeitsanforderungen unter Druck stand. Die Zinspolitik der EZB wirkte sich negativ auf die Investitionsbereitschaft aus und führte zu einer gedämpften Nachfrage nach Bauprojekten, was die Krise in der Branche weiter verschärfte. Insgesamt spiegelt die heutige Lage im Vergleich zum Jahr 2022 eine angespannte wirtschaftliche Situation wider, in der die Bauwirtschaft und insbesondere der Wohnungsbau mit einer Vielzahl von Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Die Kombination aus geopolitischen Ereignissen, gestiegenen Kosten und restriktiver Geldpolitik stellt die Branche vor große Herausforderungen, die sich auch in den Erwartungen für die Zukunft niederschlagen. (Quelle: ifo Schnelldienst 11/2023) Ertragslage Die Gesamtleistung ist um 23% auf 182,0 Mio. EUR nach 236,8 Mio. EUR im Vorjahr gesunken. Die Umsatzerlöse sind um 20% auf 146,1 Mio. EUR gesunken und das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist um 38% auf 15,2 Mio. EUR gesunken. Die Gesamtleistung umfasst eine Bestandsveränderung von +35,9 Mio. EUR. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von 1,1 Mio. EUR in 2022 auf 2,9 Mio. EUR gestiegen, wozu maßgeblich die Reduzierung von Gewährleistungsrückstellungen aufgrund rückläufigen Jahresumsatzes sowie die Auflösung von Bonusrückstellungen beigetragen hat. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 7,5 Mio. EUR und liegen damit leicht unter dem Vorjahreswert von 7,9 Mio. EUR. Der Jahresüberschuss ist um 39% von 16,8 Mio. EUR auf 10,3 Mio. EUR gesunken. Begründet liegt dies hauptsächlich an der, im Vergleich zum Vorjahr, geringeren Anzahl übergebener Wohneinheiten. Die Personalaufwandsquote ist im Verhältnis zur Gesamtleistung von 8,9% auf 10,8% leicht gestiegen. Die Anzahl an Mitarbeitenden ist von 294 am 31.12.2022 auf 291 zum 31.12.2023 leicht rückläufig. Der Rohertrag ist von 54,6 Mio. EUR auf 44,3 Mio. EUR gesunken. Die Gründe liegen an der verminderten Anzahl an Übergaben zum Bilanzstichtag. Nach 466 übergebenen Wohneinheiten im Vorjahr wurden im laufenden Geschäftsjahr 329 Wohneinheiten übergeben. Dazu gab es eine Bestandserhöhung von 35,9 Mio. EUR, die vor allem in einem erhöhten Wert an unfertigen und fertigen Bauten hervorgerufen wurde. Die Bauvorbereitungskosten lagen mit 19,5 Mio. EUR ähnlich hoch wie im Vorjahr (18,4 Mio. EUR). Der Materialaufwand inklusive Grundstückserwerb reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 44,6 Mio. von 182,2 auf 137,7 Mio. EUR. Finanzlage Die Gesellschaft hat eine Eigenkapitalquote von 46,1% (Vorjahr 58,2%). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 113,7 Mio. EUR und haben eine Fristigkeit von einem bis fünf Jahren. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit entwickelte sich im Jahr 2023 von minus 3,0 Mio. EUR im Jahr 2022 auf minus 58,0 Mio. EUR. Gründe hierfür sind u. a. gesunkene Einnahmen aufgrund der Zurückhaltung der Kunden infolge von Zinsentwicklung und der Auswirkungen durch Inflation. Zusätzlich sind Fälligkeiten aus langfristigen Vereinbarungen mit Grundstücksverkäufern unterjährig eingetreten. Aufgrund der geänderten Marktlage ist es künftig bei Grundstücksankäufen möglich, günstigere Zahlungsbedingungen durchzusetzen. Durch sinnvollen Weiterbau der Projekte aufgrund bestehender Kaufverträge mit Kunden nimmt der Bestand an unfertigen und fertigen Bauten zu. Es wird erwartet, dass alle drei Effekte an Bedeutung abnehmen oder sich ins Gegenteil kehren werden. Altverträge von Grundstückskäufen gibt es kaum noch, die im Jahr 2024 realisiert werden müssen, Bestände an unfertigen und fertigen Erzeugnissen werden durch die stark anziehende Nachfrage von Kundenseite abverkauft werden (Mehr als eine Verdopplung der Reservierungen im Vergleich zum Vorjahr; bei den Beurkundungen ist voraussichtlich eine noch höhere Steigerung durch eine sich abzeichnende Entspannung bei Baukreditzinsen zu erwarten). Zusätzlich ist die Baugeschwindigkeit stärker an der Nachfrage ausgerichtet. Dadurch hat sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in den letzten Monaten kontinuierlich verbessert und ist seit März 2024 wieder positiv. Ausgeglichen ist der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im Jahr 2023 durch den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit der von minus 6,3 Mio. EUR auf plus 58,4 Mio. EUR zulegte. Ursächlich sind dafür hauptsächlich Kredite in Form von Grundstücksfinanzierungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind demnach von 54,9 Mio. EUR um 58,8 Mio. EUR auf 113,7 Mio. EUR im Jahr 2023 gestiegen. Ein vor 2023 vereinbarter Covenant wurde zwar überschritten, jedoch haben alle Banken einer Anpassung der Vereinbarungen zugestimmt. Der zweite Covenant, Eigenkapitalquote größer 30%, ist mit rund 46% deutlich übertroffen und zuverlässig eingehalten. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit war im Jahr 2023 mit minus 0,2 Mio. EUR (Vorjahr minus 2,7 Mio. EUR) unbedeutend. Dies beruht auf weniger Investitionen in Sachanlagen im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr, als die neue Firmenzentrale in Köln-Wahn ausgestattet wurde. Die Zahlungsfähigkeit war während des gesamten Berichtszeitraumes gesichert. Vermögenslage Das Anlagevermögen in Höhe von 4,7 Mio. EUR (Vorjahr 5,1 Mio. EUR) besteht aus erstellten Häusern, die als Büro genutzt werden und im Bestand gehaltene Musterhäuser sowie Büroausstattung, Kraftfahrzeugen und Software. Im laufenden Geschäftsjahr 2023 gab es keine nennenswerten Investitionen in die Bürostandorte. Das Vorratsvermögen (vor offener Absetzung der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen) liegt mit 255,8 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau von 220,0 Mio. EUR. Die Steigerung umfasst eine Mehrung der Werte an unfertigen und fertigen Erzeugnissen. Der Bestand an Grundstücken inklusive Bauvorbereitungskosten ist mit 3,3 Mio. EUR leicht gesunken. Der Bestand an unfertigen Erzeugnissen erhöhte sich von 104,8 Mio. EUR um 17,3 Mio. EUR auf 122,1 Mio. EUR, der Bestand an fertigen Erzeugnissen von 4,9 Mio. EUR um 22,1 Mio. EUR auf 26,9 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zeigten sich mit 6,5 Mio. EUR identisch dem Geschäftsjahr 2021 (Vorjahr 3,3 Mio. EUR). Finanzielle Leistungsindikatoren Wesentliche Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind Umsatzerlöse und der Jahresüberschuss. Die Umsatzerlöse sind gegenüber 2022 um 20% auf 146,1 Mio. EUR gesunken. Nachdem im Vorjahr 466 Wohneinheiten übergeben wurden, waren es in 2023 329 Häuser und Wohnungen. Der Jahresüberschuss ist im Vergleich zum Vorjahr um 39% auf 10,3 Mio. EUR gesunken. Weitere relevante Indikatoren sind die Eigenkapitalquote und das Verhältnis der Nettoverbindlichkeiten zu EBITDA. Die Eigenkapitalquote ist von 58,2% auf 46,1% gesunken. Die Relation von Nettoverbindlichkeiten (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abzgl. liquide Mittel) zu EBITDA (Jahresergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag, zzgl./abzgl. außergewöhnlichem Aufwand/Ertrag, zzgl./abzgl. Finanzerträge/-aufwendungen, zzgl. Abschreibungen sowie zzgl./abzgl. Gewinnen/Verlusten aus dem Abgang von Anlagevermögen) hat sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt verändert:
Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Die Anzahl der Mitarbeitenden ist leicht rückläufig. Am 01.01.2023 waren 294 Mitarbeitende angestellt, zum Stichtag 31.12.2023 konnten 291 Arbeitnehmer:innen inkl. 2 Vorstandsmitglieder und 18 Auszubildende verzeichnet werden. Die Mitarbeiterzufriedenheit ist ein wesentlicher Faktor im Unternehmen. Es werden gezielt Maßnahmen getroffen, die zur Steigerung der Mitarbeitermotivation sowie zur Erhaltung und Weiterentwicklung des Personalstamms beitragen. Dazu zählen beispielsweise die tägliche Mittagsverpflegung am Standort der Firmenzentrale in Köln (an den übrigen acht Standorten an einem Tag in der Woche) und die erfolgreiche Implementierung eines neuen internen Weiterentwicklungsprogramms. Nachhaltigkeit und ökologisches Bauen war auch in 2023 ein großes Thema. Die Bereichsleitung Technik und Entwicklung besuchte im Oktober das BMI Technical Center in Heusenstamm für einen Erfahrungsaustausch über Zukunftstechnologien und Nachhaltigkeit. Im Fokus stand die CO 2 -reduzierte Bauweise bspw. durch CO 2 -optimierte Betone. Hier gibt es Optimierungspotenziale bei Zement und in der Betontechnologie. Die nicht finanziellen Leistungsindikatoren werden nicht zur Steuerung des Unternehmens herangezogen. 3. Risikobericht Das Risikomanagement minimiert durch zahlreiche Arbeits- und Verfahrensanweisungen, Checklisten und Entscheidungsgrundsätzen das Risiko einer Fehlplanung, Fehlausführung oder gar Fehlinvestition. Dies gilt im Besonderen für den risikobehafteten Prozess Vertragswesen bzw. den Unterprozess Grundstückskauf und Akquisition. Neben den Vertragsinhalten werden im Projektdatenblatt auch die kalkulierten Herstellkosten den geplanten Verkaufserlösen gegenübergestellt sowie Grundzüge der Standortanalyse aufgeführt. Weitere Berichte umfassen u.a. Liquiditätsplanung, Verkaufsstatus und Projektauswertung. Der Vorstand sieht als Risikobereich den Bereich Vertrieb an. Eine hohe Inflationsrate, rasante Zinsanstiege und die damit einhergehende deutliche Teuerung von Zins- und Tilgungsraten zur Finanzierung eines Immobilienerwerbs erschwert es Endkunden, Verträge für Finanzierungen mit Banken abzuschließen. Eine Auswertung der Absagegründe nicht realisierter Reservierungen ergab, dass in 53% der Fälle die Machbarkeit einer Finanzierung unmöglich war. Der im laufenden Geschäftsjahr verzögerte Abverkauf von Wohneinheiten aufgrund der zuvor genannten geänderten Marktsituation macht es notwendig, die Produktion der Wohneinheiten in enger Abstimmung mit dem Vertrieb auf Lage und damit Nachfrage laufend zu überprüfen. Nur so kann sichergestellt werden, dass nur in den Projekten produziert wird, wo auch Nachfrage besteht. Zur Risikominimierung werden drei Marktanalysten eingesetzt, die die Nachfrage in den einzelnen Projekten laufend überprüft. Des Weiteren wird mit einem einzelnen Projekt sehr viel früher mit dem Vorvertrieb begonnen, um noch vor dem Erhalt der Baugenehmigung festzustellen, ob die zu vermarktenden Wohneinheiten sicher abgesetzt werden können und damit das Projekt wirtschaftlich ist. Aufgrund der großen Bevorratung an Grundstücken sieht der Vorstand kein Risiko für nachfolgende und ausreichende Projekte zur Herstellung der standardisierten Produkte. Im Laufe des Jahres machte es die verlangsamte Verkaufsgeschwindigkeit notwendig, Darlehen in Form von Grundstücksfinanzierungen aufzunehmen. Banken waren teilweise in der Umsetzung von Projektentwicklerfinanzierungen zurückhaltend. Doch durch, wie bereits in der Vergangenheit durchgeführtes, konsequentes und regelmäßiges Reporting zum laufenden Geschäftsgeschehen, wurde Transparenz erhalten und für neue Geschäftspartner geschaffen. Die vermehrte Aufnahme von Darlehen in Verbindung mit der veränderten Absatzsituation führte (teilweise) zur Stichtagsbetrachtung zu einem Covenant-Bruch in den vorhandenen Betriebsmittellinien. Mit allen betroffenen Banken wurden rechtzeitig Gespräche geführt und neue Vereinbarungen wie beispielsweise ein Covenant-Holiday getroffen. Die im Branchenvergleich noch immer sehr gute Eigenkapitelausstattung ermöglicht weiterhin Kreditaufnahmen für zukünftige Projektfinanzierungen bzw. die Inanspruchnahme der vorhandenen Betriebsmittellinien. Die Finanzierung des Unternehmens ist damit sichergestellt. Durch langfristige Geschäftsbeziehungen zu den Lieferanten wird eine große Kalkulationssicherheit gewährleistet. Nach Einschätzung des Vorstands existieren derzeit keine bestandsgefährdenden oder die Entwicklung wesentlich beeinträchtigenden Risiken. 4. Chancen- und Prognosebericht Die für das Geschäftsjahr 2023 anfangs prognostizierte Übergabeanzahl an Wohneinheiten (ca. 480 WE) war aufgrund der starken Zinsanstiege durch die EZB, der hohen Teuerungsrate und dem daraus resultierenden, zurückhaltenden Nachfrageverhalten nicht realisierbar. Tilgungsraten für Endverbraucher für den Erwerb einer Immobilie haben sich mehr als verdoppelt, so dass die Machbarkeit einer Finanzierung deutlich erschwert wurde. Durch die damit verbundene gebremste Abverkaufsgeschwindigkeit konnte die prognostizierte Übergabezahl zum Bilanzstichtag nicht gehalten und von geplanten 480 Einheiten tatsächlich 329 Übergaben realisiert werden. Demzufolge waren auch Umsatz und Jahresüberschuss betroffen. Rückblickend auf das Jahr 2023 wurden im Durchschnitt monatlich 17 Wohneinheiten veräußert. Seit November 2023 können deutlich zunehmende Verkäufe (November GJ = 30 WE; November VJ = 13 WE) verzeichnet werden. Der Abverkauf steigt auf von durchschnittlich 17 Wohneinheiten pro Monat um 7 auf 24 Wohneinheiten pro Monat bezogen auf November und Dezember 2023. Im Jahr 2024 werden voraussichtlich 412 Wohneinheiten übergeben und damit der Umsatz von 146,0 Mio. EUR um 22,0 Mio. EUR auf 168 Mio. EUR gesteigert. Gesunkene Marktpreise und damit einhergehende verringerte Deckungsbeiträge führen zu einem Jahresüberschuss mit 4,4 Mio. EUR und wird damit auf einem niedrigeren Niveau im Vergleich zu den Vorjahren (VJ = 10,3 Mio. EUR) liegen. Ansteigende Reservierungszahlen zum Geschäftsjahresende zeigen, dass die Zurückhaltung der Kunden durchbrochen ist. Durch gezielten Erhalt der Arbeitsplätze sieht die Deutsche Reihenhaus AG die Chance, die Fachkräfte zu sichern, die sie benötigt, um auch in Zukunft die bereits vorhandenen und neuen Projekte zielgerichtet realisieren und leistbaren Wohnraum schaffen zu können. Der Energieverbrauch ist für die große Mehrheit der Käufer ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung für ein Objekt. Das ist die Chance für die Deutsche Reihenhaus, denn das neue Energiekonzept sorgt für ein ökologisch nachhaltiges und ressourcensparendes Gesamtkonzept. Vom Einsatz der Blockheizkraftwerke wurde der Betrieb auf Photovoltaikanlagen in Verbindung mit öffentlichem Stromnetz (Grünstrom) umgestellt. Mittels Durchlauferhitzer, Wärmepumpe und Spitzenlastkessel (Gasbrennwert) wird die Versorgung des Wohnparks mit Heizung und Trinkwarmwasser gewährleistet. Die Photovoltaikanlage sorgt für E-Mobilität und Haushaltsstrom. Bei dem bereits zuvor auf regenerativen Energien umgestellten Energiekonzept wurde nochmals an der Effizienzschraube gedreht. Es erfolgt der Einsatz neuerer und effizienterer Wärmepumpen mit regenerativen Kältemitteln. Dadurch werden die Nahwärmenetze weiter durch verbesserte Produkte mit noch weniger Wärmeverlusten verbessert. Alle neuen Projekte werden im KfN40-Standard produziert. Der KfW-Förderstandard "Klimafreundlicher Neubau, kurz KFN" wird durch weitere Verbesserungen an der Gebäudehülle und der Anlagentechnik erfüllt. Die Gebäude erhalten eine zusätzliche Dämmung unterhalb der Bodenplatte, dickere Fassadendämmungen, und die Dächer bekommen eine zusätzliche Aufsparrendämmung. Bei der Materialauswahl wird besonders auf ökologischere Produkte bzw. umweltfreundlichere Erzeugungsprozesse geachtet. Zusammen mit einem externen Zertifizierer wird aktuell an der Erfüllung aller Anforderungen des "Qualitätssiegels nachhaltiger Gebäude, kurz QNG") zur Erlangung der höchsten Neubau-Förderung "KFN mit QNG" gearbeitet. Durch die serielle Fertigung und damit guter Planbarkeit der Kosten wird dem Kunden damit ein interessantes, förderfähiges und vor allem nachhaltiges Produkt angeboten. Die Chancen für den Einkauf von Grundstücken in zur Nachfrage passender Lage stehen für den Bereich der Projektentwicklung gut. Neue Zielregionen werden systematisch untersucht und aufgebaut. Der Vorrat an notariell gesicherten Grundstücken ist weiterhin groß. Für diese Grundstücke werden die entsprechenden Baugenehmigungen zeitnah beantragt, so dass fortlaufend Projekte in ausgewählten Lagen begonnen werden können. 5. Betriebsstätten Der Bürostandort Bottrop wurde Ende April 2023 in das benachbarte Büro nach Gladbeck verlegt. Am Ende des Jahres 2023 war die Zentrale in Köln mit 141 (141 im Vorjahr), die Niederlassungen in Kaiserslautern mit 70 (75), in Hamburg mit 22 (18), in Nürnberg mit 19 (20), in Berlin mit 15 (16), Frankfurt mit 8 (8), in Gladbeck mit 11 (12), in Hannover mit 3 (2) und Leipzig mit 2 (2) Angestellten besetzt. 6. Abhängigkeitsbericht nach § 312 Abs. 3 AktG Wir erklären, dass die DRH Deutsche Reihenhaus AG bei jedem Rechtsgeschäft mit der TURI Holding GmbH, Köln, und deren verbundenen Unternehmen oder mit Dritten auf Veranlassung oder im Interesse der TURI Holding GmbH, Köln, nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt der Vornahme der Rechtsgeschäfte bekannt waren, angemessene Gegenleistungen erhalten hat oder dass die Nachteile in angemessener Höhe ausgeglichen wurden.
Köln, den 31.03.2024 Carsten Rutz, Vorstandsvorsitzender Stefan Zimmermann, Vorstandsmitglied Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Unternehmen und zum Jahresabschluss Die DRH Deutsche Reihenhaus AG, Köln, eingetragen im Handelsregister Köln unter der Nummer HRB 61776 (im Folgenden kurz "Gesellschaft", "DRH AG" oder "Deutsche Reihenhaus" genannt), hat ihren Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 unter Beachtung der handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i.S.v. § 267 Abs. 3 i.V.m. Abs. 2 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet. Die Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach der Verordnung über Formblätter für die Gliederung des Jahresabschlusses von Wohnungsunternehmen in der Fassung vom 6. März 1987 (Formblatt VO). Im Übrigen wurden die Form der Darstellung sowie die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (mit Ausnahme der u. g. Bewertungsgrundlagen) unverändert zum Vorjahr beibehalten. Auf die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wird nachfolgend eingegangen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten aktiviert und werden ihren voraussichtlichen Nutzungsdauern entsprechend abgeschrieben. Selbst hergestellte Sachanlagen werden mit den Herstellkosten aktiviert und nach Fertigstellung abgeschrieben. Erworbene Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear und zeitanteilig. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 800,00 EUR sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Sofern zum Abschlussstichtag von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die zum Verkauf bestimmten Grundstücke und andere Vorräte werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Bei den Herstellungskosten werden neben den angefallenen Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Verwaltungskosten, Zinsen oder Vertriebskosten werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Sind die Herstellungskosten höher als die zu Vertragspreisen bzw. erzielbaren Marktpreisen errechnete Leistung, wird zu diesen niedrigeren Werten bewertet. Erkennbaren Risiken im weiteren Verlauf bis zur Fertigstellung wird im Rahmen der Bewertung Rechnung getragen. Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgte mit dem Nennbetrag (umsatzsteuerfrei), die erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte wurden mit dem Rückzahlungsbetrag (umsatzsteuerfrei) offen von dem Posten Vorräte abgesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert aktiviert. Dabei werden die erkennbaren Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Sie haben alle eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Es bestehen ausschließlich aktive latente Steuern aufgrund Bewertungsdifferenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz im Bereich der Rückstellungen. Die Aktivierung dieser latenten Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB. Bei der Bemessung der Steuerrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verbindlichkeiten angemessen und ausreichend Rechnung getragen. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt. Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Finanzamt aus Rückerstattungen von Umsatzsteuer aus den Vorjahren. Der Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von 16.820.829,75 EUR (zugleich Gewinnvortrag aus dem Vorjahr) wurde in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Im Geschäftsjahr wurden Gewinnrücklagen in Höhe von 412.598,62 EUR aufgelöst und in Form einer Dividende an die Aktionäre der Gesellschaft ausgeschüttet. Die Steuerrückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten am 31.12.2023 setzten sich wie folgt zusammen:
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsätze ergeben sich im Wesentlichen aus Bauträger-Umsätzen, generiert in Deutschland, für Reihenhäuser und Wohnungen. Infolge der Rechtsprechung des BFH zum Übergang der Steuerschuldnerschaft für Bauträgerleistungen gem. § 13b UStG und den im Anschluss ergangenen Erlassen der Finanzverwaltung hatte die DRH AG im Geschäftsjahr 2014 Anträge auf Erstattung der von ihr als Leistungsempfängerin an das Finanzamt abgeführten Umsatzsteuer für die Jahre 2008 bis 2014 gestellt. Die hieraus resultierenden Forderungen wurden im Geschäftsjahr 2015 zum Teil an die Gesellschafterin, TURI Holding GmbH, Köln, abgetreten und sind zum 31.12.2023 bis auf Kostenerstattungen beglichen. Die Rückstellungen für verbleibende abgetretene Verpflichtungen gegenüber den Subunternehmern der DRH AG in diesem Zusammenhang sind zum 31.12.2023 mit noch 920.895,45 EUR passiviert. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sinken von 7.866.065,99 EUR auf 4.879.689,24 EUR. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 207.242 TEUR. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:
Sonstige Angaben Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Ende des Geschäftsjahres nicht eingetreten. Die Gesellschaft beschäftigt ausschließlich Angestellte. Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter:innen betrug im Geschäftsjahr 293 (i.Vj. 284). Darin enthalten waren 2 Vorstandsmitglieder (i.Vj. 2) und 18 (i.Vj. 17) Auszubildende. Mitglieder des Aufsichtsrates waren in 2023: Herr Dr.-Ing. Daniel Robert Arnold, Geschäftsführer der TURI Holding GmbH, Aufsichtsratsvorsitzender Herr Dipl.-Wirt.-Ing. Thorsten Näbig, Geschäftsführer sigo GmbH Darmstadt Frau Kirstine Seitzberg, Master of Business Administration, Velbert (Austritt aus dem AR zum 23.05.2023) Herr Christian Jacobs, Geschäftsführer just Human - J&P GmbH (Eintritt in den AR am 23.05.2023) Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen waren zu marktüblichen Konditionen geschlossen worden. Der Aufsichtsrat erhielt im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 16 TEUR. Dem Vorstand gehörten an: Herr Dipl.-Ing. Carsten Rutz, Vorstand Projektentwicklung und Vertrieb, Vorstandsvorsitzender Herr Stefan Zimmermann, Vorstand technischer Einkauf, Baurecht und Bauleitung Die gesamten Vorstandsbezüge im laufenden Geschäftsjahr betrugen 641 TEUR. Anteilsbesitz Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 100.000 Stückaktien zu je 1,00 EUR. Zum 31.12.2023 lauten 90% auf den Namen der TURI Holding GmbH, Köln. 10% der Aktien werden von einem weiteren Aktionär gehalten. Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt 29 TEUR für Abschlussprüfungsleistungen und 3 TEUR für sonstige Bestätigungsleistungen. Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der TURI Holding GmbH, Köln, einbezogen. Diese Gesellschaft stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Konsolidierungskreis auf. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht und ist dort erhältlich. Mit Beschluss vom 10.01.2023 wurde aus Gewinnrücklagen des Jahres 2021 ein Betrag in Höhe von 412.598,62 EUR entnommen und an den Aktionär Dr. Gerhard Niesslein ausgeschüttet. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Bilanzgewinn 2023 soll in voller Höhe zunächst in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt werden.
Köln, den 31.03.2024 Carsten Rutz, Vorstandsvorsitzender Stefan Zimmermann, Vorstandsmitglied Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die DRH Deutsche Reihenhaus AG, Köln: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der DRH Deutsche Reihenhaus AG, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DRH Deutsche Reihenhaus AG, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 19. April 2024 Rödl
& Partner GmbH
gez. Groll, Wirtschaftsprüfer gez. Fehling, Wirtschaftsprüfer Niederschrift über die 44. Gesellschafterversammlung der DRH Deutsche Reihenhaus AG, Köln, am 15. Mai 2024 in den Geschäftsräumen der Gesellschaft. Es waren anwesend:
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Herr Dr. Arnold, übernahm den Vorsitz sowie die Protokollführung und eröffnete die Hauptversammlung um 18:37 Uhr. Er stellte fest, dass gemäß des Teilnehmerverzeichnisses das gesamte Aktienkapital vertreten war, kein Aktionär der Beschlussfassung widersprach und es daher für die Beschlussfassung keiner form- und fristgemäßen Einberufung bedurfte. Vorsorglich verzichteten die erschienenen Aktionäre auf die Einhaltung sämtlicher gesetzlicher oder satzungsgemäßer Frist- und Formerfordernisse. Der Vorsitzende stellte fest, dass von dem 100.000 EURO betragenden Grundkapital der Gesellschaft Aktien im Nennbetrag von insgesamt 100.000 EURO entsprechend 100% des Grundkapitals mit 100.000 Stimmen in der Gesellschafterversammlung vertreten waren. Diese Stimmenanzahl hat sich im Laufe der Gesellschafterversammlung nicht mehr geändert. Der Vorsitzende gab bekannt, er werde bei den stattfindenden Abstimmungen das Additionsverfahren anwenden und durch Handaufheben abstimmen lassen. Danach wurde die Tagesordnung wie folgt erledigt: TOP 1: Vorlage des festgestellten Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Berichts des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023 Der Gesellschafterversammlung wurde der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023 vorgelegt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erstattete den Bericht des Aufsichtsrats. Der Vorstandsvorsitzende erläuterte die Vorlagen des Vorstands. TOP 2: Beschluß über die Verwendung des Bilanzgewinns 2023 Der Aufsichtsrat folgt dem Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns wie folgt:
Die Abstimmung ergab 100.000 Ja-Stimmen (=100% der Stimmen). TOP 3: Beschlussfassung über Aufsichtsratsvergütungen für 2023 gemäß §113 AktG Dem Aufsichtsratsmitglied Thorsten Näbig standen im Berichtsjahr 2023 Vergütungen gemäß §113 AktG in Höhe von 2x € 3.000,- Sitzungsgeld zu. Dem Aufsichtsratsmitglied Kirstine Seitzberg stand im Berichtsjahr 2023 eine Vergütung gemäß §113 AktG in Höhe von 1x € 3.000,- Sitzungsgeld zu. Dem Aufsichtsratsmitglied Christian Jacobs standen im Berichtsjahr 2023 Vergütungen gemäß §113 AktG in Höhe von 2x € 3.000,- Sitzungsgeld zu. Diese werden hiermit genehmigt. TOP 4: Entlastung des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2023 Der Vorsitzende stellte den Vorschlag, den Mitgliedern des Vorstands für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung zu erteilen, zur Abstimmung. Die Abstimmung ergab 100.000 Ja-Stimmen (= 100% der Stimmen), 0 Nein-Stimmen und 0 Enthaltungen. Der Vorsitzende gab das Ergebnis der Abstimmung bekannt und stellte fest, dass den Mitgliedern des Vorstands Entlastung erteilt wurde. TOP 5: Entlastung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023 Der Vorsitzende wies auf das Stimmverbot gemäß § 136 AktG hin und ließ die Stimmen der TURI Holding GmbH nicht zur Abstimmung zu. Der Vorsitzende stellte den Vorschlag, den Mitgliedern des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung zu erteilen, zur Abstimmung. Die Abstimmung ergab 10.000 Ja-Stimmen (= 100% der Stimmen), 0 Nein-Stimmen und 0 Enthaltungen. Der Vorsitzende gab das Ergebnis der Abstimmung bekannt und stellte fest, dass den Mitgliedern des Aufsichtsrats Entlastung erteilt wurde. TOP 6: Wahl des Abschlußprüfers für das Geschäftsjahr 2024 Der Vorsitzende berichtete über das preislich deutlich erhöhte Angebot von Rödl & Partner (rund 58T€, d.h. rund 30% mehr als 2023) für die Abschlußprüfung 2024. Um einen marktüblichen Honorarvergleich zu haben, wurden alternative Angebote angefragt. Diese sind bis heute jedoch noch nicht eingegangen. Der Vorsitzende des AR wird hiermit ermächtigt, nach Eingang aller Angebote (voraussichtlich bis Juli 2024) nach bestem Wissen und Gewissen zu entscheiden und zu beauftragen. Die Abstimmung ergab 100.000 Ja-Stimmen (= 100% der Stimmen), 0 Nein-Stimmen und 0 Enthaltungen. TOP 7: Berufung von Aufsichtsratsmitgliedern Das Aufsichtsratsmandat von Herrn Thorsten Näbig endet mit dem Ende der heutigen HV. An seine Stelle wird Herr Prof. Dr. Hagsheno in den Aufsichtsrat gewählt. Seine Wahl erfolgt bis zum Ende der Hauptversammlung, die über den Jahresabschluss 2025 beschließt, also für zwei Jahre. Die Abstimmung ergab 100.000 Ja-Stimmen (= 100% der Stimmen), 0 Nein-Stimmen und 0 Enthaltungen. Damit ist Herr Prof. Dr. Hagsheno für zwei Jahre in den Aufsichtsrat gewählt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats sowie Protokollführer schloss die Hauptversammlung um 18:40 Uhr.
TURI Holding GmbH Dr. Daniel Arnold, Geschäftsführer, Vorsitzender des Aufsichtsrats, Protokollführer |
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